Wirtschaft. Südwestfälische 7-8/2009. SIHK-Projekt Formel 1 in der Schule. Ausbildung Antizyklisch handeln. Region Initiative für Ausbau A 45

January 22, 2017 | Author: Stephanie Lang | Category: N/A
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Südwestfälische

7-8/2009

Wirtschaft SIHK-Projekt

Formel 1 in der Schule Ausbildung

Antizyklisch handeln Region

Initiative für Ausbau A 45 Kommunalwahl

Titelthema

A 61168

Finanzieren und versichern

Postvertriebsstück, Gebühr bezahlt * Fr. Staats GmbH, Postfach 20 18 51, 42218 Wuppertal * A 61168

Forderungen der Wirtschaft

05/09 www.plakart.de

„Die richtigen Entscheidungen treffen“

links: Matthias Poschmann (Geschäftsführer der Poschmann Holding GmbH & Co. KG) rechts: Rudolf Stollenwerk (Firmenkundenbetreuer der Volksbank im MK)

Entscheidungen gehören zu Ihrem Unternehmeralltag. Und gerade in schwierigen Zeiten ist es elementar, die richtigen Entscheidungen zu treffen – und umzusetzen. Die Volksbank im Märkischen Kreis unterstützt Sie dabei als Finanzpartner – und zieht sich auch dann nicht zurück, wenn es mal turbulent wird. Wir sind vor Ort, hören zu und unterstützen Unternehmer unserer Region mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.

VERBINDET + « www.volksbank-im-mk.de »

Poschmann Union Lüdenscheid

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DIE MEINUNG

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Im Tal Die Signale, die die deutsche Wirtschaft aussendet, sind leicht hoffnungsvoll. Nach der Frühjahrsumfrage der Industrie- und Handelskammern schätzen die Unternehmen in Deutschland ihre aktuelle Geschäftslage zwar noch schlechter ein als zu Jahresbeginn. Ihre Geschäftserwartungen sind aber erstmals wieder besser als bei der Umfrage zuvor. Die Wirtschaft hat den Wendepunkt vor Augen. Damit besteht die Chance, dass sie sich aus der Schockstarre löst. Gerade bei erfreulichen ersten positiven Signalen müssen die Betriebe die Lage und ihre Situation in den nächsten Monaten mit großer Nüchternheit betrachten. Selbst bei einem Ende des Rückgangs im dritten Quartal sind die Rahmendaten erschreckend: Das Bruttoinlandsprodukt sinkt 2009 gegenüber 2008 um sechs Prozent, bis zum Jahresende steigt die Zahl der Arbeitslosen auf vier Millionen, was in den konsumnahen Branchen Einzelhandel, Freizeitwirtschaft und Gastgewerbe die Erwartungen eintrübt. Der konjunkturelle Aufwärtspfad wird holprig: Statt eines V eher ein L oder ein W. Die beiden Konjunkturprogramme vom Jahresbeginn sind – außer der Abwrackprämie – bisher fast ohne Wirkung geblieben und haben nicht als Krisenpuffer gewirkt. In Bau und Handwerk sind die Aufträge aus den Programmen weitgehend noch nicht angekommen. Vor den heimischen Betrieben liegt eine schwierige Wegstrecke, denn Südwestfalen ist besonders betroffen. Die bisherigen Wachstumstreiber – Automobil-Zulieferer und Export – sind in der jetzigen Krise die zentralen Schwachpunkte der deutschen Wirtschaft. Mit 68.000 Kurzarbeitsplätzen erreicht der SIHK-Bezirk einen traurigen Spitzenplatz in Deutschland. Im zweiten Halbjahr - nach mehrmonatigen drastischen Produktionseinschnitten und scharfem Absatzrückgang - stellt sich nach der Sommerpause mit neuer Brisanz die Frage der Liquidität der Unternehmen. In den vergangenen Monaten haben sie mit starkem Lager- und Personalabbau ihre Kosten gesenkt und sich auf diese Weise Liquidität verschafft. Gerade wenn sich die Geschäftserwartungen etwas aufhellen, brauchen die Firmen Geld, um wieder in Waren, Vor-

räte und Rohstoffe investieren zu können. Der Finanzbedarf steigt. In dieser Situation müssen sich die Unternehmen darauf gefasst machen, dass die Banken ihre ohnehin schon strengen Konditionen noch einmal verschärfen. Zum einen kalkulieren diese in ihren Kreditzinsen erheblich höhere Risikoaufschläge der Kreditnehmer ein, zum anderen stellen sie an die Sicherheiten wesentlich höhere Anforderungen. Das schlechtere aktuelle Rating der Betriebe hat unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzierungskonditionen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass Warenkreditversicherungen ebenfalls ihre Anforderungen verschärfen, Prämien erhöhen, Deckungssummen verringern und Lieferungen an bestimmte Kunden gar nicht mehr versichern. Die SIHK leistet in dieser schwierigen Situation den Betrieben Hilfestellung durch Information und Beratung. Schon 250 Betriebe haben die SIHK-Krisenhotline (02331) 390-333 genutzt. Mehr als 400 Unternehmen informierten sich in den SIHK-Business-Club-Veranstaltungen „Wege aus der Krise“ in allen Teilen des Kammerbezirks über Förderprogramme und Liquiditätshilfen. Zugute kommt dabei den Betrieben das langjährige Know-how der SIHK bei der Begleitung von Bürgschaftsanträgen und die enge Zusammenarbeit mit der Bürgschaftsbank NRW und der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Beim Bankengespräch mit den Sparkassen und Genossenschaftsbanken des Bezirks sagten die Vorstände den Betrieben eine partnerschaftliche Begleitung auch in der Krise zu. Die Krise geht an die Substanz der Betriebe. Umso mehr ist bei Banken und Warenkreditversicherern Augenmaß vonnöten, damit Finanzierungsengpässe einen Aufschwung nicht abwürgen. Positives Denken ist gefragt, um gerade in der Krise die Chancen nutzen zu können. Es nutzt aber auch nichts, wenn Politiker und Banken falsche Hoffnungen verbreiten und so tun als sei die Krise bereits überstanden. Nüchternheit und Realismus sind derzeit angemessener. ■ Hans-Peter Rapp-Frick

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INHALT

Seite 6

SIHK-Projekt: Formel 1 in der Schule Nach der erfolgreichen Teilnahme am SIHK-Projekt „Formel 1 in der Schule“ feierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Förderern den Abschluss im Lüdenscheider Zeppelin-Gymnasium.

Seite 8

Ausbildungsmarkt: Jetzt antizyklisch handeln Viele Firmen zeigen auch in der Krise Verantwortung gegenüber jungen Menschen und bieten weiterhin Ausbildungsplätze an. Die SIHK weitet ihr Beratungsangebot für Betriebe und Jugendliche aus.

Seite 10

Unternehmerinitiative für Autobahnausbau der A 45 Die Staus auf der A 45 werden noch zunehmen, wenn nicht der sechspurige Ausbau der „Sauerlandlinie“ mit besonderer Dringlichkeit in den Verkehrswegeplan aufgenommen wird.

Seite 20

Die deutsche Versicherungswirtschaft erzielte 2008 ein leichtes Beitragswachstum. In unsicheren Zeiten sind die eigenen vier Wände offenkundig die solidere Investition.

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Titelthema: Finanzieren und versichern

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INHALT Berichte & Analysen 6 8 10 12 14 16 18

„Formel 1 in der Schule“: Zertifikate zum Abschluss Antizyklisch handeln: Jetzt in Ausbildung investieren Unternehmerinitiative für Ausbau A 45 gegründet Superwahljahr 2009: Im August werden Räte neu besetzt Hilfe aus Hagen gegen Produktpiraten Mobile Geschäftsanwendungen: Mehr Effizienz im Unternehmen Innovationsförderung Mittelstand: 15.000 Euro für junge Ingenieure

Titelthema 20 24 26 27

Aus der Kammerarbeit / Bekanntmachung 50

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Keine Steuererhöhungen in den nächsten zwei Jahren – Regionalausschuss Hagen diskutiert mit zwei Bürgermeisterkandidaten • Wettbewerb „Südwestfalen-Award“ zum zehnten Mal ausgeschrieben 7.500 Kilometer Anreise: Russin nimmt an QB-Lehrgängen in Hagen teil „Russland ist immer für Überraschungen gut“ • Handelsausschüsse in Wolfsburg: „Erstklassige Autos und 2. Wahl-Shopping 2. IT-Sicherheitsforum Südwestfalen: Praktische Anwendungen im Mittelpunkt • Sachverständige bestellt

Regionale Wirtschaft Versicherungswirtschaft auch in der Krise stabil Wohneigentum statt Kapitalanlage Mittelständische Unternehmen profitieren überdurchschnittlich vom KfW-Sonderprogramm Leasing: Alternative für den Mittelstand

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Aus Unternehmen/Persönliches

Börsen / Wirtschaftsstatistik 58 59 60

Existenzgründung Kooperation Verbraucherpreisindex

61 64

Insolvenzen Impressum

Weiterbildung 28 29

Aktuelle Veranstaltungen und Nachrichten Die nächsten Lehrgänge und Seminare der Kammer auf einen Blick

Für die Praxis 30 32 33

Außenwirtschaft • Recht Berufliche Bildung Steuern & Finanzen • Aktuelle Förderkonditionen

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Mosaik / Magazin 34 41 42 44 46 48

Aktuelle Kurzinformationen Aus Berlin und Brüssel Erfahrungsaustausch Wirtschaftsjunioren Kultur Reisen

Register

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SPEKTRUM

SIHK-Weiterbildungskatalog: Über 300 Veranstaltungen

Kontakt Südwestfälische Industrieund Handelskammer zu Hagen Bahnhofstraße 18 58095 Hagen Postfach 4265 und 4267 58085 Hagen Telefon (02331) 390-0 Fax (02331) 13586 Internet www.sihk.de

Auch als CD-ROM erhältlich: der neue SIHK-Weiterbildungskatalog. weils als Grund-, Aufbau- und Anwenderstufen. Außerdem können die gängigen Schweißbefähigungen bei der SIHK erworben werden. Für Auszubildende im kaufmännischen und gewerblichen Bereich gibt es Prüfungsvorbereitungslehrgänge und modular aufgebaute Ergänzungslehrgänge. Zahlreiche Schulungen im Qualitätsmanagement runden das Weiterbildungsspektrum ab. Der 230 Seiten starke Weiterbildungskatalog ist ab sofort bei der SIHK in Hagen (Bahnhofstr. 18) sowie bei den Geschäftsstellen der Kammer in Iserlohn (Gartenstr. 15-19), Lüdenscheid (Staberger Str. 5) und Schwelm (Engelbertstr. 3) erhältlich. Interessenten können ihn auch online unter www.sihk-weiterbildung. de abrufen. ■

IHK-Unternehmerreise nach Bulgarien

Geschäftsstelle Lüdenscheid Staberger Straße 5 58511 Lüdenscheid Telefon (02351) 9094-0 Fax (02351) 9094-21 Geschäftsstelle Iserlohn Gartenstraße 15-19 58636 Iserlohn Telefon (02371) 8092-0 Fax (02371) 8092-80 Geschäftsstelle Schwelm Engelbertstraße 3 58332 Schwelm Telefon (02336) 9295-0 Fax (02336) 9295-31

DIHK hat Eckpfeiler für ein Reformprogramm vorgelegt



Im Südosten Europas stehen die Zeichen auf Expansion. Mit dem Beitritt Bulgariens zur EU im Jahr 2007 genießt das Land immer mehr den Ruf eines zukunftsträchtigen Marktes. Um an den wirtschaftlichen Entwicklungen vor Ort teilnehmen zu können, organisieren die IHK Duisburg und das RKW NRW gemeinsam mit der SIHK vom 26. September bis 1. Oktober 2009 eine Unternehmerreise nach Bulgarien mit Kooperationsveranstaltung und Besuch der Internationalen Technischen Herbstmesse in Plovdiv. Ziel der Reise ist es, deutsche Unternehmen beim Auf- und Ausbau von Geschäftskontakten zu Lieferanten, Vertriebs- und Kooperationspartnern in Bulgarien zu unterstützen. Das Angebot richtet sich vor allem an Unternehmer, Geschäftsführer, Exportleiter und Ein-

Die Politik muss zügig ein europaweit abgestimmtes Gesamtkonzept zur Bankenkonsolidierung entwickeln, um die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte zu sichern. Diese Forderung gehört für den DIHK zu einem Reformprogramm, das die IHK-Organisation im Rahmen ihrer Wirtschaftspolitischen Positionen 2009 in Berlin veröffentlicht hat. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann: „Die Krise wird zum Großteil von der nationalen Politik bekämpft. Das greift in einer globalisierten Welt zu kurz. Insofern bedarf es zwingend verbindlicher europäischer sowie internationaler Absprachen.“ Insgesamt zehn konkrete Vorschläge umfasst das Reformprogramm, das auch mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl erstellt worden ist. Driftmann betonte: „Wichtig ist, dass ein solches Programm nachhaltig wirkt und über die tagesaktuellen Herausforderungen der Wirtschafts- und Finanzkrise hinausreicht.“ Als weitere zentrale Punkte nennt das Papier: Die Internationalen Handelsbeziehungen müssen weiterentwickelt und Märkte offen gehalten werden. Investitionen in Infrastruktur müssen an die wachsende Nachfrage angepasst werden. Die Fehler der Unternehmensteuerreform gilt es zu beheben, die Einkommensteuerbelastung zu senken, den Irrweg Mindestlohn zu verlassen und die Zuwanderung von Fachkräften und Forschern zu erleichtern. Außerdem muss die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung endlich reformiert werden und zwar bei Abkoppelung der Beiträge von den Arbeitseinkommen und Einführung einer Kapitaldeckung. Driftmann forderte ein Festhalten an der Sozialen Marktwirtschaft: „Es sind nicht die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft, die die Krise herbeigeführt haben. Ich bin mir sicher, dass in der Rückschau die Bedeutung klarer ordnungspolitischer Grundsätze in einem neuen Licht erscheinen werde.“ ■

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Wirtschaft, EDV, Sprachen, Qualitätsmanagement und Technik: Über 300 Seminare, Workshops und Lehrgänge bietet die SIHK in dem gerade erschienenen neuen Weiterbildungskatalog für das zweite Halbjahr 2009 an. Ein- bis zweitägige Seminare für Fach- und Führungskräfte, die zweiwöchige Ausbildung der Ausbilder oder die mehrjährige Aufstiegsfortbildung für Facharbeiter und Kaufmannsgehilfen können ab sofort gebucht werden. Erweitert wurde die Rubrik Sprachen mit Schulungen in kaufmännischem und technischem Englisch sowie mit Kursen für Französisch, Spanisch und einigen slawischen Sprachen. Neu im Programm sind unter anderem das Thema Eventmanagement, das Sozialversicherungsrecht sowie auch der Meister für Lagerwirtschaft. Im Bereich EDV können neben Grund- oder Aufbaukenntnissen auch der Einsatz von kaufmännischer Software (Lexware) und auch das Brennpunktthema Sicherheit am PC-Arbeitsplatz gebucht werden. Im technischen Bereich sind unter anderem CNC, SPS oder auch CAD vertreten – je-

kaufsleiter der Branchen Metallverarbeitung, Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik sowie angrenzende Bereiche. Nähere Informationen bei der SIHK, Heinz-Josef Schröder, Telefon (02331) 390-222. ■

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SPEKTRUM

SIHK Business Club: Firmen wetterfest machen Die Wirtschaftskrise hat längst auch die mittelständischen Unternehmen erreicht. Sofortiges Handeln ist gefragt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „SIHK Business Club“ informieren am 25. August ab 16 Uhr in der SIHK zu Hagen die Referenten über die Möglichkeiten einer gerichtlichen und außergerichtlichen Sanierung, darüber, wie Cash-Management zur Sicherung der Liquidität und zur Zahlungseffizienz führt sowie über Sinn und Nutzen einer Analyse von Jahresabschlüssen mit Bonitätsbeurteilung durch die Deutsche Bundesbank. Anmeldungen und Informationen zur Veranstaltung „Unternehmen wetterfest machen – Sanierung, Cash-Management, Bonitätsbeurteilung“ bei der SIHK zu Hagen, Telefon (02331) 390-281. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Firmeninsolvenzen in Hagen und MK gestiegen Im ersten Quartal 2009 meldeten die Amtsgerichte in NRW 9.132 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie IT.NRW als Statistisches Landesamt mitteilt, lag dieser Wert um 7,2 Prozent höher als im ersten Vierteljahr des Jahres 2008 (damals: 8.517 Fälle). Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen summierten sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach vorläufigen Ergebnissen auf zwei Milliarden Euro. 2.592 dieser Insolvenzen betrafen Unternehmen; das waren 4,1 Prozent mehr als von Januar bis März des Vorjahres (damals: 2.490 Fälle). Ferner beantragten 6.540 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Darunter befanden sich 5.947 Verbraucher (Personen, die nicht selbstständig tätig sind). Das waren 7,1 Prozent mehr als im ersten Quartal 2008 (damals: 5.555 Fälle). Von den 91 Insolvenzen in der Stadt Hagen (minus 8.1 Prozent) entfielen 25 auf Unternehmensinsolvenzen (plus 56.3 Prozent) und 59 auf Verbraucherinsolvenzen (minus 25,3 Prozent). Ferner gab es in Hagen sieben übrige Insolvenzen. Die 130 Insolvenzen im Ennepe-RuhrKreis gliedern sich auf in 37 Unternehmensinsolvenzen (minus 2,6 Prozent) und 83 Verbraucherinsolvenzen (minus 14,4 Prozent) sowie zehn übrige Insolvenzen. Der Märkische Kreis verzeichne-

te insgesamt 193 Insolvenzen (minus 19,6 Prozent), davon 65 Unternehmensinsolvenzen (plus 20,4 Prozent), 116 Verbraucherinsolvenzen (minus 32,9 Prozent) und zwölf übrige Insolvenzen. ■

Dr. Kerstin Schlüter führt Wirtschaftsjunioren NRW Im Rahmen ihrer jährlichen Landeskonferenz haben die Delegierten aus 27 nordrhein-westfälischen Juniorenkreisen mit Dr. Kerstin Schlüter aus Iserlohn, erstmals eine Frau an die Spitze ihres Verbandes gewählt. Die Delegierten wählten außerdem Daniel Braunsdorf, Wirtschaftsjunioren Dortmund Kreis Unna Hamm, zu ihrem neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden. Dr. Kerstin Schlüter ist geschäftsführende Gesellschafterin des 1899 gegründeten Familienunternehmens Schlüter Spedition GmbH & Co. KG. Mit knapp 50 Lkw werden vom Standort Iserlohn Kunden in ganz Europa betreut. Dr. Kerstin Schlüter gehört seit 2001 den Wirtschaftsjunioren an und war Vorsitzende des Kreises Junger Unternehmer Iserlohn in den Jahren 2007 und 2008. Seit 2007 ist sie außerdem Mitglied der Vollversammlung der SIHK. ■

Viele Europäer sorgen sich um die Wasserqualität Nahezu zwei Drittel der Europäer sind der Meinung, dass die Wasserqualität in ihrem Land ein ernsthaftes Problem darstellt. Das zeigt eine Eurobarometer-Umfrage, die im Januar 2009 unter 25.500 Personen über 15 Jahren aus allen EUMitgliedstaaten durchgeführt wurde. In Deutschland sorgen sich mehr als die Hälfte der Menschen um die Wasserqualität. Mehr als ein Drittel der Europäer glauben, dass sich die Qualität von Flüssen, Seen und Küstengewässern in den letzten fünf Jahren verschlechtert hat. Der Industrie und der Landwirtschaft wird dabei der größte Einfluss auf Qualität und Quantität von Wasser zugeschrieben. Eine überwältigende Mehrheit der Europäer denkt, dass der Klimawandel einen Einfluss auf die Wasserressourcen haben wird. ■

Veranstaltungskalender 14.7. 8.9.

Beratung gewerbliche Schutzrechte SIHK, Hagen, 16 Uhr Telefon (02331) 390-208

18.7. 15.8.

Seminar „Wie mache ich mich selbstständig?“ SIHK, Hagen, 9 Uhr Telefon (02331) 390-282

24.8.

Steuerseminar „Grenzüberschreitende Mitarbeiterentsendung“ SIHK, Hagen, 9 Uhr Telefon (02331) 390-281

25.8.

SIHK Business Club „Unternehmen wetterfest machen“ SIHK, Hagen, 16 Uhr Telefon (02331) 390-281

25.8.

„Management AG“ Start Berufsorientierung Wirtschaft/Abiturienten SIHK, Hagen, 15 Uhr Telefon (02331) 390-285

1.9.

Managerinnen-Talk „Grüne Ökonomie Wirtschaftsbremse oder Zukunftsmotor?“ siehe Seite 38 SIHK, Hagen, 17 Uhr Telefon (02331) 390-281

2.9.

Beratungstag Außenwirtschaft „Go North“ SIHK, Hagen, 9 Uhr Telefon (02331) 390-224

8.9.

Info-Veranstaltung „QM-Beauftragter und Risikomanagement“ SIHK, Hagen, 15 Uhr Telefon (02351) 9094-13

16.9.

Außenwirtschaftstag Österreich/Schweiz SIHK, Hagen, ganztägig Telefon (02331) 390-223

Zu allen Veranstaltungen sind Unternehmer und Führungskräfte herzlich eingeladen. Nähere Informationen und Anmeldungen unter den jeweiligen Telefonnummern. ■

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„Formel 1 in der Schule“: Zertifikate zum Abschluss Nach einem erfolgreichen SIHK-Projekt „Formel 1 in der Schule“ feierten Teilnehmer und Förderer gemeinsam den Abschluss im Lüdenscheider Zeppelin-Gymnasium.

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Die Autorennen der kleinen Flitzer auf der 20 Meter langen Holzpiste fanden riesiges Interesse bei der Abschlussveranstaltung im Zeppelin-Gymnasium. Gestaltung überlegt und die Fahrzeuge lackiert werden, bevor die mit einer Gaspatrone angetriebenen Flitzer über die Rennbahn jagen. Und das alles in der Freizeit. Die jungen Leute waren voll Ehrgeiz bei der Sache. Schließlich galt es in zwei Meisterschaften gut abzuschneiden. Ende März fand in Bochum die Landesmeisterschaft statt. Alle teilnehmenden Teams aus Lüdenscheid schafften es hier unter die TOP 15. Das Team „2fast4u“ löste sogar ein Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Hannover Ende Mai. Hier belegten die Südwestfalen am Ende den 13. Platz unter 130 Teilnehmern. Auf der großen Abschlussveranstaltung, die die SIHK zusammen mit dem Zeppelin-Gymnasium auf die Beine gestellt hatte, bekamen alle teilnehmenden

Schülerinnen und Schüler aus der Hand des SIHK-Vizepräsidenten Dr. Frank Hoffmeister von der Firma Schrauben Betzer aus Lüdenscheid ihr SIHK-Zertifikat überreicht. „Das Projekt vermittelt Erfahrung bei der Fertigung und Vermarktung eines Produktes“, so Hoffmeister. Teamorientierung, Einhaltung des Projektplans und verbindliche Arbeitsteilung seien wichtige Erfahrungen für die berufliche Zukunft. Auch Schulleiter Dr. Stefan Werth vom Zeppelin-Gymnasium bewertete das Schülerprojekt als eine wichtige Ergänzung im Förderangebot seiner Schule, das konkrete und praktische Berufsorientierung biete. Vor vielen aufmerksamen Schülern, Lehrern und Sponsoren schilderten die Teams ihre Eindrücke, die sie über das

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Fünf Schülerteams aus dem ZeppelinGymnasium und der Adolf-ReichweinGesamtschule in Lüdenscheid feierten den Abschluss eines ereignisreichen und erfolgreichen SIHK-Projektes „Formel 1 in der Schule“. Im Rahmen ihrer Berufsorientierung können Schüler in diesem Projekt praktische Erfahrungen mit den Anforderungen technischer Berufe gewinnen. Seit September haben die Jugendlichen regelmäßig nach der Schule am Bau des Rennwagen-Modells mit viel Engagement gearbeitet. Jedem der Schülerteams wurden dort anspruchvolle Aufgaben gestellt und vielseitige Talente abverlangt. Es gab einen Konstrukteur, einen Designer, einen Ingenieur und zahlreiche Aufgaben mehr, die es während des Projektes zu bewerkstelligen galt. Nicht nur die Schnelligkeit des MiniaturRennwagens auf der 20 Meter langen Rennbahn war gefragt. Auch das Auftreten des Teams, die Optik des Präsentationsstandes in der Boxengasse und die Präsentation per Bildanimation wurden bewertet. Zudem mussten alle technischen Regeln eingehalten werden und ein Teamportfolio erstellt werden. So durften beispielsweise die aus Balsaholz gefertigten und am Computer ingenieurmäßig konstruierten Rennwagen höchstens 21 Zentimeter lang sein. Die Autos mussten im Windkanal getestet werden, Sponsoren mussten besorgt werden, eine

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Dr. Frank Hoffmeister, Dr. Stefan Werth und Prof. Dr. Wilhelm Hannibal (v.l.). Jahr gesammelt haben und stellten noch einmal ihre Präsentationen vor. „Wir haben auch gelernt, gute Ideen zu verkaufen. Nicht zuletzt, weil wir auch eine Prä-

sentation machen mussten“, sagte der Sprecher der Schülerteams Florian Mentzel. Der 16-Jährige dankte zudem allen Sponsoren, „ohne die dieses Projekt nicht

ENTFALTEN SIE STÄRKE IN ZEITEN DER KRISE: MIT WEITERBILDUNG! BEFLÜGELN SIE IHRE MITARBEITER UND IHR UNTERNEHMEN: Bilden Sie weiter! Gerade jetzt haben auch kleinere und mittlere Betriebe die Möglichkeit, ihre Arbeitnehmer zu qualifizieren – und wir unterstützen Sie dabei mit neuen Fördermöglichkeiten. Damit Sie direkt durchstarten, wenn es wieder aufwärtsgeht. Informieren Sie sich jetzt bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service. Oder unter der bundesweiten Servicerufnummer 01801 66 44 66* sowie auf www.arbeitsagentur.de *Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise abweichend.

WEITER DURCH BILDUNG.

möglich gewesen wäre.“ Neben den Betreuern, den Maschinenbaustudenten Dennis Duwe, David Jung und Jan Reinschmidt von der Fachhochschule Südwestfalen war auch der fachliche Berater und Förderer des Projektes, Prof. Dr. Wilhelm Hannibal, ebenfalls von der FH, unter den Gästen der Abschlussveranstaltung, der den Teilnehmern ebenfalls zu ihrer tollen Leistung gratulierte. „Hier werden Dinge vermittelt, die die Schüler in der Schule nicht lernen können.“ „Wir sind mit dem ersten Durchlauf des Projekts sehr zufrieden. Es hat allen Teams viel Spaß gemacht. Der Lerneffekt dieses vielseitigen Projekts ist nicht von der Hand zu weisen. Im nächsten Jahr wird es eine Fortsetzung mit neuen Schülerteams geben“, versprach Karl-Josef Reuther, Leiter der SIHK-Stabsstelle „Schule-Wirtschaft“. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt bei der Stabsstelle „Schule-Wirtschaft“ Karl-Josef Reuther, Telefon (02331) 390 285. ■

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Antizyklisch handeln: Jetzt in Ausbildung investieren Die Wirtschaftskrise ist inzwischen auch auf dem Ausbildungsmarkt angekommen. Zwar verläuft die Entwicklung bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen weniger dramatisch als bei der angemeldeten Kurzarbeit, aber für das Jahr 2009 muss mit einem deutlich spürbaren Rückgang bei den angebotenen Ausbildungsplätzen gerechnet werden. Einige Unternehmen sahen sich angesichts der stark rückläufigen Auftragslage gezwungen, die Zahl der Lehrstellen zu reduzieren oder sogar ganz auszusetzen. Andere verhalten sich bewusst antizyklisch und bilden in Erwartung einer Verbesserung der Konjunkturentwicklung gerade jetzt verstärkt aus. Schließlich dauert es drei bis vier Jahre bis der Nachwuchs bereit steht und bis dahin sollte die Krise wohl überwunden sein. Außerdem rechnen sie damit, dass sie jetzt mehr und bessere Bewerbungen bekommen können als in den letzten bei\\ Anlagen für die Draht- und Kaltwalzindustrie \\ Hydraulikanlagen

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den Jahren. Welche Strategie jeweils für ein Unternehmen richtig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Mit ihrer täglichen Beratungsarbeit und vielen weiteren Aktion unterstützt die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen die Unternehmen, damit trotz der schwierigen Zeit weiterhin in möglichst vielen Betrieben Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden können. Nach dem Rekordjahr 2008, in dem über 3.500 neue Ausbildungsverträge im SIHK-Bezirk abgeschlossen worden sind, soviel wie seit über 15 Jahren nicht mehr, weist die aktuelle Eintragungsstatistik ein Minus von 12,7 Prozent auf. Ganz besonders in den gewerblich-technischen Berufen schlägt der Rückgang mit fast 20 Prozent durch. In den kaufmännischen Berufen dagegen beträgt der Rückgang nur sieben Prozent. Insgesamt liegt der SIHK-Bezirk aber immer noch knapp über dem Vergleichsmonat Mai 2007 und damit auf einem durchaus hohen Niveau.

WEITERHIN HOHE AUSBILDUNGSBEREITSCHAFT Obwohl die wirtschaftliche Situation für die Unternehmen seit dem Herbst des letzten Jahres sehr schwierig gewesen ist, haben offensichtlich viele Firmen Verantwortung gegenüber den jungen Menschen gezeigt und weiterhin Ausbildungsplätze angeboten. Diese Strategie wird sich spätestens dann als vorausschauend erweisen, wenn die Konjunktur wieder Fahrt auf nimmt. Schon in diesem Jahr verlassen in unserer Region rund 5 Prozent weniger Schülerinnen und Schüler die Schulen als im Vorjahr.

Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren verstärken und spätestens nach dem doppelten Abiturjahrgang 2012/13 auch die Gymnasien erreicht haben. Das Reservoir aus dem der Fachkräftenachwuchs geschöpft werden kann, nimmt also ab. Gleichzeitig nimmt der Altersdurchschnitt in vielen Unternehmen deutlich zu. Auch wenn es angesichts der Wirtschaftslage sehr schwer fallen mag, wenn nicht bereits jetzt gehandelt wird, dann ist der in wenigen Jahren eintretende Fachkräftemangel schon vorprogrammiert. Die SIHK hat bereits seit Jahresbeginn neben der täglichen Beratungsarbeit mit vielen Aktionen einen Beitrag dazu geleistet, um die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Ausbildungsmarkt möglichst gering zu halten. Die SIHK-Berater haben bis jetzt rund 1.500 Gespräche in den Unternehmen geführt. Hinzu kommen die Gespräche mit den Agenturen für Arbeit, den Arbeitsgemeinschaften (ARGEN). In dieser Zeit konnten etwa 50 Auszubildende, deren Lehrbetriebe Insolvenz anmelden mussten, in andere Ausbildungsbetriebe vermittelt werden. Etwa 80 Unternehmen konnten neu für die Ausbildung gewonnen werden, darunter viele, die von Mitbürgern ausländischer Herkunft geführt werden. Mit den Projekten „Management AG“, „Formel 1“ und „Hauptschüler fit für die Ausbildung“, hat die SIHK in den vergangenen Monaten Schülerinnen und Schülern aller Schulformen Angebote für die berufliche Orientierung und die Berufsfähigkeit gemacht, die sehr gut angenommen worden sind. Mit Begeisterung haben die „Formel 1-Teams“ ihre Rennwagen entwickelt und erfolgreich an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen. In der „Management AG“ konnten Gymnasiasten die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge in den verschiedenen Unternehmen kennen ler-

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Viele Firmen zeigen auch in der Krise Verantwortung gegenüber jungen Menschen und bieten weiterhin Ausbildungsplätze an. Die SIHK weitet ihr Beratungsangebot für Betriebe und Jugendliche aus.

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B E R I C H T E & A N A LY S E N nen. Die Teilnehmer am so genannten Hauptschulprojekt haben viele Stunden investiert, um in den Technischen Bildungsstätten der SIHK die metalltechnischen Grundlagenkenntnisse zu erwerben und in den Praktikumsbetrieben erste Erfahrungen für eine spätere Ausbildung sammeln zu können. Ganz im Zeichen der Berufsausbildung stand im April die Woche nach den Osterferien. Am Dienstag nahmen rund 250 Ausbilder aus dem gesamten Kammerbezirk am sechsten Südwestfälischen Ausbildertag teil und diskutierten mit den Experten über die kommenden Entwicklungen in der Berufsausbildung. Tags darauf hatte die SIHK im Rahmen der „Tec-to-you“ Initiative den Besuch der Hannover Messe für 1.000 Schülerinnen und Schüler organisiert. Donnerstags besuchten junge Frauen die Betriebe, um am „Girls’Day“ erste Erfahrungen in frauenuntypischen Berufen zu

sammeln. Am Freitag und Samstag fand dann die erste Hagener Jobbörse in der Stadthalle Hagen statt. Hier stieß ganz besonders das SIHK-Angebot, Bewerbungsmappen kritisch zu beleuchten, auf sehr große Resonanz. Für den Herbst sind in mehreren Städten im Kammerbezirk Ausbildungsmessen und Jobbörsen geplant. Die SIHK ist in die Vorbereitung dieser Aktionstage eingebunden und wird jeweils mit einem eigenen Stand beteiligt sein. Mancher Betrieb hat an einem dieser Tage seinen späteren Lehrling kennen gelernt.

SIHK-BERATUNGSANGEBOT KOMPAKT ZUSAMMENGEFASST Bis es aber soweit ist, dass ein Unternehmen sich entscheidet, Lehrstellen anzubieten, sind zahlreiche Fragen zu klären. Abgesehen von der grundsätzlichen Überlegung, zu welchem Zeitpunkt Nachwuchsfachkräfte mit einer be-

Ausbildung

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SIHK zeichnet 220 neue Ausbildungsbetriebe aus Kammerpräsident appelliert an Unternehmen Bereits zum 6. Mal zeichnet die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen Unternehmen aus, die im vergangenen Jahr erstmalig oder nach vier Jahren erneut wieder jungen Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung ermöglichen. Die SIHK würdigt auch in diesem Jahr die Ausbildungsbereitschaft durch eine Ehrenurkunde, die an 220 IHK-Ausbildungsbetriebe aus dem Ennepe-RuhrKreis (60), Hagen (60), dem Märkischen Kreis Nord (56) sowie dem Märkischen Kreis Süd (44) überreicht wird. Seit 2004 konnten so mehr als 1.000 Unternehmen neu bzw. wieder für die Berufsausbildung gewonnen und ausgezeichnet werden, sodass heute im Kammerbezirk über 2.200 IHK-Ausbildungsbetriebe in mehr als 120 verschiedenen Berufen ausbilden. Harald Rutenbeck, Präsident der SIHK zu Hagen, hebt hervor, dass viele Betriebe über ihren eigenen Bedarf hinaus ausbilden und damit zusätzliche Chancen für Jugendliche schaffen, einen Beruf zu erlernen. Im Hinblick auf den Pakt für Ausbildung haben vor allem die Betriebe im SIHK-Bezirk vorbildliches soziales Engagement gezeigt. „Ich appelliere aber auch an alle Un-

SIHK-Präsident Harald Rutenbeck (Mitte) überreichte die Urkunde an die Geschäftsführer der B & S Innova GmbH & Co. KG, Lüdenscheid, Holger Baer und Carsten Thau (re.). ternehmen,“ so Harald Rutenbeck, „gerade in der aktuellen Krise die Anstrengungen in der Berufsausbildung nicht zu verringern, denn wer in der Krise nicht ausbildet, hat bei anziehender Konjunktur schnell das Problem, die erforderlichen Fachkräfte nicht zur Verfügung zu haben.“ Daher hofft die SIHK, dass weitere Unternehmen den guten Beispielen folgen und sich für Ausbildung bzw. für mehr Ausbildung entscheiden, denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird jede Lehrstelle dringend gebraucht. ■

stimmten Qualifikation gebraucht werden, ist auch zu prüfen, ob ein Unternehmen geeignet und in der Lage ist, aus eigener Kraft auszubilden oder ob es im Verbund mit einem Partnerunternehmen vielleicht besser und leichter möglich ist. Die SIHK bietet umfangreiche Beratungsdienstleistungen an, um den Unternehmen ganz konkrete Hilfestellung geben zu können. In dem jetzt aufgelegten Faltblatt „Ausbilden – gerade jetzt!“ wurden die Argumente zusammengestellt, die dafür sprechen, gerade jetzt auszubilden und damit anderen eine Nasenlänge voraus zu sein, wenn die Konjunktur wieder anzieht und junge Fachkräfte gebraucht werden. In dem Faltblatt sind alle Unterstützungsangebote kurz skizziert. Die SIHK erläutert gerne im persönlichen Gespräch die Instrumente und auch die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung durch Fördermittel. Das Faltblatt hierzu gibt es in allen Geschäftsstellen der SIHK oder per Post. Weitere Infos: Andreas Lux, Telefon (02331) 390-250. ■

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Unternehmerinitiative für Ausbau A 45 gegründet „Mobilität ist Zukunft“ lautet das diesjährige Jahresthema der Deutschen Industrie- und Handelskammern. Auch die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) beteiligt sich

an diesem Thema mit besonderen Aktivitäten. In ganz Deutschland wurden am 17. Juni Unternehmerinitiativen ins Leben gerufen, die sich für wichtige, jedoch bisher politisch nicht ausreichend wahr-

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genommene Straßenbauprojekte einsetzen. „Der sechsspurige Ausbau der Autobahn A 45 zwischen Lüdenscheid und Hagen ist zwingend erforderlich. Dieser Streckenabschnitt stößt bereits jetzt regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen und ist sehr stark staugefährdet. Wie eine Studie des Verkehrsverbandes Westfalen belegt, wird sich diese Situation bis zum Jahr 2025 noch verschärfen“, betont Marc Simon, Vorsitzender des SIHK-Verkehrsausschusses sowie der neugeründeten Initiative. Die A 45 wird zwar im Zuge des gültigen Bundesverkehrswegeplans zwischen Hagen und dem Westhofener Kreuz sechsspurig ausgebaut, doch für die Erweiterung des Abschnitts zwischen Lüdenscheid und Hagen gibt es noch überhaupt keine Planungen. „Vor diesem Hintergrund ist es zwingend erforderlich, den sechsspurigen Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Lüdenscheid und Hagen in die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans aufnehmen zu lassen und dort im vordringlichen Bedarf zu verankern“, so Simon. Ziel der Initiative ist es, Politiker und Ministerien auf die Notwendigkeit einer Erweiterung dieser wichtigen Autobahn hinzuweisen, sodass ab 2012 mit der Planung des Abschnittes begonnen werden könnte. „Wir haben jetzt schon eine Belastung der Autobahn, die oberhalb des Durchschnitts liegt”, sagt SIHK-Verkehrsexperte Jan Tornow. 80.000 Fahrzeuge rollen täglich über die teilweise nur vierspurige Autobahn, die Kapazitätsgrenze liegt bei 60.000. Bis 2020 wird der Personenverkehr um zehn Prozent und der Güterverkehr um fünfzehn Prozent steigen - Staus sind unausweichlich. Eine Studie des Verkehrsverbandes Westfalen zeigt, dass insbesondere das Teilstück zwischen Lüdenscheid und Hagen für Stillstand sorgen wird. „Auf diesem Abschnitt ist absehbar,

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Die Staus auf der A 45 werden noch zunehmen, wenn nicht der sechsspurige Ausbau der „Sauerlandlinie“ mit besonderer Dringlichkeit in den Verkehrswegeplan aufgenommen wird.

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Marc Simon, Vorsitzender des SIHK-Verkehrsausschusses, informierte die Medien über die Gründung der Unternehmerinitiative für den Ausbau der A 45. dass es besonders in Fahrtrichtung Hagen in Zukunft große Probleme geben wird”, sagt Professor Jürgen Steinbrecher, der die Studie 2007 durchgeführt hat. Deutschland ist ein Transitland und die A 45 als Durchreisestrecke für die Lastkraftwagen sehr beliebt. „Viele Gewerbegebiete sind an der Sauerlandlinie angesiedelt und damit das so bleibt, ist der Ausbau zwischen Lüdenscheid und Hagen unumgänglich“, sagt Marc Simon. Festigt sich erst einmal das Bild, dass an der A 45 regelmäßig Stau herrscht, schwinde der Standortvorteil der Region. „Durch Staus können Firmen Liefertermine nicht einhalten. Das zieht Kosten nach sich.” Die Unternehmensinitiative zum Ausbau der A 45 will das vitale Interesse der

Region am Ausbau verdeutlichen, damit der Abschnitt Lüdenscheid-Hagen in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Die A 45 ist die Lebensader der Industrieregion aber auch des touristischen Nahverkehrs. „Wir wollen keine Sondermittel für den Ausbau, sondern die Aufmerksamkeit der Bundespolitik”, sagt SIHK-Geschäftsbereichsleiter Christoph Brünger. Das Projekt soll in den Wettbewerb um die finanziellen Mittel, die zum Ausbau der Straßen zur Verfügung stehen, gebracht werden, wenn 2015 der Bundesverkehrswegeplan neu aufgelegt wird. Brünger: „Für das gesamte Autobahnstück zwischen Dortmund und Gießen sind 1,4 Milliarden Euro an Kosten geschätzt worden, davon allein 800 Millionen für den Neubau der Brücken.“ ■ Thomas Marotzke

Allein für den Ausbau der imposanten Brückenbauwerke der A 45 sind 800 Mio. Euro veranschlagt.

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Superwahljahr 2009: Im August werden Räte neu besetzt SIHK-Vollversammlung formuliert Forderungen der Wirtschaft, an denen sich die Kommunalpolitik in Städten und Kreisen in den nächsten Jahren messen lassen muss. 2009 ist ein Jahr wichtiger Urnengänge. Dabei sind in Nordrhein-Westfalen nicht nur die Wahl des Bundespräsidenten und die der Parlamentarier in Brüssel und Berlin wichtig. Die Wirtschaft muss vielmehr den Blick auch auf die Rat- und Kreishäuser richten. Denn die Kommunalwahl am 30. August hat erhebliche Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen der Unternehmen. Ob es um die bedarfsgerechte Ausstattung mit Infrastruktur, eine vorausschauende Bauleitplanung, um wirtschaftsfreundliche Hebesätze oder um die Unternehmensfreundlichkeit der Verwaltung geht – die politisch Verantwortlichen vor Ort tragen wesentlich dazu bei, dass die Betriebe in ihrer Stadt wirtschaftlich erfolgreich sein können. Deshalb muss die Wirtschaft sich auch bei der Kommunalwahl mit klaren Worten einbringen und ihre Forderungen artikulieren. Vor diesem Hintergrund hat die Vollversammlung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen die neun wichtigsten Themenfelder benannt, auf denen die Wirtschaft die neuen Ratsmitglieder, Bürgermeister und

DISKUSSIONSANGEBOT AN NEUE BÜRGERMEISTER UND LANDRÄTE

Ob große Volkspartei oder nur Splittergruppe - der Einzug ins Rathaus oder ins Kreishaus ist das Ziel aller Kandidatinnen und Kandidaten bei der Kommunalwahl in Nordhein-Westfalen am 30. August. Landräte in ganz besonderer Weise in die Pflicht nehmen möchte. Die Forderungen der Wirtschaft sind auf der Nebenseite abgedruckt.

Mitte Juni wurden „Die Wünsche der Wirtschaft zur Kommunalwahl 2009“ allen Bürgermeister- und Landratskandidatinnen und -kandidaten zugeschickt. Das Papier ist Grundlage der Gespräche mit der Politik in den Städten und Kreisen. Später soll es die Messlatte sein, an der die Wirtschaft die Arbeit der neuen Räte und ihrer Bürgermeister und Landräte misst. SIHK-Präsident Rutenbeck: „Wir rufen die Kommunalpolitik auf, die Belange der Unternehmen bei ihren Entscheidungen angemessen zu berücksichtigen.“ In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei dies mitunter eine Frage des Überlebens. Nur wenn die Rahmenbedingungen in der Kommune stimmen, könnten die Betriebe auch weiterhin Zukunftsinvestitionen leisten und Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Der Wirtschaft gehe es um ein konstruktives Miteinander von lokaler Politik und Unternehmen. Die Diskussion der in dem Papier genannten Schwerpunkte solle hierzu einen Beitrag leisten. ■

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Die Wünsche der Wirtschaft zur Kommunalwahl 2009 Stadt und Handel

■ Innenstädte müssen als Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben. Dabei sind Handel, Gastronomie und Dienstleister die prägenden Elemente. Großflächige Handelsbetriebe außerhalb der Zentren gefährden die Lebendigkeit der Innenstädte; nicht jede Industriebrache muss durch Einzelhandel genutzt werden. Händler und Dienstleister brauchen Planungs- und Investitionssicherheit.

Verkehr und Kommunikation

■ Das Märkische Südwestfalen ist ein Wirtschaftsstandort mit national und international erfolgreichen Unternehmen. Diese können sich im Wettbewerb nur behaupten, wenn die Straßen-, Schienen- und Luftverbindungen weiter verbessert werden. Für die schnelle Kommunikation mit großen Datenmengen per E-Mail und Internet ist das Breitband-Netz die virtuelle Autobahn von morgen. Alle Gewerbegebiete der Region müssen in das Breitband-Netz eingebunden werden.

Gewerbeflächen

■ Die mittelständisch geprägte Industrie ist das Rückgrat von Beschäftigung und Wohlstand in unserer Region. Deshalb müssen die Kommunen für sie Gewerbeflächen bereit halten, die schnell zur Verfügung stehen. Wenn eine Stadt dies nicht gewährleisten kann, ist eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit erforderlich.

Bevölkerungsstruktur

■ Damit Städte und Gemeinden im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte bestehen können, müssen sie sich als attraktive Standorte mit hoher Lebensqualität präsentieren. Neben hochwertigem Wohnraum und guten Freizeitmöglichkeiten gehört dazu eine kostenlose Betreuung im Kindergarten. Dies ist ein spürbarer Anreiz für junge Familien und fördert die Integration aller Bevölkerungsgruppen.

Schule – Wirtschaft

■ Partnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen müssen weiter ausgebaut werden, damit der Fachkräftenachwuchs auch bei rückläufigen Schülerzahlen langfristig gesichert wird und die Jugendlichen bessere und realistische Einblicke in die Arbeitswelt bekommen.

Regionalmarketing

■ Die Städte der Region haben viel zu bieten, doch ist dies noch zu wenig bekannt. Im Schulterschluss können sich die Kommunen unter dem Dach Südwestfalen überregional profilieren. Bessere Chancen bei der Gewinnung von Fachkräften, im Standortwettbewerb sowie bei der Vergabe öffentlicher Mittel des Landes, des Bundes und der EU für Infrastrukturprojekte sind nur einige der Vorteile.

Aufgabeninventur

■ Angesichts knapper Finanzen müssen die Kommunen ihre freiwilligen Leistungen überprüfen. Auf dem Weg zu einer attraktiven Wohn- und Arbeitsstadt ist nicht jede städtische Dienstleistung notwendig.

StädteKooperationen

■ Die Zusammenarbeit zwischen Nachbarstädten muss gestärkt werden. Synergieeffekte bei der Wirtschaftsförderung, der Entwicklung gemeinsamer Gewerbeflächen, der Infrastruktur und den Kultureinrichtungen werden sich positiv auswirken. Es gilt, bei einem breiten Angebot gleichzeitig die Kosten zu senken.

Mittelstandsfreundliche Verwaltung

■ Die kommunalen Verwaltungsabläufe müssen mit Hilfe von E-Government unbürokratischer und einfacher gestaltet werden. Hierzu sind alle beteiligten Stellen einzubeziehen. Ziel ist die Optimierung des Serviceangebotes für Unternehmen durch einfachere Genehmigungsverfahren und kürzere Bearbeitungswege. Mittelstandsfreundlichkeit heißt auch niedrigere Gewerbesteuern.

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Hilfe aus Hagen gegen Produktpiraten Ungehemmt werden überall Produkte gefälscht oder Designs kopiert. Eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Experten für Gewerblichen Rechtsschutz spielt die Fernuniversität in Hagen. Als einzige Universität bietet die Fernuniversität in Hagen spezielle Fernstudien für die Ausbildung von Patentanwälten, hochqualifizierten juristischen Spezialisten, an. Auch für die berufsbegleitende Qualifikation von Patentingenieuren und Patentreferenten hat sie Studienmaterial entwickelt.

PATENTANWÄLTE IN ZWEI WELTEN ZUHAUSE

Martin Dörner (links) mit einer Rolle für Gliederketten und Dr.-Ing. Ulrich Kötter mit einem neuartigen Plasmabeutel – einer medizintechnischen Entwicklung. „Patentanwalt kann nur werden, wer einen ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Abschluss, im Normalfall an einer Universität, hat“, betont Prof. Dr. Sebastian Kubis von der Fernuniversität, „er ist in zwei Berufswelten zuhause.“ Zur juristischen Ausbildung gehören verschiedene Stationen, allein mindestens 26 Monate lang sind die Kandidaten bei einem Patentanwalt oder -assessor tätig.

Gleichzeitig studieren sie an der Fernuniversität im zweijährigen Fernstudiengang „Recht für Patentanwältinnen und Patentanwälte“. Er vermittelt grundlegende Rechtskenntnisse zu Bürgerlichem, Verfahrensrecht oder Öffentlichem Recht, deckt aber genauso spezifisch patentrechtliche Gebiete ab wie Lizenzvertrags- und Verfahrensrecht in Patentsachen, Patentverletzung oder -anwaltsrecht.

SCHNITTSTELLE ZWISCHEN TECHNIK UND RECHT „Mein Vater, der Gründer unserer Kanzlei, hat mich um die Qualität des Wissens aus der Fernuni beneidet, als ich 1994 mit meiner Ausbildung begann!“ Martin Dörner ist ebenso wie sein Part-

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Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist der Schutz ihres geistigen Eigentums bereits Tagesgeschäft. Von Patentrechtsverletzungen sind auch viele Unternehmen im Bezirk der SIHK betroffen, der große Sanitäranlagenhersteller ebenso wie das kleine elektrotechnische Unternehmen: „Alles, was besonders erfolgreich ist, zum Beispiel durch ein schönes Design, ist besonders gefährdet. Auch technische Produkte sind gefährdet, wenn auch Fälschern für hochwertige Technik oft das Können fehlt“, erläutert der Hagener Patentanwalt Dipl.-Ing. Martin Dörner. Immer mehr Firmen ziehen einen der 2.300 deutschen Patentanwälte zu Rate, die im Gewerblichen Rechtsschutz ebenso bewandert sind wie in Technik oder Naturwissenschaften. Nach einer langjährigen Ausbildung können sie Unternehmen nicht nur bei der Verteidigung ihrer Schutzrechte für Erfindungen, Neuerungen, Marken, Design und Know-how helfen, sondern ebenso bei der optimalen Nutzung der vielen juristischen und wirtschaftlichen Vorschriften.

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Info-Box Weitere Informationen zum Thema Patentanwalt erhalten Interessenten im Internet unter www.fernuni-hagen.de/ kurthaertel, www.patentanwalt.de sowie unter www.fernuni-hagen.de/grs. ■

zurzeit noch viel mehr als in Boomzeiten. Das berufsbegleitende Fernstudium „war eine Herausforderung – aber eine richtige Zukunftsinvestition, die sich rentiert hat“, unterstreicht Dörner.

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FERNUNIVERSITÄT HAT ANGEBOT AUSGEBAUT Im Laufe der Jahre hat die Fernuniversität ihr Angebot für Patentanwälte und -anwältinnen weiter ausgebaut. Mit ihrem Weiterbildungsstudium zum „Europäischen Gewerblichen Rechtsschutz“ können sie den „Master of Laws (LL.M.)“ erwerben. Ihr neues Weiterbildungsstudium „Examinatorium Europaeum“ bereitet auf die Europäische Eignungsprüfung für Patentanwälte vor. Betreut werden die Studiengänge vom Kurt-HaertelInstitut für geistiges Eigentum der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, das in Kooperation mit der Patentanwaltskammer in München gegründet wurde. Es arbeitet eng mit dem Wilhelm Peter Radt Stiftungslehrstuhl für Bürgerliches Recht, Gewerblichen Rechtsschutz, Internationales Privat- und Zivilprozessrecht von Prof. Kubis zusammen. Auch das elektrotechnische FernuniLehrgebiet Informationstechnik (Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Halang) bietet zwei Fernstudienkurse „Gewerblicher Rechtsschutz“ für die nebenberufliche Fortbildung zum Patentingenieur oder Patentreferenten an. Sie wurden zusammen mit dem renommierten Düsseldorfer Patentanwalt Prof. Dr.-Ing. Helge B. Cohausz entwickelt. Besonders die große Nachfrage nach Akademiestudien – einer Fernuni-spezifischen Weiterbildungsform – belegt den Bedarf der Wirtschaft. Ein Patentingenieur muss zuvor ein Ingenieurstudium abgeschlossen haben, im gewerblichen Rechtsschutz erfahrene Angestellte ohne eine solche Vorbildung können sich „Patentreferent“ nennen. Die Aufgaben von Patentingenieuren ähneln denen von Patentanwälten, sie dürfen aber nicht für Dritte tätig werden. In Unternehmen unterstützen sie Forscher, Entwickler, Konstrukteure und Designer, stellen die Verbindung zum kaufmännischen Bereich her. Sie helfen bei der Abschätzung, ob neue Ideen realisierbar sind und beraten die Geschäftsleitung hinsichtlich Forschung und Entwicklung. ■ Gerd Dapprich

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ner Dr.-Ing. Ulrich Kötter in der Hagener Patentanwaltskanzlei Dörner, Kötter & Kollegen Absolvent des Fernstudiums. Die Patentanwaltskammer in München suchte damals eine Möglichkeit, die allgemeinen juristischen Kenntnisse der Kandidaten berufsbegleitend auf einen einheitlich hohen Stand zu bringen. Hier bot sich die Fernuniversität als Partnerin an, nur sie konnte flächendeckend in ganz Deutschland den Kandidaten Unterlagen, Wissen und Unterlagen für die Prüfungsvorbereitung termingerecht zur Verfügung stellen: „Das hat die Kompetenzen der deutschen Patentanwaltschaft erheblich verbessert und den Kandidaten sehr geholfen“, lobt Dr. Ulrich Kötter. Wie die meisten seiner Kollegen reizte den promovierten Ingenieur für Maschinenbau besonders die Schnittstelle zwischen Technik und Recht. „Wir haben mit immer neuen Entwicklungen zu tun und mit vielen kreativen und engagierten Menschen“, so Dr. Ulrich Kötter. Gerade die Zusammenarbeit mit inhabergeführten Unternehmen gefällt den beiden Patentanwälten: „Sie wissen wie kein anderer, wovon sie sprechen.“ Die Gespräche beschränken sich dabei nicht auf das rein Technische und Juristische, sondern gehen sogar bis in den betriebswirtschaftlichen Bereich: Lohnt es sich, sein Produkt auf einem Markt zu schützen, den man – vielleicht – erst in einigen Jahren erobern möchte? Andererseits: Wenn man nichts unternimmt ist das Produkt dort auch nicht geschützt. Trotz der vielen „Denkarbeit im stillen Kämmerlein“ für den Patentantrag ist die Arbeit des Patentanwalts sehr abwechslungsreich, nicht zuletzt, weil sich Patentanwälte auch mit Marken- und Designschutz befassen. Die Wirtschaftskrise steigert die Entwickler-Kreativität und damit die Zahl der Patentanmeldungen. Ebenso nehmen die Verletzungsverfahren zu, in denen die Patentanwälte sowohl Mandantenrechte schützen als auch Wettbewerberrechte angreifen. Jeder Schutzrecht-Inhaber ist sauer auf Wettbewerber, die sein Recht verletzen –

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Mobile Geschäftsanwendungen: Mehr Effizienz im Unternehmen Auf mobilen Geschäftsanwendungen („Mobile Business-Solutions“) ruhen seit einigen Jahren hohe Erwartungen. Dabei geht es darum, Geschäftsprozesse von Betrieben durch mobile IT zu unterstützen. es wesentlich effizienter, neue Aufträge – ohne Papier - durch Notebooks erfassen zu können, denn es spart Zeit und Kosten. Damit zeichnet sich über alle Branchen hinweg der Bedarf nach Lösungen ab, die eine wirklich durchgängige „Mobilisierung“ von Prozessen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erlauben.

MOBILE BUSINESS-SOLUTIONS HABEN SCHLÜSSELFUNKTION Innovationen durch Mobile BusinessSolutions kommt demnach eine Schlüs-

selfunktion zu, mit der sich Prozesse deutlich beschleunigen, die Zufriedenheit der Nutzer und der Kunden erhöhen sowie die Flexibilität und der Einsatz der Außendienstler verbessern lassen. Um die Potenziale mobiler Geschäftsanwendungen voll auszuschöpfen, müssen Endgeräte und betriebliche Unternehmenssoftware reibungslos zusammenspielen. Dies stellt die Anwender ebenso wie die IT-Dienstleister in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen, da Mobile Business-Solutions Systemlösungen erfordern, die auf die einzelnen

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Derzeit nutzen Unternehmen meist noch einfache Anwendungen wie z. B. SMS, eMail oder Sprachtelefonie. Viele Hersteller und Dienstleister benötigen aber längst komplexere mobile Anwendungen. Für sie wird der direkte Zugriff von unterwegs auf Termine, auf wichtige Geschäftsunterlagen oder Unternehmensdaten zum unverzichtbaren Teil ihres Alltagsgeschäfts. So ist es für viele Unternehmen mittlerweile zwingend erforderlich, dass Außendienstmitarbeiter Kunden direkt vor Ort mit aktuellen Informationen versorgen können. Auch ist

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Arbeitssicherheit

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B E R I C H T E & A N A LY S E N Unternehmen oder Branchen zugeschnitten werden müssen. Die Wachstumschancen lassen sich allerdings nur in vollem Umfang nutzen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen in der Ergonomie der Endgeräte, der reibungslosen und durchgängigen Prozessintegration oder der Schulung und der Akzeptanz des Personals geschaffen werden. Besondere Bedeutung kommt den Themen IT-Sicherheit und Datenschutz zu: Beide sind für fast alle Mobile Business-Solutions unverzichtbar - sei es bei der Verschlüsselung von Daten in mobilen Endgeräten und der Absicherung der Luftschnittstelle, sei es bei der sicheren Autorisierung beim Zugriffsmanagement oder bei der Gewährleistung der Verfügbarkeit. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt diese innovative Entwicklung mit dem Förderprogramm SimoBIT. Das Ziel von SimoBIT besteht darin, sichere mobile Technologien und Anwendungen in bestehende betriebliche Strukturen einzubinden. Die Projektschwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Maschinenbau und kleine Unternehmen. Daneben gibt es noch einen Bereich, in dem Lösungen für die öffentliche Verwaltung entwickelt und erprobt werden. Im Rahmen dieser Projekte werden beispielhaft Lösungen erarbeit und demonstriert, was technisch machbar sowie wirtschaftlich an innovativen Diensten sinnvoll ist.

MAREMBA VERBESSERT CHANCEN FÜR MITTELSTAND

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Das Ziel von SimoBIT lässt sich am Beispiel des Förderprojektes MAREMBA (Mobile Assistenz für das REssourcenManagement in der Bau-Auftragsabwicklung) verdeutlichen. Im Bereich der Akquisition und der Abwicklung insbesondere öffentlicher Aufträge im Bauwesen müssen sich Unternehmen auf härtere Rahmenbedingungen einstellen. Ab 2010 sollen EU-weit alle öffentlichen Aufträge nur noch elektronisch im Rah-

men des so genannten eProcurement ausgeschrieben werden. Hierdurch wird sich die Wettbewerbssituation gerade für kleinere Unternehmen deutlich verschärfen. Bisher konnten Handwerksbetriebe vor Ort mit ihren spezifischen Kenntnissen und eigenen Netzwerken den Aufwand bei Bewerbungen überschaubar halten. Durch das neue Ausschreibungsverfahren aber drohen sie ins Hintertreffen zu geraten, da nun auch Anbieter aus dem Ausland mit bieten können und kleinere Unternehmen bislang kaum Erfahrungen mit eProcurement besitzen. Zudem haben große Unternehmen in den letzten Jahren ihre Prozesse stark modernisiert und setzen neueste Soft- und Hardwarelösungen im Auftrags- und Prozessmanagement ein. Auch kleinere Bauunternehmen benötigen demnach zwingend eine Lösung, die ihre Effizienz steigert und ihren Ak-

tionsradius vergrößert. Im Rahmen von MAREMBA wird durch die Entwicklung eines Moduls zur „Vergabe“ eine Plattform für die gemeinsame Teilnahme mehrerer Betriebe bereitgestellt, um das Marktpotenzial „Großbaustelle“ für kleine und mittlere Unternehmen zu erschließen. Mit dem Modul „Projektdurchführung“ wird eine Lösung für das sachgerechte Management der bei Großprojekten sehr umfangreichen Leistungsverzeichnisse der Unternehmen entwickelt. Durch das dritte Modul „Kollaborationsplattform“ schließlich können auf sehr effiziente Weise zwischen den Projektpartnern Leistungen koordiniert und Informationen ausgetauscht werden. Die sichere mobile Unterstützung des Zugriffs auf die Plattform bildet ein zentrales Element der Lösung, die 2010 ihre Marktreife erlangen wird. ■ Dr. Franz Büllingen

Erfa-Gruppe informierte sich beim SimoBIT-Regio-Talk Zu den Maßnahmen des beschriebenen Projektes „SimoBIT - Sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik (IT) zur Wertschöpfungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung“ gehören auch regionale Veranstaltungen vor Ort in Industrie- und Handelskammern. Vor diesem Hintergrund hatte die Erfahrungsaustauschgruppe TIMES der SIHK zu einer Veranstaltung am 3. Juni in den Sitzungssaal der Kammer eingeladen. Unter der Moderation von Projektleiter Dr. Franz Büllingen (Bild) wurden zwei Projekte vorgestellt. Das Projekt „Mobile Servicewelten im internationalen Service des Maschinen- und Anlagenbaus“ entwickelt unter Zusammenführung von mobilen Lösungen, Wissensmanagementsystemen und unterstützenden Technologien wie RFID/Sensorik neue Geschäftsmodelle, um die Instandhaltung und den Betrieb der rund um den Globus aufgestellten Maschinen entscheidend zu verbessern. In einem weiteren Projekt stand der Gedanke im Vordergrund, dass Handelsvertreter künftig an jedem Ort und jederzeit Zugriff auf alle relevanten Vertriebsdaten haben können und dergestalt mit Anbietern verbunden sind, dass unmittelbar Bestellvorgänge angestoßen werden können. Abschließend sensibilisierte Olaf Tenti von der Fachhochschule Südwestfalen,

Iserlohn, die Teilnehmer, die auch aus Süddeutschland ihren Weg nach Hagen gefunden hatten, über Gefahrenpotenziale von mobilen Endgeräten und mobilen Anwendungen. Er stellte aber auch einfache Wege zur „mobilen“ IT-Sicherheit vor. Informationen zu SimoBIT und die Vorträge der Veranstaltung können bei der SIHK, Reinhard Höntsch, Telefon (02331) 390-200, abgerufen werden. ■

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Innovationsförderung Mittelstand: 15.000 Euro für junge Ingenieure Etwa 60 Unternehmensvertreter informierten sich bei der Veranstaltung „Innovationsförderung für den Mittelstand“ über aktuelle Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene.

Sie informierten über Fördermöglichkeiten (v.l.): Dirk Hackenberg, Georg Weiland, Dr. Claudia Schulte, Dr. Ralf Hartmann, und Prof. Dr. Erwin Schwab. abrufbar unter www.innovationsassistent.nrw.de. Der Bund hat im Rahmen des Konjunkturpaketes II das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ausgebaut und für Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte geöffnet. Dr. Ralf Hartmann von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) stellte die aktuellen Instrumente vor. Gefördert werden Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Netzwerkprojekte innovativer Unternehmen und einzelbetriebliche FuE-Projekte. Personaleinzelkosten können bis zu einer Höhe von 80.000 Euro pro Person und Jahr gefördert werden. Die Förderquote richtet sich unter anderem nach der Betriebsgröße. Weitere Informationen sind zu finden unter www.zim-bmwi.de. Interessante Perspektiven bieten auch die branchenbezogenen Innovationswettbewerbe im Rahmen von Ziel2.NRW. Hier sind im Laufe des Jahres 16 Wettbewerbe vorgesehen. Die Ausschreibungen werden veröffentlicht auf der Website www.ziel2-nrw.de. Dass Mittelständler aus der Region von den Förderprogrammen profitieren

können, hat Georg Weiland, Geschäftsführer der Voswinkel GmbH aus Meinerzhagen, eindrucksvoll dargestellt. Die Voswinkel GmbH hat im letzten Jahr im Förderwettbewerb „Automotive und Produktionstechnologie“ Rang 6 von 105 Antragstellern belegt und damit eine Projektförderung erhalten. In den letzten Jahren konnte das Unternehmen mehrfach von Innovationsförderprogrammen profitieren. ■

Info-Box Die Präsentationen zur Veranstaltung „Innovationsförderung für den Mittelstand“ sind über die Website der SIHK abzurufen. Gehen Sie bitte unter www.sihk.de zunächst links auf den Bereich „Innovation/Umwelt“. Dann wählen Sie bitte jeweils unten auf der Seite zuerst die Rubrik „Technologie“ und dann „Auftaktveranstaltung Innovationsförderung für den Mittelstand“ aus. Dort sind die Informationen hinterlegt. Nähere Auskünfte erteilt bei der SIHK Dirk Hackenberg unter Telefon (02331) 390-206. ■

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Prof. Schwab, Vizepräsident der Fachhochschule Südwestfalen, stellte in der Veranstaltung „Innovationsförderung für den Mittelstand“ Angebote der InnovationsAllianz NRW - einer Kooperation der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen – für den Mittelstand vor. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert zum Beispiel die Zusammenarbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Hochschulen über so genannte „Innovationsgutscheine“. Diese werden vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie vergeben und können über die Innovationsallianz der NRW Hochschulen beantragt werden. Die Innovationsgutscheine sollen die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen im Unternehmen von der Idee bis zum marktfähigen Produkt unterstützen. Unternehmen, die qualifizierte Beratung sowie fachliche und wissenschaftliche Unterstützung einer Hochschule oder eines Forschungsinstituts in Anspruch nehmen möchten, erhalten über den Innovationsgutschein B (für externe wissenschaftliche Beratung) eine Förderung von bis zu 3.000 Euro oder über den Innovationsgutschein F+E (für externe umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit) bis zu 6.000 Euro Fördermittel. Die Förderquote beträgt dabei 50 Prozent. Weitere Informationen sind abrufbar unter www.innovationsgutschein.nrw.de. Im Rahmen der InnovationsAllianz NRW fördert das Land künftig mit dem neuen Instrument „Innovationsassistent“ den Innovationstransfer über Köpfe. Unternehmen, die Uni- oder FH-Absolventen eines technischen oder naturwissenschaftlichen Studiums für mindestens 24 Monate im Bereich der betrieblichen Forschung und Entwicklung einsetzen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro pro Jahr. Nähere Informationen hierzu sind im Internet

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TITELTHEMA

Versicherungswirtschaft auch in der Krise stabil Die deutsche Versicherungswirtschaft erzielte 2008 ein leichtes Beitragswachstum. Die Lebensversicherer behaupteten sich in schwierigem Umfeld, die Schadenversicherung stabilisierte sich.

LEBENSVERSICHERUNG: AUSZAHLUNGEN GESTIEGEN In der Lebensversicherung setzte sich 2008 der Trend zur Rentenversicherung

fort. Dazu trug das weiterhin hohe Neugeschäft an Riester-Verträgen bei. Da zudem die letzte Riester-Förderstufe erreicht wurde, stiegen die Jahresbeiträge in diesem Segment beträchtlich. Dies gilt auch für Bestandsverträge. Fondsgebundene Versicherungen haben ihren Anteil weiter ausgebaut, zudem behielten Einmalbeiträge ihr hohes Gewicht für das Neugeschäft. Insgesamt wurden im Bereich der Lebensversicherungen in 2008 rund 6,9 Millionen Verträge über eine Beitragssumme (Bewertungssumme) von knapp 175 Milliarden Euro neu abgeschlossen. Dies bedeutet bei den Verträgen ein Minus von 12,5 Prozent und bei der Beitragssumme einen Zugang von gut acht Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen der Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds erreichten 79,6 (2007: 79) Milliarden Euro, das waren 0,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Lebensversicherer alleine verzeichneten

ein Beitragsplus von 1,1 Prozent. Die gesamten Auszahlungen an die Lebensversicherungskunden überschritten im Jahr 2008 erstmals die 70-Milliarden-Grenze: Insgesamt wurden in der Lebensversicherung rund 72 (2007: 66) Milliarden Euro an die Kunden ausgezahlt (plus 8,6 Prozent). Die Bedeutung der Lebensversicherung als Teil der Sicherung für das Alter, den Invaliditätsfall und die Hinterbliebenen zeigt auch der folgende Vergleich: Die ausgezahlten Leistungen ohne Rückkäufe erreichten im Jahr 2008 knapp 29 Prozent der Rentenausgaben der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherungen. 1990 hatte der Wert noch bei knapp 17 Prozent gelegen. In der privaten Krankenversicherung konnte trotz widriger Rahmenbedingungen ein leichtes Bestandswachstum erzielt werden. In der Vollversicherung belief sich der Nettozuwachs auf 49.900 (2007: 59.900) Personen. Die Beitragseinnahmen stiegen in 2008 um 2,9 (2007:

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In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahr 2008 mit erheblichen Geschäftseinbrüchen in zahlreichen Branchen zeigte sich die deutsche Versicherungswirtschaft stabil. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin mitteilt, stiegen die Beitragseinnahmen seiner 468 Mitgliedsunternehmen um ein Prozent auf 164,5 Milliarden Euro. Trotz der Unruhe auf dem Finanzmarkt verzeichneten auch die Lebensversicherer (ohne Pensionsfonds und Pensionskassen) ein Beitragsplus von 1,1 Prozent. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten die Schaden- und Unfallversicherer in 2008 wieder ein leichtes Wachstum erzielen (plus 0,2 Prozent). Die private Krankenversicherung verzeichnete ein Beitragswachstum von 2,9 Prozent.

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SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERER KAMEN 2008 WEITER VORAN Nach einer deutlichen Ergebnisverschlechterung im Jahr 2007 hat sich die Geschäftssituation in der Schaden- und Unfallversicherung wieder etwas entspannt. Die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2008 lassen einen versicherungstechnischen Gewinn in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erwarten, das sind etwa 0,4 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Die marktdurchschnittliche Combined Ratio (Schaden-Kostenquote nach Abwicklung) hat sich im Jahresvergleich mit 95 (2007: 95,7) Prozent kaum verändert. Ursächlich für diese Entwicklung sind nahezu stagnierende Beitragseinnahmen (plus 0,2 Prozent auf 54,6 Milliarden Euro) bei gleichzeitig leicht sinkenden Schadenaufwendungen (minus 0,8 Prozent auf rund 41,7 Milliarden Euro). Während das Beitragswachstum maßgeblich durch die hohe Wettbewerbsintensität im Markt geprägt wurde, resultiert die verbesserte Schadenentwicklung vor allem aus der Tatsache, dass

die Kompositversicherer im Gegensatz zu 2007 weitgehend von Sonderbelastungen wie dem Orkan „Kyrill“ verschont blieben. Die Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung wird im Wesentlichen durch die Kraftfahrtversicherung beeinflusst, auf die mehr als 37 Prozent der gesamten Prämieneinnahmen aus diesem Bereich entfallen. Mit einem erwarteten Minus von etwa zwei Prozent hatten die Kraftfahrtversicherer in 2008 im vierten Jahr in Folge einen deutlichen Rückgang der Beitragseinnahmen hinzunehmen. Auch auf der Schadenseite hat sich die Situation weiter verschlechtert. Der Schadenaufwand stieg um 2,1 (2007: plus 1,6) Prozent auf rund 19,5 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund fallender Beitragseinnahmen und zunehmender Schadenaufwendungen wird sich die Combined Ratio auf etwa 102 (2007: 98,1) Prozent verschlechtern. Unter dem Strich dürften die Kraftfahrtversicherer 2008 einen versicherungstechnischen Verlust von gut 300 Millionen Euro verbucht haben. Mit einem Plus von 3,3 (2007: minus 1,5) Prozent auf 14,5 Milliarden Euro gingen dagegen von der Sachversicherung belebende Impulse auf die Einnahmeseite in der Schaden- und Unfallversicherung aus. Allerdings generiert sich das erwartete Beitragswachstum nahezu ausschließlich aus dem bedingungsgemäßen Inflationsausgleich (Summenan-

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passung). Auf der Schadenseite hat sich die Situation im Gegensatz zum stark belasteten Vorjahr deutlich entspannt (voraussichtlich minus 9,2 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro) Diese Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass 2008 ein Extremereignis wie der Orkan „Kyrill“ aus dem Jahr 2007 ausgeblieben war. Nach dem verlustreichen Vorjahr zeichnet sich für die deutschen Sachversicherer für 2008 ein versicherungstechnischer Gewinn in Höhe von rund 700 Millionen Euro ab.

HAFTPFLICHT STAGNIERTE AUF VORJAHRESNIVEAU In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung stagnieren Beitragseinnahmen und Schadenaufwand auf Vorjahresniveau. Bei einer auf etwa 86 Prozent leicht verbesserten Combined Ratio dürfte der versicherungstechnische Gewinn in 2008 bei etwa einer Milliarde Euro lie-

gen. Mit rund 900 Millionen Euro Plus aus dem versicherungstechnischen Geschäft rechnen die privaten Unfallversicherer. Bei einem leichten Beitragswachstum von voraussichtlich ein Prozent auf 6,4 Milliarden Euro und einem auf Vorjahresniveau liegenden Schadenvolumen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro hat sich die Combined Ratio in der Unfallsparte auf 83 Prozent normalisiert. In der Rechtsschutzversicherung hat sich das Beitragswachstum mit etwa 1,5 (2007: 3,0) Prozent auf rund 3,2 Milliarden abgeschwächt. Die Schadenaufwendungen steigen voraussichtlich um 2,0 (2007: 0,3) Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Bei einer Schaden-Kostenquote von 97 Prozent errechnet sich für die Sparte ein versicherungstechnischer Gewinn in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Nach stagnierenden Beitragseinnahmen im Vorjahr ergibt sich für die Transportversicherung für 2008 ein Prämienrückgang von etwa 1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Auf der Schadenseite wird mit einem Plus von etwa 1,5 (2007: plus 10,5) Prozent auf 1,3 Milliarden Euro ein auskömmliches Ergebnis erwartet. Die Parallelentwicklung bei Beiträgen und Aufwendungen führt zu einer leicht über Vorjahresniveau liegenden Combined Ratio von 91 Prozent, woraus sich ein versicherungstechnischer Gewinn von etwa 200 Millionen Euro ergibt. In der Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung hat sich aufgrund eines deutlich erhöhten Schadenaufkommens

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(plus 30 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro) das versicherungstechnische Ergebnis von 390 Millionen Euro in 2007 auf rund 200 Millionen Euro in 2008 nahezu halbiert. Die Beitragseinnahmen nahmen dagegen mit nur 0,5 (2007: 0,7) Prozent leicht zu.

BRANCHE RECHNET FÜR 2009 MIT LEICHTEM BEITRAGSMINUS Jenseits der aktuellen Wirtschaftsund Finanzkrise führt im Bereich der Lebensversicherung vor allem die anhaltend hohe Anzahl regulärer Vertragsabläufe zu entsprechend hohen Einbußen bei den Beitragseinnahmen, sodass im größten Versicherungszweig für 2009 mit einem Rückgang der Beitragseinnahmen um zwei bis drei Prozent zu rechnen ist. In der privaten Krankenversicherung könnten dagegen trotz des schwierigen politischen Umfelds die Beitragseinnahmen in gleichem Unfang wie im letzten Jahr wachsen (plus drei Prozent). Für die Schaden- und Unfallversicherung wird schließlich ein stagnierendes, eher leicht rückläufiges Beitragsaufkommen erwartet, wobei in den einzelnen Zweigen und Sparten die Beitragsentwicklung stark differenziert verläuft (zum Beispiel Kraftfahrtversicherung voraussichtlich mit minus zwei Prozent). Trotz Krisenlage lassen die prognostizierten Ergebnisse in den Hauptsparten somit für die Versicherungswirtschaft insgesamt nur ein geringfügiges Beitragsminus von etwa ein Prozent erwarten. ■

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Wohneigentum statt Kapitalanlage In unsicheren Zeiten sind die eigenen vier Wände offenkundig die solidere Investition. Das zeigt eine repräsentative Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. „Die Sparer sind durch die Finanzkrise irritiert und setzen zunehmend auf Sachwerte. Das Sparziel Wohneigentum hat mit + 5 Prozent-Punkten deutlich an Attraktivität gewonnen. Es steht jetzt mit 46,5 Prozent unangefochten an dritter Stelle. Das bestätigt die Entscheidung der Politik für den Wohn-Riester, der das Wohneigentum als Altersvorsorge aufwertet“, so Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Privaten Bausparkassen. Im Auftrag des Verbandes hatte TNS Infratest, Bielefeld, zum 34. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren zum Sparverhalten interviewt. Der Sparzweck Nummer 1, die sonstige „Altersvorsorge“, erreicht in der Konsequenz nur noch 57,9 Prozent – nach 66,5 Prozent im Vorjahr. Auf Platz 2 befindet sich nach wie vor das „Sparen für Anschaffungen“ mit 57,7 Prozent. Besonders drastisch ist der Rückgang beim

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Motiv „Kapitalbildung“ von knapp 50 Prozent Ende 2007 auf nur noch 26 Prozent. Hier drückt sich nach Ansicht des Verbandes das gesunkene Vertrauen in die Kapitalmärkte aus. Laut Umfrage ist gleichzeitig der Anteil der Haushalte, die überhaupt sparen, mit 44,5 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Umfragen im Jahr 1997 gesunken. Ende der neunziger Jahre habe der Anteil noch um zehn Prozentpunkte höher gelegen, betont der Verband. Entgegen der Beobachtung aus den Vorjahren habe sich diese Quote auch nicht gegen Jahresende saisonal bedingt erholt. Entsprechend habe der Anteil der Haushalte, die nichts auf die „hohe Kan-

te“ legen konnten, mit 54,7 Prozent den höchsten Wert erreicht.

TRADITIONELLES SPARBUCH WEITER AN DER SPITZE Zum dritten Mal sind bei dieser Umfrage neben dem Sparverhalten auch die hauptsächlich genutzten Anlageformen abgefragt worden. Nach einer Zusammenfassung aller drei Befragungen im Jahr 2008 stehe das traditionelle Sparbuch (einschließlich Spareinlagen, Banksparplänen) mit 55,1 Prozent an erster Stelle vor dem Bausparvertrag mit 37,9 Prozent und den Renten-/Kapitallebensversicherungen mit 37,4 Prozent. Bemerkenswert ist nach Ansicht des Ver-

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Sicherheit für Sicherh Sicherheit für Ihr Zuhause – für Zuhause – IhrIhr Zuh Sicherheit Ihr unsere Wohnunsere Wohnunsere Zuhause – unsere Wohngebäudegebäudegebäud gebäudeversicherung. versicherung. versich versicherung.

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TITELTHEMA bandes, dass 35 Prozent, also mehr als jeder Dritte, Geld auf einem Girokonto „spare“. Damit werde diese „Sparform“ noch häufiger genutzt als „kurzfristige Geldanlagen“ mit 28,3 Prozent und „Investmentfonds“ mit 25,7 Prozent. Die geringsten Nutzungsquoten wiesen Aktien mit 16,1 Prozent auf, gefolgt von „festverzinslichen Wertpapieren/Bundesschatzbriefen“, die nur von 10,2 Prozent

als Geldanlage angegeben worden seien. Der aus der Untersuchung abgeleitete Sparklima-Index des Verbandes wird als Saldo aus den Prozentanteilen derjenigen, die künftig mehr sparen wollen, und derjenigen, die künftig weniger sparen wollen, berechnet: Nach dem Anstieg zu Beginn des Jahres 2008 habe sich der Sparklima-Index zunächst im Sommer und auch jetzt im Herbst wieder abwärts

BFH: Darlehenszinsen als Werbungskosten absetzbar Wer eine Immobilie erwirbt kann diese auch über ein endfälliges Darlehen finanzieren: Es muss keine laufende Tilgung gezahlt werden, vielmehr wird das Darlehen zum Ende der Laufzeit in einer Summe fällig. Zum Ansparen der Tilgungssumme kann eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen werden, mit der Ablaufleistung wird das Darlehen dann zurückgezahlt. Nimmt der Immobilienkäufer einen weiteren Kredit auf, aus dem er die Prämie für diese Versicherung bezahlt, können die

dafür anfallenden Zinsen nach Angabe der Victoria Lebensversicherung manchmal sogar als Werbungskosten geltend gemacht werden. So hat erst kürzlich der Bundesfinanzhof den Abzug derartiger Kosten unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Im fraglichen Fall hatte der Kläger für den Erwerb mehrerer Mietobjekte eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen und an seine Bank abgetreten. Die Versicherungsprämien finanzierte er durch ein

entwickelt. Nach -4,3 im Frühjahr sei der Index auf -7,7 und aktuell auf -8,1 gesunken. Dabei sei die Entwicklung in der Oktoberumfrage in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich verlaufen. In Westdeutschland sei der Index von 6,5 im Frühjahr jetzt auf -6,2 leicht angestiegen; in Ostdeutschland sei er dagegen deutlich von -12,8 auf -16,0 zurückgegangen. ■ weiteres Darlehen und wollte die dafür fälligen Zinsen bei der Einkommensteuer als Werbungskosten mit seinen Mieteinkünften verrechnen. Nachdem das örtliche Finanzamt diese Aufwendungen nicht anerkennen wollte, zog der Mann bis vor den Bundesfinanzhof (BFH). Anders als die Vorinstanzen sahen die Richter die Voraussetzungen für eine Anrechnung der Zinsen als Werbekosten gegeben, schließlich dienten sie im Fall des Klägers wie vom Einkommensteuergesetz vorgeschrieben, dem Erwerb und Erhalt von Einnahmen (BFH, Az. IX R 62/07). ■

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Mittelständische Unternehmen profitieren überdurchschnittlich vom KfW-Sonderprogramm Erste Analysen des Bundeswirtschaftsministeriums zeigen, dass das Sonderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) besonders von der mittelständischen Wirtschaft sehr rege angenommen wird. Von den bewilligten Kreditanträgen in Höhe von etwa 842,3 Millionen Euro entfallen rund 716,3 Millionen Euro (rund 85 Prozent) auf kleine und mittlere Unternehmen. 126 Millionen Euro wurden bislang für große Unternehmen bewilligt. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg: „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass es bei dem KfW-Sonderprogramm keine Bevorzugung von Großunternehmen gibt, sondern dass wir gerade den spezifischen Problemen des Mittelstands aktiv begegnen. Unabhängig von Größe oder medialer Aufmerksamkeit - es gelten für alle Unternehmen die gleichen objektiven

Kriterien.“ Insgesamt sind bei der KfW bis Mitte Juni dieses Jahres 1.318 Kreditanträge mit einem Volumen von 5,8 Milliarden Euro eingegangen. Knapp die Hälfte (etwa 46 Prozent oder 2,7 Milliarden Euro) davon beziehen sich auf Investitionskredite. Bei den mittelständischen Unternehmen werden sogar rund zwei Drittel der beantragten Mittel für Investitionsvorhaben verwendet. Das bedeutet, dass insbesondere der Mittelstand einen großen Teil der Mittel für die Vornahme von Investitionen verwendet, die Arbeitsplätze sichern und auch neu schaffen. Das KfW-Sonderprogramm 2009 war im Rahmen des so genannten „Konjunkturpakets I“ im Oktober 2008 erstmals aufgelegt und mit dem „Konjunkturpaket II“ im März dieses Jahres erweitert worden. Es dient dazu, die Finanzierung von Investi-

tionen und Betriebsmitteln von Unternehmen in Zeiten der Krise sicherzustellen und ist insgesamt mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro ausgestattet, davon 15 Milliarden Euro für kleine und mittlere Unternehmen (Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen Euro oder weniger). Das KfW-Sonderprogramm ist neben dem Bürgschaftsprogramm eine von zwei Säulen des Wirtschaftsfonds Deutschland. Insgesamt steht den Unternehmen mit dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ ein Volumen von 115 Milliarden Euro an Krediten und Bürgschaften bzw. Garantien zur Verfügung. Die Maßnahmen gelten für Vorhaben, die vor dem 31. Dezember 2010 begonnen werden. Antragsberechtigt sind nur Unternehmen, die tragfähige Konzepte vorlegen können. Weitere Informationen, auch zu den zahlreichen weiteren Förderprogrammen, erhalten Interessenten bei der SIHK, Rudolf Wittig, Telefon (02331) 390-346. ■

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Leasing: Alternative für den Mittelstand Leasing gewinnt in Zeiten von Wirtschaftskrisen erheblich an Bedeutung - als Investitionsform und Investitionsalterrnative für mittelständische Unternehmen. Laut einer Befragung von Creditreform spüren bereits 43,2 Prozent der deutschen Mittelständler, dass es schwieriger geworden ist, an Fremdkapital zu kommen. Der erschwerte Zugang zu Krediten lässt die Unternehmen nach weiteren Finanzierungsquellen suchen. 57 Prozent der Firmen haben in einer aktuellen Studie der Siemens Financial Services angegeben, dass alternative Finanzierungsformen für Anlagen und Ausrüstung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine Möglichkeit sind Leasingfinanzierungen. „Leasing als Investitionsform ist wichtiger denn je, denn Leasing ist die Investitionsalternative für den Mittelstand“, erklärt Reinhard Gödel, Präsident des Bundesverbandes Deutscher LeasingUnternehmen. Mit über 1,7 Millionen neuen Leasing-Verträgen in 2008 realisieren rund zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland einen großen Teil ihrer Investitionen über Leasing. Nach einer Untersuchung des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung liegt der Anteil von Leasing an den außenfinanzierten Investitionen derzeit bei rund 54 Prozent.

GEPLANTE INVESTITIONEN

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KÖNNEN REALISIERT WERDEN

Mittelständischen Unternehmen ermöglicht Leasing auch angesichts der derzeitigen Krise, ihre geplanten Investitionen in Produktionsmaschinen, ITAusrüstung und Fahrzeugen zu realisieren. „Dabei ist wichtig, dass den LeasingGesellschaften auch künftig ausreichend Refinanzierungsmittel zur Verfügung stehen“, so Gödel. Zwar drohe der Branche aktuell noch keine Kreditklemme, aber es werde wesentlich intensiver mit den Banken gesprochen. Außerdem sei die Refinanzierung teurer geworden und werde voraussichtlich durch höhere Preise an die Kunden weitergegeben werden müssen.

Mit einem Wachstum von 3,3 Prozent erzielte die Leasing-Branche in 2008 ein Neugeschäftsvolumen von 57,1 Milliarden Euro. „Angesichts der Lage auf dem Finanzmarkt ein recht passables, zufrieden stellendes Ergebnis“, so Gödel. Jedoch sei die Finanzmarktkrise auch bei den Leasing-Gesellschaften zu spüren. Nachdem die Branche im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres noch ein Wachstum von neun Prozent beim MobilienLeasing erzielte, ging das Wachstum im dritten Quartal bereits auf 3,6 Prozent zurück. Das Immobilien-Leasing stieg 2008 um 3,3 Prozent und erreichte aufgrund einiger Geschäfte mit großem Wert-Volumen ein Neugeschäftsvolumen von 5,6 Milliarden Euro. Im Mobilien-Leasing zeigten die Sektoren Nachrichten- und Signaltechnik und sonstige Ausrüstungen sowie Produktionsmaschinen ein gutes Wachstum. Das Maschinen-Leasing steigerte sich um gut fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch der Sektor Straßenfahrzeuge, darunter fallen Pkw und Nutzfahrzeuge, wuchs um rund fünf Prozent. ■

Deutsche verfügen über 4,4 Billionen Euro Die Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren: Im vergangenen Jahr sank das Geldvermögen der Deutschen um rund 140 Milliarden Euro auf 4,4 Billionen Euro. Vor allem das Aktienvermögen ging extrem kräftig zurück. Es betrug Ende 2008 nur noch 166 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor verfügten die privaten Haushalte in Deutschland dagegen noch über Aktienbestände im Wert von 375 Milliarden Euro. Beim Sparen und Vorsorgen setzen die Deutschen auf Sicherheit. Gut 1,7 Billionen Euro ruhen in Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld. Die Geldanlagen bei Versicherungen einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds sowie berufsständischen Versorgungswerken betragen immerhin knapp 1,3 Billionen Euro. Rund eine halbe Billion Euro sind in Investmentfonds angelegt. ■

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WEITERBILDUNG

Mit Bravour bestanden 13 Teilnehmer den ersten SIHKPraxislehrgang zum EnergieManager (IHK). Die feierliche Übergabe der Zertifikate am 5. Juni durch SIHK-Geschäftsbereichsleiter Christoph Brünger war der Abschluss eines sieben monatigen berufsbegleitenden Weiterbildungskurses. Im Oktober des letzten Jahres startete das neue Angebot der SIHK mit einer halbjährlichen theoretischen Präsenzsphase in der SIHK, die mit einem schriftlichen Abschlusstest endete. Der Lehrplan umfasste Effizienztechnologien wie Heiz- und Prozesswärme, Kraft-Wärme-Kopplung, Klima- und Kältetechnik, Druckluft und Beleuchtung ebenso wie regenerative Energien und Themen des Energiemanagements wie Energieeinkauf, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Contracting. In den folgenden drei Monaten hatten die Absolventen die Gelegenheit, das Erlernte in einer Projektarbeit im eigenen Unternehmen direkt anzuwenden. Die Ergebnisse der Projektarbeiten zeigen das große Einsparpotenzial der Unternehmen beim Energieverbrauch. Wenn die in den Projektarbeiten genannten Maßnahmen in den Betrieben realisiert sein werden, ist im Durchschnitt eine jährliche Stromersparnis von 334.000 kWh und eine Co2-Reduktion von 114 t pro Jahr zu erreichen. Dafür müssen durchschnittlich 55.000 Euro investiert werden, die sich nach

spätestens 3,5 Jahren amortisieren. Damit hat sich die Weiterbildung nicht nur für die Mitarbeiter persönlich, sondern auch für ihre Arbeitgeber gelohnt. Die Investition in die Qualifikation der Mitarbeiter zahlt sich für die Unternehmen nun jährlich aus. Inzwischen ist der EnergieManager (IHK) eine international gefragte Qualifikation. Neben dem deutschen Zertifikat erhalten die Absolventen auch eine europäische Qualifikation zum „European EnergyManager“. ■

Info Der nächste berufsbegleitende Lehrgang zum EnergieManager (IHK) beginnt am 28. August (LehrgangsNr. 209TS10H). Der Lehrgang wendet sich vorrangig an Betriebstechniker, Produktions- und Betriebsleiter sowie an Energieund Umweltbeauftragte. Angesprochen sind aber auch Energiedienstleister und Architekten. Die theoretische Ausbildung findet jeweils am Freitagnachmittag und Samstag im SIHK Bildungszentrum in Hagen statt. Die Lehrgangsgebühr beträgt 2.200,- Euro. Für Mitarbeiter von Unternehmen gibt es öffentliche Zuschüsse. Weitere Auskünfte erteilt bei der SIHK Edward Dzierzkowski, Telefon (02331) 390352, E-Mail [email protected]

„China for Young Professionals“ verbessert die Karrierechancen Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ist China eine der größten Exportnationen der Welt und für viele internationale Unternehmen von großer Bedeutung. Deshalb sind in den Firmen Mitarbeiter gefragt, die bereits interkulturelles Wissen über das asiatische Land besitzen. Berufseinsteigern und Jungakademikern mit Interesse an der chinesischen Kultur bieten sich somit interessante Karrierechancen. Um diese Zielgruppe interkulturell fit zu machen, veranstalten die Carl Duisberg Centren an ihren Standorten Köln, München und Berlin nun erstmals auch Trainingskurse unter der Überschrift „China for Young Professionals“. In den Trainingskursen

werden sowohl die unterschiedlichen Denk- und Kommunikationsweisen der deutschen und chinesischen Kultur analysiert, als auch grundlegende Fakten und gesellschaftliche Hintergründe zu China vermittelt. In Rollenspielen lernen die Teilnehmer die für China typischen Arbeitsstile, Normen und Werte sowie Verhaltensweisen (Ethik, Etikette, Senioritätsprinzip) kennen. Das Seminar richtet sich an alle, die am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen und sich intensiver mit dem Reich der Mitte befassen wollen. Infos zum Programm „China for Young Professionals“ bei den Carl Duisberg Centren in Köln, Wolfgang Heisel, Tel. (0221) 1626-295. ■

Vorbereiten auf die Abschlussprüfung Für Auszubildende in kaufmännischen und IT-Berufen veranstaltet die SIHK Vorbereitungslehrgänge auf die Abschlussprüfung: ● 20.8. Reiseverkehrskaufleute (50 UStd.) in Hagen; ● 22.8. Fachinformatiker (80 UStd.) in Iserlohn; ● 22.8. IT-Systemelektroniker (80 UStd.) in Iserlohn; ● ab 24.8. Industrie-, Büro-, Groß- und Außenhandels-, Bank- und Einzelhandelskaufleute sowie Kaufleute für Bürokommunikation und Speditions- u. Logistikdienstleistungskaufleute (alle jeweils 40 UStd.) in Hagen, Iserlohn und Lüdenscheid; ● 25.8. Informatikkaufmann und (80 UStd.) in Iserlohn; ● 25.8. IT-System-Kaufmann (80 UStd.) in Iserlohn; ● 31.8. Knigge für Auszubildende - Start-up in die Berufsausbildung (2 Tage) in Hagen. Anmeldungen bei Michla Hoffmann, Telefon (02331)

390-355, und Beate Paffrath, Telefon (02371) 8092-20. ■

Lehrgänge zum Industriemeister Am 29. August startet die SIHK berufsbegleitende Lehrgänge zum Industriemeister (Unterricht jeweils samstags): Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk (886 UStd.) in Hagen, Fachrichtung Metall (1.100 UStd.) in Hagen, Iserlohn und Lüdenscheid sowie Fachrichtung Mechatronik (1.100 UStd.) in Hagen. Außerdem veranstaltet die SIHK ab 29. August einen weiteren Industriemeister-Lehrgang Fachrichtung Metall in Hagen mit Unterricht zweimal wöchentlich abends und gelegentlich samstags, der schneller zur Abschlussprüfung führt. Anmeldungen zu allen Industriemeister-Lehrgängen bei Claudia Reinke, Telefon (02331) 390-357. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Erfolgreiche Weiterbildung: EnergieManager (IHK) ausgezeichnet

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WEITERBILDUNG

Die nächsten Lehrgänge und Seminare der Kammer auf einen Blick Wirtschaft 17.08.09 Buchführung I – Einführung in doppelte Buchführung (30 UStd.) 19.08.09 Buchführung II – Ausgewählte Geschäftsvorfälle und Buchungsbereiche (30 UStd.) 24.08.09 Feedbackgespräche erfolgreich führen (1 Tag) 24.08.09 Chrashkurs Ausbildung – Wie bilde ich erfolgreich aus? (2 Tage) 26.08.09 Basiswissen für Ausbildungsbeauftragte (1 Tag) 29.08.09 Ausbildung der Ausbilder Samstagslehrgang ( 90 UStd.) 31.08.09 Einsatz von kaufmännischer Software Lexware-Office (48 UStd.) 31.08.09 Ausbildung der Ausbilder (Teilzeit 90 UStd.) 31.08.09 IHK-Fachkraft Rechnungswesen, Modul II: Kosten- und Leistungsrechnung (100 UStd.) 01.09.09 IHK-Fachkraft Personal, Modul II: Personalabrechnung (100 UStd.) 05.09.09 Ausbildung der Ausbilder (Vollzeit 90 UStd.) 08.09..09 Ausbildung der Ausbilder (Teilzeit 90 UStd.) 08.09.09 Fit for job (2 Tage) 08.09.09 Controlling in der Logistik (40 UStd.) 08.09.09 Wissensmanager (IHK) – Blended Learning (96 UStd.) 12.09.09 Sachbearbeitung Außenwirtschaft Verfahren des Ex- und Imports für Waren u. Dienstleistungen (32 UStd.)

Iserlohn Hagen

Hagen Iserlohn Iserlohn Hagen Iserlohn

Technik

Hagen

01.09.09 Industriefachkraft für SteuerLüdenscheid ungstechnik, Aufbaustufe (90 UStd.) 02.09.09 Industriefachkraft für CNCHagen Technik, Anwendungsstufe (92 UStd.) 07.09.09 Industriefachkraft für SteuerHemer ungstechnik, Grundstufe (90 UStd.) 08.09.09 Industriefachkraft für CADHagen Technik, Grundstufe (80 UStd.) 09.09.09 Inventor 3D-Software (Autodesk)Hagen Anwendungsdstufe (92 UStd.) 12.09.09 Industriefachkraft für CNCHagen Technik, Grundstufe (80 UStd.) 12.09.09 Einstieg in S7 mit Simatic S7-300 Hagen 12.09.09 Industriefachkraft für SteuerLüdenscheid ungstechnik, Anwendungsstufe (92 UStd.) 12.09.09 Industriefachkraft für SPSHagen Technik, Aufbaustufe mit S7 (105 UStd.) Auskünfte und Anmeldungen für Technik: Veronika Thoms, Tel. (02331)390-324, Fax 390-334

Hagen

Hagen Hagen Iserlohn Hagen Hagen Hagen Hagen

Sprachen

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

22.08.09 25.08.09 26.08.09 31.08.09

Business English II (60 UStd.) Basic Business English I (36 UStd.) Basic Business English II (36 UStd.) Advanced Commercial Correspondence (96 UStd.) 01.09.09 Communication Skills (20 UStd.) 03.09.09 Legal Matters – Englisch im internationalen Recht (36 UStd.) 04.09.09 Wirtschaftsspanisch für Wiedereinsteiger (30 UStd.)

Hagen Iserlohn Hagen Hagen Lüdenscheid Hagen Hagen

Umweltmanagement-Lehrgänge 28.08.09 Energiemanager IHK (160 UStd.)

Hagen

Qualitätstechnik-Lehrgänge 07.09.09 QM-Grundlagen für Produktion u. Dienstleistung (Vollzeit) 07.09.09 QM-Grundlagen für Produktion u. Dienstleistung (Teilzeit)

Hagen Hagen

Qualitätsmanagement-Lehrgänge

EDV 31.08.09 Einsatz von kaufmännischer Software Lexware-Office (48 UStd.) 31.08.09 PC-Kompaktgrundseminar (2 Tage) 01.09.09 Präsentieren mit MS-Power Point,

Grundlagen (16 UStd. abends) 02.09.09 Textverarbeitung mit Word 2003 Iserlohn Grundlagen (2 Tage) 07.09.09 Tabellenkalkulation mit Excel 2003 Iserlohn Grundlagen (2 Tage) 09.09.09 MS-Office 2007 für Umsteiger (2 Tage) Iserlohn 14.09.09 Wirkungsvoll präsentieren mit Iserlohn Word, Excel und PowerPoint (3 Tage) Auskünfte und Anmeldungen für alle Lehrgänge/Seminare der Bereiche Wirtschaft, Sprachen und EDV: Michla Hoffmann, Tel. (02331) 390-355, Fax 390-356 Beate Paffrath, Tel. (02371) 8092-20, Fax 8092-31 Ursula Hillebrand, Tel. (02331) 390-317, Fax 390-356

Iserlohn Iserlohn Iserlohn

11.09.09 Prozessorientiertes QM 1 Hagen (Teilzeit) Anmeldungen für Qualitäts- und Umweltmanagement: Edward Dzierzkowski, Tel. (02331) 390-352, Fax 390-334 ■

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FÜR DIE PRAXIS

Markterkundungsreise führt in den Oman, Abu Dhabi, Ras Al Khaimah und Dubai Die Industrie- und Handelskammern in NordrheinWestfalen bieten in Kooperation mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten (V.A.E.) und unter der Federführung der IHK Bielefeld eine Markterkundungsreise in den Oman und die V.A.E. vom 19. bis 27. November an. Im Mittelpunkt stehen bilaterale Kooperationsgespräche mit potenziellen Geschäftspartnern, der Besuch und Erfahrungsaustausch mit deutschen Unternehmen vor Ort, die Besichtigungen der Freihandelszonen Sohar, Ras Al Khaimah, Jebel Ali, Palm Jumeirah und Sadiyaat Island, sowie der Besuch der größten Bau- und Industriemesse der Region „Big 5 Show“ in Dubai. Auch wenn sich die Wirtschaftskrise vor allem bei den Bauinvestitionen in Dubai verstärkt auswirkt, hat sich gezeigt, dass die Region insgesamt weiterhin mit einem starken Wachstum rechnen kann und vor allem die Staatsfonds eine hohe Liquidität besitzen. Die Reise soll vor allem auch Kontakte anbieten, um sich auch als mittelständisches Unternehmen an Großprojekten beteiligen zu können. Themen wie Energieeffizienz, Medizintechnik, Infrastruktur, Bildung und Wohnungsbau für die lokale Bevölkerung werden immer wichtiger. Abu Dhabis Masterplan 2030 sieht beispielsweise eine CO2-freie Stadt vor. Die Freihandelszone RAK Free Trade Zone in dem eine Stunde nördlich von Dubai gelegenen Emirat Ras Al

Khaimah erzielte für das erste Quartal 2009 ein Umsatzwachstum von 16 Prozent und bietet exportierten Unternehmen weiterhin sehr gute Bedingungen, die Absatz- und Wachstumschancen der Region zu nutzen. Nach Fertigstellung Mitte 2009 plant dort der Baustoff-Konzern Knauf die Herstellung von Gipsplatten mit einem Volumen von 50.000 Millionen Quadratmetern pro Jahr zur direkten Belieferung von Baustellen in den V.A.E. sowie in die angrenzenden Golfregionen. Die Einrichtung und Eröffnung des „German Desk“ in Köln bietet neben der AHK deutschsprachigen Kunden eine erste Anlaufadresse (www.rakftz.com/de). Die Mehrbranchenmesse Big 5 Show mit ca. 60.000 Besuchern und fast 300 deutschen Ausstellern umfasst sieben Produktgruppen: Building & Construction, Water Techology & Environment, Air Conditioning & Refrigeration, Cleaning & Maintenance, Glass & Metal, Bathrooms & Ceramics und Marble & Machinery. Weitere Informationen erteilt bei der SIHK: Frank Herrmann, Telefon (02331) 390220, E-Mail [email protected]

Frankreich setzt auf PPP-Modell

USA: Chancen für deutsche Anbieter

Frankreichs Infrastruktur wird zukünftig stärker mittels öffentlich-privater Partnerschaften (PPP) ausgebaut. Der Wert der Projekte, die in unmittelbarer Zukunft nach PPP-Schema erfolgen könnten, soll über 15 Milliarden Euro liegen. Die größten Projekte sind der Seine-Nordeuropa-Kanal sowie die vier neuen Trassen für den Hochgeschwindigkeitszug TGV. Angesichts der Finanzierungsprobleme wurden im Rahmen des Konjunkturprogramms eine Ausweitung der staatlichen Garantieleistungen und andere finanzielle Erleichterungen beschlossen. ■

In den USA beginnt die Umsetzung von Obamas Megakonjunkturpaket. Das Bundesenergieministerium will rund acht Milliarden US-Dollar für Wärmeisolierungen und Verbesserungen der Energieeffizienz bei Wohnungen und öffentlichen Gebäuden in den Bundesstaaten zur Verfügung stellen. Das Ministerium plant als Starthilfe zunächst 780 Millionen US-Dollar. Deutsche Anbieter entsprechender Technik, die nach jüngsten Eindrücken gute Geschäftschancen besitzen, sollten Kontakte zu US-Firmen suchen. Dies teilt die Germany Trade and Invest mit. ■

Recht Zeit der Leiharbeit nicht angerechnet Steht ein Arbeitnehmer zunächst als Leiharbeiter bei einem Verleihunternehmen unter Vertrag und wird dabei bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt, kann er bei einem anschließend mit dem Beschäftigungsbetrieb geschlossenem neuen Arbeitsvertrag nicht verlangen, die Zeit der Leiharbeit auf das neue Vertragsverhältnis anzurechnen. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz im Fall eines als Montagearbeiter eingesetzten Leiharbeitnehmers entschieden, der nach anschließendem Vertragsschluss in einen Produktionsbetrieb während der gesetzlichen sechsmonatigen Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz die Kündigung erhielt, weil der werksärztliche Dienst die Eignung für Tätigkeiten am Montageband verneint hatte. Der Arbeitnehmer machte daraufhin

geltend, seine Leiharbeitnehmertätigkeit sei mit der Tätigkeit im Produktionsbetrieb zusammenzurechnen, womit die Wartezeit erfüllt sei. In seiner Begründung weist das Gericht darauf hin, dass bei Übernahme eines Leiharbeitnehmers als eigenen Mitarbeiter im Entleihbetrieb die Zeit als Leiharbeitnehmer für Kündigungen nicht berücksichtigt werde. Eine Zusammenrechnung der Arbeitsverhältnisse des Verleihers mit dem des Entleihers scheide aus. Bei erlaubter gewerbsmäßiger Arbeitnehmerüberlassung befinde sich der Leiharbeiter nur in einem Arbeitsverhältnis zum Verleiher. Die Kündigung verstoße auch nicht gegen Treu und Glauben, weil die fehlende Bandarbeitstauglichkeit eines für eine solche Tätigkeit eingestellten Arbeitnehmers einen plausiblen Grund darstelle (Urteil des LAG RheinlandPfalz vom 27. November 2008; Az. 10 Sa 486/08). ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Außenwirtschaft

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Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

FÜR DIE PRAXIS

Nichtige Klausel für Rückzahlung

Fabrikneue Ladenhüter

Finanziert ein Arbeitgeber die Kosten eines Studiums für einen Bewerber und hat eine Rückzahlungsverpflichtung auch für den Fall vereinbart, dass er dem Absolventen keinen ausbildungsadäquaten Arbeitsplatz anbietet, ist die Klausel nicht interessengerecht und damit unwirksam. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) im Fall eines Bewerbers entschieden, dem ein Arbeitgeber ein Studium an einer Fachhochschule zum Diplom-Betriebswirt finanziert hatte. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums bot der Arbeitgeber dem Absolventen keinen Arbeitsplatz an, verlangte aber gleichwohl die aufgewandten Kosten für Vergütung und Studium aufgrund einer entsprechenden Rückzahlungsklausel. In seiner Begründung weist das Gericht darauf hin, dass es grundsätzlich zulässig sei, wenn ein Ausbildender die Rückzahlung von verauslagten Studienkosten verlange. Werde aber eine Rückzahlungsklausel auch für den Fall vereinbart, dass der potenzielle Arbeitgeber dem Absolventen keinen adäquaten Arbeitsplatz anbieten könne oder wolle, sei diese Klausel nicht interessengerecht und halte der Inhaltskontrolle nicht stand. Denn dann werde unzulässigerweise das Investitionsrisiko des Arbeitgebers, das dieser im eigenen Interesse eingegangen sei, auf den potenziellen Arbeitnehmer abgewälzt. Interessengerecht sei eine solche Klausel nur, wenn der potenzielle Arbeitnehmer die Möglichkeit habe, der Rückzahlungspflicht durch eigene Betriebstreue zu entgehen (Urteil des BAG vom 18. November 2008; Az. 3 AZR 192/07). ■

Die Frage, wie alt ein Neuwagen eigentlich sein darf, hat bereits einige Gerichte beschäftigt und wurde abschließend vom Bundesgerichtshof (BGH) geklärt. Nach der grundlegenden Entscheidung kann man nach mehr als zwölf Monaten in der Regel nicht mehr von einem fabrikneuen Wagen sprechen. Ferner muss das Modell noch unverändert hergestellt werden und es darf durch die Standzeit keine Mängel aufweisen. Sind diese drei Kriterien erfüllt, kann auch dann von einem fabrikneuen Fahrzeug gesprochen werden, wenn es bereits zehn Monate lang auf dem Fabrikgelände gestanden hat (BGH, Az. VIII ZR 227/06). ■

BGH zur fehlenden Originallackierung Der Kunde erwarb im November einen Mercedes CLK Cabrio, zahlte 5.000 Euro an und wollte das Fahrzeug im März des Folgejahres beim Händler abholen. Ende Februar wurde das gute Stück auf dem Gelände des Händlers zerkratzt. Dies nahm der Käufer zum Anlass, ohne Fristsetzung vom Kaufvertrag zurück zu treten und die Anzahlung zurückzuverlangen. Nach seiner Meinung könne durch das Fehlen des Originallackes an den Stellen der Kratzer der Kaufvertrag nicht mehr erfüllt werden. Der Händler hingegen verlangte den restlichen Kaufpreis und trug bei Gericht vor, dass der Lackschaden durch eine Neulackierung behoben worden sei. Die Richter am Bundesgerichtshof haben deutlich gemacht, dass der Ersatz einer Originallackierung durch eine ordnungsgemäße Neulackierung nicht einmal einen Mangel darstelle, da es bei Ge-

brauchtfahrzeugen durchaus üblich sei, dass nicht alle Fahrzeugteile Originalteile seien. Wird das Fahrzeug durch eine neue Lackierung technisch und optisch in einen tadellosen Zustand versetzt, weist dies die übliche Beschaffenheit gleichartiger Sachen auf, sodass ein Man-

gel nicht gegeben ist. Der Bundesgerichtshof wies die Sache an die Vorinstanz zurück, da nunmehr festgestellt werden müsse, ob das Fahrzeug tatsächlich eine ordnungsgemäße Neulackierung aufweist (BGH, Az. VIII ZR 191/07). ■

Zusatzqualifikation für Fahrpersonal im Güterverkehr vorgeschrieben Ab 10. September 2009 müssen, laut Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, Fahrerinnen und Fahrer, die gewerblichen Güterkraftverkehr mit Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen durchführen, eine besondere Qualifikation nachweisen, um in diesem Bereich tätig sein zu dürfen. Bereits seit dem 10. September 2008 besteht diese obligatorische Zusatzqualifikation auch für Fahrerinnen und Fahrer im Personenverkehr mit Fahrzeugen mit mehr als acht Fahrgastplätzen. Diese BerufskraftfahrerQualifikation betrifft zunächst diejenigen, die nach dem 10. September 2009 erstmalig die entsprechende Fahrerlaubnis erwerben. Die so genannte Grundqualifikation ist eine Möglichkeit sich durch einen Test von 240 Minuten theoretischer Prüfung und einer dreiteiligen, 210 Minuten umfassenden praktischen Prüfung zu qualifizieren. Eine Verpflichtung zur Vorbereitungsschulung gibt es hierbei nicht. Alternativ dazu kann die „beschleunigte Grundqualifikation“ gewählt werden. Hier ist eine Schulung von 140 Stunden und eine abschließende theoretische Prüfung von 90 Minuten obligatorisch. Jeweils fünf Jahre im Anschluss an den Erwerb der Qualifikation müssen die Kenntnisse durch eine Fortbildungsschu-

lung aufgefrischt werden. Fahrer, die am 10. September 2009 schon im Besitz der Fahrerlaubnis sind, genießen für diese zwar Bestandsschutz, sind jedoch ab 2014 ebenso verpflichtet, die Weiterbildungsanforderungen in Form einer 35-stündigen Schulung zu erfüllen, nach der aber keine Prüfung vorgeschrieben ist. Dabei ist es den Fahrern selbst überlassen, ob sie die Schulung am Stück absolvieren oder über fünf Jahre verteilt in Zeiteinheiten von mindestens sieben Stunden. Um die Fahrerlaubnis und die Berufskraftfahrerqualifikation aufeinander abzustimmen, besteht so die Möglichkeit, die Weiterbildung frühestens 2014 nachweisen zu müssen. Die Qualifikation wird in den Kartenführerschein vom Straßenverkehrsamt eingetragen. Ziel dieser Regelung ist die Verbesserung der Fahrerkompetenz in Bereichen wie Fahrzeugbeherrschung oder Verkehrssicherheit sowie eine noch bessere Qualität der Beförderung von Personen und Gütern zu gewährleisten. Ein Merkblatt zur Berufskraftfahrerqualifizierung, eine Liste von Schulungsveranstaltern sowie die Prüfungstermine des laufenden Jahres können auf der Internetseite www.sihk.de eingesehen oder bei der SIHK, Katharina Maßenberg, Telefon (02331) 390 286, angefordert werden. ■

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FÜR DIE PRAXIS

Wird bei dem Kauf eines Pkws für einen Teil des Kaufpreises ein Gebrauchtwagen in Zahlung gegeben, kann bei Rückgängigmachung des Vertrages nicht der angerechnete Geldbetrag, sondern nur der Altwagen selbst verlangt werden. Laut ARAG Experten gilt dies auch dann, wenn der Verkäufer den Altwagen des Käufers übernimmt und dafür einen laufenden Kredit ablöst (Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 334/06). ■

Belohnungsreise ist keine Dienstreise Wer auf einer vom Arbeitgeber spendierten Reise verunglückt, steht nicht automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wie die HamburgMannheimer meldet, könne der Versicherungsschutz selbst dann hinfällig werden, wenn während einer derartigen Reise die Teilnahme an arbeitsspezifischen Diskussionen geplant gewesen sei. Das habe das Sozialgericht Düsseldorf in einer Entscheidung Ende Oktober 2008 deutlich gemacht (Az.: S 6 U 29/08). Ein Vertriebsspezialist war von seinem Arbeitgeber für seinen Arbeitseinsatz mit einem Segeltörn in der Karibik belohnt worden. Dabei verunglückte der 39-jährige schwer und wollte Leistungen seiner Berufsgenossenschaft in Anspruch nehmen. Die Düsseldorfer Richter teilten jedoch nicht die Meinung des Pechvogels, der Unfall sei im Rahmen einer betrieblichen Veranstaltung erfolgt. Obwohl in den Tropen wohl auch unternehmensbezogene Diskussionen stattgefunden hätten, habe der private Charakter der fünftägigen Belohnungsreise

überwogen. Damit diente der Aufenthalt also in erster Linie der Erholung und nicht etwa der beruflichen Weiterbildung. Die Klage wurde als unbegründet abgewiesen. ■

Renovierung nicht erstattet Wurde die Auslieferung einer Ware verbindlich zugesagt und kommt es dann doch nicht dazu, muss der säumige Lieferant dem Kunden alle Aufwendungen ersetzen, die dieser im Vertrauen und in Erwartung der Bestellung hatte. Allerdings nur, wenn sich die besonderen Aufwendungen des Kunden als „vergeblich“ erweisen. Was nicht immer der Fall sein muss, wie die Auseinandersetzung um eine nicht bei einer VersandhausKundin angekommene Couchgarnitur vor dem Landgericht Coburg zeigt (Az. 33 S 102/08). Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, sollten Sofa und Hocker zusammen 1.700 Euro kosten. In Erwartung der trendigen Sitzmöbel verpasste die Bestellerin ihrem Wohnzimmer passend dazu gleich einen neuen exklusiven Anstrich - natürlich vor dem zugesagten Liefertermin. Als der dann aber auf den SanktNimmerleins-Tag verschoben wurde, stellte die düpierte Kundin dem Versandhaus ihre Renovierungskosten in Höhe von 500 Euro für den Textilfaserputz und weiteren rund 700 Euro für ihre Arbeitsleistungen in Rechnung. Schließlich ständen diese Ausgaben im direkten Zusammenhang mit dem ausgebliebenen Mobiliar. Das sahen die Coburger Richter jedoch anders. Sie hielten es für durchaus möglich, dass die Klägerin sich anderweitig ein Sofa besorgt, das doch noch in die renovierte Wohnlandschaft passt.

Die neue Wandgestaltung in den Farben Hellgelb und Creme sei nicht derart ungewöhnlich, dass beim Kauf eines farblich ähnlichen Sitzmöbels keine optische Übereinstimmung mehr erzielt werden könnte. Und da die Kundin es offenbar wohlweislich unterlassen hat, gleich noch das Wiederentfernen des neuen Wandbelags in Rechnung zu stellen, sei davon auszugehen, dass auch sie die Renovierung als solche nicht als „vergeblich“ ansieht. ■

Erbbauzins muss angegeben werden Ein Immobilienmakler hatte in einer Zeitungsanzeige ein Einfamilienhaus auf einem Erbpachtgrundstück unter Hinweis auf den Verkaufspreis beworben. Allerdings musste der Käufer der Immobilie, die auf einem Erbpachtgrundstück errichtet ist, einen monatlichen Erbbauzins bezahlen, und zwar für die Dauer der Bestellung des Erbbaurechtes. In der Zeitungsanzeige fehlte der Zusatz, wie hoch

der zu bezahlende Erbauzins ist und wie lange der Erbpachtvertrag läuft. Die Wettbewerbszentrale hatte diese Werbung beanstandet, da weder die Höhe des Erbbauzinses, noch die Dauer des Erbpachtvertrages angegeben wurden. Dies verstoße gegen § 1 Preisangaben-Verordnung und sei zugleich wettbewerbswidrig im Sinne des § 4 Nr. 11 UWG. Das Landgericht Mannheim folgte in seiner Entscheidung vom 20. April 2009 (Az. 24 O 142/08) der Auffassung der Wettbewerbszentrale. In den Entscheidungsgründen wies das Gericht insbesondere darauf hin, dass der Erbbauzins neben dem Kaufpreis der Immobilie ein Preisbestandteil sei, der bereits in der Werbung angegeben werden müsse. Der Zweck der Preisangaben-Verordnung sei, dem Verbraucher den Preisvergleich zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu ermöglichen, damit er vor Eintritt in konkrete Vertragsverhandlungen echte Preisvergleiche anstellen könne. ■

Berufliche Bildung Jugend- und Auszubildendenvertretung ohne eigenständige Beschlusskompetenz Wenn eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) beschließt, im Rahmen eines Beschlussverfahrens vor dem Arbeitsgericht einen Rechtsanwalt mit der Vertretung zu beauftragen, entsteht dadurch keine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Kostenübernahme. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm im Fall der JAV eines Klinikbetreibers entschieden, die in einer Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht über die Weiterbeschäftigung

eines Mitglieds der JAV einen Beschluss über die Beauftragung eines Rechtsanwalts gefasst hatte. Nach Abschluss des Verfahrens verlangten JAV und Betriebsrat die Übernahme der Kosten in Höhe von 1.741 Euro durch den Arbeitgeber. In seiner Begründung weist das Gericht darauf hin, dass die JAV nicht berechtigt sei, eigenständig Kosten auslösende Beschlüsse zu fassen. Hierzu sei nur der Betriebsrat befugt. Die JAV sei kein ei-

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Bei Rücktritt kein Anspruch auf Geld

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FÜR DIE PRAXIS genständiger Repräsentant der jugendlichen Arbeitnehmer und Auszubildenden und kein selbständiges Mitwirkungsorgan im Rahmen der Betriebsverfassung. Ihre Rechte und Pflichten bestünden vornehmlich im Verhältnis zum Betriebsrat und nicht unmittelbar zum Arbeitgeber. Die JAV sei zwar befugt, in al-

len Angelegenheiten der jugendlichen Arbeitnehmer selbst Beschlüsse zu fassen; die Durchführung solcher Beschlüsse erfordere aber in jedem Einzelfall die Einschaltung des Betriebsrats. (Beschluss des LAG Hamm vom 16. Januar 2009; Az. 10 TaBV 37/08). ■

Steuern + Finanzen Nachweis einer Ausfuhrlieferung

Finanzverwaltung (Az. V R 21/06). ■

Zum Nachweis einer Ausfuhrlieferung reichen die im Gesetz und in der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung genannten Nachweise grundsätzlich aus. Dies stellt der Bundesfinanzhof in seiner Entscheidung vom 31. Juli 2008 klar. Lediglich wenn konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Nachweise vorliegen, kann etwas anderes gelten. Für die Praxis ist jedoch besonders wichtig, dass der Bundesfinanzhof an Deutlichkeit nicht dabei verzichtet, dass die in den Veraltungsanweisungen genannten zusätzlichen Voraussetzungen nicht grundsätzlich zu erbringen sind, da sie das Gericht nicht binden, sondern lediglich die

Zinsen sind steuerpflichtig

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Ständig arbeiten unsere Berater für andere Zum Beispiel für Ihr Finanz-und Rechnungswesen/Controlling – Interimsmanagment – Finanz- und Liquiditätsplanung mit SAP FI/CO – Checkliste für Ihr Unternehmen zum Übergang auf das Bilmog – Einführung einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung Neumann & Partner INTERNES & EXTERNES RECHNUNGSWESEN Mitglied im Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e. V. Hagener Str. 90 | 58099 Hagen Telefon 0 23 31.396 56 18 [email protected] Ihr Partner im Finanz- und Rechnungswesen/Controlling

Die Zinserträge aus einer vom Steuerpflichtigen vor Ablauf von zwölf Jahren gekündigten Lebensversicherung sind unbeschadet des Grundes, der zur Kündigung geführt hat, einkommensteuerpflichtig nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG. Darauf verweist der Deutsche Unternehmenssteuer Verband e. V. mit Sitz in Kiel aufgrund vielfach bestehender Unsicherheiten nochmals unter Hinweis auf ein Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 18. November 2008 (Az. 12 K 10521/05). ■

Vertragsänderung ins Handelsregister Die Änderung eines zwischen zwei GmbH bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages bedarf zu ihrer Anerkennung im Rahmen der körperschaftsteuerlichen Organschaft der Eintragung in das Handelsregister sowie der Zustimmung der Gesellschafterversammlung der beherrschten Gesellschaft. Dies entschied der erste Senat des Bundesfinanzhofes am 22. Oktober 2008, Az. I R 66/07). ■

Aktuelle Förderkonditionen RWP Zuschuss bis max.

30,0 %

NRW.BANK.Gründungskredit Zs. Investitionsdarl. 2,95-6,1 % Zs. Investitionsdarl. (3,45-6,7) % Zinssatz BM |1,7-5,5| % Auszahlung 96 % Laufzeit |5| 10 (20) Jahre NRW.BANK.Mittelstandskredit Zs. Invest.darl. HF 3,0-6,15 % Zs. Investitionsdarl. (3,5-6,75) % Zinssatz BM HF |1,75-5,55| % Auszahlung 96 % Laufzeit |5| 10 (20) Jahre NRW.Innovationsdarlehen Zs. Investitionsdar. 2,85-5,7 % Zinssatz BM 1,6-4,45 % Auszahlung 96 % Laufzeit |5| 10 Jahre NRW/EU.Investitionskapital Zs. Fremdkap.tranche 3,7-9,4 % Zs. Nachr.n.Bonität HF 4,3-9,5 % Auszahlung 100 % Laufzeit 12 Jahre NRW/EU.Mikrodarlehen Zinssatz Auszahlung Laufzeit

6,0 % 100 % 5 Jahre

NRW.BANK.Konjunkturkredit NRW.BANK.Universalkredit Zs. HF tagesaktuell: www.nrwbank.de Auszahlung 100 % Laufzeit 4 - 10 Jahre RWP = Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes NRW (NRW-Bund-Gemeinschaftsaufgabe- o. Landesfördergebiete). Zs. = Zins bzw. Zinssatz. HF = Haftungsfreistellung. BM = Betriebsmittel. AL / NL = Alte / Neue Länder. Fk = Fremdkapitaltranche. Dk = Direktkredit Bei den in | |< >[ ]( ){ } gesetzten Zinssätzen gilt die in | |< >[ ]( ){ } gesetzte kurze / lange Laufzeit! Bei den mit * markierten Zinssätzen gilt die mit * markierte höhere Auszahlung!

(Stand: 17.6.2009)

KfW Zs. StartGeld HF |*5,5| *5,6 % Zs. Sonderpr. 09 HF *|4,3-7,15| % Zs. Sp. 2009 BM HF *|4,3-7,15| % Zs. Unterneh.kredit HF 3,2-6,35 % Zs. Uk. HF (3,7-6,95 / 4,1-7,35) % Zs. Ukred. endf. {4,2-7,3} % Zs. Ukred. endf. (4,45-7,65) % Zs. Ukred.-BM HF |1,95-5,75| % Zs. Ukapital KAI Fk *3,95-7,11 % Zs. Ukap. Nachr. HF *5,2-8,7 % Zs. Uw. BMU gew. *[4,15-7,0] % Zs. Uw. BMU priv./Kom. [*4,5] % Zs. Erneuerb. Energie|1,1-7,15) % Zs. Ern. En. Priv./Kom. |1,45-3,0) % Zs. Wohneigentum *(3,9-4,95] % Zs. Wohnr. Modern. 1,9-3,95] % Zs. Effizient Sanieren *1,1-*2,8] % Zs. Energieeff.Bauen *2,25-*4,2] % Zs. Sozial Invest. *(1,95-7,5] % Zs. Kommunal Inv. *(4,7-8,05] % Zs. KI lv.off. Infrastr.*[2,45-5,3] % Zs. Kom.En.San.Infr. Dk*[0-2,9] % Zs. Genussrechtsp. *|6,7-12,1| % Auszahlung 96 / *100 % Lfz.|3/5/7/8| 10 {12} (15/20) [30/35] J. ERP Zs. ERP-KfG AL HF 2,05 / 4,05 % Zs. ERP-KfG NL HF 1,8 / 3,8 % Zs. ERP-Prog. AL 2,65-6,75 % Zs. ERP-Prog. NL 2,4-6,5 % Zs. ERP-Beteiligungsprog. 3,74 % Zs. ERP-Umw./Energ. 1,85-6,9 % Zs. ERP-Inno.-Beteil. HF 6,0 % Zs. ERP-Inno. AL HF 2,3-8,0 % Zs. ERP-Inno. NL HF 2,05-7,75 % Auszahlung 100 % Laufzeit 5 / 10 / 15 / 20 Jahre KfW = StartGeld, Unternehmerkredit (mit Ausland- u. Betriebsmittelkredit), Unternehmerkapital für Arbeit und Investitionen (KAI), BMU-Umweltinnovat.-, Kommunal-, Genussrecht-,Sozial-, wohnwirtschaftliche Programme sowie Erneuerbare Energien der KfW Bankengruppe. ERP = European Recovery Program des Bundes. KfG = ERP-Kapital für Gründung. Weitere Informationen bei der SIHK unter  (0 23 31) 3 90-3 46. ■

Anzeigenschluss für die September-Ausgabe ist der 11. August 2009

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„Gesundheitsregion Südwestfalen“ erfolgreich auf den Weg gebracht

cheninitiative. „Außerdem ist dies für die bislang erfolgreiche Arbeit der Initiative natürlich auch ein toller Vertrauensbeweis, der uns weiter motivieren wird.“ Demnächst werden Arbeitsgruppen gebildet, um Alleinstellungsmerkmale und Hauptarbeitsfelder weiter herauszuarbeiten. Thomas Wülle, Geschäftsführer des St. Elisabeth Hospitals in Iserlohn

Eine Vision soll Wirklichkeit werden: Hochrangige Vertreter der Gesundheitswirtschaft diskutierten im St. Elisabeth Hospital in Iserlohn über die „Gesundheitsregion Südwestfalen“.

Bezirksregierung: Gefahren beim Öffnen von Import-Containern

heitsregion Südwestfalen“ inhaltlich und strukturell aufstellen könnte, stellte die „Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V.“ im St. Elisabeth Hospital Iserlohn zur Diskussion. 20 hochrangige Vertreter der regionalen Gesundheitswirtschaft arbeiteten dabei gesundheitswirtschaftliche Schwerpunkte der Region heraus und identifizierten Zukunftsfelder. Dabei blieb es nicht nur bei Visionen: Alle Seiten signalisierten sehr schnell die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und stellten bereits erste Weichen für die Realisierung: Unter dem Dach der „Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V.“ wird zukünftig die Entwicklung der Gesundheitsregion Südwestfalen gestaltet. „Damit erhält die Brancheninitiative noch mehr Schlagkraft, um sich erfolgreich auf Landesebene präsentieren und behaupten zu können“, sagte Nadine Möller, Geschäftsführerin der Bran-

Messungen in den Seehäfen Hamburg und Rotterdam zeigen: In jedem vierten Import-Container ist Gas in gefährlicher Konzentration. Diese Gase werden bei unterschiedlichsten Waren zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. „Diese Gefahr ist demjenigen, der den Container aufmacht, häufig nicht bewusst. Beim Entladen können die Mitarbeiter Vergiftungen erleiden, die sogar tödlich enden können“, so Dipl.-Ing. Udo Wenzel von der Bezirksregierung Arnsberg. Aus diesem Grund werden Kontrolleure in den kommenden Wochen in die Betriebe gehen und über die Gefahren begaster Container informieren. In den Betrieben, in denen solche Transporteinheiten aus Übersee empfangen und ge-

öffnet werden, müssen die möglichen Gefährdungen beurteilt und entsprechende Schutzmaßnahmen festgelegt werden. „Hinweise auf möglicherweise begaste Container sind zum Beispiel verklebte oder verschlossene Lüftungsschlitze oder eine nicht eindeutige gefahrgutrechtliche Kennzeichnung. Auch wenn die Waren auf Holzpaletten oder in Holzverpackungen gelagert sind gilt: Aufgepasst!“, so Udo Wenzel. Das Öffnen begaster Container darf nur von ausgebildeten und von der Bezirksregierung Arnsberg befähigten Personen vorgenommen werden. Für Fragen steht bei der Bezirksregierung Udo Wenzel, Telefon (02931) 82-3755, zur Verfügung. ■

Energiesparlampe: Vorsicht geboten Ab 1. September wird die Glühbirne laut EU-Beschluss schrittweise vom Markt genommen und durch die Energiesparlampe ersetzt. Sollte dieses Leuchtmittel zerbrechen ist äußerste Vorsicht geboten, warnen die Experten der Victoria Krankenversicherung. Ähnlich wie noch die alten Fieberthermometer enthalten die neuen Energiesparlampen geringe Mengen hochgiftigen Quecksilbers.

Beim Einsammeln der Bruchstücke sollten unbedingt Handschuhe getragen werden, um so den Kontakt mit der Haut zu verhindern. Anschließend muss das Zimmer für mindestens eine halbe Stunde gut durchgelüftet werden, denn der Giftstoff ist flüchtig und verteilt sich in der Luft – darum ist auch der Einsatz des Staubsaugers beim Aufsammeln absolut tabu. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Herausragende Kompetenzen bei der Herstellung von Medizintechnik-Produkten und ein breites Angebot an Dienstleistungen: Die Gesundheitswirtschaft ist bereits jetzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Südwestfalen. Damit dieser in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnt, soll Südwestfalen offiziell als „Gesundheitsregion“ in Nordrhein-Westfalen anerkannt werden. Dafür setzen sich unter anderem die Landräte der fünf südwestfälischen Kreise Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein und Kreis Soest ein. Der Status böte den in der Region ansässigen Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Industrieunternehmen sowie Bildungsund Forschungseinrichtungen wichtige Vorteile: Eine bessere Vernetzung untereinander und eine stärkere Außenwahrnehmung Südwestfalens – wovon die gesamte Region profitieren würde. Die Frage, wie sich eine „Gesund-

und Vorsitzender des Zweckverbandes der Krankenhäuser Südwestfalen: „Ich freue mich sehr, zukünftig mit den teilweise auch für mich neuen Partnern im Sinne der Gesundheitswirtschaft in Südwestfalen eng und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Wir haben in Südwestfalen viel zu bieten. Dies müssen wir nun gemeinsam auf Landes- und Bundesebene zeigen.“ ■

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Regionale Wirtschaft befürwortet Automotive-Zentrum Südwestfalen Als Wegweiser und Leuchtturm für neue Ideen und als eine Plattform für deren Umsetzung soll das geplante Automotive-Zentrum Südwestfalen die Forschungslandschaft in Südwestfalen ergänzen. Darin waren sich Vertreter der regionalen Wirtschaft, der Hochschulen, Kammern und Wirtschaftsförderungsinstitutionen bei ihrem Treffen in der Fachhochschule Südwestfalen einig. Das Automotive-Zentrum Südwestfalen, eine Gemeinschaftsinitiative der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Siegen, soll als Projekt im Rahmen der Regionale eingereicht werden. Bei der Zusammenkunft in der Fachhochschule wurden jetzt gemeinsam mit der Wirtschaft Tätigkeitsfelder dieses Zentrums diskutiert. FH-Vizepräsident Prof. Dr. Erwin Schwab stellte die Kon-

zeption der Einrichtung vor. Diese soll als Kompetenzzentrum den Kfz-Zulieferern in Südwestfalen Forschungsund Dienstleistungen zur Verfügung stellen und zukunftsweisende Modul- und Gesamtfahrzeugkonzepte entwickeln. Neben Tätigkeitsfeldern in den Bereichen Leichtbau, Elektromobilität, Hybride Antriebe, Mechatronik, Sensorik, Aktorik und Messtechnik sollen die Firmen auch in Hinblick auf Strategieentwicklung, Innovationsmanagement und Weiterbildung unterstützt werden. Ergänzend wurde von den Unternehmen vorgeschlagen, auch Verchromung, LEDTechnologien und Materialsubstition im Interieurbereich als Tätigkeitsfelder aufzunehmen sowie Beratungsleistungen in Hinblick auf Methodenkompetenz anzubieten. ■

Wirkungsgrade. Dafür bietet gerade der Spritzgießprozess vielfältige Ansatzpunkte. Ausgehend von dem Materialeinsatz, der die Produktionskosten maßgeblich beeinflusst, wird der gesamte Entwicklungsprozess von der Artikelkonstruktion über Methoden und Werkzeuge zur Steigerung der Materialeffizienz bei gleichzeitiger Festigkeitsoptimierung bis hin zu der Werkzeug- und Verfahrenstechnik analysiert. Zudem werden die erarbeiteten Methoden auf bestehende Prozesse und Konstruktionen übertragen. Projektschwerpunkte sind insbesondere die Materialeffizienz, Werkzeugtechnik, Verfahrenstechnik und die Ausschussreduzierung. Das Firmenverbundprojekt richtet sich an Unternehmen der Kunststoffindustrie, die durch Steigerung der Materialeffizienz sowohl bei bestehenden Prozessen als auch bei Neukonstruktionen, die Energie- und Produktionskosten nachhaltig reduzieren wollen. Das neue Projekt „Materialund Kosteneffizienz in der Kunststoffverarbeitung“ beginnt zum Ende des Jahres 2009 und läuft voraussichtlich über eineinhalb Jahre. ■

Verschiebungen im Festnetz-Markt Blick auf die Teilnehmer beim Treffen in der FH Südwestfalen.

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Material- und Kosteneffizienz in der Kunststoffverarbeitung Eine vom Statistischen Bundesamt durchgeführte Studie zeigt, dass Materialkosten in Deutschland mit mehr als 42 Prozent den größten Kostenblock des produzierenden Gewerbes ausmachen. Gleichzeitig belegt die Studie ein Sparpotenzial durch eine Materialeffizienz-

analyse um durchschnittlich 20 Prozent. Das KunststoffInstitut zeigt in dem neuen Verbundprojekt „Materialund Kosteneffizienz in der Kunststoffverarbeitung“ die Material- und damit Sparpotenziale in der Spritzgießfertigung auf und bewertet sie eingehend hinsichtlich ihrer

Rund 33 Stunden telefonierte jeder Deutsche 2008 über das herkömmliche Festnetz. Das ist ein Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber 2007. Die Summe der im klassischen Festnetz angefallenen Gesprächsminuten ist von 168 Milliarden auf rund 164 Milliarden im vergangenen Jahr gesunken. Für dieses Jahr wird ein etwas stärkerer Rückgang um drei bis vier Prozent erwartet. Das gab der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der Bun-

desnetzagentur bekannt. Danach haben die Trends zum Handy und zum Telefonieren auf Basis des Internet-Protokolls seit 2004 zu einer kontinuierlichen Abnahme der klassischen Festnetz-Telefonie geführt. Dank günstiger Flatrates auch für herkömmliche Telefon-Anschlüsse vollzieht sich dieser Trend hierzulande allerdings langsamer als in anderen Ländern. Im Festnetz ist eine stetige Verschiebung zu beobachten: Die Zahl der schmalbandigen Anschlüsse (analog und ISDN) nimmt in Deutschland bereits seit einigen Jahren ab. Lag die Summe dieser Anschlüsse 2002 noch bei fast 40 Millionen, waren es 2008 nur noch 35,4 Millionen. Besonders stark war der Rückgang mit fast 5 Prozent im vergangenen Jahr. Im Gegenzug wächst die Bedeutung von BreitbandAnschlüssen und der Telefonie über das Internet-Protokoll (IP-Telefonie). Im Jahr 2008 telefonierten bereits 3,7 Millionen Haushalte über das Internet-Protokoll. Dazu nutzten 1,5 Millionen die Kabel-TV-Anschlüsse und 2,2 Millionen das so genannte entbündelte DSL. Diese speziellen DSL-Anschlüsse sind vertraglich nicht an einen herkömmlichen Festnetz-Anschluss gebunden. Noch im Vorjahr telefonierten erst 0,8 Millionen Haushalte über das TV-Kabel und 0,7 Millionen Haushalte über einen entbündelten DSL-Anschluss. Zum Jahresende 2008 gab es insgesamt 39,1 Millionen Festnetz-Telefonanschlüsse in Deutschland. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse war mit über 107 Millionen mehr als doppelt so hoch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes telefonierten Anfang 2008 gut 9 Prozent aller deutschen Haushalte ausschließlich per Handy. ■

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Sonnenschein-Gewinnerin Christiane Jager auf dem Dach des Schwelmer Kreishauses zusammen mit Landrat und AVU-Aufsichtsratvorsitzendem Dr. Arnim Brux sowie Dr. Claus Bongers, Technischer Vorstand der AVU. Das Geld liegt auf dem Dach. Zumindest auf dem Dach des Schwelmer Kreishauses in Form der ersten Bürgersolaranlage im EnnepeRuhr-Kreis. Mit einem Darlehen konnten sich AVU-Kunden an der Photovoltaikanlage beteiligen. Mit dem Kauf eines so genannten „Sonnenscheins“ gab es also nicht nur die Gewissheit, die Umwelt zu schonen. Jeder sonnige Tag bringt auch Gewinn. Die Anleger profitieren von einer Verzinsung ihres Darlehens, mindestens 4,25 Prozent pro Jahr. Und wenn die Sonne scheint, können es ab 2010 bis zu 4,75 Prozent werden. Mit minimal 500 und maximal 5000 Euro konnten sich die Bürger aus dem Kreis an der neuen, 150qm großen Anlage beteiligen. Am Ende wurden 52 Sonnenscheine vergeben, ein weiterer wurde bei der offiziellen Einweihung in Schwelm verschenkt. Christiane Jager aus Gevelsberg hatte den Sonnenschein bei einem Gewinnspiel der AVU gewonnen. Damit ist die Anlage, die knapp 100 000 Euro gekostet hat, vollfinanziert. Dr. Claus Bongers, Technischer Vorstand der AVU,

dankte den Bürgern für das Engagement für „ihre“ Solaranlage. Und er kündigte an, dass noch in diesem Sommer mit der Ausgabe der „Sonnenscheine“ für die zweite Bürgersolaranlage im ENKreis begonnen werde. Bongers betonte zudem, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien um AVU-Strommix mit 19 Prozent um vier Prozentpunkte besser als im Bundesdurchschnitt sei. Es sei ein ehrgeiziges Ziel, die Vorgaben der Bundesregierung für die Erneuerbaren Energien umzusetzen und bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 30 Prozent in der Stromerzeugung zu erreichen. „Wir haben in diesem Bereich schon einiges realisiert: Zehn Windräder, vier Wasserkraftwerke, fünf Bio- oder Deponiegas-Anlagen erzeugen im AVU-Netzgebiet Strom“, sagte Landrat und AVU-Aufsichtsratvorsitzender Dr. Arnim Brux. Um auch künftig große Solaranlagen errichten zu können, ist die AVU weiterhin auf der Suche nach großen Dächern. „Hier sind auch die Unternehmer angesprochen“, so Brux. ■

Fachhochschule Südwestfalen bietet Studiengang Medizintechnik Zum kommenden Wintersemester bietet der Hagener Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Südwestfalen einen neuen BachelorStudiengang Medizintechnik an. Als zukunftsorientierte und interdisziplinäre Hochtechnologie liefert die Medizintechnik wichtige Beiträge zur besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Im Mittelpunkt des neuen Studiengangs stehen medizintechnische Geräte und Verfahren zur klinischen Diagnostik und Therapie: Angefangen vom Herzschrittma-

cher über bildgebende Verfahren bis hin zu Mikrosensoren im Körper des Patienten. Es werden dabei Grundlagen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, diagnostische und therapeutische Fragestellungen aus der Medizin, aber auch Fragen ethischer Verantwortung an der Schnittstelle zwischen Technik und Medizin behandelt. Die Bewerbung für den Studiengang Medizintechnik ist online möglich unter www3.fh-swf.de/studieninteressierte/mt.htm. Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Dieter Karweina, Telefon (02331) 9330-800 oder -820. ■

Wirtschaftsgespräch beim Balve Optimum

Das Thema „Mit Werten führen“ lockte 75 Teilnehmer in den Saal des Schlosses Wocklum, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Am Rande des Reitturniers „Balve Optimum international“ diskutierte Prof. Dr. Jörg Ottersbach von Osborne Clark mit Politikberaterin Prof. Dr. Gertrud Höhler, Unternehmer Dr. Sigurd Pütter, Prof. Dr. Peter Schallenberg von der theologischen Fakultät Paderborn sowie RWE-Vorstand Wilfried Eickenberg über ethische Grundsätze, unternehmeri-

schen Mut und verantwortliches Handeln vor allem in Krisenzeiten. Zu Beginn unterzeichneten Präsident Dr. Dietrich Walther von der privaten Fachhochschule BiTS in Iserlohn und Hausherr Dieter Graf von Landsberg-Velen einen Kooperationsvertrag. Gerade durch den neuen Studienschwerpunkt Equine Management sei dadurch die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Turnier-Organisation und Hochschule noch gestärkt worden. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

AVU beschert sonnige Aussichten

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Mit der „Gevelsberger Kids Card 2009“ in die Sommerferien

Krise nagt am Zahlungsverhalten privater und gewerblicher Kunden

In den Sommerferien müssen viele Kinder zu Hause bleiben. Um ihnen eine Vielfalt an Freizeitaktivitäten zu einem erschwinglichen Preis bieten zu können, gibt es die Gevelsberger Kids Card. Mit ihr haben Kinder aus Gevelsberg und dem Umkreis jeweils ein Mal freien Eintritt bzw. eine kostenfreie Aktion bei allen teilnehmenden Partnern, wie zum Beispiel dem „Erlebnispark“, dem „Schwimm in“, der „Kunstfabrik“, und dem „FilmrissKino“. Insgesamt acht Einrichtungen sind dabei. Die Kids Card „Card 4 friends“ für diesen Sommer kostet 19 Euro für zwei Kinder. Im „Schwimm in“ zum Beispiel, wo die Tageskarte für ein Kind eigentlich 6,50 Euro kostet, kann man mit der Kids Card ein Mal fröhlich den ganzen Tag plantschen. Und der Karteninhaber kann sogar noch ein Geschwisterkind oder einen Freund mitnehmen. Das heißt, dass sich bei der Nutzung zu zweit der Kauf der Karte bereits mit einem „Schwimm In”- und einem Kinobesuch gelohnt hätte. Folgende Angebote sind in der „Kids Card 2009” enthalten: „Schwimm in” (Tageskarte), Erlebnispark (Tageskarte), Sportalm (Inlineskaten), Sportinsel („Austoben”), Kunstfabrik (Mal- und Zei-

Der schärfste Konjunktureinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik zeigt erste Auswirkungen auf das Zahlungsverhalten. Rechnungen werden schleppender bezahlt, Leistungserbringer bleiben häufiger als in der Vergangenheit auf offenen Forderungen sitzen. Dabei haben Wirtschafts- und Finanzkrise das Zahlungsverhalten der privaten und gewerblichen Auftraggeber deutlich stärker beeinträchtigt als das der öffentlichen Hand. Ein dramatischer Einbruch der Zahlungsmoral blieb bislang aber aus. Der Creditreform ZaC-Index, der das Zahlungsverhalten in Deutschland anhand regelmäßiger Unternehmensbefragungen und dem Zahlungserfahrungspool von Creditreform in einem Indikator zusammenfasst, sinkt gegenüber dem Vorjahr um drei Zähler und notiert bei 63,3 von 100 möglichen Punkten. Die von Creditreform befragten Unternehmen beurteilen das Zahlungsverhalten ihrer Kunden merklich schlechter als im Vorjahr. 38,7 Prozent der mittelständischen Unternehmen bewerten die Zahlungsweise ihrer Auftraggeber mit den Noten sehr gut oder gut (Vorjahr: 45,9 Prozent). Allerdings waren nur 6,4 Prozent mit der Kundenzahlungsmoral überhaupt nicht zufrieden. Per Saldo ergibt sich daraus ein Wert von +32,2 Punkten nach +40,6 im Vorjahr. Trotz verschlechterter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hält sich die Mehrzahl der Auftraggeber an die angegebenen Zahlungsfristen. Zuletzt gaben 72,4 Prozent der befragten Unternehmen an, dass Rechnungen zumeist innerhalb von 30 Tagen beglichen werden. Im Vorjahr

chen-Schnupperkurs), Kampfkunstschule („Kids-WingTsun”: Selbstverteidigungskurs mit Begleitung durch die Polizei), Sterngolfanlage (eine Spielrunde) und „filmriss”Kino (spezielles Kinderprogramm). Der soziale Gedanke steht hier absolut im Vordergrund.“ AVU, Stadtsparkasse und Stadtjugendring unterstützen das Projekt, damit es weiter als Angebot für Kinder bestehen kann. Nicht nur Annette Figge-Kinner, Badmanagerin des „Schwimm in“ wünscht sich für die nächsten Sommerferien viele interessierte Kinder, die das spannende Angebot im „kleinen“ Gevelsberg ausprobieren wollen. Die Karte gibt es bei den beteiligten Unternehmen (Sterngolf ab Saisonbeginn) und an der Bürgerinfo im Rathaus. Die „Kids Card”-Organisatoren würden sich über weitere Unternehmen und Einrichtungen aus Gevelsberg freuen, die sich an dem Angebot beteiligen. Kontakt: Annette Figge-Kinner („Schwimm in”), Telefon (02332) 66380. ■

behaupteten das aber noch 78,1 Prozent. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Privatkunden und der öffentlichen Hand. Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Unternehmen, die von pünktlichen Zahlungseingängen ihrer privaten und gewerblichen Auftraggeber berichten, von 78,2 auf 70,9 Prozent zurückgegangen. Für öffentliche Auftraggeber gilt wie im Vorjahr eine Quote von gut zwei Drittel (67,5 Prozent). ■

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Südwestfälische Wirtschaft in Ihrem Betrieb umlaufen!

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MOSAIK

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein abstrakter Begriff, grüne Ökonomie wird schnell nur als Umweltthema angesehen. Trotzdem wird viel darüber diskutiert und geschrieben. Bekannt ist, dass es um langfristiges Denken und Handeln geht. Über die unternehmerische Strategie zur Umsetzung, die Einflussbereiche, den Weg sowie inhaltliche Ziele gibt es aber wesentlich weniger Kenntnisse. Gerade für Unternehmen stellen sich daher viele Fragen: Was verbirgt sich hinter nachhaltigem Wirtschaften? Wie können Unternehmen in technisch rasanten Zeiten auch unter Kostenaspekten nachhaltig und mit Weitblick handeln? Wie viel Ökologie verträgt profitable Ökonomie in der Zukunft? Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg müssen kein Widerspruch sein. Ökonomisch wirtschaftende Unternehmen müssen sich durch dauernde Erneuerung an veränderte Bedingungen anpassen. Die Herausforderungen der nächsten Jahre liegen darin, zukunftsfähige betriebs-

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und volkswirtschaftliche Strukturen aufzubauen und abzusichern. Sie müssen Investitionen lohnend machen und Gestaltungskraft besitzen. Geschwindigkeit und Dimension der derzeitigen Krise(n) wirken bedrückend. Aber für diejenigen, die aus dem Umbruch lernen können und bereit für Veränderungen sind, eröffnen sich enorme Wirtschaftschancen. Unternehmen, die mit Sorgfalt den Nutzen ökologischer Modernisierung prüfen und strukturiert investieren, werden zu denjenigen gehören, die dauerhaftes Wachstum verzeichnen. Grüne Ökonomie ist nicht nur ein Trend, sondern eine Zukunftschance. Dies zeigt die technische Entwicklung der regenerativen Energien. Aus ihrer täglichen Praxis mit unterschiedlichsten Erfahrungen werden die Referentinnen Sabine Hein, Geschäftsführerin, A.F.C. Agentur für creative Communication GmbH, Hagen, Annette Kaltenbach, Geschäftsführerin, Emil Kaltenbach GmbH & Co., Ennepetal, Dr. Hildegard Krutz, Geschäftsführerin, IBWL, Iserlohn, Vera Reuter, Marketingleiterin, Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, und Gabriele TraudeStopka, Vorstandsmitglied, Arbeitsdirektorin Douglas Holding AG, Hagen, ihre eigenen Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung zusammen mit den Teilnehmern der Veranstaltungsreihe „Der Manager/-innen-Talk“ am 1. September 2009, 17 Uhr in der SIHK zu Hagen, diskutieren. Anke Fabian, Media Beraterin aus Düsseldorf, initiiert, realisiert und moderiert mit dieser Reihe einen Beitrag zum Thema „Führungsfrauen in Deutschland“. ■

SIHK Business Club bei den Stadtwerken Iserlohn

Dr. Klaus Weimer referierte über die Auswirkungen der Krise. „Wege aus der Krise“ zeigten die Referenten den mehr als 50 Vertretern aus Unternehmen der SIHK im Rahmen des SIHK-Business Clubs auf. Gastgeber Dr. Weimar machte deutlich, wie sich die aktuelle Wirtschaftskrise auch auf die Stadtwerke Iserlohn auswirkt. Die besonderen Angebote der Bürgschaftsbank NRW stellte Direktor Manfred Thivessen vor. Bei Fördersummen von bis zu 1,5 Mio. Euro werden vor allem Finanzierungen von Betriebsmitteln, Bankbürgschaften für Anzahlungen, Vertragserfüllungen und Gewährleistungen, Betriebserweiterungen/-verlagerungen, Rationalisierungsund Modernisierungsmaßnahmen oder Investitionen in Maschinen, Gebäude und Warenlager gefördert. Auch die NRW Bank in Düsseldorf hat mit neuen Instrumenten auf die Finanzkrise reagiert. „Aus den vorhandenen zahlreichen Programmen muss die richtige auf die spezifische Unternehmenssituation angepasste Förderung ausgewählt werden“, so Direktor Felix Tenkmann. Zinsoptimierung, Sicherheitenund Eigenkapitalstärkung sind die wichtigsten Ansatzpunkte. Die Zahlung von Kurzar-

beitergeld hilft, die Personalkosten zu senken und die Mitarbeiter gleichzeitig weiter zu qualifizieren. Jennifer Kompas, Firmenberaterin der Agentur für Arbeit in Iserlohn, erläuterte die Voraussetzungen, um Kurzarbeit anmelden zu können, die Bezugsdauer und den Umfang der Zahlungen. Die von ihr genannten Zahlen belegten den schnellen und umfangreichen Anstieg der Kurzarbeitsplätze im Kammerbezirk. Eine Insolvenz ist eine Herausforderung in der Krise, bietet aber auch Möglichkeiten zur Sanierung. „Liquidität steht im Vordergrund aller Maßnahmen in einer Insolvenz“, so Dr. Wischermann, Rechtsanwalt und Insolvenzberater. Controlling ist unverzichtbar, um zeitnah Risiken zu erkennen, die Sanierungsfähigkeit darzustellen und die Vor- und Nachteile einer außergerichtlichen Sanierung gegenüber einer gerichtlichen abzuwägen. Die Krise ist mit einem bisher nicht gekannten Einbruch bei Auftragseingängen, Umsätzen und Ergebnissen verbunden, darüber waren sich Teilnehmer und Referenten einig. Daher müssen alle Angebote genutzt werden, um Unternehmen zu sichern. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

„Grüne Ökonomie – Wirtschaftsbremse oder Zukunftsmotor?“

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Landesgartenschau 2010 wird zum „Mega-Event“ in Hemer

an denen das Leben pulsiert. Das tägliche Veranstaltungsprogramm bietet Freude und Faszination für Erwachsene und Kinder. Eine große OpenAir-Bühne steht für Konzerte zur Verfügung und keinen geringeren als Eric Clapton wünscht sich Hermann Satt-

ler auf die Bühne. So schlecht scheinen die Aussichten gar nicht zu stehen, hat der international bekannte Musiker doch drei Jahre in Hemer gelebt, als sein Vater als kanadischer Soldat dort stationiert war. ■

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Berufsausbildung in Teilzeit

„Zauber der Verwandlung“ lautet das Motto der Landesgartenschau 2010, die im nächsten Frühjahr in Hemer ihre Pforten öffnet. Auf einer Fläche von rund 300.000 Quadratmetern und einem Budget von über 40 Millionen Euro entsteht für die Besucher aus nah und fern derzeit ein Park für Körper, Geist und Sinne. Hermann Sattler, Eventmanager der Landesgartenschau GmbH, gab vor rund 100 Gästen beim Business Breakfast in den Räumen des Autohauses Gebrüder Nolte, dem ersten Sponsor der Landesgartenschau, einen Einblick in die Gestaltung dieser Großveranstaltung vom 17. April bis 24. Oktober im nächsten Jahr. Die Entdeckungstour findet zwischen Kulturquartier, Stadtterrassen und Felsenpark statt. Auf dem Gelände des zweitältesten Bundeswehrstandorts Deutschlands, der vor drei Jahren geschlossenen Blücher-Kaserne, wird der „Geist“ sein Zuhause finden, so Hermann Sattler. Wissen und Kommunikation heißen die Bereiche, die hier zu kulturellen Veranstaltungen, Festen und Begegnung einladen. Im angrenzenden Felsenmeer, dem ältesten Erzabbaugebiet nördlich des Mains wird es „amorph, mystisch und sinnlich“ zugehen. Hier wird Bewegung stattfinden, Sinne und Seele sollen ange-

sprochen werden. Eine Himmelsleiter, eine 2.000 Quadratmeter große europaweit einmalige Skateanlage, sowie ein „Paradies und das“, ein Ort der Kirchen, laden zu Besinnlichem, aber auch zu Bewegung und Aktivität ein. Vor allem kommen natürlich die Gartenliebhaber auf ihre Kosten: Sie erfreuen sich an Blumen- und Pflanzenpracht vor historischer Architektur oder finden sich auf den Obstwiesen wieder, wo alte Sorten regionaltypischer Äpfel, Birnen und Pflaumen die Bodenständigkeit der Region widerspiegeln. Auf den Stadtterrassen werden die Themengärten angesiedelt und allein 1.000 Rosen sollen die Besucher mit ihrem Anblick betören. Licht- und Klanginstallationen unterstreichen die Felsformationen des Naturraumes im Park der Sinne. Exotisches Flair verspricht der Afrika-Garten mit trendsetzenden Pflanzen, einem Beduinen-Zeltlager und Äthiopischem Kaffeegenuss. Hier wird man auch per „Public Viewing“ die FußballWeltmeisterschaft in Südafrika verfolgen können. Mit 15 afrikanischen Ländern hat Hermann Sattler bereits Kontakt aufgenommen. Er ist sich sicher: „Afrika kommt!“ Es lohne sich, den Blick auf diesen Kontinent zu richten. Oasen der Ruhe werden sich abwechseln mit Stätten,

Berufstätigkeit in Teilzeit ist sowohl in den Unternehmen als auch in den Köpfen der Menschen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Dass unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Berufsausbildung mit reduzierter wöchentlicher Ausbildungszeit (Teilzeitberufsausbildung) möglich ist, weiß jedoch bisher kaum jemand. „Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes im Jahre 2005 hat der Gesetzgeber für junge Eltern und für pflegende Angehörige die Möglichkeit geschaffen, unter bestimmten Voraussetzungen die wöchentliche Ausbildungszeit auf 30 Stunden zu verkürzen“, betont Peter Frese, Fachbereichsleiter Ausbildung bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen. Die SIHK beteiligt sich daher maßgeblich am „Bündnis für Teilzeitausbildung Ennepe-Ruhr“, einer Initiative, der sich die Kreishandwerkerschaft, die Agentur für Arbeit,

die JobagenturEN, der Ennepe-Ruhr-Kreis, die Stadt Gevelsberg, die VHS EnnepeRuhr-Süd, die AWO EN u. a. bereits angeschlossen haben. Unter dem Motto „Teilzeitausbildung – eine zusätzliche Chance“ bot das Bündnis Interessierten am 12. Mai 2009 die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Rund 70 Gäste waren der Einladung in das Sparkassen-Ennepe-Finanz-Center in Gevelsberg gefolgt. Im Anschluss an zwei Fachvorträge von Beatrix Hahner (IHK Lübeck) und Anne Müller (IN VIA Paderborn) standen die Bündnispartner zu allen Fragen rund um das Thema „Teilzeitausbildung“ Rede und Antwort. „Die große Beteiligung an der Veranstaltung zeigt, dass zwar einerseits noch viel Informationsbedarf besteht“, so Frese, „anderseits diese Form der Berufsausbildung aber auch als zusätzliche Chance sowohl für junge Eltern als auch für Unternehmen in der Region erkannt wurde. ■

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In diesem Jahr steigt die Deutsche Rentenversicherung Bund in die Prävention ein. Mit drei Regionalträgern hat sie das Projekt „Betsi“ entwickelt. Der Name steht für das Ziel: die Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern. „Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit erfordert auch von der Rentenversicherung neue Strategien, die Erwerbsfähigkeit zu sichern“, begründet der Reha-Träger sein Engagement. „Versicherte können schon vor dem Eintritt eines konkreten Rehabilitationsbedarfs Leistungen erhalten“, verdeutlichte Professor Marthin Karoff kürzlich die erweiterten Möglichkeiten auf dem 18. Reha-Wissenschaftlichen Kolloquium in Münster. Gedacht sei an „Personen, bei denen spezielle soziale, berufliche oder familiäre Belastungen vorliegen und die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt eine medizinische Rehabilitation benötigen würden“, sagte der Ärztliche Direktor der Projektklinik Königsfeld in Ennepetal weiter. Mit ganzheitlichen Trainings- und Schulungskonzepten soll berufsbegleitend auf Lebensstiländerung, Aktivitätsförderung, besseren

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Umgang mit körperlicher und psychischer Anspannung, Problembewältigung im Arbeitsalltag und Schmerzprophylaxe hingewirkt werden. Beantragen können Beschäftigte die Leistungen derzeit im Umfeld von sechs Reha-Kliniken. Betriebsärzte sind dabei die Schnittstelle: Sie sollen in Frage kommende Mitarbeiter ansprechen und deren Antrag mit einem ärztlichen Befundbericht unterstützen. Die Indikationen reichen von Funktionsstörungen der Wirbelsäule über das metabolische Syndrom bis zu psychischen Problemen. Die Therapie- und Fahrtkosten trägt die Rentenversicherung. Wie die „Betsi“Präventionsmaßnahmen wirken, inwieweit sie von Unternehmen und Versicherten angenommen werden und sich organisatorisch umsetzen lassen, wird während der Projektlaufzeit bis 30. September 2011 auch wissenschaftlich evaluiert. Aus dem SIHK-Bezirk beteiligt sich die Klinik Königsfeld in Ennepetal, Telefon (02333) 9888-101, E-Mail [email protected], an dem Projekt. ■

Gezielt werben in Computerspielen Das Angebot und die Nutzung von Online-Games sind in den vergangenen Jahren auch der Werbewirtschaft nicht verborgen geblieben. Große Portale locken mehrere Hunderttausend aktive Spieler vor den Bildschirm, und so steht auch das eGame Advertising auf der Schwelle, als fester Bestandteil des Marketing-Mixes in Unternehmen etabliert zu werden. Grund genug für den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) unter www.bvdw.org das The-

ma zu beleuchten. In der jetzt veröffentlichten kostenlosen Publikation werden nach Angaben des BVDW erstmals alle Werbemöglichkeiten in digitalen Spielen und im Umfeld von digitalen Spielen (In-Game und Around-Game Advertising) aufgezeigt und so den Werbetreibenden und Vermarktern eine Orientierung gegeben. Die Broschüre beschäftigt sich zudem mit speziell auf eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zugeschnittenen Spielen (AdGames). Neben Begriffsdefinitionen und Werbeformen geht die rund 40-seitige Publikation auf Preismodelle und Arten der Kontaktmessung ein und bietet zusätzlich kostbare Erfahrungswerte samt Empfehlungen. ■

Kontinuität beim AGV Chemie Der Westfälische Arbeitgeberverband (AGV) für die chemische Industrie hält in wirtschaftlich schweren Zeiten an der bewährten Führungsmannschaft fest: Auf der Jahresmitgliederversammlung am 29. April wählten die Mitglieder den Vorstand mit Hans J. Hesse aus Hamm an der Spitze einstimmig wieder. Aus dem SIHK-Bezirk gehört Ute Herminghaus-Böcking (Ewald Dörken AG, Herdecke) als zweite stellvertretende Vorsitzende dem Vorstand an. Neu in den Beirat gewählt wurde Johannes Bornmüller (Hexion Speciality Chemicals GmbH, Iserlohn). ■

Quoten: Gäste werden mitgezählt Ab Juli werden die Fernseh-Einschaltquoten in den 5.640 Testhaushalten genauer gemessen. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) trägt damit der technischen

Entwicklung und veränderten Sehgewohnheiten Rechnung. Demnächst wird in die Quote auch die zeitversetzte Nutzung von Fernsehinhalten mittels Festplattenrekorder eingerechnet. Das gerade bei Jugendlichen beliebte gemeinschaftliche Sehen wird künftig ebenfalls erfasst. Experten schätzen, dass das neue Verfahren bei spektakulären Shows oder Ereignissen die Quoten um bis zu zehn Prozent verändert kann. ■

Genossenschaften steigern Umsatz Die 192 landwirtschaftlichen Genossenschaften in Rheinland und Westfalen konnten ihre Umsatzerlöse im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro steigern. „Diese Zuwachsrate beweist, dass unsere Mitgliedsgenossenschaften und ihre Zentralen bestens am Markt positioniert sind“, erklärte Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV), anlässlich des Jahrespressegesprächs des Verbandes in Münster. „Sie spiegelt aber auch die Hausse des ersten Halbjahres 2008 an den weltweiten Rohstoffmärkten wider“, so der RWGV-Vorstand. „Nicht weniger extrem und ungewöhnlich wie der Anstieg der Erzeugerpreise war ihr Verfall in der zweiten Jahreshälfte“, sagte Pfeifer. Diese Volatiliät der Märkte berge enorme Risiken für die Landwirte und ihre Genossenschaften. „Nur durch ein abgestimmtes Risikomanagement zwischen Landwirt und Genossenschaft lassen sich hier gefährliche Vabanquespiele vermeiden“, so Pfeifer. Verlustgeschäfte ließen sich bei so einer Preisentwicklung für die Handelsstufe nicht ganz ausschließen. ■

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Deutsche Rentenversicherung bietet Gesundheitstraining in der Reha-Klinik

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Aus Berlin und Brüssel Erbschaftsteuerreform verschärft die Krise Die Schwächen der Erbschaftsteuerreform werden jetzt so richtig sichtbar. In der Krise zeigt sich, dass kein Unternehmen die Lohnsumme einen langen Zeitraum garantieren kann. Viele Unternehmen werden Stellenabbau in den kommenden Monaten nicht vermeiden können. Aber auch mit der Kurzarbeit sinkt die Lohnsumme und eine Freistellung von der Erbschaftsteuer wird deutlich erschwert. Die komplizierte Neuregelung der Erbschaftsteuer schafft vor allem eins:

neue Bürokratie und zusätzliche Kosten. Von jetzt an müssen jährlich schätzungsweise 10.000 neue Unternehmen von den Finanzämtern kontrolliert werden, ob sie über zehn Jahre hinweg auch alle Auflagen erfüllen, um von der Steuer freigestellt werden zu können. Bundesweit dürften durch den erhöhten Aufwand nach DIHK-Schätzungen rund 400 Finanzbeamte zusätzlich benötigt werden. Mehrkosten: Rund 40 Mio. Euro, durch eine Steuer, die am Ende niemandem hilft. ■

Aktionsplan zur Verbesserung der Ausbildungssituation In der Wirtschaftskrise unterstützen IHK-Organisation und Handwerkskammern die Betriebe und Jugendlichen noch gezielter bei der Vermittlung von Lehrstellen bzw. geeigneten Bewerbern. Fünf Punkte umfasst der gemeinsame Aktionsplan zur Verbesserung der Ausbildungssituation: Kammern

veranstalten einen „Tag der Ausbildungschance“, sie stärken die Verbundausbildung bei Kurzarbeit, vermitteln Insolvenzlehrlinge an andere Ausbildungsbetriebe, helfen bei der Nachbesetzung nicht angetretener Ausbildungsplätze und werben für eine stärkere Nutzung ausbildungsbegleitender Hilfen. ■

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Unternehmensteuerreform wird nachjustiert Nach heftigen Protesten nicht zuletzt des DIHK hat die Bundesregierung einige Entschärfungen bei der Unternehmensteuerreform beschlossen. Durch die Anhebung der Grenze bei der IstVersteuerung auf 500.000 Euro wird die Mehrwertsteuer in Zukunft häufiger erst bei Rechnungszahlung fällig. Das schont Liquidität und hilft so gerade kleineren und mittleren Unternehmen in der Krise. Wichtig sind auch die Erleichterungen beim Verlustvortrag im Rahmen der Man-

telkaufregelung. Und: Die Anhebung der Freigrenze bei der sog. Zinsschranke von 1 Mio. auf 3 Mio. Euro entlässt viele Unternehmen aus dieser Substanzbesteuerung - größere Unternehmen bleiben aber weiter gefangen. Auch

sonst bleiben zentrale Elemente der Substanzbesteuerung bestehen. So fehlt die dringend notwendige Nachjustierung der gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen, der Besteuerung von Kosten im Paket der Bundesregierung, unverantwortlicherweise völlig. Hier fordert der DIHK zumindest eine Senkung des Hinzurechnungsfaktors bei Immobilienmieten auf ein realistisches Maß von 25 Prozent. ■

Bessere Unternehmensfinanzierung Die Auftragseinbrüche der vergangenen Monate bringen viele Unternehmen zunehmend in Liquiditätsprobleme. Zudem gestaltet sich häufig die Kreditfinanzierung schwierig. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben deshalb unter Federführung des DIHK einen Maßnahmenkatalog für die Bundeskanzlerin erarbeitet. Darin schlagen sie u.a. Nachbesserungen an der Unternehmensbesteuerung zur Stärkung der Eigenfinanzierungskraft vor. Es gilt auch das Bürgschaftsprogramm der Kreditversicherer schnell umzusetzen, den Zugang zur Exportkreditfinanzierung zu ermöglichen, das Leasing zu sichern und schnellere Genehmigungen von Beihilfen durch die EU einzufordern. Außerdem sollen Anträge bei KfW-Programmen schneller durchgeleitet und die Risikotoleranz erhöht werden. Gefragt ist auch eine bessere Verzahnung der Kredit- und Bürgschaftsprogramme. ■

Verschärfung bei Telefonwerbung Bei den neuen Regelungen zur Telefonwerbung wurde nicht zuletzt durch Intervention des DIHK verhindert, dass

jeder am Telefon geschlossene Vertrag zusätzlich noch schriftlich bestätigt werden muss. Allerdings hat die Politik das bisher schon im Fernabsatz geltende Widerrufsrecht nun auch auf Verträge über Zeitungen/Zeitschriften und Lotterien ausgeweitet. Neu ist außerdem, dass der Angerufene vorher ausdrücklich in das Gespräch eingewilligt haben muss. Anders bei Unternehmen: Hier reicht eine mutmaßliche Einwilligung. Zudem dürfen künftig Telefonwerbende ihre Rufnummer nicht mehr unterdrücken. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder. ■

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Erfahrungsaustausch Frühzeitiges Kostenmanagement als Controllingaufgabe

ments exzellent zu beherrschen, wird das Controlling seiner Rolle als Wertegenerator vollends gerecht. Nur wer es versteht, Methoden- mit Technologiekompetenz zu kombinieren, wird langfristig im Markt überleben. ■

Qualitäter beeindruckt von Schraubenfedernfertigung

weise das Konzept des Quality Function Deployment / House of Quality nicht prozessunterstützend eingesetzt. So unterstützt das QFD-Konzept die konsequente Umsetzung der „Stimme des Kunden“ in die „Sprache der Technik“. Marktrelevante Produktschwächen und Technologieengpässe werden mit dem House of Quality ebenso frühzeitig transparent gemacht, wie Konflikte zwischen Kundenwunsch und Technologiekonzept. Oftmals werden auch die Möglichkeiten der frühzeitigen Lieferanteneinbindung (Simultaneous Engineering) und darauf aufbauend des Konzeptwettbewerbs deutlich unterschätzt oder bleiben gänzlich ungenutzt. Prof. Hug wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass durch frühzeitige Lieferanteneinbindung bis zu 50 Prozent der Herstellkosten eingespart werden können. Prof. Hug machte in seinem Vortrag sehr deutlich, dass frühzeitiges Kostenmanage-

Die Schraubenfederproduktion im Werk Hohenlimburg der ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH war Ziel der SIHK-Erfahrungsaustauschgruppe Qualitätsmanagement DGQ Regionalkreis Märkische Region. Werksleiter Heinz-Georg Gabor begrüßte die Gruppe unter Leitung von Karin Schulze im Technologiezentrum des Werkes. Am Standort Hohenlimburg des weltweit agierenden Unternehmens arbeiten zurzeit 410 Mitarbeiter, davon 240 in der Fertigung und 170 in Zentralbereichen. Im Jahr 2008 wurden 8,2 Millionen Federn für Pkw und kleine Nutzfahrzeuge sowie 800.000 Federn für Bremsspeicher für die Nutzfahrzeugindustrie hergestellt. Damit wurde ein Umsatz von 66 Millionen Euro erzielt. Vor dem eigentlichen Betriebsrundgang stellte Ulrich Butschalowski aus dem Hause ThyssenKrupp

den Teilnehmern das so genannte Bilstein Produktionssystems (BiPS) vor. Hierbei handelt es sich um ein im Oktober 2008 gestartetes innerbetriebliches Projekt mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung und Optimierung aller Prozesse. Werksleiter Gabor, Qualitätsmanager Brier und Betriebsingenieur Roland führten durch die Produktionshallen und standen für Fragen und Erklärungen rund um alle Aspekte der hochautomatisierten Produktion von Schraubenfedern zur Verfügung. Die Teilnehmer konnten dabei den kompletten Herstellungsprozess, angefangen vom ersten Behandlungsschritt am Ausgangsmaterial Draht über verschiedene Wärmebehandlungen und die eigentliche Verformung bis hin zur abschließenden Oberflächenbehandlung, verfolgen. ■

Werksleiter Heinz-Georg Gabor (6. v. r.) begrüßte die Qualitätsmanager und führte selbst durch die Federnproduktion im Hohenlimburger ThyssenKrupp Bilstein Werk. Hier befindet sich ein Teil der Gruppe im Produktpräsentationsraum.

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Am 5. Mai hielt Prof. Dr. Werner Hug (Foto), Fachbereich Technische Betriebswirtschaft an der FH Südwestfalen, vor den Mitgliedern der Erfahrungsaustauschgruppe Rechnungswesen und Controlling einen Vortrag zum Thema „Frühzeitiges Kostenmanagement als Controllingaufgabe“. 70 bis zu 80 Prozent der Herstellkosten eines Produktes werden in der Frühphase der Produktentwicklung endgültig festgelegt. Die in dieser Phase festgelegten Produkteigenschaften bestimmen, gemeinsam mit dem unter Wettbewerbsbedingungen zu realisierenden Preis, den Markterfolg des Produktes. Über ein projektbegleitendes Kostenmanagement ist sicherzustellen, dass die ins Auge gefasste Zielmarge präzise angesteuert wird. Ohne frühzeitiges Kostenmanagement gelingt es in der Regel nicht, langfristig am Markt zu bestehen. Daher gehört das frühzeitige Kostenmanagement heutzutage zu den Standardaufgaben eines jeden Controllers. Neuprodukte ohne fundiertes Zielkostenmanagement (Target Costing) auf den Markt zu bringen, gehört zu den unverzeihlichen Controllersünden. Doch nur selten läuft das strategische Kostenmanagement methodisch konzeptionell und konsequent durchdacht ab. Insbesondere bei der Festlegung der Marktanteilsziele (präzise geplante Absatzmengen) und der zu erzielenden Zielmarge (Target Profit) werden noch häufig strategisch Fehler gemacht. Zudem wird eine Reihe von nützlichen Werkzeugen, wie beispiels-

ment heute ein unternehmensübergreifendes, crossfunktional ausgerichtetes Geschäftsprozess-Controlling erfordert. Nur wenn es dem Controlling gelingt, diesen Prozess des so verstandenen frühzeitigen Kostenmanage-

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Arbeitsschutz in der Krise – Krise des Arbeitsschutzes? Ausgehend vom Wutausbruch des früheren Fußballbundestrainers Rudi Völler, dass es nicht noch tiefer gehen könne (mit der Nationalmannschaft 2003), ging Prof. Dr. Ralf Pieper von der Bergischen Universität Wuppertal zunächst auf die strukturellen Ursachen der aktuellen wirtschaftlichen Krise ein. Dabei wurde hervorgehoben, dass der Krise strukturelle Ursachen zu Grunde liegen und die Finanzkrise nur die Spitze des Eisberges darstelle. Dementsprechend müsse auch mit nachhaltigen Maßnahmen der Krise begegnet werden; aber auch dann sei der Verlauf der weiteren Entwicklung höchst ungewiss. Sein Vortrag stand unter dem Titel „Arbeitsschutz in der Krise – Krise des Arbeitsschutzes?“. Die Arbeitssicherheit und ihre rechtliche Verankerung, so Ralf Pieper weiter, seien Bestandteil der historischen Erfahrung im Umgang mit gesellschaftlichen Krisen. Die Geburtsstunde für mehr Sicherheit und Gesundheit bei

Klaus Frauendorf (ganz rechts) und Dirk Alte (3. von rechts) erläutern den Exkursionsteilnehmern Besonderheiten bei der Wärmebehandlung von Massenteilen.

der Arbeit sei eng mit entsprechenden sozialen Auseinandersetzungen verbunden gewesen. Dies zeige sich auch heute und insbesondere darin, dass eine Vielzahl von rechtlichen Vorgaben nicht zwingend ein bestimmtes Niveau des Arbeitsschutzes im Betrieb automatisch herbeiführe. Es komme vielmehr entscheidend auf das Engagement der Akteure und Verantwortlichen an und damit auf deren Motive und Anreize. ■

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Erfahrungsaustausch bei der Härterei Alte Im Mittelpunkt des Treffens der SIHK-Erfahrungsaustauschgruppe Press-, Zieh- und Stanztechnik stand die Kommunikationsschnittstelle zwischen dem Werkzeugbau- bzw. Produktionsbetrieb auf der einen Seite und dem Wärmebehandler auf der anderen Seite. Zu diesem Thema hatte Dirk Alte, geschäftsführender Gesellschafter der Wilhelm Alte GmbH, zum Unternehmensstandort nach Plettenberg eingeladen. Unter anderem informierte Klaus Frauendorf vom Unternehmen Alte die Anwesenden über notwendige und zweckmäßige Angaben auf einem

Auftragsformular für den Wärmebehandler. Die Erfahrungen zeigten, dass insbesondere bei Einzelaufträgen wie der Wärmebehandlung von Werkzeugen immer wieder Rückfragen beim Auftraggeber nötig seien, weil bestimmte Informationen für eine erfolgreiche Wärmebehandlung nicht genügend genau bzw. umfassend mitgeteilt worden seien. In der Diskussion wurde dann unter anderem gemeinsam eine Liste mit notwendigen Angaben zu Wärmebehandlungsaufträgen erarbeitet. Das 1945 gegründete Unternehmen Wilhelm Alte

GmbH beschäftigt sich neben dem Industrieofenbau, der Wärmebehandlung von Massenteilen auch mit der Wärmebehandlung von Werkzeugen und Werkstücken aus dem Bereich der Warm- und Kaltmassivumformung. Mit 70

Mitarbeitern wurde im zurückliegenden Jahr rd. 10 Mio. Euro Umsatz erzielt. Der angegliederte Industrieofenbau stellt Anlagen sowohl für den eigenen Betrieb als auch für externe Kunden her. ■

Erfa-Mitglieder lernen stressmindernde Handlungskompetenzen kennen „Keinen Stress bitte!“ war das Thema des Workshops der Erfa-Gruppe „Existenzsicherung und –festigung am 4. Juni in der SIHK. Im Vordergrund dieses Workshops stand der Bewusstwerdungsprozess über die Funktion und Folgen von Stress. Welche Auswirkungen zum Beispiel hat Stress auf den Körper, auf das Denken und Handeln? Innerhalb der Gruppe wurde zusammen mit der Referentin Susanne Fischer (Foto) „Intention“ Performance Management aus Wetter gemeinsam analysiert wie unsere Wahrnehmung funktioniert, was Stress ist, wo er herkommt und wie er abläuft. Ziel des Workshops war es, die eigene Situation in Bezug auf Stress bewusster wahrzunehmen und einzuschätzen, stressmindernde Handlungskompetenzen zu entwickeln und Ressourcen zu aktivieren. Denn dadurch werden die Grund-

voraussetzungen für mehr Wohlbefinden, Motivation, Leistungsstärke, eine angenehme Arbeitsatmosphäre, effiziente Arbeitsabläufe und kundenorientiertes Verhalten geschaffen. Wer als Jungunternehmerin bzw. Jungunternehmer Interesse hat, an einem Erfahrungsaustausch kostenlos teilzunehmen, kann sich über die Homepage der SIHK www.sihk.de informieren und anmelden. Gleiches gilt für Referenten, die zu interessanten Themen aus den verschiedenen Wirtschaftsbereichen einen Beitrag leisten wollen. Auskünfte erteilen Gerhard Brauckmann und Bettina Michutta unter Telefon (02331) 390-282 und -284. ■

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Wirtschaftsjunioren KJU Iserlohn gewinnt Wanderpreis 2009 für bestes WJ-Kreisprojekt in NRW

den benachbarten Juniorenkreisen waren der Einladung in den Iserlohner Goldsaal gefolgt. In seiner Grußansprache hob SIHK-Präsident Harald Rutenbeck die Bedeutung der Wirtschaftsjunioren innerhalb der IHK-Organisation hervor. Die 190 Gäste genossen ein amüsantes Programm mit Galadiner und feierten anschließend ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Ein

weiterer Höhepunkt der diesjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten wird die Ausrichtung des Wirtschaftsjuniorentages am 6. November ebenfalls im Goldsaal sein. Hier werden über zweihundert Wirtschaftsjunioren aus ganz NRW in Iserlohn zu Gast sein, um an der Delegiertenversammlung und zahlreichen Veranstaltungen teilzunehmen. ■

Im Rahmen der Landeskonferenz 2009 in Lippe-Detmold erhielt der KJU Iserlohn den Wanderpreis 2009 für ihr Projekt „LeckerSchmeckerKinderKochAkademie - Vom Feld in den Kochtopf“. In enger Kooperation mit Bio-Koch Gerald Brunnert und dem Landmarkt Hof Drepper organisierte der Kreis Junger Unternehmer im Juli 2008 erstmals die LeckerSchmeckerKinderKochAkademie in Iserlohn-Sümmern auf dem Hof Drepper. Ziel dieser beiden Ein-Tages-Veran-

staltungen war es, Kindern im Alter von zehn bis dreizehn Jahren das Thema gesunde Ernährung und den Wert von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Region dem Alter entsprechend näherzubringen. Allen 45 Kindern sowie deren Eltern war nach der Veranstaltung bewusst, dass „gesunde Ernährung nicht langweilig sein muss“. Aufgrund der starken positiven Resonanz plant der KJU für den Herbst 2009 eine erneute Durchführung des Projekts. ■

KJU feiert 60-jähriges Bestehen

Mit einer rauschenden Ballnacht beging der Kreis Junger Unternehmer Iserlohn

(KJU) sein 60-jähriges Vereinsjubiläum. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und

Unter dem Titel „Wirtschaft trifft Politik“ stand das Programm „Know-How-Transfer“ der Wirtschaftsjunioren Deutschlands vom 4. bis zum 8. Mai. Im Zuge dieses Projekts kommen jedes Jahr rund 150 Wirtschaftsjunioren aus Deutschland nach Berlin, um sich im direkten Kontakt mit den Bundestagsabgeordneten auszutauschen. Ziel des Besuches ist es, dass die jungen Unternehmer und Führungskräfte einen Einblick in die Arbeit der Bundestagsabgeordneten und der Arbeitsweise des Parlaments und der Bundesregierung in Berlin erhalten. Hartmut Schauerte (CDU, im Bild rechts), Parlamentarischer Staatssekretär und Bundestagsabgeordneter für den südlichen Märkischen Kreis, empfing dieses Jahr Dr. Sven Hering aus Lüdenscheid. Der 39-jährige Wirtschaftsjunior ist geschäftsführender Gesellschafter der METOBA Metalloberflächenbearbeitung GmbH. Er zeigte sich erfreut, dass er Schauerte eine Woche lang über die Schulter schauen durfte. So begleitete Hering den Parlamentarier zu Sitzungen der Fraktion, der Ausschüsse des Bundestages und zu Terminen im Wirtschaftsministerium. Neben dem intensiven Kontakt mit dem Bundestagsabgeordne-

ten gab es für die angereisten Wirtschaftsjunioren darüber hinaus noch ein Rahmenprogramm mit Gesprächsrunden mit weiteren hochrangigen politischen Persönlichkeiten, wie z.B. Laurenz Meyer (CDU) und Dr. Guido Westerwelle (FDP). Hartmut Schauerte: „Für uns Politiker ist es immer interessant, den direkten Austausch mit den Leistungsträgern im Mittelstand zu haben, denn schließlich sind diese Betriebe das Rückrat der Wirtschaft in Deutschland und besonders in Südwestfalen. Umgekehrt war es für Herrn Hering aufschlussreich, den politischen Willenbildungsprozess aus nächster Nähe zu beobachten. Dieser Austausch fördert das gegenseitige Verständnis, das notwendig für gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik ist.“ ■

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Hartmut Schauerte und Dr. Sven Hering trafen sich zum Wissensaustausch

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Wirtschaftsjunioren besuchten Hohenlimburger Kalkwerke GmbH

Einen besonderen Nachmittag verbrachten die Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe Ruhr Mitte Juni im Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke GmbH. HKW-Geschäftsführer Dr. Christian Lange ermöglichten den Junioren nicht nur einen Einblick in ihren Betrieb, sondern sie durften selbst am Steuer der riesigen Catarpillar sowie Bagger durch das Gelände fahren. Im Jahre 1905 wurde die Hohenlimburger Kalkwerke GmbH von August Lange gegründet. Zuvor gab es in Hohenlimburg bereits einen bestehenden Kalksteinbruch, dessen Ursprünge bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen. Heute werden die Hohenlimburger Kalkwerke in vierter Generation als mittelständischer Familienbetrieb geführt und stellen wichtige Baustoffe für die Beton- und Betonsteinindustrie, für den Straßen- und Wegebau sowie für die chemische Industrie und die Düngemittelindustrie her. Ein Asphaltmischwerk und eine Transportbetonanlage versorgen die heimische

Bauindustrie mit einbaufertigen Qualitätsbaustoffen aus Hohenlimburg. Die Junioren erfuhren, dass nach dem Ende der Abbautätigkeit die Flächen, auf denen zuvor der Kalkstein gewonnen wurde, Stück für Stück der Natur zurückgegeben werden. Allein in den letzten Jahren wurden so über 13.000 Bäume gepflanzt, um die vom Menschen geschaffenen Räume wieder in den Naturhaushalt einzubinden. Zusätzlich wird der Natur die Möglichkeit geboten, sich durch Sukzession ihr eigenes Reich zu schaffen. Die ehemaligen Abbauflächen bieten heute Rückzugsmöglichkeiten für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Darunter sind selten gewordene Vogelarten sowie Amphibien und Reptilien, denen der Wechsel von Wasser- und Landflächen, sonnigen Felsen und schattenspendendem Wald ein ideales Refugium bietet. Viele dieser Flächen wurden auf Grund ihrer hohen ökologischen Wertigkeit bereits unter Naturschutz gestellt. ■

Fotograf Peter Dahlhaus referierte bei den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid Peter Dahlhaus (Foto), selbst früher Wirtschaftsjunior und heute Mitglied im Wirtschaftskreis Lüdenscheid, referierte im Rahmen eines Juniorenabends über die Veränderungen im Berufsbild des Fotografen. In den Räumlichkeiten von Leonidas Wohnkultur und Lebensart in Lüdenscheid-Brügge erfuhren die Teilnehmer neuste Aspekte und Entwicklungen aus der täglichen Praxis von Dahlhaus als Produkt- und Architekturfotograf. So verdeutlichte er anhand von verschiedenen Beispielen seiner Arbeit in der jüngsten Zeit, wie sich nicht nur die beruflichen Anforderungen sondern gleichzeitig mit dem breiten Einzug der digitalen Fotografie auch die Erwartungen der Kunden an die Fotografen verändert haben.

Der Kunde erwarte eben heute nicht nur das perfekte Foto (Fotografieren des Objektes und digitales Retuschieren) sondern eben zum Teil auch Layout-Arbeiten für Prospekte und Flyer. Gerade die Möglichkeiten der digitalen Fotografie hätten deshalb zu einer Vergrößerung des erwarteten Dienstleistungsumfanges bei den Fotografen geführt. Beim Blick in die Zukunft erwartet Dahlhaus einen nächsten Innovationsschub durch die Möglichkeit der Herausnahme einzelner Bilder aus hochaufgelösten Videosequenzen von Bewegungsabläufen. Damit würde es möglich, quasi wie bei einem Zielfoto genau den richtigen Moment innerhalb eines Ablaufes mit der notwendigen Qualität für ein Foto auswählen zu können. ■

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Kultur SchachtZeichen in der RUHR.2010: Strukturwandel der Region erleben

einen erzählen Geschichte und Geschichten des Ruhrgebiets. SchachtZeichen und das Rahmenprogramm der RUHR.2010 sind ein guter Anlass, die Dichte und Kompetenz einer beispiellosen Unternehmenslandschaft in der Metropole Ruhr zu dokumentieren. Know-How und HighTech „made in Ruhr“, die heute die Weltmärkte bedient, hat hier ihre Wurzeln im Bergbau des Ruhrgebietes. Im Rahmen von Schacht-

Zeichen präsentieren Unternehmen und Projektsponsoren ihre Leistungen. Mit eigenen Veranstaltungen bespielen sie eigene Standorte, organisieren „Hausmessen“ oder Fachkolloquien und bereisen mit ihren Gästen die Region. Weitere Infos: RUHR.2010 GmbH, Team SchachtZeichen, Telefon (0201) 888 2216, E-Mail [email protected] oder www.schachtzeichen.de. ■

„Muschelsalat“ serviert Straßentheater und Weltmusik in Hagen gen standen, über aktiven und stillgelegten Zechen, über gestalteten Parks und wildem Brachland, über Einkaufszentren und Parkplätzen, über Wohnsiedlungen und Technologiezentren, über Straßen und historischen Schachtgerüsten. Sie markieren damit auch jene Veränderungen, die diese alten Industrieorte in historisch kurzer Zeit bis heute erlebt haben. Das Bild erzählt die Geschichte vom technologischen Wandel in der Energieregion Nr. 1 und spannt den Bogen zwischen den Anfängen der Kohlegewinnung hin zur Zukunft mit regenerativen Energien. SchachtZeichen sind ein großes Fest. Wo immer dies möglich ist, werden die Standorte am Boden kulturell bespielt. Kommunen und Verbände nutzen die Gelegenheit und feiern mit Bürgern in den Stadtteilen, präsentieren die Vielfalt der Region und dokumentieren ihre individuelle Ortsgeschichte im Umfeld des Standortes. Menschen aus Schulen, Initiativen und Ver-

SIHK rund um die Uhr www.sihk.de

Zum 23. Mal richtet Hagen in diesem Sommer seinen „Muschelsalat“ an: Seit dem 1. Juli bis zum 19. August serviert die Stadt immer mittwochs an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet umsonst und draußen kulturelle Leckerbissen des Straßentheaters und der Weltmusik. Unter anderen stehen auf dem Programm: Alpenklänge und

Ethno-Underground mit den Kerberbrothers, ein sehr frei erzählter „Schimmelreiter“ auf Schloss Hohenlimburg oder Varieté im Stadtgarten mit den Los Gingers. Auch drei Konzerte im Rahmen des Kooperationsprojektes „Odysee-Kulturen der Welt“ sind geplant. Weitere Infos unter www.muschelsalat.hagen.de. ■

„Donnerstags abends“: Von Armenien über Indien nach Hongkong Unter dem Titel „Donnerstags abends“ hat sich eine Veranstaltungsreihe im großen Saal der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer etabliert, die durchschnittlich 150 bis 300 Besucher aus Hagen, dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis in die ganze Welt entführt. Auf unterhaltsame Weise werden jeweils ab 19 Uhr kostenlose Dia-Vorträge angeboten. Es ergeben sich interessante Einblicke in fremde Kulturen und den Alltag anderer Länder. Ziel ist es, die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Herkunft zu fördern. Träger der seit 30 Jahren erfolgreichen Reihe „Donnerstags abends 19 Uhr – Gast in

aller Welt“ sind die Sparkasse Hagen, das Hagener Kulturamt, die Märkische Bank sowie die SIHK zu Hagen. Sponsor ist die Internationale Rathaus-Apotheke Dr. Klaus Fehske, Hagen. Am 3. September steht der Vortrag von Hannelore und Adalbert Wiese unter dem Titel „Armenien – Fingerabdrücke eines unbekannten Reiselandes“. Dr. Jose Ponattu berichtet am 10. September über „Indien – Land der Gegensätze aus der Sicht eines Insiders“. Am 17. September steht „Hongkong – Traumziel oder Albtraum?“ im Mittelpunkt des Berichtes von Horst Nielinger. Weitere Informationen unter www.sihk.de/donnerstags. ■

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Wir schreiben das Jahr 2010! Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas! Es ist Mitte Mai, der Frühling in voller Blüte. Neun Tage lang schwebt ein farbiges, heiteres Bild über dem gesamten Ruhrgebiet. 400 große gelbe Heliumballone steigen bis zu 80 Meter in den Himmel. Sie markieren jene Orte, an denen einst die Fördertürme wie Dome in den Himmel ragten, an denen einst Schächte über 1.000 m tief senkrecht in die Erde wiesen, an denen hunderttausende von Menschen gearbeitet und um sie herum gelebt haben, an denen 100 Jahre Wandel ablesbar sind. Weithin werden so die Wurzeln des Ruhrgebiets aber auch die beeindruckende Entwicklung der Metropole Ruhr sichtbar. Das Projekt SchachtZeichen ist die Idee, den Strukturwandel in der Metropole Ruhr aufzuzeigen und ihn sinnlich erfahrbar zu machen. Die gelben Ballonzeichen steigen dort auf, wo früher Bergwerke und Schachtanla-

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Kinderzeit in den Museen

Domschatzkammer wieder geöffnet

Die Museen der Stadt Lüdenscheid bieten in den Sommerferien ein individuelles Programm für Kinder an. Von Dienstag, 14. Juli, bis Donnerstag, 16. Juli, heißt es „Reifen, Ringe, Murmeln – alte Kinderspiele neu entdeckt“. Am Dienstag, 28. Juli und Mittwoch, 29. Juli, werden kleine Baumeister gesucht – eine mittelalterliche Stadt soll entstehen. Am Freitag, 17. Juli und Freitag, 14. August, laden die Museen unter dem Motto „Otto dampft durchs Versetal“ zu einer Reise mit der KAE. Den Abschluss von Dienstag, 11. August, bis Donnerstag, 13. August, bilden erneut die alten Kinderspiele. Diesmal heißt es „Ene mene muh…“. Nähere Informationen und Kontakte für die verbindlichen Anmeldungen unter www.museen-luedenscheid.de. ■

Nach fast zweijähriger Bauzeit ist die Essener Domschatzkammer wiedereröffnet worden. Durch den Neubau des Eingangsbereichs sind neue Ausstellungsräume entstanden, in denen jetzt unter anderem eine Schau zur Geschichte des ehemaligen Essener Frauenstifts gezeigt wird. Ganz neu ist die Präsentation von 50 Essener Münzen, die auch Zeugnis von der Landesherrschaft der Essener Äbtissinnen ablegen. Weitere Räume präsentieren unter anderem die Skulpturen der Schatzkammer als eigene kleine Abteilung und frühmittelalterliche Prunkstücke der Sammlung, darunter die vier berühmten Essener Vortragekreuze und das Kreuznagelreliquiar. Der Münsterbauverein Essen e.V. hat das Bauprojekt mit einer Million Euro finanziert. Infos: www.domschatz-essen.de. ■

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Bremecker Hammer in Gold und „Draht Saiten Akt in Barendorf“ Alte Industrieorte werden lebendig gemacht. Das, was in der Vergangenheit passiert ist, kann neu erlebt und nachgefühlt werden. Dies ist das gemeinsame Ziel, das der Festivalverbund „Feuer und Wasser - Live in den Fabrikskes“ verfolgt. Am 15. und 16. August findet der „Bremecker Hammer in Gold“ statt. Im Rahmen einer kleinen Ausstellung präsentieren Christel Schulte und Barbara Niclas Fotografien, durch die das Wechselverhältnis von Kunst, Schmuck und Fotografie deutlich wird. Ein Familienprogramm rundet das Programm im Schmiedemuseum (Lüdenscheid) ab; der Eintritt ist frei. Infos: www.bremecker-hammer.de. Klassische Musik gibt es am

6. September beim 3. Barendorfer Klassik-Fest (Iserlohn). Die Organisatoren, der Iserlohner Museumsleiter Gerd Schäfer und der Gitarrist und Konzertorganisator Thomas Kirchhoff, laden zu einem „Draht Saiten Akt“ ein. 30 Konzerte in vier Stunden mit insgesamt zehn Ensembles in den unterschiedlichen Räumen der einzelnen Häuser im alten Fabrikendorf. Die Musiker treten gleichzeitig auf immer 30 Minuten Musik und 15 Minuten Pause. Weil die Ensembles mehrfach auftreten, hat das Publikum die Möglichkeit, von 15 bis 19 Uhr nahezu alle Künstler mindestens einmal live zu erleben. Neben rein barock-klassischen Konzertprogrammen wie Bach oder Beethoven, gibt

es auch jazzige Töne mit dem Akkordeonspieler Myroslav Tybora oder dem Marimbaphonspieler Simon Roloff. Der Eintritt kostet 15 Euro, Familien-Ticket 35 Euro. Infos: www.iserlohn.de. ■

Wie das Eis ins Ruhrgebiet kam „Eiskalte Leidenschaft“ versprüht das Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum noch bis zum 11. Oktober. Unter diesem Titel lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe nämlich die Geschichte der „Gelatieri“ im Ruhrgebiet Revue passieren. Mehr als 150 Exponate machen die Geschichte und Gegenwart der italienischen Eismacher im Ruhrgebiet lebendig - von Fotografien und Dokumenten über historische „Eiskocher“, Kühlgeräte, Sahnemaschinen und Waffeleisen bis hin zur Einrichtung mit Theke, Tisch und Stühlen des Hagener Eiscafés Venezia aus den 1960er Jahren. Auch die Geschichte des Gelatieri Giovanni Martini, der von 1903 bis 1913 jeden Sommer mit seinem Eiskarren durch Recklinghausen zog, wird erzählt. Sein weiß lackierter Holzkarren mit den weißen Silberhauben ist ebenfalls auf der Zeche Hannover zu sehen. Zudem wird das Geheimnis um die Herkunft des Ausdrucks „Eisdiele“ gelüftet: Weil die Städte im Revier den Straßenverkauf von Eis immer weiter einschränkten, gründeten Italiener in den 1930er und 1940er Jahren die ersten festen Läden. Da sich die meisten aber zunächst keine teuren Lokale leisten konnten, meldeten sie ihre Geschäfte in ihren Wohnungen an und verkauften das Eis über Holzbretter – Dielen – aus den Fenstern im Erdgeschoss. ■

„Rheingold“: Hafen wird zum Theater Die katalanische Theatergruppe „La Fura dels Baus“ eröffnet mit ihrer Großproduktion „Das globale Rheingold“ am 21. Mai 2010 den Programmbeitrag der Stadt Duisburg zum Kulturhauptstadtjahr. Das „Rheingold“ in der Fassung von „La Fura“ ist eine Verneigung vor Richard Wagner und Gerhard Mercator. Sie kombiniert Elemente der Wagner-Oper mit der Uraufführung einer Komposition, die Gerhard Mercator gewidmet ist. 60 Trapezkünstler, neun Meter große Riesenfiguren, Feuerwerk, ein Orchester und große Ballone gehören zur spektakulären Performance, für die ein Schiff im Hafen von Duisburg-Ruhrort zur schwimmenden Bühne umgewandelt wird. ■

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Reisen

Freiheitsstatue frei zur Besichtigung ROM II regelt jetzt Unfälle im Ausland

Vor allem Geschäfts- und Individualreisende schätzen die Bequemlichkeit der Online-Buchung übers Internet. Einer aktuellen Studie der Aris Umfrageforschung zufolge haben bereits 16,3 Millionen Deutsche ein Flugticket, 13 Millionen ein Hotelzimmer und sieben Millionen ein Auto im Internet gebucht. Besonders groß ist der Anteil der Online-Bucher bei den 30- bis 49-Jährigen. Jeder Dritte (32,9 Prozent) hat bereits ein Flugticket im Netz gekauft, jeder Vierte (24,5) eine Übernachtung gebucht und knapp jeder Fünfte (18,1) einen Bahnfahrschein. Auch bei Pauschalreisen (15,1 Prozent) und Mietwagen (16) liegen die 30- bis 49-Jährigen über dem Durchschnitt. ■

In der Vergangenheit kam es nach Unfällen im Ausland immer wieder zu rechtlichen Irritationen. Nach der jetzt in Kraft getretenen „Rom II Verordnung“ gilt nun grundsätzlich das Recht des Landes, in dem der Unfall stattgefunden hat. Deutsches Recht kann laut ARAG-Experten jedoch angewandt werden, wenn ein deutscher Staatsbürger mit einem anderen Deutschen im Ausland einen Unfall hat. Die Anwendung ausländischen Rechts kann gegenüber dem deutschen Schadensersatzrecht unter Umständen Nachteile mit sich bringen. So werden zum Beispiel Gutachter-, Mietwagen- und Rechtsanwaltskosten in vielen europäischen Ländern nicht erstattet. ■

Neue Fährlinie über den Ärmelkanal

Zwischen Großbritannien und Frankreich gibt es eine neue Schiffsverbindung: Die britische Reederei LD Lines pendelt mit ihrer „Norman Ar-

row“ viermal täglich zwischen Dover und Boulogne. Der Katamaran hat Platz für 1.200 Passagiere und 417 Pkw. ■

Reisebüros melden starkes Minus

Berlin: Taxi fahren teurer geworden

In den Kassen des Ferienhandels klafft ein gewaltiges Loch: Im Vorjahresvergleich schrumpften die Umsätze in den ersten vier Monaten 2009 um 12,6 Prozent. Die Verkäufe im Flugverkehr brachen sogar um 17 Prozent ein, das Volumen in der Touristik sackte um 8,4 Prozent weg. ■

Im Berlin sind die Fahrpreise für Taxis zum Juli zwischen fünf und 14,3 Prozent angehoben worden. Erstmals gibt es auch einen AirportZuschlag: Beginnen Fahrten am Flughafen Tegel, werden zusätzlich 50 Cent fällig. Die Zusatzeinnahmen gehen an die Flughafengesellschaft, die damit ein neues Einfahrsystem finanziert. ■

Magdeburg: Handy als Reiseführer Magdeburg informiert Urlauber jetzt per Handy über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Elf Zielen wie dem Alten Rathaus, dem Dom oder der Bastion Cleve sind bestimmte Telefonnummern zugeordnet, zu finden unter www.magdeburg-tourist.de. Beim Anruf - zu normalen Telefongebühren - wird dann ein zwei- bis dreiminütiger Hörbeitrag zu der jeweiligen Sehenswürdigkeit abgespielt. ■

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US-Reedereien verlangen für den Blick hinter die Kulissen jetzt Geld: 55 Dollar kostet zum Beispiel bei Norwegian Cruise Line (Bild Norwegian Star) der Rundgang durch die Schiffküche, die Laderäume, auf die Showbühne, zur Wäscherei und auf die Brücke. Die Luxusversion mit Dinner, Getränken und Gruppenfoto schlägt mit 150 Dollar zu Buche. ■

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Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Übers Internet ins Hotelbett

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der USA ist jetzt wieder komplett zugänglich: Seit dem 4. Juli steht auch der Strahlenkranz der Freiheitsstatue in New York den Besuchern offen. Unverändert hoch sind die Sicherheitsvorschriften: Schon beim Betreten der Fähren nach Liberty Island kommt es zu Sicherheitschecks, die vor dem Zugang zur Statue noch einmal wiederholt werden. ■

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MAGAZIN

Mehr Ruhe für Stonehenge

Kopenhagen: Metro rund um die Uhr

Das Monument von Stonehenge (Großbritannien) erhält einen würdigeren Rahmen. Zum einen wird eine der beiden vielbefahrenen Straßen, die an dem Weltkulturerbe vorbeiführen, geschlossen. Zum anderem entsteht etwa 2,5 Kilometer entfernt ein neues Besucherzentrum, von dem aus die Touristen mit einem Transportsystem unmittelbar an den gigantischen Steinring befördert werden. ■

Gute Nachricht für Nachtschwärmer unter Kopenhagens Touristen: Die Metro der dänischen Hauptstadt ist jetzt täglich rund um die Uhr unterwegs. Eine der beiden Linien verbindet den Flughafen mit der City. ■

London schrill und außergewöhnlich Einer der beliebtesten Märkte Londons, der Camden Canal Market, ist nach seiner Restaurierung jetzt wieder für Besucher geöffnet. Über 200 Verkaufsstände bieten dort Waren feil. Der Markt im Norden Londons zieht vor allem Modefreaks aus aller Welt an: Schriller Schmuck und außergewöhnliche Kleidungsstücke sind sein Markenzeichen. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Hotel Eisenhut in Rothenburg o.d.T.

Bulgarien: Fallen für Autotouristen Autotouristen in Bulgarien werden oft Opfer von korrupten oder falschen Beamten und bei vorgetäuschten Verkehrskontrollen wegen angeblicher Tempoverstöße zur Kasse gebeten. Wichtig: Bußgelder sind nie direkt an Polizisten zu zahlen, sondern immer erst auf der nächsten Wache. Korrupte Grenzbeamte bereichern sich nicht selten mit überhöhten Vignettenpreisen oder nötigen Urlauber zum Kauf von Langzeitvignetten, weil die Sieben-Tages-Vignetten angeblich vergriffen sind. ■

Helgoland wirbt mit Kegelrobben

Als absoluter Verkaufsschlager hat sich das Pauschalangebot „KegelrobbenWatching“ der Kurverwaltung Helgoland herausgestellt. Sämtliche Termine in der Wintersaison 2008/2009 waren ausverkauft. Bereits jetzt

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kann die Pauschale „KegelrobbenWatching“ für die nächste Wintersaison (2., 9. und 16. Dezember 2009 sowie 6., 13. und 20. Januar 2010) gebucht werden. Infos unter www.helgoland.de. ■

„Urlaub im Mittelalter“ in der mauerbewehrten Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber im Hotel Eisenhut im schönsten Teil der Altstadt. Vier Patrizierhäuser aus dem 16. Jahrhundert bilden das Hotel-Ensemble. Die Patrizier waren die mächtigsten und reichsten Bürger der Stadt. Das älteste Haus, in dem sich der Eingang und die Empfangshalle befinden, war vom 12. bis 16. Jahrhundert eine kleine Kapelle St. Nicholas. Die alte gotische Eisentür stammt noch aus dieser Kapelle. Im Jahre 1890 eröffnete Georg Andreas Eisenhut eine Weinstube, um seine aus dem Taubertal angebauten Weine zu verkaufen. Den Gasthof Eisenhut baute sein Schwiegersohn zu einem Hotel für Reisende aus. Der Familie Schlag gehört heute das Anwesen und sie erweiterte den Komplex mit einem Biergarten, aufgeteilt über drei Etagen mit Blick in Richtung Taubertal sowie acht Konferenzräume für bis zu 160 Personen. Die 78 Zimmer und Suiten sind individuell mit Stilmöbeln eingerichtet und bieten Telefon, Sat-TV, Minibar und WLAN-Anschluss. Von den Zimmern haben die Gäste einen fantastischen Blick über

Rothenburg oder das Taubertal. Küchenchef Werner Ninow verwöhnt die Gäste mit saisonalen und regionalen Gerichten aus marktfrischen Zutaten aus dem Taubertal sowie mit Gerichten der internationalen Küche. Die Visitenkarte des Hotels Eisenhut sind prominente Gäste aus dem europäischen Hochadel, Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Industrie wie Curd Jürgens, Heinz Rühmann, Burt Lancaster, Paul Hindemith, Erich Maria Remarque, Erich Kästner, Winston Churchill, Theodor Heuss, Willy Brandt, der japanische Thronfolger Prinz Naruhito Hironomiya oder Königin Silvia und König Carl XVI. von Schweden. Hotel Eisenhut gehört zur Arvena Gruppe, zu der sich sechs Hotels in Franken, die sich durch erstklassige Standorte und hochwertige Freizeitdestinationen auszeichnen, zusammengeschlossen haben. Anschrift: Hotel Eisenhut, Herrngasse 3–5/7, 91541 Rothenburg o.d.T., Telefon (09861) 705-0, Fax (09861) 705-45, www.eisenhut.com; Einzelzimmer ab 99 Euro, Doppelzimmer ab 134 Euro, Suiten ab 299 Euro. ■ Horst G. Beutel Thome

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AUS DER KAMMERARBEIT

Keine Steuererhöhungen in den nächsten zwei Jahren – Regionalausschuss Hagen diskutiert mit Bürgermeisterkandidaten

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Darin waren sich die Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in Hagen einig: die Wirtschaft darf in den Krisenzeiten nicht noch weiter belastet werden. Jochen Weber (SPD) und Jörg Dehm (CDU) schlossen daher bei der Sitzung des Regionalausschusses Hagen einmütig eine im Raum stehende Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes aus. Dehm betonte aber, dass jeder Steuerausfall kompensiert werden müsse. Moderiert vom Ausschussvorsitzenden Klaus Hacker erläutert der Kämmerer der Stadt Hagen, Christoph Gerbersmann, die aktuellen Zahlen. Aufgrund der Wirtschaftskrise sei in 2009 mit 17 Mio. Euro weniger Gewerbesteuer zu rechnen. Der Bedarf an liquiden Mitteln wird 2010 bei über 1 Mrd. Euro liegen. Sollten die Zinsen nach der Krise wieder anziehen, hätte die Stadt keine Chance mehr, sich aus eigener Kraft zu befreien. Von den durch die Zukunftskommission formulierten Zielen, wie den verstärkten Vermögensveräußerungen, seien viele zurzeit unrentabel. Weber unterstützte die Aussage des Kämmerers, dass mehr als die Hälfte des Haushaltes nicht von der Stadt be-

einflussbar seien. In der Vergangenheit habe es vor allem bei der zu nachfrageorientierten Wirtschaftsförderung Fehler gegeben. Die Einsparmöglichkeiten lägen beim Gebäudemanagement, den Beteiligungen und den Personalkosten. Immerhin hätte der Rat der Stadt bereits vor Wochen fast 90 Prozent der Sparvorschläge von Prof. Bajohr zugestimmt. Zu den Einsparungen im Kulturbereich gäbe es unterschiedliche Ansichten. Ein Zuviel führe zu einem Verlust an Attraktivität.

Wettbewerb „Südwestfalen-Award“ zum zehnten Mal ausgeschrieben Der Internetwettbewerb „Südwestfalen-Award“ wird in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgeschrieben. Im „Jubiläumsjahr“ umfasst die Ausschreibung erstmals alle drei südwestfälischen Kam-

merbezirke. Neben der SIHK zu Hagen sind nun auch die IHKs Arnsberg und Siegen mit von der Partie. Als bewährter Partner wieder mit „an Bord“: die Neue Gilde, der Zusammenschluss von IT-, Media-

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

SIHK-Vizepräsident Klaus Hacker im Gespräch mit Christoph Gerbersmann, Jochen Weber und Jörg Dehm (v.l.).

Aber, so Dehm, die Probleme lägen auch bei der Stadt Hagen selbst. Anderen Städten gelänge es, deutlich wirtschaftlicher zu handeln. Um zu sparen, müssten die Prozesse aber so umgestaltet werden, dass es nicht zu einem Systemzusammenbruch komme. Im Zentrum der öffentlichen Diskussionen stünden derzeit nicht die Personaleinsparungen, sondern die Kulturausgaben. Gefragt sei daher ein Kandidat, der auch unliebsame Entscheidungen treffen könne. Weber forderte den Zusammenschluss aller betroffenen Städte in NRW, um nachdrücklich auf notwendige Veränderungen beim Solidarausgleich hinzuweisen. In der lebhaften Aussprache wurden Themen wie die Vorteile eines Sparkommissars, der früheren städtischen Doppelspitze, der stärkeren Verantwortung des Landes NRW, des Flächenmanagements und der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit einer Kommune diskutiert. ■

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AUS DER KAMMERARBEIT

d

und Kommunikationsdienstleistern in der Region. Am 4. Mai wurde der „Südwestfalen-Award 2009“ offiziell gestartet. Die Organisatoren des erfolgreichen Internet-Wettbewerbs gehen davon aus, dass die Zahl von über 200 Meldungen im vergangenen Jahr diesmal noch deutlich übertroffen wird. Ein weiteres Novum in diesem Jahr: Neben der Auszeichnung von Internetseiten von Unternehmen, Vereinen und Verbänden aus der Region wird es ebenfalls die Prämierung von Dienstleistern aus der Region geben, die Websites für Kunden erstellt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde seinen Sitz in Südwestfalen hat oder außerhalb. Auf diese Weise soll die überregionale Kompetenz der südwestfälischen Internetbranche noch deutlicher als bisher in den Blickpunkt gerückt werden. Bewerber aus ganz Südwestfalen haben bis zum 30. September 2009 Zeit, sich mit preiswürdigen Internetkonzepten am „SüdwestfalenAward“ zu beteiligen. Ausgeschrieben ist der Award 2009 in vier Kategorien: „Bester Webshop“, „Beste Non-ProfitSeite“, „Beste Corporate-Seite“ und „Experimental“. Weitere Informationen bei Reinhard Höntsch, Telefon (02331) 390-200. Details der Ausschreibung sowie Anmeldeunterlagen stehen im Internet unter www.suedwestfalenaward.de zum Download bereit. ■

7.500 Kilometer Anreise: Russin nimmt an QB-Lehrgängen in Hagen teil

Freuen sich über die gute Zusammenarbeit (v.l.): Joachim Stebel, Nadezhda Sukhorukikh und Edward Dzierzkowski. Im Mai 2009 hat die 28jährige Russin Nadezhda Sukhorukikh aus der sibirischen Stadt Nowokuznetsk an den SIHK-DGQ-Lehrgängen „Qualitätsbeauftragter und interner Auditor“ (QB) in Hagen teilgenommen. Hierzu musste sie immerhin stolze 7.500 km zurücklegen, denn Nowokuznetsk liegt weit hinter dem Ural in Sibirien. Sukhorukikh wurde von der Firma Bucyrus DBT Europe GmbH mit Sitz in Lünen geschickt, sie war bereits die fünfte Teilnehmerin in den letzten zehn Jahren. Die Bucyrus DBT Europe GmbH ist als Maschinen- und Anlagenbauer führender Anbieter von Equipment für die Gewinnung von Rohstoffen auf den Weltmärkten. Hauptsitz des an der New Yorker Börse notierten Unternehmens ist Milwaukee, Wisconsin USA.

„Wir wollen ein Qualitätsmanagementsystem in unserer im Aufbau befindlichen Tochterfirma, OOO Bucyrus Service, in Nowokuznetsk einführen und dazu brauchen wir unbedingt qualifiziertes Fachpersonal“, sagt Joachim Stebel von der Bucyrus DBT Europe GmbH, der selbst vor elf Jahren in Hagen zum QB ausgebildet wurde und mittlerweile für das Qualitätsmanagement innerhalb der Region Europa, Russland und Indien verantwortlich ist. Deshalb musste Nadezhda Sukhorukikh zwei Lehrgänge mit insgesamt 80 Stunden besuchen und sich anschließend erfolgreich einer Prüfung unterziehen. „Es sind ganz schön hohe Anforderungen, welche man in der Ausbildung zum QB an die Teilnehmer stellt, beson-

ders für Teilnehmer, die aus dem Ausland kommen“, sagt Nadezhda Sukhorukikh. Es ist eine völlig neue Erfahrung mit vielen interessanten Themen und praxisbezogenen Situationen, schätzt die selbstbewusste und sehr gut deutsch sprechende russische Teilnehmerin ein. Neben dem, dass ich sehr viel lernen musste, habe ich mir trotzdem auch die Zeit genommen, um die deutsche Kultur kennenzulernen, aber auch die Abläufe und Prozesse in unserem Hauptwerk in Lünen „zu studieren“ und sogar an einem Re-Zertifizierungsaudit teilnehmen zu können. „Ein Qualitätsmanagementsystem in Russland entsprechend umzusetzen, wird eine große Herausforderung für die junge Frau aus Russland werden. Russland ist eine völlig andere Umgebung mit grundlegend anderen Voraussetzungen, um ein Qualitätsmanagementsystem nach deutschem Muster in Russland einzuführen,“ weiß Edward Dzierzkowski, selbst ausgebildeter DGQ-Qualitätsbeauftragter und langjähriger SIHK-Russlandexperte, einzuschätzen. Dennoch erlebt man dort spürbare Veränderungen in den letzten Jahren. Ausgebildete und engagierte junge Leute des Typs wie Nadezhda Sukhorukikh brennen vor Ehrgeiz, in ihrer Heimat Veränderungen und Innovationen einzubringen. Mit der DGQ Qualifikation eines QB hat sie jedenfalls sehr gute Voraussetzungen dafür. ■ www.dammer.de

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AUS DER KAMMERARBEIT

Handelsauschüsse in Wolfsburg: Erstklassige Autos und 2. Wahl-Shopping Wolfsburg wird von vielen unterschätzt und ist gerade deshalb stark. Nein – die Rede ist nicht vom Fußball, sondern von Industrie ebenso wie Handel und Dienstleistungen. Wolfsburg – gerade einmal 70 Jahre jung - lebt natürlich von und für Volkswagen. Und man lebt gut mit der Monostruktur, denn in Stadt und Region ist die Kaufkraft überdurchschnittlich. Das erfuhren Mitglieder der Handelsauschüsse der IHKs Arnsberg, Hagen und Siegen bei einer gemeinsamen Informationsfahrt.

„Russland ist ein Land, in dem das Wahrscheinliche selten und das Unwahrscheinliche fast immer eintritt.“ So beschreibt Trainerin Dr. Hannelore Schmidt von der ITMO Consulting in Dresden und Moskau ein Land, was sich zwar zurzeit in einer heftigen Krise befindet, aber ein Zukunftsmarkt für die deutsche Wirtschaft darstellt. Der Workshop am 4. Juni zeigte auf, welche Erwartungen russische Kunden und Mitarbeiter haben und wie Einflüsse von Qualitäts- und Gebrauchskultur wirken. Anhand von Fallbeispielen wurde das adäquate Vorgehen beim Anbieten von Produkten oder Dienstleistungen, der

richtige Umgang mit Informationen, das Gestalten von Verhandlungssituationen und die ergebnisorientierte Personalführung diskutiert. „Der russische Maximalismus, also das Herausstellen und Fordern von Extremen, stoße oftmals bei deutschen Unternehmen auf Unverständnis. Ebenso wie die deutsche Ausgeglichenheit und Bescheidenheit den Russen wenig Spaß mache“, so Dr. Schmidt. Konflikte, insbesondere in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld, sollten auch in informellen Gesprächen und außerhalb der Geschäftssphäre gelöst werden. ■

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gängerzone nach Ansiedlung eines Einkaufszentrums nun gerade gründlich renoviert wird. Trotz dieser eigentlich hoch attraktiven Kombination aus Erlebnis- und Einkaufswelt funktioniert der Besucher-Austausch über den Mittellandkanal nur mäßig – was Siegfried Kayser, örtlicher Geschäftsstellenleiter der IHK Lüneburg-Wolfsburg, auf die bisher klare Prioritätensetzung beim Autokauf zurückführt. „Wer zum ersten Mal den Startknopf seines

Die Mitglieder der südwestfälischen Handelsausschüsse vor dem DOC Wolfsburg. Aus der ehemaligen „Stadt des KdF-Wagens“ ist heute eine moderne niedersächsische Großstadt geworden, die gerade aus dem Kontrast zum historischen Nachbarn Braunschweig ihr Profil gewinnt. Imageträger Nr. 1 ist seit dem Jahr 2000 die Autostadt mit jährlich rund zwei Millionen Besuchern. Hier wird das Auto regelrecht inszeniert. Direkt vis-a-vis auf der anderen Seite des Mittellandkanals entstand sieben Jahre später das deutschlandweit erste innerstädtische Designer-Outlet-Center. Von hier ist es nur einen Katzensprung in die City, deren Fuß-

neuen Autos drückt, der will auch fahren und sucht nicht gleich an der nächsten Ecke wieder einen Parkplatz zum Shoppen!“ Mit dem DOC, das nur noch befristet von den Sonntagsöffnungen der niedersächsischen Ausflugsorteregelung profitiert, habe sich der örtliche Handel arrangiert. Eine geplante Erweiterung werde jedoch eher kritisch begleitet. ■ Lassen Sie die

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Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

„Russland ist immer für Überraschungen gut“

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AUS DER KAMMERARBEIT

2. IT-Sicherheitsforum Südwestfalen: Praktische Anwendungen im Mittelpunkt

nahen Beispielen vortrug. Dass die meisten Übergriffe auf IT-Strukturen und Inhalte von innen kommen, bewies in bewährter Weise Dr.Ing. Andreas Rieke, ISL Internet Sicherheitslösungen GmbH Hagen, erneut in seinem Live-Hacking. Abschlie-

ßend stellte Tobias Anton, AS Media fest: Spam und kein Ende! Er bot Antworten zur Frage, welche Abwehrmethode Sinn machten. Dabei stellte er Inhouse-Lösungen gegen Outsourcing-Angeboten im Kosten- und Funktionsvergleich vor. ■

Bekanntmachung Sachverständige bestellt

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Das Thema IT-Sicherheit ist immer noch für alle Bereiche der Wirtschaft von großer Bedeutung. Wirkungsvolle ITSicherheitsmaßnahmen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor – gerade auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Vor diesem Hintergrund standen beim 2. IT-Sicherheitsforum Südwestfalen am 14. Mai im Sitzungssaal der SIHK Lösungen und praktische Anwendungsbeispiele im Mittelpunkt. In dieser Gemeinschaftsveranstaltung der drei südwestfälischen IHKs, der NRW-Landesinitiative »secure-it.nrw« und der SISE wurde aufgezeigt, worauf es bei IT-Sicherheitslösungen aus technischer und aus unternehmerischer Sicht ankommen kann. Unter der Moderation von Thomas Faber, Leiter der Leiterinitiative, präsentierten wie bereits im Vorjahr Praktiker in unternehmensnahen Vorträgen ein breites Spektrum, des scheinbar nie enden wollenden Themas „IT-Sicherheit“. Die Risiken durch Wirtschaftsspionage beleuchtet zunächst Udo Schauff vom Bundesamt für Verfassungsschutz. In seinem von extremem Insiderwissen dominierten Vortrag stellte er aktuelle

Hintergründe und Erfahrungswerte aber auch Vorgehensweisen von ausländischen Wirtschaftsspionen vor. Dies unterlegte er mit einer Reihe von Fallbeispielen, die bei den Teilnehmern ein nachhaltiges Erstaunen hervorriefen. Werner Thiele, Risk Control Sicherheit GmbH Dortmund, stellte anschließend Datensicherheit durch Best Practice vor. Anhand von praxisorientierten Lösungen und dem „Stand der Technik“ konnte er verbindliche Vorgaben für ITOrganisationen erläutern und was hier unbedingt zu beachten sei und welche IT-basierten Prozesse abzusichern seien. Eine sichere Web-Applikation am Beispiel eines E-Learning-Systems stellte der Hagener Unternehmer Gerald Hanisch, Peritus GmbH, vor. Er ging speziell auf die Auswahlkriterien für einen sicheren Webserver ein. Das Zusammenspielen von IT-Sicherheit und Datenschutz mit mittelstandsspezifischen Lösungsansätzen waren für Christian Volkmer, Projekt 29 Regensburg, Ansätze für einen pragmatischen Datenschutz, die er mit Engagement und unternehmens-

Infolge Sitzverlegung von der IHK Leipzig in den SIHKBezirk hat die SIHK jetzt Dipl.Ing. Antje Gräb, Wetter/Ruhr

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(Sachgebiet: Genehmigungsverfahren im Umweltbereich) als Sachverständige öffentlich bestellt und vereidigt. ■

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Sie hatten zum 2. IT-Sicherheitsforum Südwestfalen eingeladen: Reinhard Höntsch, Thomas Faber und Christoph Brünger (v.l.).

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REGIONALE WIRTSCHAFT

13 Sparkassen in Südwestfalen steigern Bilanzsumme auf über 13 Mrd. Euro

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schen Region. Diese wird jedes Jahr in Form einer ausgeprägten Spendentätigkeit dokumentiert. Im letzten Jahr wurden über 5,4 Millionen Euro für kulturelle, sportliche und mildtätige Zwecke bzw. für Kinder- und Jugendförderung bereitgestellt. ■

Lyreco zeichnet Durable aus

Jürgen Hammermeister, Karl-Josef Laumann und Knut Schuster (v.l.).

Im Laufe der diesjährigen Lyreco-Lieferantentage in Deutschland und Dänemark wurde dem Iserlohner Unternehmen Durable eine besondere Ehre zuteil: im Rahmen der Lieferanten-Awards 2008 konnte der Hersteller von Büroorganisations- und -präsentationsmitteln gleich viermal den ersten Platz belegen. So konnte Durable Scandinavia die Preise „Best Marketing Supplier“ als auch „Best Key Account Manager 2008“ von Lyreco Danmark entgegennehmen, während Lyreco Deutschland Durable mit den Preisen „Best in Logistics“ und „Best Supplier for General Office Products“ auszeichnete. Vor allem über die Lieferantenbewertung im Bereich „GOP“, die sich aus den Teilbereichen „Marketing“ und „Logistik“ zusammensetzt, konnte sich Senior Key Account Manager Thomas Mörschler freuen. „Wir freuen uns natürlich sehr über diese beiden wichtigen Auszeichnungen. Dies bestätigt, dass wir neben unseren hervorragenden Produkten auch einen überzeugenden Service bieten konnten“ so Thomas Mörschler. Insgesamt konnte das Iserlohner Familienunternehmen 144 der namhaftesten europäischen Mitbewerber bei der Vergabe des Awards hinter sich lassen. ■

Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann besuchte Ende Mai die Firma Springtec Group Schrimpf & Schöneberg GmbH & Co KG in Hagen, wo mit Unterstützung des Landes eine Integrationsabteilung für Menschen mit Behinderungen eingerichtet wurde. „Auch Menschen mit Handicap wollen zeigen, was sie drauf haben. Die Arbeit in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen ermöglicht den Kontakt zu anderen Kolleginnen und Kollegen und das Erfolgserlebnis, etwas mit einem echten Marktwert geschaffen zu haben. Das ist soziale Integration, wie ich sie mir vorstelle“, so der Minister. Laumann lobte das Engagement des Unternehmens, das nach guten Erfahrungen mit behinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus den Iserlohner Werkstätten einen Schritt weiter gegangen sei und eine eigene Integrationsabteilung aufgebaut habe, in der zu gleichen Teilen Beschäftigte mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten werden. Minister Laumann weiter: „Ich wünsche mir viele privatwirtschaftliche Unternehmen, die solch einen vorbildlichen Einsatz für Menschen mit Handicap zeigen!“ In der neu eingerichteten

Integrationsabteilung werden insgesamt 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 12 mit Handicap. Es handelt sich um ein Arbeitszeitmodel mit 35 Stunden in der Woche im ZweiSchicht-Betrieb. „Sie bearbeiten und verpacken technische Federn, die unter anderem an namhafte Autohersteller sowie Produzenten von Haustechnik und Haushaltsmaschinen geliefert werden“, erklärte Knut Schuster, Springtec-Group-Geschäftsführer. Die Anschaffung von Anlagen und Maschinen sowie der bedarfsgerechte Umbau der Räumlichkeiten wurden vom nordrhein-westfälischen Arbeits- und Sozialministerium mit 160.000 Euro aus Mitteln des Landesprogramms „Integration unternehmen!“ gefördert. Weitere erhebliche Mittel kamen vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und vom Unternehmen selbst. Die Springtec-Group Schrimpf & Schöneberg ist seit mehr als 80 Jahren am Markt, Der Betrieb mit 60 Mitarbeitern stellt Druck-, Zug- und Schenkelfedern sowie Draht-, Stanz- und Stanzbiegeteile her. Die Springtec-Group beschäftigt insgesamt 140 Mitarbeiter und verfügt über einen hochmodernen Maschinenpark. Der Betrieb ist nach ISO TS16949 zertifiziert. ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

Die Sparkassen im Bezirk der SIHK steigerten im letzten Jahr ihre kumulierte Bilanzsumme um 5,5 Prozent auf über 13 Milliarden Euro. Die allseits befürchtete Kreditklemme ist im Kammerbezirk ausgeblieben. Das Kreditvolumen wurde sogar im Vergleich zum Vorjahr noch ausgeweitet auf einen Betrag von mehr als 3,8 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung im Jahr 2008 von 5,7 Prozent. Der größte Teil davon ist langfristig ausgeliehen. Insbesondere die Branchen Handel und Dienstleistungen sowie Landund Forstwirtschaft haben die Kreditaufnahme bei den Sparkassen ausgeweitet. Wie im Vorjahr beschränkte sich die Geschäftsbeziehung zwischen den Sparkassen und den Unternehmen nicht nur auf den Bereich der Finanzierung, sondern umfasste auch die Geldanlagen der Firmen. Insbesondere die Termingeldanlagen stiegen im Laufe des Jahres um über 30 Prozent; aber auch das Gesamtvolumen der Einlagen wurde um 8,7 Prozent auf über 1,2 Milliarden Euro gesteigert. Mit einer konstant hohen Ausbildungsquote von nahezu zehn Prozent setzen die Sparkassen wie in den Vorjahren auf den eigenen Nachwuchs. Die Anzahl der vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter wurde im vergangenen Jahr leicht reduziert. Ein besonderes Kennzeichen der Sparkassen ist die Verbundenheit mit der heimi-

Minister Laumann lobt Engagement der Springtec Group Schrimpf & Schöneberg

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REGIONALE WIRTSCHAFT

50 Jahre Elektrodynastie in Gevelsberg An den elektrischen Standard von heute war kaum zu denken, als vor 50 Jahren das Elektrogeschäft Ellinghaus in Gevelsberg eröffnete. Seit rund 20 Jahren führt Stefan Ellinghaus das Geschäft, das der 43-Jährige von Vater Paul übernahm und das heute eine große Auswahl modernster Geräte bietet. Paul Ellinghaus wagte 1957 den ersten Schritt in die Selbstständigkeit. Er übernahm das Geschäft des Elektrohändlers Öcker, bevor er 1959 seinen Laden an der Wittener Straße eröffnete.

1982 folgte der nächste Umzug in ein Ladenlokal nur einige Häuser weiter. Seit 1997 befindet sich das Geschäft in der Gevelsberger Fußgängerzone. Die Geschäfte der Firma Völker (ehemals Hochbein) und das eines Händlers in Haßlinghausen wurden übernommen und hier zusammengeführt. Seit 1999 gehört Ellinghaus zur Einkaufsgemeinschaft „Expert“. 28 Mitarbeiter sind zurzeit für das Unternehmen, das in diesem Jahr als Hauptsponsor der Gevelsberger Kirmes auftritt, tätig. ■

Mercedes Jürgens investiert 2,5 Millionen Euro Investitionen in Höhe von 2,5 Millionen Euro plant die Mercedes Jürgens GmbH in den nächsten Jahren an ihren Standorten, um diese wettbewerbsfähig zu halten. Das gab der neue Geschäftsführer Franco C. Barletta bekannt. Unter anderem werde der Standort in Lüdenscheid we-

gen seiner Nähe zur A45 zu einem „NutzfahrzeugKompetenz-Center“ ausgebaut. In Hagen soll der Bereich Gebrauchtwagen künftig im neuen B7-Center an der Preußerstraße gestärkt werden. Barletta schaute jedoch nicht nur in die Zukunft, er

nahm auch Stellung zur Gegenwart. Aktuell verzichten alle 600 Mitarbeiter an den zwölf Standorten in NRW und Brandenburg auf 8,5 Prozent ihres Lohns, sowie auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld – inklusive der Geschäftsführung. Darauf haben sich Betriebsrat, Geschäftsleitung und Belegschaft geeinigt. Die Einigung gilt zunächst bis Ende des Jahres, es besteht jedoch die Option auf Verlängerung bis Mai 2010. „Ohne diesen Gehaltsverzicht hätten wir am Ende des Jahres mit Verlusten rechnen müssen“, sagte Barletta. Schließt Jürgens das Franco Jahr 2009 mit C. Barletta einem Gewinn ab, wird das Geld an die Mitarbeiter zurück gegeben. Ein Grund für die momentane Situation des Unternehmens ist der starke Einbruch im Gebrauchtwagen-Geschäft. Hier hat die Mercedes

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Jürgens GmbH einen Verlust in einem „hohen sechsstelligen Bereich“ gemacht. Seit November habe der Gebrauchtwagenbestand zehn Prozent an Wert verloren. Bei den Lkw sogar bis zu 30 Prozent. Trotzdem bezeichnet Barletta den „Haustarif“ als „reine Vorsichtsmaßnahme“. Er sei sehr zuversichtlich, auch das Jahr 2009 mit schwarzen Zahlen abschließen zu können. Gerade im Neuwagenbereich liege man im Soll, 115 Prozent der im November gestellten Zielmarke seien im Pkw-Geschäft bisher erfüllt. Im Jahr 2008 betrug der Umsatz gut 200 Millionen Euro. Verluste gibt es bei den Nutzfahrzeugen und im Transporterbereich. Nicht zuletzt, weil 2008 „ein absolutes Hochjahr“ in dem Bereich gewesen sei. Sehr zufrieden zeigte sich Barletta mit dem Service-Bereich. Im ersten Quartal 2009 sei der Umsatz im Pkw-Bereich um 24,4 Prozent und im Bereich der Nutzfahrzeuge um 14,3 Prozent gestiegen. ■

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REGIONALE WIRTSCHAFT

VW jetzt auch bei der Gebrüder Nolte-Gruppe

Die märkische Autohausgruppe Gebrüder Nolte wird neben Opel, Saab, Chevrolet und Honda künftig auch die Marke VW in ihr Angebot aufnehmen. Bereits ab Herbst 2009 sollen Autofahrer aus Iserlohn und Umgebung rund um die Marke Volkswagen betreut werden. Die Planung des familiengeführten Traditionsunternehmens Gebrüder Nolte sieht dabei jedoch keine Übernahme der Immobilie, von Warenbeständen oder des Personals des nunmehr insolventen Autohauses Iserlohn vor. „Wir wollen komplett neu starten mit VW für den Raum Iserlohn. Petra Pientka (im Bild links), Gebrüder Nolte Unternehmensleitung, ist begeistert von dem neuen Vor-

haben. Hierin weiß sie ihre Unternehmerfamilie hinter sich, die als traditionelle „Opelaner“ auch VW bei Gebrüder Nolte willkommen heißen. Die Volkswagen AG indes ist froh, mitten in der Wirtschaftskrise so schnell ein potentes und innovatives Familienunternehmen mit einem guten Namen in der märkischen Region als neuen Partner für den VW-Vertrieb und –Service gewonnen zu haben. „Volkswagen ist ein zukunftsfähiges Unternehmen - mit einer starken Marke, einer TopMannschaft, der richtigen Strategie und vor allem tollen Autos. Unser Ziel ist es, Volkswagen zum grünsten Autobauer der Welt zu machen. Unter der Dachmarke - Blue Motion Technologies - fassen wir alle Technolgien, die entweder zu niedrigem Verbrauch oder zu einem besseren Abgasverhalten führen, zusammen“, so Peter Hecht, Bezirksmanager VW. Mit diesem Wachstumsschritt der seit 1914 agierenden Autohausgruppe Gebrüder Nolte will die Unternehmerfamilie, so Petra Pientka, keinen „Turmbau zu Babel“ errichten – nur um etwa an Größe zu gewinnen. „Wir

wollen ein kompetenter Ansprechpartner vor Ort sein und viele - anfangs 15, später

bis zu ca. 30 - neue Arbeitsund Ausbildungsplätze schaffen“, so Pientka. ■

Bilder zum Greifen nah: 3D-Animationen und Monitore ohne Zusatzbrille bei mmh

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Wenn diese Bilder dann auch noch zum Greifen nah und dreidimensional erscheinen, erzählen sie ganze Geschichten. mmh, die Kommunikationsagentur aus Lüdenscheid, bietet diese Technik zusammen mit dem Jenaer-Software-Unternehmen VisuMotion erstmalig gemeinsam an. „Alle Unternehmen, die einen richtigen Hingucker haben wollen, etwas das den Betrachter staunen lässt, haben nun die Möglichkeit dazu“, sagt Dietmar Baum, Geschäftsführer mmh und ergänzt: „Tests haben ergeben, dass die 3D-Bildtechnik auf Messen und Events deutlich

höhere Aufmerksamkeitsund Erinnerungswerte erzielen, als die klassische Monitorpräsentation.“ Und so funktioniert das Ganze: Mittels Animationssoftware (z.B. Maya) erstellt mmh Animationen mit fünf statt wie sonst üblich einer virtuellen Kamera. VisuMotion-Software sowie ein geeigneter 3D-Monitor bilden die Animationen dann ab: plastisch, realistisch und dreidimensional. „Das ist fast ein bisschen wie Science Fiction“, freut sich Jürgen Schöneborn von VisuMotion und ergänzt: „Das kann man kaum erklären, das muss man einfach gesehen haben.“ ■

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REGIONALE WIRTSCHAFT

Allianz und Allianz Bank starten erste Bankagentur in Hagen Allianz und Allianz Bank eröffneten Anfang Juni die erste Bankagentur in Hagen: „Generalvertretung Matthes & Soltan OHG“ in der Iserlohner Straße 98, und starten so mit einem in Deutschland bisher einzigartigen Vertriebsformat. Das Projekt Bankagenturen hatten Allianz und Dresdner Bank Anfang Februar 2007 gestartet. Nach dem Verkauf der Dresdner Bank erhalten nun Beraterinnen und Berater der Allianz Bank einen festen Arbeitsplatz in ausgewählten Allianz Agenturen und bieten dort den Kunden gemeinsam mit dem Allianz Vertreter ein umfangreiches Angebot an Vorsorgeund Vermögensprodukten. Die zwei Versicherungsund Finanzexperten Georg Matthes (im Bild rechts) und Oliver Soltan (links), führen die Generalvertretung, ge-

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

und sollen voraussichtlich vor den Herbstferien im Oktober beendet sein – der „laufende Spielbetrieb“ geht im KiKi Island in dieser Zeit natürlich wie bisher weiter. ■

GM und Opel zeichnen Kirchhoff Automotive aus

meinsam seit 1996. „Die ersten Tage mit unserem Bankberater Bastian Sehr sind sehr erfolgreich verlaufen, die Nachfrage hat bestätigt, dass wir mit unserem Konzept richtig liegen. Er ergänzt ideal unser nun siebenköpfiges Team.“ ■

Auf KiKi Island bald noch mehr Land in Sicht

Bereits ein halbes Jahr nach der Eröffnung von „KiKi Island“ schmiedet Inhaber Heribert Kißmer neue Pläne: Mendens größte „Spielinsel“

dratmetern toben, klettern, Fußball spielen, Bobby Car fahren und Geburtstag feiern. Damit zählt KiKi Island dann zu den größten Kinderspielhallen der Region. Die Umbauarbeiten beginnen im Juni

soll weiter wachsen, denn der Ansturm auf die Kinderspielhalle ist größer, als es sich Heribert Kißmer hat träumen lassen. „Die Kinder sollen noch mehr Platz bekommen – zum Beispiel zum Fußballspielen“, so Kißmer. Deshalb hat er sich entschieden, die Squashcourts, die sich neben KiKi Island ebenfalls in der Freizeitoase Kißmer befinden, umzubauen und damit die Spielfläche von KiKi Island zu erweitern. Zwei Soccercourts, ein Bungee-Trampolin, ein 150 Quadratmeter großer Wabbelberg, sechs weitere Geburtstagsnischen und eine 15 Meter lange Rollenrutsche sollen zusätzlich zum bisherigen Angebot entstehen. Nach dem Umbau können die Kinder auf insgesamt über 2.600 Qua-

Trotz der schwierigen Umstrukturierungen bei GM und Opel wurde Kirchhoff Automotive als einer von 16 europäischen Lieferanten zum Lieferant des Jahres 2008 gewählt. Auch in Zukunft wird die neue General Motors ein weltweiter Autohersteller sein, der mit eigenen Werken in Amerika und mit Partnern in Europa und Asien einen neuen Anfang macht. Um die neuen Modelle von Opel mit dem letzten Stand der Technik zu beliefern, hat Kirchhoff Automotive die Werke in Spanien, Polen und Deutschland erweitert sowie ein neues Werk in China eröffnet, da dort ebenfalls der Astra und der Insignia gebaut

werden. Hierzu wurden in 2008 mehr als 65 Mio. Euro investiert. Trotz schwierigem Marktumfeld wird Kirchhoff Automotive auch in 2009 wachsen. Insbesondere die Ausbildungsstellen und die Investitionen in Forschung und Entwicklung werden auch in der Krise beibehalten. Der weltweite Einkaufschef von GM, Bo Andersson, und der Leiter des europäischen Einkaufs des neuen Opelkonzerns, Tom McMillen, übergaben den Preis an den Geschäftsführer Dr. Thorsten Gaitzsch und den Geschäftsführenden Gesellschafter Arndt G. Kirchhoff am Stammsitz von GM in Detroit. ■

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der möglich aus der Branche Sicherheitstechnik und/oder Schlüsseldienst kommt. Die Firma besitzt 7 eigene Schließprofile frei von Rechten Dritter (Ikon/Pfaffenh.) und ca. 40 eigenen Sicherheitskarten. Der Kundenstamm beläuft sich auf ca. 200 Kunden, davon mehrere Wohnungsbaugenossenschaften, Ämter, Behörden, Heime und Hausverwaltungen. Die Schlüsselfertigung erfolgt manuell, wie auch CNC gesteuert. Inventar, Maschinen, Fahrzeuge vorhanden. Bei Bedarf kann eine Werkstatt für Metallbau gesondert hinzugenommen werden. Mein Vater würde auch gerne noch 2 Jahre mitarbeiten und die Einführung übernehmen. Bei Interesse bitte eine Email senden. HA 484-A Einzelhandelsgeschäft Sportswear zu verkaufen. Einzelhandels-

Südwestfälische Wirtschaft

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HA 481-A Reisebüro abzugeben. Das seit über 30 Jahren in Hagen ansässige Reisebüro soll zum 1. November 2009 aus Altersgründen an einen Nachfolger abgegeben werden. Es befindet sich in guter Lage, ist ca. 60 qm groß und hat 2 Schaufenster sowie 2 Counterplätze. Das etablierte Reisebüro ist komplett einge-

richtet, führt sämtliche namhaften Reiseveranstalter und hat viele Stammkunden bei gutem Umsatz.

2009

HA 480-A Der Inhaber eines Metall bearbeitenden Betriebes mit Schwerpunkt Drehen, Bohren und Fräsen sucht aus Altersgründen einen Nachfolger. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Ennepe-Ruhr-Kreis und ist Eigentümer einer 600 qm großen gewerblichen Immobilie, die auch übernommen werden kann. Der Nachfolger wird in einer Übergangszeit gründlich eingearbeitet und in den Kundenstamm mit vielen langjährigen Kunden eingeführt.

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BÖRSEN geschäft im Sportswearbereich Damen und Herren mit hohem Stammkundenanteil auch aus dem weitem Umkreis sucht eine /n Nachfolger/in. Das Geschäft (Verkaufsfläche 120 qm.) liegt in 1a-Lage mit ca. 10 Mtr. Schaufensterfront in der Fußgängerzone einer mittelgroßen Stadt. Das aktuelle Warenlager kann nach Absprache übernommen werden. Die Übergabe soll bis Ende 2009 oder eher erfolgen. Eine Einarbeitung wird gewährleistet.

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

HA 485-A Pächterehepaar für Kantinenbetrieb gesucht. Körperschaft des öffentlichen Rechts mit angeschlossenem Internat und überregionalem Berufsbildungszentrum sucht fachlich qualifiziertes und engagiertes Pächterehepaar für den Kantinenbetrieb. Der Standort befindet sich in einer Kreisstadt mit 100 Tsd. Einwohner zischen Sauerland und Ruhrgebiet. Das seit 26 Jahren erfolgreich betriebene Objekt ist betriebsbereit eingerichtet und ausgestattet. Die beiden bisherigen Pächterehepaare haben das Objekt jeweils 13 Jahre erfolgreich betrieben. Folgende Objektdaten: ca. 300 qm Mensafläche mit bis zu 150 Sitzplätzen, Küche mit ca. 100 qm Fläche 2 Kühlräumen, Bistro, Kiosk, Nebenräume sowie Einliegerwohnung. HA 486-A Der Inhaber eines Unternehmens für Medizintechnik mit Schwerpunkt sicherheitstechnische Kontrollen sucht aus Altersgründen einen Nachfolger. Die Kontrollen, Wartungen und Reparaturen werden in Arztpraxen aller Fachrichtungen und Krankenhäusern durchgeführt. Zum Dienstleistungsspektrum gehören auch Ausstattungsplanungen und fachkundige Beratungen bei Praxiseröffnungen und Praxisumbauten. Der Nachfolge-Kandidat sollte Elektromeister, Medizintechniker oder Elektrotechniker mit sehr guten elektrischen und elektronischen Fachkenntnissen sein. Er sollte außerdem die Bereitschaft zur Teilnahme an Weiterbildungsund Schulungsmaßnahmen, zur permanenten Mobilität und zu flexiblen Einsätzen auch an Wochenenden und abends besitzen. HA 487-A Modernes Unternehmen aus dem Bereich Gesenkbau, Werkzeugbau, mechanische Bearbeitung, Stahlhandel und Konstruktionsbüro sucht aus

Gründen der Altersnachfolge einen tätigen Teilhaber als kaufmännischen Geschäftsführer. Zum festen Kundenstamm zählen internationale Unternehmen unter anderem aus der Flugzeug- und Automobilindustrie sowie dem Maschinenbau. Das Unternehmen hat eine gute Auftragslage und erzielt gute Gewinne. Der Nachfolger sollte gute kaufmännische Kenntnisse sowie Führungs- und Branchenerfahrung aus den genannten Bereichen mitbringen. Ein Kapitalnachweis ist erforderlich. Nachfragen

HA 1312-N Studierter ImmobilienÖkonom, 38 Jahre alt, mit Erfahrung im Bau-/Finanzdienst und Banken sucht ein Makler-Büro und/oder Hausverwaltung zwecks Nachfolge. Eigenkapital ist vorhanden. Übernahme gern auch auf Rentenbasis.

gerten oder ähnlichen Betrieb zur Übernahme zwecks Unternehmenserweiterung. HA 1318-N Privater Immobilieneigentümer sucht eine Immobilienverwaltung im Märkischen Kreis mit Schwerpunkt WEG-Verwaltung zur Übernahme. Eigenkapital vorhanden. ■

Kooperation Mit den nachfolgend veröffentlichten Kooperationswünschen sollen die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit gefördert und Rationalisierungsvorteile realisiert werden, die in der gemeinschaftlichen Ausübung von Unternehmensfunktionen liegen, ohne dass dabei die wirtschaftliche Selbstständigkeit der beteiligten Unternehmen verloren geht. Alle Zuschriften werden an

HA 1313-N Diplom–Ingenieur Elektrotechnik / Automatisierungstechnik sucht ein mittelständisches Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistung, Handel oder Produktion zwecks Beteiligung oder Übernahme. Eigenkapital ist vorhanden. Berufliche Scherpunkte liegen im Vertrieb und in der Entwicklung und dort insbesondere in den Bereichen Gebäudeelektronik / Elektromechanik. HA 1314-N Unternehmerisch tätige Familie, zwei Generationen, sucht nach Ausscheiden aus dem bisherigen Unternehmen einen produzierenden, metallverarbeitenden Betrieb. Alternativ kommt auch ein Handelsunternehmen mit industriellen Produkten in Frage. Eigenkapital ist vorhanden. HA 1315-N Ich suche ein Reisebüro zur Übernahme – Zeitpunkt nach Absprache - Mindestumsatz 600 Tsd. Euro. HA 1316-N Profitable und ausbaufähige Textilreinigung oder / und kleine Wäscherei im 40 km-Umkreis von Wuppertal zur Übernahme gesucht. Erfahrungen / Sachkunde sind vorhanden. HA 1317-N Unternehmen im Bereich CNC-Blechverarbeitung, Lasern, CNCStanzen, CNC-Kanten, Schweißtechnik und Rohrverarbeitung sucht gleichgela-

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HD-46/08-D: Als Beratungspartner für Mittelstandsunternehmen kooperieren und engagieren wir uns in den Bereichen der kompletten Umsetzung von Veränderungsprozessen, des Interimsmanagements, der Unternehmensfinanzierung und –analyse sowie der Bewältigung von Krisen. Auch bei internationalen Themenstellungen werden wir tätig und beteiligen uns selektiv. Wir verstehen uns dabei als Umsetzer und Unternehmer sowie als Koordinator innerhalb ihres Netzwerkes oder eigener unabhängiger Spezialisten aus dem Markt, der wir uns bedienen und beschränken uns nicht auf die Rolle von Ratgebern und Experten. HD-27/08-D: Unternehmensberatungsgesellschaft im Rhein-NeckarKreis bietet Kooperation für kleine und mittelständische Unternehmen. Beratungsschwerpunkte sind Finanzierungskonzepte und Vorbereitung auf Bankgespräche, Existenzgründung und -festigung, Ratingberatung. Kernkompetenzen: Doppelter Blickwinkel durch langjährige Bankpraxis als Firmenkundenbetreuer, betriebswirtschaftlich sinnvolle Unternehmensfinanzierungen. HD-04/08-D: Informationsdienstleister im Rhein-Neckar-Kreis mit Schwerpunkten auf Wirtschaftsrecherchen, Rechtsrecherchen und Bedarfsrecherchen, branchenübergreifend tätig zur Unterstützung von Vorständen, Management und Führungskräften, sucht Kooperation mit Finanzdienstleistern, Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern zur stärkeren Branchenfokussierung H-514-D: Zusammenarbeit/ Kooperation mit technischem Ingenieurbüro (Bauwesen) gesucht. Bei unserer Zielstellung „Schadenmanagement“ bieten wir das unternehmerische Gerüst, wie Firmenmantel, Messtechnik usw. FR-21/09-D: Bankenunabhängiger Finanz- und Finanzierungsexperte mit langjähriger Erfahrung in der Wohnbaufinanzierung bietet Immobilien-, Versicherungsmaklern, Bauträgern und Finanzdienstleistern im Raum FR/EM eine Kooperation an. Gewachsene Verbindungen zu den in Deutschland interessantesten Internet- und Direktbanken sowie ins europ. Ausland sind vorhanden.

Die vorhandenen Spezialkenntisse zu den Richtlinien der KfW- und L-BankFörderdarlehen bilden die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. K-14307-D: Finanzinstitut (BaFinZulassung) bietet Partnerschaft/Bürogemeinschaft für einen Rechtsanwalt mit Spezialgebiet Stiftungsrecht. Bei Interesse an einer kooperativen Zusammenarbeit in Vertrieb, Verwaltung und Beratung wäre eine kurzfristige Zusammenarbeit möglich. KA-090581-D: Unternehmensberater bietet im Raum Karlsruhe, Heilbronn, Mannheim kleinen und mittleren Unternehmen, sowie Banken und Steuerberatern eine Kooperation an. Beratungsschwerpunkte sind: Ganzheitliche Unternehmsanalyse, Sanierungsmanagement bei drohender Insolvenz, Optimierung von internen und externen Prozessen, Einführung eines Planungs- und Controllingprozesses, Implementierung eines management-Reporting-Systemns, Konzipierung und Umsetzung von Kosteneinsparmodellen, Vorbereitung und Führung von Bankengesprächen. S-101608-D: Erfahrener Unternehmensberater im Stuttgarter Raum bietet mittelständischen Betrieben Kooperationen im Bereich Rechnungswesen/ Finanzen/ Controlling/ IT. Sie erhalten kompetente Unterstützung von Rentabilitäts- und Finanzplanung bis zur Einführung und Betreuung von ERP- und Controlling-Systemen, bei Bankgesprächen, insbesondere auch bei Schieflage des Unternehmens und Sanierungsbedarf. Vorübergehende Abdeckung personeller Vakanzen in der Geschäftsführung möglich für fest kalkulierbare Vergütung. ■

Verbraucherpreisindex im Mai 2009 Verbraucherpreisindex für NRW NRW 2005=100

Mai 2009 106,5

April 2009 106,6

Verbraucherpreisindex für Deutschland Deutschland 2005=100

Mai 2009 106,7 Veränderung: zu 5/08 0,0 %

April 2009 106,8

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die Inserenten weitergeleitet. Anfragen und Zuschriften (mit Chiffre-Nr.) sowie Anträge auf Aufnahme in die Börse sind an die Südwestfälische Industrieund Handelskammer (SIHK) zu Hagen, Fachbereich 30, Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen, Postfach 42 65/42 67, 58085 Hagen, Telefon (0 23 31) 3 903 46, Telefax (0 23 31) 3 90-3 62, EMail [email protected], zu richten.

REGISTER

Insolvenzen 103 IN 210/02 – 08.05.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 5154 eingetr. Auto Schneider GmbH, Werdohl (Gewerbestr. 38), vertr. d. d. GF Uwe Schneider, Hemer wird mangels kostendeckender Masse eingestellt (§ 207 InsO). 106 IN 31/09 – 08.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 3190 eingetr. BBF Immobilien GmbH, Herscheid (Wachtweg 14), vertr. d. d. GF Nicole Föhrs, Herscheid, Dirk Biber, Herscheid und Dirk Brune, Herscheid wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 08.05.2009, um 11:45 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 18.02.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalterin: RA Frauke Heier, Hagen.

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106 IN 37/09 – 08.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Hagen, HRB 7333 eingetr. Metrosan GmbH, Gevelsberg (Kirchstr. 29), vertr. d. d. GF Bernd Wolfgang Matheis, Gevelsberg wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 08.05.2009, um 11:49 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 21.02.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalterin: RA Frauke Heier, Hagen. 109 IN 38/09 – 30.04.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRA 2304 eingetr. Spritzgieß- und Lackiertechnik Jordan + Schulte GmbH & Co. KG, Herscheid (Hohle Str. 7), vertr. d. d. phG, die im HR des AG Iserlohn unter HRB 2866 eingetr. Spritzgieß- und Lackiertechnik Jordan + Schulte GmbH, Herscheid, diese vertr. d. d. GF Jost Jordan, Herscheid wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 30.04.2009, um 09:15 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 25.02.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Martin Buchheister, Lüdenscheid.

109 IN 37/09 – 30.04.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 2866 eingetr. Spritzgieß- und Lackiertechnik Jordan + Schulte Verwaltungs-GmbH, Herscheid (Hohle Str. 7), vertr. d. d. GF Jost Jordan, Herscheid wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 30.04.2009, um 09:15 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 25.02.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Martin Buchheister, Lüdenscheid. 109 IN 30/09 – 06.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRA 3697 eingetr. Albert Herfel GmbH & Co. KG, Werdohl (Pungelscheider Weg 21), vertr. d. d. phG, die im HR des AG Iserlohn, HRB 5406 eingetr. Herfel Verwaltungs GmbH, Werdohl, vertr. d. d. GF Dirk Herfel, Werdohl und Monika Herfel, Werdohl wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 06.05.2009, um 10:43 Uhr das Insolvenz-verfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 14.02.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin sowie eines am 12.02.2009 eingegangenen Antrags eines Gläubigers. Zugleich werden die Verfahren 109 IN 30/09 und 109 IN 27/09 unter Führung des zuerst genannten miteinander verbunden (§ 4 InsO, § 147 ZPO). Insolvenzverwalter: RA Dr. Winfrid Andres, Hagen. 103 IN 59/09 – 11.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRA 2832 eingetr. EEF Grundbesitz GmbH & Co. KG, Plettenberg (Auf dem Stahl 16), vertr. d. d. phG, die im HR des AG Iserlohn, HRB 3742 eingetr. EEF Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Plettenberg, vertr. d. d. GF Josef Blaut, Plettenberg wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 11.05.2009, um 13:05 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 09.04.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Andreas Schoß, Wuppertal. 109 IN 48/09 – 01.05.2009: Über das Vermögen des im HR des Amtsgerichts Iserlohn, HRB 2738 eingetr. Autohaus Iserlohn GmbH, Iserlohn (Mende-

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100 IN 113/06 – 19.05.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG Hagen, HRB 7318 eingetr. BHC Bad- und Heizungs-Construktion GmbH, Hagen (Büddingstr. 33), vertr. d. d. GF Oliver Hagenbeck, Winsen wird mangels kostendeckender Masse eingestellt (§ 207 InsO). 106 IN 74/09 – 20.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRA 3186 eingetr. Menn Erodiertechnik GmbH & Co. KG, Lüdenscheid (An der Steinert 6), vertr. d. d. phG, die im HR des AG Iserlohn, HRB 5087 eingetr. Martin Menn Verwaltungs-GmbH, Lüdenscheid, diese vertr. d. d. GF Martin Menn, Lüdenscheid wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 20.05.2009, um 11:10 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 26.03.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Manfred Gottschalk, Herdecke. 106 IN 44/09 – 25.05.2009: In dem In-

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solvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 6649 eingetr. Da Vinci T. Simon UG (haftungsbeschränkt), Meinerzhagen (Willershagen 10), vertr. d. d. GF Torsten Simon, Freudenberg ist der am 28.02.2009 bei Gericht eingegangene Antrag der Schuldnerin vom 25.02.2009 auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen durch Beschluss vom 25.05.2009 mangels Masse abgewiesen worden. 109 IN 145/06 – 25.05.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 4705 eingetr. Jochen vom Berg GmbH, Halver (Schüreichhofen 1), vertr. d. d. GF Jochen vom Berg, Halver und Bianca Lehmann, Halver wird mangels kostendeckender Masse eingestellt (§ 207 InsO). 106 IN 62/05 – 22.05.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Gerhard Leferinghausen, Lüdenscheid, Inh. der im HR des AG Iserlohn, HRA 3358 eingetr. Gerhard Leferinghausen Güterkraftverkehr, Lüdenscheid (Liebigstr. 16), wird nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben (§ 200 InsO). 100 IN 13/09 – 22.05.2009: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 6009 eingetr. Klaus Braun Gartenund Landschaftsbau GmbH, Plettenberg (In der Blemke 31a), vertr. d. d. GF Klaus Braun, Plettenberg ist der am 28.01.2009

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Tagesaktuelle Meldungen über Neueintragungen, Veränderungen und Löschungen im Handelsregister und Genossenschaftsregister können bei verschiedenen Anbietern im Internet abgerufen werden. Für Recherchen bieten sich unter anderem folgende Datenbank-Betreiber an: www.handelsregister.de www.dufa-index.de www.handelsblatt.com Amtliche Bekanntmachungen über Insolvenzen finden Interessenten unter www.e-bundesanzeiger.de www.insolvenzbekanntmachungen.de ■

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

stahlstr. 14–18), vertr. d. d. GF Dr. Viola Prinzessin von Hohenzollern, Hagen wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 01.06.2009, um 11:50 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 23.03.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Es wird Eigenverwaltung angeordnet. Die Schuldnerin ist berechtigt, unter der Aufsicht des Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen (§§ 270 - 285 InsO). Auf Antrag der Schuldnerin werden analog § 277 InsO folgende Beschränkungen ergänzend angeordnet: a) Jegliche Verfügung der Schuldnerin über ihren Grundbesitz bedarf der Zustimmung des Sachwalters. b) Jegliches Rechtsgeschäft mit einem Wert von mehr als 20.000,-€ bedarf der Zustimmung des Sachwalters. c) Es dürfen alle eingehenden Gelder nur vom Sachwalter entgegengenommen und Zahlungen nur vom Sachwalter geleistet werden. Sachwalter: RA Horst Piepenburg, Düsseldorf. 103 IN 32/09 – 01.06.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Hagen, HRA 630 eingetr. Lueg Transport-Kontor Friedrich E. Lueg GmbH & Co. KG, Hagen (In der Krone 9), vertr. d. d. phG, die im HR des AG Hagen, HRB 393 eingetr. Lueg Transport-Kontor Verwaltungsgesellschaft mbH, Hagen, vertr. d.

106 IN 147/08 – 28.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 5537 eingetr. RB Reinholz Bauträger GmbH, Werdohl (Am Scherl 1), vertr. d. d. GF RA Björn Syring, Hagen wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 28.05.2009, um 09:50 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 01.07.2008 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Horst Piepenburg, Düsseldorf. 103 IN 267/04 – 02.06.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG Hagen, HRB 1657 eingetr. Möbel Jorißen GmbH, Hagen (Feldmühlenstr. 21), vertr. d. d. GF Christa Jorißen, Hagen, ist nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit (§ 211 InsO) eingestellt worden. 10 IN 109/03 – 03.06.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG Arnsberg, HRB 4942 eingetr. Juliane Ferber GmbH, Menden (Fröndenberger Str. 95), vertr. d. d. GF Siegfried Ferber, Menden wird nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben (§ 200 InsO). 109 IN 34/09 – 29.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn,HRB 3612 eingetr. ESG-Elektrotechnik-GmbH, Meinerzhagen (Mühlhofe 4), vertr. d. d. GF Johann Sosnowski, Meinerzhagen wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 29.05.2009, um 09:32 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 19.02.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Andreas Grund, Hagen. 106 IN 238/08 – 02.06.2009: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 6307 eingetr. K. D. Gerüstbau

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Handelsregister-Meldungen im Internet abrufbar

d. GF Jürgen Stratmann, Hagen wird wegen Überschuldung heute, am 01.06.2009, um 12:10 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 09.03.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Dr. Winfrid Andres, Hagen.

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Südwestfälische Wirtschaft ISSN 0039-4637 Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen, Telefon (02331)390-0 Telefax (02331)13586 E-Mail:[email protected] Internet: www.sihk.de

106 IN 239/08 – 02.06.2009: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 6307 eingetr. K. D. Gerüstbau GmbH, Lüdenscheid (Lösenbacher Str. 1), vertr. d. d. GF Alkan Dal, Lüdenscheid ist der am 12.11.2008 bei Gericht eingegangene Antrag der Schuldnerin vom 11.11.2008 auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen durch Beschluss vom 02.06.2009 mangels Masse abgewiesen worden.

100 IN 142/02 – 30.03.2009: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 4307 eingetr. Mc Sun GmbH, Schalksmühle (Hülscheid 5), vertr. d. d. GF Dierk-Rainer Vohrmann, Schalksmühle wird nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben (§ 200 InsO). 100 IN 64/09 – 27.05.2009: Über das Vermögen der im HR des AG Hagen, HRA 3638 eingetr. Vatheuer GmbH & Co. KG, Hagen (In der Krone 29), vertr. d. d. phG, die im HR des AG Hagen, HRB 4385 eingetr. Vatheuer Verwaltungs GmbH, vertr. d. d. GF Dieter Vatheuer, Hamm wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 27.05.2009, um 13:23 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 11.04.2009 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter: RA Manfred Gottschalk, Herdecke. ■

Heft 7-8, Juli/August 2009 65. Jahrgang Geschäftsstellen Staberger Straße 5, 58511 Lüdenscheid, Telefon (02351) 9094-0, Telefax (02351) 9094-21 Gartenstraße 15-19, 58636 Iserlohn, Telefon (02371) 8092-0, Telefax (02371) 8092-80 Engelbertstraße 3, 58332 Schwelm, Telefon (02336) 9295-0, Telefax (02336) 9295-31

Impressum Herausgeber: Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen, Telefon (02331) 390-0 Redaktion: Pressereferent Paul-Friedrich Schmittdiel (verantwortlich für den Inhalt), Thomas Marotzke und Desirée Jacobi. Die mit dem Namen des Verfassers oder seinen Initialen gezeichneten Beiträge stellen die Meinung des Verfassers dar, aber nicht unbedingt die Ansicht der Kammer. Die „Südwestfälische Wirtschaft“ ist das offizielle Organ der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen. Kammerzugehörige erhalten sie im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne besonderes Entgelt. Erscheint elfmal jährlich. – Nachdruck und Vervielfältigung jeder Art sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen zulässig. Verlag: Fr. Staats GmbH i.I., Kurt-Weill-Weg, 58511 Lüdenscheid Verantwortlich: RA Stephan Ries Anzeigenverwaltung: Friedhelm Schröder Media 1898, Auf dem Graskamp 25, 58099 Hagen, Telefon (02331) 6 00 01, Fax (02331) 6 00 43, E-Mail: [email protected] Zurzeit ist Anzeigenpreisliste Nr. 38 gültig. Technische Gesamtherstellung: Druckerei Fr. Staats GmbH, Kurt-Weill-Weg, 58511 Lüdenscheid. Auflage 29.000

Beilagenhinweis In dieser Ausgabe finden Sie eine Beilage der Firma Skonto AG, Iserlohn.

Bilder Pixelio.de, Gerd Altmann, Harald Wanetschka, Rolf (Titelbild, Seite 2 Bild 4, Seite 41); Paul Friedrich Schmittdiel, Hagen (Seite 2 Bild 1, Seite 4, 6, 7, 12, 17, 18, 48 oben, 49 unten, 53); Thomas Marotzke, Hagen (Seite 2 Bild 2 und Bild 3, Seite 9, 11 [2], 45 oben, 50 [2]); Wirtschaftsjunioren NRW (Seite 5); Gerd Dapprich, Hagen (Seite 14); GDV, Berlin (Seite 21, 22); ARAG, Düsseldorf (Seite 24); DIHK, Berlin (Seite 27); Frank Niehaus, Hagen (Seite 28); Emirates, Frankfurt/M (Seite 30); FH Südwestfalen (Seite 35); Desirée Jacobi, Gevelsberg (Seite 36 oben, 39 rechts, 52 oben, 55 oben rechts); Frank Herrmann, Herdecke (Seite 36 unten); Iris Fellerhoff, Hagen (Seite 38); Ingrid Piela, Herdecke (Seite 39 oben links); Joachim Malinowski, Hagen (Seite 42 oben, 43 oben links); Claus Hegewaldt, Lüdenscheid (Seite 42 unten, 43 oben rechts, 45 rechts); Bettina Michutta, Hagen (Seite 43 unten); KJU Iserlohn (Seite 44 oben); Eva Sträter, Iserlohn (Seite 44 unten); WJ Lüdenscheid (Seite 44 rechts); Schachtzeichen (Seite 46); Reederei LD Lines (Seite 48 unten); Hotel Eisenhut, Rothenburg o.d.T. (Seite 49 oben); SIHK Hagen (Seite 51); IHK Arnsberg, (Seite 52 rechts); Springtec Group Schrimpf & Schöneberg, Hagen (Seite 54); Marco Marcegaglia, Gevelsberg (Seite 55 links); Jürgens GmbH, Hagen (Seite 55 unten); Nolte Gruppe, Iserlohn (Seite 56 oben links); mmh, Meinerzhagen (Seite 56 rechts); Allianz Bank, Hagen (Seite 57 oben); p:e:w, Unna (Seite 57 unten).

Südwestfälische Wirtschaft 7-8/2009

106 IN 136/08 – 02.06.2009: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 6307 eingetr. K. D. Gerüstbau GmbH, Lüdenscheid (Lösenbacher Straße 1), vertr. d. d. GF Alkan Dal, ist der am 20.06.2008 bei Gericht eingegangene Antrag einer Gläubigerin vom 18.06.2008 auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Beschluss vom 02.06.2009 mangels Masse abgewiesen worden.

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