// KEINE FLUCHT IN DIE SUCHT

August 14, 2016 | Author: Gert Gerstle | Category: N/A
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Alkohol, Drogen, Tabletten

// KEINE FLUCHT IN DIE SUCHT

WAS WICHTIG IST // KLEINES ABC DER SUCHTMITTEL // WER HILFT WIE IN NÜRNBERG

Inhalt

// INHALTSVERZEICHNIS WAS WICHTIG IST Wer ist betroffen?

Seite 4

Angst – Ein schlechter Ratgeber

Seite 6

Wer ist süchtig bzw. abhängig?

Seite 8

Wie kann ich einem Suchtkranken helfen?

Seite 10

KLEINES ABC DER SUCHTMITTEL Was ist was

Seite 14

WER HILFT WIE IN NÜRNBERG Wer hilft wie

Seite 22

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// WER IST BETROFFEN? OB WERNER DROGEN NIMMT?

IST CHRISTIAN EIN TRINKER?

Werner (16), bisher ein ganz guter Schüler, schreibt in den letzten Monaten nur noch schlechte Noten. Mehrmals schrieb ihn seine Mutter schon krank, weil er sich morgens nicht wohl fühlte. An die vereinbarten Zeiten, nachts nach Hause zu kommen, hält er sich auch nicht mehr. Seine Freunde kennt die Mutter kaum noch. Manchmal wirken seine Augen so abwesend, seine Hände zittrig und er antwortet nur widerwillig, als ob er gar nicht richtig da ist. Die Mutter macht sich Sorgen. Werner wird doch nicht irgendwelche Drogen nehmen? Soll sie ihn darauf ansprechen? Mit wem kann sie sich beraten? Christian (17) hat Glück gehabt. Die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker macht Spaß, sein Chef hat ihm schon viel beigebracht. Und im dritten Lehrjahr zählt er ja schon zu den Älteren. Zur Brotzeit gehört die Flasche Bier bei den Älteren einfach dazu, wenn man ernst genommen werden will. Und neulich, als die ganze Abteilung miteinander zum Kegeln ging, hat Christian mal richtig gezeigt, wie viel er verträgt. Wenn ihm nach den Schnäpsen nur nicht immer so wahnsinnig schlecht würde. Zwei, drei Bierchen in der Arbeit, ab und zu mal ein anständiger Rausch – das ist doch normal, das machen doch alle. Oder ist Christian schon auf dem Weg zum Alkoholiker? Macht sich seine neue Freundin zu Recht Sorgen, weil Christian immer so grob ist, wenn er getrunken hat?

Wer ist betroffen?

WIRD STEPHANIE MAGERSÜCHTIG?

UND … MEDIKAMENTE, GELDSPIELAUTOMATEN, COMPUTER, SELBSTVERLETZEN …

Stephanie (18) wollte nie so werden wie ihre Mutter mit ihrem Übergewicht. Seit einem Jahr achtet sie auf jedes Gramm, lässt alles Fett weg und hat sich

Manchmal fängt der Tag wirklich schon trübe an, und dann braucht Tanja

schon auf 44 Kilo runtergehungert. Schlank und fit ist doch gesund, oder?

(27) die Tabletten, die sie ein bisschen aufputschen. Ismail (19) verbringt sei-

Was Stephanie treibt, wird schnell zur krankhaften Magersucht.

ne ganze Freizeit im Spielsalon. Es geht doch nur um Kleinstbeträge an den Automaten, sagt er. Tom verbringt halbe Tag am Computer und hat deswegen häufig Ärger mit seinen Eltern, weil er keine Freunde mehr trifft. Daniela ritzt sich mit spitzen Gegenständen die Haut am Oberschenkel auf, bis Blut fließt. Ismails Spielleidenschaft kann zur Sucht ausarten. Tanjas Tablettenkonsum – auch das macht oft schon abhängig. Wenn Tom nur noch wirklich Spaß beim Chatten und Surfen hat, sollte dies schon Anlass sein näher hinzusehen. Die Selbstverletzungen von Daniela sind schon ein Hilferuf …

DIE BEISPIELE ZEIGEN: Wenn wir von Sucht und Drogen reden, dann geht es um mehr als um Cannabis oder Heroin. Das brave Kind, das meist artig zu Hause sitzt und gern fernsieht, kann genauso wenig in seiner Entwicklung gefährdet sein, wie der flippige Sohn, der mal einen »Joint« ausprobiert.

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// ANGST - EIN SCHLECHTER RATGEBER Auf dem Weg zum Erwachsensein gibt es Zeiten, wo sich der junge Mensch

Diese Broschüre wendet sich an Pädagog/-innen und Eltern ebenso wie

von den Eltern zurückzieht, die Schule fast vergisst oder zum Beispiel zeit-

an mögliche Drogenkonsument/-innen. Sie will keine Panik schüren, denn

weilig vom »Schlankheitswahn« befallen ist. Wann wird solches Austesten

Angst ist ein schlechter Ratgeber! Sie will informieren, welche Suchtmittel

von Möglichkeiten, solches Suchen von Grenzen zur Sucht, wo führt es zur

und Drogen es gibt. Sie will zeigen, dass nicht jeder Konsum von berau-

Abhängigkeit?

schenden Mitteln abhängig macht. Und sie will vor allen Dingen eine Hilfestellung sein, um die richtigen Helfer zu finden, wenn es wirklich

Eltern machen sich oft Sorgen, wenn sie ihre Kinder nicht mehr verstehen.

Probleme gibt. Denn in einer Großstadt wie Nürnberg gibt es viele gute

Jugendliche wissen manchmal selbst nicht, auf was sie sich noch einlassen

Beratungsstellen.

sollen oder nicht. Weil manche Drogen von den Erwachsenen so verteufelt werden, sollte man sie vielleicht mal ausprobieren, oder?

Was sind denn alles Drogen? Was nach dem Konsum von Bier passiert, wissen viele. Es redet sich leichter, die Welt wird fröhlicher. Oder der Streit rückt näher. Oder wir werden gar tieftraurig. Auf jeden Fall ändert der Alkohol im Blut unser Empfinden, unsere Stimmung und natürlich auch unser Verhalten – nicht nur das Fahrverhalten. Alle Stoffe, die den Menschen so verändern können, nennen wir Drogen oder Suchtmittel. Auch wenn der Volksmund meist nur die illegalen Drogen, wie Haschisch oder Kokain, meint. Die legalen Suchtmittel wie Alkohol, Nikotin oder der Missbrauch von Tabletten, gehören dazu.

Angst – ein schlechter Ratgeber

Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Von den Alkoholtoten und -abhängigen lesen wir seltener. Dabei gibt es

Welche Suchtmittel erlaubt und welche verboten sind, das ist oft auch

in Nürnberg jährlich ca. 250 Verkehrsunfälle (mit mehreren Toten und

eine Frage der kulturellen Tradition. Die Jugendclique, die mal heimlich

rund 120 Verletzten) aufgrund betrunkener Fahrer. Und eine letzte Zahl:

Hasch-Pfeifchen kreisen lässt, macht sich strafbar (in Holland wird dies

Zehn- bis fünfzehntausend Alkoholkranke leben in Nürnberg, mit dem

nicht strafrechtlich verfolgt). Doch wenn sich eine ganze Vorstandsetage

Risiko irgendwann ihren Job zu verlieren und an ihrer Sucht zugrunde

am Volksfest besinnungslos voll laufen lässt, wird das vielleicht sogar

zu gehen.

in der Zeitung positiv erwähnt. Wir können uns eben nicht vorstellen, dass an den Volksfesttischen beim »Prosit der Gemütlichkeit« Haschisch

Was die Zahlen zeigen sollen: Es gibt keine harmlosen Drogen, aber

geraucht wird.

nicht jeder Drogenkonsum macht abhängig. Auch Medikamente gehören dazu. Denn Arzneimittel heilen nicht nur, viele Menschen missbrauchen

Drogen- und andere Tote

sie als Anregungs- oder Beruhigungsmittel.

Ein paar verblüffende Zahlen zum Vergleich der Nürnberger Drogenszene (womit jeder die Rauschgiftszene meint) und der viel breiteren »Szene« der Volksdroge Nr. 1, dem Alkohol:

Wenn Medizin krank macht Zu den meistverkauften Arzneien in Deutschland gehören die nichtrezeptpflichtigen Schmerzmittel, die neben dem betäubenden Effekt

Von den Drogentoten lesen wir oft. 2008 waren es nach polizeilichen

auch zur Abhängigkeit führen können. Doppelt so viele Frauen wie

Angaben in Nürnberg 19. In den drei Jahren davor 13, 12 und 6. Waren

Männer leiden unter dieser Abhängigkeit. Auch Jugendliche sind oft

es bis 1999 jährlich durchschnittlich 31 Drogentote, gehen die Zahlen

schon regelmäßige Arzneikonsumenten. 15% nehmen regelmäßig

seitdem deutlich zurück. Abhängig von harten Drogen dürften nach

Beruhigungs- oder Aufputschmittel.

Schätzungen in Nürnberg derzeit 2000 bis 3000 Menschen sein.

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// WER IST SÜCHTIG BZW. ABHÄNGIG? Ganz enthaltsam lebt fast niemand. Aber ab wann wird es gefährlich? Kann man das überhaupt allgemein sagen?

Kaufsucht Kaufen kann tatsächlich ein Rausch sein, wenn man damit Probleme verdrängt und die Kosten aus dem Blick verliert.

Süchtig bzw. abhängig ist jemand, der immer wieder und oft immer mehr Drogen zu sich nimmt, sich damit vergiftet, seine Wahrnehmungsfähigkeit dadurch verengt, der ohne Drogen nicht mehr auskommt.

Spielsucht In vielen Beratungsstellen ist die Spielsucht ein Thema. Etwa 10 Prozent der Deutschen (meist Männer) sitzen regelmäßig vor Geldspielautomaten,

Das Denken und Handeln, der ganze Alltag wird immer stärker auf das

manche viele Stunden. Spielschulden und Beziehungsprobleme sind oft

Suchtmittel ausgerichtet. Meist wird auch die Dosis gesteigert und die

die Folge.

Süchtigen /Abhängigen leiden körperlich wie seelisch, wenn die Droge ausbleibt (Entzugserscheinungen).

Computersucht Manche Menschen verlieren sich in virtuellen Welten. Anonymität und Un-

SÜCHTIG OHNE DROGEN Manch einer nimmt überhaupt keine Drogen und kann trotzdem sein Leben nicht mehr selbständig gestalten, weil er von bestimmten Verhaltensweisen abhängig ist.

verbindlichkeit von Chatrooms, scheinbare Kontaktfülle in Social Networks oder die Faszination der Trugwelten in Online-Spielen, all das kann einen Sog bewirken. Die Folgen des Kontrollverlusts können Verlust von Partner, Freunden und Arbeit sein. Essstörungen Auch Essen und Nicht-Essen kann zur Sucht werden, meist sind Frauen und Mädchen davon betroffen (90 - 95 %).

Wer ist süchtig bzw. abhängig?

DIE DREI HAUPTFORMEN DES GESTÖRTEN ESSVERHALTENS SIND: 1. Magersucht:

3. Esssucht:

Reduzierung des Körpergewichts durch Nicht-Essen oder Erbrechen, durch

Latente Esssucht:

extreme sportliche Betätigung oder Medikamente. Körperliche Folgen sind

Strikt kontrolliertes Essverhalten oder ein lebenslanges Diäten;

Menstruationsstörungen, Kreislaufbeschwerden, Verdauungsstörungen und

Sie kann Einstieg in eine massive Essstörung sein.

Organschäden bis zu lebensbedrohlichen Stadien.

Esssucht mit Übergewicht (binge eating): Ständiges Überessen oder Heißhungeranfälle, ohne dieses

2. Bulimie:

ungeschehen zu machen.

Heißhungeranfälle führen zur Aufnahme sehr großer Nahrungsmengen. Durch Erbrechen, Abführmittel, Fasten oder übermäßige sportliche Betätigung soll die Essattacke ungeschehen gemacht werden. Körperliche Schäden

ABER:

können Verletzungen der Speiseröhre, Zahnschäden, Verdauungsstörungen,

Nicht jede übergewichtige Frau ist esssüchtig,

Herzrhythmusstörungen, Organschäden und Menstruationsstörungen sein.

nicht jede dünne Frau ist magersüchtig, nicht jede normalgewichtige Frau ist bulimisch.

Seelische und soziale Folgen aller Essstörungen sind häufig Ängste, Gefühle von Scham und Schuld, depressive Verstimmungen und der soziale Rückzug.

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// WIE KANN ICH EINEM SUCHTKRANKEN HELFEN? Mancher kommt selbst darauf, dass irgendetwas mit ihm nicht mehr stimmt, dass er abhängig ist. Bei anderen machen sich die Freunde oder Kollegen Sorgen. Eltern sind oft schnell verunsichert, wenn sie auf Verhaltensweisen ihrer Kinder stoßen, die sie nicht verstehen. Auch wenn sich klare Anzeichen finden, dass der Sohn oder die Tochter Drogen nimmt: Panik oder strenge Strafen helfen nicht weiter. Drogensucht ist eine Krankheit, die Ursachen hat und die man behandeln kann. Dazu gibt es viele Beratungs- und Hilfsangebote von Profis. Dort können auch die hingehen, die sich um einen Drogengefährdeten Sorgen machen.

Wie kann ich einem Suchtkranken helfen?

Wichtig ist, dass die Freunde oder Eltern den Suchtkranken nicht im

Das Thema fängt im Kindergarten an

Stich lassen, und dass der Drogenkonsum nicht einfach hingenommen

Dreijährige müssen nicht über Drogen Bescheid wissen. Aber wissen-

wird. Ein paar erste Tipps für Menschen, die helfen möchten:

schaftliche Erkenntnisse besagen, dass man mit der Suchtvorbeugung (Prävention) schon sehr früh beginnen sollte. Was können Eltern, Erzieher/innen, Sozialpädagogen/-innen und Lehrer/-innen tun, um Kinder vor

Ihnen ist der Mensch, dem Sie helfen wollen, wichtig?

Drogen und Suchtgefahren zu bewahren?

Dann sagen und zeigen Sie ihm auch Ihre Zuneigung und Liebe. Kinder, die ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können, entwickeln Keine Kumpanei beim Drogengebrauch! Sagen und zeigen Sie klar, dass

Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Mut. Sie brauchen weniger Ersatz-

Sie die Drogen ablehnen. Geben Sie kein Geld dafür! Notfalls muss es

befriedigung, können Probleme auch ohne den Ausweg Sucht bewältigen.

heißen: Ich oder deine Drogen. Selbst wenn dadurch die Beziehung

Bedürfnisse von Kindern sind einfach. Sie brauchen Liebe und Geborgenheit,

abbrechen sollte.

echte, verlässliche Gefühle. Sie brauchen Freiraum, um die Welt zu erobern und um erste Erfolgserlebnisse zu haben.

Sie haben keinen Grund zu Schuldgefühlen. In jeder Erziehung oder Partnerschaft gibt es Fehler. Aber wer sich für Drogen entscheidet, tut es allein – und er muss sich auch allein dagegen entscheiden. Deshalb lassen Sie sich nicht erpressen, suchen Sie lieber Hilfe für sich selbst. Überprüfen Sie den eigenen Suchtmittelgebrauch (Alkohol, Nikotin, Fernsehen, etc.) und ändern Sie was, wenn Sie selbst kein Vorbild sind.

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Angebote für jedes Alter

Fortbildungen

Die Präventive Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Nürnberg bietet Kinder-

Die Präventive Kinder- und Jugendhilfe bietet Fachtagungen und Fort-

tageseinrichtungen, Familienzentren, Eltern, Schulen sowie Kinder- und

bildungen für Kindertageseinrichtungen und Familienzentren, Schulen

Jugendhäusern altersgemäße Informations- und Aktionsprogramme an,

und Einrichtungen der Jugendhilfe an. Themen der Fortbildungen sind die

damit Kinder und Jugendliche keine Suchtmittel als Problemlöser brauchen.

Suchtprävention in Kindertagesstätten und Schulen, Lebenskompetenzförderung durch Kreativität, pädagogischer Umgang mit Neuen Medien

In allen Nürnberger Kindertageseinrichtungen und Familienzentren gibt es

und Elternarbeit. Gemeinsam mit Schulen entwickeln wir Projekte zu sucht-

zum Beispiel das Bilderbuch »Die Flirpse« mit Malheften, Handpuppe und

präventiven Themen.

Postern. Im Bereich der Jugendhilfe werden für die Mitarbeiter/-innen der JugendFür die Grundschulen gibt es dazu ergänzend das Spiel »Bruno ist weg«.

einrichtungen Teamberatungen angeboten, deren Ziel die Vermittlung von

Der »Flirpse-Comic« plus Begleitmaterial für den Unterricht von 8- bis 12-

Fachkompetenz im Umgang mit drogenkonsumierenden Jugendlichen ist.

jährigen Schülern (Lückengeneration) behandelt Themen wie z.B. Scheidung

Bei der Fortbildung »MOVE – Motivierende Kurzintervention für riskant

und Umzug.

konsumierende Jugendliche« z.B. lernen die Teilnehmer/-innen einen niedrigschwelligen Beratungsansatz kennen, der besonders für Jugendarbeit und

Für die 12- bis 14-jährigen Schüler wurde die Ausstellung »Boys & Girls«

Schule geeignet ist.

entwickelt. Sie beschäftigt sich mit den Problemen und Entwicklungsaufgaben von Jungen und Mädchen in der Pubertät und bietet Anregungen

»Voll die Party« ist ein Planspiel, welches den sozialen Druck und die Aus-

für eine geschlechtsbezogene Suchtprävention.

wirkungen von Alkoholmissbrauch aufzeichnet. Spielerisch wird das Verhalten im Alltag reflektiert.

Ergänzend dazu wird das Spiel »Boys only« (Erobere die Venus) angeboten. Die Ausstellung »Na Toll« zur Alkoholprävention begleiten wir personell. »Be Smart – Don‘t Start«, ein Nichtraucherwettbewerb für 6. – 8. Klassen ergänzt das Angebot der stoffgebundenen Suchtmittel. Der Schülermultiplikatorenansatz verfolgt das Ziel »Schüler schulen Schüler«.

Wie kann ich einem Suchtkranken helfen?

Mailings

Keine Angst vor Fragen

Für Nürnberger Schulen, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren

Ob Sie selbst betroffen sind oder einem Menschen mit Suchtproblemen hel-

und Jugendeinrichtungen werden regelmäßige schriftliche Informationen

fen wollen oder ob Sie sich nur Beratung wünschen: Keine Angst vor Fragen

(Mailings) angeboten.

bei den hier aufgeführten Beratungsstellen. Alle Gespräche sind streng vertraulich! Namen oder Daten gehen weder an die Krankenkasse noch an die

Elternarbeit

Polizei. Niemand wird zu einer Entscheidung gezwungen. Denn letztlich ist

Für Nürnberger Kindertageseinrichtungen und Familienzentren und Schulen

jeder für sich selbst verantwortlich. Aber wer sich fachlichen Rat holt, weiß:

werden Elternabende zu suchtpräventiven Themen angeboten. »Acht Sachen

Ich bin mit meinen Sorgen nicht allein, es gibt Hilfe und erprobte Auswege.

die Kinder stark machen« und »Rat und Hilfe« sind nützliche Broschüren für

Nur eines kann nicht helfen: Abwarten und verdrängen.

Eltern. Diese sind in 15 Sprachen erhältlich. Leben ohne Sucht Für die Offene Kinder- und Jugendarbeit, für Jugendtreffs und Kinder- und Jugendhäuser erarbeitet die Präventive Jugendhilfe der Stadt Nürnberg Vorschläge zur Unterstützung der Jugendlichen bei der Entwicklung von Eigenverantwortung. Dazu gehört auch, Jugendlichen, die Erfahrung mit Suchtmitteln haben oder suchen, Kontrollmechanismen nahe zu bringen. Ziel ist, dass einschlägige Erfahrungen nicht zu Suchtverhalten und Abhängigkeiten führen. Aktuelle Informationen hierzu werden ebenso gegeben, wie erlebnis- und kulturpädagogische Programme entwickelt.

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Was ist was

// WAS IST WAS In der Giftküche – Kleines ABC der Suchtmittel

Im Folgenden wird in knapper Form ein Überblick über die gebräuchlichsten Suchtmittel gegeben; vielleicht entsteht der Eindruck, dass das spezifische Mittel das Problem darstellt. Dem ist nicht so. Letztlich ist es der Einzelne, der bestimmt, welches Suchtmittel er in welcher Weise benutzt. Hinsichtlich der Wirkung der Suchtmittel muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass allgemein gültige Aussagen nur beschränkt möglich sind. Die Wirkung hängt von der Beschaffenheit, Stärke und Menge des Mittels, dem gleichzeitigen Konsum anderer Wirkstoffe, dem Allgemeinzustand des Organismus, der momentanen körperlichen und geistigen Befindlichkeit, der Entwicklung und den Zeitumständen des Konsums ab.

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ALKOHOL

AUFPUTSCHMITTEL

DESIGNERDROGEN

Sammelbegriff

Sammelbegriff

Der Stoff // Alkohol wird aus Getreide, Früchten und

Der Stoff // Aufputschmittel werden – auch illegal –

Der Stoff // In privaten Labors wird ein chemischer Stoff

Zuckerrohr gewonnen.

in Labors hergestellt und sind künstliche chemische

verändert oder ohne natürliche Grundlage neu entworfen

Die Wirkung // Bei geringen Mengen gehobene Stimmung,

Stoffe zum Schlucken oder Spritzen. Zum Teil werden

(designed). Durch Veränderung der chemischen Struktur

Kontaktfreude, Verlust von Hemmungen. Im Rausch

sie als Medikamente verschrieben.

wird versucht, das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen.

läppisch heitere, niedergeschlagene oder aggressive

Die Wirkung // Je nach Dosis aufputschend bis euphorisie-

Designerdrogen werden häufig unter exotischen Namen

Stimmung. Rasche Stimmungswechsel sind möglich.

rend. Die Leistungsfähigkeit ist vorübergehend gesteigert,

gehandelt (z.B. DOM).

Das Risiko // Schon bei geringen Mengen kann der

aber es kann auch zu planlosen Aktivitäten und Misstrauen

Die Wirkung // Je nach Art der Droge ist die Wirkung dämp-

Führerschein weg sein, wenn man etwa – auch ohne eigene

kommen.

fend bis euphorisierend und aufgrund der Stoffvielfalt auch

Schuld – in einen Unfall gerät. Bei Konsum großer Mengen

Das Risiko // Direkt nach der Einnahme sind akute Kreis-

unberechenbar.

in kurzer Zeit (»Binge drinking«) treten Vergiftungser-

laufprobleme und erhöhter Flüssigkeitsverlust möglich. Auf

Das Risiko // Die Rauschdauer und die Nebenwirkungen

scheinungen auf. Körper und Seele können abhängig

Dauer seelische Abhängigkeit, Unrast und Schlaflosigkeit bis

sind schwer einschätzbar, da ein Risiko der Ungewissheit

werden. Längerer Alkoholmissbrauch schädigt innere

hin zu Wahnvorstellungen. Zum Ausgleich dieser Wirkungen

über den Stoff immer vorhanden ist. Neben einer seelischen

Organe, Gehirn und Nervensystem. Im fortgeschrittenen

werden dann oft Schlafmittel genommen. Bei Abhängigkeit

Abhängigkeit kann auch die körperliche nicht ausgeschlos-

Stadium: Wahnvorstellungen und Delirien.

sind starke Dosissteigerungen nötig. Weil Reinheit und

sen werden. Ebenso sind Vergiftungserscheinungen sowie

Zusammensetzung des Stoffes meist unbekannt sind, ist

schwere Gesundheitsschädigungen möglich.

A-G

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die Rauschdauer und die Rauschheftigkeit unkalkulierbar.

Was ist was

ECSTASY BZW. XTC

CANNABIS (THC)

Sammelbegriff

GASE Sammelbegriff

Der Stoff // Ecstasy ist eine synthetische Droge. Auf dem

Der Stoff // Haschisch (oder Shit) und Marihuana werden aus

Der Stoff // Lachgas, ein reizloses, süß schmeckendes,

illegalen Markt werden unterschiedlichste Amphetamin-

der Hanfpflanze (Cannabis Sativa) gewonnen. Haschisch aus

farbloses Gas oder Butan aus Feuerzeugen oder Camping-

derivate, Wirkstoffkombinationen und Amphetamin- sowie

ihrem Harz, Marihuana aus ihren Blüten und Blättern. Die

gasbehältern; übliche Verwendung in der Medizin und zur

Methamphetaminpillen unter dem Namen XTC angeboten.

Krümelstoffe werden pur oder mit Tabak gemischt geraucht

Lebensmittelherstellung. Wird zum Schnüffeln in Ballons,

Dazu gehören z.B. MDMA, MDE, MDA, 2C-B, PMA, etc.,

(Joint), seltener Speisen oder Tees zugegeben.

Plastiktüten oder Kondome abgefüllt und inhaliert.

wobei es sich bei PMA um ein besonders gefährliches und

Die Wirkung // Abhängig von der Person und der Stim-

Die Wirkung // Gehobene, gelöste Stimmung und Benebe-

lebensbedrohliches Amphetaminderivat handelt.

mung kann es zu Wohlbehagen, gelegentlich aber auch

lung; kurzer, intensiver Rausch. Häufig ist die Steuerungs-

Die Wirkung // Abhängig vom Wirkstoff stimulierend und/

zu Angstzuständen führen, die Sinneswahrnehmungen

fähigkeit des Gefühlslebens eingeschränkt; reduziertes

oder entspannend bzw. leicht halluzinativ. Fördert kurz-

können intensiver werden. Bei gelegentlich hohen Dosen

Schmerzempfinden.

fristig Ausdauer, Offenheit und Einfühlungsvermögen.

können Halluzinationen auftreten, aber auch Ruhelosigkeit.

Das Risiko // Es kann zu einer Sauerstoffunterversorgung

Das Risiko // Die Zusammensetzung der zum Verkauf an-

Muskelkoordination, Lernfähigkeit und die Funktion der

kommen, die zu Übelkeit und Erbrechen, im schlimmsten

gebotenen Pillen/Kapseln ist unterschiedlich. Die dadurch

Sinnesorgane lassen nach.

Fall zu massiven Hirnschädigungen führt. Lebensgefahr bei

nicht eindeutig vorhersehbaren Risiken können sein:

Das Risiko // Psychische Abhängigkeit möglich. Bei

Erhöhung des Gehirndrucks. Steigerung der Krampfanfällig-

Körperliche: Leberprobleme, Nierenschäden, Herz-Kreislauf-

längerem Gebrauch Nachlassen der Leistungsfähigkeit,

keit durch Senkung der Krampfschwelle.

Probleme; epileptische Anfälle (Hirnkrämpfe), allergische

Depressionen und Psychosen möglich. Bei Abstinenz lassen

und asthmatische Reaktionen, vor allem bei vorbelasteten

die meisten Folgen nach ca. 1/2 Jahr nach. Das Umsteigen

Personen.

auf Heroin ist keine zwangsläufige Folge.

Seelische: Bei häufigem Gebrauch sind Depressionen, Schlafstörungen, Psychosen und psychische Abhängigkeit möglich.

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HEROIN

KOKAIN // CRACK // FREEBASE

Opiate

LIQUID ECSTASY GHB / K.O.-Tropfen

H-N

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Der Stoff // Grundlage für die Herstellung der Opiate

Der Stoff // Kokain ist ein weißliches Pulver aus den Blättern

Der Stoff // GHB (Gammahydroxybutyrat) wurde ursprüng-

(Opium, Morphium und Heroin) ist der Milchsaft der

des Kokastrauches (Südamerika). Dieses wird geschnupft

lich als Narkotikum synthetisiert, heute dient er als Party-

unreifen Schlafmohnkapsel. Das in der »Szene« verbreitete

oder gespritzt. Durch Weiterverarbeitung von Kokain wird

droge. GHB ist geschmack- und geruchlos und wird be-

Heroin wird in die Vene gespritzt, inhaliert oder geschnupft.

Crack und durch Reinigung Freebase produziert. Diese sind

vorzugt oral als Kapsel oder in Getränken eingenommen.

Die Wirkung // Stark betäubend und beruhigend. Schmerz,

rauchbar, werden aber auch intravenös konsumiert.

Verwandt sind die Stoffe GBL (Gammabutyrolacton) und BD

Angst, Sorgen und Leere sind schnell zugedeckt. Kurzes

Die Wirkung // Kokain ist zunächst aktivitätssteigernd und

(1,4-Butandiol), die vor allem in Reinigungsmitteln indust-

Hochgefühl (flash).

enthemmend. Nach Abklingen (ca. 1-2 Std.) tritt ein »Tief«

riell verarbeitet werden. Werden diese konsumiert, wandelt

Das Risiko // Bereits mehrmaliger regelmäßiger Konsum

ein, das missmutig und müde macht. Zudem hat Kokain

sie der Körper über die Leber in GHB mit der entsprechen-

kann körperliche und seelische Abhängigkeit und damit

auch eine betäubende Wirkung auf die Nervenzellen. Crack

den Wirkung um.

eine schwere Sucht erzeugen. Entzugserscheinungen,

und Freebase wirken deutlich kürzer (ca. 5 -10 Min.) und

Die Wirkung // In niedrigen Dosierungen vergleichbar mit

wenn die Droge nicht weiter zugeführt wird.

viel intensiver.

Alkohol. Bei höheren Dosierungen können Halluzinationen

Gefahren: Bewusstlosigkeit, Atemlähmung, Herzschwäche,

Das Risiko // Durch kurze Wirkzeiten häufiges Nachkonsu-

auftreten, bei Überdosierung Übelkeit, Herzrhythmusstörun-

Tod durch Überdosis oder giftige Beimengungen im Heroin.

mieren. Starke Gefahr der psychischen Abhängigkeit, vor

gen, Atemnot und komatöser Tiefschlaf.

Übertragung von Infektionskrankheiten durch unsaubere

allem bei Crack und Freebase.

Das Risiko // Wegen der einschläfernden Wirkung und der

Spritzen (z.B. Aids und Hepatitis = Gelbsucht). Es kann zu

Hohe Dosis: Depressionen, Verfolgungswahn und

Unauffälligkeit in Getränken fand GHB in der Vergangenheit

Venenverletzungen durch ungeeignete Spritzen bzw.

Halluzinationen.

mehrfach Verwendung als »K.O.-Tropfen« bei Delikten. Beim

unsachgemäße Injektionen kommen.

Überdosis: Schlaganfall und Herzschwäche, die zum Infarkt

Konsum von Reinigungsmitteln mit GBL oder BD können

führen kann. Auf Dauer Verletzung der Nasenscheidewände.

durch die weiteren verwendeten Inhaltsstoffe unerwartete Nebenwirkungen und Vergiftungen auftreten. Außerdem ist die Dosierung hierbei schwierig, da der Stoff erst im Körper umgewandelt wird.

Was ist was

LSD

MEDIKAMENTE

NACHTSCHATTENGEWÄCHSE

Halluzinogen

Sammelbegriff

Sammelbegriff

mit Missbrauchs- und Abhängigkeitsrisiko

Der Stoff // LSD ist ein künstliches Produkt, das in Flüssig-

Der Stoff // Rauschmittel werden als Arzneien gegen

Der Stoff // Tollkirsche, Stechapfel und Engelstrompete sind

keit gelöst, auf Zucker oder Löschpapier getropft und dann

Schmerzen, gegen Schlaflosigkeit und Unruhe (z.B. Valium,

die bekanntesten psychoaktiven Nachtschattengewächse.

als »Trip« geschluckt wird. Andere Produkte sind u. a. DOM

Codein oder Ketamin als Downer), aber auch als Wachma-

Die Pflanzenteile werden roh gegessen oder als Tee/Sud zu-

oder STP und Meskalin.

cher und Appetitzügler verwendet. Missbrauch ist Konsum

bereitet. Seltener werden sie in getrockneter Form geraucht

Die Wirkung // Veränderungen der Wahrnehmung,

eines Medikaments ohne medizinische Indikation, in großen

bzw. die pulverisierten Samen geschnupft.

Halluzinationen, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten.

Mengen oder über die nötige Behandlungsdauer hinaus.

Die Wirkung // Abhängig von der Pflanzengattung; Nacht-

Schöne Gefühle, aber auch Angstzustände – die Wirkung

Die Wirkung // Schmerzmittel regen an und täuschen ein

schattengewächse enthalten erregende oder beruhigende

ist abhängig vom inneren Zustand (= Set) und vom Umfeld

angenehmes Körpergefühl vor. Beruhigungsmittel wirken

Stoffe, die sich auf den Kreislauf und das vegetative Nerven-

(= Setting).

u.a. angstdämpfend. Weckmittel und Appetithemmer

system auswirken. Nach zwei bis vier Stunden stellen sich

Das Risiko // Es kommt zu Fehleinschätzungen im Alltag,

steigern Aktivität und Wohlbefinden.

halluzinogene Wirkungen ein; Dauer reicht von einigen

die zu erheblichen Unfällen führen können. Unter Umstän-

Das Risiko // Längerer Gebrauch erzeugt oft weniger oder

Stunden bis zu mehreren Tagen.

den seelische Abhängigkeit und Auslösen von Psychosen

die umgekehrte Wirkung. Die Dosis wird dann oft erhöht

Das Risiko // Narkoseähnlicher Schlaf, Delirien und teil-

(»Horror-Trips«). Gefahr »hängen zu bleiben«, d.h. ein Rau-

oder Neues ausprobiert. Schleichende Vergiftung möglich.

weise Amnesie (Filmriss). Gefahr der Überdosierung und

scherlebnis kann nicht vollständig verarbeitet werden.

Auf Dauer starke körperliche und seelische Abhängigkeit

Vergiftungserscheinungen mit tödlichen Folgen.

und körperliche Schäden.

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NATURDROGEN

NIKOTIN

SCHNÜFFELSTOFFE// LÖSUNGSMITTEL Sammelbegriff

N-Z

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Der Stoff // Einzelne Pflanzen, wie z.B. Salvia Divinorum,

Der Stoff // Nikotin ist in der Tabakpflanze enthalten, deren

Der Stoff // Zum Schnüffeln werden chemische Lösungs-

Lotusblumen, Ephedrakraut, Khat oder Wild Dagga ent-

Blätter geraucht werden. Man kann Tabak auch schnupfen

mittel wie Klebstoffe, Verdünner, Farben, Lacke, Benzin

halten Stoffe, die psychoaktive Wirkungen hervorrufen

oder kauen.

u.a. verwendet.

können. Die Aufnahme der Stoffe erfolgt meist durch Kauen,

Die Wirkung // Anregung der Hirntätigkeit; Müdigkeit und

Die Wirkung // Beim Einatmen setzt ein kurzer Rausch ein,

Schlucken, Kochen (als Tee) oder Rauchen der Pflanzenteile.

Unlust verschwinden zunächst. Aber wer viel raucht, be-

der durch erneutes Inhalieren wiederholt werden kann. Der

Die Wirkung // Je nach Wirkstoff halluzinogen, aufput-

wirkt das Gegenteil: Die Durchblutung wird beeinträchtigt,

Körper reagiert zunächst oft mit Ekelgefühl, Erbrechen und

schend, euphorisierend oder cannabisähnlich. Die Art

die Nerven gelähmt.

Kopfweh. Erst danach kommt die gesteigerte optische und

und Stärke der Wirkung variiert von Pflanze zu Pflanze.

Das Risiko // Verkalkung der Blutgefäße, Herz-Kreislauf-

akustische Sinneswahrnehmung.

Der Wirkstoffgehalt von Blüten und Blättern ist oft sehr

Erkrankungen, chronische Bronchitis, Kehlkopf- und

Das Risiko // Schwere körperliche Schäden, wie Verbren-

unterschiedlich.

Lungenkrebs.

nungen und Verätzungen der Atemwege, Lähmungen,

Das Risiko // Aufgrund der unterschiedlichen Wirkstoff-

Organschäden, Entstehen seelischer Abhängigkeit. Bei

mengen sind Wirkungsstärke, -dauer und Nebenwirkungen

hoher Dosis Bewusstlosigkeit, Atemlähmung und Tod.

schwer vorhersehbar. Eine Vergiftung durch Überdosierung ist nicht auszuschließen.

Was ist was

SPEED// PEP

SPICE

ZAUBERPILZE

Amphetamine

Gewürzmischungen

Psilos oder Magic Mushrooms

Der Stoff // Szenebezeichnung für synthetische, antriebs-

Der Stoff // Verschiedene angeblich psychoaktive Pflanzen

Der Stoff // Inhaltsstoffe sind die Halluzinogene Psilocin

steigernde Drogen. Werden meist in Pulverform angeboten

werden in getrockneter Form tütchenweise als »Räucher-

und Psilocybin; neben diesen halluzinogenen Eigenschaften

und geschnupft, seltener gespritzt. Weitere Produkte sind

werk« Mischungen verkauft. Konsumiert werden sie

besitzen die Pilze auch psychedelische (= die Psyche offen-

Methamphetamine (genannt Crystal, Crank oder Ice) deren

aber durch Rauchen. Art und Verhältnis der Bestandteile

barende). Der Konsum erfolgt meist in getrockneter Form.

Wirkungsdauer um ca. das Dreifache erhöht ist.

variieren, Bezeichnungen sind z.B. Spice Gold /Silber /

Seit 1998 fallen psilocybinhaltige Pilze unter das BtMG und

Die Wirkung // Unterdrücken Müdigkeit, sind aktivitätsstei-

Diamant oder Arctic Synergy. Der Wirkstoff, der tatsächlich

sind somit eine illegale Droge.

gernd und appetithemmend. Erhöhung des Selbstwertge-

den Rausch bewirkt, ist ein beigemengtes starkes synthe-

Die Wirkung // Schwache körperliche und geistige Wirkung

fühls und der Spontaneität; Steigerung des Blutdrucks

tisches Cannabinoid, wie die Substanzen »JWH-018« oder

bis hin zu Halluzinationen, die sowohl Glücksgefühle

und Auslösen von Herzrasen möglich; es kommt zu Schlaf-

»CP-47,497«.

als auch Angstzustände hervorrufen können. Es kann zu

störungen. (Leicht) Depressive Zustände nach Abklingen

Die Wirkung // Ähnlich wie Cannabis. Stärke, Dauer und

massiven Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen kom-

der Wirkung.

Nebenwirkungen variieren je nach Anteil der jeweiligen

men. Der Trip verläuft je nach Stimmung und Umgebung

Das Risiko // Insbesondere bei ängstlicher Grundstimmung

Substanz in der Mischung.

unterschiedlich; auch die Dosis des Psilocybins beeinflusst

kann der Konsum zu Angstzuständen bis hin zu psychoti-

Das Risiko // Noch nicht genau bekannt. Dosierung durch

die Wirkung sehr stark.

schem Erleben führen. Bei längerfristiger Einnahme treten

schwankende Konzentration auch zwischen Tütchen der

Das Risiko // Seelische Abhängigkeit bzw. Auslösung einer

Stimmungsschwankungen auf. Seelische Abhängigkeit ist

gleichen Sorte schwierig.

Psychose ist möglich. Gefahr, dass verdrängte traumatische

möglich. Bei vorbelasteten Personen besteht die Gefahr eines

Erlebnisse wieder ins Bewusstsein gelangen, die dort nicht

Herzstillstands. Der Amphetamingehalt der angebotenen

verarbeitet werden können; starke Angst- und Wahnvorstel-

Produkte schwankt stark, so dass Überdosierungen mit der

lungen mit akuten panischen Reaktionen können die Folge

Folge von Vergiftungen mit lebensbedrohlichem Zustand

sein. Verwechslungsgefahr mit giftigen, lebensbedrohlichen

(z.B. Hirnblutungen) möglich sind.

Pilzen beim Selbstsammeln.

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// WER HILFT WIE Die wichtigsten Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen in Nürnberg PRÄVENTIONSARBEIT: Stadt Nürnberg, Jugendamt – Amt für Kinder, Jugendliche

Anlaufstelle in Fragen zu Neuen Medien (Handys, Internet, Compu-

und Familien, Suchtprävention

tersucht) für Schulen und die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Bereit-

Dietzstraße 4 // 90443 Nürnberg Tel.: (0911) 231- 46 28 // Fax: (0911) 231- 34 88 E-Mail: [email protected] www.jugendamt.nuernberg.de // www.suchtpraevention.nuernberg.de Anlaufstelle in Fragen der Suchtprävention für Schulen und die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Bereitstellung und Durchführung verschiedener Serviceleistungen wie Multiplikatorenfortbildungen, Projekte, Ausstellungen, Elternabende.

stellung und Durchführung verschiedener Serviceleistungen wie Multiplikatorenfortbildungen, Projekte, Bereitstellung von Informationsmaterial. Stadt Nürnberg, Jugendamt – Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Stab Familienbildung – Kampagne Erziehung Dietzstraße 4 // 90443 Nürnberg Tel.: (0911) 231 - 46 28 // Fax: (0911) 231 - 34 88 E-Mail: [email protected] www.jugendamt.nuernberg.de // www.kampagne-erziehung.de

Stadt Nürnberg, Jugendamt – Amt für Kinder, Jugendliche

Anlaufstelle in Fragen der Elternarbeit für Kindertagesstätten in Nürnberg.

und Familien, Jugendmedienschutz

Bereitstellung und Durchführung verschiedener Serviceleistungen wie

Dietzstraße 4 // 90443 Nürnberg Tel.: (0911) 231- 46 28 // Fax: (0911) 231- 34 88 E-Mail: [email protected] www.jugendamt.nuernberg.de // www.jugendschutz.nuernberg.de

Multiplikatorenfortbildungen, Elternabende, Materialien zur Förderung der Erziehungskompetenz. Organisation von Informationsveranstaltungen für Eltern.

Wer hilft wie

BERATUNG // INFORMATION // THERAPIE: Stadt Nürnberg, Jugendamt – Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Erziehungs- und Familienberatung Fürreuthweg 95 // 90451 Nürnberg Tel.: (0911) 64 40 94 // Fax: (0911) 6 43 36 44 E-Mail: [email protected]

Suchthilfezentrum Stadtmission e.V. Solgerstraße 21 // 90429 Nürnberg // Tel.: (0911) 27 73 90 Montag bis Donnerstag: 8.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.00 Uhr Freitag: 8.00 bis 14.00 Uhr

Johannisstraße 58 // 90419 Nürnberg

Beratung bei Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit sowie bei

Tel.: (0911) 231-38 86 und 231-3887 // Fax: (0911) 231-6973

Essstörungen und pathologischem Glücksspiel. Psychosoziale Beratung und

E-Mail: [email protected]

medizinische ambulante Rehabilitation und ambulante Weiterbehandlung

Marienstraße 15 // 90402 Nürnberg

(mit div. Gruppenangeboten), Therapievermittlung, Besuche in Haftanstalten.

Tel.: (0911) 231-2985 und 231-3385 // Fax: (0911) 231-5879

Spezielle Angebote für Frauen, Angehörigenberatung, Partner im HaLT-

E-Mail: [email protected]

Projekt (Besuche von Jugendlichen in der Klinik).

Termine nach telefonischer Vereinbarung

Angebot: Wöchentliche Sprechstunde und monatliche Abendsprechstunde

www.erziehungsberatung.nuernberg.de

für Berufstätige, Abendtermine.

Die familienbezogene Suchtberatung ist ein Angebot der Erziehungsberatungsstellen. Beratung bei Gefährdung durch oder Abhängigkeit von legalen Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin, Medikamenten und illegalen Suchtmitteln wie Haschisch, Marihuana, auch bei Alltagssüchten wie »Computern« oder Spielsucht.

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Caritasverband Nürnberg, Psychosoziale Beratungs- und

substanz-Substitutionsambulanz

Behandlungsstelle für Suchtkranke

Stromerstraße 12 // 90443 Nürnberg

Obstmarkt 28 // 90403 Nürnberg // Tel.: (0911) 23 54 181 Montag bis Donnerstag: 9.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr Freitag: 9.00 bis 13.00 Uhr Abendtermine nach Vereinbarung möglich. Schwerpunkt bei Alkoholund Medikamentenproblemen. Paar- und Familiengespräche, Gruppengespräche, Therapievermittlung, ambulante Therapie, spezielle Angebote für Frauen, Essstörungen. Seminare für alkoholauffällige Kraftfahrer, ambulantes Gruppenprogramm zum kontrollierten Trinken. Beratung in russischer Sprache.

Tel.: (0911) 24 06 87- 2 // Fax: (0911) 24 06 87- 3 Substitutionsgestützte Behandlung subway Ludwigstraße 61 // 90402 Nürnberg Tel.: (0911) 81 50 - 140 // Fax: (0911) 81 50 - 149 E-Mail: [email protected] Psychosoziale Beratung/Betreuung für Substituierte enterprise3.0 Rothenburger Straße 33 // 90443 Nürnberg Tel.: (0911) 81 50 - 160 // Fax: (0911) 81 50 - 169

mudra – Drogenhilfe

E-Mail: [email protected]

Ludwigstraße 61 // 90402 Nürnberg

Kommunikation und Unterstützung für junge Trenddrogen-

Tel.: (0911) 81 50 - 150 // Fax: (0911) 81 50 –159

konsumentInnen // Informations- und Präventionsveranstaltungen

E-Mail: [email protected] // www.mudra-online.de

cleanEx

Kontakt- und Beratungszentrum

Mostgasse 2 // 90402 Nürnberg

Ottostraße 18 // 90402 Nürnberg

Tel.: (0911) 81 50 - 170 // Fax: (0911) 81 50 - 179

Tel.: (0911) 81 50 -100 // Fax: (0911) 81 50 - 109

E-Mail: [email protected]

Drogenberatungstelefon (0911) 1 92 37 E-Mail: [email protected] Information, Beratung, Betreuung und weitere Angebote für KonsumentInnen und Abhängige illegaler Drogen

Ambulante Psychotherapie/Rehabilitation und psychologische Beratung

Wer hilft wie

Lilith e.V., Verein zur Unterstützung von Frauen mit Drogenproblematik FrauenBeratung Betreutes Wohnen ACTIV – Beschäftigungsprojekt

Lilith – FrauenBeratung Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg Tel.: (0911) 47 22 18 // Fax: (0911) 47 22 85 E-Mail: [email protected]

Liliput – Beratung für Mutter und Kind

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 10.00 bis 16.00 Uhr

FrauenCafé

telefonisch erreichbar // weitere Termine nach Vereinbarung

Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg

Persönliche Einzelberatung, Telefonberatung, Gruppen, Informations-

Tel.: (0911) 47 22 18 // E-Mail: [email protected]

und Freizeitveranstaltungen, Krisenintervention, Vermittlung

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 10.00 bis 16.00 Uhr Termine (nach Vereinbarung) auch außerhalb der Kernöffnungszeiten möglich Hilfen für (ehemals und aktuell) Drogen konsumierende Frauen, weibliche Angehörige und Kinder von DrogenkonsumentInnen.

Lilith – Liliput – Beratung für Mutter und Kind Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg Tel.: (0911) 47 22 18 // Fax: (0911) 47 22 85 E-Mail: [email protected]

Persönliche Einzelberatung, Krisenintervention, Telefonberatung,

Dienstag, Donnerstag und Freitag: 13.00 bis 16.00 Uhr

Informationsveranstaltungen, Gruppen- und Freizeitangebote, kostenlose

KinderZeit (Spiel- und Freizeitangebot) // Beratungstermine nach

Sachspenden (Kleidung, Spielzeug, Hausrat, Lebensmittel), 1-Eurojob-

Vereinbarung

angebote, Alltags- und Sozialtraining, Begleitung und Vermittlung, Offener Treff, Kinderbetreuung und Spielangebote

Beratung zu Schwangerschaft, Geburt, Entwicklung, Versorgung, Erziehung des Kindes, Vermittlung, Informations- und Freizeitveranstaltungen, Gruppen, Ausflüge und Spielangebote

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dick und dünn Nürnberg e.V., Fachberatung für

Krisenhilfe in russischer Sprache

Frauen mit Essstörungen

Tel: (0911) 42 48 55 - 20

Hallerhüttenstraße 6 // 90461 Nürnberg Tel.: (0911) 47 17 11 // Fax: (0911) 4 61 03 05 www.fen-net.de/dickundduenn Dienstag: 15.00 bis 17.00 Uhr Donnerstag: 10.00 bis 12.00 Uhr telefonische Beratung // sonst Anrufbeantworter Beratungstelefon, Beratung in Einzelgesprächen für betroffene Frauen und Angehörige, angeleitete Gruppenangebote, Beratung von MultiplikatorInnen, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit AOK Gesundheits- und Sozialberatung Frauentorgraben 49 // 90443 Nürnberg // Tel.: (0911) 218 - 546 Suchtberatung für Versicherte der AOK Krisendienst Mittelfranken Hessestraße 10 // 90443 Nürnberg // Tel.: (0911) 42 48 55 - 0 E-Mail: [email protected] www.krisendienst-mittelfranken.de Montag bis Donnerstag: 18.00 bis 24.00 Uhr Freitag: 16.00 bis 24.00 Uhr Wochenende und Feiertage: 10.00 bis 24.00 Uhr

Dienstag: 18.00 bis 20.00 Uhr Donnerstag: 20.30 bis 22.30 Uhr Samstag: 17.00 bis 19.00 Uhr Krisenhilfe in türkischer Sprache Tel: (0911) 42 48 55 - 60 Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag: 20.00 bis 22.00 Uhr Einrichtung für Menschen in psychischen und psychosozialen Krisensituationen sowie deren Bezugspersonen. Rat und Hilfe kann telefonisch, in einem persönlichen Gespräch im Krisendienst oder per Hausbesuch in Anspruch genommen werden. Schuldnerberatung Institut für soziale und kulturelle Arbeit Nürnberg (ISKA) Untere Krämersgasse 3 // 90403 Nürnberg Tel.: (0911) 2 44 63 - 0 Montag bis Freitag: 9.00 bis 15.00 Uhr telefonische Voranmeldung Schuldnerberatung im Auftrag der Stadt Nürnberg, Beratung und Betreuung in Schulden- und Kreditangelegenheiten für Familien und Einzelpersonen, die sich aus eigenen Kräften nicht helfen können.

Wer hilft wie

ENTZUG // ENTWÖHNUNG // THERAPIE (STATIONÄR): Klinikum Nord Prof.- Ernst - Nathan - Straße 1 // 90419 Nürnberg Tel.: (0911) 3 98 24 52 // Fax: (0911) 3 98 37 59 E-Mail: [email protected] Entzugsstation der Psychiatrischen Klinik // Drogen, Medikamentenund Alkoholentzug // Medikamentengestützter Entzug mit psychosozialer Betreuung

dönüs-Therapieeinrichtung (mudra) Birnthon 3b // 90475 Nürnberg Tel.: (0911) 81 50 - 300 // Fax: (0911) 81 50 - 309 E-Mail: [email protected] // www.doenues-drogentherapie.de Stationäre Therapie für drogenabhängige Männer türkisch-orientalischer Herkunft fidan-Adaptions-wohngemeinschaft (mudra) An den Rampen 29 // 90443 Nürnberg

Klinikum am Europakanal

Tel. (0911) 81 50 - 330 // Fax: (0911) 81 50 - 339

Klinik für Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie und Psychosomatik

E-Mail: fi[email protected]

Am Europakanal 71 // 91056 Erlangen

Adaptionswohngemeinschaft der dönüs-Therapieeinrichtung

(Pforte) Tel.: (09131) 753 - 0 // www.klinikum-am-europakanal.de Alkohol- und Medikamentenentgiftung (Station G0) Tel.: (09131) 753 - 25 90 // Fax: (09131) 753 - 27 59 (Station G2) Tel.: (09131) 753 - 22 66 // Fax: (09131) 753 - 28 21 Drogenentgiftung (Station G1) Tel.: (09131) 753 - 25 94 // Fax: (09131) 753 - 24 44 Psychotherapeutische Station für Patientinnen und Patienten mit Suchterkrankung und psychosomatischen Störungen (Station G3) Tel.: (09131) 753 - 26 02 // Fax: (09131) 753 - 28 21

Raucherberatung und Tabakentwöhnung Klinikum Nord Prof.- Ernst - Nathan - Straße 1 // 90419 Nürnberg Tel.: (0911) 3 98 - 37 69 oder (0911) 3 98 - 28 35 Informationen zum (Nicht-) Rauchen, Unterstützung beim Rauchstopp u.v.m. (Einzelberatungen und Kurse)

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Essstörungen Klinikum am Europakanal Klinik für Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie und Psychosomatik Am Europakanal 71 // 91056 Erlangen (Pforte) Tel.: (09131) 7 53 - 0 // www.klinikum-am-europakanal.de (Station G3) Tel.: (09131) 753 - 26 02 // Fax: (09131) 7 53 - 28 21 Psychotherapeutische Station für Patientinnen und Patienten mit Suchterkrankung und psychosomatischen Störungen Essstörungen // Nicht stoffgebundene Süchte

MIGRANTINNEN BZW. MIGRANTEN UND SUCHT: mudra-Drogenhilfe Ottostraße 18 // 90402 Nürnberg Tel.: (0911) 81 50 -100 // Fax: (0911) 81 50 - 109 E-Mail: [email protected] Beratung für türkisch-, russisch- und italienischsprachige MigrantInnen. Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke Caritasverband

Therapie bei Komorbidität bei anderen psychiatrischen

Obstmarkt 28 // 90403 Nürnberg // Tel.: (0911) 23 54 181

Störungen

Beratung in russischer Sprache

Klinikum Nord Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie Prof.- Ernst - Nathan - Straße 1 // 90419 Nürnberg

SELBSTHILFEGRUPPEN:

Tel.: (0911) 3 98 - 28 00 // Fax: (0911) 3 98 - 32 61

Kiss // Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfegruppen in

E-Mail: [email protected]

Mittelfranken // Träger: Regionalzentrum für Selbsthilfegruppen Mittelfranken e.V. Frauentorgraben 69 // 90443 Nürnberg Tel.: (0911) 2 34 94 49 // Fax: (0911) 2 34 94 48 E-Mail: [email protected] // www.selbsthilfegruppen-mittelfranken.de Sprechzeiten in der Regel: Montag und Mittwoch: 10.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr Donnerstag: 10.00 bis 12.30 Uhr

Wer hilft wie

Abendsprechstunde: Mittwoch: 17.00 bis 19.00 Uhr Persönliche Termine nach Vereinbarung

Anonyme Alkoholiker (AA) Fürther Straße 83 a // 90429 Nürnberg // Tel.: (0911) 26 73 47

Beratung und Information über und Vermittlung an geeignete Selbst-

Lödelstraße 16 // 90459 Nürnberg // Tel.: (0911) 45 45 46 und (0911) 1 92 95

hilfegruppen in allen Bereichen sowie die Unterstützung von Gruppen-

Täglich 19.00 bis 21.00 Uhr

gründungen und bestehender Gruppen. EKS Erwachsene Kinder suchtkranker Eltern oder ErzieherInnen Treffen: 1. und 3. Dienstag im Monat bei Kiss, 18.00 bis 19.30 Uhr Anmeldung erforderlich, Kontakt über Kiss

Ca. 30 Gruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige. Guttempler Pillenreuther Straße 46 // 90459 Nürnberg Tel.: (0911) 45 79 39 und (0911) 46 51 98 E-Mail: [email protected] // www.guttempler-bayern.de

NA

Beratung und Selbsthilfe bei Alkohol- und Medikamentenproblemen,

Narcotics Anonymous

Alltagsfragen, Betroffene und Angehörige. Weitere Gruppen in

NA Nürnberg/Fürth // Tel.: (0163) 8 71 03 17 // www.na-gebiet-sued.de Zwei Treffen in Nürnberg: Dr.-Gustav-Heinemann-Straße 55 // 90482 Nürnberg // Gemeindezentrum Donnerstag: 19.00 – 21.00 Uhr Mostgasse 2 // 90402 Nürnberg // »CLEANEX« Samstag: 20.00 – 22.00 Uhr

St. Johannis und Ziegelstein. Kreuzbund Caritasverband // Obstmarkt 28 // 90403 Nürnberg Tel.: (0911) 3 93 94 95 // Herr Halsband // Montag: 19.00 Uhr Tel.: (0911) 4 33 12 25 // Hr. Langner // Mittwoch: 19.00 Uhr Treffen: Pfarrzentrum Verklärung Christi Sperberstraße 53 (Eingang: Ajtoschstraße) // 90461 Nürnberg Tel.: (09129) 40 21 07 // Frau Schmeckenbecher // Donnerstag: 19.00 Uhr Pfarrzentrum St. Georg // Bierweg 43 // 90411 Nürnberg Tel.: (09131) 20 88 65 // Herr Niemand // Donnerstag: 19.00 Uhr

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Blaues Kreuz in Deutschland e.V.

Einzel-, Familien- und Gruppengespräche. Vorbereitung auf stationäre

Suchtkrankenhilfe

LZ-Therapie. Angehörigenbetreuung, Nachsorge.

Ortsverein Nürnberg - Steinbühl Siemensplatz 2 // Christuskirche // 90443 Nürnberg Tel.: (0911) 44 19 20 // www.blaues-kreuz-nuernberg.de Beratung: Mittwoch: 17.30 bis 19.00 Uhr Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und Angehörige: Anette-Kolb Straße 63 (Im Gebäude der FCG Langwasser) Dienstag: 19.30 bis 21.00 Uhr Siemensplatz 2 // Christuskirche Mittwoch: 19.30 bis 21.00 Uhr Ortsverein Nürnberg - Wöhrd

Overeaters Anonymous E-Mail: [email protected] // www.hilfe-bei-essproblemen.de FGZ Frauengesundheitszentrum e.V. Fürther Straße 154 // 90429 Nürnberg Tel.: (0911) 32 82 62 // Fax: (0911) 3 26 87 09 E-Mail: [email protected] // www.fen-net.de/fgz Beratung zu Essstörungen für Frauen und junge Frauen im Einzelgespräch. Informationen zu Gruppen und Einrichtungen, Therapieberatung.

Flötnerstraße 6 // 90489 Nürnberg Tel.: (0911) 55 68 66 (immer erreichbar) E-Mail: nürnberg-wö[email protected] Beratung: Freitag: ab 11.00 Uhr

WOHNPROJEKTE: mudra-explorer – Wohngemeinschaft

telefonische Vereinbarung, auch Hausbesuche

An den Rampen 29 // 904443 Nürnberg

Erstkontaktgruppe: Freitag: 17.00 bis 18.30 Uhr

Tel.: (0911) 81 50 - 190 // Fax: (0911) 81 50 - 199

Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und Angehörige

E-Mail: [email protected] Betreutes Wohnen für ehemalige drogenabhängige Frauen

Suchthilfe »Neues Leben« Tel.: (0911) 83 62 25 (Erstkontakt nach telefonischer Absprache) E-Mail: [email protected]

und Männer in einer Wohngemeinschaft

Wer hilft wie

mudra-explorer – Betreutes Einzelwohnen Mostgasse 2 // 90402 Nürnberg

Stadtmission Nürnberg e.V. Nachsorge für Suchtkranke

Tel.: (0911) 81 50 - 180 // Fax: (0911) 81 50 - 89

Martin-Treu-Straße 27 // 90403 Nürnberg

E-Mail: [email protected]

Tel.: (0911) 2 05 98 30 // Fax: (0911) 2 02 92 16

Betreutes Wohnen für ehemalige drogenabhängige Frauen auch mit Kindern, für Substituierte und für ältere Drogenabhängige

E-Mail: [email protected] www.nachsorge-nuernberg.de // www.stadtmission-nuernberg.de Ambulant Betreutes Wohnen für suchtmittelabhängige Menschen –

Lilith – Betreutes Einzelwohnen Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg Tel.: (0911) 47 22 18 // Fax: (0911) 47 22 85 E-Mail: [email protected] Beratung – Begleitung und Betreuung; Intensive Unterstützung für Frauen und Mütter; Hausbesuche, Alltags- und Sozialtraining, Vermittlung Lilith – FrauenCafé Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg Tel.: (0911) 47 22 18 // Fax: (0911) 47 22 85 E-Mail: [email protected] Dienstag, Donnerstag und Freitag: 13.00 bis 16.00 Uhr Offener Treff, Mittagstisch, Essen und Trinken, Informations- und Freizeitveranstaltungen, Hygiene (Dusche, Waschmaschine und Trockner), kostenlose Spendenabgabe (Kleidung, Hausrat, Spielzeug, Lebensmittel etc.), Beratung, Krisenintervention und Vermittlung

Betreute Wohngemeinschaften und Betreutes Einzelwohnen. Hängematte – Notschlafstelle und Krisenhilfe für Suchtmittelabhängige e.V. Imhoffstraße 28 // 90429 Nürnberg Tel.: (0911) 2 87 65 55 // E-Mail: [email protected] www.haengematte-nuernberg.de Täglich Kontaktcafé: 19.30 bis 21.15 Uhr Sonntag: ab 15.00 Uhr geöffnet Täglich Notschlafstelle: 21.30 bis 8.00 Uhr Notschlafstelle und Kontaktcafé für Drogenabhängige Getrennter Männer- und Frauenbereich

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BESCHÄFTIGUNGSPROJEKTE: mudra-Arbeitsintegrationsprojekte E-Mail: [email protected] // www.mudra-arbeitsprojekte.de

Kunst & clean-up Sturmstraße 6-8 // 90478 Nürnberg Tel.: (0911) 81 50 - 230 // Fax: (0911) 81 50 - 239 E-Mail: [email protected]

Wald & Holz

mudra-Frauenarbeitsprojekt – Arbeitsplätze für ehemalige

Sturmstraße 6 - 8 // 90478 Nürnberg

drogenabhängige und substituierte Frauen

Tel.: (0911) 81 50 -200 // Fax: (0911) 81 50 - 209 E-Mail: [email protected]

Garten- und Landschaftsbau Hans - Thoma - Straße 3 // 90431 Nürnberg

Arbeit und Ausbildung für ehemalige Drogenabhängige

Tel.: (0911) 81 50 - 250 // Fax: (0911) 81 50 - 259

und Substitutierte

E-Mail: [email protected]

Tagesjobs

Arbeit und Ausbildung im Bürobereich für ehemalige

Sturmstraße 6-8 // 90478 Nürnberg

Drogenabhängige und Substituierte

Tel.: (0911) 81 50 -220 // Fax: (0911) 81 50 - 229 E-Mail: [email protected] Jobs für DrogenkonsumentInnen und Substituierte Office

mudra - Jobbüro Sturmstraße 6-8 // 90478 Nürnberg Tel.: (0911) 81 50 - 200 // Fax: (0911) 81 50 - 209 E-Mail: [email protected]

Sturmstraße 6-8 // 90478 Nürnberg

Information und Beratung zu Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten,

Tel.: (0911) 81 50 -200 // Fax: (0911) 81 50 - 209

Vermittlung von Arbeitsplätzen in den mudra-Projekten

E-Mail: offi[email protected] Arbeit und Ausbildung für ehemalige Drogenabhängige

Wer hilft wie

Lilith – ACTIV

AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg

Entengasse 2 // 90402 Nürnberg

Tel.: (0911) 47 22 18 // Fax: (0911) 47 22 85

Tel.: (0911) 23 09 03 - 5 // Fax: (0911) 23 09 03 - 45

E-Mail: [email protected]

E-Mail: [email protected]

Beschäftigungsprojekt Hauswirtschaft, Arbeitsplätze für 1-Eurojobberinnen;

Montag bis Freitag: 9.00 bis16.00 Uhr

Trainings- und Qualifizierungsmaßnahme; Bewerbungstraining, Beratung

Anonyme Telefonberatung: (0911) 1 94 11

und Vermittlung

Online-Beratung: www.aidshilfe-beratung.de

Liliths Laden

Angebot: Information und Beratung rund um die Themen HIV/AIDS und sexuell

Jakobstraße 21 // 90402 Nürnberg

übertragbare Infektionen

Verwaltung: Bogenstraße 30 // 90459 Nürnberg

Präventionsveranstaltungen zu HIV in Schulen und Jugendeinrichtungen

Tel.: (0911) 47 22 18 // Fax: (0911) 47 22 85

Betreutes Einzelwohnen für Menschen mit HIV und psychischen

E-Mail: [email protected]

Beeinträchtigungen bzw. Suchtproblemen

Beschäftigungsprojekt Secondhand Fachgeschäft DOB für 1-Eurojobberinnen; Trainings- und Qualifizierungsmaßnahme; Bewerbungstraining, Beratung und Vermittlung

Beschäftigungsprojekt »Estragon« für langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen (mit und ohne HIV) Detailliertere Informationen bei Bedarf auf www.aidshilfe-nuernberg.de Stadtmission Nürnberg e.V.

AIDS-BERATUNGSSTELLEN:

AIDS-Beratung Mittelfranken

Stadt Nürnberg, Gesundheitsamt

Rieterstraße 23 // 90419 Nürnberg

AIDS-Beratung

Tel.: (0911) 3 22 50 - 0

Beratungsstelle für sexuell übertragbare Erkrankungen

E-Mail: [email protected]

Burgstraße 4 //90403 Nürnberg //Tel.: (0911)231-27 67 und (0911)231-25 41 E-Mail: [email protected] www.nuernberg.de/internet/gesundheitsamt

www.aids-beratung-mittelfranken.de

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// IMPRESSUM Die »Präventive Kinder- und Jugendhilfe« im Jugendamt der Stadt Nürnberg ist Ansprechpartner und Motor der Präventionsarbeit. Sie koordiniert in Nürnberg die Suchtprävention, die schul- und berufsbezogene Jugendhilfe, den Kinder- und Jugendschutz sowie den Jugendmedienschutz. Die Angebote (Beratung, Information, Entwicklung von Materialien und Medien, Fortbildungen und Schulungen, Fachveranstaltungen, Unterstützung bei der Durchführung von Projekten, Aktionen, Auskünfte zum Kinder- und Jugendschutz und Jugendmedienschutz) richten sich an Kinder, Jugendliche und deren Eltern, an Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendhilfeträger, Polizei, Arbeitsamt, Vereine, Verbände, Organisationen sowie an Gewerbetreibende und Veranstalter.

Ein neues Projekt in Nürnberg ist »HaLT – Hart am Limit«. Minderjährige, die mit Alkoholvergiftung in die Nürnberger Kliniken oder die Cnopf‘sche Kinderklinik eingeliefert werden, sowie deren Eltern erhalten noch am Krankenhausbett pädagogische Hilfestellung.

HERAUSGEBER: Stadt Nürnberg

TEXT: Renate Rumrich,

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien –

Timo Rabe, Gabriele Högerl

Jugendamt // Präventive Kinder- und Jugend-

www.suchtpraevention.nuernberg.de

hilfe, Suchtprävention

GRAFIK: www.jacquelineweser.de

Dietzstraße 4 // 90443 Nürnberg

DRUCK: Bollmann Druck

E-Mail: [email protected]

1. Auflage: 10.000

Internet: www.jugendamt.nuernberg.de

© 05/2009

NOTFALL/RETTUNGSDIENST:

19 222

EURONOTRUF:

112

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