REPORT ANDREA JUDITH MAURER, ZDF VICE NEWS/ BROOKLYN

May 26, 2018 | Author: Joseph Steinmann | Category: N/A
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REPORT ANDREA JUDITH MAURER, ZDF VICE NEWS/ BROOKLYN Während ich hier sitze und den Bericht schreibe, kann ich selbst kaum fassen, dass alles schon vorbei ist – und wie viel ich in den zwei Monaten Amerika erlebt habe. Genauer: in den fast drei Monaten; denn ich war vor dem eigentlichen Stipendium noch zwei Wochen im ZDFStudio in Washington. In dieser Zeit also habe ich in DC und New York gelebt, habe mit VICE ein Medienunternehmen kennen gelernt, das nicht weniger will als die Nummer eins der Welt zu werden, habe für das ZDF aus den USA berichtet, bin zum Exklusivinterview mit Jonathan Franzen nach Santa Cruz gereist, habe einen Online-Klickhit über Hitlers Drogensucht in einem New Yorker Kunst- und Politikmagazin veröffentlicht, habe wieder die Demut der ‚Neuen’ gelernt, war ab Woche zwei ohne Stipendien-‚Betreuer’, habe mich an schlechten Tagen verloren gefühlt im Großraumbüro und an guten Tagen produktiv und gebraucht, bin manchmal verzweifelt und war doch die meiste Zeit vor allem eins: glücklich. Der Reihe nach. Ich weiss noch genau, wie ich wochenlang gefiebert habe. Klappt VICE? Kann ich nach New York? VICE hatte ich ausgesucht, da ich unbedingt etwas Innovatives machen wollte - jungen, wilden, modernen Journalismus. „Ennemi oservation“, so hatte ich es meinem Chef zu Hause erklärt. Für VICE gab es Mehrfachbewerbungen – und am Ende hat Frank das salomonische Urteil gesprochen, dass zwei Fellows zu VICE können: Lisa Nienhaus und ich. Da Lisa Printjournalistin ist und ich Fernsehjournalistin, dachten wir, das ließe sich auseinander halten. Ließ es sich am Ende nicht wirklich. Aber schlimm war das nicht, im Gegenteil, denn so konnten wir uns austauschen und haben trotzdem beide unser eigenes Ding gemacht, beide bei VICE News. Gefiebert habe ich auch, ob ich noch in unser ZDF-Korrespondentenstudio kann. Und am Ende konnte ich dort sogar eine Korrespondentenvertretung machen. Im Nachhinein war das die beste Ergänzung zum Stipendium. Denn während ich bei VICE News vor allem auf Deutschland und Europa abonniert war, konnte ich im ZDF-Studio Amerika-Themen covern. Das fing gleich an meinem ersten Tag mit den Waldbränden in Kalifornien an, ging in der Woche weiter mit der ersten Republikanerdebatte, über die ich von den Nachtnachrichten bis zu den heuteNachrichten am nächsten Tag berichtet habe, brachte ein Magazin-Stück über die Beeinflussung der Wissenschaft durch Coca-Cola mit sich und einige andere Nachrichtenstücke und Liveschalten. Alles in zwei Wochen. Ich habe bis dahin nur geahnt, wieviel unsere Korrespondenten zu tun haben, jetzt weiß ich es – und ich weiß auch, wieviel Spaß es machen kann, wenn der Tage den Takt eines Nachrichtentickers hat. Für ‚aspekte’ und das ‚heute-journal’ bin ich dann auch noch rüber geflogen an die Westküste, um Jonathan Franzen zu treffen. Das ZDF hatte ein exklusives Interview zum neuen Buch ‚Purity’ bekommen – bei Franzen zu Hause in Santa Cruz. Franzen gilt als „etwas verschroben“. Und was damit gemeint sein könnte, erfuhren wir gleich bei der Ankunft. Als das Team und ich 10 Minuten zu früh klingelten, öffnete er kurz die Tür, aber nur um uns zu sagen, dass wir

leider noch warten müssten. Dann schloss sich die Tür wieder - für exakt 10 Minuten. Am Ende hatten wir zwei Stunden mit ihm, punktgenau, und ein tolles Gespräch über sein Buch. (Nur leider hatte mein amerikanisches Kamerateam in dieser Zeit kein einziges wirklich brauchbares Schnittbild gedreht, so dass ich später im Schnitt noch verzweifeln sollte...) A propos verzweifeln. Schon in den ersten zwei Wochen zeichnete sich ab, was in den nächsten zwei Monaten der wohl größte Glücksfaktor dieses Fellowships werden würde: die anderen Fellows, die Deutschen und die Amerikaner. Airlie hat uns zu Freunden gemacht - und in facebook-Chats haben wir uns danach sozusagen in Echtzeit begleitet. Wir sind miteinander verzweifelt, wir haben gelacht, uns geholfen, unsere Artikel und Beiträge gelesen – und uns in den unterschiedlichsten Städten verabredet. Das war ein echtes „Netz“ und hat sehr vieles sehr viel leichter gemacht! Dann kam für mich New York. Stadt der Städte. VICE News ist in Brooklyn, im neuen South-Office. Ein ehemaliges Fabrikareal, das 2014 bezogen wurde, um Platz für 500 neue VICE-Mitarbeiter zu schaffen. Schon die Eingangshalle ist spektakulär. Mit einem weißen Flügel, einer Bar, überall Loungesesseln, Kaffee und Drinks for free – und alles mündet in einer riesigen Dachterrasse mit herrlichem Blick auf die Skyline von Manhattan. Hier hat mich Kevin Dolak am ersten Tag in Empfang genommen, der managing editor und Fellowship-‚Betreuer’. Leider führte er mich sehr schnell weg von der gigantischen Empfangshalle hinab in das Kellergeschoss, wo VICE News und VICE HBO bei klirrendkalten Klimaanlagetemperaturen hochkonzentriert arbeiten. Ein Großraumbüro, in dem man sich als Neue jeden Tag aufs Neue einen Platz erobern muss (Ich habe das sehr schnell aufgegeben und mich eigentlich immer mit meinem Laptop nach oben gesetzt – dort war es heller, wärmer und die Kaffeemaschine besser.) Das Klackern der Laptops ist hier Grundrauschen – oder anders: es gibt zwar Freibier im Kühlschrank, aber keine Zeit, es zu trinken. An meinem ersten Tag also hat Kevin mich rumgeführt, mir alle vorgestellt – mir aber auch zu verstehen gegeben, dass ich mich selbst darum kümmern muss, ob ich lieber bei VICE News Video oder den Online-News oder VICE HBO arbeiten will. Ich hab mich bemüht, es schnell rauszufinden. Bei VICE Video hat es einen Tag gedauert. Eine filmische Nachrichtenleiste aus Agenturbildern zusammen zu stellen - und jeden Donnerstag eine Online-Gesprächssendung mit einem VICE Reporter zu realisieren – das schien mir zu wenig für zwei Monate. Ich habe also mit dem senior producer vereinbart, dass ich nicht regulär zu ihnen komme, aber jederzeit Themen vorschlagen kann für die längere Reportagen – habe ich später auch gemacht: „Egg Freezing Parties“; nur leider sind mir kurzfristig die Protagonistinnen wieder abgesprungen. Also VICE HBO. Seit 2015 kooperiert VICE mit dem Fernsehsender HBO. Viel Geld, gute Produktionsbedingungen, herausragende Reportagen – aber alles, was in diesem Sommer recherchiert wurde, war erst für nächstes Jahr. Ich hätte kein Projekt bis zum Ende mitmachen können und hätte mit großer Wahrscheinlichkeit auch keinen Dreh begleitet. Also doch eher nicht zu HBO.

Dann VICE News. Die Seite hat den Anspruch, Themen zu covern, die in anderen Medien oftmals untergehen: Kriege, Konflikte, Missstände, sehr viel Ausland. 36 Büros weltweit liefern die Geschichten. Auf der Seite laufen auch die teilweise preisgekrönten Videoreportagen, die immer wieder für Aufsehen sorgen: aus der Ukraine, embedded beim IS, aus Ebolagebieten, etc. Im Großraumbüro in Brooklyn aber wird vor allem geschrieben: News und features. Der größte Anspruch der Seite ist: journalistisch sauber zu arbeiten. Das oberste Gebot – neben ‚Langweile nie!’ – lautet: fact checking. Und das machen sie sehr gut. Jeder ‚writer’ hat einen ‚editor’, der wie ein Dokumentar arbeitet, alles nachprüft und offene Fragen als Anmerkung zurück schickt. Erst wenn alles geklärt ist, geht der Artikel raus. Was bei dem Nachrichtendruck, unter dem tagesaktuelle Geschichten produziert werden, eine echte Leistung ist. An meinem dritten Tag bin ich also in deren Morgenkonferenz gegangen und habe ganz spontan ein Thema vorgeschlagen, das ich dann auch sofort mit einem Interview versehen aufschreiben durfte: ein österreichischer Musiker war mit einer Schweigeminute für Flüchtlinge auf Platz 1 der Charts geklettert. Themenauftrag um 10 Uhr, Interview um 12 Uhr – abgeben musste ich die Geschichte bis 16 Uhr. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich danach bei VICE News geblieben bin – und auch thematisch vor allem bei der Flüchtlingskrise und der Pegida-Stimmung. Noch im Nachhinein betrachtet ist es übrigens absolut krass, was in diesen zwei Monaten, in denen wir in Amerika waren, in Europa passiert ist. Als wir in den Flieger gestiegen sind, war von einer so gewaltigen Flüchtlingskrise noch keine Rede, und dann haben sich die Ereignisse in einer Weise überschlagen, dass wir am Ende in ein verändertes Land zurück kommen sollten. Die drei Bilder, die ich nie vergesse und die auch in den USA durch alle Medien gegangen sind, waren der ‚migrant march’, der kleine tote Junge am Strand und die Menschen am Münchner Bahnhof, die die Flüchtlinge mit Applaus empfangen haben. In den USA und natürlich auch bei VICE News war der Bedarf an Berichterstattung und Erklärung groß. Und in den ersten zwei Wochen lief es für mich sehr gut. Ich konnte schreiben – und habe auch gemerkt, wie sehr ich das in meinem Job als Fernsehjournalistin vermisst habe: nur ein Text und ich. Dann aber war plötzlich Kevin Dolak weg. Von einem Tag auf den anderen. Er habe gekündigt, hieß es. Er sei jetzt bei einem Journalisten-Start-up. So irritiert ich war, so irritiert war der ganze Newsroom. Es entstand ein Machtvakuum. Die gute Zeit war erstmal vorbei. Als erstes blieb eine Geschichte von mir auf der Strecke, die noch zu Kevins Zeiten fest eingekauft worden war: eine Art Feature über die Studie des deutschen Schriftstellers Norman Ohler, dass nämlich Hitler ein Junkie gewesen ist. (Nach der Themenkonferenz hatte ich noch mit einem Kollegen gelacht darüber, dass mir für VICE kein besseres Thema hätte einfallen können als eines, in dem Hitler UND Drogen vorkommen.) Ich hatte also übers Wochenende ein Telefoninterview mit Ohler geführt und zwei Tage an dieser Geschichte geschrieben. Es sollte meine erste längere Story werden. Irgendwann, nachdem ich die Geschichte abgegeben hatte, kam ich dann auf die Idee, bei meinem editor nachzufragen, ob alles in Ordnung sei. Acho so, sagt er mir, sie hätten entschieden, die Geschichte zu kippen. Sie sei nicht ‚newsy enough’, und niemand könne die Fakten exakt checken. Niemand hatte mich dazu irgendwas

gefragt oder mich nach der Entscheidung informiert. Und vor allem: niemand war danach mehr wirklich für mich zu diesem Thema zu sprechen. Ein Tiefschlag, tagelang. Doch dann ist etwas passiert, wofür Amerika berühmt ist: meine Geschichte wurde gewissermaßen vom Tellerwäscher zum Millionär. Und das kam so: Eine Kollegin (und inzwischen Freundin) von mir schlug vor, die fertige Geschichte dem Guernica Magazine anzubieten, einem sehr erfolgreichen New Yorker Kunst- und Politik-Magazin. Und das habe ich getan. Ich bekam die coolste Redakteurin der Welt und die Geschichte „High Hitler: A look into the megalomaniac’s drug addiction“ wurde über 500.000 Mal gelesen, und wird bis heute noch auf Twitter geteilt. Die Redaktion schickt mir immer wieder sehr nette Mails mit den aktuellen Zahlen. Meine amerikanische Erfolgsgeschichte. Und das Allerbeste: Ich kann und soll auch in Zukunft weiter für das Guernica Magazine schreiben! SCHREIBEN! Bei VICE News begann die „Post Kevin Ära“. Ich konnte zwar weiter Geschichten veröffentlichen, aber es wurde mühsamer. Die Morgenkonferenzen wurden neu strukturiert. Vorher hatten wir die Themen old fashioned unter Autoren und Redakteuren besprochen und Kevin hatte alle ‚assignments’ auf einen Block notiert. Jetzt sollte wir jeden Morgen bis 8:30 unsere Themen in einer excell-Tabelle eingetragen haben, dann tagte ein sechsköpfiger (Männer-)Rat hinter verschlossen Türen und irgendwann wurden die Autoren herein gebeten und verkündet, wer was zu schreiben habe. Ich habe mich oft gefragt, was den Reiz ausmacht, in diesen Strukturen zu arbeiten – und ob die sich verschlechternde Stimmung vielleicht auch nur an der Zwischenzeit lag, in der ich da war. Die ‚writer’ bei VICE News jedenfalls sind alle sehr gut und fast alle sehr schlecht bezahlt. Es scheint wohl einen unerschöpflichen Vorrat an jungen Topjournalisten in New York zu geben, die bei VICE News arbeiten wollen, anders lässt es nicht erklären, dass so viele dort Drei-Monats-Verträge und schlechtes Gehalt akzeptieren - für einen Online-Job, bei dem sie fast nie als Reporter vor die Tür gehen. Als der beste und bekannteste Reporter bei VICE, Jason Leopold, in einem InvestigativWorkshop das journalistische Werkzeug schlechthin benannte: Raus gehen und Leute treffen – wurde ziemlich schnell klar, dass für viele seiner jungen Kollegen das nur noch selten möglich ist. Weil sie einfach irre schnell und irre viel arbeiten müssen, und für eigene Geschichten nur noch wenig Zeit bleibt. Dann kam die Woche der UN-Generalversammlung, New York stand Kopf und ich bin nochmal kurz ins ZDF-Studio New York gewechselt, um zu berichten. Ein journalistischen Großereignis. Papst und Kanzlerin, Putin und Obama, alle waren in der Stadt. Und – für die Welt weniger interessant, aber bei VICE ein Mega-Event: Shane Smith. Lange vorangekündigt von seinem Pressestab, damit alle Zeit hatten (es war sogar so: niemand bei VICE durfte an dem Tag arbeiten), reiste der ehemalige Punk und megareiche VICE-Gründer zu seinen Mitarbeitern nach New York. Die Rede, die er halten wollte, hieß bezeichnenderweise „State of the Union“.

Wir wurden alle in riesigen schwarzen Bussen im Büro abgeholt und in ein Theater nach Brooklyn gefahren. Dort gab es Popcorn und eine Videoleinwand – und vor etwa 800 Mitarbeitern verkündete Shane, dass das Fernsehen die Zukunft von VICE sei. In den USA wollen sie jetzt einen eigenen Fernsehsender gründen und weltweit mit anderen Fernsehsendern kooperieren, um ihre Sendungen zu verkaufen. Sie wollen alles anders machen – die Nummer eins werden – und dann die „fuckin’ world“ verändern. Wir haben uns die neuen Fernsehformate angesehen – von denen einige wirklich innovativ waren, vor allem in der Bildsprache – und wurden danach in den schwarzen Bussen wieder zurück gefahren. Zu einer Freibierparty – und damit zu dem, wofür VICE auch bekannt ist: fürs Feiern. Große Visionen brauchen große Drinks, hat ein Kollege zu mir gesagt... Und dann war plötzlich auch schon mein letzter Tag. Ich habe eine Abschiedsmail geschrieben – und eine Abschiedsparty veranstaltet. Geantwortet und mit mir gefeiert haben lustigerweise Leute, von denen ich es nie für möglich gehalten hätte - und umgekehrt. Das war übrigens meine schwierigste soziale Erfahrung in den USA: heraus zu finden, wann überschwängliche Herzlichkeit im Büro ernst gemeint ist. Ich war bis zum Ende nicht wirklich gut darin. Obwohl ich heute sagen würde, dass ich unter meinen Kollegen zwei Freunde gewonnen habe, an die sich alle, die zu VICE News gehen, halten sollten: Robert Eshelman und Sarah Hook. PS: Der Bericht klingt jetzt so, als hätte ich nur gearbeitet. Hab ich natürlich nicht. Es war nicht schwer, ab und an einen oder zwei Tage bei VICE frei zu nehmen – und vor meiner Tür war ja New York City. Ich habe im ersten Monat in Chinatown gewohnt und im zweiten Monat in Chelsea und bin jederzeit bereit, die besten Bar- und Restauranttips von Manhattan und Brooklyn zu verraten...

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https://www.guernicamag.com/daily/andrea-maurer-high-hitler/

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