Kunstbericht 2013 Wien, 2014

June 1, 2017 | Author: Lisa Hermann | Category: N/A
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Kunst bericht 2013

Kunstbericht 2013

Wien, 2014

Impressum Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Bundeskanzleramt , Sektion II, Kunst Concordiaplatz 2, 1010 Wien Text: Sektion II Gesamtumsetzung: Sektion II, Abteilung 1 Redaktion: Alexandra Auth, Herbert Hofreither, Robert Stocker, Charlotte Sucher Grafische Gestaltung: BKA | ARGE Grafik Druck: RemaPrint Wien, Juni 2014

Vorwort Seit 1. März 2014 ressortiert die Kunstsektion als Sektion II beim Bundeskanzleramt. Der vorliegende Kunstbericht veranschaulicht die Förderungsmaßnahmen des Jahres 2013 im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Wie schon meinen VorgängerInnen ist es auch mir besonders wichtig, Kunst und Kultur in Österreich nachhaltig abzusichern. Dazu bedarf es eines grundsätzlichen politischen Bekenntnisses zur öffentlichen Finanzierung, aber auch zur Freiheit der Kunst und zur kulturellen Vielfalt. Die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung muss dabei die selbstverständliche Wertschätzung sein, die wir allen Dr. Josef Ostermayer Künstlerinnen und Künstlern angedeihen lassen. Diese zeichnete © Johannes Zinner auch 2013 – neben Effizienz, Transparenz und Zuverlässigkeit – die Arbeit der Kunstsektion aus. Im vorliegenden Bericht werden zahlreiche Maßnahmen dargestellt, deren gemeinsames Ziel es war, positive Rahmenbedingungen für die Kunst zu schaffen, zu erhalten bzw. zu stärken, vor allem aber den Kunstschaffenden optimale Unterstützung bei ihrer Arbeit zu geben und letztendlich Kunst allen Menschen in der Gesellschaft zugute kommen zu lassen. Schließlich darf – um mein Verständnis von Kulturpolitik zu formulieren – der Zugang zur Kunst kein Privileg einer Minderheit sein, sondern soll für alle Menschen unabhängig von ihrer gesellschaftlichen und sozialen Stellung möglich sein. Um die Geschlechtergerechtigkeit im Kunstbereich zu forcieren und Rollenklischees abzubauen, wurde das bereits 2011 begonnene, immer beliebter gewordene Mentoring-Programm für weibliche Kunstschaffende fortgesetzt. Die erfolgreiche Vernetzung und Zusammenarbeit von 14 jungen Künstlerinnen mit erfahrenen Mentorinnen verbessern die Basis, auf der die Kunstschaffenden ihre weitere Karriere aufbauen können. Eine andere Form der Vernetzung stellt das 2012 gestartete Projekt »Speed-Dating« dar: Hier treten Komponistinnen mit VeranstalterInnen und EnsembleleiterInnen in direkten Kontakt. Auch diese Maßnahme soll weibliche Kunstschaffende unterstützen und die nach wie vor bestehende Benachteiligung von Frauen im Kunstbetrieb verringern helfen. Der Schwerpunkt der Kunstförderung lag auch 2013 auf der zeitgenössischen Kunst und dabei auf deren Internationalisierung, um Österreichs Ansehen als Kunst- und Kulturland weiter zu stärken und international zu positionieren. Die Stärkung der internationalen Präsenz österreichischer Kunstschaffender wurde 2013 konsequent fortgesetzt. So präsentierte auf der 55. Biennale in Venedig der Kurator Jasper Sharp eine vielbeachtete filmische Installation von Mathias Poledna, die sich mit dem Themen Kunst, Unterhaltungskultur und Sprache des Kinos auseinandersetzte. Maria Lassnig, die kürzlich verstorbene Wegbereiterin und Vorbild für viele junge Künstlerinnen, erhielt den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk. Durch ihre weltweiten zahlreichen Ausstellungen hat sie seit über sieben Jahrzehnten weit über die Grenzen Österreichs hinaus große Anerkennung erlangt. Da der Schritt ins Ausland und damit auf die großen Kunstmärkte oft schwierig ist, wurden im Jahr 2013 wieder etwa 50 Künstlerinnen und Künstler mit 18 Auslandsatelierplätzen die Möglichkeit geboten, außerhalb Österreichs zu arbeiten, und zwar in Hot Spots wie New York, London, Paris, Rom, Tokio oder Shanghai oder in Ländern wie Mexiko, Kanada oder Indonesien.

Umgekehrt erhielten durch das »artists-in-residence«-Programm ausländische Kunstschaffende das Angebot, Österreich kennen zu lernen, eine Zeit lang hier zu arbeiten und Kontakte zu knüpfen. Nach einem dreimonatigen Aufenthalt in den Ateliers im Schloss Laudon fand die Ausstellung der in Wien geschaffenen Werke im Ausstellungsraum des Hauses für Kunst und Kultur statt. Einen weiteren Schwerpunkt der Kunstsektion bildete die Förderung der Kulturvermittlung durch die Kulturinitiativen. Der Fokus liegt dabei auf innovativen, zeitbezogenen und experimentellen Kulturformen mit gesellschaftspolitischer Relevanz und interkulturellen und soziokulturellen Aktivitäten. Doch auch die Nachwuchsförderung genießt in der Kunstsektion einen hohen Stellenwert, etwa bei der Musikförderung: Hier bietet beispielsweise das Wiener Jeunesse Orchester seit mehr als 25 Jahren jungen österreichischen MusikerInnen durch die Zusammenarbeit mit renommierten DozentInnen und DirigentInnen eine Plattform für eine Orchesterausbildung mit einem weit gefächerten Repertoire von der Klassik bis zur Moderne. Traditionell wurden 2013 bedeutende Finanzmittel für den künstlerischen Betrieb von Theatern und für künstlerisch anspruchsvolle Produktionen von Schauspiel-, Tanz-, Musiktheater- und Performance-Gruppen aufgewendet. Sie ermöglichen die Weiterentwicklung der vielen theatralischen Ausdrucksformen im aktuellen Bezug zur Gegenwart. Darüber hinaus war 2013 wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für den österreichischen Kinofilm und für die Innovative Filmförderung. Zahlreiche geförderte Produktionen konnten national und international bei diversen Filmfestivals Preise erlangen. Bei der »Diagonale« gingen 14 Preise an Filme, die von der Kunstsektion unterstützt wurden. Tizza Covi und Rainer Frimmel erhielten in Saarbrücken den Max Ophüls Preis für »Der Glanz des Tages«. Mit Unterstützung des EU-MEDIA-Programms startete die »Paradies«-Trilogie von Ulrich Seidl in den Kinos vieler EU-Länder. Die Aufstockung des Budgets des Österreichischen Filminstituts auf € 20 Mio. soll in Österreich zur Weiterentwicklung der Filmkultur beitragen sowie der Erhaltung und Schaffung von Filmarbeitsplätzen dienen. In den von der Kunstsektion betreuten Sparten bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst, Film, Musik, darstellende Kunst, Literatur oder Kulturinitiativen spiegelt sich die große Qualität der hervorragenden Künstlerinnen und Künstler des Kulturlandes Österreich wider. Wie der vorliegende Kunstbericht 2013 zeigt: Die Kunstsektion hat ihre Aufgabe, dieses künstlerische Potential zu unterstützen und ihm die notwendige Infrastruktur zu geben, im Jahr 2013 erneut engagiert und gut gelöst. Dafür spreche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kunstsektion meinen Dank aus.

Dr. Josef Ostermayer Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und öffentlichen Dienst

Inhalt I

Struktur der Ausgaben

7

II Förder­ungen im Detail

77

III Service

145

IV Glossar zur Kunst­förderung

267

V Register

295

I

Struktur der Ausgaben Das Budget der Kunstsektion nach Abteilungen

8

Kunstförderung und Gender Budgeting

11

Mentoring für Künstlerinnen

15

Die LIKUS-Systematik

17

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten 1 Museen, Archive, Wissenschaft 2 Literatur 3 Presse 4 Musik 5 Darstellende Kunst 6 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie 7 Film, Kino, Video- und Medienkunst 8 Kulturinitiativen  9 Ausbildung, Weiterbildung 10 Internationaler Kulturaustausch 11 Festspiele, Großveranstaltungen 12 Soziales

21 21 22 28 30 34 38 47 52 55 57 61 68

Öffentlichkeitsarbeit

71

I.1  Das Budget der Kunstsektion nach Abteilungen Die Kunstsektion besteht aufgrund der Geschäftseinteilung vom 1. Juni 2009 aus sieben Abteilungen: Abteilung V/1: Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst; Abteilung V/2: Musik und darstellende Kunst, Kunstschulen, allgemeine Kunstangelegenheiten; Abteilung V/3: Film; Abteilung V/4: Budget, Statistik, K ­osten­ - und Leistungsrechnung und Nachweiskontrolle; Abteilung V/5: Literatur und Verlagswesen; Abteilung V/6: Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit; Abteilung V/7: Kulturinitiativen. Seit dem 1. März 2014 ressortiert die Kunstsektion als Sektion II beim Bundeskanzleramt. 2013 machte der Bundesvoranschlag (BVA) UG 30 – Bereich Kunst insgesamt € 92.372.000 aus. Der Gesamterfolg belief sich durch die Entnahme von Mitteln aus der Rücklage auf € 93.050.342,09. Wie in den vorangegangenen Kunstberichten wer-

den in diesem Bericht nicht nur Förderungen und Ankäufe dargestellt, sondern auch Aufwendungen, soweit diese – inhaltlich betrachtet – der Kunstförderung zuzurechnen sind, wie z. B. die Ausgaben für die Salzburger Festspiele oder für verschiedene Bundesausstellungen. Auf dieser Basis betrugen die Finanzierungen der Kunstsektion ohne Aufwendungen im Jahr 2013 € 91.804.741,02 (siehe nachfolgende Tabelle). Die Differenz zum Gesamterfolg der Kunstsektion (€ 93.050.342,09) in der Höhe von € 1.245.601,07 bzw. 1,4 % sind Aufwendungen, die keine Förderungen im engeren Sinne darstellen. Dies betrifft Zahlungen für die Instandhaltung von Gebäuden, für Transporte, für Mieten der KünstlerInnenateliers im In- und Ausland, für freie Dienstverträge und Dienstgeberbeiträge, für Honorare von GutachterInnen, Jurys und Beiräten, für Entgelte von Einzelpersonen, für Eigenpublikationen usw.

Abteilungsbudgets 2012 – 2013 in € Mio. (gerundet) 2012

2013

Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

10,49

10,28

Musik, darstellende Kunst

40,17

*38,51

Film

22,71

**25,75

Literatur, Verlagswesen

11,76

11,48

Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit

0,35

0,60

Kulturinitiativen

5,00

5,18

90,48

91,80

Summe Quelle: Kunstbericht 2012; Daten 2013 Abt. V/4

Die budgetären Verschiebungen resultieren zum einen aus 2012 einmalig erfolgten Aufwendungen für Investitionsförderungen in der Sparte darstellende Kunst (Salzburger Festspiele, Theater in der Josefstadt/Wr. Kammerspiele) in der Höhe von insgesamt ca.

8  |  Kunstbericht 2013

€ 1,7 Mio.* Zum anderen erfolgte in der Sparte Film eine Anhebung der Förderung des Österreichischen Filminstituts um € 3,43 Mio., während gegenüber 2012 (€ 365.000) keine Kosten­für die Kino-Digitalisierung mehr anfielen.**

Kapitel IV Glossar

Förderungsmaßnahmen 2013 im Überblick

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst Bildende Kunst

4.561.280,72

Architektur, Design

2.031.047,79

Fotografie

1.017.401,33

Video- und Medienkunst

716.595,38

Mode

397.200,00

Ankäufe

691.410,00

Bundesausstellungen, -projekte

767.515,92

KünstlerInnenhilfe

100.548,20

Summe

10.282.999,34

Abteilung V/2 Musik, darstellende Kunst Musik

5.749.381,00

Darstellende Kunst

18.743.274,48

Festspiele

11.484.593,01

Investitionsförderungen

2.515.000,00

KünstlerInnenhilfe Summe

23.800,00 38.516.048,49

Abteilung V/3 Film Innovativer Film

2.091.805,27

Filminstitutionen

3.153.600,00

Programmkinos, Kinoinitiativen Österreichisches Filminstitut

418.500,00 20.000.000,00

Preise

53.000,00

KünstlerInnenhilfe Summe

30.000,00 25.746.905,27

Abt. V/2 41,9 %

Abteilung V/5 Literatur, Verlagswesen Literarische Vereine, Veranstaltungen (inkl. Literar-Mechana und KulturKontakt Austria)

6.697.469,00

Literarische Publikationen, Verlage, Buchankäufe, Zeitschriften

2.934.317,08

Personenförderung

1.412.012,80

Übersetzungsförderung

275.150,00

Preise

127.000,00

KünstlerInnenhilfe Summe

Abt. V/1 11,2 %

33.811,00 11.479.759,88

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit Ausstellungen, Projekte

202.208,61

Jahrestätigkeit

125.000,00

Reise-, Aufenthalts-, Tournee­kosten­zuschüsse

271.262,00

Summe

Abt. V/3 28,1 %

598.470,61

Abteilung V/7 Kulturinitiativen Vereinsförderung Dokumentation, Evaluation

4.850.250,00 19.056,00

Personenförderung

212.951,43

Preise, Prämien

98.300,00

Summe

Budget

5.180.557,43

Kunstbericht 2013 | 9

Abt. V/5 12,5 % Abt. V/6 Abt. V/7

0,7 % 5,6 %

Seit 2009 wird im budgetären Umfang von jährlich ca. € 0,6 Mio. ein kulturpolitischer Schwerpunkt im Bereich der Nachwuchsförderung gesetzt. Unter der Bezeichnung Startstipendien werden dabei insgesamt 95 Stipendien zu je € 6.600 mit einer Laufzeit von sechs Monaten für den künstlerischen Nachwuchs in folgenden Bereichen ausgeschrieben: 35 Stipendien für Musik und darstellende Kunst, 15 Stipendien für Literatur, zehn Stipendien jeweils für bildende Kunst

10 | Kunstbericht 2013

sowie Architektur/Design, fünf Stipendien jeweils für künstlerische Fotografie, Videound Medienkunst, Mode, Filmkunst sowie Kulturmanagement. Die Startstipendien sind als Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen sowie KulturmanagerInnen zu verstehen und sollen zur Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens beitragen und den Einstieg in die österreichische und internationale Kunstszene erleichtern.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

I.2  Kunstförderung und Gender Budgeting In den vergangenen Jahren wurde oftmals die Frage nach der Geschlechtergerechtigkeit bei der Verteilung der Kunstförderungen gestellt. Aus diesem Grund werden seit dem Jahr 2007 in den Kunstberichten jene finanziellen Transferleistungen, die direkt an einzelne KünstlerInnen gehen, nach genderbezogenen

Kriterien ausgewertet. Diese Förderungssumme umfasst nicht nur Stipendien und Projektförderungen, sondern auch Zahlungen für Kunstankäufe, Preise und Prämien. Zusätzlich werden die in der Kunstsektion tätigen Beiräte und Jurys geschlechtsspezifisch dargestellt.

Geschlechtsspezifische Verteilung der Stipendien, Projekte, Ankäufe, Preise und Prämien der Kunstsektion 2013 (Anzahl, Beträge in €) Abt.

Sparte

1

F

gesamt

M

F

Bildende Kunst

370

186

184

1.753.936

884.527

869.409

Stipendien, Projekte

290

144

146

1.185.066

583.757

601.309

77

41

36

518.870

270.770

248.100

3

1

2

50.000

30.000

20.000

Architektur, Design, Mode

70

31

39

451.164

188.950

262.214

Stipendien, Projekte

67

29

38

442.164

182.950

259.214

3

2

1

9.000

6.000

3.000

119

48

71

561.630

258.216

303.414

Stipendien, Projekte

88

36

52

354.240

158.266

195.974

Ankäufe

28

10

18

165.390

69.950

95.440

3

2

1

42.000

30.000

12.000

Video- und Medienkunst

93

41

52

332.729

144.570

188.159

Stipendien, Projekte

Preise

Preise Fotografie

Preise

91

41

50

312.729

144.570

168.159

Preise

2

0

2

20.000

0

20.000

Musik

147

107

40

544.800

380.700

164.100

Stipendien, Projekte

144

107

37

524.000

380.700

143.300

3

0

3

20.800

0

20.800

Darstellende Kunst

22

6

16

132.740

36.300

96.440

Stipendien, Projekte

21

6

15

124.740

36.300

88.440

Preise, Prämien

Preise 3

1

0

1

8.000

0

8.000

Film

126

67

59

1.222.442

670.235

552.207

Stipendien, Projekte

116

62

54

1.169.442

645.735

523.707

10

5

5

53.000

24.500

28.500

Preise 5

Literatur

618

352

266

1.648.163

966.168

681.995

Stipendien, Projekte

534

307

227

1.412.963

821.868

591.095

84

45

39

235.200

144.300

90.900

Preise, Prämien 7

Beträge in €

M

Ankäufe

2

Anzahl der Finanzierungen gesamt

Kulturinitiativen

37

13

24

230.951

83.300

147.651

Stipendien, Projekte

31

11

20

212.951

73.300

139.651

6

2

4

18.000

10.000

8.000

Sektion V

1.602

851

751

6.878.555

3.612.966

3.265.589

Stipendien, Projekte

Preise, Prämien

1.382

743

639

5.738.295

3.027.446

2.710.849

Ankäufe

105

51

54

684.260

340.720

343.540

Preise, Prämien

115

57

58

456.000

244.800

211.200

Kunstförderung und Gender Budgeting

Kunstbericht 2013  |  11

Bei insgesamt 1.382 Stipendien und Projekten im Jahr 2013 wurden 639 Vorhaben von Künstlerinnen (46 %) mit einer Summe von €  2.710.849 und 743 Vorhaben von Künstlern (54  %) mit einer Summe von €  3.027.446 unterstützt. Der Gesamtbetrag von € 5.738.295 ging zu 47 % an Frauen und

zu 53 % an Männer. Durchschnittlich flossen Mittel in der Höhe von € 4.242 für Stipendien und Projekte von Frauen und € 4.075 für Stipendien und Projekte, die Männer betrafen. Von den 95 vergebenen Startstipendien gingen 54 Stipendien an Frauen (57 %), 41 Stipendien an Männer (43 %).

Geschlechtsspezifische Verteilung der Startstipendien der Kunstsektion 2013 (Anzahl und prozentuelle Verteilung) Abt.

Sparte

1

2

Anzahl der Stipendien

%

gesamt

M

F

M

F

Bildende Kunst

10

3

7

30

70

Architektur

10

7

3

70

30

Fotografie

5

2

3

40

60

Video- und Medienkunst

5

1

4

20

80

Mode

5

0

5

0

100

Musik

23

16

7

70

30

Darstellende Kunst

12

4

8

33

67

5

2

3

40

60

15

5

10

33

67

5

1

4

20

80

95

41

54

43

57

3

Film

5

Literatur

7

Kulturmanagement Sektion V

Zusätzlich zu diesen Förderungen wurden Ankäufe von 105 KünstlerInnen (51  % Frauen, 49 % Männer) im Gesamtwert von € 684.260 getätigt, wobei € 343.540 an 54 Frauen (50 %) und € 340.720 an 51 Männer (50 %) gingen. Hier betrugen die Durchschnittsbeträge € 6.362 bei den Frauen und € 6.681 bei den Männern. 2013 wurden auch 115 Preise und Prämien für besondere künstlerische Leistungen verliehen. Der Gesamtbetrag von € 456.000 (46 % an Frauen, 54 % an Männer) ging mit € 211.200 an 58 Künstlerinnen (50 %) und mit € 244.800 an 57 Künstler (50 %).

12 | Kunstbericht 2013

Insgesamt gab es also 1.602 Finanzierungen von Einzelpersonen mit einem Gesamtaufwand von €  6.878.555. Davon gingen 751 Finanzierungen (47  %) zu insgesamt €  3.265.589 (47 %) an Frauen, 851 Finanzierungen (53 %) zu insgesamt € 3.612.966 (53 %) an Männer. Pro Finanzierung wurden für Frauen durchschnittlich € 4.348, für Männer € 4.246 aufgewendet. Der allgemeine Durchschnittswert betrug € 4.294.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Geschlechtsspezifische Verteilung der Stipendien, Projekte, Ankäufe, Prämien und Preise nach Sparten der Kunstsektion 2013 (Anzahl und Gesamtbeträge in Prozent, Durchschnittsbeträge in €) Anzahl Finanzierungen %

Sparte

Gesamtbeträge %

durchschnittliche Beträge €

M

F

M

F

gesamt

M

F

Bildende Kunst

50

50

50

50

4.740

4.756

4.725

Architektur, Design, Mode

44

56

42

58

6.445

6.095

6.723

Fotografie

40

60

46

54

4.720

5.380

4.273

Video- und Medienkunst

44

56

43

57

3.578

3.526

3.618

Musik

73

27

70

30

3.706

3.558

4.103

Darstellende Kunst

27

73

27

73

6.034

6.050

6.028

Film

53

47

55

45

9.702

10.004

9.359

Literatur

57

43

59

41

2.667

2.745

2.564

Kulturinitiativen

35

65

36

64

6.242

6.408

6.152

Sektion V

53

47

53

47

4.294

4.246

4.348

Zur Vorberatung und Vorbereitung von Förderungsangelegenheiten sind für die einzelnen Fachabteilungen der Kunstsektion Beiräte und Jurys tätig. Im Jahr 2013 arbeiteten in der Kunstsektion insgesamt 67 Gremien (ohne den Österreichischen Kunstsenat und den Beirat nach dem Kunst-

förderungsbeitragsgesetz), und zwar 13 Beiräte und 54 Jurys mit insgesamt 259 Mitgliedern. Das Geschlechterverhältnis weist einen Anteil von 53 % Frauen und 47 % Männern aus: 138 Frauen und 121 Männer waren 2013 als ExpertInnen in den Beiräten und Jurys tätig.

Geschlechtsspezifische Verteilung der Beirats- und Jurymitglieder der Kunstsektion 2013 (absolut und Prozent) Anzahl der Gremien

Anzahl der Mitglieder

%

gesamt

Beiräte

Jurys

gesamt

M

F

M

F

Abteilung 1

25

4

21

77

33

44

43

57

Abteilung 2

8

2

6

41

24

17

59

41

Abteilung 3

5

1

4

17

7

10

41

59

Abteilung 5

19

4

15

84

38

46

45

55

Abteilung 6

5

0

5

15

8

7

53

47

Abteilung 7

5

2

3

25

11

14

44

56

67

13

54

259

121

138

47

53

Sektion V

Kunstförderung und Gender Budgeting

Kunstbericht 2013  |  13

Der Österreichische Kunstsenat umfasst 21 Mitglieder und besteht ausschließlich aus den TrägerInnen des Großen Österreichischen Staatspreises. Dieser ging in den Jahren 1950–2013 an 98 Männer und an zehn Frauen. Das hatte Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Kunstsenats: Er besteht seit 2013 aus 17 Männern (81 %) und vier Frauen (19 %).

14 | Kunstbericht 2013

Der Beirat nach dem Kunstförderungsbeitragsgesetz, der aus BeamtInnen, VertreterInnen der Länder, Städte und Gemeinden, der Kammern, des ÖGB sowie VertreterInnen von Kunstschaffenden sozialpartnerschaftlich-paritätisch zusammengestellt wird, umfasst (samt Ersatzmitgliedern und Beobach­ terIn­nen) 43 Mitglieder: 16 Frauen (37 %) und 27 Männer (63 %).

Kapitel I Struktur der Ausgaben

I.3  Mentoring für Künstlerinnen Weibliche Kunstschaffende sind nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt. Um dieser Situation entgegen zu wirken, führte die Kunstsektion des BMUKK als Pilotprojekt 2011 ein Künstlerinnen-Mentoring-Programm durch: ein Fachmentoring von Frauen für Frauen, von Künstlerinnen für Künstlerinnen. Das vorrangige Ziel des Mentoring-Programms war der Know-how-Transfer von erfahrenen Künstlerinnen bzw. im Kunst- und Kulturbereich etablierten Frauen zu jüngeren Künstlerinnen. Die Vorgabe lautete, eine Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahme zur Vermittlung von Wissen und Erfahrung in

der jeweiligen Kunstsparte zu implementieren. Berufsbezogene Reflexion und Professionalisierung sollten den jungen Künstlerinnen helfen, sich im beruflichen und persönlichen Bereich weiter zu entwickeln. Dazu war vorgesehen, dass die Mentorinnen ihre Mentees in künstlerische Netzwerke einbinden. 14 junge Mentees, die vorwiegend aus dem Kreis der Startstipendiatinnen ausgewählt wurden, bildeten mit 14 Mentorinnen, die sich aus etablierten Künstlerinnen und Kulturschaffenden zusammensetzten, im Jahr 2013, dem dritten Mentoring-Jahrgang, folgende Tandems:

Teilnehmerinnen des Mentoringprogramms 2013 Sparte

Mentee

Mentorin

Bildende Kunst

Mag. Marlene Hausegger

Mag. Katrin Plavcak

Künstlerische Fotografie

Mag. Lea Titz

Dr. Sylvia Eiblmayr

Mode

Mag. Anna Kirsten Krambeck

Eva Blut-Buchleitner

Video- und Medienkunst

Mag. Christine Schörkhuber

Univ. Prof. Mag. Ruth Schnell

Musik

Irene Kepl

Mag. Alexandra Karastoyanova- Hermentin

Darstellende Kunst

Andrea Maria Handler, M.A., B.A.

Sabine Parzer, B.A.

Tanz-Performance

Martina Rösler, B.A.

Doris Uhlich

Film

Libertad Hackl, B.A.

Eva Spreitzhofer

Film

Mag. Anna Katharina Wohlgenannt

Tizza Covi

Literatur

Mag. Magda Woitzuck

Dr. Martina Schmidt

Literatur

Ekaterina Heider

Barbara Neuwirth

Literatur-Übersetzung

Mag. Ruth Altenhofer

Mag. Ruth Berg

Literatur-Übersetzung

MMag. Birgit Weilguny

Dr. Uta Szyszkowitz

Kulturmanagement

Mag. Petra Pölzl

Dr. Sabine Folie

Der Startschuss für dieses Programm erfolgte am 22. Februar 2013. Nach Einführungsworkshops für Mentees und Mentorinnen begann die Arbeit in Tandems, wobei sich diese zumindest vier Mal während der knapp einjährigen Laufzeit trafen. Darüber hinaus gab es zwei Supervisionsrunden für die Mentorinnen und zwei Gruppencoachings für die Mentees. Bei einem Vernetzungstreffen zur Halbzeit des Programms, am 12. Juni 2013, hielt die Medien- und Kommunikationswissenschafterin Dr. Ulrike Weish einen Vortrag

Mentoring für Künstlerinnen

zum Thema »Feminismen und Mentoring«. Die Organisationsberaterin Dr. Ursula Lengauer stand den Tandems wie seit dem Pilotprojekt während der gesamten Laufzeit des dritten Mentoring-Jahres als professionelle Begleitung zur Seite. Jeweils im Herbst der Jahre 2011–2013 wurden die Programme mittels Fragebögen sowohl in inhaltlicher als auch in organisatorischer Hinsicht evaluiert. Das Ergebnis weist eine breite Zustimmung für das Projekt auf. Die vereinbarten Ziele der einzelnen

Kunstbericht 2013  |  15

Tandems (Konkretisierung und Positionierung der künstlerischen Arbeit, ProjektWeiterentwicklung, Erfahrungsaustausch, Selbstreflexion, Vernetzung im Kunstbetrieb, Öffentlichkeitsarbeit, Jobsuche usw.) wurden großteils erreicht. Daher wird das Programm Mentoring für Künstlerinnen auch 2014 wei-

tergeführt. Die Abschlussveranstaltung des dritten Jahrgangs, in dessen Rahmen die Kulturvermittlerin Petra Unger, MA, zum Thema »Von der Selbstoptimierung zum politischen Netzwerk« sprach, fand am 11. November 2013 im Veranstaltungssaal des BMUKK am Concordiaplatz statt.

v.l.n.r.: 1.R.: Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Ursula Lengauer Mag. Petra Pölzl mit ihrer Mentorin Dr. Sabine Folie Mag. Christine Schörkhuber mit ihrer Mentorin Univ. Prof. Mag. Ruth Schnell v.l.n.r.: 2.R.: Abschlusspräsentation »Mentoring für Künstlerinnen« 2013 mit den Mentorinnen und den Mentees © alle: HBF/Flora Scheibenbauer

16 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

I.4  Die LIKUS-Systematik Das Budget der Kunstsektion wird im Kunstbericht auf zweierlei Arten abgebildet: Zum einen werden alle Förderungen – gegliedert nach EmpfängerInnen, Höhe und Zweck – im Kapitel II (Förderungen im Detail) ausgewiesen. Dabei folgt die Darstellung der Geschäftseinteilung des BMUKK. Zum anderen werden auf den folgenden Seiten des Kapitels I die Förderungsausgaben nicht nach den einzelnen Abteilungen der Kunstsektion geordnet, sondern nach der sogenannten LIKUS-Systematik (Länderinitiative Kulturstatistik) dargestellt. Dieses kulturstatistische System soll die Transparenz der Kunst- und Kulturförderung erhöhen, indem es die Kulturausgaben aller Gebietskörperschaften in Österreich miteinander vergleichbar macht.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Das LIKUS-Schema unterscheidet im kulturellen Sektor zwischen insgesamt 17 Hauptkategorien bzw. Förderungsbereichen. In den LIKUS-Kategorien Baukulturelles Erbe, Bibliothekswesen, Erwachsenenbildung, Heimat- und Brauchtumspflege sowie Hörfunk/ Fernsehen gibt es keine Förderungen aus den Mitteln der Kunstsektion. Die LIKUSKategorie Sonstiges wird im Kunstbericht als »Soziales« geführt. Dort werden alle sozialen Transferleistungen an KünstlerInnen zusammengefasst. Somit werden die Förderungen der Kunstsektion auf insgesamt zwölf der 17 LIKUS-Gruppen aufgeteilt. Dabei ergibt sich folgendes Bild (Sparten-Reihung nach LIKUS, Erfolg 2013 in Mio. €, gerundet):

Museen, Archive, Wissenschaft (0,12) Literatur (9,24) Presse (0,91) Musik (5,89) Darstellende Kunst (18,52) Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie (8,88) Film, Kino, Video- und Medienkunst (25,81) Kulturinitiativen (4,33) Ausbildung, Weiterbildung (0,06) Internationaler Kulturaustausch (1,16) Festspiele, Großveranstaltungen (15,19) Soziales (1,69)

In der Darstellung des Kunstbudgets nach LIKUS finden sich auch Förderungsbereiche wie z.B. Wissenschaft (LIKUS 1) und Aus- und Weiterbildung (LIKUS 9), die hauptsächlich von anderen Sektionen bzw. anderen Ressorts wahrgenommen werden. Von Fall zu Fall gibt es aber auch Förde-

Die LIKUS-Systematik

rungen der Kunstsektion, die diesen LIKUSGruppen zuzuordnen sind. Um einen Vergleich der Kunst- und Kulturausgaben zu ermöglichen, werden diese Förderungen in der LIKUS-Übersicht ebenso ausgewiesen wie jene, die zu den Kernaufgaben der Kunstsektion zählen.

Kunstbericht 2013  |  17

Verteilung des Kunstbudgets auf die einzelnen LIKUS-Sparten 2013 (gerundet, Reihung nach Ausgabenhöhe) LIKUS

Reihung

Sparten

%

Mio. €

7

1

Film, Kino, Video- und Medienkunst

28,11

25,81

5

2

Darstellende Kunst

20,17

18,52

11

3

Festspiele, Großveranstaltungen

16,55

15,19

2

4

Literatur

10,06

9,24

6

5

Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie

9,68

8,88

4

6

Musik

6,42

5,89

8

7

Kulturinitiativen

4,71

4,33

12

8

Soziales

1,84

1,69

10

9

Internationaler Kulturaustausch

1,27

1,16

3

10

Presse

0,99

0,91

1

11

Wissenschaft

0,14

0,12

9

12

Aus-, Weiterbildung

0,06

0,06

Summe

100

91,80

Da im Kapitel II sämtliche Ausgaben der Kunstsektion im Bereich der Förderungen, Stipendien, Ankäufe und Preise veröffentlicht sind, ist das Prinzip der vollständigen und kontinuierlichen Berichterstattung gemäß § 10 des Kunstförderungsgesetzes 1988 gewährleistet. Die nachfolgende Tabelle zu den Kunstförderungsausgaben des Jahres 2013 zeigt, aus welchen Abteilungen der Kunstsektion die einzelnen LIKUS-Sparten in diesem Jahr gespeist wurden. Im Zusammenhang mit der Diskussion über institutionelle bzw. strukturelle Förderungen einerseits und personenbezogene Förderungen andererseits ist die Gesamtstruktur des Kunstbudgets von Interesse. So machte 2013 etwa die Summe der einzelnen Förderungen über € 2 Mio. bereits 46,1% (€ 42,33 Mio.) der gesamten Förderungen der Kunstsektion (€ 91,80 Mio.) aus, jene über € 1 Mio. schon 53,1 % (€ 48,76 Mio.), jene ab € 0,5  Mio. schließlich gar 56,9 % (€ 52,23 Mio.). Im Folgenden werden jene 45 Institutionen ausgewiesen, die – teilweise kumuliert durch mehrere Förderungstitel aus einer oder mehreren LIKUS-Sparten – 2013 insgesamt mindestens € 200.000 erhalten haben. Diese Beträge ergeben in Summe ca. € 60,79 Mio. und machen somit fast zwei Drittel (66,2%) der Förderungen der Kunstsektion in der Gesamthöhe von € 91,80 Mio. aus.

18 | Kunstbericht 2013

Auf Anregung der Landeskulturreferentenkonferenz vom Mai 2003 wurde die Zuordnung der Förderungen zu den einzelnen Bundesländern überarbeitet. Alle Förderungen werden seit dem Kunstbericht 2003 nach dem Prinzip des begünstigten Bundeslandes dargestellt, d.h. jenes Bundesland wird angeführt, das den größten Nutzen aus einer Förderung zieht. In den meisten Fällen stimmt es mit dem Sitz der geförderten Institution, dem Wohnort der/des Antragstellenden bzw. dem Bundesland, in dem das Projekt stattgefunden hat, überein. Institutionen, deren Wirkungsbereich sich auf das gesamte Bundesgebiet bezieht und die in ihrem Bereich einzigartig sind (z.B. Interessenvertretungen, Österreichisches Filminstitut, KulturKontakt Austria) werden mit dem Kürzel »Ö« wie Österreich versehen. Förderungen für öster­ reichische Kunst- und Kulturprojekte im Ausland kommen nach dieser Systematik Österreich als Ganzes zugute und werden ebenfalls mit »Ö« gekennzeichnet. Zusätzlich wird jenes Land angeführt, in dem sie durchgeführt wurden (z.B. Ö/Italien).

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Ausgaben Kunstsektion 2013 nach Abteilungen und LIKUS-Sparten (gerundet, in Tausend €, % LIKUS) Abt. 1 € Tsd. %

Abt. 2 € Tsd. %

Abt. 3 € Tsd. %

Abt. 5 € Tsd. %

Abt. 6 € Tsd. %

Abt. 7 € Tsd. %

Gesamt € Tsd. %

1 Wissenschaft

-

-

-

-

125 100

-

125 100

2 Literatur

-

-

-

9.237 100

-

-

9.237 100

579 64

-

10 1

319 35

-

-

908 100

4 Musik

-

5.892 100

-

-

-

-

5.892 100

5 Darstellende Kunst

-

18.520 100

-

-

-

-

18.520 100

8.882 100

-

-

-

-

-

8.882 100

592 2

-

25.217 98

-

-

-

25.809 100

8 Kulturinitiativen

-

-

-

-

-

4.327 100

4.327 100

9 Aus-, Weiterbildung

-

-

-

-

-

58 100

58 100

10 Internationaler Kulturaustausch

-

-

-

690 59

473 41

-

1.163 100

11 Festspiele, Groß veranstaltungen

130 1

13.780 91

490 3

-

-

795 5

15.195 100

12 Soziales

100 6

324 19

30 2

1.234 73

-

-

1.688 100

10.283 11

38.516 42

25.747 28

11.480 12

598 1

5.180 6

91.804 100

LIKUS

3 Presse

6 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie 7 Film, Kino, Video- und Medienkunst

Gesamt %

Die LIKUS-Systematik

Kunstbericht 2013  |  19

Kumulierte Zahlungen (Jahresförderungen, Voraus- und Nachzahlungen, Investitions- und Projektkostenzuschüsse, Prämien) 2013 ab € 200.000 Österreichisches Filminstitut (Ö)

20.000.000

Theater in der Josefstadt (W)

6.596.712

Salzburger Festspiele (S)

6.015.583

Volkstheater Wien (W)

4.940.000

Festspielhaus Erl Errichtungs- und Betriebsges.m.b.H (T)

2.500.000

Bregenzer Festspiele (V)

2.277.640

Theater der Jugend (W)

1.650.000

Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur (W)

1.270.607

Filmarchiv Austria (Ö)

1.207.500

Literar-Mechana (Ö)

1.200.000

Wiener Konzerthausgesellschaft (W)

1.100.000

KulturKontakt Austria (Ö)

723.683

Österreichisches Filmmuseum (Ö)

632.500

Steirischer Herbst (ST)

566.870

IG Autorinnen Autoren (Ö)

530.000

Schauspielhaus Wien (W)

523.342

Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. (T)

500.000

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (W)

475.000

Theater Phönix (OÖ)

456.200

ImPulsTanz/Wiener Tanzwochen (W)

450.000

Klangforum Wien (W)

450.000

Elisabethbühne (S)

447.900

MICA – Music Information Center Austria (Ö)

400.000

Institut für Jugendliteratur (W)

378.000

IG Freie Theaterarbeit (Ö)

372.000

Architektur Zentrum Wien (W)

360.000

Inter-Thalia Theater (W)

350.000

Carinthischer Sommer (K)

300.000

Österreichische Gesellschaft für Literatur (W)

281.000

Biennale Venedig 2013 (Ö/Italien)

270.000

Kulturvernetzung Niederösterreich (NÖ)

270.000

Diagonale – Festival des österreichischen Films (ST)

266.000

Wiener Symphoniker (W)

254.355

sixpackfilm (Ö)

250.700

Österreichischer Musikfonds (Ö)

250.000

Musikalische Jugend Österreichs (Ö)

250.000

WUK Werkstätten- und Kulturhaus (W)

250.000

Österreichische Galerie Belvedere (W)

247.500

Theaterland Steiermark (ST)

245.000

Kunsthaus Mürzzuschlag (ST)

240.000

Secession Wien (W)

220.000

Niederösterreichische Tonkünstler (NÖ)

220.000

Neue Bühne Villach (K)

206.000

Festival der Regionen (OÖ)

200.000

Vorarlberger Landestheater (V) Summe

20 | Kunstbericht 2013

200.000 60.794.092

Kapitel I Struktur der Ausgaben

I.5  Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten 1  Museen, Archive, Wissenschaft Grundsätzlich ist für Museen die Kultursektion des BMUKK, für wissenschaftliche Einrichtungen das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zuständig. Der Bereich Museen, Archive, Wissenschaft bildete 2013 mit € 125.000, das sind nur 0,1 % des gesamten Budgets der Kunstsektion, den elftgrößten Budgetposten und lag damit vor der Sparte Aus- und Weiterbildung. 2013 hat die Abteilung 6 diese LIKUSGruppe alleine bestritten. Sie unterstützte damit die Österreichische Kulturdokumentation – Internationales Archiv für Kulturanalysen. Diese Einrichtung erforscht und dokumentiert seit über 20 Jahren spartenübergreifend und interdisziplinär die Bereiche Kultur, Kulturpolitik und Kreativwirtschaft. Sie beherbergt die einzige fachspezifische Bibliothek in Österreich mit mehr als 7.000 Medien zu österreichischer, europäischer und internationaler, öffentlicher und privater Kultur- und Kunstförderung, Kulturfinanzierung und -verwaltung, Kulturentwicklung und -vermittlung, Kultur- und Kreativwirtschaft, urbaner Kulturpolitik, kultureller Vielfalt sowie zu einzelnen Kunstsparten, Medien, Verlagswesen, Museumswesen und kulturellem Erbe. Zu diesen Themen werden Studien und Expertisen durchgeführt, Anfragen aus dem In- und Ausland bearbeitet sowie private und öffentliche Stellen, z. B. Ministerien, Stiftungen oder supranationale Organisationen, beraten. Seit 1998 erarbeitet das Institut ein jährliches Update des österreichischen kulturpolitischen Länderprofils für das Internetportal »Compendium – Cultural Policies and Trends in Europe« (www.culturalpolicies. net). Dieses Projekt des Europarats führt

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

die kulturpolitischen Profile von 42 europäischen Ländern zusammen und ist das einzige repräsentative Portal zur Kulturpolitik in Europa. 2013 wurde die Darstellung der österreichischen Kulturpolitik erstmals in einer deutschsprachigen Version veröffentlicht. Im Dezember 2013 war die Österreichische Kulturdokumentation gemeinsam mit dem BMUKK, dem Europarat und ERICarts Gastgeberin des jährlichen AutorInnentreffens der Compendium-ExpertInnen, das im Rahmen der Österreichischen Präsidentschaft im Ministerkomitee des Europarats in Wien stattfand: 65 ExpertInnen aus mehr als 38 Ländern debattierten über das Thema »Culture and Democracy in the Digital Era – Hopes and Threats«. Ein »Public Forum« mit hochkarätig besetztem Podium wurde von ca. 100 TeilnehmerInnen besucht. Ein weiteres Forschungsprojekt des Instituts im Jahr 2013 war eine Studie zum räumlichen Potential kreativer Nutzungen in Wien in Zusammenarbeit mit dem Urban Catalyst Studio (Berlin) und IFOER – Institut für Örtliche Raumplanung (TU Wien). 2013 führte die Österreichische Kulturdokumentation auch das zweijährige EU-Projekt im Rahmen des EU-Programms »KULTUR 2007–2013« zur »Evaluierung der Kulturpolitik in Bezug auf kulturelle Vielfalt und interkulturellen Dialog in den fünf südosteuropäischen Ländern Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und Montenegro« gemeinsam mit den Partnern PAC Multimedia (Projektleitung, Mazedonien) und Akcija (Bosnien und Herzegowina) weiter. In diesem Zusammenhang wurden drei mehrtägige regionale Seminare mit KulturforscherInnen aus den beteiligten Ländern in Sarajevo, Skopje und Wien abgehalten, wobei die Österreichische Kulturdokumentation die Veranstaltungen in Wien konzipierte und organisierte.

Kunstbericht 2013  |  21



%

Abteilung 6

125.000,00 100,00

Summe

125.000,00 100,00

1  Museen, Archive, Wissenschaft Gesamtsumme 2012 € 120.000,00 Gesamtsumme 2013 € 125.000,00



%

Abteilung 5

9.237.001,88 100,00

Summe

9.237.001,88 100,00

2 Literatur Mit € 9,2 Mio. bzw. 10,1 % des Kunstbudgets, mit denen ausschließlich die Abteilung 5 diese Sparte finanzierte, stellte 2013 die Literatur nach den Sparten Film, darstellende Kunst und Festspiele den viertgrößten Förderungsbereich der Kunstsektion dar. Die Förderungstätigkeit der Literaturabteilung umfasst drei Bereiche: das literarische Schaffen, die Vermittlung und Präsentation sowie die Publikation und Übersetzung österreichischer Gegenwartsliteratur. Die Abteilung 5 unterstützt die Projekte österreichischer AutorInnen und vergibt zahlreiche Prämien und Literaturpreise. Sie subventioniert Literaturhäuser, literarische Vereine und Veranstaltungen, und sie finanziert inländische Verlage sowie Übersetzungen zeitgenössischer österreichischer Belletristik. Zur Förderung von AutorInnen hat sich im Laufe der Jahre ein vielfältiges und differenziertes Stipendienwesen entwickelt. Neben Arbeits-, Reise- und Werkstipendien standen 2013 insgesamt 73 Langzeitstipendien mit einer Laufzeit von sechs bis 36 Monaten für die Ausarbeitung größerer literarischer Projekte zur Verfügung, und zwar drei Robert-Musil-Stipendien, fünf Mira-LobeStipendien, zehn DramatikerInnenstipendien, 15 Startstipendien, 20 Staatsstipendien und 20 Projektstipendien. Die Gesamtausgaben für Stipendien und Prämien betrugen 2013 mehr als € 1,4 Mio. In Österreich gab es bis vor einigen Jahren keine institutionalisierte Ausbildung für den Beruf der Schriftstellerin bzw. des Schriftstellers. Während in den USA Creative Writing an den Universitäten angeboten und in Deutschland das Literaturinstitut Leipzig betrieben wird, startete in Österreich erst 2009 ein vergleichbares Studium. Mit dem Studiengang Sprachkunst bietet die Universität für angewandte Kunst Wien seit dem Wintersemester 2009/10 ein künstlerisches Bakkalaureat-Studium in der Sparte Literatur an. Der Literaturbetrieb hat aber bereits davor verschiedene Strategien zur Nachwuchsförderung entwickelt. So gibt es in Österreich eine Fülle literarischer Vereine,

22 | Kunstbericht 2013

zahlreiche Literaturzeitschriften und Kleinverlage sowie ein vielfältiges Angebot an Workshops, Kursen und Schreibwerkstätten, wo junge AutorInnen mit KollegInnen diskutieren, ihre Texte veröffentlichen und dem interessierten Publikum vorstellen können. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde die Nachwuchsarbeit zunehmend professionalisiert. Bereits seit 1991 arbeitet die Schule für Dichtung in Wien mit ihren Schreib- und Meisterklassen. Neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren neben einigen kleineren Schreibwerkstätten der Verein UniT mit seinem Drama Forum und die Initiative Schreibzeit, die den Nachwuchs in der Kinder- und Jugendliteratur fördert. Über das gut ausgebaute Verlags- und Zeitschriftenwesen und durch Veranstaltungen von Literaturhäusern und Literaturvereinen ist der literarische Nachwuchs bestens in den Literaturbetrieb in Österreich eingebunden. Die Literaturabteilung fördert die Initiativen dieser Vereine, Zeitschriften und Verlage und bietet darüber hinaus noch Stipendien an, die auf jüngere AutorInnen und auf den literarischen Nachwuchs zugeschnitten sind. Die Startstipendien mit einer Laufzeit von sechs Monaten erhalten AutorInnen, die an ihrem ersten bzw. zweiten Buch arbeiten. Die ebenfalls sechs Monate laufenden Mira-LobeStipendien gehen in erster Linie an den Nachwuchs in der Kinder- und Jugendliteratur. Die Staatsstipendien mit einer Laufzeit von einem Jahr richten sich an AutorInnen der jüngeren Generation, die bereits veröffentlicht haben. Für literarische Debüts werden jährlich vier Prämien vergeben, die 2013 an Christoph Dolgan (»Ballastexistenz«, Literaturverlag Droschl), Philip Hohenlohe (»Das Gespenster­ palais«, Metroverlag), Nadine Kegele (»Annalieder«, Czernin Verlag) und Isabella Straub (»Südbalkon«, Aufbau Verlag) gingen. Zusätzlich zur Förderung von Schreibprojekten durch Stipendien wird seit 1976 ein Sozialfonds für SchriftstellerInnen, der bei der Verwertungsgesellschaft Literar-Mechana eingerichtet ist, finanziert. Der Fonds leistet Beiträge zur Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung sowie zur freiwilligen Krankenversicherung und hilft bei Notfällen. Um seinen vielfältigen

Kapitel I Struktur der Ausgaben

v.l.n.r.: 1.R.: Karl-Markus Gauß © Kurt Kaindl Reinhard Kaiser-Mühlecker © Irina Hron-Oeberg John Banville © Douglas Banville 2.R.: Rainer Merkel © Lukas Dostal Elke Erb © HBF/Harald Minich Erich Klein © HBF/Carina Karlovits

Aufgaben nachkommen zu können, erhielt er 2013 Mittel in der Höhe von € 1,2 Mio. (siehe Kapitel LIKUS 12 Soziales). Weiters vergibt die Abteilung 5 alljährlich zahlreiche Preise. Der Österreichische Kunstpreis in der Sparte Literatur ging 2013 an Karl-Markus Gauß und der Outstanding Artist Award an Reinhard Kaiser-Mühlecker. John Banville erhielt den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, Rainer Merkel den Erich-Fried-Preis und Elke Erb den Ernst-Jandl-Preis für Lyrik. Der Österreichische Staatspreis für Literaturkritik wurde Erich Klein zuerkannt. Bei den Schönsten Büchern Österreichs wurden 2013 wieder drei besondere Bücher mit einem Staatspreis ausgezeichnet.

Die Kinder- und Jugendbuchpreise gingen an Heinz Janisch und Ingrid Godon für »Rita. Das Mädchen mit der roten Badekappe«, an Saskia Hula und Ina Hattenhauer für »Die beste Bande der Welt«, an Michael Roher für »Oma, Huhn und Kümmelfritz« und an Lilly Axster und Christine Aebi für »DAS machen?«. Für ihre Übersetzungen aus dem Englischen und dem Französischen wurde Uta Szyszkowitz, für seine Übersetzungen österreichischer Literatur ins Türkische wurde Ahmet Cemal mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung 2013 ausgezeichnet. Im Jahr 2013 wurden Preise in der Höhe von insgesamt € 127.000 vergeben.

v.l.n.r.: Heinz Janisch/Ingrid Godon: Rita. Das Mädchen mit der roten Badekappe © Bloomsbury Verlag Saskia Hula/Ina Hattenhauer: Die beste Bande der Welt © Residenz Verlag Michael Roher: Oma, Huhn und Kümmelfritz © Verlag Jungbrunnen Lilly Axster/Christine Aebi: DAS machen? © de‘A Panoptikum

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  23

Ein zweiter Schwerpunkt der Arbeit der Abteilung 5 liegt in der Unterstützung der Vermittlung und Präsentation von Gegenwartsliteratur. Dabei nimmt die Förderung literarischer Vereine und Veranstaltungen – abzüglich der Ausgaben für die LiterarMechana (LIKUS 12) und KulturKontakt Austria (LIKUS 10) – mit € 4,8 Mio. den größten Teil dieser LIKUS-Gruppe ein. Die Literaturabteilung fördert die Literaturhäuser in den Bundesländern und die dort ansässigen größeren literarischen Institutionen, die nicht nur wesentlich zum literarischen Leben und zur Literaturvermittlung im jeweiligen Bundesland, sondern zu einem positiven und anregenden literarischen Klima in ganz Österreich beitragen. Sie beteiligt sich aber auch an Projekten kleinerer Veranstalter und an der Finanzierung von Literaturvereinen und Literaturzeitschriften, die für junge AutorInnen von besonderer Bedeutung sind. Heute gibt es in Österreich ein flächendeckendes Netz von Literaturhäusern, Literaturveranstaltern und Literaturgruppen und mit der Interessengemeinschaft Autorinnen Autoren, der IG Übersetzerinnen Übersetzer, der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und dem Österreichischen P.E.N.-Club vier repräsentative SchriftstellerInnenverbände. Der dritte Arbeitsbereich der Abteilung 5 liegt in der Förderung der Publikation und Übersetzung österreichischer Gegenwartsliteratur. Mit der Einführung der Verlagsförderung im Jahr 1992 gelang eine wesentliche Verbesserung der Publikationsmöglichkeiten in Österreich. Die Verlagsförderung ist Teil der Kunstförderung und verfolgt das Ziel, die Produktion von qualitativ hochstehenden Programmen österreichischer Belletristik- und Sachbuchverlage und die Verbreitung und den Vertrieb dieser Bücher zu sichern. Damit soll für das Lesepublikum ein breites Angebot mit einer großen literarischen und thematischen Vielfalt ermöglicht werden, wobei Programme mit Büchern österreichischer UrheberInnen sowie mit österreichischen Themen bei der Förderung Vorrang haben. Gefördert werden Belletristik und Essayistik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbücher der Sparten Kunst, Kultur, Philosophie und Geschichte (alle Sparten

24 | Kunstbericht 2013

ausschließlich 20. und 21. Jahrhundert). Die Förderung erfolgt in drei Tranchen, die jährlich auf Empfehlung des Verlagsbeirats vergeben werden, und zwar für das Frühjahrsprogramm, das Herbstprogramm und die Werbe- und Vertriebsmaßnahmen. Die Höhe der Tranchen beträgt jeweils € 9.100, € 18.200, € 27.300, € 36.400, € 45.500 oder € 54.600. Eine Förderung der Werbeund Vertriebsmaßnahmen ist ohne vorausgehende Programmförderung nicht möglich. Ausschlaggebend für die Zuerkennung von Förderungsmitteln sind die Qualität des Verlagsprogramms und die Professionalität der Arbeit des Verlags. Zur Verlagsförderung einreichende Verlage müssen mindestens drei Jahre lang in den ausgeschriebenen Sparten publiziert haben. Von der Verlagsförderung nicht erfasste Verlage und Editionen können für einzelne belletristische Buchprojekte Druckkostenbeiträge erhalten. Die Ausgaben der Literaturabteilung im Bereich Verlagsförderung insgesamt (Verlage, Buchpräsentationen, Buchprojekte und -ankäufe) beliefen sich 2013 auf € 2,6 Mio. und stellen damit den zweitgrößten Bereich innerhalb des Literaturbudgets nach LIKUS dar. Die Förderung von Literaturzeitschriften mit einem Gesamtvolumen von € 0,3 Mio. wird im Kapitel LIKUS 3 Presse dargestellt. Ein eigenes Übersetzungsförderungsprogramm unterstützt inländische wie ausländische ÜbersetzerInnen und hilft ausländischen Verlagen, österreichische Gegenwartsliteratur in Übersetzung herauszubringen. Lagen die Ausgaben für die Übersetzungsförderung 2001 noch bei etwa € 100.000, so wurden im Jahr 2013 für Übersetzungskostenzuschüsse, Stipendien und Prämien rund € 275.000 aufgebracht. In der Übersetzungsförderung kooperiert die Literaturabteilung Jahr für Jahr mit zahlreichen Belletristikverlagen weltweit. Unterstützt wurden Verlage in Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Indien, Irak, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Litauen, Neuseeland, Niederlande, Norwegen,

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Taiwan, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA und Vietnam. Die übersetzten AutorInnen gehen von H.C. Artmann über Ingeborg Bachmann bis zu Robert Musil, Joseph Roth und Stefan Zweig, wobei ein besonderes Interesse den Werken von Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek gilt. Die Literatur der AutorIn­ nen der jüngeren und mittleren Generation ist mit Dimitré Dinev, Karl-Markus Gauß, Daniel Glattauer, Thomas Glavinic, Wolf Haas, Erich Hackl, Josef Haslinger, Paulus Hochgatterer, Daniel Kehlmann, Anna Kim, Robert Menasse, Christoph Ransmayr und Josef Winkler ebenfalls gut vertreten. So leistet die Übersetzungsförderung einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung und Internationalisierung der österreichischen Literatur. Zusätzlich zur direkten Förderung von Übersetzungen arbeitet die Literaturabteilung beim Projekt New Books in German mit dem Österreichischen Kulturforum London und dem Goethe-Institut London, der Frankfurter Buchmesse, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem German Book Office in New York und Pro Helvetia zusammen. New Books in German hat sich zur Aufgabe gemacht, deutschsprachige Gegenwartsliteratur im angloamerikanischen Raum zu bewerben und Neuerscheinungen für Übersetzungen zu empfehlen. Dazu erscheint zweimal jährlich ein umfangreiches Heft mit Besprechungen ausgewählter Titel, Artikeln zur deutschsprachigen Literatur und Autorenporträts. Herausgegeben wird das Heft vom British Centre for Literary Translation, das an der University

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

of East Anglia beheimatet ist. Auf der Website www.new-books-in-german.com findet man darüber hinaus noch Probeübersetzungen und alle fürs Lizenzgeschäft relevanten Informationen. Aufgrund des großen Erfolges im angloamerikanischen Raum bietet die NBGWebsite zusätzlich zur englischen auch eine spanische und italienische Version an. International ausgerichtet ist auch die Arbeit der Literaturhäuser und zahlreicher Literaturvereine. Mehrere Literaturfestivals, wie die Rauriser Literaturtage, die Europäischen Literaturtage in der Wachau, die Lesefestwoche bei der Buch Wien, das Literaturfest Salzburg und die Tiroler Literaturtage Sprachsalz in Hall, bieten ebenfalls die Möglichkeit, die internationale Gegenwartsliteratur in all ihrer Vielfalt bei Lesungen, Buchpräsentationen und Podiumsdiskussionen live zu erleben. Auf internationalem Parkett bewegen sich die österreichischen Verlage auf der Leipziger und der Frankfurter Buchmesse. Während die Messe in Leipzig als Publikumsmesse gilt, richtet sich die Frankfurter Buchmesse vor allem an FachbesucherInnen, also an VerlegerInnen, AgentInnen, BuchhändlerIn­ nen, BibliothekarInnen, WissenschafterInnen, IllustratorInnen, DienstleisterInnen, ÜbersetzerInnen, DruckerInnen, Verbände, KünstlerInnen, AutorInnen, AntiquarInnen, Software- und Multimedia-AnbieterInnen. 131 österreichische AusstellerInnen, darunter die beiden großen Gemeinschaftsstände des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels und der IG Autorinnen Autoren, präsentierten auf der Frankfurter Buchmesse 2013 ihre Programme und Neuerscheinungen.

Kunstbericht 2013  |  25

v.l.n.r.: Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels Kommerzialrat Gerald Schantin, Sibylle Lewitscharoff, BM Dr. Claudia Schmied, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny © LCM/Richard Schuster

2 Literatur Gesamtsumme 2012 € 9.090.152,25

Mit AusstellerInnen aus zehn Ländern und über 300 Auftritten von jungen und arrivierten AutorInnen bot die Buch Wien 2013 wieder einen umfassenden Einblick in die Herbstneuerscheinungen aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch und Kinder- und Jugendliteratur. Die Eröffnungsrede mit dem Titel »Die Zukunft des Lesens« hielt die Georg-BüchnerPreisträgerin Sibylle Lewitscharoff. Im Rahmen der parallel dazu stattfindenden Lesefestwoche waren internationale Literaturstars wie Per Olov Enquist, Leon de Winter, Viktor Jerofejew, Tanja Maljartschuk, Mahmud Doulatabadi, Jaroslav Rudiš und István Kemény mit ihren neuen Büchern zu Gast in Wien.

Gesamtsumme 2013 € 9.237.001,88

26 | Kunstbericht 2013

Wie in den letzten Jahren lag auch 2013 wieder ein besonderes Augenmerk auf der Literatur der östlichen und südöstlichen Nachbarn Österreichs. AutorInnen aus Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, der Ukraine und Ungarn bereicherten die Messe und die Lesefestwoche mit ihren Auftritten. Stark vertreten waren natürlich auch wieder AutorInnen aus dem deutschsprachigen Raum, etwa Brigitte Kronauer, Clemens Meyer, Peter Stamm, Günter Brus, Michael Stavarič, Andreas Schäfer, David Schalko, Gerhard Roth, Peter Henisch, Christoph W. Bauer, Egyd Gstättner, Fabian Eder und Nadine Kegele. Für junge LeserInnen gab es über 80 Veranstaltungen, u.a. mit Jostein Gaarder, Stefan Slupetzky, Heinz Janisch, Helga Bansch, Patrick K. Addai, Christoph Mauz und Renate Habinger.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Buch Wien 2013 v.l.n.r.: 1.R.: Sibylle Lewitscharoff, Eröffnungsrede Eröffnung © alle: LCM/Richard Schuster 2.R.: Patrick K. Addai © LCM/Richard Schuster Peter Stamm © LCM/Richard Schuster Brigitte Kronauer © LCM/APA/Peter Hautzinger 3.R.: Michael Stavarič Jostein Gaarder Alfred Komarek © alle: LCM/APA/Peter Hautzinger 4.R.: Christoph W. Bauer © LCM/Richard Schuster Ilija Trojanow © LCM/APA/Peter Hautzinger Mahmud Doulatabadi © LCM/Richard Schuster 5.R.: Stefan Slupetzky Cornelius Hell, István Kemény, Wolfram Berger Wolfram Berger, Viktor Jerofejew, Erich Klein © alle: LCM/Richard Schuster

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  27



%

Abteilung 1

579.000,00

63,80

Abteilung 3

9.500,00

1,05

Abteilung 5

318.947,00

35,15

Summe

907.447,00 100,00

3 Presse Gesamtsumme 2012

€ 858.197,00

Gesamtsumme 2013

€ 907.447,00

3 Presse Die spezifische Darstellungsweise des Kunstbudgets, die auf systematische internationale Vergleichbarkeit abzielt, beinhaltet auch den Bereich des Pressewesens. Für dessen Förderung ist die Kunstsektion nur ergänzend zum Presseförderungsgesetz und zum Publizistikförderungsgesetz zuständig. Sowohl die Presse- als auch die Publizistikförderung des Bundes wird seit 2004 von der Regulierungsbehörde für elektronische Audiomedien und elektronische audiovisuelle Medien, der Kommunikationsbehörde Austria, betreut. Gesetzliche Grundlage der Bundespresseförderung ist das mit 1. Jänner 2004 in Kraft getretene Presseförderungsgesetz 2004. Die Publizistikförderung ist im Abschnitt II des Bundesgesetzes über die Förderung politischer Bildungsarbeit und Publizistik 1984 geregelt. Die Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion betreffen insbesondere Kunst-, Foto-, Film- und Literaturzeitschriften, die eine wichtige Vermittlungsrolle in ihren jeweiligen Sparten einnehmen. Sie sind u.a. Ort der ersten Veröffentlichung literarischer Texte, aber auch Medium inhaltlicher Debatten, die in der nötigen Ausführlichkeit und Genauigkeit sonst nirgends geführt werden können.

28 | Kunstbericht 2013

Der Bereich der Presse war 2013 mit € 0,9 Mio. bzw. 1,0 % des gesamten Budgets der Kunstsektion der zehntgrößte Budgetposten und rangierte damit vor den Sparten Wissenschaft sowie Aus- und Weiterbildung. Innerhalb der Sparte Presse wurden die meisten Mittel durch die Abteilungen 1 und 5 vergeben. So finanzierte die Abteilung 1 mit € 0,6 Mio. bzw. 63,8  % LIKUS-Anteil im Jahr 2013 Fachpublikationen im Bereich bildende Kunst, Architektur und Fotografie, etwa artmagazine, dérive, Parnass, Spike, Springerin, ST/A/R sowie die Fotoperiodika Camera Austria, Eikon und Streulicht. Einen hohen Stellenwert hat die Zeitschriftenförderung traditionell im Bereich der Literatur. Von der Abteilung 5 wurden 2013 mit € 0,3 Mio. bzw. 35,2 % dieser LIKUS-Sparte u.a. folgende Zeitschriften finanziert: das Magazin Buchkultur, Freibord, Kolik, Kultur, Leselampe, Lichtungen, Literatur und Kritik, Manuskripte, Perspektive, Profile, Salz, Sterz, Volltext, Weimarer Beiträge, Wespennest und Zwischenwelt, die Kinderliteraturzeitschrift 1000 und 1 Buch sowie die Internetmagazine Electronic Journal Literatur Primär und Eurozine. Die Abteilung 3 unterstützte mit €  9.500 bzw. 1,1 % LIKUS-Anteil die Herausgabe der Filmzeitschriften celluloid, Kolik Film und ray.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

v.l.n.r.: 1.R.: EIKON 81/2013 © EIKON Camera Austria 122/2013 © Camera Austria Spike 36/2013 © Spike Art Quarterly 2.R.: Parnass 4/13 © Parnass, VG Bild-Kunst, Bonn/Archiv, Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart springerin 1/13 © springerin, Markus Weisbeek dérive 53/2013 © dérive – Zeitschrift für Stadtforschung 3.R.: ST/A/R 35–36/2013 © ST/A/R Streulicht 1/2013 © Mario Kiesenhofer 4.R.: Kolik Film 20/2013 © Kolik Film Celluloid 6/2013 © Celluloid ray 09/13 © ray Filmmagazin, Constantin Film 5.R.: Wespennest 164 © Wespennest Manuskripte 200 © Manuskripte/Günter Brus Lichtungen 134 © Lichtungen

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  29

€ Abteilung 2 Summe

%

4 Musik

5.891.881,00 100,00 5.891.881,00 100,00

Die Abteilung 2, die für den Bereich Musik zuständig ist und diese LIKUS-Gruppe zur Gänze finanziert, konzentriert ihre Förderungstätigkeit auf die künstlerische Qualität des musikalischen Angebots. Sie geht vom subsidiären Grundsatz aus, dass die Basisfinanzierung primär eine Angelegenheit der örtlich zuständigen Gebietskörperschaften (Gemeinde und Land) ist. Die Musikförderung zielt vor allem auf die Förderung des zeitgenössischen und innovativen Aspekts im österreichischen Musikleben ab. Das Musikbudget der Kunstsektion machte 2013 ca. € 5,9 Mio. aus. Mit 6,4 % Budgetanteil bildete es damit den sechstgrößten Posten nach Film, darstellende Kunst, Festspiele, Literatur und bildende Kunst. Unter den größeren geförderten gemeinnützigen Einrichtungen befinden sich international herausragende Institutionen, die allesamt einen wesentlichen Beitrag zum Ruf des Musiklandes Österreich leisten. In der Bundeshauptstadt Wien gehören dazu zwei große Konzerthäuser – der Musikverein und das Konzerthaus –, in denen durch die dort angesiedelte Gesellschaft der Musikfreunde und die Wiener Konzerthausgesellschaft österreichische Musikgeschichte

geschrieben wurde und auch heute noch wird. Moderne Räumlichkeiten in beiden Häusern dienen vor allem als Veranstaltungsort für Programme, mit denen neue, junge Publikumskreise erschlossen und aktuelle musikalische Strömungen in das Angebot miteinbezogen werden. Der Bereich Nachwuchsförderung und Internationalisierung schlägt sich in der Sparte Musik gleich mehrfach nieder: bei der Förderung junger MusikerInnen (einschließlich der seit 2009 vergebenen Startstipendien), bei Kompositionsförderungen, bei der Unterstützung von Fortbildungsmaßnahmen im Ausland, bei Tourneekostenzuschüssen und bei Förderungen für jene Ensembles, die sich speziell um den Berufseinstieg kümmern. Exemplarisch wird die Nachwuchsförderung vom Wiener Jeunesse Orchester umgesetzt. Es bietet seit mehr als 25 Jahren jungen österreichischen MusikerInnen eine Plattform für die Orchesterausbildung und gilt daher als eine der führenden Einrichtungen der Nachwuchsförderung in Österreich. Die Orchestertätigkeit gliedert sich in jährliche Probespiele und in daran anschließende Arbeitsphasen, die sich durch ein weit gefächertes Repertoire von der Klassik bis zur Moderne und durch die Zusammenarbeit mit renommierten DozentInnen und DirigentInnen auszeichnen.

Wiener Konzerthaus © Rupert Steiner

30 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Seit Jahrzehnten ist die Musikalische Jugend Österreichs (Jeunesse) vorbildhaft in den Bereichen Nachwuchsförderung und Musikvermittlung tätig. Sie repräsentiert ein für Österreich einzigartiges Veranstalternetzwerk mit über 200.000 BesucherInnen und ca. 700 Konzerten vorwiegend für junge Menschen. Die Programmbandbreite der Jeunesse als führenden gesamtösterreichischen Konzertveranstalter reicht von Kinderveranstaltungen über Kammermusik, Crossover und Jazz bis hin zu Orchesterkonzerten. Die Bespielung von ungewöhnlichen Räumlichkeiten und von bekannten österreichischen Konzertsälen zählt ebenso zur Planungsherausforderung wie die Altersstruktur der BesucherInnen (ab drei Jahren). Im Bemühen um die Förderung des künstlerischen Nachwuchses ermöglicht die Jeunesse zahlreichen jungen KünstlerInnen, ihre internationale Karriere im Rahmen von Jeunesse-Programmen zu starten. Vorrangig der avantgardistischen zeitgenössischen Musik ist das Klangforum Wien verpflichtet. Dieses SolistInnenensemble mit einem Kern von 24 Mitgliedern zählt mit seiner weltweiten Konzerttätigkeit zu den führenden internationalen Ensembles für Neue Musik. Es stellt ein Forum intensiver Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Facetten des zeitgenössischen Komponierens und authentischer Aufführungspraxis für Werke der

Moderne dar. Die gleichberechtigte Zusammenarbeit von InterpretInnen, DirigentInnen sowie KomponistInnen führt zu einer großen stilistischen Vielfalt bei der Werkauswahl, die von der klassischen Moderne bis hin zu aktuellen zeitgenössischen Kompositionen reicht. Die Förderung der österreichischen zeitgenössischen Jazzszene ist ein weiteres wichtiges Anliegen der Kunstsektion. Neben der Unterstützung von Institutionen wie Porgy & Bess, Jazz Atelier Ulrichsberg, MM Jazzfestival, Jazzfestival Saalfelden und Ensembles wie z.B. Jazz Big Band Graz, Upper Austrian Jazz Orchestra und Jazzorchester Vorarlberg liegt das Hauptaugenmerk auf der Förderung österreichischer NachwuchskünstlerInnen. Auf zeitgenössische Musik haben sich auch jüngere Einrichtungen spezialisiert: Das Music Information Center Austria (MICA) ist seit 1994 der professionelle Partner für Musikschaffende in Österreich. Die Experten-Organisation hat von Beginn an die Genres Jazz/Improvisation, Neue Musik, Pop/Rock/Elektronik und Weltmusik unterstützt. Die MICA-PromotionServices wie Musikdatenbank, Webseite, Newsletter etc. bieten einen Überblick über die österreichische Szene im Bereich der oben genannten Genres. Ziel ist die bessere Verbreitung und die Erhöhung der Sichtbarkeit der österreichischen Musikschaffenden im In- und Ausland. Jeunesse-Tag im Museumsquartier © Julia Wesely

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  31

Speed Dating 2013 v.l.n.r.: Eröffnung durch Mag. Hildegard Siess Diskussionsrunde © alle: HBF/Franz Hartl

Seit 2012 besteht ein Online-Notenshop, in dem Werke von österreichischen Kompo­ nistInnen vor allem des Genres »Neue Musik« zum Verkauf angeboten werden (www.shop.musicaustria.at). Als Service für österreichische Musikschaffende bietet MICA Unterstützung in Form von Beratung und Information. Umfassendes berufspraktisches Wissen wird in unterschiedlichen Formaten vermittelt: in der Rubrik »Praxiswissen« auf www.music­ austria.at, bei telefonischen Erstberatungen, in Workshops und bei individuellen Beratungsgesprächen. MICA setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Musikschaffens in Österreich ein und fördert den Diskurs zu aktuellen Fragen des Musiklebens in zahlreichen international und prominent besetzten Veranstaltungen. Der 2005 gegründete Österreichische Musikfonds unterstützt Musikproduktionen auf Tonträgern oder audiovisuellen Medien und deren Verbreitung und Verwertung. Gefördert werden Albumproduktionen und Produktionen, die durch ihren Umfang Albumcharakter haben. Maßgebliche Kriterien für die Förderung der Produktion sind deren Eignung als Kulturgut mit österreichischer Prägung, die Professionalität in der Produktion und die Verwertungsmöglichkeit im In- und Ausland. Der Fonds steht allen musikschaffenden Urhe­ berInnen, InterpretInnen, MusikproduzentInnen, Musikverlagen und Labels offen. Eine wichtige Rolle im Musikbereich spielt auch das Genderthema. Die Geschlech-

32 | Kunstbericht 2013

terverteilung in den Kompositionsklassen der Musikuniversitäten hat sich zwar mittlerweile verbessert, aber in der beruflichen Realität sind junge Komponistinnen und Musikerinnen noch immer mit traditionellen Rollenklischees und damit verbundenen Schwierigkeiten konfrontiert. Aus diesem Grund startete die Kunstsektion 2012 erstmalig als Pilot-Maßnahme die Netzwerk-Veranstaltung »Speed Dating« zum gegenseitigen Kennenlernen von Komponistinnen, VeranstalterInnen, EnsembleleiterIn­ nen und MusikverlagsrepräsentantInnen. Ziel des Projektes war, die Anzahl der aufgeführten Werke von Komponistinnen im Konzert­ betrieb zu steigern: In der Folge wurden 2013 von 11 Ensembles Werke von 13 Komponistinnen, die am Speed-Dating teilgenommen hatten, aufgeführt. Dieser große Erfolg bestätigte den vielfach ge­äußerten Wunsch nach einer Fortsetzung der Veranstaltung: Am 23. Oktober 2013 fand das 2. »Speed Dating« im Haus für Kunst und Kultur statt. Zur Teilnahme wurden diesmal Komponistinnen eingeladen, die auch Werke im Bereich Elektronik, Elektroakustik und Sounddesign schreiben. Dazu wurden EnsembleleiterInnen gebeten, die Stücke aus diesem Bereich aufführen und spielen, bzw. VeranstalterInnen, deren Programme Raum für diese Stilrichtung bieten. Auch MusikverlagsrepräsentantInnen nahmen wieder an dem Netzwerkstreffen teil. Wie im Vorjahr konnte die bekannte Musikwissenschafterin, Journalistin und Autorin Dr. Irene Suchy als

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Moderatorin gewonnen werden. Der intensive Austausch zwischen den Urheberinnen und den VertreterInnen der verwertenden Institutionen lässt auf viele interessante und erfolgreiche Kooperationen für die Konzertsaison 2014 hoffen. Ein weiteres wichtiges Statement zur gendergerechten Wahrnehmung des bis vor kurzem noch mit veralteten Rollenklischees assoziierten Berufsbildes des Komponisten war 2013 die Verleihung des österreichischen Kunstpreises in der Sparte Musik an die österreichische Komponistin Katharina Klement. Die 1963 in Graz geborene Künstlerin versteht sich als »Composer-Performer« im Bereich von notierter und improvisierter, elektronischer und instrumentaler Musik.

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Ihr besonderes Interesse gilt dem Instrument Klavier und dafür erweiterten Spieltechniken, Klanginstallationen, Solo-Performances sowie Ensembles für improvisierte Musik. Seit 2006 unterrichtet sie im Rahmen des Lehrgangs »Computermusik und Elektronische Medien« an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Der österreichische Kunstpreis in der Sparte Musik ist nach zahlreichen Preisen und Förderungen wie dem »publicity-Preis« der Austro Mechana/SKE 2001, den Staatsstipendien für Komposition 2002 und 2011 der Kunstsektion und dem Förderungspreis der Stadt Wien 2002 die bisher höchste Auszeichnung für Katharina Klement.

Kunstbericht 2013  |  33

4 Musik Gesamtsumme 2012 € 7.297.061,00 Gesamtsumme 2013 € 5.891.881,00

Katharina Klement, Österreichischer Kunstpreis für Musik © Rania Moslam



%

5  Darstellende Kunst

Abteilung 2 18.520.274,48 100,00 Summe

18.520.274,48 100,00

Der zur Gänze von der Abteilung 2 verwaltete Betrag von € 18,5 Mio. repräsentierte 2013 etwa 20,2 % des Budgets der Kunstsektion und lag damit in der LIKUS-Reihung nach dem Film an zweiter Stelle vor den Festspielen, Literatur und bildende Kunst. Diese Finanzierungen wurden für den künstlerischen Betrieb von Theatern und für Produktionen von Schauspiel-, Tanz-, Musiktheater- und Performance-Gruppen aufgewendet. Die zur Verfügung gestellten Mittel stellen insbesondere einen Beitrag für die Gestaltung eines künstlerisch anspruchsvollen Spielplans dar. Sie ermöglichen – unter Berücksichtigung der gesetzlich verankerten kulturellen Vielfalt – die Weiterentwicklung der mannigfachen theatralischen Ausdrucksformen im aktuellen Bezug zur Gegenwart. Leistungen für die Jahrestätigkeit erhielten 2013 u.a. folgende österreichische Bühnen: das Schauspielhaus Salzburg (Elisabethbühne), das Theater Phönix in Oberösterreich, die Neue Bühne Villach in

Kammerspiele »Catch Me If You Can« Martin Berger als Carl Hanratty © Astrid Knie

34 | Kunstbericht 2013

Kärnten und in Wien das Schauspielhaus, das Vienna´s English Theatre (Inter-Thalia Theater) sowie die großen als Privattheater geführten traditionellen Einrichtungen wie Theater der Jugend, Theater in der Josefstadt und Volkstheater. Generationen von Theaterpublikum hat das seit 1932 bestehende Theater der Jugend herangezogen, das zu den ältesten Institutionen zählt, die sich professionell unter Einbeziehung von Schulen und PädagogInnen mit Kunstvermittlung an Kinder und Jugendliche befassen. Der seit 2002 tätige Direktor Thomas Birkmeir verfolgt mit seinen Produktionen die Intention, wichtige, für die Jugend brisante Themen auf der Bühne zur Diskussion zu stellen und ihr dabei auch gleichzeitig Theater als lebendige und unverändert faszinierende künstlerische Ausdrucksform zu vermitteln. Um die Verknüpfung einer reichen Tradition mit den Ansprüchen und Herausforderungen der Gegenwart geht es in den Spielplänen der großen Wiener Schauspielhäuser, dem Theater in der Josefstadt und dem Volkstheater. Das 1788 errichtete Theater in der Josefstadt ist das älteste ständig bespielte Theater in Wien. Seit 2006 führt der aus dem Ensemble kommende Schauspieler Herbert Föttinger die künstlerischen Agenden des Theaters und erzielt mit Ur- und deutschsprachigen Erstaufführungen große künstlerische Erfolge. Mit einem anspruchsvollen, aber auch publikumswirksamen Spielplan und mehr als 600 Vorstellungen pro Saison (ohne Schließtage) gelingt es der künstlerischen Leitung auch auf kaufmännischer Seite (Leitung: Alexander Götz) zu punkten: Die durchschnittliche BesucherInnenauslastung der Repertoirevorstellungen im Theater in der Josefstadt liegt bei 81 %, in den Kammerspielen gar bei rekordverdächtigen knappen 85 %. Daraus resultiert im Finanzergebnis eine Eigenfinanzierung von ca. 40 % – ein einmaliger Wert im gesamten deutschsprachigen Schauspiel. Eine völlig neue Ära wurde in den Kammerspielen 2013 eingeleitet: Nach nur knapp sechs Monaten Umbauzeit wurde die traditionsreiche, beliebte Bühne in der Wiener City

Kapitel I Struktur der Ausgaben

am 23. Oktober 2013 mit der europäischen Erstaufführung des erfolgreichen BroadwayMusicals »Catch Me If You Can« eröffnet. Das Ergebnis ist ein modernes Theater, das großartige Möglichkeiten für urbane intelligente Unterhaltung bietet. Die Bühne der Kammerspiele wurde vergrößert, das Sitzplatzangebot erweitert, die sicherheits- und bühnentechnischen Gegebenheiten erneuert, der Komfort für das Publikum erhöht und die Arbeitsbedingungen auf und hinter der Bühne für die MitarbeiterInnen entscheidend verbessert. »Meine Vision von einem großstädtischen Theater auf neuestem technischen Stand hat sich erfüllt«, ist Hausherr Herbert Föttinger stolz. Dabei waren die finanziellen und die technischen Herausforderungen gewaltig. Es wurde unter großem Termindruck und unter schwierigen bautechnischen Gegebenheiten gearbeitet. Von Mai bis Oktober 2013 tummelten sich auf der gewaltigen Baustelle in der Rotenturmstraße bis zu 130 Bauarbeiter gleichzeitig. Zu dem € 12 Mio. teuren Projekt stellte der Bund bereits im Jahr 2012 € 2,8 Mio. zur Verfügung und trug somit wesentlich zum erfolgreichen Gelingen dieses Großprojekts bei. Der Anteil an privaten Spenden und Donationen betrug mehr als 50 %. Auch das 1889 gegründete Volkstheater setzt Schritte in Richtung wirtschaftliche Neuorientierung. Mit seinen fast 1.000 Sitzplätzen zählt es zu den größten deutschen Sprechtheatern. Dem seit Herbst 2005 be-

stellten künstlerischen Direktor Michael Schottenberg steht mit Cay Urbanek ein junger Kulturmanager als kaufmännischer Leiter zur Seite. Die künstlerischen Ziele der Gründer blieben in der über 100-jährigen Geschichte des Volkstheaters Leitfaden für die meisten DirektorInnen: Klassiker in zeitgemäßen Inszenierungen, die Stücke von Ferdinand Raimund und Johann Nestroy sowie die zeitgenössische Literatur dominierten die Spielpläne. Um auch die bundesweite Bedeutung von österreichischem Theaterschaffen abseits der großen etablierten Häuser und Festivalveranstalter zu unterstreichen, werden im Folgenden drei Gruppen vorgestellt, die schon seit sehr vielen Jahren in ihrer Sparte einen wichtigen Beitrag zur Theaterszene in Österreich leisten. Das Theater zum Fürchten ist mit seinen Jahresspielstätten Stadttheater Mödling und Scala in Wien sowie – für die Sommerproduktion – dem Bunker in Mödling eine der produktivsten mittelgroßen Bühnen in Österreich. Eine der bemerkenswertesten Produktionen 2013 war »Der Fall Furtwängler« von Ronald Harwood in der Inszenierung von Rüdiger Hentzschel: Ein amerikanischer Major lässt sich den berühmten Dirigenten zur Entnazifizierung kommen. Dass alle Welt und sogar sein Stab den Maestro als regimekritisch und genial loben, hindert den kunstfremden Offizier aus der Neuen Welt, für den Furtwängler nur ein ihm unbekannter »Bandleader« ist, Kammerspiele: Neues Foyer © Astrid Knie

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  35

Theater zum Fürchten, »Der Fall Furtwängler«, v.l.n.r.: Daniel Keberle, Florian Graf, Natalie Ananda Assmann, Jörg Stelling © Bettina Frenzel

nicht daran, an der politischen Unschuld des Künstlers zu zweifeln. Er will es nicht zulassen, dass die Deutschen sich bereits wenige Monate nach Kriegsende hinter ihren eigenen Leiden als Verlierer verstecken und ihre Verantwortung für Völkermord und Weltkrieg abstreiten. Aber trägt ein »Unpolitischer« überhaupt eine Mitschuld? Wie viele Konzessionen an ein Regime sind verzeihlich? Gibt es Sonderregelungen für »begnadete Künstler«? Was bedeuten überhaupt noch Mozart und Beethoven nach Auschwitz? Nach neun Vorstellungen im Stadttheater Mödling wechselte die Produktion für eine Serie von 16 Vorstellungen in die Scala. Sie ist ein Beispiel für das Erfolgs- und Überlebenskonzept des Theaterverbundes von Schneck + Co, »Schurli Schaufel gibt sein Bestes« © Schneck + Co

36 | Kunstbericht 2013

Bruno Max. Die Nutzung der Synergien zwischen den beiden Häusern, die Bindung eines für Freie Theater ungewöhnlich großen Ensembles aus SchauspielerInnen und kreativem Stab, das teilweise seit mehr als 15 Jahren aus denselben KünstlerInnen besteht und sich trotzdem regelmäßig verjüngt und erneuert, und nicht zuletzt der unermüdliche Output, der (mit Übernahmen und der dritten Spielstätte Theater im Bunker) bis zu 25 Premieren pro Jahr hervorbringt, sind die Eckpunkte einer inzwischen zum größten Arbeitgeber in der Freien Theaterlandschaft gewachsenen Companie, die in den letzten zwei Jahren zweimal für den Wiener Theaterpreis »Nestroy« nominiert wurde. Dem Theater für Kinder und solche, die sich die Freude an wesentlichen Themen bewahrt haben, widmet sich der »Verein zur Förderung von Kreativität, Phantasie und Musikalität – Schneck + Co – spielen mit und für junge Menschen«. Diese Gruppe hat Theater und Musik – nicht nur – für Kinder im Programm. Seit der Gründung im Jahr 1992 bietet das Kindertheater, als mobile Bühne konzipiert, kurzweilige Unterhaltung für die gesamte Familie. Die Stückauswahl reicht von Klassikern wie Mira Lobes »Die Omama im Apfelbaum« und Jules Vernes »In 80 Tagen um die Welt« bis hin zu eigenen Geschichten wie »Willi Wolle«, »Henndrix – ein total verr(o)ücktes Huhn« und »Schurli

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Schaufel gibt sein Bestes«. Bei ca. 130 Vorstellungen im gesamten Bundesgebiet und im benachbarten Ausland werden jährlich etwa 15.000 BesucherInnen begrüßt. 2013 waren acht Produktionen im Programm. Die jüngste davon feierte im Herbst 2013 Premiere. Dabei handelt es sich um die fröhliche Geschichte des Maulwurfs Schurli Schaufel, der stets versucht das kleine Glück zu packen, anstatt dem großen hinterher zu laufen. In seiner positiven Art zeigt er, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er fröhlich oder sich ärgernd durchs Leben geht. Die Freude zu unterhalten ist den SchauspielerInnen stets anzumerken. Mit den phantasievollen Produktionen wollen sie das junge Publikum zum kreativen Umgang mit Alltagssituationen anregen und Verständnis und Akzeptanz für Neues und Fremdes ermöglichen. Im Bereich Tanz überzeugt seit 18 Jahren und mit mehr als 25 Eigenproduktionen die Kompanie DANS.KIAS unter der künstlerischen Leiterin Saskia Hölbling. Seit 2011 arbeitet sie gemeinsam mit dem französischen Philosophen und Videokünstler Laurent Goldring an den »Squatting Projects«. Die grundlegende Idee ist es, subversive Körperbilder in einem urbanen Umfeld zu entwerfen. Die erste Arbeit dieser Trilogie war »Body in a Metal Structure«, eine stabile Konstruktion aus Stahlrohren, die zeltartig vier Meter in die Höhe ragt und an der ein Rahmen aus beweglichen Rohren hängt. Sobald die Performerin diese Rohre betritt oder umklammert, fangen sie an zu wanken – ähnlich einem Mobile. Im Zentrum dieser Skulptur, die immer ein wenig fehl am Platz wirkt, macht sich ein Körper daran, die Beziehungen zu seinem Umfeld mehr und mehr zu dekonstruieren. Diese Arbeit wurde in erster Linie für den Outdoor-Bereich konzipiert und nach der ersten Präsentation im Jänner 2012 im Wiener WUK beispielsweise

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

im Rahmen des Donaufestivals im Kremser Stadtpark gezeigt, in Zagreb auf einer Dachterrasse oder im Rahmen des ImPulsTanzFestivals auf der Albertina-Bastei in Wien. 2013 präsentierte DANS.KIAS den zweiten Teil: »Bodies (with)in Fences«. Gemeinsam mit dem Tänzer Franco Senica und der Tänzerin Rotraud Kern begab sich Hölbling diesmal in ein Monument aus Stahlgittern. Gudrun Lenk-Wane, die auch für diese Produktion wieder das Raumkonzept und die Kostüme realisierte, ließ 55 Stahlgitter, wie man sie von Baustellen kennt, eng hintereinander in Betonfüßen aufstellen, sodass sie DANS.KIAS: »Bodies (with)in Fences« © Reinhard Werner

einen kompakten Block ergaben, durch den sich die PerformerInnen bewegten. Hölbling und Goldring nennen ihre Arbeit »ein delikates, aber geräuschvolles Stück, das durch einen unauswegsamen Regelkreis ein Perpetuum mobile entwirft, das notgedrungen in eine Sackgasse führt«. Aktuell arbeiten die beiden KünstlerInnen am letzten Teil der »Squatting«-Trilogie mit dem Namen »Bodies in Tubes«, der nach einer öffentlichen Probe in Wien und zwei Performances in Frankreich schließlich im Oktober 2014 im Tanzquartier Wien uraufgeführt werden soll.

Kunstbericht 2013  |  37

5  Darstellende Kunst Gesamtsumme 2012 €19.496.391,20 Gesamtsumme 2013 €18.520.274,48

€ Abteilung 1 Summe

%

8.881.855,76 100,00

6  Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie

8.881.855,76 100,00

v.l.n.r.: 1.R.: Karin Fisslthaler: Ghosts © Karin Fisslthaler

Der Bereich bildende Kunst war mit € 8,9 Mio. bzw. 9,7 % des gesamten Budgets der Kunstsektion 2013 der fünftgrößte Budgetposten nach den Sparten Film, darstellende Kunst, Festspiele und Literatur. Die Förderungsschwerpunkte der Abteilung 1, die diese LIKUS-Gruppe zur Gänze verwaltet, liegen zum einen in der Förderung entsprechender Strukturen für die Aufarbeitung, Präsentation und Vermittlung von bildender Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie sowie von Video- und Medienkunst (siehe Kapitel LIKUS 7). Dies geschieht in Form von wesentlichen Förderungen zahlreicher Vereine und ihrer Jahresprogramme. Zum anderen liegt ein Schwerpunkt in der Finanzierung von einzelnen Vorhaben im In- und Ausland. Die Förderungen erfolgen aufgrund von Anträgen der Institutionen oder einzelner KünstlerInnen, die von Fachbeiräten begutachtet werden, die für die Entscheidung des Ressorts Empfehlungen abgeben. Auf diese Weise kann auch auf neue Entwicklungen und innovative Vorhaben entsprechend reagiert werden.

Für die KünstlerInnen in den einzelnen Bereichen werden zahlreiche Stipendien vergeben: über Ausschreibungen – wie z.B. Staatsstipendien, Startstipendien, Auslandsatelierstipendien für bildende Kunst, künstlerische Fotografie und Video-Medienkunst (siehe Kapitel LIKUS 7) – oder auch aufgrund eines Förderungsantrages (Projektstipendien). Für kommerzielle Galerien stehen darüber hinaus im Bereich bildende Kunst bei der Galerienförderung zwei Förderungsprogramme zur Verfügung: die Förderung durch Museumsankäufe (Inlandsförderung) und die Förderung der Teilnahme von Galerien an Auslandsmessen. Weiters werden jährlich in den Bereichen bildende Kunst und Fotografie Ankäufe von Werken österreichischer KünstlerInnen getätigt, die als Artothek des Bundes im 21er Haus – Museum für zeitgenössische Kunst bei der Österreichischen Galerie Belvedere und als Fotosammlung des Bundes beim Museum der Moderne in Salzburg im Auftrag des Bundes verwaltet und ausgestellt werden. Die Werke der Artothek werden auch an Bundesbedienstete verliehen und stehen für die Ausstattung von Räumlichkeiten zur Verfügung.

Angelika Loderer: untitled (Schuhe) © Steffi Schöne  Norbert Fleischmann: fade out © Norbert Fleischmann 21er Haus © Belvedere/Johannes Stoll 2.R.: Elisabeth Penker: Split Representation, Ferdinand Saussure © Maximilian Pramatarov Rainer Prohaska: From the Beginning © Rainer Prohaska Franz Anton Obojes: o.T. (Strandserie) © Franz Anton Obojes

38 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Im Bereich Mode werden neben der Förderung von Vereinen und Sonderprojekten zahlreiche Veranstaltungen und Projekte mitfinanziert, die das österreichische Modeschaffen dem interessierten Publikum und der Fachwelt näher bringen, wie z. B. das austrianfashion.net, der Modepalast, die Vienna Fashion Week im Museumsquartier und Weshowroomfashionnow. Darüber hinaus wurde vor mittlerweile 14 Jahren entschieden, gemeinsam mit der Stadt Wien ein ausgelagertes Kompetenzzentrum im Bereich der Modeförderung zu errichten. Unit F – Büro für Mode wurde mit der Förderung von in Österreich tätigen ModedesignerInnen und -labels beauftragt. Vieles konnte Dank der Arbeit von Unit F erreicht werden: das Festival for Fashion & Photography, die Internationalisierung und Professionalisierung der österreichischen Modeszene, Showroom und Atelierförderungen. Da sich Unit F Ende 2013 zurückgezogen hat, fand ein öffentlicher Call for Concepts statt. Nach der Jurierung durch eine international besetzte Jury wurden Camille Boyer und Magdalena Agreiter mit dem Verein Austrian Fashion Association nominiert, die Mittel des Bundes und der Stadt Wien für die Modeförderung zu verwalten und eigene Schwerpunkte umzusetzen. Die Austrian Fashion Association nahm mit Beginn des Jahres 2014 ihre Tätigkeit auf und unterstützt die österreichische Modedesign-Szene durch den Aufbau von Förderungsprogrammen. Die Abteilung 1 der Kunstsektion ist auch weiterhin Ansprechpartnerin für die Förderung von Vereinen und Sonderprojekten.

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Neben diesen Zuständigkeiten werden durch die Abteilung 1 auch zwei Atelierhäuser in Wien mit 20 Ateliers betrieben und die Betreuung der Praterateliers bzw. die Auswahl der KünstlerInnen bei deren Neubesetzung wahrgenommen. Weiters werden 18 Auslandsateliers (bildende Kunst, Fotografie und Video-Medienkunst/siehe Kapitel LIKUS 7) samt einem Stipendium an österreichische Kunstschaffende vergeben. Diese Betreuung beinhaltet neben der Übernahme der erforderlichen Miet- und Nebenkosten auch die Auswahl der Kunstschaffenden. Verschiedene Bundesausstellungen und -projekte wie beispielsweise die österreichischen Beiträge zu den Biennalen Venedig bzw. der Biennale junger Kunst aus Europa und den Mittelmeerländern (BJCEM) werden vorbereitet, betreut und mitorganisiert. Ebenso werden die erforderlichen Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten des österreichischen Pavillons in Venedig durchgeführt. Auch werden fallweise Ausstellungen aus den Fachbereichen der Abteilung 1 für Präsentationen im Ausland konzipiert und organisiert. Für besondere Notfälle von einzelnen KünstlerInnen ist die KünstlerInnenhilfe vorgesehen. Schließlich werden in den verschiedenen Sparten eine Reihe von Preisen vergeben, wie die jährlich vergebenen Outstanding Artist Awards und die Österreichischen Kunstpreise für bildende Kunst, für künstlerische Fotografie und für Video- und Medienkunst (siehe Kapitel LIKUS 7). Ebenfalls jährlich vergeben wird der Outstanding Artist Award für Mode in Form eines Auslandsstipendiums bei einem/einer

Kunstbericht 2013  |  39

Praterateliers © Niki Griedl

Österreichischer Staatspreis für Fotografie, Peter Dressler (1942–2013) © HBF/Franz Hartl

internationalen Modedesigner/in. Im Bereich eines erweiterten Fotografie-Begriffes wird jährlich der Birgit-Jürgenssen-Preis der Akademie der bildenden Künste Wien mitfinanziert. Zudem werden biennal Outstanding Artist Awards für Karikatur und Comics, für experimentelles Design und für experimentelle Tendenzen in der Architektur verliehen. In Kooperation mit der s_Bausparkasse und dem Architektur Zentrum Wien werden alle zwei Jahre neun Architekturpreise für das beste haus vergeben. Fallweise wird auch der in verschiedenen Kunstsparten vergebene Große Österreichische Staatspreis bzw. der alle drei bis vier Jahre vergebene Staatspreis für künstlerische Fotografie verliehen. Diesen erhielt 2013 für sein Lebenswerk der große österreichische Fotokünstler Peter Dressler, der im selben Jahr kurz vor seinem 71. Geburtstag nach schwerer Krankheit verstorben ist. Dressler hat die österreichische Fotoszene nachhaltig geprägt und sich stets in allen Belangen für dieses Medium eingesetzt. So unterrichtete er 36 Jahre an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er sich als Lehrer und Mentor intensiv und engagiert um junge Künstlerinnen und Künstler gekümmert hat. In seiner eigenen künstlerischen Arbeit hat er schon früh seit den 1960er Jahren zu seiner eigenständigen fotografischen Sprache gefunden und diese immer neu interpretiert. Bezeichnend sind seine inszenierten »Fotogeschichten« mit einer besonderen metaphorischen Bildsprache, die durch hintergründigen Humor, aber auch Wehmut gekennzeichnet ist. Peter Dressler war in zahlreichen Ausstellungen im

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In- und Ausland vertreten, die letzte Präsentation fand 2013 in Salzburg in der Galerie Eboran statt. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. 2011 der Higashikawa-Preis, den wichtigsten Fotopreis Japans. Seine Arbeiten sind in der nationalen Fotosammlung des Bundes prominent vertreten. Grundlegende Zielsetzung der Abteilung  1 ist es, sowohl bewährte vorhandene Strukturen im Bereich der verantworteten zeitgenössischen Kunstbereiche nach den budgetären Möglichkeiten zu sichern als auch neue Impulse, Entwicklungen und Präsentationen zu ermöglichen. Die Förderungsanträge oder Bewerbungen für Stipendienprogramme oder Preise werden von fachspezifischen Beiräten oder Jurys begutachtet. Im Rahmen der allgemeinen Förderungstätigkeit wird dabei im Hinblick auf die Schwerpunkte des Regierungsprogramms besonderes Augenmerk auf die Förderung junger KünstlerInnen, auf die Verstärkung der internationalen Präsenz österreichischer zeitgenössischer Kunst und auf die Kunstvermittlung gelegt. Nicht zuletzt wird bei der Förderungsabwicklung und -zuerkennung auf eine gendergerechte Verteilung der Mittel geachtet. Durch gezielte Nachwuchsförderung wird vor allem die Verbesserung der Start- und Karrierebedingungen jüngerer KünstlerInnen angestrebt. Hier sind insbesondere verschiedene Stipendienprogramme zu nennen, wie die 35 Startstipendien, die in den Sparten bildende Kunst (zehn Stipendien), Architektur und Design (zehn Stipendien), Mode (fünf Stipendien), und Fotokunst (fünf Stipendien) und Video-Medienkunst (fünf Stipendien/ siehe Kapitel LIKUS 7) 2013 zum fünften Mal vergeben wurden, die zehn Tische-Stipendien für jüngere ArchitektInnen, mit denen ein halbjähriger Aufenthalt zur Sammlung beruflicher Erfahrungen bei einem internationalen Architekturbüro verbunden ist, und die ca. 50 Auslandsatelierstipendien (3 bis 6 Monate) für zumeist jüngere bildende KünstlerInnen und FotokünstlerInnen. (Video- und Medienkunst siehe Kapitel LIKUS 7) Zudem werden für die ebenfalls meist jüngeren Kunstschaffenden, die die 20 Inlandsateliers in Wien benützen, Tage der

Kapitel I Struktur der Ausgaben

v.l.n.r.: Westbahnstraße, Tag der Offenen Tür 2013 Atelier Westbahnstraße, Roberta Lima Atelier Wattgasse, Sabine Schwaighofer © alle: Florian Rainer/Vienna Art Week 2013

Offenen Tür veranstaltet bzw. Besuche von internationalen KuratorInnen – insbesondere im Rahmen der Vienna Art Week – organisiert. 2013 erfolgten diese gemeinsam auch für die KünstlerInnen in den Praterateliers, die sehr gut besucht waren und viele Möglichkeiten für neue Kontakte boten. Weiters sind im Rahmen der Galerien­ förderung durch Museumsankäufe verpflichtend Ankäufe von Emerging Artists zu tätigen: Mindestens ein Drittel der aufzuwendenden Mittel sind dafür zu widmen. Im Rahmen der Ankaufstätigkeit der Abteilung 1 von künstlerischen Werken, die über die Artothek des Bundes an Bundes- und bundesnahe Institutionen verliehen werden, wurde eine erhebliche Anzahl von Werken jüngerer KünstlerInnen erworben. Auch im Bereich Fotokunst werden zahlreiche Ankäufe mit dem Fokus auf junge, innovative Positionen zur Erweiterung der Fotosammlung des Bundes getätigt, die sich im Museum der Moderne in Salzburg befindet und die bedeutendste Sammlung österreichischer zeitgenössischer Fotografie darstellt. In mehreren Ausstellungen im In- und Ausland werden die Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert.

Nicht zuletzt werden zahlreiche Einzelvorhaben wie Ausstellungen und Kataloge in allen Kunstbereichen der Abteilung 1 gefördert, Projektstipendien an jüngere KünstlerInnen vergeben bzw. diese über die Förderung der Jahresprogramme von Ausstellungsorganisationen in allen Fachbereichen mit unterstützt. Diesbezüglich ist besonders auch auf die zunehmende Förderung von sogenannten Off-Spaces zu verweisen, die in der Regel spannende junge, von jüngeren KuratorInnen kuratierte Kunst präsentieren. 2013 konnte die Abteilung wiederum die Teilnahme österreichischer junger Kunstschaffender unter 30 Jahren an der BJCEM – Biennial of Young Artists from Europe and the Mediterranean sicherstellen. Zwei Künstlergruppen und zwei junge Künstlerinnen wurden von einer Fachjury ausgewählt und konnten in Ancona/Italien ihre Arbeiten innerhalb von hunderten internationalen Kunstschaffenden präsentieren. Eine spezielle Charakteristik der Veranstaltung ist das ideale Umfeld zur Anbahnung künftiger Kooperationen sowie der demokratiepolitische Aspekt dieser Beziehungen über nationale und kulturelle Grenzen hinweg.

BJCEM 2013 © alle: baer

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  41

v.l.n.r.: Mathias Poledna, BM Dr. Claudia Schmied, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer BM Dr. Claudia Schmied, Mathias Poledna, Kommissär Jasper Sharp © alle: Jakob Polacsek

Die Stärkung der internationalen Präsenz österreichischer Kunstschaffender ist eines der Hauptziele der Förderungsaktivitäten der Abteilung 1. Unter den zahlreichen Projekten ist hier im Besonderen die 55. Biennale Venezia – Internationale Kunstausstellung zu nennen. Der Kurator Jasper Sharp wählte eine einzige künstlerische Position aus: eine filmische Installation von Mathias Poledna, der sich in seiner Arbeit zur Verbindung von Kunst und Unterhaltungskultur der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens widmet. Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und Vergangenheit aus. Begleitend zur Ausstellung wurde die Publikation »Österreich und die Biennale di Venezia 1895–2013« herausgegeben, ein erstmalig umfassender Überblick über Österreichs Teilnahme an der Kunstbiennale von 1895 bis heute. Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten zur Biennale Venedig erhielt Maria Lassnig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk als »einmaliges Beispiel für Unabhängigkeit und Durchsetzungskraft«, wie es in der Jurybegründung hieß. Durch ihre zahlreichen Aus-

stellungen in Galerien und Museen in aller Welt hat sie seit über sieben Jahrzehnten weit über die Grenzen Österreichs hinaus Anerkennung erlangt. Die kraftvollen, ausdrucksstarken Darstellungen weiblicher Körper haben Maria Lassnig eine außerordentlich wichtige Rolle in der modernen Malerei gesichert. Die kürzlich Verstorbene war damit eine Wegbereiterin und ein Vorbild für viele junge Künstlerinnen. Ein weiteres bedeutendes Ausstellungsvorhaben wurde mit der Fotoausstellung Biografie der Bilder (Konzept: Mag. Gudrun Schreiber, Kuratorinnen: Mag. Ruth Horak, Sabine Bitter) realisiert, die 2013 in Vancouver in der Audain Gallery gezeigt wurde. Die Ausstellung behandelt die Frage der Entstehungsgeschichte von Kunstwerken: Welche Entscheidungen haben zum Werk geführt, was wurde verworfen, was realisiert, welche Personen waren an welchen Orten involviert, welche anderen Arbeiten sind im selben Ambiente entstanden, welche Reisen wurden unternommen und welche Texte geschrieben? Die Werke dieser Ausstellung stammen aus der Fotosammlung des Bundes, die sich aus den Ankäufen der Abteilung 1 zusammensetzt und sich im Museum der Moderne in Salzburg befindet.

v.l.n.r.: BM Dr. Claudia Schmied, Peter Pakesch, Maria Lassnig Goldener Löwe 2013 Maria Lassnig (1919–2014) © alle: HBF/Julian Scharpf

42 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Ausstellung »Biografie der Bilder/The Biography of Images«, Audain Gallery, Vancouver © alle: Gudrun Schreiber

In den Bereichen bildende Kunst und Fotokunst sind zur Stärkung der internationalen Präsenz insbesondere die insgesamt 18 Auslandsateliersplätze der Abteilung 1 zu nennen. Diese befinden sich in Chengdu, Chicago, Krumau, London, Mexiko City, New York (2), Paris (3), Peking, Rom (2), Shanghai, Tokio (2) und seit 2011 auch in Istanbul und Yogyakarta/Indonesien. Insgesamt erhalten pro Entsendungsjahr ca. 55 KünstlerInnen ein

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

derartiges mehrmonatiges Stipendium (Auslandsatelier Banff/Kanada und Yogyakarta siehe Kapitel LIKUS 7 Video- und Medienkunst). Die Abteilung 1 ist des Weiteren mit internationalen Artist-in-Residence-Programmen in Kontakt und organisiert und finanziert Auslandsaufenthalte und Ausstellungen in diesem Zusammenhang; so konnte z. B. Rudolf Stanzel drei Monate im Organhaus in Chongqing/China verbringen.

Kunstbericht 2013  |  43

Zusätzlich wird seitens der Abteilung 1 im Architektur- und Designbereich über das Tische-Stipendienprogramm für jüngere ArchitektInnen mittels zehn halbjähriger Stipendien die Vertretung österreichischer Architekturschaffender im Ausland gestärkt. Im Rahmen der Auslandsmessenförderung wird die Teilnahme kommerzieller österreichischer Galerien an ausgewählten internationalen Kunstmessen gefördert, falls diese zumindest zur Hälfte österreichische Kunst bzw. KünstlerInnen präsentieren. Auch 2013 wurden verschiedene Auslandsausstellungen wesentlich mitgefördert, wie z.B. die Ausstellung der in China lebenden und arbeitenden österreichischen KünstlerInnen durch ASAP (Austro Sino Arts Program), die Ausstellung von Markus Schinwald am Museum of Contemporary Art Bordeaux, die Ausstellung von Andrea van der Straeten im Forum d’Art Contemporain, Casino Luxembourg, die Ausstellung von Maria Lassnig in den Deichtorhallen in Hamburg, die Ausstellung und ein Symposium von Ines Doujak im Royal College

of Art Henry Moore Galleries in London, ein Ausstellungsprojekt von Georg Frauenschuh mit mehreren jungen österreichischen KünstlerInnen in der Galerie 311 artworks in Istanbul, eine Einzelausstellung von Peter Friedl in Auckland/Neuseeland, eine Installation von Sonia Leimer im LAMOA Art Museum Los Angeles, die Teilnahme von Ines Lombardi an der Biennale in Cartagena/Kolumbien und eine Reihe von Ausstellungsprojekten durch österreichische KünstlerInnen in den verschiedenen Sparten der Abteilung 1. Im Bereich Mode wurden mehrere Präsentationen österreichischer ModedesignerIn­ nen im In- und Ausland gefördert, so u. a. die Show von Susanne Bisovsky im Theatre Dejazet­in Paris zum Thema »Frida Kahlo«, der Auftritt jüngerer österreichischer Mode­ labels als »Austrian Fashion Showcase«, organisiert von Camille Boyer, auf der Premiere Classe in Paris, die Ausstellung des Labels GON in Paris und nicht zuletzt das große Festival for Fashion and Photography in Wien.

Susanne Bisovsky »Frida Kahlo« © alle: Atelier Olschinsky

Austrian Fashion Showcase, Premiere Classe, Paris: Bradaric Ohmae, WUBET, GON © alle: Robert Bartholot

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Kapitel I Struktur der Ausgaben

Die Förderung der Vermittlung von Kunst und der verschiedenen Prozesse der Entstehung von künstlerischen Werken ist ein weiteres kulturpolitisches Ziel des Regierungsprogramms. Zahlreiche Vereine für bildende Kunst, Architektur, Design und Fotokunst mit einem durchgehenden Jahresprogramm führen spezielle Vermittlungsaktivitäten für bestimmte Zielgruppen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, durch und bieten Führungen oder Workshops an. Kooperationen zwischen Kunst und Schule haben in der Galerie Fotohof eine lange Tradition: Schülerinnen und Schüler erhalten in den verschiedenen Workshops einen spannenden Einblick in die Gebrauchsweisen des Mediums. Im Bereich Kunstvermittlung hat sich das Format der Freitagsgespräche bestens bewährt und zieht ein immer zahlreicheres interessiertes Publikum an. Ziel ist, mit medienspezifischen Fragestellungen nicht nur das Fachpublikum zu erreichen. Die Artothek von Fotohof macht internationale und österreichische Fotokunst aus dem Fotohof-Editionsprogramm für Privatpersonen und Firmen leihweise verfügbar. Im Architekturbereich können als Beispiel erfolgreicher Vermittlung folgende Initiativen angeführt werden: LandLuft weckt mit Projekten im ländlichen Bereich und in kleineren Gemeinden das Interesse der Bevölkerung und der verantwortlichen politischen EntscheidungsträgerInnen an zeitgenössischer Architektur. So findet insbesondere durch die Ausstellungen und Diskussionen der Ergebnisse des Baukulturgemeindepreises in unterschiedlichen österreichischen Gemeinden eine Sensibilisierung für Architektur und Baukultur statt. Die in Salzburg beheimatete Initiative Architektur, Technik und Schule entwickelt gemeinsam mit LehrerInnen und Schulklassen neue Modelle der Architektur-Vermittlung. Dazu zählt auch der Architektur-Spiel-Raum-Kärnten, der regelmäßig

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Workshops zum Verständnis räumlicher Erfahrungen und zeitgenössischer architektonischer und baukultureller Lösungen mit SchülerInnen aus unterschiedlichen Schultypen durchführt. Die Initiative Baukulturvermittlung für junge Menschen ist eine engagierte Plattform, die über unterschiedliche Kanäle einer breiten Zielgruppe Lust auf die Vermittlung von Architektur und Stadt für junge Menschen macht. So konnten die Website, die Impulswoche »Technik bewegt« und der Baukultur-Kompass in den letzten Jahren erfolgreich etabliert werden. Der Verein Architekturtage sorgt dafür, dass Anliegen zeitgenössischer Architektur mittels einer breiten Palette von Veranstaltungen österreichweit samt Einbeziehung der Nachbarregionen einem interessierten Publikum näher gebracht und entsprechende Neugier geweckt wird. Mit dieser regional vielfältigen Veranstaltung wird Bewusstsein und Begeisterung für Architektur und Baukultur vermittelt. 2013 wurde vom BMUKK der Award Bessere Lernwelten initiiert und vergeben. Aus 51 Einreichungen prämierte eine fachkundige Jury drei Projekte, die baukulturelle und pädagogische Qualitäten vorbildlich vereinen und so einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsfähigen Bildungs- und Baukultur in Österreich leisten. Der Award Bessere Lernwelten wurde in drei Kategorien vergeben: Primarstufe – ein Award und zwei Anerkennungspreise; Sekundarstufe I + II – ein Award und zwei Anerkennungspreise; Baukulturvermittlung – ein Würdigungspreis und drei Anerkennungspreise. Ausgezeichnet wurden als HauptpreisträgerInnen die Volksschule Bad Blumau/ Steiermark und das Bundesrealgymnasium in der Au/Tirol. Darüber hinaus wurde mit dem Würdigungspreis für Baukulturvermittlung das Kinderbuch »Archi & Turi« prämiert: Es ermöglicht jungen Menschen, Räume neu bzw. bewusster wahrzunehmen, und trägt dazu bei, einen kompetenten Umgang damit zu entwickeln.

Kunstbericht 2013  |  45

6  Bildende Kunst Gesamtsumme 2012 € 9.145.308,25 Gesamtsumme 2013 € 8.881.855,76

Preisverleihung Award Bessere Lernwelten 2013 durch BM Dr. Claudia Schmied v.l.n.r.: 1.R.: Jury: Prof. DI Arch. Michael Zinner, Mag. Gerhard Jagersberger, Univ. Prof. DI Dr. Christian Kühn, Prof. DI Susanne Hoffmann, BM Dr. Claudia Schmied, Mag. Christian Posad, MR DI Peter Dietl Volksschule Bad Blumau 2.R.: BRG in der Au, Innsbruck BM Dr. Claudia Schmied 3.R.: BM Dr. Claudia Schmied, Monika Abendstein, Judith Prossliner: »Archi & Turi« © alle: APA/Katharina Roßboth

46 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

7  Film, Kino, Video- und Medienkunst Die Sparte Film, Kino, Video- und Medienkunst stellte 2013 mit € 25,8 Mio. bzw. 28,1 % des Budgets der Kunstsektion den größten Förderungsbereich in der LIKUSSystematik vor den Sparten darstellende Kunst, Festspiele, Literatur, bildende Kunst und Musik dar. € 25,2 Mio. bzw. 97,7 % wurden durch die Abteilung 3 bereitgestellt; davon gingen an das Österreichische Filminstitut € 20 Mio. bzw. 79 % LIKUS-Anteil. Die Abteilung 1 finanzierte Projekte aus dem Bereich Video- und Medienkunst in der Höhe von ca. € 0,6 Mio. bzw. 2,3 % LIKUS-Anteil. Die mit € 130.000 dotierte Ars Electronica wird in LIKUS 11 (Festspiele, Großveranstaltungen) ausgewiesen. Die Filmförderung durch das Österreichische Filminstitut (ÖFI) hat sich den kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten der Filmproduktion und insbesondere der Stärkung der Filmwirtschaft verpflichtet. Dagegen konzentrierte sich 2013 die Filmförderung der Abteilung 3 innerhalb ihrer Innovativen Filmförderung (insbesondere

Projektentwicklung, Herstellung, nationale und internationale Verwertung) auf Basis des Kunstförderungsgesetzes mit einem Budget von ca. € 2,09 Mio. auf die Bereiche Avantgarde, innovativer Spielfilm, Dokumentarfilm und die weitere Professionalisierung des Nachwuchsfilms. Neben dieser Projektförderung wurden auch die in der Sparte Film tätigen Verbreitungseinrichtungen und -initiativen, KünstlerInnenvereinigungen, Programmkinos, die Filmarchivierung sowie Publikationen und Präsentationen gefördert. 2013 war wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für den österreichischen Kinofilm und somit für die Innovative Filmförderung. Tizza Covi und Rainer Frimmel erhielten in Saarbrücken den Max Ophüls Preis (bester Film) für »Der Glanz des Tages«, Katharina Mückstein für »Talea« den Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten. Daniel Hoesls »Soldate Jeannette« lief im Wettbewerb in Rotterdam und erhielt (was einem österreichischen Film zuletzt vor 15 Jahren gelang) den Tiger Award und wurde außerdem zum renommierten Sundance Festival in die USA eingeladen. Im Forum der Berlinale in Berlin lief »Die 727 Tage ohne Karamo« von Anja Salomonowitz. Bei der Diagonale gingen nicht weniger als 14 Preise



%

591.595,38

2,29

Abteilung 3 25.217.405,27

97,71

Abteilung 1

Summe

25.809.000,65 100,00

v.l.n.r.: 1.R.: Tizza Covi, Rainer Frimmel © Joerg Burger Katharina Mückstein © Sebastian Woithe Mohammad Shirvani, Mira Fornay, Daniel Hoesl © IFFR Felix Kalkman 2.R.: Bernadette Weigel Michaela Grill © alle: Diagonale, Alexi Pelekanos

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  47

Andreas Horvath © Andreas Horvath Gabriele Mathes © Hermann Lewetz

an Filme, die vom BMUKK unterstützt wurden: u.a. der Hauptpreis für den besten Spielfilm an Tizza Covi und Rainer Frimmel (»Der Glanz des Tages«), der Hauptpreis für den besten Dokumentarfilm an Bernadette Weigel (»Fahrtwind«), der Hauptpreis für den besten innovativen Film an Michaela Grill (»Forét d’Expérimentation«) und als bester Kurzfilm wurde »Erdbeerland« von Florian Pochlatko ausgezeichnet. Weitere Informationen sind im Innovative Film Katalog (online unter http://www.kunstkultur. bka.gv.at) veröffentlicht. Von den eingereichten Projekten bei der Förderungsstelle für Innovativen Film gingen 16 % an den Avantgardefilm, der das Aushängeschild der österreichischen Cinematographie darstellt, 25 % (und damit 2 % mehr als im Vorjahr) an den Spielfilm und 59 % an den Dokumentarfilm (auch hier eine Steigerung von 2 %). Täglich werden weltweit sieben dieser Filme gezeigt. 2013 wurden 39 Kurzfilme und 30 Langfilme, insgesamt also 69 Filme (darunter 6 SpielStartstipendiatInnen, v.l.n.r.: Wilma Calisir, Katharina Mückstein, Mark Gerstorfer, Sabine Panossian, Arman T. Riahi © Gabriella Reisinger

48 | Kunstbericht 2013

filme) gefördert. Der nachhaltige Erfolg der von der Abteilung 3 geförderten Filme wird in einem immer stärkeren Maß sowohl in Österreich als auch im Ausland wahrgenommen. Diese Leistungen wurden 2013 im Katalog Innovativer Film dokumentiert, der bereits zum neunten Mal erschien. Darin sind neben den im letzten Jahr geförderten Filmen auch die erfreulich hohen Zahlen von Festival- und Verleiheinsätzen sowie die Preise aufgelistet. Für Filmpreise wurden 2013 insgesamt € 53.000 ausgeschüttet. Der Österreichische Kunstpreis ging an Tizza Covi und Rainer Frimmel, der Outstanding Artist Award für Dokumentarfilm an Andreas Horvath, der Outstanding Artist Award für Experimentalfilm an Gabriele Mathes. Beim ThomasPluch-Drehbuchpreis für Spielfilm erhielten Petra Ladinigg und Umut Dağ (»Kuma«) den Hauptpreis, Xaver Bayer, Tizza Covi und Rainer Frimmel (»Der Glanz des Tages«) sowie Catalina Molina (»Unser Lied«) und Jürgen Karasek (»Novemberlichter«) bekamen die Würdigungspreise. 2013 wurden zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses fünf Startstipendien für Filmkunst vergeben. Bei den Institutionen, die 2013 insgesamt mit knapp € 3,2 Mio. gefördert wurden, sind besonders hervorzuheben: sixpackfilm, der Verleih für künstlerisches Film- und Videoschaffen; das Österreichische Filmmuseum, das mit einem anspruchsvollen, internationalen Programm in der Albertina neue Maßstäbe setzt; das Österreichische Filmarchiv,

Kapitel I Struktur der Ausgaben

das wieder umfangreiche Editionen zum österreichischen Filmerbe herausgebracht hat. Die Programmkinos erhielten auch 2013 eine Jahresförderung und einen Kinozuschuss. Die Filmabteilung der Kunstsektion betreut neben den Angelegenheiten, die das ÖFI betreffen, auch den Bereich des internationalen Films. Insbesondere nimmt sie die politische Vertretung der Republik Österreich im MEDIA 2007-Komitee der EU, das ab 2014 durch das CREATIVE EUROPE-Komitee abgelöst wird, sowie im EURIMAGES-Komitee des Europarats wahr. 2013 waren österreichische Filme im Ausland wieder verstärkt im Kino zu sehen: So starteten mit Unterstützung von MEDIA 2007 z.B. die Trilogie »Paradies: Liebe«, »Paradies: Hoffnung« und »Paradies: Glaube« von Ulrich Seidl und »Shirley – Visions of Reality« von Gustav Deutsch in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten. Im Rahmen der MEDIA-Verleihförderung gab es Rückflüsse in Höhe von ca. € 1,4 Mio. Der Gesamtrückfluss 2013 betrug ca. € 2,5 Mio. Als wichtiges Festival des europäischen Films wurde 2013 auch wieder das Filmfestival Crossing Europe (siehe LIKUS 11 Festspiele, Großveranstaltungen) in Linz von der EU gefördert. Darüber hinaus erhielt neben zahlreichen anderen Projekten auch die österreichische Video-onDemand-Plattform »flimmit« eine MEDIAFörderung. Wien war im Dezember 2013 Schauplatz der Dezember-Auswahlsitzung des Europäischen Filmfonds EURIMAGES, in dem das BMUKK die politische Vertretung wahrnimmt. Die Projektbetreuung erfolgt durch das ÖFI. Der Gesamtrückfluss des Fonds betrug 2013 rund € 400.000. Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) fördert als bundesweite Filmförderungseinrichtung das österreichische Filmwesen nach kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten. Ihm obliegt die Stärkung der österreichischen Filmwirtschaft und die Förderung der kreativ-künstlerischen Qualität des österreichischen Films, was die Voraussetzungen für den Erfolg des österreichischen Filmschaffens im In- und Ausland schafft. Das ÖFI ist eine juristische Person des öffentlichen Rechts und hat seinen Sitz in Wien. Ziel der Filmförderung ist es, die

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Herstellung, Verbreitung und Vermarktung österreichischer Filme zu unterstützen, die geeignet sind, sowohl entsprechende Publikumsakzeptanz als auch internationale Anerkennung zu erreichen. Ebenso fördert es österreichisch-ausländische Koproduktionen, setzt Maßnahmen zur Nachwuchsförderung und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen der Filmwirtschaft und den Fernsehveranstaltern. Darüber hinaus obliegt ihm auch die Abstimmung und Koordinierung der Filmförderung des Bundes und der Länder. Ausgehend vom dualen Filmförderungssystem wie etwa in Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen im Budget des ÖFI Mittel für erfolgsabhängige Filmförderung (Referenzfilmförderung) und projektbezogene Filmförderung (selektive Förderung) zur Verfügung. Die Mittel sollen zur Weiterentwicklung der Filmkultur beitragen sowie der Erhaltung und Schaffung von Filmarbeitsplätzen in Österreich dienen. 2009 erfolgte die Anhebung der Jahresförderung für das ÖFI um € 3 Mio. auf € 15,57 Mio. im Ordinarium. Nach einer weiteren Erhöhung betrug die jährliche Förderung seit dem Jahr 2010 € 16,57 Mio. Schließlich gelang es, das Vorhaben des Regierungsprogramms einzulösen und das Budget ab 2013 auf € 20 Mio. aufzustocken. Dass der österreichische Film eine bedeutende Wachstumsbranche darstellt, belegt der Filmwirtschaftsbericht 2012 eindrücklich. Film bringt ein mehrfaches Returnon-Investment. Allein durch die Herstellung von Filmen werden neben der kulturellen Leistung bereits in der Entstehung enorme makroökonomische Effekte erzeugt. Die in Zusammenarbeit mit Statistik Austria erhobenen Zahlen belegen, dass der Gesamtumsatz der österreichischen Filmwirtschaft mehr als € 67,9 Mio. beträgt. Dieser Umsatz wurde von 2.205 Unternehmen erwirtschaftet, von denen ca. 95 % als FilmproduzentInnen arbeiten. Die bereits seit einigen Jahren durchgeführten Veranstaltungen des Österreichischen Filmmuseums zur LehrerInnenfortbildung mit speziellen Vermittlungsangeboten wurden auch 2013 mit großem Erfolg fortgesetzt. Der Verein filmABC fungiert als zentrale

Kunstbericht 2013  |  49

Stelle für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien und für die weitere Unterstützung bei der Filmvermittlung. Das Institut Pitanga, das auch das jährliche Kinderfilmfestival in Wien veranstaltet, entwickelte ein bundesweites Vermittlungskonzept für sechs- bis 14-jährige Kinder, um den Umgang mit Medien und Film schon frühzeitig zu fördern. Unter dem Titel »Diverse Geschichten« startete Witcraft Szenario bereits im Jahr 2010 ein Stoffentwicklungsprojekt für DrehbuchautorInnen mit Migrationshintergrund, das auch 2013 erfolgreich fortgesetzt wurde. Im Bereich Filmankäufe zur Sicherung des kulturellen Erbes wurden 2013 wegen der nun auch in Österreich auf digital umgestellten Produktion (und somit dem Verschwinden des Celluloids/35mm-Materials) keine Ankäufe getätigt. Im von der Abteilung 1 betreuten Bereich der Video- und Medienkunst liegen die Arbeitsschwerpunkte ähnlich wie im Bereich bildende Kunst in der Förderung von Projekten im In- und Ausland, die sich durch einen konzeptuellen und technisch innovativen künstlerischen Umgang mit Medien auszeichnen und neuartige Entwicklungen im Spannungsfeld von Technologie, Wissenschaft und Kunst herausarbeiten. Der Bogen spannt sich u.a. von Zuschüssen für Vereine wie die Medienwerkstatt, das Institut für Neue Kulturtechnologien/ t0, paraflows, die Klanginitiative »Tonspur« oder das Projekt »The Danube Memorial/ Orte der Erinnerung« in Wien, den Kunstverein Medienturm im Künstlerhaus (Halle für Kunst und Medien), mur.at und den ESC Kunstverein in Graz, servus.at in Linz oder das Institut für Medienarchäologie in Hainburg, über die Förderung der Teilnahme von

KünstlerInnen an internationalen Festivals, wie z.B. dem International Symposion on Electronic Art ISEA in Sydney, Dystorpia in New York, das Downtown Contemporary Art Festival in Kairo, IMAGES in Toronto, die Videonale Bonn, aber auch das noch junge Danube Videoart Festival in Grein/ Oberösterreich bis hin zur Mitfinanzierung von Artist-in-Residence-Programmen, etwa jenem von subnet in Salzburg und internationalen AiR-Programmen in Amsterdam, Philadelphia, Texas oder Australien. Daneben werden auch Festivals wie das Linzer Ars Electronica Festival (siehe Kapitel LIKUS 11 Festspiele, Großveranstaltungen) unterstützt, die durch ihre Breitenwirkung als Multiplikatoren dienen. Besonderes Augenmerk wird auf innovative und wegweisende Konzepte gelegt: So wurde das 2013 neu positionierte und am 6. März nach zweijähriger Renovierungsphase wieder eröffnete Künstlerhaus in Graz unterstützt. Für die nächsten drei Jahre verantwortet der Kunstverein Medienturm mit seiner spezifischen Kompetenz die programmatische Ausrichtung und den Betrieb des Hauses. Der ambitionierte Versuch von Direktor Sandro Droschl, im neu adaptierten Ausstellungsort das Verhältnis von bildender Kunst und Video- und Medienkunst aktuell auszuloten und so beide Sparten in dieser Halle für Kunst und Medien zu bespielen, hat zum Ziel, die Präsentation zahlreicher jüngerer internationaler, österreichischer und auch regionaler Kunstschaffender zu ermöglichen, und verspricht für die Zukunft eine spannende Auseinandersetzung mit aktueller Kunst. Graz, die Steiermark, ganz Österreich haben mit diesem Haus einen kulturellen Fixpunkt dazugewonnen.

v.l.n.r.: Helga und Sandro Droschl, Künstlerhaus Graz © Maria Schnabl Künstlerhaus Graz – Halle für Kunst & Medien © Maria Schnabl Künstlerhaus Graz – Halle für Kunst & Medien © Thomas Raggam

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Kapitel I Struktur der Ausgaben

Textil Müller Adjustable, 2009, 10-teilige Fotoserie © Gerda Lampalzer-Oppermann

Auch bei der Video- und Medienkunst wird bei der Förderungsvergabe der Fokus auf Nachwuchsförderung, Internationalisierung und Kunstvermittlung gelegt. So wurde für eine Künstlerin/einen Künstler jährlich die Möglichkeit für ein Auslandsstipendium im Banff Centre in Kanada geschaffen. Seit 2013 werden in der Förderungssparte Auslandsatelierstipendien auch jährlich zwei Kunstschaffende aus dem Bereich Video- und Medienkunst nach Yogyakarta in Indonesien zum Sewon Art Space entsandt. Neben drei einjährigen Staatsstipendien und fünf halbjährigen Startstipendien, die vor allem die Start- und Karrierechancen jüngerer Kunstschaffender verbessern helfen sollen, werden auch in diesem Bereich – angeglichen an die anderen Kunstsparten – für Video- und Medienkunst der Österreichische Kunstpreis (2013 an Gerda Lampalzer-Oppermann) und der Outstanding Artist Award (2013 an Ricarda Denzer) vergeben.

Ricarda Denzer © Can Noa Denzer

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  51

7 Film Gesamtsumme 2012 € 22.759.677,55 Gesamtsumme 2013 € 25.809.000,65

€ Abteilung 7 Summe

%

4.327.207,43 100,00 4.327.207,43 100,00

8 Kulturinitiativen Die Sparte Kulturinitiativen stellte 2013 mit € 4,3 Mio. bzw. 4,7 % des Kunstbudgets nach den Sparten Film, darstellende Kunst, Festspiele, Literatur, bildende Kunst und Musik den siebentgrößten Förderungsbereich der Kunstsektion dar. Diese LIKUS-Gruppe wurde zur Gänze von der Abteilung 7 finanziert. Kulturinitiativen sind ein wichtiger Bestandteil in Österreichs Kunst- und Kulturlandschaft. Als Kulturversorger auch abseits urbaner Zentren ermöglichen sie mit ihrem vielfältigen Programm zahlreichen Menschen die Teilhabe an Kunst und Kultur. Im Rahmen der Veranstaltungsprogramme bieten sie Auftritts- und Präsentationsmöglichkeiten für KünstlerInnen, setzen darüber hinaus aber auch durch eigenentwickelte Kunst- und Kulturprojekte kreative Impulse und sind Experimentierfeld für junge, neue Strömungen. Sie tragen zu einem vitalen Bild Österreichs als Kulturland bei. Das Angebot der rund 15.000 Kulturinitiativen und Kulturvereine in Österreich (Statistik Austria) umfasst ein sehr weites Spektrum. Aufgrund des Entschließungsantrages vom 28. Juni 1990, der von allen im Parlament vertretenen Parteien einstimmig beschlossen wurde, der sodann formulierten Leitlinien sowie des Kunstförderungsgesetzes liegt der Fokus der Abteilung 7 auf der Förderung von innovativen, zeitbezogenen und experimentellen Kulturformen und soziokulturellen Initiativen. Berücksichtigt werden insbesondere Kunst- und Kulturaktivitäten, die unter Einbeziehung der regionalen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten neue Themen im Bereich zeitgenössischer Kunst und Kultur entwickeln. Gemäß Kunstförderungsgesetz können Leistungen und Vorhaben aus Bundeskunstförderungsmitteln dann gefördert werden, wenn ein überregionales Interesse gegeben ist oder sie beispielgebend wirken oder innovatorischen Charakter haben. Weiters fallen in den von der Abteilung­ 7 betreuten Bereich auch jene Programme und Projekte, die in den klassischen Kunstsparten keine ausreichende Berücksichtigung finden, wie zum Beispiel spartenübergrei-

52 | Kunstbericht 2013

fende oder interdisziplinäre Vorhaben. Ergänzt werden diese Förderungsmaßnahmen durch Stipendienprogramme im Bereich Kulturmanagement. Mit fast € 4,05 Mio. geht der Großteil der Mittel der Abteilung 7 in den Bereich Vereinsförderung. Gefördert werden in erster Linie Kulturprogramme und Kulturvermittlung, Kunst- und Kulturprojekte sowie Festivals, wobei die größeren von der Abteilung 7 unterstützten Festivals mit einem Gesamtvolumen von ca. € 0,79 Mio. unter LIKUS 11 (Festspiele, Großveranstaltungen) geführt werden. Mit € 3,16 Mio. werden etwa zwei Drittel der Förderungsmittel der Abteilung 7 für die Unterstützung von Kulturprogrammen und Kulturvermittlung von Einrichtungen, die einen dauerhaften Jahresbetrieb unterhalten, aufgewendet. Der Fokus bei der Förderungsvergabe liegt dabei auf innovativen, zeitbezogenen und experimentellen Kulturformen, gesellschaftspolitischer Relevanz, interkulturellen, inklusiven und soziokulturellen Aktivitäten mit beispielgebendem, innovatorischem Charakter sowie nachhaltiger, kontinuierlicher Kulturarbeit. Im Bereich der Projektförderung entfallen ca. € 390.000 auf den Bereich Festivals und € 490.000 auf Einzelvorhaben. Die Arbeitsschwerpunkte liegen hier in der Förderung von Projekten, die sich durch einen innovativen und experimentellen Umgang mit Kunst- und Kulturformen auszeichnen, sich kritisch und konstruktiv mit gesellschaftlichen Brennpunkten auseinandersetzen und aktive Partizipation und Inklusion beinhalten. Die Kunstvermittlung und die Schärfung des Bewusstseins für aktuelle künstlerische und kulturelle Strömungen sowie die Erweiterung kreativer und künstlerischer Handlungsspielräume sind weitere wesentliche Parameter. 2013 wurden € 80.000 an Vereine in Form von Preisen und Prämien ausgeschüttet. Herausragende Leistungen sowie besondere Verdienste im Rahmen nachhaltiger Kulturarbeit sollten hier eine Würdigung erfahren. Analog zu den anderen Abteilungen und Sparten der Kunstsektion wurde 2013 der Österreichische Kunstpreis verliehen. Der Preis zeichnet herausragende, langjährige, nachhaltige und innovative Leistungen auf

Kapitel I Struktur der Ausgaben

OHO-Theatereigenproduktionen »Der Fluss« v.l.n.r.: Barbara Horvath, Sandra Selimovic, Marco Blascetta, Eveline Rabold, Philipp Eisenmann © Peter Wagner »Messe für Eine« – Katharina Tiwald © Eveline Rabold

dem Gebiet der Kunst- und Kulturarbeit aus und wurde an das OHO – Offenes Haus Oberwart (Burgenland) vergeben. Prämien im Rahmen der Vergabe des Österreichischen Kunstpreises erhielten die Vereine Kulturinitiative Kürbis Wies, Kulturlabor Stromboli und Wellenklänge Lunz am See. Das OHO – Offenes Haus Oberwart ist eine Kulturinitiative, die sich in den über 30 Jahren ihres Bestehens kontinuierlich mit einem anspruchsvollen Kulturund Kunstprogramm etabliert hat. Jährliche thematische Schwerpunkte und die Eigenproduktionen des Hauses sowie das gesellschaftspolitische Engagement, das sich wie ein roter Faden durch alle Aktivitäten des Teams zieht, machen das OHO zu einem besonderen und unvergleichlichen Ort in der burgenländischen Kulturlandschaft. Der Bereich der Personenförderung umfasste 2013 Projektkostenzuschüsse, Reisekostenzuschüsse im Rahmen von Traineestipendien, Stipendien sowie Preise und Prämien, wobei die Traineestipendien im Kapitel LIKUS 9 (Ausbildung,Weiterbildung) gesondert angeführt werden. Insgesamt wurden dafür € 230.000 aufgewendet. Im Bereich der Nachwuchsförderung wurde das Förderungsangebot 2013 durch Startstipendien für KulturmanagerInnen erweitert. Zielsetzung dieses Programms ist die Vergrößerung der Kompetenzen und Handlungsräume von jungen KulturarbeiterInnen und KulturmanagerInnen durch Weiterbildung in einem österreichischen Kulturzentrum. Weiters wird jungen KulturarbeiterInnen und KulturmanagerInnen

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

die Möglichkeit gegeben, am Mentoringprogramm der Kunstsektion teilzunehmen. Die Abteilung 7 schreibt jährlich Preise zu aktuellen Jahresthemen aus, wobei besonderes Augenmerk auf aktuelle gesellschaftliche Strömungen und die Schwerpunkte des aktuellen Regierungsprogramms gelegt wird. So wurde 2013 der Outstanding Artist Award für Frauenkultur vergeben. Die Jury entschied sich für das Frauenmuseum Hittisau (Vorarlberg). Das Museum, das das Kulturschaffen von Frauen präsentiert und die Geschichte und Geschichten von Frauen sichtbar macht, ist in Österreich einzigartig und das weltweit einzige Frauenmuseum im ländlichen Raum. Es ist um sehr persönliche Vermittlungskonzepte bemüht, die verstärkt die weibliche Bevölkerung der Umgebung einbinden, was große Nachhaltigkeit mit sich bringt. Es wurde im Jahr 2000 gegründet und hat bisher rund 35 Ausstellungen, die eine frauenrelevante Thematik aus den Bereichen Geschichte, Kunst, Architektur, Sozialgeschichte und Ethnologie aufgreifen, gezeigt. Team des Frauenmuseums Hittisau © Ines Agostinelli

Kunstbericht 2013  |  53

v.l.n.r.: Verein Standbild, Tristan Sindelgruber, Angelika Schuster © Verein Standbild Wolfgang Georgsdorf © Archiv Georgsdorf

8 Kulturinitiativen Gesamtsumme 2012 € 4.372.169,40 Gesamtsumme 2013 € 4.327.207,43

Unter Berücksichtigung der aktuellen kulturpolitischen Schwerpunktsetzung im Bereich der Kulturvermittlung wurde 2013 der Outstanding Artist Award für Kinder- und Jugendkultur ausgeschrieben. Die Jury wählte Standbild – Verein zur Förderung audiovisueller Medienkultur mit dem Projekt »One World Filmclubs« aus. Der Verein Standbild wurde im Jahr 1998 gegründet. Neben der Umsetzung von Dokumentarfilmen widmet er sich der partizipativen Filmvermittlung und unterstützt Jugendliche, die sich mittels Dokumentarfilm mit Themen aus den Bereichen Menschenrechte, Globalisierung, Gleichberechtigung u.a. auseinandersetzen. Das partizipative Projekt »One World Filmclubs« ermöglicht Jugendlichen in ganz Österreich, in ihrer unmittelbaren Umgebung einen lokalen Filmclub zu gründen und eigenverantwortlich und selbst organisiert zu arbeiten. Allein im Jahr 2012 wurden über 20 Filmclubs aufgrund dieser Initiative gegründet.

54 | Kunstbericht 2013

Im Rahmen des Förderungszweigs für interdisziplinäre Kunst und Kulturprojekte unterstützt Abteilung 7 gezielt Kunst- und Kulturschaffende, die Projekte an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft verwirklichen. Der Outstanding Artist Award für Interdisziplinarität 2013 ging an Wolfgang Georgsdorf für das Projekt »Smeller 2.0«, eine monumental anmutende funktionale Skulptur. »Smeller 2.0« ist eine echte Orgel, ein elektronisches olfakto-kinetisches Kunstgerät zum Komponieren, Inszenieren, Programmieren, Aufnehmen, Speichern und Wiedergeben von dramatischen Kompositionen aus hunderttausenden Gerüchen und Geruchsakkorden, einschließlich einem Notationssystem für die Niederschrift von Geruchsszenarien – den »Smellodies«, wie Wolfgang Georgsdorf sie nennt.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

9  Ausbildung, Weiterbildung Wie die Bereiche Museen, Archive und Wissenschaft gehören auch Ausbildung und Weiterbildung nicht zu den Kernkompetenzen der Kunstsektion. Von Seiten des Bundes sind primär andere Ressorts dafür zuständig. Der von der Kunstsektion für diese LIKUS-Gruppe durch die Abteilung 7 zur Verfügung gestellte Gesamtbetrag betrug 2013 € 58.350 bzw. 0,06 % des Kunstsektionsbudgets und machte somit den kleinsten Förderungsanteil aus. Da internationale Erfahrungen und professionelle Managementkenntnisse zu den Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche Arbeit im Kunst- und Kulturbereich gehören, bot die Abteilung 7 im Jahr 2013 KulturarbeiterInnen (vor allem MitarbeiterInnen regionaler Kulturinitiativen sowie Absol­ ventInnen von Kulturmanagementlehrgängen) die Möglichkeit, ein Trainee-Stipendium zur internationalen Qualifizierung von KulturarbeiterInnen zu erhalten. Den StipendiatInnen wurde die Möglichkeit geboten, drei bis sechs Monate praktische Erfahrungen bei internationalen Kunst- und Kulturzentren zu sammeln. Das im Ausland erworbene Know-how soll in die österreichische Kulturszene zurückfließen und zu neuen Impulsen und lebendiger Vielfalt beitragen. Im Jahr 2013 absolvierten sieben Frauen ihre Internships in Australien, Bulgarien, Irland, Kanada, Nicaragua, Spanien und den USA. •• Casa de los Tres Mundos, Granada/Nicaragua: Die Stiftung ist eine Kultur- und Entwicklungsinstitution zur Förderung von sozial akzentuierten Kulturprojekten. •• Dancehouse, Melbourne: Als erstes Tanzhaus Australiens ist es eine Schlüsselinstitution für zeitgenössischen Tanz. Entstanden ist das Dancehouse 1992 aus der freien Szene heraus. Es widmet sich neben dem Networking auch der Forschung, dem Training und der Performance.

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

••

Derry Playhouse, Derry/Nordirland: 1992 gegründet ist es ein wichtiges multidisziplinäres und basisdemokratischen Kulturzentrum mit Tanzstudio, Theater- und Ausstellungsraum. Großer Wert wird auch auf Workshops und Seminare für alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen gelegt.

€ Abteilung 7 Summe

58.350 100,00 58.350 100,00

Derry Playhouse © alle: Cornelia Anhaus

Kunstbericht 2013  |  55

%

Durham Art Gallery © alle: Olivia Harrer

••

••

9  Ausbildung, Weiterbildung Gesamtsumme 2012

€ 16.500,00

Gesamtsumme 2013

€ 58.350,00

Durham Art Gallery, Durham/Ontario: Diese zeitgenössische Kunsteinrichtung, gegründet 1979, widmet sich der Präsentation und dem Diskurs von darstellender, bildender und interdisziplinärer Kunst, Film, Literatur und Neuen Medien. Kulturverein ZZZINC, Barcelona: Dieser Verein bietet Veranstaltungen und Workshops, ist aber auch eine Plattform für Kulturarbeiterlnnen und Kuratorlnnen.

56 | Kunstbericht 2013

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MAK Center for Art and Architecture at the Schindler House, Los Angeles: Das MAK Center in Los Angeles wurde 1994 gemeinsam vom MAK Wien und den Freunden des Schindler Hauses gegründet, um den experimentellen Geist des österreichischen­ Architekten Rudolf M. Schindler­ (1887–1953) zu bewahren. Red House, Sofia: Dieses Centre for Culture and Debate ist ein Platz für künstlerische Experimente in den Bereichen darstellende und bildende Kunst, Film, Musik, Literatur und Neue Medien.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

10  Internationaler Kulturaustausch Die Sparte Internationaler Kulturaustausch stellte 2013 mit € 1,16 Mio. bzw. 1,27 % des Kunstbudgets nach den Sparten Film, darstellende Kunst, Festspiele, bildende Kunst, Literatur, Musik, Kulturinitiativen und Soziales den neuntgrößten Förderungsbereich der Kunstsektion dar. In diesem Bereich leisten Artist-in-Residence-Programme einen wesentlichen Beitrag, um den künstlerischen Austausch und das Kennenlernen von neuen Kultur- und Kunstszenen zu fördern. Die Förderung des Artistin-Residence-Programms wird von der Abteilung 5 abgewickelt und wurde 2013 mit € 0,69 Mio. bzw. 59,3 % LIKUS-Anteil finanziert. Ebenfalls dem Bereich Internationaler Kulturaustausch und Mobilitätsförderung zuzurechnen sind die Tätigkeitsbereiche der Abteilung 6 (Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Artist-in-Residence-Programm) mit einem Betrag von ca. € 0,47 Mio. bzw. 40,7 % dieser LIKUS-Sparte. Der Schwerpunkt liegt vorwiegend im internationalen Bereich und in der Unterstützung von Auslandsaktivitäten österreichischer KünstlerInnen. Kulturkontakt Austria und die Abteilung 6 der Kunstsektion bieten seit Jahren eigene Programme an. Um deren Sichtbarkeit zu erhöhen und Synergieeffekte nutzen zu können, wurden diese 2013 zusammengelegt. Es erfolgte die erste gemeinsame, weltweite Ausschreibung von 50 Residencies für das Jahr 2014. Diese umfasste die Sparten bildende Kunst, Komposition, Literatur und Übersetzung sowie Tanz und Choreografie. Darüber hinaus richtete sich das Programm

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

auch an Kunst- und KulturvermittlerInnen sowie KuratorInnen. Die hohe Anzahl an Bewerbungen (etwa 850) zeigt, wie groß das Interesse an der österreichischen Kunst- und Kulturszene ist und wie wichtig Artist-in-Residence-Programme für den internationalen Austausch von Kunstschaffenden und deren Vernetzung sind. Das Artist-in-Residence-Programm der Kunstsektion bietet KünstlerInnen die Möglichkeit, bis zu drei Monate in Österreich an einem Projekt zu arbeiten. Am Ende der Aufenthalte werden die entstandenen Arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Präsentation gezeigt. 2013 fanden neun Gruppenausstellungen statt. Folgende Kunstschaffende wurden 2013 nach Österreich eingeladen: Alketa Ramaj und Gazmend Krasniqi (Albanien), Armenuhi Sisyan (Armenien), Fernando do Campo und Laura Hindmarsh (Australien), Dimitar Shopov (Bulgarien), Yu Li, Xuanlin Li, Zhonghui Wei, Xu Xiaofei und Gao Ziwen (China), Sandra Iché (Frankreich), Tamar Rekk-Kotrikadze (Georgien), Zico Albaiquni und Danang Pamungkas (Indonesien), Mona Bozorgi und Ali Moini (Iran), Ag Apolloni und Luan Bajraktari (Kosovo), Maja Marković (Kroatien), Simon Deckert (Liechtenstein), Elena Narbutaite (Litauen), Natalie Noé Adam (Luxemburg), Dumitru Oboroc (Moldau), Radosław Kobierski und Marzena Nowak (Polen), Anca Benera, Arnold Estefan und Ioana Morpurgo (Rumänien), Alexandra Galkina, Alina Gutkina, Olga Jitlina, Daria Kravchuk und Alisa Yoffe (Russland), Dejan Čančarević, Dušica Dražić, Goran Korunović und Katarina Zdjelar (Serbien), Hana Repše (Slowenien), Efe Murat Balıkçıoğlu, Faika Ceren Çağlar und

Kunstbericht 2013  |  57



%

Abteilung 5

690.000,00

59,31

Abteilung 6

473.470,61

40,69

Summe

1.163.470,61 100,00

v.l.n.r.: Xuanlin Li (China) Maja Markovic (Kroatien) Charlotte Sucher (Abt. 6), Zico Albaiquni (Indonesien), Zhonghui Wei und Gao Ziwen (beide China) © alle: HBF/Franz Hartl

v.l.n.r.: Mona Bozorgi (Iran) Faika Ceren Caglar (Türkei) © alle: HBF/Franz Hartl

Burçak Konukman (Türkei), Petro Yatsenko (Ukraine) und Attila Ménes (Ungarn). Das Stipendienprogramm für zeitgenössischen Tanz und Performance des Wiener Vereins danceWEB wurde auch 2013 von der Abteilung 6 unterstützt. Dadurch konnten folgende TänzerInnen nach Wien eingeladen werden: Ollantay Rojas (Argentinien), Martin Hansen (Australien), Ana Maria Krein (Brasilien), Denitsa Dikova und Iskren Petkov (Bulgarien), Setareh Fatehi (Iran), Sonya Levin (Russland), Jasmina Križaj (Slowenien), Gyula Cserepes (Ungarn) und Sophia Rodriguez (Venezuela). Sie wurden gemeinsam mit ihren 57 KollegInnen vom danceWEB-Mentor 2013 Ivo Dimchev aus insgesamt 1.051 Bewerbungen aus 71 Ländern ausgewählt. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf dem

kulturellen, professionellen und grenzüberschreitenden Austausch. Die StipendiatInnen haben die Möglichkeit, während des fünfwöchigen Aufenthalts an den zahlreichen Workshops und Research-Projekten sowie an den Performances von ImPulsTanz teilzunehmen. Europas größtes Tanzfestival bietet außerdem eine einzigartige Plattform, um mit international renommierten ChoreografInnen und TänzerInnen in Kontakt zu treten und so wichtige Netzwerke für den weiteren künstlerischen Werdegang zu knüpfen. Dieses Stipendienprogramm ist ein Bestandteil des europäischen Gesamtprojekts Life Long Burning, das von danceWEB in Kooperation mit elf weiteren europäischen Partnerorganisationen getragen wird. Unterstützt vom Kulturprogramm der Europä-

danceWEB 2013, Workshop Saju Hari © GeorgOberweger

58 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

ischen Kommission als mehrjähriges Kooperationsprojekt von 2013 bis 2018, zielt es auf die nachhaltige Förderung des europäischen zeitgenössischen Tanz- und Performancebereiches und auf dessen Verbreitung in der Öffentlichkeit ab. Durch verschiedene Aktivitäten werden transnationale Kooperationen gestärkt, kulturelle Diversität, interkultureller Dialog und Wissenstransfer gefördert, die Mobilität der KünstlerInnen und ihrer Werke begünstigt sowie die öffentliche Aufmerksamkeit auf den zeitgenössischen Tanz- und Performancebereich gelenkt und verstärkt. 2013 nahmen u. a. die in Österreich lebenden KünstlerInnen Nanina Raffaela Kotlowski, Arttu Palmio, Theresa Vittucci, das Kollektiv United Sorry, Nora Kurzweil, An Kaler und Dolores Hulan, Brigitte Wilfing, Hygin Delimat sowie Martina Rösler, Simon Mayer und Giovanni Jussi durch die Initiative »Trip The Light Fantastic« an Programmelementen in den Bereichen Fortbildung, Residencies und Koproduktionen teil und konnten so in das internationale Netzwerk eingeführt werden. Darüber hinaus wurde der mit € 10.000 dotierte Prix Jardin d’Europe, ein Tanzpreis für junge ChoreografInnen, in Wien vergeben. Unter den Nominierten fanden sich auch die in Österreich arbeitenden KünstlerInnen Alexander Deutinger und Marta Navaridas sowie Michael Turinsky. Der Prix Jardin d’Europe ging an die Produktion »Beauty and the Beast« von Amanda Apetrea und Halla Ólafsdóttir aus Schweden.

In Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und dem Tanzquartier Wien wurde im Jahr 2012 erstmals das Projekt INTPA – Internationales Netz für Tanz und Performance Austria durchgeführt. Dieses Projekt bezieht sich auf Länder innerhalb Europas mit besonderer Aufmerksamkeit für den Donau- und Schwarzmeerraum. Bei INTPA handelt es sich um eine Gastspielförderung: Veranstalter im Ausland können für die Präsentation österreichischer KünstlerInnen über INTPA eine anteilige finanzielle Unterstützung erhalten. Die Idee, die hinter dieser Internationalisierungsoffensive und dem Förderungskonzept steht, dient der Steigerung der internationalen Präsenz des österreichischen künstlerischen Schaffens im Bereich Tanz und Performance. Ausländische Veranstalter erhalten durch die Förderung einen zusätzlichen Anreiz, Kunstschaffende aus Österreich einzuladen und sich auf das Risiko der Präsentation von KünstlerInnen und Produktionen einzulassen, die in diesen Ländern oder an diesen Orten noch kein eigenes Publikum aufgebaut und erarbeitet haben. Zusätzlich zur Förderung von einzelnen Gastspielen österreichischer KünstlerInnen werden schwerpunktmäßig pro Jahr zwei Festivals oder serielle Aufführungsprojekte mit österreichischen Performance- und TanzkünstlerInnen gefördert: je eines in einem westeuropäischen Land sowie im Donauraum/Schwarzmeerraum. Begleitend INTPA The Loose Collective: The Old Testament © The Loose Collective

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  59

10  Internationaler Kultur­ austausch Gesamtsumme 2012 € 1.375.248,16 Gesamtsumme 2013 € 1.163.470,61

zu diesen Schwerpunktveranstaltungen werden Rahmenprogramme angeboten, in denen die künstlerische Szene aus Österreich näher beleuchtet wird. TheoretikerInnen aus Österreich referieren zu Themen aus dem Bereich Tanz/Performance oder auch über Vermittlungsarbeit und führen Workshops direkt mit der künstlerischen Szene oder den Communities vor Ort durch. Die Programmierung und die Gestaltung des Rahmenprogramms werden in diesem Fall vom lokalen Veranstaltenden in Absprache mit dem Tanzquartier Wien übernommen. Folgende KünstlerInnen gastierten 2013 im Rahmen von INTPA auf internationalen Festivals bzw. bei Veranstaltern in Europa: Christine Gaigg/2nd nature bei Euro-Scene Leipzig (Deutschland), Anne Juren/Annie Dorsen in den Sophiensälen Berlin (Deutschland), nadaproductions bei Station Service for Contemporary Dance (Serbien), Superamas beim Festival 4+4 Days in Motion (Tschechien), die Editta Braun Company beim International Festival of Contemporary Arts – City of Women (Slowenien), Costas Kekis bei Zeitraumexit (Deutschland), Liquid Loft/Chris Haring beim International Dance Festival AURA (Litauen), die Tanzcompagnie Elio Gervasi bei der Tanz-Theater-Gesellschaft Graubünden (Schweiz), der Verein Salto/Cie. Willi Dorner beim Festival Chalon dans la Rue (Frankreich), die Wiener Tanz- und Kunstbewegung bei der Art Stations Foundation (Polen), Thomas Steyaert/Raul Maia bei Fabrik Potsdam – Potsdamer Tanztage (Deutschland), Alexander Deutinger/Marta Navarides bei EN-KNAP Productions (Slowenien), United Sorry/Frans Poelstra & Robert Steijn beim ZOOM Festival Rijeka (Kroatien) und beim Full Moon Dance Festival (Finnland), Barbara Ungepflegt und Michikazu Matsune beim Festival Drodesera (Italien) sowie Anne Juren und Alix Eynaudi bei der Live Arts Week (Italien).

60 | Kunstbericht 2013

An Kaler gastierte im Dansens Hus (Schweden), im Stowarzyszenie Rotunda (Polen), in der Tanzfabrik Berlin (Deutschland), bei der Art Stations Foundation (Polen) sowie beim STUK Kunstencentrum (Belgien). An Kaler und Doris Uhlich waren auch Teilnehmerinnen eines Österreich-Schwerpunkts im HAU Hebbel am Ufer (Deutschland). Bei Kino Šiška (Slowenien) traten Ziya Azazi, Christine Gaigg sowie Marta Navaridas & Alex Deutinger auf. Mercat de les Flors Barcelona (Spanien) lud Amanda Piña und Magda Chowaniec, Studio 5 (Thomas Brandstätter, Andrea Maurer) sowie Alix Eynaudi ein. The Loose Collective nahm hier ebenfalls teil und konnte auch im Tanzhaus NRW Düsseldorf (Deutschland) sowie beim Operaestate Festival Veneto (Italien) auftreten. Ergänzend zum Aufbau eines Mobilitätsguide für Kunstschaffende (www.artistmobility.at) unterstützte die Abteilung 6 auch den Verein SMart – Das Büro für Künstlerinnen und Künstler bei der Entwicklung eines Informationsportals zu Mobilität (www.smart-at.org). Die Arbeit an diesem Projekt umfasste 2013 einerseits eine erste flächendeckende Recherche von Förderungsmöglichkeiten in Österreich für den Kunst- und Kultursektor. Andererseits wurden grundlegende Informationen zu arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen sowie zu Steuer-, Mobilitäts- und Vertragssituationen von Kunst- und Kulturschaffenden in Österreich zusammengetragen. Diese Arbeit geschah in Hinblick darauf, das Material im kommenden Jahr so aufzubereiten, dass alle Kunst- und Kulturschaffenden problemlos darauf zugreifen können. Einen besonderen Stellenwert soll dabei die internationale Vernetzung und Mobilität bekommen, perspektivisch soll eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern entstehen.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

11 Festspiele, Großveranstaltungen Festspiele werden in der LIKUS-Systematik gesondert dargestellt, um die nationale und internationale Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Die LIKUS-Gruppe Festspiele und Großveranstaltungen stellte 2013 mit € 15,2 Mio. bzw. 16,6 % des gesamten Kunstbudgets nach Film und darstellende Kunst den drittgrößten Förderungsbereich noch vor den Sparten Literatur, bildende Kunst und Musik dar. Der Großteil der Aufwendungen dieser LIKUS-Gruppe mit fast € 13,8 Mio. bzw. 90,7 % wurde von der Abteilung 2 (Musik und darstellende Kunst) geleistet. Die international und historisch bedeutendsten österreichischen Festivals sind die Salzburger und die Bregenzer Festspiele. Aufgrund der historischen Entwicklung haben die Salzburger Festspiele innerhalb der österreichischen Festivallandschaft besondere Bedeutung. Das Salzburger Festspielfondsgesetz, das 1950 vom Nationalrat verabschiedet wurde und die Finanzierung des Festivals auf eine gesetzliche Grundlage stellt, ist bis heute unverändert in Kraft. Es bringt die kulturpolitische Haltung der jungen 2. Republik und ihr Selbstverständnis als Kulturnation zum Ausdruck. In den letzten Jahren wurde der Weg einer zeitgemäßen Positionierung in der internationalen Festivallandschaft mit unter-

schiedlichen künstlerischen Schwerpunktsetzungen und hervorragenden Auslastungszahlen weiter gegangen. Das Programm der Salzburger Festspiele 2013 bot 246 Veranstaltungen an 14 Spielstätten in den drei Sparten Oper, Konzert und Schauspiel. Mit 286.301 Gästen aus 73 Nationen, darunter 39 außereuropäischen, konnte die höchste BesucherInnenzahl seit Gründung der Salzburger Festspiele vor 93 Jahren erreicht werden. Mit € 27,9 Mio. wurde auch bei den Karteneinnahmen ein neuer Rekord erzielt. Zu den großen Erfolgen der Salzburger Festspiele 2013 zählte die Neuinszenierung des »Jedermann« durch Julian Crouch und Brian Mertes mit Cornelius Obonya in der Titelrolle und Brigitte Hobmeyer als Buhlschaft. Das Opernprogramm 2013 stand im Zeichen der beiden Jubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi. Die konzertant aufgeführten Opern »Rienzi«, »Giovanna d’Arco« und »Nabucco« ließen Parallelen zwischen den gleichaltrigen Künstlern erkennen: Alle drei Werke handeln von Freiheitsstreben, Hybris und Vernichtung. Der von beiden Komponisten bewunderte Friedrich Schiller lieferte Verdi Jahrzehnte später den Stoff für seinen »Don Carlo«. In der Inszenierung von Peter Stein und unter der Leitung von Antonio Pappano wurde diese Oper zu einem unvergleichlichen Festspielerlebnis. Wagners Oper »Die Meistersinger von Nürnberg« inszenierte Stefan Herheim, der die Festspiel-



%

130.000,00

0,86

Abteilung 2 13.780.093,01

90,69

Abteilung 1

Abteilung 3

490.000,00

3,22

Abteilung 7

795.000,00

5,23

Summe

15.195.093,01 100,00

Salzburger Festspiele: v.l.n.r.: Richard Wagner »Die Meistersinger« © Karl Forster William Shakespeare »Der Sommernachtstraum«, Michael Rotschopf als Oberon © Ruth Walz

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  61

Bregenzer Festspiele, W. A. Mozart »Die Zauberflöte« © andereart

besucherInnen in eine fabelhafte Welt der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts entführte; am Pult der Wiener Philharmoniker stand Daniele Gatti. Die vierte VerdiOper auf dem Spielplan 2013 war dessen Alterswerk »Falstaff«, inszeniert von Damiano Michieletto, dirigiert von Zubin Mehta. Mit der Oper »Gawain« des renommierten britischen Komponisten Harrison Birtwistle stand auch ein zeitgenössisches Werk auf dem Spielplan. Besonderen Anklang bei den Festspielgästen fand die Produktion im Residenzhof. Regisseur Henry Mason gelang es mit großem Erfolg, ein Crossover zwischen Musik und Sprechtheater umzusetzen: In der Verbindung von Shakespeares Stück »Ein Sommernachtstraum« mit der Bühnenmusik Felix Mendelssohn-Bartholdys konnten Schauspiel, Gesang, Tanz und Musik zur Symbiose verquickt werden. Bemerkenswert ist, wie rasch die 2012 von Alexander Pereira erstmals dem Festival vorangestellte Programmschiene »Ouverture spirituelle« sich beim Publikum durchgesetzt hat. 2013 eröffnete sie den BesucherInnen Einblicke in die shintoistischbuddhistische Weltsicht. Bei den 68. Bregenzer Festspielen, die sich 2013 dem Motto »Dem Licht entgegen« verschrieben hatten, wurden über 257.000 BesucherInnen verzeichnet, wovon 200.000 ZuschauerInnen allein auf die Seebühne entfallen. Mit der »Zauberflöte« hat Intendant David Pountney mit seiner Abschiedsinsze-

62 | Kunstbericht 2013

nierung einen neuen und noch nicht gezeigten Blick auf Mozarts weltumspannende Märchenoper geschaffen. Neben dem künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolg des Spiels auf dem See konnten auch die weiteren Programmreihen punkten, darunter die international vielbeachtete Uraufführung der Oper von André Tchaikowsky »Der Kaufmann von Venedig« im Festspielhaus. Dem polnischbritischen Komponisten waren darüber hinaus weitere Programmpunkte sowie ein Symposium gewidmet. Daneben zogen die Uraufführung von »The Wasp Factory« sowie die österreichische Erstaufführung von »American Lulu« der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth im Rahmen der zeitgenössischen Programmreihe »Kunst aus der Zeit« das Publikum ebenfalls magisch an. Als Orte internationaler Vernetzung sind die großen Festivalschauplätze Salzburg und Bregenz, die Publikum mit vielseitigen künstlerischen Interessen aus der ganzen Welt anziehen, einmalig. Wesentlich spezifischer interessiert, nämlich vorrangig an zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen, sind die BesucherInnen des in Graz stattfindenden Festivals Steirischer Herbst, das seit 2006 unter der künstlerischen Leitung von Veronika Kaup-Hasler steht. In den Programmen geht es vorrangig um künstlerischen Austausch von österreichischen und internationalen Kräften unter Einbeziehung des heimischen jungen Publikums, kombiniert mit einem themen­ orientierten kunsttheoretischen Diskurs. Den Blick auf zeitgenössisches Musikschaffen richtet das 1988 auf Initiative des damaligen Generalmusikdirektors Claudio Abbado gegründete Festival Wien Modern, das 2013 seine 26. Saison feierte. Auch unter der künstlerischen Leitung von Matthias Lošek steht die Vernetzung der wichtigen Wiener Musikveranstalter zu einer gemeinsamen Leistungsschau der aktuellen Musikströmungen und -richtungen im Fokus des Programms. Bezüge zur zeitgenössischen musikalischen Welt stellen seit 1994 auch die Klangspuren Schwaz her, die vom Tiroler Pianisten und Komponisten Thomas Larcher initiiert wurden und seit 2013 unter der künstlerischen

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Leitung von Matthias Osterwold stehen. Mit dem Ausscheiden der langjährigen Geschäftsführerin Maria-Luise Mayr mit Jahresende 2013 wurde diese Tiroler Initiative in eine neue Entwicklungsphase, losgelöst von den Gründungsmitgliedern, entlassen. Nicht weit von Schwaz entfernt finden in dem für seine Passionsspiele bekannten Ort Erl seit den späten 1990er Jahren die vom österreichischen Dirigenten Gustav Kuhn gegründeten Tiroler Festspiele Erl statt. Im 16.  Fest­spielsommer 2013 stand für das umfangreiche, im Zeichen Giuseppe Verdis stehende Programm zum ersten Mal das neu errichtete Festspielhaus Erl als Veranstaltungsort zur Verfügung. Das auch aus Bundesmitteln geförderte Festspielhaus wurde von Delugan Meissl Associated Architects, Wien, geplant. Es verfügt über 862 Sitzplätze (732 auf der Tribüne und 130 mobile Sitzplätze im Bereich des Orchestergrabens) und über den größten Orchestergraben der Welt (160 m²). Die gesamte Nutzfläche beträgt 7.000 m². Die Architektur des Festspielhauses respektiert das bestehende Passionsspielhaus sowie die umgebende Tiroler Berglandschaft auf besondere Weise: Im Sommer, wenn die Tiroler Festspiele Erl oder die Passionsspiele im hellen Passionsspielhaus stattfinden, passt sich das Festspielhaus mit seiner dunklen Fassade in die von dunklem Wald geprägte Landschaft ein und gewährt so dem Passionsspielhaus den Vortritt. Im Winter ist es umgekehrt: Während das weiße Passionsspielhaus in der verschneiten Umgebung zurücktritt, sticht das dunkle Festspielhaus inmitten der hellen Landschaft hervor. Aufgrund der Jubi-

läumspassionsspiele (400 Jahre) im Sommer 2013 fanden die Opernaufführungen von »Nabucco«, »Rigoletto«, »Il Trovatore« und »La Traviata« ausschließlich im Festspielhaus statt. Ab Sommer 2014 sollen das Passionsspielhaus und das Festspielhaus parallel bespielt werden. Die Abteilung 7 hat mit fast € 0,8 Mio. bzw. 5,2 % den zweitgrößten Anteil an dieser LIKUS-Gruppe. Sie ist seit ihrer Gründung sowohl um die Entwicklung authentischer und innovativer Kultur in den Regionen und deren öffentliche Bewusstmachung als auch um die Einspielung neuer internationaler Tendenzen in diese heimischen Biotope bemüht. In Graz findet alljährlich das Festival La Strada statt, ein internationales Festival für Straßenkunst und Figurentheater. Im Fokus der Programmgestaltung 2013 lagen Projekte, die sich in besonderem Maße mit dem städtischen Umraum und der Bevölkerung auseinandersetzten. Internationale Künstlergruppen adaptierten gemeinsam mit der Bevölkerung und steirischen TeilnehmerInnen ihre Produktionen für spezielle Stadtteile in Graz. Auch heimische KünstlerInnen haben sich in Kooperation mit dem Festival mit der Auslotung des urbanen Umraumes und damit verbundenen sozio-kulturellen Fragen auseinandergesetzt. Ebenfalls in der Steiermark werden seit 2004 die von Peter Faßhuber geleiteten Theater­feste der Regionen veranstaltet. Das Festival bringt zeitgenössisches Theaterschaffen unter Einbeziehung der örtlichen Strukturen in ländliche Regionen und ermöglicht auch abseits urbaner Zentren der Bevölkerung den Besuch zeitgenössischer, innovativer Tiroler Festspiele Erl: v.l.n.r.: Festspielhaus © Peter Kitzbichler Giuseppe Verdi »La Traviata« © Robert Parigger

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

Kunstbericht 2013  |  63

Theater­ produktionen. Durch das Konzept, nicht nur mit etablierten und bekannten Gesichtern große Räume zu füllen, sondern innovative und oft relative unbekannte Projekte der freien Szene einzuladen, die durchaus auch Reibungsflächen anbieten, hat sich das Festival auch für die freie Szene zu einer interessanten Plattform entwickelt. Das Festival erstreckt sich über mehrere Monate und findet in verschiedenen steirischen Regionen statt. Bereits seit 1991 findet das Szene Bunte Wähne Theaterfestival in ganz Niederösterreich mit Schwerpunkt im Waldviertel statt und bringt spannende, impulsgebende und inspirierende Produktionen für junges Publikum in ländliche Regionen. Die Szene Bunte Wähne gehört im Bereich zeitgenössisches Theater und Tanz für ein junges Publikum zu den größten und nachhaltigsten Unternehmungen, die jährlich stattfinden. Im internationalen Vergleich hat sich dieses Festival in den vergangenen Jahren einen guten Ruf bei der Arbeit für ein junges Publikum erworben und ist Treffpunkt der internationalen Kulturschaffenden geworden. Das Festival der Regionen ist ein zeitgenössisches Kunst- und Kulturfestival und findet seit 1993 biennal an wechselnden Orten in Oberösterreich statt. An der Nahtstelle

von Kunst und Alltagsleben beziehen die Projekte des Festivals die jeweiligen Lebensräume und ihre Bevölkerung in die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Fragestellungen ein. 2013 wurden unter der künstlerischen Leitung von Gottfried Hattinger und der kaufmännischen Leitung von Barbara Mitterlehner unter dem Motto »Umgraben« in der Region Eferding mehr als 100 Projekte realisiert. Die Region Eferding ist vorwiegend als Gemüseanbaugebiet bekannt und liegt in bäuerlicher Umgebung. Das Motto darf als Metapher aufgefasst werden, neue künstlerische Pflanzungen zu setzen oder Verborgenes zu Tage zu fördern. Der besondere Stellenwert des zehntägigen Festivals liegt in der Stärkung und Förderung regionaler Initiativen sowie von Künstlerinnen und Künstlern im Feld der Kulturarbeit und in der Sensibilisierung für aktuelle künstlerische Entwicklungen. Das Viertelfestival Niederösterreich wurde 1998 ins Leben gerufen und ist ein dezentrales Festival, das zahlreiche Schauplätze im jeweiligen Viertel bespielt. Mit diesem Festival wurde eine Plattform geschaffen, die sich vorwiegend an regionale KünstlerInnen und Kulturinitiativen wendet. Im weitgehend ländlich geprägten Niederösterreich ist die

Festival der Regionen v.l.n.r.: 1.R.: Feierabend Freikarte, Fluchtpunkte! Kunstuniversität Linz/Urbanistik 2.R.: Eferdinger Becken, Laura Mello und Wolfgang Musil Cosmic Cucumbers/Teatr Cinema © alle: Otto Saxinger

64 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Viertelfestival Niederösterreich v.l.n.r.: 1.R.: Kontra*Punkt © Kontrapunkt Kirtag im Pulkautal © Arbeitsgemeinschaft Kirtag 1910 2.R.: Hin & Her © Michael Kos Der Name der Rose © anwora.com Am Ende der Ölspur © Hartmut Schnedl

Kulturarbeit abseits urbaner Zentren von großer Bedeutung. Lokale Kulturveranstalter und KünstlerInnen sind wichtige Impulsgeber für das Kulturgeschehen. Durch das Viertelfestival wurde eine Plattform initiiert, die im ländlichen Raum öffentlichkeitswirksame Strukturen geschaffen hat und die »Kultur vor der Haustür« ins Rampenlicht stellt. 2013 wurden 74 Projekte, davon 20 Schulprojekte, unter dem Motto »Brandungszone« von Mai bis August im Weinviertel sowie an einzelnen Standorten in Südmähren und der Westslowakei umgesetzt. Die Projekte befassten sich künstlerisch mit den Besonderheiten der Region und zeichnen sich durch Originalität und Experimentierfreude aus. Die zwei größten Filmveranstaltungen Österreichs, die Festivals Viennale und Diagonale, fallen in die Kompetenz der Abteilung 3. Insgesamt trug sie zu dieser LIKUS-Gruppe € 0,5 Mio. bzw. 3,2 % bei. Mit 97.400 Film­ interessierten wurde 2013 bei der 51. Viennale ein neuer BesucherInnenrekord erzielt: Von den 356 gut besuchten Aufführungen von Spiel- und Kurzfilmen, darunter 27 österreichische Streifen, Ur- und Erstaufführungen, Klassiker und Entdeckungen, waren 116 Vorstellungen ausverkauft. Großen Zuspruch erhielten die Spezialprogramme »Wilde Eth-

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

nografie – Die Arbeit des Harvard Sensory Ethnography Lab, Asian Delights«, das Sammelprogramm »Das Rohe und das Gekochte« sowie die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive »Jerry Lewis«. Insgesamt kamen rund 700 Medien- und BranchenvertreterInnen zur Viennale. Der Wiener Filmpreis in der Kategorie Spielfilm ging an Ulrich Seidl mit dem Film »Paradies: Liebe« und in der Kategorie Dokumentarfilm an Juri Rechinsky für »Sickfuckpeople«. Die Diagonale zeigte als internationales Fach- und Branchentreffen 2013 zum 16. Mal in Graz österreichische Ur- und Erstaufführungen. Die ausgewählten Filme gelten als Visitenkarte des Filmschaffens in Österreich. 2013 wurde mit 156 Spiel-, Dokumentar-, Kurz-, Animations- und Experimentalfilmen (davon VIENNALE • FILMMUSEUM

R ETROS PE KTI VE

JERRY LEWIS 24. OKTOBER BIS 6. NOVEMBER 2013

18. OKTOBER – 24. NOVEMBER 2013

0800 664 013 A1-FREELINE • TICKETS AB 19. OKTOBER • WWW.VIENNALE.AT

Österreichisches Filmmuseum • 1010 Wien, Augustinerstraße 1, Tel. 533 70 54

www. viennale.at • www. filmmuseum.at

Kunstbericht 2013  |  65

Viennale 2013 © Viennale

Plakat © Diagonale Logo © Crossing Europe Crossing Europe 2013: Christine Dollhofer © Andreas Kepplinger

38 Uraufführungen und 21 Österreich-Premieren) die Möglichkeit geboten, die aktuelle Filmproduktion Österreichs kennen zu lernen, Filmschaffende (101 anwesende Regisseurinnen und Regisseure) und an Film Interessierte (25.050 BesucherInnen) zu treffen und sich mit dem gegenwärtigen Stand des Films in Österreich kritisch auseinander zu setzen. Spezialprogramme stellten das österreichische Filmschaffen in vielfältige Zusammenhänge. 2013 wurde verstärkt Augenmerk auf die zahlreichen vielversprechenden Produktionen junger Filmschaffender gerichtet, deren individuelle Zugänge für frischen Wind sorgten. Zu den Höhepunkten des Festivals zählte die Präsentation von Ulrich Seidls »Paradies«-Trilogie als Gesamtwerk. Als bester österreichischer Kinospielfilm wurde 2013 »Der Glanz des Tages« von Tizza Covi und Rainer Frimmel ausgezeichnet. Bernadette Weigel gewann mit ihrem Film »Fahrtwind« den Großen Diagonale-Preis für Kinodokumentarfilm und Michaela Grill für »Forêt d’expérimentation« den Preis für Innovatives Kino. 2013 fand in Linz zum 10. Mal das von Christine Dollhofer geleitete Crossing Europe Filmfestival statt. Hier wird das junge, eigenwillige und zeitgenössische europäische AutorInnenkino präsentiert. So hatten etwa von

66 | Kunstbericht 2013

den insgesamt 162 gezeigten Filmen nur zwei einen Verleiher. Der kulturpolitische Auftrag dieser Filmschau besteht darin, die Vielfalt des europäischen Filmschaffens inklusive Nischenproduktionen zu bündeln und so einem breiteren Publikum zu präsentieren. Gemeinsam mit 650 Fachgästen aus dem In- und Ausland wurde 2013 die Jubiläumsausgabe des Festivals gefeiert. Seit 2004 hat sich die Zahl der BesucherInnen mehr als verdoppelt. Mit ca. 20.000 Festivalgästen konnte Crossing Europe auch 2013 wieder einen erfolgreichen Festivaljahrgang verzeichnen. Aus 162 Spiel- und Dokumentarfilmen (davon 96 Österreich-Premieren) aus 40 Ländern wurden 2013 folgende PreisträgerInnen gekürt: Der Crossing Europe Award European Competition 2013 ging an Ektoras Lygizos für »To agori troi to fagito tou pouliou/ Boy Eating the Bird’s Food« (Griechenland 2012). Mit dem Audience Award wurde Marçal Forés für »Animals« (Spanien 2012) ausgezeichnet. Den Preis in der Kategorie Fedeora Award for European Documentaries erhielt Peter Liechti für »Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern« (Schweiz 2013). Ebenfalls in Linz findet das von Gerfried Stocker geleitete Ars Electronica Festival statt – ein Festival für Kunst, Technologie und

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Gesellschaft, das die digitale Entwicklung in unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt rückt. Die Abteilung 1 subventionierte dieses Festival mit € 130.000. bzw. 0,9 % Anteil an dieser LIKUS-Gruppe. Seit 1979 entwickelte es sich zu einem der international wichtigsten Medienkunstfestivals und sorgt für spannende, richtungsweisende Diskussionen, Ausstellungen und Events. Seit 1986 findet das Festival jährlich statt und gibt sich stets ein spezifisches Motto. 2013 lautete das Thema des von 5. bis 9. September stattgefundenen Festivals »TOTAL RECALL – The Evolution of Memory«. Dabei standen eines der größten Geheimnisse der Wissenschaft und eine der größten technischen Herausforderungen im Mittelpunkt: Erinnerung und ihre Speicherung – in der Natur, in der Technologie, in der Zukunft. Was ist Erinnerung, wie entsteht Gedächtnis und wie geht es verloren? Die Ars Electronica begab sich auf die Suche nach dem perfekten Gedächtnis und befragte HirnwissenschafterInnen genauso wie ComputerwissenschafterInnen, PhilosophInnen und KünstlerInnen nach ihren Zugängen, neuesten Erkenntnissen und Interpretationen, nach ihren Plänen und Visionen für die Zukunft, in der man alles speichern kann. Insgesamt nahmen 519 KünstlerInnen und WissenschafterInnen aus 45 Ländern sowie ca. 75.000 Veranstaltungsgäste und ca. 400 MedienvertreterInnen aus 32 Ländern am Festival teil. 4.071 Projekte aus 73 Ländern wurden beim Prix Ars Electronica 2013 eingereicht. Die Goldenen Nicas gingen in sieben Kategorien an KünstlerInnen

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

aus Kanada, Italien, der Türkei, der Schweiz, Spanien, Belgien sowie in der Kategorie u19 an den Österreicher Dominik Koller. Die vom Brucknerhaus veranstaltete voest­alpine-Klangwolke ließ im Linzer Donaupark unter dem Motto »Bruckner lebt!« den Komponisten Anton Bruckner mit dramatischen Szenen, der Stimme von Harald Serafin und Ausschnitten aus seinem musikalischen Werk wieder auferstehen. Mittels einer Klangwolke-App für Smartphones und Tablets mit den Tönen »B« und »Es«, dem berühmten Anfang von Bruckners 4.  Symphonie, sollten die ZuschauerInnen zum Mitspielen animiert und zugleich das größte Handyorchester der Welt gebildet werden. Parallel fand, begleitet vom unverwechselbaren Sound von Parov Stelar, die szenische Umsetzung der Lebensgeschichte Bruckners an verschiedenen Orten statt. So wurde das Festival 2013 mit seinen ca. 110.000 BesucherInnen einmal mehr zum Testgelände, zu einer Werkstatt für die Erprobung neuer Ideen und Handlungsmöglichkeiten, für die Überprüfung der Zukunftsfähigkeit von Visionen und Utopien. Zu Großveranstaltungen zählen in der LIKUS-Systematik grundsätzlich auch Groß- und Landesausstellungen, nicht aber die Durchführung von Bundesausstellungen, die Beteiligung an Ausstellungen im Rahmen von Kulturabkommen und an Großausstellungen wie an Biennalen, Triennalen oder an der documenta. Diesbezügliche Finanzierungen der Abteilung 1 (Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie) werden in der LIKUS-Sparte 6 (Bildende Kunst) erfasst.

Kunstbericht 2013  |  67

11  Festspiele, Großveranstaltungen Gesamtsumme 2012 €14.270.886,61 Gesamtsumme 2013 €15.195.093,01

Ars Electronica 2013 v.l.n.r.: Plakat © Ars Electronica/ Nicolas Naveau PreisträgerInnen 2013 © Tom Mesic Gala 2013 © Florian Voggeneder



%

Abteilung 1

100.548,20

5,95

Abteilung 2

323.800,00

19,18

Abteilung 3

30.000,00

1,78

Abteilung 5

1.233.811,00

73,09

Summe

1.688.159,20 100,00

12 Soziales Die Darstellung des Kunstbudgets in der LIKUS-Systematik ordnet die einzelnen Förderungen den jeweiligen Kunstsparten nach dem Prinzip des Überwiegenden zu. Transferleistungen aus sozialen Motiven sind in den einzelnen Kunst-Kategorien nicht enthalten. Im LIKUS-Kapitel Soziales werden jene Ausgaben für soziale Maßnahmen zusammengefasst, die nicht ausnahmslos als Kunstförderung im engeren Sinn betrachtet werden können. Mit fast € 1,7 Mio. bzw. 1,8 % stellte die LIKUS-Sparte Soziales 2013 nach den Sparten Film, darstellende Kunst, Festspiele, Literatur, bildende Kunst, Musik und Kulturinitiativen den achtgrößten Finanzierungsbereich der Kunstsektion dar. Es handelt sich dabei um zahlreiche Sozialmaßnahmen in den Bereichen bildende Kunst, Musik, freie Theaterarbeit, Film und Literatur. Sie verfolgen seit den späten 1950er Jahren das Ziel, sukzessive alle Kulturschaffenden in Anerkennung ihrer Leistung für die Allgemeinheit sozial abzusichern. Die einzelnen Sozialmaßnahmen nehmen Bedacht auf die spezifischen Eigenheiten der jeweiligen Kunstsparte und sind in Art und Umfang unterschiedlich. Die Mittel für Soziales stammten 2013 primär aus der Abteilung 5 (€ 1,2 Mio. bzw. 73,1 % LIKUS-Anteil) und der Abteilung 2 (€ 0,3 Mio. bzw. 19,2 % LIKUS-Anteil). Aber auch die Abteilung 1 (0,1 Mio. bzw. 6 % LIKUS-Anteil) und die Abteilung 3 (€ 30.000 bzw. ca. 1,8 % LIKUS-Anteil) waren 2013 in diesem Bereich vertreten. Die sozialrechtliche Situation von KünstlerInnen stellte sich in Österreich je nach Sparte unterschiedlich dar. Mit der 54. Novelle des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) und der 22. Novelle des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG) wurde 1998 die allgemeine Sozialversicherungspflicht für alle erwerbstätigen Personen eingeführt. Damit fallen im Wesentlichen alle lohnsteuer- und einkommensteuerpflichtigen Personen in den Schutzbereich der jeweiligen Sozialversiche-

68 | Kunstbericht 2013

rungen. Übergangsregelungen nahmen die freiberuflichen Kunstschaffenden bis Ende 2000 von der Pflichtversicherung aus. Um zu einer homogenen und sozial ausgewogenen Lösung für Kunstschaffende zu gelangen, wurde mit Wirksamkeit Anfang 2001 das Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz (KSVFG, BGBl. I Nr. 131 vom 29. Dezember 2000) geschaffen, das unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse zu den GSVGSozialversicherungsbeiträgen vorsieht. Die Aufgabe des Künstler-Sozialversicherungsfonds (K-SVF) besteht darin, Beitragszuschüsse an GSVG-pensionsversicherte KünstlerInnen – für die Kalenderjahre 2001– 2007 Zuschüsse zu den Pensionsversicherungsbeiträgen und ab 2008 auch Zuschüsse zu den Kranken- und Unfallversicherungsbeiträgen – zu leisten und die dafür notwendigen Mittel aufzubringen. Künstlerin resp. Künstler im Sinne des K-SVFG ist, »wer in den Bereichen der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst, der Musik, der Literatur, der Filmkunst oder einer ihrer zeitgenössischen Ausformungen aufgrund ihrer/seiner künstlerischen Befähigung im Rahmen einer künstlerischen Tätigkeit Werke der Kunst schafft.« Über die KünstlerInneneigenschaft entscheidet eine KünstlerInnenkommission, die aus mehreren Kurien besteht, und zwar aus je einer für Literatur, Musik, bildende Künste, darstellende Kunst, Filmkunst und Multimedia sowie einer allgemeinen Kurie für die zeitgenössischen Ausformungen der Kunstbereiche. Außerdem gibt es noch je eine Berufungskurie, die – nach einer negativen Beurteilung durch eine Kurie – auf Antrag ein weiteres Gutachten erstellt. Die erfolgreiche Absolvierung einer künstlerischen Hochschulausbildung gilt als Nachweis für die einschlägige künstlerische Befähigung. Der Zuschuss betrug für die Kalenderjahre 2001–2004 höchstens € 72,67 monatlich (€ 872,04 jährlich), für die Kalenderjahre 2005–2008 höchstens € 85,50 monatlich (€ 1.026 jährlich), für das Kalenderjahr 2009 höchstens € 102,50 monatlich (€ 1.230 jährlich), für die Kalenderjahre 2010 und 2011 höchstens € 112,50 monatlich (€ 1.350 jährlich), für das Kalenderjahr 2012 höchstens

Kapitel I Struktur der Ausgaben

€ 130,00 monatlich (€ 1.560 jährlich) und seit dem Kalenderjahr 2013 höchstens € 143,50 monatlich (€ 1.722 jährlich). Er darf jedoch nicht höher als die jeweils zu zahlenden monatlichen Sozialversicherungsbeiträge sein. Der Zuschuss setzt voraus, dass die/ der GSVG-pensionsversicherte Kunstschaffende einen entsprechenden Antrag stellt, der sowohl beim Fonds als auch bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) der gewerblichen Wirtschaft eingebracht werden kann. Die Jahreseinkünfte aus der selbständig künstlerischen Tätigkeit müssen mindestens € 4.743,72 (2014) betragen, die Summe aller Einkünfte (Gewinn) im Kalenderjahr darf das Sechzigfache des für dieses Kalenderjahr geltenden Betrages gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 ASVG (€ 395,31) – das sind € 23.718,60 (Wert 2014) – nicht überschreiten. Diese Obergrenze erhöht sich pro Kind um das Sechsfache des Betrages gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 ASVG – das sind € 2.371,86 (Wert 2014). Die erwähnte Untergrenze reduziert sich im entsprechenden Ausmaß, wenn die selbständige künstlerische Tätigkeit während des Kalenderjahres begonnen oder beendet wurde. Der K-SVF hat seine Tätigkeit 2001 aufgenommen. Der Fonds finanziert sich aus einer Abgabe, die von gewerblichen BetreiberInnen einer Kabelrundfunkanlage für alle Empfangsberechtigten von Rundfunksendungen zu entrichten ist, und einer Abgabe von denjenigen, die als Erste im Inland gewerbsmäßig entgeltlich durch Verkauf oder Vermietung Geräte in den Verkehr bringen, die zum Empfang von Rundfunksendungen über Satelliten bestimmt sind (Satellitenreceiver, -decoder). An Aufwendungen waren in der Gewinn- und Verlustrechnung des Fonds im Jahr 2013 die Beitragszuschüsse an die SVA von € 7,597 Mio. und der Verwaltungsaufwand von € 0,674 Mio. zu verzeichnen. In den Jahren 2001–2013 wurden Zuschüsse an insgesamt 8.734 Personen ausbezahlt. Durch die Novelle des K-SVFG 2008 ergaben sich u.a. folgende Änderungen: Beitragszuschüsse nicht nur für die Beiträge zur gesetzlichen Pensionsversicherung, sondern auch für jene zur gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung; Einführung einer Valori-

Die Förderungen der Kunstsektion nach LIKUS-Sparten

sierungsregelung für die Einkommensobergrenze; Einschleifregelung für die Rückzahlungsverpflichtung des Beitragszuschusses bei Über- oder Unterschreiten der Einkommensgrenzen; Erweiterung der Regelungen über den Verzicht bei Rückforderung des Beitragszuschusses in Härtefällen. Nach einer Studie über die soziale Lage der freien Theaterschaffenden in Österreich wurde 1991 durch die Kunstsektion ein Sozialfonds mit der Bezeichnung IG-Netz eingerichtet, der von der Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit verwaltet wird. Bei Anstellungen von Theaterschaffenden durch freie Theatergruppen übernimmt das IGNetz einen Teil des Arbeitgeberanteils. Selbständige Theaterschaffende können daraus Zuschüsse zur Kranken- und Unfallversicherung erhalten. Die Abteilung 2 (Musik und darstellende Kunst) stellte 2013 insgesamt € 300.000 zur Verfügung. Für die freiberuflich tätigen SchriftstellerInnen wurde ein Sozialfonds für SchriftstellerInnen in Selbstverwaltung eingerichtet, der vom Bund gefördert wird. Die Geschäftsführung liegt bei der Literar-Mechana. Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine aus sechs Personen bestehende Kommission, der u.a. je eine Vertreterin/ein Vertreter des Justizministeriums und der Kunstsektion angehören. Gewährt werden Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung sowie Zuschüsse zur Krankenversicherung und einmalige Leistungen. Der Beitrag des Sozialfonds kann unter Umständen die volle Höhe der freiwilligen Krankenversicherung erreichen. Aus den Mitteln der Abteilung 5 (Literatur und Verlagswesen) wurde der Sozialfonds 2013 mit € 1,2 Mio. finanziert. Für besondere Notfälle bei Kunstschaffenden stellt die Kunstsektion Mittel des Kunstförderungsbeitrags als KünstlerInnenhilfe (insbesondere zur Aufrechterhaltung der künstlerischen Tätigkeit) zur Verfügung. 2013 wurden durch die Abteilungen 1, 2, 3 und 5 insgesamt ca. € 188.000 vergeben. Die breit angelegte Studie zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich, die Ende 2008 präsentiert wurde, zeigte Phänomene wie prekäre Arbeitsverhältnisse, neue Selbständigkeit, Teilzeitbe-

Kunstbericht 2013  |  69

12 Soziales Gesamtsumme 2012 € 1.679.732,75 Gesamtsumme 2013 € 1.688.159,20

schäftigung und eine deutliche Einkommensschere auf. Der aus der Studie resultierende politische Handlungsbedarf fand seinen Niederschlag in einer breiten parlamentarischen Diskussion mit den ExpertInnen im Kulturausschuss sowie im Regierungsprogramm 2008–2013. Dort wurde festgehalten, dass auf Basis der Ergebnisse dieser Studie eine interministerielle Arbeitsgruppe ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der KünstlerInnen entwickeln sollte. Die 2009 konstituierte Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) setzte sich aus VertreterInnen von neun Ministerien zusammen. Ziel war es, die soziale Lage und die damit verbundenen Probleme der Kunstschaffenden umfassend zu erörtern und gezielt Lösungs- und Verbesserungsansätze zu erarbeiten. In acht Unterarbeitsgruppen, die von den jeweils federführenden Ressorts geleitet wurden, wurde nicht nur wertvolle Grundlagenarbeit geleistet. Im Rahmen der Informationsgespräche gelang es, bestehende Informationsdefizite weitgehend zu beseitigen und eine Unzahl von Rechtsunsicherheiten einer umfassenden Klärung zuzuführen. In zahlreichen Gesprächsrunden hat sich die IMAG bislang mit Fragen der Kunstförderung sowie des Urheber-, Steuer-, Aufenthalts- und Fremdenrechts auseinandergesetzt. Vorrangig hat sie sich aber der Aufarbeitung der in der Studie zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich als zentral identifizierten Problemfelder gewidmet: der Sozial- und Arbeitslosenversicherung sowie dem Arbeitsmarkt und dem Arbeitsrecht. Die Anregungen der fachlichen Diskussion fanden auch ihren gesetzlichen

70 | Kunstbericht 2013

Niederschlag: Mit 1. Jänner 2011 traten das KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz (KSV-SG) und in der Nachfolge des Schauspielergesetzes das Theaterarbeitsgesetz 2010 (TAG) in Kraft. Über die durch das neue KSV-SG geschaffene Möglichkeit der Ruhendmeldung der selbständigen künstlerischen Tätigkeit können nunmehr Probleme der selbständig erwerbstätigen Künstlerlnnen im Bereich der Arbeitsversicherung stark abgefedert werden. Die Kunstsektion des BMUKK setzte bei ihren Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Lage der KünstlerInnen auf die Erhöhung von Förderungsmitteln: So wurden in den letzten Jahren die Zuschüsse für die Innovative Filmförderung, die Programmkinoförderung, die Galerienförderung und die Förderung der Kulturinitiativen deutlich angehoben. Weiters wurden für die Digitalisierung von Programm-, Regional- und Kleinkinos Mittel bereitgestellt und ein Pilotprojekt zur Förderung neuer Filmformate entwickelt. Die Outstanding Artist Awards in den verschiedenen Sparten wurden auf jeweils € 8.000 angehoben bzw. neue derartige Preise in den Sparten darstellende Kunst, Interdisziplinarität, interkultureller Dialog, Frauenkultur und Video- und Medienkunst begründet. Seit 2009 werden jährlich 90 Startstipendien, seit 2013 95 Startstipendien für junge KünstlerInnen in den unterschiedlichen Sparten bzw. seit 2008 nunmehr auch jährlich Staatsstipendien im Bereich Videound Medienkunst vergeben. Zur Erhöhung der Planungssicherheit werden im Bereich der Förderung von Jahresprogrammen seit 2009 auch verstärkt mehrjährige Förderungsverträge abgeschlossen.

Kapitel I Struktur der Ausgaben

I.6 Öffentlichkeitsarbeit Die Abteilung 6 ist neben der Durchführung eines Artist-in-Residence-Programms und dem bilateralen KünstlerInnenaustausch auch für die Öffentlichkeitsarbeit der Kunstsektion zuständig. Dieser Bereich umfasst sowohl die Planung und Organisation von Veranstaltungen der Sektion als auch die Ehrenzeichen- und Auszeichnungsangelegenheiten im Kunstbereich. Im Jahr 2013 wurden zahlreiche inund ausländische Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, die im Interesse Österreichs besondere Leistungen erbracht haben, mit Ehrenzeichen der Republik Österreich bzw. mit den Berufstiteln ProfessorIn, KammerschauspielerIn und KammersängerIn geehrt. Darunter befanden sich Anna Badora, Barbara Frischmuth, Helene Maimann, Georg Markus, Bernhard Kerres, Christian Kolonovits, Peter Lodynski, Willi Resetarits, Stefan Sagmeister, Alfons Schilling, Harri Stojka, Bruno Thost, Armin Thurnher und Friedrich Zawrel. Heribert Sasse wurde der Berufstitel Kammerschauspieler verliehen, Elīna Garanča, Wolfgang Bankl und Peter Seiffert wurden zur Kammersängerin bzw. zum Kammersänger ernannt und der Dirigent Lorin Maazel erhielt die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper. Michael Haneke und

Gerhard Rühm wurden durch die Verleihung des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst in die Kurie für Kunst aufgenommen. Zusätzlich zu den Ehrenzeichen und den Ehrentiteln vergibt die Kunstsektion im Rahmen der Kunstförderung rund 40 verschiedene Preise, die teilweise jährlich, biennal oder in größeren Zeitabständen vergeben werden. Zu den wichtigsten Auszeichnungen zählen die Österreichischen Kunstpreise, die am 28. Jänner 2014 zum vierten Mal im Rahmen einer Veranstaltung in der Wiener Hofburg verliehen wurden. Bundesminister Dr. Josef Ostermayer nahm die Überreichungen gemeinsam mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer vor. Für das Jahr 2013 wurde diese Auszeichnung an Kunstschaffende in sieben Sparten für ihr umfangreiches, international anerkanntes Gesamtwerk vergeben. Die PreisträgerInnen waren Carola Dertnig (Bildende Kunst), Tizza Covi und Rainer Frimmel (Film), Ines Lombardi (Künstlerische Fotografie), Karl-Markus Gauß (Literatur), Katharina Klement (Musik) und Gerda Lampalzer (Video- und Medienkunst). Das Offene Haus Oberwart erhielt den Kunstpreis in der Sparte Kulturinitiativen. Musikalisch wurde v.l.n.r.: 1.R.: Alfons Schilling (1934–2013), Sektionschefin Mag. Andrea Ecker © HBF/Franz Hartl Anna Badora, BM Dr. Claudia Schmied © HBF/Stephanie Strobl Michael Haneke, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer © HBF/Gunter Pusch 2.R.: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Gerhard Rühm © HBF/Gunter Pusch BM Dr. Claudia Schmied, Armin Thurnher © HBF/Julia Weichselbaum BM Dr. Claudia Schmied, Willi Resetarits, Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer © HBF/Franz Hartl

Öffentlichkeitsarbeit

Kunstbericht 2013 | 71

Verleihung der Österreichischen Kunstpreise 2013 v.l.n.r.: Karl-Markus Gauß, Katharina Klement, BM Dr. Josef Ostermayer, Rainer Frimmel, Tizza Covi, Margit Fischer, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Peter Wagner (Offenes Haus Oberwart), Carola Dertnig, Gerda Lampalzer, BM Gabriele HeinischHosek, Ines Lombardi © HBF/ Peter Lechner

Outstanding Artist Awards 2013 v.l.n.r.: Viktoria Tremmel, Paul Kranzler, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Mitarbeiterinnen des Frauenmuseum Hittisau, Gabriele Mathes, Wolfgang Georgsdorf, Andreas Horvath, Angelika Schuster (Verein Standbild), Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Tristan Sindelgruber (Verein Standbild), Doris Uhlich © Julia Weichselbaum

der Abend vom Ensemble Donauwellenreiter gestaltet. Karl-Markus Gauß hielt die Festrede. Ergänzend wurde eine Begleitpublikation mit Informationen zum Österreichischen Kunstpreis 2013 herausgegeben. Die Outstanding Artist Awards wurden bereits im Jahr 2009 erstmals im Rahmen einer Veranstaltung vergeben. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen von KünstlerInnen der jüngeren und mittleren Generation ausgezeichnet. 2013 wurden die Preise am 4. September im Rahmen des Fests für Kunst und Kultur am Wiener Concordiaplatz, dem Sitz der Kunst- und Kultursektion, vergeben. Dieses Fest, bei dem sich KünstlerInnen, PolitikerInnen, JournalistInnen und MultiplikatorInnen in ungezwungener

72 | Kunstbericht 2013

Atmosphäre kennenlernen und austauschen können, hat sich bereits zum jährlichen Fixtermin entwickelt. Die Outstanding Artist Awards 2013 gingen an Viktoria Tremmel (Bildende Kunst), Doris Uhlich (Darstellende Kunst), Paul Kranzler (Künstlerische Fotografie), Alexandra Karastoyanova-Hermentin (Musik), Reinhard Kaiser-Mühlecker (Literatur) und Ricarda Denzer (Video- und Medienkunst). Im Bereich Film erhielten Andreas Horvath (Dokumentarfilm) und Gabriele Mathes (Experimentalfilm) den Outstanding Artist Award. Weiters wurden Wolfgang Georgsdorf für sein Projekt »Smeller 2.0« (Interdisziplinarität) und der Verein Standbild für das Projekt »One World Filmclubs« (Kin-

Kapitel I Struktur der Ausgaben

der- und Jugendkultur) ausgezeichnet. In der Kategorie Frauenkultur ging der Preis an das Frauenmuseum Hittisau. Zur Veranstaltung erschien auch eine Broschüre, in der alle wesentlichen Informationen zu den Künst­ lerInnen nachgelesen werden können. Die Salzburger Festspiele bilden seit 2002 einen idealen Rahmen für die Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur, mit dem 2013 der irische Autor John Banville bedacht wurde. Die Laudatio im Rahmen des Festaktes im Stefan-ZweigCentre Salzburg hielt der Journalist und Literaturkritiker Klaus Nüchtern, der auch in der Jury tätig war. Aber auch die Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises hat sich in den letzten Jahren zu einem fixen Ereignis in Salzburg entwickelt. 2013 wurde Erwin Wurm mit diesem Preis ausgezeichnet, der bei einer Feierstunde in der SalzburgKulisse im Haus für Mozart überreicht wurde. Laudator war Max Hollein, Direktor des Städel-Museums in Frankfurt. Ein weiterer Fixpunkt im Veranstaltungskalender des BMUKK ist die Verleihung der Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreise. Diese fand am 14. Mai 2013 wie

in den vergangenen Jahren im forumKloster in Gleisdorf/Steiermark statt. Der Preis der Jugendjury, den seit 2005 eine jährlich wechselnde SchülerInnen-Jury bestimmt, wurde 2013 von den »Selektanern« der ÖKO-Mittelschule Mäder vergeben. Diese wählten aus den prämierten Büchern ihr Lieblingsbuch, das in kreativer Art und Weise bei der Verleihung in Gleisdorf präsentiert wurde. Um die mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichneten Bücher auch in die Schulen zu bringen, stellt der Österreichische Buchklub der Jugend in Kooperation mit dem BMUKK interessierten Schulklassen die Bücher gratis zur Verfügung. Begleitet werden die 35 Buchpakete von lesedidaktischen Unterlagen und Kopiervorlagen, die als Ergänzung für die Arbeit mit den Büchern dienen sollen. Das steirische Neuberg an der Mürz wird durch die Verleihung des Ernst-Jandl-Preises für Lyrik alle zwei Jahre für einige Tage zum Zentrum der deutschsprachigen Gegenwartslyrik. Dieser Preis wurde zum Gedenken an den am 9. Juni 2000 verstorbenen Autor und Dichter Ernst Jandl initiiert und wird seit dem Jahr 2001 im Zwei-Jahres-Rhythmus für

v.l.n.r.: Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 2013, Preisträger Erwin Wurm Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur, John Banville, BM Dr. Claudia Schmied Bundesministerin Dr. Claudia Schmied, Erwin Wurm © alle: Franz Neumayr

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2013 v.l.n.r.: Preisbuch »DAS machen?«: Edith Almhofer, Lilly Axster, Christine Aebi und SC Mag. Andrea Ecker Jugendjury der Öko-Mittelschule Mäder mit Jens Rassmus (Preisbuch der Jugendjury: »Guter Drache und Böser Drache« von Christine Nöstlinger und Jens Rassmus) © alle: HBF/Harald Minich

Öffentlichkeitsarbeit

Kunstbericht 2013 | 73

v.l.n.r.: Ferdinand Schmatz, Elke Erb BM Dr. Claudia Schmied, Elke Erb, Ferdinand Schmatz, Friederike Mayröcker Friederike Mayröcker © alle: HBF/Harald Minich

hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Lyrik vergeben. 2013 wurde die deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin Elke Erb mit diesem Preis ausgezeichnet. Die feierliche Überreichung durch Bundesministerin Dr. Claudia Schmied erfolgte im Rahmen der Ernst-Jandl-Lyriktage, die von 14. bis 16. Juni 2013 stattfanden. Lesungen von Marcel Beyer, Nora Bossong, Franz Josef Czernin, Oswald Egger, Brigitta Falkner, Oleg Jurjew, Swantje Lichtenstein, Ann Cotten, Ulrike Draesner, Sonja Harter, Alfred Kolleritsch, Simone Kornappel, Olga Martynova und Friederike Mayröcker bildeten den künstlerischen Mittelpunkt der Lyriktage. Ein Screening des Dokumentarfilms »Wholly Communion« von Peter Whitehead über die International Poetry Incarnation 1965 in der Londoner Royal Albert Hall, an der auch Ernst Jandl teilnahm, sowie ein Konzert des Duos »Die Goas« mit Stanzen und Gstanzln ergänzten das Programm. Zu Gast in Neuberg war auch der deutsche Schriftsteller Marcel Beyer. Er hat im Rahmen der Ernst-Jandl-Dozentur für Poetik Vorlesungen an der Universität Wien gehalten. In den »Mürzer Gesprächen zur Dichtung« wurden die Inhalte dieser Vorlesungen

mit Studierenden der Universität Wien und Interessierten diskutiert. Anlässlich der Ernst-Jandl-Lyriktage hat das BMUKK in Kooperation mit dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek bereits zum zweiten Mal einen Literaturwettbewerb unter dem Titel »Heute schon geJANDLt?« für Schulen der Region durchgeführt. In der Auseinandersetzung mit Ernst Jandl und der zeitgenössischen Lyrik kreierten SchülerInnen ihre eigenen Gedichte. Insgesamt haben sich 13 Klassen aus vier Schulen an diesem Wettbewerb beteiligt – knapp 200 Gedichte wurden eingereicht. Die zehn besten Texte aus dem Wettbewerb wurden nicht nur bei der Lyriktage-Eröffnung von Schriftsteller Peter Waterhouse in AnViktoria Kernbichler | Viktor-Kaplan-Hauptschule Neuberg/Mürz | 1. Klasse

Heute schon geJANDLt? klaus‘ maus klaus: maus klaus schaut klaus baut maushaus klaus schaut raus maus: klaus raus klaus aufs haus klaus: au graus maushaus aus

v.l.n.r.: BM Dr. Claudia Schmied mit den GewinnerInnen des SchülerInnenwettbewerbs 2013 »Heute schon geJandlt?« © HBF/Harald Minich Gedicht des SchülerInnen­ wettbewerbs 2013 »Heute schon geJandlt?« Viktoria Kernbichler, ViktorKaplan-Hauptschule Neuberg/ Mürz, 1. Klasse, klaus‘ maus

Ernst-Jandl-Lyriktage 2013. Neuberg/Mürz, 14.–16. Juni 2013 Informationen unter www.bmukk.gv.at/jandlpreis

74 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

Öffentlichkeitsarbeit

KUNST KULTUR UND

www.bmukk.gv.at

> NEWS <

NUMMER 12 APRIL 2013

> MINISTERIN IM GESPRÄCH > SCHATZHAUS ÖSTERREICH – DIE NEUE KUNSTKAMMER IM KHM > AUSSCHREIBUNG ARTIST-IN-RESIDENCE-PROGRAMM 2014

Die Schönsten Bücher Österreichs 2012 Preisbuch »Das Bild der Anderen«, v.l.n.r.: Mitarbeiter von Samson Druck, Manuel Radde, Thomas Maurer, Vera Brandner, Michael Mauracher, BM Dr. Claudia Schmied, Präsident des HVB Kommerzialrat Gerald Schantin © HBF/Franz Hartl links + rechts: Die schönsten Bücher Österreichs 2012 © Michael Goldgruber

Newsletter Kunst und Kultur 12/2013 © BMUKK

KUNST KULTUR www.bmukk.gv.at

UND

wesenheit von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied und der Preisträgerin Elke Erb in der Viktor-Kaplan-Hauptschule in Neuberg präsentiert, sondern auch im Vorfeld der Veranstaltung großformatig gedruckt und in der Region plakatiert. Eine weitere große Veranstaltung stellt die Preisverleihung zum Wettbewerb Die schönsten Bücher Österreichs dar, der jährlich vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Kooperation mit der Kunstsektion veranstaltet wird. Gemeinsam mit Gerald Schantin, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, nahm Bundesministerin Dr. Claudia Schmied die Überreichung vor. Im Rahmen der Verleihung wurden 15 Bücher mit Ehrenurkunden ausgezeichnet; drei Titel davon erhielten Staatspreise. Der Festakt fand am 22. April 2013 im Audienzsaal des BMUKK statt. Eine professionell gestaltete Videopräsentation der ausgezeichneten Bücher des Jahres 2013 sowie ein Folder mit allen Buchtiteln und Jurybegründungen garantierten die optimale Darbietung der Publikationen. Um die gesamten Aktivitäten der Kunstsektion und der Kultursektion des BMUKK sichtbarer zu machen, wurde im Jahr 2009 der Newsletter »Kunst und Kultur News« ins Lebens gerufen. Dieser wird mehrmals jährlich über E-Mail an Interessierte in aller Welt verschickt und liefert Informationen zu den Förderungstätigkeiten der Sektionen, aber auch zu den Veranstaltungen des Hauses. Die Druckversion des Newsletters liegt in den Gebäuden des BMUKK auf und wird u. a. an die Österreichischen Kulturforen verschickt. Im Jahr 2013 erschienen vier Newsletter, zwei davon als Online-Ausgabe.

NUMMER 14 SEPTEMBER 2013

> NEWS <

> MINISTERIN IM GESPRÄCH > OUTSTANDING ARTIST AWARDS 2013 > DIE NEUEN ZUGÄNGE ZU KULTUR

Kunstbericht 2013 | 75

Newsletter Kunst und Kultur 14/2013 © BMUKK

76 | Kunstbericht 2013

Kapitel I Struktur der Ausgaben

II

Förder­ungen im Detail Die einzelnen Förderungen der Abteilungen der Kunstsektion Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

78

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst

95

Abteilung V/3 Film

103

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

109

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungs­management, Öffentlichkeitsarbeit

126

Abteilung V/7 Kulturinitiativen

130

Österreichisches Filminstitut

137

Die aus dem Kunstförderungsbeitrag gespeisten Förderungen sind mit *  versehen.

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst Förderungsmaßnahmen im Überblick 2012

2013

Bildende Kunst

4.401.517,77

4.561.280,72

Vereine, KünstlerInnengemeinschaften – Jahresprogramme

1.974.000,00

2.021.000,00

Vereine, KünstlerInnengemeinschaften – Einzelprojekte

470.700,00

473.100,00

EinzelkünstlerInnen – Ausstellungs-, Projekt-, Reise­kosten­zuschüsse

684.019,00

696.260,23

Staats-, Start-, Arbeits-, Projektstipendien

249.700,00

264.900,00

Auslandsatelierstipendien, Reise­kosten­zuschüsse

233.192,77

232.905,49

Galerien Inlandsförderung

511.000,00

511.000,00

Galerien Auslandsmessenförderung

250.906,00

312.115,00

28.000,00

50.000,00

Architektur, Design

2.092.346,85

2.031.047,79

Vereine – Jahresprogramme

1.081.000,00

1.104.000,00

Einzelprojekte

780.476,00

703.435,00

Stipendien, Reise­kosten­zuschüsse

202.870,85

196.612,79

28.000,00

27.000,00

Fotografie

945.695,82

1.017.401,33

Jahresprogramme

527.000,00

579.211,00

Einzelprojekte

211.420,00

207.929,00

Stipendien, Reise­kosten­zuschüsse

187.275,82

188.261,33

20.000,00

42.000,00

Video- und Medienkunst

703.077,48

716.595,38

Jahresprogramme

108.000,00

149.000,00

Einzelprojekte

480.330,00

451.826,00

Stipendien, Reise­kosten­zuschüsse

94.747,48

95.769,38

Preise

20.000,00

20.000,00

Mode

407.200,00

397.200,00

Ankäufe

669.704,73

691.410,00

Ankäufe bildende Kunst

495.845,00

526.020,00

Ankäufe Fotografie

173.859,73

165.390,00

1.150.943,08

767.515,92

122.328,58

100.548,20

10.492.814,31

10.282.999,34

Preise

Preise

Preise

Bundesausstellungen, -projekte KünstlerInnenhilfe Summe

78 | Kunstbericht 2013

Kapitel II Förder­ungen im Detail

1 Bildende Kunst

1.2 Vereine, KünstlerInnengemeinschaften – Einzelprojekte

1.1 Vereine, KünstlerInnengemeinschaften – Jahresprogramme allerArt Bludenz (V) artmagazine (W) Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs (V) Depot (W) EVIS (ST) Forum Stadtpark (ST) Freundinnen des KunstRaum Goethestraße xtd (OÖ) Galerie Eboran (S) Galerie Stadtpark Krems (NÖ) Grazer Kunstverein (ST) IG bildende Kunst (W) Interessenvertretung Galerie IG bildender KünstlerInnen Salzburg – Galerie 5020 (S) Institut für Kunst und Technologie (W) Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (S) Katholische Hochschulgemeinde Graz (ST) Kulturzentrum bei den Minoriten (ST) Kunsthalle Krems (NÖ) Kunsthaus Mürzzuschlag (ST) Künstlerhaus Büchsenhausen (T) Künstlerhaus Wien (W) Kunstraum Dornbirn (V) Kunstraum Innsbruck (T) Kunstraum Lakeside (K) Kunstraum Niederösterreich (NÖ) Kunstverein Baden (NÖ) Kunstverein das weisse haus (W) Kunstverein Kärnten (K) Kunstwerk Krastal (K) Maerz Künstlervereinigung (OÖ) Magazin 4 – Bregenzer Kunstverein (V) Neuer Kunstverein Wien (W) Neun Arabesken (W) New Art Club (W) NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst (NÖ) Oberösterreichischer Kunstverein (OÖ) Olliwood (W) Open Systems (W) Parnass Verlag (W) Periscope e.V. (S) rotor (ST) Salzburger Kunstverein (S) Secession Wien (W) Springerin (W) Stadtgalerie Schwaz (T) Symposion Lindabrunn (NÖ) Tennengauer Kunstkreis (S) Tiroler Künstlerschaft (T) Ve.Sch (W) Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (W) Werkstadt Graz (ST) WUK – Kunsthalle Exnergasse (W) Summe

15.000,00 50.000,00 30.000,00 70.000,00 8.000,00 30.000,00 20.000,00 10.000,00 44.000,00 45.000,00 76.000,00 27.000,00 35.000,00 10.000,00 40.000,00 3.000,00 15.000,00 140.000,00 30.000,00 35.000,00 180.000,00 25.000,00 30.000,00 30.000,00 40.000,00 5.000,00 30.000,00 18.000,00 8.000,00 15.000,00 50.000,00 10.000,00 5.000,00 82.000,00 8.000,00 7.000,00 5.000,00 10.000,00 20.000,00 10.000,00 45.000,00 100.000,00 220.000,00 105.000,00 28.000,00 8.000,00 10.000,00 50.000,00 20.000,00 24.000,00 10.000,00 80.000,00

AfG – Archiv für Gegenwartskunst (W) Almost with Space, Ausstellungs­kosten­zuschuss Expedition, Projekt­kosten­zuschuss Akademie Graz (ST) Projektreihe, Projekt­kosten­zuschuss ARGE Aktuelle Kunst in Graz (ST) *  Galerientage 2013, Projekt­kosten­zuschuss Art Cluster Vienna (W) Vienna Art Week – Curators Interest, Projekt­­ kosten­zuschuss Vienna Art Week – Open Studio Day art:phalanx (W) Struktur und Organismus III, Projekt­kosten­­ zuschuss Atrium ed Arte (W) Transalpin, Projekt­kosten­zuschuss Ausstellungsprojekte Johanniterkirche Feldkirch (V) *  Projektreihe, Projekt­kosten­zuschuss Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Zentralverband (W) Vereinszeitung, Katalog­kosten­zuschuss CAPC Museum of Contemporary Art Bordeaux (Ö/Frankreich) *  Markus Schinwald, Ausstellungs­kosten­zuschuss Casino Luxembourg – Forum d’Art Contemporain (Ö/Luxemburg) Ausstellung Andrea van der Straeten, Ausstellungs- und Katalog­kosten­zuschuss Contemporary Concerns – Kunstverein COCO (W) Wo warst du, wohin gehst du?, Projekt­kosten­ zuschuss Deichtorhallen Hamburg (Ö/Deutschland) Ausstellung Maria Lassnig, Der Ort der Bilder, Ausstellungs­kosten­zuschuss Deutschvilla – Verein zur Förderung aktueller Kunst (S) ORTung, Katalog­kosten­zuschuss Focus Kunst Freiraum (NÖ) * Heliane Wiesauer-Reiterer, Konzentrationen 1973–2013, Katalog­kosten­zuschuss Förder- und Forschungsverein Biennale Venedig (W) Biennale Archiv, Projekt­kosten­zuschuss Freunde des Museums der Wahrnehmung (ST) * Medienworkshop Waltraud Cooper, Projekt­ kosten­zuschuss Glockengasse No9 – Verein zur Förderung aktueller Tendenzen in der Kunst (W) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Grundstein – Verein für Kunst und Kommunikation (W) Ober- und Unterwelt, Projekt­kosten­zuschuss Hinter dem Haus des Meeres – Kunstverein (W) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Hinterland (W) Projektreihe, Projekt­kosten­zuschuss Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (S) 60-jähriges Jubiläum, Katalog­kosten­zuschuss

3.000,00 3.000,00 5.500,00 10.000,00

17.000,00 15.000,00

6.000,00 5.000,00

5.000,00

4.000,00

10.000,00

8.000,00

3.000,00

12.000,00

2.500,00

6.000,00

24.000,00

1.500,00

6.500,00

5.000,00 6.000,00 5.000,00

6.000,00

2.021.000,00

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

Kunstbericht 2013  |  79

JuKu – Junge Wege zur Kunst (W) KinderuniKunst Kreativwoche, Projekt­kosten­ zuschuss Kulturdrogerie (W) Gehsteig – ein White Tube, Projekt­kosten­zuschuss Drogerie Passage, Katalog­kosten­zuschuss Kulturverein Landstrich (OÖ) Erwin Reiter – Zeichnungen, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Kulturverein Meierhof-Kornberg (W) * Öffnung Schauplatz Kornberg, Projekt­kosten­ zuschuss Kunst- und Kulturverein IM ERSTEN (W) Constantin Luser: Heimspiel, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Kunstbank Ferrum (NÖ) Raumimpuls, Projekt­kosten­zuschuss Kunstforum Montafon (V) Lisa Ruyter, Peter Sandbichler, Ausstellungs­­ kosten­­zuschuss Vom Weggehen und nicht Wiederkommen, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kunstmuseum Solothurn (W) Das doppelte Bild, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kunstverein das weisse haus (W) Studios das weisse haus, Projekt­kosten­zuschuss Kunstverein Galerie Arcade (NÖ) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kunstverein Grundsteingasse (W) Cross Borders, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kunstverein Horn (NÖ) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kunstverein Kärnten (K) * Mitglieder des Kunstverein Kärntens, Katalog­ kosten­zuschuss Kunstverein lin-c (OÖ) Nextcomic Festival, Projekt­kosten­zuschuss Kunstverein Neulengbach (NÖ) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kunstverein – See you next Thursday (W) Projektreihe und Artist-in-Residence-Programm, Projekt­kosten­zuschuss Kunstverein Wiener Artfoundation (W) Projektreihe, Projekt­kosten­zuschuss Maerz Künstlervereinigung (OÖ) 100 Jahre Künstlervereinigung, Projekt­kosten­ zuschuss Mahony (W) * Slow Season, Rennes/Frankreich, Katalog­kosten­ zuschuss MAUVE – Verein für ästhetisch-theoretischen Diskurs in der bildenden Kunst (W) *  Projektreihe, Projekt­kosten­zuchuss Mudam Luxembourg – Musee d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Ö/Luxemburg) Elmar Trenkwalder, Ausstellungs­kosten­zuschuss MVD Austria (W) * Curated by Galerienfestival, Katalog­kosten­ zuschuss Nomadenetappe (OÖ) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Parameter (W) Das Gemeinsame, das es nicht mehr gibt, Katalog­ kosten­zuschuss pArtisan (W) Projektreihe, Projekt­kosten­zuschuss Pfarre Graz–St. Andrä (ST) Andrä Kunst, Katalog­kosten­zuschuss

80 | Kunstbericht 2013

3.000,00 2.500,00 2.000,00

1.200,00

6.500,00

3.000,00 2.500,00

6.000,00 6.000,00 3.000,00 30.000,00 3.000,00 1.500,00 3.000,00

3.000,00 5.000,00 8.000,00

10.000,00 7.000,00

10.000,00

2.500,00

4.000,00

6.000,00

10.000,00 5.000,00

Premierentage – Wege zur Kunst (T) *  Premierentage, Projekt­kosten­zuschuss Projectorettes: Freestyle Visualizers (W) Performative Screenings, Projekt­kosten­zuschuss Projektor – Diskussionsforum Film und Neue Medien (W) * Pink Labour On Golden Streets, Katalog­kosten­ zuschuss Rath & Winkler Projekte für Museum und Bildung (T) K.I.D.S. Kunst in der Schule, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Ritter Verlag (K) Cornelius Kolig: Das Paradies – Eine Bedienungsanleitung, Katalog­kosten­zuschuss Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz (ST) We Have a Situation!, Projekt­kosten­zuschuss Sommerakademie Traunkirchen (OÖ) Stipendienprogramm, Projekt­kosten­zuschuss Splitter Art Bildende Kunst – Literatur (W) Renald Deppe, Ausstellungs­kosten­zuschuss * Der Fünfer – Kunst auf Schienen, Projekt­kosten­ zuschuss * Forbidden Words – Hidden Words, Projekt­kosten­ zuschuss Stiftung Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig (Ö/Deutschland) Hausgemeinschaft Family Affairs, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Tanzatelier Wien (W) Stone Bound Body Motion, Projekt­kosten­zuschuss the smallest gallery – Verein zur Förderung junger Kunst (ST) * Über:leben. 10 KünstlerInnen – 10 Jahre the smallest gallery, Katalog­kosten­zuschuss TONTO (ST) Projektreihe, Projekt­kosten­zuschuss Traisen-Gölsental Regionalentwicklung (NÖ) Mitteleuropa-Zyklus 8. Teil, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Ve.Sch (W) Ve.Sch-Heft, Katalog­kosten­zuschuss Verein Kunstfabrik Groß-Siegharts (NÖ) *  Artwalk, Ausstellungs­kosten­zuschuss Verein Künstlergruppe DYNAMO (W) Fluc – Transformation als Programm, Katalog­ kosten­zuschuss Verein zur Förderung des Kulturaustausches zwischen Österreich und China (W) KünstlerInnen-Austauschprogramm ÖsterreichChina, Projekt­kosten­zuschuss Verein zur Pflege des Gedenkens an den österreichischen Maler und Humanisten Friedrich Schiff (W) Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss VF Betriebsgesellschaft (W) Viennafair ZONE 1, Projekt­kosten­zuschuss Westphalie (W) * Seven Years …, Katalog­kosten­zuschuss Summe

5.000,00 10.000,00

10.000,00

10.000,00

8.000,00 5.000,00 5.000,00 2.000,00 1.500,00 1.500,00

5.000,00 7.000,00

4.000,00 4.000,00

4.000,00 10.000,00 3.000,00

5.000,00

14.400,00

5.000,00 25.000,00 3.000,00 473.100,00

2.000,00 7.000,00 4.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

1.3 EinzelkünstlerInnen – Ausstellungs-, Projekt-, Reise­kosten­zuschüsse Agostinelli Ines (V) Vom Luftholen und Untertauchen, Ausstellungsund Katalog­kosten­zuschuss Anderwald + Grond (W) Film Works 1999–2013, Katalog­kosten­zuschuss Andessner Elisa (OÖ) Basel, Prättigau, Brüssel, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Anwander Maria (W) Los Angeles, Reise­kosten­zuschuss Baltl Anna Sarah (W) * Teilnahme BJCEM Ancona, Projekt­kosten­zuschuss Baumann Thomas (W) Time Is a Cloud, No Time Is the Result of a Brick, Chicago, Ausstellungs­kosten­zuschuss Benedict Will (W) * Lüneburg, Ausstellungs- und Katalog­kosten­ zuschuss Bernhardt Josef (B) Humanbirdbos III, Projekt­kosten­zuschuss Boehme Max (NÖ) Sensationsverlag, Katalog­kosten­zuschuss *  Rauchsalon, Projekt­kosten­zuschuss Bolt Catrin (W) Der unübliche Blick, Projekt­kosten­zuschuss Bressnik Uwe (W) *  Heuriges 013 Wien-Berlin, Projekt­kosten­zuschuss Ceeh Anna (W) Papanoid, Projekt­kosten­zuschuss Cella Bernhard (W) Salon für Kunstbuch, Projekt­kosten­zuschuss Chiari Gabriele (S) *  Katalog­kosten­zuschuss Cmelka Kerstin (W) Katalog­kosten­zuschuss Conroy Hannah (W) London, Reise­kosten­zuschuss Covic Djana (W) Dienstag Abend, London, Projekt­kosten­zuschuss Crisan Anemona (W) Raumanatomie the Anatomy of Space, Katalog­ kosten­zuschuss Deininger Svenja (W) *  ReSiDuE, Brüssel, Ausstellungs­kosten­zuschuss Deutschbauer Julius (W) Bibliothek ungelesener Bücher, Berlin, Projekt­ kosten­zuschuss Dick Nina (W) Detroit, Projekt­kosten­zuschuss Dittler Iris (W) Signals From Beyond …, Paris, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Dorner Sandra (W) Tollkühne Frauen, Projekt­kosten­zuschuss Dorrer Angela (W) *  Kanada, Reise­kosten­zuschuss Doujak Ines (W) Patches Webschiffe Kriegspfade, London, Ausstellungs­kosten­zuschuss Dudesek Karel (W) Austro Sino Arts Program, Peking, Ningbo, Projekt­ kosten­zuschuss

12.000,00 3.500,00

594,00 2.000,00 1.000,00

6.000,00

6.000,00 5.000,00 4.000,00 2.500,00 5.000,00 1.000,00 2.600,00 12.000,00 2.000,00 5.000,00 1.000,00 800,00

3.000,00 2.500,00

7.000,00 3.000,00

3.000,00 5.000,00 1.500,00

10.000,00

22.000,00

Dumoulin Marc-Alexandre (W) Still Lifes, mit Marianne Vlaschits, Kairo, Projekt­ kosten­zuschuss Dunst Heinrich (W) About a Border, Katalog­kosten­zuschuss Eden Irena (W) On Things, on Minds, Ausstellungs­kosten­zuschuss Eisenberger Christian (W) *  Katalog­kosten­zuschuss Eisenhart Titanilla (W) * Harrharr Ritter Eisenhart: Mein Buch, Ausstellungs­kosten­zuschuss Eldarb Gregor (W) Katalog­kosten­zuschuss Ausstellungsreihe, Ausstellungs­kosten­zuschuss Esslinger Astrid (OÖ) Artist at Work, Katalog­kosten­zuschuss Falsnaes Christian (W) The Island, Venedig, Ausstellungs­kosten­zuschuss Fauchard Karine (W) * Dienstag Abend, Gdansk/Polen, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Fiel Wolfgang (W) History in the Making, Liechtenstein, Reise­kosten­und Katalog­kosten­zuschuss Fink Tone (W) * Skizzenbücher mit Notizen, Katalog­kosten­zuschuss Fogarasi Andreas (W) Vasarely Go Home, Leipzig, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Frauenschuh Georg (W) *  Wien, Istanbul, Ausstellungs­kosten­zuschuss Friedl Peter (W) Images, Neuseeland, Ausstellungs­kosten­zuschuss Fuchs Agnes (W) Edition Manual, Katalog­kosten­zuschuss Fürtler Clemens (W) Pavilion 0, Venedig, Reise­kosten­zuschuss Ganahl Rainer (W) * Karl Marx Dressing Up, New York, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Athen Biennale, Ausstellungs­kosten­zuschuss Gansterer Nikolaus (W) Beyond the Line, Nottingham, Projekt­kosten­ zuschuss Garnitschnig Bernhard (W) * Phase State, Kopenhagen, Projekt­kosten­zuschuss Golz Dorothee (W) Katalog­kosten­zuschuss Goscinski Sofia (W) Rainbow Country, Katalog­kosten­zuschuss Groebner Johann (W) * Dienstag Abend, Gdansk/Polen, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Grubinger Eva (W) Crime as Art – Art as Crime, Brasilien, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Grzonka Patricia (W) Oh Zürich oh Seelen, Ausstellungs­kosten­zuschuss Hager von Strobele Käthe (W) Flashback, Projekt­kosten­zuschuss Hahn Markus (W) * Die Arbeit des Materials – Form is a Habit, Bremerhaven, Köln, Projekt­kosten­zuschuss Hall Michael (W) * The Program, Chicago, Ausstellungs- und Katalog­ kosten­zuschuss

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

2.000,00 8.000,00 7.000,00 3.000,00

1.800,00 6.000,00 5.000,00 5.000,00 2.000,00

500,00

4.000,00 12.000,00

8.000,00 8.000,00 10.000,00 3.000,00 1.000,00

6.000,00 3.000,00

4.000,00 2.500,00 5.000,00 4.000,00

500,00

5.000,00 3.000,00 6.000,00

5.000,00

5.000,00

Kunstbericht 2013  |  81

Hammer Susanne (W) *  New York, Reise­kosten­zuschuss Hampala Stephan (W) New York, Ausstellungs­kosten­zuschuss Hausleithner Rosa (W) *  Katalog­kosten­zuschuss Heiss Helmut (W) Public Disco, Chicago, Projekt­kosten­zuschuss Heistinger Lukas (W) Dienstag Abend, London, Projekt­kosten­zuschuss Hiesleitner Markus (NÖ) Symposium Speicher, Tschechien, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Hildebrand Heiderose (W) Team Bingo, Projekt­kosten­zuschuss Himmer Gerhard (W) Katalog­kosten­zuschuss Honetschläger Edgar (W) Brasilia Mon Amour, Katalog­kosten­zuschuss Horn Paul (W) Daily Struggle!, Zagreb, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Iurino Simon (W) Cubo Vivo, Katalog­kosten­zuschuss Jelinek Robert (W) State of Sabotage 2003–2013, Katalog­kosten­ zuschuss Jöchl Alexander (OÖ) * Spuren, Hohlräume …, Berlin, Reise­kosten­ zuschuss Kampl Gudrun (W) Katalog­kosten­zuschuss Kandl Johanna (W) * Viewpoints on Folklore, London, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Kargl Michael (W) *  Folder Wattgasse, Katalog­kosten­zuschuss Kessler Matthias (W) * Installationen Fotografie 2004–2013, Katalog­ kosten­zuschuss Kittinger Ludwig (W) * Dienstag Abend, Gdansk/Polen, London, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kläring Eric (W) PANEL-Stadt Guerilla Magazin, Katalog­kosten­ zuschuss Knoechl Birgit (W) Der Bildungstrieb der Linie, Katalog­kosten­zuschuss Kostadinov Boris (W) Mind the Gap, New York, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Kotyk Tereza (T) Internationales Festival of the Arts, Innsbruck, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kovachev Nestor (W) * Veliko Turnovo/Bulgarien, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Kozek Peter (W) Viewpoints of Folklore, London, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Festival Perform Now!, Winterthur, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Krauss Clemens (W) Intrinsic Third, Brasilien, Projekt­kosten­zuschuss Krawagna Suse (W) Katalog­kosten­zuschuss Krüger Doris (W) Aesthetic Basic Chronicle, Katalog­kosten­zuschuss

82 | Kunstbericht 2013

1.000,00 1.000,00 1.400,00 2.400,00 800,00

1.000,00 10.000,00 4.000,00 5.000,00

3.500,00 1.500,00

5.000,00

700,00 5.000,00

1.500,00 3.100,00

3.000,00

2.300,00

1.700,00 5.000,00

6.500,00

10.000,00

3.000,00

1.500,00 1.000,00 2.000,00 7.000,00

Lackner Katharina (OÖ) NEST, Island, Schweden, Linz, Projekt­kosten­ zuschuss Lapschina Lena (W) San Diego, San Salvador, Namur, Innsbruck, Odessa, Ausstellungs­kosten­zuschuss Leimer Sonia (W) Kaskadeur, Los Angeles, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Logar Ernst (W) * Oil Sands, Saskatchewan, Alberta/Kanada, Projekt­kosten­zuschuss Lombardi Ines (W) * Dialogue, Kolumbien, Projekt­kosten­- und Katalog­ kosten­zuschuss Luenig Claudia Maria (W) Stofflichkeit, Ausstellungs­kosten­zuschuss Lust Max (W) Silenus Scriptor Culus, New York, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Majce Moritz (W) So Gut Wie Genug, Berlin, Projekt­kosten­zuschuss Malnig Felix (W) Chicago, Ausstellungs­kosten­zuschuss Margan Luzia (W) * 8 Hours, Zagreb, Projekt­kosten­zuschuss Massard Herve (W) * Sail Against the End, Projekt­kosten­zuschuss Maurer Julia (W) Variationen über Psychologische Reflektionen, Schweiz, Ausstellungs­kosten­zuschuss Mayer Ralo (W) * PSi 19, Weltraum und Ökologie, San Francisco, Projekt­kosten­zuschuss Mayr Karin (W) The Intransignet Ticket, Los Angeles, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Mayrhofer Katharina (OÖ) KNICK – Ein Objekt auf Reisen, Bayern, Projekt­ kosten­zuschuss Mesquita Fernando (W) * Dienstag Abend, Gdansk/Polen, London, Ausstellungs­kosten­zuschuss Meyer Anna (W) * Behind the Metal Fence, Istanbul, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Mijalkovic Milan (W) * Integrativismus zur nachhaltigen Demokratisierung menschlicher Aktivitäten, Projekt­kosten­zuschuss Müller Ariane (W) Starship: Niebla, Mexico City, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Müller Ute (W) Black Pages, Katalog­kosten­zuschuss Nausner Ulrich Oliver (W) Katalog­kosten­zuschuss Neuerer Gregor (W) * Bilder für ein Büro, Projekt­kosten­zuschuss Neulinger Jakob Michael (W) Sydney, Ausstellungs- und Reise­kosten­zuschuss Neunteufel Eric (W) Das Malevic-Malbuch, Katalog­kosten­zuschuss Nicklin Saskia (W) * Dienstag Abend, Gdansk/Polen, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Nussbaumer Ingo (W) Vilnius, Ausstellungs­kosten­zuschuss

3.400,00

4.000,00

8.000,00

4.000,00

16.000,00 1.500,00

4.000,00 4.000,00 2.500,00 3.000,00 5.000,00

1.500,00

3.000,00

5.000,00

2.000,00

2.800,00

4.000,00

3.000,00

5.000,00 3.000,00 1.500,00 3.500,00 4.500,00 5.000,00

500,00 3.000,00

9.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Oberthaler Nick (W) * 12. Lyon Biennale, Ausstellungs­kosten­zuschuss Ona B. (W) * Scandal in the Villa, Scandal in the Church, Karlsbad, Sokolov/Tschechien, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Ostrovskaya Ksenia (W) Beauty, St. Petersburg, Ausstellungs­kosten­zuschuss Patzak Fabian (W) Katalog­kosten­zuschuss Payrhuber Hermes (W) Nummeriert ohne Ziffer, New York, Ausstellungsund Katalog­kosten­zuschuss Penker Elisabeth (W) Katalog­kosten­zuschuss Persic Drago (W) Ausstellungs­kosten­zuschuss Petschnig Maria (W) Paris, Kopenhagen, Wien, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Pfaffenbichler Norbert (W) * Notes on Notes, Katalog­kosten­zuschuss Prantauer Christine Susanne (T) *  Katalog­kosten­zuschuss Prassl Berta E. (ST) *  Franz Weiss, Katalog­kosten­zuschuss Quehenberger Renate (W) *  Eschede, Delft, Reise­kosten­zuschuss Quantenkino – Eine digitale Version, Kairo, Reise­ kosten­zuschuss Raab Eva (NÖ) * Silence Matters, Melbourne/Australien, Ausstellungs­kosten­zuschuss Rabinowich-Werzhbinskaja Nina (W) * Gedächtnis sprich, Russland, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Raff Sabrina (W) Elephant Art Space, Los Angeles, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Ramaseder Josef (OÖ) NY Again, Ausstellungs­kosten­zuschuss Ramirez Daniel (W) * Spektakel #3, Stockholm, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Rastl Lisa (W) Rom, Ausstellungs­kosten­zuschuss Regl Bianca (W) * Blackbridgeoff, Peking, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Reichstein Sascha (W) *  Daily Production, Katalog­kosten­zuschuss Viewpoints on Folklore, London, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Reiner Johanna (W) Eintagsmuseum, Projekt­kosten­- und Katalog­kosten­ zuschuss Reissert Marlis (W) * Körpersätze und Stillleben, Projekt­kosten­zuschuss * Staged Freedom, Prag, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Reiter-Raabe Andreas (W) Auckland, Sydney, Ausstellungs­kosten­zuschuss Ressler Oliver (W) *  Artist-in-Residence, Tiflis, Projekt­kosten­zuschuss Linz, Danzig, Berlin, Israel, Katalog­kosten­zuschuss Richter Maren (OÖ) We Don‘t Need a Weatherman, Venedig, Ausstellungs­kosten­zuschuss

2.000,00

5.000,00 1.700,00 1.600,00

8.000,00 4.000,00 900,00

3.000,00 5.000,00 1.500,00 2.000,00 2.000,00 1.000,00

1.600,00

2.250,00

6.700,00 1.500,00

1.500,00 3.992,00

6.705,00 5.000,00 1.500,00

5.000,00 1.000,00 1.000,00 2.800,00 5.000,00 2.500,00

12.000,00

Riedl Annerose (OÖ) Ein halbes Jahrhundert Skulpturen, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Rigler Marlene (W) * Balkan(s) Now, Ljubljana, Wien, Belgrad, Projekt­ kosten­zuschuss Ruescher Yvonne (W) Pli selon Pli, Paris, Ausstellungs­kosten­zuschuss Ruhry Valentin (W) Katalog­kosten­zuschuss Rupp Christian (W) Austria, Back to Athens, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Ruprechter Fritz (NÖ) Belgrad, Novi Sad, Ausstellungs- und Katalog­ kosten­zuschuss Salner Georg (W) Indien, Brasilien, Projekt­kosten­zuschuss Salzmann Andrea (W) Brain One and Two Go for a Walk, Berlin, Ausstellungs- und Katalog­kosten­zuschuss Schaab Samuel (W) 4 Kollaborationen, Projekt­kosten­zuschuss Schendl Katharina (NÖ) Make a Match, Zürich, Pristina, Tel Aviv, Stockholm, Wien, Projekt­kosten­zuschuss Scherübel Klaus (W) * Mallarme, O Livor …, Sao Paulo, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Schmidt Florian (W) Katalog­kosten­zuschuss Schneider Janine Maria (W) * Again the Same. I Usually Do Not Go on Stage, Projekt­kosten­zuschuss Schuda Susanne (W) Selbst Markt Bild, Katalog­kosten­zuschuss Schuller Roswitha (W) Skulpturenbiennale, Dänemark, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Schwanberg Gero (W) Katalog­kosten­zuschuss Schweighofer Michaela (ST) *  Carawane, Ausstellungs­kosten­zuschuss Seibold Stefanie (W) Performance As Politics, Madrid, Sevilla, Projekt­ kosten­zuschuss Seme Astrid (W) What About Out Loud?, New York, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Steidl Johannes (S) * Blendung, Frankreich, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Stelzl Nino-Alexander (W) Wenn Sport der Bruder der Arbeit ist, dann ist Kunst die Cousine der Arbeitslosigkeit, Athen, Ausstellungs­kosten­zuschuss Stiegler Gisela (W) Katalog­kosten­zuschuss Stock Christian (W) Würfelbilder 1983–2013, Katalog­kosten­zuschuss Stöger Marlies (OÖ) Finding a New Order, Amsterdam, Projekt­kosten­ zuschuss Stoyanov Kamen (W) Tomato Products, Katalog­kosten­zuschuss Strasser Michael (W) Magazin Coupe International, New York, Ausstellungs­kosten­zuschuss

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

1.500,00

3.000,00 2.000,00 2.000,00

3.000,00

4.000,00 3.000,00

5.000,00 3.000,00

10.000,00

4.000,00 5.000,00

1.000,00 4.500,00

1.700,00 6.000,00 5.000,00

1.400,00

5.000,00

3.000,00

6.000,00 5.000,00 3.000,00

3.000,00 3.500,00

3.000,00

Kunstbericht 2013  |  83

Szolga Nicole (W) *  Mediterranea 16, Projekt­kosten­zuschuss Tandon Nita (W) Dimensions of the Surface/Dimension der Oberfläche, Katalog­kosten­zuschuss Taxacher Markus (W) Raumgrammatik, Axelschwang, Projekt­kosten­ zuschuss Tscherni Martina (W) Katalog­kosten­zuschuss Vrba Jakub (W) Lahti/Finnland, Ausstellungs­kosten­zuschuss Vukovic Smiljana (W) Sorcery Series, Amsterdam, Projekt­kosten­zuschuss Weckwerth Georg (W) Tonspur – Tribute to John Cage, Prag, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Wedenig Michael (W) Lärm und Leise, Projekt­kosten­zuschuss Werth Letizia (W) Katalog­kosten­zuschuss ASAP, Chongqing/China, Reise­kosten­zuschuss Wibmer Margret (T) Transition from Arrival to Departure, Japan, Projekt­ kosten­zuschuss Witek Anita (W) *  Praktische Kultur, Projekt­kosten­zuschuss Wölger Katrin (W) Dimanche Rouge, Tallin, Helsinki, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Wuschitz Stefanie (W) Yogyakarta, Reise­kosten­zuschuss Zebedin Hannes (W) ReCOCO, Tel Aviv, Projekt­kosten­zuschuss Summe

1.000,00

3.000,00

3.000,00 700,00 364,00 7.000,00

6.000,00 1.000,00 3.000,00 592,00

3.000,00 2.000,00

1.900,00 963,23 2.500,00 696.260,23

1.4 Staats-, Start-, Arbeits- und Projektstipendien Allgaier Albert (W) * Stipendium BJCEM, Ancona Baer – Wiener KünstlerInnenvereinigung (W) Stipendium BJCEM, Ancona Biedermann Christa (W) Arbeitsstipendium Bressnik Uwe (W) Staatsstipendium Dreux Beatrice (W) Staatsstipendium * Arbeitsstipendium Dvorak Sophie (W) Startstipendium Eipeldauer Theresa (W) Startstipendium Freudmann Eduard (W) * Arbeitsstipendium Fritzenwallner Peter (W) * Stipendium BJCEM, Ancona Grübl Manfred (W) Arbeitsstipendium Hartl-Prager Christina (W) Projektstipendium Hauer Veronika (W) Startstipendium Hiesleitner Markus (NÖ) Projektstipendium

84 | Kunstbericht 2013

3.000,00 6.000,00 4.000,00 13.200,00 13.200,00 2.000,00 6.600,00 6.600,00 4.000,00

Hoeck Richard (W) Arbeitsstipendium Kasalicky Luisa (W) Staatsstipendium Kinner Bartholomäus (W) Startstipendium Knebl Jakob Lena (W) Stipendium Outstanding Artist Award für bildende Kunst Knoechl Birgit (W) Stipendium Outstanding Artist Award für bildende Kunst Loderer Angelika (W) Startstipendium Mayer Christian (W) Staatsstipendium Mayr Albert (NÖ) Staatsstipendium Meier Christoph (W) Staatsstipendium Müller Andreas (W) Startstipendium Müller Ulrike (W) Staatsstipendium Müller Ute (W) Stipendium Outstanding Artist Award für bildende Kunst Nagy Imre (NÖ) Startstipendium Reissert Marlis (W) Staatsstipendium * Stipendium BJCEM, Ancona Richter Susanne (W) Startstipendium Schnabl Charlotte (W) Startstipendium Schröder Christian Konrad (W) Projektstipendium Seibold Stefanie (W) Staatsstipendium Starzer Christina (W) Startstipendium Stanzel Rudolf (W) * Arbeitsstipendium Ventzislavova Borjana (W) Staatsstipendium Vogl Ronja Inge (W) Arbeitsstipendium Wagner Evalie (OÖ) * Stipendium BJCEM, Ancona Ziegler Johannes (S) Arbeitsstipendium Zinganel Michael (W) Arbeitsstipendium Zwingl Anna (W) Projektstipendium Summe

4.000,00 13.200,00 6.600,00

2.000,00

2.000,00 6.600,00 13.200,00 13.200,00 13.200,00 6.600,00 13.200,00

2.000,00 6.600,00 13.200,00 3.000,00 6.600,00 6.600,00 1.100,00 13.200,00 6.600,00 5.700,00 13.200,00 4.000,00 3.000,00 2.500,00 4.000,00 4.000,00 264.900,00

3.000,00 3.000,00 2.000,00 6.600,00 2.600,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

1.5 Auslandsatelierstipendien, Reise­kosten­zuschüsse Artaker Anna (W) Atelier Paris Aubrecht Ruben (V) Atelier Mexiko Mexiko, Reise­kosten­zuschuss Auer Elke (W) Atelier Rom Rom, Reise­kosten­zuschuss Benedict Will (W) Atelier Paris Brown Cäcilia (W) Peking, Reise­kosten­zuschuss Daschner Katrina (W) Atelier Peking Peking, Reise­kosten­zuschuss Denk Clemens (W) Atelier Krumau Krumau, Reise­kosten­zuschuss Denzer Ricarda (W) Atelier Istanbul Deschka Christian (W) Atelier Paris Paris, Reise­kosten­zuschuss Egermann Eva (W) Atelier Chengdu Chengdu, Reise­kosten­zuschuss Fisslthaler Karin (W) Atelier Krumau Frank Karin (W) Atelier Rom Fruehwirth Bernhard (W) Atelier Tokio Tokio, Reise­kosten­zuschuss Futterknecht Stefanie (W) Shanghai, Reise­kosten­zuschuss Gansterer Nikolaus (W) Tokio, Reise­kosten­zuschuss Graf Gregor (OÖ) Atelier Rom Herrmann Matthias (W) Atelier Tokio Hinteregger Herbert (W) Atelier Krumau *  Krumau, Reise­kosten­zuschuss Kapusta Barbara (W) Atelier Chicago Kessler Leopold (W) Atelier Chengdu Chengdu, Reise­kosten­zuschuss Koger Nathalie (W) Atelier Yogyakarta Rom, Reise­kosten­zuschuss Krenn Andrea (W) Atelier Paris Paris, Reise­kosten­zuschuss Lackner Katharina (OÖ) Shanghai, Reise­kosten­zuschuss Lulic Marko (W) Atelier Istanbul *  Istanbul, Reise­kosten­zuschuss Meinharter Matthias (W) Atelier Yogyakarta Yogyakarta, Reise­kosten­zuschuss

6.400,00 6.000,00 1.318,00 3.900,00 313,00 6.400,00 1.121,32 4.500,00 597,68 3.900,00 40,00 5.200,00 6.000,00 456,00 4.500,00 1.022,45 300,00 3.900,00 11.100,00 1.078,26 786,69 1.557,62 3.900,00 5.550,00 3.900,00 100,00 9.000,00 4.500,00 743,98 4.500,00 320,00 6.000,00 278,00 1.038,21 3.900,00 393,52 4.500,00 1.450,00

Meyer Anna (W) Istanbul, Reise­kosten­zuschuss Mihaylov Mihail (W) Paris, Reise­kosten­zuschuss Minchio Chiara (W) Atelier Peking *  Peking, Reise­kosten­zuschuss Mitter Alois (W) Atelier Krumau Persic Drago (W) Atelier Krumau Podgorschek Brigitte (W) Atelier Tokio Tokio, Reise­kosten­zuschuss Poetschko Michael (OÖ) Atelier Peking Peking, Reise­kosten­zuschuss Pointeker Ben (W) Atelier Shanghai *  Shanghai, Reise­kosten­zuschuss Pöschl Marlies (W) Paris, Reise­kosten­zuschuss Pusch Lukas (W) Atelier Shanghai Rosenberger Isa (W) Atelier New York New York, Reise­kosten­zuschuss Segschneider Björn (W) Atelier Mexiko Mexiko, Reise­kosten­zuschuss Ströhle Karl-Heinz (W) Atelier Tokio Tokio, Reise­kosten­zuschuss Stroj Misha (W) Atelier Istanbul *  Istanbul, Reise­kosten­zuschuss Thorsen Sofie (W) Atelier New York New York, Reise­kosten­zuschuss Titz Lea (W) Atelier Tokio Tokio, Reise­kosten­zuschuss Tothova Magda (W) Atelier Chicago Chicago, Reise­kosten­zuschuss Viviano Salvatore (W) Atelier Paris Paris, Reise­kosten­zuschuss Walkowiak Kay (W) Atelier Peking Peking, Reise­kosten­zuschuss Wilfling Markus (ST) Atelier Rom Wuschitz Stefanie (W) Atelier Yogyakarta

234,13 329,77 4.500,00 577,65 3.900,00 3.900,00 1.850,00 1.332,00 4.500,00 884,45 4.500,00 929,82 276,64 4.500,00 9.000,00 535,33 6.000,00 767,00 11.100,00 959,59 3.900,00 173,58 9.000,00 986,92 5.550,00 967,80 9.000,00 624,45 6.400,00 132,77 4.500,00 728,86 3.900,00 6.000,00

Summe

232.905,49

1.6 Galerien Inlandsförderung Albertina (W) Burgenländische Landesgalerie (B) Kunsthaus Bregenz (V) Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum (OÖ) Lentos Kunstmuseum Linz (OÖ) MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst (W)

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00

Kunstbericht 2013  |  85

MUMOK Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig (W) Museen der Stadt Wien – Wien Museum (W) Museum der Moderne Salzburg – Rupertinum (S) Museum Moderner Kunst Kärnten (K) Niederösterreichisches Landesmuseum (NÖ) Österreichische Galerie Belvedere (W) Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (T) Universalmuseum Joanneum (ST) Summe

36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 36.500,00 511.000,00

Galerie Ruzicska (S) * Art Dubai, Paris Foto Galerie Steinek (W) * Art Brussels MAM Mario Mauroner Contemporary Art Vienna (W) * Zona Maco Mexiko Peter Coeln GmbH (W) * Paris Foto Projektraum Viktor Bucher (W) * Art Brussels Summe

8.000,00 6.375,00

4.000,00 4.000,00 2.650,00 312.115,00

1.7 Galerien Auslandsmessenförderung Galerie Academia (S) * Art Brussels Galerie Andreas Huber (W) * abc Berlin, Armory Show New York, Frieze Art Fair New York, Liste Basel Galerie Artelier Contemporary (ST) * Art Cologne Galerie Charim (W) * Arco Madrid, Artissima Turin, Paris Foto Galerie Christine König (W) * abc Berlin, Arco Madrid, Art Cologne Galerie Elisabeth und Klaus Thoman (W) * Art Cologne Galerie Emanuel Layr (W) * Art Basel Miami Beach, Frieze Art Fair London, Liste Basel, Nada Art Cologne Galerie Ernst Hilger (W) * Arco Madrid, Art Cologne Galerie Frey (W) * Pulse Art Fair Miami Galerie Gabriele Senn (W) * abc Berlin, Artissima Turin, FIAC Paris Galerie Heike Curtze (W) * Art Brussels Galerie Hubert Winter (W) * Art Basel Statements, Artissima Turin Galerie Johannes Faber (W) * Paris Foto Galerie Knoll (W) * Art Moskau Galerie Konzett (W) * Art Cologne, Paris Foto Galerie Krinzinger (W) * Art Basel, Art Dubai, Frieze Art Fair New York, HK Hongkong Galerie Krobath (W) * abc Berlin, Art Cologne Galerie Martin Janda (W) * Art Basel, Art Basel Miami Beach Galerie Meyer Kainer (W) * Frieze Art Fair London, Frieze Art Fair New York, Liste Independent New York Galerie Mezzanin (W) * Art Basel, Art Basel HK, Art Basel Miami Beach Galerie nächst St. Stephan (W) * Art Basel, Art Basel Miami Beach Galerie Raum mit Licht (W) * Art Brussels Galerie Richard Ruberl (W) * Art Cologne

86 | Kunstbericht 2013

1.8 Preise 7.650,00

16.894,00 5.660,00 13.070,00

Dertnig Carola (W) Österreichischer Kunstpreis für bildende Kunst Tremmel Viktoria (W) Outstanding Artist Award für bildende Kunst Wurm Erwin (W) Großer Österreichischer Staatspreis für bildende Kunst Summe

12.000,00 8.000,00

30.000,00 50.000,00

14.523,00 8.085,00

17.228,00 10.815,00 4.000,00 12.750,00 6.375,00 8.925,00 4.000,00 4.000,00 12.085,00

30.274,00 9.390,00 19.452,00

22.545,00 25.078,00

2 Architektur, Design 2.1 Vereine – Jahresprogramme Architektur Haus Kärnten (K) Architektur Raum Burgenland (B) Architektur Zentrum Wien (W) Architekturforum Oberösterreich (OÖ) aut. architektur und tirol (T) Design Austria (W) Designforum (W) Europan-Österreich (ST) Forum Stadtpark (ST) Haus der Architektur Graz (ST) IG Architektur (W) Initiative Architektur Salzburg (S) Kunsthaus Mürzzuschlag (ST) Nextroom (W) Österreichische Gesellschaft für Architektur (W) ORTE Architekturnetzwerk NÖ (NÖ) Österreichische Friedrich und Lillian KieslerPrivatstiftung (W) Vorarlberger Architektur Institut (V) Zentralvereinigung der Architekten, Landesverband für Wien, NÖ, Burgenland (W) Summe

36.000,00 33.000,00 360.000,00 55.000,00 90.000,00 33.000,00 20.000,00 40.000,00 12.000,00 70.000,00 30.000,00 45.000,00 27.000,00 40.000,00 33.000,00 45.000,00 25.000,00 55.000,00 55.000,00 1.104.000,00

24.364,00 2.650,00 7.277,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

2.2 Einzelprojekte Aduatz Philipp (W) Clerkenwell Designweek, London, Projekt­kosten­ zuschuss architektur in progress (W) Vortragsreihe Junge Architektur, Projekt­kosten­ zuschuss BauKultur Steiermark (ST) Gemeinschaftliche Räume, Projekt­kosten­zuschuss Bäumel Sonja (W) Designworkshop und -vortrag, China, Projekt­kosten­ zuschuss bkm design working group (W) Anmerkungen zur Schnittstellenfunktion von Design, Katalog­kosten­zuschuss Blickfang (Ö/Deutschland) Blickfang Designmesse Wien, Projekt­kosten­ zuschuss Blickfang Hamburg und Stuttgart, Design aus Öster­reich, Projekt­kosten­zuschuss Brauner Birgit (T) Wir sind Stadt – Taktiken im urbanen Raum, Projekt­ kosten­zuschuss Caramel architekten (W) Caramelfahrt, Berlin, Ausstellungs­kosten­zuschuss Del Campo Matias (W) Archilab, Frankreich, Ausstellungs­kosten­zuschuss Dérive – Verein für Stadtforschung (W) Urbanize! – Internationales Festival für urbane Erkundungen, Projekt­kosten­zuschuss Dérive Hefte 50–53, Projekt­kosten­zuschuss Design Austria (W) Design-er-leben, Projekt­kosten­zuschuss European Design Business Dialogue, Projekt­ kosten­zuschuss Dzengel Claudia (W) Kalligrafie & kreatives Schreiben für Kinder, Projekt­ kosten­zuschuss Forum experimentelle Architektur (W) OSTV/EST, Projekt­kosten­zuschuss Gerngross Heidulf (W) Dulf Design, Mailand, Ausstellungs­kosten­zuschuss Art Athina, Athen, Ausstellungs- und Katalog­kosten­ zuschuss Hapt Christiane (W) * Dream Well Armenia, Gyumri, Projekt­kosten­ zuschuss Haus der Architektur Graz (ST) 25 Jahre HDA, Projekt­kosten­zuschuss Heri und Salli (W) Flederhaus, Hauskleid, East Bentric Architecture Triennale, Bukarest, Projekt­kosten­zuschuss High-Performance (W) IIIDaward, Projekt­kosten­zuschuss Seduce, Another Space-x Exchange Forum on How Design Morphs Visual Impairment, Projekt­kosten­ zuschuss IG Architektur (W) Fairpay, Normen und OIBs, Projekt­kosten­zuschuss Initiative Baukulturvermittlung für junge Menschen (W) Baukultur-Kompass, Impulswoche Technik Bewegt, Projekt­kosten­zuschuss

3.500,00

20.000,00 10.000,00

3.000,00

3.000,00

20.000,00 20.000,00

2.000,00 10.000,00 15.000,00

20.000,00 15.000,00 5.000,00 5.000,00

6.000,00 25.000,00 5.000,00 1.000,00

800,00 10.000,00

3.000,00 5.000,00

5.000,00 2.500,00

13.000,00

Institute of Design Research Vienna (W) Diskussionsreihe CIRCLE 00006 und 00007, Projekt­kosten­zuschuss Werkzeuge für die Design-Revolution, Katalog­ kosten­zuschuss Institut für Posttayloristische Studien (W) Josef Frank. Schriften/Writings, Großbritannien, Skandinavien, Projekt­kosten­zuschuss Kabiljo Dejana (W) Presence/Absence, Mailand, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Kalt und Warm (K) Kalt und Warm. Baukultur in Seen- und Thermenregionen im Alpen-Adria-Raum, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Klot Sandrine (W) Embedding, Projekt­kosten­zuschuss Koller Lisa (W) Jeder fängt mal klein an, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Krenn Theresa (W) Living Together – Collective Housing in NeuStadlau, Katalog­kosten­zuschuss LandLuft (K) Baukulturgemeinde-Preis, Projekt­kosten­zuschuss linzukunft (OÖ) Projektschmiede Ideen für Linz, Projekt­kosten­ zuschuss Niel Margarete (S) New York, Ausstellungs­kosten­zuschuss nonconform architektur vor ort (W) 3. Österreichische Leerstandskonferenz, Projekt­ kosten­zuschuss ÖGLA – Österreichische Gesellschaft für Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur (W) next.land – Gebaute Landschaftsarchitektur in Österreich, Katalog­kosten­zuschuss nextland, Projekt­kosten­zuschuss Opperer Nikolaus (W) 8 Chairs by Clarke & Reilly, Projekt­kosten­zuschuss ORTE Architekturnetzwerk NÖ (NÖ) Walter Zschokke. Texte, Katalog­kosten­zuschuss Ortlos Space Engineering (ST) Responsive Public Space – Zwischen Real und Digital, Sydney, Projekt­kosten­zuschuss Plattform Baukultur (W) * Konzeption und Organisation Award Bessere Lernwelten, Projekt­kosten­zuschuss Platzer Monika (W) Die vergessene Wirkungsgeschichte der CIAMAustria und ihre Auswirkungen auf die Nachkriegsmoderne in Österreich, Harvard/USA, Projekt­ kosten­zuschuss Rappl Werner (W) * Theophil Hansen, Architekt, Athen, Ausstellungsund Katalog­kosten­zuschuss Raum macht Schule (ST) Website als steirische Informationsplattform zu Angeboten der Architektur- und Baukulturvermittlung für junge Menschen, Projekt­kosten­zuschuss Resch Heidelinde (W) * Frauen im Grafikdesign, Katalog­kosten­zuschuss Rieder Manfred Maximilian (W) Kooperativer Raum, Projekt­kosten­zuschuss Rumpfhuber Andreas (W) Theoriesalon Expanded Design 17–24, Into the Great Wide Open, Projekt­kosten­- und Katalog­ kosten­zuschuss

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

6.000,00 5.000,00

5.000,00

4.000,00

10.000,00 3.750,00

1.500,00

6.000,00 45.000,00

10.000,00 700,00

12.000,00

15.000,00 10.000,00 5.000,00 20.000,00

15.000,00

29.000,00

8.000,00

4.000,00

5.884,00 2.000,00 5.000,00

18.000,00

Kunstbericht 2013  |  87

Schreckensberger Hannes (W) Fantasmagoria of Chongqing-Architecture, Politics, Fiction, Chongqing/China, Projekt­kosten­zuschuss Seme Astrid (W) Seoul International Typography Biennale, Korea, Projekt­kosten­zuschuss Simko Marek (S) Carr Magazin 5, Katalog­kosten­zuschuss ST/A/R Verein für Städteplanung, Architektur und Religion (W) Zeitung ST/A/R, Projekt­kosten­zuschuss Stummerer Sonja (W) Eat Design, Projekt­kosten­zuschuss tga – Typographische Gesellschaft Austria (W) * Vortragsreihe und Workshops, Projekt­kosten­ zuschuss Tolstoj Wladimir (W) * Art & Philosophy, Kaliningrad, Projekt­kosten­ zuschuss Tracing Spaces (W) Urlaub nach dem Fall, Ausstellungs- und Katalog­ kosten­zuschuss Tschapeller Wolfgang (W) Hands Have No Tears to Flow, Venedig, Projekt­ kosten­zuschuss TU Graz, Institut für Architektur und Landschaft (ST) Architekturbiennale Sao Paulo, Projekt­kosten­ zuschuss Ulama Margit (W) 11. Architekturfestival Turn On, Projekt­kosten­ zuschuss URBAN+ Kommunikation in Stadt- und Raumplanung (W) Harry Glück. Wohnbauten. Modelle für eine grüne Stadt, Katalog­kosten­zuschuss Urbanity (W) AKKU, Fernseh- und Webmagazin für Architektur und Stadt, Projekt­kosten­zuschuss V&V&V – Verein zur Förderung und Verbreitung von zeitgenössischer angewandter Kunst (W) Lange Nacht der Schmuckkunst, Projekt­kosten­ zuschuss Verein Neigungsgruppe Design (W) Vienna Design Week, Projekt­kosten­zuschuss Verein Pépinières Österreich (ST) E-Mobility – Résidence Croisée, Projekt­kosten­ zuschuss Volgger Thomas (W) Holy Land: Divorced/Part II, Israel, Projekt­kosten­ zuschuss Wonderland Platform for European Archi­ tecture (W) * Connecting, sharing, Creating space!, Projekt­ kosten­zuschuss Summe

5.000,00

1.136,00 5.000,00

25.000,00 8.000,00

12.000,00

2.000,00

5.000,00

3.000,00

10.000,00

35.000,00

12.000,00

6.000,00

10.000,00 45.000,00

14.700,00

965,00

30.000,00 703.435,00

2.3 Stipendien, Reise­kosten­zuschüsse Abu-Naim Basma (W) Margarete Schütte-Lihotzky-Projektstipendium Allner Lukas (W) Tische-Stipendium Amann Thomas (W) Margarete Schütte-Lihotzky-Projektstipendium Baumgartner Alexa (T) Startstipendium

88 | Kunstbericht 2013

7.500,00 9.000,00 7.500,00 6.600,00

Berthold Gilbert (W) Tische-Stipendium Ellmer Stefan (S) Startstipendium EYE TRY Architektur-Kollektiv Eva Sommeregger und Florian Schafschetzy (W) Cut ‘n‘ Paste, New York, Reise­kosten­zuschuss Fritz Ferdinand (T) Tische-Stipendium Hagleitner Tobias (OÖ) Startstipendium Ivanov Nikolay Hristov (W) Startstipendium Jellitsch Peter (W) Margarete Schütte-Lihotzky-Projektstipendium Kokowaska Anna (W) Tische-Stipendium Kolowratnik Nina Valerie (ST) Startstipendium Kuljuh Jasna (S) Tische-Stipendium *  Los Angeles, Reise­kosten­zuschuss Maccariello Nina (T) Tische-Stipdnium Peanutz Architekten Elke Knöß-Grillitsch und Wolfgang Grillitsch (K) Margarete Schütte-Lihotzky-Projektstipendium Printschler Jose Matthias (ST) Startstipendium Schreckensberger Hannes (W) Startstipendium Schröck Josef (T) Startstipendium New York, Reise­kosten­zuschuss Springer Barbara Sophie (W) Tische-Stipendium Tali Johan (W) Tische-Stipendium Temmel Evelyn (ST) Tische-Stipendium Villavicencio Monti Karla Paola (W) Startstipendium Walch Elias (T) Tische-Stipendium Young Chang Helen (W) Margarete Schütte-Lihotzky-Projektstipendium Zabel Felix (W) Startstipendium Summe

9.000,00 6.600,00

1.500,00 9.000,00 6.600,00 6.600,00 7.500,00 9.000,00 6.600,00 9.000,00 827,79 9.000,00

7.500,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 785,00 9.000,00 9.000,00 9.000,00 6.600,00 9.000,00 7.500,00 6.600,00 196.612,79

2.4. Preise .tmp architekten (ST) Architekturpreis Das beste Haus ARSP (V) Architekturpreis Das beste Haus Georg Bechter Architektur + Design (V) Architekturpreis Das beste Haus Looping Architecture (W) Architekturpreis Das beste Haus meck architekten (S) Architekturpreis Das beste Haus Mohr Günter (W) Architekturpreis Das beste Haus

3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Moser und Hager Architekten (OÖ) Architekturpreis Das beste Haus Okresek Marie-Theres (W) Architekturpreis Das beste Haus Winkler Roland (K) Architekturpreis Das beste Haus Summe

3.000,00 3.000,00 3.000,00 27.000,00

3 Fotografie 3.1 Jahresprogramme Camera Austria (ST) Eikon (W) Fluss NÖ Fotoinitiative (NÖ) Fotoforum West (T) Fotogalerie Wien (W) Fotohof (S) FotoK – Verein für Fotografie und Kunst (W) Galerie Marenzi Leibnitz (ST) Verein Schulen für Photographie und Film (W)

180.000,00 60.000,00 25.000,00 43.000,00 73.000,00 150.000,00 10.000,00 5.000,00 33.211,00

Summe

579.211,00

3.2 Einzelprojekte Amadea Christa (W) * Balthazar Is Missing, Katalog­kosten­zuschuss Andessner Elisa (OÖ) *  Fideris, Schweiz, Ausstellungs­kosten­zuschuss Barfuss Anna (W) * Human Resources Magazin, Katalog­kosten­ zuschuss Blanz Hubert (W) London, Ausstellungs­kosten­zuschuss Brugner Simon (W) * Fuck the Atlantic Ocean, Katalog­kosten­zuschuss Cibulka Heinz (NÖ) * Im Takt von Hell und Dunkel, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Delhougne Kathrin (W) * Eine Veranstaltung mit Stiel, Hamburg, Projekt­ kosten­zuschuss Dick Inge (OÖ) * Herbst Licht weiß und Sommer Licht weiß, Projekt­ kosten­zuschuss Doser Birgit (W) Genderwahnsinn, Ausstellungs­kosten­zuschuss Europäische Gesellschaft für die Geschichte der Photographie (W) * Photo Researcher No 19, Katalog­kosten­zuschuss Feiersinger Werner (W) *  Chandigarh, Katalog­kosten­zuschuss Fischer-Briand Roland (W) *  Streulicht Magazin, Katalog­kosten­zuschuss Galerie Eboran (S) *  Peter Dressler, Ausstellungs­kosten­zuschuss Galerie Stihl (Ö/Deutschland) * Jenseits der Ansichtskarte. Die Alpen in der Fotografie, Ausstellungs­kosten­zuschuss

500,00 708,00

2.000,00 6.000,00 1.000,00

5.000,00

240,00

6.000,00 3.000,00

6.000,00 6.000,00 32.000,00 4.000,00

3.000,00

Garzon-Vecino Elisa (W) *  Seitenverhältnisse, Ausstellungs­kosten­zuschuss Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Exilbibliothek (W) * Reporter im Land der Zukunft, Ausstellungs- und Katalog­kosten­zuschuss Goldgruber Michael (W) Adventures, Projekt­kosten­zuschuss Granser Peter (W) Japan Residency, Projekt­kosten­zuschuss Hahnenkamp Maria (W) * Ikonographie weiblicher Symbolik in der katholischen Kirche, Projekt­kosten­zuschuss Hammerstiel Robert F. (W) Make Yourself at Holm, Dänemark, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Hasler Hubert (ST) No Body, München, Ausstellungs­kosten­zuschuss Herrmann Matthias (W) *  Witte de With, Ausstellungs­kosten­zuschuss Holub Barbara (W) * Direkter Urbanismus, London, Projekt­kosten­ zuschuss Hubmann Manfred (W) Island, Projekt­kosten­zuschuss Interessengemeinschaft Heimrad Bäcker (OÖ) * Landscape M, Denver, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Jermolaewa Anna (W) Vilnius/Litauen, Ausstellungs­kosten­zuschuss Kattinger Bettina (W) *  Schweden, Projekt­kosten­zuschuss Klos Matthias (W) Burning by Doing, Katalog­kosten­zuschuss Kruse Felicitas (W) *  Grenzenlos, Projekt­kosten­zuschuss Lechleitner Ines (W) The Imagines, Katalog­kosten­zuschuss Lechner Christina (W) Topografien des Lichts, Projekt­kosten­zuschuss Leitner Paul Albert (W) *  Archivierung, Projekt­kosten­zuschuss Logar Ernst (W) Non Public Spaces, Projekt­kosten­zuschuss Ludwig Catherine (W) * Das Rennen in Gullkistan, Island, Projekt­kosten­ zuschuss Maier Sabine (W) *  Ver-Formte Isolation, Projekt­kosten­zuschuss Mayer Christian (W) Vortrag und Workshop, Vancouver, Projekt­kosten­ zuschuss Mayer Ursula (W) *  Die Ungeborenen, Projekt­kosten­zuschuss Merklein Veronika (W) * Woman Laughing Alone with Salad, Projekt­kosten­ zuschuss Müry Salzmann Verlag (S) * Joseph Gallus Rittenberg, Katalog­kosten­zuschuss Nguyen Monika (W) * The Maid’s Shift, Projekt­kosten­zuschuss Noll Petra (W) Fotoforum Braunau, In Bewegung I und II, Ausstellungs­kosten­zuschuss Oberndorfer Markus (W) * Autrement on devient fou....., Katalog­kosten­ zuschuss

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

1.000,00

1.500,00 5.000,00 2.000,00

3.500,00

6.000,00 2.000,00 3.000,00

1.000,00 1.650,00

5.000,00 4.000,00 1.000,00 5.000,00 4.000,00 4.000,00 4.500,00 5.000,00 2.000,00

1.600,00 1.000,00

2.500,00 6.000,00

1.700,00 2.000,00 1.000,00

4.000,00

3.000,00

Kunstbericht 2013  |  89

Olah Stefan (W) * Das Museumsdepot. Ein verborgener Ort, Katalog­ kosten­zuschuss Osterider Martin (W) Beziehungsweise, Projekt­kosten­zuschuss Penker Elisabeth (W) * Contact Zone, Chicago, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Phelps Andrew (W) *  ViennaPhotoBookFestival, Projekt­kosten­zuschuss Pichler Klaus (W) * Skeletons in the Closet, Katalog­kosten­zuschuss Rautenstrauch Petra (W) * Peggy’s Poetry Circus, Katalog­kosten­zuschuss Reif Linda (W) Island, Projekt­kosten­zuschuss riesa efau – Kultur Forum Dresden (Ö/ Deutschland) Versteckte Öffentlichkeiten, Katalog­kosten­zuschuss Ronacher Anja (W) * Höhlung, New York, Projekt­kosten­zuschuss Ruhm Constanze (NÖ) La difficulté d’une perspective, Berlin, Projekt­ kosten­zuschuss Schaller Lukas (W) * Crux – Das Symbol des Kreuzes, Ausstellungs­ kosten­zuschuss Seidl Walter (W) *  Untitled, Projekt­kosten­zuschuss Skocek Laura (W) *  BJCEM, Bologna, Projekt­kosten­zuschuss Springer Verlag (W) Elfie Semotan, Katalog­kosten­zuschuss Stadler Katharina (W) * Reading on Desaster, Projekt­kosten­zuschuss Turillon Antoine (W) Hotel Charleroi, Katalog­kosten­zuschuss Ventzislavova Borjana (W) * Mind the Gap, Ausstellungs­kosten­zuschuss Verein Schulen für Photographie und Film (W) *  Enjoy Photography, Ausstellungs­kosten­zuschuss Witek Anita (W) Vortrag und Workshop, Vancouver, Projekt­kosten­ zuschuss Summe

3.000,00 1.000,00

1.000,00 1.500,00 1.000,00 1.100,00 2.200,00

5.000,00 3.000,00

3.000,00

700,00 3.500,00 6.031,00 3.000,00 1.000,00 3.000,00 2.000,00 5.000,00

2.500,00 207.929,00

3.3 Stipendien, Reise­kosten­zuschüsse Agostinelli Ines (V) Atelier Paris Barfuss Anna (W) Atelier Rom Bendel Sonja (W) Atelier Rom Boros Miklos (OÖ) Atelier Rom Curran Annalisa (W) * Mediterranea 16, Italien, Reise­kosten­zuschuss Feiner Stefan (W) * Startstipendium Freuis Catharina (W) Atelier New York Gamauf-Wais Susanne (W) *  Kiew, Reise­kosten­zuschuss Habbel Conny (W) Atelier London

90 | Kunstbericht 2013

5.200,00 4.100,00 4.100,00

Heider Caroline (W) Staatsstipendium Jaques Olivia (W) Atelier Paris Kienpointner Sarah (W) Atelier Rom Klos Matthias (W) Staatsstipendium Konrad Aglaia (S) Atelier London Kranzler Paul (OÖ) Atelier Paris Lecomte Tatiana (W) Atelier New York Leitner Paul Albert (W) Atelier London London, Reise­kosten­zuschuss Mayer Pia (W) * Startstipendium Miggitsch Susanne (W) * Startstipendium Nagele Krautgartner Susi (W) Atelier New York Petermichl Georg (W) * Startstipendium Petritsch Paul (W) Chicago, Reise­kosten­zuschuss Reinhart Patricia (W) Atelier Paris Paris, Projektstipendium Reiter-Raabe Andreas (W) New York, Reise­kosten­zuschuss Ribarits Tina (W) Staatsstipendium Rohrauer Claudia (W) Atelier New York *  Finnland, Reise­kosten­zuschuss Straub Gerald (W) *  New York, Reise­kosten­zuschuss Tomicek Stanislaus Timotheus (W) Staatsstipendium Tonev Kosta (W) Atelier London Tsilidis Christina (W) Staatsstipendium Van der Straeten Andrea (W) Atelier New York Weber Helmut (W) *  Stockholm, Reise­kosten­zuschuss Werner Christina (W) * Startstipendium Summe

13.200,00 5.200,00 4.100,00 13.200,00 4.900,00 5.200,00 5.150,00 4.900,00 246,33 6.600,00 6.600,00 5.150,00 6.600,00 1.000,00 5.200,00 3.200,00 300,00 13.200,00 5.150,00 1.285,00 1.000,00 13.200,00 4.900,00 13.200,00 2.100,00 1.370,00 6.600,00 188.261,33

3.4 Preise

4.100,00 1.000,00 6.600,00 5.150,00 360,00 4.900,00

Dressler Peter (W) Staatspreis für künstlerische Fotografie Kranzler Paul (OÖ) * Outstanding Artist Award für künstlerische Fotografie Lombardi Ines (W) * Österreichischer Kunstpreis für künstlerische Fotografie Summe

22.000,00

8.000,00

12.000,00 42.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

4 Video- und Medienkunst 4.1 Jahresprogramme ESC Kunstverein Kunstverein Medienturm (ST) Medienwerkstatt Wien (W) mur.at (ST) servus.at Summe

13.000,00 90.000,00 13.000,00 13.000,00 20.000,00 149.000,00

4.2 Einzelprojekte Anton Ovidiu (W) * Cats of Istanbul, Projekt­kosten­zuschuss 3.500,00 Anzengruber Bernadette (W) * Dick – The Announcement of the Moderator, Projekt­kosten­zuschuss 3.500,00 Arendt Janina-Dorothea (W) *  Don Dyzette, Projekt­kosten­zuschuss 1.500,00 Ars Electronica (OÖ) *  Festival, Projekt­kosten­zuschuss 130.000,00 Barfuss Anna (W) *  Schaufenster, Projekt­kosten­zuschuss 720,00 Böck Hannes (W) Isis Regina, Zeus Sarapis, Benevento, Neapel, Berlin, München, London, Projekt­kosten­zuschuss 6.000,00 BOEM – Verein zur Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Kommunikation (W) * Dart – Gaming Archives, Projekt­kosten­zuschuss 2.500,00 Breuer Ascan (W) Blick zurück ins Zentrum des Blicks, Bonn, Projekt­ kosten­zuschuss 1.000,00 Bruch Martin (W) * AufBruch 1 2 3 ins Wiental, Projekt­kosten­zuschuss 2.500,00 Bruckner Johanna (W) The Observant Participators, Projekt­kosten­zuschuss 1.900,00 Daschner Katrina (W) Hiding in the Lights, Projekt­kosten­zuschuss 10.000,00 Dietrich Jakob (OÖ) *  Empty Rooms, Projekt­kosten­zuschuss 2.500,00 Donovan Adam (W) * Physics Machines, Amsterdam, Projekt­kosten­ zuschuss 1.000,00 Ebner Martin (W) * Ein helles Kino, ein Ort der Möglichkeiten, Projekt­ kosten­zuschuss 5.000,00 Eckermann Sylvia (W) Katalog­kosten­zuschuss 3.500,00 Egg Petra (W) Blink, Bonn, Ausstellungs­kosten­zuschuss 2.000,00 Fisslthaler Karin (W) The Third Place, Katalog­kosten­zuschuss 1.500,00 Gal Bernhard (W) *  Beyond Categories, Katalog­kosten­zuschuss 3.000,00 Gartnitschnig Bernhard (W) My Holy Nacho, Projekt­kosten­zuschuss 2.000,00 Gebetsberger Franz (W) * Zimmer, Küche, Kabinett, Projekt­kosten­zuschuss 3.000,00 Hafner Anita (W) * Be a Part of Lost in Bass, Projekt­kosten­zuschuss 1.500,00

Heinrich Katharina (W) * Arbeitsprozess, Dokumentation, Transformation, Berlin, Projekt­kosten­zuschuss Higashino Yuki (W) * In One’s Nature, Projekt­kosten­zuschuss Höchtl Nina (NÖ) * Va Va Voom, Los Angeles, Projekt­kosten­zuschuss Hofstetter Kurt (W) *  Facing Time, Projekt­kosten­zuschuss IMA – Institut für Medienarchäologie (NÖ) Open Lab, Projekt­kosten­zuschuss * Intime Räume 13, Ausstellungs­kosten­zuschuss Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 (W) *  Networked Futures, Projekt­kosten­zuschuss Jauk Werner (ST) *  Para-Sonic 3.0, Projekt­kosten­zuschuss Jermolaewa Anna (W) * Regenbogen über Russland, Projekt­kosten­ zuschuss Kämmerer Björn (W) Beacon, Projekt­kosten­zuschuss * Torque, Remote, Toronto, Projekt­kosten­zuschuss Klopf Karl-Heinz (W) Tower-House, Tokio, Projekt­kosten­zuschuss Koger Nathalie (W) * Dramaturgische Kippmomente – Mit dem Pferd und Esel durch die Filmtopographie, Stuttgart, Seoul, Projekt­kosten­zuschuss Kolar Christoph (W) * Rechnitz (Der Würgeengel), Projekt­kosten­ zuschuss Kortschak Lisa (W) Insight the Outside, Projekt­kosten­zuschuss Krenn Martin (NÖ) * The Political Space in Participatory Art Practices, Projekt­kosten­zuschuss Kulturverein Time’s Up (OÖ) *  Tangible Narratives, Projekt­kosten­zuschuss Kuntner Hannelore (W) * Filmportrait Cora Pongracz, Projekt­kosten­zuschuss Larcher Claudia (W) *  Baumeister, Projekt­kosten­zuschuss Laussegger Miriam (W) *  Textsynthese, Projekt­kosten­zuschuss Lugbauer Stephan (W) *  Peking, Guangzhou, Projekt­kosten­zuschuss Lulic Marko (W) *  Katalog­kosten­zuschuss Lunzer Martina (W) * Startpoint Prize, Prag, Ausstellungs­kosten­zuschuss Marte Sabine (W) * Videostück mit Körper-, Text- und Raumfragmenten, Projekt­kosten­zuschuss Maurmair Roland (W) *  Aggregat, Projekt­kosten­zuschuss Mayer Ursula (W) *  ImageLiebeKorruptionKörper, Projekt­kosten­ zuschuss *  Gonda, Ausstellungs­kosten­zuschuss Monochrom (W) * Context Hacking. How to Mess with Art, Media, Law and the Market, Katalog­kosten­zuschuss * Roöexotica, Post-Cyborg: Was kommt danach?, Ausstellungs­kosten­zuschuss Nsiah Lydia (W) *  Distortion, Projekt­kosten­zuschuss

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

1.100,00 4.000,00 4.500,00 4.000,00 5.000,00 3.500,00 20.000,00 2.000,00

10.000,00 10.000,00 1.700,00 8.000,00

5.000,00

3.000,00 2.000,00

1.500,00 8.000,00 1.000,00 4.140,00 1.200,00 2.500,00 4.500,00 1.500,00

4.000,00 1.500,00

10.000,00 2.000,00

3.000,00 2.000,00 1.100,00

Kunstbericht 2013  |  91

Ostblok Filmproduktion (W) * Namenlosen Asylanten eine Stimme geben: Last Supper, Projekt­kosten­zuschuss paraflows (W) * Open Culture, Ausstellungs- und Katalog­kosten­ zuschuss Petkovic Igor Friedrich (ST) * CEEvamp – Transmediale Vampire, Kroatien, Serbien, Projekt­kosten­zuschuss Petschnig Maria (W) San Francisco, New York, Projekt­kosten­zuschuss Pohankova Olga (W) * Die Wörter hören das Licht, Projekt­kosten­zuschuss Prenninger Gespräche (ST) Der Prenninger Kreis, eine widerständige Gruppe 1930–1945, Projekt­kosten­zuschuss Prokesch Nick (W) Mehr ist mehr …, Projekt­kosten­zuschuss Reissert Marlis (W) * Performance als/in der Medienkunst, Projekt­ kosten­zuschuss Ressler Oliver (W) Leave It in the Ground, Kairo, Projekt­kosten­ zuschuss The Line That Crossed Us, Barcelona, Projekt­ kosten­zuschuss Rhizom (ST) Desde aqui. Managua – von hier aus, Nicaragua, Projekt­kosten­zuschuss Rukschcio Fiona (W) * Tanzendes Brusthaar, New Dehli, Projekt­kosten­ zuschuss * Gewalt gegen Frauen, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Salzmann Karl (W) In Relationship, Projekt­kosten­zuschuss Schwarz Christoph (W) Cargokunst, Projekt­kosten­zuschuss Simku Michael (W) *  Tödliche Identität, Projekt­kosten­zuschuss Sodomka Astrid (W) *  Inbetween 5, Projekt­kosten­zuschuss Station Rose (W) Digital Quarter Century, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Solid Argent, Projekt­kosten­zuschuss Stockburger Axel (W) * Il grande silenzio, Projekt­kosten­zuschuss subnet (S) Artist-in-Residence-Programm, Projekt­kosten­ zuschuss * Elite. Avantgarde für alle, Projekt­kosten­zuschuss The Danube Memorial – Orte der Erinnerung (W) The Vienna Projekt – Orte der Erinnerung, Projekt­ kosten­zuschuss Transfer – Verein für medial übergreifende Kulturarbeit (W) *  Hasselbach/Carvalho, Ausstellungs­kosten­ zuschuss Trischak Evamaria (W) Polyxenic Series 4. Teil, Projekt­kosten­zuschuss Trummer Norbert (W) *  Stadtkino, Projekt­kosten­zuschuss Truttmann Lisa (W) * Joy – Themenparks in den USA, Projekt­kosten­ zuschuss

92 | Kunstbericht 2013

2.366,00

9.000,00

2.500,00 4.500,00 1.800,00

3.000,00 2.500,00

1.500,00

5.000,00 5.000,00

1.500,00

6.000,00 3.000,00 1.500,00 2.000,00 2.500,00 1.500,00

10.000,00 5.000,00 4.000,00

5.000,00 2.500,00

10.000,00

2.500,00 1.500,00 2.500,00

2.000,00

Ubermorgen (W) * Das Geheimprojekt – Schrödingers Files, Projekt­ kosten­zuschuss * The Project Formerly Known as Kindle Forkbomb, Projekt­kosten­zuschuss Ventzislavova Borjana (W) Unser Wittgenstein Haus, Projekt­kosten­zuschuss Verein für Kunstvermischung (W) Der blöde dritte Mittwoch, Projekt­kosten­zuschuss Verein Künstlergruppe DYNAMO (W) * In der Kubatur des Kabinetts – Der Kunstsalon im Fluc, Projekt­kosten­zuschuss Wagner Laura (W) * Selbstportrait mit Zunge, Amsterdam, Ausstel­ lungs­kosten­zuschuss Walkowiak Kay (W) * Dislocated Traces, Indien, Projekt­kosten­zuschuss * Ritual Union, Peking, Projekt­kosten­zuschuss Weckwerth Georg (W) * Tonspur für einen öffentlichen Raum, Projekt­ kosten­zuschuss Wegerer Roland (OÖ) *  danubeVIDEOARTfestival, Projekt­kosten­zuschuss Summe

2.000,00 2.000,00 2.000,00 1.000,00

5.000,00

300,00 4.000,00 4.000,00

9.000,00 2.500,00 451.826,00

4.3 Stipendien, Reise­kosten­zuschüsse Bidner Reinhold (W) * If We Had Only Tried, Bukarest, Reise­kosten­ zuschuss Dertnig Carola (W) Lora Sana, Paris, Reise­kosten­zuschuss Dorner Sandra (W) Staatsstipendium Fisslthaler Karin (W) *  Nantes, Amsterdam, Reise­kosten­zuschuss Kapusta Barbara (W) Atelier Banff Centre, Kanada *  Kanada, Reise­kosten­zuschuss Köperl Stephan (W) *  Yogyakarta, Reise­kosten­zuschuss Larcher Claudia (W) * Tokyo – The New Urban Village. Researching the Spaces Between, Tokio, Reise­kosten­zuschuss Léger Suzie (W) * Startstipendium Lunzer Martina (W) Australien, Reise­kosten­zuschuss Marxt Lewis Mara (ST) Arbeitsstipendium Neidl Doris (W) * If This Is a Man, Vilnius, Reise­kosten­zuschuss Pirker Sasha (W) * MARFA – Kunst-Mekka in der Wüste, Texas, Reise­kosten­zuschuss Rukschcio Fiona (W) * Berlin, Arbeitsstipendium Schörkhuber Christine (W) * Startstipendium Schröder Christian Konrad (W) * New York, Philadelphia, Guadalajara, Reise­kosten­ zuschuss Sözen Deniz (B) * Startstipendium Swoboda Katharina (W) * Startstipendium

900,00 1.000,00 13.200,00 900,00 2.000,00 928,78 1.170,30

2.800,00 6.600,00 1.000,00 1.000,00 300,00

2.500,00 3.500,00 6.600,00

700,00 6.600,00 6.600,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Theiler Christoph (W) * 5. International Conference on the Histories of Media Art, Science and Technology, Riga, Reise­ kosten­zuschuss Topitschnig Patrick (W) * Startstipendium Trischak Evamaria (W) * Polyxenic Series No 2, Oberhausen, Reise­kosten­ zuschuss Widmann Tanja (W) Staatsstipendium Wieland Gernot (NÖ) Staatsstipendium Winkler Sylvia (S) *  Yogyakarta, Reise­kosten­zuschuss Zingerle Andreas (OÖ) * Dakar Art Festival, New York, Sydney, Reise­kosten­ zuschuss Summe

1.000,00 6.600,00

500,00 13.200,00 13.200,00 1.170,30

1.800,00 95.769,38

Summe

4.4 Preise Denzer Ricarda (W) * Outstanding Artist Award für Video- und Medienkunst Lampalzer-Oppermann Gerda (NÖ) * Österreichischer Kunstpreis für Video- und Me­ dienkunst

12.000,00

Summe

20.000,00

8.000,00

5 Mode Austrian Fashion Association (W) Start-up, Projekt­kosten­zuschuss Berger Nora (W) Startstipendium Bisovsky Susanne (W) Frida Kahlo – Theatre Dejazet, Paris, Projekt­kosten­ zuschuss Boyer Camille (W) Austrian Fashion Showcase at Premiere Classe, Paris, Projekt­kosten­zuschuss brand unit (W) Österreichische Mode – Das Buch, Katalog­kosten­ zuschuss Chachoua-Saam Nedra (W) Startstipendium creative headz (W) *  Vienna Fashion Week, Projekt­kosten­zuschuss Festival for Fashion & Photography (W) * 13. Festival for Fashion & Photography, Projekt­ kosten­zuschuss Graspointner Raffaela (OÖ) Modeakademie Antwerpen, Stipendium Janjic Zorana (W) Startstipendium Ladenhaufen Jasmin (W) Bejing Short Cuts, Ausstellungs­kosten­zuschuss Langeder Wolfgang (OÖ) *  Utope, Projekt­kosten­zuschuss

Mayer Katrin (W) Startstipendium 6.600,00 Modepalast (W) Modepalast, Projekt­kosten­zuschuss 18.000,00 Oberfrank Maria (NÖ) USA, Arbeitsstipendium 3.000,00 Reiter Tina Elisabeth (NÖ) Modepreis, Stipendium 11.700,00 Skach Sophie (W) London College of Fashion, Stipendium 11.000,00 Steiner Christina (W) * George Bezhanishvili und Gon, Paris, Ausstellungs­ kosten­zuschuss 6.000,00 Unit F – Büro für Mode (W) Jahresprogramm 165.000,00 Volgger Regina (V) Startstipendium 6.600,00 We Showroom Paris Now (W) Jahresprogramm 24.000,00 * International Fashion Showcase, London, Ausstellungs- und Katalog­kosten­zuschuss 20.000,00

25.000,00 6.600,00

12.000,00

10.000,00

15.000,00 6.600,00 10.000,00

20.000,00 5.500,00 6.600,00 4.500,00 3.500,00

397.200,00

6 Ankäufe 6.1 Ankäufe bildende Kunst * Anderwald + Grond (W) * Baumüller Patrick (W) Bergler Fritz (W) * Bertlmann Renate (W) Buchegger Petra (ST) * Bühlmann Max (W) * Csutak Magda (W) * De Colle Herbert (W) Die Kleine Galerie der Wiener Volkshoch­ schulen (W) * Ankauf Sasa Makarova * Ecker Gottfried (W) * Eckermann Sylvia (W) * Eichhorn Barbara (W) Erjautz Manfred (ST) * Ertl Fedo (ST) * Fend Doris (V) * Fisslthaler Karin (W) * Fleischmann Norbert (NÖ) * Frauenschuh Georg (W) * Fritzenwallner Peter (W) * Gabriel Martin (W) * Gansterer Nikolaus (W) * Giannotti Aldo (W) Glandien Alexander (OÖ) * Golser Martina (NÖ) Golz Dorothee (W) * Grossmann Silvia Maria (W) * Gwiggner Bernhard (S) * Hahnenkamp Maria (W) * Heiss Helmut (W) * Hieslmair Michael (W) * Honetschläger Edgar (W)

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

7.150,00 7.150,00 7.260,00 7.000,00 7.200,00 4.000,00 10.500,00 4.600,00

1.320,00 4.800,00 4.950,00 9.200,00 12.000,00 6.000,00 7.200,00 6.500,00 9.350,00 5.000,00 4.000,00 7.000,00 11.000,00 4.400,00 3.000,00 4.590,00 9.500,00 3.000,00 4.400,00 11.000,00 6.400,00 6.800,00 12.100,00

Kunstbericht 2013  |  93

* Horvath Lucas (W) Hosa Bernhard (W) Jermolaewa Anna (W) * Johannsen Ulrike (W) * Kaiser Leander (W) * Kasalicky Luisa (W) * Kilianowitsch Marion (OÖ) * Knebl Jakob Lena (W) * Loderer Angelika (W) Lulic Marko (W) * Lüth Andrea (W) * Lyutakov Lazar (W) Mahlknecht Brigitte (W) * Marxt Lukas (ST) * Muntean Robert (K) * Nestler Gerald (W) * Obojes Franz Anton (OÖ) * Penker Elisabeth (W) * Persic Drago (W) * Peters Maria (T) * Pirker Sasha (W) Plavcak Katrin (W) * Porten Marion (W) Priesch Hannes (ST) * Prohaska Rainer (NÖ) * Raitmayr Christoph (T) * Rappold Bernhard (W) * Reinthaler Arnold (W) * Römer Patricia (W) Rossmann Rudolfine (W) * Ruschitzka Christian (W) * Scheffknecht Romana (W) Schwarzwald Christian (W) * Schweiger Philipp (W) Seiz Fabian (W) * Sorgo Edgar (ST) Steinbacher Martina (V) * Turan Esin (W) Vopava Walter (W) * Wagner Evalie (OÖ) * Wagner Paul (NÖ) Wagnest Martha (W) * Weinberger Thomas (W) * Weiss Natalia (W) * Werth Letizia (W) * Zeilner Gerlind (W) * Zinner Birgit (W) Summe

4.000,00 5.100,00 6.490,00 9.000,00 8.800,00 6.500,00 7.600,00 7.000,00 5.500,00 10.000,00 3.800,00 6.000,00 8.000,00 6.700,00 3.500,00 8.800,00 2.000,00 7.500,00 6.500,00 5.000,00 12.000,00 8.600,00 5.700,00 10.500,00 8.900,00 4.000,00 6.000,00 11.400,00 6.900,00 12.000,00 7.500,00 10.000,00 8.000,00 5.880,00 6.050,00 3.400,00 2.500,00 5.500,00 7.000,00 3.250,00 5.280,00 11.000,00 6.200,00 3.600,00 7.000,00 6.000,00 5.700,00

Huemer Judith (W) Kandl Helmut (W) Kapusta Barbara (W) Köllerer Peter (W) Konrad Aglaia (S) Lechleitner Ines (W) Lichtenauer Fritz (OÖ) Mayer Christian (W) Micheli Silvia (W) Moscouw Michaela (W) * Oberwalder Zita (ST) Osterider Martin (W) Ribarits Tina (W) Schatzl Heidi (W) Schmoll Gregor (W) Six Nicole (W) Spiluttini Margherita (W) * Strobl Ingeborg (W) Vesely Martin (W) * Willmann Manfred (ST)

7.800,00 5.000,00 1.200,00 2.550,00 9.000,00 3.000,00 1.500,00 5.900,00 900,00 4.500,00 2.300,00 3.000,00 2.800,00 3.000,00 4.300,00 7.040,00 11.000,00 12.000,00 6.200,00 30.000,00

Summe

165.390,00

7 Bundesausstellungen, -projekte Ausstellung Biografie der Bilder (Ö/Kanada) Ausstellung Mirror Me (Ö/USA) Ausstellung Oriental Cercle (Ö/China) Biennale Venedig 2012 (Ö/Italien) Kommissär: Arno Ritter Biennale Venedig 2013 (Ö/Italien) Kommissär: Jasper Sharp Biennale Venedig 2014 (Ö/Italien) Kommissär: Christian Kühn Biennale Venedig Pavillon (Ö/Italien) Biennial of Young Artists from Europe and the Mediterranean (Ö/Italien) Österreichische Galerie Belvedere (W) Verwahrung, Verwaltung, Verleih, Digitalisierung, Artothek, Pauschale 2013 Summe

21.917,29 3.200,00 4.740,84 10.000,00 270.000,00 150.000,00 67.777,57 28.880,22

211.000,00 767.515,92

526.020,00

6.2 Ankäufe Fotografie Blanz Hubert (W) Fuchs Bernhard (OÖ) Gabain Kerstin von (W) Gappmayr Gaby (T) * Gerlach Philippe (OÖ) * Hofbauer Anna (W) Hollauf Isabella (W) Holub Barbara (W) Holzfeind Heidrun (W)

94 | Kunstbericht 2013

4.800,00 3.700,00 5.000,00 6.800,00 3.000,00 4.000,00 6.300,00 2.200,00 6.600,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst

Förderungsmaßnahmen im Überblick 2012

2013

Musik

7.119.061,00

5.749.381,00

Jahresprogrammförderungen

5.478.301,00

4.439.701,00

Projekt­kosten­zuschüsse

946.960,00

671.370,00

Einzelpersonen, Stipendien

582.300,00

524.000,00

Prämien

91.500,00

94.310,00

Preise

20.000,00

20.000,00

Darstellende Kunst

17.891.391,20

18.743.274,48

Jahresprogrammförderungen

15.660.461,20

16.699.712,48

1.923.880,00

1.817.822,00

Einzelpersonen, Stipendien

125.540,00

124.740,00

Prämien

173.510,00

93.000,00

8.000,00

8.000,00

10.932.556,61

11.484.593,01

4.200.000,00

2.515.000,00

32.000,00

23.800,00

40.175.008,81

38.516.048,49

Projekt­kosten­zuschüsse

Preise Festspiele und ähnliche Saisonveranstaltungen Investitionsförderungen KünstlerInnenhilfe Summe

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst

Kunstbericht 2013  |  95

1 Musik 1.1 Jahresprogrammförderungen Arnold Schönberg Center (W) 145.346,00 * Austrian Art Ensemble (ST) 11.000,00 Camerata Academica Salzburg (S) 30.000,00 * Clemencic Consort (W) 13.000,00 * Ensemble die reihe (W) 35.000,00 Ensemble Plus (V) 8.000,00 * Ensemble Wiener Collage (W) 10.000,00 Ensemble XX. Jahrhundert (W) 35.000,00 Ernst-Krenek-Institut (NÖ) 145.000,00 Galerie St. Barbara (T) 80.000,00 Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (W) 475.000,00 Gustav Mahler Jugendorchester (Ö) 95.000,00 Internationale Gesellschaft für neue Musik (W) 60.000,00 * Internationale Paul Hofhaymer Gesellschaft (S) 6.000,00 Jazz Big Band Graz (ST) 25.000,00 * Jazzclub Unterkärnten (K) 5.000,00 * Junge Philharmonie Wien (W) 19.000,00 Klangforum Wien (W) 450.000,00 * Kunsthaus Mürzzuschlag (ST) 115.000,00 MICA – Music Information Center Austria (Ö) 400.000,00 * Music on line (W) 10.000,00 Musikalische Jugend Österreichs (Ö) 250.000,00 * Musikfabrik NÖ (NÖ) 45.000,00 * Nouvelle Cuisine (W) 15.000,00 * Österreichischer Komponistenbund (Ö) 20.000,00 Österreichischer Musikfonds (Ö) 250.000,00 * Österreichischer Musikrat (Ö) 25.000,00 * Österreichisches Ensemble für neue Musik (S) 25.000,00 * Pinter Ute – Open Music (W) 12.000,00 Porgy & Bess (W) 110.000,00 * Symphonieorchester Vorarlberg (V) 15.000,00 * Szene instrumental (ST) 11.000,00 * Wiener Jeunesse Orchester (W) 30.000,00 Wiener Kammerorchester (W) 105.000,00 Wiener Konzerthausgesellschaft (W) 1.100.000,00 Wiener Symphoniker (W) 254.355,00 Summe

4.439.701,00

1.2 Projekt­kosten­zuschüsse allerArt Bludenz (V) * Ambitus (W) * Aufführungen neuer Musik (W) * Bauchklang (NÖ) * Beslic-Gal Belma (W) * Brecher Siegmar (W) * Cencic Lana (W) * chmafu nocords (ST) * Chroma (W) * Col legno (W) * Cruz Katja (ST) * Dafeldecker Werner (W) * Delago Emanuel (T) * Deppe Margarethe (W) * Dragosits Anne Marie (W) * Echoraum (W)

96 | Kunstbericht 2013

5.000,00 5.000,00 4.000,00 1.000,00 400,00 1.500,00 1.000,00 10.800,00 4.000,00 2.000,00 800,00 2.500,00 2.000,00 2.000,00 1.000,00 4.500,00

* Ensemble Wiener Collage (W) * Ensemble Zeitfluss (ST) * Enterprise Z (W) * Fat Tuesday (ST) * Fellinger Andreas – freiStil (OÖ) * Flechtwerk (W) * Forum Stadtpark (ST) * Gaspar Adrian (W) * Geigl Bernhard (W) * Gradischnig Herwig (W) * Gradwohl Gerald (NÖ) * Hackspiel Florian (T) * Havlicek Peter (W) * Hinterkörner Christine (S) * Hoerthoert (W) * Hot Club de Vienne – Jazzland (W) * IMA – Institut für Medienarchäologie (NÖ) * INÖK (W) * Institut für österreichische Musikdokumentation (W) * Internationale Kirchenmusiktage (NÖ) * Jakober Peter (W) * Jazzatelier Ulrichsberg (OÖ) * JazzWerkstatt Wien (W) * Kajkut Slobodan (ST) * Klebahn Aya (W) * L‘Orfeo Barockorchester (OÖ) Laut (W) * Ludwig Doblinger KG (W) Luef Berndt – Jazztett Forum Graz (ST) * Mayer Veronika (W) MM Jazzfestival (NÖ) * Musik am 12ten (W) Musik der Jugend (Ö) * Musikforum Viktring-Klagenfurt (K) * Musikverein Kärnten (K) * Musser Kristian (W) * Neue Wiener Stimmen (W) * Nicoletti Doris (W) Niederösterreichische Tonkünstler (NÖ) * NÖ Museum (NÖ) * ÖGZM – Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik (W) * Ohler Markus (W) * Österreichische Musikzeitschrift (W) * Pabst Stefan (Ö) * Paladino (W) * Pan Tau-X-Music & Art’s (W) * Pantchev Wladimir (W) * Pawlik-Rabitsch Michaela (W) * Platypus (W) * Raab Lorenz (NÖ) * Rabl Günther (NÖ) * Radio string quartet Vienna (W) * Resch Gerald (W) * Rossori Music & Event GmbH (W) * Saltiel Aron (ST) * Schellander Matija (W) * Schmidinger Theresia (W) * Schreitl Julia (W) * Schwarz Regina (W) * snim – spontanes netzwerk für improvisierte musik (W)

1.000,00 6.000,00 4.000,00 5.000,00 3.500,00 2.500,00 5.000,00 1.000,00 1.700,00 2.500,00 3.000,00 5.000,00 800,00 1.000,00 2.000,00 6.000,00 3.600,00 7.000,00 5.450,00 1.500,00 400,00 11.000,00 20.000,00 1.000,00 1.000,00 4.000,00 5.000,00 11.000,00 3.500,00 1.900,00 40.000,00 6.000,00 30.000,00 10.000,00 2.000,00 1.000,00 12.000,00 400,00 220.000,00 10.000,00 5.000,00 3.200,00 6.000,00 600,00 800,00 6.000,00 500,00 800,00 9.000,00 1.500,00 500,00 800,00 1.000,00 6.000,00 800,00 1.500,00 400,00 500,00 1.500,00 2.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

* Sokal Harald (NÖ) * Soyka Ulrich (W) * sp ce – Verein zur Förderung von Musik, Kunst und intermedialen Projekten (W) * Stein Bastian (W) * Stojka Harri (W) * Studio Dan (W) * the electroacoustic project (W) * Tiefenbacher Michael (W) * Tiroler Ensemble für neue Musik (T) * Tiroler Kammerorchester InnStrumenti (T) * Tröndle Angela (W) * Uhl Dominik (W) * Upper Austrian Jazz Orchestra (OÖ) * V:NM – Verein zur Förderung und Verbreitung Neuer Musik (ST) * Vasilic Nenad (W) * Velak – Verein für Elektroakustische Musik (W) * Verein Wien.Musik (W) * Verein zur Förderung der neuen Musik im Kirchenraum (W) * Verein zur Förderung von Subkultur (W) * Vesselsky Irmgard (NÖ) * Vienna Music Group (W) * Voice Mania (W) * Wanderer Philipp (W) * Weixler Andreas (OÖ) * Wiener Concert-Verein (W) * Windkraft Tirol (T) * Zangerle Werner (W) * Zlabinger Michael (W) * ZZM – Zentrum zeitgenössischer Musik (K) Summe

2.000,00 1.000,00 5.000,00 1.500,00 800,00 5.000,00 6.000,00 1.500,00 6.000,00 6.700,00 1.000,00 1.520,00 17.000,00 6.000,00 800,00 3.900,00 800,00 4.000,00 5.000,00 800,00 6.000,00 5.000,00 1.400,00 2.000,00 9.000,00 10.000,00 800,00 1.200,00 6.000,00 671.370,00

1.3 Einzelpersonen, Stipendien Amann Thomas (ST) * Kompositionsförderung Androsch Peter (OÖ) * Kompositionsförderung Arman John (NÖ) * Startstipendium Baez Baez Victor Alejandro (W) * Startstipendium Berauer Johannes (W) Staatstipendium Berlakovich Jürgen (W) * Kompositionsförderung Beslic-Gal Belma (W) * Kompositionsförderung Bogner Max (W) * Startstipendium Brandner Dennis (K) * Startstipendium Brüggemann-Stepien Tanja (OÖ) * Kompositionsförderung Bulut Özlem (W) * Startstipendium Burkali Theodor (S) * Kompositionsförderung Castello Angelica (W) * Kompositionsförderung Cech Christoph (W) * Kompositionsförderung

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst

2.500,00 5.000,00 6.600,00 6.600,00 13.200,00 1.000,00 3.000,00 6.600,00 6.600,00 2.000,00 6.600,00 1.500,00 2.500,00

Chernyshkov Alexander (W) * Startstipendium Chuang Se-Lien (OÖ) * Kompositionsförderung Collatti Diego Marcelo (W) * Kompositionsförderung Crow Robert Jamieson (NÖ) * Kompositionsförderung D’Ase Dirk (W) * Kompositionsförderung De La Cuesta Chehaibar Daniel (W) * Kompositionsförderung Delago Emanuel (T) * Startstipendium Denissov Arteom (W) * Kompositionsförderung Descamps Francois-Pierre (W) * Kompositionsförderung Diendorfer Christian (W) * Kompositionsförderung Doderer Johanna (W) * Kompositionsförderung Döttlinger Marco (S) * Kompositionsförderung Dufek Hannes (W) * Kompositionsförderung Eberhard J. Alexander (W) * Kompositionsförderung Ehrenfellner Christoph (NÖ) * Kompositionsförderung Eigner Richard (OÖ) * Startstipendium Fabjancic Tjasa (ST) * Startstipendium Filip Klaus (W) * Kompositionsförderung Fraunberger Stefan (W) * Startstipendium Freisitzer Roland (W) * Kompositionsförderung Frick Simon (W) * Startstipendium Fuchs Reinhard Johann (W) * Kompositionsförderung Futscher Gerald (V) Staatsstipendium Gabric Lukas (K) * Startstipendium Gal Bernhard (W) * Kompositionsförderung Gartmayer Susanna (W) * Kompositionsförderung Gasser Clementine (W) * Kompositionsförderung Genahl Martin (NÖ) * Kompositionsförderung Graf Richard (W) * Kompositionsförderung Gräwe Hans Georg (B) * Kompositionsförderung Gritzner Ingmar (K) * Kompositionsförderung Gruchmann Jakob (S) * Kompositionsförderung Haberl Arnold (W) * Kompositionsförderung

6.600,00 1.000,00 6.000,00 2.000,00 2.500,00 2.000,00 6.600,00 1.000,00 2.000,00 2.500,00 2.500,00 2.000,00 3.500,00 1.000,00 5.000,00 6.600,00 6.600,00 1.500,00 6.600,00 3.000,00 6.600,00 1.500,00 13.200,00 6.600,00 2.000,00 1.000,00 3.000,00 1.000,00 2.000,00 3.000,00 2.500,00 1.000,00 3.000,00

2.500,00

Kunstbericht 2013  |  97

Harnik Elisabeth (ST) * Kompositionsförderung Haselböck Lukas (W) * Kompositionsförderung Hazod Michael (OÖ) * Kompositionsförderung Huber Michael F. P. (T) * Kompositionsförderung Hüttl Margareta (W) * Kompositionsförderung Hvizdalek Agnes (W) * Startstipendium Ivicevic-Kranebitter Mirela (W) * Kompositionsförderung Jabbari Ardalan (W) * Startstipendium Karastoyanova-Hermentin Alexandra (W) * Kompositionsförderung Kaufmann Timo (ST) * Kompositionsförderung Keil Friedrich (W) * Kompositionsförderung Kerer Manuela (T) * Kompositionsförderung Kirchmayr Susanne (W) Staatsstipendium Klammer Josef (ST) * Kompositionsförderung Klement Katharina (W) * Kompositionsförderung Klien Volkmar (W) Staatsstipendium Kmitova Jana (W) * Kompositionsförderung Koch Mathias (W) * Kompositionsförderung Koglmann Franz (W) * Kompositionsförderung Kortschak Lisa (W) * Kompositionsförderung Kovacic Dieter (W) * Kompositionsförderung Kranebitter Matthias (W) * Kompositionsförderung Kretz Johannes (W) * Kompositionsförderung Kroneis Georg (ST) * Startstipendium Kukelka Alexander (W) * Kompositionsförderung Kutin Peter (W) * Kompositionsförderung Larcher Thomas (T) * Kompositionsförderung Lemke Marco (OÖ) * Kompositionsförderung Li Puma Nelly (W) * Kompositionsförderung Maier Julia (ST) * Startstipendium Mani Zahra (W) * Kompositionsförderung Mayer Daniel (ST) * Kompositionsförderung Mayer Veronika (W) * Kompositionsförderung

98 | Kunstbericht 2013

2.500,00 3.000,00 4.000,00 2.000,00 1.500,00 6.600,00 2.500,00 6.600,00 2.000,00 5.000,00 2.000,00 1.000,00 13.200,00 2.500,00 3.000,00 13.200,00 1.000,00 2.000,00 2.500,00 1.500,00 2.000,00 3.600,00 3.000,00 6.600,00 1.500,00 2.000,00 3.000,00 2.000,00 900,00 6.600,00 5.000,00 2.000,00 4.500,00

Montrey Clio (W) * Kompositionsförderung Moraitis Petros (ST) * Kompositionsförderung Moser Daniel Oliver (W) * Kompositionsförderung Neudinger Lukas (W) * Kompositionsförderung Neuhuber Stefanie (W) * Startstipendium Nicoletti Doris (W) * Startstipendium Nussbaumer Georg (W) Staatsstipendium Osojnik-Schellander Maja (W) * Kompositionsförderung Pajzs Julian Adam (Ö) * Startstipendium Pallhuber Hermann (T) * Kompositionsförderung Palme Pia (W) * Kompositionsförderung Pawollek Roman (W) * Kompositionsförderung Pongracz Vincent (W) * Startstipendium Probst Dana Cristina (W) * Kompositionsförderung Proy Gabriele (W) Staatsstipendium Puntigam Werner (OÖ) * Kompositionsförderung Purgina Julia (W) Staatstipendium Reimeir Christian (W) * Kompositionsförderung Riegler-Beer Daniel (W) * Kompositionsförderung Rosinskij Wladimir (W) * Kompositionsförderung Sanchez-Chiong Jorge (W) * Kompositionsförderung Sauseng Wolfgang (W) * Kompositionsförderung Schedlberger Gernot (NÖ) Staatsstipendium Schellander Matija (W) * Kompositionsförderung Schiller Christian F. (ST) Staatsstipendium Schimana Elisabeth (NÖ) * Kompositionsförderung Schinwald Reinhold (ST) *  Fortbildungs­kosten­zuschuss Schmidinger Helmut (OÖ) * Kompositionsförderung Schneider Gunter (T) * Kompositionsförderung Schutti Ralph (T) * Kompositionsförderung Schwarz Robert (W) *  Fortbildungs­kosten­zuschuss Seierl Wolfgang (S) * Kompositionsförderung Stangl Burkhard (W) * Kompositionsförderung

2.000,00 2.000,00 4.000,00 3.000,00 6.600,00 6.600,00 13.200,00 2.800,00 6.600,00 3.000,00 6.000,00 2.500,00 6.600,00 800,00 13.200,00 3.000,00 13.200,00 1.000,00 3.000,00 1.900,00 3.000,00 1.000,00 13.200,00 1.500,00 13.200,00 2.000,00 700,00 2.000,00 2.000,00 1.000,00 1.500,00 2.000,00 3.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Suppan Wolfgang (W) * Kompositionsförderung Süss Reinhard (NÖ) * Kompositionsförderung Szely Peter (W) * Kompositionsförderung Trobollowitsch Andreas (W) * Startstipendium Troyer Ulrich (W) * Kompositionsförderung Vosecek Simon (W) * Kompositionsförderung Wagendristel Alexander (W) * Kompositionsförderung Wakolbinger Rudolf (W) * Kompositionsförderung Waldner Hubert (W) * Kompositionsförderung Wally Thomas (W) * Kompositionsförderung Wang Ming (W) * Kompositionsförderung Weber Oliver (W) * Kompositionsförderung Wenger Clemens (W) * Kompositionsförderung Winkler Gerhard E. (S) * Kompositionsförderung Wolfson Reyes Jaime (W) Staatsstipendium Wysocki Zdzislaw (W) * Kompositionsförderung Zabelka Mia (W) * Kompositionsförderung Zahradnicek Markus (W) * Startstipendium Zehm Norbert (T) * Kompositionsförderung Zeilinger Bernadette (W) * Startstipendium Summe

2.500,00 3.000,00 2.000,00 6.600,00 4.000,00

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst

4.000,00 1.000,00 5.000,00 2.000,00 2.000,00 4.000,00 3.200,00 5.000,00

Summe

94.310,00

1.500,00 2.000,00

1.5 Preise

1.000,00

Karastoyanova-Hermentin Alexandra (W) * Outstanding Artist Award für Musik Klement Katharina (W) * Österreichischer Kunstpreis für Musik

12.000,00

1.500,00

Summe

20.000,00

3.000,00

8.000,00

2.000,00 3.000,00 3.500,00

2 Darstellende Kunst

3.000,00 13.200,00 2.000,00 1.500,00 6.600,00 5.000,00 6.600,00 524.000,00

1.4 Prämien 1. Frauenkammerorchester Österreichs (W) * Arcade – Hortus Musicus (K) * Carinthian Lakeside Jazz Orchestra (K) Cultura Sacra (T) * Donau Philharmonie Wien (NÖ) * Ensemble die reihe (W) * Ensemble Wiener Collage (W) * Ensemble XX. Jahrhundert (W) * Gesellschaft für Musiktheater (W) * Kammerorchester Kontrapunkte (W) * Klangmanifeste (W) * Music on line (W) * Österreichische Gustav-Mahler-Vereinigung (K) * Österreichisches Ensemble für neue Musik (S) * paraflows (W) * Porgy & Bess (W) * Salzburg Biennale (S) * Schellander Matija (W) * Symphonieorchester Vorarlberg (V)

* Theaterverein Meyerhold unltd (W) * Tiroler Ensemble für neue Musik (T) * Tiroler Kammerorchester InnStrumenti (T) * tonWerk – Forum für neue Musik (W) * VEKKS (W) * Vienna Saxophonic Orchestra (W) * Wiener Concert-Verein (W) * Windkraft Tirol (T)

3.000,00 5.000,00 5.000,00 3.000,00 3.000,00 6.000,00 3.000,00 3.000,00 4.000,00 5.000,00 4.810,00 1.000,00 2.000,00 2.000,00 2.500,00 6.000,00 6.000,00 800,00 3.000,00

2.1 Jahresprogrammförderungen Drachengasse 2 Theater (W) 185.000,00 Elisabethbühne/Schauspielhaus Salzburg (S) 440.000,00 * Fadenschein (B) 6.000,00 * Forum Stadtpark Theater Dramagraz (ST) 100.000,00 IG Freie Theaterarbeit (Ö) 72.000,00 * Im_flieger (W) 12.000,00 * Innsbrucker Kellertheater (T) 40.000,00 Inter-Thalia Theater (W) 350.000,00 * Kabinetttheater (W) 25.000,00 Klagenfurter Ensemble (K) 120.000,00 Lilarum (W) 60.000,00 * liquid loft (W) 50.000,00 * M.A.P Vienna (W) 18.000,00 Neue Bühne Villach (K) 200.000,00 Schauspielhaus Wien (W) 500.000,00 * t’eig: THEATER (ST) 30.000,00 * Theater (Off)ensive Salzburg (S) 20.000,00 Theater der Jugend (W) 1.650.000,00 * Theater des Kindes (OÖ) 45.000,00 * Theater im Bahnhof (ST) 70.000,00 * Theater im Keller (ST) 50.000,00 Theater in der Josefstadt (W) 6.596.712,48 Theater Phönix (OÖ) 440.000,00 Theater zum Fürchten (NÖ) 115.000,00 * Theo Studiobühne – Theater Oberzeiring (ST) 20.000,00 Toihaus Theater (S) 70.000,00 * Tribüne Linz (OÖ) 25.000,00 Verein für modernes Tanztheater (W) 30.000,00 * Verein für neue Tanzformen (B) 70.000,00 Volkstheater Wien (W) 4.940.000,00 Vorarlberger Kulturhäuser (V) 200.000,00 * Waldviertler Kulturinitiative in Pürbach (NÖ) 150.000,00 Summe

16.699.712,48

Kunstbericht 2013  |  99

2.2 Projekt­kosten­zuschüsse * a.raum (W) * Aktionstheater Ensemble (V) * Am Apparat (W) * An Kaler (W) * Ansicht (W) * Antheunisse Ayla (T) * Armes Theater Wien (W) * Artfusion (W) * Asou (ST) * Assitej Austria (Ö) * bodi end sole (S) * bRANDjUNG (OÖ) * CCB – Center for Choreography Bleiburg (K) * Chimera – Gruppe Bilderwerfer (W) * Chromosom XX (S) * Diabelli Verein Mattsee (S) * Die Rabtaldirndln (ST) * Die Rainbacher Evangelienspiele (OÖ) * Dreizehnterjanuar (W) Dschungel Wien (W) Elisabethbühne/Schauspielhaus Salzburg (S) * Entarteopera (NÖ) * Follow the Rabbit (ST) * Forum Stadtpark (ST) * Fremdkörper (W) * Gruppe Krokodil (W) * Hackspiel Florian (T) * Haslwanter Brigitte (T) * Horvath Lisa (ST) * Ich-und-Du Sommerkindertheater (NÖ) IG Freie Theaterarbeit (Ö) * Jugendstiltheater (NÖ) * Kaendace (ST) * Kahl Cinja (W) * Kasal (W) Klagenfurter Ensemble (K) * Klang 21 (S) * Kniff (OÖ) * Kolnberger-Schneider Michael (S) * Laroque Dance Company (S) * Lawine Torren (S) * Lederhaas Christina (ST) * Leindecker Ingo (OÖ) LINK.*  Verein für weiblichen Spielraum (W) * M.A.P. Vienna (W) * makemake produktionen (W) * Mazab (S) * Mezzanin Theater (ST) * Mimamusch (Ö) * Miss Amen (W) * MOKI (W) * Montagnes Russes (W) * Nestroy Komitee Schwechat (NÖ) Neue Oper Wien (W) New Space Company (W) * NÖ Kulturszene (NÖ) * ohnetitel (S) * OHO – Offenes Haus Oberwart (B) * Ortszeit (S) * Persephone (OÖ)

100 | Kunstbericht 2013

2.500,00 20.000,00 5.000,00 5.000,00 8.000,00 1.750,00 6.000,00 5.000,00 2.000,00 5.000,00 6.000,00 3.000,00 12.000,00 5.000,00 3.000,00 8.000,00 7.000,00 6.000,00 15.000,00 50.000,00 7.900,00 10.000,00 15.000,00 10.000,00 2.500,00 5.000,00 6.000,00 3.000,00 3.000,00 9.000,00 300.000,00 4.000,00 12.000,00 6.000,00 5.000,00 26.000,00 20.000,00 6.000,00 3.000,00 35.000,00 10.000,00 2.500,00 2.500,00 110.000,00 6.000,00 10.000,00 8.500,00 20.000,00 15.000,00 4.000,00 20.000,00 15.000,00 3.000,00 120.000,00 11.500,00 122.500,00 3.000,00 15.000,00 50.000,00 6.000,00

* Progetto Semiserio (W) * Projekttheater Vorarlberg (V) * Quadrat (ST) * Raw Matters (W) * Roth Ilona (OÖ) * Salzburger Kulturvereinigung (S) Schauspielhaus Wien (W) * Schlehwein Andrea (K) * Schneck + Co (NÖ) * Silk – Verein zur Förderung von urbanem zeitgenössischem Tanz und Kunst (W) * Silk Fluegge (OÖ) * Sirene Operntheater (W) * Sommerspiele Grein (OÖ) * Staatstheater (T) * Starlinger Hildegard (S) * Strobl Reinhard (K) * Strombomboli (T) * Taka Tuka (S) * Tanz ist (V) * Tanzart (W) * Tanzimpulse Salzburg (S) * Theater der Figur (V) * Theater ecce Salzburg (S) * Theater Forum Schwechat (NÖ) * Theater im Hof (OÖ) * Theater im Lendbräukeller (T) * Theater im Ohrensessel (V) * Theater Kosmos (V) * Theater Panoptikum (S) * Theater Petersplatz (W) Theater Phönix (OÖ) * Theater Praesent (T) * Theater Werkstatt Brauhaus (NÖ) * theater.wozek (W) * Theaterverein Unpredictable Past (S) * Theatro Piccolo (NÖ) * tON/NOt (T) * toxic dreams (W) * Verein für neue Tanzformen (B) * Vitamins of Society (ST) * Walk Brigitte (V) * Wenn es so weit ist (W) * werk89 (W) * Westbahntheater (T) * Wiener Tanz- und Kunstbewegung (W) * Wolkenflug (K) * Zillertaler Mobiltheater (T) * Zweite Liga für Kunst und Kultur (ST) Summe

8.000,00 49.000,00 5.000,00 3.000,00 4.500,00 8.000,00 17.342,00 25.000,00 11.000,00 15.000,00 6.000,00 5.000,00 6.000,00 8.000,00 3.000,00 500,00 6.000,00 10.990,00 20.000,00 10.400,00 10.000,00 3.000,00 30.000,00 10.000,00 4.500,00 4.140,00 3.000,00 115.000,00 5.000,00 24.000,00 13.200,00 6.000,00 10.000,00 10.000,00 6.000,00 5.000,00 5.000,00 25.000,00 2.500,00 10.000,00 15.000,00 8.000,00 5.000,00 5.600,00 8.000,00 20.000,00 10.000,00 5.000,00 1.817.822,00

2.3 Einzelpersonen, Stipendien Arnold Katharina (W) *  Fortbildungs­kosten­zuschuss Battistich Gina (W) * Startstipendium Dachauer Dagmar (OÖ) *  Fortbildungs­kosten­zuschuss Danzinger Julia (W) * Startstipendium

3.000,00 6.600,00 3.000,00 6.600,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Delimat Hygin (OÖ) * Startstipendium Erhart Tanja (W) Tanzstipendium Földesi Bettina (W) Tanzstipendium Hazler Deborah (W) *  Fortbildungs­kosten­zuschuss Hinterreithner Lisa (S) *  Fortbilduns­kosten­zuschuss Hochfelner Caroline Mercedes (T) *  Fortbildungs­kosten­zuschuss Höhne Lina (W) * Startstipendium Holzinger Florentina (W) * Startstipendium Kirschner Samuel Johann (OÖ) Tanzsstipendium Krause Otto Oswald (W) * Startstipendium O’Connor Michael (W) * Tanzstipendium O’Gorman Asher (W) * Startstipendium Scheutz Christina (ST) * Startstipendium Schwarzbach Julia Theresa (S) * Startstipendium Senn Michaela (T) * Startstipendium Wagner Manuel (W) Startstipendium Windisch Simon (ST) * Startstipendium Summe

6.600,00 11.000,00 6.600,00 3.040,00 6.000,00 3.000,00 6.600,00 6.600,00 5.500,00 6.600,00 4.400,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 124.740,00

TAG (W) * Moorland Taka Tuka (S) * Meine Schwester (H)elena

3.000,00 3.000,00

Teatro Barocco (W) * Hochzeit auf der Alm; Pygmalion The Practical Mystery (W) * Du bist nicht allein Theater im Bahnhof (ST) * Fernliebe Theater Kosmos (V) * Seymour Theater Phönix (OÖ) * Höllenangst Theater Werkstatt Brauhaus (NÖ) * Von Menschen und Mäusen Tribüne Linz (OÖ) * Draußen vor der Tür W.ORT (NÖ) * Komtesse Mizzi Welser Katharina (T) * Du bist meiner Mutter Wiener Wortstaetten (W) * Habe die Ehre Wolkenflug (K) * Wir verkaufen immer

4.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00

Summe

93.000,00

2.5 Preise Uhlich Doris (W) * Outstandig Artist Award für darstellende Kunst Summe

8.000,00 8.000,00

2.4 Prämien A.C.M.E. (ST) * No distance left to run Aktionstheater Ensemble (V) * Werktagsrevolution Das Kunst (W) * Othello Drachengasse 2 (W) * Vater Mutter Geisterbahn; Schreibtischkiller * Europäische Theaternacht (Ö) Festival Retz (NÖ) * Der verlorene Sohn Follow the Rabbit (ST) * Der Fuchs der den Verstand verlor JTK – Junges Theater Klagenfurt (K) * Nur für 3 Tage Klagenfurter Ensemble (K) * Uksus; Ladies Voice makemake produktionen (W) * Das Kind der Seehundfrau Mezzanin Theater (ST) * Wer kennt Jackie Chan Montagnes Russes (W) * Die Geschichte vom alten Mann Neue Bühne Villach (K) * Endlich Schluss, Soll und Haben O’Conner Michael (W) * Trinity

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst

3.000,00 3.000,00 3.000,00 6.000,00 5.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 6.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 6.000,00 3.000,00

3 Festspiele und ähnliche Saisonveranstaltungen * :kult: Das neue Mühlfestival (OÖ) 15.000,00 * Academia Allegro Vivo (NÖ) 15.000,00 * Arcana Festival (W) 35.000,00 Bregenzer Festspiele (V) 2.277.640,00 Burgenländische Haydnfestspiele (B) 160.000,00 Carinthischer Sommer (K) 300.000,00 IM PULS – TANZ (W) Wiener Tanzwochen 450.000,00 Jazzfestival Saalfelden (S) 50.000,00 Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung (W) * Jiddischer Kulturherbst 15.000,00 * Klangspuren Schwaz (T) 110.000,00 * Komödienspiele Porcia (K) 27.000,00 Kulturforum Donauland-Strudengau (OÖ) * Donaufestwochen 10.000,00 Kulturkreis Gallenstein (ST) * Festival St. Gallen 15.000,00 * Kulturverein Kammermusikfest Locken­ haus (B) 20.000,00 * Lehár Festival Bad Ischl (OÖ) 35.000,00

Kunstbericht 2013  |  101

LIVA – Linzer Veranstaltungsgesellschaft (OÖ) * Brucknerfest, Klangwolken 120.000,00 NÖ Festival (NÖ) * donaufestival, Klangraum Krems, glatt & verkehrt 120.000,00 * Outreach (T) 6.000,00 Salzburger Festspiele (S) 6.015.583,01 * Schloss Laudon Kammermusikfestival (W) 1.500,00 Schlossspiele Kobersdorf (B) 20.000,00 Steirischer Herbst (ST) 566.870,00 * Styriarte (ST) 100.000,00 * Szene Bunte Wähne (NÖ) 80.000,00 Szene Salzburg (S) Sommerszene 105.000,00 Tiroler Festspiele Erl (T) 500.000,00 Tiroler Volksschauspiele Telfs (T) 90.000,00 * Trigonale (K) 65.000,00 * Veranstaltungs- und Festspiel GesmbH Gmunden (OÖ) 25.000,00 * W.ORT (NÖ) 20.000,00 Wachau Kultur Melk (NÖ) * Sommerspiele Melk 15.000,00 Wien Modern (W) 100.000,00 Summe

102 | Kunstbericht 2013

4 Investitionsförderungen Festspielhaus Erl Errichtungs- und BetriebsgmbH (T) * Tribüne Linz (OÖ)

2.500.000,00

Summe

2.515.000,00

15.000,00

11.484.593,01

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Abteilung V/3 Film Förderungsmaßnahmen im Überblick 2012

2013

10.170,45

0

2.060.470,62

2.091.805,27

17.920,00

17.840,00

228.330,00

133.480,00

Herstellung

1.357.609,00

1.450.610,00

Verwertung

296.403,02

363.732,00

11.333,60

12.643,27

5.000,00

11.500,00

Startstipendien Spielfilm

33.000,00

33.000,00

Neue Filmformate Projektentwicklung

40.000,00

24.000,00

Neue Filmformate Realisierungsbeitrag

70.875,00

45.000,00

Filminstitutionen

3.232.559,00

3.153.600,00

Jahresförderungen

2.349.759,00

2.284.000,00

Verleiher

90.000,00

110.000,00

Veranstaltungen

96.200,00

81.000,00

623.100,00

646.100,00

Druck­kosten­- und Produktions­kosten­zuschüsse

26.500,00

32.500,00

Investitionen, Filmerbe

47.000,00

0

Programmkinos

749.000,00

418.500,00

Jahresförderungen

379.000,00

410.500,00

5.000,00

8.000,00

60.000,00

0

265.000,00

0

40.000,00

0

16.570.000,00

20.000.000,00

Preise

53.000,00

53.000,00

KünstlerInnenhilfe

30.000,00

30.000,00

22.705.200,07

25.746.905,27

Ankäufe Innovativer Film Drehbuch Projektentwicklung

Reise­kosten­zuschüsse Druck­kosten­- und Produktions­kosten­zuschüsse

Filmfestivals

Veranstaltungen Digitalisierung Programmkinos Digitalisierung Regional- und Kleinkinos Digitalisierung Filmarchive Österreichisches Filminstitut

Summe

Abteilung V/3 Film

Kunstbericht 2013  |  103

1 Innovativer Film

Summereder Angela (OÖ) Ein Traum von Haus Wildart Film (W) Patric Chiha: Nach dem Sommer

1.1 Drehbuch

Summe

Breuer Ascan (W) Riding My Tiger Calisir Wilma (NÖ) Wiener Freiheit Gerstorfer Mark (W) Die Frau, die sich als Geisel nahm Hackl Libertad (W) Die Vorgeborenen Malinowski Filip Antoni (W) Sibirien Mückstein Katharina (W) Lealista Riahi Arman T. (W) Der Lehrer Summe

4.000,00 960,00 960,00 5.000,00 5.000,00 960,00 960,00 17.840,00

1.2 Projektentwicklung Backyard (W) Krisenland Bruckmayr Dietmar (OÖ) Brehm Sonate No. 1 Deutsch Gustav (W) Home New Home Movie Doborac Selma (W) Those Shocking Shaking Days European Film Conspiracy (NÖ) Daniel Hoesl: Player Evil Frog (ST) Emanuel Schreiner: Fernweh Freibeuter Film (W) Paul-Julien Robert: Face to Face Hills Henry (W) H Krautgasser Annja (T) Waldszenen Krzeczek Dariusz (W) Seeing Voices Kudláček Martina (W) Das Alphabet der Valie Export Löcker Ivette (V) Alpenrauschen Mobilefilm Produktion (W) Eva Testor: Lichttage, Lichtnächte Panossian Sabine (W) Mein Vater / Unser Vater Popovic Adnan (W) Desintegration Ruhm Constanze (W) Invisible Producers Schreiber Alexandra (ST) Die Welt ist alles, was der Fall ist Schreiner Peter Filmproduktion (W) Lampedusa Schwaiger Günter Filmproduktion (S) Günter Schwaiger: Die vier Kanten einer Wurst

104 | Kunstbericht 2013

10.000,00 2.000,00 10.000,00 5.760,00 10.000,00 600,00 8.000,00 3.300,00 3.300,00 7.000,00 6.000,00 8.500,00 10.000,00 720,00 3.300,00 10.000,00 3.000,00 15.000,00 8.000,00

4.000,00 5.000,00 133.480,00

1.3 Herstellung Ahnelt Josephine (W) Februar Arnold Martin (NÖ) Tooth Eruption Bara Tina (B) Bianca läuft Beckermann Ruth Filmproduktion (W) * Those Who Go – Those Who Stay Bergmann Birgit (K) Treibstoff Braunstein Bernhard (S) Atelier de conversation Breuer Ascan (W) Riding My Tiger Brossmann Jakob (NÖ) Lampedusa im Winter Burger Joerg (NÖ) Focus on Infinity Cenic Djordje (S) Unten Cronos Film (B) Sebastian Grandits: Europas Grenzen Dabernig Josef (K) River Plate FrameLab Filmproduktion (W) Gerald Igor Hauzenberger: Last Shelter Freibeuter Film (W) Maya McKechneay: Sühnhaus Fruhauf Siegfried A. (OÖ) Screen Lust – Exterior Extended Geyrhalter Film (W) Judith Zdesar: Die andere Seite Katharina Copony: Spieler Nicole Scherg: Genug? Golden Girls Filmproduktion (W) Arash/Arman T. Riahi: Everyday Rebellion Ulrike Gladik: The Global Shopping Village Grill Michaela (ST) Into the Great White Open Hammel Film (W) Johannes Hammel: Buildings Hausberger Eva (ST) Monumenti Heller-Tscherkassky Eve (W) Out of Sight Horvath Andreas (S) Earth’s Golden Playground Kaaserer Ruth (T) Tough Cookies Kaufmann Barbara (K) Und mit 12 war ich dann tot Kern Peter – Kulturfabrik Austria (W) Sarah und Sarah KGP – Kranzelbinder Gabriele Production (W) Elisabeth Scharang: Kick Your Boss Out

8.000,00 2.000,00 22.000,00 3.148,00 5.000,00 40.000,00 10.000,00 59.000,00 26.280,00 45.000,00 25.000,00 5.000,00 15.000,00 30.000,00 3.300,00 40.000,00 20.000,00 10.000,00 35.000,00 30.000,00 10.000,00 17.400,00 29.780,00 11.900,00 5.000,00 70.000,00 8.800,00 70.000,00 40.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Kinoki – Verein für audiovisuelle Selbstbestimmung (W) Tina Leisch: Roque Dalton, erschießen wir die Nacht! Tina Leisch, Ali Can: Sercavan – Über meinen Augen Kirsch Johanna (S) Im Zwischenland der Sehnsüchte oder einen Schritt weiter Klocker Elisabeth Maria (V) Mara Mattuschka: Different Faces of an Anti-Diva Kren Michael (W) Albatrosse Kurt Mayer Film (W) Christine Nagel: Wo ich wohne. Ilse Aichingers Blitzlichter der Erinnerung Nives Widauer: ...und du hast nie etwas gesehen La Banda Film (W) Katharina Mückstein: Talea Lauritsch Magdalena (K) Alles, was bleibt Leiva Pablo Andreas (W) König der Welt Lotus Film (W) Barbara Caspar: Superwoman Lurf Johann (W) Embargo Mattuschka Mara (Ö) Stimmen Perfect Garden Mayr Harald (OÖ) In the Woods Mischief Films (W) Ivette Löcker: Jelzin, Punk und Heroin Mobilefilm Produktion (W) Jörg Kalt: Shops Around the Corner Music Martin (OÖ) Trajectory Nabis Filmgroup (S) Lukas Rinner: Parabellum Nanook Film (W) Tina Leisch: Männer Pamminger Klaus (W) Mackey versus Film Pfaffenbichler Norbert (OÖ) Notes On Film 08: Camera / Notes On Film 09: Odessa Crash Test Pirker Sasha (W) Alexandra Plaesion Film (W) Judith Benedikt: Chinatown Vienna Praher Daniela Filmproduktion (W) Iris Blauensteiner: Schwitzen Prisma Film (W) Bruno Moll: Schubert‘s Ghost Raidel Ella (OÖ) China Dream. Postcards From Paradise Reiseckers Reisen Filmproduktion (OÖ) Michael Reisecker: Auf 4 Rädern Scheugl Hans (W) Homeless New York 1990 Schmiderer Othmar (NÖ) Im Augenblick. Die Historie und das Offene Schuster Nicole (OÖ) * Taipei Recyclers Schwentner Michaela (OÖ) Penelope / In the Scenery / Reflecting / Relations

Abteilung V/3 Film

10.000,00 5.000,00

30.000,00 2.100,00 5.000,00

Seemann Therese (ST) Mein blindes Herz Steiner Sigmund (ST) Holz.Erde.Fleisch Tscherkassky Peter (W) The Exquisite Corpus Verein zur Erforschung von Vergangenheitspolitiken (W) Walter Manoschek: Dann bin ich ja ein Mörder Wohlgenannt Claudia (V) Fiesta auf der Müllhalde Zwirchmayr Antoinette (S) Der Zuhälter und seine Trophäen Summe

42.000,00 5.000,00 20.000,00 10.000,00 5.000,00 25.000,00 2.000,00 50.000,00 1.765,00 817,00 100.000,00 20.000,00 25.000,00 25.000,00 50.000,00 5.000,00

18.700,00 10.000,00 15.000,00 40.000,00 50.000,00 30.000,00 15.000,00 3.510,00 7.000,00 7.000,00 20.000,00

21.600,00 30.000,00 10.000,00

7.510,00 5.000,00 25.000,00 1.450.610,00

1.4 Verwertung Ahnelt Josephine (W) Wasser aus Korn – Festivalverwertung Amour Fou Film (W) Anja Salomonowitz: Die 727 Tage ohne Karamo – Kinostart Arnold Martin (W) 4 Filme – Videoüberspielung Benedikt Helmut (NÖ) Verwertungskopien von 6 Filmen von Ernst Schmidt jr. Bergmann Birgit (Ö) Treibstoff – Kinostart Brudniak Angelika (W) 1+8 – Festivalverwertung Filmcasino & Polyfilm (W) Peter Kern: Diamantenfieber oder Kauf dir lieber einen bunten Luftballon – Kinostart Severin Fiala, Veronika Franz: Kern – Kinostart Filmladen Filmverleih (W) Hüseyin Tabak: Deine Schönheit ist nichts wert – Kinostart Freibeuter Film (W) Paul-Julien Robert: Meine keine Familie – Festivalverwertung Geyrhalter Film (W) Eva Eckert: Schulden GmbH – Festivalverwertung Golden Girls Filmproduktion (W) Arash/Arman T. Riahi: Everyday Rebellion – Festivalverwertung Gröller-Kubelka Friedl (W) Im Wiener Prater / Nec Spe Nec Metu / The Paris Poetry Circle – Festivalverwertung Groos Jan (W) Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist – Festivalverwertung Honetschläger Edgar (W) Omsch – Festivalverwertung Kaser Viktoria (W) Schusterhof – Kinostart KGP – Kranzelbinder Gabriele Production (W) Jem Cohen: Museum Hours – Festivalverwertung Kinoki – Verein für audiovisuelle Selbstbestimmung (W) Tina Leisch: Roque Dalton, erschießen wir die Nacht! – Festivalverwertung Tina Leisch: Roque Dalton, erschießen wir die Nacht! – Kinostart La Banda Film (W) Katharina Mückstein: Talea – Festivalverwertung

5.388,00

10.000,00 1.140,00 1.700,00 11.000,00 1.337,00

19.000,00 17.500,00

15.000,00

11.500,00 8.500,00

10.000,00

1.872,00

7.500,00 13.250,00 5.500,00 12.500,00

10.000,00 9.000,00 12.000,00

Kunstbericht 2013  |  105

Le Groupe Soleil Film (W) Filip Antoni Malinowski: Maria muss packen – Kino­ start Mayr Harald (OÖ) In the Woods – Festivalverwertung Nanook Film (W) Caspar Pfaundler: Gehen am Strand – Festivalverwertung Ofner Friedrich (W) Beirut Blend – Festivalverwertung Plan C Filmproduktion (W) Claudia Wohlgenannt: Fiesta auf der Müllhalde – Kinostart Pochlatko Florian (W) Erdbeerland – Festivalverwertung Scheugl Hans (W) Verwertung diverser Filme Schreiner Peter Filmproduktion (W) Fata Morgana – Festivalverwertung Schuster Nicole (OÖ) Parasit – Festivalverwertung Schwentner Michaela (Ö) Divertissement d’ Amour – Festivalverwertung sixpackfilm (W) Peter Schreiner: Fata Morgana – Gartenbaukino, Kinostart Spritzendorfer Dominik (W) Elektro Moskva – Festivalverwertung Stadtkino Filmverleih (W) Rainer Frimmel, Tizza Covi: Der Glanz des Tages – Kinostart Daniel Hoesl: Soldate Jeannette – Kinostart Jem Cohen: Museum Hours – Kinostart Eva Eckert: Schulden GmbH – Kinostart Edgar Honetschläger: Omsch – Kinostart Martina Kudláček: Fragments of Kubelka – Kinostart Paul-Julien Robert: Meine keine Familie – Kinostart Bernadette Weigel: Fahrtwind – Kinostart Houchang Allahyari: Robert Tarantino – Kinostart Dariusz Kowalski: Richtung Nowa Huta – Kinostart Michael Palm: Low Definition Control – Kinostart Thimfilm (W) Paul Rosdy: Der letzte Jude von Drohobytsch – Kinostart Weingartner Jakob (W) Boxeo Constitucion – Kinostart Summe

13.500,00 2.490,00

1.500,00 2.750,00

10.000,00 600,00 900,00 8.285,00

Renoldner Thomas (W) Sunny Afternoon – Annecy Stokvis Robert (ST) Viel lauter kann ich nicht schreien – Rio de Janeiro Summe

380,00 950,00 12.643,27

1.6 Druck­kosten­- und Produktions­kosten­ zuschüsse Dabernig Josef (W) Publikation Filmausstellung Mocak-Museum Krakau Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden (W) Recherche zur Entwicklung des Filmförderbudgets Theininger Martina (W) frame [o]ut 2013 – Filmreihe im Museumsquartier Summe

4.000,00

2.500,00 5.000,00 11.500,00

1.170,00 200,00

5.700,00 12.400,00

15.000,00 13.000,00 10.000,00 10.000,00 10.000,00 10.000,00 10.000,00 10.000,00 7.350,00 3.000,00 3.000,00

5.000,00 14.200,00 363.732,00

1.7 Startstipendien Calisir Wilma (W) Wiener Freiheit Gerstorfer Mark (S) Die Frau, die sich als Geisel nahm Mückstein Katharina (W) Lealista Panossian Sabine (W) Mein Vater / Unser Vater Riahi Arman T. (W) Der Lehrer

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00

Summe

33.000,00

1.8 Neue Filmformate Projektentwicklung FrameLab Filmproduktion (W) Last Shelter Bus Groosproduktion (W) Endzeit Malinowski Filip Antoni (W) My Animated Childhood Philosophie Pur (W) PHI-Film

6.000,00 6.000,00 6.000,00 6.000,00

Summe

24.000,00

1.5 Reise­kosten­zuschüsse Divers (W) Paul Wenninger: Trespass – Annecy, Hongkong, Tampere Fisslthaler Karin (W) Satellites – Berlin Fleischmann Philipp (W) Main Hall – Toronto Grill Michaela (W) Forêt d’expérimentation – Hongkong Kubelka Peter (W) Monument Film – London, New York, Brüssel Kudláček Martina (W) Fragments of Kubelka – USA Lurf Johann (W) Reconnaissance – Hongkong

106 | Kunstbericht 2013

1.9 Neue Filmformate Realisierungsbeitrag 2.303,00 450,00 763,27 1.250,00 3.900,00 1.647,00

Honetschläger Edgar (W) SOS – Sound of Sirens Krenmeier Raffaela (W) Films Imaginaires Sonovista (W) Marcus Miletich: FGF Crowd Creation Project – Motion Image Novel Zdesar Judith (K) Geister Summe

10.000,00 5.000,00

25.000,00 5.000,00 45.000,00

1.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

2.4 Filmfestivals

2 Filminstitutionen 2.1 Jahresförderungen Akademie des Österreichischen Films (Ö) Österreichischer Filmpreis 2014 Austrian Film Commission (Ö) Filmarchiv Austria (Ö) * Medienwerkstatt Wien (W) Österreichisches Filmmuseum (Ö) sixpackfilm (Ö) Studio West (S) Synema – Gesellschaft für Film und Medien (Ö) Summe

20.000,00 65.000,00 1.207.500,00 10.000,00 632.500,00 245.000,00 14.000,00 90.000,00 2.284.000,00

2.2 Verleiher Filmcasino & Polyfilm (W) * Jahrestätigkeit Filmdelights (W) * Besondere Verleihmaßnahmen Filmladen Filmverleih (W) Besondere Verleihmaßnahmen Stadtkino Filmverleih (W) Verleihsubvention für bundesweite Tätigkeit Thimfilm (Ö) Jahresförderung Summe

10.000,00 10.000,00 50.000,00 30.000,00 10.000,00 110.000,00

2.3 Veranstaltungen Diagonale (ST) Marketplace im Rahmen des Diagonale Branchentreffens Drehbuchforum Wien (W) * Projekte 2013 Drehbuchverband Austria (Ö) * Thomas-Pluch-Drehbuchpreis, Durchführung EU XXL – Kulturverein zur Förderung der europäischen Integration (W) EU XXL Forum St. Balbach Art Produktion (W) * Volxkino Verband Österreichischer Kameraleute (Ö) IMAGO Cinematographes Forum »Inspiration« 2013 Verein After Image Productions (W) Kino unter Sternen Verein der Freunde der Filmakademie Wien (W) Experts of Excellence Verein Film:riss – Verein zur Förderung der jungen Filmkultur + Filmkunst (W) Cinema Next – Kino-Initiative 2013 Verein zur Förderung des Studentenfilm­ festivals (Ö) 15. Internationales Filmfestival der Filmakademie Wien Summe

Abteilung V/3 Film

1.000,00 20.000,00 12.500,00

5.000,00 19.000,00 5.000,00 3.500,00 3.000,00

Alpinale Vorarlberg (V) 28. Kurzfilmfestival 6.000,00 Crossing Europe (OÖ) 10. Crossing Europe Filmfestival 75.000,00 Culture2Culture (W) Tricky Women 50.000,00 Diagonale (Ö) * Festival des österreichischen Films 265.000,00 DV8-Film (W) identities. Queer Film Festival 8.000,00 Hock Fritz (K) K3 Kurzfilmfestival 4.000,00 Independent Cinema (W) VIS – Vienna Independent Shorts 11.000,00 Institut Pitanga (W) XXV. Internationales Kinderfilmfestival 13.100,00 Österreichische Gesellschaft zur Erhaltung und Förderung der jüdischen Kultur und Tradition (W) Jüdisches Filmfestival 32.000,00 Otto Preminger Institut (T) * 22. Internationales Filmfestival Innsbruck 25.000,00 Südfilmfest Amstetten (NÖ) Südfilmfest Amstetten 3.000,00 this human world (W) this human world – Internationales Filmfestival der Menschenrechte 4.000,00 Viennale (W) Vienna International Filmfestival 150.000,00 Summe

646.100,00

2.5 Druck­kosten­- und Produktions­kosten­ zuschüsse ARGE Index – Medienwerkstatt & sixpack­‑ film (W) Herausgabe DVDs FC Gloria (W) FC Gloria 2013/2014 – Website, Branchenpool, Recherche Hoanzl (W) Edition Der Österreichische Film, 7. Staffel substance media (W) ray, Filmmagazin Verein für neue Literatur (W) Kolik Film, Filmmagazin Verein zur Förderung des Österreichischen und des Europäischen Films (NÖ) * celluloid, Filmmagazin Witcraft Szenario (W) Diverse Geschichten – Präsentationsveranstal­ tung 2013 Summe

5.000,00

5.000,00 8.000,00 4.000,00 3.500,00

2.000,00

5.000,00 32.500,00

7.000,00

5.000,00 81.000,00

Kunstbericht 2013  |  107

3 Programmkinos

4 Österreichisches Filminstitut

3.1 Jahresförderungen Admiral Kino (W) Jahresförderung Cinema Paradiso (NÖ) * Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Filmcasino & Polyfilm (W) Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Filmforum Bregenz (V) * Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Filmkulturclub Dornbirn (V) * Jahresförderung Filmstudio Villach (K) Jahresförderung KIZ – Kino im Augarten (ST) * Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Kulturkreis Feldkirch – Theater am Saumarkt (V) * Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Local Bühne Freistadt (OÖ) Jahresförderung Moviemento Programmkino (OÖ) * Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Österreichische Filmgalerie (NÖ) Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Otto Preminger Institut Programmkinos (T) * Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Salzburger Filmkulturzentrum – Das Kino (S) Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Verein Alternativkino Klagenfurt (K) Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Votiv Kino (W) Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Waystone Film (W) Jahresförderung inkl. Kinozuschuss Summe

8.000,00

Österreichisches Filminstitut (Ö) Jahresförderung

20.000.000,00

Summe

20.000.000,00

35.000,00 35.000,00 12.000,00

5 Preise

1.500,00 12.000,00 35.000,00 12.000,00 15.000,00 35.000,00 35.000,00 35.000,00 35.000,00 35.000,00

Covi Tizza (W) Österreichischer Kunstpreis für Film Covi Tizza, Frimmel Rainer, Bayer Xaver (W) Der Glanz des Tages, Thomas-Pluch-DrehbuchWürdigungspreis Frimmel Rainer (W) Österreichischer Kunstpreis für Film Horvath Andreas (S) Outstanding Artist Award für Avantgardefilm Ladinigg Petra, Dağ Umut (W) Kuma, Thomas-Pluch-Drehbuch-Hauptpreis Mathes Gabriele (S) Outstanding Artist Award für Dokumentarfilm Molina Catalina (W) Unser Lied, Thomas-Pluch-Drehbuch-Würdigungspreis Summe

7.500,00

5.500,00 7.500,00 8.000,00 11.000,00 8.000,00

5.500,00 53.000,00

35.000,00 35.000,00 410.500,00

3.2 Veranstaltungen Filmzentrum im Rechbauerkino (ST) Arthouse-Kinoprogramm Waystone Film (W) Spezialprogramm Topkino »Krisenzeit« Summe

108 | Kunstbericht 2013

5.000,00 3.000,00 8.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen Förderungsmaßnahmen im Überblick 2012

2013

Vereine und Veranstaltungen

7.023.463,00

6.697.469,00

Literarische Vereine, Veranstaltungen, Projekte

4.710.463,00

4.807.469,00

Kulturkontakt Austria * 

1.150.000,00

690.000,00

Literar-Mechana

1.163.000,00

1.200.000,00

Literarische Publikationen

2.920.221,00

2.934.317,08

Verlage, Buchpräsentationen

2.392.800,00

2.377.250,00

Buchprojekte

190.180,00

224.740,00

Buchankäufe

24.321,00

23.557,08

Zeitschriften

312.920,00

308.770,00

1.385.220,25

1.412.012,80

66.000,00

66.000,00

Staatsstipendien

264.000,00

264.000,00

Projektstipendien

264.000,00

264.000,00

50.400,00

50.400,00

285.100,00

295.750,00

Reisestipendien

88.931,25

91.109,18

Werkstipendien

174.000,00

177.600,00

Arbeitsbehelfe

22.289,00

32.653,62

Buchprämien

22.500,00

22.500,00

AutorInnenprämien

16.000,00

16.000,00

Mira-Lobe-Stipendien

33.000,00

33.000,00

Startstipendien

99.000,00

99.000,00

241.345,00

275.150,00

Übersetzungsprämien

68.800,00

78.700,00

Arbeitsstipendien

21.645,00

24.450,00

Reisestipendien

10.340,00

15.000,00

Übersetzungs­kosten­zuschüsse

140.560,00

157.000,00

Preise

154.000,00

127.000,00

33.804,17

33.811,00

11.758.053,42

11.479.759,88

Personenförderung DramatikerInnenstipendien

Robert-Musil-Stipendien Arbeitsstipendien

Übersetzungsförderung

KünstlerInnenhilfe Summe

*  Seit 2013 betreut Kulturkontakt Austria gemeinsam mit der Kunstsektion ein umfangreiches Artist-in-Residence-Programm. Die Jahressubvention für den Verein wurde entsprechend angepasst.

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

Kunstbericht 2013  |  109

1 Literarische Vereine, Veranstaltungen, Projekte 8ung Kultur (T) * Literaturprogramm 8.000,00 AG Literatur (OÖ) Jahrestätigkeit 14.600,00 Akademie Graz (ST) * Literaturwettbewerb 7.400,00 Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (T) Lesungen 1.000,00 Association Interscenes (Ö/Frankreich) * Lesungen 15.000,00 Aufdraht (NÖ) * Literadio 10.000,00 Brikcius Eugen (W) * Hommage an Franz Kafka 1.100,00 Buch 13 – Verein zur Förderung heimischer Literatur-Kultur (K) * Lesungen 1.245,00 Buch.Zeit – Infozentrum für Jugendliteratur und Schulbibliotheken Wels (OÖ) * Jahrestätigkeit 5.000,00 Buchkultur Verlag (W) Lesungen 5.000,00 Das böhmische Dorf (W) Jahrestätigkeit 10.000,00 Das Kinderbuchhaus im Schneiderhäusl (NÖ) * Sommerschule für Kinderbuchillustration 2.800,00 Design Austria (W) Jahrestätigkeit 8.000,00 * Ausstellung Illustration im Bilderbuch 8.000,00 Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur (W) Jahrestätigkeit 1.150.000,00 * Infrastrukturelle Maßnahmen 111.607,00 Babelsprech. Junge deutschsprachige Dichtung 9.000,00 Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur (W) * Jahrestätigkeit 11.300,00 Echo Medienhaus (W) * Rund um die Burg 30.000,00 Elfriede-Jelinek-Forschungszentrum (W) * TABU: Bruch. Überschreitungen von Künstlerinnen 1.500,00 Erika-Mitterer-Gesellschaft (W) * Jahrestätigkeit 8.000,00 Erostepost (S) * Jahrestätigkeit 13.000,00 Erstes Wiener Lesetheater und Zweites Stegreiftheater (W) * Jahrestätigkeit 10.000,00 Esra (W) * Lesungen 1.200,00 Festspiele Reichenau (NÖ) Dramatisierung von Gustave Flaubert: Madame Bovary 18.000,00 Forum Stadtpark (ST) Jahrestätigkeit 14.000,00 Franz-Michael-Felder-Verein (V) * Jahrestätigkeit 2.200,00 Freunde und Förderer der Burg Raabs (NÖ) * Poetenfest Burg Raabs 5.000,00

110 | Kunstbericht 2013

Freunde zeitgenössischer Dichtung (OÖ) * Jugendliteraturwerkstatt Alberndorf Ganglbauer Petra (W) * Frau in der Gesellschaft, Lehrgang Wiener Schreibpädagogik Gesellschaft der Lyrikfreunde (T) Lesungen Gesellschaft zur Erforschung von Grundlagen der Literatur (ST) Ernst-Jandl-Dozentur für Poetik Lesungen Waldschreiberstipendium im Feistritzwald Grazer Autorinnen Autorenversammlung (Ö) * Jahrestätigkeit Literatur als Radiokunst Grillparzer Gesellschaft (W) Jahrestätigkeit Hauptverband des Österreichischen Buch­ handels (Ö) * Jahrestätigkeit Hevalti (W) Lesung Holzner Birgit (T) * Innsbrucker Wochenendgespräche IG Autorinnen Autoren (Ö) Jahrestätigkeit IG Übersetzerinnen Übersetzer (W) Jahrestätigkeit Innsbrucker Zeitungsarchiv (T) * Jahrestätigkeit Institut für Jugendliteratur (W) Jahrestätigkeit Schreibzeit für junges Publikum Institut für Österreichkunde (W) * Jahrestätigkeit Intakt (W) Literatur und Bildende Kunst Interessengemeinschaft Heimrad Bäcker (OÖ) * Heimrad-Bäcker-Preis Internationales Dialektinstitut (S) * Jahrestätigkeit Josef-Reichl-Bund (B) Güssinger Begegnung Jura-Soyfer-Gesellschaft (W) Jahrestätigkeit Kärntner Schriftstellerverband (K) Alpen-Adria-Literatursymposion Keine Delikatessen – Bühne für Schrift­ Bilder (W) Lesungen Kulturkontakt Austria (Ö) Jahrestätigkeit Kulturverein Buch im Beisl (W) Lesungen Kulturverein Forum Rauris (S) Rauriser Literaturtage Kulturverein Wurzelhof (NÖ) Schreibwerkstatt Kulturvernetzungsverein Heidenreichstein (NÖ) * Literatur im Nebel Kunsthaus Mürzzuschlag (ST) Jahrestätigkeit Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf (Ö/ Deutschland) Stipendienprogramm für österreichische AutorInnen Kunstverein Wien – Alte Schmiede (W) * Jahresprogramm Literatur

1.500,00

1.800,00 2.000,00

6.000,00 2.400,00 1.700,00 125.000,00 4.380,00 2.600,00

81.500,00 200,00 3.000,00 530.000,00 90.000,00 3.700,00 378.000,00 3.000,00 20.000,00 800,00 4.000,00 4.500,00 1.500,00 15.000,00 2.000,00

800,00 690.000,00 1.800,00 20.000,00 8.000,00 10.000,00 68.000,00

2.000,00 11.820,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Kunstvereinigung AKunst (W) * Lise-Meitner-Literaturpreis 2.200,00 Labyrinth (W) * Höfleiner Donauweiten Poesiefestival 1.500,00 Lebenskunstnetzwerk (ST) Mit Märchen leben 2.500,00 Linzer Frühling Literatur und so (OÖ) * Jahrestätigkeit 2.000,00 Literarische Gesellschaft St. Pölten (NÖ) * Jahrestätigkeit 3.640,00 Literarische Nahversorger (OÖ) Literaturfestival Schlierbach 2.000,00 Literarisches Colloquium Berlin (Ö/Deutschland) Stipendienprogramm für österreichische AutorInnen 4.800,00 * Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum 1.400,00 Literar-Mechana (Ö) Sozialfonds für SchriftstellerInnen 1.200.000,00 Literatur- und Contentmarketing (W) * Lesefestwoche 64.300,00 Literaturforum Schwaz (T) * Lesungen 2.500,00 Literaturhaus am Inn (T) Jahrestätigkeit 70.000,00 Literaturhaus Graz (ST) * 10 Jahre Literaturhaus Graz 20.000,00 * Ausstellung Werner Schwab 15.000,00 * Kinder- und Jugendbuchfestival Bookolino 10.000,00 Literaturhaus Mattersburg (B) Jahrestätigkeit 55.000,00 * 20 Jahre Literaturhaus Mattersburg 8.000,00 Literaturhaus Schanett (V) * Lesungen 4.000,00 Literaturkreis Podium (W) * Jahrestätigkeit 15.800,00 Maerz Künstlervereinigung (OÖ) * Jahresprogramm Literatur 4.000,00 Maxian Media Services (OÖ) * Krimi Literatur Festival 4.000,00 Miriam – Verein zur Förderung von Medienvielfalt (OÖ) * Summerau 96 1.100,00 Morad Mirjam (W) Jury der jungen Leser 4.000,00 Museumsverein St. Veit im Pongau (S) Thomas-Bernhard-Tage 1.000,00 Netzwerk Memoria (OÖ) * Jahrestätigkeit 3.000,00 NÖ Kulturszene Betriebsges.m.b.H. (NÖ) * Kinder- und Jugendbuchfestival 15.000,00 Oberösterreichischer P.E.N.-Club (OÖ) Jahrestätigkeit 1.100,00 Österreichische DialektautorInnen und Archive (W) Jahrestätigkeit 35.000,00 * Infrastrukturelle Maßnahmen 5.000,00 Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (W) * Jahrestätigkeit 15.000,00 Österreichische Gesellschaft für Kultur­politik (W) * Jahrestätigkeit 10.000,00 Österreichische Gesellschaft für Literatur (W) Jahrestätigkeit 281.000,00 Österreichischer Buchklub der Jugend (W) Jahrestätigkeit 75.000,00 Österreichischer Kunstsenat (Ö) Jahrestätigkeit 28.000,00

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

Österreichischer P.E.N.-Club (Ö) * Jahrestätigkeit * Roma-Literaturpreis Österreichischer Schriftsteller/innen­verband (W) Jahrestätigkeit O-Töne (W) Literaturfestival O-Töne Pöder Elfriede (T) Poetikvorlesung Andrea Winkler Prolit – Verein zur Förderung von Literatur (S) * Jahrestätigkeit Rabinowich Julya (W) * Meeting Jedermann Salon (W) * Jahrestätigkeit Salzburger AutorInnengruppe (S) Jahrestätigkeit Salzburger Literaturforum Leselampe (S) * Jahrestätigkeit Salzburger Literaturhaus (S) Jahrestätigkeit Infrastrukturelle Maßnahmen Salzkammerspiele (ST) Lesungen Schaub Anita C. (W) Frauen – Bilder Schiefer Bernadette Maria (W) Lesungen Schloss Wartholz (NÖ) * Literaturwettbewerb Wartholz Schmidt Gue (W) * The RED, Ruse Art Gallery Schule für Dichtung in Wien (W) Jahrestätigkeit Serles Katharina (W) Lesungen Vea Kaiser, Fabian Faltin Simonsen Beatrice (W) Literaturraum im Bildhauerhaus Sprachsalz – Verein zur Förderung von Literatur (T) Internationale Literaturtage Hall/Tirol St. Veiter Literaturtage (K) St. Veiter Literaturtage Stadtgemeinde Gleisdorf Stadthallen KG (ST) * Gleisdorfer Literaturfestival Stadttheater Wien (W) * Marianne Fritz. Der’s kriegt, den freut‘s irr! Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (W) * Jahrestätigkeit Literatur Stiller Michael (W) Europäischer Frühling, AutorInnentagung Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (W) Jahrestätigkeit Target Reply – Verein für Kunst- und Medienprojekte (W) Art Visuals & Poetry Festival Theaterverein Meyerhold unltd. (W) Lesungen Theodor-Kramer-Gesellschaft (W) Jahrestätigkeit Thomas-Bernhard-Privatstiftung (Ö) Jahrestätigkeit Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative (T) * Jahrestätigkeit

70.000,00 2.000,00 18.000,00 18.000,00 277,00 8.000,00 3.000,00 4.000,00 6.000,00 10.000,00 110.000,00 11.000,00 500,00 1.000,00 300,00 30.000,00 1.100,00 140.000,00 1.500,00 1.500,00

20.000,00 1.000,00 12.000,00 4.000,00

23.000,00 8.000,00

27.100,00

2.000,00 300,00 32.000,00 88.000,00 3.500,00

Kunstbericht 2013  |  111

Töchter der Kunst (W) * Liebes (Wort) Sport Turmbund – Gesellschaft für Literatur und Kunst (T) Jahrestätigkeit Unabhängiges Literaturhaus NÖ (NÖ) Jahrestätigkeit UniT – Verein für Kultur an der Karl-FranzensUniversität Graz (ST) * Drama Forum * Kritikfabrik Universitas Austria (Ö) Jahrestätigkeit Veranstaltungs- und Festspiel GesmbH Gmunden (OÖ) * Literaturprogramm Verband Dramatiker und Dramatikerinnen (W) Hörspieltage Verein Büro für Text und Ton (W) Hoergerede 13 Verein Cognac & Biskotten (T) Lesungen Verein der Freunde des Musil-Instituts (K) Jahrestätigkeit * Vorbereitung Werkausgabe Christine Lavant Verein Exil (W) * Jahrestätigkeit Verein für neue Literatur (W) * Leondinger Akademie * Lesungen Verein Innsbrucker Wochenendgespräche (T) Innsbrucker Wochenendgespräche Verein Jugend-Literatur-Werkstatt Graz (ST) * Internationale Werkstattwochen Verein Kulturbüro (OÖ) * OÖ Kulturvermerke Sprechtage Wels Verein Literatur und Medien (W) * Lichtzeile Verein Literaturfest Salzburg (S) * Literaturfest Salzburg Verein Literaturgruppe Perspektive (ST) * Lesungen Verein Literaturzeitschriften Autorenverlage (NÖ) * Infrastrukturelle Maßnahmen Verein Projekt Schwab (ST) Vorbereitung Werkausgabe Werner Schwab Verein zur Abhaltung von Kammeropern- und Literaturfestivals in Retz (NÖ) * Literaturprogramm Verein zur Förderung der Bibliothek ungelesener Bücher (W) * Jahrestätigkeit Verein zur Förderung des Österreichischen Kabarettarchivs (ST) Ausstellungen Egon Friedell, Das Kabarett zieht in den Krieg, Lachen im Keller * Infrastrukturelle Maßnahmen Verein zur Förderung und Erforschung der antifaschistischen Literatur (W) Jahrestätigkeit Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen (W) * Raum für Übersetzungen VEWZ-Literaturverein (W) Lesungen Vienna Lit Literaturverein (W) * Lesungen

112 | Kunstbericht 2013

900,00

4.900,00 110.000,00

68.500,00 6.000,00 3.700,00

5.000,00 9.400,00 5.000,00 1.500,00 70.000,00 10.000,00 36.400,00

W+W Kultur (W) Berta Zuckerkandl und die bittere Wahrheit Wachau Kultur Melk (NÖ) * Virtuelle Bibliothek readme.cc * Europäische Literaturtage Wanko Martin (ST) Im Wald stehen Peter Rosegger – reloaded Webbrain (W) Lesungen Weihs Richard (W) Lesungen Welt & Co – Kulturverein Kunstraum Ewigkeitsgasse (W) Politik & Poesie Werkraum Abersee (OÖ) Jahrestätigkeit Wolfgangsee Literatur (OÖ) Lesungen Wortspiele – Verein für interkulturelle Aktivitäten (W) * Wortspiele 9 Wort-Werk – Verein zur Förderung von Literatur und Kunst (K) Die 9. Nacht der schlechten Texte Summe

1.000,00 15.000,00 12.000,00 4.000,00 4.000,00 1.400,00 1.500,00

2.500,00 3.000,00 2.000,00

2.500,00

2.000,00 6.697.469,00

10.000,00 2.200,00 3.000,00 8.000,00 6.000,00 3.000,00 5.450,00 30.000,00 2.200,00 900,00 6.000,00

10.000,00

3.600,00

6.000,00 1.000,00

6.550,00

4.000,00 1.000,00 3.500,00

2 Literarische Publikationen 2.1 Verlage, Buchpräsentationen Arbeitsgemeinschaft Österreichische Privatverlage (Ö) Jahrestätigkeit Bibliothek der Provinz (NÖ) Verlagsförderung Böhlau Verlag (W) Verlagsförderung Braumüller Verlag (W) Verlagsförderung Buchkultur Verlag (W) Jahrestätigkeit Christian Brandstätter Verlag (W) * Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Czernin Verlag (W) Verlagsförderung * Vertriebsmaßnahmen Deutschland Drava Verlag (K) Verlagsförderung edition ch (W) * Buchpräsentationen Edition Das fröhliche Wohnzimmer (W) Buchpräsentationen, Teilnahme an Buchmessen Edition Keiper am Textzentrum Graz (ST) Verlagsförderung Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Edition Koenigstein (NÖ) Teilnahme an der Leipziger Buchmesse Edition Korrespondenzen (W) * Verlagsförderung Edition Lex Liszt 12 (B) * Verlagsförderung

140.700,00 54.600,00 54.600,00 36.400,00 16.800,00 15.000,00 100.100,00 20.000,00 54.600,00 1.100,00 2.200,00 9.100,00 6.000,00 250,00 18.200,00 18.200,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Edition Roesner (NÖ) * Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Edition Splitter (W) * Buchpräsentationen Infrastrukturelle Maßnahmen Edition Steinbauer (W) * Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Edition Tandem (S) * Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Edition Thanhäuser (OÖ) Buchpräsentationen, Teilnahme an Buchmessen Edition Thurnhof (NÖ) * Teilnahme an Buchmessen Folio Verlag (W) * Verlagsförderung Haymon Verlag (T) Verlagsförderung Jung und Jung Verlag (S) Verlagsförderung Kitab Verlag (K) Verlagsförderung Klever Verlag (W) * Verlagsförderung Kultur AG (W) * 30 Jahre Albatros Verlag * Teilnahme Leipziger Buchmesse Kyrene Literaturverlag (W) * Verlagsförderung * Buchpräsentationen Limbus Verlag (T) Verlagsförderung * Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Literaturverlag Droschl (ST) Verlagsförderung Löcker Verlag (W) Verlagsförderung Luftschacht Verlag (W) Verlagsförderung * 10 Jahre Luftschacht Verlag Mandelbaum Verlag (W) Verlagsförderung AutorInnenhonorare Milena Verlag (W) Verlagsförderung * Infrastrukturelle Maßnahmen * AutorInnenhonorare Mohorjeva-Hermagoras (K) Verlagsförderung * Buchpaket für Slowenien Müry Salzmann Verlag (S) Verlagsförderung Buchpräsentation Obelisk Verlag (T) * Verlagsförderung Otto Müller Verlag (S) * Verlagsförderung * Teilnahme Leipziger Buchmesse * Literatur und Kritik-Fest Passagen Verlag (W) Verlagsförderung * Buchpräsentation Paul Zsolnay Verlag (W) Verlagsförderung Picus Verlag (W) Verlagsförderung * Vertriebsmaßnahmen Deutschland

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

3.000,00 2.200,00 2.000,00 4.000,00 5.000,00 5.000,00 2.200,00 36.400,00 118.300,00 109.200,00 18.200,00 45.500,00 1.000,00 1.000,00 9.100,00 5.000,00 18.200,00 8.000,00 109.200,00 63.700,00 45.500,00 5.000,00 45.500,00 10.000,00 36.400,00 10.000,00 3.700,00 36.400,00 25.000,00 27.300,00 3.000,00 18.200,00 72.800,00 3.700,00 3.000,00 45.500,00 2.000,00

Promedia Verlag (W) Verlagsförderung * Infrastrukturelle Maßnahmen Teilnahme Leipziger Buchmesse Residenz Verlag (NÖ) Verlagsförderung Resistenz Verlag (OÖ) Buchpräsentationen Ritter Verlag (K) Verlagsförderung Septime Verlag (W) Verlagsförderung Sisyphus Autorenverlag (K) Jahrestätigkeit Sonderzahl Verlag (W) Verlagsförderung Verein der Freunde der Edition Atelier (W) * Verlagsförderung Verlag Johannes Heyn (K) * Werbe- und Vertriebsmaßnahmen Verlag Jungbrunnen (W) Verlagsförderung * 90 Jahre Verlag Jungbrunnen Verlag Kremayr und Scheriau (W) * Verlagsförderung Verlag Turia und Kant (W) * Verlagsförderung Verlagsbüro W./Metroverlag (W) Verlagsförderung Wiener Dom-Verlag (W) Verlagsförderung Wieser Verlag (K) Verlagsförderung * Infrastrukturelle Maßnahmen * 25 Jahre Wieser Verlag * Herausgeberhonorare Summe

27.300,00 4.000,00 3.700,00 136.500,00 1.500,00 36.400,00 18.200,00 4.000,00 54.600,00 36.400,00 6.000,00 45.500,00 8.000,00 18.200,00 45.500,00 27.300,00 18.200,00 63.700,00 8.000,00 6.000,00 5.500,00 2.377.250,00

2.2 Buchprojekte AG Literatur – Edition Art Science (OÖ) Armin Anders: Müll Raimund Bahr: gebete eines atheisten Petra Ganglbauer: Ringhörig Karin Gayer: Innenaußenwelten C.H. Huber: fortschreibung * Gerhard Jaschke: Allerweltsgedichte Erika Kronabitter: Decodierung der Dekaden * Erika Kronabitter (Hrsg.): Feldkircher Lyrikpreis 2013 Andreas Pargger: Kindheit am Fluss Mechthild Podzeit-Lütjen (Hrsg.): Die Wurzel trägt dich Elisabeth Steinkellner: text | körper Günter Vallaster: Am Sims Alfred Warnes: Ausgemustert Amalthea Signum Verlag (W) Philipp Traun: Bin gesund und guter Dinge ARGE Flugschrift (W) Flugschrift 4–6

900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 900,00 1.500,00 4.000,00

136.500,00 109.200,00 50.000,00

Kunstbericht 2013  |  113

Arovell Verlag (OÖ) * Klaus Ebner: Ohne Gummi * Martin Chroust: Rosinen & Mandeln * Sven Daubenmerkl: Wandern in Verdun * Philipp Hager: Mit einem lachenden und einem blauen Auge * Ines Oppitz: Ein schwebendes Verfahren * Christine Schmidhofer: Wiedersehen mit einem Engel * Peter Paul Wiplinger: Schattenzeit Eva Worlicek: sehnsüchtig unerwartet Berenkamp Buch- und Kunstverlag (T) Ilse Brem: Unter einem fremden Himmel * Doris Karner: Wenn Jakob träumt Christian Brandstätter Verlag (W) * Ernst Strouhal: Zoo der imaginären Tiere Der Drehbuchverlag Milrad und Co (W) * Helmut Zenker: Kottan ermittelt, 9 Bände * Alfred Polansky: Die schlafenden Farben Die Furche (W) Literaturbeilage Frühling und Herbst Edition Aramo (W) Michael Stiller (Hrsg.): Weinwanderungen durch die Wachau und das Kamptal edition ch (W) Ilse Kilic, Fritz Widhalm: Auf und ab – trab, trab, trab Edition Das fröhliche Wohnzimmer (W) Ilse Kilic, Fritz Widhalm: Einflüsse * Fritz Widhalm (Hrsg.): OU – VIE – PO – Werkstatt für Potentielles Leben * Fritz Widhalm (Hrsg.): ZU (Gabe) – Texte zu Tönen Edition Keiper am Textzentrum Graz (ST) Klaus Bielau: Die Insel von jenseits der Zeit Gertrude Maria Grossegger: hier außer mir Wolfgang Pollanz: 33 Songs Friederike Schwab: Der Schlaf im Bauch des Chinesen Jörg-Martin Willnauer: Lachstein Edition Krill (W) Sigrid Eyb-Green: 15 dag Extrawurst Bodo Hell, Ingrid Schreyer: Nachsuche * Wolfgang Gosch, Virgil Guggenberger: Immer Freitag * Michael Hammerschmid: die drachen die lachen Edition Laurin (T) Birgit Unterholzner: Für euch, die ihr träumt * Robert Kleindienst: Nicht im Traum Anna Rottensteiner: Lithops Peter Simon Altmann: Sommerneige Florian Gantner: Was man liest Bernd Schuchter: Link und Lerke Edition Lex Liszt 12 (B) * Sabrina Hergovich: Hertha Kräftner * Hubert Hutfless: papier gesungen * Hannes Vyoral: leichter proviant * Linda Maria Csencsits: Liebe und andere Rasereien * Stefan Horvath: Atsinganos Christoph Mauz, Paul Muehlbauer: Der Streifenschlatz Edition Marlit (B) Peter Wagner: Kreuzigungen Edition Roesner (NÖ) Serafettin Yildiz: Beistrich * Erich Schirhuber: In alten Legenden und bei Zeiten * Stephan Denkendorf: Grosso Mogul Edition Sonnberg (W) * Wolfgang Glechner: Niemand ist in Braunau geboren

114 | Kunstbericht 2013

700,00 600,00 600,00 600,00 600,00 600,00 600,00 600,00 1.000,00 900,00 2.000,00 3.600,00 800,00 28.000,00

1.000,00 800,00 730,00 730,00 730,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 700,00 500,00 500,00 1.500,00 1.300,00 1.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.500,00 1.000,00 1.000,00 700,00 700,00 600,00 2.000,00 1.200,00 1.000,00 900,00

950,00

Edition Splitter (W) * Sylvia Rosenhek: Ich möchte durchbrennen in meine Welt Edition Tandem (S) Margarita Fuchs: Baiana * Felicitas Biller, Marko Dinic (Hrsg.): Bureau du Grand Mot * Birgit Birnbacher: Mal lichterloh, mal wasserblau Christoph Janacs: Mein Schatten, den ich nicht werfe Teresa Prothmann, Waltraud Prothmann: Mischka mit den sieben Leben Edition Thanhäuser (OÖ) Ludwig Hartinger: Die Schärfe des Halms * Wolfgang Kubin: Dichter ohne Tinte Fiston Mwanza: Der Fluss im Bauch Evolver – Verein zur Förderung europäischer und weltweiter Populärkultur (W) Robert Draxler: Pol Pot Polka. Ein Fall für Kay Blanchard Falter Zeitschriften GmbH (W) Literaturbeilagen Bücherfrühling, Bücherherbst Forum Stadtpark (ST) Max Höfler (Hrsg.): Neuestes Schreiben. Forum Stadtpark Literatur 2010–2012 Guggenberger Michael (T) Michael Guggenberger, Roland Maurmair: Bilderschrift Jung und Jung Verlag (S) Ernst Herbeck: Der Hase!!! Oswald Wiener: Die Verbesserung von Mitteleuropa Edition Koenigstein (NÖ) * Ewald Baringer, Heinz Janisch, Gabriele Kögl, Magda Woitzuck: Schwarzer Genius Loci Kultur AG (W) Roland Reichart-Mückstein: Gugging Kulturinitiative Klopfzeichen (W) Wolfgang Eigensinn: Die Archive des Eigensinns Kyrene Literaturverlag (W) Hans Augustin: Der Fälscher Helmuth Schönauer: Der Mitterweg ist ausweglos Franzobel: Der junge Hitler Hans Haid: 74 Dialektgedichte * Victor Tiefenbrunner: Sportcafe Arno Heinz: Und die Nacht Elias Schneitter: Zirl. Innweg 8 Labor Verlag (W) * Ondrej Cikàn: Prinz Aberjaja Leykam Buchverlagsgesellschaft (ST) Marlen Schachinger: Leben * Mathias Grilj: Die Sonne geht auf * Wolfgang Kühnelt: Grazer Beislballaden * Birgit Pölzl: Das Weite suchen * Daniela Kocmut: zwiesprachig WAS. Schöner scheitern Reinhard Lechner: handschrift und zeitstrahl Literaturkreis Podium (W) * Podium Porträt, Band 62–74 Literaturverlag Droschl (ST) Elfriede Gerstl: Gesamtausgabe, Band 2 und 3 Mitter Verlag (OÖ) Liesl Ujvary: Ein Schattenprogramm * Günther Kaip: Wenn du an deiner Himmelsschraube drehst Obelisk Verlag (T) Traudi Reich: Das Einhorn auf Spurensuche Walter Thorwartl: Kampf um die Löwenburg * Michaela Holzinger: Drachen küsst man nicht Saskia Hula: Kaninchentage

1.500,00 1.000,00 900,00 800,00 800,00 500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00

700,00 35.000,00

1.000,00

500,00 1.000,00 1.000,00

750,00 1.100,00 750,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 1.000,00 1.000,00 700,00 400,00 900,00 1.400,00 1.300,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 1.000,00 900,00 4.800,00 6.000,00 1.100,00 1.000,00 1.100,00 1.100,00 800,00 800,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Oberösterreichischer P.E.N.-Club (OÖ) * Peter Paul Kaspar: Literarische Weihnachten * Friedrich Ch. Zauner: Tamar Österreichischer Schriftsteller/innenverband (W) * Anthologie Literarisches Österreich Paul Zsolnay Verlag (W) Albert Drach: Amtshandlung gegen einen Unsterblichen Praesens Verlag (W) Jelinek (Jahr) Buch Praesent – Das österreichische Literaturjahrbuch Resistenz Verlag (OÖ) Corinna Antelmann: Die Schattenseite des Mondes Marie Kaps: Sätze für etwas das ohne Sätze geschieht * Günther Lainer: HAM HAM Fritz Schermer: Das Auge des Schafes * Elisabeth Strasser: Martin und der Klang des Schnees * Sebastian Vogt: Der wundersame Affe Fritz Gerhard Waiz: die beine der schöneren lügen Seifert Verlag (W) Fritz Lehner: Margolin Ludwig Hirsch: Ich weiß es nicht, wohin die Engel fliegen Sisyphus Autorenverlag (K) Gerhard Deiss: Klänge der Stille Ludwig Roman Fleischer: Alles Holler * Dietmar Füssel: Der Sohn einer Hure * Elmar Mayer-Baldasseroni: Die Hinrichtung Sperl Dieter (W) * Dieter Sperl: Wenn die Landschaft aufhört Svoboda Robert (NÖ) Wolfgang Baminger: Gedichte Romina Mayer, Norbert Mayerhofer: Sisyphos Barbara Neuwirth, Andrea Schnell: Fern.Weh Robert Svoboda: Mahagonny Theodor-Kramer-Gesellschaft (W) Erika Bezdickova: Mein langes Schweigen * Siglinde Bolbecher: Nadelstich * Trude Krakauer: Niewiederland * Nahid Bagheri-Goldschmied: Chawar Tyrolia Verlag (T) * Annemarie Regensburger: Gewachsen im Schatten Verein der Freunde des Musil-Instituts (K) * Festschrift für Klaus Amann Verein Exil (W) * Ekaterina Heider: Meine schöne Schwester Verein für Gesellschaftskritik (W) Anthologie Ihr nennt uns Menschen? Wartet noch damit Verlag Aichmayr (OÖ) Gottfried Tichy: Schweinchen Schnüfferl und die berühmten Menschen Verlag Der Apfel (W) Christine Haidegger: Texas Travels Wilhelm Pellert: Wittgenstein. Lamarr. Sindelar. Bronnen. Messenhauser Dorothea Zeemann: Uriel Annett Krendlesberger: Flaschendrehn Verlag Ferdinand Berger und Söhne (NÖ) Anthologie Neue Lyrik aus Österreich Verlag Guthmann und Peterson (W) * Dietwin Koschak: Des Caterpillars Echo Verlag Johannes Heyn (K) Harald Schwinger: Die Farbe des Schmerzes Nino Ernst Mandl, Natalie Eva Ofenböck: Fräulein Gustl oder Ich muss auf die Uhr schau’n

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

910,00 910,00 1.200,00

4.000,00 1.500,00 1.500,00 600,00 600,00 600,00 600,00 600,00 600,00 600,00 2.100,00 1.500,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 900,00 480,00 450,00 450,00 450,00 450,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.100,00

1.500,00 2.200,00 1.100,00

1.000,00

700,00 1.000,00 1.000,00 1.000,00 900,00 2.000,00 700,00 1.500,00

Verlagsbüro Schwarzer (W) Gerald Szyszkowitz: Stücke für die Freie Bühne Wieden Verlagshaus Hernals (W) Wolfgang Ellmauer: Das Lieblingstier des Papstes * Mathias Handwerk, Harald Pesata (Hrsg.): 5er Edition. Literatur aus Margareten Rudolf Kraus: ein ende ist nicht abzusehen VEWZ-Literaturverein (W) Andreas Luf: Sixpack Zaglossus e.U. (W) * Denica Bourbon: Cheers! Stories of a Fabulous Queer Summe

1.500,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 500,00

1.100,00 224.740,00

2.3 Buchankäufe Bonnier Media Deutschland (Ö/Deutschland) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis de‘A Panoptikum Publishing Pool (NÖ) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Eckart Buchhandlung (W) Dietmar Grieser: Landpartie Edition Graphischer Zirkel (NÖ) Erich Fitzbauer: Zuschlechterletzt – Zuguterletzt, Was sich so um mich herum begibt, Auf vielen Ebenen unterwegs, Unzeit-Gemäßes Ibera Verlag (W) Miguel Herz-Kestranek: Die Frau von Pollak oder wie mein Vater jüdische Witze erzählte Jendrusch Andrej (W) Topsy Küppers: Lauter liebe Leute kidlit medien GmbH (W) 1000 und 1 Buch Loewe Verlag (Ö/Deutschland) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Luftschacht Verlag (W) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Magistrat der Landeshauptstadt Linz (OÖ) Facetten. Literarisches Jahrbuch der Stadt Linz Morgen – Kulturzeitschrift aus Nieder­öster­ reich (NÖ) Morgen Obelisk Verlag (T) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Residenz Verlag (NÖ) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Verlag Freies Geistesleben (Ö/Deutschland) Buchankauf Österreichscher Kinder- und Jugendbuchpreis Verlag Jungbrunnen (W) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Wiener Dom-Verlag (W) Buchankauf Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Summe

604,79

882,00 918,00

1.410,00

1.000,00 1.000,00 8.718,00

448,01

1.472,40 1.700,00

1.459,00

538,20

1.180,80

650,68

502,40

1.072,80 23.557,08

1.000,00

Kunstbericht 2013  |  115

2.4 Zeitschriften Arbeitsgemeinschaft Autorinnen (W) Entladungen Buchkultur Verlag (W) Buchkultur Das Ultimative Magazin (NÖ) DUM Detela Lev (W) * LOG Edition Schreibkraft (ST) * Schreibkraft Egger Daniela (V) Miromente Europa-Literaturkreis Kapfenberg (ST) Reibeisen Eurozine – Gesellschaft zur Vernetzung von Kulturmedien (W) * Eurozine Gleichgewicht – Driesch Verlag (NÖ) * Driesch Initiative Minderheiten (W) * Stimme von und für Minderheiten Keul Thomas (W) * Volltext Krautgarten – Forum für junge Literatur (Ö/Belgien) * Krautgarten Kultur – Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft (V) * Kultur Kulturverein Landstrich (OÖ) Landstrich Lichtungen – Zeitschrift für Kultur, Kunst und Zeitkritik (ST) Lichtungen Literaturverein Manuskripte (ST) Manuskripte New Books in German (Ö/Großbritannien) * New Books in German Otto Müller Verlag (S) Literatur und Kritik Passagen Verlag (W) Weimarer Beiträge * Texte Paul Zsolnay Verlag (W) Profile Romano Centro – Verein für Roma (W) Romano Centro Salzburger Literaturforum Leselampe (S) * Salz Still-Bruch (NÖ) * Wortwerk Tyrolia Verlag (T) * Tiroler Heimatblätter Verein Cognac & Biskotten (T) * Cognac & Biskotten Verein für neue Literatur (W) Kolik Verein Gruppe Wespennest (W) Wespennest Verein Literaturgruppe Perspektive (ST) * Perspektive Verein Literaturzeitschriften Autorenverlage (NÖ) Electronic Journal Literatur Primär

116 | Kunstbericht 2013

600,00 18.800,00

Verein zur Herausgabe der Zeitschrift Das Jüdische Echo (W) * Das Jüdische Echo VEWZ-Literaturverein (W) * Wienzeile Summe

3.000,00 4.000,00 308.770,00

4.000,00 3.300,00 3.640,00

3 Personenförderung

2.000,00

3.1 DramatikerInnenstipendien

2.200,00

Blauensteiner Iris (W) Cerna Katerina (ST) Fend Tobias (V) Luger Katharina (W) * Ohrt Martin (ST) * Schiefer Bernadette Maria (NÖ) Schlembach Mario (NÖ) * Schmidt Volker (W) Sorgo Franziska (W) Stumpf Reinhold Felix (B)

9.300,00 1.500,00 3.700,00 22.000,00

750,00

7.000,00 1.500,00

21.000,00 35.000,00 3.920,00 36.350,00 10.900,00 2.910,00 6.000,00 3.000,00 7.000,00 1.200,00 750,00 1.800,00 25.600,00 54.300,00 3.100,00

8.650,00

Summe

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 66.000,00

3.2 Staatsstipendien Bauer Christoph Wolfgang (T) 2012/2013 Becker Zdenka (NÖ) 2012/2013 Bucher Nadja (W) 2013/2014 Cerha Ruth (W) 2013/2014 Falkner Michaela (W) * 2013/2014 Ferra Ilir (W) 2013/2014 Feyrer Gundi (W) 2012/2013 Flasar Milena Michiko (W) 2012/2013 Fritsch Valerie Katrin G. (ST) 2013/2014 Futscher Christian (W) * 2013/2014 Glantschnig Helga (K) 2012/2013 Hartinger Ingram (K) 2012/2013 Hengstler Wilhelm (ST) * 2013/2014 Horvath Martin (W) 2013/2014 Huber Christine (W) 2012/2013 Hundegger Barbara (T) 2013/2014 Janacs Christoph (S) 2013/2014 Kawasser Udo (W) 2012/2013

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Kegele Nadine (W) 2013/2014 Kohlmeier Astrid (ST) 2012/2013 Kreidl Margret (W) 2013/2014 Kubaczek Martin (W) 2013/2014 Marchel Roman (NÖ) * 2013/2014 Meschik Lukas (W) * 2013/2014 Millesi Hanno (W) * 2013/2014 Neundlinger Helmut (W) 2012/2013 Petz Georg (ST) * 2013/2014 Reichart Elisabeth (W) 2012/2013 Schmidt Almut Tina (W) 2013/2014 Schranz Helmut (ST) 2012/2013 Schuberth Richard (W) 2012/2013 Schutti Carolina (T) 2013/2014 Schwaner Birgit (W) 2012/2013 Slupetzky Stefan (W) 2012/2013 Stähr Robert (OÖ) * 2013/2014 Stangl Thomas (W) 2012/2013 Trummer-Wiegele Ursula (ST) 2012/2013 Wimmer Erika (T) 2012/2013 Zauner Hansjörg (W) 2012/2013 Zeillinger Gerhard (NÖ) 2012/2013 Summe

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 264.000,00

3.3 Projektstipendien Alfare Stephan (W) 2012/2013 Aumaier Reinhold (OÖ) 2013/2014 Berger Clemens (W) 2013/2014 Cejpek Lucas (W) 2012/2013 Czernin Franz Josef (ST) 2012/2013 Ernst Gustav (W) 2013/2014 Falkner Brigitta (W) 2013/2014 Faschinger Lilian (W) * 2013/2014 Fels Ludwig (W) 2012/2013

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00

Feyrer Gundi (W) * 2013/2014 Fian Antonio (W) * 2013/2014 Flasar Milena Michiko (W) * 2013/2014 Franzobel (W) 2013/2014 Futscher Christian (W) 2012/2013 Haas Waltraud (W) 2013/2014 Händl Klaus (W) 2012/2013 Hell Bodo (W) 2012/2013 2013/2014 Jaschke Gerhard (W) 2012/2013 Knapp Radek (W) 2013/2014 Laher Ludwig (OÖ) 2013/2014 Mähr Christian (V) 2012/2013 Mischkulnig Lydia (W) 2012/2013 Obermayr Richard (W) 2012/2013 * 2013/2014 Petricek Gabriele (W) * 2013/2014 Pilar Walter (OÖ) 2012/2013 Prinz Martin (W) 2012/2013 Rabinowich Julya (W) 2012/2013 Röggla Kathrin (S) 2012/2013 Schlag Evelyn (NÖ) 2012/2013 Schreiner Margit (OÖ) 2012/2013 Spalt Lisa (W) 2012/2013 Stift Linda (W) 2012/2013 Vertlib Vladimir (S) * 2013/2014 Weidenholzer Anna (W) 2013/2014 Wimmer Herbert Josef (W) * 2013/2014 Winkler Andrea (W) * 2013/2014 Winkler Josef (K) 2012/2013 * 2013/2014 Summe

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 264.000,00

6.600,00 6.600,00 6.600,00

Kunstbericht 2013  |  117

3.4 Robert-Musil-Stipendien Karahasan Dževad (ST) 2011/2014 Kim Anna (W) 2011/2014 Menasse Robert (W) 2011/2014 Summe

16.800,00 16.800,00 16.800,00 50.400,00

3.5 Arbeitsstipendien Al-Dayaa Afamia (W) Alfare Stephan (W) * Alge Susanne (V) * Ameri Mercede (W) * Anders Armin (W) Anzinger Josef (OÖ) * Auinger Martin (NÖ) * Bachleitner Yvonne (NÖ) * Bahr Raimund (OÖ) Balaka Bettina (W) Bayer Stefan (W) Becker Zdenka (NÖ) Beyerl Josef (W) Biron Georg Michael (W) Blau Andre (W) Brandauer Roland (S) Braun Bernhard (W) * Breier Isabella (W) Brikcius Eugen (W) Broksch Ewald (W) Brooks Patricia (NÖ) Bruckner Christoph (W) Bucher Nadja (W) * Büchler Gudrun (NÖ) Bulayumi Esperance-Francois (W) Campa Peter (W) Cejpek Lucas (W) Chobot Manfred (W) * Cikàn Ondrej (W) * Cimzar Alexander (K) Coronato Petra (W) * Dalos György (W) Danzinger Peter (W) Darer Harald (W) Divjak Paul (W) Drumbl Andrea (W) Ebner Klaus (W) * Ehrenreich Dietmar (OÖ) * Eichinger Rosemarie (W) Eisold-Pernthaller Viviane (NÖ) Emanuely Alexander (W) * Emminger Daniela (W) Enzinger Peter (W) Epple Johannes (W) Eschenauer Gerald (K) * Eyb-Green Sigrid (W) * Falkner Michaela (W) Feimer Isabella (W) Ferk Janko (K)

118 | Kunstbericht 2013

1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 2.200,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00

* Fischer Judith (W) Fleischer Ludwig Roman (W) Forster Marion Vera (NÖ) Freudenthaler Laura (W) Friedl Harald (W) Fritsch Valerie Katrin G. (ST) Füssel Dietmar (OÖ) * Gaal-Kranner Bärbel (K) Ganglbauer Petra (B) Geiger Günther (W) Gelich Johannes (W) * Gindl Winfried (K) Gonzalez Guerrero Gerhild (K) Göschl Robert (W) * Graf Sonja (W) * Granzer Susanne Valerie (W) Grassl Gerald (W) Greinecker-Morocutti Hannelore (ST) * Grenl Roland (W) Greven Pia (W) Gruber Andreas (NÖ) Gruber Marianne (W) * Gruber-Rizy Judith (W) Haas Waltraud (W) * Hahn Friedrich (W) Haider Edith (W) Hamid Ishraga Mustafa (W) Hammer Joachim Gunter (ST) * Hammerschmid Michael (W) * Hautmann Philip (W) * Hehle Monika (V) Heidegger Günther George (W) * Hilber Regina (W) * Hochgerner Christine (W) Hochleitner Verena (W) Hofer Herta (K) * Hollatko Lizzy (W) Holzinger Michaela (OÖ) Huber Christine (W) Ivancsics Karin (W) Jungmaier Marianne (OÖ) Jungwirth Andreas (W) Kaip Günther (W) Kaiser Gloria (ST) * Kaizik Jürgen (ST) * Kaps Marie (OÖ) Kathan Bernhard (T) * Kawasser Udo (W) Kempinger Krista (NÖ) Kilic Ilse (W) Kinast Karin (OÖ) Klammer Mathias (T) * Kleindienst Josef (W) Kohl Walter (OÖ) Köhle Markus (W) * Kohout Jutta (W) König Johanna (K) Konrad Gaby (W) Konttas Simon (W) * Korherr Helmut (W) * Korte Ralf B. (ST) Kraus Rudolf (W) Krcmarova Rhea (W)

1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 900,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 450,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Krendlesberger Annett (W) Kröll Norbert (W) Kronabitter Erika (V) Kuehs Wilhelm (K) Labitsch Florian (ST) Lagger Jürgen (W) * Laibl Melanie (NÖ) * Landerl Peter (OÖ) Leutgeb Kurt (W) Liepold-Mosser Bernd (K) Lindner Clemens (T) Loidolt Gabriel (ST) * Lutsch Johann (S) Macek Barbara (W) Macheiner Dorothea (S) Madritsch Florica (W) Mahal Nicole (W) Makarewicz Nicole (W) Marchel Roman (NÖ) Maslowska-Niklas Monika (T) * Mathews David (W) Mayer Eva Maria Teja (W) Meisel Daniela (NÖ) * Mitterecker Ingrid (B) Müller Johanna (W) * Nebenführ Christa (W) Nelhiebel Elisabeth (W) * Neuner Florian (OÖ) Niklas Hermann (W) Obermayr Richard (W) Obernosterer Engelbert (K) Ohms Wilfried (W) Oppelmayer Mario (K) Peer Alexander (W) Pessl Peter (W) Petrik Dine (W) Petrova Doroteya (W) Pichler Georg (NÖ) * Pichler Manfred (W) Pilz Rosemarie (W) Pirker Christian (K) * Podzeit-Lütjen Mechthild (W) * Poiarkov Rosemarie (W) * Polansky Alfred (W) Pollanz Wolfgang (ST) Pöttler Marcus (ST) Prantl Egon (T) Prüger Heidelinde (NÖ) Rainer Cornelia (W) Rebhandl Manfred (W) * Reiser Stefan (W) * Reiter Franz Richard (W) Renner Ulrike (W) * Rizy Helmut (W) Römer Patricia (W) * Rumpl Manfred (W) Schachinger Marlen (NÖ) * Schaefer Camillo (W) Schafranek Dorothea (W) * Schiessling Alexander (W) Schlotmann Ulrich (W) Schmeiser Daniela (W)

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 1.500,00 2.200,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00

Schneider Bastian (W) * Schönett Simone (K) Schuchter Bernd (T) Schwaiger Peter (NÖ) Schwinger Harald (K) * Seethaler Helmut (W) Seiter Bernhard (W) Seyr Veronika (W) Siegmund Wolfgang (K) Sikora Claudia Maria (NÖ) * Sklenka Herbert (OÖ) Spielhofer Karin (W) Stahl Elisabeth Susanne (ST) Steinbacher Christian (OÖ) * Steinberger Kathrin (W) Stift Andrea (ST) Stippinger Christa (W) * Strohmaier Alexander (W) Struhar Stanislav (W) Suchy Irene (W) * Suess Franz (W) Szalay Christoph (ST) * Tauchner Dietmar (NÖ) * Tax Sissi (ST) Thallinger Wolfgang (W) * Tiefenbacher Andreas (W) * Trauner Pia (W) Treutlein Nils Georg (W) Uhrmann Erwin Johannes (W) Van de Vondervoort Ireneus (W) Vasak Gabriele (W) Veigl Hans (ST) * Velan Christine (W) * Vötter Joachim Johannes (ST) Vyoral Hannes (W) * Walton Emily (W) * Watzka Bernd (W) Wechdorn Susanne (W) Weinberger Johannes (W) * Weiss Michaela (W) Weiss Philipp (W) Welte Thomas (W) * Widder Bernhard (W) Widhalm Fritz (W) Wiesmüller Christine (W) Wiplinger Peter Paul (W) Woitzuck Magda (NÖ) * Wolf Robert (ST) Wondratsch Irene (W) Young Sohn (W) Zauner Hansjörg (W) Zeman Barbara (W) * Zuniga Renata (ST) Summe

1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.700,00 1.100,00 1.100,00 1.000,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 295.750,00

Kunstbericht 2013  |  119

3.6 Reisestipendien Aad Hanane (W) Venedig Bauer Christoph Wolfgang (T) * Schweiz Behn Heidi (W) Chile Blauensteiner Iris (W) Rom Braendle Christoph (W) Rom Brandner Judith (NÖ) Japan Eder Thomas (W) USA Eibel Josef Stephan(W) Italien Ernst Jürgen-Thomas (V) * Italien Ernst-Fleischanderl Karin (W) * Frankfurt Feimer Isabella (W) Prag, Rom Ferk Janko (K) New York Fischer Judith (W) * Rom Ganglbauer Petra (B) Griechenland Glavinic Thomas (W) * USA Grieser Dietmar (W) Dortmund, Gelsenkirchen Gstrein Norbert (T) Israel, USA Heidegger Günther George (W) * Rom Heisl Heinz Dietmar (T) USA Hermann Wolfgang (W) * Paliano Hilber Regina (W) Wiepersdorf Höfler Max (ST) * Kuba Illichmann Florian (W) Kiel Kabelka Franz (V) Indien Kaiser Gloria (ST) * USA Kaiser-Mühlecker Reinhard (OÖ) Paliano Kegele Nadine (W) Paliano Kögl Gabriele (W) Rom Kohl Walter (OÖ) * England Kramlovsky Beatrix (NÖ) * Kuba Krendlesberger Annett (W) Rom Machreich Wolfgang (W) Schweden

120 | Kunstbericht 2013

200,00 1.000,00 600,00 1.234,53 101,00 1.000,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 400,00 2.098,00 1.100,00 166,60 1.100,00 4.000,00 218,00 6.500,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.800,00 1.100,00 550,00 1.100,00 1.100,00 1.194,41 870,00 1.100,00 1.372,62 1.100,00

Markart Mike (ST) * Italien Neuner Florian (OÖ) Deutschland Neuwirth Barbara (W) USA Peer Alexander (W) Paliano, Rom Pellandini Bruno (W) * Tschechien Pessl Peter (W) * Rom Petricek Gabriele (W) Großbritannien Pfeifer Judith(W) Neuseeland Platzgumer Hans (V) Paliano Präauer Teresa (W) Berlin Prinz Martin (W) Paliano Prosser Robert (W) Bulgarien Raab Thomas (W) * Istanbul Reutterer Peter (S) Berlin Riese Katharina (W) Tschechien Roiss Stefan (OÖ) Rom Rumpl Manfred (W) * Rom Schiefer Bernadette Maria (NÖ) Mexiko Schmitzer Stefan (ST) Rom, Wiepersdorf Schneitter Elias (T) USA Schutti Carolina (T) * London Simon Cordula (ST) Berlin Stift Andrea (ST) Kroatien Stippinger Christa (W) Slowenien Sula-Lenhart Marianne (W) * Venedig Tax Sissi (ST) Irland Tomasevic Bosko (W) Rom Truschner Peter (K) Sri Lanka, Thailand Unterrader Sylvia (NÖ) * Kuba Wagner-Seeber Ursula (W) Hamburg Walton Emily (W) England Waterhouse Peter (W) * Paliano Waugh Peter (W) * Bukarest, Paris, Venedig

1.100,00 1.100,00 1.500,00 1.240,10 400,00 1.290,53 1.100,00 1.100,00 1.100,00 3.300,00 1.100,00 1.100,00 600,00 1.100,00 1.000,00 1.347,00 1.100,00 1.100,00 2.330,40 1.100,00 620,00 3.300,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 450,00 1.565,80 4.100,00 1.100,00 420,00 1.100,00 1.100,00 890,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Weiss Ruth (W) USA Winkler Josef (K) Paris Wiplinger Peter Paul (W) * Slowenien Zauner Hansjörg (W) Paris Zeman Barbara (W) Rom Zwerger Veronika (W) USA Summe

2.000,00 2.500,00 400,00 1.100,00 150,19 1.000,00 91.109,18

3.7 Werkstipendien Aigner Christoph Wilhelm (S) * Amanshauser Martin (W) Aumaier Reinhold (OÖ) Bansch Helga (W) Braendle Christoph (W) Cotten Ann (W) Egger Oswald (W) * Eibel Josef Stephan (W) Eichberger Günter (ST) * Eichhorn Hans (OÖ) Ernst Gustav (W) Ernst Jürgen-Thomas (V) Ernst-Fleischanderl Karin (W) Federmair Leopold (OÖ) Fels Ludwig (W) Fian Antonio (W) Franzobel (W) Glavinic Thomas (W) Grond Walter (NÖ) Gstättner Egyd (K) * Habringer Rudolf (OÖ) * Heisl Heinz Dietmar (T) Hell Cornelius (W) Hermann Wolfgang (W) * Jaschke Gerhard (W) Kaiser Konstantin (W) Kern Peter (W) * Krahberger Franz (NÖ) * Lipuš Florjan (K) Markart Mike (ST) * Neuwirth Barbara (W) * Palla Rudi (W) Palm Kurt (W) Pevny Wilhelm (W) * Prinz Martin (W) Renoldner Andreas (W) * Rosenstrauch Hazel (W) Scharang Michael (W) Schödel Helmut (W) * Schrott Raoul (V) Schweikhardt Josef (W) Seethaler Robert (NÖ) * Skwara Erich Wolfgang (S) Sperl Dieter (W) Steiner Peter (NÖ) * Steiner Wilfried (OÖ)

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

4.000,00 3.300,00 2.200,00 2.200,00 4.400,00 2.200,00 3.300,00 3.300,00 4.400,00 3.300,00 4.000,00 2.200,00 3.500,00 3.300,00 2.200,00 5.000,00 3.300,00 4.400,00 4.000,00 3.300,00 2.200,00 2.200,00 2.200,00 3.000,00 3.300,00 2.200,00 5.000,00 3.300,00 6.000,00 2.200,00 4.400,00 2.200,00 4.400,00 3.300,00 3.300,00 2.200,00 5.000,00 5.000,00 5.000,00 6.000,00 2.200,00 4.400,00 3.300,00 3.300,00 4.400,00 2.200,00

Sula-Lenhart Marianne (W) Wäger Elisabeth (W) Wanko Martin (ST) Widner Alexander (K) * Wolfsgruber Linda (W) * Zier O.P. (S)

2.200,00 2.200,00 3.300,00 3.300,00 2.200,00 4.400,00

Summe

177.600,00

3.8 Arbeitsbehelfe Aichner Bernhard (T) * Aumaier Reinhold (OÖ) Balaka Bettina (W) * Berlakovich Jürgen (W) Beyerl Josef (W) * Blau Andre (W) Bolius Uwe (W) Broksch Ewald (W) Czurda Elfriede (W) Del Solar Bardelli Juan José (Ö/Spanien) * Eichberger Günter (ST) Eliass Dörte (W) Franzobel (W) Heider Ekaterina (W) Hundegger Barbara (T) Jungmaier Marianne (OÖ) * Kattenfeld Valerie (W) Kilic Ilse (W) König Johanna (K) Krahberger Franz (NÖ) * Kubaczek Martin (W) Lagger Jürgen (W) Macheiner Dorothea (S) Mandler Martin (T) Markart Mike (ST) * Meisel Daniela (NÖ) Mitterbacher Doris (W) Nebenführ Christa (W) Ohms Wilfried (W) * Orban Istvan (W) Oseban Ana Jasmina (ST) Paschinger Gerhard (W) Peschka Karin (W) * Petricek Gabriele (W) Plattner Martin (W) Reiser Stefan (W) * Schuchter Bernd (T) * Szalay Christoph (ST) Ujvary Liesl (W) Wanko Martin (ST) Weihs Richard (W) Weiler Tatjana (T) Wiplinger Peter Paul (W) * Zauner Hansjörg (W) Summe

1.000,00 740,00 1.000,00 900,00 500,00 750,00 700,00 400,00 1.500,00 260,00 80,00 800,00 590,00 400,00 1.000,00 800,00 599,00 889,62 700,00 800,00 1.000,00 1.000,00 800,00 450,00 399,00 300,00 900,00 1.000,00 700,00 699,00 700,00 500,00 900,00 900,00 800,00 1.000,00 600,00 800,00 200,00 900,00 697,00 1.100,00 1.000,00 900,00 32.653,62

Kunstbericht 2013  |  121

3.9 Buchprämien * Bauer Christoph Wolfgang (T) * Einzinger Erwin (OÖ) * Futscher Christian (W) * Grossegger Gertrude Maria (ST) Hermann Wolfgang (W) Kilic Ilse (W) Oswald Jani (W) * Reyer Sophie (W) Schutting Julian (W) Schwaner Birgit (W) Stangl Thomas (W) * Sykora-Bitter Claudia (W) Vyoral Hannes (W) Wimmer Herbert Josef (W) Zauner Hansjörg (W) Summe

1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 22.500,00

3.10 Autorinnenprämien Dolgan Christoph (W) * Ballastexistenz Hohenlohe Philip (W) * Das Gespensterpalais Kegele Nadine (W) * Annalieder Straub Isabella (W) * Südbalkon Summe

4.000,00 4.000,00 4.000,00 4.000,00 16.000,00

3.11 Mira-Lobe-Stipendien Holzinger Michaela (OÖ) Krakora Andrea (W) Kugler Kerstin Maria (W) Orlovsky Sarah Michaela (OÖ) Steinkellner Elisabeth (NÖ) Summe

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 33.000,00

3.12 Startstipendien Borsdorf Urs Malte (W) Bryla Katherin (W) Diwiak Irene (W) Drobna Daniela (W) Gösweiner Friederike (T) Gregor Susanne (W) Laznia Elke (S) Lechner Reinhard (ST) Pfeifer Judith (W) Schaller Nurit (W) Simmel Lorena (Ö/Deutschland) Sonntagbauer Stefan (W) Treutlein Nils Georg (W) Wipauer Sarah (W) Zipfel Daniel (W) Summe

122 | Kunstbericht 2013

6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00 6.600,00

4 Übersetzungsförderung 4.1 Übersetzungsprämien * Andreev Alexander (Ö/Bulgarien) * Angelova Penka (Ö/Bulgarien) * Augustová Zuzana (Ö/Tschechien) * Backes Marcelo (Ö/Brasilien) * Boehm Philip (Ö/USA) * Csuss Jacqueline (W) * Cybenko Larissa (W) * Dabić Mascha (W) * del Solar Bardelli Juan José (Ö/Spanien) * Duman Ogün (Ö/Türkei) * Edl Elisabeth (Ö/Deutschland) * Ekblad-Forsgren Ulla (Ö/Schweden) * Ernst-Fleischanderl Karin (W) * Fishbein Moysey (Ö/Ukraine) * Fyrkova Gergana (Ö/Bulgarien) * Galdavadze Mzia (Ö/Georgien) * Godole Jonila (Ö/Albanien) * Gross Richard (W) * Hajiyev Vilayet (Ö/Aserbaidschan) * Hornig Dieter (Ö/Frankreich) * Iliev Ljubomir (Ö/Bulgarien) * Kamianets Wolodymyr (Ö/Ukraine) * Kocmut Daniela (ST) * Köstler Erwin (W) * Lisiecka Slawa (Ö/Polen) Lohvynenko Oleksa (Ö/Ukraine) * Millischer Margret (W) * Murdarov Vladko (Ö/Bulgarien) * Olof Klaus Detlef (ST) * Oseban Ana Jasmina (ST) * Petric Tanja (Ö/Slowenien) * Preljević Vahidin (Ö/Bosnien-Herzegowina) * Rapp Brigitte (W) * Romero Maria Esperanza (W) * Rothmeier Christa (NÖ) * Schmidt Bradley (Ö/USA) * Schwarzinger Heinz (Ö/Frankreich) * Sitzmann Alexander (W) * Strutz Johann (K) * Studen-Kirchner Aleksander (W) * Szalai Lajos (Ö/Ungarn) * Szijj Ferenc (Ö/Ungarn) * Tichy Martina (Ö/Deutschland) * Topolska Lucy (Ö/Tschechien) * Valkova Vladimira (Ö/Bulgarien) * Vallazza Alma (W) * Wakounig Marjeta (W) * Žitný Milan (Ö/Slowakei) Summe

1.900,00 1.900,00 1.900,00 2.200,00 800,00 2.200,00 1.900,00 800,00 2.200,00 800,00 2.200,00 2.200,00 2.200,00 1.900,00 1.900,00 500,00 1.500,00 800,00 2.200,00 1.900,00 2.200,00 800,00 800,00 2.200,00 800,00 2.200,00 800,00 2.200,00 1.900,00 800,00 2.200,00 1.900,00 1.500,00 1.500,00 1.100,00 1.900,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 1.900,00 800,00 2.200,00 1.900,00 1.500,00 1.900,00 500,00 1.900,00 1.900,00 78.700,00

99.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

4.2 Arbeitsstipendien für literarische Übersetzung * Bagheri-Goldschmied Nahid (W) Black Penny (Ö/Großbritannien) Boll Waltraud (ST) Csuss Jacqueline (W) Gross Richard (W) * Köstler Erwin (W) Özyalcin Burak (W) Palma Caetano Jose Antonio (W) Schmidt Bradley (Ö/USA) * Schwarzinger Heinz (Ö/Frankreich) * Strubakis Elena (W) * Strutz Jozej (K) Talaa Kasim (W) * Weinberger Helmut (T) * Winter Martin (W) Ziemska Joanna (W) Summe

4.4 Übersetzungs­kosten­zuschüsse

1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 2.200,00 2.200,00 3.300,00 1.000,00 1.500,00 900,00 1.750,00 2.200,00 600,00 24.450,00

4.3 Reisestipendien für literarische Übersetzung Akbarov Mirsali (Ö/Usbekistan) * Österreich Anzelj Stana (Ö/Slowenien) Wien Arslan Cüneyt (Ö/Türkei) Klagenfurt Deakova Veronika (Ö/Slowakei) Österreich Durakovic Irma (Ö/Bosnien-Herzegowina) * Wien Ginoyan Gayane (Ö/Armenien) Wien Hell Cornelius (W) Litauen * Imbrogno Carla Natalia (Ö/Argentinien) Wien Paschen Renee von (W) Portugal, USA Pfeiffer Erna (ST) Argentinien * Richter Werner (NÖ) Schweiz Vevar Štefan (Ö/Slowenien) Österreich Wojnakowski Ryszard (Ö/Polen) * Wien Summe

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

600,00 1.100,00 1.500,00 1.100,00 1.100,00 1.100,00 1.900,00 1.100,00 1.800,00 1.100,00 400,00 1.100,00 1.100,00 15.000,00

Agencja Dramatu i Teatru Adit (Ö/Polen) Übersetzung ins Polnische Ödön von Horvath: 10 Theaterstücke Akropolis Verlag (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Ödön von Horvath: Der ewige Spießer Al Furat Verlag (Ö/Libanon) Übersetzung ins Arabische Stefan Zweig: Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt Albatros Media (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Zdenka Becker: Die Töchter der Roza Bukovská Altera Delta (Ö/Bulgarien) Übersetzung ins Bulgarische Hermann Broch: Die Schlafwandler Archa Verlag (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Josef Winkler: Menschenkind Josef Winkler: Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär oder Die Wutausbrüche der Engel Ariadne Press (Ö/USA) Übersetzung ins amerikanische Englisch Peter Henisch: Eine sehr kleine Frau * Ludwig Laher: Und nehmen was kommt Andreas Pittler: Zores 1938 Eva Rossmann: Russen kommen * Emilie Reich, Maximilian Reich: Zweier Zeugen Mund * Christoph Lind, Georg Traska: Hermann Leopoldi Atena Kustannus Oy (Ö/Finnland) Übersetzung ins Finnische * Daniel Glattauer: Ewig Dein Ursula Poznanski: Fünf Atlas Publishing House (Ö/Schweden) Übersetzung ins Schwedische * Heinz Heger: Die Männer mit dem rosa Winkel Atrium Förlag (Ö/Schweden) Übersetzung ins Schwedische * Elfriede Jelinek: Der Tod und das Mädchen I–IV Begegnungszentrum Vietnam-Österreich (Ö/Vietnam) Übersetzung ins Vietnamesische Karl Lubomirski: Propyläen der Nacht Belobratow Alexander (Ö/Russland) Übersetzung ins Russische * Andrea Grill: Das Schöne und das Notwendige Black Flamingo Publishing (Ö/Bulgarien) Übersetzung ins Bulgarische Ferdinand Bruckner: Jugend zweier Kriege * George Tabori: Die Kannibalen George Tabori: Peepshow Stephan Lack: Pflicht oder Wahrheit * Stefan Vögel: Bella Donna Fritz Hochwälder: Das heilige Experiment * Daniel Kehlmann: Geister in Princeton, Der Mentor Robert Schneider: Dreck Peter Turrini: Aus Liebe Bokförlaget Opal (Ö/Schweden) Übersetzung ins Schwedische Ursula Poznanski: Saeculum Bokförlaget Tranan (Ö/Schweden) Übersetzung ins Schwedische * Thomas Bernhard: Frost, Korrektur

4.000,00

1.100,00

1.100,00

1.800,00

3.500,00

1.000,00 890,00

1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 1.300,00 1.100,00

1.100,00 1.100,00

1.100,00

1.500,00

500,00

1.500,00

2.500,00 2.200,00 2.200,00 1.500,00 1.200,00 1.100,00 1.100,00 700,00 600,00

1.100,00

2.000,00

Kunstbericht 2013  |  123

Carnets Nord (Ö/Frankreich) Übersetzung ins Französische * Heinrich Steinfest: Ein dickes Fell * Thomas Raab: Der Metzger muss nachsitzen Casa Editrice Giuntina (Ö/Italien) Übersetzung ins Italienische * Doron Rabinovici: Andernorts Cultura Kultury (Ö/Polen) Übersetzung ins Polnische Werner Kofler: Tanzcafe Treblinka Dalkey Archive Press (Ö/Großbritannien) Übersetzung ins Englische Gert Jonke: Erwachen zum großen Schlafkrieg Edicions del Salobre (Ö/Spanien) Übersetzung ins Katalanische Thomas Bernhard: Autobiographische Schriften Edition Presses De La Cité (Ö/Frankreich) Übersetzung ins Französische * Ursula Poznanski: Fünf Editions Absalon (Ö/Frankreich) Übersetzung ins Französische Werner Kofler: Zu spät Editora Sistema Solar (Ö/Portugal) Übersetzung ins Portugiesische * Thomas Bernhard: Autobiographische Schriften Editorial Minuscula (Ö/Spanien) Übersetzung ins Spanische * Albert Drach: Unsentimentale Reise El Gall Editor (Ö/Spanien) Übersetzung ins Katalanische Thomas Bernhard: Autobiographische Schriften Ellerströms Förlag (Ö/Schweden) Übersetzung ins Schwedische Ernst Herbeck: Ausgewählte Gedichte * Friederike Mayröcker: Von den Umarmungen Emanuela Zandonai Editore (Ö/Italien) Übersetzung ins Italienische * Friedrich Torberg: Der Schüler Gerber Font Forlag (Ö/Norwegen) Übersetzung ins Norwegische Daniel Glattauer: Ewig Dein Fraktura Verlag (Ö/Kroatien) Übersetzung ins Kroatische Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften Futura publikacije (Ö/Serbien) Übersetzung ins Serbische Gerhard Amanshauser: Als Barbar im Prater * Robert Musil: Nachlass zu Lebzeiten Gran Via Edizioni (Ö/Italien) Übersetzung ins Italienische Brigitte Schwaiger: Fallen lassen Hamish Hamilton/Penguin Books (Ö/Großbritannien) Übersetzung ins Englische Anna Kim, Raoul Schrott, Clemens J. Setz: Prosa Haus Publishing (Ö/Großbritannien) Übersetzung ins Englische * Sabine Gruber: Stillbach oder die Sehnsucht Horizon Media/Century Publishing Group (Ö/China) Übersetzung ins Chinesische * Peter Handke: Gesammelte Werke, Band 1 und 2 Host Verlag (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische Daniel Glattauer: Ewig dein IK LOM d.o.o. (Ö/Serbien) Übersetzung ins Serbische * Thomas Bernhard: Holzfällen

124 | Kunstbericht 2013

1.100,00 1.000,00

2.000,00

1.000,00

1.800,00

3.200,00

1.100,00

900,00

5.000,00

2.200,00

4.800,00

1.100,00 1.100,00

1.500,00

1.100,00

2.100,00

1.400,00 1.100,00

1.100,00

700,00

2.000,00

3.000,00

1.100,00

1.800,00

Kalich Verlag (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Vladimir Vertlib: Schimons Schweigen Kastaniotis Editions (Ö/Griechenland) Übersetzung ins Griechische Manès Sperber: Wie eine Träne im Ozean Keller Editore (Ö/Italien) Übersetzung ins Italienische * Gabriele Kögl: Mutterseele Lemniscaat Verlag (Ö/Niederlande) Übersetzung ins Niederländische * Ursula Poznanski: Saeculum Maclehose Press (Ö/Großbritannien) Übersetzung ins Englische Norbert Gstrein: Die Winter im Süden * Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen Maison Antoine Vitez (Ö/Frankreich) Übersetzung ins Französische Ferdinand Bruckner: Theaterstücke Matar Publishing House (Ö/Israel) Übersetzung ins Hebräische * Eva Menasse: Lässliche Todsünden Mehta Amrit (Ö/Indien) Übersetzung ins Hindi Margit Schreiner: Haus, Friedens, Bruch * Andreas Weber: Veitels Traum Melville House Publishing (Ö/USA) Übersetzung ins Englische Wolf Haas: Der Knochenmann Milanium Verlag (Ö/Slowakei) Übersetzung ins Slowakische Rainer Maria Rilke: Tod einer Geliebten Mladá Fronta (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil Naklada Lara Verlag (Ö/Kroatien) Übersetzung ins Kroatische * Lev Detela: Fear and Dreams Lev Detela: Gedichte III Lev Detela: Night Concert with Hardheaded and Marjeta Nakladatelství Volvox Globator (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Stanislav Struhar: Fremde Frauen Napkút Kiadó (Ö/Ungarn) Übersetzung ins Ungarische Alfred Komarek: Blumen für Polt Oficyna Wydawnicza Atut (Ö/Polen) Übersetzung ins Polnische Alexander Lernet-Holenia: Germanien Prostor Nakladatelství (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Jean Améry: Unmeisterliche Wanderjahre Thomas Bernhard: Der Wahrheit auf der Spur Quaderns Crema (Ö/Spanien) Übersetzung ins Spanische Heimito von Doderer: Kurz- und Kürzestgeschichten Ramus Förlag (Ö/Schweden) Übersetzung ins Schwedische * Angelika Reitzer: Unter uns Rubato Verlag (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische Peter Handke: Der große Fall Peter Handke: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter Santillana Ediciones Generales (Ö/Spanien) Übersetzung ins Spanische * Daniel Glattauer: Darum

1.500,00

2.500,00

1.200,00

1.100,00

2.200,00 1.500,00

3.600,00

1.000,00

1.400,00 1.100,00

1.600,00

1.100,00

1.000,00

750,00 750,00 750,00

750,00

1.100,00

1.100,00

1.100,00 1.100,00

1.500,00

2.000,00

1.200,00 1.000,00

1.200,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Shtëpia Botuese Laholli (Ö/Albanien) Übersetzung ins Albanische Marianne Gruber: Die gläserne Kugel Gabriel Loidolt: Die irische Geliebte Martin Auer: Die Jagd nach dem Zauberstab Stanischev Krastjo (Ö/Bulgarien) Übersetzung ins Bulgarische Kurt Klinger: Gedichte Thomas Sessler Verlag (W) Übersetzung ins Bulgarische Ronald Rudoll: Papas in Motion Stefan Vögel: Zwei, Vier, Sex Übersetzung ins Englische Peter Turrini: Silvester * Stefan Vögel: Arthur & Claire Übersetzung ins Polnische Daniel Kehlmann: Der Mentor * Petra Maria Kraxner: Die digitale Fließbandarbeit * Petra Maria Kraxner: Gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits Ronald Rudoll: Lockvogel küsst Tontaube * Stefan Vögel: Arthur & Claire * Stefan Vögel: Romys Pool * Stefan Vögel: Zwei, Vier, Sex Übersetzung ins Slowenische Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen Tiderne Skifter Forlag (Ö/Dänemark) Übersetzung ins Dänische Anna Kim: Anatomie einer Nacht Josef Haslinger: Jáchymov Transteatral (Ö/Tschechien) Übersetzung ins Tschechische * Peter Handke: Fünf Theaterstücke Turbine Forlaget (Ö/Dänemark) Übersetzung ins Dänische * Michael Roher: Oma, Huhn und Kümmelspitz Ugly Duckling Presse (Ö/USA) Übersetzung ins Englische * Heimrad Bäcker: Seestück Uitgeverij Atlas (Ö/Niederlande) Übersetzung ins Niederländische * Hans Adler: Das Städtchen Uitgeverij De Bezige Bij (Ö/Niederlande) Übersetzung ins Niederländische Ursula Poznanski: Fünf Varrak Publishers (Ö/Estland) Übersetzung ins Estnische * Daniel Glattauer: Ewig Dein Thomas Bernhard: Alte Meister Vereinte Humanitäre Verleger (Ö/Russland) Übersetzung ins Russische Leo Bretholz: Flucht in die Dunkelheit Verlag Eesti Keele Sihtasutus (Ö/Estland) Übersetzung ins Estnische * Hermann Broch: Der Tod des Vergil Verlag Lurra Editions (Ö/Finnland) Übersetzung ins Finnische * Thomas Bernhard: Ja * Thomas Bernhard: Ein Kind Verlag Oberungarn (Ö/Ungarn) Übersetzung ins Ungarische Christl Greller: Zart Art

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

1.100,00 1.000,00 700,00

700,00

730,00 730,00

Verlag Zangak-97 (Ö/Armenien) Übersetzung ins Armenische * Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil Vydavatel‘stvo Európa (Ö/Slowakei) Übersetzung ins Slowakische Zdenka Becker: Taubenflug Zhupansky Publishers (Ö/Ukraine) Übersetzung ins Ukrainische * Elfriede Jelinek: Die Ausgesperrten Summe

1.100,00

1.500,00

1.500,00 157.000,00

730,00 730,00 730,00 730,00 730,00 730,00 730,00 730,00 730,00 730,00

2.000,00 1.500,00

2.000,00

600,00

500,00

2.000,00

1.100,00

1.100,00 1.000,00

1.100,00

2.200,00

1.100,00 1.000,00

350,00

5 Preise Aebi Christine (Ö/Schweiz) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Axster Lilly (W) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Banville John (Ö/Irland) Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur Cemal Ahmet (Ö/Türkei) Staatspreis für literarische Übersetzung Debray Régis (Ö/Frankreich) Manès-Sperber-Preis für Literatur Erb Elke (Ö/Deutschland) Ernst-Jandl-Preis für Lyrik Fotohof (S) Staatspreis Schönste Bücher Österreichs Gauß Karl-Markus (S) Österreichischer Kunstpreis für Literatur Godon Ingrid (Ö/Belgien) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Hattenhauer Ina (Ö/Deutschland) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Hula Saskia (W) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Janisch Heinz (W) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Kaiser-Mühlecker Reinhard (W) Outstanding Artist Award für Literatur Klein Erich (W) Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik Nöstlinger Christine (W) Preis der Jugendjury im Rahmen des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises Rassmus Jens (Ö/Deutschland) Preis der Jugendjury im Rahmen des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises Roher Michael (NÖ) Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Springer Verlag (W) Staatspreis Schönste Bücher Österreichs Szyszkowitz Uta (NÖ) Staatspreis für literarische Übersetzung Summe

3.000,00 3.000,00

25.000,00 8.000,00 8.000,00 15.000,00 3.000,00 12.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 3.000,00 8.000,00 8.000,00

1.000,00

1.000,00 6.000,00 6.000,00 8.000,00 127.000,00

Kunstbericht 2013  |  125

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungs­ management, Öffentlichkeitsarbeit Förderungsmaßnahmen im Überblick 2012

2013

Ausstellungen, Projekte

135.395,16

202.208,61

Jahrestätigkeit

120.000,00

125.000,00

89.853,00

271.262,00

345.248,16

598.470,61

Reise-, Aufenthalts-, Tournee­kosten­zuschüsse Summe

126 | Kunstbericht 2013

Kapitel II Förder­ungen im Detail

1 Ausstellungen, Projekte Artist-in-Residence-Programm (Ö) Artist-in-Residence-Programm des BMUKK: KünstlerInnen aus Australien, China, Indonesien, Iran, Kroatien, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Polen, Rumänien, Russland, Türkei Labler Hans (W) *  Empathie, Brünn, Ausstellungs­kosten­zuschuss Raw Matters (W) Cruel Expectations, Brüssel, Projekt­kosten­zuschuss Tanzquartier Wien (W) INTPA – Internationales Netz für Tanz und Performance Austria Verein zur Verbreitung zeitgenössischer österreichischer Bigbandmusik – Nouvelle Cuisine Bigband (W) Konzertprojekte, Monte Carlo, Projekt­kosten­ zuschuss Work SMartat (W) Infoportal Mobilität, Projekt­kosten­zuschuss Summe

82.208,61 1.500,00 3.500,00

75.000,00

15.000,00 25.000,00 202.208,61

2 Jahrestätigkeit * Österreichische Kulturdokumentation (W)

125.000,00

Summe

125.000,00

3 Reise-, Aufenthalts-, Tournee­kosten­zuschüsse Alliance Quartett Wien (W) * Chiloé Musik Projekt, Konzertreise Chile, Tournee­ kosten­zuschuss An Kaler – Verein an den Schnittstellen zum Performativen (W) On Orientations, Tanzfestival »Ausufern«, Gastspiel Berlin, Reise­kosten­zuschuss Art Cluster Vienna (W) * Kuratoren/Curator’s Picks, Dubai, Istanbul, Liverpool, Los Angeles, New York, Paris, Rom, Reise­ kosten­zuschuss Band John Deer (K) Australien Tournee, Reise­kosten­zuschuss Bandion Wolfgang (W) *  Projektrecherche Riga, Reise­kosten­zuschuss Bauchklang (NÖ) * Herbsttour Deutschland/Schweiz, Reis­kosten­ zuschuss Böhnisch Cornelia (S) Tokyo Wonder Site, Tokio, Reise­kosten­zuschuss

2.500,00

600,00

6.000,00 4.000,00 500,00

2.000,00 1.000,00

Cabula 6 (W) * Algha Bolok: Vom Verschwinden und Abtauchen, Mongolei, Reise­kosten­zuschuss Chimera – Gruppe Bilderwerfer (W) * Medien-Performanceprojekt »system m/art of reading maps«, Peking, Xian, Reise­kosten­zuschuss danceWEB (W) * PerformerInnen aus Bulgarien, Russland, Slowenien, Ungarn, Stipendien­kosten­zuschuss * PerformerInnen aus Argentinien, Venezuela, Stipendien­kosten­zuschuss PerformerInnen aus Australien, Brasilien, Iran, Stipendien­kosten­zuschuss Der Apparat (W) * Capricorn Two, Vorbereitung und Recherche, Hamburg, Reise­kosten­zuschuss dieheroldfliri.at (V) Von Hollywood nach Uganda, München, Nürnberg, Ravensbruck, Reutlingen, Tournee­kosten­zuschuss Divers (W) * Gastspiel Balleteatro Festival, Porto, Reise­kosten­ zuschuss Trespass, Festival Européen du Film Court de Brest, Reise­kosten­zuschuss Ensemble Plus (V) *  Konzertreise Astrachan, Reise­kosten­zuschuss Ensemble XX. Jahrhundert (W) * Konzertreise, Festivalteilnahme New Music Week, Shanghai, Reise­kosten­zuschuss Fadenschein (B) * Colombo International Theatre Festival, Sri Lanka, Reise­kosten­zuschuss Faimme – Verein zur Förderung darstellender Kunst & Musik (W) * Mnemosyne – ein inszeniertes Konzert neuer Musik, Basel, Bern, Reise­kosten­zuschuss Förderverein für Posaune in Kärnten/Öster­ reich (K) * Symposium der Internationalen Posaunenvereinigung, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Gasser Clementine (W) * Konzerte in Deutschland, Reise­kosten­zuschuss * Konzert und Lesung, Zürich, Transport- und Reise­ kosten­zuschuss Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (W) * Band Said Tichiti und Chalaban, Marokko, Aufenthalts­kosten­zuschuss Glösl Johanna (ST) Ausstellung Sofia, Reise­kosten­zuschuss Goestl Christina (W) NWEAMO Festival San Diego, Reise­kosten­ zuschuss Groschup Sabine (W) * Filmpräsentation Halberstadt, Reise­kosten­ zuschuss Gruber-Gisler Gabriele (OÖ) * Internationale Keramik-Biennale, Cluj/Rumänien, Reise­kosten­zuschuss Gütler Iris Julian (W) * no-man: 500 years of sexual acts – in 50 minutes, St. Erme/Frankreich, Reise­kosten­zuschuss * no-man: 500 years of sexual acts – in 30 minutes, Brüssel, Reise­kosten­zuschuss Hahn Daniela (W) * Vienna LABseries 1/0, KuratorInnen aus Berlin, Helsinki, London, Mailand, New York, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungs­management, Öffentlichkeitsarbeit

1.500,00

2.000,00

10.000,00 4.300,00 3.800,00

2.100,00

3.100,00

2.500,00 380,00 2.000,00

9.000,00

3.500,00

900,00

6.000,00 970,00 213,00

1.500,00 210,00

3.000,00

6.000,00

400,00

1.500,00 780,00

1.800,00

Kunstbericht 2013  |  127

Hanisch Maximilian (S) * Die Kontrakte des Kaufmanns, Hamburg, Gastspiel­kosten­zuschuss insert (W) * More Than Naked, 20 PerformerInnen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Mazedonien, Rumänien, Russland, Schweden, Zypern, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Janka Christoph (W) * Missing Dog Head, Portugal, Tournee­kosten­ zuschuss Jazz Orchestra Productions Vienna (W) * Don Ellis Tribute Orchestra feat. Thomas Gansch, München, Reise­kosten­zuschuss Keri Judit (NÖ) * Workshop-Leitung, Panama City, Reise­kosten­ zuschuss Kircher Markus (W) Residency, Washington, Reise- und Aufenthalts­ kosten­zuschuss Klien Michael (W) Performance »Parliament«, Athen, Tournee­kosten­ zuschuss Könighofer Martina (W) *  Kasachstan, Kirgisien, Tournee­kosten­zuschuss Kovacs Liesa (W) * AQue(e)r durch Südosteuropa, von St. Pölten über Zagreb nach Sarajewo, Reise­kosten­zuschuss Krampelhuber Sandra (OÖ) * Filmpräsentation »Queens of Sound«, Maputo/ Mozambique, Reise­kosten­zuschuss Kreil Martina (W) International Blues Challenge, Memphis, Reise­ kosten­zuschuss Lalish-Theaterlabor (W) *  Indien, Tournee­kosten­zuschuss Laroque Dance Company (S) Bonn, Bratislava, Tournee­kosten­zuschuss Kambodscha, Malaysia, Tournee­kosten­zuschuss liquid loft (W) * Running Sushi, Calgary, Halifax, Montreal, Vancouver, Tournee­kosten­zuschuss Werkschau »Domein Chris Haring«, Brugge/Belgien, Reise­kosten­zuschuss Luksch Manuela (W) * Präsentation »Faceless«, Centre Pompidou Paris, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Mallinger Christoph (W) Music and Sports Workshop »Passionweeks«, Marokko, Reise­kosten­zuschuss Mayer Daniel (ST) Festival-/Konferenzteilnahme ICMC, Perth/Australien, Reise­kosten­zuschuss Moser Daniel Oliver (W) * Uraufführung »Elegie«, Buenos Aires, Reise­kosten­ zuschuss Mumbling Fish (W) * Workshop, Aufführungen »walk+talk«,Tel Aviv, Reise­kosten­zuschuss nadaproductions (W) * BMfB & WAR Residenz, Santiago di Chile, Rapu Nui/Osterinseln, Reise-, Aufenthalts- und Tournee­ kosten­zuschuss * Go and Talk to Your Government, Barcelona, Madrid, Zürich, Reise­kosten­zuschuss new art (ST) * Konzertreise Georg Gratzer & Hinterland, London, Reise­kosten­zuschuss

128 | Kunstbericht 2013

800,00

15.000,00

1.000,00

1.590,00

1.000,00

1.790,00

3.000,00 500,00

445,00

700,00

1.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00

4.000,00 3.000,00

750,00

2.000,00

600,00

1.000,00

1.700,00

5.300,00 1.800,00

1.300,00

Norer Lucas (T) NDSM Treehouse, Amsterdam, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Oberleithner Valerie (W) * Under the Spell, Brüssel, Reise­kosten­zuschuss Palästinensisch-Österreichische Gesellschaft (W) * Kunstausstellung »65 Jahre Nakba«, KünstlerInnen aus Palästina, Aufenthalts­kosten­zuschuss Performanceinitiative 22 (ST) Navaridas & Deutinger, Gastspiel, New York, Reise­ kosten­zuschuss * The Loose Collective, Gastspiel Tanzwerkstatt München, Reise­kosten­zuschuss Philadelphy Martin (W) *  USA, Tournee­kosten­zuschuss Punatonttu – Verein zur Förderung performativer Projekte (W) * EIN.KÜCHEN.BAU, Gastspiel Stage Festival Helsinki, Reise­kosten­zuschuss Rhomberg Geza (S) *  Konzertreise Beijing, Reise­kosten­zuschuss Rupp Christian (W) Athen, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Salto – Verein zur Förderung von neuem Tanz und Theater (W) * Gastspiele Val Badia/Südtirol, Chalon sur Saône/ Frankreich, Reise­kosten­zuschuss Salzburger Marionettentheater (S) * Der Ring des Nibelungen, Weimar, Tournee­kosten­ zuschuss Schauspielhaus Wien (W) *  Gastspiel, Moskau, Reise­kosten­zuschuss *  Gastspiel, Nancy, Reise­kosten­zuschuss Schellander Kerstin Olivia (W) * »Kill the Doll Show«, Gastspiel, Stockholm, Reise­ kosten­zuschuss Schlager Thomas (W) * Vortrags- und Lesereise Helmut Gollner, Sabine Gruber, China, Reise­kosten­zuschuss Schlehwein Andrea (K) *  Köln, Reise­kosten­zuschuss Schneider Tommy (W) * Split, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Schörkhuber Christine (W) *  Rumänien, Tournee­kosten­zuschuss SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance (S) Gastspiele Bodhi Project, Ashford, Lausanne, Leeds, London, Reise­kosten­zuschuss * Gastspiele Bodhi Project, Härjedalen/Schweden, Chur, Lausanne, Reise­kosten­zuschuss Second Nature (NÖ) *  München, Reise­kosten­zuschuss Shovakar Avishek (W) *  Istanbul, Reise­kosten­zuschuss Shovakar Nadine (W) *  Istanbul, Reise­kosten­zuschuss Stemberger Claudia Marion (W) * Curatorial Talks, Johannesburg, Reise­kosten­ zuschuss Studio 5 (W) Kortrijk, Istanbul, Tournee­kosten­zuschuss teatro caprile (W) * Gastspiele, Belgrad, Budapest, Kiew, Ljubljana, Reise­kosten­zuschuss Theater ecce Salzburg (S) * Kulturaustausch Salzburg–Kiew, Gastspiel Kiew, Reise­kosten­zuschuss

1.000,00 634,00

770,00

6.000,00 5.000,00 2.500,00

1.000,00 6.000,00 2.000,00

4.500,00

4.880,00 3.000,00 3.000,00

600,00

1.200,00 1.420,00 1.500,00 1.830,00

6.000,00 3.000,00 6.000,00 400,00 400,00

950,00 3.500,00

2.000,00

3.500,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Theatercombinat (W) *  Recherchereise Beirut, Reise­kosten­zuschuss Theatre For Education – Theater für Bildung (W) New Delhi, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Timbuktu (S) Edinburgh, Köln, Prag, Reutlingen, Riga, Tournee­ kosten­zuschuss * Guangdong, Kaunus, Ljubljana, Smolya, Tallinn, Tournee­kosten­zuschuss Toihaus Theater (S) Jaroslawl/Russland, Tournee­kosten­zuschuss Trobollowitsch Andreas (W) *  Japan, Südkorea, Tournee­kosten­zuschuss Brasilien, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Ubermorgen (W) Johannesburg, Reise­kosten­zuschuss *  Aarhus/Dänemark, Reise­kosten­zuschuss Verein zur Förderung des Kulturaustausches zwischen Österreich und China (W) * Wiener Celloensemble 5+1, Konzertreise Beijing, Reise­kosten­zuschuss Vosecek Simon (W) Curitiba/Brasilien, Reise­kosten­zuschuss Weckwerth Georg (W) Halberstadt, Reise- und Aufenthalts­kosten­zuschuss Wiener Celloensemble 5+1 (W) *  Konzertreise China, Reise­kosten­zuschuss Wiener Concert-Verein (NÖ) *  Konzertreise USA, Reise­kosten­zuschuss Wiener Tanz- und Kunstbewegung (W) Berlin, Bologna, Poznan/Polen, Riga, Zürich, Tournee­kosten­zuschuss YANTE – Youth, Art and Levante (W) Flesh Orchestra, Tel Aviv, Reise­kosten­zuschuss Summe

3.000,00 2.500,00

9.000,00 6.000,00 2.000,00 2.000,00 1.500,00 1.900,00 1.250,00

6.000,00 1.000,00 6.000,00 6.000,00 6.000,00

4.200,00 2.000,00 271.262,00

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungs­management, Öffentlichkeitsarbeit

Kunstbericht 2013  |  129

Abteilung V/7 Kulturinitiativen

Förderungsmaßnahmen im Überblick 2012

2013

4.776.334,00

4.850.250,00

177.000,00

179.000,00

2.924.900,00

2.980.650,00

23.500,00

18.500,00

607.604,00

487.100,00

1.043.330,00

1.185.000,00

0

19.056,00

160.665,40

212.951,43

2.365,40

3.701,43

16.500,00

58.350,00

141.800,00

128.900,00

0

22.000,00

Preise und Prämien

68.000,00

98.300,00

Preise

24.000,00

36.000,00

Prämien

44.000,00

62.300,00

Summe

5.004.999,40

5.180.557,43

Vereinsförderung Jahrestätigkeit, Öffentlichkeitsarbeit Kulturprogramme und -vermittlung Investitionen Kunst- und Kulturprojekte Festivals Dokumentation, Evaluation, Kulturforschung Personenförderung Reise­kosten­ Trainee-Projekte Projekte Startstipendien

130 | Kunstbericht 2013

Kapitel II Förder­ungen im Detail

1 Vereinsförderung 1.1 Jahrestätigkeit, Öffentlichkeitsarbeit IG Kultur Österreich (Ö) Kulturrat Österreich (Ö)

164.000,00 15.000,00

Summe

179.000,00

1.2 Kulturprogramme und -vermittlung AKKU Kulturzentrum (OÖ) Aktionsgemeinschaft Social Impact (OÖ) Aktionsradius Wien (W) ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater (Ö) Gehörlosentheater ARGEkultur (S) artenne nenzing – Plattform für Kunst und Kultur im ländlichen Raum (V) * Sammeln. Eine künstlerische Leidenschaft artP. Kunstverein (NÖ) bb15 – Raum für Kunst und Kultur (OÖ) BiondekBühne (NÖ) * Kinder- und Jugendtheaterprogramm 2013/2014 Kinder- und Jugendtheaterprogramm, 1. Halb­jahr 2013 Bruckmühle Kultur (OÖ) Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft (B) caravan – mobile kulturprojekte (V) * Seelax; schau lust Caritas der Erzdiözese Wien – Hilfe in Not (W) * Brunnenpassage Cinema Paradiso (NÖ) Live-Kulturveranstaltungsprogramm Cselley Mühle (B) Culturcentrum Wolkenstein (ST) Das Andere Heimatmuseum (ST) Das Dorf – Kunst und Kulturverein (W) * Das Kulturviech (ST) Design-Center-Schüttkasten Primmersdorf (NÖ) * Die Bäckerei – Kulturbackstube (T) Die Brücke (ST) Die Fabrikanten (OÖ) Enterprise Z (ST) klang.haus Erste Geige (NÖ) ESC Kunstverein (ST) I Share Therefore I Am FIFTITU – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur (OÖ) Förderverein St. Wolfgang Kanning (NÖ) Forum für Kunst und Kultur Kammgarn (V) Forum Kunst (K) Freiraum Jenbach (T) Freunde des Museums der Wahrnehmung (ST) Funk und Küste (NÖ) Perlen Tauchen GIL art.infection (ST) * eisenerZ ART 2013 halle 2 (NÖ) Hofbühne Tegernbach (OÖ)

Abteilung V/7 Kulturinitiativen

36.000,00 5.000,00 25.000,00

28.000,00 175.000,00

5.000,00 2.000,00 8.000,00 8.000,00 4.000,00 18.000,00 2.000,00 30.000,00 50.000,00 20.000,00 37.000,00 40.000,00 10.000,00 6.000,00 10.000,00 4.000,00 20.000,00 18.000,00 12.000,00 12.000,00 2.500,00 30.000,00 7.000,00 2.000,00 18.000,00 5.000,00 6.000,00 18.000,00 10.000,00 10.000,00 5.000,00 16.000,00

IFEK – Institut für erweiterte Kunst (OÖ) In-Ku-Z – Innovatives Kulturzentrum Lienz (T) Initiative Kulturvogel (NÖ) Innenhofkultur (K) InterACT – Werkstatt für Theater und Soziokultur (ST) Interkult Theater (W) Jazzatelier Ulrichsberg (OÖ) JAZZIT – Jazz im Theater (S) Jugend und Kultur Wr. Neustadt (NÖ) * Jugendkulturverein Sublime (ST) Kärntner Bildungswerk – Museums- und Kulturverein Schloss Albeck (K) Koma – Kultur Ottensheim (OÖ) * Koproduktionshaus Wien Brut (W) kult.villach (K) Kultur Aktiv – Radenthein (K) Kultur am Land (T) * Kultur Forum Amthof (K) Kultur Gerberhaus (ST) Kultur im Gugg (OÖ) * Kulturbrücke Fratres (NÖ) Kulturforum Südburgenland (B) Kulturhafen Wien (W) Kulturhof Amstetten (NÖ) Kulturinitiative Bleiburg (K) Kulturinitiative Freiraum (NÖ) Kulturinitiative Gmünd (K) Kulturinitiative Kürbis Wies (ST) Kulturinitiative Weinsbergerwald (NÖ) Kulturkreis Das Zentrum Radstadt (S) Kulturkreis Feldkirch – Theater am Saumarkt (V) * Kulturkreis Gallenstein (ST) Kulturlabor Stromboli (T) Kulturprojekt Sauwald (OÖ) KulturRaum Neruda (W) Kultursignale Schloss Deutschkreutz (B) Kultursommer * Kulturverein Bahnhof (V) Kulturverein Die Arche am Grundlsee (ST) Kulturverein Dobersberg (NÖ) Kulturverein Gruppe O2 (OÖ) Kulturverein Hüttenberg-Norikum (K) Kulturverein K.O.M.M. (ST) Kulturverein KAPU (OÖ) Kulturverein Kino Ebensee (OÖ) Kulturverein m2-kulturexpress (S) Kulturverein Parnass (W) Kulturverein Raml Wirt (OÖ) Kulturverein Röda (OÖ) Kulturverein Schloss Goldegg (S) Kulturverein St. Ulrich im Greith (ST) Kulturverein Transmitter (V) Kulturverein Waschaecht (OÖ) Kulturverein Wunderlich (T) Kulturvereinigung Friedhofstraße 6 (OÖ) Kulturwerkstatt Hirschbach (NÖ) Kulturzentrum bei den Minoriten (ST) Kulturzentrum ZOOM (K) Kunst Forum Wolkersdorf (NÖ) Kunst im Keller – KIK (OÖ) Kunst und Kultur Raab (OÖ) Kunst- und Kulturhaus Öblarn (ST)

6.000,00 6.000,00 5.000,00 20.000,00 25.000,00 15.000,00 6.000,00 18.000,00 10.000,00 10.000,00 7.000,00 3.000,00 80.000,00 8.000,00 3.000,00 8.000,00 10.000,00 2.000,00 30.000,00 8.000,00 4.000,00 5.000,00 2.000,00 4.000,00 2.000,00 45.000,00 38.000,00 5.000,00 22.000,00 30.000,00 15.000,00 37.000,00 10.000,00 5.000,00 4.000,00 14.000,00 4.000,00 3.000,00 10.000,00 1.500,00 2.000,00 34.000,00 24.000,00 15.000,00 8.000,00 8.000,00 15.000,00 38.000,00 27.000,00 15.000,00 23.000,00 3.000,00 83.000,00 1.800,00 55.000,00 10.000,00 2.000,00 20.000,00 3.000,00 5.000,00

Kunstbericht 2013  |  131

Kunstbox (S) kunstGarten (ST) KUNSTtransPORT (T) Transmediales Kulturpaket Kunstverein Grünspan (K) Kunstwerkstatt Tulln (NÖ) Lalish-Theaterlabor (W) Interkulturelle Dialoge Lendhauer (K) * lendspiel Leoganger Kinder-Kultur (S) Visio Naerr Limmitationes (B) Local Bühne Freistadt (OÖ) Lungauer Kulturvereinigung (S) Motif – Interkultureller Kulturverein Bregenz (V) Ms. Baltazar’s Laboratory (W) Musik Kultur St. Johann (T) Musik und Kunst und Literatur im Sägewerk (S) OHO – Offenes Haus Oberwart (B) Österreichische Filmgalerie (NÖ) Live-Kulturveranstaltungsprogramm Österreichisches Papiermachermuseum (OÖ) p.m.k. Plattform mobile Kulturinitiativen (T) Panorama (K) Pro Vita Alpina Österreich (T) qujOchÖ – Experimentelle Kunst- und Kulturarbeit (OÖ) Rockhouse Salzburg (S) Kinder- und Jugendkulturarbeit Scheibbs.Impuls.Kultur (NÖ) Stadtkultur 13 Seckau Kultur (ST) * SOG. Theater (NÖ) SOHO in Ottakring (W) Spielboden (V) Stereo (K) Straden aktiv (ST) Sunnseitn (OÖ) Theater am Ortweinplatz (ST) Theater am Spittelberg (W) Kinderkulturprogramm Theaterfabrik (ST) Theaterzentrum Deutschlandsberg (ST) Dramawerkstatt Treibhaus (T) Tullnerfelder Kulturverein (NÖ) UniT (ST) Kunstlabor Universitätskulturzentrum UNIKUM (K) VADA – Verein zur Anregung des dramatischen Appetits (K) Verein Alte Schmiede (NÖ) Verein für Kunst und Kultur Eichgraben (NÖ) Verein MAIZ (OÖ) Verein Projekt Theater (W) Transformance Verein ZOOM Kindermuseum (W) Kulturvermittlungsprogramm Wachau Kultur Melk (NÖ) Kunst- und Kulturimpulse Waldviertel Akademie (NÖ) Waldviertler Bildungs- und Wirtschafts­ initiative (NÖ) * Landscape Art Project – Kunst in der Natur

132 | Kunstbericht 2013

35.000,00 15.000,00 7.000,00 8.000,00 3.000,00 7.000,00 10.000,00 3.000,00 30.000,00 35.000,00 22.000,00 10.000,00 6.000,00 41.000,00 20.000,00 75.000,00 5.000,00 4.000,00 28.000,00 20.000,00 30.000,00 10.000,00 20.000,00 3.000,00 3.350,00 3.000,00 30.000,00 120.000,00 10.000,00 4.000,00 18.000,00 50.000,00 3.000,00 6.000,00 10.000,00 102.000,00 6.000,00 15.000,00 62.000,00 12.000,00 3.000,00 2.500,00 12.000,00 15.000,00 50.000,00 12.000,00 8.000,00

8.000,00

WUK (W) Zeit-Kult-Ur-Raum-Enns (OÖ) Zentrum Zeitgenössischer Musik (S) Zwettler Kunstverein (NÖ) Summe

250.000,00 10.000,00 60.000,00 2.000,00 2.980.650,00

1.3 Investitionen * Kulturverein Kino Ebensee (OÖ) * Musik Kultur St. Johann (T) * Österreichisches Papiermachermuseum (OÖ) * Spielboden (V) Summe

6.000,00 5.000,00 2.500,00 5.000,00 18.500,00

1.4 Kunst- und Kulturprojekte Arcade – Hortus Musicus (K) Lyrik und Musik Black Coffee (W) Experimente [film:musik] bodi end sole (S) Wir geben Laut BOEM – Verein zur Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Kommunikation (W) Austrocalypse Now Brekzie – Verein zur Förderung von interdisziplinären Kunstformen (T) * Maraini Dacia: Frauenzimmer, Generationentheaterprojekt Cocon – Verein zur Entwicklung und Umsetzung von Kunstprojekten (W) * InBetween Cuteacute Media (W) Data Dealer Das Wiener Kindertheater (W) Eugène Labiche: Das Sparschwein, Jugendtheaterprojekt Der Apparat (W) Wandzeitung Forum Stadtpark (ST) * Crossroads GLOBArt (NÖ) AufBruch – 16. GLOBArt Academy gold extra kulturverein (S) Open Studio; Revolting Bodies; I Work As Goldfuß unlimited (W) Flexible Mini – Interventionen Kollektive System Teilchen gutgebrüllt (W) Peter Turrini: Der tollste Tag, Jugendtheaterprojekt HUANZA – Außerferner Kulturinitiative (T) * 24. Kulturzeit IG Kultur Oberwölz (ST) Kirtag und Nacht IG Kultur Österreich (Ö) Basisdatenerhebung, Projekt der Ländervertre­ terInnen To One´s Name, Ausstellung im Rahmen des EUProjektes »Romani Lives« Initiative Minderheiten Tirol (T) * Roma/Sinti/Jenische – Kultur/Geschichte/ Gegenwart

2.000,00 2.000,00 4.000,00

8.000,00

3.000,00

10.000,00 15.000,00

10.000,00 5.000,00 10.000,00 8.000,00 18.000,00 2.500,00 2.000,00 3.000,00 5.000,00 8.000,00

3.500,00 3.000,00

3.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Institut Hartheim (OÖ) 2 Kunststipendien INTERACT – Kunst-Sozial-ÖkologischKulturell (T) Zwischen-Stationen: Wunden + Wunder KiG – Kultur in Graz (ST) TRANS reseT III Kinoki – Verein für audiovisuelle Selbstbestimmung (W) morgen killst du meinen sohn Klangspuren Schwaz (T) Kunstvermittlungsprojekte lautstark – lautstärker Kultur- und Kommunikationszentrum k&k St. Johann im Rosental (K) * Za nov MI – Für ein neues WIR Kulturverein einundzwanzig (W) Into the City Kulturverein fiveseasons (W) * herbstklang – resonanzraum der künste * artentia 1 biomed Kulturverein Time’s Up (OÖ) Time’s Up Boating Association Future Rewritten Kunst//Abseits vom Netz (ST) Einschmiegen Kunstverein o.r.f. – offen, real, fundamental (ST) HotelPupik 13 Marketing St. Pölten (NÖ) 19. Höfefest Medien Kultur Haus (OÖ) Science-Fiction-Film »Plan 9« Mezzanin Theater (ST) * Girls, Girls, Girls – Reloaded; Jugendtheaterprojekt More Ohr Less (NÖ) Ziele Musik Wort und mehr (NÖ) Wien grüßt Niederösterreich NÖ Kinder Sommer Spiele (NÖ) NÖKISS Pilgern und Surfen Melk (NÖ) Kunst in der Kartause Projekt Integrationshaus (W) Budapest Bar und Vojasa rosapinks (ST) Vaginamuseum.at rotor (ST) Nice Places Schmiede Hallein (S) Schmiede 13 return Science Communications Research (W) TIMeSCAPES spectAct (T) * Zivilcourage üben und leben, Forumtheater Spielfeld Kultur (T) Tanzfestival für junges Publikum Spielgemeinde Schlins (V) * Gerold Amann: Die Vögel strombaden (NÖ) Spartenübergreifendes Sommerprogramm teatro (NÖ) * Oliver Twist: Das Leben eines Straßenkindes, Jugendtheaterprojekt The Danube Memorial (W) The Vienna Project Theater Iskra (K) Simphonija, Die Entsprechung der Sprache

Abteilung V/7 Kulturinitiativen

10.600,00

1.500,00 5.000,00

10.000,00 4.000,00

3.000,00 40.000,00 4.000,00 1.000,00 8.000,00 7.000,00 5.000,00 10.000,00 1.800,00 20.000,00 2.500,00 5.000,00 3.000,00 3.000,00 4.000,00 2.000,00 8.000,00 15.000,00 35.000,00 5.000,00 2.500,00

Theater Meggenhofen (OÖ) Hoffestspiele Theater zum Himmel im Hörbigerhaus (W) Junges Ensemble Hörbiger: Romeo und Julia; Jugendtheaterprojekt theaterfink (W) Von Großkopfade und Sacklpicka Theaternyx (OÖ) StadtKomplizInnen Theaterverein FOXFIRE (W) Stadtrauschen – Theaterprojekt mit Jugendlichen aus drei Städten Theaterwerkstatt Haag (NÖ) Die drei Räuber: Jugendtheaterprojekt Tinkers – Verein zur Förderung interkultureller und integrativer Aktivitäten (V) Tango en Punta/Europe – Integratives Tanzprojekt Übergänge – Prechody (NÖ) Internationales Kulturfest Verein Aktion Mitarbeit (V) * Heimatabend Verein der Freunde der Burg Rappottenstein (NÖ) * Kultursommer Verein Exil (W) * RomaSpielerOper Bingo Verein für Dorferneuerung und Kulturinitiativen Gossam (NÖ) Kultursommer Verein für integrative Lebensgestaltung – Die Sargfabrik (W) Abo-Konzerte Verein JUKUS (ST) Avusturya! Österreich! Lebensgeschichten der ersten GastarbeiterInnen aus der Türkei Verein MAIZ (OÖ) Es muss viel gelacht werden, um die Welt zu verändern Verein zur Erhaltung und kulturellen Nutzung der Synagoge Kobersdorf (B) Kultur im Tempel Verein zur Förderung der St. Hildegard Stiftung (NÖ) Tree of Life VIDC Kulturen in Bewegung (W) Banana Philosophy VierHochDrei (W) We Sing the World Viertel Forum Hohenems (V) Kulturveranstaltung ZEITGEIST Gruppe (T) Ein Fundbüro der Erinnerungen Summe

5.000,00

3.000,00 5.000,00 7.000,00

5.000,00 5.000,00

5.000,00 15.000,00 10.000,00 2.000,00 7.000,00

2.000,00

8.000,00

10.000,00

5.000,00

5.000,00

3.700,00 3.000,00 2.000,00 2.000,00 4.000,00 487.100,00

5.000,00 10.000,00 2.500,00

10.000,00 3.000,00 2.000,00

Kunstbericht 2013  |  133

1.5 Festivals African Cultural Promotion Vienna (W) Afrikanisches Kulturfestival ARGE La Strada (ST) * Festival La Strada ARGE Spleen Graz (ST) Internationales Theaterfestival für junges Publikum CHIALA – Verein zur Förderung von Kultur. Diversität.Entwicklung (ST) Afrikanisches Kulturfestival Diva Arts Collective (T) * Diva Monodrama Festival Elevate (ST) Elevate Festival Festival der Regionen (OÖ) Umgraben Güssinger Kultursommer (B) * Veranstaltungsreihe HallstattClassics (OÖ) * Musik- und Literaturfestival Homunculus Figurentheater (V) 22. Homunculus – Festival für innovative Darstellungsformen Humorfestival Velden (K) Internationales Humorfestival I Dance Company (W) Down Syndrom Festival Inntöne – Verein für zeitgemäße Musik (OÖ) * Inntöne-Festival Jazzgalerie Nickelsdorf IMPRO 2000 (B) Festival Konfrontationen KASUMAMA – Verein zur Förderung des interkulturellen Austausches (NÖ) Afrikanisches Kulturfestival Kindermusikfestival St. Gilgen (S) Musikfestival für Kinder Kultur am Filmhof (NÖ) Filmhof Festival Kulturgrenzen Kleylehof (B) reheat – Der Sprung ins Leere Kulturvernetzung Niederösterreich (NÖ) Viertelfestival NÖ – Weinviertel * Viertelfestival NÖ – Waldviertel, Vorbereitungs­ kosten­ 2014 Kunstfreiraum Papierfabrik (ST) WANTED – Living Streets Festival Luaga und Losna (V) * 25. Internationales Theaterfestival für junges Publikum M-Arts (OÖ) Spiel – Festival Mezzanin Theater (ST) * Kukuk – 13. Ländliches Theaterfestival für junges Publikum Kukuk – 12. Ländliches Theaterfestival für junges Publikum, Teil 2 My Sound of Music (S) Musikfilm-Festival Salzburg new art (ST) KOMM.ST 1.3 Open Air Verein Gössl (ST) Sprudel, Sprudel und Musik picture on festival (B) picture on festival poolbar Festival (V) poolbar Festival

134 | Kunstbericht 2013

5.000,00 60.000,00 30.000,00

5.000,00 4.000,00 18.000,00 200.000,00 50.000,00

Shakespeare in Styria (ST) Theaterfestival Szene Bunte Wähne (NÖ) * Kinder- und Jugendtheaterfestival Tauriska (S) Tauriska Festival Theaterland Steiermark (ST) Theaterfeste der Regionen * Theaterfeste der Regionen, Vorbereitungs­­ kosten­ 2014 Ummi Gummi (T) * 22. Internationales Straßentheaterfestival Olala Verein Heart of Noise (T) Heart of Noise Festival wellenklaenge lunz am see (NÖ) Festivalprogramm 13 – Rendezvous Zillertaler Mobiltheater (T) Steudltenn Summe

6.000,00 20.000,00 5.000,00 200.000,00 45.000,00 25.000,00 7.000,00 24.000,00 7.000,00 1.185.000,00

3.000,00

5.000,00 2.000,00

2 Dokumentation, Evaluation, Kulturforschung

6.000,00 30.000,00

Österreichische Kulturdokumentation (W) Fair Pay für Kulturarbeit, Datenerhebung

19.056,00

18.000,00

Summe

19.056,00

4.000,00 3.000,00 10.000,00 6.000,00 220.000,00 50.000,00 3.000,00

30.000,00 12.000,00

20.000,00 10.000,00

3 Personenförderung 3.1 Reise­kosten­ Anhaus Cornelia (S) Derry, Irland Dünser Jenny (W) Fiuggi Citta, Italien Glösl Johanna (ST) Sofia, Bulgarien Harrer Olivia (W) Durham, Kanada Hirner Elisabeth (W) Granada, Nicaragua Jäger Irene (W) Los Angeles, USA Pölzl Petra (ST) Berlin, Deutschland Summe

383,00 226,00 206,00 658,00 1.148,00 913,00 167,43 3.701,43

6.000,00 8.000,00 3.000,00 3.000,00 22.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

3.2 Trainee-Projekte Anhaus Cornelia (S) The Play House, Derry Dilena Katharina (ST) Dancehouse, Melbourne Glösl Johanna (NÖ) Red House, Sofia Harrer Olivia (W) Durham Art Gallery, Durham Hirner Elisabeth (W) Tres Mundos, Granada Immervoll Eva Katharina (OÖ) Kulturverein ZZZINC, Barcelona Jäger Irene (W) MAK Center for Art and Architecture at the Schindler House, Los Angeles Summe

3.4 Startstipendien 5.550,00 11.100,00 6.000,00 11.100,00 9.000,00 4.500,00

Summe

Abteilung V/7 Kulturinitiativen

1.100,00 4.400,00 6.600,00 3.300,00 6.600,00

Summe

22.000,00

11.100,00 58.350,00

3.3 Projekte Artner Norbert (OÖ) Kreative Kopie Czerwenka-Wenkstetten Isabel (W) Blutbild.Blut.Bild Garnitschnig Bernhard (V) Palais des Beaux Arts Georgsdorf Wolfgang (OÖ) NO(I)SE, Geruchsfilm Hollaus Melanie (T) * Neunerhaus – Bilder einer Verwandlung Wörgl Paradox Holub Barbara (W) Planning Unplanned Kathan Bernhard (T) * Mensch – Tier Raum des Todes – Raum der Geburt KünstlerInnengruppe Wechselstrom (W) Fluid Control – Medien Evolution im Wasser Kurbak Ebru (W) The Knitted Radio Lattner Heimo (B) In the End It Is All About Me Nestler Gerald (W) Kontingente Gegenwarten und das Recht auf Zukunft Palme Pia (W) Earspaces Pliessnig Sigrid Elisa (K) Kunst am See – über. unter Wasser Schlemmer Andrea Daniela (ST) Die konkrete Utopie Schmickl Philipp (B) Theoral No. 8 Schwarz Richard (T) Dörfliche Nachbarschaft Walkowiak Kay (W) Utopian Realities

Auinger Cornelia (W) Secession, Wien Bertsch Kerstin (V) Spielboden, Dornbirn Haid Elisabeth (W) Dérive, Wien Mosleh Fariba (W) Brunnenpassage, Wien Schernhuber Peter (OÖ) Medien Kultur Haus, Wels

4 Preise und Prämien 4.1 Preise

7.000,00 8.800,00 3.200,00 5.000,00

Frauenmuseum Hittisau (V) Outstanding Artist Award – Frauenkultur Georgsdorf Wolfgang (OÖ) Outstanding Artist Award – Interdisziplinarität OHO – Offenes Haus Oberwart (B) Österreichischer Kunstpreis, Kulturinitiativen Standbild (W) Outstanding Artist Award – Kinder und Jugendkultur

3.500,00 3.000,00

Summe

4.000,00

4.2 Prämien

12.000,00 12.000,00 5.000,00 10.900,00 5.000,00

9.000,00 20.000,00 2.000,00 5.000,00 4.000,00 1.500,00 8.000,00 128.900,00

8.000,00 8.000,00 12.000,00

8.000,00 36.000,00

Cinema Paradiso (NÖ) * Vorbildliche Kulturarbeit Cracked Labs (W) Interdisziplinarität Das Dorf – Kunst und Kulturverein (W) * Vorbildliche Kulturarbeit Dueller Simone (K) Frauenkultur GIL art.infection (ST) Vorbildliche Kulturarbeit HUANZA – Außerferner Kulturinitiative (T) * Vorbildliche Kulturarbeit Innenhofkultur (K) Vorbildliche Kulturarbeit Kraigher Haus (K) Regionale Kulturarbeit Kulturforum Südburgenland (B) * Vorbildliche Kulturarbeit Kulturgrenzen Kleylehof (B) * Innovative Kulturarbeit Kulturinitiative Kürbis Wies (ST) Prämie im Rahmen der Vergabe des Österreichischen Kunstpreises Kulturlabor Stromboli (T) Prämie im Rahmen der Vergabe des Österreichischen Kunstpreises Kulturverein fiveseasons (W) Frauenkultur

3.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00 3.100,00 2.000,00 3.100,00 1.000,00 2.000,00 2.000,00

4.000,00

4.000,00 2.000,00

Kunstbericht 2013  |  135

Kulturverein K.O.M.M. (ST) * Vorbildliche Kulturarbeit Kunstbox (S) * Vorbildliche Kulturarbeit Kunstverein Grünspan (K) * Vorbildliche Kulturarbeit Lindenbauer Alois (OÖ) Interdisziplinarität Media Space (OÖ) Kinder- und Jugendkultur Montagnes Russes (W) Kinder- und Jugendkultur More Ohr Less (NÖ) * Vorbildliche Kulturarbeit Pink Noise (W) Kinder- und Jugendkultur Stumreich Kathrin (W) Frauenkultur VierHochDrei (W) Vorbildliches Kulturprojekt Wachau Kultur Melk (NÖ) Vorbildliche Kulturarbeit Waldviertler Bildungs- und Wirtschaftsinitia­ tive (NÖ) * Langjährige Kulturarbeit Weissensteiner Elisabeth (W) Interdisziplinarität wellenklaenge lunz am see (NÖ) Prämie im Rahmen der Vergabe des Österreichischen Kunstpreises Summe

136 | Kunstbericht 2013

1.000,00 3.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00 2.000,00 1.000,00 3.100,00

2.000,00 2.000,00

4.000,00 62.300,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Österreichisches Filminstitut

Förderungsmaßnahmen im Überblick 2013 Stoffentwicklung

728.750,00

Drehbucherstellung/Konzepterstellung

506.250,00

Drehbuchentwicklung im Team

195.000,00

Stoffentwicklung 2. Stufe

27.500,00

Projektentwicklung

499.488,65

Herstellung Kinofilm

13.685.618,12

Spielfilm

9.021.472,12

Dokumentarfilm

1.997.146,00

Nachwuchsfilm

2.667.000,00

Verwertung

3.088.280,40

Kinostart

1.000.449,40

Festivalteilnahme

203.807,00

Sonstige Verbreitungsmaßnahmen

1.884.024,00

Abrufbare Referenzmittel

432.818,00

Berufliche Weiterbildung

37.175,00

Sonstige Förderungen

136.000,00

Sonstige filmfördernde Maßnahmen

686.893,85

Summe

19.295.024,02

Förderungsgegenstand Anträge

Anzahl

Bewilligt

115

54

Projektentwicklung

32

15

Filmherstellung

75

35

Verwertung

81

75

Berufliche Weiterbildung

20

19

4

4

327

202

Stoffentwicklung

Sonstige Förderungen Summe

Österreichisches Filminstitut

Kunstbericht 2013  |  137

1 Stoffentwicklung 1.1 Drehbucherstellung/Konzepterstellung Arlamovsky Maria Schattenmütter D Baker Frederick D.S. Austrian Cinema – Bad Sex and Depression? D Beckermann Ruth Herzzeit D Der Zigeuner D Bohun David, Molina Catalina Kinder Bürkle Harald, De Leon Gerry Gewöhnliche Helden Chen Bo Pandas, Paare und Passanten Doringer Marko Auf der richtigen Seite D Geyrhalter Nikolaus Erde D Glawogger Michael Powercut Ende Gut Goiginger Adrian Die Beste aller Welten Gräftner Barbara Ego Shooter Der Ferienjob Gruber Andreas Für immer jung Hiebler Sabine Chucks Midlife Hoesl Daniel Die Passion des Geldes Kilic Kenan Brücken über Brücken D Kreihsl Michael Auf Reisen Kreutzer Marie Wir bleiben ja wir Naapuri Krikellis Chris So ein schöner Tag Kusturica Nina Wildherz Markovics Karl Superwelt Mückstein Katharina Lealista Poet Paul Der Minusmann Pötscher Bernhard Bora D Pridnig Klaus, Rechinsky Juri Ugly Salomonowitz Anja Das hört sich wild an Schiehsl Johannes, Dreier Sascha Der Papierene A Schindegger Michael Marmor D

138 | Kunstbericht 2013

15.000,00 10.000,00 15.000,00 10.000,00 15.000,00 15.000,00 12.000,00 15.000,00 15.000,00 15.000,00 10.000,00 10.000,00 13.000,00 12.500,00 12.000,00 15.000,00 10.000,00 15.000,00 15.000,00 12.000,00 15.000,00 10.500,00 12.000,00 12.000,00 15.000,00 15.000,00 15.000,00 12.000,00 15.000,00 15.000,00

Schleinzer Markus Irene Seghaier Aimen Blockfieber Seidl Ulrich, Franz Veronika Der Grasel Sicheritz Harald Prete Rosso Testor Eva Frieda G. Weingartner Katharina Malaria D

10.500,00 15.000,00 15.000,00 15.000,00 12.000,00 13.750,00

Summe

506.250,00

1.2 Drehbuchentwicklung im Team Blackbox Film Roland Schrotthofer, Florian Weigensamer: Der letzte Fisch D Roland Schrotthofer, Florian Weigensamer: In the Eye of the Hurricane D Coop 99 Film Barbara Albert: 1983 – What a Feeling e&a Film Werner Boote, Kathrin Hartmann: Fight the Green Lie D Golden Girls Film Arman T. Riahi: Die Endzeitlosen Arash T. Riahi, Arman T. Riahi: Herr Duschek aus dem Gemeindebau KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Bernd Liepold-Mosser, Ute Liepold: Wechselbälgchen Langbein & Partner Media Christian Brüser, Kurt Langbein: Landraub – Die globale Jagd auf Ackerland D Novotny & Novotny Film Danielle Proskar: Normal ist das nicht Orbrock Film Monja Art: Siebzehn Prisma Film Mike Majzen: Planet Ottakring Stalkerfilm Falk Schweikhardt: Grenzverletzungen Transmitter Film Petra Ladinigg: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens Wildart Film Nuray Sahin, Ebba Sinzinger: Lena und der Schlangenkönig K Summe

7.500,00 7.500,00 15.000,00

15.000,00 15.000,00 15.000,00

15.000,00

15.000,00 15.000,00 15.000,00 15.000,00 15.000,00

15.000,00

15.000,00 195.000,00

1.3 Stoffentwicklung 2. Stufe Brunner Christoph Constantin Nikolaus Bickermann Paulus Wolfram Das Karussell Summe

15.000,00 12.500,00 27.500,00

15.000,00 12.000,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

2 Projektentwicklung Amour Fou Film Anja Salomonowitz: Spiel mit mir D Bonus Film Barbara Gräftner: Der Ferienjob Edoko Institute Edgar Honetschläger: Billionaire M Epo Film Eva Spreitzhofer: Unter Blinden D Elisabeth Scharang: Jack Filmhaus Thomas Wirthensohn: Homme Less D M Geyrhalter Film Friedrich Ofner: Weapon of Choice D KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Ruth Mader: Life Guidance Mirjam Unger: Maikäfer flieg Le Groupe Soleil Film Filip Antoni Malinowski: Meine gezeichnete Kindheit D Marko Doringer Film Marko Doringer: Traumfabrik D Mischief Films Catalina Molina: Kinder Novotny & Novotny Film Markus Schleinzer: Angelo Plan C Filmproduktion Michael Pfeifenberger: Desert Kids D K Ri Filme Brigitte Weich: Der Führer ist tot! Es lebe der Führer! D M Ruth Beckermann Film Ruth Beckermann: Die Affäre D Wailand Film Markus Wailand: Fracktivists Wega Film Peter Patzak: Wo bitte, wohnt Herr Friedrich Engels David Brandstätter, Michael Sormann: Lizzard Madoxx M Wildart Film Bo Chen: Moneyboys M Witcraft Szenario Lukas Miko: Miriam M Summe

3 Herstellung Kinofilm 3.1 Spielfilm 40.000,00 14.925,31 10.000,00 10.900,00 9.000,00 7.927,34 39.560,00 40.000,00 40.000,00 15.600,00 34.150,00 29.141,00 36.000,00 25.000,00

4.500,00 40.000,00 26.000,00 40.000,00 17.885,00 10.000,00 8.900,00 499.488,65

Aichholzer Film Nils Engler: Rotzbub Allegro Film Andreas Prochaska: Das finstere Tal M Amour Fou Film Virgil Widrich: Die Nacht der tausend Stunden Amour Fou Vienna, Ulrich Seidl Film Michael Sturminger: The Giacomo Variations M Bonus Film Barbara Gräftner: Rise Up! and Dance Coop 99 Film Maren Ade: Toni Erdmann Jessica Hausner: Amour Fou M Antonin Svoboda: Song – Eine Singlekomödie Dor Film Anthony Power: Der kleine Ritter Trenk A Wolfgang Murnberger: Das ewige Leben O e&a Film Ali Samadi Ahadi: Die Mamba M Edoko Institute Edgar Honetschläger: Billionaire Epo Film Elisabeth Scharang: Jack Family Pictures Film Dirk Regel: Tom Turbo – Von 0 auf 111 K Fischer Film Kurt Palm: Kafka, Kiffer und Chaoten M Freibeuter Film Sudabeh Mortezai: Macondo Valentin Hitz: Stille Reserven O Houchang Allahyari Film Houchang Allahyari: 2 Akte M Lotus Film Barbara Eder: Good Morning Kabul Tobi Baumann: Die Gespensterjäger – Auf eisiger Spur MR Film Kurt Mrkwicka Harald Sicheritz: Bad Fucking M Nanook Film Peter Kern: Der letzte Sommer der Reichen Novotny & Novotny Film Franz Novotny: Deckname »Holec« David Ruehm: Im Schatten des Spiegels Prisma Film Christian Frosch: Von Jetzt an kein Zurück Produktion West Anita Lackenberger: Valser G‘schichten Terra Mater Andrew Goth: Deus ex Machina Ulrich Seidl Film Severin Fiala, Veronika Franz: Ich seh/Ich seh Summe

Österreichisches Filminstitut

484.450,00 60.000,00 610.000,00 150.000,00 260.000,00 200.000,00 175.000,00 85.545,00 170.000,00 0,00 220.000,00 385.000,00 400.000,00 458.449,00 100.000,00 401.000,00 0,00 320.000,00 530.000,00 270.000,00 466.283,12 585.745,00 690.000,00 615.000,00 180.000,00 385.000,00 290.000,00 530.000,00 9.021.472,12

Kunstbericht 2013  |  139

Abkürzungen A Animationsfilm D Dokumentarfilm K Kinderfilm M Mittelerhöhung einer Förderungszusage der Vorjahre, wird in der Anzahl der geförderten Projekte nicht berücksichtigt O ohne Mittelbindung im Berichtsjahr

3.2 Dokumentarfilm Aichholzer Film Hüseyin Tabak: Die Legende vom hässlichen König Geyrhalter Film Werner Boote: Bürger B. Michael Madsen: The Visit M Golden Girls Film Arash T. Riahi, Arman T. Riahi: Vorlaut! Christian Tod: What‘s Wrong With a Free Lunch? Sinisa Vidovic: Messi versus Ronaldo KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Pol Cruchten: La Supplication – Chronik der Zukunft Kurt Mayer Film Nathalie Borgers: Haider M Langbein & Partner Media Kurt Langbein: Landraub – Die globale Jagd auf Ackerland Lotus Film Michael Glawogger, Wim Wenders, u.a.: Kathedralen der Kultur Othmar Schmiderer Film Angela Summereder: Schappeller Simon Wieland Film Simon Wieland: Unser Kampf Wildart Film Michaela Kirst, Ebba Sinzinger: Grün, Grün, Grün Wildruf Malte Ludin: D.U.D.A! Werner Pirchner (Arbeitstitel: »Am Anfang war … nix. Auf den Spuren …«) M Summe

4 Verwertung 128.146,00 300.000,00 20.000,00 200.000,00 200.000,00 168.000,00

150.000,00 88.000,00

174.000,00

110.000,00 200.000,00 110.000,00 140.000,00

9.000,00 1.997.146,00

3.3 Nachwuchsfilm AdriAlpe Media Sascha Köllnreitner: Attention, a Life in Extremes – Modern Gladiators D M Coop 99 Film Klaus Händl: Kater Fischer Film Dominik Hartl: Attack of the Lederhosenzombies Freibeuter Film Johanna Moder: High Performance M Golden Girls Film Stephan Richter: Wir waren da Peter Brunner: We are Sisyphos KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Ulrike Schweiger: Klassentreffen M Novotny & Novotny Film Juri Rechinsky: Ugly Wega Film Umut Dağ: Risse im Beton M Summe

140 | Kunstbericht 2013

50.000,00 520.000,00 472.000,00

4.1 Kinostart Filmcasino & Polyfilm Marc Bauder: Master of the Universe D Filmdelights Katharina Mückstein: Talea Filmladen Erwin Wagenhofer: Alphabet D Bernard Rose: Der Teufelsgeiger Anja Salomonowitz: 727 Tage ohne Karamo Fritz Urschitz: Where I Belong Andreas Pichler: Das Venedig Prinzip D Claude Lanzmann: Der Letzte der Ungerechten D Daniel Diaz Torres: Lügen auf Kubanisch Filmladen, Coop 99 Film Götz Spielmann: Oktober November KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Gustav Deutsch: Shirley – Visions of Reality Luna Film Marvin Kren: Blutgletscher Hans Hofer: Zweisitzrakete Dirk Regel: Tom Turbo – Von 0 auf 111 Metafilm Helmut Manninger: Die Große Reise D Mobile Filmproduktion Marco Antoniazzi, Gregor Stadlober: Schlagerstar D M Senator Film Austria Christian Theede: Im Weißen Rössl – Wehe du singst! Sigma Film Ernst Gossner: Der stille Berg Stadtkino Filmverleih Ulrich Seidl: Paradies: Hoffnung Arash T. Riahi: Nerven Bruch Zusammen D Thimfilm Harald Sicheritz: Bad Fucking Andreas Schmied: Die Werkstürmer Werner Boote: Population Boom D Juri Rechinsky: Sick Fuck People D Summe

13.500,00 28.872,40 61.000,00 56.000,00 33.000,00 24.000,00 23.000,00 18.000,00 7.000,00 57.000,00 40.000,00 68.000,00 60.500,00 52.000,00 25.000,00 40.600,00

53.720,00 68.000,00 46.845,00 22.250,00 74.730,00 63.180,00 45.252,00 19.000,00 1.000.449,40

80.000,00 495.000,00 295.000,00 250.000,00 355.000,00 150.000,00 2.667.000,00

4.2 Festivalteilnahme Allegro Film Marvin Kren: Blutgletscher Coop 99 Film Götz Spielmann: Oktober November Dor Film Claude Lanzmann: Der Letzte der Ungerechten D European Film Conspiracy Daniel Hoesl: Soldate Jeannette Geyrhalter Film Werner Boote: Population Boom D Sabine Hiebler, Gerhard Ertl: Anfang 80 Golden Girls Film Arash T. Riahi: Nerven Bruch Zusammen D KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Gustav Deutsch: Shirley – Visions of Reality Kurt Mayer Film Ruth Rieser: du und ich D

13.400,00 19.800,00 5.200,00 20.000,00 9.500,00 3.145,00 14.500,00 20.000,00 7.162,00

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Marko Doringer Film Marko Doringer: Nägel mit Köpfen D Novotny & Novotny Film Juri Rechinsky: Sick Fuck People D Ulrich Seidl Film Ulrich Seidl: Paradies: Hoffnung Wega Film Michael Haneke: Liebe Summe

16.100,00 10.000,00 40.000,00 25.000,00 203.807,00

4.3 Sonstige Verbreitungsmaßnahmen After Image Kino unter Sternen Akademie des Österreichischen Films Jahresbeitrag und Österreichischer Filmpreis 2014 Austrian Film Commission Aktivitäten 2013 Aktivitäten 2014 Burgel Czeitschner Film Kino auf Rädern Crossing Europe Filmfestival Crossing Europe Filmfestival M Diagonale – Forum österreichischer Film Diagonale – Festival des österreichischen Films 2014 Espressofilm Espressofilm filmABC filmABC Film Austria MIPCOM film:riss Cinema Next – Junges Kino aus Österreich: KinoInitiative Filmbäckerei Picturing Austrian Cinema – The Cambridge Symposium Filmladen Liebe, Oscar-Nachkampagne Der Fall Wilhelm Reich, DVD barrierefrei Empire Me, DVD barrierefrei flimmit vod.filminstitut.at Independent Cinema VIS – Vienna Independent Shorts Institut Pitanga Filmwissen macht Spaß, qualitative Vertiefung des 25. Internationalen Kinderfilmfestivals KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Shirley – Visions of Reality, Katalog Kurt Mayer Film What Happiness Is, DVD barrierefrei Local-Bühne Freistadt Österreichischer Kinosommer im Mühlviertel Medardus Film Die toten Fische, Restaurierung und Wiederverwertung M proFrau – Plattform für Frauenrechte gegen Diskriminierung FrauenFilmTage 2014 RR*  Filmproduktion Peter Turrini – Rückkehr an meinen Ausgangspunkt, DVD Sonderedition

Österreichisches Filminstitut

8.000,00 50.000,00 480.000,00 380.000,00 100.000,00 2.760,00

140.000,00 5.000,00 12.000,00 4.000,00

15.000,00

Senator Film Austria Im Weißen Rössl – Wehe du singst!, DVD barrierefrei Shoot Your Short – Filmworkshops Shoot Your Short – Filmworkshops Sonderzahl-Verlag Buchpublikation: Der Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter Standbild One World Filmclubs – Österreich 2014 this human world this human world – Internationales Filmfestival der Menschenrechte Ulrich Seidl Film Paradies Trilogie, Ausstellung Berlin Paradies Trilogie, Fotobuch Paradies Trilogie, DVDs barrierefrei Paradies Trilogie, Ausstellung Kiew Filmfestival UniT Sources II Script Development Workshop Graz 2012 M Verband Österreichischer Kameraleute IMAGO, International Cinematographers Forum »Inspiration« Verein der Freunde der Filmakademie Wien Still Learning 9–13, Erstellung von DVDs Verein zur Förderung des Studentenfilmfestivals Internationales Filmfestival der Filmakademie Wien Vertrieb Hoanzl Der Österreichische Film – DVD Edition (7. Staffel) Der Österreichische Film – DVD Edition (8. Staffel und Digitale Multiplattform) Wie man leben soll, DVD barrierefrei Wolfram Paulus Film Blutsbrüder teilen alles – österreichweite Schulschiene Summe

5.000,00 20.000,00

9.000,00 25.000,00

14.000,00 25.000,00 20.000,00 13.464,00 10.000,00

2.500,00

20.000,00 15.000,00

10.000,00 150.000,00 150.000,00 3.800,00

9.000,00 1.884.024,00

45.000,00 10.000,00 5.000,00 4.900,00 40.000,00 12.000,00

15.000,00 10.000,00 3.500,00 10.100,00

10.000,00

5.000,00

15.000,00

5 Berufliche Weiterbildung Béres Dániel Babylon Workshop London Boboschewski Alexander International Steadicam Workshop Brameshuber Sebastian Le Fresnoy – Studio National des Arts Contemporains Brudermann Sepp Reinhard MAIA Workshop Coufal Michael International Steadicam Workshop Gemel Nikolai Susan Batson Studio Gratzer Stefanie European Post Production Workshop Häufler Ines Sources II Projects & Process Hauzenberger Gerald Igor The Pixel Lab Workshop Kintaert Marianne Désirée Follow Up Script Consulting Prime 4 Kids & Family

447,00 3.680,00

10.000,00 2.000,00 3.680,00 2.663,00 850,00 800,00 2.500,00 600,00

Kunstbericht 2013  |  141

Abkürzungen A Animationsfilm D Dokumentarfilm K Kinderfilm M Mittelerhöhung einer Förderungszusage der Vorjahre, wird in der Anzahl der geförderten Projekte nicht berücksichtigt O ohne Mittelbindung im Berichtsjahr

Abkürzungen A Animationsfilm D Dokumentarfilm K Kinderfilm M Mittelerhöhung einer Förderungszusage der Vorjahre, wird in der Anzahl der geförderten Projekte nicht berücksichtigt O ohne Mittelbindung im Berichtsjahr

Lucassen Vincent The Pixel Lab Workshop Marschall Thomas Sources II Script Development Workshop Misch Georg School of Sound – Internationales Symposium Nash Thomas Three Day Master Class: Actor Training Pallendorf Gottlieb Production Value Praher Daniela TorinoFilm Lab Stahl Wolfgang Sources II Projects & Process Wailand Markus Sources II Script Development Zambito Kati Three Day Master Class: Actor Training Summe

2.500,00 2.000,00 530,00 340,00 745,00 1.200,00 800,00 1.500,00 340,00 37.175,00

6 Sonstige Förderungen Drehbuchforum Wien Aktivitäten 2013 Verband Österreichischer Filmschauspieler­ Innen Castinggespräche 2013 Castinggespräche 2014 Witcraft Szenario Diverse Geschichten, Stoffentwicklungspro­gramm – Saison IV Summe

115.000,00

6.500,00 6.500,00

8.000,00 136.000,00

7 Sonstige filmfördernde Maßnahmen éQuinoxe Screenwriters‘ Workshops & Master Classes EURIMAGES Koordinationsstelle Nachwuchs MEDIA Desk Österreich (gemeinsam mit der Europäischen Kommission) Summe

142 | Kunstbericht 2013

12.500,00 550.881,84 49.762,50 73.749,51 686.893,85

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 5. Abs. 1 des Filmförderungsgesetzes aus Vertre­terInnen der Bundesministerien für Unterricht, Kunst und Kultur, für Wirtschaft, Familie und Jugend und für Finanzen, der Finanzprokuratur, der Sozialpartner sowie fünf fachkundigen VertreterInnen aus den Bereichen Produktion, Regie, Drehbuch und Vermarktung zusammen. In den zumindest zweimal jährlich statt findenden Sitzungen werden u.a. die Richtlinien für die Gewährung von Förderungen und die Geschäftsordnung festgelegt, die Jahresvoranschläge genehmigt und die Evaluierung der Förderungsziele vorgenommen. Mag. Thomas Dürrer, Kulturgewerkschaft (Gewerkschaft für Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), Leitender Referent HG VIII Mag. Andrea Ecker, 1. Stv. Vorsitzende, Leitung Kunstsektion Prof. Andreas Gruber, 3. Stv. Vorsitzender, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Mag. Gabriele Kranzelbinder, Bereich Produktion, KGP – Kranzelbinder Gabriele Production Univ. Prof. Danny Krausz, Wirtschaftskammer, Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie, Dor Film Produktionsgesellschaft m.b.H. Mag. Michael Kreihsl, Bereich Regie Dr. Erich Lackner, Fünfte fachkundige Vertretung aus dem Bereich Filmwesen MR Dr. Viktor Lebloch, Bundesministerium für Finanzen, Abt. II/4 Dr. Rudolf Scholten, Vorsitz, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Mitglied des Vorstandes Österreichische Kontrollbank AG Univ. Prof. Götz Spielmann, Bereich Drehbuch Michael Stejskal, Bereich Vermarktung, Filmladen Filmverleih GmbH Dr. Gerhard Varga, 2. Stv. Vorsitzender, Finanzprokuratur Ständige ExpertInnen (ohne Stimmrecht) Prof. Dr. Veit Heiduschka, Film Austria, Wega Filmproduktion GmbH

Österreichisches Filminstitut

Mag. Margit Maier, ORF (Rechtemanagement) Mag. Georg Möstl, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Mag. Anja Salomonowitz, Drehbuchautorin, Regisseurin Mag. Wolfgang Schneider, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Projektkommission Die Projektkommission tagt viermal im Jahr, um zu entscheiden, welche der eingereichten Filmprojekte gefördert werden. Sie besteht aus dem Direktor und vier sachkundigen Mitgliedern aus dem österreichischen Filmwesen, die jedoch nicht gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat sein dürfen. Die Entscheidungen der Projektkommission werden schriftlich begründet. Martin Ambrosch, Bereich Drehbuch H Mag. Susanne Auzinger, Bereich Vermarktung E Mag. Catherine Ann Berger, Bereich Drehbuch E (bis Juni 2013) Prof. Dieter Berner, Bereich Regie H Mag. Christine Dollhofer, Bereich Vermarktung H Mag. Katja Dor-Helmer, Bereich Produktion H Mag. Elisabeth Gabriel, Bereich Drehbuch E (seit Juni 2013) Mag. Ines Häufler, Bereich Drehbuch E Mag. Michael Katz, Bereich Produktion E Mag. Michael Kitzberger, Bereich Produktion E Mag. Marie Kreutzer, Bereich Regie E Mag. Thomas Pridnig, Bereich Produktion E Arash T. Riahi, Bereich Regie E Elisabeth Scharang, Bereich Regie E Martin Schweighofer, Bereich Vermarktung E Eva Spreitzhofer, Bereich Drehbuch E Mag. Wolfgang Steininger, Bereich Vermarktung E Mag. Roland Teichmann, Direktor H Beirat für Stoffentwicklung Der Beirat für Stoffentwicklung empfiehlt der Projektkommission die Förderungen für Stoffentwicklungen. Die Förderungsentscheidungen werden in Folge von der Projektkommission zu den Sitzungsterminen getroffen.

Kunstbericht 2013  |  143

Abkürzungen E Ersatzmitglieder H Hauptmitglieder

Mathias Forberg, Bereich Produktion Florian Gebhardt, Bereich Produktion Dr. Barbara Gräftner, Bereich Regie Kathrin Resetarits, Bereich Drehbuch Markus Schleinzer, Bereich Regie Mag. Ulrike Schweiger, Bereich Drehbuch Team Birgit Bachler, Projektabteilung Alessandro Chia, Projektabteilung Mag. Claudia Fischer, Projektabteilung Eleonore Gstrein, Sekretariat, Assistenz Gerhard Höninger, Projektabteilung Mag. Martina Kandl, Assistenz Statistik, Publikationen, Webedition Esther Krausz, MA, MEDIA Desk Iris Luttenfeldner, Sekretariat (seit April 2013) Birgit Moldaschl, BA, Sekretariat (seit Juni 2013 Karenz) Mag. Lucia Schrenk, Projektabteilung Mag. Roland Teichmann, Direktor Mag. Angelika Teuschl, Statistik, Publikationen, Webedition Susanne M. Wastl, MA, Koordinationsstelle Nachwuchs Mag. Werner Zappe, Projektabteilung Mag. Iris Zappe-Heller, Stellvertretung des Direktors, EURIMAGES, Einreichungen

144 | Kunstbericht 2013

Kapitel II Förder­ungen im Detail

Service

III

Abteilungen, Beiräte und Jurys 2013

146

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

154

Kunstförderungsgesetz 1988

181

Kunstförderungsbeitragsgesetz 1981

184

Filmförderungsgesetz 1980

187

Film/Fernseh-Abkommen 2011

201

Bundesgesetz über die Preisbindung bei Büchern 2000

208

Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz 2000

210

Richtlinien für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz 2010

224

Theaterarbeitsgesetz 2010

248

KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz 2011

262

Abteilungen, Beiräte und Jurys 2013 Leitung der Sektion V Kunstangelegenheiten Mag. Andrea Ecker Alexandra Auth Anita Bana Sekretariat der Sektion V Kunstangelegenheiten (Ministerialkanzleidirektion) Alfred Kainz (seit Okt. 2013) Andreas Hick (bis Sept. 2013) Franz Durnig Martin Engelmayer (seit Sept. 2013) Jan Feyrter (bis Aug. 2013) Daniel Giefing (seit Sept. 2013) Gill Harsimaran-Singh (bis Aug. 2013) Philipp Kölly Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

Bildende Kunst; Architektur- und Designförderung; Mode; Förderung von Vereinen, Institutionen, Galerien und KünstlerInnen; KünstlerInnenhilfe; Angelegenheiten der Artothek, Kunstankäufe; Atelierprogramme; Bundesausstellungen; rechtliche Angelegenheiten der Sektion; Angelegenheiten des Künstler-Sozialversicherungsfonds; künstlerische Fotografieförderung; Staatsstipendien; Ateliers; Fotosammlung des Bundes; Koordination der Präsentation künstlerischer Fotografie, Video- und Medienkunstförderung; Redaktion des Kunstberichts

Dr. Bernd Hartmann (bis Nov. 2013) Mag. Gudrun Schreiber Claudia Ambros Herta Haberfellner Dr. Herbert Hofreither Mag. Gerhard Jagersberger Gabriele Kosnopfl Siegfried Lass Mag. Olga Okunev Mag. Joana Pichler MMag. Brigitte Winkler-Komar

146 | Kunstbericht 2013

Beirat bildende Kunst Mag. Christa Benzer Mag. Marko Lulic Dr. Susanne Neuburger Mag. Brigitte Podgorschek Mag. Sabine Schaschl Beirat Architektur und Design Dr. Barbara Feller DI Rüdiger Lainer Mag. Marta Schreieck Fotobeirat Mag. Doris Krüger Mag. Gabriele Spindler Mag. Thomas Trummer Beirat Video- und Medienkunst Jury Atelierstipendium Video- und Medienkunst Banff Centre, Yogyakarta Sandro Droschl Univ. Prof. Mag. Dorit Margreiter Mag. Matthias Michalka Jury Großer Österreichischer Staatspreis Österreichischer Kunstsenat Jury Österreichischer Kunstpreis für bildende Kunst Jury Outstanding Artist Award für bildende Kunst Miriam Bajtala Ursula Maria Probst Tina Teufel Jury Österreichischer Kunstpreis für künstlerische Fotografie Jury Outstanding Artist Award für künstlerische Fotografie Jury Staatsstipendium für künstlerische Fotografie Dr. Martin Hochleitner Prof. Hans Kupelwieser Mag. Anna Witek

Kapitel III Service

Jury Österreichischer Kunstpreis für Videound Medienkunst Jury Outstanding Artist Award für Video- und Medienkunst Jury Staatsstipendium für Video- und Medienkunst Univ. Doz. Mag. Simone Bader DI Wolfgang Fiel Mag. Barbara Kapusta Jury Staatsstipendium bildende Kunst Mag. Michael Kienzer Univ. Prof. Mag. Dr. Felicitas Thun-Hohenstein Mag. Hans-Peter Wipplinger Jury Staatspreis künstlerische Fotografie Rainer Iglar Manfred Willmann Dr. Monika Faber Jury Atelierstipendium bildende Kunst Chengdu, Chicago, Český Krumlov, MexikoCity, New York, Paris, Peking, Rom, Shanghai, Tokio, Yogyakarta Jury Staatsstipendium für bildende Kunst Mag. Michael Kienzer Univ. Prof. Mag. Dr. Felicitas Thun-Hohenstein Mag. Hans-Peter Wipplinger Jury Atelierstipendium bildende Kunst Istanbul Karin Pernegger Mag. Ursula Maria Probst Mag. Karl-Heinz Ströhle Jury Atelierstipendium Fotografie in London, New York, Paris, Rom MMag. Caroline Heider Univ. Prof. Mag. Ruth Horak Mag. Isa Rosenberger Jury Förderungsateliers Westbahnstraße, Wattgasse Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer Mag. Thomas Freiler Mag. Natalie Hoyos

Abteilungen, Beiräte und Jurys 2013

Jury Praterateliers – Bildhauerateliers des Bundes Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer Prof. Hans Kupelwieser Dr. Franziska Weinberger Jury Kunstankauf – Wien, Niederösterreich, Burgenland Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer Dr. Christiane Krejs Mag. Cornelia Offergeld Jury Kunstankauf – Steiermark, Kärnten, Oberösterreich Mag. Günter Holler-Schuster Mag. Suse Krawagna Mag. Gabriele Spindler Jury Kunstankauf – Salzburg, Tirol, Vorarlberg Mag. Martin Hochleitner Dr. Günter Dankl Gregor Neuerer Jury Margarete-Schütte-LihotzkyProjektstipendium Univ. Lektorin Anne Catherine Fleith Dr. Iris Meder Dr. Reinhard Seiss Jury Tische-Stipendium DI Gregor Eichinger Mag. Marie-Therese Harnoncourt Univ. Prof. DI Klaus Kada Jury Startstipendium bildende Kunst Eva Chytilek MMag. Ursula Hübner Mag. Winfried Nußbaummüller Jury Startstipendium Architektur/Design DI Hemma Fasch Mag. Thomas Geisler Mag. Monika Platzer Jury Startstipendium Mode Mag. Hermann Fankhauser Brigitte Winkler Mag. Alexandra Zedtwitz

Kunstbericht 2013  |  147

Jury Startstipendium Fotografie Mag. Ines Lechleitner Mag. Michael Ponstingl Mag. Michael Strasser Jury Startstipendium Video- und Medienkunst Sylvia Eckermann Mag. Matthias Meinharter Dr. Axel Stockburger Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst, Kunstschulen, allgemeine Kunstangelegenheiten

Musik, darstellende Kunst, Kunstschulen; Allgemeine Kunstangelegenheiten; Förderung von Konzertveranstaltern, Festival- und Saisonveranstaltungen, Theatern und Freien Gruppen; Unterstützung von Ensembles und Einzelpersonen (Musik, Theater, Tanz); KünstlerInnenhilfe; Musik- und Theaterprämien; Investitionsförderungen; Publikationen für Musik und darstellende Kunst einschließlich Musikverlagsförderung; Stipendien, Fortbildungszuschüsse, Preise

Mag. Hildegard Siess Dr. Ursula Simek Anita Bana (seit Feb. 2013) Mareike Körbler (seit April 2013 Karenz) Mag. Eva Kohout Dr. Andrea Ruis Silvia Salge Dr. Alice Weihs Daniela Weiss Beirat Darstellende Kunst Christine Bauer Peter Faßhuber Mag. Verena Franke Elio Gervasi (seit Aug. 2013) Dr. Doris Happl Dr. Peter Huber Dr. Bernd Liepold-Mosser (bis Jan. 2013) Petra Paterno (seit Aug. 2013) Dr. Sabine Perthold (bis Aug. 2013)

148 | Kunstbericht 2013

Maja Schlatte Dr. Lothar Schreiner Peter Thalhamer (bis Aug. 2013) Musikbeirat Margarethe Deppe (seit Sept. 2013) Mag. Ines Dominik (bis April 2013) Markus Hinterhäuser (seit April 2013) Univ. Prof. Mag. Martin Kerschbaum (bis April 2013) Mag. Hanne Muthspiel-Payer (bis Sept. 2013) Univ. Prof. Mag. Gerhard Sammer Elisabeth Sobotka (bis April 2013) Mag. Andrea Sodomka (seit Sept. 2013) Bruno Strobl MMag. Gottfried Zawichowski (seit April 2013) Jury Großer Österreichischer Staatspreis Österreichischer Kunstsenat Jury Outstanding Artist Award für Musik Univ. Prof. Mag. Johannes Hiemetsberger Mag. Katharina Klement MMag. Thomas Wally Jury Staatsstipendium für Komposition (1/2013) Jury Everhartz MMag. Wolfgang Hattinger Wolfram Wagner Jury Staatsstipendium für Komposition (2/2013) Mag. Alexandra Karastoyanova-Hermentin Mag. Wolfgang Seierl Mag. Walter Weidringer Jury Startstipendium für Musik Franz Hautzinger Gottfried Rabl MMag. Gerald Resch Jury Startstipendium für darstellende Kunst Georg Blaschke Christine Gaigg Ursula Reisenberger Thomas Sobotka

Kapitel III Service

Jury Toursupport Angela Glechner Monika Klengel Günter Marinelli

Jury Neue Filmformate Alexander Knetig Mag. Rosa von Suess Virgil Widrich

Abteilung V/3 Film

Abteilung V/4 Budget, Statistik, KLR und Nachweiskontrolle betr. Sektion V

Film (Nachwuchs-, Dokumentar-, Animations-, Experimentalfilm und innovativer Spielfilm); Filmothek; Angelegenheiten des Österreichischen Filminstituts; Vertretung Österreichs in internationalen Filmgremien (z. B. MEDIA2007-Komitee, Eurimages/Europarat); Filmabkommen und Mitwirkung bei Filmwirtschaftsabkommen; audiovisuelle Angelegenheiten von WTO und GATS; Filmisches Erbe

Dr. Barbara Fränzen Mag. Carlo Hufnagl Irmgard Hannemann-Klinger MMag. Brigitte Winkler-Komar Ingrid Säckl Österreichisches Filminstitut siehe Seite 137 Beirat Filmkunst Dr. Karin Berger Mag. Siegfried A. Fruhauf Nike Glaser-Wieninger Mag. Maya McKechneay Peter Janecek (seit Feb. 2013)

Budget-, Haushalts- und Verrechnungsangelegenheiten sowie Budgetkoordination, Budgetplanung, Budgeterstellung, Budget-Controlling betreffend Sektion V; Kosten- und Leistungsrechnung für Sektion V, Erstellung statistischer Unterlagen betreffend Sektion V; Beirat zum Kunstförderungsbeitrag; Nachweiskontrolle und Prüfung der widmungsgemäßen Verwendung von Förderungsmitteln betreffend Sektion V

Dr. Monika Einzinger Manfred Kuschil Manuela Andre Mag. Michaela Doppler Monika Kindl Peter Konrader Manfred Lippitsch Mag. Irene Löwy (bis Nov. 2013)

Jury Startstipendium für Filmkunst Petra Erdmann Nike Glaser-Wieninger Lucia Schrenk Jury Outstanding Artist Award für Film Emily Artmann Dariusz Krzeczek aka Kowalski Gerry Weber Jury Österreichischer Kunstpreis für Film Sandra Bohle Markus Schleinzer Judith Wieser-Huber

Abteilungen, Beiräte und Jurys 2013

Kunstbericht 2013  |  149

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen

Förderung der Literatur einschließlich der Kinder- und Jugendliteratur; Vereine und Veranstaltungen; Literatur- und Kulturzeitschriften; Literaturstipendien; Verlagsförderung und Förderung von Kleinverlagen; Übersetzungsförderung; Einrichtungen der Kinder- und Jugendbucharbeit; Redaktion des Kunstberichts

Dr. Robert Stocker Mag. Gerhard Auinger Anna Doppler (bis Sept. 2013) Nicole Grecher Elisabeth Horvath Karin Pollak Raphaela Rottensteiner Regina Schweighofer Literaturbeirat Mag. Daniela Bartens Priv. Doz. Dr. Bernhard Fetz Dr. Karin Fleischanderl Dr. Brigitte Hilzensauer (seit Okt. 2013) Dagmar Kaindl Dr. Angelika Klammer (bis Sept. 2013) Prof. Dr. Annegret Pelz Dr. Anita Pollak (seit Okt. 2013) Dr. Sylvia Treudl Dr. Reinhard Urbach (bis Sept. 2013) Univ. Prof. Dr. Klaus Zeyringer Übersetzungsbeirat Univ. Prof. Dr. Johanna Borek Dr. Helga Mracnikar Univ. Prof. Dr. Erna Pfeiffer Mag. Werner Richter Ass. Prof. Dr. Gertraude Zand Verlagsbeirat Walter Famler Mag. Karin Haller Univ. Doz. Dr. Klaus Kastberger Univ. Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann Gabriele Madeja Mag. Harald Podoschek Dr. Evelyne Polt-Heinzl Dr. Peter Rosei

150 | Kunstbericht 2013

Jury Startstipendium Walter Grond Prof. Marianne Gruber Dr. Angelika Klammer Jury Staatsstipendium Dr. Günther Eisenhuber Dr. Gerhard Fuchs Dr. Evelyne Polt-Heinzl Jury Projektstipendium Dr. Thomas Eder Dr. Manfred Müller Dr. Martina Schmidt Jury Robert-Musil-Stipendium Literaturbeirat Jury DramatikerInnenstipendium Friederike Bernau Regina Guhl Dr. Reinhard Urbach Jury AutorInnenprämie Mag. Silvana Cimenti Dr. Evelyne Polt-Heinzl Andreas Renoldner Jury Buchprämie Nils Jensen Margret Kreidl Dr. Manfred Müller Dr. Sylvia Treudl Bettina Wörgötter Jury Outstanding Artist Award für Literatur Gustav Ernst Mag. Robert Huez Mag. Michaela Monschein Jury Österreichischer Kunstpreis für Literatur Christine Haidegger Dr. Jochen Jung Dr. Daniela Strigl Jury Ernst-Jandl-Preis für Lyrik Mag. Paul Jandl Dr. Alfred Kolleritsch Friederike Mayröcker Dr. Thomas Poiss Univ. Prof. Dr. Klaus Reichert

Kapitel III Service

Jury Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur Priv. Doz. Dr. Bernhard Fetz Mag. Olga Flor Mag. Cornelius Hell Mag. Klaus Nüchtern Mag. Claudia Romeder Jury Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik Mag. Agnes Altziebler Mag. Paul Jandl Dr. Doron Rabinovici Jury Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung Übersetzungsbeirat Jury Erich-Fried-Preis für Literatur und Sprache Kathrin Röggla Beirat Kinder- und Jugendliteratur Renate Habinger Dr. Monika Pelz Edith Schreiber-Wicke Dr. Kathrin Wexberg Mag. Elisabeth Wildberger Jury Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Klaus Nowak Mag. Silke Rabus Mag. Alexander Strohmaier Mag. Christina Ulm Mag. Elisabeth Wildberger Jury Mira-Lobe-Stipendium für Kinder- und Jugendliteratur Martin Auer Dr. Reinhard Ehgartner Dorothea Löcker Jury Schönste Bücher Österreichs Zita Bereuter Bernhard Cella Susanne Dechant Dr. Michael Freund Markus Hanzer Andrea Tinnes Reto Ziegler

Abteilungen, Beiräte und Jurys 2013

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit

Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Durchführung von Sonderprojekten, Öffentlichkeitsarbeit im Kunstbereich, Durchführung von Artist-in-Residence für den Kunstbereich, Studien und Recherchen; bilateraler KünstlerInnenaustausch

Charlotte Sucher Mag. Sonja Bognar Sabine Jank Maria Trenker Martina Wurm Jury Artist-in-Residence Bildende Kunst (International) Mag. Daniela Gregori Rainer Iglar Mag. Ursula Maria Probst Jury Artist-in-Residence Bildende Kunst (CEE) Dr. Marina Grzinic Simon Rees Dr. Georg Schöllhammer Jury Artist-in-Residence Komposition Roland Freisitzer Mag. Andrea Sodomka MMag. Thomas Wally Jury Artist-in-Residence Kunst- und Kulturvermittlung/KuratorInnen Claudia Ehgartner Andreas Hoffer Dr. Hedwig Saxenhuber Jury Artist-in-Residence Literatur/Übersetzung Dr. Johanna Borek Dr. Markus Jaroschka Dr. Martin Pollack

Kunstbericht 2013  |  151

Jury Artist-in-Residence Tanz/Performance/ Choreographie Dr. Susanne Granzer Sandra Noeth Elisabeth Schack Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst Univ. Prof. Mag. Dr. Carl Pruscha (Vorsitzender) Kurie Inland em. Univ. Prof. Joannis Avramidis em. Univ. Prof. Dr. Friedrich Cerha Univ. Prof. Valie Export Univ. Prof. Michael Haneke em. Univ. Prof. DDr. h.c. Nikolaus Harnoncourt em. Univ. Prof. Mag. Hans Hollein († 24. April 2014) Martha Jungwirth-Schmeller Prof. Peter Kubelka Helmut Lang em. Univ. Prof. Maria Lassnig († 6. Mai 2014) Friederike Mayröcker Peter Noever em. Univ. Prof. Mag. DI Wolf D. Prix Prof. Gerhard Rühm em. Univ. Prof. Kurt Schwertsik em. Univ. Prof. Dr. Eduard Sekler Elfie Semotan Kurie Ausland Dr. h.c. Marina Abramovic Nobuyoshi Araki Prof. Georg Baselitz Pierre Boulez Univ. Prof. Charles Correa Bruno Ganz Univ. Prof. Zaha Hadid Rebecca Horn Anselm Kiefer György Kurtág Jonas Mekas Prof. Krzysztof Penderecki Univ. Prof. Dr. Peter Sloterdijk Pierre Soulages

152 | Kunstbericht 2013

Abteilung V/7 Kulturinitiativen

Förderung von Kulturentwicklung und Kulturinitiativen, Förderung spartenübergreifender und interdisziplinärer Kunst- und Kulturprojekte, Förderung von Kunst- und Kulturprojekten im sozio-kulturellen Raum, angewandte Kulturforschung, Dokumentation und Evaluation, Maßnahmen im Bereich Kulturmanagement, Koordination der parlamentarischen Anfragen für die Sektion

Mag. Karin Zizala Mag. Sonja Olensky-Vorwalder Wolfgang Matuschka Ursula Paireder Wolfgang Rathmeier Beirat Kulturinitiativen Monika Klengel Dr. Cornelia Kogoj (bis Juni 2013) Andreas Lehner Mag. Günther Moschig Mag. Stefania Pitscheider-Soraperra Josef Schick (seit Aug. 2013) Mag. Alexandra Stampler-Brown (seit Aug. 2013) Univ. Prof. Mag. Brigitte Vasicek (bis Juni 2013) Rüdiger Wassibauer (bis Juni 2013) Thomas Weber (seit Aug. 2013) Beirat für interdisziplinäre Kulturprojekte Reni Hofmüller (seit Aug. 2013) MMag. Korinna Lindinger (seit Aug. 2013) Dr. Brigitte Mayr (bis Juli 2013) Dr. Elisabeth Schweeger (bis Juli 2013) Mag. Martin Sturm (bis Juli 2013) Univ. Prof. Rainer Zendron (seit Aug. 2013) Jury Outstanding Artist Award Frauenkultur Reni Hofmüller Kerstin Rajnar Gerlinde Schwarz

Kapitel III Service

Jury Outstanding Artist Award Kinder- und Jugendkultur Thomas Birkmeir Monika Klengel Alfred Masal Jury Startstipendium Kulturmanagement Mag. Vincent Abbrederis Mag. Günther Moschig Herta Schuster Beirat nach dem Kunstförderungsbeitragsgesetz Mag. Andrea Ecker V Dr. Sirikit Amann M Mag. Roman Berka M Dr. Katharina Blaas E Dr. Tomas Blazek M Mag. Marion Böck M Dr. Barbara Damböck E Mag. Nicolaus Drimmel E Mag. Andrea Maria Dusl M Mag. Josef Ecker B Dr. Monika Einzinger ST Dr. Michael Franz M Dr. Franz Paul Hertel M Dr. Wolfgang Huber M Nils Jensen E Dr. Thomas Juen E Mag. Eva Jussel E Mag. Heimo Kaindl E Mag. Peter Kaluza E Dipl. Ing. Rudolf Kolbe M Mag. Marianna Kornfeind M Daniel Kosak M Mag. Matthias Krampe M Mag. Doris Kuca M Alexander Kukelka E Mag. Erika Napetschnig M Dr. Winfried Nußbaummüller E Mag. Isabelle Ourny M em. Univ. Prof. Mag. Gustav Peichl M Mag. Ruth Pröckl E Mag. Claudia Prommegger M Prof. Gerhard Ruiss M David Schalko E Mag. Patrick Schnabl M Dr. Stefan Schumann E Matthias Stadler E Dr. Julius Stieber M

Abteilungen, Beiräte und Jurys 2013

Dr. Robert Stocker E Mag. Wolfgang Sturm E Mag. Rita Tezzele E Dr. Josef Tiefenbach E Mag. Sandra Trimmel E MMag. Max Wellan E

Abkürzungen V Vorsitz ST Stellvertreterin M Mitglied E Ersatzmitglied B Beobachter

Österreichischer Kunstsenat 2013 Dr. h.c. Josef Winkler (Präsident) Heinz Karl Gruber (Vizepräsident) Univ. Prof. Mag. Brigitte Kowanz (Vizepräsidentin) Ilse Aichinger Prof. Mag. Siegfried Anzinger em. Univ. Prof. Christian Ludwig Attersee em. Univ. Prof. Joannis Avramidis Günter Brus em. Univ. Prof. Dr. Friedrich Cerha a.o. Univ. Prof. Mag. Georg Friedrich Haas Dr. h.c. Peter Handke em. Univ. Prof. Mag. Hans Hollein († 24. April 2014) em. Univ. Prof. Mag. Wilhelm Holzbauer em. Univ. Prof. Mag. Maria Lassnig († 6. Mai 2014) Friederike Mayröcker em. Univ. Prof. Mag. Gustav Peichl em. Univ. Prof. Mag. DI Wolf D. Prix em. Univ. Prof. Arnulf Rainer Prof. Gerhard Rühm em. Univ. Prof. Kurt Schwertsik Dr. Peter Waterhouse

Kunstbericht 2013  |  153

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

Grundsätzliches zu Förderungsanträgen Grundlage für die Förderungsmaßnahmen bildet das Kunstförderungsgesetz 1988 BGBl. 146/1988 in der derzeit geltenden Fassung. Förderungen erfolgen nach Maßgabe der jeweils verfügbaren Mittel. Ein individueller Anspruch auf Förderung besteht nicht. Antragsberechtigt sind Einzelpersonen und Gruppen von Kunstschaffenden sowie Kunstinstitutionen. Die Förderung von Firmen erfolgt nur dann, wenn die Durchführung eines innovativen Vorhabens sonst nicht gewährleistet wäre. Ausländische Staatsangehörige sind österreichischen StaatsbürgerInnen dann gleichgestellt, wenn sie den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen nachweislich seit mindestens drei Jahren in Österreich haben. Die FörderungswerberInnen werden darauf hingewiesen, dass nur vollständige Anträge samt allen geforderten Unterlagen und Informationen bearbeitet werden können. Förderungsanträge, die sich auf über ein ganzes Kalenderjahr erstreckende Projekte beziehen (Jahrestätigkeit, Jahresprogramm), sind (wenn nicht anders angegeben) spätestens bis zum 30. November des jeweiligen Vorjahres einzubringen. Alle anderen Förderungsanträge sollen (soweit möglich) mindestens drei Monate vor Projektbeginn vollständig vorliegen. Die Einreichtermine der Förderungsprogramme und Preise sind den jeweiligen Ausschreibungs- und Förderungsbedingungen zu entnehmen.

154 | Kunstbericht 2013

Abteilung V/1 Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst Jahresprogramm Z Förderung von Jahresprojekten von österreichischen Vereinen und KünstlerInnengemeinschaften mit kontinuierlichem Ausstellungsprogramm D Teilfinanzierung V Beirat für bildende Kunst, Beirat für Architektur und Design, Fotobeirat, Beirat für Video- und Medienkunst E Förderungsantrag und nachfolgende Unterlagen (nicht heften, klammern, binden): •• Beschreibung der einzelnen geplanten Projekte (Ausstellungen oder sonstige Vorhaben) während des betreffenden Jahres inklusive einer Übersichtsaufstellung •• Künstlerische Dokumentation zu den ausstellenden KünstlerInnen (Lebenslauf, Fotos, Kataloge, keine Originale) •• bei Symposien: Nennung der ReferentInnen u.a. •• bei Publikationen/Katalogen: Angaben zu Verlag, HerausgeberInnen, AutorInnen, Auflagenhöhe, Ort der Präsentation u.a. •• Detaillierte Kalkulation der einzelnen Projekte (Ausstellungen und sonstige Vorhaben), bei Aufträgen über € 7.260 mindestens 3 Anbote •• Gesamtkostenüberblick aller Projekte des jeweiligen Jahres •• Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln •• (Vorläufiger) Rechnungsabschluss des Vorjahres •• Aufstellung der im Vorjahr erhaltenen Mittel von Ministerien, Ländern und Gemeinden, der Sponsoringbeiträge und der Eigenmittel/ Einnahmen

Kapitel III Service

•• Kurzer Gesamtüberblick und Dokumentation der durchgeführten Projekte des Vorjahres •• Darstellung des Vereins (Statuten, Nennung der Vorstandsmitglieder, Mitgliederzahl, Höhe der Mitgliedsbeiträge u.a.) K Nachweis eines kontinuierlichen Ausstellungsprogramms auf hohem Niveau; gegebenenfalls Hearing der AntragstellerInnen mit dem zuständigen Beirat zur Präsentation und Diskussion des Programms und Ansuchens T 15. Oktober des Vorjahres S Bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie, Video- und Medienkunst Einzelvorhaben Z Förderung von Ausstellungen, Projekten im In- und Ausland, Reise- und Transportkosten und Publikationen D Teilfinanzierung V Beirat für bildende Kunst, Beirat für Architektur und Design, Fotobeirat, Beirat für Video- und Medienkunst E Förderungsantrag und nachfolgende Unterlagen (nicht heften, klammern, binden): •• Beschreibung der geplanten Ausstellung oder des Projekts, Zeitplan (max. eine A4-Seite) •• Detaillierte Kalkulation: Angabe über die Gesamtkosten des Projekts mit detaillierter Aufstellung der einzelnen Posten (bei Aufträgen für Transporte, Druck u.a. über € 7.260 mindestens 3 Anbote) •• Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln •• Lebenslauf und Dokumentation der bisherigen künstlerischen Arbeiten (Fotos, Katalog, keine Originale); die Angabe einer Website und/oder die Einreichung digitaler Medien ist nicht ausreichend

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

•• Bestätigung oder Einladung sowie Adresse und Telefonnummer der/ des Veranstaltenden, Grundrissplan des Ausstellungsraums •• bei Publikationen/Katalogen: Angaben zu Verlag, HerausgeberInnen, AutorInnen, Auflagenhöhe, Ort der Präsentation u.a. K Vereine, KünstlerInnengemeinschaften (im Ausland muss sich das Projekt auf KünstlerInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. ständigem Wohnsitz in Österreich beziehen); Einzelpersonen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. ständigem Wohnsitz in Österreich; eine Einreichung von Projekten (Ausstellungen oder sonstige Vorhaben), die in Institutionen stattfinden, die bereits eine Jahresprogrammförderung erhalten haben, ist nicht möglich. T 28. Februar, 31. Mai, 31. August, 30. November S Bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie, Video- und Medienkunst Modeförderung durch AFA – Austrian Fashion Association Z Finanzierung von Modeshows, Ausstellungen, Publikationen u.a. von ModedesignerInnen/Labels D Teilfinanzierung V Jury E AFA – Austrian Fashion Association, Verein zur Förderung österreichischen Modedesigns, Lindengasse 27/1, 1070 Wien, +43-660-4261259) K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Zweimal jährlich (Frühjahr, Herbst), lt. Ausschreibung (www.AFA.co.at) S Mode Modeförderung durch die Abteilung 1 Z Finanzierung von Projekten (Sonderprojekte, Modeshows, Ausstellungen, Publikationen u.a.) schwerpunktmäßig von Vereinen und Institutionen D Teilfinanzierung V Abteilung 1

Kunstbericht 2013  |  155

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

E

Förderungsantrag und nachfolgende Unterlagen (nicht heften, klammern, binden): •• Beschreibung der geplanten Ausstellung oder des Projekts, Zeitplan (max. eine A4-Seite) •• Detaillierte Kalkulation: Angabe über die Gesamtkosten des Projekts mit detaillierter Aufstellung der einzelnen Posten (bei Aufträgen für Transporte, Druck u.a. über € 7.260 mindestens 3 Anbote) •• Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln •• Lebenslauf und Dokumentation der bisherigen künstlerischen Arbeiten (Fotos, Katalog, keine Originale); die Angabe einer Website und/oder die Einreichung digitaler Medien ist nicht ausreichend •• Bestätigung oder Einladung sowie Adresse und Telefonnummer der/ des Veranstaltenden •• bei Publikationen/Katalogen: Angaben zu Verlag, HerausgeberInnen, AutorInnen, Auflagenhöhe, Ort der Präsentation u.a. K Projektbeteiligung von ModedesignerInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. ständigem Wohnsitz in Österreich T Laufend S Mode Arbeits- und Projektstipendium für bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie, Video- und Medienkunst Z Förderung von KünstlerInnen zur Vorbereitung, Konzeptualisierung bzw. Realisierung künstlerischer Projekte im In- und Ausland D Teilfinanzierung V Beirat für bildende Kunst, Beirat für Architektur und Design, Fotobeirat, Beirat für Video- und Medienkunst •• Beschreibung des geplanten Vorhabens, Zeitplan (max. eine A4-Seite) •• Detaillierte Kalkulation

156 | Kunstbericht 2013

•• Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln •• Lebenslauf und Dokumentation der bisherigen künstlerischen Arbeiten (Fotos, Katalog, keine Originale); die Angabe einer Website und/oder die Einreichung digitaler Medien ist nicht ausreichend •• Gegebenenfalls Bestätigung oder Einladung der/des Veranstaltenden K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 28. Februar, 31. Mai, 31. August, 30. November S Bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie, Video- und Medienkunst Staatsstipendium für bildende Kunst Z Förderung der künstlerischen Arbeit an größeren Projekten im Bereich bildende Kunst D Jährlich 10 Stipendien zu je € 13.200 (monatlich € 1.100, 12 Monate) jeweils für das folgende Kalenderjahr V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Juli S Bildende Kunst Staatsstipendium für Fotografie Z Förderung der künstlerischen Arbeit an größeren Projekten im Bereich Fotografie D Jährlich 5 Stipendien zu je € 13.200 (monatlich € 1.100, 12 Monate) jeweils für das folgende Kalenderjahr V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Oktober S Fotografie

Kapitel III Service

Staatsstipendium für Video- und Medienkunst Z Förderung der künstlerischen Arbeit an größeren Projekten im Bereich Video- und Medienkunst D Jährlich 3 Stipendien zu je € 13.200 (monatlich € 1.100, 12 Monate) jeweils für das folgende Kalenderjahr V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Oktober S Video- und Medienkunst Startstipendium für bildende Kunst Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene D Jährlich 10 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich); keine StudentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr T 31. März S Bildende Kunst Startstipendium für Architektur und Design Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

D Jährlich 10 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich); keine StudentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr T 31. März S Architektur, Design Startstipendium für Mode Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene D Jährlich 5 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich); keine StudentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr T 31. März S Mode

Kunstbericht 2013  |  157

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Startstipendium für künstlerische Fotografie Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene D Jährlich 5 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich); keine StudentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr T 31. März S Fotografie Startstipendium für Video- und Medienkunst Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene D Jährlich 5 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35 Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer

158 | Kunstbericht 2013

T S

Krankheit ist möglich); keine StudentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr 31. März Video- und Medienkunst

Tische-Stipendienprogramm Z Förderung junger, angehender Archi­ tektInnen durch Berufspraxis in kleineren, international bereits bekannten Architekturbüros D Jährlich bis zu 10 Stipendien zu je € 9.000 (monatlich € 1.500, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Jänner S Architektur Margarete-Schütte-Lihotzky-Projekt­ stipendium Z Förderung von ArchitektInnen mit bereits mehrjähriger Berufserfahrung D Jährlich bis zu 5 Stipendien zu je € 7.500 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Entwicklung und Realisierung eines architektonisch-baukünstlerisch interessanten Projekt- und Forschungsvorhabens (kein unmittelbares Bauprojekt), das ohne dieses Stipendium nicht verwirklicht werden könnte T 31. Jänner S Architektur Auslandsatelierstipendium für bildende Kunst Z Förderung von Auslandsaufent­halten bildender KünstlerInnen in Český Krumlov, Chengdu, Chicago, Istanbul, Mexiko-City, New York, Paris, Peking, Rom, Shanghai, Tokio, Yogyakarta/Indonesien D Lt. Ausschreibung, Reisekosten­ pauschale, mietfreier Aufenthalt in der Atelierwohnung V Jury

Kapitel III Service

E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Juli S Bildende Kunst Auslandsatelierstipendium für Fotografie Z Förderung von Auslandsaufenthalten für FotokünstlerInnen in London, New York, Paris, Rom D Lt. Ausschreibung, Reisekosten­ pauschale, mietfreier Aufenthalt in der Atelierwohnung V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. August S Fotografie Auslandsatelierstipendium für Videound Medienkunst Z Förderung von Auslandsaufenthalten für Video- und MedienkünstlerInnen im Banff Centre/Kanada und in Yogyakarta/Indonesien D Lt. Ausschreibung, Reisekosten­ pauschale, mietfreier Aufenthalt in der Atelierwohnung V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Mai S Video- und Medienkunst Förderungsatelier des Bundes für bildende Kunst Z Vergabe von Ateliers in Wien 7, Westbahnstraße 27–29, und in Wien 17, Wattgasse 56–60, an bildende KünstlerInnen D Atelier für 6 Jahre (keine Verlängerung möglich) zur mietfreien Benutzung, nächste Vergabe: 2018 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Lt. Ausschreibung S Bildende Kunst

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

Förderungsatelier des Bundes für Fotografie Z Vergabe eines Ateliers in Wien 7, Westbahnstraße 27–29, an FotokünstlerInnen D Atelier für 6 Jahre (keine Verlängerung möglich) zur mietfreien Benutzung, nächste Vergabe: 2018 V Fotobeirat E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Lt. Ausschreibung S Fotografie Galerienförderung durch Museums­ ankäufe Z Förderung kommerzieller österreichischer Galerien und emerging artists D Ankauf von Werken V Lt. Vertrag E Keine Bewerbung möglich K Ausgewählten österreichischen Bundes- bzw. Landesmuseen wird jährlich jeweils ein Betrag von € 36.500 für Kunstankäufe in Galerien von Werken zeitgenössischer österreichischer KünstlerInnen zur Verfügung gestellt; die Museen verpflichten sich, den Bundesbeitrag aus eigenen Mitteln auf € 54.000 zu erhöhen. Davon sind mindestens € 18.000 für Ankäufe bei emerging artists aufzuwenden T Laufend S Bildende Kunst Galerien Auslandsmessenförderung Z Förderung kommerzieller öster­ reichischer Galerien D Finanzierungszuschüsse für bis zu je 2 Teilnahmen an 2 Gruppen von Auslandskunstmessen V Lt. Ausschreibung E Lt. Ausschreibung K Kommerzielle österreichische Galerien, Teilnahme an Kunstmessen lt. Ausschreibung T Lt. Ausschreibung S Bildende Kunst

Kunstbericht 2013  |  159

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Ankauf bildende Kunst Z Förderung des Schaffens von bildenden KünstlerInnen D Ankauf eines Werks V Jury E Lt. Bewerbungsformular K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Jänner S Bildende Kunst Ankauf Fotografie Z Förderung des Schaffens von FotokünstlerInnen D Ankauf eines Werks V Fotobeirat E Lt. Bewerbungsformular K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 28. Februar, 31. Mai, 31. August, 30. November S Fotografie Großer Österreichischer Staatspreis Z Auszeichnung besonders hervorra­ gender Leistungen im Bereich bildende Kunst bzw. Architektur D € 30.000 V Österreichischer Kunstsenat E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Vergabe ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst, Architektur T Jährlich S Bildende Kunst, Architektur Österreichischer Staatspreis für künstlerische Fotografie Z Auszeichnung eines besonders heraus­ ragenden Gesamtwerks einer/s Fotokünstlerin/Fotokünstlers D € 22.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Unregelmäßig S Fotografie

160 | Kunstbericht 2013

Österreichischer Kunstpreis für bildende Kunst Z Auszeichnung des Lebenswerks einer bildenden Künstlerin/ eines bildenden Künstlers D € 12.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Bildende Kunst Österreichischer Kunstpreis für Fotografie Z Auszeichnung von Fotokünst­ lerInnen für ein umfangreiches, international anerkanntes Werk D € 12.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Fotografie Österreichischer Kunstpreis für Videound Medienkunst Z Auszeichnung eines umfangreichen, international renommierten Werks D € 12.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Video- und Medienkunst Outstanding Artist Award für bildende Kunst Z Auszeichnung von bildenden KünstlerInnen der jüngeren Generation D € 8.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. März S Bildende Kunst

Kapitel III Service

Outstanding Artist Award für Fotografie Z Auszeichnung von FotokünstlerInnen der jüngeren Generation D € 8.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. März S Fotografie Outstanding Artist Award für Video- und Medienkunst Z Auszeichnung von Kunstschaffenden der jüngeren Generation im Bereich Video- und Medienkunst D € 8.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. März S Video- und Medienkunst Outstanding Artist Award für Karikatur und Comics Z Auszeichnung von bildenden KünstlerInnen der jüngeren und mittleren Generation im Bereich Karikatur und Comics D € 8.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Biennal, 31. März S Bildende Kunst Outstanding Artist Award für experimentelle Tendenzen in der Architektur Z Auszeichnung von jüngeren ArchitektInnen D € 8.000; darüber hinaus 3-monatiger­ Stipendienaufenthalt im Ausland (Ort nach Wahl der Preisträgerin/des Preisträgers), Reisekostenersatz; bis zu 3 Anerkennungspreise zu je € 2.000 V Jury E Lt. Ausschreibung

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; experimentelle Architekturprojekte T Alle 2 Jahre S Architektur Outstanding Artist Award für experimentelles Design Z Auszeichnung für innovative Projekte im Designbereich D € 8.000; darüber hinaus bis zu 3 Anerkennungspreise für experimentelles Design zu je € 2.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Lt. Ausschreibung T Alle 2 Jahre S Design Birgit-Jürgenssen-Preis Z Auszeichnung der künstlerischen Leistung von StudentInnen im medialen Bereich D € 5.000 V Jury (Akademie der bildenden Künste Wien) E Lt. Ausschreibung der Akademie der bildenden Künste Wien (www.akbild.at) K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Fotografie Modepreis Z Auszeichnung von ModedesignerInnen (einjähriges Arbeitsstipendium in Verbindung mit einem Praktikum bei einer/einem internationalen DesignerIn) D € 15.600 (monatlich € 1.300, 12 Monate) in Europa, € 18.000 (monatlich € 1.500, 12 Monate) außerhalb Europas und Übersee V Jury E Lt. Ausschreibung bzw. unter www.AFA.co.at K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Lt. Ausschreibung S Mode

Kunstbericht 2013  |  161

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

KünstlerInnenhilfe Z Soziale Leistungen in Notfällen D Beitrag zur Aufrechterhaltung der künstlerischen Tätigkeit V Abteilung 1 E Fragebogen »KünstlerInnenhilfe«, angegebene Beilagen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; unverschuldete, vorübergehende Notsituation, Qualität und Umfang der künstlerischen Tätigkeit T Laufend S Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

Abteilung V/2 Musik und darstellende Kunst Jahresprogrammförderung für Theater und freie Theaterschaffende Z Förderung von österreichischen Bühnen und freien Theaterschaffenden D Teilfinanzierung des künstlerischen Programms V Beirat darstellende Kunst E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Bisherige Leistungen, Umfang und Anspruch der Eigenproduktionen (im Falle von Koproduktionen wird jene Einrichtung gefördert, die die Rechte an der Produktion hält), Qualität der Aufführungen, überregionale Bedeutung, Österreichbezug, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Förderung durch regionale Gebietskörperschaften T 31. Oktober für das Folgejahr S Darstellende Kunst Jahresprogrammförderung für Orchester und Musikensembles Z Förderung von österreichischen Orchestern und Musikensembles D Teilfinanzierung des künstlerischen Programms V Musikbeirat

162 | Kunstbericht 2013

E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Kontinuierliche Tätigkeit auf hohem künstlerischen Niveau, gesamtösterreichische Bedeutung, Umfang und Anspruch des Programms von Eigenveranstaltungen (insbesondere Werke lebender österreichischer KomponistInnen), Qualität der Interpretation und des Repertoires (insbesondere Werke lebender österreichischer KomponistInnen), Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Förderung durch regionale Gebietskörperschaften T 15. November für das Folgejahr S Musik Jahresprogrammförderung für Konzertveranstalter Z Förderung von österreichischen Konzertveranstaltern D Teilfinanzierung des künstlerischen Programms V Musikbeirat E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Bisherige gesamtösterreichische Bedeutung, Umfang und Anspruch des Programms der Eigenveranstaltungen (insbesondere Werke lebender österreichischer KomponistInnen), Qualität der Ausführenden, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Förderung durch regionale Gebietskörperschaften T 15. Oktober für das Folgejahr S Musik Projektkostenzuschuss für Theater, freie Performance- und Theaterschaffende Z Förderung von österreichischen Theatern, Gruppen, EinzelkünstlerInnen D Teilfinanzierung V Beirat darstellende Kunst, Musikbeirat E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Umfang und Anspruch des Programms mit überregionaler Bedeutung, Neuproduktion, für die mindestens 3 Aufführungen geplant sind; AntragstellerIn ist InhaberIn aller Rechte an der Produktion (Koproduktionspartner können keinen eigenen Antrag stellen); Qualität

Kapitel III Service

T

S

der bisherigen Leistungen, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Förderung durch regionale Gebietskörperschaften Anträge für Projekte im 1. Halbjahr: 31. Oktober des Vorjahres; Anträge für Projekte im 2. Halbjahr: 30. April; Musiktheaterprojekte 1. Dezember für das Folgejahr Darstellende Kunst

Projektkostenzuschuss für Konzertveran­ stalter, Orchester und sonstige Musik­ ensembles Z Förderung von österreichischen Konzertveranstaltern, Orchestern und Musikensembles D Teilfinanzierung des künstlerischen Programms V Musikbeirat E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Umfang und Anspruch des Programms mit überregionaler Bedeutung, keine Einzelkonzerte, bei Koproduktionen ist der/die AntragstellerIn InhaberIn aller Rechte (Koproduktionspartner können keinen eigenen Antrag stellen); Österreichbezug, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Qualität der Interpretation, Förderung durch regionale Gebietskörperschaften, Aufführung von Werken zeitgenössischer österreichischer KomponistInnen T Mindestens 3 Monate vor Projektbeginn S Musik Prämie darstellende Kunst Z Förderung von österreichischen Theatern, freien Performanceund Theaterschaffenden D Anerkennungsbetrag V Beirat darstellende Kunst E Keine Bewerbung möglich K Künstlerisch hervorragende Gesamtleistung T Jährlich S Darstellende Kunst

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

Prämie Musik Z Förderung von österreichischen Konzertveranstaltern, Orchestern und sonstigen Musikensembles D Anerkennungsbetrag V Musikbeirat E Keine Bewerbung möglich K Künstlerisch hervorragende Gesamtleistung, Umfang und Anspruch des Programms mit überregionaler Bedeutung, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit T Jährlich S Musik Festspiele und ähnliche Saison­ veranstaltungen Z Förderung von Festspielen und ähnlichen Saisonveranstaltungen in Österreich mit überregionaler Bedeutung D Teilfinanzierung des künstlerischen Programms V Musikbeirat, Beirat darstellende Kunst E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Bisherige Leistungen, Umfang und Anspruch des Programms mit überregionaler Bedeutung, bei Koproduktionen ist der/die AntragstellerIn InhaberIn aller Rechte an der Produktion (Koproduktionspartner können keinen eigenen Antrag stellen), Qualität der Aufführungen, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Förderung durch regionale Gebietskörperschaften T 31. Jänner S Musik, darstellende Kunst Investitionsförderung (Bau und Ausstattung) Z Investition für geförderte Einricht­ungen in Österreich D Teilfinanzierung V Abteilung 2 in Abstimmung mit regionalen Gebietskörperschaften E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Zweckmäßigkeit, künstlerische Notwendigkeit T Laufend S Musik, darstellende Kunst, Festspiele

Kunstbericht 2013  |  163

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Fortbildungskostenzuschuss für Kunstschaffende Z Förderung der Fortbildung einzelner Kunstschaffender D Teilleistung V Musikbeirat, Beirat darstellende Kunst E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; abgeschlossene künstlerische Ausbildung in Österreich, Qualität der bisherigen öffentlichen Leistungen T Mindestens 3 Monate vor Fort­bildungsbeginn S Musik, darstellende Kunst Materialkostenzuschuss für KomponistInnen und Musikverlage Z Förderung der Materialherstellung für gesicherte Aufführungen von Kompositionen D Teilfinanzierung V Jury, Musikbeirat E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; gesicherte Aufführungen, Umfang und Anspruch des Werks, überregionale Bedeutung, Professionalität, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, Qualität der Aufführungen T 15. April, 15. September S Musik Tourneekostenzuschuss für einzelne Kunstschaffende, Musik- und Theater­ ensembles im Inland Z Förderung von Tourneen einzelner Kunstschaffender sowie Musik- und Theaterensembles im Inland D Teilfinanzierung V Musikbeirat, Beirat darstellende Kunst E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; qualifizierte Leistung im Inland, Umfang und Anspruch des Programms mit zeitgenössischen Inhalten, Konzerte/ Auftritte in mindestens 3 Bundesländern, Professionalität, Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit

164 | Kunstbericht 2013

T S

Mindestens 3 Monate vor Tourneebeginn Musik, darstellende Kunst

Verbreitungsförderung für Tonträger und Publikationen Z Förderung der Verbreitung von Werken österreichischer UrheberInnen oder InterpretInnen D Teilfinanzierung V Musikbeirat, Beirat darstellende Kunst E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Hervorragende zeitgenössische österreichische UrheberInnen oder InterpretInnen T 15. April, 15. September S Musik, darstellende Kunst Kompositionsförderung Z Förderung von KomponistInnen D Teilfinanzierung V Jury E Förderungsantrag, angegebene Beilagen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Angaben zu geplanten Werken, Zusicherung für mehrmalige Aufführungen durch besonders qualifizierte Ensembles oder Veranstalter, Aufführung im Inland T 15. April, 15. September S Musik Auslandsstipendium für TänzerInnen und ChoreographInnen Z Stipendien zur Weiterbildung von TänzerInnen und ChoreographInnen im Ausland D je nach Bedarf V Beirat darstellende Kunst E Förderungsantrag mittels ausgefülltem Formular, künstlerischer Lebenslauf, Nachweis der bisherigen Ausbildung, Angaben zur Institution, bei der der Bewerber studieren will, kurze Erläuterung des Fortbildungsvorhabens und der Technik, Kostenaufstellung, Finanzierungsplan, Vorlage eines Demonstrationsvideos (PAL-VHS bzw. DVD), Ausschnitte aus öffentlichen Auftritten

Kapitel III Service

K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; abgeschlossene Ausbildung, Qualität der künstlerischen Leistung, Nachweis einer künstlerischen Tätigkeit in Österreich T Laufend, mindestens 3 Monate vor Beginn der Weiterbildung S Darstellende Kunst Staatsstipendium für Komposition Z Förderung von KomponistInnen D Jährlich bis zu 10 Post-GraduateStipendien zu je € 13.200 (monat­ lich € 1.100, 12 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; abgeschlossene Kompositionsausbildung, bisherige Erfolge, Qualität der vorliegenden Werke, Umfang und Relevanz der Vorhaben, die während der Laufzeit des Stipendiums verwirklicht werden T 15. September S Musik Startstipendium für Musik und darstellende Kunst Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene D Jährlich bis zu 35 Stipendien zu je € 6.600 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich); keine Stu-

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

T S

dentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr Lt. Ausschreibung Musik, darstellende Kunst

Großer Österreichischer Staatspreis Z Auszeichnung besonders hervorragender Leistungen im Bereich Musik D € 30.000 V Österreichischer Kunstsenat E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Vergabe ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst, Architektur T Jährlich S Musik Österreichischer Kunstpreis für Musik Z Auszeichnung eines Lebenswerks D € 12.000 V Musikbeirat, Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; langjähriges musikalisches Schaffen, künstlerisch überregionale Bedeutung T Jährlich S Musik Outstanding Artist Award für Musik Z Auszeichnung von KünstlerInnen der jüngeren und mittleren Generation für wechselnde Musiksparten D € 8.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Qualität und Aktualität des musikalischen Werks T Jährlich, lt. Ausschreibung S Musik

Kunstbericht 2013  |  165

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Outstanding Artist Award für darstellende Kunst Z Auszeichnung von KünstlerInnen der jüngeren und mittleren Generation D € 8.000 V Beirat darstellende Kunst, Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; künstlerisch überregionale Bedeutung T Jährlich; lt. Ausschreibung S Darstellende Kunst KünstlerInnenhilfe Z Soziale Leistungen in Notfällen D Beitrag zur Aufrechterhaltung der künstlerischen Tätigkeit V Abteilung 2 E Fragebogen »KünstlerInnenhilfe«, angegebene Beilagen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; unverschuldete, vorübergehende Notsituation, Qualität und Umfang der künstlerischen Tätigkeit T Laufend S Musik, darstellende Kunst

Abteilung V/3 Film Drehbuch Z Förderung von Drehbüchern für abendfüllende Spielfilme (ab 70 min.). Für kürzere Filme ist die Drehbucherstellung mit dem Drehbuchhonorar der Herstellungsförderung finanziert. Ist eine Projektentwicklung für den Kurzspielfilm erforderlich, wäre die Drehbucherstellung Teil der Entwicklung. D Maximal € 5.000 (90 min.); sollte das Drehbuch auch von anderer Seite unterstützt oder um weitere Förderungen dafür angesucht werden, wird nur die Differenz auf den Höchstsatz anerkannt V Filmbeirat, Abteilung 3 E Drehbuch (Kurz-)Spielfilm: Förderungsantrag sowie (bei Beiratseinreichungen 6-fach, sonst einfach) Kurzbeschreibung des Inhalts,

166 | Kunstbericht 2013

Treatment (20 Seiten plus einer ausgeschriebenen Szene mit Dialogen), Lebenslauf mit künstlerischem Werdegang, kurzes Begleitschreiben K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; unabhängige und künstlerisch eigenständige Formen in Erzählstruktur und Realitätswahrnehmung; Werke, die das kritische Attribut des visionären Filmemachens in sich tragen und die notwendige Dialektik zwischen narrativem Inhalt und visueller Form entwickeln; als Ergebnis drehfertiges Buch; keine weiteren Drehbuchförderungen für dasselbe Projekt T 30. September, 31. Jänner, 31. Mai S Film Projektentwicklung Z Förderung der Projektentwicklung von Experimental-, Dokumentarund Spielfilmen D Experimentalfilme maximal € 3.300 (€ 1.100, 3 Monate), Dokumentarfilme maximal € 10.000 (für 90 Minuten, für Kurzfilme adäquat weniger), Spielfilm maximal € 20.000 (für Langfilm, Kurzfilme adäquat weniger); bei Überschreiten der Gesamtkosten der Entwicklung von € 40.000 keine Zuständigkeit der Abteilung 3; die maximale Förderungshöhe für Dokumentarfilme kann nur dann zuerkannt werden, wenn die gesamten Eigenhonorare (zeitlicher Aufwand für Recherchen und Erstellen des Konzepts) € 5.000 nicht überschreiten und der Differenzbetrag nachvollziehbar aus Flug-, Hotel- und Materialkosten (Film/Videomaterial respektive notwendige Mieten für Kamera oder Tongeräte) besteht. Sollte das Konzept auch von anderer Seite unterstützt werden, anerkennt das BKA nur die Differenz auf die maximale Förderungshöhe von € 5.000. Die maximale Förderungshöhe für Spielfilme kann nur dann zuerkannt werden, wenn die Eigenhonorare (zeitlicher Aufwand das Erstellen des Drehbuches) € 5.000 nicht über-

Kapitel III Service

V E

schreiten und der Differenzbetrag nachvollziehbar aus Recherche-, Flug-, Hotel- und Materialkosten (Film/ Videomaterial respektive notwendige Mieten für Kamera oder Tongeräte für Castings) besteht. Sollte die Entwicklung auch von anderer Seite unterstützt werden, anerkennt das BKA nur die Differenz auf die maximale Förderungshöhe von € 20.000. Filmbeirat, Abteilung 3 Förderungsantrag sowie (bei Beiratseinreichungen 6-fach, sonst einfach) •• Experimentalfilm: Projektbeschreibung (5 Seiten), Referenzmaterial (DVD) der regieführenden Person im formalen bzw. inhaltlichen Zusammenhang mit dem eingereichten Projekt (keine Werbeclips, Trailer oder Loops für Installationen etc.), kurzes Begleitschreiben; als Ergebnis drehfertiges Konzept; keine weiteren Konzeptförderungen für dasselbe Projekt •• Dokumentarfilm (Konzepterstellung, Recherchen, Sequenzen/Video­ notizen und eventuell Reisekosten): Kurzbeschreibung des Inhalts, Konzept (Langfilm 10 Seiten, bei kürzeren Filmen adäquat weniger), Referenzmaterial (DVD) der regieführenden Person im formalen bzw. inhaltlichen Zusammenhang mit dem eingereichten Projekt (keine Werbeclips, Trailer oder Loops für Installationen usw.); detaillierte, in ihren besonderen Teilen erläuterte Kalkulation (siehe Website Kalkulation Projektentwicklung) inkl. Liste des Stabs (Personen, die an der Entwicklung beteiligt sind), Anbote, Finanzierungsplan, Zeitplan, Lebenslauf mit künstlerischem Werdegang, kurzes Begleitschreiben; als Ergebnis der Projektentwicklung ist ein drehfertiges Konzept (im Fall von Mischformen sind alle Dialogszenen auszuarbeiten) inklusive filmischer Umsetzung abzuliefern; keine weiteren Konzeptförderungen für dasselbe Projekt

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

•• Spielfilm (Drehbucherstellung, Recherche, Reisekosten, Casting): Treatment 25 Seiten (Langfilm) mit einer ausgeschriebenen Dialogszene, Referenzmaterial (DVD) der regieführenden Person im formalen bzw. inhaltlichen Zusammenhang mit dem eingereichten Projekt (keine Werbeclips, Trailer oder Loops für Installationen usw.); detaillierte, in ihren besonderen Teilen erläuterte Kalkulation (siehe Website Kalkulation Projektentwicklung) inkl. Liste des Stabs (Personen, die an der Entwicklung beteiligt sind), Anbote, Finanzierungsplan, Zeitplan, Lebenslauf mit künstlerischem Werdegang, kurzes Begleitschreiben; als Ergebnis der Projektentwicklung ist ein Drehbuch, zusätzlich ein Konzept zur filmischen Umsetzung und eine Liste der DarstellerInnen abzuliefern; keine weiteren Entwicklungsförderungen für dasselbe Projekt K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; •• Experimentalfilm: Optionen des Films nicht nur in formalen oder technischen Experimenten, sondern in rigoroser Befragung des Mediums nach Möglichkeiten eines individualisierten Ausdrucks •• Dokumentarfilm: abseits der gängigen Formen reflektierter Einsatz filmischer Ausdrucksmittel, eigenständige filmische Umsetzung als zentrales Moment der Realisation; keine gecoverten Stories von begrenzter Aktualität oder bloße Dokumentationen anderer künstlerischer Werke T 30. September, 31. Jänner, 31. Mai S Film

Kunstbericht 2013  |  167

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Herstellung Z Förderung für die Herstellung von Filmen D Bei Langfilmen maximal € 60.000 für Einzelpersonen, maximal € 100.000 für Produktionsfirmen. Die Produktionskosten sollten € 500.000 (Richtwert) nicht überschreiten bzw. sollte bei Co-Produktionen der österreichische Anteil € 500.000 (Richtwert) nicht überschreiten. V Filmbeirat, Abteilung 3 E Förderungsantrag (bei Beiratseinreichungen 6-fach, sonst einfach), Kurzbeschreibung des Inhalts, kurzes Begleitschreiben, •• Spielfilm: professionelles Drehbuch (90 Minuten, ca. 90 Seiten) •• Dokumentarfilm/Experimentalfilm: ausführliches inhaltliches Konzept (25 Seiten bei Langfilm, bei kürzeren Projekten adäquat weniger) über Struktur und Aufbau des Films und, sofern kein entsprechendes Referenzmaterial, genaues visuelles Konzept zur filmischen Umsetzung, eingehend dokumentierte Recherche sowie detaillierte, in ihren besonderen Teilen erläuterte Kalkulation inkl. der Liste des Stabs, Anbote, Finanzierungsplan, technische Angaben wie System, Film oder Video, Filmlänge, Drehverhältnis, -dauer, Schnittzeit, genaue Typenbezeichnung der Kamera, Referenzmaterial (DVD) der regieführenden Person im formalen bzw. inhaltlichen Zusammenhang mit dem eingereichten Projekt (keine Werbeclips, Trailer oder Loops für Installationen usw.), Zeitplan, Angaben über die Verwertung, Lebenslauf mit künstle­ rischem Werdegang K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; •• (Kurz)Spielfilm: unabhängige und künstlerisch eigenständige Formen in Erzählstruktur und Realitätswahrnehmung; Werke, die das

168 | Kunstbericht 2013

kritische Attribut des visionären Filmemachens in sich tragen und die notwendige Dialektik zwischen narrativem Inhalt und visueller Form entwickeln •• Dokumentarfilm: abseits der gängigen Formen reflektierter Einsatz filmischer Ausdrucksmittel, eigenständige filmische Umsetzung als zentrales Moment der Realisation, keine gecoverten Stories von begrenzter Aktualität oder bloße Dokumentationen anderer künstlerischer Werke •• Experimentalfilm: Optionen des Films nicht nur in formalen oder technischen Experimenten, sondern in rigoroser Befragung des Mediums nach Möglichkeiten eines individualisierten Ausdrucks T 30. September, 31. Jänner, 31. Mai S Film Festivalverwertung Z Förderung der Teilnahme an internationalen Filmfestivals laut Liste (siehe unter »Informationsblätter« die aktuelle Filmfestivalliste) D Maximal € 15.000 (für Langfilme, für Kurzfilme adäquat weniger) V Filmbeirat, Abteilung 3 E Förderungsantrag sowie (bei Beiratseinreichungen 6-fach, sonst einfach) Festivaleinladungen (siehe Festivalliste Reisekosten), detaillierte Kalkulation Festival/Verwertung/ Kinostart, Anbote, Finanzierungsplan, DVD des Films, Lebenslauf mit künstlerischem Werdegang, kurzes Begleitschreiben; nach Filmsichtung (ab dem Stadium Feinschnitt oder bei Fertigstellung) durch den Filmbeirat Unterlagen jederzeit in einfacher Ausfertigung einreichbar K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; bei Einladung zu Festivals aus der Liste (siehe Infoblätter) Höchstsatz (Langfilm) möglich; sonst maximal € 8.500 (Langfilm); bei weiteren Festivaleinladun-

Kapitel III Service

gen maximal € 15.000 insgesamt; bei Filmen mit Verleih projektspezifische Förderung; Festivalförderung nur bei erfolgter Herstellungsförderung, außer bei Filmen von besonderer Qualität; nur Reisekostenzuschüsse zur Festivalteilnahme; keine Finanzierung von Websites; nach Abschluss der Festivalverwertung Übermittlung einer Liste der Festivals, zu denen der Film eingeladen wurde, einer Aufstellung der erhaltenen Preise sowie der ZuschauerInnenzahlen an Abteilung 3 T Laufend S Film Kinostart Z Filmförderung Kinostart D Maximal € 15.000 für Langfilme (für Kurzfilme adäquat weniger), bei gleichzeitigem Start in 10 Kinos in Österreich und 10 erforderlichen Kopien Überschreitung bis maximal 50 % möglich; maximal € 1.000 für Kosten von Websites, maximal € 500 Kostenzuschuss für Ansichtskopien (DVD) E Förderungsantrag der/des Verleihenden (bei kleineren Projekten der HerstellerInnen) sowie (bei Beiratseinreichungen 6-fach, sonst einfach) schriftliche Garantie der/des Verleihenden über regulären Kinoeinsatz (an 7 aufeinanderfolgenden Tagen fixer Abendprogrammplatz), detaillierte Angaben über den Ort des Kinostarts, detaillierte Kalkulation Festival/Verwertung/ Kinostart, Anbote, Finanzierungsplan, DVD des fertigen Films, Lebenslauf der Regisseurin/des Regisseurs, kurzes Begleitschreiben; nach Filmsichtung (ab dem Stadium Feinschnitt oder bei Fertigstellung) durch den Filmbeirat Unterlagen jederzeit in einfacher Ausfertigung einreichbar K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; Förderung des Films in der Herstellung durch Abteilung 3, außer Arbeiten von besonderer Qualität; nach Abschluss der Kinoauswer-

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

tung Zahl der Kinos, in denen der Film gezeigt wurde, ZuschauerInnenzahlen, Programme und Pressemappe an Abteilung 3 übermitteln T Laufend S Film Reisekostenzuschuss Z Förderung von Reisekosten D Abhängig vom jeweiligen Reise­ziel und siehe K V Filmbeirat, Abteilung 3 E Förderungsantrag, Kopie der Festivaleinladung, Nachweis, dass das Festival Anreise- und Übernachtungskosten nicht übernimmt, detaillierte Kalkulation, Finanzierungsplan, DVD des Filmes, Lebenslauf der Regisseurin/ des Regisseurs, kurzes Begleitschreiben K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; bei Festivalteilnahme nur Kosten für eine Person, pro Film maximal 3 Festivalteilnahmen, Förderung des Films in der Herstellung durch Abteilung 3, nur für Festivals auf der Festivalliste Reisekosten T Laufend S Film Startstipendium für Filmkunst Z Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen; Erleichterung der Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens und des Einstiegs in die österreichische und internationale Kunstszene D Jährlich 5 Stipendien zu je € 6.600 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; eine Bewerbung ist möglich bei einschlägigem, nicht länger als 5 Jahre zurückliegendem Studienabschluss bzw. ohne Studienabschluss bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kinder-

Kunstbericht 2013  |  169

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

erziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich); keine StudentInnen bzw. Staats- oder LangzeitstipendiatInnen im selben Jahr T Lt. Ausschreibung S Film Österreichischer Kunstpreis in der Kategorie Filmkunst Z Auszeichnung des Werks inter­national erfolgreicher Filmschaffender D € 15.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; mindestens 5 international anerkannte und besprochene Filme T Jährlich bzw. alle 2 Jahre S Film Outstanding Artist Award in der Kategorie Filmkunst Z Auszeichnung außergewöhnlicher Leistungen von Filmschaffenden D € 8.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. nachgewiesener Hauptwohnsitz in Österreich seit 3 Jahren; mindestens 3 außergewöhnliche Arbeiten, 2 Preise wenn in verschiedenen Bereichen (Spiel-, Experimental-, Dokumentarfilm, Kamera, usw.) T Jährlich bzw. alle 2 Jahre S Film Projektentwicklung Neue Filmformate Z Entwicklung neuer Filmformate in den Neuen Medien D Förderungen zu je € 6.000 V Jury E Lt. Veröffentlichung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Film

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Realisierungsbeitrag Neue Filmformate Z Umsetzung neuer Filmformate in den Neuen Medien D Projektabhängig V Jury E Lt. Veröffentlichung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Film

Abteilung V/5 Literatur und Verlagswesen Jahrestätigkeit, Projektförderung Z Zuschüsse zur Jahrestätigkeit bzw. zu literarischen Programmen und Veranstaltungen D Teilfinanzierung V Literaturbeirat, Beirat für Kinder- und Jugendliteratur E Förderungsantrag, Beschreibung der Jahrestätigkeit bzw. des Projekts oder Programms, detaillierte Kalkulation, Anbote, Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln, Kopien der Förderungszusagen anderer Gebietskörperschaften K Überregionalität, Professionalität, Qualität des Programms T 4. Quartal des Vorjahres bzw. 1. Quartal des laufenden Jahres (Jahrestätigkeit, -programm), laufend (Projekt) S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzung Verlagsförderung Z Förderung österreichischer Verlage, Programm: Belletristik und Essayistik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbücher der Sparten Kunst, Kultur, Philosophie und Geschichte (alle Sparten ausschließlich 20. und 21. Jahrhundert)

Kapitel III Service

D € 9.100, € 18.200, € 27.300, € 36.400, € 45.500 oder € 54.600 jeweils für das Frühjahrsprogramm, das Herbstprogramm sowie für die Werbe- und Vertriebsmaßnahmen V Verlagsbeirat E Lt. Ausschreibung K Einreichung durch den Verlag, mindestens 3-jährige Verlagstätigkeit in den ausgeschriebenen Sparten, ausschlaggebend für die Zuerkennung von Förderungsmitteln sind die Qualität des Verlagsprogramms und die Qualität und Professionalität der Arbeit des Verlags T Jeweils 3. Freitag im Jänner (Frühjahrsprogramm) bzw. Mai (Herbstprogramm, Werbe- und Vertriebsmaßnahmen) S Literatur Druckkostenbeitrag Z Herausgabe der Werke vor allem zeitgenössischer österreichischer AutorInnen im Bereich Belletristik D Bis zu 20 % der Herstellungs­ kosten je Titel V Literaturbeirat, Beirat für Kinderund Jugendliteratur E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, detaillierte Kalkulation, Anbot der Druckerei, Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln, Lebenslauf und Publikationsverzeichnis der AutorInnen, 30 Seiten Textproben K Einreichung durch österreichischen Verlag, dessen Programm nicht gleichzeitig im Rahmen der Verlagsförderung unterstützt wird T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur Zeitschriftenförderung Z Herausgabe von Zeitschriften zur österreichischen Gegenwartsliteratur D Teilfinanzierung V Literaturbeirat, Beirat für Kinderund Jugendliteratur

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

E

Förderungsantrag, Projektbeschreibung, detaillierte Kalkulation, bei Erstansuchen: Nullnummer bzw. bisher erschienene Nummern K Überregionalität, Professionalität, Qualität T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur Übersetzungskostenzuschuss Z Übersetzung der Werke vor allem zeitgenössischer österreichischer AutorInnen im Bereich Belletris­ tik in eine Fremdsprache D Teilfinanzierung V Übersetzungsgutachten E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, detaillierte Kalkulation, Anbote, Finanzierungsplan unter Anführung von allen beantragten bzw. zugesagten Mitteln anderer (öffentlicher) Stellen, sonstigem Sponsoring und allfälligen Eigenmitteln, Lebenslauf und Werkverzeichnis der/des Übersetzenden, 20 Seiten Übersetzungsproben, Originaltext, Kopie des Lizenz- und des Übersetzungsvertrags K Einreichung durch den auslän­dischen Verlag T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur Startstipendium für Literatur Z Förderung der Arbeit an literarischen Projekten (Prosa, Lyrik, Essay) von jungen AutorInnen, die bereits in Literaturzeitschriften publiziert haben bzw. über eine eigenständige Publikation verfügen D Jährlich 15 Stipendien zu je € 6.600 V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Lebensmittelpunkt nachweislich seit mindestens 3 Jahren in Österreich; eine Bewerbung ist bis zum noch nicht vollendeten 35. Lebensjahr möglich (eine Anrechnung von bis zu 5 Jahren bei Familiengründung, Kindererziehungszeiten und bei schwerer Krankheit ist möglich);

Kunstbericht 2013  |  171

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

keine Staats- oder Langzeitstipen­ diatInnen im selben Jahr T Lt. Ausschreibung S Literatur DramatikerInnenstipendium Z Förderung von DramatikerInnen D Jährlich 10 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; bei Aufführung des Werks an einer österreichischen Bühne Tantiemen­ ausfallshaftung von maximal € 2.200 (bei Aufführung an mittleren und großen Bühnen) bzw. von maxi­ mal € 1.100 (bei Kleinbühnen) T 31. März S Literatur Staatsstipendium Z Förderung der Arbeit an größeren literarischen Projekten (Prosa, Lyrik, Essay) D Jährlich 20 Stipendien zu je € 13.200 (monatlich € 1.100, 12 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Jänner S Literatur Projektstipendium Z Förderung von AutorInnen, die bereits Publikationen in österreichischen oder ausländischen Verlagen aufzuweisen haben, für die Arbeit an größeren literarischen Projekten (Prosa, Lyrik, Essay) D Jährlich 20 Stipendien zu je € 13.200 (monatlich € 1.100, 12 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Publikationen in österreichischen bzw. ausländischen Verlagen T 31. Jänner S Literatur

172 | Kunstbericht 2013

Robert-Musil-Stipendium Z Förderung der Arbeit an literarischen Großprojekten (Prosa, Lyrik, Essay) D 3 Langzeitstipendien, je € 50.400 (monatlich € 1.400, 3 Jahre) V Literaturbeirat E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Publikationen in österreichischen bzw. ausländischen Verlagen T Alle 3 Jahre, nächste Ausschreibung Ende 2014 S Literatur Arbeitsstipendium Z Förderung der Arbeit an litera­ rischen Projekten (Prosa, Lyrik, Dramatik, Essay) D Ein- bis zweimal jährlich, jeweils maximal € 1.100 V Literaturbeirat, Beirat für Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzungsgutachten E Förderungsantrag, Projektbeschrei­ bung, Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, 30 Seiten Textproben bzw. 20 Seiten Übersetzungsproben und Originaltext K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzung Arbeitsstipendium Illustration Z Förderung von IllustratorInnen (Kinder- und Jugendliteratur) D Einmal jährlich, jeweils maximal € 1.100 V Beirat für Kinder- und Jugendliteratur E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, Layout eines Bilderbuchs (Typografie und skizzenhaft dargestellte Bilder), 2 ausgeführte (reingezeichnete) ganzseitige Illustrationen zu einem Buchtext (Vorlage möglichst als Farbkopie) und Text; bei textlosen Bilderbüchern oder Büchern, die noch keinen Text haben, kurze Inhaltsangabe

Kapitel III Service

K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Laufend S Kinder- und Jugendliteratur Reisestipendium Z Zuschuss zu Reise- und Lebenshaltungskosten bei Auslandsaufenthalten von österreichischen AutorIn­ nen und ÜbersetzerInnen bzw. bei Österreich-Aufenthalten von ausländischen ÜbersetzerInnen D Maximal 3 Monate, monatlich maximal € 1.100 V Literaturbeirat, Beirat für Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzungsgutachten E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, 30 Seiten Textproben bzw. 20 Seiten Übersetzungsproben und Originaltext, detaillierte Kalkulation K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich sowie an ausländische ÜbersetzerInnen T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzung Rom-Stipendium Z Auslandsstipendium für Literatur, kostenloser Aufenthalt in der Atelierwohnung der Kunstsektion in Rom D Monatlich € 1.100, maximal 3 Monate, Reisekostenersatz V Literaturbeirat, Beirat für Kinderund Jugendliteratur E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, 30 Seiten Textproben, Rezensionen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur Werkstipendium Z Förderung der Arbeit an größeren literarischen Projekten (Prosa, Lyrik, Dramatik, Essay) D Mindestens 3 Monate, monatlich bis zu € 1.100

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

V

Literaturbeirat, Beirat für Kinder- und Jugendliteratur E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, 30 Seiten Textproben, Verlagsvertrag, Rezensionen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich, Publikationen in österreichischen bzw. ausländischen Verlagen T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur Finanzierung von Arbeitsbehelfen Z Finanzierung von Arbeitsbehelfen (PC, Notebook usw.) für AutorInnen und ÜbersetzerInnen D Teilfinanzierung V Literaturbeirat, Beirat für Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzungsgutachten E Förderungsantrag, Projektbeschreibung, Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, 30 Seiten Textproben bzw. 20 Seiten Übersetzungsproben und Originaltext, detaillierte Kalkulation, Rezensionen K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Laufend S Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzung Mira-Lobe-Stipendium Z Förderung der Arbeit an literarischen Projekten (Prosa, Lyrik, Dramatik), insbesondere des literarischen Nachwuchses, im Bereich Kinder- und Jugendliteratur D Jährlich 5 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100, 6 Monate) V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T 31. Jänner S Kinder- und Jugendliteratur

Kunstbericht 2013  |  173

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Buchprämie Z Auszeichnung besonders gelungener belletristischer Neuerscheinungen österreichischer AutorInnen in einem österreichischen Verlag D 15 Prämien zu je € 1.500 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Literatur AutorenInnenprämie Z Auszeichnung besonders gelungener belletristischer Debüts österreichischer AutorInnen; Veröffentlichung in Buchform bzw. in Literaturzeitschriften D 4 Prämien zu je € 4.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Literatur Übersetzungsprämie Z Auszeichnung besonders gelungener Übersetzungen österreichischer belletristischer Literatur (vor allem Werke lebender AutorInnen) in eine Fremdsprache bzw. fremdsprachiger zeitgenössischer Literatur ins Deutsche durch österreichische ÜbersetzerInnen D € 800, € 1.100, € 1.500, € 1.900, € 2.200 V Übersetzungsbeirat E Publizierte Übersetzung (maximal 5 Jahre alt), Originalausgabe, Stammdaten der/des Übersetzenden, Lebenslauf, Verzeichnis der bisherigen literarischen Übersetzungen K Unabhängig von Wohnsitz und Staatsbürgerschaft der ÜbersetzerInnen (Übersetzung in eine Fremdsprache), österreichische Staatsbürgerschaft der ÜbersetzerInnen bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich (Übersetzung ins Deutsche) T 31. Juli S Übersetzung

174 | Kunstbericht 2013

Großer Österreichischer Staatspreis Z Auszeichnung besonders hervorragender Leistungen im Bereich Literatur D € 30.000 V Österreichischer Kunstsenat E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Vergabe ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst, Architektur T Jährlich S Literatur Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur Z Auszeichnung eines literarischen Gesamtwerks europäischer Autor­Innen, das international besondere Beachtung gefunden hat D € 25.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Das Werk muss auch in Übersetzung vorliegen. T Jährlich S Literatur Erich-Fried-Preis für Literatur und Sprache Z Auszeichnung hervorragender Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Literatur D € 15.000 V Gestiftet von der Kunstsektion, vergeben von der Internationalen ErichFried-Gesellschaft für Literatur und Sprache; Einzelentscheidung einer/ eines vom Präsidium der Gesellschaft gewählten Jurorin/Jurors E Keine Bewerbung möglich K Deutschsprachige AutorInnen T Jährlich S Literatur Ernst-Jandl-Preis für Lyrik Z Auszeichnung hervorragender Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Lyrik D € 15.000 V Jury

Kapitel III Service

E Keine Bewerbung möglich K Deutschsprachige LyrikerInnen T Alle 2 Jahre, nächste Vergabe: 2015 S Literatur Manès-Sperber-Preis für Literatur Z Auszeichnung hervorragender Leistungen im Bereich des gesellschaftspolitischen Romans, der politisch-literarischen Essayistik oder der gesellschaftspolitisch bedeutsamen Kulturphilosophie D € 8.000 V Jury; gestiftet von der Kunstsektion, vergeben in Kooperation mit der Manès-Sperber-Gesellschaft E Keine Bewerbung möglich K Das auszuzeichnende Werk muss entweder im Original deutschsprachig sein oder in repräsentativer Weise in deutscher Sprache vorliegen. T Unregelmäßig, zumindest aber alle 5 Jahre S Literatur Österreichischer Staatspreis für Kultur­ publizistik Z Auszeichnung hervorragender Beiträge im Bereich Kulturpublizistik in Zeitungen und Zeitschriften, audiovisuellen Medien oder Einzelpublikationen D € 8.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Alle 2 Jahre, nächste Vergabe: 2014 S Literatur Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik Z Auszeichnung hervorragender Beiträge im Bereich Literaturkritik in Zeitungen und Zeitschriften, audiovisuellen Medien oder Einzelpublikationen D € 8.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Alle 2 Jahre, nächste Vergabe: 2015 S Literatur

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung Z Auszeichnung hervorragender Übersetzung eines umfangreichen Einzelwerks oder eines Gesamtwerks D 2 Preise zu je € 8.000 V Übersetzungsbeirat E Keine Bewerbung möglich K Prosa, Lyrik, Dramatik, Essays unter Ausklammerung von wissenschaftlicher Literatur, Sachbüchern oder Trivialliteratur; Übersetzung österreichischer belletristischer Literatur (vor allem Werke lebender AutorInnen) in eine Fremdsprache bzw. Übersetzung eines fremdsprachigen Werks der zeitgenössischen Literatur ins Deutsche; unabhängig von Wohnsitz und Staatsbürgerschaft der ÜbersetzerInnen (Übersetzung in eine Fremdsprache), österreichische Staatsbürgerschaft der ÜbersetzerInnen bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich (Übersetzung ins Deutsche) T Jährlich S Übersetzung Österreichischer Kunstpreis für Literatur Z Auszeichnung eines belletristischen Gesamtwerks D € 12.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Literatur Outstanding Artist Award für Literatur Z Auszeichnung von AutorInnen der jüngeren oder mittleren Generation, die bereits wichtige belletristische Publikationen vorweisen können D € 8.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Jährlich S Literatur

Kunstbericht 2013  |  175

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Staatspreis Schönste Bücher Österreichs Z Auszeichnung von Büchern besonderer gestalterischer und herstellerischer Qualität D 3 Staatspreise zu je € 3.000 V Jury; Wettbewerb gemeinsam mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels E Lt. Ausschreibung, durch Verlag, Druckerei oder GestalterIn K Beurteilung der technischen, gestalterischen und konzeptionellen Qualität; zwischen 1. Dezember des Vorjahres und 30. November des laufenden Jahres in Buchform erschienene Publikationen; die Bücher müssen in Österreich verlegt worden und frei von Werbeinseraten sein T Jährlich, lt. Ausschreibung S Lt. Ausschreibung Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis Z Auszeichnung qualitätsvoller Kinderund Jugendliteratur D Insgesamt € 26.000 (4 belletristische Kinder- und Jugendbuchpreise zu je € 6.000, Preis der Jugendjury € 2.000), Aufnahme von bis zu 10 weiteren Büchern in die »Kollektion Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis« V Jury, Jugendjury E Lt. Ausschreibung K Vergabe an UrheberInnen (AutorInnen, ÜbersetzerInnen, IllustratorInnen) in österreichischen Verlagen bzw. an österreichische UrheberInnen in ausländischen Verlagen; Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend-, Sachbuch T Jährlich, lt. Ausschreibung S Kinder- und Jugendliteratur Österreichischer Kunstpreis für Kinderund Jugendliteratur Z Auszeichnung eines Gesamtwerks von AutorInnen, ÜbersetzerInnen oder IllustratorInnen D € 12.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich

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K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Alle 2 Jahre, nächste Vergabe: 2014 S Kinder- und Jugendliteratur Outstanding Artist Award für Kinder- und Jugendliteratur Z Auszeichnung von AutorInnen, Illus­ tratorInnen und ÜbersetzerInnen der jüngeren oder mittleren Generation, die bereits wichtige Publikationen vorweisen können D € 8.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich T Alle 2 Jahre, nächste Vergabe: 2014 S Kinder- und Jugendliteratur Österreichischer Staatspreis für Kinderlyrik Z Auszeichnung eines Gesamtwerks deutschsprachiger Kinderlyrik D € 8.000 V Jury E Keine Bewerbung möglich K Deutschsprachige LyrikerInnen T Unregelmäßig S Kinder- und Jugendliteratur

Abteilung V/6 Auszeichnungsangelegenheiten, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit Reise-, Aufenthalts- und Tourneekostenzuschuss Z Austausch von ExpertInnen, KünstlerInnen, Ensembles oder kulturellen Aktivitäten im Rahmen bestehender Arbeitsprogramme D Teilfinanzierung; in Einzelfällen Reiseund Aufenthaltskostenzuschüsse für Auslandsaufenthalte österreichischer ExpertInnen, KünstlerInnen, Ensembles sowie für Österreich-Aufenthalte solcher Personen/Gruppen aus dem Ausland auch außerhalb bestehender Kulturabkommen

Kapitel III Service

V E

Gegebenenfalls Beiratsgutachten Förderungsantrag, angeführte Beilagen bzw. Unterlagen nach Rücksprache K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; kontinuierliche Tätigkeit auf hohem Niveau T Laufend S Bildende Kunst, Architektur, Fotografie, Film, Video- und Medienkunst, darstellende Kunst, Musik, Tanz, Literatur Artist-in-Residence Z Förderung ausländischer KünstlerInnen und des interkulturellen Dialogs D Monatlich € 800, maximal 3 Monate, Bereitstellung kostenloser Wohn- und Arbeitsräume in Wien V Jury E Lt. Ausschreibung K KünstlerInnen der jüngeren Generation (maximal 35 Jahre), abgeschlossene künstlerische Ausbildung T Lt. Ausschreibung S Bildende Kunst, Design, Fotografie, Komposition, Literatur/Übersetzung, Kunst- und Kulturvermittlung, Tanz/Performance/Choreographie

Abteilung V/7 Kulturinitiativen Jahresprogramm Z Förderung von ganzjährigen Kunst- und Kulturprogrammen von Kulturinitiativen und -zentren, Kunst- und Kulturvereinen und Institutionen mit Sitz in Österreich D Teilfinanzierung V Kulturinitiativenbeirat E Vollständig ausgefüllter Förderungsantrag mit folgenden Beilagen: •• genaue Beschreibung der künstlerischen bzw. kulturellen Vorhaben und Tätigkeiten •• Aufgliederung der Gesamtkosten einschließlich detaillierter Kostenkalkulation •• Finanzierungsplan unter Anführung von Eigenmitteln einschließlich Mitgliedsbeiträgen, Sponsorengel-

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

dern und allen beantragten bzw. zugesagten Fördermitteln anderer Stellen •• Darstellung der Institution (Statuten, Vereinsregisterauszug, Nennung der Vorstandsmitglieder, Mitgliederzahl, Höhe der Mitgliedsbeiträge; Firmenbuchauszug) •• Angaben zu den verantwortlichen Personen und beteiligten Kultur­schaffenden •• Förderungen der öffentlichen Hand in den letzten fünf Jahren (Förderstelle, Zweck und Höhe) •• Konto- und Bargeldstand, Verbindlichkeiten und Forderungen zum letzten 1. Jänner •• kurzer Gesamtüberblick und Dokumentation der durchgeführten Projekte des Vorjahres •• bei einem beantragten Förderungsbetrag über € 6.000 ist das Ansuchen in 8-facher Ausfertigung zu übermitteln K Innovative, zeitbezogene und experimentelle Kulturformen; gesellschaftspolitische Relevanz; interkulturelle, inklusive und soziokulturelle Aktivitäten mit beispielgebendem, innovatorischem Charakter; eigene Produktionen/ Eigenkreativität; Aktivitäten von überregionalem Interesse; kulturelle Aktivierung und Kulturvermittlung; Entwicklungsfähigkeit; hohe Qualität, sowohl im künstlerischen als auch im administrativ-organisatorischen Bereich; nachhaltige, kontinuierliche Kulturarbeit; wichtiger Kulturversorger der jeweiligen Region, Umfang und Anspruch des Programms; Genderaspekt; Kofinanzierung durch regionale Gebietskörperschaften; Berücksichtigung wirtschaftlich strukturschwacher oder sozial benachteiligter Regionen; einreichberechtigt sind Kunst- und Kulturvereine und andere Institutionen mit Sitz in Österreich T Ab 1. Oktober des Vorjahres bis 31. März des laufenden Jahres S Kulturinitiativen

Kunstbericht 2013  |  177

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

Kunst- und Kulturprojekte Z Förderung von spartenübergreifenden Kunst- und Kulturprojekten sowie Kunst- und Kulturprojekten im soziokulturellen Raum, im interkulturellen Dialog und im Bereich der Kinder- und Jugendkultur D Teilfinanzierung V Kulturinitiativenbeirat E Vollständig ausgefüllter Förderungsantrag mit folgenden Beilagen: •• Konzept bzw. Projektbeschreibung •• detaillierte Kalkulation •• Finanzierungsplan unter Anführung von Eigenmitteln, Sponsorengeldern und allen beantragten bzw. zugesagten Förderungsmitteln anderer Stellen •• Biografien der beteiligten Personen •• bei Institutionen: Darstellung der Institution (Statuten, Vereins­ registerauszug, Nennung der Vorstandsmitglieder, Mitgliederzahl, Höhe der Mitgliedsbeiträge; Firmenbuchauszug) •• bei einem beantragten Förderungsbetrag über € 6.000 ist das Ansuchen in 8-facher Ausfertigung zu übermitteln K Einreichberechtigt sind Kunst- und Kulturvereine und Institutionen mit Sitz in Österreich sowie KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft oder deren Lebens- und Arbeitsinteressen seit mindestens drei Jahren in Österreich liegen. Berücksichtigt werden insbesondere folgende Parameter: Innovative, zeitbezogene, experimentelle Kulturformen; kritische und konstruktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Brennpunkten; Schärfung des Bewusstseins für aktuelle künstlerische und kulturelle Strömungen; aktive Partizipation; Inklusion; Erweiterung kreativer und künstlerischer Handlungsspielräume; Umsetzung in Österreich; hohe Qualität, sowohl im künstlerischen als auch im administrativ-organisatorischen Bereich

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T S

Laufend, mindestens aber 3 Monate vor Projektbeginn Alle Sparten

Interdisziplinäre Kunst- und Kultur­ projekte Z Förderung innovativer, zeitbezogener und experimenteller Einzelprojekte von Kunst- und Kulturschaffenden an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft, die durch ihre Qualität und ihren Modellcharakter geeignet sind, Themenfelder in Kunst und Kultur zu entwickeln und zu vertiefen und gesellschaftliche Impulse zusetzen D Teilfinanzierung V Beirat für interdisziplinäre Kulturprojekte E Vollständig ausgefüllter Förderungsantrag mit folgenden Beilagen: •• Konzept bzw. Projektbeschreibung •• detaillierte Kalkulation •• Finanzierungsplan unter Anführung von Eigenmitteln, Sponsorengeldern und allen beantragten bzw. zugesagten Förderungsmitteln anderer Stellen •• Biografien der beteiligten Personen •• bei Institutionen: Darstellung der Institution (Statuten, Vereins­ registerauszug, Nennung der Vorstandsmitglieder, Mitgliederzahl, Höhe der Mitgliedsbeiträge, Firmenbuchauszug) •• bei einem beantragten Förderungsbetrag über € 6.000 ist das Ansuchen in 4-facher Ausfertigung zu übermitteln K Einreichberechtigt sind Kunst- und Kulturvereine und Institutionen mit Sitz in Österreich sowie KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft oder deren Lebens- und Arbeitsinteressen seit mindestens drei Jahren in Österreich liegen. Gefördert werden insbesondere zeitlich begrenzte interdisziplinäre Projekte, die •• in Kooperation zwischen KünstlerInnen und WissenschafterInnen entstehen

Kapitel III Service

T S

•• Fragestellungen aus Kunst und Kultur mit Ansätzen, Denkweisen und Strategien aus wissenschaftlichen Fachbereichen verbinden •• Phänomene aus einer künstlerischen und einer wissenschaftlichen Perspektive beleuchten und verankern, wobei den Schnittstellen und Brüchen erhöhte Beachtung zu widmen ist •• Dialog, Analyse, offenen Prozess, Vernetzung, Entwicklung als zentrale Begriffe interdisziplinären Arbeitens definieren •• ein definiertes Erkenntnisinteresse verfolgen und gesellschaftliche Relevanz als Ergebnis eines interdisziplinären Prozesses fokussieren •• Impulse für innovative Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft setzen Die Förderungsempfehlungen des Beirats berücksichtigen folgende weitere Paramater: kritische und relevante Fragestellungen, Verschränkung von Theorie, Produktion und gesellschaftlicher Praxis, Förderung hervorragender Qualität, Innovation, Partizipation, Gender­ aspekt, Diversifikation, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit; nicht gefördert werden rein kommerziell geprägte Projekte sowie Vorhaben von Personen, die sich noch in Ausbildung befinden. Hohe Qualität sowohl im künstlerischen als auch im administrativ-organisatorischen Bereich wird vorausgesetzt. 31. März und 30. September Interdisziplinäre Kunst- und Kultur­projekte

Investitionskostenzuschuss für infrastrukturelle Maßnahmen Z Unterstützung von Kulturinitiativen im Bereich infrastrukturelle Maßnahmen D Teilfinanzierung V Kulturinitiativenbeirat E Vollständig ausgefüllter Förderungsantrag mit folgenden Beilagen: •• detaillierte Kalkulation •• Finanzierungsplan unter Anführung von Eigenmitteln, Sponsorengel-

Förderungsmaßnahmen der Kunstsektion

dern und der Beteiligung der regionalen Gebietskörperschaften und Eigenmittel •• 3 Anbote K Berücksichtigt werden primär Kunstund Kulturvereine und ähnliche Institutionen, die von dieser Abteilung für das Jahresprogramm gefördert werden. Unterstützt wird insbesondere die Anschaffung technischer Ausstattung im Veranstaltungsbereich und beweglicher Investitionsgüter. Folgende weitere Parameter werden berücksichtigt: Auswahl des Bestgebots nach dem Bundesvergabegesetz; Einbeziehung der Länder und Gemeinden; angemessene Eigenleistung. Die Vergabe erfolgt nach Maßgabe der budgetären Möglichkeiten im letzten Quartal des laufenden Jahres. T 31. August S Kulturinitiativen Trainee-Stipendium (bis 2013) Z Förderung von Führungskräften im Kunst- und Kulturbereich D Maximal 12 Stipendien, monatlich € 1.500 oder € 1.850 (je nach Zielland), 3–6 Monate V Jury E Lt. Ausschreibung K Österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ständiger Wohnsitz in Österreich; Verwertungsmöglichkeit des im Ausland erworbenen Könnens in Österreich, Naheverhältnis zu regionalen Kulturinitiativen, persönliche Qualifikation (Ausbildung und/oder langjährige Tätigkeit im Kulturbereich) T Alle 2 Jahre S Kulturmanagement Auslandsstipendium (ab 2014) Z Erweiterung der Kompetenzen und Handlungsspielräume von KulturmanagerInnen durch Weiterbildung in einem ausländischen Kulturzentrum; einreichberechtigt sind Einzelpersonen mit österreichischer Staatsbürgerschaft oder deren Lebens- und Arbeitsinteressen nachweislich seit

Kunstbericht 2013  |  179

Abkürzungen Z Ziel und Zweck D Dotation/Förderungshöhe V Vergabemodus E Erforderliche Einreichungsunterlagen K Kriterien und Bedingungen T Termin S Sparte

mindestens drei Jahren überwiegend­ in Österreich liegen, wenn sie •• einen einschlägigen Studienabschluss nachweisen können oder •• eine vergleichbare Ausbildung oder Berufserfahrung nachweisen können •• mindestens eine dreijährige Berufs­ erfahrung im Bereich Kultur­ management/Kulturarbeit nachweisen können •• nicht immatrikuliert sind Vorgesehen sind 5 Stipendien pro Jahr (Stand 2014) D Nach Destination; maximal 6 Monate Laufzeit V Kulturinitiativenbeirat E Vollständig ausgefüllter Förderungsantrag mit folgenden Beilagen: •• Motivationsschreiben inklusive Nennung des gewählten Kulturzentrums einschließlich Begründung, warum diese Einrichtung ausgewählt wurde •• Bestätigung der jeweils Verantwortlichen des vorgeschlagenen Kulturzentrums •• Weiterbildungsziel •• Lebenslauf mit Angaben zur Ausbildung und zur bisherigen beruflichen Tätigkeit K Persönliche Qualifikation; Lernziele; Weiterbildungsmöglichkeit in der gewählten Einrichtung, Erwerb von Zusatzqualifikationen durch das Praktikum; Art und Umfang der angebotenen Tätigkeiten; Verwertungsmöglichkeit des im Ausland erworbenen Könnens in Österreich; Naheverhältnis zu regionalen Kulturinitiativen; Praktika an Bundes- und Landeseinrichtungen werden nicht berücksichtigt. T Laufend, mindestens aber 6 Monate vor Praktikumsbeginn S Kulturinitiativen Startstipendium Z Erweiterung der Kompetenzen und Handlungsspielräume von jungen KulturmanagerInnen durch Weiterbildung in einem österreichischen­

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Kulturzentrum; Praktika an Bundes- und Landeseinrichtungen werden nicht berücksichtigt. D Jährlich 5 Stipendien zu je € 6.600 (monatlich € 1.100; maximal 6 Monate Laufzeit) V Jury E Lt. Ausschreibung K Lt. Ausschreibung T Lt. Ausschreibung S Kulturinitiativen Prämien Z Auszeichnung für besondere Leistungen D Unterschiedlich V Kulturinitiativenbeirat, Beirat für interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte, Jurys E Keine Bewerbung möglich K Herausragende Leistung, besondere Verdienste S Alle Sparten Österreichischer Kunstpreis Z Auszeichnung langjähriger, herausragender Kulturarbeit; Auszeichnung eines Lebenswerkes D € 12.000 V Kulturinitiativenbeirat, Beirat für interdisziplinäre Kulturprojekte E Keine Einreichung möglich K Hervorragende Qualität; Innovation. Ausgezeichnet werden können Einzelpersonen mit österreichischer Staatsbürgerschaft oder deren Lebens- und Arbeitsinteressen nachweislich seit mindestens drei Jahren überwiegend in Österreich liegen sowie Kunst- und Kulturvereine und Institutionen mit Sitz in Österreich S Alle Sparten Outstanding Artist Award Z Auszeichnung herausragender, innovativer Kunst- und Kulturprojekte D € 8.000 V Jury E Lt. Ausschreibung K Lt. Ausschreibung T Lt. Ausschreibung S Lt. Ausschreibung

Kapitel III Service

Kunstförderungsgesetz 1988 BGBl. Nr. 146/1988 idF BGBl. I Nr. 95/1997 und BGBl. I Nr. 132/2000 Aufgaben der Förderung § 1.(1) Im Bewusstsein der wertvollen Leistungen, die die Kunst erbringt, und in Anerkennung ihres Beitrags zur Verbesserung der Lebensqualität hat der Bund die Aufgabe, das künstlerische Schaffen in Österreich und seine Vermittlung zu fördern. Für diesen Zweck sind im jeweiligen Bundesfinanzgesetz die entsprechenden Mittel vorzusehen. Weiters ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die finanzielle und organisatorische Förderung des künstlerischen Schaffens durch Private und der sozialen Lage für Künstler anzustreben. (2) Die Förderung hat insbesondere die zeitgenössische Kunst, ihre geistigen Wandlungen und ihre Vielfalt im Geiste von Freiheit und Toleranz zu berücksichtigen. Sie hat danach zu trachten, die Kunst allen Bevölkerungskreisen zugänglich zu machen und die materiellen Voraussetzungen für die Entwicklung des künstlerischen Lebens in Österreich zu verbessern. Gegenstand der Förderung § 2.(1) Im Sinne des § 1 sind insbesondere zu fördern: 1. Das künstlerische Schaffen der Literatur, der darstellenden Kunst, der Musik, der bildenden Künste, der Fotografie, des Films und der Videokunst sowie neuer experimenteller oder die Grenzen der genannten Kunstsparten überschreitender Kunstformen; 2. die Veröffentlichung, Präsentation und Dokumentation von Werken; 3. die Erhaltung von Werkstücken und Dokumenten; 4. Einrichtungen, die diesen Zielen dienen. (2) Es dürfen nur Leistungen und Vorhaben einer natürlichen oder vom Bund verschiedenen juristischen Person gefördert werden, die von überregionalem Interesse oder geeignet sind, beispielgebend

Kunstförderungsgesetz 1988

zu wirken, innovatorischen Charakter haben oder im Rahmen eines einheitlichen Förderungsprogramms gefördert werden. (3) In die Förderung nach diesem Bundesgesetz sind Bereiche des Kunstlebens nicht einzubeziehen, deren Förderung durch den Bund sondergesetzlich geregelt ist. (4) Ein der Bedeutung der zeitgenössischen Kunst angemessener Anteil der Förderungsmittel ist für diesen Bereich des künstlerischen Schaffens und seine Veröffentlichung oder Präsentation zu verwenden. Arten der Förderung § 3.(1) Arten der Förderung im Sinne dieses Bundesgesetzes sind: 1. Geld- und Sachzuwendungen für einzelne Vorhaben (Projekte), 2. der Ankauf von Werken (insbesondere der zeitgenössischen Kunst), 3. zins- oder amortisationsbegünstigte Gelddarlehen, 4. Annuitäten-, Zinsen- und Kreditkosten­zuschüsse, 5. die Vergabe von Stipendien (insbesondere von Studienaufenthalten im Ausland), 6. die Erteilung von Aufträgen zur Herstellung von Werken der zeitgenössischen Kunst, 7. die Vergabe von Staats-, Würdigungsund Förderungspreisen sowie Prämien und Preise für hervorragende künstlerische Leistungen und 8. sonstige Geld- und Sachzuwendungen. (2) Sofern Einrichtungen der Bundesschulen gegen jederzeitigen Widerruf für künstlerische Zwecke überlassen werden, darf diese Überlassung unentgeltlich erfolgen. (3) Stipendien im Sinne des Abs. 1 Z 5 und Preise im Sinne des Abs. 1 Z 7 sind von der Einkommensteuer befreit. Dies gilt auch für im Grunde und der Höhe nach vergleichbare Leistungen auf

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Grund von landesgesetzlichen Vorschriften sowie für Stipendien und Preise, die unter vergleichbaren Voraussetzungen von nationalen und internationalen Förderungsinstitutionen vergeben werden. (4) Der Bund kann den Ankauf von Kunstwerken durch Landes- und Gemeindegalerien durch Zuschüsse fördern, wenn dies im gesamtösterreichischen Kunstinteresse gelegen ist. § 5 Abs. 1 und 2 ist anzuwenden. Allgemeine Voraussetzungen für die Förderung § 4.(1) Voraussetzung für die Gewährung der in § 3 Z 1,3,4,5 und 8 genannten Förderungen ist die Einbringung eines Ansuchens beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport. (2) Eine Förderung darf nur erfolgen, wenn das Vorhaben (Projekt) ohne sie nicht oder nicht zur Gänze in Angriff genommen oder durchgeführt werden kann und bei Gewährung der Förderung finanziell gesichert ist. Nach Maßgabe seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hat der Förderungswerber eine finanzielle oder sachliche Eigenleistung zu erbringen. Ist dem Förderungswerber eine Eigenleistung wirtschaftlich nicht zumutbar, kann davon abgesehen werden. (3) Das Förderungsansuchen hat Angaben darüber zu enthalten, ob der Förderungswerber für dasselbe Vorhaben bei einem anderen Organ des Bundes oder einem anderen Rechtsträger um Gewährung von Förderungsmitteln angesucht hat oder ansuchen will. Gegebenenfalls sind die gewährten oder in Aussicht gestellten Mittel bei der Bemessung der Höhe der Förderung aus Bundesmitteln zu berücksichtigen. Werden durch eine beabsichtigte Förderungsmaßnahme Interessen (Aufgaben) anderer Gebietskörperschaften berührt, ist eine angemessene Beteiligung dieser Gebietskörperschaften an der Durchführung der Förderungsmaßnahmen

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unter weitestmöglicher Koordinierung des beiderseitigen Mitteleinsatzes anzustreben. Weiters ist nach Möglichkeit eine Kostenbeteiligung privater Förderer anzustreben und der Förderungswerber diesbezüglich zu beraten und zu unterstützen. (4) Dieses Bundesgesetz räumt keinen individuellen Anspruch auf die Gewährung einer Förderung ein. Bedingungen für die Förderung § 5.(1) Vor Gewährung einer Förderung gemäß § 3 Abs. 1 Z 1 bis 6 und 8 ist mit dem Förderungswerber ein Vertrag abzuschließen, der alle Auflagen und Bedingungen enthält, die den wirtschaftlichen Einsatz der Bundesmittel sicherstellen. Auflagen und Bedingungen haben der Eigenart des Vorhabens zu entsprechen und sollen eine möglichst rasche und einfache Vergabe der Mittel ermöglichen. Musterverträge sind den Förderungsrichtlinien anzuschließen. (2) Im Vertrag kann der Förderungswerber verpflichtet werden, den Organen des Bundes die Überprüfung der widmungsgemäßen Verwendung der Förderungsmittel durch Einsicht in die Bücher und Belege sowie durch Besichtigung an Ort und Stelle zu gestatten, ihnen die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und über die Verwendung der Förderungsmittel innerhalb einer zu vereinbarenden Frist zu berichten. Vom Erfordernis des Berichts über die Verwendung der Förderungsmittel kann abgesehen werden, wenn dies im Hinblick auf die Höhe der Förderung oder die Art des Vorhabens geboten ist. Die näheren Regelungen sind in den Förderungsrichtlinien zu treffen. (3) Eine Förderung durch ein Gelddarlehen darf ganz oder teilweise in eine Geldzuwendung umgewandelt werden, wenn der angestrebte Erfolg des Vorhabens wegen nachfolgend ohne Verschulden des Förderungsempfängers eintretender

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Ereignisse nur durch eine solche Umwandlung erreicht werden kann. § 6. Für den Fall, dass der Vertrag aus Gründen, für die der Förderungswerber verantwortlich ist, von diesem in wesentlichen Punkten nicht eingehalten wird, ist in diesem gemäß § 5 abzuschließenden Vertrag zu vereinbaren, dass Geldzuwendungen und Zuschüsse nach § 3 Abs. 1 Z 1,4,5 und 8 zurückzuerstatten oder noch nicht zurückgezahlte Darlehen nach Kündigung vorzeitig fällig zu stellen und vom Tage der Auszahlung an mit 3 vH über dem jeweils geltenden Zinsfuß für Eskontierungen der Österreichischen Nationalbank pro Jahr zu verzinsen sind. Mittelbare Förderung § 7.(1) Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport ist ermächtigt, mit sachlich in Betracht kommenden Rechtsträgern mit Ausnahme der Gebietskörperschaften Verträge des Inhalts abzuschließen, dass Förderungen aus Bundesmitteln durch diese Rechtsträger im Namen und für Rechnung des Bundes nach Maßgabe dieses Bundesgesetzes verteilt werden können, wenn die Besonderheiten bestimmter Förderungen eine Mitwirkung solcher bevollmächtigter Rechtsträger geboten erscheinen lassen und durch diese Mitwirkung die Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit des Einsatzes der Bundesmittel verbessert wird. Nach Möglichkeit sind mit der Durchführung der mittelbaren Förderung Rechtsträger zu beauftragen, die sich an den Kosten des Vorhabens beteiligen. (2) Verträge gemäß Abs. 1 sind im jährlichen Kunstbericht darzustellen und zu begründen.

Kunstförderungsgesetz 1988

Förderungsrichtlinien § 8. Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport hat die näheren Vorkehrungen, die bei der Gewährung von Förderungen nach diesem Bundesgesetz zu treffen sind, nach Vorberatung mit den Beiräten im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen durch Richtlinien festzulegen. Beiräte § 9. Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport kann zur Vorbereitung und Vorberatung von Förderungsangelegenheiten einzelner Kunstsparten Beiräte oder Jurys einsetzen, in die Fachleute der jeweiligen Sparte zu berufen sind. Kunstbericht § 10. Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport hat dem Nationalrat im Wege der Bundesregierung einen jährlichen Bericht über die Tätigkeit des Bundes auf dem Gebiet der Kunstförderung vorzulegen. Freiheit von Stempelgebühren § 11. Die durch dieses Bundesgesetz unmittelbar veranlassten Schriften sind von den Stempelgebühren befreit. Vollziehung § 12. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind betraut: 1. Hinsichtlich des § 8 der Bundeskanzler im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen, 2. hinsichtlich des § 3 Abs. 3, des § 11 und des § 13 der Bundesminister für Finanzen, 3. im übrigen der Bundeskanzler. § 13. § 3 Abs. 3 ist auf Zeiträume ab dem 1. Jänner 1991 anzuwenden.

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Kunstförderungsbeitragsgesetz 1981 BGBl. Nr. 573/1981 idF BGBl. Nr. 740/1988, BGBl. I Nr. 765/1992, BGBl. I Nr. 159/1999, BGBl. I Nr. 26/2000, BGBl. I Nr. 132/2000, BGBl. I Nr. 98/2001, BGBl. I Nr. 34/2005, BGBl. I Nr. 71/2012 und BGBl. I Nr. 92/2013 § 1. (1) Nach diesem Gesetz sind folgende Abgaben zu entrichten: 1. vom Rundfunkteilnehmer zu jeder gemäß § 3 Rundfunkgebührengesetz, BGBl. I Nr. 159/1999, für Radio-Empfangseinrichtungen zu entrichtenden Gebühr monatlich ein Beitrag von 0,48 Euro (Kunstförderungsbeitrag); 2. vom gewerblichen Betreiber einer Kabelrundfunkanlage für jeden Empfangsberechtigten von Rundfunksendungen monatlich ein Beitrag von 0,20 Euro; 3. von demjenigen, der als Erster im Inland gewerbsmäßig entgeltlich durch Verkauf oder Vermietung Geräte, die zum Empfang von Rundfunksendungen über Satelliten bestimmt sind, (Satellitenreceiver, -decoder) in den Verkehr bringt, eine einmalige Abgabe von 6,00 Euro je Gerät. Ausgenommen sind jene Geräte (Decoder), die ausschließlich zum Empfang von Weitersendungen von Rundfunkprogrammen geeignet sind. (2) Die Einhebung und zwangsweise Einbringung sowie die Befreiung von dieser Abgabe gemäß Abs. 1 Z 1 obliegt dem mit der Einbringung der Rundfunkgebühren betrauten Rechtsträger nach denselben Vorschriften, die für die Rundfunkgebühren gelten; dieser ist berechtigt, 4 % des Gesamtbetrages der eingehobenen Kunstförderungsbeiträge als Vergütung für die Einhebung einzubehalten. In diesem Betrag ist die Umsatzsteuer enthalten. (3) 85 vH des Erträgnisses aus dem Bundesanteil am Kunstförderungsbeitrag gemäß Abs. 1 Z 1 sind von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur für Zwecke der Kunstförderung, das restliche Erträgnis für Zwecke der Kulturförderung zu verwenden.

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§ 2. (1) Zur Beratung der Bundesministerin/des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Kultur über die Verwendung des Kunstförderungsbeitrages gemäß § 1 Abs. 1 Z 1 ist ein Beirat einzurichten, der aus einem von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur bestellten Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter und aus 20 Mitgliedern sowie der gleichen Zahl von Ersatzmitgliedern besteht. (2) Die Mitglieder (Ersatzmitglieder) des Beirates sind von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur jeweils auf die Dauer von drei Jahren zu bestellen: 1. vier Mitglieder (Ersatzmitglieder) auf Vorschlag der Länder; 2. je ein Mitglied (Ersatzmitglied) auf Vorschlag der repräsentativen Vereinigungen der Städte und Gemeinden; 3. je ein Mitglied (Ersatzmitglied) auf Vorschlag der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft, der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, des Österreichischen Arbeiterkammertages, der römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Kirche AB und HB in Österreich; 4. ein Mitglied (Ersatzmitglied) auf Vorschlag der Bundeskonferenz der Kammern der freien Berufe; 5. ein Mitglied (Ersatzmitglied) auf Vorschlag der Bundesministerin/des Bundesministers für Finanzen; 6. zwei Mitglieder (Ersatzmitglieder) als Vertreter der Bundesministerin/des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Kultur; 7. vier Mitglieder (Ersatzmitglieder) als Vertreter der Bereiche der Künste. Bei der Bestellung dieser Mitglieder (Ersatzmitglieder) ist insbesondere auf Vorschläge von repräsentativen Einrichtungen bzw. Organisationen aus dem Bereich der Künste Bedacht zu nehmen. Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur hat durch Verordnung zu bestimmen, welche Einrichtungen bzw. Organisationen

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im Hinblick auf ihre Aufgaben, Zielsetzungen und Mitglieder für die Bereiche der Künste als repräsentativ anzusehen sind; 8. ein Mitglied (Ersatzmitglied) auf Vor­ schlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. (3) Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur hat den gemäß Abs. 1 und 2 eingerichteten Beirat nach Maßgabe der Erfordernisse, jedoch mindestens jährlich einmal, einzuberufen. Zur Beschlußfähigkeit des Beirates ist die Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder (Ersatzmitglieder) notwendig. Der Beirat faßt seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Die Tätigkeit der Mitglieder des Beirates ist ehrenamtlich. § 3. (1) Die Abgaben gemäß § 1 Abs. 1 Z 2 und 3 sind Bundesabgaben, deren Einhebung dem Künstler-Sozialversicherungsfonds obliegt. Dabei hat der Fonds das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991 – AVG, BGBl. Nr. 51, anzuwenden. Über Beschwerden gegen Bescheide des Künstler-Sozialversicherungsfonds entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Zur Durchführung des Inkassos kann sich der Fonds der Leistungen Dritter bedienen. Zur Eintreibung der Abgaben ist dem Fonds die Einbringung im Verwaltungswege gewährt (§ 3 Abs. 3 Verwaltungsvollstreckungsgesetz 1991, BGBl. Nr. 53). Sachlich in Betracht kommende Oberbehörde ist die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur. (2) Die Abgabe gemäß § 1 Abs. 1 Z 2 ist auf Grund der Anzahl der Empfangsberechtigten zum Stichtag 1. März für das zweite und dritte Quartal eines Kalenderjahres und zum Stichtag 1. September für das vierte Quartal und das erste Quartal des darauf folgenden Kalenderjahres zu bemessen. Die Betreiber der

Kunstförderungsbeitragsgesetz 1981

Kabelrundfunkanlage haben zu diesem Zweck mit Stichtag 1. März bis zum 15.  März und mit Stichtag 1. September bis zum 15. September dem Fonds die Anzahl der Empfangsberechtigten mitzuteilen. Sind diese Mitteilungen schlüssig, kann der Künstler-Sozialversicherungsfonds mit Mandatsbescheid gemäß § 57 AVG die Abgabe bemessen. (3) Die Abgabe gemäß § 1 Abs. 1 Z 3 ist entsprechend der Anzahl der in einem Quartal eines Kalenderjahres in Verkehr gebrachten Geräte im Nachhinein zu bemessen. Die Abgabepflichtigen haben innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf des jeweiligen Quartals dem KünstlerSozialversicherungsfonds die Anzahl der in den Verkehr gebrachten Geräte mitzuteilen. Abs. 2 letzter Satz findet Anwendung. (4) Die Abgabenpflichtigen haben innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Bescheides die vorgeschriebenen Abgaben an den Fonds zu leisten. Dies gilt auch, wenn die Vorschreibung durch Mandatsbescheid erfolgt ist und kein Rechtmittel dagegen erhoben wurde. Erfolgt die Einzahlung nicht innerhalb dieser Frist, so ist ein Säumniszuschlag von 2 % des nicht zeitgerecht entrichteten Abgabenbetrages zu entrichten. Hinsichtlich der Verjährung der Abgaben ist § 238 der Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961, anzuwenden. Wer Geräte gemäß § 1 Abs. 1 Z 3 im Inland gewerbsmäßig entgeltlich, jedoch nicht als Erster in den Verkehr bringt, haftet für die Abgabe wie ein Bürge und Zahler. (5) Abgabepflichtigen, die den Mitteilungspflichten gemäß Abs. 2 und 3 nicht rechtzeitig nachkommen, kann der Fonds einen Zuschlag bis zu 10 % der festgesetzten Abgabe (Verspätungszuschlag) auferlegen, wenn die Verspätung nicht entschuldbar ist.

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(6) Von den Abgaben gemäß Abs. 1 Z 2 und 3 sind die Unternehmen in jenen Kalenderjahren befreit, in denen die nach diesen Bestimmungen insgesamt zu leistende Abgabe den Betrag von 872 Euro nicht übersteigt. (7) Soweit in diesem Bundesgesetz auf Bestimmungen anderer Bundesgesetze verwiesen wird, sind diese in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden. § 4. Das Kunstförderungsbeitragsgesetz 1950, BGBl. Nr. 131, in der Fassung des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1968, BGBl. Nr. 301, tritt außer Kraft. § 5. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind betraut: 1. hinsichtlich des § 1 Abs. 1 Z 2 und 3, § 1 Abs. 3, § 2 und § 3 die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur; 2. hinsichtlich der übrigen Bestimmungen die Bundesministerin/der Bundesminister für Finanzen. 3. hinsichtlich des § 1 Abs. 1 Z 2 und 3 sowie hinsichtlich des § 3 der Bundeskanzler; 4. (Anm.: aufgehoben durch BGBl. I Nr. 159/1999); 5. hinsichtlich der übrigen Bestimmungen der Bundesminister für Finanzen.

(2) § 1 Abs. 1 und 3 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 26/2000 tritt mit 1. Juni 2000 in Kraft. (3) §§ 1 und 3 sowie § 5 Z 3 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 132/2000 treten mit 1. Jänner 2001 in Kraft. (4) § 1 Abs. 1 Z 1, Z 2 und Z 3 sowie § 3 Abs. 6 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 98/2001 treten mit 1. Jänner 2002 in Kraft. (5) § 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 34/2005 tritt mit 1. Jänner 2005 in Kraft. (6) Die Änderung des § 1 Abs. 1 Z 2 und 3 tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2017 außer Kraft. Eine Evaluierung der Auswirkungen der Änderung hat bis 31. Dezember 2016 zu erfolgen. (7) In der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2013 treten in Kraft: 1. § 1 Abs. 3, § 2 Abs. 1, 2 und 3, § 3 Abs. 1 in der Fassung des Art. 2 Z 6 und § 5 mit dem der Kundmachung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2013 folgenden Tag, 2. § 3 Abs. 1 in der Fassung des Art. 2 Z 7 mit 1. Jänner 2014.

§ 6. (1) § 1 Abs. 1 in der Fassung des Bundes­ gesetzes BGBl. Nr. 765/1992 tritt mit 1. Jänner 1993 in Kraft.

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Filmförderungsgesetz 1980 BGBl. Nr. 557/1980 idF BGBl. Nr. 517/1987, BGBl. Nr. 187/1993, BGBl. Nr. 646/1994, BGBl. Nr. 34/1998 und BGBl. I Nr. 170/2004, BGBl. I Nr. 74/2010 Österreichisches Filminstitut § 1. Das Österreichische Filminstitut fördert als bundesweite Filmförderungseinrichtung das österreichische Filmwesen nach kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten, insbesondere die Stärkung der österreichischen Filmwirtschaft und die kreativ-künstlerische Qualität des österreichischen Films als Voraussetzung für seinen Erfolg im Inland und im Ausland. Es ist eine juristische Person des öffentlichen Rechts und hat seinen Sitz in Wien. Das Geschäftsjahr des Filminstitutes ist das Kalenderjahr. Ziele, Förderungsgegenstand § 2. (1) Ziel der Filmförderung ist es, a. die Herstellung, die Verbreitung und Vermarktung österreichischer Filme zu unterstützen, die geeignet sind, sowohl entsprechende Publikumsakzeptanz als auch internationale Anerkennung zu erreichen und dadurch die Wirtschaftlichkeit, die Qualität, die Eigenständigkeit und die kulturelle Identität des österreichischen Filmschaffens zu steigern, b. die kulturellen, gesamtwirtschaftlichen und internationalen Belange des österreichischen Filmschaffens zu unterstützen, insbesondere durch Maßnahmen zur Nachwuchsförderung sowie durch Erstellung eines jährlichen Filmwirtschaftsberichts, c. die internationale Orientierung des österreichischen Filmschaffens und damit die Grundlagen für die Verbreitung und marktgerechte Auswertung des österreichischen Films im Inland und seine wirtschaftliche und kulturelle Ausstrahlung im Ausland zu verbessern, insbesondere durch die Förderung der Präsentation des österreichischen Films im In- und Ausland, d. österreichisch-ausländische Koproduktionen zu unterstützen,

Filmförderungsgesetz 1980

e. die Zusammenarbeit zwischen der Filmwirtschaft und den Fernsehveranstaltern zur Stärkung des österreichischen Kinofilms zu unterstützen, f. auf eine Abstimmung und Koordinierung der Filmförderung des Bundes und der Länder (Regionalförderungen) hinzuwirken. (2) Aufgabe des Filminstitutes ist es, durch geeignete Maßnahmen die in Abs. 1 genannten Ziele nach Maßgabe der vorhandenen Mittel, insbesondere durch die Gewährung von finanziellen Förderungen oder fachlich-organisatorischer Hilfestellungen im Rahmen der Tätigkeit als Kompetenzzentrum zu verwirklichen. Zu diesem Zweck fördert das Filmin­ stitut insbesondere die Herstellung von Filmen einerseits nach dem Projektprinzip und andererseits nach dem Erfolgsprinzip (Referenzfilmförderung). Darüber hinaus kann das Filminstitut auch an filmfördernden Maßnahmen Dritter mitwirken, sofern dafür keine Geldmittel des Filminstitutes verwendet werden. Dies gilt auch für Maßnahmen auf dem Gebiet des Filmwesens, die sich aus der Mitgliedschaft Österreichs in internationalen und supranationalen Organisationen ergeben. Aufgabe des Filminstitutes ist es weiters, die Bundesregierung und andere öffentliche Stellen in zentralen Fragen der Belange des österreichischen Films zu beraten, insbesondere im Hinblick auf die Wahrnehmung sämtlicher filmwirtschaftlicher Interessen und die Harmonisierung der Maßnahmen auf dem Gebiet des Filmwesens innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. (3) Für die Herstellungsförderung nach dem Projektprinzip sind Vorhaben auszuwählen, die einen künstlerischen und/ oder wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen oder den Zielsetzungen der Nachwuchsförderung entsprechen. Durch die Nachwuchsförderung soll der Einstieg in das professionelle Filmschaffen erleichtert werden.

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(4) Voraussetzung für die Herstellungsförderung im Wege der Referenzfilmförderung ist, dass der Hersteller eines programmfüllenden Kinofilms einen künstlerisch oder wirtschaftlich erfolgreichen Referenzfilm vorweisen kann. a. Als künstlerisch erfolgreich gilt ein Film, der von einem in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegenden international bedeutsamen Filmfestival (Festivalliste) zur Teilnahme ausgewählt oder ausgezeichnet wurde. b. Als wirtschaftlich erfolgreich gilt ein Film, der die in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegenden Besucherzahlen in österreichischen Kinos erreicht hat. c. Bei Kinder-, Dokumentar- und Nachwuchsfilmen gelten erleichterte Förderungsvoraussetzungen, insbesondere eine Herabsetzung der Besucherschwellen, die in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festgelegt sind. Ein Nachwuchsfilm ist der erste und zweite Film, bei dem der Regisseur die Regieverantwortung für einen Kinofilm trägt. d. Bei Dokumentar- und Kinderfilmen kann auf begründetes Ersuchen des Herstellers für die Feststellung des Zuschauererfolges eine Besucherzahl herangezogen werden, die über einen längeren Zeitraum nach Erstaufführung in einem Filmtheater im Inland ermittelt wird. Die Dauer dieses verlängerten Beobachtungszeitraumes ist in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegen. e. Bei Dokumentar- und Kinderfilmen werden die Besucher von nichtgewerblichen Abspielstätten nach Maßgabe der in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegenden Bestimmungen berücksichtigt. f. Bei der Erstellung der Liste der international bedeutsamen Filmfestivals ist der Festivalpraxis bei Kinder- und Dokumentarfilmen ausreichend Rechnung zu tragen.

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(5) Gegenstand der Förderung sind insbesondere: a. die Stoffentwicklung; b. die Projektentwicklung (einschließlich der Erstellung des projektbezogenen Marketingkonzepts); c. in Eigenverantwortung von österreichischen Filmherstellern produzierte österreichische Filme und internationale Koproduktionen mit österreichischer Beteiligung; d. die Vermarktung österreichischer und diesen gleichgestellter Filme; e. die berufliche Weiterbildung von im Filmwesen künstlerisch, technisch oder kaufmännisch tätigen Personen. (6) Das Filminstitut hat seine Aufgaben nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit zu erfüllen. (7) Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Das Filminstitut hat die Gewährung von Förderungen von Auflagen und fachlichen Voraussetzungen abhängig zu machen. Mittel des Filminstituts, Jahresvoranschlag § 3. (1) Zur Durchführung seiner Aufgaben verfügt das Filminstitut über folgende Mittel: a. Zuwendungen des Bundes nach Maßgabe des jährlichen Bundesfinanzgesetzes; b. Rückflüsse aus den gewährten Förderungsdarlehen und bedingt rückzahlbaren Zuschüssen; c. sonstige Rückzahlungen, Zuwendungen und sonstige Erträge. (2) Im Jahresvoranschlag sind Förderungsmittel für die Förderung von Nachwuchsfilmen angemessen vorzusehen. Organe des Filminstitutes § 4. Die Organe des Filminstitutes sind der Aufsichtsrat (§ 5), die Projektkommission (§ 6) und die Direktorin/der Direktor (§ 7).

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Aufsichtsrat § 5. (1) Der Aufsichtsrat besteht aus a. einer/einem von der Bundesministerin/ vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur zu bestellenden Vorsitzenden, einer weiteren Vertreterin/ einem weiteren Vertreter des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und je einer Vertreterin/einem Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend, des Bundesministeriums für Finanzen sowie der Finanzprokuratur, b. je einer Vertreterin/einem Vertreter der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe und der Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie, c. fünf fachkundigen Vertretern des österreichischen Filmwesens, die über eine maßgebliche Praxiserfahrung verfügen und aus den Bereichen Produktion, Regie, Drehbuch und Vermarktung kommen. d. (Anm.: aufgehoben durch BGBl. I Nr. 170/2004) (2) Die in Abs. 1 lit. a genannten Mitglieder sind von den zuständigen Bundesministerinnen/ Bundesministern zu entsenden. Die in Abs. 1 lit. b und c bezeichneten Vertreterinnen/Vertreter sind von der Bundesministerin/dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur zu ernennen; und zwar die in Abs. 1 lit. b angeführten Vertreterinnen/Vertreter auf Vorschlag der in diesen Bestimmungen genannten Rechtsträger. Vor der Ernennung der Vertreterinnen/Vertreter gemäß Abs. 1 lit. c haben die allgemein anerkannten Interessengemeinschaften des Filmwesens jeweils drei fachkundige Vertreterinnen/Vertreter namhaft zu machen, wobei Dachorganisationen ihre Einzelverbände vertreten. Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur hat rechtzeitig vor Ablauf der Funktionsperiode oder unverzüglich nach Ausscheiden eines Mitgliedes gemäß Abs. 4 zur Ausübung des Entsenderechtes, des Vorschlagsrech-

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tes oder zur Namhaftmachung aufzufordern. Wird binnen zwei Monaten nach Aufforderung durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur das Entsenderecht oder das Vorschlagsrecht nicht ausgeübt oder werden keine fachkundigen Vertreter namhaft gemacht, so verringert sich auf die Dauer der Nichtausübung die Mitgliederzahl des Aufsichtsrates um die Anzahl der nicht entsandten, nicht zur Ernennung vorgeschlagenen Mitglieder oder der nicht namhaft gemachten fachkundigen Vertreterinnen/Vertreter. (2a) Bei der Entsendung und Ernennung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu sorgen. (3) Im Falle der Verhinderung der/des Vorsitzenden ist das zweite von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur entsendete Mitglied erste Stellvertreterin/erster Stellvertreter, eines der von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Finanzen entsendeten Mitglieder zweite Stellvertreterin/zweiter Stellvertreter und das von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend entsendete Mitglied dritte Stellvertreterin/dritter Stellvertreter. Die/der Vorsitzende oder deren Stellvertreterinnen/dessen Stellvertreter haben insbesondere die Rechte und Pflichten des Filminstitutes als Arbeitgeber gegenüber der Direktorin/dem Direktor wahrzunehmen. (4) Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren bestellt; Wiederbestellungen sind zulässig. Im Falle des Ausscheidens eines Aufsichtsratsmitglieds im Sinne des Abs. 2 ist das neue Mitglied für die restliche Dauer der Funktionsperiode zu bestellen. Ein Mitglied des Aufsichtsrates ist vorzeitig von seiner Funktion zu entheben, wenn a. ein Mitglied gemäß Abs. 1 lit. b und c dies beantragt,

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b. das Mitglied aufgrund einer schweren, dauerhaften Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, die Funktion auszuüben, c. das Mitglied sich einer groben Pflichtverletzung schuldig macht oder d. jene Stelle, auf deren Vorschlag das Mitglied bestellt wurde, die Enthebung beantragt. Die Enthebung der Mitglieder gemäß Abs. 1 lit. a erfolgt durch die/den jeweils nach Abs. 2 zuständige Bundesministerin/zuständigen Bundesminister. Die übrigen Mitglieder werden von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur enthoben, wobei im Falle von Mitgliedern gemäß Abs. 1 lit. b und c vor der Enthebung die vorschlagende oder die namhaftmachende Stelle zu hören ist. (5) Die Sitzungen des Aufsichtsrates sind von der Vorsitzenden/vom Vorsitzenden schriftlich, mittels Telekopie oder auf andere, einen Empfangsnachweis sicherstellende, technische Art mindestens halbjährlich, ferner über Antrag der Direktorin/des Direktors oder eines in Abs. 1 lit. a genannten Mitgliedes oder über Antrag von fünf in Abs. 1 lit. b und c genannten Mitgliedern, unter Bekanntgabe der Tagesordnung nachweislich einzuberufen. Zwischen der Einberufung der Sitzung und dem Tag der Sitzung muss, außer bei Gefahr in Verzug, ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen liegen. In begründeten Ausnahmefällen sind Rundlaufbeschlüsse zulässig. Näheres ist in der Geschäftsordnung festzulegen. (6) Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder ordnungsgemäß einberufen wurden und mehr als die Hälfte der Mitglieder – darunter die Vorsitzende/der Vorsitzende oder eine/ einer ihrer/seiner Stellvertreterinnen/ Stellvertreter – anwesend sind. Der Aufsichtsrat fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, wobei das Stimmrecht persönlich auszuüben und

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Stimmenthaltung unzulässig ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des den Vorsitz Führenden den Ausschlag. Gegen die Mehrheit der in Abs. 1 lit. a genannten Mitglieder sind Beschlussfassungen gemäß Abs. 8 lit. a, b, c, f und g sowie gemäß § 6 Abs. 7 unzulässig. (7) Die Funktion eines Aufsichtsratsmitgliedes ruht bei Beratungen und Beschlussfassungen über Tagesordnungspunkte, a. die im Zusammenhang mit der Förderung eines Vorhabens stehen, für die das Mitglied selbst oder eine juristische Person, deren Organ oder Mitarbeiter das Mitglied ist, als Förderungswerber auftritt oder b. bei denen wirtschaftliche Interessen des Mitgliedes berührt werden. (8) Dem Aufsichtsrat obliegen folgende Aufgaben: a. Die Festlegung der Geschäftsordnung für die Organe des Filminstituts, b. die Festlegung der Richtlinien für die Gewährung von Förderungen, c. die Genehmigung des Jahresvoranschlages, insbesondere der budgetären Gewichtung der einzelnen Förderungsbereiche, einschließlich des Stellenplanes und des Rechnungsabschlusses, d. die Genehmigung der Gewährung von Förderungen, deren Förderungssumme bei Förderungen nach dem Projektprinzip im Einzelfall 10 vH, bei Kumulation von Förderungen nach dem Erfolgsprinzip und dem Projektprinzip im Einzelfall 15 vH der im jeweiligen Jahresvoranschlag ausgewiesenen Förderungsmittel übersteigt, e. die Genehmigung des Widerrufes einer bereits gewährten Förderung, f. die Genehmigung des Abschlusses von Rechtsgeschäften, die eine dauernde oder mehrjährige finanzielle Belastung des Filminstituts zur Folge haben, sowie die Genehmigung einer unbefristeten Vollmacht, für das Filminstitut zu handeln, g. die Genehmigung des Verzichtes auf Forderungen,

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h. die Genehmigung von Angelegenheiten des Filminstitutspersonals betreffende Rechtshandlungen, soweit sich der Aufsichtsrat diese vorbehalten hat, i. die Erstellung von Vorschlägen zur Bestellung der Direktorin/des Direktors, j. die laufende Überwachung und Überprüfung der Tätigkeit der Direktorin/des Direktors und der Projektkommission, k. die Beschlussfassung über den von der Direktorin/vom Direktor jährlich gemäß § 7 Abs. 4 lit. h vorzulegenden Tätigkeitsbericht und l. die jährliche Evaluierung der Förderungsziele anhand des Berichts gemäß § 7 Abs. 4 lit. i zum künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolg der geförderten Filme, m. die Genehmigung der Beiziehung von sachkundigen Dritten durch die Direktorin/den Direktor zur Vorbereitung und Erfüllung seiner Aufgaben. (9) In den Fällen des § 5 Abs. 8 lit. d und e hat der Aufsichtsrat dem Förderungswerber eine schriftliche Begründung für die Gewährung bzw. den Widerruf der Gewährung zu geben, die auch im Tätigkeitsbericht aufzunehmen ist. (10) Über die Beratungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates ist ein Protokoll zu führen, das von der Vorsitzenden/vom Vorsitzenden und einer von ihr/ihm zu bestellenden Schriftführerin/Schriftführer zu unterfertigen ist. (11) Die Direktorin/der Direktor nimmt an den Sitzungen des Aufsichtsrates mit beratender Stimme teil. Die Vorsitzende/ der Vorsitzende entscheidet über die zusätzliche Teilnahme filminstitutsfremder Personen (Sachverständige, Auskunftspersonen und dergleichen). (12) Den Mitgliedern des Aufsichtsrates gemäß Abs. 1 lit. b und c steht für die Teilnahme an den Sitzungen ein Sitzungsgeld zu. Die Höhe des Sitzungsgeldes wird vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung festgelegt und bedarf

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der Zustimmung der Bundesministerin/ des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Kultur. (13) Zur Erfüllung der Obliegenheiten kann sich der Aufsichtsrat externer Fachleute bedienen. Bei der Genehmigung des Rechnungsabschlusses und bei der Evaluierung gemäß Abs. 8 lit. l hat der Aufsichtsrat zur Beratung externe Fachleute heranzuziehen. Projektkommission, Auswahl der zu fördernden Vorhaben § 6. (1) Die Projektkommission besteht aus der Direktorin/dem Direktor und vier sachkundigen Mitgliedern. Die sachkundigen Mitglieder sollen über eine maßgebliche und aktuelle Praxiserfahrung verfügen. Für die sachkundigen Mitglieder sind mindestens vier Ersatzmitglieder zu bestellen, die im Verhinderungsfall oder bei Befangenheit die Mitglieder vertreten. Sowohl bei den fachkundigen Mitgliedern als auch bei den Ersatzmitgliedern sollen jedenfalls die Bereiche Produktion, Regie, Drehbuch und Vermarktung vertreten sein. Die Bestellung der fachkundigen Mitglieder (Ersatzmitglieder) erfolgt durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur auf Vorschlag der Direktorin/des Direktors für einen Zeitraum von höchstens drei Jahren. Für eine angemessene Vertretung der Frauen ist Sorge zu tragen. Nach Ablauf des Bestellungszeitraumes bleiben jedoch die fachkundigen Mitglieder (Ersatzmitglieder) bis zur Bestellung eines neuen Mitglieds, längstens jedoch drei Monate, in der Funktion. Ein fachkundiges Mitglied darf unmittelbar nach Ablauf seiner Funktionsperiode zum Ersatzmitglied, nicht jedoch erneut zum Mitglied bestellt werden. Sie sind an Weisungen nicht gebunden. Die/der stimmberechtigte Direktorin/Direktor führt den Vorsitz.

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(2) Die Mitglieder (Ersatzmitglieder) der Projektkommission dürfen nicht gleichzeitig dem Aufsichtsrat oder einer sonstigen mit Angelegenheiten der Filmförderung befassten Einrichtung einer Gebietskörperschaft angehören. Auf die Mitglieder der Projektkommission findet § 5 Abs. 7 mit der Maßgabe Anwendung, dass im Falle des Ruhens der Funktion ein Ersatzmitglied an die Stelle des Mitglieds tritt. Die fachkundigen Mitglieder (Ersatzmitglieder) sind bei Vorliegen einer der Gründe gemäß § 5 Abs. 4 lit. a bis d von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur von ihrer Funktion vorzeitig zu entheben. Im Falle des Ausscheidens eines Mitgliedes (Ersatzmitgliedes) der Projektkommission ist ein neues Mitglied (Ersatzmitglied) gemäß Abs. 1 für die restliche Dauer der Funktionsperiode zu bestellen. (3) Der Projektkommission obliegt es unter den eingereichten Vorhaben, die diesem Bundesgesetz und den Förderungsrichtlinien (§ 14) entsprechen, diejenigen Vorhaben auszuwählen, die nach dem Projektprinzip förderungswürdig sind. Die Projektkommission hat im Zuge der Entscheidungsfindung die Ansuchen der Förderungswerber zu erörtern und den Förderungswerber zu hören, soweit dies zur Erörterung seines Ansuchens erforderlich ist. Die Projektkommission hat ihre Entscheidungen schriftlich zu begründen. (4) Die Sitzungen der Projektkommission sind von der Direktorin/vom Direktor einzuberufen. § 5 Abs. 5 gilt sinngemäß. (5) Die Projektkommission ist bei Anwesenheit dreier Mitglieder einschließlich der Direktorin/des Direktors beschlussfähig. Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, wobei das Stimmrecht persönlich auszuüben ist. Stimmenthaltung ist unzulässig. Im Falle von Stimmengleichheit gibt die Stimme der Direktorin/des Direktors den Aus-

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schlag. In begründeten Ausnahmefällen sind Rundlaufbeschlüsse zulässig. Näheres ist in der Geschäftsordnung festzulegen. (6) Die Projektkommission hat innerhalb von drei Monaten nach ordnungsgemäßer Antragstellung durch den Förderungswerber beim Filminstitut über Förderungsanträge zu entscheiden. Der Förderungswerber ist von der Förderungsentscheidung und von der Begründung der Projektkommission von der Direktorin/vom Direktor unverzüglich längstens aber binnen vier Wochen nach der Förderungsentscheidung schriftlich zu benachrichtigen. (7) Den fachkundigen Mitgliedern (Ersatzmitgliedern) der Projektkommission stehen für die Teilnahme an den Sitzungen Sitzungsgelder zu, deren Höhe entsprechend des mit der Sitzung verbundenen Aufwandes vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung festzulegen ist. Direktorin/Direktor § 7. (1) Die Direktorin/der Direktor ist von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur nach Anhörung des Aufsichtsrates für die Dauer von höchstens fünf Jahren zu bestellen. Die Bestellung kann widerrufen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist insbesondere bei grober Pflichtverletzung und Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung gegeben. Wiederholte Bestellungen sind zulässig, wobei eine Wiederbestellung spätestens sechs Monate vor Ablauf der Funktionsperiode zu erfolgen hat. Vor der Bestellung einer/s neuen Direktorin/Direktors ist jedenfalls eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen. (2) Zur Direktorin/zum Direktor können nur österreichische Staatsbürger bestellt werden, die durch ihre Tätigkeit im Filmwesen ausreichend über jene einschlägigen fachlichen Kenntnisse verfügen, die

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Voraussetzung für die ordnungsgemäße Erfüllung der Aufgaben nach Abs. 4 sind. (3) Die Direktorin/der Direktor ist durch Dienstvertrag anzustellen. (4) Die Direktorin/der Direktor ist für alle Angelegenheiten des Filminstituts zuständig, sofern im Filmförderungsgesetz nichts Besonderes geregelt ist. Er vertritt das Filminstitut – unbeschadet der Bestimmung des § 5 Abs. 3 zweiter Satz – gerichtlich und außergerichtlich. Ihm obliegen insbesondere auch folgende Aufgaben: a. die Prüfung und Vorbereitung der Ansuchen für die Behandlung durch die Projektkommission und die Vorlage aller Förderungsansuchen, die nach dem Projektprinzip gefördert werden sollen, an die Projektkommission; b. die Durchführung der Referenzfilm­ förderung; c. der Abschluss der Förderungsvereinbarungen mit den Förderungswerbern; d. die Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrates; e. die Antragstellung an den Aufsichtsrat in den Angelegenheiten des § 5 Abs. 8 lit. a bis h; f. die Durchführung der Beschlüsse des Aufsichtsrates und der Projektkommission; g. die laufende Überwachung und Überprüfung der widmungsgemäßen Verwendung der gewährten Förderungen; h. die Vorlage des Tätigkeitsberichtes über die Förderungsentscheidungen des abgeschlossenen Geschäftsjahres bis längstens 31. März des folgenden Jahres an den Aufsichtsrat; i. die Vorlage eines jährlichen Berichts über den künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolg der geförderten Filme, insbesondere anhand von Besucherzahlen, relevanten Festivalerfolgen und Vermarktungsergebnissen, an den Aufsichtsrat zum Zweck der jährlichen Evaluierung der Förderungsziele;

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j.

die Antragstellung an den Aufsichtsrat in allen Fragen der Förderungsrichtlinien; k. die Wahrnehmung der internationalen Beziehungen im Bereich des Filmwesens. Die Direktorin/der Direktor hat ordnungsgemäß eingebrachte Förderungsansuchen, die in die Zuständigkeit der Projektkommission fallen, so rechtzeitig dieser vorzulegen und deren Sitzung einzuberufen, dass innerhalb der Frist gemäß § 6 Abs. 6 entschieden werden kann. Bei der Wahrnehmung der Aufgaben gemäß Abs. 4 lit. c ist die Direktorin/der Direktor an die Auswahl der Projektkommission der nach dem Projektprinzip zu fördernden Vorhaben gebunden. Ihm obliegt jedoch die Entscheidung über die Höhe der Förderungsmittel für die ausgewählten Vorhaben, die schriftlich zu begründen ist. (5) Die Direktorin/der Direktor hat die Geschäfte des Filminstitutes hauptberuflich und mit der Sorgfalt einer ordentlichen Unternehmerin/eines ordentlichen Unternehmers zu führen. Bei Abschluß des Dienstvertrages hat sich die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur auszubedingen, dass die Direktorin/der Direktor a. nicht gleichzeitig in der Filmwirtschaft ein Gewerbe betreibt und ein anderes Gewerbe nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates betreiben darf, b. in der Filmwirtschaft keine Geschäfte für eigene oder fremde Rechnung tätigt, c. an keinem Unternehmen als Gesellschafter beteiligt ist, das auf dem Gebiet der Filmwirtschaft tätig ist, d. keine sonstige Tätigkeit ausübt, die geeignet ist, Mißtrauen gegen seine Unparteilichkeit bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu erwecken, e. einschlägige ehrenamtliche Tätigkeiten nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates ausübt.

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(6) Bei längerfristiger Verhinderung der Direktorin/des Direktors hat der Aufsichtsrat eines seiner im § 5 Abs. 1 lit. a genannten Mitglieder mit der vorübergehenden Geschäftsführung zu betrauen. In diesem Fall ruht dessen Funktion als Mitglied des Aufsichtsrates. Verschwiegenheitspflicht § 8. Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Projektkommission, die Direktorin/der Direktor und die Dienstnehmer des Filminstitutes sind verpflichtet, die ihnen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit bekannt gewordenen Tatsachen, außer in den Fällen dienstlicher Berichterstattung oder der Anzeige strafbarer Handlungen, geheimzuhalten; sie haben sich der Verwertung der ihnen zur Kenntnis gelangten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu enthalten. Diese Pflichten gelten auch nach dem Ausscheiden aus der Funktion und nach Beendigung des Dienstverhältnisses. Aufsicht § 9. Das Filminstitut wird bei seiner Tätigkeit und Gebarung von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur beaufsichtigt. Die Aufsicht umfaßt die Obsorge für die Gesetzmäßigkeit der Führung der Geschäfte und die Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Ganges der Verwaltung sowie die Kontrolle der Gebarung. Die Aufsichtsbehörde hat die Beschlüsse der Organe des Filminstitutes aufzuheben, wenn sie bestehenden gesetzlichen Bestimmungen widersprechen. Die Organe des Filminstitutes sind in einem solchen Fall verpflichtet, den der Rechtsauffassung der Aufsichtsbehörde entsprechenden Rechtszustand mit den ihnen rechtlich zu Gebote stehenden Mitteln unverzüglich herzustellen. Dem Kunstbericht (§ 10 des Kunstförderungsgesetzes, BGBl. Nr. 146/1988) ist ein Bericht des Filminstitutes über die Förderungstätigkeit des entsprechenden Kalenderjahres anzuschließen.

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Förderungen § 10. (1) Als finanzielle Förderung können vom Filminstitut zinsenbegünstigte Darlehen, bedingt rückzahlbare oder nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. (2) Das Filminstitut hat sich auszubedingen, dass die Projektwerber nur Unternehmen in Anspruch nehmen, die auf Grund ihrer technischen und personellen Ausstattung die Gewähr bieten, dass Filmprojekte qualitativ einwandfrei hergestellt werden können. (3) Das Filminstitut hat in seinen Förderungsrichtlinien auch auf die Sicherung der Bezahlung der in Österreich in Anspruch genommenen Leistungen Bedacht zu nehmen. Er kann sich in besonderen Fällen vorbehalten, Teile der zuerkannten Förderungsmittel für die für die Herstellung des Filmprojektes notwendigen Dienstleistungen (Kopierwerks-, Tonstudio-, Atelierleistungen und gleichartige Dienstleistungen für Außendreharbeiten) direkt an die im Rahmen des Förderungsprojektes in Anspruch genommenen Unternehmen zu überweisen. (4) Förderungen sind stets an den Nachweis der widmungsgemäßen und der die Grundsätze sparsamer Wirtschaftsführung beachtenden Verwendung zu binden. Diese Verwendung ist vom Filminstitut laufend zu überprüfen. Hiebei hat sich das Filminstitut auszubedingen, dass die erforderlichen Auskünfte erteilt und die gewünschten Unterlagen vorgelegt werden. (5) Im Rahmen der erfolgsabhängigen Filmförderung (Referenzfilmförderung) werden nicht rückzahlbare Zuschüsse (Referenzmittel) gewährt. Vom Förderungsempfänger an das Filminstitut zurückzuzahlende Förderungsmittel im Rahmen der Herstellungsförderung können in Referenzmittel umgewandelt werden.

Kapitel III Service

Förderungsvoraussetzungen § 11. (1) Förderungen dürfen nur unter folgenden Voraussetzungen gewährt werden: a. Der Förderungswerber muss die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und einen Wohnsitz im Inland haben. Ist der Förderungswerber eine juristische Person oder eine Personengesellschaft des Unternehmensrechts, so muss sie ihren Sitz im Inland haben, oder, sofern sie ihren Sitz in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum hat, eine Zweigniederlassung oder Betriebsstätte im Inland haben und die Verantwortung für die Durchführung des Filmvorhabens tragen. Ist der Förderungswerber oder der Mithersteller eine juristische Person oder eine Personengesellschaft des Unternehmensrechts, so hat das Filminstitut vertraglich sicherzustellen, dass deren geschäftsführende Organe für alle Verpflichtungen des Förderungswerbers persönlich mithaften. b. Das Vorhaben muss ohne die Gewährung einer Förderung undurchführbar oder nur in unzureichendem Umfang durchführbar sein. c. Im Falle der Herstellungsförderung im Sinne des § 2 Abs. 5 lit. c hat der Förderungswerber an den vom Filminstitut anerkannten Herstellungskosten des Filmvorhabens einen Eigenanteil zu tragen, der durch keine vom Filminstitut oder einer österreichischen Gebietskörperschaft oder einer anderen österreichischen Körperschaft öffentlichen Rechts gewährte Förderung finanziert sein darf. Der Eigenanteil hat dem Umfang des Vorhabens und den Möglichkeiten des Förderungswerbers angemessen zu sein. Der Eigenanteil kann durch Eigenmittel des Förderungswerbers, dem Förderungswerber darlehensweise überlassene Mittel sowie sämtliche, aus Vorverkäufen und Rechtegarantien erzielten Erlöse und durch ausgewiesene Lizenzanteile mitfinanzierender Fernsehveranstalter erbracht werden, soweit die daraus erfließenden Mittel zur Herstellung des

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Vorhabens zur Verfügung stehen und die Übertragung eine angemessene Vermarktung gewährleistet. Im Rahmen des Eigenanteiles sind Eigenleistungen insbesondere Leistungen, die der Hersteller als kreativer Produzent, Herstellungsleiter, Regisseur, Person in einer Hauptrolle oder als Kameramann zur Herstellung des Films erbringt. Weitere anerkannte Eigenleistungen sowie die Bewertungsgrundsätze sind in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegen. Bei einer internationalen Koproduktion ist der Eigenanteil von dem vom österreichischen Filmhersteller zu finanzierenden Herstellungskostenanteil zu berechnen. d. Das zu fördernde Vorhaben muss einen österreichischen Film oder eine österreichisch-ausländische Gemeinschaftsproduktion betreffen. e. Der Förderungswerber muss sich verpflichten, das Gleichbehandlungsgesetz zu beachten und den Anordnungen der Gleichbehandlungskommission nachzukommen. f. Der Förderungswerber ist zu verpflichten, dem Filminstitut die für die Beurteilung des Erreichens des Förderungszieles im Sinne dieses Gesetzes und für die Berichtslegung gemäß § 7 Abs. 4 lit. h erforderlichen Auskünfte zu erteilen und Unterlagen, insbesondere über die Zahl der Besucher, die Kosten und Erlöse der nach diesem Gesetz geförderten Filme, vorzulegen. (2) Ein Film gilt als österreichischer Film im Sinne dieses Bundesgesetzes, wenn a. ein in Abs. 1 lit. a genannter Förderungswerber den Film im eigenen Namen und für eigene Rechnung herstellt und die Verantwortung für die Durchführung des Filmvorhabens trägt, b. die bei der Herstellung des Films oder des österreichischen Anteils des Films künstlerisch oder organisatorisch entscheidungsberechtigten Personen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und der übrige Mitarbeiterstab überwiegend aus österreichischen Staatsbürgern besteht,

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c. eine Endfassung des Films in der deutschen Sprache hergestellt wird, abgesehen von Dialog- oder Gesangstellen, für die das Drehbuch handlungsbedingt die Verwendung einer Fremdsprache vorschreibt und d. der Film, abgesehen von thematisch notwendigen Aufnahmen im Ausland, in Österreich gedreht wird. (3) Als österreichischer Film im Sinne dieses Bundesgesetzes gilt auch eine österreichisch-ausländische internationale Koproduktion, wenn a. einer der Partner der internationalen Koproduktion die Voraussetzungen nach Abs. 1 lit. a erfüllt und das Vorhaben den Bestimmungen eines diesbezüglichen zwischenstaatlichen Filmabkommens entspricht. Liegt ein solches Abkommen nicht vor, hat die österreichische finanzielle, künstlerische und technische Beteiligung jeweils mindestens 30 vH zu betragen. Das Filminstitut kann in begründeten Ausnahmefällen eine geringere Beteiligung akzeptieren. b. die Voraussetzungen des Abs. 2 lit. c erfüllt werden und c. hinsichtlich der Voraussetzungen des Abs. 2 lit. b und d die zwischenstaatlichen Filmabkommen eingehalten oder, falls ein solches Abkommen nicht vorliegt, diese Voraussetzungen im Verhältnis der österreichischen und ausländischen finanziellen Beteiligungen erfüllt werden. (4) Als österreichischer Film im Sinne dieses Bundesgesetzes gilt auch ein ausländischer Film, bei dem sich der österreichische Beitrag auf eine finanzielle Beteiligung beschränkt, wenn a. dadurch das Filmvorhaben in seiner kulturellen Identität gestärkt wird und das Filmvorhaben eine anerkannte technische und künstlerische Qualität aufweist, b. es sich um eine Minderheitsbeteiligung (mindestens 10 vH der Gesamtherstellungskosten) handelt,

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c. das Filmvorhaben die Bedingungen für die Erlangung des Ursprungszeugnisses nach der Gesetzgebung jenes Staates, in dem der Mehrheitsproduzent seinen Sitz hat, aufweist, d. der Vertrag zwischen den Koproduzenten Bestimmungen über die Aufteilung der Verwertungserlöse enthält und e. hinsichtlich der Gewährung von Förderungen die Gegenseitigkeit mit den Staaten verbürgt ist, in denen die anderen am Filmvorhaben beteiligten Filmhersteller ihren Unternehmenssitz haben. (5) Bei einer internationalen Koproduktion (Abs. 3 und 4) darf das Filminstitut unter Prüfung des Gesamtvorhabens nur den österreichischen finanziellen Anteil fördern. (6) Eine Förderung kann nicht gewährt werden, wenn das Vorhaben gegen die Verfassung oder gegen die Gesetze verstößt. (7) Von der Förderung sind Filme, die im Auftrag hergestellt werden, ausgenommen. (8) Der Aufsichtsrat kann in künstlerisch und sozial begründeten Ausnahmefällen von den Voraussetzungen des Abs. 2 lit. b Nachsicht erteilen, wenn es sich um Personen mit fremder Staatsangehörigkeit oder Staatenlose, die ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben, oder um Flüchtlinge im Sinne der Konvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge, BGBl. Nr. 55/1955, handelt. Bildträger- und Fernsehnutzungsrechte § 11a. (1) Wer Förderungsmittel in Anspruch nimmt, darf den geförderten Film vor Ablauf der in den Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegenden Sperrfristen nicht auswerten oder auswerten lassen, wobei eine Staffelung unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und der bestmöglichen Verwertung des geförderten Films in Bezug auf die Auswertungsart zu erfolgen hat. In den Förderungsrichtlinien ist jedenfalls vor-

Kapitel III Service

zusehen, dass nach Beginn der regulären Filmtheaterauswertung im Inland (reguläre Erstaufführung) eine Sperrfrist von sechs Monaten nicht unterschritten werden darf. Die Förderungsrichtlinien können eine Verkürzung dieser Mindestsperrfrist nach Maßgabe der im ersten Satz enthaltenen Bedingungen vorsehen, sofern filmwirtschaftliche Belange nicht entgegenstehen. (2) Werden Sperrfristen verletzt, ist die Förderungszusage zu widerrufen. Bereits ausgezahlte Förderungsmittel sind zurückzufordern. (3) Der Aufsichtsrat kann im Einzelfall auf begründetes Ersuchen des Förderungsempfängers von den Maßnahmen nach Abs. 2 ganz oder teilweise absehen, wenn dies unter Berücksichtigung des Schutzzwecks der Sperrfristen im Hinblick auf Art und Zeitpunkt der Auswertung sowie der zu ihrer Einhaltung getroffenen Vorkehrungen gerechtfertigt erscheint. (4) Eine geringfügige ausschnittsweise Nutzung insbesondere zu Werbe- und Promotionszwecken für den geförderten Film selbst gilt nicht als Sperrfristverletzung. Besondere Bestimmungen für einzelne Förderungsbereiche § 12. (1) Förderungen zur Stoff- und Projektentwicklung dürfen nur für die Verfassung von Drehbüchern oder Drehkonzepten (Dokumentarfilm) für Filme mit einer Vorführdauer von mindestens 70 Minuten (programmfüllende Kinofilme) oder von mindestens 59 Minuten (Kinderfilme) oder von 45 Minuten (Nachwuchsfilme) gewährt werden, wenn ein Film zu erwarten ist, der geeignet erscheint, die Qualität und Wirtschaftlichkeit des österreichischen Films zu verbessern. Förderungen werden grundsätzlich nur auf begründetes Ersuchen des Autors gemeinsam mit dem Hersteller gewährt. Ausnahmen sind in den

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Förderungsrichtlinien (§ 14) festzulegen. Dem begründeten Ersuchen ist eine Beschreibung des Vorhabens (Kurzdarstellung mit einer ausgearbeiteten Dialogszene) beizufügen. Das Filminstitut kann dem Hersteller für die Fortentwicklung des Drehbuchs weitere Förderungen gewähren. Dem begründeten Ersuchen des Herstellers ist das zu überarbeitende Drehbuch beizufügen. Die Förderungsmittel werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. (2) Förderungen zur Herstellung eines Filmes dürfen nur gewährt werden, wenn a. das Vorhaben unter Berücksichtigung des Drehbuches sowie der Stab- und Besetzungsliste geeignet erscheint, zur Verbesserung der Qualität des österreichischen Films und zur Hebung der technischen und wirtschaftlichen Lage des österreichischen Filmwesens beizutragen und der Regisseur Österreicher ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum besitzt. Ist der Regisseur nicht Österreicher oder Angehöriger eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, so können Förderungen gewährt werden, wenn, abgesehen vom Drehbuchautor oder von bis zu zwei Personen in einer Hauptrolle, alle übrigen Filmschaffenden Österreicher sind oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum angehören. Das Filminstitut kann Ausnahmen von diesen Voraussetzungen zulassen, wenn die Gesamtwürdigung des Films, insbesondere im Hinblick auf seine wirtschaftlichen Auswirkungen im Inland und im Ausland, dies rechtfertigt. b. eine prüffähige Kalkulation der voraussichtlichen Gesamtkosten des Filmvorhabens vorgelegt wird,

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c. für das Filmvorhaben ein prüffähiger Finanzierungs- und Terminplan vorgelegt werden, die auch – sofern dies den aktuellen Marktbedingungen nach erforderlich und angemessen ist – dem Umfang des Vorhabens entsprechende Verleihzusagen nachweisen, d. Produktionstechnik, Ateliers und für die Postproduktion technische Dienstleistungsfirmen herangezogen werden, die ihren Sitz im Inland oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum haben, e. die Voraussetzungen zur Erlangung eines österreichischen Ursprungszeugnisses gegeben sind, f. der Förderungswerber die unwiderrufliche Erklärung abgibt, dem Bund spätestens ein Jahr nach Fertigstellung des Filmes eine neue oder jedenfalls technisch einwandfreie, kombinierte Serienkopie (Archivkopie) sowie ein Belegexemplar des Drehbuches und der auf den Film bezogenen Werbemittel zum Zwecke der Dokumentation des österreichischen Filmwesens unentgeltlich zu übereignen. Die Kopien werden zur Erhaltung des filmkulturellen Erbes vom Filmarchiv Austria verwahrt. Zusätzlich hat der Förderungswerber dem Österreichischen Filminstitut nach Fertigstellung des Films und vor Kinostart eine VHS-Kassette oder eine DVD oder eine in einem vergleichbaren technischen Verfahren hergestellte Kopie unentgeltlich zu übereignen. g. der Hersteller nachweist, dass in dem Vertrag mit einem mitfinanzierenden Fernsehveranstalter ein vollständiger Rückfall der Fernsehnutzungsrechte an ihn spätestens nach sieben Jahren vereinbart ist. Im Einzelfall kann im Auswertungsvertrag für den vollständigen Rückfall der Fernsehnutzungsrechte eine Frist von bis zu zehn Jahren vereinbart werden, insbesondere wenn der Hersteller für den Film eine überdurchschnittlich hohe Finanzierungsbeteiligung des Fernsehveranstalters erhalten hat.

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(3) Die fachlichen Voraussetzungen (§ 2 Abs. 7) sind unter Bedachtnahme auf den Umfang und die Art des zu fördernden Vorhabens zu beurteilen. (4) Zur Verbreitung eines österreichischen Filmes, insbesondere zur Abdeckung von Vorkosten des Verleihs und des Vertriebs, zur Erprobung und Entwicklung neuer Vertriebsformen, zur Fremdsprachensynchronisation oder Untertitelung sowie zur Teilnahme an internationalen Filmfestivals und Filmmessen können Förderungen gewährt werden (Verwertungsförderung). (5) Soweit durch ein entsprechendes zwischenstaatliches Abkommen Gegenseitigkeit verbürgt ist, kann eine Förderung des Verleihs nach Maßgabe der dafür zur Verfügung stehenden Mittel auch Filmen gewährt werden, die in einem anderen Staat hergestellt wurden und keine Gemeinschaftsproduktion mit einem österreichischen Filmhersteller im Rahmen eines zwischenstaatlichen Filmabkommens sind. Die näheren Bedingungen der Förderungsgewährung sind in den Förderungsrichtlinien festzulegen. Besondere Bestimmungen für die Berufsförderung § 13. (1) Voraussetzungen der Förderung der filmberuflichen Fortbildung von künstlerischen, technischen und kaufmännischen Mitarbeitern im Filmwesen sind der ständige Wohnsitz des Antragstellers im Inland und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder eine nachzuweisende facheinschlägige Berufserfahrung. (2) Die Berufsförderung hat insbesondere auf die Möglichkeit der Gewinnung internationaler Erfahrungswerte durch den Förderungswerber und deren Auswertung im Inland Bedacht zu nehmen.

Kapitel III Service

Förderungsrichtlinien § 14. (1) Die Voraussetzungen für die Gewährung von Förderungen sind, soweit sie nicht durch dieses Bundesgesetz bestimmt werden, durch vom Aufsichtsrat zu beschließende Förderungsrichtlinien, die in geeigneter Weise öffentlich bekanntzumachen sind, zu regeln. (2) In die Förderungsrichtlinien sind insbesondere die Anforderungen an die Antragstellung, die Pflichten des Förderungsempfängers, die Bedingungen der Rückzahlung von Förderungsmitteln, von Förderungsverzichten, der Referenzfilmförderung sowie der Verwertungsförderung, die Grundsätze für den Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung der Förderungsmittel und die Möglichkeiten zur Prüfung dieses Nachweises sowie die Festlegung der Nutzungsrechte und Sperrfristen aufzunehmen. (3) Die Förderungsmittel sind ausschließlich für den bestimmten Förderungszweck zu verwenden. Ansprüche auf Gewährung oder Auszahlung von Förderungsmitteln können weder abgetreten noch gepfändet werden. Widerruf einer Förderung § 15. (1) Das Filminstitut hat sich auszubedingen, dass die Auszahlung von bereits zuerkannten Förderungen zu unterbleiben hat, wenn a. die ordnungsgemäße Finanzierung des Vorhabens nicht gewährleistet ist, b. bei der Finanzierung oder Durchführung des Vorhabens die Grundsätze sparsamer Wirtschaftsführung verletzt worden sind, c. der Umfang der Förderungen die um den Eigenanteil (§ 11 Abs. 1 lit. c) verringerte Höhe der Herstellungskosten des geförderten Vorhabens übersteigt.

a.

b.

c.

d.

rückzahlbarer Zuschuß nach Kündigung vorzeitig fällig wird oder ein ansonsten nicht rückzahlbarer Zuschuss rückzuerstatten ist, wenn das Filminstitut über wesentliche Umstände getäuscht oder unvollständig unterrichtet worden ist, das Vorhaben durch ein Verschulden des Förderungsempfängers nicht oder nicht vollständig oder nicht rechtzeitig durchgeführt worden ist, Förderungsmittel ganz oder teilweise widmungswidrig verwendet, vorgesehene Berichte nicht erstattet, Nachweise nicht beigebracht, Prüfungen der Nachweise verhindert oder Auflagen aus Verschulden des Förderungsempfängers nicht eingehalten worden sind, oder soweit der Umfang der Förderungsmittel die um den Eigenanteil (§ 11 Abs. 1 lit. c) verringerte Höhe der Herstellungskosten des geförderten Vorhabens übersteigt.

(3) Das Filminstitut hat sich auszubedingen, dass Darlehen oder Zuschüsse, die aus den in Abs. 2 lit. a bis c genannten Gründen zurückzuzahlen sind, vom Tag der Auszahlung an vom Förderungsempfänger mit 3 Prozent über dem Basiszinsatz pro Jahr zu verzinsen sind. Dabei ist der Basiszinssatz, der am letzten Kalendertag eines Halbjahres gilt, für das nächste Halbjahr maßgebend. Beratung und Vertretung durch die Finanzprokuratur § 16. Unbeschadet der Rechte und Pflichten der Organe des Filminstituts ist dieses berechtigt, gegen Entgelt in allen Rechtsangelegenheiten die Beratung und Vertretung durch die Finanzprokuratur gemäß dem Finanzprokuraturgesetz, BGBl. I Nr. 110/2008, in Anspruch zu nehmen.

(2) Anlässlich der Gewährung einer Förderung hat sich das Filminstitut auszubedingen, dass ein noch nicht zurückgezahltes Darlehen oder ein bedingt

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Abgabenrechtliche Vorschriften § 17. (1) Die Tätigkeit des Filminstitutes gilt als Betätigung für gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 34 ff. der Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961. Unentgeltliche Zuwendungen an das Filminstitut sind von der Erbschafts(Schenkungs-)Steuer befreit. Die durch dieses Bundesgesetz unmittelbar veranlaßten Schriften und Amtshandlungen sind von den Stempelgebühren und von den Bundesverwaltungsabgaben befreit. (2) Zuschüsse des Filminstitutes zur Förderung der Stoffentwicklung sowie der beruflichen Weiterbildung im Sinne des § 2 Abs. 5 lit. a und e dieses Bundesgesetzes sind von der Einkommensteuer befreit. Schlußbestimmungen § 18. (1) Dieses Bundesgesetz tritt am 1. Jänner 1981 in Kraft.

mission § 6 Abs. 5 in der Fassung des Bundesgesetzes, BGBl. I Nr. 170/2004, anzuwenden. (6) Sämtliche in diesem Bundesgesetz verwendeten Funktionsbezeichnungen und personenbezogene Ausdrücke sind geschlechtsneutral zu verstehen. Vollziehung § 19. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind hinsichtlich des § 5 Abs. 1 lit. a, Abs. 2, Abs. 2a und Abs. 4 die/ der jeweils für die Entsendung zuständige Bundesministerin/Bundesminister, hinsichtlich der §§ 16 und 17 die/der Bundesministerin/Bundesminister für Finanzen und im Übrigen die Bundesministerin/der Bundesminister Unterricht, Kunst und Kultur betraut.

(2) Staatsangehörige von Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt. (3) Soweit in diesem Bundesgesetz auf Bestimmungen anderer Bundesgesetze verwiesen wird, sind diese in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden. (4) Die Bestimmungen der §§ 1, 2, 2a, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 11, 11a, 12, 14, 17, 18 und 19 samt Überschriften in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 170/2004 treten mit 1. Jänner 2005 in Kraft. (5) Innerhalb von drei Monaten nach InKraft-Treten des Bundesgesetzes, BGBl. I Nr. 170/2004, sind der Aufsichtsrat und die Projektkommission neu zu konstituieren. Bis zur Neukonstituierung der beiden Organe fungieren die bisherigen Mitglieder des Kuratoriums als Mitglieder des Aufsichtsrates und die bisherigen Mitglieder der Auswahlkommission als Mitglieder der Projektkommission. Auch für diese Übergangszeit ist für die Beschlussfassung in der Projektkom-

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Kapitel III Service

Film/Fernseh-Abkommen 2011 Abkommen zwischen Österreichisches Filminstitut 1070 Wien, Spittelberggasse 3, im Folgenden Filminstitut genannt und Österreichischer Rundfunk 1136 Wien, Würzburggasse 30, im Folgenden ORF genannt Film/Fernseh-Abkommen 2011 zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Film und Fernsehen, im Folgenden Film/FernsehAbkommen genannt, mit dem der Vertrag vom 7. März 1989 und den Ergänzungen vom 5. Jänner 1994, vom 24. Februar 2003 sowie vom 24. Jänner 2006 (inkl. Zusatzvereinbarung) ersetzt wird. Ziel § 1. Ziel der Zusammenarbeit zwischen den Vertragspartnern dieses Abkommens ist es, zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Film und Fernsehen, insbesondere zur Herstellung österreichischer Filme beizutragen, die den Voraussetzungen des Filmförderungsgesetzes (FFG) und des ORF-Gesetzes (ORFG) entsprechen, beide in der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Fassung. Ebenso ist wesentliches Ziel der Zusammenarbeit, die bestmögliche Wahrnehmung der österreichischen Filme bzw. Filme mit gemeinsamer Finanzierungs- und Förderungsbeteiligung in internationalen Koproduktionen vor dem Kino- und Fernsehpublikum zu ermöglichen. Der ORF tut dies im Rahmen seiner Berichterstattung und durch Präsenz des österreichischen Films in geeigneten Sendungen, Promotiontrailern und durch Ausstrahlung österreichischer Filme an adäquaten Sendeplätzen. Das Filminstitut tut dies durch die Gestaltung seiner Verträge mit ProduzentInnen, die dem ORF grundsätzlich unter Berücksichtigung des gesamten österreichischen Finanzierungsanteils die prioritäre und bevorzugte codierte

Film/Fernseh-Abkommen 2011

Nutzung (sog. Erstausstrahlungsrecht) der entstehenden Filme auch gegenüber internationalen FinanzierungspartnerInnen einräumt. Filminstitut und ORF verpflichten sich, in jeweils unilateral zu verhandelnden Festlegungen über gemeinsame Filmprojekte (Filminstitut mit anderen Förderinstituten und Fernsehveranstaltern, der ORF mit anderen Förderinstitutionen und Fernsehveranstaltern) die gegenseitigen Interessen von Filminstitut und ORF prioritär zu vertreten und nach innen und außen partnerschaftlich aufzutreten. Abkommensmittel § 2. Zur Erreichung dieses Abkommenszieles stellt der ORF jährlich Mittel im Rahmen seines jeweiligen Finanzplanes und vorbehaltlich der Zustimmung seines Stiftungsrates sowie allfällige ihm für Zwecke dieses Abkommens von dritter Seite zukommende Mittel zur Verfügung, wobei jedenfalls für die Kalenderjahre 2010, 2011, 2012 und 2013 zumindest 8.000.000 Euro jährlich als vereinbart gelten. Allfällige Erlösanteile des ORF aus der Kino- und Fernsehauswertung der von ihm mitfinanzierten Filme, die auf den ORF entfallen, werden zur Aufstockung des jeweiligen Jahresbetrages verwendet. Werden Abkommensmittel in einem Kalenderjahr nicht verbraucht, werden diese Mittel jeweils auf das Folgejahr übertragen. Für die Finanzierung aktueller Projekte sind primär die derart übertragenen Mittel zu verwenden. Gemeinsame Kommission § 3.(1) Zur Durchführung des Film/FernsehAbkommens wird eine gemeinsame Kommission bestellt, der sechs Mitglieder angehören. Von diesen werden je drei Mitglieder vom Filminstitut sowie drei Mitglieder vom ORF benannt. Für jedes Kommissionsmitglied wird aus dem gleichen Kreis ein/eine StellvertreterIn benannt. Den Vorsitz der gemeinsamen Kommission führt im jährlichen

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Wechsel ein Mitglied aus dem Kreis des Filminstituts bzw. ein Mitglied aus dem Kreis des ORF, wobei der jeweils andere Vertragspartner den stellvertretenden Vorsitzenden/die stellvertretende Vorsitzende stellt. Die Kommission gibt sich eine Geschäftsordnung. Die gemeinsame Kommission ist bei Anwesenheit von vier Mitgliedern beschlussfähig. Sie entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, eine Vertretung im Stimmrecht ist zulässig, eine Stimmenthaltung nicht; Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. (2) Der gemeinsamen Kommission obliegt insbesondere a. die Entscheidung über die Herstellungsfinanzierung gemäß § 4 des Film/ Fernseh- Abkommens, wobei Filme, die speziell und typisch zur Fernsehausstrahlung und nicht zur Auswertung im Kino geeignet erscheinen, nicht Gegenstand der Mitfinanzierung im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens sind; b. die Entscheidung über die Gewährung von Abkommensmitteln gemäß § 5 (Nachwuchs- und Innovationsfinanzierung) des Film/Fernseh-Abkommens. Das nähere Verfahren regelt in allen Fällen die Geschäftsordnung. Herstellungsfinanzierung § 4.(1) Eine gemeinsame Teilfinanzierung eines Filmvorhabens im Sinne des Film/ Fernseh-Abkommens setzt voraus, dass es sich um einen Film im Sinne des § 1 dieses Abkommens handelt, von den Vertragspartner die für die Filmherstellung beantragten finanziellen Mittel gemeinsam und unter Berücksichtigung des vom Filminstitut anerkannten Finanzierungsplanes erbracht werden, der/die ProduzentIn an den Herstellungskosten des Vorhabens einen Eigenanteil gemäß § 11 Abs. 1 lit. c des Filmförderungsgesetzes trägt und sichergestellt ist, dass für den aus Abkommensmitteln mitfinanzierten Film die Sperrfristen gemäß der jeweils geltenden Förderungsrichtlinien eingehalten werden.

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(2) Antragsberechtigt ist der/die Herstel­ lerIn des zu finanzierenden Filmes. Der Antrag auf Herstellungsfinanzierung hat insbesondere zu enthalten: Förderungszusage des Filminstituts, Drehbuch, Stab- und Besetzungslisten, Kalkulation der voraussichtlichen Gesamtkosten des Filmvorhabens, Finanzierungs- und Terminplan der Herstellung, im Falle einer österreichisch-ausländischen Gemeinschaftsproduktion den Koproduktionsvertrag bzw. zumindest dessen Entwurf sowie ein Verwertungsplan. Den Antragsunterlagen ist auch der Nachweis beizufügen, dass die Voraussetzungen zur Erlangung eines österreichischen Ursprungszeugnisses gegeben sind. Fehlen bei dem Antrag Angaben oder Unterlagen, die für die Finanzierungsentscheidung von relevanter Bedeutung sind, gilt der Antrag als nicht beschlussfähig. Werden die fehlenden Angaben bzw. Unterlagen trotz dahingehender Aufforderung vom/von der HerstellerIn nicht fristgerecht nachgereicht, wird der Antrag von der Kommission zurückgewiesen. (3) Zuerkannte Abkommensmittel fließen zur Gänze dem/der HerstellerIn zu. (4) Die für die gegenständliche Herstellungsfinanzierung gewidmeten Abkommensmittel unterliegen der Verwaltung des ORF. (5) In den Einzelverträgen, die der ORF mit dem/der HerstellerIn zu den gegenständlichen Filmen abschließt, wird die gesamte Finanzierungsbeteiligung des ORF in einen Lizenzbetrag und einen Finanzierungsanteil an den Herstellungskosten aufgeteilt. Für den Lizenzanteil werden zur Abgeltung der Fernsehnutzungsrechte folgende fixe Beträge vereinbart: Spielfilme: Dokumentarfilme: Dokumentationen:

45.000 Euro 22.000 Euro 11.000 Euro

jeweils jedoch maximal 50 % des gesamten ORF-Betrages. Liegt der ORF-Betrag unter 80.000 Euro bei Spielfilmen bzw.

Kapitel III Service

40.000 Euro bei Dokumentarfilmen bzw. 20.000 Euro bei Dokumentationen, dann reduzieren sich die oben angegebenen Fixbeträge entsprechend. (6) Die Ratenzahlungen der Mitfinanzierung durch den ORF sind im jeweiligen Mitfinanzierungsvertrag festzulegen und erfolgen grundsätzlich in der Staffelung 20 % (Vertragsabschluss)/ 40 % (Drehbeginn)/ 20  % (Drehschluss)/ 10  % (Rohschnittabnahme)/ 10 % (Fertigstellung und Lieferung des Sendebandes an den ORF sowie technischer Abnahme). Sofern bei Produktionen mit Herstellungskosten über drei Millionen Euro bei Abschluss des Mitfinanzierungsvertrages mit dem Produzenten/der Produzentin keine Besicherung (Bankgarantie, Completion Bond etc.) über 70  % des vereinbarten ORF-Finanzierungsbeitrages vorliegt, wird die Staffelung in 80 % bei Rohschnittabnahme und 20 % nach Fertigstellung (Lieferung des Sendebandes durch den Produzenten/die Produzentin sowie nach schriftlicher Bestätigung der technischen Abnahme durch den ORF) abgeändert. (7) Filminstitut und ORF stimmen überein, die Vertragsabwicklung so effektiv wie möglich zu gestalten und werden darauf achten, Verträge mit ProduzentInnen möglichst frühzeitig – zumindest vor Drehbeginn – abzuschließen. Dies natürlich unter der Voraussetzung, dass die für den Vertragsabschluss erforderlichen Unterlagen des Produzenten/der Produzentin vollständig vorliegen und unter Berücksichtigung, dass die Vertragserstellung des ORF grundsätzlich erst nach der Vorlage des Vertrages mit der Primärförderstelle möglich ist. Nachwuchs- und Innovationsfinanzierung § 5.(1) Zur besonderen Förderung des Nachwuchsfilmes, des Filmes mit Innovationscharakter, des Kurzfilmes und des Dokumentarfilmes sind bis zu 10 vH der Mittel gemäß § 2 des Film/FernsehAbkommens gewidmet.

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(2) Über die Mitfinanzierung entscheidet die gemeinsame Kommission, das nähere Verfahren regelt die Geschäftsordnung. (3) Die Mitfinanzierung eines Filmvorhabens setzt voraus, dass die für die Filmherstellung erforderlichen finanziellen Mittel vom ORF und dem Filminstitut bzw. einer anderen filmfördernden Institution gemeinsam erbracht werden. (4) Die Bestimmungen des Film/FernsehAbkommens gemäß § 4 (Herstellungsfinanzierung), § 6 (Nutzungsrechte) und § 7 (Erlösbeteiligung) gelten sinngemäß; von der Voraussetzung des § 4 Abs. 1b (Eigenanteil) kann in begründeten Fällen abgesehen werden. (5) Die für die Nachwuchs- und Innovationsfinanzierung gewidmeten Abkommensmittel unterliegen der Verwaltung des ORF. Nutzungsrechte § 6. (1) Frei zugängliches Fernsehen (§ 11a (1)d FFG) a. Der ORF ist berechtigt, die gemäß diesem Film/Fernseh-Abkommen mitfinanzierten Filme nach Ablauf der jeweiligen Kinoschutzfrist für das Gebiet Österreich (ausschließlich) und Südtirol (nicht ausschließlich) innerhalb der Lizenzzeit von 7 Jahren beliebig oft fernsehmäßig zu nutzen, danach erfolgt ein vollständiger Rechterückfall an den/die Herstel­lerIn. Bei internationalen Koproduktionen besteht seitens des ORF die Bereitschaft, die Lizenzzeit den jeweiligen internationalen Bedingungen anzupassen. Diesbezügliche Verhandlungen sind vom Produzenten/von der Produzentin vor Vertragsabschluss mit dem ORF einzuleiten. Die Lizenzzeit beginnt mit dem Tag, der dem Ende der Kinoschutzfrist folgt. b. Zur uncodierten Ausstrahlung über Satellit ist der ORF nach Ablauf von einem Jahr nach Ende der Kinoschutzfrist berechtigt, sofern der/die HerstellerIn bis zu diesem Zeitpunkt keinen einer derartigen

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uncodierten Satellitenausstrahlung durch den ORF entgegenstehenden Vertrag mit einem/einer dritten LizenznehmerIn und/ oder Vertriebsunternehmen abgeschlossen hat. Sofern jedoch aufgrund eines derartigen Vertrages mit einem Dritten/ einer Dritten eine uncodierte Satellitenausstrahlung durch den ORF auch innerhalb der beiden letzten Lizenzjahre des ORF nicht zulässig ist, verlängert sich die Lizenzzeit für den ORF automatisch um zwei Jahre, innerhalb welcher der ORF dann jedenfalls zur uncodierten Satellitenausstrahlung berechtigt ist. Sollte eine derartige direkt anschließende Lizenzzeitverlängerung nicht zulässig sein, wird der/ die HerstellerIn dem ORF jedenfalls frühest möglich zwei zusätzliche Lizenzjahre für die uncodierte Satellitenausstrahlung für das Gebiet Österreich (ausschließlich) – mit Zustimmung des ORF auch nicht ausschließlich – und Südtirol (nicht ausschließlich) einräumen. c. Das codierte Erstausstrahlungsrecht für frei empfangbares Fernsehen (Free TV) in Österreich inkl. Südtirol in jedem technischen Verfahren liegt bei Produktionen, deren Gesamtherstellungskosten zum überwiegenden Teil (50 vH oder mehr) mit Förder- und Finanzierungsmitteln aus Österreich finanziert werden, prinzipiell beim ORF. Der/die ProduzentIn ist verpflichtet, FinanzierungspartnerInnen über das prinzipielle Erstausstrahlungsrecht des ORF zu informieren und dieses Recht als integrierenden Bestandteil in die vertraglichen Vereinbarungen mit seinen FinanzierungspartnerInnen aufzunehmen. Bei Produktionen mit Minderheitsbeteiligung aus Österreich (49 vH oder weniger der Gesamtherstellungskosten aus Österreich) kann das Erstausstrahlungsrecht des ORF einvernehmlich bei ORF-Vertragserstellung abgeändert werden. d. Die Vertragspartner halten einvernehmlich fest, dass eine überdurchschnittlich hohe Finanzierungsbeteiligung des ORF gemäß § 12 Abs 2 lit. g FFG (wonach dem ORF dann die Fernsehnutzungsrechte auch für einen Lizenzzeitraum

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von bis zu zehn Jahren eingeräumt werden können) dann vorliegt, wenn dessen gesamte Finanzierungsbeteiligung mehr als 35 % der Gesamtfinanzierung der Herstellungskosten des Filmes beträgt. (2) Bezahlfernsehen (§ 11a (1)e FFG) Die Verwertungsrechte für Bezahlfernsehen (»pay-TV«) verbleiben grundsätzlich beim/bei der HerstellerIn und können von diesem nach Maßgabe der Einschränkungen gemäß nachstehenden lit. a) bis d) ausgewertet werden; die Verwertung durch individuelle Zugriffs-und Abrufdienste für einzelne Filme (Video on Demand und Near Video on Demand) oder für ein festgelegtes Filmprogramm­ angebot gegen Entgelt (Pay-per-View) gemäß § 11a (1)b FFG ist hiervon nicht erfasst; diese Rechte stehen dem/der HerstellerIn, ohne weitergehende Einschränkungen, als sie sich aus den Sperrfristen gemäß § 11a FFG ergeben, zu. (Hinsichtlich der Zuordnung von Near Video on Demand und Pay-perView gibt es unterschiedliche Rechtsmeinungen. Der ORF ist der Ansicht, dass diese Nutzungen, soweit sie nicht unter § 18 a UrhG fallen, dem Senderecht zuzuordnen sind. Unpräjudiziell und ausschließlich für Zwecke der Umsetzung dieses Abkommens wird aber der (diesbezüglich nicht differenzierten) Qualifizierung des FFG gefolgt.) a. pay-TV-Rechte für Österreich: Eine getrennte Verwertung der pay-TVRechte nur für das Gebiet Österreich (einschließlich sog. Österreich pay-TV Fenster) darf erst nach der Erstausstrahlung durch den ORF erfolgen. Dieses Erstausstrahlungsrecht des ORF ist auf einen Zeitraum von 12 Monaten nach Ende der Kinoschutzfrist befristet. Der/ die ProduzentIn wird gegenüber seinem/ ihrer LizenznehmerIn sicherstellen, dass dieser/diese auch bei Erwerb der deutschsprachigen pay-TV-Rechte vor Ablauf dieser Erstausstrahlungsfrist keine getrennte Ausstrahlung nur in Österreich durchführt.

Kapitel III Service

b. pay-TV-Rechte deutschsprachiger Raum: Bei Vergabe der deutschsprachigen payTV-Rechte kann eine solche Ausstrahlung auch vor Ablauf der Erstausstrahlungsfrist für den ORF stattfinden, wenn ein pay-TV Veranstalter sich unmittelbar an der Finanzierung der Herstellungskosten angemessen beteiligt und dies Bestandteil des Finanzierungsplans ist; aber auch dann, wenn diese pay-TVRechte Teil eines zur Finanzierung der Herstellungskosten des Filmes getätigten Rechtepaketevorverkaufes sind und der Erlös für dieses Rechtepaket insgesamt (d.h., der auf die pay-TV-Rechte entfallende Betrag ist dabei nicht gesondert auszuweisen) angemessen ist. c. pay-TV-Rechte international: Bei Einstrahlung nach Österreich und Sendung in deutscher Sprache gilt für die Verwertung die für den deutschsprachigen Raum geltende Einschränkung. Diese Einschränkung gilt jedoch nur für Filme in ihrer deutschen Sprachfassung (d.h. auch in der deutschen Sprachfassung mit fremdsprachigen Untertiteln), nicht jedoch für deren fremdsprachige Fassungen mit deutschen Untertitel. d. pay-TV-Rechte deutschsprachiger Raum und/oder international sind noch verfügbar: Soweit die pay-TV-Rechte vom/ von der HerstellerIn nicht für Zwecke der Finanzierung der Herstellungskosten vorverkauft sind, steht dem ORF eine Option auf den Erwerb der payTV-Rechte deutschsprachiger Raum für den Film in deutscher Sprache (vgl. lit. c) zu. Der ORF erwirbt diese Option im Rahmen des mit dem/der HerstellerIn abzuschließenden Einzelvertrages grundsätzlich zum Zeitpunkt des Abschlusses dieses Einzelvertrages. Ist jedoch der im Finanzierungsplan ausgewiesene Eigenanteil des Herstellers/der Herstellerin überdurchschnittlich hoch, erwirbt der ORF diese Option nur unter der Bedingung, dass der/die ProduzentIn diese pay-TV-Rechte nicht längstens bis zum Tag vor der Rohschnittabnahme des Filmes für Zwecke der Finanzierung der Herstellungskosten vorverkauft hat;

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dies ist entsprechend im Einzelvertrag festzulegen. Nach Rohschnittabnahme kann der ORF binnen der darauf folgenden sieben Tage durch Abgabe einer schriftlichen Erklärung gegenüber dem/ der HerstellerIn die Option ausüben. Übt der ORF die Option nicht aus, dann stehen die gesamten pay-TV-Rechte wiederum dem/der HerstellerIn zur Nutzung nach Maßgabe der vorstehenden Regelungen a) zur Verfügung, womit lediglich die Ausnahme hinsichtlich der pay-TV-Rechte für Österreich weiterhin aufrecht bleibt. Für den Fall der Ausübung der Option ist vom ORF, zusätzlich zu seiner sonstigen finanziellen Beteiligung an dem Filmvorhaben, bei Bandabnahme ein Entgelt in Höhe von 45.000 Euro für Spielfilme und bei Dokumentarfilmen ein zu vereinbarendes Entgelt für den Erwerb dieser pay-TV-Rechte an den/die HerstellerIn zu bezahlen. Dieses Entgelt gilt jedoch nicht als abrechnungspflichtiger Erlös gemäß § 7 des Film/Fernsehabkommens. Sofern bei einem vom/von der HerstellerIn angebahnten Verkauf dieser vom ORF erworbenen pay-TV-Rechte durch den ORF ein über diese 45.000 Euro bei Spielfilmen oder über den bei Dokumentarfilmen vereinbarten Betrag hinausgehender Mehrerlös vom ORF erzielt wird, ist der Mehrerlös zwischen dem ORF und dem/der HerstellerIn je zur Hälfte aufzuteilen.« (3) Catch-up-TV Der ORF ist berechtigt, die gemäß diesem Abkommen mitfinanzierten Filme auf Abruf im Streaming-Verfahren binnen 7 Tagen nach der Free-TV-Ausstrahlung (sog. »catch-up-TV right«) codiert für das Gebiet Österreich (ausschließlich) und Südtirol (nicht ausschließlich) unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Dies gilt auch für die ausschnittsweise Nutzung gemäß Punkt (5) »Ausschnittsrechte«.

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(4) Hörfilm-Fassung Die Rechtseinräumung an den ORF inkludiert ohne Zusatzkosten auch die Rechte an einer Hörfilm-Fassung, soferne eine solche vorliegt. (5) Ausschnittsrechte Dem ORF werden an allen gegenständlichen Filmen auch die Rechte zur ausschnittsweisen Nutzung eingeräumt. Diese Rechtseinräumung ist unentgeltlich und beschränkt auf die Sendedauer von drei Minuten sowie auf den Zweck der Promotion für den betreffenden Film, für Sendungen (Nachrichten und dergleichen) aus aktuellem Anlass (z. B. Nachruf) sowie für die Nutzung im nonfiktionalen Bereich für Porträts von SchauspielerInnen, RegisseurInnen, HerstellerInnen. Die Sendung dieser Ausschnitte über 3sat ist bei reiner Promotion für den betreffenden Film unentgeltlich, bei sonstiger Nutzung im oben angeführten Umfang entgeltpflichtig, wobei ein Lizenzbetrag von 135 Euro pro angefangener Sendeminute vereinbart wird. Der/die ProduzentIn informiert den ORF schriftlich über allfällige im Film enthaltenen Fremdrechte, insbesondere auch solche an der Musik. Hinsichtlich der Musik ist zu beachten, dass bei Verwendung von Aufnahmen vorbestehender Werke sowohl die Urheberrechte der KomponistInnen/BearbeiterInnen/Verlage als auch die Leistungsschutzrechte der TonträgerherstellerInnen/InterpretInnen zu klären sind. Diese Information erfolgt bei der Abnahme mittels der Musikliste und allfälliger sonstiger Unterlagen. (6) Abspann Die Vertragspartner sind sich einig, dass der Abspann der gegenständlichen Filme für die Sendung im Fernsehen entsprechend gestaltet werden muss. Die Gestaltung eines fernsehgerechten Abspanns erfolgt zunächst individuell je Film in gemeinsamer Absprache zwischen ProduzentIn, RegisseurIn und ORF. Wird eine generelle Regelung vereinbart, gilt diese.

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Erlösbeteiligung § 7. Soweit einzelvertraglich nicht anders vereinbart, steht der Verwertungserlös der gemäß §§ 4 und 5 des Film/FernsehAbkommens mitfinanzierten Filme nach Abdeckung des vom Filminstitut anerkannten Eigenanteils des Herstellers/der Herstellerin (zuzüglich eines 7,5%igen Herstellergewinns) dem/der Hersteller­In und dem ORF entsprechend dem Verhältnis ihrer Beteiligungen an der Finanzierung der Herstellungskosten zu, wobei analog zur Regelung des Filminstituts jener Anteil der Erträge zur Rückzahlung zu verwenden ist, welcher der halben Beteiligung des ORF an der Gesamtfinanzierung entspricht. Diese Mittel fließen zur Gänze in die Abkommensmittel zurück. Promotion und Medienkooperationen § 8. Der ORF erklärt sich grundsätzlich bereit, über die im Rahmen des Abkommens mitfinanzierten Filme innerhalb des Programms angemessen zu informieren und nach Möglichkeit auch den Kinostart mit Trailern und Kooperationen kostenfrei zu unterstützen. Sofern sich der ORF z. B. an den Kosten einer Kinopremiere etc. kooperativ beteiligt, sind darüber hinausgehende Medienkooperationen des Herstellers/der Herstellerin im Vorfeld mit dem ORF abzustimmen. Mitteilungsverpflichtungen § 9. ORF und Filminstitut erhalten nach Ablauf jedes Kalenderjahres, spätestens jedoch bis 31. März, gegenseitig je eine Aufstellung 1. der im vorangegangenen Jahr gemäß Abkommen jeweils eingesetzten Förderbzw. Finanzierungsmittel sowie der jeweils zugeflossenen Erlösanteile aus der Verwertung der abkommensfinanzierten Filme und 2. der Termine der ersten gewerblichen öffentlichen Vorführung (Kinostart) der abkommensgeförderten Filme in Österreich und der Termine der Ausstrahlung der abkommensfinanzierten Filme.

Kapitel III Service

Schlussbestimmungen § 10.(1) Die Bestimmungen gemäß § 6 (»Nutzungsrechte«) gelten, ausgenommen »Catch-up-TV-Rechte« (siehe nachfolgenden Absatz 3) für Filme, für die eine Finanzierungszusage nach dem 1. Jänner 2005 gegeben wurde. Für sonstige seit Beginn des Film/ Fernseh-Abkommens hergestellte Filme gilt folgendes: 1.1. Die uncodierte Satellitenausstrahlung durch den ORF ist nur nach Einholung einer vorherigen schriftlichen Zustimmung des Herstellers/der Herstellerin zulässig, wobei der/die HerstellerIn diese Zustimmung nur aus wichtigem Grund verweigern darf. Ein wichtiger Grund liegt dann vor, wenn er vor der beabsichtigten uncodierten Satellitenausstrahlung durch den ORF einen dieser Ausstrahlung entgegenstehenden Vertrag mit Dritten abgeschlossen hat. 1.2. Die Regelung für Ausschnittsrechte gilt nach Maßgabe der Verfügbarkeit dieser Rechte für den/die HerstellerIn. (2) Im Einzelfall können die Nutzungsrechte an Filmen, die eine Finanzierungszusage vor dem 1. Jänner 2005 erhalten haben, unter Anwendung einer jeweils zu verhandelnden Erlösbeteiligung des ORF an den/die HerstellerIn rückübertragen werden. (3) Die Regelungen betreffend Catch-up-TV (§ 6 Abs. 3) und Erlösbeteiligung (§ 7) gelten für Filme, die eine Finanzierungszusage nach dem 1. Jänner 2011 erhalten haben. Für eine Nutzung der Catch-upTV-Rechte von Filmen, die vor diesem Zeitpunkt eine Finanzierungszusage erhalten haben, ist die Zustimmung des Produzenten/der Produzentin erforderlich. (4) Als Maß zur Berechnung der Wertbeständigkeit des Optionsbetrages gemäß § 6 Abs. 2 lit. d des Film/Fernseh-Abkommens dient der Verbraucherpreisindex 2005, der von der Statistik Austria monatlich verlautbart wird, oder ein

Film/Fernseh-Abkommen 2011

an seine Stelle tretender Index. Ausgangsbasis dieser Wertsicherungsklausel ist der Monat Oktober 2010. Schwankungen der Indexziffer nach oben oder unten bis einschließlich 5  % bleiben unberücksichtigt. Dieser Spielraum ist erstmals von der für Oktober 2010 verlautbarten Indexziffer und sodann bei jedem Überschreiten des jeweils geltenden Spielraums nach oben oder unten neu zu berechnen, wobei stets die erste außerhalb des jeweils geltenden Spielraumes gelegene Indexziffer die Grundlage für die Berechnung des neuen Spielraumes bildet. Die sich daraus ergebenden Änderungen des Optionsbetrages sind laufend vom Filminstitut zu berechnen. Über entsprechenden Antrag des Filminstitutes ist dementsprechend der geänderte Optionsbetrag jeweils von der gemeinsamen Kommission (§ 3 Film/ Fernseh-Abkommen) zu beschließen und gemeinsam mit dem Zeitpunkt, ab welchem der geänderte Optionsbetrag zur Anwendung gelangt, vom Filminstitut in geeigneter Form zu verlautbaren. (5) Das Film/Fernseh-Abkommen tritt mit der Unterzeichnung in Kraft. Es kann beiderseits bis jeweils 30.6. unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende gekündigt werden, erstmals zum 31. Dezember 2013. (6) Ausschließlicher Gerichtsstand ist das die Handelsgerichtsbarkeit ausübende Gericht in Wien. Es gilt österreichisches Recht. Wien, am 14. Januar 2011

Mag. Roland Teichmann e.h. Österreichisches Filminstitut Dr. Alexander Wrabetz e.h. Österreichischer Rundfunk

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Bundesgesetz über die Preisbindung bei Büchern 2000 BGBl. I Nr. 45/2000 idF BGBl. I Nr. 113/2004 und BGBl. I Nr. 82/2009 Anwendungsbereich § 1. Dieses Bundesgesetz gilt für den Verlag und den Import sowie den Handel, mit Ausnahme des grenzüberschreitenden elektronischen Handels, mit deutschsprachigen Büchern und Musikalien. Es zielt auf eine Preisgestaltung ab, die auf die Stellung von Büchern als Kulturgut, die Interessen der Konsumenten an angemessenen Buchpreisen und die betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten des Buchhandels bedacht nimmt. Begriffsbestimmungen § 2. Im Sinne dieses Bundesgesetzes ist 1. Verleger, wer die Herausgabe, das Herstellen und das Verbreiten einer Ware im Sinne des § 1 gewerbsmäßig übernimmt; 2. Importeur, wer eine Ware im Sinne des § 1 gewerbsmäßig zum Vertrieb nach Österreich einführt; 3. Letztverkäufer, wer gewerbsmäßig Waren im Sinne des § 1 an Letztverbraucher veräußert; 4. Letztverbraucher, wer eine Ware im Sinne des § 1 zu anderen Zwecken als zum Weiterverkauf erwirbt; 5. Letztverkaufspreis, der bei der Veräußerung von Waren im Sinne des § 1 an Letztverbraucher einzuhaltende Mindestpreis exklusive Umsatzsteuer; 6. Mängelexemplar, eine Ware im Sinne des § 1, die versehentlich verschmutzt oder beschädigt worden ist oder einen sonstigen Mangel aufweist, sodass sie von einem durchschnittlichen Letztverbraucher eindeutig nicht mehr als mängelfrei angesehen wird. Preisfestsetzung § 3. (1) Der Verleger oder Importeur einer Ware im Sinne des § 1 ist verpflichtet, für die von ihm verlegten oder die von ihm in das Bundesgebiet importierten Waren im Sinne des § 1 einen Letztverkaufspreis festzusetzen und diesen bekannt zu machen.

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(2) Der Importeur ist an den vom Verleger für das Bundesgebiet empfohlenen Letztverkaufspreis, abzüglich einer darin enthaltenen Umsatzsteuer, gebunden. Ist für das Bundesgebiet kein Letztverkaufspreis empfohlen, so darf der Importeur den vom Verleger für den Verlagsstaat festgesetzten oder empfohlenen Letztverkaufspreis, abzüglich einer darin enthaltenen Umsatzsteuer, nicht unterschreiten. (3) Im Falle des Reimports von Waren im Sinne des § 1 kann der Importeur, der derartige Waren in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zu einem von den üblichen Einkaufspreisen abweichenden niedrigeren Einkaufspreis kauft, den vom inländischen Verleger festgesetzten Preis im Verhältnis zum erzielten Handelsvorteil unterschreiten. Dies gilt nicht, wenn die betreffenden Waren allein zum Zweck ihrer Wiedereinfuhr ausgeführt worden sind, um dieses Bundesgesetz zu umgehen. (4) Zum nach Abs. 1 bis 3 festgesetzten Letztverkaufspreis ist die für die Ware im Sinne des § 1 in Österreich geltende Umsatzsteuer hinzuzurechnen. Bekanntmachung des Letztverkaufs­ preises § 4. (1) Der Verleger oder der Importeur hat den von ihm für eine Ware im Sinne des § 1 festgesetzten Letztverkaufspreis im Internet oder in geeigneten anderen Medien rechtzeitig vor dem ersten Inverkehrbringen oder vor jeder Preisänderung bekannt zu machen. (2) Für die Bekanntmachung nach Abs. 1 ist vom Bundesgremium der Buch- und Medienwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels eine elektronisch jederzeit zugängliche Internetseite zu unterhalten.

Kapitel III Service

Preisbindung § 5. (1) Letztverkäufer dürfen bei Veräußerung von Waren im Sinne des § 1 an Letztverbraucher den nach § 3 festgesetzten Letztverkaufspreis höchstens bis zu 5 vH unterschreiten. (2) Letztverkäufer dürfen im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs eine Unterschreitung des Letztverkaufspreises im Sinne des Abs. 1 nicht ankündigen. (3) Die Verpflichtung nach Abs. 1 gilt nicht für Waren im Sinne des § 1, deren Letztverkaufspreis vor mehr als 24 Monaten zum ersten Mal gemäß § 4 bekannt gemacht wurde und deren Lieferzeitpunkt länger als sechs Monate zurückliegt. (4) Das Vorliegen der Voraussetzungen nach Abs. 3 ist vom Letztverkäufer nachzuweisen. Ausnahmen § 6. (1) In folgenden Fällen und in folgendem Umfang darf der Letztverkäufer von dem nach § 3 festgesetzten 1. bei Verkauf von Waren im Sinne des § 1 an jedermann zugängliche öffentliche Bibliotheken und Schulbibliotheken ist ein Abweichen von maximal 10 vH zulässig; 2. bei Verkauf an Hörer eines an einer Universität Vortragenden zum Eigenbedarf, gegen Vorlage eines vom Vortragenden unterschriebenen und mit dem Namen des Hörers versehenen Hörerscheins, ist ein Abweichen von maximal 20 vH zulässig; 3. bei Verkauf von Mängelexemplaren ist ein handelsübliches Abweichen im Verhältnis zum Mangel zulässig.

Handlungen gegen die Preisfestsetzung und Preisbindung § 7. (1) Handlungen gegen § 3 Abs. 1 bis 3, § 4 Abs. 1 sowie gegen § 5 Abs. 1 bis 3 gelten als Handlungen im Sinne des § 1 des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, BGBl. Nr. 448/1984, in der jeweils geltenden Fassung. Zeitlicher Geltungsbereich § 8. (1) Dieses Bundesgesetz tritt mit 30. Juni 2000 in Kraft. (2) §§ 3, 7 und 9 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 82/2009 treten mit 1. August 2009 in Kraft. Vollziehung § 9. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist hinsichtlich des § 7 die Bundesministerin/der Bundesminister für Justiz, hinsichtlich der übrigen Bestimmungen die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur betraut. Übergangsbestimmungen § 10. Für Waren im Sinne des § 1, die vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes mit einem festen Ladenpreis, der im Verzeichnis lieferbarer Bücher, Ausgabe vom 20. Juni 2000, veröffentlicht war, in Verkehr gebracht wurden, gilt dieser Preis als vom Verleger oder Importeur festgesetzter Preis im Sinne dieses Bundesgesetzes.

(2) Dieses Bundesgesetz gilt nicht für Waren im Sinne des § 1, die im Rahmen der Schulbuchaktion (Abschnitt Ic Familienlastenausgleichsgesetz 1967, BGBl. Nr. 376, in der jeweils geltenden Fassung) abgegeben werden.

Bundesgesetz über die Preisbindung bei Büchern 2000

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Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz 2000 BGBl. I Nr. 131/2000 idF BGBl. I Nr. 136/2001, BGBl. I Nr. 55/2008, BGBl. I Nr. 92/2010; BGBl. I Nr. 71/2012 und BGBl. I Nr. 92/2013 Bundesgesetz über die Errichtung eines Fonds zur Förderung der Beiträge der selbstständigen Künstler zur gesetzlichen Sozialversicherung (Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz – K-SVFG)

1. Abschnitt: Allgemeines Geltungsbereich § 1. Dieses Bundesgesetz regelt die Leistung von Zuschüssen zu den Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung der im Inland pflichtversicherten selbstständig erwerbstätigen Künstlerinnen/Künstler. Begriffsbestimmungen § 2. (1) Künstlerin/Künstler im Sinne dieses Bundesgesetzes ist, wer in den Bereichen der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst, der Musik, der Literatur, der Filmkunst oder in einer der zeitgenössischen Ausformungen der Bereiche der Kunst auf Grund ihrer/seiner künstlerischen Befähigung im Rahmen einer künstlerischen Tätigkeit Werke der Kunst schafft. (2) Wer eine künstlerische Hochschulausbildung erfolgreich absolviert hat, weist jedenfalls die künstlerische Befähigung für die Ausübung der von der Hochschulausbildung umfassten künstlerischen Tätigkeiten auf. (3) Einkünfte im Sinne dieses Gesetzes sind die in- und ausländischen Einkünfte gemäß § 2 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes – EStG 1988, BGBl. Nr. 400.

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2. Abschnitt: Künstler-Sozialver­ sicherungsfonds Errichtung § 3. (1) Zur Entlastung von selbstständigen Künstlerinnen/Künstlern bei der Beitragsleistung zur gesetzlichen Sozialversicherung wird ein Fonds eingerichtet. (2) Der Fonds führt die Bezeichnung »Künstler-Sozialversicherungsfonds«, besitzt eigene Rechtspersönlichkeit und hat seinen Sitz in Wien. Das Geschäftsjahr des Fonds ist das Kalenderjahr. Auf die Bediensteten des Fonds findet das Angestelltengesetz Anwendung. Aufgaben § 4. Aufgaben des Fonds sind die Leistung von Zuschüssen zu den von den Künstlerinnen/Künstlern zu leistenden Beiträgen zur Pflichtversicherung gemäß § 2 Abs. 1 Z 4 und § 273 Abs. 6 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes – GSVG, BGBl. Nr. 560/1978, § 8 Abs. 1 Z 3 lit. a und § 572 Abs. 4 in Verbindung mit § 581 Abs. 1a des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes – ASVG, BGBl. Nr. 189/1955, sowie die Aufbringung der Mittel hiefür und die Entgegennahme der Meldung des Ruhens und der Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit gemäß § 22a. Aufbringung der Mittel § 5. Die Mittel des Fonds werden aufgebracht durch: 1. Abgaben gemäß § 1 Abs. 1 Z 2 und 3 Kunstförderungsbeitragsgesetz 1981, BGBl. Nr. 573; 2. Beiträge des Bundes entsprechend der im Bundesfinanzgesetz hiefür vorgesehenen Mittel; 3. Rückzahlungen von Zuschüssen; 4. Sonstige Rückflüsse und Zinserträgnisse aus Fondsmitteln; 5. Sonstige Einnahmen; 6. Freiwillige Zuwendungen.

Kapitel III Service

Organe des Fonds § 6. Organe des Fonds sind: 1. das Kuratorium (§ 7), 2. der Geschäftsführer (§ 10), 3. die Künstlerkommission (§ 11). Kuratorium § 7. (1) Das Kuratorium besteht aus neun Mitgliedern. Die Mitglieder werden wie folgt bestellt: 1. drei Mitglieder durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur, 2. ein Mitglied durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz, 3. ein Mitglied durch den Bundesminister für Finanzen, 4. ein Mitglied durch die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, 5. ein Mitglied durch die Wirtschaftskammer Österreich und 6. zwei Mitglieder durch den Österreichischen Gewerkschaftsbund. (2) Den Vorsitzenden und den Stellvertreter des Vorsitzenden des Kuratoriums bestellt die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur aus dem Kreis der Mitglieder gemäß Abs. 1 Z 1. (3) Die Mitglieder werden auf die Funktionsdauer von fünf Jahren bestellt. Die Funktionsperiode beginnt mit dem ersten Zusammentreten der Mitglieder des neu bestellten Kuratoriums. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, ist das Kuratorium durch Neubestellungen zu ergänzen. Nach Ablauf der Funktionsperiode hat das Kuratorium die Geschäfte so lange weiterzuführen, bis das neu bestellte Kuratorium zusammentritt. (4) Ein Mitglied kann vor Ablauf der Funktionsperiode vom bestellenden Organ von seiner Funktion abberufen werden, wenn das Mitglied

Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz 2000

1. dies beantragt; 2. sich der Vernachlässigung seiner Pflichten schuldig macht; 3. wegen schwerer körperlicher oder geistiger Gebrechen zu einer ordentlichen Funktionsausübung unfähig ist. (5) Das Kuratorium gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Genehmigung der Bundesministerin/des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Kultur bedarf. (6) Die Mitglieder des Kuratoriums haben Anspruch auf eine dem Zeit- und Arbeitsaufwand entsprechende Vergütung, die durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur festzulegen ist. Aufgaben des Kuratoriums § 8. (1) Das Kuratorium hat den Geschäftsführer des Fonds in seiner wirtschaftlichen Gestion zu überwachen. Die Mitglieder des Kuratoriums sind dem Fonds gegenüber verpflichtet, bei ihrer Tätigkeit die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. Die Zuständigkeit der Kurien und die Aufsichtsbefugnisse der Bundesministerin/des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Kultur bleiben unberührt. (2) Das Kuratorium hat die Bundesminis­ terin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur zu informieren, wenn es das Wohl des Fonds erfordert. (3) Das Kuratorium kann vom Geschäftsführer jederzeit einen Bericht über die Angelegenheiten des Fonds verlangen. Auch ein einzelnes Mitglied kann einen Bericht, jedoch nur an das Kuratorium als solches, verlangen; lehnt der Geschäftsführer die Berichterstattung ab, so kann der Bericht nur dann verlangt werden, wenn insgesamt vier Kuratoriumsmitglieder das Verlangen unterstützen. Der Vorsitzende des Kuratoriums kann einen Bericht auch ohne Unterstützung eines anderen Mitglieds verlangen.

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(4) Das Kuratorium kann die Bücher und Schriften des Fonds, soweit sie nicht dem Datenschutz unterliegen, sowie die Vermögensgegenstände, namentlich die Fondskasse und die Bestände an Wertpapieren, einsehen und prüfen. Das Kuratorium kann damit auch einzelne Mitglieder oder für bestimmte Aufgaben besondere Sachverständige beauftragen. (5) Dem Kuratorium obliegen insbesondere folgende Aufgaben: 1. Erstattung von Vorschlägen an die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur zur Bestellung des Geschäftsführers; 2. Abschluss des Anstellungsvertrages mit dem Geschäftsführer; 3. Entlastung des Geschäftsführers; 4. Beschlussfassung über das Jahresbudget für das nächstfolgende Kalenderjahr und Vorlage an die Bundesministerin/ den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur bis Ende August des laufenden Jahres; 5. Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes des Fonds und Berichterstattung darüber an die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur; 6. Entgegennahme von Berichten über die Gestion und die innerbetriebliche Budgetkontrolle des Fonds; 7. Erlassung einer Geschäftsordnung für den Geschäftsführer des Fonds; 8. Erlassung und Änderungen der Geschäftsordnungen für die Kurien (§ 11) nach deren Anhörung; 9. Genehmigung des Abschlusses von unbefristeten Dienstverträgen und von Rechtsgeschäften, die eine dauernde oder mehrjährige finanzielle Belastung des Fonds zum Gegenstand haben, sowie der Veranlagung des Fondsvermögens; 10. Beschlussfassung über a. die Antragstellung an die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur zur Abberufung des Geschäftsführers mit Zweidrittelmehrheit; b. Beschlussfassung über die Antragstel-

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lung an die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur auf Genehmigung der Geschäftsordnung des Kuratoriums; c. die Erstattung von Vorschlägen an die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur zur Anpassung des Beitragszuschusses gemäß § 18 Abs. 2 bis spätestens Ende August des laufenden Kalenderjahres. (6) Im Bericht des Kuratoriums gemäß Abs. 5 Z 5 an die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur ist mitzuteilen, in welcher Art und in welchem Umfang es die Geschäftsführung des Fonds während des Geschäftsjahres geprüft hat und ob diese Prüfungen nach ihrem abschließenden Ergebnis zu wesentlichen Beanstandungen Anlass gegeben haben. (7) Das Kuratorium hat der Bundesmini­ sterin/dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur unverzüglich über eine notwendige Anpassung des Beitragszuschusses gemäß § 18 zu berichten, wenn dies für eine ausgeglichene Gebarung des Fonds erforderlich ist. Sitzungen und Beschlüsse des Kuratoriums § 9. (1) Das Kuratorium muss mindestens vierteljährlich eine Sitzung abhalten. (2) Das Kuratorium wird durch den Vorsitzenden schriftlich, telefonisch, telegrafisch, mittels Telefax, oder auf geeignetem elektronischen Weg unter Angabe der Zeit, des Ortes und der Tagesordnung einberufen. Der Geschäftsführer ist von der Einberufung einer Sitzung zu verständigen. (3) Jedes Mitglied des Kuratoriums und der Geschäftsführer können unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangen, dass der Vorsitzende des Kuratoriums unverzüglich eine Sitzung einberuft. Diese muss binnen zwei Wochen nach der Einberufung stattfinden. Wird dem

Kapitel III Service

Verlangen von mindestens drei Kuratoriumsmitgliedern oder des Geschäftsführers nicht entsprochen, so können die Antragsteller unter Mitteilung des Sachverhalts selbst das Kuratorium einberufen. (4) An den Sitzungen des Kuratoriums ist der Geschäftsführer zur Teilnahme berechtigt; er ist zur Teilnahme verpflichtet, wenn das Kuratorium dies verlangt. Sachverständige und Auskunftspersonen können zur Beratung über einzelne Gegenstände zugezogen werden. (5) Ein Mitglied des Kuratoriums kann ein anderes Mitglied schriftlich mit seiner Vertretung bei einer einzelnen Sitzung betrauen. Das vertretene Mitglied ist bei der Feststellung der Beschlussfähigkeit nicht mitzuzählen. Das Recht, den Vorsitz zu führen, kann nicht übertragen werden. (6) Der Vorsitzende leitet die Sitzung. Über die Verhandlungen und Beschlüsse des Kuratoriums ist eine Niederschrift anzufertigen, die der Vorsitzende oder sein Stellvertreter zu unterzeichnen hat. (7) Das Kuratorium ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung spätestens zwei Wochen vor dem Sitzungstermin eingeladen wurden und mindestens die Hälfte der Mitglieder, unter ihnen der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend ist. (8) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Geschäftsführer § 10. (1) Der Geschäftsführer des Fonds wird von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur auf Vorschlag des Kuratoriums auf die Dauer von fünf Jahren bestellt. Bei der Bestellung und beim Abschluss des Anstellungsvertrages sind das Stellenbesetzungsgesetz, BGBl. I Nr.

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26/1998, und die hiezu ergangenen Vertragsschablonen der Bundesregierung anzuwenden. (2) Die Bestellung zum Geschäftsführer kann unbeschadet der Entschädigungsansprüche aus bestehenden Verträgen auf Vorschlag des Kuratoriums durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur aus wichtigen Gründen jederzeit widerrufen werden. (3) Der Geschäftsführer kann unbeschadet der Entschädigungsansprüche des Fonds aus bestehenden Verträgen seinen Rücktritt gegenüber dem Vorsitzenden des Kuratoriums erklären. Liegt ein wichtiger Grund hiefür vor, kann der Rücktritt mit sofortiger Wirkung erklärt werden. (4) Dem Geschäftsführer obliegt außer den ihm nach anderen Bestimmungen dieses Bundesgesetzes übertragenen Aufgaben die Leitung des Fonds. Dabei hat er die Sorgfaltspflichten eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden und die kaufmännischen Grundsätze zu beachten. Er vertritt den Fonds nach außen. (5) Der Geschäftsführer hat bis Ende Juni des laufenden Kalenderjahres das Jahresbudget für das folgende Kalenderjahr sowie den Jahresbericht und den Jahresabschluss über das vorangegangene Kalenderjahr dem Kuratorium vorzulegen. (6) Weiters hat der Geschäftsführer dem Kuratorium regelmäßig, mindestens vierteljährlich, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Fonds im Vergleich zur Vorschaurechnung unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung zu berichten (Quartalsbericht). Bei wichtigem Anlass ist dem Vorsitzenden des Kuratoriums unverzüglich zu berichten; ferner ist über Umstände, die für die Liquidität des Fonds von erheblicher Bedeutung sind, dem Kuratorium unverzüglich zu berichten (Sonderbericht).

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Künstlerkommission § 11. (1) Die Künstlerkommission besteht aus Kurien, welche die Aufgaben der Künstlerkommission im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit wahrnehmen. Es besteht eine Kurie für Literatur, eine Kurie für Musik, eine Kurie für bildende Kunst, eine Kurie für darstellende Kunst, eine Kurie für Filmkunst, eine allgemeine Kurie für die zeitgenössischen Ausformungen der Bereiche der Kunst sowie je eine Berufungskurie. (2) 1. 2. 3.

Jede Kurie besteht aus: einem Vorsitzenden; einem Stellvertreter des Vorsitzenden; fünf weiteren Mitgliedern.

(3) Die Vorsitzenden und Stellvertreter werden von der Bundesministerin/vom Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur aus dem Kreise rechts- und/oder fachkundiger Bediensteter des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur bestellt. (4) Von den Mitgliedern gemäß Abs. 2 Z 3 wird je ein Mitglied von den durch Verordnung der Bundesministerin/des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Kultur bestimmten repräsentativen Künstlervertretungen und Verwertungsgesellschaften entsendet. Für jedes dieser Mitglieder ist ein Ersatzmitglied namhaft zu machen, das bei Verhinderung des Mitgliedes dieses in den Sitzungen der Kurie vertritt. Die Mitglieder (Ersatzmitglieder) müssen die für die Erstellung der Gutachten einschlägigen Fachkenntnisse aufweisen. Macht eine Künstlervertretung oder Verwertungsgesellschaft von ihrem Entsenderecht nicht binnen einem Monat nach Aufforderung durch den Geschäftsführer Gebrauch, so kann der Geschäftsführer für die betreffende Funktionsperiode der Kurie die entsprechende Bestellung vornehmen.

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(5) Die Mitglieder und Ersatzmitglieder üben ihre Funktion gewissenhaft, unparteiisch und uneigennützig aus. Sie verpflichten sich dazu, bevor sie erstmalig ihre Funktion ausüben, in einer schriftlichen Erklärung, die vom Vorsitzenden und vom Mitglied (Ersatzmitglied) zu unterfertigen ist. (6) Die jeweilige Kurie hat in ihrem Zuständigkeitsbereich auf Verlangen des Geschäftsführers des Fonds Gutachten über das Vorliegen der Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 zu erstatten. (7) Eine Kurie ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung spätestens zwei Wochen vor dem Sitzungstermin eingeladen wurden und mindestens die Hälfte der gemäß Abs. 2 Z 3 entsandten Mitglieder und die/der Vorsitzende oder ihr (e)/sein(e) Stellvertreter/in anwesend sind. Die/ der Vorsitzende leitet die Sitzung. Die Kurie fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Die/der Vorsitzende und ihr(e)/sein(e) Stellvertreter/in haben kein Stimmrecht. Eine Stimmenthaltung ist unzulässig. Bei Stimmengleichheit sind die für den/die Antragsteller/in günstigeren Stimmen ausschlaggebend. (8) Über jede Sitzung ist ein Protokoll zu führen, das vom Vorsitzenden und von den übrigen Mitgliedern der Kurie zu unterfertigen ist. Das Protokoll hat jedenfalls das beschlossene Gutachten mit dem festgestellten Sachverhalt und den daraus gezogenen fachkundigen Schlussfolgerungen zu enthalten. Das Protokoll hat der Vorsitzende unverzüglich dem Geschäftsführer des Fonds zu übermitteln. (9) § 7 Abs. 3, 4 und 6 sind auf die Kurien anzuwenden. Innerhalb von zwei Wochen nach Einlangen einer Aufforderung des Geschäftsführers des Fonds zur Abgabe eines Gutachtens hat der Vorsitzende der betreffenden Kurie diese zu diesem Zweck einzuberufen.

Kapitel III Service

Verschwiegenheitspflicht § 12. (1) Der Geschäftsführer, die Mitglieder des Kuratoriums und der Kurien sowie die Mitarbeiter des Fonds sind über alle ihnen in Ausübung ihrer Tätigkeit bekannt gewordenen Tatsachen, deren Geheimhaltung im Interesse des Fonds oder der Antragsteller oder der Bezieher von Zuschüssen gelegen ist oder die ihnen ausdrücklich als vertraulich bezeichnet worden sind, gegenüber jedermann, dem sie über solche Tatsachen nicht eine Mitteilung zu machen haben, zur Verschwiegenheit verpflichtet. (2) Eine Ausnahme von der Verschwiegenheitsverpflichtung tritt nur insoweit ein, als eine Entbindung von dieser Verpflichtung erfolgt ist. Die Entbindung der Mitglieder der Kurien und der Bediensteten des Fonds erfolgt durch den Geschäftsführer; die Entbindung des Geschäftsführers und der Mitglieder des Kuratoriums erfolgt durch die Bundesministerin/den Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur. (3) Die Verschwiegenheitspflicht besteht für den Geschäftsführer auch nach Ende seines Anstellungsvertrages, für Bedienstete des Fonds nach Ende des Dienstverhältnisses und für Mitglieder eines Organs nach Ausscheiden aus der Organfunktion. Elektronische Datenverarbeitung, Datenübermittlungen § 13. (1) Der Fonds darf zum Zwecke der Wahrnehmung der Aufgaben nach diesem Gesetz personenbezogen folgende Daten der Zuschusswerber und -berechtigten automationsunterstützt verarbeiten: 1. die Personalien, 2. die Ausbildungsdaten, 3. die Sozialversicherungsdaten, 4. die Daten über die Einkünfte und Einnahmen, 5. die Daten der beruflichen Tätigkeit und 6. Angaben über den Anspruch auf Zuschuss nach diesem Gesetz.

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(2) Der Fonds hat im Zusammenhang mit der Auszahlung der Zuschüsse der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft die Daten gemäß Abs. 1 Z 1 und Z 6 sowie die Sozialversicherungsnummer des Zuschussberechtigten zu übermitteln. (3) Nach Bekanntgabe der Personalien der Zuschusswerber und -berechtigten durch den Fonds hat die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft dem Fonds zum Zwecke der Feststellung des Bestehens eines Anspruches auf Zuschuss die Daten gemäß Abs. 1 Z  3 zu übermitteln. (4) Nach Bekanntgabe der Personalien der Zuschusswerber und -berechtigten und der Sozialversicherungsnummer durch den Fonds haben die Abgabenbehörden des Bundes zum Zwecke der Feststellung des Bestehens eines Anspruches auf Zuschuss die Daten gemäß Abs. 1 Z 4 zu übermitteln. Abgabenbefreiung § 14. (1) Der Fonds ist abgabenrechtlich wie eine Körperschaft öffentlichen Rechts zu behandeln. (2) Es sind befreit: 1. unentgeltliche Zuwendungen an den Fonds von der Erbschafts- und Schenkungssteuer, 2. die zur Durchführung der Aufgaben des Fonds erforderlichen Rechtsgeschäfte von den Rechtsgebühren, 3. Eingaben an den Fonds von den Stempelgebühren. (3) Die Beitragszuschüsse sind von der Einkommensteuer befreit.

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Aufsicht § 15. (1) Der Fonds unterliegt der Aufsicht der Bundesministerin/des Bundesmini­ sters für Unterricht, Kunst und Kultur. (2) Die Aufsicht erstreckt sich auf 1. die Einhaltung der Gesetze und Verordnungen; 2. die Erfüllung der dem Fonds obliegenden Aufgaben und 3. die Gebarung des Fonds. (3) Im Rahmen der Aufsicht obliegt der Bundesministerin/dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur: 1. die Genehmigung der Geschäftsordnung des Kuratoriums; 2. die Genehmigung des Jahresbudgets; 3. die Feststellung des Jahresabschlusses; 4. die Entlastung des Kuratoriums. (4) Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur ist berechtigt, sich über alle Angelegenheiten des Fonds zu informieren. Die Organe des Fonds sind verpflichtet, der Bundesministerin/dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur Auskünfte über alle Angelegenheiten des Fonds zu erteilen, Geschäftsstücke und Unterlagen über die von ihr/ihm bezeichneten Gegenstände vorzulegen, von ihr/ihm angeordnete Erhebungen anzustellen und Überprüfungen an Ort und Stelle vornehmen zu lassen. Die Protokolle über die Sitzungen des Kuratoriums sind der Bundesministerin/dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur unverzüglich vorzulegen. (5) Vor Genehmigung der Geschäftsordnung des Kuratoriums und des Jahresbudgets hat die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur das Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen herzustellen.

3. Abschnitt: Leistungen des Fonds Beitragszuschüsse § 16. (1) Der Fonds leistet Zuschüsse (Beitragszuschüsse) zu den von den Künstlerinnen/ den Künstlern zu leistenden Beiträgen zur Pensionsversicherung und Krankenversicherung gemäß § 2 Abs. 1 Z 4 GSVG, zur Unfallversicherung gemäß § 8 Abs. 1 Z 3 lit. a ASVG und zur Kranken- und Unfallversicherung gemäß § 273 Abs. 6 GSVG und § 572 Abs. 4 in Verbindung mit § 581 Abs. 1a ASVG. (2) Solange die Beiträge auf der Basis einer vorläufigen Beitragsgrundlage gemäß § 25a GSVG entrichtet werden, leistet der Fonds vorläufige Beitragszuschüsse. Anspruchsvoraussetzungen § 17. (1) Voraussetzung für die Leistung von Beitragszuschüssen sind: 1. Antrag der Künstlerin/des Künstlers; 2. Ausübung einer selbständigen Tätigkeit gemäß § 2, für die gemäß § 20 Abs. 1 der Anspruch auf Beitragszuschuss dem Grunde nach festgestellt wurde, und Vorliegen von Einkünften aus dieser Tätigkeit im Kalenderjahr in der Höhe des für dieses Kalenderjahr geltenden Zwölffachen des Betrages gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 ASVG; 3. Vorliegen der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung gemäß § 2 Abs. 1 Z 4 GSVG auf Grund der Tätigkeit gemäß Z 2; 4. die gesamten Einkünfte der Künstlerin/ des Künstlers überschreiten im Kalenderjahr nicht das Sechzigfache des für dieses Kalenderjahr geltenden Betrages gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 ASVG. (2) Der Antrag auf Beitragszuschuss kann beim Fonds oder bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gestellt werden. (3) Bei der Antragstellung sind die vom Fonds aufgelegten Formblätter zu verwenden. Im Antrag sind die voraussichtlichen Ge-

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Kapitel III Service

samteinkünfte und die Einkünfte aus der selbständigen künstlerischen Tätigkeit in den Kalenderjahren, für die ein Zuschuss beantragt wird, sowie die künstlerische Tätigkeit und die damit verbundenen voraussichtlichen Einnahmen darzustellen. Bei der erstmaligen Antragstellung ist außerdem die künstlerische Befähigung darzustellen und zu belegen. Der Fonds ist jederzeit berechtigt, von der Antragstellerin/vom Antragsteller die Vorlage von Unterlagen, die zur Feststellung des Bestehens eines Anspruches erforderlich sind, zu verlangen. (4) Der Fonds ist verpflichtet, bei Bekanntwerden von Anhaltspunkten für den Wegfall der Zuschussberechtigung und regelmäßig stichprobenweise nach dem Zufallsprinzip, das Vorliegen der Zuschussvoraussetzungen bei den Zuschussberechtigten zu überprüfen. (5) In die Mindesteinkünfte gemäß Abs. 1 Z 2 sind einzurechnen: 1. die Einkünfte aus unselbständiger künstlerischer Tätigkeit im Sinne des Abs. 1 Z  2, sofern aufgrund dieser Tätigkeit keine Beitragszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung erworben werden oder diese Einkünfte nicht der gesetzlichen Pensionsversicherung unterliegen; 2. Stipendien und Preise gemäß § 3 Abs. 3 des Kunstförderungsgesetzes, BGBl. Nr. 146/1988, sofern sie als Einkommensersatz für die Künstlerin/den Künstler dienen. (6) In Kalenderjahren, in denen für ein Kind der Künstlerin/des Künstlers Anspruch auf Familienbeihilfe nach dem Familienlastenausgleichsgesetz 1967, BGBl. Nr. 376, besteht, erhöht sich die Obergrenze für die Einkünfte gemäß Abs. 1 Z 4 um das Sechsfache des jeweils geltenden Betrages gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 ASVG für jedes anspruchsbegründende Kind. (7) (Anm.: aufgehoben durch BGBl. I Nr. 71/2012)

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(8) Wird die selbständige künstlerische Tätigkeit während des Kalenderjahres begonnen oder beendet, reduziert sich die Untergrenze der Einkünfte (Einnahmen) entsprechend. Höhe des Beitragszuschusses § 18. (1) Der Beitragszuschuss beträgt 1.026 Euro jährlich. (Anm.: Ab 1.1.2009 beträgt der Beitragszuschuss 1.230,- jährlich, vgl. BGBl. II Nr. 488/2008. Ab 1.1.2010 beträgt der Beitragszuschuss 1.350,- jährlich, vgl. BGBl. II Nr. 473/2009. Ab 1.1.2012 beträgt der Beitragszuschuss 1.560,- jährlich, vgl. BGBl. II Nr. 448/2011.) (2) Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur hat durch Verordnung den Betrag gemäß Abs. 1 mit Wirksamkeit des jeweils nächstfolgenden Kalenderjahres anzupassen, soweit dies für eine ausgeglichene Bilanzierung des Fonds erforderlich oder möglich ist. (3) Besteht ein Anspruch auf Beitragszuschuss nicht während eines vollen Kalenderjahres, so gebührt der Betrag gemäß Abs. 1 und 2 nur in aliquoter Höhe. (4) Der Beitragszuschuss gebührt unter Beachtung der Bestimmungen gemäß Abs. 1 bis 3 maximal nur in der Höhe, in der die Künstlerin/der Künstler auf Grund ihrer/seiner Tätigkeit gemäß § 2 Abs. 1 wie folgt Beiträge zur Pflichtversicherung zu leisten hat: 1. zur Pensionsversicherung, 2. zur Krankenversicherung, soweit der Zuschuss für Beiträge gemäß Z 1 nicht ausgeschöpft wurde und 3. zur Unfallversicherung, soweit der Zuschuss für Beiträge gemäß Z 1 und 2 nicht ausgeschöpft wurde.

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Entstehen und Ende des Anspruches auf Beitragszuschuss § 19. (1) Der Anspruch auf Beitragszuschuss besteht bei Vorliegen der Voraussetzungen auch für in der Vergangenheit liegende Zeiträume, die in den vier dem Kalenderjahr der Antragstellung gemäß § 17 Abs. 1 Z 1 vorangegangenen Kalenderjahren liegen. Dies gilt jedoch nicht für vor dem 1. Jänner 2001 liegende Zeiträume. (2) Wird das Bestehen der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung nach dem GSVG für in der Vergangenheit liegende Zeiträume festgestellt, so besteht bei Vorliegen der Voraussetzungen auch für diese Zeiträume ein Anspruch auf Beitragszuschuss. Voraussetzung hiefür ist, dass die/der Betroffene innerhalb von sechs Monaten nach rechtskräftiger Feststellung der Pflichtversicherung einen entsprechenden Antrag auf Beitragszuschuss stellt. Weiters darf die Annahme des Nichtbestehens einer Pflichtversicherung nicht darauf zurückzuführen sein, dass die/der Betroffene gesetzliche Meldepflichten verletzt oder unwahre oder unvollständige Angaben über ihre/seine Einkünfte (Einnahmen) gemacht hat. Abs. 1 letzter Satz ist anzuwenden. (3) Der Anspruch auf Beitragszuschuss erlischt mit Wegfall der Anspruchsvoraussetzungen. Entscheidung über den Anspruch auf Beitragszuschuss § 20. (1) Über das Vorliegen der Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 stellt der Fonds mit Bescheid das Bestehen des Anspruchs auf Beitragszuschuss dem Grunde nach fest. Auf das Verfahren ist das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, BGBl. Nr. 51, anzuwenden. Über Beschwerden gegen Bescheide des Fonds entscheidet das Bundesverwaltungsgericht.

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(2) Ist das Vorliegen einer der Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 strittig, hat der Geschäftsführer unverzüglich die zuständige Kurie zur Abgabe eines entsprechenden Gutachtens aufzufordern. Hat diese Kurie im Gutachten das Fehlen der Voraussetzungen festgestellt, so hat der Geschäftsführer auf schriftlich begründetes Verlangen des Antragstellers ein Gutachten der Berufungskurie einzuholen. (3) Der Bescheid gemäß Abs. 1 ist vom Fonds der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft unverzüglich zu übermitteln. Auszahlung des Beitragszuschusses § 21. (1) Ist der Anspruch auf Beitragszuschuss bescheidmäßig gemäß § 20 dem Grunde nach festgestellt, so wird der Zuschuss in der gemäß § 18 entsprechenden Höhe auf die Dauer der Ausübung der dem Feststellungsbescheid zugrunde liegenden künstlerischen Tätigkeit und des Vorliegens der übrigen Anspruchsvoraussetzungen ausbezahlt. Wurde rechtskräftig eine Rückzahlungsverpflichtung festgestellt und auf diese nicht verzichtet, so hat die Auszahlung erst zu erfolgen, nachdem die/der Anspruchsberechtigte unter Berücksichtigung einer allfälligen Ratenbewilligung oder Stundung der Rückzahlungsverpflichtung nachgekommen ist. (2) Der Fonds zahlt den Beitragszuschuss unmittelbar an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft aus. Soweit Beiträge zur Pflichtversicherung an andere gesetzliche Sozialversicherungsträger zu leisten sind, hat die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft gemäß § 18 Abs. 4 die entsprechenden Beitragszuschussteile an diese weiterzuleiten. Über die Zahlungsmodalitäten ist eine Vereinbarung mit dieser Anstalt zu treffen. (3) Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft hat der betreffenden Künstlerin/dem betreffenden

Kapitel III Service

Künstler die um den Beitragszuschuss verringerten Versicherungsbeiträge vorzuschreiben.

Frist gemäß Abs. 2 bei Vorliegen berücksichtigungswürdiger Gründe vom Fonds verlängert werden.

(4) Der Zuschussberechtigte darf den Anspruch auf Beitragszuschuss rechtswirksam weder übertragen noch verpfänden.

(4) Wird den Melde- und Mitwirkungspflichten gemäß Abs. 1 und 2 nicht nachgekommen, erlischt der Anspruch auf Beitragszuschuss. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft ist vom Fonds hievon unverzüglich in Kenntnis zu setzen.

(5) Wurde die Obergrenze der Einkünfte (§ 17 Abs. 1 Z 4 in Verbindung mit Abs. 6) oder Untergrenze der Einkünfte aus künstlerischer Tätigkeit (§ 17 Abs. 1 Z 2 in Verbindung mit Abs. 5 und 8) jeweils in fünf Kalenderjahren, für die der Zuschuss gewährt wurde, überschritten bzw. nicht erreicht, so ist der Zuschuss ab dem der Feststellung nächstfolgenden Kalenderjahr jeweils erst nach Nachweis der Einkünfte aus künstlerischer Tätigkeit im Nachhinein für das betreffende Kalenderjahr zuzuerkennen. Melde- und Mitwirkungspflichten der Zuschussberechtigten § 22. (1) Personen, für die ein Zuschuss gemäß § 21 geleistet wird, haben alle Tatsachen, die für den Wegfall oder die Änderung des Anspruchs auf Zuschuss von Bedeutung sind, nach deren Eintritt unverzüglich dem Fonds zu melden. (2) Die Personen gemäß Abs. 1 haben dem Fonds auf Anfrage über alle Umstände, die für die Prüfung des weiteren Vorliegens der Anspruchsberechtigung auf Beitragszuschuss maßgeblich sind, längstens binnen einem Monat wahrheitsgemäß Auskunft zu erteilen. Sie haben innerhalb derselben Frist auf Verlangen des Fonds auch alle Belege und Aufzeichnungen, die für diese Umstände von Bedeutung sind, zur Einsicht vorzulegen. Insbesondere haben sie alle für die Feststellung und für die Bemessung der Beitragszuschüsse erforderlichen Nachweise über die Einkünfte und, falls vorhanden, Steuerbescheide zur Einsicht vorzulegen. (3) Auf Antrag des Betroffenen kann die

Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz 2000

(5) Das Erlöschen des Anspruchs gemäß Abs. 4 steht einer neuerlichen Antragstellung gemäß § 17 Abs. 1 Z 1 und Durchführung eines Verfahrens gemäß § 20 nicht entgegen. Meldung des Ruhens der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit § 22a. (1) Nach dem GSVG pflichtversicherte Künstlerinnen/Künstler gemäß § 2 Abs. 1 können dem Fonds das Ruhen der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit melden, um die Ausnahme von der Pflichtversicherung gemäß § 4 Abs. 1 Z 9 GSVG zu bewirken. Die vom Fonds aufgelegten Formblätter sind zu verwenden. (2) Für Personen, die eine Meldung nach Abs. 1 erstattet haben und für die das Vorliegen der Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 nach § 20 Abs. 1 noch nicht festgestellt wurde, hat der mit Bescheid festzustellen, ob die Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 vorliegen. Die §§ 17 Abs. 3 vorletzter und letzter Satz sowie 20 Abs. 2 sind sinngemäß anzuwenden. Über Beschwerden gegen Bescheide des Fonds entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. (3) Der Fonds übermittelt die Meldung des Ruhens der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit von Künsterinnen/ Künstlern gemäß § 2 Abs. 1, die nach dem GSVG pflichtversichert sind, auf elektronischem Wege an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft.

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(4) Das Ruhen wird mit Ablauf des Kalendermonats wirksam, für den die Einstellung der künstlerischen Tätigkeit gemeldet wird, wobei eine Rückwirkung vor den Meldezeitpunkt ausgeschlossen ist. Das Ruhen endet mit Ablauf des Tages vor der Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit. (5) Die Künstlerin/der Künstler ist verpflichtet, dem Fonds die Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit unverzüglich zu melden. Der Fonds übermittelt diese Meldung auf elektronischem Wege an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft. (6) Für volle Kalendermonate des Ruhens der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit besteht kein Anspruch auf Beitragszuschuss. Rückzahlung der Beitragszuschüsse § 23. (1) Beitragszuschüsse, die über die Anspruchsberechtigung hinaus oder nach Wegfall des Anspruchs vom Fonds an die Sozialversicherungsanstalt geleistet wurden, sind vom Betroffenen dem Fonds innerhalb eines Monats nach Aufforderung rückzuzahlen. Das Gleiche gilt für vorläufige Beitragszuschüsse, die auf Basis der vorläufigen Beitragsgrundlage gemäß § 25a GSVG geleistet wurden. Ist der Anspruch auf Beitragszuschuss erloschen, da die Obergrenze der Einkünfte (§ 17 Abs. 1 Z 4 in Verbindung mit Abs. 6) überschritten oder die Untergrenze der Einkünfte (§ 17 Abs. 1 Z 2 in Verbindung mit Abs. 5 und 8) unterschritten wurde, so besteht die Rückzahlungsverpflichtung nur in der Höhe des Betrages, in dem die Obergrenze überschritten oder die Untergrenze unterschritten wurde. (2) Die Verpflichtung zur Rückzahlung ist auf Antrag des Betroffenen vom Fonds mit Bescheid festzusetzen. Auf das Verfahren ist das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, BGBl. Nr. 51,

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anzuwenden. Über Beschwerden gegen Bescheide des Fonds entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. (3) Der Fonds darf auf Ersuchen des Betroffenen die Rückzahlungsforderung stunden oder deren Zahlung in Raten bewilligen, wenn 1. die sofortige oder die sofortige volle Entrichtung des fälligen Rückforderungsbetrages für den Betroffenen mit erheblichen hätten verbunden wäre und 2. die Einbringlichkeit der Rückforderung durch eine solche Zahlungserleichterung nicht gefährdet wird. (4) Der Fonds darf auf Ersuchen der/des Betroffenen auf die Rückforderung ganz oder teilweise verzichten, wenn die Einziehung der Forderung für die Betroffene/den Betroffenen nach der Lage des Falles, insbesondere unter Berücksichtigung ihrer/seiner wirtschaftlichen Verhältnisse, unbillig wäre. Besteht die Rückzahlungsverpflichtung aufgrund des Nichterreichens der Untergrenze der Einkünfte aus künstlerischer Tätigkeit (§ 17 Abs. 1 Z 2 in Verbindung mit Abs. 5 und 8), ist weiters zu berücksichtigen, ob im betreffenden Kalenderjahr die Künstlerin/der Künstler 1. aus von ihr/ihm nicht zu vertretenden Gründen über einen längeren Zeitraum die künstlerische Tätigkeit nicht ausüben konnte oder 2. durch Einnahmen aus künstlerischer Tätigkeit diese Untergrenze erreicht hat. Das Vorliegen der Voraussetzungen für einen Verzicht ist von der Künstlerin/vom Künstler nachzuweisen. Im Fall der Z 2 hat die Künstlerin/der Künstler außerdem glaubhaft darzulegen, aus welchen Gründen sie/er davon ausgegangen ist, im betreffenden Kalenderjahr Einkünfte aus künstlerischer Tätigkeit in der Höhe gemäß § 17 Abs. 1 Z 2 zu erreichen. Wurden die Gründe glaubhaft dargelegt, hat der Fonds zu verzichten, wobei ein Verzicht auf Rückforderung gemäß Z 2 insgesamt fünfmal zulässig ist.

Kapitel III Service

(5) Der Fonds darf die Einziehung einer Forderung von Amts wegen einstellen, wenn 1. der mit der Einziehung verbundene Verwaltungs- und Kostenaufwand in keinem angemessenen Verhältnis zur Höhe der Forderung stehen würde oder 2. alle Möglichkeiten der Einziehung erfolglos versucht worden sind oder 3. Einziehungsmaßnahmen von vornherein offenkundig aussichtslos sind.

und Belege, die für die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzung gemäß § 17 Abs. 1 nützlich sein könnten, vorzulegen. Darüber hinaus hat die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft den Fonds zu unterstützen und auf Verlangen alle notwendigen Auskünfte zu erteilen beziehungsweise unaufgefordert jene Tatsachen oder sonstigen Umstände mitzuteilen, die für die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen gemäß § 17 Abs. 1 maßgeblich sind.

(6) Der Fonds darf auf die von ihm zu leistenden Beitragszuschüsse gegen die vom Betroffenen zu leistenden Rückforderungen (einschließlich Verzugszinsen, sonstiger Nebengebühren, Gerichts- und Justizverwaltungsgebühren) aufrechnen, soweit das Recht auf Rückforderung nicht verjährt ist.

(3) Anträge auf Beitragszuschuss, die gemäß § 17 Abs. 2 bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft eingebracht wurden, sind von dieser mit den vorhandenen Unterlagen und Belegen gemäß Abs. 2 unverzüglich an den Fonds weiterzuleiten.

(7) Der Rückforderungsanspruch verjährt innerhalb von fünf Jahren ab dem Zeitpunkt seines Entstehens. Die Verjährung ist gehemmt, solange ein Verfahren vor den Gerichtshöfen des öffentlichen Rechtes über das Bestehen der Rückzahlungsverpflichtung anhängig ist.

Mitwirkung der Abgabenbehörden des Bundes § 25. Die Abgabenbehörden des Bundes sind zur Mitwirkung gemäß § 13 Abs. 4 verpflichtet und haben die betreffenden Daten auf maschinenlesbaren Datenträgern zu übermitteln.

(8) Zur Eintreibung der Forderungen des Fonds auf Grund der Rückerstattungsbescheide ist dem Fonds die Einbringung im Verwaltungswege gewährt (§ 3 Abs. 3 Verwaltungsvollstreckungsgesetz 1991, BGBl. Nr. 53). Mitwirkung der Sozialversicherungsträger § 24. (1) Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft ist zur Mitwirkung gemäß § 13 Abs. 3 verpflichtet und hat die betreffenden Daten auf maschinenlesbaren Datenträgern zu übermitteln. (2) Erfolgt eine Anmeldung bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft unter Hinweis auf die behauptete Künstlereigenschaft im Sinne des § 2, so hat die Sozialversicherungsanstalt den Fonds hievon zu verständigen und ihm die vorhandenen Unterlagen

Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz 2000

Kunstbericht 2013  |  221

4. Abschnitt: Übergangs- und Schlussbestimmungen § 26. (1) Freiberuflich tätige bildende Künstler gemäß § 3 Abs. 3 Z 4 GSVG in der Fassung zum 31. Dezember 1999, die auf Grund dieser Tätigkeit gemäß § 273 Abs. 5 leg. cit. zum 31. Dezember 2000 nach dem GSVG in der Pensionsversicherung pflichtversichert sind, gelten als Künstler im Sinne des § 2 Abs. 1. (2) Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur ist ermächtigt, nach Maßgabe der im Bundesfinanzgesetz hiefür vorgesehenen Mittel der staatlich genehmigten Literarischen Verwertungsgesellschaft reg. Gen.m.bH. (L.V.G.) für folgende Zwecke Zuschüsse zu gewähren: 1. Zur Gewährung von Zuschüssen zur Altersversorgung von Personen, die a. einen beträchtlichen Teil ihres Lebens als Autoren oder Übersetzer urheberrechtlich geschützter Werke, die in Form von Büchern oder diesen gleichgestellten Publikationen veröffentlicht worden sind, tätig waren, b. das 738. Lebensmonat überschritten haben, c. auf Grund der Tätigkeit gemäß lit. a keinen Anspruch auf eine gesetzliche Pensionsleistung haben und d. bedürftig sind. 2. Zur Gewährung von Zuschüssen zur Berufsunfähigkeitsversorgung von bedürftigen Personen gemäß Z 1 lit. a, die dauernd oder vorübergehend unfähig sind, einem zumutbaren Erwerb nachzugehen. 3. Zur Gewährung von Zuschüssen zur Hinterbliebenenversorgung von bedürftigen Hinterbliebenen von Personen gemäß Z 1 lit. a. 4. Zur Gewährung von Zuschüssen zu den Beiträgen in die gesetzliche Krankenversicherung nach dem GSVG an Personen, die auf Grund der Tätigkeit gemäß Z 1 lit. a nach dem GSVG pflichtversichert sind.

222 | Kunstbericht 2013

5. Zur Gewährung von Zuschüssen an Personen gemäß Z 1 lit. a, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind. Im Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft sind die näheren Regelungen über die Zuschussgewährung festzulegen. Vorbereitende Maßnahmen § 27. Die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur und die anderen nach diesem Gesetz zuständigen Bundesministerinnen/Bundesminister sind ermächtigt, nach Kundmachung dieses Gesetzes alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit der Fonds zum 1. Jänner 2001 ordnungsgemäß seine Tätigkeit aufnehmen kann. Insbesondere kann der Bundeskanzler die nach diesem Gesetz vorgesehenen Verordnungen erlassen. Weiters können die Mitglieder der Fondsorgane sowie der Geschäftsführer auch vor dem 1. Jänner 2001 bestellt werden. Verweisungen § 28. Soweit in diesem Bundesgesetz auf Bestimmungen anderer Bundesgesetze verwiesen wird, sind diese in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Personenbezogene Bezeichnungen § 29. Bei den in diesem Bundesgesetz verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter. Inkrafttreten, Außerkrafttreten § 30. (1) Dieses Bundesgesetz tritt mit 1. Jänner 2001 in Kraft. (2) Mit Ablauf des 31. Dezember 2000 tritt die Verordnung BGBl. Nr. 55/1980, zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 192/1994, außer Kraft. (3) § 18 Abs. 1 in der Fassung BGBl. I Nr. 136/2001 tritt mit 1. Jänner 2002 in Kraft. (4) Es treten mit 1. Jänner 2008 § 1, § 3 Abs. 1, § 4, § 16 Abs. 1, § 17 Abs. 1, 3,

Kapitel III Service

5 bis 8, § 18 Abs. 1 und 4 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 55/2008 in Kraft. Diese Bestimmungen gelten für die Kalenderjahre ab 2008. Die gemäß § 7 Abs. 1 Z 6 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 136/2001 bestellten Mitglieder gelten als vom Österreichischen Gewerkschaftsbund bestellt. Die derzeitigen Kurien nehmen die Aufgaben bis zur Konstituierung der Kurien gemäß § 11 Abs. 1 und 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 55/2008 wahr, wobei die neu zu entsendenden Mitglieder auf die Restdauer der derzeitigen Funktionsperiode zu bestellen sind. Bei der Feststellung der Voraussetzungen für die nachträgliche Auszahlung des Beitragszuschusses gemäß § 21 Abs. 5 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 55/2008 sind die Kalenderjahre mit zu berücksichtigen, in denen vor dem 1. Jänner 2008 die Untergrenze der Einkünfte aus künstlerischer Tätigkeit nicht erreicht oder die Obergrenze der Einkünfte überschritten wurde.

4. hinsichtlich des § 21 Abs. 2 die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur und die Bundesministerin/der Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz; 5. hinsichtlich des § 27 die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur, der Bundesminister für Finanzen sowie die Bundesministerin/der Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz und 6. im Übrigen die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur

(5) Die §§ 4 und 22a samt Überschrift treten mit 1. Jänner 2011 in Kraft. (6) § 17 Abs. 7 tritt mit Beginn des 1. Jänner 2008 außer Kraft. (7) § 20 Abs. 1, § 22a Abs. 2 und § 23 Abs. 2 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2013 treten mit 1. Jänner 2014 in Kraft. Vollziehung § 31. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind betraut: 1. hinsichtlich des § 7 Abs. 1 Z 3, § 13 Abs. 4, §§ 14 und 25 der Bundesminister für Finanzen; 2. hinsichtlich des § 7 Abs. 1 Z 2, § 13 Abs. 3, § 21 Abs. 3 und § 24 die Bundesministerin/der Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz; 3. hinsichtlich des § 15 Abs. 5 die Bundesministerin/der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen;

Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz 2000

Kunstbericht 2013  |  223

Richtlinien für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz 2010 I. Anwendungsbereich 1. Die Richtlinien gelten für folgende Förderungen gemäß Kunstförderungsgesetz, BGBl Nr. 146/1988, in der Fassung BGBl. I Nr. 132/2000 1.1. Geld- und Sachzuwendungen für einzelne Vorhaben (Projekte) 1.2. Sonstige Geld- und Sachzuwendungen 1.3. Zuschüsse für den Ankauf von Kunstwerken durch Landes- und Gemeindegalerien 1.4. Zins- oder amortisationsbegünstigte Gelddarlehen 1.5. Annuitäten-, Zinsen- und Kreditkostenzuschüsse 1.6. Ankauf von Werken (insbesondere der zeitgenössischen Kunst) 1.7. Erteilung von Aufträgen zur Herstellung von Werken der zeitgenössischen Kunst 1.8. Vergabe von Stipendien 2. Für die Förderung der Kunstsparte Film gelten die »Richtlinien des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zur Filmförderung«, die als ergänzender Teil dieser Richtlinie gelten. (Siehe Anhang) 3. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Sektion für Kunstangelegenheiten) trägt dafür Sorge, dass die tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen bei der Gewährung, Durchführung und Evaluierung der Förderung berücksichtigt wird.

II. Förderung durch Zuwendungen und Zuschüsse (Punkt I. 1.1. bis 1.5.) für Leistungen und Vorhaben 1. Förderungsvoraussetzungen 1.1. Die Zuwendungen und Zuschüsse dürfen grundsätzlich nur für Leistungen und Vorhaben gewährt werden, die nicht gegen geltendes Recht der Europäischen Union oder gegen geltende Gesetze und Verordnungen der Republik Österreich verstoßen und zur Verwirklichung eines

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der in §§ 1 und 2 Abs. 1 und 2 Kunstförderungsgesetz normierten Ziele beitragen. 1.2. Die Förderung der Infrastruktur und des laufenden Betriebes (Jahrestätigkeit) darf nur bei Einrichtungen erfolgen, deren statuten- oder satzungsmäßige Hauptaufgabe die Verfolgung von Zielen gemäß Punkt 1.1. ist und bei denen aufgrund der wirtschaftlichen und rechtlichen Situation angenommen werden kann, dass sie über einen längeren Zeitraum (mehr als fünf Jahre) diese Aufgaben nachhaltig und ungeschmälert wahrnehmen. Bei Unterschreitung dieses Zeitraums behält sich das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die Rückforderung der Förderungsmittel vor. 1.3. Förderungen nach diesem Abschnitt dürfen außerdem nur gewährt werden: a. auf schriftlichen Antrag; b. wenn gem. § 4 Abs. 2 Kunstförderungsgesetz aus der Situation des Förderungswerbers/der Förderungswerberin oder aus dem zu fördernden Vorhaben zu schließen ist, dass das Vorhaben ohne Förderung aus Bundesmitteln nicht oder nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden kann und es bei Gewährung der Förderung finanziell gesichert ist; c. als Ergänzung von Eigenleistungen des Förderungswerbers/der Förderungswerberin, Leistungen der Gebietskörperschaften oder sonstiger Dritter; d. wenn der Förderungswerber/die Förderungswerberin nicht aus seinem/ihrem Verschulden bei anderen Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz mit der Abrechnung oder Rückzahlung säumig ist; e. wenn an der ordnungsgemäßen Geschäftsführung sowie an den zur Durchführung des Vorhabens erforderlichen fachlichen Fähigkeiten des Förderungswerbers/der Förderungswerberin keine Zweifel bestehen; f. wenn das Gleichbehandlungsgesetz, BGBl. I Nr. 66/2004, beachtet, sofern es sich um die Förderung eines Unternehmens handelt, und das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, BGBl. I Nr.

Kapitel III Service

82/2005, sowie das Diskriminierungsverbot gemäß § 7b des Behinderteneinstellungsgesetzes (BEinstG), BGBl. Nr. 22/1970, berücksichtigt wird; g. wenn der Nachweis der widmungsgemäßen Verwendung früherer Förderungen beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur fristgerecht und vollständig eingelangt ist. Von Eigenleistungen des Förderungswerbers/der Förderungswerberin kann, soweit es ihm/ihr wirtschaftlich nicht zumutbar ist, abgesehen werden. Auf Leistungen anderer Gebietskörperschaften kann verzichtet werden, wenn das Vorhaben im gesamtösterreichischen Interesse gelegen ist; auf Leistungen sonstiger Dritter, wenn dem Vorhaben besondere Bedeutung im Sinn der Zielsetzungen gemäß der §§ 1 und 2 Abs. 1 Kunstförderungsgesetz zukommt. 1.4. Zins- oder amortisationsbegünstigte Gelddarlehen oder Annuitäten-, Zinsen- und Kreditkostenzuschüsse sind an Stelle von Zuschüssen gemäß Punkt I.1.1. und 1.2. zu gewähren, wenn aufgrund der zu erwartenden Einnahmen aus dem zu fördernden Vorhaben eine Tilgung des Darlehens zu erwarten ist. 1.5. Die Förderungsmittel sind von den Förderungswerbern/Förderungswerberin­nen so wirtschaftlich, sparsam und zweckmäßig wie möglich und nur zu dem Zweck zu verwenden, für den sie gewährt wurden. Eine Verwendung für andere als die im Förderungsansuchen beschriebenen und mit der Bewilligung anerkannten Zwecke ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in jedem Falle unzulässig. 1.6. Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist zu verpflichten, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur über die Verwendung der Förderungsmittel spätestens zur im Zusageschreiben angegebenen Frist unter Vorlage der dort angeführten Unterlagen einen Nachweis zu erbringen. Auf begründetes Verlangen hin sind diese Unterlagen jederzeit vorzulegen. Im

Endkostenstand sind gewährte Rabatte und Skonti von den entsprechenden Kostenpositionen abzuziehen. Kann die angeführte Frist nicht eingehalten werden, ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin zu verpflichten, unaufgefordert und schriftlich eine begründete Fristverlängerung zu beantragen. 1.7. Mit dem Förderungswerber/der Förderungswerberin ist zu vereinbaren, dass für Streitigkeiten aus dem Förderungsvertrag im bezirksgerichtlichen Verfahren das Bezirksgericht Wien-Innere Stadt und im Gerichtshofverfahren das Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien zuständig ist. 2. Antragstellung für Förderungen gemäß Punkt I.1.1. bis 1.5. 2.1. Für die Förderung jedes Vorhabens ist ein gesonderter Förderungsantrag zu stellen. 2.2. Der Antrag ist mit dem in der Anlage zu den Richtlinien enthaltenen Formular samt Förderungsbedingungen beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Sektion für Kunstangelegenheiten) zu stellen. 2.3. Das Formular ist vollständig ausgefüllt von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin, bei juristischen Personen von den statuten- oder satzungsgemäß vertretungsbefugten Personen, zu unterfertigen. Bei der Unterschrift sind der Name und die Funktion des Unterfertigenden anzuführen. Mit der Unterschrift akzeptiert der Förderungswerber/die Förderungswerberin die auf der Rückseite des Formulars angeführten Förderungsbedingungen; Einschränkungen oder Änderungen dürfen nicht vorgenommen werden. 2.4. Eine Förderung ist grundsätzlich nur zulässig, wenn vor Gewährung der Förderung mit der Leistung noch nicht begonnen worden ist. Wenn es durch besondere Umstände, insbesondere auf Grund der Eigenart der Leistung, gerechtfertigt ist, kann eine Förderung auch ohne Vorliegen dieser Voraussetzung im Nachhinein gewährt werden.

Richtlinien für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz 2010

Kunstbericht 2013  |  225

Das Ansuchen auf Förderung eines Vorhabens bzw. auf Förderung der Jahrestätigkeit ist daher so rechtzeitig einzureichen, dass die Entscheidung über die Gewährung der Förderung vor Beginn des Vorhabens (Projektes) bzw. vor Beginn des Zeitraumes, für den die Förderung der Jahrestätigkeit gewährt werden soll, erfolgen kann. Die Einreichtermine, die auf der Homepage der Kunstsektion veröffentlicht werden, sind zu berücksichtigen. 2.5. Dem Formular sind anzuschließen: a. eine ausführliche Beschreibung des zu fördernden Vorhabens; bei zu fördernder Jahrestätigkeit die Beschreibungen der Vorhaben und Tätigkeiten während des Zeitraumes, für den die Förderung der Jahrestätigkeit gewährt werden soll; b. die Aufgliederung der Gesamtkosten einschließlich einer detaillierten Kostenkalkulation (Einnahmen/Ausgaben und deren ausreichende Finanzierung unter Berücksichtigung der beantragten Förderung); c. Angaben zum Durchführungszeitraum des zu fördernden Vorhabens; d. bei juristischen Personen die aktuellen Vereinsstatuten, aktuelle Vereinsregisterauszüge bzw. Firmenbuchauszüge und Angaben über die befugten und für die widmungsgemäße Ausführung verantwortlichen Organe, sofern nicht bei vorangegangenen Anträgen die Unterlagen vorgelegt wurden und in diesen keine Änderungen eingetreten sind; e. eine Aufstellung der Förderungen, gegliedert nach Höhe und Zweck, um die der Förderungswerber/die Förderungswerberin für das zu fördernde Vorhaben (bzw. die zu fördernde Jahrestätigkeit) bei einem anderen Rechtsträger einschließlich anderer Gebietskörperschaften angesucht hat oder ansuchen will sowie f. eine Aufstellung der Förderungen, gegliedert nach Höhe, Zweck und fördernder Einrichtung, die der Förderungswerber/die Förderungswerberin durch die öffentliche Hand in den letzten drei Jahren vor Antragstellung erhalten hat; g. bei beantragter Förderung der Jahrestä-

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tigkeit eine Aufstellung des Konto- und Bargeldstandes, der Verbindlichkeiten und Forderungen der betreffenden Einrichtung zum 1. Jänner vor der Antragstellung. 2.6. Allfällige sonstige Einreichbedingungen werden je nach Förderungsart auf der Homepage der Kunstsektion unter der jeweiligen Abteilung veröffentlicht und sind zu berücksichtigen. 3. Förderungsvereinbarung bei Förderungen gemäß Punkt I.1.1. bis 1.5. 3.1. Die Gewährung der Förderung erfolgt durch Zuschrift des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, die grundsätzlich folgende Angaben zu enthalten hat: a. Bezeichnung des Förderungswerbers/der Förderungswerberin, des Förderungsantrages und des konkreten Vorhabens oder Förderungszweckes; b. maximale Förderungssumme; c. Absichtserklärung zum geplanten Zeitpunkt der Förderungsauszahlung, wobei die Auszahlung eines Teilbetrages von bis zu 10 % der Förderung (je Vorhaben) erst nach ordnungsgemäß erbrachter Abrechnung vorgesehen werden kann; d. Termin und Art des Nachweises über die Durchführung des geförderten Vorhabens und über die widmungsgemäße Verwendung der Förderungsmittel; e. bei Darlehen die Rückzahlungsraten und Zahlungstermine für die Raten; f. allfällige sonstige Bedingungen, welche die Förderungsbedingungen des Formularantrages ergänzen oder abändern. Allfällige sonstige Bedingungen sind festzulegen, wenn solche im konkreten Fall sachlich notwendig sind. 3.2. Änderungen oder Ergänzungen einer Förderungsvereinbarung haben im Wege einer Zuschrift zu erfolgen und gelten als angenommen, sofern ihnen nicht innerhalb von 14 Tagen durch den Förderungsnehmer/die Förderungsnehmerin schriftlich widersprochen wurde.

Kapitel III Service

3.3. Bei Vorhaben und Jahrestätigkeiten, bei denen es aufgrund der Komplexität abweichender oder zusätzlicher Förderungsbedingungen und Regelungen bedarf, behält sich das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur vor, eine gesonderte Vertragsurkunde zu erstellen, die vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und von dem Förderungsnehmer/der Förderungsnehmerin zu unterfertigen ist. 3.4. Förderungsnehmer/Förderungsnehmerinnen haben dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur alle Ereignisse, welche die Durchführung der geförderten Leistung verzögern oder unmöglich machen, oder eine Abänderung gegenüber dem Förderungsansuchen oder vereinbarten Auflagen und Bedingungen erfordern würde, unverzüglich und aus eigener Initiative schriftlich anzuzeigen. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur behält sich vor, die ursprüngliche Zusage von Förderungsmitteln neuerlich zu überprüfen und gegebenenfalls neue Bedingungen und Auflagen vorzusehen. 3.5. Förderungsnehmer/Förderungsnehmerin­ nen sind zu verpflichten, über den Anspruch aus einer gewährten Förderung weder durch Abtretung, Anweisung oder Verpfändung noch auf andere Weise zu verfügen. 4. Nachweis der widmungsgemäßen Verwendung der Förderung gemäß Punkt I.1.1. bis 1.5. 4.1. Für die Überprüfung von Nachweisunterlagen (Nachweiskontrolle) ist in der Geschäftseinteilung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur eine organisatorisch von der Förderungsvergabe getrennte Organisationseinheit einzurichten. 4.2. Der Förderungsnehmer/die Förderungsnehmerin ist zu verpflichten, gegenüber Beauftragten des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur die Besichtigung der künstlerischen Leistung zu gestatten. In jedem Fall sind bis zu dem in der Zuschrift angeführten Ter-

min die Durchführung des geförderten Vorhabens und bei Förderungen der Jahrestätigkeit die Vorhaben und Tätigkeiten während des geförderten Zeitraumes schriftlich durch einen Bericht oder auf die in der Förderungszusage festgelegte Weise nachzuweisen. 4.3. Um die Erfüllung der Nachweiskontrolle zu erleichtern und eine gleichartige Vorlage von Nachweisunterlagen für alle Förderungsnehmer/Förderungsnehmerinnen, gleich welcher Kunstsparte, zu gewährleisten, stellt die Nachweiskontrolle Informationsmaterial und Formulare (z. B. »Informationsblatt zum Verwendungsnachweis«, Formular »Belegaufstellung«, diverse Muster usw.) auf der Homepage des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zur Verfügung. 4.4. Grundsätzlich ist zwischen dem Nachweis von Projektförderungen und dem Nachweis von Jahrestätigkeiten zu unterscheiden. 4.5. Für Projektförderungen, sofern im Zusageschreiben keine andere Vereinbarung getroffen wurde, gilt: a. bei einer Förderungssumme bis € 4.000 je Vorhaben kann von der Vorlage der Finanznachweise abgesehen werden, wenn die im Förderungsantrag angeführten Kosten nach den Erfahrungswerten des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur angemessen sind. Unbeschadet dessen ist jedenfalls die Vorlage von Dokumentationsmaterial und eines Tätigkeitsberichts, mindestens entsprechend den im »Informationsblatt zum Verwendungsnachweis« aufgelisteten Punkten, vorzusehen; b. bei einer Förderungssumme über € 4.000 je Vorhaben ist die widmungsgemäße Verwendung der Förderungsmittel durch Dokumentationsmaterial und einen Tätigkeitsbericht, mindestens entsprechend den im »Informationsblatt zum Verwendungsnachweis« aufgelisteten Punkten, sowie eine unterschriebene, systematische Belegaufstellung und eine projektbezogene Einnahmen- und Ausgabenaufstellung unter Aufschlüsselung der einzelnen

Richtlinien für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz 2010

Kunstbericht 2013  |  227

Förderungen aus öffentlicher Hand und Sponsorenbeiträgen nachzuweisen. Die der Belegaufstellung zugrunde liegenden Originalbelege sind dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Sektion für Kunstangelegenheiten) auf Verlangen zu übermitteln. c. Sollte sich aus der Einnahmen- und Ausgabenaufstellung ein Überschuss ergeben, so ist der Förderungsnehmer/die Förderungsnehmerin zu verpflichten, diese Mittel dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur anzuzeigen und gegebenenfalls auf Aufforderung anteilig zurückzuerstatten. 4.6. Für die Förderungen von Jahrestätigkeiten gilt, sofern im Zusageschreiben keine andere Vereinbarung getroffen wurde, dass die widmungsgemäße Verwendung der Förderungsmittel durch a. Dokumentationsmaterial und einen Tätigkeitsbericht, mindestens entsprechend den im »Informationsblatt zum Verwendungsnachweis« aufgelisteten Punkten, b. einen Jahresabschluss, entsprechend den einschlägigen, für die im Förderungsantrag angegebene Kategorie der juristischen Person gültigen gesetzlichen Bestimmungen (z. B. Vereinsgesetz 2002 i.d.g.F., Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuchs i.d.g.F.), sowie c. eine unterschriebene, systematische Belegaufstellung bzw. eine geeignete, im Einzelnen festzulegende Darstellung zu erfolgen hat. 4.7. Der Förderungsnehmer/die Förderungsnehmerin ist zu verpflichten: a. Organen oder Beauftragten des Bundes und der EU Einsicht in seine/ihre Bücher und Belege sowie in sonstige der Überprüfung der Durchführung der Leistung dienende Unterlagen, alle jeweils grundsätzlich im Original, bei sich selbst oder bei Dritten und die Besichtigung an Ort und Stelle zu gestatten, ihnen die erforderlichen Auskünfte zu erteilen oder erteilen zu lassen und hiezu eine geeignete Auskunftsperson bereitzustellen, wobei über den jeweiligen Zusammenhang dieser Unterlagen mit der Leistung das Prüforgan entscheidet.

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b. Alle Bücher und Belege sowie sonstige in den Punkten 4.5. und 4.6. genannten Unterlagen – unter Vorbehalt einer Verlängerung der Aufbewahrungsfrist durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in begründeten Fällen – zehn Jahre ab dem Ende des Jahres der Auszahlung der gesamten Förderung, bei der Gewährung von Gelddarlehen ab dem Ende des Jahres dessen vollständiger Rückzahlung, in beiden Fällen mindestens jedoch ab der Durchführung der Leistung sicher und geordnet aufzubewahren, wobei zur Aufbewahrung grundsätzlich auch geeignete Bild- und Datenträger verwendet werden können, wenn die vollständige, geordnete, inhaltsgleiche, urschriftgetreue und überprüfbare Wiedergabe bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist jederzeit gewährleistet ist; in diesem Fall ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin zu verpflichten, auf seine/ihre Kosten alle Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind, um die Bücher, Belege und sonstigen Unterlagen lesbar zu machen und, soweit erforderlich, ohne Hilfsmittel lesbare dauerhafte Wiedergaben beizubringen sowie bei Erstellung von dauerhaften Wiedergaben diese auf Datenträgern zur Verfügung zu stellen. 4.8. Die widmungsgemäße Verwendung der Mittel jeder einzelnen Förderungsvereinbarung ist gesondert nachzuweisen, dabei sind die Unterlagen vollständig, fristgerecht und unter Angabe der Geschäftszahl der Förderungszuschrift (Förderungsvertrag) mit getrennter Post direkt an die gemäß Geschäftseinteilung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für die Nachweiskontrolle zuständige Organisationseinheit zu übermitteln. 4.9. Für Finanznachweise gilt: Jeder vorzulegende Finanznachweis ist entsprechend der Einreichkalkulation zu gliedern, wobei die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben den kalkulierten Einnahmen und Ausgaben gegenüber zu stellen sind.

Kapitel III Service

4.10. Für die Vorlage von Belegen gilt: a. Die einzelnen Belege sind fortlaufend zu nummerieren. b. Unabhängig von der Anzahl der Einzelbelege ist eine Belegaufstellung unter Verwendung des von der Nachweiskontrolle gem. Punkt 4.3. bereitgestellten Formulars »Belegaufstellung« anzuschließen, in der die einzelnen Belege mit Belegnummer, Firmenname und Rechnungsbetrag sowie die Summe der Rechnungsbeträge ausgewiesen sind. c. Die Belegaufstellung ist zu unterschreiben. d. Es sind ausschließlich Originalbelege (Rechnungen, Honorarnoten, Zahlungslisten, Überweisungsabschnitte etc.) vorzulegen, aus denen Name und Adresse des Begünstigten/der Begünstigten, Rechnungsdatum, Rechnungsbetrag, Leistungsumfang und der widmungsgemäße Zahlungszweck klar erkennbar sind. e. Den Belegen sind die entsprechenden Saldierungsbestätigungen (z. B. »Betrag erhalten am ...« inkl. Unterschrift des Begünstigten mit Ortsangabe oder Überweisungsbeleg/Kontoauszug im Original oder Telebankinglisten) beizufügen. f. Die anerkannten Originalbelege werden mit einem Vermerk entwertet und retourniert. g. Ist ein Förderungsnehmer/eine Förderungsnehmerin vorsteuerabzugsberechtigt, werden für den Nachweis der Förderung nur die Netto-Beträge (ohne Umsatzsteuer) anerkannt; diese sind auf den Belegen und in der Belegaufstellung auszuweisen. 4.11. Beim Nachweis von Reisen, die in Verbindung mit dem geförderten Vorhaben notwendig wurden, sind die Reisegebühren jedenfalls nur bis zu jener Höhe förderbar, die dem Gehaltsschema des Bundes und der Reisegebührenvorschrift 1955 i.d.g.F. für vergleichbare Bundesbedienstete entspricht. 4.12. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur teilt dem Förderungsnehmer/der Förderungsnehmerin die Anerkennung der widmungsgemäßen Verwendung der Förderungsmittel schriftlich mit.

5. Zusätzliche Bestimmungen für mehrjährige Förderungen gemäß Punkt I.1.1. bis 1.5. 5.1. Förderungszusagen, die Zahlungsverpflichtungen des Bundes in einem oder mehreren künftigen Finanzjahren begründen, sind nur unter folgenden Voraussetzungen für maximal drei Jahre zulässig: a. die Förderungsvoraussetzungen gemäß Punkt 1. sind erfüllt, wobei Förderungen für Einzelvorhaben, die über mehrere Jahre abgewickelt werden müssen, vorrangig gegenüber von Förderungen der Jahrestätigkeit zu gewähren sind; b. der Förderungsnehmer/die Förderungsnehmerin hat bereits für mehrere Vorhaben (Projekte) Förderungen oder für mehrere Jahre Unterstützungen für die Jahrestätigkeiten erhalten und diese stets vereinbarungsgemäß verwendet und abgerechnet; c. aufgrund der Bonität des Förderungsnehmers/der Förderungsnehmerin kann angenommen werden, dass dieser/ diese auch in Hinkunft die zugesagten Förderungsmittel vereinbarungsgemäß verwendet und dies ordnungsgemäß nachweist und d. die mit der Förderungszusage verbundene Vorbelastung ist nach § 45 Bundeshaushaltsgesetz zulässig. 5.2. Über die mehrjährige Förderung ist ein Förderungsvertrag durch eine von beiden Vertragspartnern/Vertragspartnerinnen unterfertigte Vertragsurkunde abzuschließen, die jedenfalls die Bedingungen des Förderungsantrages (Punkt II.2.1. und 2.2.) und die Bestimmungen gemäß Punkt II.3.1. und 3.3. zu enthalten hat. Weiters sind die Legung von Zwischenberichten und von Zwischenabrechnungen (mindestens ein Bericht und eine Zwischenabrechnung pro Vertragsjahr) sowie die alljährliche Konkretisierung eines zeitgerecht vorzulegenden Jahresprogramms samt Jahresvoranschlag und Finanzierungsplan, der vorab durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur genehmigungspflichtig ist, zu vereinbaren.

Richtlinien für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz 2010

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5.3. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur behält sich vor, bei erheblichen Abweichungen der Programmvorschau sowie wesentlichen Änderungen des Finanzierungsplans bzw. der Kalkulation den mehrjährigen Förderungsvertrag aufzulösen. 6. Rückzahlung der Förderung 6.1. Förderungsnehmer/Förderungsnehmerin­ nen haben über Aufforderung ausbezahlte Förderungsmittel unverzüglich rückzuerstatten, wenn a. Organe des Bundes oder der EU im Zusammenhang mit dem geförderten Projekt über wesentliche Umstände unrichtig oder unvollständig unterrichtet wurden, nach Einreichung oder nach Zusage bei anderen Förderungsstellen um Mittel für dieses Projekt angesucht wird bzw. dafür Förderungen zugesagt werden und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur nicht unaufgefordert und unverzüglich schriftlich der neue Finanzplan und die betreffende(n) Förderungszusage(n) übermittelt werden; b. er/sie seinen/ihren Verpflichtungen gemäß II.3.4. sowie der Auskunfts- und Nachweispflicht gemäß II.4.2., 4.5. bis 4.7. trotz Setzung einer angemessenen Nachfrist und Information über die Rückzahlungspflicht nicht nachgekommen ist; c. über sein/ihr Vermögen vor Abschluss des geförderten Vorhabens ein Insolvenz­ verfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels kostendeckenden Vermögens abgelehnt wurde; d. Förderungsmittel ganz oder teilweise widmungswidrig verwendet worden sind; e. das geförderte Vorhaben nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt werden kann oder durchgeführt worden ist; f. der Förderungswerber/die Förderungswerberin vorgesehene Kontrollmaßnahmen be- oder verhindert oder die Berechtigung zur Inanspruchnahme der Förderung innerhalb des für die Aufbewahrung der Unterlagen vorgesehenen Zeitraumes nicht mehr überprüfbar ist;

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g. von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin das Abtretungs-, Anweisungs-, Verpfändungs- und sonstige Verfügungsverbot gemäß II.3.5. nicht eingehalten wurde; h. die Bestimmungen des Gleichbehandlungsgesetzes von einem geförderten Unternehmen nicht beachtet wurden; i. das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz oder das Diskriminierungsverbot gemäß § 7b BEinstG nicht berücksichtigt wurden. Trifft Förderungsnehmer/Förderungsnehme­ rinnen ein Verschulden am Eintritt eines Rückforderungsgrundes, wird der Rückforderungsbetrag vom Tage der Auszahlung an mit 3 % über den jeweils gemäß § 1 EuroJustiz-Begleitgesetz geltenden Basiszinssatz pro Jahr verzinst.

III. Förderung durch Ankauf und Auftrag zur Herstellung von Kunstwerken (Punkt I. 1.6. und 1.7.) Bei Förderung durch Ankauf oder Erteilung von Aufträgen zur Herstellung von Kunstwerken ist ein schriftlicher Vertrag abzuschließen, in dem Folgendes zu vereinbaren ist: a. ein dem künstlerischen Wert des Werkes entsprechendes Entgelt, das innerhalb angemessener Frist nach Lieferung des Werkes fällig wird; b. die Lieferung unter Festlegung eines angemessenen Liefertermins auf Kosten und Gefahr des Künstlers/der Künstlerin an einen vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur bestimmten Ort im Inland. Von der Lieferung auf Kosten des Künstlers/der Künstlerin kann abgesehen werden, wenn es ihm/ ihr wirtschaftlich nicht zumutbar ist; c. die Gewährleistung des Künstlers/ der Künstlerin, dass das Werk frei von Rechten Dritter und unbelastet ist. Im Falle einer Mitgliedschaft bei der Verwertungsgesellschaft Bildende Kunst

Kapitel III Service

(VBK) nimmt der Künstler/die Künstlerin zur Kenntnis, dass zwischen der Republik Österreich und der Verwertungsgesellschaft Bildende Kunst (VBK) ein Rahmenvertrag mit der Einräumung der Werknutzungsbewilligungen abgeschlossen wurde; d. die Einräumung von Werknutzungsbewilligungen lt. gültigem Kaufvertrag; e. die Verpflichtung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, bei Reproduktionen an geeigneter Stelle den Künstler/die Künstlerin bzw. die Verwertungsgesellschaft anzuführen; f. das Recht des Künstlers/der Künstlerin, das Werk gegen entsprechende Sicherheiten (insbesondere Versicherung) in zu vereinbarenden Zeitabständen für Ausstellungen auf jeweils maximal sechs Wochen auszuleihen, wenn keine wichtigen Interessen des Bundes entgegenstehen.

IV. Gewährung von Stipendien (Punkt I. 1.8.) 1. Stipendien dürfen nur gewährt werden, wenn dadurch die Entwicklung des Künstlers/der Künstlerin im künstlerischen Schaffen gemäß § 2 Abs. 1 Z 1 im Sinn des § 1 Abs. 1 Kunstförderungsgesetz 1988 gefördert wird. 2. Die Stipendien können für folgende Aufwendungen des Künstlers/der Künstlerin gewährt werden: a. als Zuschuss zum Lebensunterhalt; b. als Zuschuss zu sonstigen Leistungen, die der künstlerischen Entwicklung dienen; c. als Zuschuss zu Aufenthaltskosten im Ausland; d. als Zuschuss zu den Reisekosten für einen Auslandsaufenthalt.

3. Das Stipendium kann auch für mehrere Zwecke gemäß IV.2. gewährt werden. 4. Ein Stipendium darf nur auf Antrag mittels dem vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur aufgelegten Formular gewährt werden. Für ein Stipendium, das aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung eines Förderungsprogramms im Wege einer Jury ermittelt wurde, ist kein gesondertes Antragsformular erforderlich. 5. Bei Stipendien gemäß IV.2. lit. a bis c über mehr als drei Monate und bei Stipendien von insgesamt mehr als € 1.000 hat der Stipendienempfänger/die Stipen­ dienempfängerin innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Stipendiums einen Bericht über sein/ihr künstlerisches Schaffen während des Stipendiums zu legen (Formular siehe Homepage). 6. Bei Stipendien für Zwecke gemäß IV.2. entfällt der Nachweis der widmungsgemäßen Verwendung im Sinne des Punktes II.4. generell.

V. Inkrafttreten und Geltungsdauer Die Richtlinien und der Anhang betreffend die Filmförderung treten mit 30. September 2010 in Kraft und gelten für eine Dauer von zehn Jahren.

Richtlinien für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz 2010

Kunstbericht 2013  |  231

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für die Gewährung von Förderungen nach dem Kunstförderungsgesetz betreffend die Filmförderung

1. Allgemeines 1.1. Ziel Ziel des Förderungsprogramms ist es, Filmkünstlerinnen und Filmkünstler in den Bereichen Avantgardefilm, innovativer Kurz-, Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm (siehe Punkt 2) zu fördern, und Talente des österreichischen Nachwuchses bei der Entwicklung der eigenen, subjektiven Filmsprache zu unterstützen. 1.2. Rechtliche Grundlage Rechtliche Grundlage für die Förderungstätigkeit ist das Kunstförderungsgesetz, BGBl. Nr. 146/1988, in der jeweils geltenden Fassung. Demnach dürfen nur Vorhaben gefördert werden, die von überregionalem Interesse sind und die innovativen Charakter haben. Förderungen erfolgen nach Maßgabe der jeweils verfügbaren finanziellen Mittel. Es besteht kein individueller Anspruch auf Gewährung einer Förderung. 1.2.1 Kumulation Eine kumulative Förderung für Filmprojekte aus Mitteln der Filmabteilung und des ÖFI, oder der Filmabteilung und des RTR ist nicht möglich. Wurden von der Filmabteilung Förderungsmittel für Konzept, Drehbuch oder Projektentwicklung gewährt, wird danach aber die Herstellung von anderen Förderungsgebern – ausgenommen aus Mitteln des Film/Fernsehabkommens – ohne die Filmabteilung der Kunstsektion finanziert, ist der gesamte Förderungsbetrag, vom Tage der Auszahlung an mit 3 % über den jeweils gemäß § 1 Euro-Justiz-Begleitgesetz geltenden Basiszinssatz pro Jahr verzinst, zurückzuzahlen. Im Gegensatz dazu sind Förderungsmittel der Filmabteilung und der FISA (Filmstandort Austria) für Filmprojekte sehr wohl möglich.

232 | Kunstbericht 2013

1.3. Antragsberechtigung Antragsberechtigt sind primär einzelne Filmkunstschaffende mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die ein Konzept/Drehbuch oder einen Film in den Bereichen Avantgarde-, innovativer Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm (der Begriff Film inkludiert auch auf Video gedrehte film­ adäquate Arbeiten) entwickeln, herstellen oder (sofern die Entwicklung und Herstellung bereits nach diesen Richtlinien gefördert wurden) verwerten wollen. Die Antragsberechtigung von juristischen Personen (z. B. GmbH) ist ausschließlich nur dann gegeben, wenn die Person, die bei diesem Projekt Regie führt, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, die Herstellung eines innovativen Vorhabens ohne juristische Person nicht gewährleistet wäre und der/die österreichische Produzent/ Produzentin alleiniger Produzent/alleinige Produzentin (100 %) oder Mehrheitsproduzent/Mehrheitsproduzentin im Mindestausmaß von 51 % ist. Wird das Vorhaben zu mehr als 50 % von ausländischen Förderungsstellen mitfinanziert, obliegt es dem Filmbeirat zu beurteilen, ob zur Weiterentwicklung österreichischer Regisseure/Regisseurinnen eine Förderung empfohlen werden kann. Darüber hinaus ist ein österreichisches Ursprungszeugnis vorzulegen. Internationale Co-Produktionen können dann nicht gefördert werden, wenn der österreichische Beitrag lediglich ein finanzieller ist. Ausländische Staatsangehörige sind österreichischen Staatsbürgern/Staatsbürgerinnen dann gleichgestellt, wenn sie den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen nachweislich seit mindestens drei Jahren in Österreich haben und in diesem Zeitraum Deviseninländer/Deviseninländerinnen waren. 1.3.1. Studierende Personen, die filmische Projektvorhaben im Rahmen einer Ausbildung (Filmschulen, Studium an der Kunstuniversität mit der Fachrichtung Film/ Fernsehen/Medien oder an einer anderen einschlägigen Fachausbildungsstätte) herstellen, können nur gefördert werden, wenn es sich

Kapitel III Service

um den Abschlussfilm (Diplom-, Bachelorund Master­studium) mit besonderer künstlerischer Qualität handelt, oder wenn diese mit der/den letzen Arbeiten zur Viennale, Diagonale oder Crossing Europe eingeladen waren. So genannte Übungsfilme im Rahmen einer Ausbildung werden nicht gefördert. •• 1.4. Adressänderung/Geschäftszahl Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist zu verpflichten, jede Änderung der Zustelladresse unverzüglich bekannt zu geben. Bei sämtlichen Zuschriften, die Förderungen betreffen, ist unbedingt die Geschäftszahl (GZ) des Genehmigungsschreibens anzuführen.

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2. Förderungsgegenstand 2.1. Subsidiarität Förderungsvoraussetzung ist, dass der Förderungswerber/die Förderungswerberin auch Förderungen bei Ländern und Gemeinden beantragt hat. 2.2. Sparten In den Bereichen Avantgardefilm, innovativer Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm (»Film« inkludiert auch auf HDV/DV/Video etc. gedrehte filmadäquate Arbeiten) werden folgende Sparten gefördert: 1. Drehbuch 2. Projektentwicklung 3. Herstellung 4. Festivalverwertung 5. Kinostart 6. FAZ Unterstützt werden ausschließlich Projekte: •• die ohne Förderung der Filmabteilung nicht durchgeführt werden könnten (siehe § 4 (2) KFG); •• deren nicht kommerzielle, unabhängige Produktionsweise eigenständige und inhaltlich anspruchsvolle Werke erwarten lässt; •• die eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Medium Film/Kino erkennen

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

lassen, die in Bezug auf Technik, Ästhetik, Mittel, Material und Inhalte Werke versprechen, die den künstlerischen und kulturellen Traditionen des Kinos, dessen eigenständiger Ausdrucksform und deren zeitgenössischen Weiterentwicklungen folgen; die sich eingehend und kritisch mit gesellschaftlich und kulturell relevanten Themen beschäftigen, welche die Lebenswirklichkeit eines potentiellen Publikums berühren; die insgesamt Fragen stellen, Probleme aufwerfen und künstlerische wie gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar machen, ohne bloß Vorgefundenes zu reproduzieren; die vorwiegend für die Distribution im Kino und/oder den Einsatz bei genrespezifischen Festivals konzipiert sind.

Folgende Filmarten können im Rahmen des Förderungsgegenstandes gefördert werden: •• (Kurz)Spielfilme (3 Minuten bis »abendfüllend«): weisen unabhängige und künstlerisch eigenständige Formen des Geschichtenerzählens und der Realitätswahrnehmung auf und sind Filme, die nicht auf eine populäre oder längst etablierte Erzählweise vertrauen, sondern in individuell entwickelter »Sprache« das Fiktionale mit Aspekten des Avantgardefilms, des Dokumentarischen oder des Essays verknüpfen. •• Kurzer Dokumentarfilm: inhaltlich und formal hochgradig persönliche, mit minoritärem Blick ausgestattete Produktionen als Beitrag zu einem lebendigen kulturellen Gedächtnis, gestalterisch abseits gängiger Formen­, in denen sich das kommerzielle Kulturerbe zu verfestigen trachtet. •• Langer Dokumentarfilm (ab einer Länge von 70 Minuten): ist ein Werk, das eine intensive Recherche, den reflektierten Einsatz filmischer Ausdrucksmittel und eine eigenständige filmische Umsetzung als zentrales Moment der Realisation aufweist und das autonom in die Realität eintaucht, sie reflektiert abbildet und das

Kunstbericht 2013  |  233

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Gefundene der Essenz entsprechend zur Erzählung montiert. Keinesfalls berücksichtigt werden flüchtig ge­ coverte Stories von begrenzter Aktualität oder bloße Dokumentationen. Avantgarde, Experiment, Animation: ist jene radikale Filmkultur, die sich als autonome kinematografische Kunstform etabliert hat. Die inhaltliche Anforderung dieses Genres manifestiert sich in der Genuinität avantgardistischer Arbeiten, in denen die Optionen des Films nicht nur in formalen oder technischen Experimenten ausgelotet werden, sondern vielmehr in einer rigorosen Befragung des Mediums Möglichkeiten eines individualisierten Ausdrucks ihren Niederschlag finden.

3. Ausschließungsgründe 3.1. Von der Förderung ausgeschlossen sind Vorhaben: •• die kalkulatorisch nicht entsprechen, •• die primär zur TV-Verwertung vorgesehen sind oder Projekte mit inhaltlicher oder formaler Tendenz zum Fernsehbeitrag, •• die primär auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet sind und geringe künstlerische Qualität aufweisen, •• deren Produktionsgesamtkosten über € 500.000 (Richtwert) liegen respektive Co-Produktionen bei denen der österreichische Finanzierungsanteil über € 500.000 (Richtwert) liegt, •• die vorwiegend für andere Kontexte und Distributionsformen als den Filmfestival- und Kinobereich gedacht sind wie z. B. Installationen, Ausstellungen, Galerien, Museen, Theater oder im öffentlichen Raum sowie für den Unterrichts-, Informations- und Internetbereich, ebenso Musikvideos oder Projekte, bei denen der Film als bloßes Trägermaterial zur Dokumentation dient, sowie

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Kinder- und Jugendprojekte und Anträge im Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildung (siehe auch »Studierende«).

3.2. Abgrenzung Projekte, die eine Mitfinanzierung des Förderungsgebers für die spätere Herstellungsförderung (z. B. Fernsehauswertung) ausschließen (siehe auch Punkt 2.2), können auch in der Entwicklung (Drehbuch, Konzept, Projektentwicklung, Übersetzungen, Reisekosten etc.) nicht berücksichtigt werden. 3.3. Genre/Erstlinge Projekte von Personen, die noch keinen Film (oder keinen Film im betreffenden Genre) realisiert haben, können nur dann gefördert werden, wenn ein Teil des zu realisierenden Projekts schon gedreht ist und als Rohschnitt vorgelegt wird bzw. sowohl technisch als auch ästhetisch überzeugendes Recherche- bzw. Vordrehmaterial in Laufbild vorgelegt wird. Gegebenenfalls kann die Heranziehung von professionellem Dreh- und Schnittpersonal zur Förderungsbedingung gemacht werden. 3.4. Förderungsautomatik Förderungsautomatik ist nicht gegeben. Projektentwicklungsförderung bedingt keinesfalls Herstellungsförderung. Herstellungsförderung bedingt keine Verwertungsförderung.

Kapitel III Service

4. Förderbare und nicht förderbare Kosten Es werden nur Kosten anerkannt, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zu fördernden Projekt stehen. Unbeschadet Pkt. 7.1. hat zur Prüfung der Unmittelbarkeit die Regie führende Person (FörderungswerberIn) bei Anfrage des Förderungsgebers laufend Auskunft nach Quantitäten von Arbeit und Leistungen im Zusammenhang mit dem geförderten Projekt zu geben. Ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin eine juristische Person, ist diese Auskunftsverpflichtung der Regie führenden Person im Vertrag (Regievertrag) zwischen Förderungswerber/Förderungswerberin und Regie zu übertragen. Kosten, die unangemessen kalkuliert sind, werden nur im angemessenen Ausmaß anerkannt. 4.1. Sachgüter Bezüglich Sachgütern wie (Fach)Literatur, Kameras, Schnittsysteme, Computeranlagen, Drucker, Büroeinrichtung etc. ist nur eine allfällige Anmietung zu den ortsüblichen Sätzen förderbar. Der Ankauf von Sachgütern kann nicht gefördert werden. 4.2. Eigenmittel/Rückstellungen Kalkulierte Eigenmittel, Eigenleistungen und Rückstellungen sind auszuweisen – es ist genau zu bezeichnen, welche Kostenstelle(n) in die Eigenleistung und/oder Rückstellung genommen wird/werden. Die im Finanzierungsplan angegebenen Beträge müssen mit den in der Kalkulation bezeichneten Beträgen übereinstimmen.

Netto-Fertigungskosten in €

4.3. Eigenleistung Gemäß § 4 Abs. 2 Kunstförderungsgesetz sind von Förderungswerbern/Förderungswerberinnen angemessene Eigenleistungen zu erbringen. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn glaubhaft gemacht wurde, dass auf Grund der ökonomischen Situation der Förderungswerber/Förderungswerberinnen Eigenleistungen wirtschaftlich nicht zumutbar sind. 4.4. Honorare und sonstige Kosten Als Fertigungsgemein-/Handlungsunkosten werden maximal 7,5 % der Nettofertigungskosten anerkannt. Die Produktionskosten sollten € 500.000 (Richtwert) nicht überschreiten bzw. sollte bei Co-Produktionen der österreichische Anteil € 500.000 (Richtwert) nicht überschreiten. Die Herstellungsleitung und Produzentenhonorar sind rückzustellen respektive als Eigenleistung zu erbringen. Löhne, Gagen und Honorare, die über dem Mindestsatz des Kollektivvertrags liegen, können nicht anerkannt werden. Gerätemieten werden nur im angemessenen Ausmaß anerkannt. Bei Geräten, die sich in den Betriebsanlagen der herstellenden Produktionsfirma befinden, werden im Fall der Verrechnung 80 % der branchenüblichen Mietsätze anerkannt. Als maximale Gage/Honorar bei Verfilmung für das Konzept (Dokumentarfilm lang) können – insbesondere dann, wenn es sich bei Autor/Autorin und Regisseur/Regisseurin um keine Personalunion handelt – € 13.000, bei Verfilmung eines Drehbuches (Spielfilm lang) € 16.000 anerkannt werden. Davon werden die Beträge abgezogen, die vom Förderungsgeber oder anderen Förderungsstellen für Drehbuch- oder Konzepterstellung bei Projektentwicklung zuerkannt wurden.

420.000

350.000

300.000

bis 200.000

Konzept Höchstsatz Dokumentarfilm lang

13.000

12.000

11.000

10.000

Drehbuch Höchstsatz Spielfilm lang

16.000

15.000

14.000

14.000

Regie Höchstsatz (inkl. SZ u. UEL) Spielfilm lang

28.000

25.000

23.000

20.000

Regie Höchstsatz (inkl. SZ u. UEL) Dokumentarfilm lang

25.000

22.000

20.000

15.000

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

Kunstbericht 2013  |  235

Für Regie Spielfilm (lang) können bei Nettofertigungskosten von € 420.000 als maximale (inkl. Sonderzahlungen und Überstundenabgeltung) Gage (zuzüglich nur noch Lohnnebenkosten) € 28.000, für Regie Dokumentarfilm (lang) € 25.000 anerkannt werden, usw. (siehe oben). Die Drehbuch/Konzeptgagen bleiben bei Langfilmen gleich. Bei kürzeren Filmen fallen alle Gagen aliquot. 4.5. Tätigkeitskumulation Übt eine Person zur gleichen Zeit mehr als eine Funktion aus (wenn z. B. Produktion/ Regie/Kamera von einer Person getätigt werden), können maximal 150 % der am höch­ sten bewerteten Funktion kalkuliert werden. 4.6. Stabliste Jeder Einreichung ist eine vorläufige Stabliste anzuschließen. Bei der Abrechnung müssen die endgültige (produktionsrelevante) Stabliste und die Rechnungslegung der genannten Personen übereinstimmen. 4.7. Vorsteuerabzugsberechtigung Die auf die Kosten der förderbaren Leistung entfallende Umsatzsteuer ist keine förderbare Ausgabe; sofern diese Umsatzsteuer aber nachweislich tatsächlich und endgültig von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin zu tragen ist, somit für diesen keine Vorsteuerabzugsberechtigung besteht, kann sie als förderbarer Kostenbestandteil berücksichtigt werden. Die – auf welche Weise immer – rückforderbare Umsatzsteuer ist auch dann nicht förderbar, wenn sie der Förderungswerber/ die Förderungswerberin nicht tatsächlich zurück erhält. Sollte eine Förderung seitens des Finanz­ amtes wegen des Vorliegens einer nach dem Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 633, steuerbaren und steuerpflichtigen Leistung des Förderungswerbers/der Förderungswerberin an den Förderungsgeber nicht als Förderung, sondern als Auftragsentgelt angesehen werden und dafür von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin eine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen sein, ist vorzusehen, dass dieses Auftragsentgelt als Bruttoentgelt anzusehen ist. Eine zusätzliche, gesonderte Abgeltung der Um-

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satzsteuer durch das anweisende Organ – aus welchem Rechtsgrund immer – ist somit ausgeschlossen.

5. Förderungsart Die Förderung erfolgt in Form von Geldzuwendungen zu den geplanten Projekten im Sinne des § 3 Abs. 1 Z 1 Kunstförderungsgesetz BGBl. Nr. 146/1988 in der jeweils geltenden Fassung.

6. Förderungshöhe 6.1. Drehbuch Eine gesonderte Förderung für ein Drehbuch kann nur für abendfüllende Spielfilme (ab 70 Min.) beantragt werden (für kürzere Spielfilme ist die Drehbuchförderung in der Projektentwicklung inkludiert). Die maximale Förderungshöhe für Langfilm beträgt € 5.000. Sollte das Drehbuch auch von anderer Seite unterstützt oder um weitere Förderungen dafür angesucht werden, anerkennt der Förderungsgeber nur die Differenz auf den Höchstsatz. 6.2. Projektentwicklung •• Maximale Förderungshöhe Experimentalfilm: projektbezogen •• Maximale Förderungshöhe (ab 70 Min.) Spielfilm: € 20.000 (Kurzfilme adäquat weniger) •• Maximale Förderungshöhe (ab 70 Min.) Dokumentarfilm: € 10.000 (Kurzfilme adäquat weniger) •• Überschreiten die Gesamtkosten der Entwicklung € 40.000, ist eine Förderung nach diesen Richtlinien ausgeschlossen. Die maximale Förderungshöhe kann nur dann zuerkannt werden, wenn die gesamten Eigenhonorare (zeitlicher Aufwand für Recherchen und Erstellen des Konzepts) € 5.000 nicht überschreiten und der Differenzbetrag

Kapitel III Service

nachvollziehbar aus Flug-, Hotel- und Materialkosten (Film/Videomaterial respektive notwendige Mieten für Kamera oder Tongeräte) besteht. Sollte das Konzept auch von anderer Seite unterstützt oder um weitere Förderungen dafür angesucht werden, anerkennt der Förderungsgeber nur die Differenz auf die maximale Förderungshöhe von € 5.000. 6.3. Herstellung •• Maximale Förderungshöhe: € 60.000 (für Einzelpersonen bei Langfilmen) •• Maximale Förderungshöhe: € 100.000*) (für Produktionsfirmen bei Langfilmen) *) Kann in Sonderfällen nach Beiratsempfehlung und Rücksprache mit der Ressortleitung überschritten werden. 6.4. Festivalverwertung •• Maximale Förderungshöhe: € 15.000 (für Langfilme) 6.5. Kinostart •• Maximale Förderungshöhe: € 20.000 (Langfilm – kürzere Filme entsprechend weniger). Projektadäquat kann der Beirat empfehlen, bei entsprechendem Verwertungskonzept den Höchstsatz um bis zu 50 % überschreiten. Kosten für eine Website werden bis zu einer Höhe von maximal € 1.000 und Kosten für Ansichtskopien (DVDs) bis zu einer Höhe von maximal € 500 anerkannt.

7. Verpflichtungen der Förderungs­ werberInnen 7.1. Gewährung einer Förderung Die Gewährung einer Förderung ist davon abhängig zu machen, dass der Förderungswerber/die Förderungswerberin insbesondere: 1. mit der Durchführung der Leistung gemäß dem vereinbarten Zeitplan, ansonsten unverzüglich nach Gewährung der Förderung beginnt, die Leistung zügig durchführt und diese innerhalb der vereinbarten, ansonsten innerhalb

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

einer angemessenen Frist abschließt, 2. dem Förderungsgeber alle Ereignisse, welche die Durchführung der geförderten Leistung verzögern oder unmöglich machen, oder eine Abänderung gegenüber dem Förderungsersuchen oder vereinbarten Auflagen und Bedingungen erfordern würde, unverzüglich und aus eigener Initiative schriftlich anzeigt und seinen/ihren Mitteilungspflichten jeweils unverzüglich nachkommt, 3. Organen oder Beauftragten des Bundes und der EU Einsicht in seine/ihre Bücher und Belege sowie in sonstige der Überprüfung der Leistung dienende Unterlagen – alle jeweils grundsätzlich im Original – bei sich selbst oder bei Dritten und die Besichtigung an Ort und Stelle gestattet, ihnen die erforderlichen Auskünfte erteilt oder erteilen lässt und hierzu eine geeignete Auskunftsperson bereitstellt, wobei über den jeweiligen Zusammenhang dieser Unterlagen mit der Leistung das Prüforgan entscheidet, 4. alle Bücher und Belege sowie sonstige in Punkt 3 genannten Unterlagen – unter Vorbehalt einer Verlängerung der Aufbewahrungsfrist durch den Förderungsgeber in begründeten Fällen – zehn Jahre ab dem Ende der Auszahlung der gesamten Förderung sicher und geordnet aufbewahrt, wobei zur Aufbewahrung grundsätzlich auch geeignete Bild- und Datenträger verwendet werden können, wenn die vollständige, geordnete, inhaltsgleiche, urschriftgetreue und überprüfbare Wiedergabe bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist jederzeit gewährleistet ist; in diesem Fall ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin verpflichtet, auf seine/ihre Kosten alle Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind, um die Bücher, Belege und sonstigen Unterlagen lesbar zu machen und, soweit erforderlich, ohne Hilfsmittel lesbare dauerhafte Wiedergaben beizubringen sowie bei Erstellung von dauerhaften Wiedergaben dies auf Datenträgern zur Verfügung zu stellen, 5. den Förderungsgeber ermächtigt, die für die Beurteilung des Vorliegens der För-

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derungsvoraussetzungen erforderlichen personenbezogenen Daten über die von ihm/ihr selbst erteilten Auskünfte hinaus auch durch Rückfragen bei den in Betracht kommenden anderen Organen des Bundes oder bei einem anderen Rechtsträger, der einschlägige Förderungen zuerkennt oder abwickelt, oder bei sonstigen Dritten zu erheben, Förderungsmittel des Bundes nicht zur Bildung von Rücklagen oder Rückstellungen nach dem Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400, verwendet, über einen Anspruch aus einer gewährten Förderung weder durch Abtretung, Anweisung oder Verpfändung noch auf andere Weise verfügt und die Rückzahlungsverpflichtung gemäß Punkt 7.5. übernimmt. bei der Vergabe von Aufträgen für Lieferungen und Leistungen unbeschadet der Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes 2006, BGBl. I Nr. 17, zu Vergleichszwecken nachweislich mehrere Angebote einholt, soweit dies im Hinblick auf die Höhe des geschätzten Auftragswertes zweckmäßig ist, bei einer Gesamtförderung jedenfalls, bei einer Einzelförderung dann, wenn die Gesamtausgaben für die Leistung überwiegend aus Bundesmitteln getragen werden, seine/ihre Bediensteten nicht besser stellt als vergleichbare Bundesbedienstete; Reisegebühren maximal in der Höhe der Reisegebührenvorschrift 1955, BGBl. Nr. 133, in der derzeit geltenden Fassung, verrechnet; in begründeten Ausnahmefällen kann von den Voraussetzungen der lit. a und b abgegangen werden, wenn es sachlich gerechtfertigt ist; Personalkosten und Reisegebühren sind in diesem Fall jedoch nur bis zu jener Höhe förderbar, die dem Gehaltsschema des Bundes und der Reisgebührenvorschrift 1955 für vergleichbare Bundesbedienstete entspricht, das Gleichbehandlungsgesetz, BGBl. Nr. 108/1979, sowie das BundesBehindertengleichstellungsgesetz, BGBl. I Nr. 82/2005, in der jeweils geltenden Fassung, beachtet, sofern es sich um

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die Förderung eines Unternehmens handelt. 7.2. Rückzahlung der Förderung Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet – unter Vorbehalt der Geltendmachung weitergehender gesetzlicher Ansprüche – die Förderung über Aufforderung des Förderungsgebers oder der EU als ungerechtfertigte Bereicherung ganz oder teilweise sofort zurück zu erstatten, wobei der Anspruch auf zugesicherte und noch nicht ausbezahlte Förderungsmittel erlischt, wenn insbesondere: 1. Organe oder Beauftragte des Bundes oder der EU von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin über wesentliche Umstände unrichtig oder unvollständig unterrichtet worden sind, nach Einreichung oder nach Zusage bei anderen Förderungsstellen um Mittel für dieses Projekt angesucht wird bzw. dafür Förderungen zugesagt werden und dem Förderungsgeber nicht unaufgefordert und unverzüglich schriftlich der neue Finanzplan und die betreffende(n) Förderungszusage(n) übermittelt werden, 2. von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin vorgesehene Berichte nicht erstattet oder Nachweise nicht erbracht oder erforderliche Auskünfte nicht erteilt worden sind, sofern in diesen Fällen eine schriftliche, entsprechend befristete und den ausdrücklichen Hinweis auf die Rechtsfolge der Nichtbefolgung enthaltende Mahnung erfolglos geblieben ist, 3. der Förderungswerber/die Förderungswerberin nicht aus eigener Initiative unverzüglich – jedenfalls noch vor einer Kontrolle oder deren Ankündigung – Ereignisse meldet, welche die Durchführung der geförderten Leistung verzögern oder unmöglich machen oder deren Abänderung erfordern würde, 4. über das Vermögen des Förderungswerbers/der Förderungswerberin vor ordnungsgemäßem Abschluss der geförderten Leistung oder innerhalb einer Frist von drei Jahren nach deren Abschluss ein Konkursverfahren eröff-

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net oder die Eröffnung eines Konkurses mangels kostendeckenden Vermögens abgelehnt wird, der Förderungswerber/die Förderungswerberin vorgesehene Kontrollmaßnahmen be- oder verhindert oder die Berechtigung zur Inanspruchnahme der Förderung innerhalb des für die Aufbewahrung der Unterlagen vorgesehenen Zeitraumes nicht mehr überprüfbar ist, die Förderungsmittel vom Förderungswerber/von der Förderungswerberin ganz oder teilweise widmungswidrig verwendet worden sind, die Leistung von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt werden kann oder durchgeführt worden ist, von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin das Abtretungs-, Anweisungs-, Verpfändungs- und sonstige Verfügungsverbot gemäß Punkt 7.1.7. nicht eingehalten wurde, von Organen der EU die Aussetzung und/ oder Rückforderung verlangt wird oder sonstige Förderungsvoraussetzungen, insbesondere solche, welche die Erreichung des Förderungszweckes sichern sollen, von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin nicht eingehalten wurden, die Bestimmungen des Gleichbehandlungsgesetzes von einem geförderten Unternehmen nicht beachtet wurden, die Bestimmungen des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes nicht beachtet wurden.

In den Fällen der Punkte 1 bis 3, 6, 8 und 10 bis 12 erfolgt jedenfalls, in den übrigen Fällen, nur soweit den Förderungswerber/die Förderungswerberin oder solchen Personen, deren er/sie sich zur Erstellung der für die Gewährung der Förderung maßgeblichen Unterlagen oder zur Durchführung der geförderten Leistung bedient hat, am Eintritt eines Rückzahlungsgrundes ein Verschulden trifft, eine Verzinsung des Rückzahlungsbetrages vom Tage der Auszahlung der Förderung an mit 3vH über dem jeweils geltenden und von der Österreichischen Nationalbank

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

verlautbarten Basiszinssatz pro Jahr unter Anwendung der Zinseszinsmethode. Trifft den Förderungswerber/die Förderungswerberin in den Fällen der Punkte 4, 5, 7 und 9 kein Verschulden, erfolgt eine Verzinsung des Rückzahlungsbetrages in der Höhe von 4 vH pro Jahr ab dem Tag der Auszahlung der Förderung unter Anwendung der Zinseszinsmethode. Liegen diese Zinssätze unter dem von der EU für Rückforderungen festgelegten Zinssatz, ist dieser heranzuziehen. Für den Fall eines Verzuges bei der Rückzahlung der Förderung sind Verzugszinsen im Ausmaß von 4 vH über dem jeweils geltenden Basiszinssatz pro Jahr ab Eintritt des Verzugs zu vereinbaren (§ 39 Abs. 3 BHG). Sofern die Leistung ohne Verschulden des Förderungswerbers/der Förderungswerberin nur teilweise durchgeführt werden kann oder worden ist, kann der Förderungsgeber vom Erlöschen des Anspruches der auf die durchgeführte Teilleistung entfallenden Förderungsmittel Abstand nehmen, wenn die durchgeführte Teilleistung für sich allein förderungswürdig ist. 7.3. Abrechnung allgemein Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet, über alle Einnahmen und Ausgaben des Vorhabens gesonderte Aufzeichnungen zu führen. Kostenmindernde Erträge aus Versicherungsleistungen, Prämien­rückvergütungen, Verkauf von Gegenständen (Fundus etc.), Rechten (Musik etc.), Werbung, Sponsorenleistungen etc. müssen gesondert ausgewiesen werden. Tätigkeitsbericht, detaillierte Gebarungsübersicht, saldierte Original-Rechnungsbelege etc. sind zu gegebener Frist unaufgefordert zu übermitteln. Die Auflagen im Zusageschreiben sowie die Kalkulationen, die Ausführungen im Förderungsansuchen, der Projektbeschreibung, dem Konzept/Drehbuch sind für den Nachweis der widmungsgemäßen Verwendung maßgebend.

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7.4. Filmsichtung (»Abnahme«) Ab dem Stadium Feinschnitt/Fertigstellung ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin verpflichtet, mit dem Förderungsgeber einen Sichtungstermin zu vereinbaren. Sollte ein Ansuchen auf Festival-/Verwertungs- oder Kinostartförderung gestellt werden, kann dieses auch außerhalb der Einreichtermine nach Filmsichtung behandelt werden (ohne Sichtung sind die Anträge sechsfach zu den üblichen Beiratsterminen einzureichen). Bei Kurzfilmen genügt unmittelbar nach Fertigstellung die Übermittlung von sechs DVDs des fertigen (Titel, Logos etc.) Filmes. 7.5. Abrechnungstermine Der für den Verwendungsnachweis (Subventionsabrechnung) vorgeschriebene Termin ist einzuhalten. Sollte dies nicht möglich sein, so ist unaufgefordert unter Anführung der Gründe ein schriftliches Ansuchen um Fristerstreckung beim Förderungsgeber (BMUKK, Abteilung V/3) einzubringen. 7.6. Musterabrechnung und Musterbelegaufstellung Für die Abrechnung ist dieselbe Kalkulation (Exceldatei) zu verwenden, mit der eingereicht und auf Grund der gefördert wurde. Dieser ursprünglichen Kalkulation sind die tatsächlich verbrauchten Gelder unter denselben Begriffen/Posten gegenüber zu stellen. Neben der Gegenüberstellung Kalkulation – Abrechnung ist bei Vorlage von mehreren Rechnungen eine ziffernmäßige Belegaufstellung anzuschließen. Diese Aufstellung muss in Gruppen nach dem Ausgabezweck und somit der Kalkulationsvorlage geordnet sein. Die fortlaufende Nummerierung der Belege muss mit den Ziffern der Aufstellung korres­ pondieren. 7.7. Originalbelege Es werden nur Originalbelege anerkannt. Die Originalrechnungen müssen den Förderungswerber/die Förderungswerberin als Zahlungspflichtigen ausweisen, firmenmäßig gefertigt sein und die Art der zugrunde liegenden Leistung/Lieferung angeben. Leistungen und Lieferungen müssen mit der im Ansuchen und im Genehmigungsschreiben ange-

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führten Widmung (Zweck) der Förderung übereinstimmen, also sachlich und inhaltlich der Förderungszusage zuordenbar sein. 7.8. Saldierungsnachweise Den Originalrechnungen sind die Saldierungsnachweise wie z.  B. Zahl- und Erlagschein einschließlich entsprechender Durchführungsbestätigung der Bank bzw. Kontoauszüge, ebenfalls im Original, anzuschließen. Sollte die Bezahlung einer Rechnung nicht im bargeldlosen Zahlungsverkehr erfolgt sein, so muss die Rechnung einen Saldierungsvermerk und einen Stempel der Firma aufweisen (Quittung). Bei Auszahlungen an Personen hat den Empfang des Betrages immer der Letztempfänger/die Letztempfängerin zu bestätigen. 7.9. Honorarnoten Honorarnoten und Belege über Zahlungen für Aushilfsarbeiten müssen in leserlicher Schrift Name und Adresse des/der tatsächlichen Betragsempfängers/Betragsempfängerin und, falls kein Lohnsteuerabzug erfolgt ist, die Bestätigung aufweisen, dass der erhaltene Betrag von dem Empfänger/der Empfängerin selbst versteuert wird (nur bei in Österreich zur Einkommensteuer veranlagten Personen). 7.10. Kassen- oder Kleinbetrags­ rechnungen Kassen- oder Kleinbetragsrechnungen (Gasthauszettel, Kassastreifen eines Supermarktes) werden nicht anerkannt. Es sind saldierte Rechnungen erforderlich, aus denen hervorgeht, welche Ware gekauft bzw. welche Konsumation getätigt wurde. Bei Bewirtungen sind unbedingt die Namen der bewirteten Personen und der Grund der Bewirtung anzugeben. 7.11. Taxi- und Flug-Rechnungen Falls die Inanspruchnahme von Taxis unumgänglich erscheint, sind die Namen der Fahrgäste, der Grund und die Wegstrecke anzuführen. Ebenso ist bei Inanspruchnahme von Botendiensten der Grund und die Wegstrecke anzugeben. Bei Flügen ist die Original-Rechnung des Reisebüros samt Flugticket und Boardingcard vorzulegen.

Kapitel III Service

7.12. Fremdwährungsrechnungen Belegen, welche im Ausland auf Fremdwährung ausgestellt sind, ist ein Umtauschbeleg einer Bank anzuschließen, um den tatsächlichen Kurs zur Abrechnung heranziehen zu können. Bei Nichtvorliegen wird vom Förderungsgeber der Mittelkurs des Bundesministeriums für Finanzen herangezogen. 7.13. Datenverwendung durch den Förderungsgeber Dem Förderungswerber/der Förderungswerberin ist zur Kenntnis zu bringen, dass die im Zusammenhang mit der Anbahnung und Abwicklung des Vertrages anfallenden personenbezogenen Daten, deren Verwendung eine wesentliche Voraussetzung für die Wahrnehmung einer dem Förderungsgeber gesetzlich übertragenen Aufgabe oder sonst gemäß §§ 7 bis 11 des Datenschutzgesetzes 2000 zulässig ist, vom Förderungsgeber für Zwecke des Abschlusses und der Abwicklung des Förderungsvertrages, der Wahrnehmung der dem Förderungsgeber gesetzlich übertragenen Aufgaben und für Kontrollzwecke verwendet werden und es im Rahmen dieser Verwendung dazu kommen kann, dass die Daten insbesondere an Organe und Beauftragte des Rechnungshofes (insbesondere gemäß § 3 Abs. 2, § 4 Abs. 1 und § 13 Abs. 3 des Rechnungshofgesetzes 1948, BGBl. Nr. 144), des Bundesministeriums für Finanzen (insbesondere gemäß §§ 43 bis 47 und 54 BHG) und der EU nach den EU-rechtlichen Bestimmungen übermittelt oder offen gelegt werden müssen. 7.14. Zustimmungserklärung nach dem Datenschutzgesetz Sofern eine über 7.16. hinausgehende Datenverwendung erforderlich und die Datenverwendung nicht ohnedies zulässig ist, ist auszubedingen, dass gemäß § 8 Abs. 1 Z 2 und § 9 Z 6 des Datenschutzgesetzes 2000 der Förderungswerber/die Förderungswerberin ausdrücklich zustimmt, dass die Daten vom Förderungsgeber für diese zusätzlichen Zwecke verwendet werden können. Ein Widerruf dieser Zustimmungserklärung durch den Förderungswerber/die Förderungswerberin ist jederzeit zulässig. Zu seiner Wirksamkeit muss er gegenüber dem

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

Förderungsgeber schriftlich erklärt werden. Die weitere Verwendung der Daten wird unverzüglich nach Einlangen des Widerrufes beim Förderungsgeber unbeschadet bestehender gesetzlicher Übermittlungspflichten eingestellt. 7.14.1. Rechte Bildmaterial Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet, auch Bildmaterial und das Recht daran zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit kostenlos für Druckwerke (Folder, Broschüren) etc. dem Förderungsgeber zur Verfügung zu stellen. 7.15. Nennung und Logo des Förderungsgebers Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet, nach Zusage einer Förderung in sämtlichen Publikationen und Nennungen des Vorhabens, egal in welchem Medium, in all dessen Werbemitteln darauf hinzuweisen, dass die Durchführung des Vorhabens vom Förderungsgeber gefördert wird/ wurde. Das Logo ist auch im Nachspann des fertig gestellten Filmes anzubringen. 7.16. Erfolgsnachricht Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet, dem Förderungsgeber nach Fertigstellung des Films per E-Mail jeweils zu Jahresende bekannt zu geben, ob der Film einen Verleih und/oder Vertrieb fand, wie oft er verkauft (z. B. TV) oder verliehen wurde und welche Zuschauerzahlen/Zuschauerinnenzahlen zu verzeichnen sind. Weiters ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin verpflichtet, eine Liste der Festivals, zu denen der Film eingeladen wurde, eine Liste der erhaltenen Preise sowie die Zuschauerzahlen/ Zuschauerinnenzahlen zu übermitteln. 7.17. Audiovisuelles Erbe Auf Grund der Europarats-Konvention zum Schutz und zur Erhaltung des audiovisuellen Erbes sind von allen geförderten Filmen Archiv­kopien herzustellen. Sollte das Endprodukt eines vom Förderungsgeber geförderten Projektes ein 35mm- oder 16mm-Film sein, ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin verpflichtet, dem Förderungsgeber eine

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technisch einwandfreie Belegkopie und zur umfassenden Dokumentation eine Stab- und Besetzungsliste, das Drehbuch und die Kalkulation zur Verfügung zu stellen. Die Kosten der Belegkopie werden vom Förderungsgeber gegen Vorlage von Kostenvoranschlägen (für die Archivkopie sind Rabatte in Anspruch zu nehmen) und der späteren Rechnung ersetzt. Der Ankauf ist durch einen Kaufvertrag zu regeln. Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet, die Belegkopie erst nach Vertragsabschluss in Auftrag zu geben. Die Konvention bezieht sich auf Celluloid. Im Sinne der Erhaltung wesentlicher Werke und in Hinblick auf neueste technische Entwicklungen sollten aber auch Filme, deren Endprodukt ein Magnetband ist, für Archivzwecke verfügbar sein. Der Förderungswerber/die Förderungswerberin ist verpflichtet, von diesen Filmen eine Digi-Beta (oder Beta-SP)-Belegkopie (plus Dokumentation – siehe oben) zu übermitteln. Der Ankauf erfolgt wie oben erwähnt. Der Rechteinhaber/die Rechteinhaberin räumt dem Bund vertraglich die (Werk) Nutzungsbewilligung zur Vorführung ein – jedoch mit der strikten Beschränkung, dass die jeweilige Vorführung für nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig und überdies nur für wissenschaftliche Zwecke erfolgen darf. Weiters wird, für den Fall des »Untergangs« des Werkes/der Kopie, das Recht eingeräumt, Sicherungskopien herzustellen, um das Werk für die Nachwelt zu erhalten.

8. Verfahren 8.1. Förderungsvertrag Der Förderungsvertrag kommt mit der Mitteilung der Förderungszusage an den Förderungswerber/die Förderungswerberin zustande. Der Förderungsvertrag ist nichtig, wenn nach Einreichung oder nach Zusage bei anderen Förderungsstellen um Mittel für dieses Projekt angesucht wird bzw. dafür Förderungen zugesagt werden, die die vom Filmbeirat anerkannten Gesamtkosten maßgeblich überschreiten. Steigen die Gesamt-

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kosten im Falle einer Projektentwicklung um 10 % oder bei einer Herstellungsförderung um 8 %, ist automatisch ein Neuantrag beim Beirat erforderlich (siehe Punkt 2.2 – unterstützt werden ausschließlich… sowie § 4 (2) KFG). Liegt die Steigerung der Gesamtkosten unter den angegebenen Prozentsätzen, obliegt es dem Förderungsgeber, von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin eine Neueinreichung beim Beirat zu fordern. 8.2. Filmbeirat Der Filmbeirat (siehe Punkt 8) hat die Aufgabe, in Fragen der Filmförderung beratend tätig zu sein. Er gibt auf der Grundlage dieser Richtlinien Empfehlungen ab. Die Förderungsentscheidung trifft die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur. Die Filmbeiratsmitglieder werden von der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur für einen Zeitraum von drei Jahren bestellt. 8.3. Zusammensetzung des Filmbeirats Der Filmbeirat besteht aus fünf fachkundigen Personen aus dem Bereich des Filmwesens. Bei ihrer Tätigkeit unterliegen die Filmbeiratsmitglieder keinen Weisungen, sie geben ihre Empfehlungen ausschließlich auf Grund ihrer Fachkompetenz ab. 8.4. Verschwiegenheitspflicht Die Mitglieder des Filmbeirats sind verpflichtet, die ihnen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit bekannt gewordenen projektbezogenen Tatsachen geheim zu halten; sie haben sich der Verwertung der ihnen zur Kenntnis gelangten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse oder Weitergabe sonstiger Details an Förderungswerber/Förderungswerberinnen und sonstige Außenstehende zu enthalten. Diese Pflichten gelten auch nach Ausscheiden aus der Funktion. 8.5. Weitere Anforderungen Stellt der Förderungsgeber zu einem vorliegenden Ansuchen Bedingungen und/oder erteilt Auflagen wie z. B. dass mit neu erstelltem Konzept noch einmal eingereicht werden kann/soll, wird dies dem Förderungswerber/ der Förderungswerberin schriftlich (auch EMail) mitgeteilt.

Kapitel III Service

8.6. Wiederholte Einreichung Wird ein Ansuchen abgelehnt, besteht die Möglichkeit eines neuerlichen Förderungsersuchens nur dann, wenn wesentliche inhaltliche, kalkulatorische oder finanzierungsspezifische Parameter von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin optimiert oder entsprechende vom Förderungsgeber erteilte Auflagen und Bedingungen erfüllt wurden. Diese maßgeblichen Änderungen im Vergleich zum vorangegangenen Ansuchen (z. B. Inhalt, Kalkulation, Budget etc.) sind gesondert darzustellen. 8.7. Bedingte Zusagen Ist die Gesamtfinanzierung eines Vorhabens zum Zeitpunkt der Förderungszusage durch den Förderungsgeber nicht gesichert, kann bei positiver Förderungsentscheidung eine, gerechnet vom Datum der nachweislichen schriftlichen Mitteilung an den Förderungswerber/die Förderungswerberin, mit neun Monaten befristete und aufschiebend bedingte Zusage gegeben werden. Diese Bedingung ist erfüllt, wenn bedingte Zusagen anderer Finanzierungspartner/Finanzierungspartnerinnen über den für die Sicherung der Gesamtfinanzierung erforderlichen Restbetrag schriftlich vorliegen und fristgerecht beim Förderungsgeber schriftlich (Kopie der Zusage/n) nachgewiesen worden sind. 8.8. Verlängerung der Befristung Die bedingte Zusage kann nur über begründetem Ansuchen des Förderungswerbers/der Förderungswerberin erstreckt werden. Innerhalb der gesetzten Frist können bestimmte Bedingungen zu erfüllen sein. 8.9. Erlöschen der Zusage Stellt der Förderungswerber/die Förderungswerberin kein begründetes schriftliches Ansuchen auf Fristerstreckung, wurde die Frist einmal erstreckt und innerhalb dieses Zeitraumes die Gesamtfinanzierung des Vorhabens dem Förderungsgeber nicht nachgewiesen, wurden nicht sämtliche gestellten Bedingungen erfüllt oder sind wesentliche Voraussetzungen, unter denen die bedingte Zusage erteilt wurde, nicht mehr gegeben, erlischt die bedingte Zusage automatisch. Der Förderungswerber/die Förderungswerberin

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

ist schriftlich über das Erlöschen der bedingten Zusage zu verständigen. Eine Zweiteinreichung desselben Projekts ist nicht möglich. 8.10. Auszahlung von Förderungsmitteln Die Auszahlung von Förderungsmitteln kann erst erfolgen, wenn sämtliche in einer (befristeten) Zusage genannte Bedingungen erfüllt und alle schriftlichen Nachweise vorgelegt sind. Die Auszahlung der Förderung darf nur insoweit und nicht eher vorgenommen werden, als sie zur Leistung fälliger Zahlungen durch den Förderungswerber/die Förderungswerberin für die geförderte Leistung entsprechend dem Förderungszweck benötigt wird. Die Auszahlung der Förderung für eine Leistung, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, kann der voraussichtlichen Bedarfslage entsprechend grundsätzlich in pauschalierten Teilbeträgen und mit der Maßgabe vorgesehen werden, dass ein weiterer Teilbetrag erst dann ausgezahlt wird, wenn ein Verwendungsnachweis über den jeweils bereits ausbezahlten Teilbetrag erbracht worden ist, wobei die Auszahlung von mindestens 10 vH des insgesamt zugesicherten Förderungsbetrages grundsätzlich erst nach erfolgter Abnahme des abschließenden Verwendungsnachweises vorzubehalten ist. Bei der Festlegung der Auszahlungstermine ist auch auf die Verfügbarkeit der erforderlichen Bundesmittel Bedacht zu nehmen. Der Förderungsgeber kann sich ausbedingen, dass die Auszahlung einer Förderung aufgeschoben werden kann, wenn und solange Umstände vorliegen, welche die ordnungsgemäße Durchführung der Leistung nicht gewährleistet erscheinen lassen. Wurde eine Förderung wegen Nichterfüllung der für ihre Auszahlung vorgesehenen Voraussetzungen mit Ablauf des Finanzjahres, für das die Förderungszusage abgegeben wurde, zur Gänze oder teilweise nicht ausbezahlt, darf der Förderungsgeber die Wirksamkeit der Förderungszusage bis zum Ablauf des nächstfolgenden Finanzjahres verlängern, wenn die Ausführung der Leistung ohne Verschulden des Förderungswerbers/der Förderungswerberin eine Verzögerung erfahren hat und die Förderungswürdigkeit der Leistung weiterhin gegeben ist.

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Für den Fall, dass Förderungsmittel nicht unmittelbar nach ihrer Überweisung an den Förderungswerber/die Förderungswerberin für fällige Zahlungen im Rahmen des Förderungszweckes verwendet werden können, ist auszubedingen, dass diese von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin auf einem gesonderten Konto bei einem geeigneten Kreditinstitut bestmöglich Zinsen bringend anzulegen und die abreifenden Zinsen auf die Förderung anzurechnen sind. Nach ordnungsgemäßer Durchführung und Abrechnung der geförderten Leistung sind nicht verbrauchte Förderungsmittel unter Verrechnung von Zinsen in der Höhe von 2 vH über dem jeweils geltenden Basiszinssatz pro Jahr ab dem Tag der Auszahlung der Förderung unverzüglich zurückzufordern. 8.10.1. Integrale Bestandteile Die Bestimmungen der zum Zeitpunkt des Einbringens des Förderungsansuchens geltenden Filmförderungsrichtlinien sind integrale Bestandteile jedes Förderungsvertrages. 8.11. Aussetzen der Auszahlung Die Auszahlung von schriftlich zugesagten Förderungen kann bis auf weiteres ausgesetzt werden, wenn zuvor geförderte Projekte des Förderungsgebers nicht vollständig abgerechnet, nicht vertragsgemäß abgewickelt oder durchgeführt wurden.

9. Einreichungen 9.1. Einreichungen allgemein Ansuchen können jederzeit eingereicht werden. 9.1.1. Finanzierungspartner/Finanzierungspartnerinnen Vor Gewährung der Förderung ist die Höhe jener Mittel zu erheben, um welche der Förderungswerber/die Förderungswerberin für dieselbe Leistung, wenn auch mit verschiedener Zweckwidmung, bei einem anderen anweisenden Organ des Bundes oder einem

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anderen Rechtsträger einschließlich anderer Gebietskörperschaften sowie Förderungsgeber im Ausland angesucht hat oder ansuchen will oder die ihm/ihr von diesen bereits gewährt oder in Aussicht gestellt wurden, und welche Förderungen aus öffentlichen Mitteln und EU-Mitteln er/sie für Leistungen der gleichen Art innerhalb der letzten fünf Jahre vor Einbringung des Förderungsansuchens erhalten hat. Zu diesem Zweck ist dem Förderungswerber/der Förderungswerberin eine unter Sanktion stehende Mitteilungspflicht aufzuerlegen, die auch jene Förderungen umfasst, um die er/sie nachträglich ansucht. 9.1.2. Antragsformular und Kalkulationshilfen Mit jeder Einreichung ist ein vollständig ausgefülltes und unterzeichnetes Antragsformular abzugeben. Für die Bereiche Projektentwicklung, Herstellung, Verwertung/ Kinostart sind die aktuellen Kalkulationshilfen des Förderungsgebers zu verwenden. Die Kalkulationen sind in ihren besonderen Teilen zu erläutern (wer ist wofür Fachberater/ Fachberaterin, warum ist diese/jene Technik nötig etc.). 9.1.3. Fremdrechte Im Fall der geplanten Verwendung von Fremdrechten (Filmausschnitte, Musik, Fotos, Bilder, Markenzeichen, literarische Zitate sowie alle anderen durch das Urheberrecht geschützte oder über erwerbbare Nutzungsrechte verwendbare Bestandteile) im herzustellenden Film sind realistische Summen der zu erwartenden Rechte-/Lizenz­ kosten zu kalkulieren, widrigenfalls eine Förderung nicht möglich ist. Die Angaben sind möglichst durch entsprechende Angebote und schriftliche Bestätigung über die Erlaubnis zur Verwendung für diese Rechte zu belegen. 9.1.4. Durchführungszeitraum Das von dem Förderungswerber/der Förderungswerberin in der Spalte »Durchführungszeitraum« angegebene Datum ist gleichzeitig der Abrechnungstermin.

Kapitel III Service

9.1.5. Einreichunterlagen allgemein Die Unterlagen sind sechsfach in A-4 Hochformat, sortiert nach 01 bis 11 in sechs in sich geschlossenen Konvoluten plus sechs Referenz-DVDs vorzulegen. Allen Einreichungen sind folgende Unterlagen beizulegen: 1. allgemeines Antragschreiben, 2. ein vollständig ausgefülltes und unterzeichnetes Antragsformular, 3. detaillierte, in ihren besonderen Teilen erläuterte Kalkulation inkl. Stabliste, 4. technische Angaben zu Film-/Videosystem, Filmlänge, Drehverhältnis, -dauer, Schnittzeit, genaue Typenbezeichnung von Kamera und Schnittsystem, 5. Kurzbeschreibung des Inhalts (fünf Sätze), Angaben über die in Aussicht genommene Verwertung, 6. detaillierte Projektbeschreibung oder Konzept oder Drehbuch, 7. ausführliches inhaltliches Konzept über Struktur und Aufbau des Filmes, 8. visuelles Konzept zur filmischen Umsetzung, 9. Kostenvoranschläge, 10. Zeitplan, 11. Biografie des Künstlers/der Künstlerin, Lebenslauf, 12. Referenzmaterial (DVDs) der Person, die Regie führen wird, das in einem formalen und inhaltlichen Zusammenhang mit dem eingereichten Projekt steht (keine Werbeclips, Trailer oder Loops für Installationen etc.). 9.1.6. Termine Filmbeiratseinreichungen Die Einreichtermine für den Filmbeirat sind 31. Jänner, 31. Mai, 30. September. Die Ansuchen für den Filmbeirat müssen zu diesen Terminen beim Förderungsgeber (BMUKK, Abt. V/3) tatsächlich eingelangt sein. Das Datum des Poststempels gilt ausdrücklich nicht. Unterlagen, die nach dem jeweiligen Termin eintreffen oder unvollständig sind, können erst beim nächstfolgenden Filmbeiratstermin behandelt werden.

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

9.1.7. Retournierung der Unterlagen/Originale Schriftliche Einreichungsunterlagen werden nicht retourniert. Für Originale wird keine Haftung übernommen. Die Retournierung von DVDs erfolgt mit der schriftlichen Beantwortung des Ansuchens. 9.1.8. Sitzungstermine/Ergebnisse Für die Bewertung der Ansuchen durch den Filmbeirat muss mit etwa neun Wochen ab Einreichtermin gerechnet werden. Das jeweilige Ergebnis wird nach der Sitzung innerhalb von ca. fünf Wochen schriftlich mitgeteilt. 9.2. Besondere Einreichunterlagen Der Förderungswerber/die Förderungswerberin wird, falls weitere Unterlagen benötigt werden, schriftlich (auch E-Mail) verständigt. 9.2.1. Einreichunterlagen Drehbuch (Kurz-) Spielfilm (siehe Punkt 2.2) Kurzbeschreibung des Inhalts (fünf Sätze), Treatment (Langfilm 20 Seiten, bei kürzeren Filmen entsprechend weniger) Als Ergebnis ist ein drehfertiges Buch vorzulegen. Weitere Drehbuchförderungen für dasselbe Projekt sind ausgeschlossen. 9.2.2. Einreichunterlagen Projektentwicklung Experimentalfilm (siehe Punkt 2.2.) Grundkonzept (5 Seiten) Als Ergebnis ist ein drehfertiges Konzept vorzulegen. Weitere Konzeptförderungen für dasselbe Projekt sind ausgeschlossen. 9.2.3. Einreichunterlagen Projektentwicklung Dokumentarfilm (siehe Punkt 2.2.) (Konzepterstellung, Recherchen, Sequenzen und eventuell Reisekosten) Grundkonzept (Langfilm 10 Seiten, kürzere Filme adäquat weniger) Als Ergebnis der Projektentwicklung ist ein drehfertiges Konzept vorzulegen (im Fall von Mischformen sind alle Dialogszenen auszuarbeiten). Weitere Konzeptförderungen für dasselbe Projekt sind ausgeschlossen.

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9.2.4. Einreichunterlagen Herstellungs­ förderung •• Spielfilm (siehe Punkt 2.2.) professionelles Drehbuch (90 Min. sind 90 bis 100 Seiten oder mehr) •• Dokumentarfilm/Experimentalfilm (siehe Punkt 2.2.) ausführliches inhaltliches Konzept (25 Seiten bei Langfilm – kürzere Projekte adäquat weniger), eingehend dokumentierte Recherche 9.2.5. Einreichunterlagen Festival/Verwertung Ist die Filmsichtung (ab dem Stadium Feinschnitt oder bei Fertigstellung) durch den Beirat erfolgt, sind die angeführten Unterlagen jederzeit einzureichen. Ansonsten: Ein vollständig ausgefülltes und unterzeichnetes Antragsformular sowie sechsfach: Festivaleinladungen (siehe Festivalliste Reisekosten Punkt 11), detaillierte Kalkulation Festival/Verwertung/Kinostart, DVDs des Films (sofern noch nicht geschickt). Liegt eine Einladung für ein Festival aus der Festivalliste im Anhang (z. B. Cannes) vor, kann, je nach Projekt, aber nur im Falle eines Langfilmes, der Höchstsatz zugesagt werden. Ansonsten wird bei Vorliegen einer Einladung für ein bedeutendes Festival eine maximale Summe (Langfilm) von € 8.500 zugesagt. In der Folge kann pro Einladung zu weiteren Festivals mit gesonderten Anträgen/ Kalkulationen der jeweils benötigte Betrag bis zum maximalen Höchstsatz von (gesamt) € 15.000 ausgeschöpft werden. Hat der Film einen Verleih gefunden, wird projektspezifisch zuerkannt. Der Förderungsgeber fördert die Teilnahme an bedeutenden internationalen Filmfestivals und Wettbewerben nur unter der Voraussetzung, dass der betreffende Film schon in der Herstellung vom Förderungsgeber gefördert wurde. Vom Förderungsgeber in der Herstellung nicht geförderte Filme werden nur dann berücksichtigt, wenn es sich um Arbeiten von besonderer künstlerischer Qualität handelt. Anträge für Festivalverwertung können nur im Sinne Punkt 2. behandelt werden und wenn Einladungen zu internationalen Festivals (siehe Festivalliste Reisekosten Punkt 11) vorliegen. In der Zusage sind Reisekosten zu

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Festivals inkludiert, weitere Reisekostenzuschüsse sind ausgeschlossen. Websites werden im Rahmen der Festivalverwertung von der Filmabteilung nicht mitfinanziert. Finden sich entsprechend kalkulierte Posten, werden diese von der Antragssumme anteilsmäßig abgezogen. Nach Abschluss der Festivalverwertung ist der Filmabteilung eine Liste der Festivals, zu denen der Film eingeladen wurde, eine Liste der erhaltenen Preise sowie Zuschauerzahlen/Zuschauerinnenzahlen zu übermitteln. Ist die Filmsichtung (ab dem Stadium Feinschnitt oder bei Fertigstellung) durch den Beirat schon erfolgt, sind die angeführten Unterlagen jederzeit und nur in einfacher Ausfertigung einzureichen. Ansonsten: 9.2.6. Einreichunterlagen Kinostart Ein Antragsformular des Verleihers/der Verleiherin (bei kleineren Projekten der Hersteller/Herstellerinnen) sowie (bei Beiratseinreichungen sechsfach – ansonsten einfach): •• schriftliche Garantie des Verleihers/ der Verleiherin, dass es zu einem regulären (an sieben aufeinander folgenden Tagen fixer Programmplatz am Abend) Kinoeinsatz kommt, •• detaillierte Angaben, wo der Kinostart erfolgt, detaillierte Kalkulation Festival/Verwertung/Kinostart, DVDs des fertigen Films (sofern noch nicht in der Filmabteilung aufliegend) Anträge können nur behandelt werden, wenn der Film schon in der Herstellung durch den Förderungsgeber gefördert wurde. Vom Förderungsgeber in der Herstellung nicht geförderte Filme werden nur berücksichtigt, wenn es sich um Arbeiten von besonderer künstlerischer Qualität handelt. Nach Abschluss der Kinoauswertung ist der Förderungswerber/die Förderungswerberin verpflichtet, dem Förderungsgeber die Zahl der Kinos, in denen der Film gezeigt wurde, Zuschauerzahlen/Zuschauerinnenzahlen, Programme und Pressemappe zu übermitteln.

Kapitel III Service

9.2.7. Einreichunterlagen FAZ (Förderung nach unten genannten Bedingungen für die ersten drei Festivals) Ein Antragsformular des/der ProduzentIn (bei kleineren Projekten der Hersteller/Herstellerinnen) sowie (bei Beiratseinreichungen sechsfach – ansonsten einfach): •• Kopie der Einladung zu einem internationalen Festival (siehe Festivalliste FAZ Punkt 10) aus der hervorgeht, dass der Film im Wettbewerb oder im Hauptprogramm eines Festivals laufen wird, das nachweislich keine Video-/Digitalprojektionen durchführt, bzw. dessen Video-/Digitalvorführung einer Schmälerung der Wettbewerbschancen des Films im betreffenden Festival darstellen würde, •• Kostenvoranschläge von mindestens zwei Anbietern/Anbieterinnen über dieselben Leistungen, •• detaillierte Kalkulation Festival/ Verwertung/Kinostart, •• DVDs des fertigen Films (sofern noch nicht in der Filmabteilung aufliegend) oder: Ein vollständig ausgefülltes und unterzeichnetes Antragsformular des Verleihers/der Verleiherin bei kleineren Projekten des Regisseurs/der Regisseurin) sowie (bei Beiratseinreichungen sechsfach – ansonsten einfach): •• Nachweis, dass in den entsprechenden Kinos keine Videoprojektionen möglich sind, •• schriftliche Garantie des Verleihers/ der Verleiherin, dass es zu einem regulären (an sieben aufeinander folgenden Tagen fixer Programmplatz am Abend) Kinoeinsatz gleichzeitig in Wien plus zwei Landeshauptstädten kommt, •• detaillierte Angaben, wo der Kinostart erfolgt und in welchen weiteren Kinos der Film wann einen fixen Programm­ platz hat, •• detaillierte Kalkulation Festival/ Verwertung/Kinostart, •• Kostenvoranschläge von mindestens zwei Anbietern/Anbieterinnen über dieselben Leistungen,

Anhang gemäß I.2. der Richtlinien des BMUKK / Filmförderung

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DVDs des fertigen Films (sofern noch nicht beim Förderungsgeber aufliegend), Biografie der Regisseurin/des Regisseurs.

Ansuchen können nur behandelt werden, wenn der Film schon in der Herstellung durch den Förderungsgeber gefördert wurde. Vom Förderungsgeber in der Herstellung nicht geförderte Filme werden nur berücksichtigt, wenn es sich um Arbeiten von besonderer künstlerischer Qualität handelt und die hier angeführten Bedingungen erfüllt sind. Wurde der Film vom Förderungsgeber gefördert und sind Verleih- und Festivaleinsatz nachgewiesen, kann der Filmbeirat trotzdem von einer positiven Empfehlung absehen, wenn eine besondere künstlerische Qualität nicht gegeben ist. Findet der Film auch im Ausland einen Verleih und kommt er auch dort zum Kinoeinsatz, übernimmt der Förderungsgeber bis zu 30 % des jeweilig gültigen Höchstsatzes der aliquot anerkennbaren Kosten. Mit allein österreichischem Verleiher/ österreichischer Verleiherin bzw. Kinoeinsatz übernimmt der Förderungsgeber, sofern Alleinförderer, bis zu 70 % des jeweils gültigen Höchstsatzes der aliquot anerkennbaren Kosten. 9.2.8. Einreichunterlagen Reisekostenzuschuss •• Kopie der Festivaleinladung, •• Nachweis, dass das Festival Anreise-/ Übernachtungskosten nicht übernimmt, •• DVDs des Filmes (sofern noch nicht in der Filmabteilung aufliegend) Bei Festivalteilnahme können nur die Kosten für eine Person berücksichtigt werden. Pro Film können maximal drei Festivalteilnahmen gefördert werden. Anträge können nur behandelt werden, wenn der Film schon in der Herstellung durch den Förderungsgeber gefördert wurde, Zuschüsse können nur für Festivals gewährt werden, die sich auch auf der Festivalliste Reisekosten befinden.

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Theaterarbeitsgesetz 2010 BGBl. I Nr. 100/2010 BGBL. I Nr. 138/2013 und BGBL. II Nr. 59/2014

Abschnitt 1: Allgemeine Bestimmungen Geltungsbereich § 1. (1) Dieses Bundesgesetz gilt für das Arbeitsverhältnis von Personen (Mitglieder), die sich einem/einer Theaterunternehmer/in zur Leistung künstlerischer Arbeiten in einem oder mehreren Kunstfächern zur Aufführung von Bühnenwerken verpflichten (Bühnenarbeitsvertrag).

(2) Ist ein bestimmtes Entgelt nicht vereinbart, so ist ein angemessenes Entgelt zu entrichten. Das gleiche gilt, wenn Unentgeltlichkeit vereinbart ist, es sei denn, dass die nach dem Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG), BGBl. Nr. 22/1974, zur Vertretung der Interessen des Mitgliedes befugte kollektivvertragsfähige Körperschaft im Vorhinein zugestimmt hat. (3) Der/Die Theaterunternehmer/in hat dem Mitglied auf dessen Verlangen eine schriftliche Aufzeichnung über die getroffenen Vereinbarungen (Bühnenarbeitsvertrag), soweit diese über die in § 2 Abs. 2 des ArbeitsvertragsrechtsAnpassungsgesetzes (AVRAG), BGBl. Nr. 459/1993, genannten Angaben hinausgehen, auszuhändigen.

(2) Theaterunternehmer/in im Sinne dieses Bundesgesetzes ist, wer ein Unternehmen im Sinne des § 1 Abs. 2 des Unternehmensgesetzbuches (UGB), dRGBl. S 219/1897, zur Aufführung von Bühnenwerken betreibt.

(4) Ist bei Vertragsabschluss auf Schriftstücke Bezug genommen worden, so sind dem Mitglied auch Abschriften dieser Schriftstücke auszuhändigen.

(3) Abschnitt 3 gilt für das Arbeitsverhältnis von Personen, die nicht Mitglieder im Sinne des Abs. 1 sind und sich einem/ einer Theaterunternehmer/in zur Leistung nichtkünstlerischer Arbeiten verpflichten (andere Theaterarbeitnehmer/innen).

Beginn der Vertragszeit § 4. Im Bühnenarbeitsvertrag muss der Tag, mit dem die Tätigkeit des Mitgliedes beginnen soll, nach dem Kalender bestimmt sein; der Vertrag ist aber auch ohne diese Bestimmung wirksam, wenn die Tätigkeit des Mitgliedes im beiderseitigen Einverständnis begonnen hat.

§ 2. Soweit dieses Bundesgesetz auf andere Bundesgesetze verweist, sind diese in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden.

Abschnitt 2: Rechte und Pflichten des Mitgliedes Inhalt und Aufzeichnung des Bühnen­ arbeitsvertrages § 3. (1) Soweit nichts anderes vereinbart ist, hat das Mitglied die seinem Kunstfach entsprechenden Leistungen zu erbringen.

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Bühnenarbeitsvertrag auf Probe § 5. Die Vereinbarung einer Probezeit, während der ein Teil oder beide Teile vom Vertrag zurücktreten können, ist unwirksam. Feste Bezüge § 6. Unter festen Bezügen eines Mitgliedes werden das Gehalt (Gage) und das vereinbarte Spielgeld (§ 8) verstanden. Entlohnung von Vorproben § 7. Ist ein Mitglied verpflichtet, sich dem/ der Theaterunternehmer/in zur Teilnahme an Vorproben am Vertragsort zur Verfügung zu stellen, beginnt der Bühnenarbeitsvertrag entgegen anderslautender Vereinbarungen mit dem Tag

Kapitel III Service

des Arbeitsantrittes, sofern nicht für die Dauer der Vorprobe ein gesonderter Bühnenarbeitsvertrag vereinbart wird. Spielgeld § 8. (1) Das vereinbarte Spielgeld gebührt dem Mitglied für jede Vorstellung, an der es mitwirkt. (2) Ist Spielgeld ohne Gewährleistung eines Mindestmaßes vereinbart, so gelten fünfzehn Spielgelder im Monat als gewährleistet. (3) Wird das Spielgeld für einen längeren Zeitraum als einen Monat gewährleistet, so gelten so viele Spielgelder monatlich als gewährleistet, als nach dem Verhältnis dieses Zeitraumes zur Dauer eines Monats auf einen Monat entfallen. Anspruch bei Arbeitsverhinderung § 9. (1) Ist ein Mitglied nach Antritt des Arbeitsverhältnisses durch Krankheit oder Unglücksfall an der Arbeitsleistung verhindert, ohne dass es die Verhinderung vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat, so behält es seinen Anspruch auf die festen Bezüge bis zur Dauer von sechs Wochen. Beruht die Arbeitsverhinderung jedoch auf einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit im Sinne der Vorschriften über die gesetzliche Unfallversicherung, so verlängert sich die Frist von sechs Wochen um die Dauer dieser Arbeitsverhinderung, höchstens jedoch um zwei Wochen. Durch weitere sechs Wochen behält das Mitglied den Anspruch auf die Hälfte der nach Satz 1 entfallenden Bezüge. Der Anspruch auf Spielgeld entfällt jedoch, soweit die Zahl der für den Monat gewährleisteten Spielgelder oder soweit im Fall des § 8 Abs. 3 der sich für den Monat ergebende Wert der gewährleisteten Spielgelder trotz der Arbeitsverhinderung erreicht worden ist. (2) Das Gleiche gilt, wenn ein weibliches Mitglied durch Schwangerschaft oder

Theaterarbeitsgesetz 2010

menstruationsbedingt an der Arbeitsleistung verhindert ist. (3) Tritt innerhalb eines halben Jahres nach Wiederantritt der Arbeit abermals eine Arbeitsverhinderung ein, so hat das Mitglied für die Zeit der Arbeitsverhinderung, soweit die Gesamtdauer der Verhinderungen die in Abs. 1 bezeichneten Zeiträume übersteigt, Anspruch nur auf die Hälfte der ihm nach Abs. 1 gebührenden Bezüge. (4) Weibliche Mitglieder behalten darüber hinaus den Anspruch auf die festen Bezüge während acht Wochen nach der Entbindung, sofern kein Anspruch auf Wochengeld nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955, besteht. (5) Kur- und Erholungsaufenthalte, Aufenthalte in Heil- und Pflegeanstalten, Rehabilitationszentren und Rekonvaleszentenheimen, die aus Gründen der Erhaltung, Besserung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit von einem Träger der Sozialversicherung, dem Sozialministeriumservice oder einer Landesregierung auf Grund eines Behindertengesetzes auf deren Rechnung bewilligt oder angeordnet wurden, sind unbeschadet allfälliger Zuzahlungen durch das Mitglied der Arbeitsverhinderung gemäß Abs. 1 gleichzuhalten. (6) Das Mitglied ist verpflichtet, ohne Verzug die Arbeitsverhinderung dem/der Theaterunternehmer/in anzuzeigen und im Falle der Erkrankung auf Verlangen des/der Theaterunternehmers/Theaterunternehmerin, das nach angemessener Zeit wiederholt werden kann, eine ärztliche Bestätigung über Ursache und Dauer der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Die Bestätigung muss von einem/ einer Arzt/Ärztin mit einem Krankenkassenvertrag, einem Theaterarzt oder Theaterärztin oder der zuständigen Krankenkasse ausgestellt sein. Kommt das Mitglied dieser Verpflichtung nicht

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nach, so verliert es für die Dauer der Säumnis den Anspruch auf die Bezüge.

oder Maskenbildner/innen kostenlos bereit zu stellen.

(7) Wird das Mitglied während der Verhinderung nach den Abs. 1 bis 5 gekündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig entlassen oder trifft den/die Theaterunternehmer/ in ein Verschulden an dem vorzeitigen Austritt des Mitgliedes, so bleiben die Ansprüche während der in Abs. 1 bis 5 bezeichneten Zeiträume bestehen, wenngleich das Arbeitsverhältnis früher endet.

(2) Die Wiederinstandsetzung aller auf der Bühne gebrauchten Kleidungsstücke für Zwecke des Bühnengebrauches (kleinere Ausbesserungen, Reinigen und Aufbügeln) hat der/die Theaterunternehmer/in auf seine/ihre Kosten zu besorgen.

(8) Die Ansprüche des Mitgliedes auf die fortbezahlten festen Bezüge nach den Abs. 1 bis 5 erlöschen mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn dieses infolge Ablaufs der Zeit, für das es eingegangen wurde, oder infolge einer früheren Kündigung aufgelöst wird. Das gleiche gilt, wenn das Mitglied aus einem anderen Grund als wegen der durch die in Abs. 1 bis 5 genannten Umstände verursachten Arbeitsverhinderung entlassen wird. Reisekosten § 10. Die Kosten einer Reise, die das Mitglied während der Vertragszeit in Ausübung seiner Arbeitspflicht unternimmt, hat einschließlich der angemessenen Verpflegungskosten der/die Theaterunternehmer/in zu bestreiten. Bereitstellung von Bekleidung, Ausrüstung und Schmuck § 11. (1) Der/Die Theaterunternehmer/in hat dem Mitglied die zur Aufführung eines Bühnenwerkes erforderlichen historischen, mythologischen und Phantasiekleider, Volks- und Nationaltrachten, Sport-, Turn-, Strand-, Spiel-, Jagdkleider und Uniformen einschließlich der dazugehörigen Fuß-, Hand- und Kopfbekleidungen sowie die Tracht des anderen Geschlechts, ferner die zur Aufführung eines Bühnenwerkes erforderlichen Ausrüstungs- und Schmuckstücke sowie Trikots, Perücken und Frisuren sowie, soweit dies notwendig oder üblich ist, insbesondere die erforderlichen Ankleider/innen, Friseure und Friseurinnen

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Fälligkeit der Bezüge § 12. (1) Soweit nichts anderes vereinbart oder üblich ist, sind die Bezüge nach der Erbringung der Leistung zu entrichten. (2) Sind die Bezüge nach Zeitabschnitten bemessen, so sind sie nach Ablauf der einzelnen Zeitabschnitte, spätestens aber am zehnten, zwanzigsten und letzten Tag eines jeden Kalendermonats zu entrichten. (3) Hat das Mitglied während der Vertragszeit in Ausübung seiner Arbeitspflicht eine Reise anzutreten, so sind die angemessenen Verpflegungs- und Reisekosten am Tag vor Antritt der Reise zu entrichten oder sicherzustellen. (4) Spielgelder sind spätestens am letzten Tag jedes Kalendermonats für den abgelaufenen Monat abzurechnen und zu entrichten. (5) Die Entrichtung unbestrittener Bezüge oder des unbestrittenen Teils von Bezügen darf nicht von dem Verzicht auf streitige Bezüge oder auf den streitigen Teil abhängig gemacht werden. Öffentliche Bekanntmachungen § 13. (1) Wird eine Vorstellung mit Angabe des Personenverzeichnisses (Theaterzettel) öffentlich bekanntgemacht, so sind die Darsteller/innen der im Personenverzeichnis einzeln angeführten Rollen namentlich anzuführen. (2) Diese Verpflichtung besteht nicht, wenn die Anführung infolge besonderer Umstände unmöglich oder mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist oder

Kapitel III Service

wenn der/die Darsteller/in als Chormitglied, Komparse oder Komparsin oder als Statist/in auftritt. Interessenwahrungspflicht § 14. (1) Die Vertragsparteien sind verpflichtet, die gegenseitigen Interessen zu wahren. (2) Der/Die Theaterunternehmer/in ist, unbeschadet der Geltung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes, BGBl. Nr. 450/1994, insbesondere verpflichtet, auf seine/ihre Kosten alle Einrichtungen bezüglich der Bühnen- und Ankleideräume und der Arbeitsmittel herzustellen und zu erhalten, die mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der Arbeitsleistung zur Gewährleistung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Mitglieder sowie zur Aufrechterhaltung der Sittlichkeit erforderlich sind. Urlaub § 15. (1) Dem Mitglied gebührt für jedes Arbeitsjahr ein ununterbrochener bezahlter Urlaub im Ausmaß von mindestens vier Wochen (24 Werktage). Der Urlaubsanspruch erhöht sich für jedes weitere begonnene Arbeitsjahr um zwei Werktage bis zum Höchstausmaß von sechs Wochen (36 Werktage). (2) Der Anspruch auf Urlaub entsteht in den ersten sechs Monaten des ersten Arbeitsjahres im Verhältnis zu der im Arbeitsjahr zurückgelegten Arbeitszeit, nach sechs Monaten in voller Höhe. Ab dem zweiten Arbeitsjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch mit Beginn des Arbeitsjahres. Der Urlaubsanspruch wird durch Zeiten, in denen kein Anspruch auf die festen Bezüge besteht, nicht verkürzt, sofern gesetzlich nichts anderes bestimmt wird. (3) Der Zeitpunkt des Urlaubsantrittes ist mit Rücksicht auf die den Betriebsverhältnissen entsprechende Zeit, bei ganzjährigen Arbeitsverhältnissen tunlichst für die Zeit zwischen dem 1. Mai und 30. September zu bestimmen und dem Mitglied rechtzeitig vorher bekannt zu geben. Der Ur-

Theaterarbeitsgesetz 2010

laubsantritt hat jedenfalls so zu erfolgen, dass der Urlaub möglichst bis zum Ende des Urlaubsjahres, in dem der Anspruch entstanden ist, verbraucht wird. Während des Urlaubs behält das Mitglied den Anspruch auf seine festen Bezüge. (4) Für Zeiträume, während deren ein Mitglied aus einem der im § 9 Abs. 1 bis 5 genannten Gründe an der Arbeitsleistung verhindert ist, während deren es Anspruch auf Pflegefreistellung nach § 16 des Urlaubsgesetzes (UrlG), BGBl. Nr. 390/1976, oder während deren es sonst Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Entfall der Arbeitsleistung hat, darf der Urlaubsantritt nicht bestimmt werden, wenn diese Umstände bereits bei Abschluss der Vereinbarung bekannt waren. Geschieht dies dennoch, gilt der Zeitraum der Arbeitsverhinderung nicht als Urlaub. (5) Im Fall der Erkrankung des Mitgliedes während des Urlaubs gilt § 5 UrlG. (6) Der/Die Theaterunternehmer/in hat Aufzeichnungen zu führen, aus denen 1. der Zeitpunkt des Arbeitsantrittes des Mitgliedes und die Dauer des dem Mitglied zustehenden bezahlten Urlaubs, 2. die Zeit, in der das Mitglied seinen bezahlten Urlaub genommen hat, und 3. das Entgelt, das das Mitglied für die Dauer des bezahlten Urlaubs erhalten hat, und der Zeitpunkt der Auszahlung hervorgehen. (7) Die Verpflichtung nach Abs. 6 ist auch dann erfüllt, wenn die dort verlangten Angaben aus Aufzeichnungen hervorgehen, die der/die Theaterunternehmer/ in zum Nachweis der Erfüllung anderer Verpflichtungen führt. (8) Theaterunternehmer/innen, die den Bestimmungen der Abs. 6 und 7 zuwiderhandeln, sind, sofern die Tat nicht nach anderen Vorschriften einer strengeren Strafe unterliegt, von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis 218 Euro zu bestrafen.

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(9) Im Übrigen gelten die §§ 4 Abs. 3 und 5, 7 sowie 10 Abs. 1 bis 5 UrlG. Leistungsort § 16. (1) Das Mitglied ist dem/der Theaterunternehmer/in nur an den Bühnen verpflichtet, Leistungen zu erbringen, die der/die Theaterunternehmer/in beim Vertragsabschluss geleitet hat. Es kann jedoch vereinbart werden, dass das Mitglied auch an einer anderen gleichwertigen Bühne, deren Leitung der/die Theaterunternehmer/in erst später übernehmen wird, Leistungen zu erbringen hat, wenn diese Bühne sich mit einer der Vertragsbühnen am selben Ort befindet oder wenn es sich um ein Gastspiel handelt.

(3) Dem Mitglied ist in jeder Kalenderwoche eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden zu gewähren, die einen ganzen Wochentag einzuschließen hat. Die wöchentliche Ruhezeit kann in einzelnen Wochen gekürzt werden oder entfallen, wenn innerhalb von 14 Tagen eine durchschnittliche wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden sichergestellt ist. Zur Berechnung dürfen nur mindestens 24-stündige Ruhezeiten herangezogen werden. (4) Durch Kollektivvertrag kann ein Durchrechnungszeitraum bis zu einem Jahr zugelassen werden. Der Kollektivvertrag kann die Betriebsvereinbarung zu einer solchen Regelung ermächtigen.

(2) Ist das Mitglied verpflichtet, an mehreren Bühnen aufzutreten, so hat der/die Theaterunternehmer/in für die Überführung der Bühnenkleidung und Schminkgeräte auf seine/ihre Kosten und unter seiner/ihrer Haftung (§ 21 Abs. 4) Sorge zu tragen.

(5) Kann für die betroffenen Mitglieder mangels Bestehen einer kollektivvertragsfähigen Körperschaft auf Arbeitgeber/innenseite kein Kollektivvertrag abgeschlossen werden, kann die Betriebsvereinbarung den Durchrechnungszeitraum auf bis zu 13 Wochen verlängern.

Pflicht zur Teilnahme an Proben – Arbeitszeit § 17. (1) Das Mitglied ist nicht verpflichtet, zur Nachtzeit oder an einem Sonntag oder gesetzlichen Feiertag an einer Probe teilzunehmen, wenn nicht besondere, unabwendbare Umstände es notwendig machen, die Probe zu dieser Zeit abzuhalten.

(6) Bei befristeten Arbeitsverhältnissen in der Dauer von nicht mehr als sechs Wochen kann vereinbart werden, dass die Ruhezeiten dieser Wochen zusammen vor Ende der Vertragsdauer gewährt werden. Eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses vor Ablauf der zusammengefassten Ruhezeit ist unzulässig.

(2) Das Arbeitszeitgesetz (AZG), BGBl. Nr. 461/1969, ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass 1. das Mitglied in der Zeit vom Beginn der Abendvorstellung bis zum Beginn der Abendvorstellung am nächsten Tag (Arbeitstag) nicht länger als acht Stunden beschäftigt werden darf; 2. abweichend von § 19c Abs. 2 AZG der/ die Theaterunternehmer/in die Lage der Arbeitszeit ändern kann, wenn eine Programmänderung unbedingt erforderlich ist und berücksichtigungswürdige Interessen des Mitgliedes nicht entgegenstehen.

(7) Während der in der Arbeitszeiteinteilung vorgesehenen wöchentlichen Ruhezeit darf das Mitglied nur beschäftigt werden, wenn 1. vereinbart wird, dass das Mitglied für ein anderes, verhindertes Mitglied einspringt, oder 2. eine Programmänderung unbedingt erforderlich ist. Während einer zusammengefassten Ruhezeit nach Abs. 6 ist eine Beschäftigung unzulässig.

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(8) Wird das Mitglied während der in der Arbeitszeiteinteilung vorgesehenen wöchentlichen Ruhezeit beschäftigt, hat

Kapitel III Service

es in der folgenden Arbeitswoche Anspruch auf Ersatzruhe, die auf seine Wochenarbeitszeit anzurechnen ist. Die Ersatzruhe ist im Ausmaß der während der wöchentlichen Ruhezeit geleisteten Arbeit zu gewähren, die innerhalb von 36 Stunden vor dem Arbeitsbeginn in der nächsten Arbeitswoche erbracht wurde. Die Ersatzruhe hat unmittelbar vor dem Beginn der folgenden wöchentlichen Ruhezeit zu liegen, soweit vor Antritt der Arbeit, für die Ersatzruhe gebührt, nicht anderes vereinbart wurde. (9) Theaterunternehmer/innen, die den Bestimmungen der Abs. 3 bis 8 zuwiderhandeln, sind, sofern die Tat nicht nach anderen Vorschriften einer strengeren Strafe unterliegt, von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von 72 Euro bis 2.180 Euro, im Wiederholungsfall von 145 Euro bis 2.180 Euro zu bestrafen. Recht auf Beschäftigung § 18. (1) Der/Die Theaterunternehmer/in ist verpflichtet, das Mitglied angemessen zu beschäftigen. Bei Beurteilung der Angemessenheit der Beschäftigung ist auf den Inhalt des Vertrages, die Eigenschaften und Fähigkeiten des Mitgliedes und die Art der Führung des Betriebes Bedacht zu nehmen. (2) Wenn es der/die Theaterunternehmer/in trotz wiederholter Aufforderung ohne wichtigen Grund unterlässt, das Mitglied angemessen zu beschäftigen, kann das Mitglied den Vertrag vorzeitig auflösen und eine angemessene Vergütung begehren, die der/die Richter/in nach billigem Ermessen feststellt, die aber den Betrag der festen Bezüge eines Jahres nicht übersteigen darf. Ein Mitglied, dessen Arbeitsverhältnis noch mindestens fünf Jahre gedauert hätte, kann überdies eine Entschädigung in dem gleichen Betrag verlangen, jedoch nur unter Anrechnung dessen, was es im zweiten Jahr nach der Vertragsauflösung infolge Unterbleibens der Arbeitsleistung erspart oder durch anderweitige Verwendung erworben oder absichtlich zu erwerben versäumt hat.

Theaterarbeitsgesetz 2010

(3) Die Auflösung ist jedoch nur dann zulässig, wenn das Mitglied dem/der Theaterunternehmer/in schriftlich eine entsprechende Frist zur Nachholung der angemessenen Beschäftigung erteilt hat und diese Frist fruchtlos abgelaufen ist. Rollenverweigerung § 19. Die Verweigerung der Übernahme einer Rolle durch den/die Darsteller/in ist nur dann gerechtfertigt, wenn 1. die Darstellung der Rolle geeignet ist, die Gesundheit oder die körperliche Sicherheit zu gefährden oder wenn sie dem/ der Darsteller/in aus Gründen der Sittlichkeit nicht zugemutet werden kann; 2. wenn die Rolle außerhalb der künstlerischen Mittel des Darstellers oder der Darstellerin oder außerhalb des Kunstfaches gelegen ist, für das er/sie vertraglich verpflichtet worden ist; 3. wenn dem/der Darsteller/in die Darstellung einer Rolle zugemutet wird, die seine/ihre wirtschaftliche oder künstlerische Stellung erheblich zu schädigen geeignet ist. Konkurrenzverbot § 20. (1) Das Mitglied darf sich außerhalb der Urlaubszeit ohne Genehmigung des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin an keiner öffentlich angekündigten Vorstellung auf einer gleichartigen Bühne beteiligen. (2) Ein für ein ganzes Jahr verpflichtetes Mitglied bedarf zur Ausübung seiner Tätigkeit an einer gleichartigen Bühne des Vertragsorts auch während des Urlaubs der Genehmigung des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin. (3) Eine Vereinbarung, durch die ein Mitglied in seiner Erwerbstätigkeit darüber hinaus beschränkt wird, ist nur wirksam, wenn sie in einem Kollektivvertrag getroffen ist oder einer in einem Kollektivvertrag vereinbarten Beschränkung entspricht. Diese Vorschrift gilt nicht für Bühnenarbeitsverhältnisse gemäß § 34 Abs. 2, für Bühnenarbeitsverhältnisse von mindes-

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tens zweijähriger Dauer, wenn die festen Bezüge für ein Spieljahr das 24-fache der monatlichen Höchstbeitragsgrundlage gemäß § 45 ASVG übersteigen, für Balletteleven oder Ballettelevinnen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sowie für Einzeldarsteller/innen (Solotänzer/innen) des Balletts. (4) Abs. 1 und 2 finden keine Anwendung auf die übrigen Mitglieder des Balletts, auf Chor- und Orchestermitglieder, sowie auf Komparsen und Komparsinnen und Statisten und Statistinnen. Haftung für abgelegte Gegenstände § 21. (1) Der/die Theaterunternehmer/in haftet als Verwahrer/in für Kleidungsstücke oder Gegenstände des Mitgliedes, deren Wert den Wert gewöhnlicher Gebrauchsgegenstände nicht übersteigt, wenn sie im Ankleideraum oder während der Probe oder der Aufführung auf der Bühne oder an dem vom/von der Theaterunternehmer/ in dazu bestimmten Ort abgelegt werden, sofern er/sie nicht beweist, dass der Schaden weder durch ihn/sie noch durch seine/ ihre Leute, noch durch fremde im Theater aus- und eingehende Personen verursacht ist. Besteht kein absperrbarer Ankleideraum und hat der/die Theaterunternehmer/in den Ort, wo die Gegenstände oder Kleidungsstücke zu hinterlegen sind, nicht bestimmt, so haftet der/die Theaterunternehmer/in, wenn sie an einem von den Mitgliedern dazu regelmäßig benützten Ort hinterlegt wurden. (2) Für Gegenstände von besonderem Wert haftet der/die Theaterunternehmer/in nur, wenn diese auf Anordnung des/der Theaterunternehmers/Theaterunternehmerin bei der Aufführung verwendet werden mussten oder wenn die von ihm/ ihr zur Übernahme solcher Gegenstände bestimmte Person diese in Kenntnis des besonderen Werts übernommen hat. Bestimmt der/die Theaterunternehmer/ in eine solche Person nicht, so gilt der/ die Garderobier/e als zur Verwahrung solcher Gegenstände bestimmt, wenn

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er/sie vom besonderen Wert durch das Mitglied in Kenntnis gesetzt wurde. (3) Die Haftung für Gegenstände, die bei der Aufführung gebraucht werden, erlischt, wenn sie nicht binnen sieben Tagen nach der letzten Aufführung, in der sie gebraucht worden sind, abgeholt wurden. (4) Der/die Theaterunternehmer/in haftet nach den Abs. 1 und 2 auch für Kleidungsstücke und sonstige vom Mitglied einem/einer Beauftragten des/der Theaterunternehmers/Theaterunternehmerin zur Beförderung übergebenen Gegenstände während einer Beförderung aus Anlass der Übersiedlung des Unternehmens an einen anderen Ort oder aus Anlass einer Reise an den Ort eines vom/ von der Theaterunternehmer/in veranstalteten Gastspieles. Konventionalstrafe § 22. (1) Eine Konventionalstrafe kann nur für den Fall vereinbart werden, dass einem Vertragsteil ein schuldhaftes Verhalten zur Last fällt, das für den anderen Teil einen wichtigen Grund zur vorzeitigen Auflösung des Vertrags (§ 30) bildet. (2) Die Vereinbarung ist unwirksam, wenn sie bloß zugunsten eines Vertragsteils getroffen wurde. (3) Die Höhe der Konventionalstrafe ist durch die Höhe der einjährigen festen Bezüge begrenzt und muss für beide Vertragsteile gleich sein. (4) Konventionalstrafen unterliegen richterlichen Mäßigung.

der

Ordnungsstrafen § 23. (1) Für die Übertretung einer allgemeinen Ordnungsvorschrift (Theaterbetriebsordnung) können nach Maßgabe der §§ 96 Abs. 1 Z 1 und 102 ArbVG in Geld bestehende Ordnungsstrafen festgesetzt werden.

Kapitel III Service

(2) Die Fälle, in denen die Ordnungsstrafe zu leisten ist, und die Höhe der Ordnungsstrafe müssen in der Theaterbetriebsordnung bestimmt sein. (3) Die für den einzelnen Fall verhängte Ordnungsstrafe darf den Betrag der halbmonatlichen festen Bezüge nicht übersteigen. (4) Alle Ordnungsstrafen müssen in einer in der Theaterbetriebsordnung näher zu bezeichnenden Art zum Besten der Mitglieder des Theaterunternehmens verwendet werden. Ende des Vertragsverhältnisses § 24. (1) Das Arbeitsverhältnis endet mit dem Ablauf der Zeit, für die es eingegangen worden ist. (2) Ist es für eine oder mehrere Spielzeiten (Spieljahr, Bühnenjahr) eingegangen worden, so ist die Dauer einer Spielzeit im Zweifel mit zwölf Monaten anzunehmen. (3) Ist das Arbeitsverhältnis ohne Zeitbestimmung eingegangen worden, so endet es mit dem Ablauf der an der Vertragsbühne üblichen Spielzeit. (4) Der/Die Theaterunternehmer/in kann sich auf eine Vereinbarung nicht berufen, nach der nur er/sie den Vertrag durch einseitige Erklärung auflösen oder über die vereinbarte Zeit hinaus verlängern kann. Kündigung § 25. (1) Eine Vereinbarung, wonach ein Vertrag durch Kündigung gelöst werden kann, ist nur dann wirksam, wenn der Vertrag für länger als ein Jahr geschlossen ist und beiden Teilen das gleiche Recht eingeräumt wird. Sind ungleiche Fristen vereinbart, so gilt für beide Teile die längere Frist. Die Kündigung kann nur für das Ende einer Spielzeit vereinbart werden und muss spätestens am 15.  Februar des Jahres erklärt werden, in dem diese Spielzeit endet.

Theaterarbeitsgesetz 2010

(2) Gesetzliche Kündigungsfristen (§ 28) können nicht durch Vereinbarung herabgesetzt werden. (3) Kündigungen müssen bei sonstiger Unwirksamkeit schriftlich erklärt werden. Freizeit während der Beendigungsfrist § 26. (1) Ist der Vertrag für wenigstens fünf Monate geschlossen worden oder hat das Arbeitsverhältnis wenigstens fünf Monate gedauert, so hat der/die Theaterunternehmer/in nach der Kündigung oder in der letzten Spielzeit vor Ablauf der Vertragsdauer dem Mitglied auf Verlangen eine angemessene freie Zeit in der Gesamtdauer von mindestens acht Tagen auf einmal oder geteilt zu gewähren. Für diese Zeit sind die festen Bezüge zu entrichten. (2) Ansprüche nach Abs. 1 bestehen nicht, wenn das Mitglied einen Anspruch auf eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung hat, sofern eine Bescheinigung über die vorläufige Krankenversicherung vom Pensionsversicherungsträger ausgestellt wurde. (3) Durch Kollektivvertrag können abweichende Regelungen getroffen werden. Nichtverlängerungserklärung § 27. (1) Ist das Bühnenarbeitsverhältnis für bestimmte Zeit und mindestens für ein Jahr eingegangen worden, hat der/die Theaterunternehmer/in dem Mitglied bis zum 31. Jänner des Jahres, in dem das Arbeitsverhältnis endet, schriftlich mitzuteilen, dass das Arbeitsverhältnis nicht verlängert wird. Unterbleibt die Mitteilung oder erfolgt sie verspätet, gilt das Arbeitsverhältnis für ein weiteres Jahr verlängert, sofern das Mitglied dem/der Theaterunternehmer/in nicht bis spätestens zum 15. Februar des Jahres, in dem das Arbeitsverhältnis endet, schriftlich mitteilt, dass es mit einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nicht einverstanden ist.

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(2) Mitteilungen nach Abs. 1 sind nur dann wirksam, wenn sie dem/der Vertragspartner/in spätestens zu den in Abs. 1 genannten Zeitpunkten zugegangen sind. (3) Durch Kollektivvertrag kann festgesetzt werden, dass die in Abs. 1 genannten Zeitpunkte vorverlegt werden können. Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes bestehende kollektivvertragliche Bestimmungen, die derartige Regelungen bereits vorsehen, werden nicht berührt. Insolvenzverfahren § 28. Wird nach Arbeitsantritt über das Vermögen des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin ein Insolvenzverfahren eröffnet, so gelten die Vorschriften der Insolvenzordnung, RGBl. Nr. 337/1914, mit der Maßgabe, dass der/die Masseverwalter/in, im Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung der/die Theaterunternehmer/in mit Zustimmung des Sanierungsverwalters oder der Sanierungsverwalterin, Bühnenarbeitsverträge, die für nicht länger als ein Jahr geschlossen sind, unter Einhaltung einer vierwöchigen Frist, andere Bühnenarbeitsverträge unter Einhaltung einer achtwöchigen Frist kündigen kann. Dauernde Schließung der Bühne § 29. Wird das Theater durch Brand oder andere Elementarereignisse zerstört oder wird es von der Behörde ohne Verschulden des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin auf unbestimmte Zeit geschlossen, so sind sämtliche Bühnenarbeitsverträge mit Ablauf eines Monats nach der Betriebseinstellung gelöst.

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Vorzeitige Auflösung § 30. Das Bühnenarbeitsverhältnis kann vor Ablauf der Zeit, für die es eingegangen wurde, ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von jedem Teil aus wichtigen Gründen gelöst werden. Entlassung § 31. Als ein wichtiger Grund, der den/die Theaterunternehmer/in zur vorzeitigen Entlassung berechtigt, ist insbesondere anzusehen: 1. wenn das Mitglied bei Abschluss des Vertrages den/die Theaterunternehmer/in über das Bestehen eines anderen Bühnenarbeitsvertrages, der mit dem abgeschlossenen Vertrag unvereinbar und nicht schon gelöst ist, in Irrtum geführt hat; 2. wenn das Mitglied unfähig ist, die versprochenen oder den vereinbarten Kunstfächern entsprechenden Arbeitsleistungen zu erbringen; 3. wenn das Mitglied durch einen in seiner/ ihrer Person liegenden Grund dauernd oder doch längere Zeit an seiner Arbeitsleistung verhindert ist; 4. wenn das Mitglied die Mitwirkung bei einer ihm/ihr rechtzeitig mitgeteilten Aufführung böswillig oder wiederholt fahrlässig versäumt. Es genügt eine einmalige fahrlässige Versäumnis, wenn das Mitglied wusste oder wissen musste, dass die Versäumnis für den/die Theaterunternehmer/in mit einem erheblichen Schaden verbunden ist; 5. wenn das Mitglied ohne rechtmäßigen Grund andere wichtige Vertragspflichten trotz wiederholter schriftlicher Aufforderung oder Ermahnung nicht erfüllt; 6. wenn das Mitglied durch Verletzung der Gesetze oder der Sittlichkeit offenkundig derart Anstoß erregt, dass seine weitere Verwendung entweder nicht oder nur mit erheblicher Schädigung des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin möglich ist; 7. wenn das Mitglied ein erhebliches vermögensrechtliches oder künstlerisches Interesse des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin durch groben Vertrauensmissbrauch ernstlich gefährdet;

Kapitel III Service

8. wenn das Mitglied sich Tätlichkeiten, Verletzungen der Sittlichkeit oder erhebliche Ehrverletzungen gegen den/die Theaterunternehmer/in, dessen/deren Stellvertreter/in oder gegen ein anderes Mitglied zuschulden kommen lässt. Austritt § 32. Als ein wichtiger Grund, der das Mitglied zum vorzeitigen Austritt berechtigt, ist insbesondere anzusehen: 1. wenn der/die Theaterunternehmer/in das Mitglied über die behördliche Erlaubnis zum Betrieb des Unternehmens irregeführt hat oder wenn die behördliche Erlaubnis beim Arbeitsantritt noch nicht erteilt ist; 2. wenn das Mitglied zur Fortsetzung seiner Arbeitsleistung unfähig wird oder diese ohne Schaden für seine Gesundheit oder Sittlichkeit nicht fortsetzen kann; 3. wenn der/die Theaterunternehmer/in den ihm/ihr zum Schutz des Lebens, der Gesundheit oder der Sittlichkeit der Mitglieder gesetzlich obliegenden Verpflichtungen nachzukommen verweigert; 4. wenn der/die Theaterunternehmer/in das dem Mitglied zukommende Entgelt ungebührlich schmälert oder vorenthält, insbesondere, wenn er/sie fällige Forderungen trotz Aufforderung nicht spätestens am dritten Tag nach der Fälligkeit bezahlt oder bei Streit über die Höhe der Forderung oder die Zulässigkeit von Abzügen den bestrittenen Betrag nicht auf Verlangen ungesäumt hinterlegt oder andere wesentliche Vertragsverpflichtungen trotz wiederholter Aufforderung nicht erfüllt; 5. wenn der/die Theaterunternehmer/in oder sein/e Stellvertreter/in sich Tätlichkeiten, Verletzungen der Sittlichkeit oder erhebliche Ehrverletzungen gegen das Mitglied zuschulden kommen lässt oder es verweigert, das Mitglied gegen solche Handlungen anderer Mitglieder oder eines Angehörigen des Theaterunternehmers oder der Theaterunternehmerin zu schützen; 6. wenn das Theaterunternehmen an einen anderen Ort verlegt wird und das Mitglied nicht im Vertrag verpflichtet ist, seine/ihre Arbeitsleistungen auch an dem anderen Ort zu erbringen.

Theaterarbeitsgesetz 2010

Rechtsfolgen der vorzeitigen Auflösung § 33. (1) Wenn das Mitglied ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt oder wenn es ein Verschulden an der vorzeitigen Entlassung trifft, steht dem/der Theaterunternehmer/in der Anspruch auf Ersatz des ihm/ihr verursachten Schadens zu. (2) Wenn der/die Theaterunternehmer/in das Mitglied ohne wichtigen Grund vorzeitig entlässt, oder wenn ihn/ihr ein Verschulden an dem vorzeitigen Austritt des Mitgliedes trifft, behält das Mitglied, soweit im Gesetz nichts anderes bestimmt ist, unbeschadet weitergehenden Schadenersatzes seine vertragsmäßigen Ansprüche auf das Entgelt für den Zeitraum der bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Ablauf der bestimmten Vertragszeit oder durch ordnungsmäßige Kündigung hätte verstreichen müssen, unter Einrechnung dessen, was es infolge Unterbleibens der Arbeitsleistung erspart oder durch anderweitige Verwendung erworben oder zu erwerben absichtlich versäumt hat. Soweit jedoch dieser Zeitraum drei Monate nicht übersteigt, kann das Mitglied das Ganze für diese Zeit gebührende Entgelt ohne Abzug sofort, den Rest zur vereinbarten oder gesetzlichen Zeit fordern. Vereinbarung des Rücktrittsrechts § 34. (1) Eine Vereinbarung, nach der einem Teil das Recht eingeräumt ist, vor Arbeitsantritt zu erklären, dass der Vertrag in Kraft treten oder unwirksam sein soll, ist nur dann wirksam, wenn auch dem anderen Teil das gleiche Recht eingeräumt ist. (2) Abs. 1 gilt nicht für Vereinbarungen mit Mitgliedern, die für nicht mehr als 60 Aufführungen im Spieljahr gegen eine Gage, die für jeden Auftritt das 17-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage nach § 45 ASVG übersteigt, verpflichtet werden.

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Rücktritt vom Vertrag § 35. (1) Der/die Theaterunternehmer/in kann vor Arbeitsantritt vom Vertrag zurücktreten, wenn das Mitglied, ohne durch ein unabwendbares Hindernis gehindert zu sein, die Arbeit an dem vereinbarten Tag nicht antritt, oder wenn sich infolge eines unabwendbaren Hindernisses der Arbeitsantritt um mehr als 14 Tage verzögert. Das Gleiche gilt, wenn ein Grund vorliegt, der den/die Theaterunternehmer/in zur vorzeitigen Entlassung des Mitgliedes berechtigt. (2) Das Mitglied kann vor Arbeitsantritt vom Vertrag zurücktreten, wenn ein Grund vorliegt, der es zum vorzeitigen Austritt aus dem Arbeitsverhältnis berechtigt. Das gleiche gilt, wenn sich der Arbeitsantritt infolge Verschuldens des Theaterunternehmers/der Theaterunternehmerin oder infolge eines diesen/diese treffenden Zufalles um mehr als 14 Tage verzögert. Tritt das Mitglied in letzterem Fall ungeachtet der Verzögerung die Arbeit an, so gebührt ihm das Entgelt von dem Tag, an dem die Arbeit hätte angetreten werden sollen. (3) Ist das Mitglied durch Krankheit oder Unglücksfall an dem rechtzeitigen Arbeitsantritt verhindert, ohne dass es die Verhinderung vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat, so ist der/die Theaterunternehmer/in unbeschadet des ihm/ihr nach Abs. 1 zustehenden Rücktrittsrechtes verpflichtet, dem Mitglied für die im § 9 Abs. 1 und 3 festgesetzte Zeit die dort bezeichneten Bezüge zu bezahlen. Die Vorschrift des § 9 Abs. 6 findet Anwendung. Ist diese Zeit abgelaufen, so kann der/die Theaterunternehmer/in vom Vertrag zurücktreten, das Mitglied aber kann den Vertrag vorzeitig lösen, es sei denn, dass der/die Theaterunternehmer/in die vollen festen Bezüge weiter entrichtet.

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Rechtsfolgen des Rücktritts § 36. (1) Ist der/die Theaterunternehmer/in ohne wichtigen Grund vom Vertrag zurückgetreten oder hat er/sie durch sein/ ihr schuldhaftes Verhalten dem Mitglied zum Rücktritt begründeten Anlass gegeben, so behält das Mitglied unbeschadet weiteren Schadenersatzes seine vertragsmäßigen Ansprüche auf das Entgelt für den Zeitraum, der bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Ablauf der Zeit oder durch ordnungsmäßige Kündigung hätte verstreichen müssen, unter Einrechnung dessen, was es infolge Unterbleibens der Arbeitsleistung erspart oder durch anderweitige Verwendung erworben oder zu erwerben absichtlich versäumt hat. Soweit dieser Zeitraum drei Monate nicht übersteigt, kann das Mitglied das Ganze für die Zeit gebührende Entgelt ohne Abzug sofort, den Rest zur vereinbarten oder gesetzlichen Zeit fordern. (2) Die gleichen Ansprüche stehen dem Mitglied zu, wenn der/die Masseverwalter/ in vom Vertrag zurückgetreten ist. (3) Ist das Mitglied ohne wichtigen Grund vom Vertrag zurückgetreten oder hat es durch sein schuldhaftes Verhalten dem/der Theaterunternehmer/in zum Rücktritt begründeten Anlass gegeben, so kann der/die Theaterunternehmer/in Schadenersatz verlangen. Verschuldensausgleich § 37. Trifft beide Teile ein Verschulden an dem Rücktritt oder an der vorzeitigen Lösung des Arbeitsverhältnisses, so hat der/die Richter/in nach freiem Ermessen zu entscheiden, ob und in welcher Höhe ein Ersatz gebührt.

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Frist zur Geltendmachung der Ansprüche § 38. Ersatzansprüche wegen vorzeitiger Entlassung oder vorzeitigem Austritt im Sinne der §§ 18 und 33, ferner Ersatzansprüche wegen Rücktritts vom Vertrag im Sinne des § 36 müssen bei sonstigem Ausschluss binnen sechs Monaten nach dem Tag, an dem der Anspruch erhoben werden konnte, gerichtlich geltend gemacht werden.

(2) Auf Gastverträge finden die Bestimmungen der §§ 5, 8 Abs. 2 und 3, 9, 11, 18, 20, 24 Abs. 4, 25 bis 27, 29, 34 Abs. 1 und 35 Abs. 3 keine Anwendung.

Zwingende Vorschriften § 39. (1) Ein Bühnenarbeitsvertrag wird dadurch nicht ungültig, dass einzelne seiner Bestimmungen nach dem Gesetz unwirksam sind.

Vermittlung von Bühnenarbeitsverträgen § 42. (1) Eine Vereinbarung, durch die sich ein Mitglied verpflichtet, Bühnenarbeitsverträge nur unter Vermittlung bestimmter Personen zu schließen, ist ungültig.

(2) Die dem Mitglied auf Grund dieses Gesetzes zustehenden Rechte können durch den Bühnenarbeitsvertrag oder, soweit in diesem Bundesgesetz nicht anderes bestimmt ist, durch Normen der kollektiven Rechtsgestaltung weder aufgehoben noch beschränkt werden.

(2) Soweit nichts anderes vereinbart ist, haben der/die Theaterunternehmer/in und das Mitglied die Vergütung für die Vermittlung eines Bühnenarbeitsvertrages je zur Hälfte zu bezahlen.

Verhältnis zu anderen Gesetzen § 40. Soweit dieses Bundesgesetz nichts anderes bestimmt, ist der Bühnenarbeitsvertrag nach billiger Bühnengewohnheit und in deren Ermangelung nach dem allgemeinen bürgerlichen Recht zu beurteilen. Das Angestelltengesetz (AngG), BGBl. Nr. 292/1921, sowie die Einschränkung der Wirksamkeit einer Schiedsgerichtsvereinbarung nach § 9 Abs. 2 zweiter Halbsatz des Arbeitsund Sozialgerichtsgesetzes, BGBl. Nr. 104/1985, finden auf Bühnenarbeitsverträge keine Anwendung. Gastverträge § 41. (1) Ist ein Mitglied (Gast) 1. nur zur Mitwirkung bei nicht mehr als fünf Aufführungen in einem Spieljahr oder 2. für nicht mehr als 60 Aufführungen im Spieljahr gegen ein Entgelt verpflichtet, das die festen Bezüge, die den am jeweiligen Theaterunternehmen im selben Kunstfach tätigen übrigen Mitglieder im Durchschnitt gebühren (Durchschnitts-

Theaterarbeitsgesetz 2010

bezug), übersteigt, so entsteht ein Gastvertrag. Spätestens in einem Rechtsstreit hat der/die Theaterunternehmer/in dem Gast den Durchschnittsbezug gemäß Z 2 auf Verlangen bekannt zu geben.

(3) Die Vereinbarung, dass das Mitglied mehr als die Hälfte der Vergütung zu bezahlen habe, ist unwirksam, sofern der/die Theaterunternehmer/in von der Mitwirkung des/der Vermittlers/Vermittlerin beim Vertragsabschluss Kenntnis hatte und Kenntnis haben musste. (4) Die Vereinbarung einer Vergütung für die Vermittlung eines Bühnenarbeitsvertrages ist unwirksam: 1. soweit ein Vermittlungsentgelt entgegen § 5 Abs. 3 des Arbeitsmarktförderungsgesetz (AMFG), BGBl. Nr. 31/1969, verlangt oder entgegengenommen wird; 2. wenn der Vertrag ohne Mitwirkung des/ der Vermittlers/Vermittlerin geschlossen worden ist; 3. soweit das Mitglied Zahlungen für eine nach Vertragsabschluss erlangte Erhöhung der Bezüge oder für eine Zeit leisten soll, während der es kein Entgelt erhält; 4. wenn der Vertrag ohne Verschulden des Mitgliedes nicht wirksam wird; 5. soweit das Mitglied Zahlungen für die Zeit nach einer ohne sein/ihr Verschulden herbeigeführten Auflösung des Vertrages leisten soll;

Kunstbericht 2013  |  259

6. wenn der/die Vermittler/in zur Vermittlung von Bühnenarbeitsverträgen nach dem AMFG nicht berechtigt ist. (5) Es kann jedoch eine solche Vereinbarung wirksam werden, wenn in den in Abs. 4 Z 4 und 5 bezeichneten Fällen zwischen denselben Parteien ein neuer Bühnenarbeitsvertrag geschlossen wird. Die Vergütung ist jedoch nur bis zum Ende der Dauer des ursprünglich vermittelten Arbeitsverhältnisses zu entrichten. (6) Eine Vereinbarung, nach der die Verpflichtung zur Zahlung der Vergütung für die Vermittlung eines bedingten Vertrages vor Eintritt der Bedingung entstehen soll, ist unwirksam. (7) Die Rückforderung einer Zahlung, die nach Abs. 2 bis 6 nicht wirksam vereinbart werden kann, ist auch dann zulässig, wenn der/die Zahlende wusste, dass er/sie die Zahlung nicht schuldig ist.

Abschnitt 3: Regelungen betreffend andere Theaterarbeitnehmer/innen Andere Theaterarbeitnehmer/innen § 43. (1) Für Arbeitsverhältnisse von Personen im Sinne des § 1 Abs. 3 (andere Theaterarbeitnehmer/innen), die vorwiegend zur Leistung kaufmännischer oder höherer, nicht kaufmännischer Dienste oder von Kanzleiarbeiten verpflichtet sind, gelten die Bestimmungen des AngG, soweit nicht durch die §§ 3 und 4 AngG eine Ausnahme angeordnet ist. (2) Für Arbeitsverhältnisse anderer Theaterarbeitnehmer/innen, die zu anderen als in Abs. 1 genannten Leistungen verpflichtet sind, gelten die Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches, JGS Nr. 946/1811.

260 | Kunstbericht 2013

Ruhezeit § 44. (1) Theaterarbeitnehmer/innen nach § 43 ist in jeder Kalenderwoche eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden zu gewähren, die einen ganzen Wochentag einzuschließen hat. Die wöchentliche Ruhezeit kann in einzelnen Wochen gekürzt werden oder entfallen, wenn innerhalb von 14 Tagen eine durchschnittliche wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden sichergestellt ist. Zur Berechnung dürfen nur mindestens 24-stündige Ruhezeiten herangezogen werden. (2) Durch Kollektivvertrag kann ein Durchrechnungszeitraum bis zu einem Jahr zugelassen werden. Der Kollektivvertrag kann die Betriebsvereinbarung zu einer solchen Regelung ermächtigen. (3) Kann für die betroffenen Mitglieder mangels Bestehen einer kollektivvertragsfähigen Körperschaft auf Arbeitgeberseite kein Kollektivvertrag abgeschlossen werden, kann die Betriebsvereinbarung den Durchrechnungszeitraum auf bis zu 13 Wochen verlängern. (4) Während der in der Arbeitszeiteinteilung vorgesehenen wöchentlichen Ruhezeit dürfen Theaterarbeitnehmer/innen nach § 43 nur beschäftigt werden, wenn die Arbeiten 1. zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für die Sicherheit des Lebens oder die Gesundheit von Menschen oder bei Notstand sofort vorzunehmen sind oder 2. zur Behebung einer Betriebsstörung oder eines unverhältnismäßigen wirtschaftlichen Schadens erforderlich sind, wenn unvorhergesehene und nicht zu verhindernde Gründe vorliegen und andere zumutbare Maßnahmen zu diesem Zweck nicht möglich sind. (5) Wird ein/e Theaterarbeitnehmer/in nach § 43 während der in der Arbeitszeiteinteilung vorgesehenen wöchentlichen Ruhezeit beschäftigt, hat er/sie in der folgenden Arbeitswoche Anspruch auf Ersatzruhe, die auf die Wochenarbeits-

Kapitel III Service

zeit anzurechnen ist. Die Ersatzruhe ist im Ausmaß der während der wöchentlichen Ruhezeit geleisteten Arbeit zu gewähren, die innerhalb von 36 Stunden vor dem Arbeitsbeginn in der nächsten Arbeitswoche erbracht wurde. Die Ersatzruhe hat unmittelbar vor dem Beginn der folgenden wöchentlichen Ruhezeit zu liegen, soweit vor Antritt der Arbeit, für die Ersatzruhe gebührt, nicht anderes vereinbart wurde. (6) Theaterunternehmer/innen, die den Bestimmungen der Abs. 1 bis 5 zuwiderhandeln, sind, sofern die Tat nicht nach anderen Vorschriften einer strengeren Strafe unterliegt, von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von 72 Euro bis 2.180 Euro, im Wiederholungsfall von 145 Euro bis 2.180 Euro zu bestrafen.

(2) § 27 tritt mit 1. März 2011 in Kraft. (3) Dieses Bundesgesetz gilt auch für zum Arbeitsverhältnisse im Sinne des § 1 Abs. 1 Schauspielergesetzes (SchauspG), BGBl. Nr. 441/1922, deren vertraglich vereinbarter Beginn vor dem 1. Jänner 2011 liegt. Für Gast(spiel)verträge, deren vertraglich vereinbarter Beginn vor dem 1. Jänner 2011 liegt, gilt § 52 SchauspG. (4) Das SchauspG tritt mit Ausnahme des § 32 mit Ablauf des 31. Dezembers 2010 mit der Maßgabe außer Kraft, dass die §§ 11 und 12 SchauspG weiterhin auf Arbeitsverhinderungen Anwendung finden, die erstmals vor dem 1. Jänner 2011 eingetreten sind, und § 18 Abs. 1 und 2 SchauspG auf jenes Urlaubsjahr anzuwenden ist, das vor dem 1. Jänner 2011 begonnen hat. (5) § 32 SchauspG tritt mit Ablauf des 28. Februars 2011 außer Kraft.

Abschnitt 4: Schlussbestimmungen Vollziehung § 45. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betraut. Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen § 46. (1) Dieses Bundesgesetz tritt mit Ausnahme des § 27 mit 1. Jänner 2011 in Kraft und gilt für Arbeitsverhältnisse im Sinne des § 1 Abs. 1 und 3 und § 43, deren vertraglich vereinbarter Beginn nach dem 31. Dezember 2010 liegt. § 9 gilt nur für Arbeitsverhinderungen, die erstmals nach dem 31. Dezember 2010 eintreten. § 15 Abs. 1, 2 und 9 gilt ab dem Urlaubsjahr, das nach dem 31. Dezember 2010 beginnt.

Theaterarbeitsgesetz 2010

(6) Soweit in anderen Bundesgesetzen auf das SchauspG oder auf Bestimmungen des SchauspG verwiesen wird, gilt dieser Verweis als Verweis auf das TAG oder die entsprechenden Bestimmungen des TAG. (7) Am 1. Jänner 2011 bestehende Regelungen über die wöchentliche Ruhezeit in Kollektivverträgen oder Betriebsvereinbarungen, die den Bestimmungen der §§ 17 oder 44 entsprechen, bleiben wirksam.

Kunstbericht 2013  |  261

KünstlerInnensozialversicherungsStrukturgesetz (KSV-SG) 2011 92. Bundesgesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, das Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz und das Betrieb­ liche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz geändert werden.

Artikel 1 Änderung des Allgemeinen Sozialver­ sicherungsgesetzes Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, BGBl. Nr. 189/1955, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 64/2010, wird wie folgt geändert: 1. Im § 572 Abs. 4 zweiter Satz wird nach dem Wort »Bundesgesetz« der Ausdruck »sowie das Ruhen nach § 22a des Künstler‑Sozialversicherungsfondsgesetzes, BGBl. I Nr. 131/2000,« eingefügt. 2. Nach § 655 wird folgender § 656 samt Überschrift angefügt: »Schlussbestimmung zum Bundesgesetz BGBl. I Nr. 92/2010 § 656. § 572 Abs. 4 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2010 tritt mit 1. Jänner 2011 in Kraft.«

Artikel 2 Änderung des Gewerblichen Sozialver­ sicherungsgesetzes Das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, BGBl. Nr. 560/1978, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 64/2010, wird wie folgt geändert: 1. Im § 4 Abs. 1 wird der Punkt am Ende der Z 8 durch einen Strichpunkt ersetzt; folgende Z 9 wird angefügt: »9. KünstlerInnen nach § 2 Abs. 1 des Künstler‑Sozialversicherungsfondsgesetzes (K‑SVFG), BGBl. I Nr. 131/2000, die das Ruhen ihrer selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit nach § 22a K-SVFG gemeldet haben, für die Dauer

KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz 2011

2.

3.

4.

5.

6.

der Wirksamkeit des Ruhens nach § 22a Abs. 4 K-SVFG.« § 6 Abs. 1 Z 5 lautet: »5. mit dem Tag nach Wegfall eines Ausnahmegrundes;« Im § 6 Abs. 4 wird der Punkt am Ende der Z 2 durch einen Strichpunkt ersetzt; folgende Z 3 wird angefügt: »3. mit dem Tag nach Wegfall eines Ausnahmegrundes.« Im § 7 Abs. 4 wird der Punkt am Ende der Z 3 durch einen Strichpunkt ersetzt; folgende Z 4 wird angefügt: »4. in dem ein Ausnahmegrund eintritt.« In der Überschrift zum Dritten Teil wird nach dem Ausdruck »Ersatzleistungen;« der Ausdruck »KünstlerInnen-Servicezentrum;« eingefügt. Im Dritten Teil wird nach Abschnitt II folgender Abschnitt IIa samt Überschriften eingefügt:

Abschnitt IIa KünstlerInnen-Servicezentrum Einrichtung § 189a. Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft wird für alle Kunstschaffenden, insbesondere für die als KünstlerInnen im Sinne des § 2 Abs. 1 K-SVFG tätigen Personen, ein KünstlerInnenServicezentrum (im Folgenden kurz »Servicezentrum«) eingerichtet. Aufgaben § 189b. Das Servicezentrum hat insbesondere folgende Aufgaben: 1. Erteilung von Auskünften über a. bestehende Versicherungsverhältnisse und deren Rechtswirkungen; b. die beitragsrechtlichen Auswirkungen von Versicherungsverhältnissen; c. das Versichertenservice der zuständigen Sozialversicherungsträger und das Service des Künstler-Sozialversicherungsfonds; d. das Meldeverfahren aus dem jeweiligen Versicherungsverhältnis; e. die Anspruchsvoraussetzungen­für Leistungen aus der Sozialversicherung;

Kunstbericht 2013  |  262

f.

allgemeine Angelegenheiten des Verfahrens vor dem Sozialversicherungsträger und dem KünstlerSozialversicherungsfonds; g. Anträge auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung; 2. Unterstützung bezüglich der Melde- und Auskunftspflichten nach den §§ 18 bis 22; 3. Entgegennahme und Weiterleitung von Anträgen auf alle Arten von Leistungen der Sozialversicherung, auf freiwillige Versicherung, auf Rückerstattung von Beiträgen, auf Differenzbeitragsvorschreibung, auf Feststellung der Versicherungszeiten und auf Feststellung der Versicherungspflicht; 4. Entgegennahme und Weiterleitung von Anträgen nach dem K-SVFG. Besondere Anleitung der Berufsan­ fängerInnen § 189c. Personen, die erstmalig ihre künstlerische Erwerbstätigkeit aufnehmen oder in absehbarer Zeit erstmalig aufnehmen werden, hat das Servicezentrum auf Verlangen bei der Wahrnehmung ihrer Ansprüche und Erfüllung ihrer Pflichten aus der gesetzlichen Sozialversicherung und nach dem K-SVFG in besonderer Weise zu unterstützen. Monitoring § 189d. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft hat bis zum 30. Juni eines jeden Kalenderjahres, erstmals im Kalenderjahr 2012, dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz einen Bericht über die Tätigkeit des Servicezentrums im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr vorzulegen. Der Bericht hat insbesondere eine Evaluierung der vom Servicezentrum erledigten Anträge und Anfragen der KünstlerInnen zu enthalten.«

Pflichtversicherung nach § 4 Abs. 1 Z 9 verpflichtet und hat die Daten betreffend die Ruhendmeldung sowie die Meldung der Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit dem Versicherungsträger auf elektronischem Weg zu übermitteln. (2) Der Künstler-Sozialversicherungsfonds hat darüber hinaus dem Versicherungsträger im Einzelfall auf Anfrage die für die Wahrnehmung der Aufgaben nach den §§ 189b und 189c erforderlichen Auskünfte zu erteilen.« 8. § 254 lit. j lautet: j. hinsichtlich des § 229f die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz; 9. Im § 254 erhalten die bisherigen lit. j und k die Bezeichnungen »k« und »l«. 10. Im § 273 Abs. 6 zweiter Satz wird nach dem Wort »Bundesgesetz« der Ausdruck »sowie das Ruhen nach § 22a K-SVFG« eingefügt. 11. Nach § 336 wird folgender § 337 samt Überschrift angefügt: »Schlussbestimmung zu Art. 1 des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2010 § 337. Die §§ 4 Abs. 1 Z 8 und 9, 6 Abs. 1 Z 5 und Abs. 4 Z 2 und 3, 7 Abs. 4 Z 3 und 4, Abschnitt IIa des Dritten Teiles samt Überschriften, 229f samt Überschrift, 254 lit. j bis l und 273 Abs. 6 sowie die Überschrift zum Dritten Teil in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2010 treten mit 1. Jänner 2011 in Kraft.«

7. Nach § 229e wird folgender § 229f samt Überschrift eingefügt: »Mitwirkung des Künstler-Sozialversicherungsfonds § 229f. (1) Der Künstler-Sozialversicherungsfonds ist zur Mitwirkung bei der Feststellung der Ausnahme von der

KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz 2011

Kunstbericht 2013  |  263

Artikel 3 Änderung des Künstler‑Sozialversicherungsfondsgesetzes Das Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz, BGBl. I Nr. 131/2000, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 55/2008, wird wie folgt geändert: 1. Im § 4 wird nach dem Wort »hiefür« folgender Satzteil angefügt: »und die Entgegennahme der Meldung des Ruhens und der Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit gemäß § 22a«. 2. Nach § 22 wird folgender § 22a samt Überschrift eingefügt: »Meldung des Ruhens der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit § 22a. (1) Nach dem GSVG pflichtversicherte Künstlerinnen/Künstler gemäß § 2 Abs. 1 können dem Fonds das Ruhen der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit melden, um die Ausnahme von der Pflichtversicherung gemäß § 4 Abs. 1 Z 9 GSVG zu bewirken. Die vom Fonds aufgelegten Formblätter sind zu verwenden. (2) Für Personen, die eine Meldung nach Abs. 1 erstattet haben und für die das Vorliegen der Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 nach § 20 Abs. 1 noch nicht festgestellt wurde, hat der Fonds in erster und letzter Instanz mit Bescheid festzustellen, ob die Voraussetzungen gemäß § 2 Abs. 1 vorliegen. Die §§ 17 Abs. 3 vorletzter und letzter Satz sowie 20 Abs. 2 sind sinngemäß anzuwenden. (3) Der Fonds übermittelt die Meldung des Ruhens der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit von Künstlerinnen/Künstlern gemäß § 2 Abs. 1, die nach dem GSVG pflichtversichert sind, auf elektronischem Wege an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft.

264 | Kunstbericht 2013

(4) Das Ruhen wird mit Ablauf des Kalendermonats wirksam, für den die Einstellung der künstlerischen Tätigkeit gemeldet wird, wobei eine Rückwirkung vor den Meldezeitpunkt ausgeschlossen ist. Das Ruhen endet mit Ablauf des Tages vor der Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit. (5) Die Künstlerin/der Künstler ist verpflichtet, dem Fonds die Wiederaufnahme der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit unverzüglich zu melden. Der Fonds übermittelt diese Meldung auf elektronischem Wege an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft. (6) Für volle Kalendermonate des Ruhens der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit besteht kein Anspruch auf Beitragszuschuss.« 3. Dem § 30 wird folgender Abs. 5 angefügt: »(5) Die §§ 4 und 22a samt Überschrift treten mit 1. Jänner 2011 in Kraft.«

Artikel 4 Änderung des Betrieblichen Mitarbeiterund Selbständigenvorsorgegesetzes Das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz, BGBl. I Nr. 100/2002, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 72/2010, wird wie folgt geändert: 1. § 6 Abs. 2 zweiter Satz lautet: »Weiters sind die §§ 65 bis 68 und 69 ASVG anzuwenden.« 2. § 55 Abs. 1 Z 1 lautet: 1. des Ruhens seiner Gewerbeausübung im Sinne des § 93 der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194, des Ruhens seiner selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit nach § 22a des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes, BGBl. I Nr. 131/2000, oder nach dem Erlö-

Kapitel III Service

schen der die Pflichtversicherung in der Krankenversicherung nach dem GSVG begründenden Berechtigung oder 3. Dem § 73 wird folgender Abs. 15 angefügt: »(15) Die §§ 6 Abs. 2 zweiter Satz und 55 Abs. 1 Z 1 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 92/2010 treten mit 1. Jänner 2011 in Kraft.« Fischer Faymann

KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz 2011

Kunstbericht 2013  |  265

266 | Kunstbericht 2013

Kapitel III Service

IV

Glossar zur Kunst­ förderung Lexikon von Sachbegriffen der Kunstförderung

Glossar zur Kunstförderung Artothek

269

Leerkassettenvergütung

281

Beiräte und Jurys

269

LIKUS

282

Berufs- und Interessenverbände

269

MEDIA 2007

282

Bibliothekstantieme

270

Musikförderung

283

Buchförderung

270

Österreichischer Kunstsenat 

283

Buchpreisbindung

270

Österreichischer Musikfonds

283

Budget

271

Österreichisches Filminstitut

283

CREATIVE EUROPE

271

Partizipation

284

EURIMAGES

272

Preise

284

Europäische Union

272

Referenzfilmförderung

285

Europarat

272

Reprografievergütung

285

Fernsehfonds Austria

272

Soziale Förderungen

286

Film/Fernseh-Abkommen

273

Sozialversicherung

286

Filmförderung

273

Soziokultur

288

Folgerecht

274

Sponsoring

288

Förderungen und Subventionen

274

Steuergesetzliche Maßnahmen für

Förderungsarten

274

Förderungsrichtlinien

275

Fotosammlung

275

Galerienförderung

275

Gender Budgeting

276

Interdisziplinarität

277

Kompositionsförderung

277

Konzertveranstalterförderung

277

Kulturinitiativen

277

Kulturpolitik

277

Kulturvermittlung

278

Kunstankäufe

278

Kunstbericht

278

Kunstförderungsbeitrag

278

Kunstförderungsgesetz

279

Kunstschaffende

289

Stipendien und Zuschüsse

289

Subsidiaritätsprinzip

290

Theaterarbeitsgesetz

290

Theaterförderung

291

Urheberrecht

291

Verlagsförderung

292

Verwertungsgesellschaften

292

Video- und Medienkunstförderung

293

Zeitschriftenförderung

294

KünstlerInnensozialversicherungsStrukturgesetz

279

Künstler-Sozialversicherungsfonds

280

Kunstsektion

281

268 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

Artothek

Zusammensetzung der Beiräte wird in der Regel auf eine

Die Artothek des Bundes sammelt, verwaltet und betreut

paritätische Besetzung – z.B. betreffend professionellen

die seit 1945 im Rahmen der Kunstförderungsankäufe

Hintergrund, Geschlecht, regionale Streuung – geachtet.

erworbenen Kunstwerke. 2012 wurde die Verwahrung und Verwaltung der bundeseigenen Kunstwerke der

Berufs- und Interessenverbände

Österreichischen Galerie Belvedere anvertraut. Die

Berufs- und Interessenverbände sind Zusammenschlüsse

Ò Kunstankäufe der Ò Kunstsektion werden in den

von Personengruppen mit dem Ziel, in organisierter

Räumlichkeiten des 21er Hauses, Arsenalstraße 1, 1030

Form die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder in

Wien, gelagert und betreut.

der Öffentlichkeit zu vertreten und gegenüber anderen

Die Exponate werden prinzipiell an Bundesdienst-

Gruppen und/oder dem Staat durchzusetzen. Sie verste-

stellen im In- und Ausland sowie an andere ausgewählte

hen sich als Standesvertretung der KünstlerInnen sowie

Institutionen mit öffentlichen Aufgaben bzw. ohne Ge-

der KulturarbeiterInnen bzw. -vermittlerInnen und sind

winnabsicht verliehen. Kunstwerke aus der Artothek

ihren Mitgliedern bei allen beruflichen und standespo-

werden auch für repräsentative Ausstellungen verliehen

litischen Problemen behilflich. Sie sind traditioneller

bzw. in Ausstellungen der Galerie Belvedere und des

Weise in diverse Entscheidungen, z.B. in Form von

Bundes präsentiert. In einem langfristig angelegten Pro-

Gesetzesbegutachtungen und Stellungnahmen, einge-

jekt wurde eine Museumsdatenbank erstellt, die laufend

bunden, und sind häufig sogar Verhandlungspartner in

erweitert und aktualisiert wird.

der Entscheidungsfindung.

Der Bestand der Artothek des Bundes umfasst

Die Berufsorganisationen der AutorInnen waren

derzeit über 36.000 Werke aus allen Bereichen der

an den Vorbereitungsarbeiten für eine rechtliche Besser-

bildenden Kunst. Durch eine laufende Ankaufstätigkeit,

stellung der SchriftstellerInnen sowie der ÜbersetzerIn-

die von der Kunstsektion wahrgenommen wird, erfährt

nen – Ò Bibliothekstantieme, Ò Reprografievergütung,

die Sammlung eine permanente Erweiterung. Auf der

Entgelt für den Abdruck von Texten in Schulbüchern

Website der Artothek (www.21erhaus.at/de/21er-haus/

– beteiligt. In der Interessengemeinschaft Autorinnen

artothek-des-bundes) sind die aktuellen Erwerbungen

Autoren sind auch einzelne spezielle Berufsverbände

zu sehen.

wie die IG Übersetzerinnen Übersetzer oder die Dramatikervereinigung organisiert. Weitere SchriftstellerIn-

Beiräte und Jurys

nenvereinigungen, die über den Status reiner Interes-

Das österreichische Beiratssystem sieht die Beiziehung

senvertretungen hinausgehen und auch künstlerische

bzw. Konsultation unabhängiger ExpertInnen- und

Plattformen darstellen, sind u.a. die Grazer Autorinnen

Sachverständigengremien bei der Vergabe von Ò Förde­

Autorenversammlung, der Österreichische Schriftsteller-

rungen, Ò Stipendien, Subventionen und Ò Preisen vor.

verband und der Österreichische P.E.N.-Club.

Nach § 9 des Ò Kunstförderungsgesetzes vom 25. Feber

Der Österreichische Komponistenbund versteht

1988 kann die Ressortleitung »zur Vorbereitung und

sich als die Standesvertretung der KomponistInnen

Vorberatung von Förderungsangelegenheiten einzel-

Österreichs, ist aber auch als Veranstalter tätig. Das

ner Kunstsparten Beiräte oder Jurys einsetzen, in die

Nationalkomitee Österreichs im Musikrat der UNESCO

Fachleute der jeweiligen Sparte zu berufen sind«. Die

wird vom Österreichischen Musikrat als internationale

Entscheidungen der Beiräte sind jedoch nicht bindend.

Verbindungsstelle repräsentiert. Die Musiker-Kompo-

In der Praxis wird diesen Empfehlungen der Beiräte und

nisten-Autorengilde ist eine der größten Interessenver-

Jurys aber Folge geleistet. Die verfassungsgesetzliche

tretungen freischaffender MusikerInnen in Österreich.

ministerielle Verantwortlichkeit bleibt unteilbar. Die Be-

Diverse lokale und regionale Organisationen vertreten

amtInnen (ohne Stimmrecht) leiten in den meisten Fällen

die Interessen der Musikschaffenden im jeweiligen Nah-

die Beiräte, bringen ihre langjährige Erfahrung ein und

bereich, z.B. die Interessengemeinschaft Niederöster-

geben die Empfehlungen an die Ressortleitung weiter.

reichische KomponistInnen oder die Interessengemein-

Die in diesem Ò Kunstbericht aufgelisteten Beiräte sind den einzelnen Fachabteilungen der Ò Kunstsektion

schaft Komponisten Salzburg. Die

Interessengemeinschaft

Freie

Theaterar-

beigestellt und spiegeln damit auch deren administ-

beit vertritt vor allem die Freie Szene in Belangen

rative Struktur wider. Die Berufung in einen Beirat

der Selbstdarstellung und sozialen Absicherung. Auf

erfolgt durch das für Kunstfragen zuständige Regie-

Dienstgeberseite haben sich der Theatererhalterver-

rungsmitglied. Die Beiräte werden üblicher Weise für

band Österreichischer Bundesländer und Städte, der

eine Funktionsdauer von drei Jahren bestellt. Bei der

Wiener Bühnenverein und der Wiener Theater-Direk-

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  269

toren-Verband organisiert. Die IG Kultur Österreich

Bibliothekstantieme

versteht sich als Interessenvertretung von regionalen

Mit der Novellierung des Ò Urheberrechts per 1. Jänner

Ò Kulturinitiativen und von Kultur- und Kunstvermitt-

1994 wurde nach jahrzehntelangen Diskussionen um

lerInnen. Die Zentralvereinigung der ArchitektInnen

den so genannten Bibliotheksgroschen schließlich der

Österreichs und die Bundeskammer der Architekten und

Anspruch der UrheberInnen auf eine angemessene Ver-

Ingenieurkonsulenten sind weitere wichtige Berufs- und

gütung für Entlehnungen aus den ca. 2.500 öffentlichen

Interessenverbände.

Bibliotheken statuiert. Dieser kann nur von Ò Verwer-

Der Dachverband der Österreichischen Filmschaf-

tungsgesellschaften geltend gemacht werden. In einem

fenden sieht sich als umfassende Interessenvertretung

Entschließungsantrag des Nationalrats wurde dem Anlie-

des österreichischen Films. Er beinhaltet den Verband

gen Ausdruck gegeben, dass die Zahlung der Bibliotheks-

Österreichischer Sounddesigner, den Österreichischen

tantieme nicht zu einer Belastung des Budgets der einzel-

Verband Film- und Videoschnitt, die Vereinigung

nen Büchereien führen sollte. Vielmehr sollten Bund und

österreichischer AufnahmeleiterInnen und Produkt­

Länder diese Verpflichtung für die einzelnen Bibliotheken

ionskoordinatorInnen, den Verband Österreichischer

übernehmen. Im Mai 1996 kam es zur Unterzeichnung

FilmausstatterInnen, den Verband Österreichischer

eines Vertrags zwischen dem Bund, den Ländern und den

Kameraleute, den Drehbuchverband Austria, den

Verwertungsgesellschaften über die Abgeltung für das

Verband Österreichischer FilmschauspielerInnen, den

Verleihen von Werkstücken in öffentlichen Büchereien.

Österreichischen Regie-Verband und die Interessengemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilmschaffender.

Buchförderung

Im Bereich bildende Kunst existiert keine für

Neben der Direktförderung zeitgenössischer AutorIn-

Österreich einheitliche Berufsvertretung. Der bedeu-

nen gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die zwar zur

tendste Verband ist die IG bildende Kunst, die sich auch

Literaturförderung zählen, den AutorInnen aber eher

zu kulturpolitischen Belangen äußert und dabei die Inte-

mittelbar zugute kommen. Dazu gehört die Förderung

ressen der bildenden KünstlerInnen wahrnimmt. Mittels

von Buchprojekten in Form von Druckkostenbeiträgen

Infoblatt und Website werden die Kunstschaffenden mit

durch die Abteilung 5 (Literatur und Verlagswesen) der

berufsbezogenen Informationen versorgt und rechtlich

Ò Kunstsektion. Diese Maßnahme bezieht sich auf jene

betreut. Zudem werden Ausstellungen zumeist jünge-

Verlage, die literarisch anspruchsvolle Bücher publizie-

rer KünstlerInnen durchgeführt. Daneben gibt es die

ren, kommt vor allem aber VerlegerInnen zugute, die

Berufsvereinigung bildender KünstlerInnen Österreichs

eine gewisse Risikobereitschaft erkennen lassen.

mit ihren Landesverbänden in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und der

Buchpreisbindung

Steiermark, die ebenfalls ihre Mitglieder über berufliche

Als Ergebnis des langjährigen wettbewerbsrechtlichen

Belange informiert. Darüber hinaus existieren verschie-

Verfahrens vor der Europäischen Kommission und der

dene bundesländerbezogene Vereinigungen wie die Tiro-

Verhandlungen in Brüssel stand seit Anfang 2000 fest,

ler Künstlerschaft oder die Berufsvereinigung Bildender

dass ein grenzüberschreitendes System der Buchpreis-

Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs.

bindung wie der Sammelrevers zwischen Österreich,

Überdies besteht für Kunstschaffende die Möglich-

Deutschland und der Schweiz wegen des Verstoßes gegen

keit, sich in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten

das EU-Wettbewerbsrecht nicht mehr zulässig ist. Im Fe-

– Kunst, Medien, Sport und freie Berufe zu organisieren,

bruar 2000 wurde mit der Kommission vereinbart, dass

die sich als die berufliche und soziale Interessenver-

der grenzüberschreitende Sammelrevers im Juni 2000

tretung der künstlerisch, journalistisch, programmge-

aufgehoben wird, der Ersatz durch nationale Systeme

staltend, technisch, kaufmännisch, administrativ, päd-

der Buchpreisbindung allerdings zulässig ist, wenn damit

agogisch unselbständig oder freiberuflich Tätigen und

nicht gegen das Gemeinschaftsrecht, insbesondere gegen

Schaffenden in den Bereichen Kunst, Medien, Erziehung,

die Warenverkehrsfreiheit, verstoßen wird.

Bildung und Sport versteht. Die Ò Verwertungsgesell-

In Österreich wurde – da mehr als 80 % der

schaften nehmen kollektiv für UrheberInnen Rechte an

Bücher importiert werden – für eine gesetzliche Lösung

ihren Werken und Vergütungsansprüche wahr, soweit

optiert. Inhaltlich hat sich der österreichische Gesetz-

diese nicht von den UrheberInnen individuell ausgeübt

geber am französischen Vorbild, dem als »Loi Lang«

werden. Sie sind im Bereich der Tantiemen alleinige Trä-

bekannten Gesetz, orientiert. Die EU-Konformität der

gerinnen der Verwertungsinteressen der KünstlerInnen,

französischen Regelung wurde bereits in mehreren Ur-

soweit sich diese nicht selbst vertreten.

teilen des Europäischen Gerichtshofs bestätigt.

270 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

Das einstimmig beschlossene Bundesgesetz über die

Budget

Preisbindung bei Büchern (BGBl. I Nr. 45/2000) trat

Das Kunstbudget Österreichs wird gemäß den im Bun-

am 30. Juni 2000 in Kraft und wurde 2004 (BGBl. I Nr.

deshaushaltsgesetz definierten Prinzipien der Budget-

113/2004) und 2009 (BGBl. I Nr. 82/2009) novelliert.

wahrheit, -klarheit und -jährlichkeit erstellt. Seit Mitte

Das Gesetz gilt für den Verlag und den Import sowie den

der 1970er Jahre haben sich das Angebot an kulturel-

Handel, mit Ausnahme des grenzüberschreitenden elek­

len Veranstaltungen und damit die dafür notwendigen

tronischen Handels, mit deutschsprachigen Büchern und

öffentlichen Mittel vervielfacht. Die Kunstförderungsaus-

Musikalien. Es zielt auf eine Preisgestaltung ab, die auf

gaben der Ò Kunstsektion betrugen 2013 € 91,80 Mio.

die Stellung von Büchern als Kulturgut, die Interessen

Damit liegt das Kunstbudget im Spitzenfeld vergleich-

der KonsumentInnen an angemessenen Buchpreisen und

barer europäischer Staaten. Die Finanzierung von Kunst

die betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten des Buch-

und Kultur funktioniert in Österreich wie in allen

handels bedacht nimmt. In § 3 ist die Preisfestsetzung

europäischen Ländern im Wesentlichen über öffentliche

so geregelt, dass die VerlegerInnen oder ImporteurInnen

Mittel und erst in letzter Zeit zunehmend über private

verpflichtet werden, für die von ihnen verlegten oder in

Zuwendungen oder Ò Sponsoring. Neben den Ange-

das Bundesgebiet importierten Waren einen Letztver-

legenheiten der Kunst und der Ò Filmförderung war

kaufspreis festzusetzen und diesen bekannt zu machen.

das BMUKK 2013 auch für die Angelegenheiten der

Die ImporteurInnen sind an den von den VerlegerInnen

Bundestheater, der Museen (soweit sie nicht in die Wir-

für das Bundesgebiet empfohlenen Letztverkaufspreis,

kungsbereiche der Bundesministerien für Inneres bzw.

abzüglich einer darin enthaltenen Umsatzsteuer, gebun-

für Landesverteidigung fallen), der Österreichischen

den. Ist für das Bundesgebiet kein Letztverkaufspreis

Nationalbibliothek, der Österreichischen Phonothek,

empfohlen, so dürfen die ImporteurInnen den von den

des Denkmalschutzes, des öffentlichen Bibliothekswe-

VerlegerInnen für den Verlagsstaat festgesetzten oder

sens und der Volkskultur zuständig. Die Auslands-

empfohlenen Letztverkaufspreis, abzüglich einer darin

kulturpolitik ressortiert beim Bundesministerium für

enthaltenen Umsatzsteuer, nicht unterschreiten. Die

europäische und internationale Angelegenheiten.

BuchhändlerInnen können Rabatte von maximal 5 % vom Mindestpreis geben; öffentliche, wissenschaftliche

CREATIVE EUROPE

und Schulbibliotheken können einen Rabatt in der Höhe

Dieses EU-Rahmenprogramm für die Kultur und die

von 10 % erhalten.

Kreativwirtschaft in Europa mit einer Laufzeit von

Durch diese gesetzliche Regelung soll die Differen-

2014 bis 2020 führt die Vorgängerprogramme KULTUR

ziertheit und Vielfalt des österreichischen Verlagswesens

(2007–2013), MEDIA (2007–2013) und MEDIA Mun-

und Buchmarkts gewährleistet bleiben. Die gleichzei-

dus (2011–2013) zusammen. Es schafft ein neues Fi-

tige Liberalisierung des Verkaufspreises kommt den

nanzierungsinstrument für die Kreativwirtschaft, das in

Notwendigkeiten des Markts ebenso entgegen wie den

Form eines Garantiefonds einen vereinfachten Zugang

Wünschen der KonsumentInnen. Mit dem Buchpreisbin-

zu Darlehen ermöglichen soll und 2016 startet. Damit

dungsgesetz hat der österreichische Gesetzgeber gezeigt,

sollen europaweit 250.000 Kulturschaffende, 2.000

dass er kulturpolitische Ziele über rein marktpolitische

Kinos, 800 Filme und 4.500 Buchübersetzungen finan-

und wettbewerbsorientierte stellt. Damit hat Österreich

ziell unterstützt werden.

eine Vorreiterrolle bei einem sich auf EU-Ebene ab-

Die Kultur- und Kreativbranche leistet im Sinne

zeichnenden Trend eingenommen, der in einheitlichen

der EU 2020-Strategie einen Beitrag zu nachhaltigem

Sprachräumen einen weiteren Integrationsschritt der

Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Innovation und

EU von einer reinen Wettbewerbsgemeinschaft in einem

sozialer Inklusion. Ziel des neuen Programms ist es,

Binnenmarkt zu einer vielfältigen Kulturgemeinschaft

die kulturelle und sprachliche Vielfalt in Europa zu

erwarten lässt. Zwei Jahre nach der gesetzlichen Rege-

fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und

lung der Buchpreise in Österreich trat auch in Deutsch-

Kreativbranche zu stärken. Um das gesamte Potenzial zu

land ein Gesetz zur Sicherung der Buchpreisbindung in

erschließen, sollen insbesondere die Chancen der Digita-

Kraft, das in vielen Punkten mit der österreichischen

lisierung und der Globalisierung besser genutzt werden.

Lösung vergleichbar ist. In der Schweiz dagegen besteht seit 2007 keine Buchpreisbindung. Ein vom Eidgenössischen Parlament 2011 verabschiedetes Gesetz zu deren Wiedereinführung

Folgende Prioritäten sollen unterstützt werden: ••

Kompetenzen für die transnationale Zusammen­arbeit

scheiterte 2012 an einer Volksbefragung.

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  271

••

••

••

transnationale Zirkulation von Werken

des Ò Subsidiaritätsprinzips (Art. 167, Vertrag von

und Akteuren sowie Erschließung neuer

Lissabon) beschränkt sich die Rolle der EU auf die

Publikumsschichten

Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Kulturak-

Stärkung der Finanzkraft der Kultur- und

teurInnen der Mitgliedstaaten und die Ergänzung ihrer

Kreativbranchen, vor allem kleinerer und

Initiativen. Die Kulturkompetenz liegt folglich unein-

mittlerer Unternehmen

geschränkt bei den Mitgliedstaaten. Den Kulturbereich

transnationale politische Zusammenarbeit

betreffend wurde im Vertrag von Lissabon ausschließlich die Beschlussform geändert: Der EU-Kulturministerrat

Das Programmbudget für die 7-jährige Laufzeit beträgt

beschließt nicht mehr einstimmig, sondern mit qualifi-

ca. € 1,46 Mrd. Davon entfallen € 454 Mio. auf das

zierter Mehrheit.

Subprogramm Kultur, € 819 Mio. auf das Subprogramm MEDIA und ca. € 190 Mio. auf den neuen

Europarat

horizontalen Aktionsbereich (Finanzierungsinstrument

Als zwischenstaatliche Organisation unmittelbar nach

für die Kultur- und Kreativbranche und transnationale

dem 2. Weltkrieg gegründet, stellt der Europarat all-

Zusammenarbeit).

gemein humanistische und demokratische Werte in den Mittelpunkt seiner kulturellen und erzieherischen

EURIMAGES

Aktivitäten. Nach 1989/90 wurden die neuen mittel-

Der 1988 als Teilabkommen des Ò Europarats errichtete

und osteuropäischen Demokratien schrittweise in die

Filmförderungsfonds unterstützt primär die Herstellung

Organisation aufgenommen. Im kulturellen Bereich ist

von Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen, die

vor allem die Europäische Kulturkonvention sowie das

für eine Auswertung im Kino bestimmt und als Kopro-

Lenkungskomitee für kulturelle Entwicklung (CDCULT)

duktion zwischen mindestens zwei Mitgliedsländern

von Bedeutung. Seit 1989 läuft ein Evaluierungspro-

konzipiert sind. Weiters werden der Verleih von euro-

gramm staatlich-nationaler Ò Kulturpolitiken.

päischen Kinofilmen sowie Kinos in jenen Ländern un-

Der Bereich Kunst und Kultur ist in der General­

terstützt, die keinen Zugang zum Ò MEDIA-Programm

direktion II (Directorate General Democracy) zusam-

der Ò Europäischen Union haben. Die Richtlinien und

mengefasst und betrifft u.a. auch den Filmförderungs-

Förderungsbedingungen im Bereich der Koproduktio-

fonds Ò EURIMAGES.

nen werden jährlich neu adaptiert, um den laufenden

Auf internationaler Ebene folgten durch Inkraft-

Veränderungen der Filmproduktion in den Mitgliedstaa-

treten der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur

ten Rechnung zu tragen und somit den Erfordernissen

Förderung der Vielfalt der kulturellen Ausdruckformen

der Filmwirtschaft gerecht zu werden. Die Förderung

weitere Aktivitäten des Europarats. Ebenso leistete der

kann höchstens 17  % der Gesamtherstellungskosten

Europarat im Rahmen des Jahres des interkulturel-

und maximal € 500.000 betragen. Die Förderung wird

len Dialogs 2008 wertvolle Vorarbeit. Darüber hinaus

in Form eines erfolgsbedingt rückzahlbaren Darlehens

wurde mit der Ausarbeitung eines Weißbuchs bezüg-

gewährt; die Rückzahlung erfolgt ab den ersten Netto-

lich Strategien und praktischen Vorschlägen, wie der

Produktionserlösen.

interkulturelle Dialog in den verschiedenen politischen

Im Jahr 2013 hatte EURIMAGES 36 Mitglieds-

Bereichen angewandt werden soll, ein wichtiges Instru­-

länder: Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina,

mentarium für die Mitgliedstaaten des Europarats

Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland,

geschaffen.

Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Island,

Die Ò Kunstsektion nimmt die politische Vertre-

Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ma-

tung im Europäischen Filmfonds Ò EURIMAGES wahr,

zedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen,

der ein Teilabkommen des Europarats darstellt.

Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei,

Fernsehfonds Austria

Ungarn und Zypern.

Mit der Novelle des KommAustria-Gesetzes wurde per 1. Jänner 2004 bei der Rundfunk und Telekom Regu-

Europäische Union

lierungs GmbH (RTR-GmbH), einer dem BKA nachge-

Mit dem Vertrag über die Europäische Union, der

ordneten Dienststelle, ein Fernsehfilmförderungsfonds

am 1. November 1993 in Kraft trat, wurde erstmals

(nunmehr: »Fernsehfonds Austria«) eingerichtet. Die

eine Rechtsgrundlage für das kulturpolitische Engage-

RTR-GmbH erhält seit 2010 jährlich € 13,5 Mio.

ment der Gemeinschaft geschaffen. Unter Beachtung

(bisher € 7,5 Mio.) aus einem Teil der Gebühren gemäß

272 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

§ 3 Abs. 1 Rundfunkgebührengesetz, die früher dem

ligen Kinoschutzfrist für die Gebiete Österreich und

Bundesbudget zugeflossen sind. Diese Mittel sind durch

Südtirol innerhalb einer Lizenzzeit von sieben Jahren

die RTR-GmbH anzulegen und zur Förderung der Her-

beliebig oft fernsehmäßig zu nutzen. Zur Durchführung

stellung von Fernseh-Koproduktionen zu verwenden.

des Abkommens wurde eine gemeinsame Kommission

Für die Vergabe von Förderungen aus dem Fernsehfonds

eingerichtet. Zur Erreichung des Abkommensziels stellte

Austria wurden von der RTR-GmbH Richtlinien erstellt

der ORF von 2004 bis 2009 jährlich € 5.960.370 zur

(Letztfassung vom 1.12.2012) und ein Fachbeirat, be-

Verfügung. Mit dem Jahr 2010 wurden die Mittel auf

stehend aus fünf Personen mit mehrjähriger Praxis in

€ 8 Mio. erhöht. Im Rahmen der Novellierung des

der Filmbranche, installiert. Förderungsentscheidungen

ORF-Gesetzes 2010 wurde in § 31 Abs. 10a Ziff. 2 lit. a

werden unter Berücksichtigung der Förderungsziele und

»der Fortbestand des Film/Fernseh-Abkommens und

nach Stellungnahme des Fachbeirats durch die Ge-

die Erfüllung der daraus resultierenden Verpflichtungen

schäftsführung der RTR-GmbH getroffen.

durch den Österreichischen Rundfunk« festgeschrieben.

Die maximale Förderungshöhe beträgt 20 % (in

Am 14. Jänner 2011 wurde die Neufassung des

definierten Ausnahmefällen 30 %) der angemessenen

Film/Fernseh-Abkommens unterzeichnet. Die wesent-

Gesamtherstellungskosten. Die Höchstförderungsgren-

lichen Änderungen – neben der Erhöhung der Mit-

zen liegen im Einzelfall für Fernsehserien bei € 200.000

tel auf €  8 Mio. jährlich bis Ende 2013 – bestehen

pro Folge, für TV-Dokumentationen bei € 200.000 und

aus folgenden Punkten: verbesserte Bewerbung und

für Fernsehfilme bei € 1.000.000. Die Förderungen

Programmierung der mitfinanzierten Kinofilme durch

werden in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gewährt.

den ORF, Verkürzung der Lizenzzeit im Bedarfsfall,

Antragsberechtigt sind unabhängige Produktionsunter-

Rückübertragungsmöglichkeit der Nutzungsrechte von

nehmerInnen bzw. -unternehmen mit entsprechender

Filmen an den/die ProduzentIn, angemessene Erlösbetei-

fachlicher Qualifikation. Die Förderungsmittel sollen zur

ligung für den ORF sowie »7 Tage Catch Up«-TV-Recht

Steigerung der Qualität der Fernsehproduktion und der

für den ORF.

Leistungsfähigkeit der österreichischen Filmwirtschaft beitragen, den Medienstandort Österreich stärken und

Filmförderung

eine vielfältige Kulturlandschaft gewährleisten. Darüber

Die österreichische Bundes-Filmförderung umfasst zwei

hinaus soll die Förderung einen Beitrag zur Stärkung

Bereiche: Zum einen werden durch die Ò Kunstsektion

des audiovisuellen Sektors in Europa leisten. Mit der

die Bereiche Avantgarde-, Experimentalfilm, künstlerisch

Novelle zum KommAustria-Gesetz 2010 wurde u.a. für

gestalteter Dokumentarfilm und innovativer Spielfilm,

Ausnahmefälle eine Förderungshöhe bis zu 30 % sowie

Nachwuchsfilme sowie Ò Video- und Medienkunst ab-

neben der Herstellungsförderung auch die Förderung

gedeckt, zum anderen ist das ihr beigestellte, aber admi-

fremdsprachiger Fassungen und der Präsentation der

nistrativ in Form einer Körperschaft öffentlichen Rechts

Filme auf Festivals vorgesehen.

eingerichtete Ò Österreichische Filminstitut für die nach kulturell-wirtschaftlichen Aspekten ausgerichtete För-

Film/Fernseh-Abkommen

derung des abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilms

Der Österreichische Filmförderungsfonds (seit 1993

zuständig. Zuwendungen in diesem Bereich werden seit

Ò Österreichisches Filminstitut) und der ORF haben am

1981 vom zuletzt 2010 novellierten Filmförderungsge-

12. Oktober 1981 ein Förderungsabkommen unterzeich-

setz geregelt. Das Förderungsprogramm unterscheidet

net, das 1989, 1994, 2003, 2006 und 2011 abgeändert

zwischen einer Förderung von gemeinnützigen Vereinen

und ergänzt wurde. Ziel des auf unbestimmte Zeit abge-

und Institutionen, von Veranstaltungen sowie einer

schlossenen Abkommens ist die gemeinsame Förderung

Investitionsförderung. Es werden die Stoffentwicklung,

des österreichischen Kinofilms, der den Voraussetzungen

die Erstellung von Drehbüchern, die Herstellung von

des Filmförderungsgesetzes und des Rundfunkgesetzes

Filmen sowie deren Verwertung gefördert; zudem wer-

entspricht. 10 % der Abkommensmittel sind zur beson-

den Druckkostenbeiträge und Reisekostenzuschüsse

deren Förderung des Nachwuchsfilms, des Films mit

vergeben. Besonders wichtig sind auch die Förderungen

Innovationscharakter, des Kurzfilms und des Dokumen-

im Bereich der Film- und Fotoarchivierung, -forschung

tarfilms reserviert.

und -vermittlung.

Aufgrund dieses Abkommens stellt der ORF Mit-

Eine weitere Förderungsschiene wurde mit der

tel für die Ò Filmförderung zur Verfügung und ist damit

Novelle des KommAustria-Gesetzes und der Einrichtung

ausschließlich berechtigt, die gemäß dem Film/Fernseh-

des Ò Fernsehfonds Austria geschaffen, der von der

Abkommen geförderten Filme nach Ablauf der jewei-

RTR-GmbH verwaltet wird.

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  273

Folgerecht

Neben der staatlichen Kunst- und Kulturförderung im

Das Folgerecht soll den Kunstschaffenden und ihren

engeren Sinn sieht die österreichische Gesetzgebung

RechtsnachfolgerInnen einen Anteil am wirtschaftli-

noch eine Reihe von wichtigen Instrumenten der indirek-

chen Ge­ winn sichern, den die WiederverkäuferInnen

ten KünstlerInnenförderung vor. Es handelt sich dabei

(Auktions­häuser, KunsthändlerInnen) aus der Wertstei-

um diverse einfachgesetzliche Bestimmungen in der

gerung eines Werks erzielen.

Sozial- und Steuerpolitik, um unterschiedliche Ansätze

Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen den

einer KünstlerInnen-Sozialversicherung, um Maßnah-

Regierungen, der Europäischen Kommission und dem

men im Bereich der Arbeitsmarktverwaltung, um die

Europäischen Parlament gibt es mit der im Jahr 2001

Ò Urheberrechtsgesetzgebung (neben Direkteinnahmen

in Kraft getretenen EU-Richtlinie über die Harmoni-

für Kunstschaffende auch andere Vergütungen, die aus

sierung der Ansprüche von Kunstschaffenden auf einen

der Nutzung von Werken und Leistungen erwachsen,

Anteil beim Verkauf ihrer Werke eine gesamteuro­päische

etwa die Ò Bibliothekstantieme), um den Ausbau der

Regelung. In vier Staaten (Niederlande, Portugal, Groß-

privaten Kunstförderung durch steuerliche Erleichterun-

britannien und Österreich) gab es bisher überhaupt

gen und um die Absetzbarkeit von privaten Spenden und

kein Folgerecht; in anderen Ländern wurde es nicht

von Ò Sponsoring.

entsprechend umgesetzt. Damit der Verkauf moderner Kunst in den oberen

Förderungsarten

Preisklassen künftig nicht außerhalb der EU stattfindet,

Förderungsarten im Sinne des Ò Kunstförderungs­

wurden mit der Richtlinie degressive Sätze eingeführt,

gesetzes 1988, § 3 Abs. 1, sind:

die seit 2006 im innerstaatlichen Recht umgesetzt sind.

••

So erhalten KünstlerInnen zwischen 4 % und 0,25 % der Erlöse aus dem Wiederverkauf ihrer Werke nach folgen-

Geld- und Sachzuwendungen für einzelne Vorhaben (Projekte)

••

der Preisstaffelung: 4 % von den ersten € 50.000, 3 %

der Ankauf von Werken (insbesondere der zeit­genössischen Kunst)

von weiteren € 150.000, 1 % von weiteren € 150.000,

••

zins- oder amortisationsbegünstigte Gelddarlehen

0,5 % von weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen

••

Annuitäten-, Zinsen-, Kreditkostenzuschüsse

weiteren Beträgen. Die Vergütung beträgt insgesamt

••

die Vergabe von Ò Stipendien (insbesondere

jedoch höchstens € 12.500. Der Anspruch auf Folgerechtsvergütung steht nur zu, wenn der Verkaufspreis

von Studienaufenthalten im Ausland) ••

mindestens € 2.500 beträgt und an der Veräußerung ein/e VertreterIn des Kunstmarkts – wie ein Auktions-

die Erteilung von Aufträgen zur Herstellung von Werken der zeitgenössischen Kunst

••

die Vergabe von Staatspreisen, Österreichi-

haus, eine Kunstgalerie oder ein/e sonstige/r Kunst-

schen Kunstpreisen (vormals: Würdigungs-

händlerIn – als VerkäuferIn, KäuferIn oder VermittlerIn

preise) und Outstanding Artist Awards (vor-

beteiligt ist. Ab 1. Jänner 2012 gilt das Folgerecht auch

mals: Förderungspreise) sowie Prämien für

für den Wiederverkauf von Kunstwerken Verstorbener

hervorragende künstlerische Leistungen

bis 70 Jahre nach deren Tod.

••

Förderungen und Subventionen

Von den im Kunstförderungsgesetz vorgesehenen In­

Die Kunstförderung des Bundes wird in überwiegen-

strumenten der Ausfallshaftung und des Darlehens wird

dem Ausmaß von der Ò Kunstsektion auf Basis des

aber sehr selten Gebrauch gemacht.

sonstige Geld- und Sachzuwendungen

Ò Kunstförderungsgesetzes verwaltet. Ein Förderungs-

ansuchen wird von den zuständigen MitarbeiterInnen

In den einzelnen Kunstsparten werden u.a. vergeben:

auf Plausibilität und Voraussetzungen überprüft, danach

••

gegebenenfalls unter Beiziehung eines Beirats nach seiner

vereine, KonzertveranstalterInnen,

künstlerischen Qualität beurteilt und schließlich – je nach Höhe des Förderungsansuchens – von der zuständigen

Jahressubventionen (z.B. für Bühnen, Kunst­Literatur­häuser, Kulturinitiativen)

••

Abteilung oder der/dem Ressortverantwortlichen geneh-

Projektsubventionen (z.B. für Filmproduk­ tionen, Literaturveranstaltungen,

migt. Die Erledigung von Förderungsansuchen erfolgt in

Workshops, Präsentationen)

Abstimmung mit Ländern und Gemeinden (Ò Subsidia-

••

Druck-, Übersetzungskostenzuschüsse

ritätsprinzip). Den Abschluss des Verfahrens bilden die

••

Zuschüsse für künstlerische Produktion

Vorlage und die Überprüfung des Nachweises der wid-

und Reproduktion

mungsgemäßen Verwendung gewährter Subventionen.

274 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

••

Investitionsförderungen, infrastrukturelle

Fotosammlung

Maßnahmen

Durch den gezielten Ankauf von Fotoarbeiten wurde

••

Finanzierung der Ò Kulturvermittlung

seit 1981 die bedeutendste nationale Fotosammlung in

••

Ò Stipendien

Österreich aufgebaut, die zusammen mit der Sammlung

••

Reise-, Aufenthalts-, Tourneekostenzuschüsse

des Landes Salzburg als »Fotogalerie« im Museum der

••

Ò Verlagsförderung, Ò Galerienförderung,

Moderne Salzburg gelagert, betreut und immer wieder

Drehbuchförderungen

national und international in Ausstellungen präsentiert

Atelier-, Fortbildungs-, Materialkostenzu-

wird. Die gesamte Fotosammlung umfasst mehr als

schüsse, Finanzierung von Arbeitsbehelfen

16.000 Einzelarbeiten – davon ca. 8.000 aus Bundes-

Ausstellungskosten-, Festivalbeteiligungs-

beständen – von etwa 500 KünstlerInnen. Dabei lautet

zuschüsse

der Auftrag nicht nur, hochkarätige einzelne Arbeiten

••

Ò Kompositionsförderung

zusammenzutragen, sondern auch Wachstums- und Rei-

••

Ò Konzertveranstaltungsförderung

fungsprozesse sichtbar zu machen sowie die aktuellen

•• ••

künstlerischen Positionen und hier besonders junge, Förderungen in einem weiteren Sinn sind die Bereitstel-

innovative Positionen in die Sammlung zu integrieren.

lung von KünstlerInnenateliers und die Vergabe von

Der umfangreiche Sammlungsbestand beherbergt

Ò Preisen. Keine echten Förderungen (unechte Subven-

Beispiele dokumentarischer, konzeptioneller und expe-

tionen) sind hingegen Ò Kunstankäufe, weil damit in

rimenteller fotografischer Strategien von lang bekann-

Geld messbare Gegenleistungen verbunden sind. Förde-

ten Routiniers ebenso wie von jungen zeitgenössischen

rungen können laut Ò Kunstförderungsgesetz das künst-

NachwuchskünstlerInnen. Er spannt den Bogen von den

lerische Schaffen selbst, die Veröffentlichung, Präsenta-

fotojournalistischen Arbeiten der 1950er und 1960er

tion und Dokumentation von Werken und die Erhaltung

Jahre über den Aktionismus bis hin zu den verschiede-

von Werkstücken und Dokumenten betreffen sowie an

nen künstlerischen Positionen der Gegenwart. Seit es in

Einrichtungen ergehen, die diesen Zielen dienen. Aus

Österreich zwei universitäre Ausbildungsmöglichkeiten

der privatrechtlichen Form der Kunstförderung – wie

für Fotografie – an der Universität für angewandte Kunst

sie sowohl in den meisten Ländern als auch beim Bund

Wien und an der Akademie der bildenden Künste Wien

in Selbstbindungsgesetzen verankert ist – erwächst den

– gibt, entdecken verstärkt viele der ganz jungen Kunst-

Kunstschaffenden grundsätzlich kein Anspruch aus den

schaffenden das Medium für sich neu und entwickeln

in diesen Gesetzen erwähnten Förderungsmaßnahmen.

spannende innovative Strategien, die ebenso Eingang

Erst der konkrete Förderungsvertrag bedingt Rechte und

in die Sammlung finden. Jährlich werden auf Vorschlag

Pflichten für beide Seiten. Sämtliche Förderungen eines

des Fotobeirats Werke im Wert von etwa € 160.000

Jahres werden im Ò Kunstbericht dargestellt.

angekauft. Unter Ankäufe online (www.bka.gv.at/kunst/ fotosammlung) sind die aktuellen Erwerbungen auf der

Förderungsrichtlinien

Website der Ò Kunstsektion zu sehen.

Alle Abteilungen der Ò Kunstsektion haben detaillierte Übersichten über ihre Förderungsprogramme gemäß § 2

Galerienförderung

Ò Kunstförderungsgesetz herausgegeben. Es gelten die

2001 wurde im Einvernehmen mit dem Verband öster-

allgemeinen Rahmenrichtlinien für die Gewährung von

reichischer Galerien moderner Kunst die »Galerienför-

Förderungen aus Bundesmitteln des Bundesministeriums

derung neu« beschlossen. Aufgrund einer Novelle zum

für Finanzen sowie die mit 1. Juni 2004 in Kraft getrete-

Ò Kunstförderungsgesetz erfolgt diese Förderung durch

nen allgemeinen Rahmenrichtlinien der Kunstsektion für

die Zuteilung von Mitteln der Ò Kunstsektion an aus-

die Gewährung von Förderungen nach § 8 Kunstförde-

gewählte Bundes- und Landesmuseen zum Ankauf von

rungsgesetz, die mit Gültigkeit vom 30. September 2010

Werken zeitgenössischer KünstlerInnen in österreichi-

erneuert wurden. Als Anhang beinhalten diese Richt­

schen Galerien unter der Voraussetzung, dass diese die

linien auch spezielle Regelungen für die Ò Filmförde-

erhaltenen Förderungsmittel auf € 54.000 aus eigenen

rung. Die bisher geltenden Filmrichtlinien werden damit

Mitteln aufstocken.

außer Kraft gesetzt. Alle diesbezüglichen Informationen stehen unter www.bka.gv.at zur Verfügung.

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  275

Die Galerienförderung durch Museumsankauf wurde

Gender Budgeting

2008/2009 evaluiert und bereits für 2009 wurden Verbes-

Eine Reihe von nationalen und EU-Rechtsnormen fordert

serungsmaßnahmen getroffen. Diese sind im Einzelnen:

eine grundsätzliche Forcierung der geschlechtsspezifischen

••

klare Formulierung der Zielsetzungen der För-

Gleichstellung durch den Gesetzgeber in allen Politikfel-

derungsmaßnahme in einem Mission Statement

dern. Im per 1. Jänner 2009 novellierten Bundesverfas-

Erweiterung der geförderten Museen um das

sungsgesetz heißt es im Art. 13 Abs. 3: »Bund, Länder und

Wien Museum (damit sind alle für zeit­genös­

Gemeinden haben bei der Haushaltsführung die tatsäch-

sische Kunst relevanten Bundes- und Landes-

liche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustre-

­museen erfasst)

ben.« Dies betrifft auch das neue Bundeshaushaltsgesetz

Erhöhung des jährlichen Kostenrahmens von

2013 mit dem Schwerpunkt der wirkungsorientierten

€ 474.500 auf € 511.000

Haushaltsführung. Die Gleichstellung der Geschlechter ist

••

Vereinfachung der Förderungsbedingungen

dabei eines der Wirkungsziele und Gender Budgeting das

••

verstärktes Augenmerk auf Emerging

finanzpolitische Instrument, um dies zu erreichen.

••

••

Artists und Künstlerinnen ••

Die genderspezifische Verwendung der Kunstför-

verbesserte Transparenz durch die Präsen­

derungsmittel für Einzelpersonen wird seit 2007 im

t­ation der Ankäufe in Ausstellungen

Strukturteil des Ò Kunstberichts dargestellt. Im Jahr

und auf der Homepage der Museen

2009 wurde darüber hinaus ein Pilotprojekt für den Bereich der Institutionen durchgeführt. Es wurden zehn

Weiters wurde 2002 in Kooperation mit dem Verband

Institutionen mit einem 2008 zuerkannten Gesamtförde-

österreichischer Galerien moderner Kunst ein Programm

rungsvolumen in der Höhe von rund € 29 Mio. ausge-

zur Förderung der Beteiligung österreichischer kommer-

wählt. Mit Hilfe von Datenerhebungsblättern wurde die

zieller Galerien an Kunstmessen im Ausland eingerichtet.

Geschlechterverteilung der Beschäftigten, deren Einkom-

Nach bestimmten Kriterien werden im Rahmen dieser

menssituation und die Zusammensetzung der Leitungs-

Förderung Standkosten einer Galerie bei Messebeteili-

gremien ermittelt und analysiert. Die Auswahlkriterien

gungen unterstützt. 2008/2009 wurde auch die Auslands-

bezogen sich auf die Verteilung auf diverse Sparten sowie

messenförderung für Galerien evaluiert. Die bereits 2009

auf verschiedene Förderungshöhen. Aufgrund der relativ

geltenden Verbesserungsmaßnahmen lauten hier:

geringen Fallzahl sind jedoch die ausgewählten Institu-

••

klare Formulierung der Zielsetzungen der För-

tionen sowie die diesbezüglichen Analyseergebnisse im

derungsmaßnahme in einem Mission Statement

Hinblick auf die Gender-Verteilung nicht repräsentativ

Erhöhung des bisherigen Kostenrahmens von

für den gesamten Kunstbereich.

••

€ 200.000 auf € 300.000 ••

••

Die Analyse der von den Pilotinstitutionen ge-

Erweiterung von bisher sieben geförderten

lieferten Daten zeigt, dass das Geschlechterverhältnis

renommierten Messen auf neun Messen, je-

bei der Beschäftigung im Unterschied zur allgemeinen

doch bei zwei statt bisher drei förderbaren

gesellschaftlichen Situation annähernd ausgeglichen ist.

Messebeteiligungen pro Galerie und Jahr

Im Hinblick auf die Ausbildung ist bei den erhobenen

Erweiterung der förderbaren Messebeteiligungen

AkademikerInnen und MaturantInnen zu beobachten,

um Off-Messen bzw. »weniger renommierte Mes-

dass Frauen tendenziell höher qualifiziert sind. Weiters

sen«, insbesondere für eine mögliche Teilnahme

sind eindeutig mehr Frauen in den Bereichen Öffentlich-

von engagierten, aber finanzschwachen Galerien

keitsarbeit und Administration zu finden, überdurchschnittlich viele Männer hingegen im Bereich Technik.

2013 wurden elf Off-Messen zur Förderung ausgeschrie-

Was die gendergerechte Verteilung des Einkommens

ben. Die Galerien erhalten für bis zu zwei Messebetei-

anbelangt, ist festzustellen, dass hier entsprechend der

ligungen pro Jahr einen fixen Pauschalbetrag von je

gesamtgesellschaftlichen Situation die Männer auf höhe-

€ 4.000. Ein besonderes Augenmerk wird auf Emerging

rer Führungsebene (Vereinsvorstand, Geschäftsführung)

Artists gelegt.

und somit in den höheren Einkommensklassen stärker

Diese Förderungsmaßnahmen bezüglich der ge-

vertreten sind. Dagegen sind die Frauen in den unteren

werblichen Galerien dienen im Wesentlichen der Ver-

Gehaltskategorien bzw. im Teilzeitbereich überrepräsen-

besserung der Chancen der bildenden KünstlerInnen auf

tiert. Auf mittlerer Führungsebene sind Frauen gut ver-

dem österreichischen und internationalen Kunstmarkt.

treten. Im Bereich der Gremien (Beirat, Jury, Vorstand,

Sie verstärken die internationale Präsenz, Rezeption und

Geschäftsführung, Direktorium, Aufsichtsrat) finden

Verbreitung österreichischer Kunst.

sich überwiegend Männer.

276 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

Die Ergebnisse bestätigen bisherige Erfahrungen und

sind sie im Musikland Österreich von öffentlichen

Forschungsergebnisse. Eine Sensibilisierung für Gleich-

Finanzierungen abhängig, wenn das Programmange-

stellung im Kunstbereich scheint bei den untersuchten

bot nicht vorrangig marktorientierten Kriterien folgt.

Institutionen jedenfalls vorhanden. In den Richtlinien

Zusätzlich werden Prämien für Konzertprogramme,

und Verträgen der Kunstsektion ist die Gleichstellung

insbesondere mit einem entsprechenden innovativen

der Geschlechter verankert.

Anteil, zuerkannt.

Interdisziplinarität

Kulturinitiativen

Der Begriff stammt ursprünglich aus Wissenschaft und

Österreichs Kulturinitiativen haben sich seit den 1970er

Forschung und bezeichnet die Eigenschaft einer Wis-

Jahren zu einem aktiven und belebenden Teil der öster-

senschaft, Ansätze, Denkweisen oder zumindest die

reichischen Gegenwartskultur und -kunst entwickelt.

Methoden anderer, voneinander unabhängiger Einzel-

Die Bandbreite dieses Sektors reicht von regionalen

wissenschaften durch fächerübergreifende Arbeitsweise

VeranstalterInnen, partizipativen, inklusiven, sparten-

zu nutzen. Innerhalb eines erweiterten Kunstbegriffs

übergreifenden und experimentellen Kunst- und Kul-

ist die Nutzbarmachung kunstferner Disziplinen wie

turprojekten bis hin zu Verbänden, die Verbesserungen

Medizin, Philosophie, Klimaforschung, Ethik usw. für

im Bereich von Organisation und Management der

neue künstlerische Entwicklungen zu verstehen. Um

Kunst- und Kulturinitiativen ermöglichen. Ursprüng-

von echter Interdisziplinarität sprechen zu können,

lich mit überwiegend soziokulturellen Zielsetzungen

muss ein Zusammenführen verschiedener Teilaspekte

(Ò Sozio­kultur) angetreten, haben sich die Kulturinitia-

zu einem neuen, in sich stimmigen Ganzen vorliegen.

tiven zum Großteil zu regionalen Veranstaltungszentren

Ein bloßes Nebeneinander von Teilaspekten wäre nicht

mit breiter Angebotspalette gewandelt. Seit 1991 werden

ausreichend. Oftmals sind Arbeitsgruppen, die ein neues

– nach einem Entschließungsantrag des Nationalrats am

Projekt entwickeln, interdisziplinär zusammengesetzt –

28. Juni 1990 – regionale Kunst- und Kulturinitiativen

gerade darin liegt ein großes Innovationspotential für

in ganz Österreich von einer eigenen Abteilung der

die Entwicklung von Kunst, Kultur und Gesellschaft.

Ò Kunstsektion, der Abteilung 7, gefördert, soweit sie

Interdisziplinäre Projekte werden in der Kunstsektion

von überregionalem Interesse oder geeignet sind, Bei-

von Abteilung 7 gefördert. Ein eigener Fachbeirat prüft

spiel gebend zu wirken.

die Anträge und spricht Förderungsempfehlungen aus. Kulturpolitik Kompositionsförderung

In Westeuropa kann erst nach dem 2. Weltkrieg von

Die Abteilung 2 (Musik und darstellende Kunst) der

einer systematischen, liberal-demokratisch orientierten

Ò Kunstsektion unterstützt KomponistInnen in Form

staatlichen Kultur- bzw. Kunstförderungspolitik gespro-

von jährlich ausgeschriebenen Staatsstipendien, durch

chen werden. In den vergangenen Jahrzehnten lösten

Einzelförderungen bei Werkaufträgen durch besonders

unterschiedliche kulturpolitische Praktiken einander

qualifizierte Ensembles, durch Fortbildungsbeiträge

mehrmals ab. Kunst- und Kulturförderung durch die

für Auslandsaufenthalte und durch Materialkostenzu-

öffentliche Hand blieb traditionell eine kontroverse und

schüsse für die Herstellung von Partituren und Auffüh-

viel diskutierte Angelegenheit. Die Kritik richtete sich

rungsmaterialien. In Anerkennung besonderer künstleri-

vor allem gegen die Ineffektivität des »Gießkannenprin-

scher Leistungen werden der Outstanding Artist Award

zips« und das fast ausschließlich nach sozialen Gesichts-

und der Österreichische Kunstpreis vergeben. Mit diesen

punkten betriebene Förderungsmodell, das wenig für die

Maßnahmen wird der Stellenwert Neuer Musik im

künstlerische Weiterentwicklung leistet.

Konzertleben verbessert.

Die Versuche, die früher häufig auf vielfältigen persönlichen Abhängigkeiten basierenden staatlichen

Konzertveranstalterförderung

Kunst- und Kulturförderungssysteme zu reformieren

Im Rahmen dieses Förderungsprogramms der Abtei-

und transparenter zu gestalten, führten durch den ver-

lung 2 (Musik und darstellende Kunst) der Ò Kunst-

mehrten Einsatz von Ò Beiräten und Jurys zunehmend

sektion wird in erster Linie neue, teilweise experimen-

zur Gremialisierung von Förderungsentscheidungen.

telle, zeitgenössische Musik unterstützt, ohne dabei

Mit dem Ò Kunstförderungsgesetz als bis heute

die Publikumsresonanz außer Acht zu lassen. Obwohl

umfassendste und wichtigste kulturpolitische Kodifi-

Konzertveranstalter mit qualitätsvollem Programm

kation des Bundes wurde die bis dahin geübte und in

einen hohen Eigenertrag (Deckungsgrad) aufweisen,

den »Rahmenrichtlinien für Förderungen aus Mitteln

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  277

des Bundes«, Verordnungsblatt 1978, Nr. 158, kodi-

Die angekauften Werke werden von der Ò Artothek des

fizierte Kunstförderungspraxis 1988 bundesgesetzlich

Bundes verwaltet und zur Ausstattung von Bundesdienst-

verankert.

stellen sowie von ausgewählten Institutionen mit öffentlichen Aufgaben bzw. ohne Gewinnabsicht verwendet. Ein-

Kulturvermittlung

zelne Ankäufe werden Bundes- und/oder Landesmuseen

Kulturvermittlung baut lebendige Brücken zwischen

auch als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt.

künstlerischer Produktion und Publikum, dem dadurch

Kunstwerke aus der Artothek werden auch nach

aktives Erleben ermöglicht wird. Diese Brücken haben

Bedarf für repräsentative Ausstellungen verliehen bzw.

oftmals selbst künstlerischen Eigenwert. Aus soziologi-

in Ausstellungen der Galerie Belvedere und des Bundes

scher Sicht handelt es sich bei Kulturvermittlung um die

präsentiert.

kulturelle Durchdringung von Bereichen des menschli-

Seit 1981 werden auch Werke zeitgenössischer

chen Lebens. Grundsätzlich kann Kulturvermittlung in

künstlerischer Fotografie angekauft, die im Museum der

sämtlichen Sparten der Kunst zur Anwendung kommen;

Moderne Salzburg/Rupertinum (Ò Fotosammlung) ge-

ihre Zielgruppen sind Menschen aller Altersstufen und

lagert, betreut und in Ausstellungen im In- und Ausland

aller sozialen und kulturellen Gruppen. Die wichtigsten

gezeigt werden. Zusammen mit dessen Erwerbungen

Aufgaben der Kunstvermittlung sind:

stellen diese Ankäufe die wichtigste nationale Sammlung

••

neugierig machen

zeitgenössischer künstlerischer Fotografie dar.

••

das Verständnis vertiefen

••

Diskurse fördern

Kunstbericht

••

neue Publikumskreise gewinnen

Der erste Kunstbericht an den österreichischen Nationalrat erging für den Berichtszeitraum 1970/1971.

Es gibt zwei Grundtypen der Kulturvermittlung: die

Seither erschien der Kunstbericht jährlich und wurde

allgemeine Veranstaltungstätigkeit und die konkreten

über die Jahre umfangreicher und detaillierter. Seit 1988

Leistungen ausgebildeter Kunst- und Kulturvermittle-

ist gemäß § 10 des Ò Kunstförderungsgesetzes »dem

rInnen. Deren Arbeit ist projektbezogen und richtet sich

Nationalrat im Wege der Bundesregierung ein jährlicher

meist an bestimmte Bevölkerungsgruppen.

Bericht über die Tätigkeit des Bundes auf dem Gebiet der

Der Verein KulturKontakt Austria agiert im Bereich

Kunstförderung vorzulegen«, wobei weder die formale

Kulturvermittlung als Schnittstelle zwischen Bildung und

noch die inhaltliche Gestaltung dieses Berichts näher

Kunst und deren Vermittlung. Mit Unterstützung des

definiert werden.

BMUKK werden an Schulen innovative Projekte, Ini-

Im Wesentlichen versteht sich aber der Kunst-

tiativen und Methoden der partizipativen Kunst- und

bericht als eine Zusammenfassung aller Förderungs-

Kulturvermittlung mit SchülerInnen und Jugendlichen

maßnahmen und -ausgaben der Ò Kunstsektion im

und in Kooperation mit Kunst- und Kulturschaffenden

jeweiligen Berichtszeitraum. Für die Textinhalte sind die

bzw. Kunst- und Kulturinstitutionen gefördert.

Fachabteilungen 1, 2, 3, 5, 6 und 7 verantwortlich, das Zahlenmaterial wird von der jeweiligen Fachabteilung in

Kunstankäufe

Zusammenarbeit mit der Abteilung 4 (Statistik) erstellt;

Der Ankauf von Kunstwerken zeitgenössischer bildender

mit der redaktionellen Bearbeitung sind die Abteilungen

KünstlerInnen stellt nach dem Ò Kunstförderungsgesetz

1 (Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Foto-

eine Förderungsmaßnahme dar. Damit soll das Interesse

grafie, Video- und Medienkunst) und 5 (Literatur und

des Bundes an der aktuellen künstlerischen Produktion

Verlagswesen) befasst.

dokumentiert werden. Wirtschaftlich gesehen bedeutet der Werkankauf insbesondere für jüngere Kunstschaf-

Kunstförderungsbeitrag

fende auch eine finanzielle Förderung. In Ergänzung zu

Seit 1950 wird in Österreich parallel zum monatlich

den Sammlungen von Spitzenwerken in den österreichi-

zu entrichtenden Programmentgelt für den ORF und

schen Museen und Ausstellungshäusern entstand in den

zur Gebühr für die Rundfunkempfangseinrichtungen

letzten 50 Jahren eine Dokumentation zeitgenössischer

eine zweckgebundene Abgabe zur Förderung zeitge-

Kunstproduktion. Diese macht die Breite und Vielfalt

nössischen Kunstschaffens eingehoben. Die Einnahmen

österreichischen Kunstschaffens im Zeitverlauf sichtbar.

aus diesem Kunstförderungsbeitrag werden gemäß der

Den Ankäufen kommt vor dem Hintergrund eines noch

§§ 8 und 9 Finanzausgleichsgesetz, BGBl. I Nr. 85/2008,

immer entwicklungsfähigen Kunstmarkts eine zusätz­

zwischen dem Bund, den Ländern und den Gemeinden

liche, Einkommen schaffende Funktion zu.

aufgeteilt. Der Bundesanteil wiederum geht zu 85 % an

278 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

die Kunstsektion, der Rest wird für Angelegenheiten des

er im Bereich der Kulturpflege u.a. für die Führung der

Denkmalschutzes und der Museen verwendet.

Bundestheater, der Bundesmuseen, der Hofmusikkapelle

Mit dem Budgetbegleitgesetz 2000, BGBl. I Nr.

sowie im Rahmen des Denkmalschutzes etwa für die

26/2000, wurde die monatliche Abgabe von € 0,33

Schlösser, Residenzen und Kirchen zuständig ist. Die

auf € 0,48 angehoben. Zur Beratung über die Mit-

Bundeskunstförderung selbst ist rechtlich im Bereich

telverwendung ist den Ministerien ein Beirat beige-

der Privatwirtschaftsverwaltung des Bundes angesiedelt.

stellt, der aus BeamtInnen, VertreterInnen der Länder,

Ebenso wie für die Kunstförderung der Bundesländer

Städte und Gemeinden, der Kammern, des ÖGB sowie

gilt das im Zivilrecht geregelte Vertragswesen.

VertreterInnen der Künstlerschaft sozialpartnerschaft-

Das Kunstförderungsgesetz (BGBl. Nr. 146/1988,

lich-paritätisch zusammengestellt wird. Die aus dem

BGBl. I Nr. 95/1997, BGBl. I Nr. 132/2000), mit dem

Kunstförderungsbeitrag finanzierten Förderungen sind

sich die Republik im Bereich der öffentlichen Kunstför-

in der Aufschlüsselung der einzelnen Förderungsposten

derung selbst verpflichtet und bindet, wurde 1988 ver-

gesondert ausgewiesen.

abschiedet. Neben der Forderung, im jeweiligen Budget

Mit der Novelle zum Kunstförderungsbeitragsge-

die nötigen Mittel für die öffentliche Kulturförderung

setz, BGBl. I Nr. 132/2000, wurden weitere Abgaben

vorzusehen, beinhaltet § 1 Abs. 1 die Zielsetzung der

eingeführt, die dem Ò Künstler-Sozialversicherungsfonds

Förderung des künstlerischen Schaffens und seiner Ver-

zugute kommen. Von gewerblichen Betreibern einer

mittlung, der Verbesserung der Rahmenbedingungen

Kabelrundfunkanlage werden für alle Empfangsberech-

für Ò Sponsoring sowie der sozialen Lage der Kunst-

tigten von Rundfunksendungen monatlich €  0,25 einge-

schaffenden. Die weiteren Gesetzesabschnitte beziehen

hoben; denjenigen, die als Erste im Inland gewerbsmäßig

sich auf den Gegenstand der Förderung – mit dem

entgeltlich durch Verkauf oder Vermietung Geräte in den

deklarierten Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst,

Verkehr bringen, die zum Empfang von Rundfunksen-

deren geistige Wandlungen und deren Vielfalt –, auf die

dungen über Satelliten bestimmt sind (Satellitenreceiver,

Förderungsarten sowie die allgemeinen Voraussetzun-

-decoder), ist eine einmalige Abgabe von € 8,72 je Gerät

gen, Richtlinien und Bedingungen für eine Förderung.

vorgeschrieben. Ausgenommen sind jene Geräte (Deco-

Weitere Paragrafen beziehen sich auf die Ò Beiräte und

der), die ausschließlich zum Empfang von Weitersendun-

Jurys sowie die Erstellung des Ò Kunstberichts.

gen von Rundfunkprogrammen geeignet sind.

Mit der Novelle zum Kunstförderungsgesetz 1998

Mit der Novelle zum Kunstförderungsbeitrags-

wurde rückwirkend ab dem Jänner 1991 die Einkom-

gesetz, BGBl. I Nr. 71/2012 wurden diesen Abgaben

mensteuerfreiheit von Ò Stipendien und Ò Preisen fest-

– befristet für einen Zeitraum von fünf Jahren – re-

gelegt, die nach dem Kunstförderungsgesetz vergeben

duziert. Ab 1. Jänner 2013 werden von gewerblichen

werden. Die Steuerfreiheit wurde auch auf vergleichbare

Betreibern einer Kabelrundfunkanlage für alle Emp-

Leistungen aufgrund landesgesetzlicher Vorschriften

fangsberechtigten von Rundfunksendungen monatlich

sowie auf Stipendien und Preise ausgedehnt, die unter

€ 0,20 eingehoben; denjenigen, die als Erste im Inland

vergleichbaren Voraussetzungen von nationalen und in-

gewerbsmäßig entgeltlich durch Verkauf oder Vermie-

ternationalen Förderungsinstitutionen vergeben werden.

tung Geräte in den Verkehr bringen, die zum Empfang

(Ò Steuergesetzliche Maßnahmen)

von Rundfunksendungen über Satelliten bestimmt sind

Im Bereich der modifizierten Ò Galerienförderung

(Satellitenreceiver, -decoder), ist eine einmalige Abgabe

wurde durch die Novelle zum Kunstförderungsgesetz

von € 6,00 je Gerät vorgeschrieben.

2000 bestimmt, dass der Bund den Ankauf von Kunstwerken durch österreichische Museen durch Zuschüsse

Kunstförderungsgesetz

fördern kann, wenn dies im gesamtösterreichischen

Die österreichische Bundesverfassung schreibt der öf-

Kunstinteresse gelegen ist.

fentlichen Hand keinerlei direkte Verpflichtung zur Pflege oder Förderung von Kultur und Kunst vor. Dies-

KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz

bezügliche Maßnahmen erfolgen im Bereich der Privat-

Seit dem Inkrafttreten des KünstlerInnensozialversiche-

wirtschaftsverwaltung des Bundes und der Länder. Kul-

rungs-Strukturgesetzes (KSV-SG, BGBl. I Nr. 92/2010)

turrelevante Bestimmungen auf verfassungsgesetzlicher

am 1. Jänner 2011 können selbständig tätige KünstlerIn-

Ebene enthalten Art. 10 bis 15 des Bundes-Verfassungs-

nen ihre Tätigkeit ruhend melden, wenn und solange sie

gesetzes, in denen die Kompetenzverteilung zwischen

diese Tätigkeit tatsächlich nicht ausüben. Eine Meldung

Bund und Ländern festgeschrieben ist. Artikel 10 zählt

kann mittels eines vom Ò Künstler-Sozialversicherungs-

die Kompetenzen des Bundes auf. Daraus resultiert, dass

fonds zur Verfügung gestellten Formulars erfolgen und

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  279

führt ab der Wirksamkeit der Meldung des Ruhens

lerin bzw. Künstler im Sinne des Künstler-Sozialversi-

bis zur Wiederaufnahme der Tätigkeit zur Ausnahme

cherungsfondsgesetzes (K-SVFG) ist, »wer in den Berei-

von der Pflichtversicherung nach dem Gewerblichen

chen der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst, der

Sozialversicherungsgesetz (GSVG). Das Ruhen wird

Musik, der Literatur, der Filmkunst oder in einer ihrer

mit Ablauf des Kalendermonats wirksam, für den die

zeitgenössischen Ausformungen aufgrund ihrer/seiner

Einstellung der künstlerischen Tätigkeit gemeldet wird,

künstlerischen Befähigung im Rahmen einer künstleri-

wobei eine Rückwirkung vor den Meldezeitpunkt aus-

schen Tätigkeit Werke der Kunst schafft.«

geschlossen wird. In »Altfällen« mit Kranken- und

Über die »KünstlerInneneigenschaft« entscheidet

Unfallversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversi-

die KünstlerInnenkommission, die aus Kurien besteht,

cherungsgesetz (ASVG) zieht die Ruhendmeldung der

und zwar für Literatur, Musik, bildende Künste, dar-

selbständigen künstlerischen Tätigkeit keinen Wechsel

stellende Kunst, Filmkunst und die zeitgenössischen

der Versicherungszuständigkeit nach sich. Die Kran-

Ausformungen der Kunstbereiche. Außerdem gibt es

ken- und Unfallversicherung bleibt somit nach dem

je eine Berufungskurie. Die Beurteilung des künst-

ASVG bestehen, wenn die künstlerische Tätigkeit wieder

lerischen Schaffens obliegt der jeweiligen Kurie. Die

aufgenommen wird.

erfolgreiche Absolvierung einer künstlerischen Hoch-

Wird die künstlerische Tätigkeit ruhend gemeldet, so besteht für die Auszahlung des Kapitalbetrags aus der

schulausbildung gilt als Nachweis für die einschlägige künstlerische Befähigung.

Selbständigenvorsorge eine »Wartefrist« von zwei Jahren.

Der Zuschuss setzt voraus, dass die/der GSVG-

Hiermit soll verhindert werden, dass die Berufsausübung

pensionsversicherte Kunstschaffende an den Fonds

nur zu dem Zweck unterbrochen wird, eine steuerbegüns-

einen Antrag einbringt, der sowohl an den Fonds als

tigte Auszahlung der Selbständigenvorsorge zu erreichen.

auch an die Sozialversicherungsanstalt der gewerb-

Für volle Monate des Ruhens gebühren keine Beitrags-

lichen Wirtschaft gerichtet werden kann, dass die

zuschüsse vom Sozialversicherungsfonds, da auch keine

Jahreseinkünfte aus der selbständigen künstlerischen

Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind.

Tätigkeit mindestens € 4.743,72 (Wert 2014) betragen

Die Option der Ruhendmeldung bezweckt, den

und dass die Summe aller Einkünfte im Kalenderjahr

Bezug von Arbeitslosengeld (sofern darauf ein Anspruch

nicht das Sechzigfache des für dieses Kalenderjahr

besteht) in erwerbslosen Zeiten zwischen selbständigen

geltenden Betrags gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 ASVG

künstlerischen Tätigkeiten zu ermöglichen, indem für

(€ 395,31) – das sind € 23.718,60 (Wert 2014) – über-

diese Zeiten eine Ausnahme von der Pflichtversicherung

schreitet. Diese Obergrenze erhöht sich pro Kind um

nach dem GSVG erwirkt werden kann. Bei einer – in-

das Sechsfache des Betrages gemäß § 5 Abs. 2 Z 2

folge der Jahresbetrachtung – durchgehenden Pflichtver-

ASVG – das sind € 2.371,86 (Wert 2014). Die erwähnte

sicherung kann nämlich kein Arbeitslosengeld bezogen

Untergrenze reduziert sich im entsprechenden Ausmaß,

werden. Mit Einführung der Ruhendmeldung im Zuge

wenn die selbständige künstlerische Tätigkeit während

des KSV-SG wurde nun dieses formale Hindernis für den

des Kalenderjahres begonnen oder beendet wurde.

Bezug von Arbeitslosengeld beseitigt.

Der grundsätzliche Anspruch auf einen Beitrags-

Des Weiteren wurde bei der Sozialversiche-

zuschuss wird bescheidmäßig vom Fonds festgestellt.

rungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) mit

Er beträgt seit 1. Jänner 2012 € 130,00 pro Monat bzw.

Jahresbeginn 2011 ein KünstlerInnen-Servicezentrum

€ 1.560,00 pro Jahr und wurde ab 1. Jänner 2013 auf

eingerichtet, das alle Fragen zur Sozialversicherung

€ 143,50 pro Monat bzw. € 1.722,00 pro Jahr erhöht.

kundenorientiert und gebündelt klären soll. Die Lan-

Der Zuschuss wird von der SVA in der Beitragsvor-

desstellen der SVA stehen allen Kunstschaffenden (ob

schreibung berücksichtigt.

selbständig oder unselbständig tätig) für umfassende

Nach Vorliegen des Steuerbescheids wird die Zu-

Auskünfte in den Bereichen Beitragsangelegenheiten,

schussberechtigung neuerlich geprüft. Wird die Ober-

Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung bis hin zur

grenze oder die Untergrenze der Einkünfte jeweils in

Arbeitslosenversicherung zur Verfügung.

fünf Kalenderjahren überschritten bzw. nicht erreicht, kann der Zuschuss in den darauf folgenden Jahren

Künstler-Sozialversicherungsfonds

erst nach Nachweis der erforderlichen Einkünfte im

Der Auftrag des Fonds besteht darin, Beitragszuschüsse

Nachhinein zuerkannt und ausbezahlt werden. Grund-

an nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz

sätzlich müssen bei Überschreiten der Obergrenze bzw.

(GSVG) pensionsversicherte KünstlerInnen zu leisten

Unterschreiten der Untergrenze bereits beanspruchte

und die dafür notwendigen Mittel aufzubringen. Künst-

Zuschüsse innerhalb eines Monats nach Aufforderung

280 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

zurückgezahlt werden. Der Fonds darf unter bestimm-

Kunstsektion

ten Voraussetzungen auf Antrag die Rückzahlung

Die mit der Kunstförderung betraute Sektion war in den

stunden oder Ratenzahlungen bewilligen und – in be-

vergangenen Jahren verschiedenen Ministerien zugeteilt.

sonders berücksichtigungswürdigen Fällen – auch auf

Seit 1. März 2014 ressortiert die Kunstsektion als Sek-

die Rückforderung teilweise oder zur Gänze verzichten.

tion II beim Bundeskanzleramt. Sie besteht aus sieben

Hat man zunächst keinen Zuschuss erhalten, weil Ein-

Abteilungen:

künfte außerhalb des Rahmens prognostiziert wurden,

••

kann man neuerlich einen Antrag stellen, wenn die tatsächlich erzielten Einkünfte den Voraussetzungen

Abteilung II/1: Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotografie, Video- und Medienkunst

••

entsprechen. Die Zuschüsse zu den Sozialversiche-

Abteilung II/2: Musik und darstellende Kunst, Kunstschulen, allgemeine Kunstangelegenheiten

rungsbeiträgen werden dann rückwirkend ausbezahlt.

••

Abteilung II/3: Film

Mit einer Novelle des K-SVFG, die mit 1. Jänner

••

Abteilung II/4: Förderungskontrolle, Budget,

2008 in Kraft trat, wurden folgende Verbesserungen

Statistik, Kosten- und Leistungsrechnung

erreicht:

••

Abteilung II/5: Literatur und Verlagswesen

••

••

Abteilung II/6: Auszeichnungsangelegenheiten,

Widmung des Beitragszuschusses nicht nur für die Beiträge zur gesetzlichen Pensionsversiche­ rung, sondern auch für jene zur gesetzlichen

Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit ••

Abteilung II/7: Kulturinitiativen

Kranken- und Unfallversicherung •• ••

••

Einführung einer Valorisierungsregelung für

Aus dem unmittelbaren Verwaltungsbereich der Kunst-

die Einkommensobergrenze

sektion ausgelagerte, intermediäre Institutionen sind der

Einschleifregelung für die Rückzahlungsver-

1980 gegründete Österreichische Filmförderungsfonds,

pflichtung des Beitragszuschusses bei Über- oder

der 1993 in Ò Österreichisches Filminstitut umbenannt

Unterschreiten der Einkommensgrenzen

wurde, und der 1989 gegründete Verein KulturKontakt

Erweiterung der Regelungen über den Verzicht

Austria für kulturelle Bildung, Ò Kulturvermittlung,

bei Rückforderung des Beitragszuschusses

kulturellen Dialog und Bildungskooperationen mit Ost-

in Härtefällen durch Berücksichtigung so-

und Südosteuropa.

zialer Gesichtspunkte und der Einnahmen aus selbständiger künstlerischer Tätigkeit

Leerkassettenvergütung Durch die Ò Urheberrechtsgesetznovelle 1980 (BGBl.

Seit dem Inkrafttreten des Ò KünstlerInnensozialver­

Nr. 321/1980) wurde erstmals ein Anspruch der Ur-

sicherungs-Strukturgesetzes (BGBl. I Nr. 92/2010) am

heberInnen und Leistungsschutzberechtigten auf eine

1. Jänner 2011 können selbständig tätige KünstlerInnen

angemessene Vergütung für die Vervielfältigung von

ihre Tätigkeit ruhend melden, wenn und solange sie diese

urheberrechtlich geschützten Werken zum eigenen und

Tätigkeit tatsächlich nicht ausüben. Eine Meldung kann

privaten Gebrauch auf Bild- und Schallträgern einge-

mittels eines vom Künstler-Sozialversicherungsfonds

führt. Die Vergütung ist von denjenigen zu leisten, die

zur Verfügung gestellten Formulars erfolgen und führt

Leer-Trägermaterial (z.B. Audio- und Video-Leerkasset-

ab der Wirksamkeit der Meldung des Ruhens bis zur

ten, ein- oder mehrfach beschreibbare CDs und DVDs,

Wiederaufnahme der Tätigkeit zur Ausnahme von der

MP3-Player) als erste »gewerbsmäßig entgeltlich in

GSVG-Pflichtversicherung.

den Verkehr bringen«, wie es in § 42b Abs. 3 des Ur-

Über Beitragszuschüsse informiert der Künstler-

heberrechtsgesetzes heißt. Die Leerkassettenvergütung

Sozialversicherungsfonds, Goethegasse 1, 1010 Wien,

ist eine pauschale Vergütung für sämtliche Vervielfäl-

Tel.: (01) 586 71 85, Fax: (01) 586 71 85 7959, E-Mail:

tigungen zum eigenen und privaten Gebrauch, die mit

[email protected], Internet: www.ksvf.at

dem Trägermedium vorgenommen werden. Sie ist das Entgelt für die gesetzliche Lizenz der Vervielfältigung zum eigenen und privaten Gebrauch. Die Verwertungsgesellschaft Austro Mechana ist von allen betroffenen Ò Verwertungsgesellschaften damit betraut worden,

den Vergütungsanspruch geltend zu machen. Die Höhe der Leerkassettenvergütung, die pro Spielstunde bzw. Speicherkapazität nach verkauften unbespielten Bild- und Tonträgern getrennt bemessen

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  281

Einnahmen aus der Leerkassettenvergütung 1981–2013 Jahr

1981

1991

2001

2003

2005

2007

2009

2011

2012

2013

0,5

9,4

7,2

16,4

17,6

16,4

11,7

7,9

6,6

5,9

€ Mio.

wird, sowie die Details der Rechnungslegung und Zah-

1 Museen, Archive, Wissenschaft; 2 Baukulturelles Erbe;

lung werden zwischen den Verwertungsgesellschaften

3 Heimat- und Brauchtumspflege; 4 Literatur; 5 Biblio-

und den Zahlungspflichtigen seit August 1988 durch

thekswesen; 6 Presse; 7 Musik; 8 Darstellende Kunst;

Gesamtverträge (derzeit gültige Fassung 2010) geregelt.

9  Bildende Kunst, Foto; 10 Film, Kino, Video- und

2013 betrugen die Einnahmen € 5,9 Mio.

Medienkunst; 11 Hörfunk, Fernsehen; 12 Kulturiniti-

Diese Mittel werden zwischen den Verwertungs-

ativen, Zentren; 13 Ausbildung, Weiterbildung; 14 Er-

gesellschaften Austro Mechana, Literar-Mechana, LSG,

wachsenenbildung; 15 Internationaler Kulturaustausch;

VAM, Bildrecht, VDFS und VG-Rundfunk nach einem

16 Festspiele, Großveranstaltungen; 17 Soziales.

zuletzt 2008 festgelegten Schlüssel aufgeteilt. Die Verwertungsgesellschaften sind verpflichtet, 50 % der Ein-

MEDIA 2007

nahmen aus der Leerkassettenvergütung abzüglich der

Dieses Förderungsprogramm der Ò Europäischen Union

darauf entfallenden Verwaltungskosten sozialen und

diente der Unterstützung der audiovisuellen Industrie in

kulturellen Zwecken zu widmen. Die Begriffe »soziale

Europa. Ziel war eine Strukturverbesserung der europä-

und kulturelle Zwecke« sind im Bericht des Justizaus-

ischen Film- und Fernsehwirtschaft. MEDIA I arbeitete

schusses (Nr. 1055 der Beilagen zu den stenografischen

1991–1995, MEDIA II 1996–2000, MEDIA PLUS 2001–

Protokollen des Nationalrats XVI. GP) näher erläutert.

2006; MEDIA 2007 ist mit Ende 2013 ausgelaufen.

Die übrigen 50 % der Einnahmen aus der Leerkassetten-

Gegenüber den früheren Programmen waren

vergütung werden individuell an die UrheberInnen sowie

bei MEDIA 2007 einige neue Förderungsmaßnahmen

die Leistungsschutzberechtigten ausgeschüttet.

vorgesehen, wie z.B. Mobilitätsstipendien für Filmstu-

Die Verwertungsgesellschaften haben soziale und

dentInnen, Unterstützungen für Sendeanstalten bei der

kulturelle Einrichtungen bzw. Fonds geschaffen, die diese

Synchronisierung und Untertitelung europäischer Werke

Einnahmen verwalten und nach eigenen Richtlinien über

und Förderungen bei der Erstellung bzw. Herausgabe von

die Zuerkennung von Geldern für soziale und kulturelle

Promotion Kits bzw. Filmkatalogen im digitalen Format.

Zwecke entscheiden. Die Aufstellung und Einhaltung

Das Förderungsprogramm war für eine Laufzeit von

dieser Richtlinien wird von der Aufsichtsbehörde für

sieben Jahren mit einem Gesamtbudget von ca. € 755 Mio.

Verwertungsgesellschaften kontrolliert.

ausgestattet und hatte folgende Schwerpunkte: ••

Fortführung der Konzentration der Förderungen

LIKUS

auf die Vor- und Nachproduktionsphase (Fort-

1993 hat die Konferenz der Landeskulturreferenten den

bildung/Entwicklung – Vertrieb/Promotion)

Beschluss gefasst, die Vergleichbarkeit der Kulturstatis-

••

tiken aller neun Bundesländer herbeizuführen. In der Folge wurde das Institut für Kulturmanagement der Uni-

(Zuschüsse zu indirekten Kosten) ••

versität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit der Durchführung des Projekts »Länderinitiative Kul-

Integration des Programms »i2i audiovisual« Berücksichtigung der Marktentwicklung im Bereich der Digitalisierung

••

Beteiligung der EU an der Europäischen Audio-

turstatistik« (LIKUS) beauftragt. Die kulturstatistischen

visuellen Informationsstelle (zuständig für die

Systeme der Bundesländer sollten so weit miteinander

Erfassung und Verbreitung von Informationen

harmonisiert werden, dass die einzelnen Budgetdaten österreichweit miteinander vergleichbar gemacht und

über die europäische audiovisuelle Industrie) ••

Verwaltungsvereinfachungen im Antrags­ver­

die Ò Förderungsrichtlinien nach einheitlichem Muster

fahren und gesteigerte Transparenz bei den

gestaltet werden können. Seit 1997 steht ein umfassen-

Auswahlverfahren

des LIKUS-Schema mit 17 Hauptkategorien kultureller Förderungsbereiche zur Verfügung. Im Ò Kunstbericht wird die Kategorie 17 »Sonstiges« unter der Bezeichnung »Soziales« geführt; die Kategorien 2, 3, 5, 11 und 14 finden im Förderungsbereich der Ò Kunstsektion keine Anwendung:

282 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

2009 hatte die EU in einem weiteren Schritt MEDIA

Senats. Die Wahl als ordentliches, korrespondierendes

Mundus verabschiedet, ein breit gefächertes, internatio-

bzw. als Ehrenmitglied erfolgt gemäß den 1973 erlas-

nales Kooperationsprogramm, durch das die kulturellen

senen Satzungen grundsätzlich auf Lebenszeit. Die Mit-

und kommerziellen Beziehungen zwischen der europä-

gliedschaft ist ehrenamtlich. Dem Kunstsenat gehören

ischen Filmindustrie und FilmemacherInnen aus Dritt-

ordentliche Mitglieder aus den Bereichen der Architektur,

ländern ausgebaut werden sollten. Mit 1. Jänner 2014

der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik an.

ist das Nachfolgeprogramm Ò CREATIVE EUROPE

Die Idee des Großen Österreichischen Staatspreises

in Kraft getreten, das die EU-Programme »MEDIA«,

reicht in das Jahr 1934 zurück. Bis 1937 wurde er für

»KULTUR« und »MEDIA Mundus« unter einem Dach

Einzelwerke verliehen. Im Jahr 1950 wurde die Idee

vereint und eine Laufzeit von 2014–2020 hat.

wieder aufgegriffen; seit damals werden KünstlerInnen für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Bis 1970 wurden

Musikförderung

jährlich mehrere Staatspreise vergeben, ab 1971 nur

Die gesetzliche Verpflichtung zur Förderung der Viel-

mehr ein Staatspreis pro Jahr. Der Große Österreichische

falt künstlerischer Ausdrucksformen öffnet ein breites

Staatspreis ist die höchste Auszeichnung der Republik

Spektrum von der Pflege der Alten Musik bis hin

für künstlerische Leistungen und ist derzeit mit € 30.000

zum aktuellen Musikschaffen. Eine Abgrenzung nach

dotiert.

Begriffen wie E- bzw. U-Musik oder sonstige Spartenbeschränkungen werden bei der Qualitätsbeurteilung nicht

Österreichischer Musikfonds

vorgenommen. Die Abteilung 2 (Musik und darstellende

Der 2005 gegründete Österreichische Musikfonds ist

Kunst) der Ò Kunstsektion unterstützt künstlerische

eine Initiative zur Förderung professioneller österreichi-

Entwicklungen und längerfristige Vorhaben im Bereich

scher Musikproduktionen und zur Stärkung des Kre-

des Innovativen, Zeitgenössischen und Exemplarischen

ativstandorts Österreich. Ziel des Musikfonds ist es,

sowohl im kreativen Schaffensprozess als auch bei der

finanzielle Anreize für die qualitative und quantitative

Interpretation und Aufführung.

Steigerung der Produktionstätigkeit in Österreich zu schaffen. Damit soll auch die Verbreitung und Ver-

Österreichischer Kunstsenat

wertung österreichischer Musik im In- und Ausland

»Zur Würdigung besonders hervorragender Persönlich-

unterstützt werden. Der Musikfonds steht allen mu-

keiten auf dem Gebiet der österreichischen Kunst und

sikschaffenden UrheberInnen, InterpretInnen, Musik-

zur fachlichen Beratung des Bundesministeriums für

produzentInnen, Musikverlagen und Labels offen. Der

Unterricht in Fragen der staatlichen Kunstverwaltung«

Musikfonds wird von der Ò Kunstsektion und nam-

wurde per Erlass des zuständigen Bundesministeriums

haften Institutionen des österreichischen Musiklebens

vom 7. September 1954 der Österreichische Kunstsenat

(AKM/GFÖM, Austro Mechana/SKE, IFPI, OESTIG,

eingerichtet.

Fachverband Film und Musik, ORF) als Public Private

Der Kunstsenat tritt jährlich in unregelmäßigen Abständen mehrere Male zusammen, um seinen Aufga-

Partnership gemeinsam finanziert. Informationen zum Fonds sind unter www.musikfonds.at abrufbar.

ben nachzugehen. Diese bestehen darin, die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten, die öffentlichen

Österreichisches Filminstitut

Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten und

1980 wurde das Filmförderungsgesetz (FFG) beschlos-

Maßnahmen zur Kunstförderung und zur Bewahrung der

sen, in dessen Folge 1981 der Österreichische Film-

kulturellen Substanz anzuraten. »Der Kunstsenat kann zu

förderungsfonds seine Tätigkeit aufnahm. 1987 wurde

Informationszwecken mit allen Stellen, die Angelegenhei-

im Zuge einer Novellierung des FFG die Ò Referenz-

ten des künstlerischen Lebens in Österreich behandeln,

filmförderung eingeführt, 1993 das FFG novelliert und

Kontakt nehmen, Vorschläge unterbreiten oder kritisch

das Österreichische Filminstitut gegründet. Zu weiteren

Stellung nehmen«, heißt es in Artikel VI der Satzungen.

strukturellen und terminologischen Modifikationen, die

Alle drei Jahre wählt das Senatskollegium aus dem

die Weiterentwicklung des Filmförderungssystems in

Kreise seiner Mitglieder einen Präsidenten und zwei

Österreich begünstigen sollen, kam es durch die 2005 in

Vizepräsidenten auf die Dauer von drei Jahren. Der aus

Kraft getretene Novelle des Filmförderungsgesetzes. Die

21 Mitgliedern bestehende Kunstsenat nominiert jährlich

derzeit letzte Novelle erfolgte 2010.

eine künstlerische Persönlichkeit für den Großen Öster-

Gegenstand der Ò Filmförderung durch das Film-

reichischen Staatspreis (Ò Preise) und wählt aus dem

institut sind dabei insbesondere die Stoff- und Projekt-

Kreis der StaatspreisträgerInnen die neuen Mitglieder des

entwicklung, in Eigenverantwortung von österreichi-

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  283

schen FilmherstellerInnen produzierte österreichische

formuliert sowie festgelegt, dass bei der Entsendung in

Filme und österreichisch-ausländische Gemeinschafts-

den Aufsichtsrat auf ein ausgewogenes Geschlechterver-

produktionen, die Vermarktung von österreichischen

hältnis zu achten ist. Das BMUKK hat einen weiteren

und diesen gleichgestellten Filmen sowie die berufliche

Sitz im Aufsichtsrat.

Weiterbildung im Filmwesen tätiger Personen. Für die Herstellungsförderung nach dem Projektprinzip sind

Partizipation

dabei Vorhaben auszuwählen, die einen künstlerischen

Der in den Bereichen Soziologie und Politikwissenschaft

und/oder wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen oder

häufig verwendete Begriff bedeutet die Einbindung von

den Zielsetzungen der Nachwuchsförderung entspre-

Individuen und Organisationen in Entscheidungs- und

chen, wodurch der Einstieg in das professionelle Film-

Willensbildungsprozesse, wobei die unterschiedlichsten

schaffen erleichtert werden soll.

Beteiligungsformen entwickelt werden können. Parti-

Die Förderungsentscheidungen über Vorhaben

zipation gilt als gesellschaftlich relevant, weil sie zum

trifft grundsätzlich die Projektkommission. Sie besteht

Aufbau von sozialem Kapital führen kann und dann

aus vier fachkundigen Mitgliedern aus dem Filmwesen

soziales Vertrauen verstärkt. Im Bereich regionaler Kul-

(Produktion, Regie, Drehbuch und Vermarktung) und

turarbeit sowie bei Projekten der Kunst im sozialen

der/dem vorsitzenden DirektorIn des Filminstituts. Die

Raum spielt die aktive Teilnahme bzw. die Einbeziehung

Entscheidung über die Höhe der Förderungsmittel für

gesellschaftlicher Zielgruppen eine wesentliche Rolle.

die ausgewählten Vorhaben obliegt der Direktion.

Partizipatorische Kunstpraktiken verstehen sich oft als

Das Aufsichtsgremium des Filminstituts ist der

emanzipatorische Projekte, die in einem aufklärerischen

Aufsichtsrat, der aus VertreterInnen des für Kunst zu-

Gestus Kunst als Mittel der Intervention in gesellschaft-

ständigen Ressorts, des Wirtschafts- und Finanzminis-

liche Zusammenhänge proklamieren.

teriums, der Finanzprokuratur, der Gewerkschaft für Kunst, Medien, Sport und freie Berufe, der Wirtschafts-

Preise

kammer Österreich, des Fachverbands der Audiovisions-

In den einzelnen Sparten werden jährlich oder alle

und Filmindustrie sowie fünf fachkundigen VertreterIn-

zwei Jahre Preise – teilweise nach einem bestimmten

nen des österreichischen Filmwesens besteht und für drei

Rotationsprinzip – verliehen. Die Preise werden in den

Jahre bestellt wird. Die Pflichten des Aufsichtsrats sind

Sparten Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, bildende

klar umrissen und umfassen im Wesentlichen alle jene

Kunst, Architektur, Design, Mode, Fotokunst, Video-

Fragen, die nicht zum Aufgabenbereich der Projektkom-

und Medienkunst, Karikatur und Comics, Musik, Film,

mission oder der Direktion des Filminstituts gehören

Frauenkultur und gegebenenfalls für aktuelle Themen,

(z.B. der Beschluss der Richtlinien zur Gewährung von

beispielsweise für Projekte der Interdisziplinarität oder

Förderungen oder auch der Beschluss der Geschäfts- und

des interkulturellen Dialogs, vergeben.

Finanzordnung).

Die Outstanding Artist Awards werden jährlich

Mit der Novelle 2005 erfolgte eine gesetzliche

für herausragende Leistungen vorwiegend an Künst-

Regelung über die Rechterückfallfristen für Fernsehnut-

lerInnen der jüngeren und mittleren Generation verge-

zungsrechte. Diese Regelung entspricht dem europäi-

ben. Diese Preise sind mit € 8.000 dotiert, werden teil-

schen Trend und sieht grundsätzlich den Rückfall der

weise ausgeschrieben und von einer Jury begutachtet.

Rechte an den Herstellenden nach sieben Jahren vor. Bei

Die Österreichischen Kunstpreise werden etablierten

einer überdurchschnittlich hohen Finanzierungsbeteili-

KünstlerInnen für ihr umfangreiches, international

gung einer/eines Fernsehen Veranstaltenden kann diese

anerkanntes Gesamtwerk zuerkannt. Die Auswahl der

Frist auf zehn Jahre verlängert werden.

PreisträgerInnen erfolgt durch unabhängige Experten-

Mit der Novelle 2010 wurde im Sinne einer schnel-

jurys; eine Bewerbung ist nicht möglich. Der Öster-

leren und flexibleren Gestaltungsmöglichkeit festgelegt,

reichische Kunstpreis ist mit € 12.000 bzw. € 15.000

dass Änderungen zu Details der Verwertung (u.a. Sperr-

(Film) dotiert.

fristen) von geförderten Spiel- und Dokumentarfilmen

Sonderpreise werden besonders im Bereich Litera-

nicht jeweils gesetzlich festgelegt werden müssen, son-

tur und Publizistik vergeben, darunter der Erich-Fried-

dern eine diesbezügliche Neuregelung der Richtlinien

Preis für Literatur und Sprache, der Ernst-Jandl-Preis für

mit Beschluss des Aufsichtsrates ausreicht. Im Gesetz ist

Lyrik, der Manès-Sperber-Preis für Literatur, der Öster-

somit nur die Rahmenbestimmung (Mindestschutzfrist

reichische Staatspreis für Kulturpublizistik bzw. Litera-

von sechs Monaten für die Kinoauswertung) festge-

turkritik, der Staatspreis für Europäische Literatur, der

halten. Weiters wurde der Gesetzestext gendergerecht

Österreichische Staatspreis für literarische Übersetzung

284 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

oder »Die schönsten Bücher Österreichs«. Alle zwei

Multifunktions-, Faxgerät, Scanner oder EDV-Drucker)

Jahre wird in Kooperation mit der s_Bausparkasse und

als erste gewerbsmäßig entgeltlich in den Verkehr bringen

dem Architektur Zentrum Wien der Architekturpreis

(§ 42 Abs. 2 Z 1 und Abs. 3 UrhG). Die (Groß-) Betreiber-

»Das beste Haus« für die jeweils beste architektonische

vergütung ist zu leisten, wenn ein Vervielfältigungsgerät

Gestaltung von Einfamilienhäusern verliehen. In der

in Schulen, Hochschulen, sonstigen Bildungs- und For-

Sparte Fotografie wird jährlich der Birgit-Jürgenssen-

schungseinrichtungen, öffentlichen Bibliotheken oder in

Preis über die Akademie der bildenden Künste Wien

Einrichtungen betrieben wird, die Vervielfältigungsgeräte

vergeben, beim Film wird der Thomas-Pluch-Drehbuch-

entgeltlich bereithalten (z.B. Copy-Shops). Die Reprogra-

preis ausgeschrieben.

fievergütung kann nur von Ò Verwertungsgesellschaften

Der Große Österreichische Staatspreis wird auf

wahrgenommen werden.

Vorschlag des Ò Österreichischen Kunstsenats ohne

Über die Abwicklung der Gerätevergütung wurde

festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten

1996 ein Gesamtvertrag zwischen der Literar-Mechana,

Architektur, bildende Kunst, Literatur und Musik für

der Bildrecht und der Musikedition einerseits und

ein künstlerisches Lebenswerk verliehen und ist mit

dem Bundesgremium des Maschinenhandels sowie des

€ 30.000 dotiert. In den Bereichen Film und künstleri-

Radio- und Elektrohandels in der Wirtschaftskammer

sche Fotografie erfolgt die Verleihung des Österreichi-

Österreich andererseits abgeschlossen. Dieser sieht eine

schen Staatspreises durch eine eigens bestellte Jury.

je nach Gerätetyp und Kopiergeschwindigkeit gestaffelte einmalige Pauschalvergütung vor. Der Gesamtver-

Referenzfilmförderung

trag wurde 2006 durch einen Rahmenvertrag ergänzt,

Dieses Förderungssystem des Österreichischen Filmin-

in dem die Vergütungspflicht ab 2006 auf EDV-Drucker

stituts gewährt nach einem – den Förderungsvoraus-

erweitert wurde. Über die Abwicklung der Betreiberver-

setzungen entsprechenden – so genannten Referenzfilm

gütung für Copy-Shops wurde 1996 ein Gesamtvertrag

(Kinofilm) den entsprechenden Produktionsfirmen

zwischen der Literar-Mechana und der Bildrecht ei-

nicht rückzahlbare Zuschüsse. Diese Referenzmittel

nerseits und der Bundesinnung Druck sowie jener der

sind zur Finanzierung der Herstellung oder Projektent-

FotografInnen in der Wirtschaftskammer Österreich an-

wicklung eines neuen Kinofilms zu verwenden. Zusätz-

dererseits abgeschlossen. Dieser sieht je nach Standort

lich erhalten auch die RegisseurInnen/AutorInnen des

(Hochschule, öffentliche Bibliothek, Hochschulnähe,

Referenzfilms einen Zuschuss für die Entwicklung eines

Nicht-Hochschulnähe, Orte ohne Hochschule usw.)

neuen Stoffs. Der Erfolg des Referenzfilms wird nach

und Kopiergeschwindigkeit eine gestaffelte jährliche

künstlerischen und/oder wirtschaftlichen Kriterien be-

Pauschalvergütung vor.

messen. Für die Bewertung des künstlerischen Erfolgs werden Teilnahmen an internationalen Filmfestivals

Einnahmen aus der Reprografievergütung 1996–2013

bzw. Preise und Auszeichnungen herangezogen, die

Jahr

in einer Anlage zu den Förderungsrichtlinien vom Ò Österreichischen Filminstitut (ÖFI) ausgewiesen

€ Mio.

1996

2000

2004

2008

2011

2012

2013

0,9

4,3

5,4

8,9

9,0

8,0

8,8

werden. Die Auflistung wird kontinuierlich aktualisiert. Im Herbst 2010 wurde festgelegt, dass der Anteil

Über die pauschale Abgeltung der angemessenen Ver-

der Referenzmittel am Budget des ÖFI maximal 40 %

gütung für das Betreiben von Kopiergeräten durch Uni-

betragen darf und der weitere Anteil für die selektive

versitäten, Hochschulen künstlerischer Richtung und

Vergabe zur Verfügung stehen muss.

Forschungseinrichtungen, deren Rechtsträger der Bund ist, wurde Ende 1997 ein Vertrag zwischen der Literar-

Reprografievergütung

Mechana und der Bildrecht einerseits und dem Bundes-

Im Zuge der Ò Urheberrechtsgesetz-Novelle 1996 (BGBl.

ministerium für Wissenschaft und Verkehr andererseits

Nr. 151/1996) wurde eine der Ò Leerkassettenvergütung

abgeschlossen. Ferner wurde 2010 zwischen der Literar-

vergleichbare Vergütung zur Abgeltung der Vervielfäl-

Mechana und der Bildrecht einerseits und dem BMUKK

tigung von urheberrechtlich geschützten Werken zum

andererseits ein Vertrag über die jährliche pauschale Ab-

eigenen Gebrauch mittels reprografischer oder ähnlicher

geltung der angemessenen Vergütung für Vervielfältigun-

Verfahren eingeführt. Die Reprografievergütung ist zwei-

gen in einem reprografischen oder ähnlichen Verfahren

gestaltig: Sie besteht aus einer Geräte- und einer (Groß-)

in solchen Schulen, deren Rechtsträger der Bund ist, ab-

Betreibervergütung. Die Gerätevergütung ist von denje-

geschlossen. 2012 wurde zwischen der Literar-Mechana

nigen zu leisten, die ein Vervielfältigungsgerät (Kopier-,

und der Bildrecht einerseits und dem Interdiözesanen Amt

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  285

für Unterricht und Erziehung sowie der Superiorenkonfe-

selbständiger Arbeit stammen, von der gewerblichen

renz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs

Sozialversicherung erfasst werden. Für KünstlerInnen

andererseits ein ebensolcher Vertrag hinsichtlich der von

wurde das Inkrafttreten des Gesetzes um drei Jahre hin­

diesen vertretenen Schulen abgeschlossen.

ausgeschoben, um in dieser Zeit eine Mitfinanzierung

Die Einnahmen werden zunächst zwischen den beteiligten Ò Verwertungsgesellschaften Literar-Mechana

der Versicherungsbeiträge von dritter Seite zustande zu bringen.

und Bildrecht aufgeteilt. Die Literar-Mechana verteilt

Seit dem Jahr 2001 sind also freiberuflich tätige

den auf sie entfallenden Anteil auf der Grundlage von

KünstlerInnen grundsätzlich als so genannte »Neue Selb-

Marktforschungsergebnissen zu (derzeit) 96 % individu-

ständige« bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerb-

ell und zu 4 % im Rahmen der Sozialen und Kulturellen

lichen Wirtschaft (SVA) kranken- und pensionsversichert

Einrichtungen (SKE).

sowie bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) unfallversichert. Zum gleichen Zeitpunkt trat

Soziale Förderungen

das Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz (K-SVFG)

Um dem Auftrag des Kunstförderungsgesetzes im

in Kraft, das unter bestimmten Voraussetzungen Zu-

Hinblick auf die Verbesserung der sozialen Lage für

schüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen der Kunst-

KünstlerInnen gerecht zu werden, kommen unterschied-

schaffenden vorsieht.

liche Maßnahmen zum Einsatz. Gesetzlich geregelt sind

Die GSVG-Versicherung für »Neue Selbständige«

Zuschüsse zu den von den KünstlerInnen zu leistenden

tritt kraft Gesetzes ein, wenn die aus dem freiberuflichen

Beiträgen zur Pflichtversicherung (Ò Künstler-Sozialver-

künstlerischen Erwerbseinkommen und allfälligen sons-

sicherungsfonds).

tigen selbständigen Tätigkeiten resultierende GSVG-Bei-

In Einzelfällen können KünstlerInnen zur Überwindung einer vorübergehenden Notsituation z.B. bei

tragsgrundlage die jeweils geltende Versicherungsgrenze übersteigt. Es gibt zwei Versicherungsgrenzen:

Verdienstentfall durch Krankheit über die aus dem

€ 4.743,72 (Wert 2014) gilt, wenn im Beitrags-

Ò Kunstförderungsbeitrag gespeiste KünstlerInnenhilfe

jahr – auch nur kurzfristig – eine weitere Erwerbs-

von der Ò Kunstsektion einmalige Zahlungen erhalten.

tätigkeit ausgeübt oder eine Pension, ein Ruhe- bzw.

Weitere spezifische Leistungen im sozialen Bereich

Versorgungsgenuss, eine Versorgungsleistung einer

stellt die Abteilung 2 für Theaterschaffende über das von

gesetzlichen beruflichen Vertretung, Kinderbetreu-

der IG freie Theaterarbeit verwaltete IG-Netz zur Verfü-

ungsgeld oder eine Geldleistung aus der gesetzlichen

gung, aus dem vorrangig Zuschüsse zu den Dienstgeber-

Kranken- bzw. Arbeitslosenversicherung bezogen wird

anteilen der Sozialversicherungsbeiträge aus Dienstver-

(Nebenerwerb). € 6.453,36 gilt, wenn innerhalb eines

hältnissen von künstlerisch tätigen Theater­schaffenden,

Kalenderjahres keine weitere Erwerbstätigkeit ausgeübt

die während des Produktions- und Aufführungszeit-

und auch keine der erwähnten Geldleistungen bezogen

raumes in Dienstverhältnissen stehen, geleistet werden.

wird (Haupterwerb).

Nachrangig werden auch anteilsweise Zuschüsse zu

Der sofortige Beginn der Pflichtversicherung kann

Versicherungskosten selbständiger darstellender Künst-

durch eine (»positive«) Erklärung herbeigeführt wer-

lerInnen gewährt.

den, wonach die Einkünfte die Versicherungsgrenze

Die Literar-Mechana verwaltet im Literaturbereich

voraussichtlich übersteigen werden (»Überschreitungs-

einen Sozialfonds, der ausschließlich aus Bundesmitteln

erklärung«). Die Versicherung bleibt in diesem Fall auch

dotiert wird. Der Fonds gewährt bei sozialer Bedürftig-

dann aufrecht, wenn die tatsächlichen Einkünfte unter

keit einen Zuschuss zur Alters-, Berufsunfähigkeits- und

der Versicherungsgrenze liegen sollten. Soweit der/die

Hinterbliebenenversorgung, Zuschüsse zur Krankenver-

Selbständige keine Überschreitungserklärung abgibt,

sicherung und in besonderen Notfällen einmalige Un-

wird die Versicherungspflicht im Nachhinein anhand

terstützungen. Über die Vergabe der Mittel entscheidet

der im Steuerbescheid ausgewiesenen Einkünfte geprüft.

eine aus sechs Personen bestehende Kommission. Mit

Bei Überschreitung der Versicherungsgrenze müssen die

dem Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz wurde der

Beiträge – inkl. eines Zuschlags von 9,3 % – rückwir-

Sozialfonds gesetzlich verankert.

kend gezahlt werden.

Sozialversicherung

sicherungsgrenze oder ist dessen voraussichtliche Höhe

Mit dem Arbeits- und Sozialrechts-Änderungsgesetz

nicht bekannt, so kann auf Antrag eine Einbeziehung in

(ASRÄG) 1997 hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass

die Kranken- und Unfallversicherung erfolgen (Opting

alle Einkünfte, die aus einem Gewerbebetrieb bzw. aus

in). Wird die maßgebliche Versicherungsgrenze über-

Liegt das Einkommen unter der maßgeblichen Ver-

286 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

schritten, ist die Pensionsversicherung nachträglich fest-

Die Höhe der endgültigen Beitragsgrundlage hängt von

zustellen und der Pensionsversicherungsbeitrag nach zu

den im Beitragsjahr erzielten Einkünften ab. Es zählen

zahlen, allerdings ohne den Beitragszuschlag von 9,3 %.

die im Steuerbescheid ausgewiesenen Einkünfte aus selb-

Die Beiträge zur Kranken- und Pensionsversiche-

ständiger Arbeit. Zu diesen Einkünften werden die im

rung werden nach der Formel »Beitragsgrundlage x Bei-

Beitragsjahr vorgeschriebenen Kranken- und Pensions-

tragssatz = Beitrag« berechnet. Bis zum Bekanntwerden

versicherungsbeiträge (sowie die vorgeschriebenen Bei-

der tatsächlichen Einkünfte werden die Beiträge von

träge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung, sofern

einer vorläufigen Beitragsgrundlage abgeleitet. Sobald

diese beantragt wurde) hinzugerechnet. Das Ergebnis ist

der Einkommensteuerbescheid vorliegt, kommt es zu

die endgültige Beitragsgrundlage. Erreicht das Ergebnis

einer Nachbemessung, die zu einer Beitragsgutschrift

nicht die Mindestbeitragsgrundlage oder übersteigt das

oder zu einer Beitragsnachforderung führt. In den

Ergebnis die Höchstbeitragsgrundlage, so ist die Min-

ersten drei Jahren der Pflichtversicherung werden die

dest- bzw. die Höchstbeitragsgrundlage anzuwenden.

vorläufigen Beiträge von der Mindestbeitragsgrundlage

Im Jahr 2014 hat die versicherte Person von der

berechnet, die im Jahr 2014 monatlich € 537,78 oder

Beitragsgrundlage in der Pensionsversicherung 18,5 %,

€ 395,31 (ein Zwölftel der Versicherungsgrenze) aus-

in der Krankenversicherung 7,65 % sowie als Selb-

macht. Ab dem vierten Jahr der Pflichtversicherung

ständigenvorsorge 1,53 % als Beitrag zu zahlen. Die

richtet sich die vorläufige Beitragsgrundlage nach der

Unfallversicherung kostet 2014 monatlich einheitlich

endgültigen Beitragsgrundlage des drittvorangegange-

€ 8,67 (das sind € 104,04 jährlich).

nen Kalenderjahres.

Beitragsgrundlagen

Beiträge in € KV (7,65 %)

PV (18,5 %)

Selbständigen­vorsorge (1,53 %)

Mindestbeiträge Haupterwerb

537,78

41,14

99,49

8,23

Nebenerwerb

395,31

30,24

73,13

6,05

977,73

80,86

Höchstbeiträge 5.285,00

404,30

Quelle: Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft

Mit dem Bundesgesetz BGBl. I Nr. 55/2008 wurde

Überschreitet ihr Entgelt die monatliche oder – bei einem

das Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz novelliert.

Beschäftigungsverhältnis, das kürzer als ein Kalendermo-

(Ò Künstler-Sozialversicherungsfonds)

nat dauert – tägliche Geringfügigkeitsgrenze (395,31 €

Seit dem Inkrafttreten des Ò KünstlerInnen­ sozialversicherungs-Strukturgesetzes

(BGBl.

I

Nr.

92/2010) am 1. Jänner 2011 können selbständig tätige

bzw. 30,35 € / Werte 2014), so sind sie in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung vollversichert, andernfalls in der Unfallversicherung teilversichert.

KünstlerInnen ihre Tätigkeit ruhend melden. Damit

Geringfügig Beschäftigte können eine freiwillige

kann (zur Vermeidung eines formalen Hindernisses für

Versicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung

den Bezug von Arbeitslosengeld) für die Zeit des Ruhens

beantragen. Bei mehreren geringfügigen Beschäftigun-

eine Ausnahme von der Pflichtversicherung nach dem

gen, deren Entgelte in Summe die Geringfügigkeitsgrenze

GSVG erwirkt werden. Weiters wurde auf Grund dieses

überschreiten, tritt wiederum die Pflichtversicherung

Bundesgesetzes bei der SVA mit Jahresbeginn 2011 ein

(Vollversicherung) ein. Sind Kunstschaffende hingegen

KünstlerInnen-Servicezentrum eingerichtet.

auf der Grundlage eines freien Dienstvertrages tätig, so

Kunstschaffende, die ihre künstlerische Tätigkeit

sind sie nicht den DienstnehmerInnen nach dem ASVG

im Rahmen eines Dienstverhältnisses ausüben (z.B. dar-

gleichgestellt. Sie unterliegen daher entweder als neue

stellende KünstlerInnen, die dem Theaterarbeitsgesetz

Selbständige der Pflichtversicherung nach dem GSVG

unterliegen), sind hingegen wie andere DienstnehmerIn-

oder haben die Möglichkeit, sich freiwillig nach dem

nen nach den Bestimmungen des ASVG pflichtversichert.

ASVG zu versichern.

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  287

Soziokultur

••

Der aus den 1970er Jahren stammende Begriff bezieht sich auf die Aufhebung der Trennung zwischen

bzw. im Foyer, Hängung von Sponsorenfahnen ••

Kunst und Alltag. Sowohl der Ò Europarat als auch die

Exklusiver Partner von Zeitungsbeilagen, von Werbespots auf Monitoren, im Bereich der

UNESCO nahmen eine sozioanthropologische Definition von Kultur vor, die auf der Annahme basiert, dass

Werbeflächen im Bereich der Veranstaltung

U-Bahn-Infoscreen, Kino- und Fernsehwerbung ••

Paketlösungen, in deren Rahmen neben Wer-

das Recht auf Kultur ein Menschenrecht sei (Art. 27

beleistungen auch exklusive Veranstaltungen

der Menschenrechtserklärung). Im Gegensatz zu einer

anläßlich von Premieren, Voreröffnungen, Künst-

rein ästhetischen Definition erscheint Kultur gemäß

lertreffen die Überlassung von Räumlichkeiten zu

einer globalen Kulturauffassung als die Gesamtheit aller

vergünstigten Konditionen u.ä. angeboten werden

materiellen, intellektuellen und geistigen Merkmale, die eine Gesellschaft oder eine gewisse soziale Gruppe

Die Leistungen eines Sponsors können entweder in

kennzeichnet und von anderen unterscheidet.

Geld, in Sachleistungen oder durch die Einbringung

Soziokultur stand europaweit für einen Perspek-

von Dienstleistungen und Know-How erbracht werden.

tiven- und Paradigmenwechsel in der Ò Kulturpolitik.

Es gibt sehr viele Formen der Unterstützung durch

Die neuesten Entwicklungen in der UNESCO und im

Wirtschaftsunternehmen und viele mögliche Gegen­

Europarat beschäftigen sich sowohl mit der europäi-

leistungen des Kulturveranstalters. Sponsorzahlungen

schen als auch der globalen kulturellen Vielfalt bzw. mit

eines Unternehmers sind für diesen Betriebsausgaben,

dem Dialog zwischen den Kulturen unter Einbeziehung

wenn der gesponserte Kulturbetrieb eine angemessene

der Religionen. Kommunikation, Öffentlichkeit und

Werbeleistung erbringt.

Selbstbestimmung wurden damit zu zentralen Begriffen.

Die Absetzbarkeit von Sponsorleistungen im

Im Bereich der Ò Kunstsektion ist die Abteilung 7

Kulturbereich ist in den Einkommensteuerrichtlinien

(Ò Kulturinitiativen) für die Förderung soziokultureller

bzw. in den Vereinsrichtlinien geregelt: Danach ist Kul-

Arbeit zuständig.

tursponsoring absetzbar, wenn die Veranstaltung eine entsprechende (regionale) Breitenwirkung hat und die

Sponsoring

Tatsache der Sponsortätigkeit angemessen in der Öf-

Der Künstler-Sportler-Erlass des Finanzministeriums

fentlichkeit bekannt gemacht wird. Die Abzugsfähigkeit

vom März 2011 und das Ò Kunstförderungsgesetz

als Betriebsausgabe ist beispielsweise gegeben, wenn der

1988 betonen explizit die Notwendigkeit der Förderung

Sponsor nicht nur anlässlich der Veranstaltung (etwa

künstlerischen Schaffens durch Private.

im Programmheft oder auf Plakaten) erwähnt wird,

Unter Sponsoring versteht man – dem Bundes-

sondern auch in der kommerziellen Firmenwerbung auf

ministerium für Finanzen (BMF) zufolge – die Bereit-

die Sponsortätigkeit hingewiesen oder darüber in den

stellung von Geld, Sach- oder Dienstleistungen eines

Massenmedien redaktionell berichtet wird. Die Größe

Unternehmens oder Unternehmers für einen Kulturver-

der Kultureinrichtung ist nicht maßgeblich, auch kleine

anstalter. Ein Wirtschaftsunternehmen stellt als Sponsor

Kulturveranstalter können mit steuerlicher Wirkung

auf der Basis eines Vertrages Mittel zur Verfügung

beim Sponsor bedacht werden.

und als Gegenleistung wird der Kulturveranstalter als

Das Kunstsponsoring-Volumen der österreichi-

Werbeträger tätig. Dabei ist es wichtig, nicht nur die

schen Wirtschaft wird von den Initiativen Wirtschaft

Leistung des Sponsors, sondern auch die Gegenleistung

für Kunst (IWK) auf über € 50 Mio. jährlich geschätzt.

des Kulturveranstalters genau zu definieren und vertrag-

Ein beträchtlicher Teil der getätigten Sponsorleistungen

lich festzuhalten.

erfolgt über Sachsponsoring oder auch Know-how-

Folgende Leistungen können einem Sponsor an-

Transfer. Unter dessen Einbeziehung wäre das Unterstüt-

geboten werden:

zungsvolumen etwa um ein Drittel höher. Durchschnitt-

••

Platzierung des Firmenlogos des Sponsors auf

lich investieren kulturfördernde Unternehmen 3–5 %

Drucksorten, in Katalogen, in Programm-

ihres jährlichen Werbe- oder PR-Budgets in Kunst und

heften, in Presseaussendungen etc.

Kultur. Seit der Vergabe des ersten Österreichischen

Nennung des Sponsors auf der Homepage,

Kunstsponsoring-Preises »Maecenas« der IWK im Jahre

auf Sponsorentafeln, auf Großbildern etc.

1989 haben sich die Sponsoringausgaben der öster-

des Kulturbetriebes

reichischen Wirtschaft im Bereich Kunst und Kultur

Erwähnung des Sponsors in öffentlichen Reden,

versiebenfacht. Das Gesamtbudget der eingereichten 213

in Interviews, in Pressekonferenzen etc.

Kunstsponsoring-Projekte zum »Maecenas 2013« belief

••

••

288 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

sich auf ca. € 19 Mio. Weitere € 24 Mio. wurden im

men konnten. Diese Ungleichbehandlung wurde durch

Bereich der Erhaltung von Kulturgut und zum Aufbau

eine Novelle des Einkommensteuergesetzes (BGBl.

von Sammlungen investiert. Seit dem Jahr 2000 wurden

I Nr. 142/2000) beseitigt. Es ist daher nunmehr gesetz-

Projekte mit einer genannten Gesamtsumme von ca.

lich vorgesehen, dass eine aus der Begründung eines

€ 136 Mio. eingereicht.

inländischen Wohnsitzes bedingte steuerliche Mehrbelastung beseitigt werden kann, wenn der Zuzug einer

Steuergesetzliche Maßnahmen für Kunstschaffende

Künstlerin/eines Künstlers der Förderung der Kunst in

Nach § 1 Ò Kunstförderungsgesetz hat der Bund u.a.

Österreich dient und aus diesem Grund im öffentlichen

die Aufgabe, die Verbesserung der Rahmenbedingungen

Interesse gelegen ist.

der sozialen Lage der Kunstschaffenden anzustreben. In steuerrechtlicher Hinsicht können unter diesem Aspekt

Stipendien und Zuschüsse

angeführt werden:

Einzelförderungen für KünstlerInnen erfolgen in den ein-

••

die Möglichkeit einer Drei-Jahres-Verteilung für

zelnen Kunstsparten im Kompetenzbereich der jeweils

künstlerische und schriftstellerische Einkünfte

zuständigen Abteilung der Ò Kunstsektion. Sie werden

die Möglichkeit einer vereinfachten Gewinn­

in Form von kurz-, mittel- und langfristigen Arbeits- und

ermittlung durch Pauschalierung

Reisestipendien vergeben, die die ausgewählten Personen

die Möglichkeit einer besonderen steuerlichen Be-

in die Lage versetzen sollen, sich während der Laufzeit

handlung bei Zuzug ausländischer KünstlerInnen

des Stipendiums in erhöhtem Maß ihrer künstlerischen

•• ••

Entwicklung zu widmen. Kurzzeitstipendien sollen über Im Vorfeld der sozialen Absicherung der gesetzlichen

kurzfristige finanzielle Schwierigkeiten hinweghelfen

Ò Sozialversicherung der Kunstschaffenden (Ò Künst-

oder Auslandsaufenthalte ermöglichen. Langzeitstipen-

ler-Sozialversicherungsfonds) war die Glättung von

dien sollen dazu beitragen, dass sich Kunstschaffende

Einkommensspitzen durch die Einführung eines dreijäh-

längere Zeit ohne zusätzliche Erwerbstätigkeit einem

rigen Durchrechnungszeitraums zweckmäßig. Dadurch

Projekt widmen können.

können auch realitätsferne Einkommensteuervorauszah-

Unter der Bezeichnung Startstipendien werden

lungen vermieden werden, die sich an hohen Einkünften

seit 2009 Stipendien für den künstlerischen Nachwuchs

im vergangenen Wirtschaftsjahr orientieren, denen aber

in folgenden Bereichen ausgeschrieben: 35 Stipendien

niedrigere Einkünfte im nächsten Wirtschaftsjahr gegen-

für Musik und darstellende Kunst, 15 Stipendien für

überstehen. Dieses Ziel wurde durch eine Novelle zum

Literatur, zehn Stipendien jeweils für bildende Kunst

Einkommensteuergesetz erreicht. Die Regelung (§ 37

sowie Architektur/Design, fünf Stipendien jeweils für

Abs. 9 EStG 1988) bedeutet im Ergebnis einen »Gewinn-

künstlerische Fotografie, Video- und Medienkunst,

rücktrag«, das heißt die Verteilung des Gewinns eines

Mode sowie Filmkunst. 2013 kamen für den Bereich

»hohen« Jahres auf dieses und die beiden »niedrigen«

Kulturmanagement fünf Stipendien dazu. Somit gibt es

Vorjahre. Dadurch wird die Progressionsspitze ausgegli-

derzeit 95 Startstipendien. Sie stellen eine Anerkennung

chen und eine zu hohe Steuervorauszahlung vermieden,

und Förderung für das Schaffen junger KünstlerInnen

da nur der im letzten Veranlagungsjahr erfasste Drittel-

und KulturmanagerInnen dar und sollen die Umsetzung

betrag der Vorauszahlung zu Grunde gelegt wird.

eines künstlerischen Vorhabens und den Einstieg in die

Die Künstler/Schriftsteller-Pauschalierungsverord­

österreichische und internationale Kunstszene erleich-

nung (BGBl. II Nr.417/2000) zielt auf eine steuer-

tern. Die Stipendien haben eine Laufzeit von sechs Mo-

rechtliche Verwaltungsvereinfachung für KünstlerInnen

naten und sind mit je € 6.600 dotiert. Eine Bewerbung

ab. Jene KünstlerInnen, die keiner Buchführungspflicht

österreichischer StaatsbürgerInnen oder in Österreich

unterliegen, können für bestimmte Betriebsausgaben

als Hauptwohnsitz lebender Personen ist nur in einer

und Vorsteuerbeträge Durchschnittssätze von 12 % der

der ausgeschriebenen Sparten möglich. Der einschlä-

Umsätze, höchstens jedoch € 8.725 jährlich absetzen.

gige Studienabschluss darf nicht länger als fünf Jahre

Schließlich sieht das Einkommensteuergesetz in

zurückliegen; ohne diesen gilt eine Altersgrenze von

§ 103 EStG 1988 eine steuerrechtliche Zuzugsbegünsti-

35 (in Ausnahmefällen 40) Jahren. Von der Bewerbung

gung für ausländische KünstlerInnen vor. Bisher waren

ausgeschlossen sind StudentInnen bzw. Staats- oder

Kunstschaffende, die ihren Wohnsitz nach Österreich

LangzeitstipendiatInnen desselben Jahres.

verlegten, nämlich steuerlich schlechter gestellt als jene,

Weitere Einzelförderungen gibt es in Form von

die weiter im Ausland wohnten, in Österreich gastierten

Reisekosten- und Aufenthaltskostenzuschüssen, Aus-

und Doppelbesteuerungsabkommen in Anspruch neh-

landsstipendien zur Förderung der Mobilität junger

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  289

österreichischer KünstlerInnen, Fortbildungszuschüssen

Subsidiaritätsprinzip

im Bereich Musik und darstellende Kunst, Stipendien im

Innerhalb der österreichischen Verwaltung sind aufgrund

Bereich Kinder- und Jugendliteratur, Honorar- und Ma-

der Kompetenzverteilung der Bundesverfassung primär

terialkostenzuschüssen sowie Prämien. Einige Abteilun-

die Länder für Kunst und Kultur zuständig, während

gen haben spezifische Förderungsschemata unter jeweils

der Bund nur subsidiär bzw. in explizit angeführten Be-

eigenen Bezeichnungen entwickelt – z.B. Auslandsstipen-

reichen (z.B. Bundestheater, Denkmalschutz) tätig wird.

dien für TänzerInnen und ChoreographInnen, Staatssti-

Neben dieser grundsätzlichen Kompetenzvertei-

pendien für KomponistInnen, Förderung von geplanten

lung im Bereich der Hoheitsverwaltung gibt es auch

Kompositionen, deren möglichst mehrmalige Auffüh-

den Bereich der Privatwirtschaftsverwaltung, in dem

rung von besonders qualifizierten Ensembles gesichert

die Gebietskörperschaften ohne Einsatz von Hoheits-

erscheint. Die jeweiligen Förderungsprogramme sind im

gewalt und unabhängig von der Kompetenzverteilung

Serviceteil des Ò Kunstberichts und auf den Internet-

der Bundesverfassung tätig werden können. Aufgrund

Seiten der Kunstsektion nachzulesen.

der Bedeutung der Kunst für das Ansehen Österreichs

Die Zahl der jährlich zu vergebenden Stipendien

als Kunst- und Kulturnation engagiert sich der Bund

ist meist limitiert. Über einen längeren Zeitraum als ein

im Wege der Privatwirtschaftsverwaltung, allerdings

Jahr laufende Förderungen sind die Ausnahme – z.B. das

subsidiär zur primären hoheitlichen Zuständigkeit der

Robert-Musil-Stipendium der Abteilung 5, das seit 1990

Länder. Geregelt wird die Kunstförderung des Bundes

für literarische Großprojekte in Form von drei Langzeit-

mit dem aus dem Jahr 1988 stammenden Ò Kunst-

stipendien bereit gestellt wird. Die Laufzeit beträgt dabei

förderungsgesetz, das einen Schwerpunkt auf die zeit-

drei Jahre, die Stipendien werden in 36 Monatsraten zu

genössische Kunst legt und Projekte fördert, »die von

je € 1.400 ausbezahlt. Die Jury (nächste Vergabe 2014)

überregionalem Interesse oder geeignet sind, beispielge-

ist der Literaturbeirat.

bend zu wirken, innovatorischen Charakter haben oder

Als besondere Einzelförderung hat die Abteilung 1 eine Reihe von Ateliers im Ausland angemietet, die in

im Rahmen eines einheitlichen Förderungsprogramms gefördert werden.«

Kombination mit monatlichen Stipendien auf Vorschlag von Jurys freiberuflichen bildenden Kunstschaffenden,

Theaterarbeitsgesetz

FotokünstlerInnen sowie Video-und MedienkünstlerIn-

Mit 1. Jänner 2011 fand im Bereich des Theaters eine

nen aus Österreich zur Verfügung gestellt werden. Dabei

umfassende Gesetzesänderung statt. Das Theaterarbeits-

handelt es sich sowohl um eine strukturelle als auch

gesetz (TAG), BGBl. I Nr. 100/2010, ersetzte das seit 1922

um eine auf den einzelnen Kunstschaffenden bezogene

im Wesentlichen unverändert geltende Schauspielergesetz

Maßnahme zur Verbesserung des internationalen Er-

(SchauspG). Hervorgegangen war das TAG aus den Be-

fahrungsaustauschs im Bereich der bildenden Kunst und

ratungen der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IMAG),

Fotografie. 2013 wurden für bildende KünstlerInnen und

die sich unter Leitung des BMUKK und des BMASK

FotokünstlerInnen zahlreiche Stipendien für die Ateli-

sowie unter Beteiligung von Interessengemeinschaften

erwohnungen in Český Krumlov, Chengdu, Chicago,

aus dem Kunstbereich die Verbesserung der sozialen Lage

Istanbul, London, Mexiko-City, New York (zwei Ate-

von Künstlerinnen und Künstlern zum Ziel gesetzt hat.

liers), Paris (drei Ateliers), Peking, Rom (zwei Ateliers),

Mit dem TAG erfolgte zum einen eine Moder-

Tokio, Shanghai und Yogyakarta vergeben. Für Video-

nisierung und Anpassung des Bühnenarbeitsrechts an

und MedienkünstlerInnen wurde ein Auslandsstipen-

die Entwicklungen der arbeitsrechtlichen Gesetzgebung

dium im Banff Centre in Kanada geschaffen. Von der

und der Theaterpraxis, zum anderen wurden mit dem

Abteilung 5 wurden ebenfalls Stipendien für das Rom-

TAG europarechtliche Vorgaben umgesetzt. Mit dem

Atelier für SchriftstellerInnen zur Verfügung gestellt.

TAG erfolgte auch eine Rechtsbereinigung durch Entfall

Das Trainee-Programm der Abteilung 7 wurde seit 1992 alle zwei Jahre ausgeschrieben und diente der Qua-

veralteter und überholter Bestimmungen des bislang geltenden SchauspG.

lifizierung von Führungskräften im Kunst- und Kultur-

Vom TAG erfasst sind nunmehr alle im Rah-

bereich. Eine Jury wählte aufgrund einer Ausschreibung

men von Bühnenarbeitsverhältnissen an Theaterbüh-

junge KulturmanagerInnen für drei- bis sechsmonatige

nen künstlerisch tätigen Personen (Bühnenmitglieder)

Arbeitsaufenthalte bei internationalen Institutionen aus.

unabhängig vom Ausmaß ihrer Beschäftigung. Film-

Dieses Förderungsprogramm lief mit 2013 aus. Ab 2014

schauspielerInnen sind vom Geltungsbereich des TAG

werden von Abteilung 7 Auslandsstipendien für Kultur-

ausgenommen; für deren Arbeitsverhältnisse gilt grund-

managerInnen angeboten.

sätzlich weiterhin das Angestelltengesetz.

290 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

Für TheaterarbeitnehmerInnen, die nicht künstlerisch

Urlaubsanspruch. Das TAG hatte auch entsprechende

tätig sind, finden ausschließlich die theaterspezifischen

Anpassungen im Urlaubsgesetz, Arbeitsverfassungsge-

Ruhezeitenregelungen des TAG Anwendung. Im Übrigen

setz, Entgeltfortzahlungsgesetz und dem Arbeitsruhege-

gilt für nicht künstlerisch tätige TheaterarbeitnehmerIn-

setz zur Folge.

nen – sofern diese Angestelltentätigkeiten verrichten – wie bisher das Angestelltengesetz. Weiters kommen alle

Theaterförderung

arbeitsvertragsrechtlichen Gesetze zur Anwendung, die

Der Bund fördert Theater auf drei Ebenen: Er leistet

für ArbeitnehmerInnen aller Art gelten.

zur Erfüllung des kulturpolitischen Auftrags eine ge-

Mit dem TAG wurden für Bühnenmitglieder die

setzlich geregelte Basisabgeltung für die Bundestheater-

urlaubsrechtlichen Regelungen an das allgemeine Ur-

gesellschaften, fördert auf der Grundlage des Finanz-

laubsrecht angepasst. Der Urlaubsanspruch ist nun nach

ausgleichsgesetzes und der Aufteilungsvorschläge des

Werktagen und nicht mehr nach Kalendertagen geregelt.

Theater­ erhalterverbandes Österreichischer Bundeslän-

Der jährliche Urlaubsanspruch ist im ersten Arbeits-

der und Städte die von den Bundesländern und Städten

jahr auf mindestens 24 Werktage festgesetzt. Dieser

betriebenen Bühnen (Landestheater, Vereinigte Bühnen

Urlaubsanspruch erhöht sich für jedes weitere begonnene

Wien usw.) und unterstützt über die Abteilung 2 (Musik

Arbeitsjahr (Spieljahr) um zwei weitere Tage bis zum

und darstellende Kunst) der Ò Kunstsektion private

Höchstmaß von 36 Werktagen. Auch für Verträge mit

Theater, aber auch freie Gruppen und einzelne Theater-

einer Dauer von weniger als sechs Monaten und für Gast-

schaffende auf der Basis des Ò Kunstförderungsgesetzes.

verträge ist ein aliquoter Urlaubsanspruch vorgesehen.

Die Beobachtung der künstlerischen Entwicklung der

Das TAG regelt nunmehr ausdrücklich die Entlohnung von Vorproben. Zudem ist vorgesehen, dass

geförderten Einrichtungen wird von ExpertInnen in den Fachdiskussionen des zuständigen Beirats reflektiert.

ein Bühnenmitglied künftig auch im Fall einer Arbeitsverhinderung wegen Arbeitsunfall oder Berufskrankheit

Urheberrecht

Anspruch auf Fortzahlung der festen Bezüge bis zu acht

Dessen Aufgabe ist es, Werke auf den Gebieten der

Wochen hat.

Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und

Das TAG sieht weiters theaterspezifische Ruhe-

der Filmkunst zu schützen und die Durchsetzung der

zeitenbestimmungen für Bühnenmitglieder sowie für

ideellen und materiellen Interessen der UrheberInnen zu

nicht künstlerische TheaterarbeitnehmerInnen vor. Es

ermöglichen. Rechtsgrundlage des derzeit geltenden Ur-

besteht ein Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit

heberrechts ist das österreichische Urheberrechtsgesetz

von 36 Stunden pro Kalenderwoche, wobei diese einen

(UrhG) in seiner jeweils gültigen Fassung. Das Urhe-

ganzen Wochentag (24 Stunden) umfassen muss. Eine

berrecht entsteht demzufolge bereits mit der Schaffung

Verkürzung der wöchentlichen Ruhezeit kann vereinbart

des Werks durch die Urheberin bzw. den Urheber. Es

werden, wenn innerhalb von 14 Tagen eine durch-

bedarf keines Formalakts – wie einer Anmeldung oder

schnittliche wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden ge-

Registrierung –, um den urheberrechtlichen Schutz für

währleistet ist. Durch Kollektivvertrag kann der Durch-

ein Werk zu erhalten. Nach § 1 UrhG sind Werke »ei-

rechnungszeitraum auf bis zu einem Jahr verlängert

gentümlich geistige Schöpfungen auf den Gebieten der

werden. Der Kollektivvertrag kann die Ermächtigung

Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der

zur Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes auch

Filmkunst«. Das Werk genießt als Ganzes und in seinen

an die Betriebsvereinbarung weiter geben.

Teilen urheberrechtlichen Schutz.

Entsprechend

der

kollektivvertragsrechtlichen

Die Entwicklung des Urheberrechts seit den

Praxis ist nun auch im TAG festgelegt, dass bei Nicht-

1980er Jahren tendiert immer mehr zu pauschalen Ver-

verlängerung befristeter Verträge der/die Theaterun-

gütungen (Ò Leerkassettenvergütung, Ò Bibliotheks-

ternehmerIn aktiv werden muss und dem Bühnenmit-

tantieme, Ò Reprografievergütung). Die Einnahmen aus

glied schriftlich bis 31. Jänner des Jahres, in dem der

den Vergütungsansprüchen, die von Ò Verwertungsge-

Bühnenarbeitsvertrag endet, mitzuteilen hat, ob das

sellschaften geltend gemacht werden, werden zum Teil

Engagement verlängert wird.

sozialen und kulturellen Zwecken gewidmet, zum Teil

Mit dem TAG erfolgte weiters eine Neudefinition

individuell an die Rechteinhabenden ausgeschüttet. Von

des Gastvertrages; entsprechend der Systematik des

den Einnahmen aus der Leerkassettenvergütung werden

bisherigen SchauspG sind einige Bestimmungen des

gemäß § 13 Abs. 2 VerwGesG 2006 50 % den sozialen

TAG auf Gastverträge nicht anwendbar. Allerdings er-

und kulturellen Zwecken dienenden Einrichtungen der

werben – wie oben erwähnt – künftig auch Gäste einen

Verwertungsgesellschaften zugeführt.

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  291

1996 wurde vom österreichischen Nationalrat eine Neu-

Kunstförderung und verfolgt das Ziel, die Produktion

regelung des UrhG verabschiedet, die eine Neuordnung

von qualitativ hochstehenden Programmen österreichi-

des Urheberrechts brachte und vor allem den neuen

scher Belletristik- und Sachbuchverlage und die Verbrei-

Möglichkeiten zur Nutzung urheberrechtlich geschütz-

tung und den Vertrieb dieser Bücher zu sichern. Damit

ter Werke Rechnung trug. Wesentliche Veränderungen

soll für das Lesepublikum ein breites Angebot mit einer

waren dabei die Schaffung einer Reprografievergütung

großen literarischen und thematischen Vielfalt ermöglicht

zur Abgeltung der Vervielfältigung für den eigenen

werden, wobei Programme mit Büchern von österreichi-

Gebrauch, eine Verbesserung der Rechtsstellung der

schen AutorInnen und ÜbersetzerInnen sowie mit öster-

FilmurheberInnen, Erleichterungen des Zugangs zu

reichischen Themen bei der Förderung Vorrang haben.

urheberrechtlich geschützten Werken für Unterrichts-

Gefördert werden Belletristik und Essayistik, Kin-

zwecke, die Einführung einer gesetzlichen Lizenz für die

der- und Jugendliteratur sowie Sachbücher der Sparten

Aufführung von Filmen mit Hilfe handelsüblicher Video-

Kunst, Kultur, Philosophie und Geschichte (alle Sparten

kassetten in Beherbergungsbetrieben, die Verlängerung

ausschließlich 20. und 21. Jahrhundert). Die Verlags-

der Schutzfristen für Filme sowie die Anpassung an die

förderung wird jährlich ausgeschrieben. Die Förderung

EU-Satellitenrichtlinie.

erfolgt in drei Tranchen, die auf Empfehlung des Ver-

Mit der UrhG-Novelle 1997, die der Umsetzung

lagsbeirats vergeben werden, und zwar für das Frühjahr-

der EG-Richtlinie 96/9/EG über den rechtlichen Schutz

sprogramm, das Herbstprogramm und die Werbe- und

von Datenbanken diente, wurden Sondervorschriften

Vertriebsmaßnahmen. Die Höhe der Tranchen beträgt

für Datenbankwerke, insbesondere Regelungen über das

jeweils € 9.100, € 18.200, € 27.300, € 36.400, € 45.500

Wiedergaberecht, freie Werknutzungen sowie Schutz-

oder € 54.600. Eine Förderung der Werbe- und Ver-

rechte erlassen. Bei der Qualifizierung als Datenbank-

triebsmaßnahmen ist ohne vorausgehende Programm-

werk muss es sich um eine »eigentümliche geistige

förderung nicht möglich.

Schöpfung« handeln.

Ausschlaggebend für die Zuerkennung von För-

In der Novelle des UrhG, BGBl. I Nr. 32/2003,

derungsmitteln sind die Qualität des Verlagsprogramms

kam es zur Umsetzung der Info-Richtlinie (Richtlinie

und die Professionalität der Arbeit des Verlags. Zur

2001/29/EG) im österreichischen Recht. Anpassungs-

Verlagsförderung einreichende Verlage müssen mindes-

bedarf bestand hauptsächlich hinsichtlich neuer techni-

tens drei Jahre lang in den ausgeschriebenen Sparten

scher Verwertungsarten (z.B. Digitalisierung, Internet)

publiziert haben. Verlage, die aus formalen oder inhalt-

u.a. durch Einführung des Rechts der interaktiven öf-

lichen Gründen im Rahmen der Verlagsförderung nicht

fentlichen Wiedergabe, einer geringfügigen Anpassung

berücksichtigt werden, können gesondert Druckkosten-

der Liste der freien Werknutzungen sowie der Verbes-

beiträge für einzelne belletristische Projekte im Rahmen

serung des Rechtsschutzes gegen die Umgehung techni-

der Ò Buchförderung beantragen.

scher Maßnahmen. Die Novelle des UrhG 2005 diente vor allem der

Verwertungsgesellschaften

Implementierung der Folgerecht-Richtlinie 2001/84/EG

Um ein Werk wirtschaftlich nutzen zu können, sichert

(Ò Folgerecht) ins innerstaatliche Recht sowie dem

das Ò Urheberrecht den UrheberInnen Verwertungs-

Ausbau des der/dem FilmurheberIn in der UrhG-No-

rechte und Vergütungsansprüche. Verwertungsgesell-

velle 1996 eingeräumten Beteiligungsanspruches am

schaften haben die Aufgabe, diese Rechte und Ansprü-

Kabelentgelt. Die UrhG-Novelle 2006, BGBl. I Nr.

che wahrzunehmen, da deren Wahrnehmung durch

81/2006, diente der Anpassung des UrhG an die Richt-

den/die einzelne/n UrheberIn selbst oftmals wegen der

linie 2004/48/EG des Europäischen Parlaments und

Vielzahl an Nutzungen nicht wirksam erfolgen kann.

des Rats zur Durchsetzung der Rechte des geistigen

Verwertungsgesellschaften nutzen urheberrechtlich ge-

Eigentums. Mit dem VerwGesG 2006, BGBl. I Nr.

schützte Werke demnach nicht selbst, sondern erteilen

9/2006, schließlich wurde das mit dem Urheberrecht

den NutzerInnen derartiger Werke, nämlich den Veran-

eng verbundene Recht der Verwertungsgesellschaften

stalterInnen, Hörfunk- und Fernsehsendern, CD- und

(Ò Verwertungsgesellschaften) neu geregelt.

VideoproduzentInnen, Gastwirtschaften usw. Lizenzen zur Nutzung einer Vielzahl verschiedener Werke.

Verlagsförderung

Neben dieser treuhändigen Wahrnehmung von

Österreichische Verlage können sich seit 1992 bei der

Verwertungsrechten – wie dem Recht der öffentlichen

Abteilung 5 der Ò Kunstsektion um eine Förderung

Wiedergabe, dem Recht des öffentlichen Vortrags, dem

des Bundes bewerben. Die Verlagsförderung ist Teil der

Senderecht, dem Kabelweitersenderecht und dem Recht

292 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

der Vervielfältigung auf Ton- und Bildträgern – machen

••

Verwertungsgesellschaften für ihre Bezugsberechtigten auch die aus gesetzlichen Lizenzen entspringenden An-

GmbH (VGR) ••

sprüche der UrheberInnen auf angemessene Vergütung geltend. Über die Lizenzierung hinausgehend nehmen Verwertungsgesellschaften demnach in den Bereichen,

die Verwertungsgesellschaft Rundfunk die Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH (VAM)

••

die VDFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden reg. Gen.mbH

wo dem/r UrheberIn als Ausgleich für eine freie Werk­ nutzung ein Vergütungsanspruch eingeräumt wird, diese

Die Verwertungsgesellschaften unterliegen für ihren

Ansprüche wahr. Beispiele hierfür sind die Ò Leerkasset-

gesamten Tätigkeitsbereich der Aufsicht durch die Auf-

tenvergütung für Vervielfältigungen zum eigenen bzw.

sichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften. Diese war

privaten Gebrauch auf Bild- oder Schallträgern, die

bis 30. September 2010 in der Kommunikationsbehörde

Schulbuchtantieme für Vervielfältigungen in Schul- und

Austria angesiedelt. Mit 1. Oktober 2010 (BGBl. I Nr.

Lehrbüchern, die Ò Bibliothekstantieme für den Verleih

50/2010) wurde sie dem Bundesministerium für Justiz

durch öffentliche Büchereien und Bibliotheken oder

nachgeordnet. Die Aufsichtsbehörde für Verwertungsge-

die Ò Reprografievergütung für Vervielfältigungen zum

sellschaften hat insbesondere darauf zu achten, dass die

eigenen Gebrauch mittels reprografischer oder ähnlicher

Verwertungsgesellschaften die ihnen nach dem VerwGesG

Verfahren.

2006 obliegenden Aufgaben und Pflichten gehörig er-

Bezugsberechtigte/r einer Verwertungsgesellschaft

füllen. Als Rechtsmittelinstanz gegen Entscheidungen

kann jede/r UrheberIn werden, der/die die Vorausset-

der Aufsichtsbehörde ist der Urheberrechtssenat beim

zung einer Veröffentlichung eines Werks in jenem Be-

Bundesministerium für Justiz eingerichtet.

reich, in dem die jeweilige Verwertungsgesellschaft tätig ist, erfüllt. Die Verwertungsgesellschaften unterliegen

Video- und Medienkunstförderung

einem gesetzlichen Kontrahierungszwang. Die Verrech-

In diesem Bereich werden bevorzugt Projekte gefördert,

nung von Entgelten, die die Verwertungsgesellschaften

die sich außerhalb eingelernter Diskurse und etablierter

aus der Wahrnehmung der Rechte und Ansprüche ihrer

akademischer Disziplinen positionieren und sich durch

Bezugsberechtigten erzielen, erfolgt mindestens einmal

eine Vielfalt an Formen und Praktiken im Rahmen

jährlich mit einer detaillierten Abrechnung. Für jeden

des kulturellen Geschehens auszeichnen. Dies betrifft

Bereich – etwa die öffentliche Aufführung von Werken

insbesondere medienreflexive Auseinandersetzungen

der Musik – gibt es nur eine Verwertungsgesellschaft;

der technischen Bild- und Tonerzeugung, Video- und

diese genießt damit insoweit Monopolstellung.

Soundinstallationen, interaktive Projekte und Instal-

In

Österreich

bestehen

derzeit

folgende

lationen sowie Arbeiten, die im Zusammenhang mit

Verwertungsgesellschaften:

Alltagsmedien wie Fernsehen, Internet, Mobiltelefon

••

die Staatlich genehmigte Gesellschaft der Auto-

und Überwachungskameras, mit Positionsbestimmungs-

ren, Komponisten und Musikverleger (AKM),

systemen und Spieleanwendungen entstehen und die die

eine Genossenschaft insbesondere für die

neuen Kommunikationstechnologien in Relation zur

Aufführungs- und Senderechte an Werken der

gesellschaftlichen Entwicklung einbeziehen.

Musik und den mit ihr verbundenen Texten ••

••

••

Das international renommierte Festival Ars Elec-

die Literar-Mechana GmbH, insbesondere

tronica erhält ebenso Zuschüsse wie regionale Institu-

für die mechanischen Vervielfältigungs-

tionen, etwa der Kunstverein Medienturm im Grazer

und Verbreitungsrechte an Sprachwerken

Künstlerhaus. Es werden Ausstellungen, Publikationen,

und für die Vortrags- und Senderechte an

Veranstaltungen und Projekte einzelner KünstlerInnen

Sprachwerken, soweit es sich nicht um

gefördert. Jährlich werden von der Ò Kunstsektion

mit Musik verbundene Texte handelt

der Outstanding Artist Award und der Österreichische

die Austro Mechana GmbH, insbesondere

Kunstpreis sowie drei Staats- und fünf Startstipen-

für die Verwertung und Auswertung

dien vergeben; zusätzlich wurden Auslandsstipendien

mechanisch-musikalischer Urheberrechte

im Banff Centre Kanada und im Sewon Art Space in

die Verwertungsgesellschaft bildender

Yogyakarta/Indonesien geschaffen.

Künstler GmbH (Bildrecht GmbH) ••

die LSG – Wahrnehmung von Leistungs­schutzrechten GmbH

Glossar zur Kunstförderung

Kunstbericht 2013  |  293

Zeitschriftenförderung

Die Förderung von Zeitschriften durch die Ò Kunstsektion erfolgt in den Abteilungen 1 (bildende Kunst, Fotografie, Architektur), 3 (Film) und 5 (Literatur und Verlagswesen) und weist ein sehr umfangreiches regionales wie thematisches Spektrum auf. Neben Zeitschriften zur bildenden Kunst, zur Fotografie, zur Architektur und zum Film werden zahlreiche Literaturzeitschriften gefördert. Die für die Förderung aufgewendeten Mittel richten sich nach den Herstellungskosten der Zeitschrift, ihrer Qualität, dem Umfang und der Häufigkeit des Erscheinens. Die Zeitschriftenförderung der Kunstsektion findet nur in Ergänzung zum Publizistikförderungsgesetz statt, mit dessen Vollziehung die Regulierungsbehörde für elektronische Audiomedien und elektronische audiovisuelle Medien, die Kommunikationsbehörde Austria, betraut ist.

294 | Kunstbericht 2013

Kapitel IV Glossar

Register Personen, Institutionen und Vereine, Abkürzungen

V

Personen A

Anhaus Cornelia 55, 134, 135

Bajraktari Luan 57

Aad Hanane 120

Antelmann Corinna 115

Bajtala Miriam 146

Abbado Claudio 62

Antheunisse Ayla 100

Baker Frederick D.S. 138

Abbrederis Vincent 153

Anton Ovidiu 91

Balaka Bettina 118, 121

Abendstein Monika 46

Antoniazzi Marco 140

Balıkçıoğlu Efe Murat 57

Abramovic Marina 152

Anwander Maria 81

Baltl Anna Sarah 81

Abu-Naim Basma 88

Anzelj Stana 123

Baminger Wolfgang 115

Addai Patrick K. 26, 27

Anzengruber Bernadette 91

Bana Anita 146, 148

Ade Maren 139

Anzinger Josef 118

Bandion Wolfgang 127

Adler Hans 125

Anzinger Siegfried 153

Bankl Wolfgang 71

Aduatz Philipp 87

Apetrea Amanda 59

Bansch Helga 26, 121

Aebi Christine 23, 73, 125

Apolloni Ag 57

Banville Douglas 23

Agostinelli Ines 53, 81, 90

Araki Nobuyoshi 152

Banville John 23, 73, 125

Agreiter Magdalena 39

Arendt Janina-Dorothea 91

Bara Tina 104

Ahnelt Josephine 104, 105

Arman John 97

Barfuss Anna 89, 90, 91

Aichinger Ilse 105, 153

Arnold Katharina 100

Baringer Ewald 114

Aichner Bernhard 121

Arnold Martin 104, 105

Bartens Daniela 150

Aigner Christoph Wilhelm 121

Arslan Cüneyt 123

Bartholot Robert 44

Akbarov Mirsali 123

Artaker Anna 85

Baselitz Georg 152

Albaiquni Zico 57

Artmann Emily 149

Batson Susan 141

Albert Barbara 138

Artmann H.C. 25

Battistich Gina 100

Al-Dayaa Afamia 118

Artner Norbert 135

Bauder Marc 140

Alfare Stephan 117, 118

Assmann Natalie Ananda 36

Bauer Christine 148

Alge Susanne 118

Attersee Christian Ludwig 153

Bauer Christoph W. 26, 27

Allahyari Houchang 106, 139

Aubrecht Ruben 85

Bauer Christoph Wolfgang 116, 120,

Allgaier Albert 84

Auer Elke 85

Allner Lukas 88

Auer Martin 125, 151

Baumann Thomas 81

Almhofer Edith 73

Augustová Zuzana 122

Baumann Tobi 139

Altenhofer Ruth 15

Auinger Cornelia 135

Bäumel Sonja 87

Altmann Peter Simon 114

Auinger Gerhard 150

Baumgartner Alexa 88

Altziebler Agnes 151

Auinger Martin 118

Baumüller Patrick 93

Amadea Christa 89

Aumaier Reinhold 117, 121

Bayer Stefan 118

Amann Gerold 133

Auth Alexandra 146

Bayer Xaver 48, 108

Amann Klaus 115

Auzinger Susanne 143

Bechter Georg 88

Amann Sirikit 153

Avramidis Joannis 152, 153

Becker Zdenka 116, 118, 123, 125

Amann Thomas 88, 97

Axster Lilly 23, 73, 125

Beckermann Ruth 104, 138, 139

Amanshauser Gerhard 124

Azazi Ziya 60

Bedekovic Angela 59

Amanshauser Martin 121

122

Beethoven Ludwig van 36

Ambros Claudia 146

B

Behn Heidi 120

Ambrosch Martin 143

Bachleitner Yvonne 118

Belobratow Alexander 123

Ameri Mercede 118

Bachler Birgit 144

Bendel Sonja 90

Améry Jean 124

Bachmann Ingeborg 25

Benedict Will 81, 85

An Kaler 100, 127

Bäcker Heimrad 89, 110, 125

Benedikt Helmut 105

Anders Armin 113, 118

Backes Marcelo 122

Benedikt Judith 105

Andessner Elisa 81, 89

Bader Simone 147

Benera Anca 57

Andre Manuela 149

Badora Anna 71

Benzer Christa 146

Andreev Alexander 122

Baez Baez Victor Alejandro 97

Berauer Johannes 97

Androsch Peter 97

Bagheri-Goldschmied Nahid 115, 123

Béres Dániel 141

Angelova Penka 122

Bahr Raimund 113, 118

Bereuter Zita 151

296 | Kunstbericht 2013Register

Berg Ruth 15

Bohle Sandra 149

Brüggemann-Stepien Tanja 97

Berger Catherine Ann 143

Böhnisch Cornelia 127

Brugner Simon 89

Berger Clemens 117

Bohun David 138

Brunner Christoph 138

Berger Ferdinand 115

Bolbecher Siglinde 115

Brunner Peter 140

Berger Karin 149

Bolius Uwe 121

Brus Günter 26, 29, 153

Berger Nora 93

Boll Waltraud 123

Brüser Christian 138

Berger Wolfram 27

Bolt Catrin 81

Bryla Katherin 122

Bergler Fritz 93

Boote Werner 138, 140

Buchegger Petra 93

Bergmann Birgit 104, 105

Borchhardt-Birbaumer Brigitte 147

Bucher Nadja 116, 118

Berka Roman 153

Borek Johanna 150, 151

Bucher Viktor 86

Berlakovich Jürgen 97, 121

Borgers Nathalie 140

Büchler Gudrun 118

Bernau Friederike 150

Boros Miklos 90

Büchner Georg 26

Berner Dieter 143

Borsdorf Urs Malte 122

Bühlmann Max 93

Bernhard Thomas 25, 111, 123, 124,

Bossong Nora 74

Bulayumi Esperance-Francois 118

Boulez Pierre 152

Bulut Özlem 97

Bernhardt Josef 81

Bourbon Denica 115

Burger Joerg 47, 104

Berthold Gilbert 88

Boyer Camille 39, 44, 93

Burkali Theodor 97

Bertlmann Renate 93

Bozorgi Mona 57, 58

Bürkle Harald 138

Bertsch Kerstin 135

Braendle Christoph 120, 121

Beslic-Gal Belma 96, 97

Brameshuber Sebastian 141

C

Beyer Marcel 74

Brandauer Roland 118

Çağlar Faika Ceren 57, 58

Beyerl Josef 118, 121

Brandner Dennis 97

Calisir Wilma 48, 104, 106

Bezdickova Erika 115

Brandner Judith 120

Campa Peter 118

Bezhanishvili George 93

Brandner Vera 75

Can Ali 105

Bidner Reinhold 92

Brandstätter Christian 112, 114

Čančarević Dejan 57

Biedermann Christa 84

Brandstätter David 139

Caspar Barbara 105

Bielau Klaus 114

Brandstätter Thomas 60

Castello Angelica 97

Biller Felicitas 114

Braun Bernhard 118

Cech Christoph 97

Birkmeir Thomas 34, 153

Braun Editta 60

Ceeh Anna 81

Birnbacher Birgit 114

Brauner Birgit 87

Cejpek Lucas 117, 118

Biron Georg Michael 118

Braunstein Bernhard 104

Cella Bernhard 81, 151

Birtwistle Harrison 62

Brecher Siegmar 96

Cemal Ahmet 23, 125

Bisovsky Susanne 44, 93

Breier Isabella 118

Cencic Lana 96

Bitter Sabine 42

Brem Ilse 114

Cenic Djordje 104

Blaas Katharina 153

Bressnik Uwe 81, 84

Cerha Friedrich 152, 153

Black Penny 123

Bretholz Leo 125

Cerha Ruth 116

Blaine Campbell 43

Breuer Ascan 91, 104

Cerna Katerina 116

Blanz Hubert 89, 94

Brikcius Eugen 110, 118

Chachoua-Saam Nedra 93

Blascetta Marco 53

Broch Hermann 123, 125

Chen Bo 138, 139

Blaschke Georg 148

Broksch Ewald 118, 121

Chernyshkov Alexander 97

Blau Andre 118, 121

Brooks Patricia 118

Chia Alessandro 144

Blauensteiner Iris 105, 116, 120

Brossmann Jakob 104

Chiari Gabriele 81

Blazek Tomas 153

Brown Cäcilia 85

Chiha Patric 104

Blut-Buchleitner Eva 15

Bruch Martin 91

Chobot Manfred 118

Boboschewski Alexander 141

Bruckmayr Dietmar 104

Chowaniec Magda 60

Böck Hannes 91

Bruckner Anton 67

Chroust Martin 114

Böck Marion 153

Bruckner Christoph 118

Chuang Se-Lien 97

Boehm Philip 122

Bruckner Ferdinand 123, 124

Chytilek Eva 147

Boehme Max 81

Bruckner Johanna 91

Cibulka Heinz 89

Bognar Sonja 151

Brudermann Sepp Reinhard 141

Cikàn Ondrej 114, 118

Bogner Max 97

Brudniak Angelika 105

Cimenti Silvana 150

125

Personen

Kunstbericht 2013 | 297

Cimzar Alexander 118

De Leon Gerry 138

Doppler Michaela 149

Clemencic René 96

De With Witte 89

Dor-Helmer Katja 143

Cmelka Kerstin 81

Deakova Veronika 123

Doringer Marko 138, 139, 141

Coeln Peter 86

Debray Régis 125

Dorner Sandra 81, 92

Cohen Jem 105, 106

Dechant Susanne 151

Dorner Willi 60

Collatti Diego Marcelo 97

Deckert Simon 57

Dorrer Angela 81

Conroy Hannah 81

Deer John 127

Dorsen Annie 60

Cooper Waltraud 79

Deininger Svenja 81

Doser Birgit 89

Copony Katharina 104

Deiss Gerhard 115

Dostal Lukas 23

Coronato Petra 118

Del Campo Matias 87

Döttlinger Marco 97

Correa Charles 152

Del Solar Bardelli Juan José 121, 122

Doujak Ines 44, 81

Cotten Ann 74, 121

Delago Emanuel 96, 97

Doulatabadi Mahmud 26, 27

Coufal Michael 141

Delhougne Kathrin 89

Drach Albert 115, 124

Covi Tizza 4, 15, 47, 48, 66, 71, 72,

Delimat Hygin 59, 101

Draesner Ulrike 74

Denissov Arteom 97

Dragosits Anne Marie 96

Covic Djana 81

Denk Clemens 85

Draxler Robert 114

Crisan Anemona 81

Denkendorf Stephan 114

Dražić Dušica 57

Crouch Julian 61

Denzer Ricarda 51, 72, 85, 93

Dreier Sascha 138

Crow Robert Jamieson 97

Deppe Margarethe 96, 148

Dressler Peter 40, 89, 90

Cruchten Pol 140

Deppe Renald 80

Dreux Beatrice 84

Cruz Katja 96

Dertnig Carola 71, 72, 86, 92

Drimmel Nicolaus 153

Csencsits Linda Maria 114

Descamps Francois-Pierre 97

Drobna Daniela 122

Cserepes Gyula 58

Deschka Christian 85

Droschl Helga 50

Csuss Jacqueline 122, 123

Detela Lev 116, 124

Droschl Sandro 50, 146

Csutak Magda 93

Deutinger Alexander 59, 60

Drumbl Andrea 118

Curran Annalisa 90

Deutsch Gustav 49, 104, 140

Dudesek Karel 81

Curtze Heike 86

Deutschbauer Julius 81

Dueller Simone 135

Cybenko Larissa 122

Diaz Torres Daniel 140

Dufek Hannes 97

Czeitschner Burgel 141

Dick Inge 89

Duman Ogün 122

Czernin Franz Josef 74, 117

Dick Nina 81

Dumoulin Marc-Alexandre 81

Czerwenka-Wenkstetten Isabel 135

Diendorfer Christian 97

Dünser Jenny 134

Czurda Elfriede 121

Dietl Peter 46

Dunst Heinrich 81

Dietrich Jakob 91

Durakovic Irma 123

D

Dikova Denitsa 58

Durnig Franz 146

D’Ase Dirk 97

Dilena Katharina 135

Dürrer Thomas 143

Dabernig Josef 104, 106

Dimchev Ivo 58

Dusl Andrea Maria 153

Dabić Mascha 122

Dinev Dimitré 25

Dvorak Sophie 84

Dachauer Dagmar 100

Dinic Marko 114

Dzengel Claudia 87

Dacia Maraini 132

Dittler Iris 81

Dafeldecker Werner 96

Divjak Paul 118

E

Dağ Umut 48, 108, 140

Diwiak Irene 122

Eberhard J. Alexander 97

Dalos György 118

Do Campo Fernando 57

Ebner Klaus 114,118

Damböck Barbara 153

Doblinger Ludwig 96

Ebner Martin 91

Dankl Günter 147

Doborac Selma 104

Ecker Andrea 71, 73, 143, 146, 153

Danzinger Julia 100

Doderer Heimito von 124

Ecker Gottfried 93

Danzinger Peter 118

Doderer Johanna 97

Ecker Josef 153

Darer Harald 118

Dolgan Christoph 22, 122

Eckermann Sylvia 91, 93, 148

Daschner Katrina 85, 91

Dollhofer Christine 66, 143

Eckert Eva 105, 106

Daubenmerkl Sven 114

Dominik Ines 148

Eden Irena 81

De Colle Herbert 93

Donovan Adam 91

Eder Barbara 139

De La Cuesta Chehaibar Daniel 97

Doppler Anna 150

Eder Fabian 26

106, 108

298 | Kunstbericht 2013Register

Eder Thomas 120, 150

Estefan Arnold 57

Fleischanderl Karin 150

Edl Elisabeth 122

Everhartz Jury 148

Fleischer Ludwig Roman 115, 118

Egermann Eva 85

Export Valie 104, 152

Fleischmann Norbert 38, 93

Egg Petra 91

Eyb-Green Sigrid 114, 118

Fleischmann Philipp 106

Egger Daniela 116

Eynaudi Alix 60

Fleith Anne Catherine 147

Egger Oswald 74, 121

Flor Olga 151

Ehgartner Claudia 151

F

Fogarasi Andreas 81

Ehgartner Reinhard 151

Faber Johannes 86

Földesi Bettina 101

Ehrenfellner Christoph 97

Faber Monika 147

Folie Sabine 15, 16

Ehrenreich Dietmar 118

Fabjancic Tjasa 97

Forberg Mathias 144

Eibel Josef Stephan 120, 121

Falkner Brigitta 74, 117

Forés Marçal 66

Eiblmayr Sylvia 15

Falkner Michaela 116, 118

Fornay Mira 47

Eichberger Günter 121

Falsnaes Christian 81

Forster Karl 61

Eichhorn Barbara 93

Faltin Fabian 111

Forster Marion Vera 118

Eichhorn Hans 121

Famler Walter 150

Föttinger Herbert 34, 35

Eichinger Gregor 147

Fankhauser Hermann 147

Frank Josef 87

Eichinger Rosemarie 118

Fasch Hemma 147

Frank Karin 85

Eigensinn Wolfgang 114

Faschinger Lilian 117

Franke Verena 148

Eigner Richard 97

Faßhuber Peter 63, 148

Franz Michael 153

Einzinger Erwin 122

Fatehi Setareh 58

Franz Veronika 105, 138, 139

Einzinger Monika 149, 153

Fauchard Karine 81

Fränzen Barbara 149

Eipeldauer Theresa 84

Federmair Leopold 121

Franzobel 114, 117, 121

Eisenberger Christian 81

Feiersinger Werner 89

Frauenschuh Georg 44, 81, 93

Eisenhart Titanilla 81

Feimer Isabella 118, 120

Fraunberger Stefan 97

Eisenhuber Günther 150

Feiner Stefan 90

Freiler Thomas 147

Eisenmann Philipp 53

Felder Franz-Michael 110

Freisitzer Roland 97, 151

Eisold-Pernthaller Viviane 118

Feller Barbara 146

Frenzel Bettina 36

Ekblad-Forsgren Ulla 122

Fellinger Andreas 96

Freudenthaler Laura 118

Eldarb Gregor 81

Fels Ludwig 117, 121

Freudmann Eduard 84

Eliass Dörte 121

Fend Doris 93

Freuis Catharina 90

Ellis Don 128

Fend Tobias 116

Freund Michael 151

Ellmauer Wolfgang 115

Ferk Janko 118, 120

Frick Simon 97

Ellmer Stefan 88

Ferra Ilir 116

Fried Erich 151, 174, 284

Emanuely Alexander 118

Fetz Bernhard 150, 151

Friedell Egon 112

Emminger Daniela 118

Feyrer Gundi 116, 117

Friedl Harald 118

Engelmayer Martin 146

Feyrter Jan 146

Friedl Peter 44, 81

Engler Nils 139

Fiala Severin 105, 139

Frimmel Rainer 4, 47, 48, 66, 71, 72,

Enquist Per Olov 26

Fian Antonio 117, 121

Enzinger Peter 118

Fiel Wolfgang 81, 147

Frischmuth Barbara 71

Epple Johannes 118

Filip Klaus 97

Fritsch Valerie Katrin G. 116, 118

Erb Elke 23, 74, 125

Fink Tone 81

Fritz Ferdinand 88

Erdmann Petra 149

Fischer Claudia 144

Fritz Marianne 111

Erhart Tanja 101

Fischer Heinz 42, 71, 72

Fritzenwallner Peter 84, 93

Erjautz Manfred 93

Fischer Judith 118, 120

Frosch Christian 139

Ernst Gustav 117, 121, 150

Fischer Margit 72

Fruehwirth Bernhard 85

Ernst Jürgen-Thomas 120, 121

Fischer-Briand Roland 89

Fruhauf Siegfried A. 104, 149

Ernst-Fleischanderl Karin 120, 121, 122

Fishbein Moysey 122

Fuchs Agnes 81

Ertl Fedo 93

Fisslthaler Karin 38, 85, 91, 92, 93, 106

Fuchs Bernhard 94

Ertl Gerhard 140

Fitzbauer Erich 115

Fuchs Gerhard 150

Eschenauer Gerald 118

Flasar Milena Michiko 116, 117

Fuchs Margarita 114

Esslinger Astrid 81

Flaubert Gustave 110

Fuchs Reinhard Johann 97

Personen

106, 108

Kunstbericht 2013 | 299

Fürtler Clemens 81

Gervasi Elio 60, 148

Gregor Susanne 122

Furtwängler Wilhelm 35, 36

Geyrhalter Nikolaus 138, 141

Gregori Daniela 151

Füssel Dietmar 115, 118

Giannotti Aldo 93

Greinecker-Morocutti Hannelore 118

Futscher Christian 116, 117, 122

Giefing Daniel 146

Greller Christl 125

Futscher Gerald 97

Gindl Winfried 118

Grenl Roland 118

Futterknecht Stefanie 85

Ginoyan Gayane 123

Greven Pia 118

Fyrkova Gergana 122

Gladik Ulrike 104

Griedl Niki 39

Glandien Alexander 93

Grieser Dietmar 115, 120

G

Glantschnig Helga 116

Grilj Mathias 114

Gaal-Kranner Bärbel 118

Glaser-Wieninger Nike 149

Grill Andrea 123

Gaarder Jostein 26, 27

Glattauer Daniel 25, 123, 124, 125

Grill Michaela 47, 48, 66, 104, 106

Gabain Kerstin von 94

Glavinic Thomas 25, 120, 121

Grillitsch Wolfgang 88

Gabric Lukas 97

Glawogger Michael 138, 140

Grillparzer Franz 110

Gabriel Elisabeth 143

Glechner Angela 149

Gritzner Ingmar 97

Gabriel Martin 93

Glechner Wolfgang 114

Groebner Johann 81

Gaigg Christine 60, 148

Glösl Johanna 127, 134, 135

Gröller-Kubelka Friedl 105

Gal Bernhard 91, 97

Glück Harry 88

Grond Walter 121, 150

Galdavadze Mzia 122

Godole Jonila 122

Groos Jan 105

Galkina Alexandra 57

Godon Ingrid 23, 125

Groschup Sabine 127

Gamauf-Wais Susanne 90

Goestl Christina 127

Gross Richard 122, 123

Ganahl Rainer 81

Goetz Annika 59

Grossegger Gertrude Maria 114, 122

Ganglbauer Petra 110, 113, 118, 120

Goiginger Adrian 138

Grossmann Silvia Maria 93

Gansch Thomas 128

Goldgruber Michael 75, 89

Gruber Andreas 118, 138, 143

Gansterer Nikolaus 81, 85, 93

Goldring Laurent 37

Gruber Heinz Karl 153

Gantner Florian 114

Gollner Helmut 128

Gruber Marianne 118, 125, 150

Ganz Bruno 152

Golser Martina 93

Gruber Sabine 124, 128

Gappmayr Gaby 94

Golz Dorothee 81, 93

Gruber-Gisler Gabriele 127

Garanča Elīna 71

Gonzalez Guerrero Gerhild 118

Gruber-Rizy Judith 118

Garnitschnig Bernhard 81, 135

Gosch Wolfgang 114

Grubinger Eva 81

Gartmayer Susanna 97

Göschl Robert 118

Grübl Manfred 84

Gartnitschnig Bernhard 91

Goscinski Sofia 81

Gruchmann Jakob 97

Garzon-Vecino Elisa 89

Gossner Ernst 140

Grzinic Marina 151

Gaspar Adrian 96

Gösweiner Friederike 122

Grzonka Patricia 81

Gasser Clementine 97, 127

Goth Andrew 139

Gstättner Egyd 26, 121

Gatti Daniele 62

Götz Alexander 34

Gstrein Eleonore 144

Gauß Karl-Markus 23, 25, 71, 72, 125

Gradischnig Herwig 96

Gstrein Norbert 120, 124

Gayer Karin 113

Gradwohl Gerald 96

Guggenberger Michael 114

Gebetsberger Franz 91

Graf Florian 36

Guggenberger Virgil 114

Gebhardt Florian 144

Graf Gregor 85

Guhl Regina 150

Geiger Arno 124, 125

Graf Richard 97

Gutkina Alina 57

Geiger Günther 118

Graf Sonja 118

Gütler Iris Julian 127

Geigl Bernhard 96

Gräftner Barbara 138, 139, 144

Gwiggner Bernhard 93

Geisler Thomas 147

Grandits Sebastian 104

Gelich Johannes 118

Granser Peter 89

H

Gemel Nikolai 141

Granzer Susanne 118, 152

Haas Georg Friedrich 153

Genahl Martin 97

Graspointner Raffaela 93

Haas Waltraud 117, 118

Georgsdorf Wolfgang 54, 72, 135

Grassl Gerald 118

Haas Wolf 25, 124

Gerlach Philippe 94

Gratzer Georg 128

Habbel Conny 90

Gerngross Heidulf 87

Gratzer Stefanie 141

Haberfellner Herta 146

Gerstl Elfriede 114

Gräwe Hans Georg 97

Haberl Arnold 97

Gerstorfer Mark 48, 104, 106

Grecher Nicole 150

Habinger Renate 26, 151

300 | Kunstbericht 2013Register

Habringer Rudolf 121

Hartl Franz 32, 40, 57, 58, 71, 75

Hick Andreas 146

Hackl Erich 25

Hartl-Prager Christina 84

Hiebler Sabine 138, 140

Hackl Libertad 15, 104

Hartmann Bernd 146

Hiemetsberger Johannes 148

Hackspiel Florian 96, 100

Hartmann Kathrin 138

Hiesleitner Markus 82, 84

Hadid Zaha 152

Harwood Ronald 35

Hieslmair Michael 93

Hafner Anita 91

Haselböck Lukas 98

Higashino Yuki 91

Hager Philipp 114

Hasler Hubert 89

Hilber Regina 118, 120

Hager von Strobele Käthe 81

Haslinger Josef 25, 125

Hildebrand Heiderose 82

Hagleitner Tobias 88

Haslwanter Brigitte 100

Hilger Ernst 86

Hahn Daniela 128

Hattenhauer Ina 23, 125

Hills Henry 104

Hahn Friedrich 118

Hattinger Gottfried 64

Hilzensauer Brigitte 150

Hahn Markus 81

Hattinger Wolfgang 148

Himmer Gerhard 82

Hahnenkamp Maria 89, 93

Hauer Veronika 84

Hindmarsh Laura 57

Haid Elisabeth 135

Häufler Ines 141, 143

Hinteregger Herbert 85

Haid Hans 114

Hausberger Eva 104

Hinterhäuser Markus 148

Haidegger Christine 115, 150

Hausegger Marlene 15

Hinterkörner Christine 96

Haider Edith 118

Hausleithner Rosa 82

Hinterreithner Lisa 101

Hajiyev Vilayet 122

Hausner Jessica 139

Hirner Elisabeth 134, 135

Hall Michael 81

Hautmann Philip 118

Hirsch Ludwig 115

Haller Karin 150

Hautzinger Franz 148

Hitz Valentin 139

Hamid Ishraga Mustafa 118

Hautzinger Peter 27

Hobmeyer Brigitte 61

Hamish Hamilton 124

Hauzenberger Gerald Igor 104, 141

Hochfelner Caroline Mercedes 101

Hammel Johannes 104

Havlicek Peter 96

Hochgatterer Paulus 25

Hammer Joachim Gunter 118

Hazler Deborah 101

Hochgerner Christine 118

Hammer Susanne 82

Hazod Michael 98

Hochleitner Martin 146, 147

Hammerschmid Michael 114, 118

Heger Heinz 123

Hochleitner Verena 118

Hammerstiel Robert F. 89

Hehle Monika 118

Höchtl Nina 91

Hampala Stephan 82

Heidegger Günther George 118, 120

Hochwälder Fritz 123

Handke Peter 124, 125, 153

Heider Caroline 90, 147

Hock Fritz 107

Händl Klaus 117, 140

Heider Ekaterina 15, 115, 121

Hoeck Richard 84