Musiktheorie. Rolf Thomas Lorenz
August 4, 2017 | Author: Franz Arnold | Category: N/A
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1 Musiktheorie Rolf Thomas Lorenz2 Erinnerung Crashkurs M I alle Intervalle im Oktavraum hören, am Notenbild erkenn...
Description
Musiktheorie
Rolf Thomas Lorenz
Erinnerung Crashkurs M I
alle Intervalle im Oktavraum hören, am Notenbild erkennen und notieren einfache Kadenz T-S-D-T (im Klaviersatz) notieren alle Dur- und Moll-Tonleitern des Quintenzirkels (bei Moll rein, harmonisch und melodisch) rhythmisiertes Melodiediktat, in welchem alle Intervalle vorkommen können erweitertes Rhythmusdiktat Erkennen von Tonarten an praktischen Notenbeispielen
Crashkurs M II – Was ist neu?
Kirchentonarten (Modi) Intervalle vermindert und übermäßig Erweiterte Kadenz in Dur und Moll Dominantseptakkord mit Auflösung Transponieren Formenlehre (Liedform, Sonatenhauptsatz) Harmonisierung einer einfachen Melodie Zweistimmiges Melodiediktat
Die Kirchentonarten (Modi) Kirchentonarten sind Tonarten wie Dur und Moll. Sie unterscheiden sich wie diese nach der Anordnung der Halb- und Ganztonschritte.
Sehen wir uns die weißen Tasten auf dem Klavier an. Beginnen wir mit c, entsteht die C-DurTonleiter. Sie kommt auch in den Kirchentonarten vor und heißt „Ionisch“. Beginnen wir mit d, heißt die Tonleiter „D-dorisch“, auf e folgt „E-phrygisch“, auf f „F-lydisch“, auf g „G-mixolydisch“, auf a „A-äolisch“ und auf h „H-lokrisch“. Jede Kirchentonart hat eine starke Ähnlichkeit mit einer Dur- oder Molltonart
Ionisch (identisch mit Dur)
Dorisch
verwandt mit d-moll rein typisch ist die große Sexte
d-moll rein:
Phrygisch
verwandt mit e-moll rein typisch ist die kleine Sekunde
e-moll rein:
Lydisch
verwandt mit F-Dur typisch ist die übermäßige Quarte
F-Dur:
Mixolydisch verwandt mit G-Dur
typisch ist die kleine Septime
G-Dur:
Äolisch
identisch mit a-moll rein
Lokrisch
verwandt mit h-moll rein typisch sind die kleine Sekunde und die verminderte Quinte
h-moll rein:
Kirchentonarten – auf unterschiedlichen Stufen
So wie es Dur- und Molltonarten auf unterschiedlichen Stufen gibt z.B. A-Dur, F-Dur, c-moll oder g-moll, gibt es auch die Kirchentonarten auf unterschiedlichen Stufen: z. B. D-Dorisch, A-Dorisch, G-Lydisch, F-Lydisch usw.
Beispiel: Dorisch auf a
Bilde die mit Dorisch verwandte a-mollTonleiter rein:
Bilde die für Dorisch typische 6+:
Beispiel: Dorisch auf g
Bilde die mit Dorisch verwandte g-mollTonleiter rein:
Bilde die für Dorisch typische 6+:
Bilde verschiedene Kirchentonarten auf unterschiedlichen Stufen
verminderte und übermäßige
Intervalle
Bezeichnung
1
Intervallname
Klang
reine Prime
ü1
übermäßige Prime
kleine Sekunde
v2
verminderte Sekunde
reine Prime
2-
kleine Sekunde
2+
große Sekunde
ü2
übermäßige Sekunde
kleine Terz
v3
verminderte Terz
große Sekunde
3-
kleine Terz
3+
große Terz
ü3
übermäßige Terz
reine Quarte
v4
verminderte Quarte
große Terz
4 ü4 v5
reine Quarte übermäßige Quarte verminderte Quinte
Bezeichnung
5
Intervallname
Klang
reine Quinte
ü5
übermäßige Quinte
kleine Sexte
v6
verminderte Sexte
reine Quinte
6-
kleine Sexte
6+
große Sexte
ü6
übermäßige Sexte
kleine Septime
v7
verminderte Septime
große Sexte
7-
kleine Septime
7+
große Septime
ü7
übermäßige Septime
reine Oktave
v8
verminderte Oktave
große Septime
8 ü8
reine Oktave übermäßige Oktave
kleine None
Notation von verminderten und übermäßigen Intervallen
übermäßige Prime
verminderte Sekunde
übermäßige Sekunde
verminderte Terz
übermäßige Terz
Bilde verschiedene verminderte und übermäßige Intervalle
Die erweiterte Kadenz
Parallele Molldreiklänge
Tonika und Tonika-Parallele:
Subdominante und SubdominantParallele:
Dominante und Dominant-Parallele:
Erinnerung Kurs M I: Die einfache Kadenz T-S-D-T
Die Kadenz beginnt und endet mit der Tonika, dazwischen folgen erst die Subdominante und dann die Dominante:
Die Kadenz wird vierstimmig im Klaviersatz aufgeschrieben. Im Bass befindet sich zusätzlich der Grundton.
Die einzelnen Stimmen gehen den nächsten Weg:
Dabei werden die Umkehrungen der Dreiklänge verwendet. Erinnern wir uns an den Crashkurs U II: • Grundstellung • 1. Umkehrung = Sextakkord • 2. Umkehrung = Quartsextakkord
6
6 4
Der unterste Ton wandert jeweils eine Oktave höher.
Erweiterung der einfachen Kadenz durch Parallelklänge
Erweiterung durch Sp
Erweiterung durch Sp und Dp
Erweiterung durch Sp, Dp und Tp
Wichtig: Die einzelnen Akkordtöne bilden im Verlauf zueinander eine melodische Linie (wie Sopran, Alt, Tenor und Bass in einem Chor) In der Basslinie findet sich (zunächst) nur der jeweilige Grundton, sie darf daher „springen“, alle anderen Stimmen gehen den kürzesten Weg Quint- und Oktavparallelen werden vermieden
Bilde verschiedene Kombinationen von T, Tp, S, Sp, D und Dp
Dominantseptakkord
Der verminderte Dreiklang auf der 7. Stufe erhält durch Hinzufügen eines Grundtones (3+ unter dem ersten Dreiklangston) eine funktionale Bedeutung. Es entsteht die Dominante mit hinzugefügter 7-:
D7
Die Umkehrungen des Dominantseptakkordes 1. Umkehrung – Quintsextakkord 2. Umkehrung – Terzquartakkord 3. Umkehrung – Sekundakkord
Bilde den D7 und seine Umkehrungen in verschiedenen Tonarten: Beachte die Tonartvorzeichen Bilde die Dominante (Dreiklang auf der 5. Stufe Bilde den D7 durch Hinzufügen der Septime Bilde die Umkehrungen durch Oktavierung des jeweils untersten Tones Bezeichne die Akkorde mit Ziffern
Beispiel:
D7 von A-Dur
Der D7 und seine Auflösung in die Tonika
Die einzelnen Stimmen gehen den kürzesten Weg
Halbtonschritt geht vor Ganztonschritt
Terzverdopplungen sind zu vermeiden
Grundstellung
Quintsextakkord
Terzquartakkord
Sekundakkord
Hinzufügen eines Basstones (vierstimmiger Klaviersatz)
Merke: der Akkord (ob Grundstellung, Quintsextakkord,
Terzquartakkord oder Sekundakkord) wird durch den Basston bestimmt! Befindet sich der Grundton im Bass, ist es immer Grundstellung!
Achtung: Der Sekundakkord (Septime im Bass) löst sich in den Sextakkord der Tonika auf (1. Umkehrung)
Melodiediktat - zweistimmig
Beispiel:
• Das Diktat beginnt und endet in beiden Stimmen mit dem Grundton • Die Melodien bewegen sich im Oktavraum und nicht darüber hinaus
Transponieren Viele Instrumente klingen anders, als es im Notentext steht, man spricht von transponierenden Instrumenten. Beispiele: Klarinette in B: wenn der Klarinettist ein „c“ spielt, klingt ein „b“ Horn in F: wenn der Hornist ein „c“ spielt, erklingt ein f Saxofon in Es: es steht „c“ aber klingt „es“
Aufgabe: Transponiere den kleinen Melodieausschnitt nach F-Dur, A-Dur und Es-Dur:
Harmonisieren einer Melodie
Bilde zuerst die Grundfunktionen der Tonart und schreibe sie auf einem Notizblatt auf
Finde heraus, zu welchen Funktionen die Melodietöne passen
Merke: ein Lied oder eine Melodie beginnt und endet meist mit der Tonika
Füge im Bass die Grundtöne hinzu:
Modulation
In der Musiktheorie bezeichnet das Wort Modulation den vorbereiteten Übergang von einer Tonart zu einer anderen. Modulationen erkennt man notationstechnisch am Auftreten der für eine bestimmte Tonart typischen Vorzeichen im Verlauf des Musikstücks. Wird die Zieltonart durch eine Kadenz befestigt, so spricht man von einer echten Modulation, wird sie nach ihrem Erreichen sofort wieder verlassen, von einer vagierenden Modulation. Eine Reihe von unmittelbar hintereinander stattfindenden Modulationen – mit oder ohne Festigung temporärer tonaler Zentren – nennt man eine Modulationskette. Geschieht der Tonartwechsel ohne vorbereitende oder überleitende Schritte, so nennt man dies nicht Modulation, sondern Rückung. Eine Modulation, die ohne abschließende Kadenz auftritt und nicht aus der ursprünglichen Tonart herausführt, wird als Ausweichung bezeichnet.
Homophonie und Polyphonie Beispiel aus Barock: J. S. Bach – Inventionen
Beispiel aus Klassik: W. A. Mozart – Sonate C-Dur
Formenlehre
Informiere Dich im Internet unter Formenlehre (bitte anklicken)
über Kanon, Fuge und Sonatenhauptsatz
Sonatenhauptsatz
Exposition
Durchführung
Reprise
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