October 27, 2016 | Author: Nelly Simen | Category: N/A
1 Pfarr nachrichten Nov/Dez/Jan 16 Ausgabe 4 auf dem Jakobsweg Tagebuch der Pilger Die Mantelteilung eine Bildbetrachtun...
Pfarrnachrichten
Nov/Dez/Jan´16 Ausgabe 4
auf dem Jakobsweg Tagebuch der Pilger
„Die Mantelteilung“ eine Bildbetrachtung
Allerheiligen und Halloween ein Gegensatz?
Wahlen zum Kirchenvorstand Kandidaten stellen sich vor
Die Heilige Familie auf der Flucht (Wandbild in Reinickendorf, Ausschnitt)
X X Editorial / Inhalt
Liebe Leserinnen und Leser, es liegt zwar nun schon ein paar Wochen zurück - dennoch wollten wir es nicht unterlassen Ihnen in dieser Ausgabe eine Aktion vorzustellen, die unter Mitwirkung von allen drei Gemeinden im Pastoralverbund geplant, erlebt, und aufbereitet wurde: Die Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Hier finden Sie das Reisetagebuch dazu. Halloween - Der Vorabend von Allerheiligen. Das Wort „Halloween“ kommt aus dem Englischen und besteht eigentlich aus drei Wörtern, nämlich aus „All Hallows‘ Even“ und meint Allerheiligen-Abend. Begangen wird Halloween am Vorabend von Allerheiligen, also am 31. Oktober. Beide Feste haben miteinander zu tun, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise. Und was hat Halloween
im Pfarrbrief verloren? Wir möchten die Hintergründe von Halloween beleuchten und die Verbindung zum Totengedenken der Christen bewusst machen. Passend zum Patronatsfest von St. Martin erhalten wir in der Bildbetrachtung des Werkes „Die Mantelteilung“ eine tiefgehende Erläuterung nicht nur des Gemäldes, sondern auch dieser Tat der Nächstenliebe. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir eine besinnliche Adventszeit, fröhliche Weihnachtstage und schon heute einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ihr Redaktionsteam
Inhalt Leitartikel ............................................................................................4 aus dem Pastoralverbund - Aktuelles zum Pastoralkonzept: Schule.............................6 - Praktikant stellt sich vor....................................................8 - Exerzitien im Alltag............................................................9 - Singgruppe sucht Leitung..................................................9 - Traditionell: Wildschweinessen mit Tanz........................10 - Adventsbasare des Handarbeitskreises..........................11 Titelbild: „Auf der Flucht“, Wandbild in Reinickendorf, gefertigt aus Buntsteinputz direkt an der Hausfassade.
X XInhalt
Gemeindeleben - Gräbersegnungen............................................................12 - Krippenspielproben, Martinsfeier, offene KIrche............13 - Sternsingeraktion 2016 ..................................................13 - Herbergsuche im Advent................................................15 - Schaukasten informiert Ministranten und Jugend..........16 - Kandidaten zur Kirchenvorstandswahl............................17 - Ausstellung in St. Martin: Lebens.Raum.Psalmen...........18 - Geänderte Öffnungszeiten des Pfarrbüros......................19 Gemeinde- / Verbundsnotizen ..........................................................................................20 Termine zum Vormerken ..........................................................................................20 Gemeindeleben - Pilgerfahrt nach Tours (Gemeinde St. Martin Kaulsdorf)..21 Titelthema - „Die Mantelteilung“ eine Bildbetrachtung......................22 - Der Künstler Johannes Grützke.......................................27 katholische Standpunkt - Allerheiligen und Halloween – ein Gegensatz?...............28 - Christen und Halloween: angemessener Umgang .........29 Gottesdienste - Gottesdienstzeiten im Pastoralverbund..........................32 - Besondere Gottesdienste................................................33 Termine - Wortgottesdienste, Kinderkirche, Orgelkuratorium........34 - Erstkommunion-Vorbereitung, Firmkurs, RKW...............35 Gruppentermine ..........................................................................................36 getauft/verheiratet/verstorben ..........................................................................................39 Stellenangebote - Gesucht: Erzieher/in, Pfarrsekretär/in, Redakteur/in.....40 aus dem Pastoralverbund - Auf dem Jakobsweg - ein Pilgertagebuch........................44 - ...weil Du Gemeinde bist.................................................52 nachgedacht - „vom Geben...“................................................................53 Themenreihe - Konzilien der Kirchengeschichte (Teil 7)..........................54 Humor und Rätsel - Witze, Suchbild, Kopfzerbrecher.....................................58 Kinderseite - Gemütliche Igel-Eckchen für den Winter........................59 Buchtipp - Beatrice Bourcier: Mein Sommer mit den Flüchtlingen.. 60 aus der spanischen Gemeinde .........................................................................................61 Adressen / Impressum - Gottesdienststellen der Nachbargemeinden im PV........62 Kontakte und Adressen ..........................................................................................63 Seite 3
X X Leitartikel
Besuch kommt...
Pater Thomas Treutler Priester im Pastoralverbund
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste, auf Besuch bereitet man sich vor. Ist es ein hoher Besuch, dann putzen wir alles heraus, wollen uns von der besten Seite zeigen. Ist der Besuch eher förmlich oder gar lästig, verbergen wir das Persönliche und vermeiden alles, was den Besucher zu längerem Bleiben verleiten könnte. Ist es aber ein erwünschter, vielleicht sogar sehnlichst erwarteter Besuch, dann denken wir wahrscheinlich mehr an den Besucher, als an den äußeren Rahmen des Treffens. Er oder sie soll merken, dass wir wissen, welches Essen ihm/ihr am besten schmeckt, welchen Wein oder welche Musik er/ sie bevorzugt. Peinlich wäre es, wenn ein solcher Besucher, eine solche Besucherin den Eindruck hätte, wir versteckten uns hinter irgendeiner Fassade. Vielmehr soll er/sie die echte Sympathie, die herzliche Freude spüren, mit der uns dieser Besuch erfüllt. Seite 4
In der vor uns liegenden Zeit des Advents kündigt sich in unserer Gemeinde und bei jedem einzelnen von uns wieder ein ganz besonderer Besuch an. Die Art der Vorbereitung darauf zeigt, wie wir zu diesem Besucher stehen. Wieviel Äußerlichkeit, wieviel Lichterglanz und Familientradition müssen sein, damit WIR den Besuch genießen können? Oder wieviel Zeit verwenden wir darauf, uns zu fragen, was IHM den Besuch so erfreulich wie möglich machen könnte; was IHN vielleicht sogar dazu verleiten könnte, ein wenig länger zu bleiben als beim letzten Mal. Schämen müssen wir uns vor diesem Besucher jedenfalls nicht, wenn er uns nicht herausgeputzt und aufgeräumt antrifft, denn er kommt nicht als hoher Herr. Er kommt als erbärmliches Kind in einem Viehstall. Und Erbarmen ist auch der Grund des Besuches. Aus Barmherzigkeit will Gott uns besuchen, weil wir in unserem Haus, in unserem Herzen schon wieder so viel Unbarmherzigkeit mit uns und anderen haben wachsen lassen. Papst Franziskus feiert das kommende Jahr mit der Kirche als Heiliges Jahr der göttlichen Barmherzigkeit. Die Gefahr besteht, dass dieses große Wort unverstanden an uns abgleitet. Selbst da, wo wir Nächstenliebe üben, gegenüber Flüchtlingen zum
X X Leitartikel
Beispiel, wollen wir noch unterscheiden, ob der Nächste die Liebe verdient hat. Gott kennt die Grenzen unserer Kraft, und dennoch handelt er an uns, wie wir aneinander handeln sollen: einander annehmen ohne Bedingung und ohne Vorleistung. Vielleicht verstehen das Menschen, die leiden, am besten. Nicht weil die Christen so barmherzig sind, sondern weil Gott sich immer wieder ihrer erbarmt, wird die Kirche zum Zeichen der Hoffnung für die Welt. Ich wünsche Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, eine wachsame Zeit des Advents, voller Hoffnung und Freude auf den ersehnten Besuch der Barmherzigkeit Gottes.
Adventssegen Das Licht deiner Seele leite dich, damit du lebendig bist in allem, was du tust. Gott gebe dir ein reines Herz und Augen, die segnen, was sie sehen. Mögest du ein Segen sein für deinen Nächsten, Und dein Nächster ein Segen für dich. Ihr Pater Thomas
Anzeige
Seite 5
X X aus dem Pastoralverbund
Aktuelles zum Pastoralkonzept Schule Hr. M. Mies
Liebe Mitglieder im Pastoralverbund,
wie bereits in den vorigen Pfarrnachrichten mitgeteilt, haben sich im Rahmen der Aktion „Wo Glauben Raum gewinnt“ mehrere übergemeindliche Arbeitskreise gebildet, über deren Tätigkeit wir Sie gerne informieren möchten. Einer ist der Arbeitsbereich „Schule“. Die Katholische Schule Salvator bildet nach Wahrnehmung der Teilnehmer im Pastoralverbund bislang die größte Schnittmenge aller drei Gemeinden. Hier begegnen sich Schüler und Eltern, z.T. auch Lehrer aus den Gemeinden. Nicht in Vergessenheit
geraten darf aber die Tatsache, dass auch noch Kinder vieler anderer Gemeinden die Salvator-Schule besuchen. Die Schule ist also ein Ort der Begegnung im Pastoralverbund und weit darüber hinaus. In einer ersten Sichtung und Zusammenstellung versuchten wir herauszufinden, welche konkreten pastoralen Aufgaben schon jetzt Bestandteil schulischen Handelns sind. So benannten wir z.B. die regelmäßigen Klassengottesdienste, Schulgottesdienste, Malteser Nikolausaktion, Sponsorenläufe, Besichtigung religiöser Stätten, GCL*, soziales Engagement für Indien oder die Schule der Salvatorianerinnen in Kolwezi …). Als wünschenswert hielten wir fest, das
Familie - Kita und Gemeinde R. Kaluza-Müller Spanische Mission - Zukunft
Ökumene
und Beziehung zu Gemeinden
Fr. Dr. U. Wilke
M.I. Codarin
Schule
Senioren
Hr. M. Mies
Fr. S. Becker
Kirche im Kiez
Seelsorge / Feste / Liturgie
Fr. A. Markfort
Hr. Dr. K. Achmann Ehrenamt
Seite 6
P. Litwiakow / A. Martin
*) GCL=Gemeinschaft Christlichen Lebens
X X aus dem Pastoralverbund
„salvatorianische“ Engagement in den Gemeinden bekannter zu machen.
wert, ebenso das Auslegen der Gemeindebriefe in der Schule.**
In einer weiterführenden Runde stellten wir heraus, wo in Zukunft verstärkt Augenmerk auf das gegenseitige Nutzen von vorhandenen Ressourcen gelegt werden könnte und sollte und kamen zu folgenden
Werbung
konkreten Vorschlägen für erste Schritte:
sche Darbietungen der Schüler könnten auch in der Gemeinde oder anderen Einrichtungen des Pastoralverbundes angeboten werden (z.B. Seniorenheime….).
Der gegenseitige Informations-
fluss ist verbesserungsbedürftig. Bislang gelingt es nur sporadisch und ist von Einzelnen abhängig, inwieweit Informationen die anderen Orte kirchlichen Lebens erreichen. Gegenseitige Benennung eines Ansprechpartners in Schule und Pastoralverbund und gegenseitige Information durch Aushänge bzw. Vermeldungen (z.B. ein Schaukasten für den Pastoralverbund an der Schule) könnte hier abhelfen.
Wird die Kapelle der Schule auch als Gottesdienststandort der gemeinden wahrgenommen und genutzt?
Die Schülerfirmen könnten ihre Produkte und Dienstleistungen in den Gemeinden anbieten.
Eine regelmäßige „Schulseite“ in
den Gemeindebriefen ist wünschens-
in den Gemeinden durchführen für ehrenamtliches Engagement in der Schule (AG-Anleiter, Hausaufgabenbetreuung, Schulgarten ….)
Theater-, Musical- oder musikali-
Verlinkung der Internetseiten sollte selbstverständlich sein…..
Den Teilnehmern der Arbeitsgruppe ist bewusst, dass es sich bei der vorstehenden Aufzählung um einen Anfang handelt. Auch ist in den Gesprächen deutlich geworden, dass die jeweilige Professionalität nicht unter dem Engagement für den Prozess leiden darf und eine Überforderung eher zu Resignation, denn zu mehr Einsatzwillen führen würde. Dennoch sehen wir an dieser Stelle auch, welch gewaltige Chance es für den Pastoralverbund darstellt, einen konkreten Ort zu haben, an dem sich (schul-) täglich über tausend Menschen begegnen, für die Glaube und Kirche – zumindest ein Stück weit – ein wichtiges Moment in ihrem Leben sind. M. Mies, Schulleiter der katholischen Schule Salvator / Grundschule
**) Anm. d. Red.: In der Filiale der Savator-Grundschule im MV werden die Pfarrnachrichten seit 2011 regelmäßig in allen Klassen verteilt.
Seite 7
X X aus dem Pastoralverbund
Neuer Praktikant stellt sich vor
Jan Wroński Praktikant im PVRN
Mein Name ist Jan Wroński. Wie mein Name schon verrät, stamme ich aus Polen, wo ich 1986 in Ostrowiec Świętokrzyski geboren worden bin. Aufgewachsen bin in einer katholischen Familie als Vierter von sechs Kindern. Dort absolvierte ich 2005 mein Abitur, woraufhin ich nach langen Überlegungen in das Priesterseminar ‚Redemptoris Mater‘ Berlin eintrat, um Priester zu werden.
In Deutschland angekommen, begann ich erst einmal, die etwas schwierige Sprache zu lernen, damit ich mein Theologie- und Philosophiestudium anfangen konnte. In der Zeit der Ausbildung schätzte ich am meisten die Erfahrungen in Mission und Pastoral, die ich zuerst in Chemnitz (Sachsen) in der ‚Missio ad Gentes‘ von 2011 bis 2012 machen durfte. Daraufhin begleitete ich einen Priester für ein Jahr in Osnabrück, welcher sich der Neuevangelisierung widmet. Nach erfolgreichem Abschluss meines Studiums bin ich nun seit September in Erfurt für den Pastoralkurs zur Vorbereitung auf die Diakon- und Priesterweihe. Was ich dort an Theorie gelernt habe, darf ich in den nächsten Monaten im Pastoralverbund Reinickendorf-Nord nun anwenden und freue mich deshalb auf viele neue Begegnungen und eine tolle Zeit mit Ihnen. Ihr Jan Wroński
„MIT(BE)STIMMEN“
am 22. November 2015
Wahl des Kirchenvorstands …nutzen Sie Ihre Wahlmöglichkeit - stimmen Sie mit ab! …gestalten Sie die Gemeinde mit - lassen Sie sich wählen!
Seite 8
X X aus dem Pastoralverbund
Exerzitien im Alltag Bevor die Zeit des Advent beginnt, die oft genug mit dem Gefühl von Hektik und Überforderung verbunden ist, kann es eine gute Vorbereitung sein, sich kleine Auszeiten zu gönnen. Mit der eigenen Seele in Kontakt zu kommen, Augenblicke der Stille zu finden und Gott in mir Raum zu geben, dazu wollen die Exerzitien eine Hilfe sein.
Beginn: 11.11.2015 Abschluss: 02.12.2015
Gottes Sehnsucht ist der Mensch. Er wartet sehnsüchtig auf jede/n von uns - immer. Lassen wir ihn ankommen in uns.
Anmeldung bitte spätestens bis zum 06.11.2015
Sie sind herzlich eingeladen. Die Treffen finden jeweils mittwochs von 11:00-12:30 Uhr statt.
Exerzitienbegleitung: Gemeindereferentin Angelika Piniek
per e-mail an:
[email protected] oder telefonisch: 030- 404 44 36.
Singe, wem Gesang gegeben Im Seniorenwohnhaus St. Martin - Wilhelmsruher Damm 148, 13439 - findet jeweils montags von 15:00-16:30 Uhr eine Singrunde mit ca. 30 Mitgliedern statt. Damit die Sangesfreude auch weithin zum Klingen kommen kann, wird ein/e neue/r Leiter/in gesucht.
Wer sich für diese ehrenamtliche Aufgabe interessiert, melde sich bitte bei Herrn Bollerey, dem Leiter des Hauses.
Tel.: 030 415 083 93.
Seite 9
+
+
St.Martin
St.Nikolaus
katholische Kirchengemeinde St. Martin Berlin
lädt ein zum
5 1 0 2 r e b m e v o Samstag, 7. N l
aa S t s b O d r a h n r e B in St. Martin im Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 18:30 Uhr Eintrittspreise:
mit Essen: Wildschwein mit Rotkohl, Preiselbeeren und Knödeln: 15,00*€ - nur im VVK ohne Essen aber ein Freigetränk: 5,00 € - im VVK und an der Abendkasse * ermäßigt 10,00 € für Schüler und Studenten mit Nachweis
Musik: DJ Mike Karten sind erhältlich ab 18. Oktober: - im gesamten Pastoralverbund jeweils nach den Sonntagsgottesdiensten - in den Pfarrbüros des Pastoralverbundes zu den jeweiligen Öffnungszeiten
Foto: © Hans Braxmeier, durch pfarrbriefservice.de
X X Gemeindeleben
Adventsbasar bietet Hausgemachtes in St. Nikolaus und St. Martin. Weihnachten ist nicht mehr fern. Wir laden alle daher herzlich zu unserem alljährlichen Adventsbasar ein. Erstmalig wird auch ein kleiner Basar in St. Martin stattfinden. Im Gemeindehaus St. Nikolaus, Techowpromende 35-43 am 21.11.2015 09:00 – 17:00 Uhr 22.11.2015 10:00 – 17:00 Uhr,
Zusätzlich in St. Nikolaus: Die allseits geliebte Losbude und der Trödel werden ebenfalls nicht fehlen. Gewinnen Sie an der Losbude tolle Dinge und feilschen Sie beim Trödel nach Herzenslust um den besten Preis. Zum Abschluss können Sie sich dann mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen oder Schmalzstullen verwöhnen.
und im Gemeindehaus St. Martin, Wilhelmsruher Damm 144 am 06.12 2015 10:00 – 15:00 Uhr. Auch in diesem Jahr haben wir ein reichhaltiges Angebot an Adventsgestecken (diese nur in St. Nikolaus), selbstgemachten Marmeladen, weihnachtlichem Gebäck, eingekochtem Kürbis, Basteleien und natürlich vielerlei Handarbeiten.
Mit dem Erlös der Basare werden wir soziale Projekte vor Ort in Berlin unterstützen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und würden uns über Kuchenspenden sehr freuen. M. Vogel, Handarbeitskreis
Anzeige
„Wir
und
Afrika pSL e.V.“
Wir führen für Sie Transporte durch! Damit finanzieren wir unsere Projekte in Afrika. Für Angebote und Terminvereinbarungen erreichen Sie uns unter: 0177-420 09 60 oder per E-Mail:
[email protected]
Seite 11
Friedhof ©Bistum Luxemburg in: www.pfarrbriefservice.de
X X aus dem Pastoralverbund
Gräbersegnungen An folgenden Sonntagen finden Gräbersegnungen statt: Am So. 1. November: †† um 14:30 Uhr auf dem Friedhof St. Sebastian, Humboldtstraße 69, über Gemeinde St. Rita, †† um 15:00 Uhr auf dem Domfriedhof St. Hedwig, Ollenhauerstraße 25, über Gemeinde St. Rita. Anzeige
Seite 12
†† um 15:00 Uhr auf dem Friedhof Lübars, Zabel-Krüger-Damm 176, über die Gemeinde Maria Gnaden. Am So. 8. November: †† um 15:00 Uhr auf dem Friedhof Am Thiloweg (Thiloweg 2).
X Xaus dem Pastoralverbund
Proben zum Krippenspiel In diesem Jahr wird als Krippenspiel am Heiligabend eine auf die Flüchtlingsproblematik hin aktualisierte Version der Weihnachtsgeschichte aufgeführt werden. Die Proben dazu sind immer am Donnerstag von 17:00 - 18:00 Uhr in St. Martin, beginnend am 12.11.2015 im Bernhard-ObstSaal. Kinder allen Alters sind aufgefordert und gebeten, mitzumachen!
Krippenspiel (Archivbild 2012)
St. Martinsfest am 11.11.
Offene Kirche im Advent
Selbstverständlich muss es in einer St. Martin-Gemeinde an diesem Tag ein Fest geben! Am Mittwoch, dem 11.11.2015 beginnen wir mit einer Andacht um 17:00 Uhr in der Kirche. Anschließend folgt der große Laternenumzug um den Block, begleitet von Musik, Gesang und dem Reiter Martin hoch zu Pferde. Zum Abschluss auf dem Schulhof gibt es das Martinsspiel und wir stärken uns beim großen Martinsfeuer mit geteilten Martinshörnchen und Kinderpunsch.
Die Kirche St. Martin ist an den Adventssamstagen (28.11., 05.12., 12.12. und 19.12.) in der Zeit von 11:30 – 12:30 Uhr zum Gebet geöffnet - zeitweise mit Orgelmusik.
© St. Böttcher
Anmeldung für die Sternsingeraktion Wer in den ersten Januartagen des nächsten Jahres (voraussichtlich am 10.01.2016) Besuch von den Sternsingern empfangen möchte, kann sich hierfür ab dem 4. Advent in die Listen eintragen, welche in der Kirche ausliegen. Ebenso ist eine Anmeldung per Internet möglich unter www.st-martin-berlin.de/html/formulare.html Martinsspiel auf dem Schulhof. Foto: C.Oster
Seite 13
Beginn
17.00
Martinsspiel in der
Uhr
Kirche St.Martin
(Wilhelmsruher Damm 144) danach:
Großer Laternen-Umzug mit Pferd und Reiter
Abschluss: großes und
Martinsfeuer
Liedersingen
auf
dem Schulhof mit Martins-Gebäck*, Kinderpunsch und Glühwein
Alle Kinder freuen sich auf rege Beteiligung
Seite 14 *Mit freundlicher Unterstützung durch
“Thoben´s Backwaren” und
X X aus dem Pastoralverbund
Herbergssuche im Advent Maria und Josef waren unterwegs, aber in der Herberge war kein Platz für sie. In diesem Advent werden Maria und Josef in unserem Pastoralverbund unterwegs sein und Herberge suchen. Sie sind eingeladen, diesen beiden - in Form einer schönen Holzfigur - Herberge zu geben. Dieser adventliche Brauch, in anderen Gegenden Deutschlands auch „Frauentragen“ genannt, kann helfen die Verbindung zwischen unseren Gemeinden zu vertiefen. Wie soll das geschehen? Die Herbergssuche beginnt am 1. Advent. Zuvor werden in unseren drei Kirchen St. Martin, Maria Gnaden und St. Hildegard Listen mit entsprechenden Terminen ausliegen. Wer Freude hat, sich an der Herbergssuche zu beteiligen, kann sich an einem dieser Termine eintragen. So werden Maria und Josef von Haus zu Haus durch unsere drei Gemeinden wandern und jeweils zwei Tage an einem Ort bleiben. Danach werden die beiden zur nächsten Adresse gebracht. Dort werden sie schon erwartet und aufgenommen. Auf diese Weise gibt es eine schöne Gelegenheit sich innerhalb unseres Pastoralverbundes kennenzulernen, zu begegnen, vielleicht einen Adventstee oder -kaffee miteinander zu trinken und gemeinsam zu beten oder auch zu singen.
Holzfigur „Maria und Josef“ © Angelika Piniek
Sie sind herzlich eingeladen, Herberge zu geben für Maria und Josef, damit sich Ankunft ereignen kann. Wagen Sie es. Es lohnt sich, aufzubrechen.
im Namen des Pastoralteams Angelika Piniek, Gemeindereferentin
Seite 15
X X Gemeindeleben
Schaukasten informiert Jugend und Minis am Eingang zum Treppenaufgang der Jugendräume und Sakristei.
Foto: C. Oster
Jedes Kind, das die Erstkommunion erhalten hat, ist eingeladen, in der Ministrantenstunde* vorbeizuschauen. Jugendliche ab 15 Jahren sind herzlich willkommen bei den Treffen unserer Jugend*.
Freude über den neuen Schaukasten.
Durch die Genehmigung des Kirchenvorstands haben wir endlich einen Schaukasten erhalten, der dazu dient, Kindern und Jugendlichen einen Weg der Begegnung mit der Gemeinde und mit Gott und zum Dienst am Altar zu zeigen.
Der Schaukasten soll außerdem zum Ausdruck bringen, dass nicht nur Kleinkinder, Erwachsene und Senioren, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene ihren Platz in unserer Gemeinde haben (müssen). Er wird natürlich immer die aktuellsten Informationen bereithalten. Also, informiere auch du dich und schau vorbei! Wenn du Fragen hast, stehen dir sowohl die Oberministranten als auch die Jugendleiter zur Verfügung. Wir freuen uns auf dich*. Jaira Paclibar, Oberministrantin
Anzeige
Der Kloster Laden. Bücher . Kerzen . Kalender . Karten . Kunst . Kunsthandwerk
www. derklosterladenberlin.de
Heckerdamm 232 . 13627 Berlin T 030 364 11 720 .
[email protected] Öffnungszeiten Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr . Sa 10.00 - 13.00 Uhr
Seite 16
*) weitere Einzelheiten zu Ministrantenstunde und Jugendtreffen findet ihr in unseren Infokästen bei den Gruppenterminen auf Seite 36.
X X Gemeindeleben
Wahl zum KV
Anzeige
Das sind die Kandidaten Am 22. November findet in der Zeit von 08:30 - 13:00 Uhr im Pfarrsaal von St. Martin, Wilhelmsruher Damm 144, 13439 Berlin die Wahl zum Kirchenvorstand statt. Wahlberechtigt sind alle im Wählerzeichnis enthaltenen Personen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Bis zum Redaktionsschluss hatten sich folgende Personen bereiterklärt, für den Kirchenvorstand zu kandidieren: Jörg Brühe, 61, Diplominformatiker Guido Götting, 49, Techniker Ariane Graf-Hertling, 48, Diplomingenieurin Innenarchitektur Nikolaus Klapprott, 77, Pensionär Stefanie Schmidt-Oster, 49, Diplomingenieurin Elektrotechnik Klaus Vaterrodt, 49, Diplomingenieur Elektrotechnik Seite 17
X X Gemeindeleben
Ausstellung: Lebens.Raum Psalmen Das Psalmen-Gebet ist seit zwei Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Gebetspraxis im Judentum und Christentum. Psalmen werden gelesen, gemurmelt, gesungen, rezitiert und auswendig gelernt. Bedeutsam sind die Psalmen vor allem, weil sie in klarer Sprache existentielle Grenzsituationen thematisieren. Sie greifen noch heute aktuelle Lebensfragen auf und laden ein, das eigene Leben in sie einzutragen. Eine Ausstellung möchte diesen Dialog mit den Psalmen, ihrer Wirkungsgeschichte in Kunst, Literatur und Musik sowie ihre Bedeutung für uns selbst und unser Christsein aufnehmen. Fünf „begehbare“ Räume machen den Lebensraum Psalmen für den Besucher erfahrbar:
nden m Judenelesen, endig en sowie eller/ nnen. weil sie onen
gen auf zutrag diesen schichte edeutung hmen, erfahrung
esteht
Lebens.Raum Psalmen EI N E AUSS T EL LU N G
Mittel-
mp srau
und
ben w.le ww
e en.d salm
DER DUNKEL.RAUM stellt die Klage- und Fluchpsalmen in den Mittelpunkt. IM SOZIAL.RAUM geht es um die Frage nach Gerechtigkeit und Solidarität in den Psalmtexten. DER FREI.RAUM greift mit Psalm 23 die Frage des Gottvertrauens auf. DER WELTEN.RAUM wirft anhand der Schöpfungspsalmen einen Blick in Schöpfung und Universum.
auens auf.
en Blick
in der
DER KLANG.RAUM widmet sich der Bedeutung der Psalmen in der jüdischen und christlichen Liturgie. Seite 18
X X Gemeindeleben
In der Kirche St. Martin werden die Räume anhand von Roll-Ups vom 6. bis zum 28. Januar 2016 aufgestellt, nachdem die Ausstellung schon in anderen Kirchen Berlins besucht wurde.
Die Ausstellung ist ein Projekt des Bibelwerks und des Kathedralforums.
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wird Herr Dr. Kmiecik (Katholisches Bibelwerk Berlin) vorraussichtlich eine Einführung zur Ausstellung geben. Dieses und die Fragen ob und wann die Kirche zusätzlich zu den Gottesdienstzeiten zur Besichtigung der Ausstellung geöffnet sein wird, stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Bitte beachten Sie hierzu die wöchentlichen Vermeldungen auch unter www.st-martin-berlin. de/html/vermeldungen.html.
stets aktuell und weiterführend: www.st-martin-berlin.de
Geänderte Öffnungszeiten im Pfarrbüro Das Büro von St. Martin hat seit dem 1. Oktober folgendermaßen geöffnet: Donnerstag von 10:00 - 12:00 Uhr und von 16:00 - 18:00 Uhr, und jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 17:00 - 19:00 Uhr auch in polnischer Sprache. Dazu suchen wir noch eine tatkräftige Hilfe, die ebenfalls deutsch/polnisch spricht. Tel.: 030 346 550 243 / Fax: 030 346 550 244 E-Mail:
[email protected] Die Sprechzeiten, Adressen und weitere Kontaktdaten der Büros im Pastoralverbund finden Sie hinten im Heft auf Seite 63. Seite 19
X X Gemeindeleben
. . Gemeinde-Notizen . .! . Das Pfarrbüro der Gemeinde hat seit Oktober erweiterte Öffnungszeiten. Die neuen Zeiten finden Sie ausführlich auf Seite 19. ... Beim ökumenischen ErntedankGottesdienst auf der Jugendfarm Lübars sind 819,59 € gespendet worden zugunsten unbegleiteter Flüchtlingskinder. Allen Spendern herzlichen Dank und ein Vergelts´ Gott. ... Die Mädchenschola der Gemeinde Heilige Familie veranstaltet in der Adventszeit am 10.12.2015 um 19.00 Uhr ein Konzert bei Kerzenlicht (Evensong) in St. Martin, welches etwa 1 Stunde dauern wird. In früheren Jahren hat die Schola aus der ehemaligen Gemeinde unseres Kaplans Bartuzi bei ihrem Besuch immer eine Abendmesse in St. Nikolaus musikalisch mitgestaltet.
Anzeige
Salzgrotte Salzzimmer
Ra
ba
iV or
M assagen Salzshop
lag
M A s üde? A l thm l e r a? g ie Je n? tzt du ge rch a ni eß t me en n un ! d
20 % be
e
tt
Seite 20
Salzcity GmbH Seeburgerstr.9-10 13581 Berlin Tel.030-81868533 www.salzcity.de
Termine zum Vormerken! »»
Fr. 06. 11. 15:00 Uhr Literarisch-musikalischer Nachmittag mit Herrn Borek im Bernhard-Obst-Saal mit Werken von Schubert, Schumann, Tschaikowski und Debussy.
»»
Sa. 07.11. 18:30 Uhr Wildschweinessen im Bernhard-Obst-Saal. Weiteres siehe Seite 10.
»»
So. 22. 11. KV-Wahlen 2015
»» Sa./So. 21. und 22.11. Adventsbasar in St. Nikolaus »» So. 06. 12. kleiner Adventsbasar in St. Martin »» 24.-31. Juli 2016 RKW 2016 für Kinder von 9-13 Jahren im Don-Bosco-Haus Neuhausen/Spree.
Salzcity
X X Gemeindeleben
Auf den Spuren von Sankt Martin Im Jahr 2016 jährt sich der Geburtstag des Heiligen Martins aus Tours, dem Namenspatron unserer Pfarrei zum 1700. Mal. Anlass genug, sich einmal auf die Spuren des Heiligen zu seinem Wirkungs- und Sterbeort nach Frankreich zu begeben. Die Gemeinde St. Martin in Kaulsdorf organisiert anlässlich dieses bedeutenden Ereignisses eine Reise nach Tours, um gemeinsam als Martinspfarreien den Ort zu besuchen, wo er auch zum Bischof geweiht wurde und begraben liegt. Von Donnerstag, dem 5. Mai bis Dienstag, dem 9. Mai 2016 werden sich Interessierte mit Herrn Pfarrer Faustmann auf den Weg nach Tours machen. Die Pilgerreisenden werden sich auf die Spuren des Namenspatrons unserer Pfarreien begeben und als Gruppe die Erfahrung der gelebten christlichen Gemeinschaft machen. Sie werden Wallfahrtsorte und wichtige Wirkungsgebiete von Sankt Martin besuchen sowie Einblicke in die französische Lebensart in Paris, Chartres und Tours gewinnen. Seien Sie dabei, wenn wir unserem Schutzpatron ganz nahe kommen. Die Gruppenreise ist für 48 Personen ausgelegt. Zum Redaktionsschluss sind noch 7 Plätze frei. Mathias Faustmann, Pfarrer der Pfarrei St.Martin, Kaulsdorf
Alle weiteren Informationen zum Reiseprogramm, zur Anmeldung und zu den Kosten finden Sie auf dem Flyer unter: http://wp.st-martin-kaulsdorf.de/ wp-content/uploads/2015/06/Flyer. pdf oder bei: Isabel Feuchert, Pfarrsekretärin Katholische Pfarrei St. Martin Nentwigstr. 1 12621 Berlin Tel.: (030) 562 66 09
[email protected] Sprechzeiten des Pfarrbüros in Kaulsdorf: Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr, 15:00 - 18.00 Uhr; Mittwoch und Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr. Seite 21
X X Titelthema
Die Mantelteilung
von Johannes Grützke, 1980
Wir kennen das Gemälde, sehen es bei jedem Besuch in unserer Kirche und bei den Gottesdiensten. Die Kunsthistorikerin Liane Nelius gestattet uns in ihrer tiefgehenden Bildbetrachtung eine detailierte neue Sicht auf das Meisterwerk. teilt kurzerhand seinen Mantel in 2 Hälften und verschenkt eine davon. Er soll verlacht worden sein, weil der zerrissene Mantel ihn entstellte, und für 3 Tage wegen Beschädigung von Militäreigentum in Arrest gekommen sein. Ihm aber träumte in jener Nacht von Christus, der in den halben Mantel des Bettlers gehüllt, zu seinen Engeln sprach: „Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet“.
„Die Mantelteilung“ von Johannes Grützke (1980), in der Kirche St. Martin.
Die auf dem Gemälde dargestellte Geschichte zählt zu den beliebtesten Motiven in der Heiligendarstellung. Martin, ein junger Offizier von 18 Jahren, inspiziert an einem eisigen Wintertag die Wachen am Stadttor von Amiens, als ein unbekleideter Bettler auf ihn zutritt. Martin, der weder Geld noch Essen bei sich führt, ist angerührt von der Not des Mannes. Er Seite 22
Es ist dieses Erlebnis der Mantelteilung und wie Martin es in der Traumtiefe verarbeitete, das seine Taufe und sein christliches Leben als Eremit, Missionar und Bischof auf den Weg brachte. Ein „einschneidendes“ Erlebnis also! Und durchaus radikal, so wie Johannes Grützke es auf seinem Gemälde beschreibt. Ausdrucksstark ist die Handlung des Hl. Martin ins Zentrum gerückt. Sie ist als ein Kraftakt dargestellt. Mit dem Schwert im Einsatz ist sie eine Kampfhandlung der Gerechtigkeit. Martin sitzt nicht, wie es oft gemalt wird, zu Pferde. Er nimmt keine Position der Überlegenheit ein – er ist hier selbst ein Verspotteter. Das Ge-
X X Titelthema
sicht halb unter dem Helm verborgen, den Rücken gebeugt und die Arme ausgespannt, schirmt er sich und den Bettler von den Gaffern ab. Er teilt mit dem armen Mann nicht nur den Mantel, sondern auch die Demut. Und Demut bedeutet: Ohne Rechtfertigung zu tun, was man tun muss, und zu sein, wer man sein muss, und die Meinung der Menschen darüber auszuhalten. Alle Figuren sind auf das Ereignis der Mantelteilung bezogen, die 3 Knechte hinter Martin, das freundliche Pferd, und der Bettler vorn. Der ist auffallend größer als die anderen. Das Mittel der Perspektive, das mit Hilfe der Größe eine Nähe schafft, ist sehr betont und an die mittelalterliche Bedeutungsperspektive angelehnt, in der groß das Wichtige war und das Unwichtige klein. Der nackte Bettler nimmt fast ein Viertel des Bildes ein. Er ist uns nahegerückt. Seine Nacktheit lässt ihn schutzlos erscheinen, auch kompromittiert in einer Welt bekleideter Menschen. Nehmen unsere Blicke genügend Rücksicht auf die ausgestellte Armut des Mannes? Seine Haltung bringt den Wunsch nach Geborgenheit zum Ausdruck. Die Kälte des Wintertages und die Schonungslosigkeit der Blicke gehen auf diesem Bild eine seltsame Verbindung ein. Der Schnee, der starre, entlaubte Baum, das aus Sandstein errichtete Stadttor von Amiens geben die Szenerie mit wenigen Mitteln wieder. Die 3 Knechte, die hinter Martin das Pferd absatteln und das Tor
betreten, sind nach dem Prinzip der Isokephalie, der Gleichhäuptigkeit, aufgereiht. Es ist ein altes Gestaltungsmittel, auf antiken Friesen zu sehen, in der Ikonenmalerei, und auch später immer wieder gebraucht. Es hilft hier, den Ausdruck der drei in einer Reihe liegenden Gesichter in der vertrauten Leserichtung von links nach rechts zu erfassen. Der erste reckt sich und versucht, etwas von dem Geschehen zu erspähen, der zweite sieht Martins ungewöhnliche und also ungeheuerliche Tat. Die Augen geweitet und den Unterkiefer geöffnet, zieht es ihm bildlich die Hosen aus. Der dritte lacht nur über Martin und erklärt ihn für verrückt. Er zieht den eigenen, wärmenden Mantel fest um die Schultern und betritt das Tor. Es scheinen drei Gesichter ein und derselben Person zu sein, die einen Prozess des Begreifens durchläuft, der von der Neugierde über das erstaunte, auch erschrockene Erfassen hin zum entlastenden Gelächter führt. Wenn man etwas Ungewöhnliches, Ungehörtes und also Unerhörtes sieht, erfasst man es mit einem Anflug des Erschreckens, weil es unsere Gepflogenheiten, gleichsam unsere Werte in Frage stellt und die Welt aus den Fugen bringen kann. Der 3. Knecht wendet den Schreck in Gelächter. Er entscheidet: Nicht die Welt ist aus den Fugen, sondern lediglich der Verstand des Offiziers. Alles bleibt beim Alten. Jeder sieht, wo er selber bleibt. Seite 23
X X Titelthema
entrückten Leiber der Kunst, sondern es waren jetzt die natürlichen Körper mit den schmutzigen Fingernägeln eines Amorknaben oder dem aufgetriebenen Bauch einer toten Maria. Von dem skandalösen und gleichwohl einzigartigen Maler des Barock hat Grützke viel gelernt. Auch er ist ein Aufrührer. „Ich bin der Widerspruch!“, sagt er von sich selbst. Nicht ohne Selbstironie leiht er den drei Knechten seine eigenen Züge.
Subtil schockierender Realismus: Die »Geißelung Christi« von Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio (Museo di Capodimonte, Neapel)
Grützkes Anregungen aus der Kunstgeschichte Auf Grützkes Bild treffen die Rohheit und eine rührende Menschlichkeit aufeinander, wie man es auf den Gemälden des Römischen Malers Caravaggio stets sieht, wenn er die Passion Christi oder die Heiligenmartyrien malt. Mit strotzender Körperlichkeit, einer gefühllosen Geschäftigkeit wird da von den Schergen das grausame Handwerk der Geißelung, der Dornenkrönung, der Kreuzigung ausgeübt, mit einer unempfindlichen und ungetrübten Lust am Leben (Bild oben). Caravaggio war auch der erste Maler, der den nackten Körper in einem grellen Schlaglicht ausstellte. Das waren nicht mehr die ästhetisch Seite 24
Den Bettler aber malt er als Christus, wie es dem Traum Martins entspricht. Auch hier bedient er sich der Bildtradition, indem er dem Mann längeres, in der Mitte gescheiteltes Haar gibt. Auch ist der nackte Mensch mit dem weißen Lendentuch der Christus der Passion, ist der gegeißelte und dornengekrönte, der gekreuzigte und in der Pietà beweinte Christus: in seiner Nacktheit unverborgen und ausgesetzt, gänzlich entmachtet, alles loslassend in der äußersten Erniedrigung. Wenn der Bettler uns an den Christus der Passion erinnern möchte, dürfen wir auch an die Soldaten denken, die Christus den Mantel wegnehmen und um ihn würfeln, um den guten Stoff nicht teilen zu müssen. Die Tat Martins gleicht einer Wiedergutmachung, so dass Christus zu ihm im Traum spricht und das Wort erfüllt wird, das bei Matth. 25 steht: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Denn ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben“.
X X Titelthema
Der Mantel, der auf diesem Bild schützend hinter dem Bettler ausgebreitet wird, ist dabei viel mehr als ein Almosen. Er gleicht den Throntüchern, die auf den Gemälden der Renaissance hinter Christus oder auch der Madonna mit dem Kind aufgespannt werden und den königlichen Status anzeigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Berliner Engelpietà von Giovanni Bellini (Bild rechts). Durch die traditionelle Bildsprache wird diese Gabe des Mantels zu einem Symbol der Ehrerbietung: Der geringste Mensch, der nichts hat und nichts ist, der wie ein Kind ohne Besitz und ohne Bedeutung ist, der das schlichteste und reinste Sein verkörpert, wird hier zum König, zum Haupt des Menschen erhoben. Und ihm wird neben dem „Throntuch“ eine weitere Auszeichnung zuteil: Ein Dreieck zu seinen Häupten bildet seinen Nimbus. Die Dreiecksfigur entsteht durch die Mantelteilung: durch das gespannte Tuch und den ausgestreckten Arm des Heiligen. Das Dreieck ist das Symbol Gottes. Seine 3 Seiten symbolisieren die Heilige Einheit der Trinität. Das Dreieck auf diesem Bild kann als die Präsenz Gottes gedeutet werden: in der barmherzigen Handlung waltet der Arm Gottes. Der Heilige ist in diesem Augenblick eins mit dem Willen Gottes. Im Alten Testament wird der Wille Gottes auch als „Arm Gottes“ bezeichnet. So im Buch Jesaja 53, das von den stellvertretenden Leiden und der Herrlichkeit des Knechtes Gottes erzählt, und das
Schützend hinter Christus aufgespannter Mantel auf Giovanni Bellinis Engelpietà, (Gemäldegalerie Berlin)
zu der Betrachtung der Bettler-Christusfigur des Gemäldes dazugehört. Der Prophet Jesaja, dem Gott sich offenbart hat, schreibt: „Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen...er ist um unsrer MisSeite 25
X X Titelthema
setat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
eine Bildangelfunktion. Wird er die hintere Reihe entlangziehen und im Dunkel verschwinden oder wird er nach vorne treten? Was wird er tun? Was werden wir tun?
Jesus wird als der Gottesknecht des AT verstanden. Er nimmt bereitwillig die Schuld des Menschen auf sich, um von Schuld freizusprechen, und er nimmt den Tod auf sich, um vom Tod zu erlösen. Martin schafft durch seine ausgestreckten Arme, durch das ausgespannte Tuch dem Christus einen abgegrenzten, besonderen Raum, von dem die Knechte hinter ihm ferngehalten erscheinen. Der 3. feixende Knecht erscheint gleichsam von der Gnade ausgenommen. Er, der sich so klug und überlegen meint, betritt das Stadttor wie ein dunkles Gelass. Hier wird mit der Assoziation der Grabkammer gespielt. Auch das entspricht einer Bildtradition und findet sich etwa auf Savoldos „Maria Magdalena“ in der Berliner Gemäldegalerie. Während Martin mit seiner christlichen Tat das ewige Leben gewinnt, verschwindet der Knecht im Dunkel und ist der Sterblichkeit überlassen. Er weiß nichts von der Errettung des Menschen durch die Liebe Christi. Wie werden sich die beiden anderen Knechte entscheiden, der erste, wenn er gesehen und der zweite, wenn er sich zu dem Ungehörten und Ungeheuerlichen positioniert hat? Dieser scheint eine Wahl zu haben; innerhalb der figürlichen Komposition hat er Seite 26
Liane Nelius, Kunsthistorikerin M.A.
Vortrag, im Rahmen der Reihe „Berlins moderne Sakralarchitektur“ der Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V., gehalten am 08. 03.2015. Anmerkungen der Redaktion: Als Johannes Grützke 1980 den Auftrag des Kirchenvorstandes annahm, ein Tafelbild des Kirchenpatrons zu malen, betonte er, dass er sich nicht in der Lage sähe, ein „Kultbild“ zu malen. Es ginge ihm aber darum, Matthäus 25 im handelnden Martin verständlich zu machen: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. - denn ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben“. In der letzten Ausgabe der Pfarrnachrichten widmeten wir uns ausführlich der Architektur unserer Kirche. In der gleichen Veranstaltung vom 08.03. gaben verschiedene Referenten Einblicke in dieses Werk des Architekten Werner Düttmann.
X X Titelthema
Der Künstler - Johannes Grützke Johannes Michael Wilhelm Grützke (* 30. September 1937 in Berlin) ist ein deutscher Maler, Zeichner, Grafiker und Medailleur.
1987 war er Gewinner des Ideenwettbewerbs der Stadt Frankfurt am Main für das 33 x 3 m² großes Wandbild für die Paulskirche „Der Zug der Volksvertreter“.
Johannes Grützke, Foto: © TU-Pressestelle, Ulrich Dahl
Im Jahr 1990 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Künstlersonderbundes in Deutschland. Von 1992 bis 2002 war er Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Unter dem Titel „die ganze Welt in meinem Spiegel“ zeigte das Stadtmuseum Berlin 2012 anlässlich der Verleihung des HannahHöch-Preises des Landes Berlin 2012 eine Retrospektive seiner Arbeiten aus fünf Jahrzehnten.
Leben und Wirken
Stilistische Positionierung
Johannes Grützke studierte von 1957 bis 1964 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. 1973 war er Mitbegründer der „Schule der neuen Prächtigkeit“. Als Maler, Zeichner und Druckgrafiker schuf Grützke seit den 1960er-Jahren ein Werk, das durch seine Konsequenz ebenso beeindruckt wie durch die Wahl seiner Motive und die souveräne Handhabung der Techniken. In seiner am Gegenständlichen orientierten Kunst geht es ihm darum, eine Idee malerisch so umzusetzen, als sei sie der Wirklichkeit entsprungen. Außer im Malatelier arbeitete Grützke auch als Bühnenbildner für das Theater.
Johannes Grützke malt in einem figurativen, sehr eigenständigen Stil. Die von ihm dargestellten Personen und die Szenen, in die er sie stellt, wirken ironisch überzeichnet. Als Porträtist idealisiert er seine Modelle nicht, sondern er versucht, sich durch Verzerrung der Charakteristik und Physiognomie des Dargestellten zu nähern. Das Stadtmuseum Berlin schreibt: „Seine Bilder sind ironische Reflexionen historischer, mythologischer und religiöser Stoffe, bizarre Beschreibungen sozialen Verhaltens sowie schonungslose Selbstbefragungen“. Quelle: Wikipedia
Seite 27
X X katholischer Standpunkt
Halloween und Allerheiligen zwangsläufig ein Gegensatz?
Ende Oktober beginnt jährlich ein Kulturkampf ums Brauchtum. Das stille Allerheiligen am Friedhof gegen das laute Halloween-Getöse. Da das stille Gedenken, Auseinandersetzen mit dem Tod, dort ein faschingsartiges Verdrängen des Todes - ein Widerspruch? Innehalten, Gedenken der Verstorbenen, Friedhofsbesuch - lautes PartyFeiern in dunklen Verkleidungen, furchterregend ausgehöhlte und leuchtende Kürbisse. Zwei Gegensätze, die nicht miteinander verbunden werden können? Nein, denn wenn man einen Blick in die Geschichte der beiden Feste Allerheiligen und Halloween wirft, finden sich gemeinsame Wurzeln. Allerheiligen Anfangs gab es noch nicht die Unterscheidung zwischen einfachen Christen und Heiligen. Alle Getauften waren in Christus geheiligt, wie der Apostel Paulus im Ersten Korintherbrief schrieb. Selbst Spannungen in der Gemeinde konnten daran nichts ändern. Die Christen verehrten ihre Verstorbenen von Anfang an, besonders die Märtyrer, die während der Christenverfolgungen wegen ihres Glaubens ermordet worden waren. Man wollte in ihrer Nähe begraben sein, man baute über ihren Gräbern Kirchen. Ihrer wollte man gedenken. In den östlichen Kirchen gab es dafür seit Anfang des 4. Jahrhunderts einen Seite 28
"Herrentag aller Heiligen". Die meisten orthodoxen Kirchen feiern den Allerheiligentag heute noch wie damals am ersten Sonntag nach Pfingsten, dem Geburtsfest der Kirche. Halloween Der Ursprung von Halloween liegt bei den Kelten. In Irland wurde am 31. Oktober der Jahreswechsel gefeiert, am 1. November begann das neue Jahr. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November - dem SamhainFest - wanderten nach keltischen Vorstellungen die Geister derjenigen, die während des Jahres gestorben waren, ins Totenreich. Das Wort „Halloween“, in älterer Schreibweise „Hallowe’en“, ist eine Zusammenziehung des Wortes „All Hallows’ Even“ (Allerheiligenabend). Wie auch bei Heiligabend ist nach heutigem Verständnis der Abend vor dem Festtag gemeint. In früheren Zeiten galt jedoch der Abend als Beginn des Tages, so dass tatsächlich ursprünglich der Abend des Allerheiligentags gemeint war. Um die Toten zu verpflegen und gleichzeitig davon abzuhalten, die Le-
X Xkatholischer Standpunkt
benden heimzusuchen, stellte man ihnen Speisen vor die Tür. Die Druiden entzündeten gewaltige Feuer, die helfen sollten, einerseits die guten Seelen ins Totenreich zu geleiten und andererseits böse Geister zu vertreiben, die in dieser Nacht die Sterbenden des folgenden Jahres auswählen würden. Halloween war die Nacht, in der alle Wesen - Geister, Feen und Dämonen - unterwegs waren.
ligen-Festes mit in die USA, wo es eine Umdeutung erfuhr. Entsäkularisiert, blieb vom Totengedenken nichts übrig. Es ist ein Kinder-Verkleidungs-Fest geworden und ein Anlass für ausgelassene Partys. Die Wirtschaft lebte gut davon und entdeckte in den 1990er Jahren den europäischen Markt. Seither fließt viel Geld in diverse Halloween-Feste, Utensilien und Verkleidungen.
Verschmelzung der Feste
Überwindbare Gegensätze
Papst Gregor IV. trachtete nach einer Christianisierung des heidnischen Festes. Aufgrund des Grundgedankens der Totenverehrung bot sich eine Verschmelzung mit Allerheiligen an. Gregor IV. verlegte das christliche Allerheiligen-Fest um 835 auf den 1. November. Die keltischen Bräuche blieben erhalten. Irische Auswanderer nahmen ihre Version des Allerhei-
Halloween und Allerheiligen haben also mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die beiden Feste müssten nicht als Konkurrenten betrachtet werden, sie könnten durchaus komplementär verstanden werden. Quelle: www.stephanscom.at. in : www.pfarrbriefservice.de
Christen und Halloween – Was ist der angemessene Umgang? Was ist der angemessene Umgang mit Halloween? Die ideale Lösung scheint es derzeit nicht zu geben. Beide denkbaren Möglichkeiten haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. a) Rückzug Es gibt gute Gründe dafür, sich kirchlicherseits nicht an Halloween zu beteiligen. Der Charakter des Festes mit kommerziell vermarkteter Lust am
Grusel und Schrecken des Horrors passt schlecht zur christlichen Botschaft. Die kostümierte Identifikation mit Teufeln, Gespenstern und Maskenmördern kann den Bereich spielerischer Fiktion überschreiten. Zudem Seite 29
X X katholischer Standpunkt
muss man sagen: Die Kirche braucht dieses Fest nicht. Es gibt mit dem Reformationstag, Allerheiligen, Erntedank und Martinsfest genügend andere Festthemen in unmittelbarer zeitlicher Nähe. Insofern ist es durchaus eine sinnvolle praktische Entscheidung, die vorhandenen Energien darauf zu konzentrieren. Unbehagen bleibt dennoch angesichts der Tatsache, dass damit ein Fest, das jahrhundertelang eine christliche Prägung besaß, quasi kampflos in die Hände neuheidnischer Interpretationen abgegeben wird. In der Zeit des allgemeinen Traditionsabbruches suchen Menschen nach neuen Bräuchen und Ritualen, um ihrem Leben Struktur und Halt zu geben. Neuheiden stehen bereit, das ehemals christliche Allerheiligen mit ihren Vorstellungen und Bräuchen zu okkupieren. Wenn die Christen sich an dieser Stelle nur in ihre eigenen Kirchenmauern verkriechen, um nicht mit den Anfechtungen des makaberen Zeitgeistes konfrontiert zu werden, verleugnen sie ihre Mission. Das christliche Profil entsteht nicht durch ein ängstliches Vermeiden und Heraushalten aus allem, was auch (mal) einen heidnischen Bezug hat(te). Wäre es so, hätten die Missionare gar nicht erst aus Irland aufbrechen müssen. Salz der Welt (Mt. 5,13) wird man nicht, wenn man im Salzfass bleibt.
Seite 30
b) Mission Für die christliche Kirche stellt sich darum in diesem Wandlungsprozess die Aufgabe, die Botschaft von der Befreiung durch Christus auch in solche veränderte Festkultur hineinzutragen und den Menschen eine christliche Deutung ihrer Lebenssituation anzubieten. Wie damals Papst Gregor IV. stehen wir heute vor der Aufgabe, das »Fest zu taufen«. Dies braucht Mut und Phantasie, christliche Inhalte in einer (neu)heidnisch geprägten Umgebung zu verkünden. Wie könnte dies konkret aussehen? Eine Aufgabe könnte sein, durch Zeichenhandlungen und Symbole auch anhand vorgegebener Elemente von Halloween christliche Inhalte möglichst sinnlich erfahrbar werden zu lassen. Die christliche Interpretation darf dabei natürlich nicht fehlen. Beispielhaft sollen einige – sicherlich noch verbesserungsfähige Vorschläge – gewagt werden: X X Wenn im christlichen Kindergarten Kürbisse verziert werden, dann könnte dazu eine christianisierte Fassung der Legende von Jack O‘Lantern erzählt werden. So erzählt die traditionelle irische Halloween-Legende, wie der alte Ire Jack O’Lantern durch einen Trick der Hölle entkommt. Aber seine guten Taten reichen auch nicht aus, um in den Himmel zu kommen, sodass er bis zum Jüngsten Tag mit einer Kürbislaterne umherirren muss. Der Kürbis ist dann darin keine schreckliche gruslige Fratze, sondern
X Xkatholischer Standpunkt
das Erkennungszeichen derer, die über Tod und Teufel Gewalt haben, da sie die Kraft des Kreuzes kennen. Vor diesem Hintergrund habe ich kein schlechtes Gefühl mehr, wenn meine Kinder im kirchlichen Kindergarten Kürbisgesichter ausschneiden.
Gebrauch des Kreuzeszeichen theologische Schwächen. Den Vorwurf, die deutliche äußere Unterscheidbarkeit von christlichen und anderen Feiern zu verwischen, wird man sich mit solchen Experimenten leicht einhandeln.
X X Wenn Kinder als Geister und Gespenster verkleidet sind, dann könnten sie unter einem Kreuzeszeichen versammelt werden. Damit ließe sich ein sichtbares Zeichen dafür aufstellen, dass Christus der Sieger über alle Wesen und Gestalten ist, die uns Angst machen können.
Dennoch ist es Aufgabe aller Christen, ihren Glauben auch in die Welt und ihre Feiern hineinzutragen und gegenüber der Angst von der Freiheit durch Christus zu zeugen. Dies bedeutet nicht das gedanken- und unterschiedslose Mitmachen von allem, was die Populärkultur an Geschmacklosigkeiten hervorbringt. Wohl aber gilt es, stets in der eigenen Umgebung darauf zu achten, wie die befreiende Kraft von der Erlösung durch Christus glaubhaft mit dem eigenen Leben bezeugt werden kann. Das Zentrum des Christentums, der Sieg Christi über Hölle, Tod und Teufel durch Tod und Auferstehung berührt genau die Themen, mit denen sich die Menschen zu Halloween befassen.
X X Wenn Kinder beim »Trick or Treat« (Süßes oder Saures) Süßigkeiten erbetteln, dann könnten sie die Hälfte davon am Martinstag ins Kinder- oder Asylbewerberheim bringen. (Aufdringlichkeiten und böse Streiche vertragen sich damit aber nicht!) Mit etwas Phantasie lassen sich gewiss noch weitere Anknüpfungspunkte finden. Freilich bleiben auch hier Bedenken bestehen, die nicht einfach von der Hand zu weisen sind. Wie sollen die notwendigen Grenzen gezogen werden? Horror ist keine christliche Gemütsregung. Gewalt verherrlichung und das Weiden an Schrecken und Grausamkeiten haben in einem christlichen Rahmen ebenso keinen Platz. Ob sich dies bei einer Halloween-Party mit Jugendlichen praktisch vermeiden lässt, bleibt fraglich. Auch die christianisierte Kürbislegende zeigt in ihrem magischen
Dr. Harald Lamprecht, Beauftragter für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Dresden Quelle: www.praxis-gemeindepädagogik.de in www.pfarrbriefservice.de. Den vollständigen Text mit dem Titel „Heidnische Kürbisgespenster?“ lesen Sie unter www.christenlehre.de/main_ frame_ folder/Fruhere_Hefte/2005-3/ lamprecht.html
Seite 31
X X Gottesdienste
An Sonntagen Vorabend 17:00 St. Katharinen (1. 3. 5. Sa) Vorabend 18:00
Hohen Neuendorf (2. 4. Sa) Christkönig
Vorabend 19:00 St. Hildegard (1. 3. 5. Sa)
Maria Gnaden (2. 4. Sa)
09:30
Maria Gnaden
St. Martin, Familiengottesdienst,
11:15
St. Hildegard
St. Martin
12:00
St. Nikolaus, Hl. Messe in spanischer Sprache
18:00
St. Nikolaus
18:00
St. Hedwigs-Kathedrale Hl. Messe
Adressen der Gottesdienststellen und Kontaktdaten der Nachbar-Gemeinden im Pastoralverbund finden Sie auf S. 62, die Öffnungszeiten der Büros auf S. 63
An Werktagen
Montag St. Martin Eucharistie
Dienstag
Maria Gnaden 09:00 (nicht am 02.11.) Eucharistie
17:30
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Christkönig Eucharistie
St. Katharinen Eucharistie (mit Laudes)
St. Nikolaus Eucharistie anschl. Andacht *
Maria Gnaden Vesper / Andacht
St. Hildegard Euchar. Anbetung / Gebet um geistliche Berufe / Andacht
St. Martin Rosenkranz / Andacht St. Hildegard gleichzeitig Vesper Beichtgelegenheit (nicht am 11.11.)
St. Martin St. Martin Kapelle Maria St. Hildegard Eucharistie Gnaden 18:00 Rosenkranz Eucharistie in polnischer (nicht am 11.11.) Eucharistie Sprache **
St. Hildegard Eucharistie
St.Martin Anbetung*** jd. 1. u. 3. Fr. i. Mo. *) Zu besonderen Zeiten: Maiandacht, Rosenkranz bzw. Kreuzweg, nicht am 25.12. **) Jeweils am 2. Montag des Monats: Zusammenkunft der Beter im Foyer des Gemeindehauses St.Martin um 19:00 Uhr. ***) nicht am 01.01. - Neujahr.
19:00
Seite 32
X X Gottesdienste
Besondere Gottesdienste Mo. 02.11.2015 Allerseelen
8:15 St. Martin 19:00 St. Nikolaus
Hl. Messe - Schülergottesdienst Hl. Messe
Mi. 04.11.2015
8:15 St. Martin
Schulgottesdienst der Salvatorschule zum Salvatortag
Mi. 11.11.2015 Hl. Martin von Tours
17:00 St. Martin
Martinsfeier, Andacht, Laternenumzug (siehe auch Seite 14).
Di. 08.12.2015 Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
8:15 St. Martin
Hl. Messe - Schülergottesdienst
19:00 St. Nikolaus
Hl. Messe
16:00 St. Martin
Krippenspiel
18:00 St. Nikolaus
Christmette
22:30 St. Martin
Christmette
Fr. 25.12.2015 Weihnachten, Hochfest der Geburt des Herrn
10:00 St. Martin
Hl. Messe
Sa. 26.12.2015 Zweiter Weihnachtstag
11:15 St. Martin
Hl. Messe
18:00 St. Nikolaus
Hl. Messe
Do. 31.12.2015
18:00 St. Nikolaus
Hl. Messe zum Jahresschluss
Fr. 01.01.2015 Neujahr, Hochfest der Gottesmutter Maria
11:15 St. Martin
Hl. Messe
Do. 24.12.2015 Heiliger Abend
Mi. 06.01.2016 Hochfest Erscheinung des Herrn
9:30 St. Martin 19:00 St. Nikolaus
Schülergottesdienst Hl. Messe
Seite 33
X X Gottesdienste / Konzerte
Besonderer Wortgottesdienst für Kleinkinder am 3. Sonntag im Monat im Familiengottesdienst um 9:30 Uhr in St. Martin. nächste Termine: 15.11.2015, 20.12.2015, 17.01.2016 (in den Ferien nicht)
Wortgottesdienste im neuen Seniorenzentrum im Märkischen Viertel, Senftenberger Ring 2a (jeden 3. Montag im Monat) Mo. 16.11.2015 Mo. 21.12.2015 Mo. 18.01.2016 jeweils um 10:30 Uhr
im DOMICILSeniorenpflegeheim, Techowpromenade 9 (jeden 1. Montag im Monat) Mo. 02.11.2015, Mo. 07.12.2015, Mo. 04.01.2016, jeweils um 10:00 Uhr; Gäste sind herzlich willkommen.
Veranstaltungen des Kuratoriums Rohlf-Orgel in St. Nikolaus Orgelkonzert zum Christkönigsfest Sonntag, 22. November 2015, um 19:00 Uhr An der Rohlf-Orgel in St. Nikolaus: Joachim Ciesielski. Am Ausgang wird eine Kollekte zur Förderung der Kirchenmusik erbeten.
Konzert zum neuen Jahr Sonntag 24. Januar 2016, um 19:00 Uhr An der Orgel in St. Nikolaus: Helfe Pfläging. Seite 34
X X Termine
Erstkommunion-Vorbereitung 2015/2016 Sa. 07.11.2015: Familientag des Bistums in St. Matthias, Schöneberg Sa. 14.11.2015: 10:00 – 13:30 Uhr:
3. Treffen: „Wir sind getauft.“
So. 15.11.2015: 09:30 Uhr
Vorstellungsgottesdienst und Tauferneuerung in St.Martin.
Sa. 12.12.2015: 10:00 – 13:30 Uhr:
4. Treffen: „Gottes Wort hören.“
Sa. 09.01.2016: 10:00 – 13:30 Uhr:
5. Treffen: „Ihr sollt ein Segen sein.“
So. 10.01.2016: 09:30 – ca. 15:00 Uhr: Sternsingeraktion Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an: Angelika Piniek:
[email protected] oder Dietmar Swaton:
[email protected]
Firmkurs 2015/2016 Treffen der Firmgruppen: 07.11.2015, 28.11.2015, 19.12.2015, 16.01.2016 jeweils von 14:00 - 18:00 Uhr im Gemeindezentrum St. Martin (Beginn jeweils in der Kirche): Treffen der Firmbegleiter: Mi. 25.11.2015, 19:30 Uhr in St. Hildegard, Konferenzraum Lucia Ring, Gemeindereferentin, Leitung der Firmvorbereitung
Religiöse KinderWoche 2016 Bitte vormerken: für Kinder von 9-13 Jahren, vom 24.-31. Juli 2016 im Don-Bosco-Haus Neuhausen/Spree. Seite 35
X X Gruppentermine
Kinderchor
Ministranten
Leitung: Lucia Ring, Gemeindereferentin, Tel.: 030 406 376 48 und Susanne Kaup-Böttcher
Leitung: Oberministranten: Philipp Armbruster Jaira Paclibar Tel.: 0176 569 898 66 (Philipp) E-Mail:
[email protected]
mittwochs, 14-tägig von 16:00 - 17:00 Uhr im Chorraum Termine: 04.11.2015, 18.11.2015, 02.12.2015, 16.12.2015, 13.01.2016, 27.01.2016.
Junger Chor Leitung: Lucia Ring, Gemeindereferentin, Tel.: 030 406 376 48 Wir wollen zur Einstimmung an Heiligabend singen: Proben hierzu: sonntags von 12:30 - 14:00 Uhr: 29.11.2015, 06.12.2015, 13.12.2015, 20.12.2015. Generalprobe: Mittwoch, 23.12.2015 nach Vereinbarung.
Chorgemeinschaft St. Martin Leitung: Herr Ciesielski Die Chorproben der Chorgemeinschaft St. Martin finden im Probenraum statt, dienstags 19:00 - 20:30 Uhr Mitwirkung bei Gottesdiensten: am 22.11.2015 um 11:15 Uhr und am 26.12.2015 um 11:15 Uhr; Einsingen hierzu jeweils um 10:30 Uhr.
Seite 36
freitags, 17:00 bis 18:00 Uhr Ministrantenstunde am letzten Freitag im Monat: jeweils um 17:00 Uhr Ministrantenstunden mit Kaplan Bartuzi. Alle, die die Erstkommunion empfangen haben, sind herzlich eingeladen. Melde dich einfach bei uns!
Jugendgruppe Leitung: Mai Khang Dinh, Matthias Hein Tel.: 0157 572 051 12 (Mai Khang) E-Mail:
[email protected] jeden Sonntag, 17:00 Uhr im Jugend-/Ministrantenraum der Gemeinde.
X XGruppentermine
KAB-Gruppe St. Nikolaus
Handarbeitskreis St. Nikolaus
Leitung: Doris und Winfried Wünsch, Tel.: 030 411 48 07
Leitung: Frau Wünsch, Tel.: 030 411 48 07
Die Treffen der KAB finden, wenn nichts anderes bekanntgegeben wird, in St. Nikolaus statt.
Der Handarbeitskreis trifft sich an folgenden Tagen in den Gemeinderäumen von St. Nikolaus:
So. 08.11.2015 Wir treffen uns zum Brunch im Aanjal Treffpunkt 13:00 Uhr, Oranienburger Str. 92.
Mo. 02.11.2015 Mo. 0 9.11.2015 Mo. 16.11.2015 Sa. 21.11.2015 So. 22.11.2015 So. 06.12.2015
Do. 10.12.2015 Weihnachtsfeier Treffpunkt 16:30 Uhr. Fr. 22.01.2016 Wortgottesdienst; anschließend Generalversammlung; Treffpunkt 17:00 Uhr.
55 Plus Leitung: Frau Ursula Böttcher Die Veranstaltungen sind für alle offen. Alle Interessierten sind zur Teilnahme herzlich eingeladen! Am 6. 11. 2015 um 15:00 Uhr wird Herr Borek einen literarisch-musikalischen Nachmittag mit Werken von Schubert, Schumann, Tschaikowski und Debussy im Saal veranstalten. Wir treffen uns nur noch sporadisch. Bitte achten Sie auf Vermeldungen und Aushänge.
15:00 Uhr 15:00 Uhr 15:00 Uhr 09:00 – 17:00 Uhr Basar in St. Nikolaus 10:00 – 17:00 Uhr Basar in St. Nikolaus 10:00 – 15.00 Uhr Basar in St. Martin
Im Dezember finden keine Treffen statt. Mo. 11.01.2016 16:00 Uhr Mo. 25.01.2016 16:00 Uhr Der Termin für das alljährliche Frühstück wird gesondert bekannt gegeben. Der Handarbeitskreis würde sich über Kuchenspenden für die Basare sehr freuen!
Laib und Seele Leitung: Frau Margret Breymann E-Mail:
[email protected] dienstags, ab 11:00 Uhr Aufbau, Vorbereitung, Ausgabe von Lebensmitteln. Eine Aktion der Berliner Tafel e.V. der Kirchen und des rbb.
Seite 37
X X Gruppentermine
Offener Kreis
Wanderfreunde
Ansprechpartner: Winfried Abraham Tel. 411 099 20, E-Mail:
[email protected]
Ansprechpartner: Marianne Starck Tel.: 030 416 83 23 Manfred Walter Tel.: 030 415 87 66
Mo. 02.11.2015 17:00 Uhr Besuch: Katholische Akademie (Bode)
Wer Lust auf einige schöne Stunden hat, ist herzlich eingeladen, mit uns zu wandern. Da keine Einkehrmöglichkeiten geplant sind (sie aber ab und zu stattfinden), muss jeder Wanderer für eigene Verpflegung sorgen. Treffpunkt: Eingang S+U - Bahn Wittenau.
Mo. 07.12.2015 19:00 Uhr Adventfeier (Klapczynski) Mo. 04.01.2016 18:00 Uhr Treffen zur Jahresplanung im Foyer, anschließend Komplet.
Unsere nächsten Termine sind: Sa. 07.11.2015 Sa. 28.11.2015 Sa. 19.12.2015 Sa. 09.01.2016 Sa. 30.01.2016, jeweils um 10:00 Uhr.
Kreuzbund Gruppe St. Martin Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige. Wir treffen uns montags 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Techowpromenade 35 - 43 13437 Berlin im Gemeindehaus der St. NikolausKirche. Ansprechpartnerin ist: Daniela Jansen Tel.: 03379 993 43 07
Seite 38
X X getauft/verheiratet/verstorben
Getauft Karol Matusiewicz am 21.07.2015 Leon Ruszel am 01.08.2015 Franek Mario Nathanael Spitoni am 01.08.2015 Alana Mendonça Braun am 02.08.2015 Toni Machowitz am 15.08.2015
Herzlich willkommen in unserer Gemeinde!
Verstorben Ilona Luciani (62) am 28.06.2015 Frida Pichura (89) am 06.07.2015 Klaus Lötsch (68) am 11.07.2015 Magdalena Retzlaff (93) am 17.07.2015 Teresa Serra Marti (74) am 18.07.2015 Elfriede Fritz (90) am 19.07.2015 Karl-Peter Raunigk (75) am 23.07.2015 Wolfgang Strauch (75) am 29.07.2015 Maria Paschek (90) am 07.08.2015 Gerda Kerfin (76) am 08.08.2015 Gisela Irion (52) am 16.08.2015 Winfried Reichelt (79) am 24.08.2015 Edith Weidemann (95) am 24.08.2015 Anna Migas (92) am 03.09.2015 Ante Krolo (58) am 04.09.2015 Roswitha Kettner (63) am 05.09.2015 Paweł Sprengel (36) am 12.09.2015 Elisabeth Dahlem (81) am 14.09.2015 Irena Linek (59) am 04.10.2015 Anselma Baron (82) am 09.10.2015
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Lass sie ruhen in Frieden. Amen
Sollte jemand vergessen worden sein oder möchte nicht erwähnt werden, bitte Nachricht an die Redaktion. In den Pfarrnachrichten können Sakramentenspendungen, Alters- und Ehejubiläen, Geburten, Sterbefälle, Ordens- und Priesterjubiläen usw. mit Namen der Betroffenen sowie dem Tag und der Art des Ereignisses veröffentlicht werden, wenn die Betroffenen nicht vorher schriftlich oder in sonstiger geeigneter Form widersprochen haben. Widersprüche sollten dem Pfarramt schriftlich mitgeteilt werden.
Seite 39
X X Stellenangebot
Ehrenamtliche/r Pfarrsekretär/in Die Katholische Kirchengemeinde St. Martin sucht für das Pfarrbüro Wilhelmsruher Damm 144 mehrere ehrenamtliche Pfarrsekretäre oder -sekretärinnen. Das Pfarrbüro ist zurzeit wöchentlich donnerstags von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und dient als Anlaufstelle der Gemeindemitglieder in den unterschiedlichsten Anliegen. Als ehrenamtliche Sekretariatskraft sind Sie vielfach erste Kontaktperson und leisten damit einen wertvollen Beitrag, dass Kirche vor Ort erreichbar ist. Aufgaben: • Ansprechpartner für Gemeindemitglieder (z.B. bei Taufanmeldungen) • Weiterleitung von Anfragen an das zentrale Büro • Verteilung eingehender Post • Materialanforderungen dem zentralen Büro melden • Bearbeitung Schaukasten, Schriftenstand • Termin-/Raumvergabe mittels Gemeindeverwaltungssoftware • Vermeldungen/Gottesdienstordnung Anforderungen: • Kommunikativer und serviceorientierter Umgang mit Gemeindemitgliedern • Geübter Umgang mit dem PC (MS Windows und Office vorausgesetzt; Einarbeitung in Gemeindeverwaltungs- und Meldewesensoftware erfolgt) • Selbständige Arbeitsweise • Teamfähigkeit (Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen SekretärInnen und dem hauptamtlichen Zentralsekretär) • Regelmäßige Verfügbarkeit (einmal pro Woche bzw. alle 2 Wochen 2 Std.) Bei Interesse setzen Sie sich bitte per Mail mit dem Pfarrbüro (
[email protected]) in Verbindung.
Für Sie gestalte
Anzeige
n
wir nach Ihren Wünschen:
Seite 40
• • • • • • • • •
wirkungsvolle Visitenkarten große Plakate / Kalender lebendige Flyer handgemachte Einladungen interessante Broschüren Info-Blätter CD-Cover und Booklets Logos und vieles mehr....
ster-design Grafik Design Foto Web Teschendorfer Weg 8b 13439 Berlin Telefon: (0049) 030 8920 4667 Telefax: (0049) 030 4174 7795 E-Mail:
[email protected]
X X Stellenangebot
caritas
Erzieherin / Erzieher
in der Kath. Kindertagesstätten St. Martin in Berlin-Reinickendorf Die kath. Kirchengemeinde St. Martin sucht für ihre Kindertagesstätte St. Martin mit 80 Plätzen ab sofort für Kinder ab einem Jahr bis zu Beginn der Schulpflicht eine staatlich anerkannte Erzieherin / einen Erzieher. Die Stellen sind unbefristet und umfassen 30 Stunden wöchentlich mit Option auf Mehrarbeit. Ihre Aufgaben • Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm / dem Sprachlerntagebuch • Beobachtung/Dokumentation von Entwicklungsabläufen bei Kindern • Professionelle Zusammenarbeit mit Eltern in Form von Elterngesprächen/Entwicklungsgesprächen • Mitgestaltung aller pädagogischen und religiösen Angebote • Förderung von Bewegung und Naturerleben • Pädagogischer Einsatz in allen Altersstufen Wir erwarten • Organisationstalent, Eigeninitiative, Engagement, Team- und Kooperationsfähigkeit • Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche • Flexibilität in der täglichen Arbeit • Wertschätzung und Achtsamkeit Kindern, Eltern und dem Team gegenüber • Spielen eines Instrumentes (wünschenswert) Wir bieten • eine interessante, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit • Entfaltungsspielraum für eigene Ideen • bewegungsfreudige, musikbegeisterte und neugierige Kinder • ein angenehmes Arbeitsklima • regelmäßige Fortbildungen • Vergütung nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes Weitere Angaben Bewerbungen von Quereinsteiger/innen können nicht berücksichtigt werden. Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte an:
Kath. Kindertagesstätte St. Martin Frau Birgit Kreutz X Xaus dem Pastoralverbund Königshorster Str. 2 13439 Berlin Tel.: 030 346 550 243 E-Mail:
[email protected] Stand: Oktober 2015
Seite 41
X X Stellenangebot
caritas
Erzieherin / Erzieher
in der Kath. Kindertagesstätte St. Nikolaus in Berlin-Reinickendorf Die kath. Kirchengemeinde St. Martin sucht für ihre Kindertagesstätte St. Nikolaus mit 50 Plätzen zum 1. Februar 2016 für Kinder ab einem Jahr bis zu Beginn der Schulpflicht eine staatlich anerkannte Erzieherin / einen Erzieher. Die Stellen sind unbefristet und umfassen 30 Stunden wöchentlich mit Option auf Mehrarbeit. Ihre Aufgaben • Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm / dem Sprachlerntagebuch • Beobachtung/Dokumentation von Entwicklungsabläufen bei Kindern • Professionelle Zusammenarbeit mit Eltern in Form von Elterngesprächen/Entwicklungsgesprächen • Mitgestaltung aller pädagogischen und religiösen Angebote • Förderung von Bewegung und Naturerleben • Pädagogischer Einsatz in allen Altersstufen Wir erwarten • Organisationstalent, Eigeninitiative, Engagement, Team- und Kooperationsfähigkeit • Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche • Flexibilität in der täglichen Arbeit • Wertschätzung und Achtsamkeit Kindern, Eltern und dem Team gegenüber • Spielen eines Instrumentes (wünschenswert) Wir bieten • eine interessante, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit • Entfaltungsspielraum für eigene Ideen • bewegungsfreudige, musikbegeisterte und neugierige Kinder • ein angenehmes Arbeitsklima • regelmäßige Fortbildungen • Vergütung nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes Weitere Angaben Bewerbungen von Quereinsteiger/innen können nicht berücksichtigt werden. Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte an:
Katholische Kindertagesstätte St. Nikolaus Frau Anneliese Lindner Techowpromenade 35-43 13437 Berlin Tel.: 030 414 784 14 E-Mail:
[email protected]
Seite 42
Stand: Oktober 2015
X X Stellenangebot
Redakteur/Redakteurin Für die Erstellung der Pfarrnachrichten suchen wir eine/n engagierte/n ehrenamtliche/n Mitstreiter/in. Die Pfarrnachrichten informieren vierteljährlich über kirchliche Aktivitäten und gemeinde-spezifische Belange. Gruppen und Kreise erfahren ihre Planungen und Termine. Damit sind die Pfarrnachrichten Aushängeschild der Gemeinde und ihrer vielfältigen Aktivitäten. Zurzeit sind wir zu viert, und würden uns sehr über weitere Mithilfe freuen. Wenn Sie gerne daran mitarbeiten möchten, dann sollten wir uns kennenlernen. Sie haben Freude am
Berichte recherchieren und verfassen zu gemeindebezogenen Themen Interviews führen Fotografieren und Fotos digital bearbeiten Termine verfolgen und aufbereiten
Erfahrungen im Umgang mit PC und Office-Software ist erforderlich, bei Layout und Bildbearbeitung wünschenswert. Der Zeitaufwand beträgt durchschnittlich ca. 2 Stunden pro Woche Bitte melden Sie sich bei der Redaktion St. Martin per E-Mail :
[email protected] Katholische Kirchengemeinde St. Martin
Wilhelmsruher Damm 144
13439 Berlin
stets aktuell und weiterführend: www.st-martin-berlin.de Seite 43
X X Titelthema
...unterwegs nach Santiago Gott erschuf die Welt in sieben Tagen (Gen 1). Dieses Meisterwerk vermögen wir glücklicherweise nicht nachzuahmen. Allerdings wagte sich eine bunte Gruppe aus dem Pastoralverbund daran, in sieben Tagen einen Teil des Jakobsweges zum Grab des heiligen Apostels Jakobus in Santiago de Compostela zu pilgern. Nach kurzfristiger, aber intensiver Planung rief Kaplan Weichlein in den Gemeinden dazu auf, an dieser seit einigen Jahren wieder sehr beliebten Wallfahrt teilzunehmen. Und diesem Ruf, Pilger zu werden (Gotteslob Nr. 820), ist schließlich ein wilder Haufen aus sieben Weib- und neun Männlein jeder Alterslage und jeder nur erdenklichen couleur gefolgt. Das folgende Reisetagebuch zeugt von den verschiedenen Erfahrungen dieser Pilgerreise und betrachtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln den dabei Seite 44
entstandenen (und wirkenden Heiligen) Geist und gibt Einblicke in die Kraft, die die bewusste Suche nach Gott schenken kann. Eingangs gebührt aber vor allem Kaplan Weichlein für seine Organisation, Leitung und Durchführung der Fahrt, aber auch den anonymen Spendern unser herzlicher Dank und ein "Vergelts Gott." Daniel, 24, St. Martin Dienstag, der 28. Juli In der Rückbetrachtung sollte ich für mich feststellen: Der Jakobsweg war für mich die intensivste Zeit des Glaubens. Unterwegs bin ich vielen wunderbaren Menschen begegnet, mit dem glei-
X Xkatholischer Standpunkt
16 Berliner aus dem Pastoralverbund wagen den Pilgerweg gen Santiago de Compostela.
chen Ziel, Gott und sich selbst näher kennenzulernen. Unser täglicher Impuls war für mich Nahrung für viele intensive Gespräche. Sehr schnell begann ich mich wohl zu fühlen und spürte das Vertrauen, was mir geschenkt wurde. Bei den Gesprächen brauchte ich mich nicht hinter einer Maske zu verstecken. So etwas tut gut und macht Mut. Ich hatte abends Freude über das, was ich tagsüber an Kilometern geschafft und an guten Gesprächen geführt hatte. Sich mit Gott auf den Weg zu begeben heißt, neue Kraft zu schöpfen und nicht mehr alles alleine zu stemmen. ER ist erfrischend in meinem Herzen als ständiger Begleiter. Barbara, 54, Maria Gnaden
Mittwoch, der 29. Juli Auf der zweiten Etappe befassten wir uns mit der Berufung des Menschen und Führung durch Gott. Die morgendlichen Lesungen haben an Abraham und sein Gottvertrauen angeknüpf t. Seines unbedingten Gehorsams und Vertrauens wegen hat Gott ihn dazu berufen, der Stammvater des Volkes Israel zu werden. Auf dem weiteren Weg erörterten wir in Zweiergruppen die eigenen Berufungen auf der Grundlage selbst gemachter Erfahrungen. Welche Berufungen habe ich gehört, überhört oder überhören wollen? Waren die Veränderungen meines Lebens zufällig oder als Berufung einzuordnen? Inwieweit sind sie Teil meines Weges zu Gott? Dass es gelang, sich den uns noch fremden Gesprächspartnern vertrauensvoll zu öffnen, war für jeden von uns eine ebenso überraSeite 45
X X aus dem Pastoralverbund
schende wie wohltuende Erfahrung. Der Gedankenaustausch endete an einem typischen galizischen Steinkreuz. In seinem Impuls nach Lesung der Jakobsgeschichte schlug der Kaplan eine Brücke vom Alten Testament zum Kreuzestod Christi, durch den wir zur Verwandlung in den neuen Menschen befähigt und auch berufen sind. Es waren berührende Momente, als wir die aus Berlin mitgebrachten Steine symbolisch als unsere Last vor das Kreuz niederlegten und den dort vorhandenen hinzufügten. Alexander, 67 & Rita, 65, Maria Gnaden
Seite 46
Donnerstag, der 30. Juli Frühstück um 6:30 Uhr. Abmarsch gegen 7:30 Uhr. Bis zur Laudes gehen wir die ersten Kilometer schweigend miteinander. Ich bleibe bewusst am Ende unserer Gruppe, die gesamte heutige Etappe birgt viele schöne Erinnerungen für mich. Die Laudes halten wir vor dem kleinen Kirchlein in San Xulián. Zu zweit, mit einem Impulskärtchen geht es nach den Laudes weiter. Es ist ein sehr gutes, intensives und sehr offenes Gespräch. Das Ende des Weges zu zweit ist überraschend schnell bei der Bar Campanilla erreicht und
Das traditionelle Morgengebet mit anschließender Katechese im Kornfeld.
X X aus dem Pastoralverbund
Czwartek. Trzeci dzień pielgrzymki.1
Jesus am Kreuz in einzigartiger Darstellung in der Kirche von Furelos.
in großer Runde wird ein zweites Frühstück eingenommen. Nach der Pause geht es für mich alleine weiter. Es ist schön, seinen Gedanken nachzuhängen und dabei seiner Wege ziehen zu können. Die Mittagshore feiern wir in der kleinen Kirche von Furelos mit ihrer einzigartigen Darstellung des gekreuzigten Christus. Es hat für mich etwas sehr tröstendes und beruhigendes, wie Christus vom Kreuz herab seine Hand nach uns ausstreckt. Wir sind genau am richtigen Ort! Weiter geht es durch Melide hindurch. Am Ausgang der Stadt sitzen wir in großer Runde bei einem Café con leche zusammen. Gemeinsam geht es auf die letzten Kilometer. Sie sind für mich die schönsten und intensivsten des Tages. Wir beten beim Gehen den Rosenkranz und singen einige Lieder. Unser Tag klingt aus mit der heiligen Messe in der Jacobuskirche von Boente. Beate, 55, St. Hildegard
W milczeniu przeszliśmy nasze pierwsze kilometry. Niestety zbyt krótko , żeby poukładać myśli z ostatnich dwóch dni w całość. W tym dniu była mowa o Mojżeszu, przywódcy Izraelitów w okresie ich wyjścia z Egiptu. Czytanie z Biblii odbyło się na cmentarzu. W miejscu, które kojarzy mi sie z cisza, dlatego miałam mieszane uczucia, czy tej ciszy nie zakłócamy. Znałam już przebieg dnia, wiedziałam, że za chwilę odśpiewamy pieśń pielgrzyma a potem odbędzie się losowanie osoby, dla której będę sie starała przez najbliższe dwie, trzy godziny odpowiedzieć na trzy, dotyczące historii o Mojżeszu, pytania. Bardzo się bałam, nie wiem, czy było to spowodowane brakiem całkowitej znajomości języka niemieckiego, czy strach , że nie jestem w stanie znaleźć odpowiedzi na te pytania. Moje obawy okazały się bezpodstawne, z każdą chwilą zaufanie do drugiej osoby było coraz głębsze. Nie wstydziłam się własnych łez. Było to dla mnie niesamowite uczucie. Nasza droga była długa i ciężka, ale wiedziałam, że ja też mam Mojżesza, który mi moją drogę wskaże. W tym dniu odbyła się także msza św. w malutkiej kaplicy . Ilość obecnych na niej pielgrzymów, miło zaskoczyła księdza. Beata, 48, St. Martin ) dt.: Donnerstag, der dritte Tag der Pilgerwanderung... 1
Seite 47
X X aus dem Pastoralverbund
Kreuz und querfeldein geht es immer dem gelben Pfeil nach.
Freitag, der 31. Juli Die vierte Etappe führte uns durch Hügel, viele kleine Dörfer und die Kleinstadt Arzua. An diesem Tag bin ich viel allein gelaufen. Nachdem ich in einem kleinen Markt in Arzua frisches Obst gekauft hatte, habe ich die Kirche am Wegesrand zum Beten besucht. Einige Zeit habe ich in Gedanken vor dem Hochaltar verbracht und wollte gerade wieder aufbrechen, als mein Blick auf eine unscheinbarere Darstellung an der Seitenwand fiel: eine Madonna mit Kind, auf glasierte Kacheln gemalt. Ich habe zu solchen Bildern bis dahin nie eine besondere Beziehung gehabt. Allzu oft war mir das Christkind zu erhaben ernst dargestellt, Maria stets etwas zu perfekt und entrückt. Doch das Bild in dieser Kirche war ein anderes: Christus als vierjähriges Seite 48
Kind, auf dem Schoß seiner Mutter wippend, zwei kleine Hände in ihre große, stützende Hand gelegt, freudig zu ihr aufschauend und bei alledem einen sich gerade öffnenden Schuh verlierend; Maria schaute ihn liebevoll an. Diese Madonna hat mich in einer Sprache angesprochen, die ich als Vater von drei kleinen Kindern verstehen konnte. Lange habe ich vor ihr verbracht, sie hat mich im Innern berührt: einer von vielen kleinen unerwarteten Glücksmomenten am Wegesrand, die ich nach Hause mitgebracht habe. Stefan, 34, St. Hildegard Samstag, der 1. August Am Samstagmorgen verließen wir die gemütliche Herberge in Santa Irene,
X X aus dem Pastoralverbund
in der wir zum ersten Mal als Gruppe ganz unter uns gewesen waren. Unter einem wolkenlosen Himmel machten wir uns zu unserem letzten richtigen Wandertag nach Santiago auf. Nach einer Weile des Laufens durch Sonnen beschienene Felder fanden wir eine schöne kleine Wiese und ließen uns wie gewohnt im Kreis für die Laudes nieder. Je näher wir Santiago, dem Ziel unseres Weges, kamen, desto dichter wurde die Infrastruktur und desto mehr liefen wir an großen Straßen entlang, wodurch wir ohne den Schutz des Waldes der Sonne preisgegeben waren. Bevor wir unser Quartier für die Nacht aufsuchten, machten wir noch einen Abstecher auf den Monte de Gozo. Wie uns der Kaplan erzählte, wird einer langen Tradition nach der erste, der den Gipfel erreicht und Santiago erblickt, als Pilgerkönig gefeiert. Dies motivierte einige, sich trotz der Hitze auf den letzten Metern noch einmal anzustrengen. Beate erreichte als erste den Gipfel mit den Statuen von zwei Pilgern, die mit jubelnd ausgestreckten Armen das lang ersehnte Santiago begrüßen. Als Pilgerkönigin wurde sie mit einem von Beata geflochtenen Kranz aus Wiesenblumen geschmückt. (Allerdings berücksichtigten wir bei der Krönung nicht, dass einige unserer Gruppe schon vorgelaufen waren und sich bereits in der Herberge ausruhten.) Bei dem Anblick der Kathedrale in der Ferne überkam uns ein befreiendes Glücksgefühl, dass wir unser Ziel fast erreicht hatten.
Am Abend hielten wir in der Kapelle unserer Unterkunft eine Anbetung. Nachdem wir in der Woche des Pilgerns so viel erlebt, andere Menschen kennen gelernt und Neues über uns selbst erfahren hatten, konnten wir vor dem Allerheiligsten zur Ruhe kommen. Ich teilte Jesus meine Eindrücke von der Woche des gemeinsamen Pilgerns mit und dankte ihm für die wunderschöne Erfahrung und die neue Kraft, die er mir geschenkt hatte. Sophia, 24, St. Hildegard Sonntag, der 2. August Nach der vorletzten Nacht in unserer von polnischen Christen im Rahmen des IV. Weltjugendtages in Santiago de Compostela von 1989 entstandenen und betreuten Unterkunft, begann um 7:15 Uhr unser Frühgottesdienst. Diese innere Tagesvorbereitung wird mir, wie manch anderem Pilger, fehlen. Dieses Mal gab es in der Herberge kein Frühstück und so machten wir uns gemeinsam auf die Zieletappe. Die Erwartung der Pilger, endlich das Ziel vor Augen, erfasste uns mit der erwarteten Vorfreude. Nach etwa zehn Minuten gab es einen Stopp an einem Denkmal anlässlich des Papstbesuchs. Auf dem Weg, "von oben" in Richtung Stadt, konnten wir schon die Großbauten und natürlich auch die Basilika, unser Ziel, erkennen. Nach weiteren, etwa 40 Minuten, kehrten wir in eine SpaniSeite 49
X X aus dem Pastoralverbund
sche Pizzeria ein, wo das gemeinsame Frühstück letztmalig aus der Gemeinschaftskasse bezahlt wurde. Nach weiteren drei Kilometer haben wir mit vielen weiteren Pilgern aus aller Welt den Vorplatz der Basilika erreicht. Wir fielen uns vor Freude in die Arme und der "Geist" der Pilgerwanderung umhüllte uns alle. GOTT sei es gedankt! Wir sind alle heil angekommen und die innere Zufriedenheit war zum Greifen nahe! Um 12 Uhr fand am Sonntag der Pilgergottesdienst statt. Wir freuten uns, dass unser Kaplan Weichlein an der heiligen Messe aktiv teilnahm. Der Gesang der Schwester war klar und herrlich schön und unsere Herzen gingen auf! Unser Quartier war für viele ein "gefühltes 4-SterneHaus". Gegen 13:45 Uhr holte uns ein Kleinbus ab, der uns an die westlichste Stelle Europas brachte. Wir besichtigten diesen Ausflugspunkt und es wurden zahlreiche Fotos gemacht. Danach führte uns unser Busfahrer zum Strand. Fast alle gingen für eine gute Vier telstunde im Atlantik schwimmen. Leider war unsere Badezeit begrenzt. Auf dem Weg zurück machten wir noch einen Zwischenstopp an einem Fluss. Dieses schöne Tal, in welchem wir uns befanden, und über das eine alte Steinbrücke führte, war wie ein schönes Wandgemälde anzusehen. Kurz nach 19 Uhr trafen wir in unserer Unterkunft ein, und es erwartete uns ein Pfarrer und eine Pilgerbetreuerin, die beide aus dem Schwabenland stammten. Ein Seite 50
gut einstündiger Vortrag zum Dom und seiner Geschichte sowie den wunderschönen Außenbildnissen, die sehr gut zu erkennen waren und teilweise 900 Jahre alt sind, rundeten den Abend ab. Im Anschluss führte uns "unser guter Hirte" in ein traditionelles Lokal, wo wir gemeinsam zu Abend aßen. Nach fast dreistündigem "Genuss" unseres letzten Pilgermahls kehrten einige Mitreisende zu einem letzten Umtrunk in eine kleine Bar ein und ließen die Reise bei einem Abschlussbier und einheimischem Schnaps fröhlich ausklingen! Werner, 66, St. Hildegard Montag, der 3. August Der letzte Tag. Am Morgen Frühstück in unserem Hotel. Es liegt direkt bei der Kathedrale und ist einem Priesterseminar angegliedert. Anschließend treffen wir uns zu einer Abschlussrunde. Bisher haben wir während des Pilgerns uns immer an die Messfeiern vor Ort angeschlossen. Nun feiern wir selbst als Gruppe die Eucharistie in einer Seitenkapelle der Kathedrale. Es ist der geistliche Abschluss unserer Pilgertour. Zuletzt kann jeder nochmals in Ruhe beim Grab des hl. Jakobus beten und, wer möchte, die Statue des Heiligen über dem Hochaltar umarmen – eine gute alte Pilgertradition.
X X aus dem Pastoralverbund
Am späten Vormittag geht es dann mit einem Shuttle-Bus zum Flughafen von Santiago de Compostela. Über Madrid fliegen wir dann nach BerlinTegel, wo wir am Abend wohlbehalten und sicher ankommen. Ich bin erleichtert und sehr froh, die Tour gewagt zu haben. Deo gratias!
Kaplan Weichlein mit modebewusster Kopfbedeckung.
Kaplan Raphael Weichlein
Der Jakobsweg - ein Glossar Jakobus der Ältere, Bruder des Apostels und Evangelisten Johannes, gilt neben diesem, Petrus, Paulus und Andreas zu den wichtigsten Aposteln. Er ist bei der Verklärung des Herrn (Mt 17, 1) und im Garten Getsemani (Mt 26, 37) anwesend. Der Legende nach soll Jakobus erfolglos versucht haben, die Iberische Halbinsel zu missionieren. Nach seinem Tode sollen seine Gebeine dann allerdings unter mystischen Umständen zurück nach Spanien überführt und damit den Jakobsweg begründet haben. Der gelbe Pfeil gibt in ganz Europa stets die Richtung des Weges nach Santiago de Compostela an. Die Jakobsmuschel ist das Pilgersymbol und galt im Mittelalter als Beweis der erfolgten Wallfahrt nach
Santiago de Compostela. Gleichzeitig sieht sie von oben herab betrachtet wie Hände aus und symbolisiert damit die guten Werke, die Jesus für die Menschheit tut. Der Pilgerstab, auch Jakobsstab genannt, dient als sichtbares Zeichen der Pilgerschaft und symbolisierte im Mittelalter als "dritter Fuß" die Dreifaltigkeit und damit spiritueller Halt auf der Wallfahrt. Der Pilgerpass dient als Beweisdokument für den Pilgerweg und ist Voraussetzung für den Erhalt der Pilgerurkunde. Täglich benötigt man zwei Stempel, die man in nahezu jeder Herberge, Bar oder Restaurant am Jakobsweg erhält. Seite 51
Die Ernte ist groß, doch es gibt nur wenig Arbeiter.. (Lk 10.2) In unserer Gemeinde gibt es:
Sie haben...
• mehrere Küster im Wechseleinsatz
• Spaß daran, mit Menschen umzugehen
• Büro-Sprechzeiten zweimal pro Woche • viele Katecheten für die Erstkommunion- und Firmvorbereitung • genügend Redakteure für die Pfarrnachrichten • mindestens vier Ministranten in jeder Sonntagsmesse • ausreichend Helfer für Auf- und Abbauten bei Veranstaltungen • Putzaktionen mit unzähligen freiwilligen Helfern • reichlich Lektoren, Kantoren, Kommunionhelfer und Gottesdienstbeauftragte • . . .
NEIN, gibt es (noch) nicht! Sie fehlen uns noch! ...
Melden Sie sich unter
• Kenntnisse am PC • regelmäßig oder gelegentlich etwas Zeit • Freude am Gärtnern oder Handwerken • den Wunsch und Willen, • aktiv zum Gemeindewohl beizutragen • lebendig zu bleiben • Gemeinde zu erleben und zu leben.
Wenn einer dieser Punkte zutrifft, dann sind Sie bei uns an der richtigen Stelle. Wir haben viele Aufgaben für ehrenamtliche Mitarbeiter. Dringend gesucht: Büromitarbeiter
Dein Ehrenamt jetzt weil Du Gemeinde bist! Wilhelmsruher Damm 144 13439 Berlin, Tel 3465502 43 email:
[email protected] www.st-martin-berlin.de
X X nachgedacht
„Vom Geben“
Ihr gebt nur wenig, wenn ihr von eurem Besitz gebt. Erst, wenn ihr von euch selber gebt, gebt ihr wahrhaft. Denn was ist euer Besitz anderes als etwas, das ihr bewahrt und bewacht aus Angst, dass ihr es morgen brauchen könntet? Es gibt jene, die von dem Vielen, das sie haben, wenig gebenund sie geben um der Anerkennung willen, und ihr verborgener Wunsch verdirbt ihre Gaben. Und es gibt jene, die wenig haben und alles geben. Das sind die, die an das Leben und die Fülle des Lebens glauben, und ihr Beutel ist nie leer.
Quelle: Gibran, K.: Der Prophet. 2015: Patmos Verlag, Ostfildern.
Seite 53
X X Themenreihe
Themenreihe:
7
Konzilien der Kirchengeschichte
Vom Konziliarismus und zahlreichen Abspaltungen von der Kirche zur katholischen Gegenreformation...
Konzilien (lat. concilium „Zusammenkunft“) sind Versammlungen der Bischöfe, die richtungsweisende Entscheidungen fällen und deren Dogmen (altgr. dógma „Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“, wichtige, wahre und daher pflichtmäßige Glaubensgrundsätze) für die Kirche gelten. Im siebten Teil unserer Themenreihe betrachten wir das V. Laterankonzil (1512-1517) und das Konzil von Trient (1545-1563). Während die konziliare Bewegung über die Jahrzehnte hinweg unter zahlreichen Kirchenfürsten weiter an Sympathie gewann und die katholische Reform allmählich vorantrieb, musste der Kirchenstaat um seinen Einfluss und Zusammenhalt bangen. Nachdem Julius II. 1503 zum Papst gewählt wurde, verfolgte er zielstrebig die Festigung und Ausdehnung des päpstlichen Herrschaftsgebietes. 1506 führte er die Schweizer Garde zum Schutz des Papstes ein, die bis heute nur aus katholischen, hochgewachsenen Schweizern mit untadeligem Leumund besteht. Im gleichen Jahr veranlasste er den Neubau des Petersdoms, so wie wir ihn heute kennen, um u.a. auch die für die daSeite 54
malige Zeit kostbarste und meistverehrte Reliquie, das Schweißtuch der Veronika, würdig zu verwahren. Dafür engagierte er die bedeutendsten Künstler seiner Zeit: Bramante leitete als Baumeister den Neubau, Michelangelo fertige die berühmten Deckenfresken der Sixtinischen Kapelle an und Raffael gestaltete die Stanzen (Gemächer) im Vatikan. Für die Finanzierung dieses gewaltigen Bauwerks verwendet Julius II. den Peterspfennig, welcher Ende des 8. Jahrhunderts entstanden ist, und führte den Ablasshandel ein, der später weitreichende Folgen nach sich ziehen sollte. Andauernde politische und militärische Konflikte v.a. mit dem französischen König führten des Weiteren zu einem illegitimen Konzil in Pisa, welchem Julius II. 1512 mit der Einberufung des V. Laterankonzils begegnete. 1513 verstarb er jedoch und Leo X., ein Mitglied der einflussreichen Familie de‘ Medici, wurde zum Papst gewählt. Primär an der Wiederherstellung der Macht seiner Familie durch ausgeprägten Nepotismus, Vetternwirtschaft, interessiert, vernachlässigte er seine theologischen und pastoralen Aufgaben. 1517 machte der Augustinermönch Martin Luther aus Wittenberg auf sich aufmerksam, indem er die verkommenen Sitten der Kirche und den ausufernden und zunehmenden Skandal des Ablasshandels öffentlich anprangerte. Währenddessen lagen
X X Themenreihe
auf dem Konzil konstruktive Vorschläge für eine innere Kirchenreform vor (bspw. eine Residenzpflicht der Priester nahe ihrer Pfarrei, Beschlüsse gegen Ämterhäufungen, ökumenische Bestrebungen mit den Ostkirchen oder eine Vereinheitlichung des Ordenwesens), allerdings erkannte Leo X. die Dringlichkeit der Lage nicht und verpasste damit die letzte Möglichkeit, die Reformation und die daraus später resultierende und andauernde Spaltung der Kirche aufzuhalten. Die dennoch getätigten Beschlüsse des 1517 beendeten Konzils wurden nicht weiter durchgesetzt. Diese Entwicklungen und auf die Erkenntnis gestützt, dass der Sünder allein durch die Gnade Gottes geret-
tet und nicht durch sein eigenes Handeln das Heil erreichen kann, gipfelten letztlich in den berühmten 95 Thesen, die Martin Luther angeblich eigenhändig am 31. Oktober 1517 an der Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben soll. Die damit ausgelöste und rasch fortschreitende Reformation veränderte Europa nachhaltig. Der 1534 im zweitätigen Konklave gewählte Papst Paul III. versuchte energisch, die in ihn gesetzten kirchenreformatorischen Erwartungen zu erfüllen. Er bestellte 1536 eine Reformkommission aus fortschrittlichen Kardinälen, darunter zwei späteren Päpsten, ein, die zu einer Neuorganisation des Kardinalskollegiums führte und die Gründung von Kardinalskongregationen (lat.
Anzeige
Seite 55
X X Themenreihe
con „zusammen“, gr. grex „Schar“, lat. congregare „sich versammeln“) für bestimmte Aufgabenfelder nach sich zog. 1542 wurde eine Kurienkongregation für die römische Inquisition, eine staatliche Behörde zur Bekämpfung von Häresien, gegründet, woraus die heutige Kongregation für die Glaubenslehre hervorgegangen ist. In dieser Zeit schuf der neu ernannte oberste Architekt des Petersdoms, Michelangelo, das berühmte Jüngste Gericht. Gleichzeitig fiel in diese Zeit der großen religiösen und sozialen Veränderungen die Abspaltung der Kirche Englands von Rom. König Heinrich VIII. strebte eine Annullierung seiner kinderlosen Ehe beim Papst an, die dieser allerdings auch aus politischen Gründen ablehnte, woraufhin er sich zum Oberhaupt der Anglikanischen Kirche ernannte. Auf die Hinrichtung zahlreicher englischer Katholiken folgte 1538 die endgültige Exkommunikation. Gleichzeitig führte die noch radikalere Reform des Johannes Calvin zur weiteren Abtrünnigkeit der Schweiz und die davon in Frankreich reformierten Christen wurden später Hugenotten genannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich ein Drittel des Abendlandes von der Kirche getrennt. Parallel entstand 1535 unter dem Hl. Ignatius von Loyola und Hl. Franz Xaver der Jesuitenorden (Societas Jesu, SJ); der sich neben den Evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit und GeSeite 56
horsam) durch seinen besonderen Gehorsam dem Papst gegenüber auszeichnet. Mit der 1540 erteilten offiziellen Genehmigung durch Paul III. sollten die Jesuiten bedeutenden Anteil an der sogenannten Gegenreformation haben. Um diesen Umständen zusätzlich entgegenzuwirken, berief der Papst 1545 zum bedeutenden Konzil nach Trient (Tridentinum) im damaligen deutschen Südtirol ein. Das Konzil sollte in drei Perioden verlaufen (1545-1548, 1551/52, 1562/63) und das Wesen des Katholizismus definieren. Bis zum Konzilsende unter Papst Pius IV. sollten noch drei weitere Päpste auf dem Stuhl Petri sitzen: Julius III., Marcellus II. und Paul IV. So wurde insbesondere die Lehre über die Siebenzahl der Sakramente bestätigt, die als Nachkomme Adams von Geburt an vorhandene Erbsünde festgehalten und damit die Notwendigkeit der Kindstaufe sowie die Bedeutung des Bußsakraments als Rückerinnerung an die Taufe hervorgehoben werden, die Realpräsenz Christi in der Eucharistie betont, die Errichtung von Priesterseminaren beschlossen, das endgültige Verbot des Ablasshandels bestimmt und die Verehrungswürdigkeit von Heiligen und Reliquien gestärkt. Außerdem wurde der römische Pontifex feierlich als höchste Autorität verkündet, ein von Paul IV. eingeführter Index verbotener Bücher erweitert, das Messbuch reformiert und das Stundenbuch (Brevier) für Priester einge-
X X Themenreihe
führt. Somit führten die Beschlüsse in der sogenannten katholischen Reform zur lange angestrebten inneren Erneuerung der Kirche und klaren Profilierung gegenüber reformatorischen Bestrebungen. Die zentralen Aussagen des Konzils wurden im Tridentinischen Glaubensbekenntnis gesammelt, das Amtsträger öffentlich unterschreiben und sich damit offiziell zum katholischen Glauben bekennen mussten, wodurch ebenfalls die Gegenreformation ihren Anfang nahm. 1551 wurde daher unter der Leitung des Hl. Ignatius von Loyola eine Universität in Rom mit dem Ziel gegründet, Priester auf die Verteidigung und Verbreitung des katholischen Glaubens vorzubereiten. Diese wurde später unter Papst Gregor XIII. noch erweitert und trägt seitdem den Namen Gregoriana und gilt heute als wichtigste Päpstliche Universität der Welt. In der weiteren Nachwirkung der Konzilsbeschlüsse sollte der vom Volksmund Apostel Rom genannte und beliebte Hl. Philipp Neri 1574 die Kongregation des Oratoriums (CO) gründen, welche die Dekrete des Konzils ebenfalls tatkräftig durch-
setzten. Aus den Oratorianern sollte im 19. Jahrhundert der einstige Anglikaner und später konvertierte selige John Henry Kardinal Newman hervorgehen, der zu den bedeutendsten Intellektuellen der Moderne zählt. Dennoch sollte das Zusammenspiel all dieser unterschiedlichen Interessen und Ansichten, historischer Entwicklungen wie die bereits 1492 erfolgte (Neu-)entdeckung Amerikas sowie die politischen Verflechtungen der kirchlichen und weltlichen Autoritäten innerhalb Europas im Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) gipfeln, der ungeahnte soziale und wirtschaftliche Verheerungen und ein Massensterben auf dem Reichsgebiet zur Folge hatte. Im Rückblick lässt sich leider vermuten, dass zahlreiche Abspaltungen und die daraus resultierenden und teilweise bis heute nachwirkenden humanitären Katastrophen, vermutlich hätten verhindert werden können, wären politische Machtspiele vernachlässigt und mehr auf die Botschaft Christi gehört worden. Daniel Schuldt, Redaktion
Anzeige
Vietnamesisches Restaurant Oranienburger Str. 93 Tel. 030 / 26557665
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 11 - 22:30 Uhr Sa, So, Feiertage 12 - 23 Uhr Großer Saal für Ihre Festlichkeiten.
Seite 57
X X Humor / Rätsel
„Watt sind dett für Beeren?“ - „Blaubeeren, manche nennen se auch Schwarzbeeren.“ „Und warum sind se dann rot?“ - „Weil se noch jrün sind!“
mt in die RepaDer Kaplan kom um sein sehr raturwerkstatt, zuholen: „Na, betagtes Auto ab sich den Sie Meister, haben ich angesedl ün gr Wagen mal , stöhnt der h“ ic ’ ab hen?“ – „H r Karre gibt es Meister. „An de kein Geräusch s nur ein Stück, da “ e! up H e macht – di
Au s d e m P farrgem Bericht des unser P f einderates: „ Als a haben d rrer krank war, ie herum d en P f ar liegenr tung üb er die Ver tre er n o mm en ...“
„Wie soll denn da s Ki der Pfarrer bei de nd heißen?“, frag t r Taufe. „Hans Chris tian Markus Uwe Karl Frie der stolze Vater. De drich!“, antwor tet r Pfarrer flüster t de Küster zu: „Mehr m Wasser, bitte!“ Quelle: Das große Buch des christlichen Humors. Witze, Anekdoten & Geschichten. St. Benno-Verlag, Leipzig
Alle acht Schneemänner sehen sich ähnlich. Welche beiden sind genau gleich?
Grafik: Karin Cordes, Paderborn; Quelle: Heft "Die Sternsinger" 4/2012, www.bonifatiuswerk.de. In: Pfarrbriefservice.de
Kopfzerbrecher: Was ist das? 1. Am Morgen ist es lang, am Mit- 2. Je mehr es bekommt, desto hungriger wird es, und hat tag kurz und klein, am Abend ist es alles gefressen, so stirbt es am längsten und nachts ist es. es gar nicht da. Lösungen findet ihr auf Seite 62
Seite 58
X X Kinderseite
Gemütliche Igel-Eckchen
Im Herbst, wenn es wieder früher dunkel wird, ist der Igel auf Nahrungssuche, um sich einen dicken Winterspeck anzufressen. Dazu sucht er sich Schnecken, Käfer, Regenwürmer und Spinnen.
Du kannst ihnen helfen! Sprich mit den Erwachsenen und suche mit ihnen eine Igel-Ecke. Die sollte schattig und feucht sein. Und natürlich muss sie ruhig gelegen sein, damit die Igel ihre Winterruhe haben. Gut geeignet ist eine Ecke im Garten oder im Park. Sammle einige herabgefallene Äste, Zweige und Laub auf einem Haufen zusammen. Und schon ist die perfekte Igel-Wohnung fertig! Sie gibt außerdem auch Käfern und Regenwürmern einen Lebensraum.
Wenn er genug Fett angesetzt hat, schläft Herr Igel bis etwa Anfang April. Für sein Winterschläfchen braucht das Tier mit dem Stachelkleid aber auch einen geeigneten Unterschlupf. Da die Gärten und Parks von den Menschen oft im Herbst schon sehr aufgeräumt sind, ist es für die Igel schwierig, so eine „Winterwohnung" zu finden.
Christian Badel, www.kikifax.com, In: Pfarrbriefservice.de
Anzeige
Französisch-, Englisch- und Deutschunterricht für alle Jahrgangsstufen (Mathematik bis zur 10. Klasse) erteilt Lehrer mit langjähriger pädagogischer Erfahrung. Kontakt: Herr Radler Tel.: 030 417 454 00 Seite 59
X X der Buchtipp
Beatrice Bourcier:
„Mein Sommer mit den Flüchtlingen“ Der bewegende Bericht einer freiwilligen Flüchtlingshelferin Lange Zeit spielte sich das Flüchtlingselend für die Deutschen vor allem im Fernsehen ab. Doch seit dem Sommer 2015 ist es hunderttausendfach im eigenen Land angekommen. Für Beatrice Bourcier wird in diesem heißen Sommer aus Neugier Betroffenheit. Ihre Betroffenheit führt zum Handeln, zu aufrichtigem Mitgefühl und tiefer Verbundenheit. Sie engagiert sich im Helferkreis einer typischen Erstaufnahmeeinrichtung. Und schreibt ihr Erleben auf. So gibt sie den Tausenden von Helferinnen und Helfern im Land eine Stimme. Und den Flüchtlingen die Gelegenheit, möglichst vielen Menschen ihre Geschichten zu erzählen.
BRANDES & APSEL , 2015 176 Seiten ISBN/EAN: 9783955581640 Erscheint laut Verlag am 21. Oktober 2015. 14,90 € inkl. MwSt. Seite 60
X XMitteilungen der spanisch sprechenden Gemeinde
Katholische Mission spanischer Sprache (Misión Catolica de Lengua Española) Techowpromenade 35-43, 13437 Berlin Telefon: 030 – 22 43 17 78 / 414 78 411
Sprechzeiten jeden Mi. 10:30-12:00 Uhr und Sa. 16:00-18:00 Uhr E-Mail:
[email protected] Die Heilige Messe in spanischer Sprache findet sonntags um 12 Uhr in St. Nikolaus statt. Padre Exiquio begrüßt die deutschsprachigen Besucher regelmäßig auf Deutsch. Auch die Lesetexte (Epistel und Evangelium) werden in deutscher Sprache ausgelegt, so dass auch jemand gut folgen kann, der die spanische Sprache nicht beherrscht. Beim anschließenden fröhlichen Beisammensein mit kulinarischen Angeboten sind deutsche Gäste gern gesehen. Wir machen besonders auf Folgendes aufmerksam: * Der 1. November 2015 fällt diesmal auf einen Sonntag, so dass das Fest Allerheiligen in der Spanischen Mission gefeiert werden kann. * Am Sonntag, dem 06.12.2015 (2. Advent) wird der Nikolaustag gefeiert. Dieser Festtag soll traditionell vor allem Familien mit Kindern erfreuen. * Der festliche Weihnachtsgottesdienst findet am Freitag, dem 25. Dezember 2015 um 12 Uhr statt. * Auch am Neujahrstag ist um 12 Uhr Heilige Messe. * Am Sonntag vor dem Fest Heilige Drei Könige, also am 03.01.2016 werden am Ende des Gottesdienstes die drei Weisen leibhaftig erscheinen und für die Kinder eine Bescherung veranstalten. Hier finden Sie alle Informationen über die Aktivitäten der katholischen Mission spanischer Sprache: www.mision-catolica-berlin.de
Seite 61
X X Adressen im Pastoralverbund / Impressum
Gottesdienststellen der Nachbar-Gemeinden im Pastoralverbund Reinickendorf-Nord St. Hildegard (Frohnau) Senheimer Str. 35-37 13465 Berlin St. Katharinen (Schildow) Hauptstr. 20 16552 Schildow
Pfarrbüro St. Hildegard Tel.: 030 346 550 242 Fax: 030 346 550 244 E-Mail:
[email protected]
ev. Kirche (Hohen Neuendorf) Berliner Str. 40 16540 Hohen Neuendorf Maria Gnaden (Hermsdorf) Hermsdorfer Damm 195-197 13467 Berlin Christkönig (Lübars) Zabel-Krüger-Damm 219 13469 Berlin
Pfarrbüro Maria Gnaden Tel.: 030 346 550 241 Fax: 030 346 550 244 E-Mail:
[email protected]
Impressum „Pfarrnachrichten“ ist das offizielle Mitteilungsblatt der kath. Gemeinde St. Martin, Berlin- Reinickendorf Herausgeber: Redaktion: Pfarrgemeinderat der C. Oster, D. Schuldt, F. Krolo, kath. Kirchengemeinde St. Martin N. Klapprott (Lektorat) Berlin-Reinickendorf E-Mail:
[email protected] Wilhelmsruher Damm 144 V.i.S.d.P.: Pfarrer Norbert Pomplun 13439 Berlin www.st-martin-berlin.de Druck: Gemeindebriefdruckerei Martin-Luther-Weg 1, 29393 Groß Oesingen Auflage: 1250 Stück / Erscheinungsweise: alle drei Monate / Verteilung: Auslage an verschiedenen Orten (Kirchen, Schule, Kita, Inserenten, Infostand Märkisches Zentrum) Die Meinungen und Einschätzungen, die in den Artikeln enthalten sind, entsprechen nicht in jedem Fall der Meinung der Redaktion. Die Redaktion behält sich das Recht auf jederzeitige unangekündigte Kürzung der Artikel vor. Für Leserbriefe ist die Redaktion dankbar, ohne den Abdruck zu garantieren. Alle Angaben, im Besonderen Termine, sind ohne Gewähr.
Redaktionsschluss für die 1. Ausgabe 2016 (Feb.- März- Apr.) ist der 14.01.2016. Lösungen: B und H, 1. Schatten 2. Feuer
Seite 62
X XKontakte und Adressen Kirche und Pfarramt St. Martin Wilhelmsruher Damm 144 13439 Berlin Tel.: 030 346 550 243; Fax: 030 346 550 244
Kirche St. Nikolaus, Techowpromenade 35-43 13437 Berlin
Internet: www.st-martin-berlin.de E-Mail:
[email protected] Sprechzeiten der Gemeindebüros Di. 09:45 - 12:00 Uhr in Maria Gnaden 10:00 - 13.00 Uhr in St. Hildegard Mi.* 17:00 - 19:00 Uhr in St. Martin** Do. 10:00 - 12:00 Uhr in St. Martin 16:00 - 18:00 Uhr in St. Martin 15:00 - 17:00 Uhr in Maria Gnaden Fr. 15:30 - 17:00 Uhr in St. Hildegard leitender Pfarrer: Norbert Pomplun Tel.: 030 406 376 47 E-Mail:
[email protected] mitarbeitende Priester: Leszek Bartuzi Tel.: 030 407 698 29 E-Mail:
[email protected] Pater Thomas Treutler Tel.: 0173 043 024 18 E-Mail:
[email protected] Pastoralreferent: Dietmar Swaton Tel.: 030 407 698 25 E-Mail:
[email protected] Gemeindereferentinnen: Lucia Ring Tel.: 030 406 376 48 E-Mail:
[email protected] Angelika Piniek Tel.: 030 404 44 36 E-Mail:
[email protected] Vorsitzender des Pfarrgemeinderates: Martin Figur E-Mail:
[email protected] Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes: Jürgen Krähe Verwaltungsleiter im Pastoralverbund: André Martin Tel.: 030 405 015 26 E-Mail:
[email protected] Chorleiter, Organist: Joachim Ciesielski E-Mail:
[email protected] * jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat
Katholische Schule Salvator: Königshorster Str. 4 13439 Berlin Tel.: 030 416 46 56 Kita St. Martin: Leitung: Birgit Kreutz Königshorster Str. 2 Tel.: 030 414 088 66 Kita St. Nikolaus: Leitung: Anneliese Lindner Techowpromenade 35-43 13437 Berlin Tel.: 030 414 784 14 Caritas-Sozialstation: Kurhausstraße 30 13467 Berlin Tel.: 030 666 33 50 Konto: Deutsche Bank Kto.-Nr.: 695 1750, BLZ: 100 700 24 IBAN: DE58 1007 0024 0695 1750 00 BIC: DEUTDEDBBER Katholische Kirchengemeinde St. Martin bei Spenden bitte Verwendungszweck angeben, beispielsweise: - für die Instandsetzungen der Kirche: „Baufonds“ - für die Lebensmittelverteilung: „Laib und Seele“ - für das Orgelprojekt: „Rohlf - Orgel“ - für die Pfarrnachrichten: „Pfarrnachrichten“
/ ** auch in polnischer Sprache
Seite 63
Seite 64