HÖR SPIEL & FEATURE. Deutschlandradio Kultur Januar Juni Sonderausgabe

July 5, 2017 | Author: Lennart Kruse | Category: N/A
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HÖR SPIEL & FEATURE Deutschlandradio Kultur Januar – Juni 2016

Sonderausgabe

Impressum Herausgeber Deutschlandradio Körperschaft des öffentlichen Rechts Raderberggürtel 40, 50968 Köln Tel. 0221.345- 0 deutschlandradio.de

Verantwortlich Dr. Eva Sabine Kuntz (v.i.S.d.P.) Carsten Zorger, Dr. Helmut Buchholz

Redaktion Brigitte Vankann (Deutschlandradio Service GmbH)

Konzept, Design und Umsetzung I like Berlin

Cover Motiv: Steffen Lenk

2010 , Ohne Titel, Stef fen Lenk inwand, 40 x 50 cm Le Ölfarbe auf

Druck Eversfrank Preetz

Bestellung der Broschüre und Fragen zum Programm

Steffen Lenk

Hörerservice Tel. 0221.345-1831 Fax 0221.345-1839 [email protected]

geboren 1976 in Offenburg, lebt in Berlin

Ausbildung 2007 2006 2003 1998

Infos und Frequenzen deutschlandradio.de

Kunstpreis des Kunstvereins Freiburg Graduiertenstipendium Baden-Württemberg für Frankreich Meisterschüler bei Prof. Günter Umberg, Preisträger der Akademie Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Silvia Bächli, Ernst Caramelle, Günter Umberg

Einzelausstellungen (Auswahl) 2015 2013 2012 2010 2006

Train Hard – Fight Easy, Galerie Anke Schmidt, Köln Leif Trenkler Indian Sky / Steffen Lenk Kuckucksei, Katz Contemporary, Zürich (Schweiz) nichts für ungut – nothing for ungood, Galerie Diane Kruse, Hamburg Lenk statt Penk, Galerie Schmidt Maczollek, Köln Vom Fachmann für Kenner, Katz Contemporary, Zürich (Schweiz) Horizontales Gewerbe, Warehouse Galerie Schmidt Maczollek, Köln, mit Nils Arndt Im Banne von El Lenk, Tinderbox Contemporary Art, Hamburg Schluss mit lustig, Galerie Schmidt Maczollek, Köln

Gruppenausstellungen (Auswahl) 2014 2013 2012 2011 2010 2008 2005

Works on Paper 1963 – 2013, Galerie Anke Schmidt, Köln My Kind of Disneyland, an exhibition of Steffen Lenk, Märkisches Museum, Witten, mit Tatjana Doll, Pia Fries, Gajin Fujita, Steffen Lenk, Fabian Marcaccio, Richard Allen Morris, Wilhelm Mundt, David Reed, Tinka Stock, Gert und Uwe Tobias, Günter Umberg und Stefan Wieland It’s only Malerei but I like it, an exhibition of Steffen Lenk, Kunstverein Offenburg, Offenburg, mit Jo Dickreiter, Tatjana Doll, Fabian Marcaccio, Pia Fries, Richard Allen Morris, David Reed, Gert und Uwe Tobias, Stéphane Zaech itsy bitsy spider, Galerie Schmidt Maczollek, Köln If we cannot free ourselves, we can free our vision, oqbo, Berlin Die Sammlung Freunde der Bildenden Kunst, Kulturwerk T66, Freiburg c/o. Werke aus der Sammlung Columbus, Columbus Art Foundation, Ravensburg Sammlung Rolf Ricke, Villa Merkel, Esslingen Rundlederwelten, Martin Gropius-Bau, Berlin

Redaktion Radiokunst/Wortproduktion Abteilungsleitung: Stefanie Hoster Hörspiel: Ulrike Brinkmann Freispiel: Barbara Gerland Kriminalhörspiel: Torsten Enders Klangkunst: Marcus Gammel Tel. 030.85 03-55 75

Feature: Katrin Moll, Dr. Ingo Kottkamp Tel. 030.85 03-55 76

N e N N I R e R l I e B e HÖ , R e R Ö H D uN quadratisch, praktisch, gut – so haben wir Ihnen seit 1994 das Hörspiel- und Feature-Programm des Deutschlandradio vorgestellt. Alle drei Monate gab es auf 20 x 20 cm eine umfassende Vorschau auf gut 50 Stunden Radio. Nun erscheint unsere Broschüre in neuem Gewand: größeres Format, frisches Layout, mehr Platz für Bilder, gleichbleibende Übersichtlichkeit. So bekommen Sie ab sofort sechs Monate Programm auf einmal in die Hand. Zum Umschalten zwischen den Schwesterprogrammen Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk bitte einfach das Heft wenden. Dieser Neustart geht einher mit einem schrittweisen Update unserer Online-Präsenz. Wichtigster Fortschritt: Ab Januar gibt es ausgewählte Stücke auch zum Download auf unserer Webseite deutschlandradiokultur.de

International vernetzt sind wir alle. Aber in der Klangkunst kann man am besten hören, wie global Künstler heute arbeiten – auch live beim ›Art’s Birthday‹ am 17.1. in Leipzig und vom 29.1. bis 7.2. beim CTM Festival in Berlin. Das Hörspiel am Sonntag schließlich ist eine der letzten Radiobühnen für die abendfüllende Form mit berühmten Schauspielern und Regisseuren, für moderne Klassiker und solche, die es werden wollen. In der offenen, innovativen Langzeitreihe ›Kunststücke‹ verschmelzen Hörspiel, Kunst, Musik, Essay, dokumentarische Formen und Performance zu einem hybriden Hörabenteuer. Im Januar mit dem Sechsteiler ›Auf dem Turm‹ von Gert Hofmann. Wir freuen uns auf Ihre offenen ohren!

Hinter diesem neuen Auftritt steckt wie gehabt unsere vielfach preisgekrönte Palette mit Radiokunst aller Couleur: In der Nacht von Sonntag auf Montag bietet Freispiel alternative Erzählformen, Cross-overs zwischen Dokumentarischem und Fiktionalem und den Hörspielanschluss an die aktuelle Theaterszene. Am 18.1. beispielsweise mit einem komödiantischen Verwirrspiel des Autors und Regisseurs Michel Decar: ›Jenny Jannowitz‹.

Redaktion Radiokunst/Wortproduktion Deutschlandradio Kultur Band mit Ger

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Am Montagabend sendet das Kriminalhörspiel nicht nur Ermittlerkrimis im Tatort-Stil, sondern ein ungewöhnlich breites Spektrum: vom literarischen Krimi über die Groteske bis zu spannenden Fällen, deren Spuren in die Geschichte führen und Vergangenheit als Teil der Gegenwart begreifen. Auf der größten Baustelle Europas, die als Millionengrab Schlagzeilen macht, spielt die Kriminalkomödie ›Rolltreppen ins Nichts‹, die wir am 11.4. ursenden.

© Anke Beim

Das Mittwochshörspiel bietet Wiederentdeckungen und neue Ästhetik, Literaturbearbeitungen und Originalstoffe – ein Museum und ein Labor zugleich und immer der Unterhaltung auf höchstem Niveau verpflichtet. In diesem Halbjahr besonders zu empfehlen: Honoré de Balzac mit dem 1971 produzierten Sechsteiler ›Verlorene Illusionen‹ und mit der dreiteiligen Ursendung ›Eugénie Grandet‹.

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Im künstlerischen Feature bringen etablierte Featuremacher und junge Talente die Wirklichkeit mit ihrer individuellen ästhetischen Handschrift zum Klingen: poetisch, persönlich, nah am Thema und an den Menschen. In diesem Halbjahr blicken wir mit Schwerpunktreihen nach Osteuropa und auf die deutsche Provinz.

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©Hans Goedeke

Gastbeitrag

it« e v o l I e »Becaus

Radioteatro Von Michel Decar Ich stehe auf der Dachterrasse des Hyatt Hotels in Downtown Montreal und trinke übermäßig viel französische Orangenlimonade aus der Dose, da die französische Limonadenfirma genau wie das Hotel Sponsoren des ›Festival des Films du Monde‹ sind, zu dem ich in diesem Jahr mit einem Kurzfilm eingeladen bin. Weil Montreal im kanadischen Bundesstaat Quebec liegt, wird dort nicht nur Englisch, sondern vor allem Französisch gesprochen, und weil es eben ein sehr internationales Filmfestival ist, sind auf der Dachterrasse des Hotels noch acht bis 17 weitere Sprachen in Gebrauch, als ich mir gerade die nächste Gratis-Limonade vom Limonadenstand hole. Während die Sonne hinter dem Business District untergeht und sich der kanadische Sommer gar nicht mal so kalt anfühlt, komme ich mit dem chilenischen Regisseur Nemo Arancibia ins Gespräch, wobei das Wort Gespräch etwas übertrieben ist, denn Arancibia spricht kaum Englisch und ich sehr schlecht Spanisch. Als er mich fragt, ob ich schon an einem neuen Film arbeite, versuche ich ihm zu erklären, dass ich gerade dabei bin ein ›radio play‹ zu schreiben und ernte verständnislose Blicke. Also probiere ich es mit dem Begriff ›radio drama‹, der ebenfalls nicht die gewünschte Wirkung erzielt, und beginne mit Händen und Füßen zu erklären, was ein Hörspiel ist. »Look, it’s like a film without pictures! Una pelicula sin ojos«, sage ich und deute auf meine Ohren.

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»Without pictures? But why?« »So you can listen on the radio. It’s like a theatre in your head.« »Ah!«, sagt er endlich und nickt, als habe er verstanden, was ich die ganze Zeit versucht hatte zu erklären, und sagt wieder: »But why?« Und ja, warum eigentlich, denke ich, als ich einen langen Schluck aus meiner Limonadendose nehme, um nicht antworten zu müssen, warum mache ich Filme ohne Bilder, Theater ohne Theater, warum eigentlich? Und ich würde jetzt gerne etwas Schlaues sagen über die Geschichte, die Theorie oder die Idee des Mediums. Über den Zusammenhang von Klang, Schall und Spiel. Oder wenigstens etwas über die Bewegung von Wellen, Funken und den Kosmos. Aber ich sage nur: »Because I love it.« Und Nemo Arancibia schüttelt mir die Hand, als ob er mir zu etwas gratulieren würde, und dann lachen wir und stoßen mit unseren Limonadendosen gegeneinander.

Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, Autor und Regisseur. Er erhielt 2012 im Rahmen des Berliner Theatertreffens den Förderpreis für neue Dramatik für das Theaterstück ›Jonas Jagow‹ sowie 2014 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker für das Theaterstück ›Jenny Jannowitz‹. Das Hörspiel ›Jenny Jannowitz‹ wird im Freispiel im Deutschlandradio Kultur am 18. Januar urgesendet.

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MEHRTEILER MEHRTEILER

›Verlorene Illusionen‹

›Auf dem Turm‹

Ursendung:

Freitag

1. Januar 18.30 uhr sondertermin Neujahr

8. Januar

15. Januar

22. Januar

29. Januar

auf dem turm (1/6) Hörspiel von Gert Hofmann Ein Ehepaar auf Urlaubsreise durch Sizilien. Sie ist ungewollt schwanger, er erwägt heimlich die Trennung. RIAS Berlin 1983

Dadaphon. Hommage à Dada. Von Paul Pörtner »Was Dada ausmacht, ist Lebendigkeit« – unter diesem Motto gestalten Paul Pörtner und Manfred Niehaus 1974 ihre Dada-Revue. WDR 1974

affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung Von Reinhold Friedl Dada avant la lettre, das sind die Sprachspiele des frühneuhochdeutschen Schriftstellers Johann Fischart. DKultur 2015

art’s Birthday 1 Unter dem Motto ›100 Jahre Dada‹ feiert die Klangkunstredaktion den Geburtstag der Kunst.

art’s Birthday 2 Eine Auswahl der schönsten Geburtstagsgeschenke.

DKultur 2015/16

DKultur 2015/16

samstag

2. Januar

9. Januar

16. Januar

23. Januar

30. Januar

18.05 Uhr Feature

Grandhotel für alle! Von Marianne Weil So etwas gab es noch nie: Flüchtlinge, Künstler und Hotelgäste unter einem Dach.

vaterhunger Von Manuel Gogos Der Sohn reist in die griechische Heimatstadt des verstorbenen Vaters.

Kriegsalbum Von Mattaei/Kipfmüller/Janek ›Kriegsalbum‹ sammelt Erlebnisse deutscher Kriegsheimkehrer

Der teufel hat Ärger Von Jörn Klare Joshua Blahyi kämpfte als Warlord in Liberia mit unvorstellbarer Brutalität. Heute will er sich gewandelt haben.

Heimat der Mutigen Von Dieter Wulf Whistleblowing in den USA oder Warum Edward Snowden fliehen musste.

DKultur 2014

WDR 2015

RBB 2014

NDR/WDR 2015

BR/HR 2014

sonntag

3. Januar

10. Januar

17. Januar

24. Januar

31. Januar

18.30 Uhr Hörspiel

auf dem turm (2/6) Von Gert Hofmann Wegen einer Autopanne strandet das Paar im ärmlichen und seltsam morbiden Dorf D. Ein Kustode wird zum Fremdenführer. RIAS Berlin 1983

auf dem turm (3/6) Von Gert Hofmann Auf dem Weg zum Turm, der Touristenattraktion, erfährt das Paar verstörende Geschichten über den Ort und seine Einwohner. RIAS Berlin 1983 3

auf dem turm (4/6) Von Gert Hofmann Ein Wasserturm, weder alt noch schön noch besonders hoch. Welche Art Veranstaltung soll hier vor Publikum stattfinden? RIAS Berlin 1983

auf dem turm (5/6) Von Gert Hofmann Ein Junge balanciert auf der Brüstung des Turms. Er ist der schönste Junge aus dem Ort.

auf dem turm (6/6) Von Gert Hofmann Das Kind ist vom Turm gefallen. Den Trauerzug dürfte man auf keinen Fall verpassen, so der Kustode.

RIAS Berlin 1983

RIAS Berlin 1983

Montag

4. Januar

11. Januar

18. Januar

25. Januar

0.05 Uhr Freispiel

la vie en rose Hörspiel von Tom Heithoff Der Held lebt seit zwanzig Jahren nicht eigentlich in, sondern gegen Paris – und doch bleibt er Optimist.

ein Regenschirm für diesen tag Hörspiel von W. Genazino Erlebnisse eines Flaneurs und Denkers mit geringem gesellschaftlichen Nutzwert

Jenny Jannowitz Hörspiel von Michel Decar Die Dinge in Karlo Kollmars Leben geraten merkwürdig durcheinander, doch Karlo ist flexibel.

Kurzstrecke 46 Kurz, ungewöhnlich und kürzer als 20 Minuten: Autorenproduktionen aus Feature, Hörspiel und Klangkunst werden diskutiert.

Autorenproduktion 2014

RBB 2014

DKultur 2015

Autoren/DKultur 2016

Montag

4. Januar

11. Januar

18. Januar

25. Januar

21.30 Uhr Kriminalhörspiel

schlafe mein Kindchen Von Charlotte Armstrong Schein und Sein: Die psychisch kranke Nell als Kindermädchen.

teufelsfrucht Von Tom Hillenbrand Ein toter Gastrokritiker, gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche.

Gaslicht Von Patrick Hamilton Wird Bella geisteskrank wie ihre Mutter? Was treibt Ehemann Jack in diesem dunklen Haus mit ihr?

WDR 2012

DKultur 2013

Die umarmung Von Martin Gülich Dolf, Gehilfe in der Pathologie, sammelt Schmetterlinge und verliebt sich in eine Frau, deren Zeichen er nicht versteht. SWR 2014

­ rm‹, Psycho ›Auf dem Tu ., 17., 24 . und 10 Krimi 1., 3., 31. Januar

SFB 1966

Mittwoch

6. Januar

13. Januar

20. Januar

27. Januar

0.05 Uhr Feature

P=Phi von a B Gamma Von Eisenmann/Butzmann Der Schulden-kapitalismus verlangt nach einer radiophonen Antwort: dem Schuldenwiderstands-oratorium.

take Me Home Von Michael Lissek Jeden Sonntagabend singen sie Karaoke. Aber was erzählen sie mit ihren Liedern?

clubnacht im Feature Dokutracks aus dem Clubleben erkunden die Parallelwelt der Nacht.

orgie, jede Woche Von Christoph Spittler Sex, Trance, Musik und chemische Katalysatoren – Geschichten aus dem KitKatClub.

SWR/DKultur/NDR 2015

SWR 2009/RBB 2014

DLF 2010

Mittwoch

6. Januar

13. Januar

20. Januar

27. Januar

21.30 Uhr Hörspiel

verlorene Illusionen 1/6 Von Honoré de Balzac Lucien Chardon, ein armer Dichter aus Angoulême: jung, schön, begabt und halb von Adel.

verlorene Illusionen 2/6 Von Honoré de Balzac Zarte Bande werden geknüpft zwischen Dame und Dichter.

verlorene Illusionen 3/6 Von Honoré de Balzac Ein Duell zwischen Ehemann und Schandmaul entscheidet alles. Der Weg nach Paris ist frei!

verlorene Illusionen 4/6 Von Honoré de Balzac Das Leben in der Metropole – hart und voller Fallen

HR/WDR 1971

HR/WDR 1971

HR/WDR 1971

HR/WDR 1971

©mauritius images/Klaus­Gerhard Dumrath

0.05 Uhr Klangkunst

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So 3. Januar 18.30 Uhr

Mo 4. Januar 0.05 Uhr

Mo 4. Januar 21.30 Uhr

Neujahr

Hörspiel _ 88'21

Freispiel _ 40'26

Kriminalhörspiel _ 51'10

Hörspiel _ 88'16

auf dem turm (2/6)

schlafe mein Kindchen

auf dem turm (1/6)

la vie en rose Vom Leben und Überleben in Paris

Von Gert Hofmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Heiner Schmidt Produktion: RIAS Berlin 1983

Von Gert Hofmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Heiner Schmidt Produktion: RIAS Berlin 1983

Ein deutsches Ehepaar auf Urlaubsreise durch Sizilien. Ihre Beziehungsprobleme reisen mit. Eigentlich will sich der Mann von seiner Ehefrau trennen, die überrascht ihn mit einer ungeplanten Schwangerschaft. Eine Autopanne führt zum unfreiwilligen Halt in einem kleinen Ort. Die Menschen hier leben am Existenzminimum. Es gibt keine Landwirtschaft, keine Bodenschätze, keine Sehenswürdigkeiten. Aus der Not heraus hat sich das Dorf seine Touristenattraktion geschaffen. Was kann man hier seit Generationen am besten? Leiden und Sterben.

Vom Kustoden, dem örtlichen Fremdenführer, geleitet, begibt sich das Ehepaar tiefer in den morbiden Bann des sizilianischen Dorfs D. Der schwangeren Ehefrau macht die Hitze zu schaffen, dem Ehemann das ungewollte Kind. Alte Dorfweiber sitzen vor ihren Häusern und es ist unklar, ob sie tot dasitzen oder nur schlafend die heißen Mittagsstunden verbringen. Der Kustode führt das Paar zu einem Findelhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert. In D. habe es seit jeher sehr viele überflüssige Kinder gegeben, daran habe sich auch nichts geändert. »Wie viele Kinderchen hat die Signora denn?«

Von Charlotte Armstrong Bearbeitung und Regie: Uwe Schareck Mit: Marie Rosa Tietjen, Henning Nöhren, Martin Brambach u.a. Produktion: WDR 2012

Hörspiel von Tom Heithoff Mit: Lorenz Eberle Produktion: der Autor 2014

Vor 20 Jahren kam er nach Paris. Große Pläne im Kopf, die halb fertige Doktorarbeit im Koffer. Heute hat er einen eher miesen Job in der Vorstadt, die Promotion ist noch immer nicht fertig und mehr als 18 Quadratmeter Wohnfläche sind nicht drin. Doch der Held dieses Pariser Tagebuchs bleibt Optimist. ›La vie en rose‹ gewann das Berliner Hörspielfestival 2015. Tom Heithoff, geboren 1964, seine Hörstücke entstehen zwischen Sofa, See und Küchentisch.

Peter O‘Johnson, Chefredakteur einer Boulevardzeitung, ist mit seiner Ehefrau nach New York gereist, um an einer Gala teilzunehmen. Als sie sich im Hotel für den Empfang umkleiden, klingelt das Telefon. Peters Schwester wollte sich um die kleine Tochter der beiden kümmern, nun sagt sie ab. Fahrstuhlführer Eddy empfiehlt seine Nichte als Kindermädchen. Nell scheint vertrauenserweckend, doch hinter ihrer ruhigen Art verbirgt sich eine tückische Geisteskrankheit.

Charlotte Armstrong, gestorben 1969 in Kalifornien, veröffentlichte auch unter Jo Valentine. 1957 Edgar Allan Poe Award.

Dritter Teil am 10. Januar 18.30 Uhr Gert Hofmann (1931 – 1993), deutscher Schriftsteller, lehrte Germanistik in Paris, Berkeley und Ljubljana. Zweiter Teil am 3. Januar 18.30 Uhr

»

Sa 2. Januar 18.05 Uhr

Wir lehnen uns an Joseph Beuys an und seine Theorie der sozialen Plastik. Wir sind eine soziale Plastik. Das bedeutet, dass alle, die hierherkommen, Teil dieser Plastik sind und etwas dazu beitragen können.

Feature _ 54'09

Grandhotel für alle! Flüchtlinge, Künstler und Hotel­ gäste unter einem Dach Von Marianne Weil Produktion: DKultur 2014

So etwas gab es noch nie. Im Augsburger ›Grandhotel Cosmopolis‹ gilt das Motto: Wir sind alle Reisende auf dieser Erde, jeder ist willkommen, ganz gleich, woher er kommt. Eine basisdemokratisch organisierte, ziemlich bunte Gruppe hat diese Utopie in die Welt gesetzt. Nicht in einer Inszenierung auf dem Theater, sondern in einem realen Experiment. Die Autorin hat sich mehrfach im Grandhotel einquartiert, erst auf der Baustelle, dann in einem realen Hotelzimmer.

Zitat aus ›Grandhotel für Alle!‹

Robert Geisendörfer Preis 2015 Marianne Weil, 1947 geboren. Autorin und Regisseurin von Hörspiel-Montagen und Features.

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BALZAC

6. Januar, & 17. Februar 24. Februar

, Künstler

©Piu Zieck

1.– 10. Januar 2016

Fr 1. Januar 18.30 Uhr

Mi 6. Januar 0.05 Uhr Feature (Ursendung) _ ca. 54'

P = Phi von A B Gamma Ein Schuldenwiderstandsoratorium

l in Judith Enge B Gamma‹ A ›P= Phi von

Von Barbara Eisenmann und Frieder Butzmann Produktion: SWR/DKultur/NDR 2015

Von einem neuen Zeitalter wollen wir erzählen: von Schulden und Widerstand. Sie werden die Stimme der Schuldner hören. Amerikanische Hypothekendarlehensnehmer, griechische Billiglöhner, zwangsgeräumte Spanierinnen, arbeitende Arme. Die Finanzmärkte brauchen sie. Sie werden die Stimme der Großgläubiger hören, die mit Krediten, Hypothekendarlehen, Kreditversicherungen. Sie werden die Stimme der Politiker hören. Sie haben die Bedingungen für den neuen Schuldenkapitalismus geschaffen.

©Deutschlandradio/René Fietzek

Barbara Eisenmann arbeitet als Radioautorin und Regisseurin in Berlin. Frieder Butzmann lebt in Berlin, produziert Hörspiele, Feature, Filmmusiken.

Mi 6. Januar 21.30 Uhr

Fr 8. Januar 0.05 Uhr

Sa 9. Januar 18.05 Uhr

So 10. Januar 18.30 Uhr

Hörspiel _ 44'08

Klangkunst _ 54'30

Feature _ 50'18

Hörspiel _ 88'26

Verlorene Illusionen (1/6)

Dadaphon. Hommage à Dada

Vaterhunger Ein Rückwärtsgesang

Auf dem Turm (3/6)

Von Honoré de Balzac Übersetzung: Mira Koff ka Bearbeitung: Palma Regie: Fritz Schröder-Jahn Mit: Peter Weis, Maria Körber, Dagmar Altrichter, Horst Tappert u.a. Produktion: HR/WDR 1971

Von Paul Pörtner Mit: Eberhard Feik, Günther Sauer, Michael Thomas und einem Männerchor Komposition: Manfred Niehaus Produktion: WDR 1974

Der junge, schöne, begabte Dichter Lucien Chardon wächst in der französischen Provinzstadt Angoulême auf. Er stammt aus einfachen Verhältnissen, seine Mutter ist Hebamme, sein Vater war Apotheker. Allerdings ist die Mutter eine geborene Marquise de Rubempré. Ihre Heirat mit einem bürgerlichen Mann rettete sie vor dem Schafott. Baron du Châtelet, ›von nur napoleonischem Adel‹, führt Lucien ins Haus der ersten Dame ein: bei Madame Naïs de Bargeton. Doch als sich zwischen ihr und Lucien eine tiefe Zuneigung entwickelt, beginnt Châtelet ein Komplott gegen Lucien zu schmieden.

Gezielte Unlogiken, beunruhigende Widersprüche und Zufälle, Dilettantismus, Negation und Antithese: Dada ist vieles. Doch Dada war und ist vorbei. 1974, rund 60 Jahre nach dem Urknall der Moderne, fragen sich Paul Pörtner und Manfred Niehaus: Was bedeutet uns Dada heute? Denn »die Wirkung Dadas auf die Kunst und Literatur unserer Zeit ist ja unverkennbar, aber eigentlich noch nicht hinreichend geklärt«. (Paul Pörtner) Aus Dada-Spielanweisungen entstand eine spontane Revue und Hommage. Dabei wollte man »weder den Dada von gestern feiern, noch Neo-Dada machen«, denn »was Dada ausmacht, ist Lebendigkeit«.

Honoré de Balzac (1799 – 1850) arbeitete exzessiv bis zu 17 Stunden am Tag an seinem Hauptwerk ›La Comédie humaine‹.

Paul Pörtner (1925 – 1984) war ein deutscher Schriftsteller, Regisseur, Radio- und Theatermacher.

Von Manuel Gogos Regie: Philippe Bruehl Produktion: WDR 2015

Die schwarzen Fische haben den Vater gefressen, erzählt ein griechisches Volkslied. So muss der Sohn ins Meer hinabtauchen und den Vater retten. Der Sohn reist in die Hafenstadt Kavala, von wo der Vater einst mit einem Koffer voll Oliven nach Deutschland zog. In der alten Wohnung am Meer betreibt der Sohn seine ›RePAPAraturen‹: mit dem Geschmack von Dörrfleisch auf der Zunge; beim Lesen von Psalmen; mit Klagegesängen, die die Toten herbeirufen können. Die Spurensuche führt den Autor, der heute selbstVater ist, auch zu dem Trauerforscher Jorgos Canacakis, der ihn lehrt: Trauer ist das Echo der eigenen Vergänglichkeit.

Von Gert Hofmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Heiner Schmidt Produktion: RIAS Berlin 1983

Auf dem Weg zum Turm, der gepriesenen Touristenattraktion, führt der Kustode das Paar in die Geschichte des sizilianischen Ortes D. ein. Auf dem Marktplatz, wo weniger Handel getrieben, dafür umso mehr Revolutionäre exekutiert wurden, erzählt er vom spezifischen Beruf des Füßeziehers. Die schwangere Frau will jetzt zurück ins Hotel. Der zweifelhafte Rundgang strengt sie an. Ihr Mann dagegen will das Kind nicht und treibt sie weiter: Was, wenn sie auf den unbefestigten Straßen vielleicht stürzen würde? Nur ein kleiner Sturz, keine ernsthafte Verletzung, gerade ausreichend. Vierter Teil am 17. Januar 18.30 Uhr

Manuel Gogos, geboren 1970 in Gummersbach, Kurator und Feature-Autor.

Zweiter Teil am 13. Januar 21.30 Uhr

5

Mi 13. Januar 0.05 Uhr

Freispiel _ 54'30

Feature _ 51'35

ein Regenschirm für diesen tag

take Me Home Oder: Ist es überhaupt Gesang?

Hörspiel von Wilhelm Genazino Bearbeitung und Regie: Lutz Oehmichen, Heike Tauch Mit: Boris Aljinović, Inga Busch, Ulrich Noethen, Irm Hermann u.a. Produktion: RBB 2014 (Kunstkopf)

Er ist Flaneur, ein leiser, unauffälliger Individualist. Er arbeitet als Tester für Luxusschuhe. Als ihm eine drastische Gehaltskürzung angekündigt wird, entwickelt er eine sensationelle Geschäftsidee. Dieses Hörspiel wurde außerhalb des Studios und mit dem Kunstkopf aufgenommen, in dessen Ohren Mikrofone stecken, die ein vollständig räumliches Klangbild aufnehmen. Wilhelm Genazino, 1943 geboren, schreibt Bücher, Essays, Hörspiele. Auszeichnung mit dem Georg-BüchnerPreis 2004.

Von Michael Lissek Produktion: SWR 2009

Jeden Sonntagabend singen sie in einer Bowling-Bahn in Berlin Karaoke: Dave, Willy, Jenny und viele andere. Country-Songs, Phil Collins, Barry Manilow, Silbermond. Doch was sie tun, ist mehr als Nachsingen. Sie benutzen die Songs der anderen, um ihre persönlichen Geschichten zu erzählen: von toten Vätern, verhunzten Kindheiten, verlorenen Partnern, fehlendem Selbstwertgefühl, verlorener Heimat und von der Hoffnung – der Hoffnung, etwas vermitteln zu können, was jenseits der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten liegt. »Let’s just imitate the real, until we find a better one.« (The Notwist) Ihr Gesang ist ihre Erzählung. Die fremden Lieder sind ihre Geschichten. Michael Lissek, 1969 geboren, Autor, Regisseur und Produzent von Radiofeatures. Lebt in Berlin.

Mo 11. Januar 21.30 Uhr

Mi 13. Januar 21.30 Uhr

Kriminalhörspiel _ 54'21

Hörspiel _ 56'20

teufelsfrucht

verlorene Illusionen (2/6)

Von Tom Hillenbrand Bearbeitung und Regie: Martin Engler Mit: Steve Karier, Dieter Fischer, Hans-Jochen Wagner, Linda Olsansky u.v.a. Komponist: Matthias Trippner Produktion: DKultur 2013

Von Honoré de Balzac Übersetzung: Mira Koff ka Bearbeitung: Palma Regie: Fritz Schröder-Jahn Mit: Peter Weis, Jürgen Goslar, Michael Thomas, Gisela Peltzer u.a. Produktion: HR/WDR 1971

Kieffer betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein Restaurant. Als ein Pariser Gastrokritiker im Lokal tot zusammenbricht, steht der Sternekoch unter Mordverdacht. Tage später verschwindet auch noch sein alter Lehrmeister. Da beschließt Kieffer, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Dabei stößt er auf eine mysteriöse Frucht, gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche.

Naïs de Bargeton möchte Lucien den adligen Namen seiner Mutter verschaffen. Sie stellt ihn in ihren Kreisen bereits als Lucien de Rubempré vor. Darüber empört sich die Aristokratie, angestachelt von Châtelet. Naïs de Bargeton geht nach Paris und nimmt Lucien mit. Baron du Châtelet, inzwischen ebenfalls in Paris, warnt Madame de Bargeton: Man werde sie in keinem Salon empfangen, wenn herauskäme, dass sie mit einem bürgerlichen Apothekersohn geflohen sei. Mit einem Mal kommt ihr Lucien kümmerlich vor in seinen wenig eleganten Kleidern.

Tom Hillenbrand, 1972 in Hamburg geboren. ›Teufelsfrucht‹ war sein erster Roman mit dem Koch und Gourmet Xavier Kieffer.

1825 lernte Balzac die Duchesse d'Abrantès kennen, die ihm Einblick in die Welt des zeitgenössischen Adels verschaffte. Dritter Teil am 20. Januar 21.30 Uhr

6

die realen Kriegsszenarien, die sich vor Ort brutaler darstellen, als es uns die bereinigten Nachrichtenbilder vorführen. Die Berichte treten in einen akustischen Dialog mit Berliner Alltagsgeräuschen: Partysounds vom Wochenende, Stimmen von Flüchtlingen, Fußballjubel in der Eckkneipe.

©ullstein bild

11.– 24. Januar 2016

Mo 11. Januar 0.05 Uhr

Jörg Lukas Matthaei, geboren 1969 in Köln. Milena Kipfmüller, geboren 1981 in Porto Alegre, Brasilien. Klaus Janek, geboren 1969 in Bozen, Italien.

harts Johann Fisc h ic ›Affentheurl rliche eu eh ng pe au N it terung‹ Geschichtkl

So 17. Januar 18.30 Uhr Hörspiel _ 88'25

auf dem turm (4/6)

Fr 15. Januar 0.05 Uhr Klangkunst (Ursendung) _ ca. 54'30

affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung Von Reinhold Friedl Nach einem Text von Johann Fischart Produktion: DKultur 2015

Abenteuerliche Sprachspiele, überbordende Assoziationsketten und wuchernde Wortkaskaden: Johann Fischarts ›Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung‹ von 1575 nimmt die literarische Moderne um Jahrhunderte vorweg. Der Straßburger Dichter verlässt sich auf den Klang der Worte und setzt auf ein Netz absurder und pseudo-etymologischer Verkettungen. Aus dem neuhochdeutschen Sprachexzess hat der Musiker Reinhold Friedl ein Hörstück geschaffen, das klangliche und sprachliche Strukturen freilegt. »So hört nun, Ihr meine Orenspitzige und offenmaulvergessene Zuhörer.« (Johann Fischart) Reinhold Friedl, geboren 1964, studierte Mathematik und Musik. Komponiert und tourt weltweit mit dem Ensemble zeitkratzer.

Sa 16. Januar 18.05 Uhr Feature _ 54'36

Kriegsalbum Was die neuen Heimkehrer nach Hause bringen Von Jörg Lukas Matthaei, Milena Kipfmüller und Klaus Janek Produktion: RBB 2014

Seit 1999 befindet sich Deutschland im Krieg – doch hier ist davon wenig zu spüren. ›Kriegsalbum‹ sammelt die Erlebnisse gegenwärtiger Kriegsheimkehrer: von Soldaten, Journalisten, Mitarbeiterinnen von NGOs. Sie geben Einblick in

Von Gert Hofmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Heiner Schmidt Produktion: RIAS Berlin 1983

Das Touristenehepaar, am Turm angekommen, erlebt eine Enttäuschung: Es ist ein schmuckloser Wasserturm wie er überall stehen könnte, weder alt noch schön noch besonders hoch. Gibt es ein Mehr an Attraktion? Vielleicht durch die angekündigte Veranstaltung, die in Kürze am Turm beginnen soll. Immerhin hat sich im benachbarten Café eine größere Reisegruppe eingefunden. Gert Hofmann lässt teilnehmen an den Beobachtungen und dem Innenleben des Ich-Erzählers, dessen Gedanken so nachvollziehbar wie erschreckend sind. Fünfter Teil am 24. Januar 18.30 Uhr

Mo 18. Januar 0.05 Uhr Freispiel (Ursendung) _ 49'35

Jenny Jannowitz Hörspiel von Michel Decar Mit: Fabian Raabe, Karla Sengtaler, Ulrich Hoppe, Lisa Hrdina, Jule Böwe u.a. Komposition: Lukas Darnstädt Produktion: DKultur 2015

Karlo Kollmar verschläft offenbar ganze Jahreszeiten, und überhaupt scheinen die Dinge in seinem Leben merkwürdig durcheinanderzugeraten. Der Chef möchte sein Kumpel sein, seine Mutter will nur noch beim Vornamen genannt werden und seine Freundin heißt Sibylle oder Sabine oder Susanne. Doch Karlo ist flexibel und stellt sich auf alles ein. Eigentlich steht ihm alles offen und dennoch hat er das deutliche Gefühl, Wesentliches zu verpassen.

Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, Autor und Regisseur. 2014 Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker.

Mo 18. Januar 21.30 Uhr

Mi 20. Januar 0.05 Uhr

Mi 20. Januar 21.30 Uhr

Sa 23. Januar 18.05 Uhr

Kriminalhörspiel _ 54'54

Feature _ ca. 54'30

Hörspiel _ 54'

Feature _ 53'08

Die Umarmung

Clubnacht im Feature Dokutracks aus der Parallelwelt der Nacht

Verlorene Illusionen (3/6)

Der Teufel hat Ärger Die wundersame Wandlung des liberianischen Warlords Joshua Milton Blahyi

Von Martin Gülich Regie: Felicitas Ott Mit: Boris Koneczny, Wilhelm Eilers, Robert Gallinowski, Charlotte Schwab Produktion: SWR 2014

Dolf, Gehilfe in der Pathologie, ist kein Idiot, auch wenn ihn manche dafür halten. Glück mit Frauen ist ihm nicht vergönnt. Er jagt und sammelt Schmetterlinge. Zart richtet er die zerbrechlichen Flügel mit einer Nadel auf. Nur das Töten ist ihm zuwider. Als ihn eines Tages eine junge schöne Frau in der Pathologie aufsucht, kann Dolf ihr Trost spenden. Natalie weint sich an seiner Schulter aus, das lässt ihn nicht mehr los. Dolf begibt sich auf eine Jagd, die in der Katastrophe endet. Martin Gülich, geboren 1963 in Karlsruhe, Ingenieur, seit 1997 Roman- und Hörspielautor.

»Ein guter Nachtclub fühlt sich an wie das Zentrum des Universums, das ansonsten kalt und leblos ist. Hier geht es nicht um Freizeit, dein Leben entgeht dir, wenn du nicht hier bist. Der Club ist ein öffentlicher Ort, an dem alles – das Abhängen, das Reden, das Tanzen, die Musik – zum Theater wird. Ein Theater, bei dem alles auf der gleichen Frequenz schwingt, und du bist mittendrin.« Es gibt viele Apologien auf den Nachtclub, diese stammt von Funk- und Discolegende Nile Rodgers. In dieser Featurenacht werden die Autoren zu Ethnologen der Nacht und erkunden mit Feldaufnahmen und Feldtagebüchern ein Terrain, in dem sich schon so mancher verloren haben soll. – Mit Dokutracks von Edgardo Gómez, Antje Schwanhäußer und anderen.

Von Honoré de Balzac Übersetzung: Mira Koff ka Bearbeitung: Palma Regie: Fritz Schröder-Jahn Mit: Peter Weis, Gert Baltus, Klaus Schwarzkopf, Horst Tappert u.a. Produktion: HR/WDR 1971

Die Zuneigung Mme de Bargetons und Luciens war den veränderten Verhältnissen der Metropole Paris nicht gewachsen. Lucien, inzwischen fast mittellos, mietet eine Dachkammer und überarbeitet seinen Roman ›Der Bogenschütze Karls des IX‹. Von den Verlegern erhält er jedoch nur Absagen. Dass er nicht aufgibt, verdankt er dem Schriftsteller Daniel d'Arthez, in dessen Freundeskreis er herzlich aufgenommen wird. Lucien macht die Bekanntschaft des Journalisten Etienne Lousteau. Balzacs Hauptwerk ›La Comédie humaine‹, in das er Figuren seiner bisherigen Werke integrierte, umfasst rund 88 Titel. Vierter Teil am 27. Januar 21.30 Uhr

Von Jörn Klare Regie: Thomas Wolfertz Produktion: NDR/WDR 2015

Am Rand von Monrovia, der liberianischen Hauptstadt, sitzt Joshua Milton Blahyi auf der Terrasse seines Hauses, neben ihm liest sein kleiner Sohn laut in der Bibel. Später wird Blahyi in einer Kirche predigen. Viele kennen ihn hier noch aus seinem anderen Leben. Als Gegner von Charles Taylor hat er in einem barbarischen Bürgerkrieg gekämpft. Blahyi war ein Warlord, Herr über bis zu 7000 Krieger, die meisten davon Kindersoldaten. Er war ein Priester der schwarzen Magie, der vor seinen Kämpfen regelmäßig Kinder opferte, um deren Herz zu verspeisen. Sein Kampfname lautete ›Butt-Naked‹, weil er nackt in die Gefechte stürmte. Jörn Klare, 1965 geboren, lebt als Autor in Berlin.

» 

Ich bemühe mich. Ich strenge mich an. Ich versuche jeden Tag, nichts falsch zu machen. Zitat aus ›Jenny Jannowitz‹

Fr 22. Januar 0.05 Uhr

So 24. Januar 18.30 Uhr

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 54'30

Hörspiel _ 88'13

Art’s Birthday 1 Konzertmitschnitt vom 17. Januar aus der Schaubüh­ ne Lindenfels, Leipzig

Auf dem Turm (5/6)

: ›Jenny Jann Jule Böwe in

owit z‹

©Deutschlandradio/T.N.

Von verschiedenen Autoren Produktion: DKultur 2015/16

Aus einer Utopie des Fluxuskünstlers Robert Filiou wurde Tradition: Seit über 50 Jahren feiern Menschen weltweit am 17. Januar den Geburtstag der Kunst. Wie jedes Jahr veranstaltet auch die EURORADIO Ars Acustica Gruppe Konzerte und Performances in ganz Europa. Das Motto dazu stammt von einem weiteren Geburtstagskind: Der Dada­ismus wird 100. Deutschlandradio Kultur feierte am 17. Januar mit einem Gruß an Dada in Japan von Tomomi Adachi/ Audrey Chen und mit einem Lautpoesiekonzert von Michael Lentz, Michael Wertmüller und Gunnar Geisse.

Von Gert Hofmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Heiner Schmidt Produktion: RIAS Berlin 1983

Ein Junge balanciert auf der Brüstung des Turms. Er ist der schönste der Jungen aus dem kleinen sizilianischen Ort Dikaiarchaeia, was übersetzt ›Stadt der Gerechten‹ heißt. Von unten schaut die Touristenmenge erwartungsvoll zu ihm hoch. Es ist die Veranstaltung, die ihnen versprochen wurde und wegen der sie gekommen sind. Aber was genau wurde ihnen versprochen? Was wird ihnen dieses ärmliche Kind vorführen wollen? Sechster Teil am 31. Januar 18.30 Uhr

7

Freispiel (Ursendung) _ 54'30

Kurzstrecke 46 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Kurz, ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen innovative, zeitgemäße, radiophone Autorenproduktionen vor.

Sekundenschlaf

ganz unterschiedliche Milieus aufeinander treffen: der Operntenor im Babydoll und der rollstuhlfahrende Bodypainter, solariumgebräunte Vorstadtpärchen und weißhaarige Althippies, schwule Bodybuilder und spießige Normalos. Was hinterlässt es für Spuren, jedes Wochenende, jahrelang, abzutauchen in diese Welt aus Sex, Trance, ohrenbetäubender Musik und chemischen Katalysatoren? Woher diese Sehnsucht nach der totalen Orgie? Christoph Spittler, geboren 1969, ist studierter Ethnologe. Er lebt als Hörfunkautor und Lektor in Berlin.

Tonspuren

Mi 27. Januar 21.30 Uhr

Von Verena Rebekka Katz

Hörspiel _ 49'40

Krach ist Macht

Verlorene Illusionen (4/6)

Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke

Von Honoré de Balzac Übersetzung: Mira Koff ka Bearbeitung: Palma Regie: Fritz Schröder-Jahn Mit: Peter Weis, Walter Jokisch, Bum Krüger, Ella Büchi u.a. Produktion: HR/WDR 1971

Mo 25. Januar 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 53'30

Gaslicht Von Patrick Hamilton Bearbeitung: Raymond Raikes Regie: Rolf von Goth Mit: Karin Hübner, Friedrich Schoenfelder, Heinz Klevenow, Käte Jaenicke u.a. Produktion: SFB 1966

Auch beim Verleger Dauriat bekommt Lucien seinen Roman nicht unter. Unbeirrt führt ihn der Journalist Lousteau in die Zeitungswelt ein. Als neuer Chefredakteur einer

an im Ingrid Bergm ‹ ht ›Gaslic

Bella und Jack sind seit sieben Jahren verheiratet. Glücklich ist Bella nicht. Nun hat ihr Mann dieses dunkle, unheimliche Haus in London gekauft. Seit sie hier wohnen, verschwinden Dinge und finden sich in Bellas Zimmer wieder. Wird sie geisteskrank wie ihre Mutter? Nachts, wenn Jack ausgegangen ist, sitzt Bella im Wohnzimmer und beobachtet das flackernde Gaslicht, hört Schritte und Geräusche in der oberen Etage. Ein älterer Herr erscheint, der einiges über die Vergangenheit ihres Mannes zu berichten weiß.

Von Christoph Spittler Regie: Philippe Bruehl Produktion: DLF 2010

Um den 1994 eröffneten KitKatClub in Berlin ist eine Szene von Clubs und Partycliquen entstanden, in der

8

Film

Art’s Birthday 2 Konzertmitschnitt vom 17. Januar aus der Schaubüh­ ne Lindenfels, Leipzig Von verschiedenen Autoren Produktion: DKultur 2015/16

Aus einer Utopie des Fluxuskünstlers Robert Filiou wurde Tradition: Seit über 50 Jahren feiern Menschen weltweit am 17. Januar den Geburtstag der Kunst. Wie jedes Jahr veranstaltet auch die Ars Acustica Gruppe der EBU Konzerte und Performan-

Sa 30. Januar 18.05 Uhr Feature _ 53'06

Heimat der Mutigen Whistle­ blowing in den USA oder Warum Edward Snowden fliehen musste Von Dieter Wulf Regie: Alexandra Distler Produktion: BR/HR 2014

Spätestens als im Juni 2013 Edward Snowden Hongkong Richtung Russland verließ, war klar: Zurück ins ›Land der Freiheit, Heimat der Mutigen‹, wie es in der amerikanischen Nationalhymne heißt, kehrt der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter voraussichtlich nicht. Frühere Whistleblower sind sich einig: In den USA hätte Snowden keinen fairen Prozess zu erwarten. Der Autor spricht mit ehemaligen NSA-Mitarbeitern und Tipp-Gebern, Informanten und Menschenrechtsaktivisten, Wissenschaftlern und Snowden-Vertrauten sowie Mitarbeitern beim ›Government Accountability Project‹, der führenden Whistleblower-Schutz-Organisation.

So 31. Januar 18.30 Uhr Hörspiel _ 87'48

Auf dem Turm (6/6) Von Gert Hofmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Heiner Schmidt Produktion: RIAS Berlin 1983

Mi 27. Januar 0.05 Uhr Orgie, jede Woche Geschichten aus dem KitKatClub

Fr 29. Januar 0.05 Uhr

ces in ganz Europa. Das Motto dazu stammt von einem weiteren Geburtstagskind: 100 Jahre Dada. Deutschlandradio Kultur feierte am 17. Januar mit einem Gruß an Dada in Japan von Tomomi Adachi/ Audrey Chen und mit einem Lautpoesiekonzert von Michael Lentz, Michael Wertmüller und Gunnar Geisse.

Dieter Wulf, geboren 1961 in Düren, studierte Politikwissenschaften in Berlin und Washington, Journalist. Lebt in Berlin.

Patrick Hamilton (1904 – 1962) schrieb Romane und Theaterstücke. ›Gaslicht‹ wurde mehrfach verfilmt.

Feature _ 53'58

1838 gründete Balzac gemeinsam mit Victor Hugo, Alexandre Dumas und George Sand ›La Societé des Gens de Lettres‹.

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 54'30

Von Markus Thomas

Wiederholung am 24. Februar 0.05 Uhr

liberalen Zeitung lässt Lousteau Lucien eine Kritik über ein neues Theaterstück schreiben, in dem seine Freundin Florine und die schöne Coralie mitwirken. Luciens Kritik ist so gut geschrieben, dass er damit seinen Ruf als Kritiker begründet. Schnell wird Coralie seine Geliebte. Lousteau rät Lucien zu einem gewagten journalistischen Schachzug, um Dauriat dazu zu bringen, Luciens Romans zu verlegen.

Fünfter Teil am 3. Februar 21.30 Uhr

Von Leo Hofmann

©ullstein bild/Pressefoto Kindermann

25.– 31. Januar 2016

Mo 25. Januar 0.05 Uhr

Ein Kind ist vom Turm gefallen, unter den Augen der schaulustigen Touristen. Das Ehepaar ist schockiert, flieht zurück ins Hotel und verbringt eine schlaflose Nacht. Sie wollen abreisen, so schnell es geht. Doch schon am frühen Morgen kratzt der Kustode wieder an ihrer Tür: Ob ihnen die Veranstaltung gefallen habe? Er käme sie abzuholen, denn den Trauerzug dürften sie nicht verpassen. Es gäbe sicherlich nichts Ergreifenderes als ein Begräbnis in D.! Es sei allerdings auch sehr teuer, so ein Begräbnis. Die ungekürzte Fassung von ›Auf dem Turm‹ steht zum Download bereit.

IO D A R D N TSCHLA

DEU K U LT U R 016 2 R A U R FEB

MEHRTEILER

MEHRTEILER ›Eugénie Grandet‹

›Verlorene Illusionen‹

Ursendung:

Montag

1. Februar

8. Februar

15. Februar

22. Februar

29. Februar

0.05 Uhr Freispiel

Pan Familia Hörspiel von D. Lindemann Nach einem Unfall landen Mutter und Tochter auf einem Campingplatz mit ganz eigener Willkommenskultur.

Die Welt von hinten wie von vorne Hörspiel von F. Zeller Die kreativsten Mitarbeiter der PR-Agentur wissen: Was sie sagen, hat Bedeutung.

Horn durch Brust Krimi von Ch. Hussel Kripo-Azubi Zweier klärt den Mordfall Brückner auf, SOKO ›Rhinozeros‹ wird aktiv.

Kurzstrecke 47 Kurz, ungewöhnlich und kürzer als 20 Minuten: Autorenproduktionen aus Feature, Hörspiel und Klangkunst werden diskutiert.

DKultur 2016

Radio Las Vegas Hörspiel von Brillowska/Reznicek Die Autoren haben Material ihrer surrealen Late Night Radio Show mit neuen Szenen gemischt. BR 2015

BR 2014

DKultur 2016

Autoren/DKultur 2016

Montag

1. Februar

8. Februar

15. Februar

22. Februar

29. Februar

21.30 Uhr Kriminalhörspiel

Die Wendeltreppe Von Siodmak/Ahrem Ängste eines Dienstmädchens: Ist der gesuchte Mörder bereits im Haus?

Horn durch Brust Von Christian Hussel Kripo-Azubi Zweier klärt den Mordfall Brückner auf, SOKO ›Rhinozeros‹ wird aktiv.

Atlantic Zero Von Stephan Kaluza Meisner, einer der reichsten Männer, ist entführt worden. Kidnapper wollen die Welt retten.

Ganz die Deine Von Claudia Piñeiro Ernest versenkt die Leiche seiner Geliebten im See. Ehefrau Ines verschafft ihm ein Alibi.

Dixie Chicken Von Frank Ronan Rory Dixen stürzt von den Klippen. Niemand war vor dem sexsüchtigen Architekten sicher.

RBB 2015

DKultur 2016

WDR 2012

DKultur 2009

SWR/NDR 1998

Mittwoch

3. Februar

10. Februar

17. Februar

24. Februar

0.05 Uhr Feature

Robert und Robert suchen einen Anzug Von Beate Berger Robert braucht einen Anzug. Robert kennt sich mit Anzügen nicht aus. Deshalb fragt Robert Robert. Die Autorin geht mit. SWR 2015

Deutsches Demokratisches Rechnen Von Dath/Gebel Die Geschichte einer abgebrochenen Computerrevolution.

Wer ist das Volk? Von Thomas Gaevert Auch in der DDR gab es Ausländer. Sie wurden Vertragsarbeiter genannt. Doch von sozialistischer Solidarität war nicht viel zu spüren. SWR 2015

Kurzstrecke 46 Innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst Autoren/DKultur 2016

Mittwoch

3. Februar

10. Februar

17. Februar

24. Februar

21.30 Uhr Hörspiel

Verlorene Illusionen 5/6 Von Honoré de Balzac Luciens glänzende Karriere als Journalist und die Liebe einer schönen Schauspielerin.

Verlorene Illusionen 6/6 Von Honoré de Balzac Der Aufstieg kommt vor dem Fall. Der Adel siegt.

Balzac lesen Balzac spielen Von Wachinger/Cossais Die ›Comédie humaine‹: Ein gigantisches Denkmal. Aber wie heute den Stoff spielen?

Eugénie Grandet 1/3 Von Honoré de Balzac Eugénie, Balzacs populäre Heldin, erobert die Herzen aller Leserinnen.

HR/WDR 1971

HR/WDR 1971

DKultur 2016

DKultur 2015

Freitag

5. Februar

12. Februar

19. Februar

26. Februar

0.05 Uhr Klangkunst

Ate feat. Ed D.: obey God Von Baltschun/Baghdassarians Ein Merksatz zum Stimmen von Gitarrensaiten wird zum Anlass für Spekulationen über das Verhältnis von Sprache und Subjektivität. WDR 2015

Always here for you Von Claire Tolan Spiel mit der Gänsehaut: Das YouTube-Phänomen ASMR

Signal Von Ginzburg/Purgas Ein Ping-Pong-Spiel zwischen zwei Kurzwellensendern

It all depends on the sun Von Ploner/Perret Naturphänomen oder akustisches Phantasma: Können Polarlichter klingen?

DKultur/CTM Festival 2015

RN Creative Audio Unit 2015

DKultur/CTM Festival/ Goethe Institut/ORF u.a. 2015

Samstag

6. Februar

13. Februar

20. Februar

27. Februar

18.05 Uhr Feature

Weil ich Luft zum Atmen brauche Von Rebecca Hillauer Filmemacherinnen als Vorreiterinnen für Frauenund Menschenrechte in der arabischen Welt. SWR 2015

Damaskus mon amour Von Karin Leukefeld Die Autorin hat fünf Freunde in Syrien vor und nach dem Ausbruch des Krieges begleitet.

Syria FM Von Julia Tieke Während Syrien zerfällt, formieren sich viele Syrer neu – und nutzen dabei das älteste Massenmedium.

WDR 2015

DKultur 2015

Jenseits der Trivialisierung des Tötens Von Brunkhorst/Herzog Gewalt ist omnipräsent wie nie zuvor. Was macht sie mit Menschen, die ihr ausgesetzt sind? SWR 2015

Sonntag

7. Februar

14. Februar

21. Februar

28. Februar

18.30 Uhr Hörspiel

Wir lieben und wissen nichts Von Moritz Rinke Zwei Paare haben einen Wohnungstausch verabredet. Doch plötzlich befinden sie sich zu viert in einer Wohnung.

Sommertag Von Jan Fosse Eine Frau durchlebt in Gesellschaft ihrer Freundin den Tag, an dem ihr damals junger Mann aufs Meer hinausfuhr und nicht zurückkehrte.

DKultur 2015

DLR Berlin 2001

Ich küsse dich so ganz – aber so weit weg ... Von Barbara Liebster In Briefen erzählt der junge Schweizer Maler Andreas Walser von Pariser Künstlerfreunden, Liebschaften, Drogensucht. DLR Berlin 2004

Das Buch von Blanche und Marie Von Per Olov Enquist Blanche Wittman, Hysteriepatientin, teilamputiert, Assistentin im Labor der Marie Curie, will über die Liebe schreiben. DKultur 2006

alzac: Honoré de B usionen‹ Ill ne ›Verlore bruar 3., 10., 24 . Fe

©ullstein bild/Granger NYC

RBB 2015

9

1.– 14. Februar 2016

Mo 1. Februar 0.05 Uhr Freispiel (Ursendung) _ ca. 54'30

Pan Familia Hörspiel von David Lindemann Produktion: DKultur 2016

Mutter und Tochter müssen warten, der freundliche Herr an der Rezeption hat sie noch nicht im System. Außerdem fehlt Papa. Aber es sieht gut aus: Der zerknautschte Wagen, irgendwo auf der A3, macht nicht den Eindruck, als ob da noch jemand lebend aussteigen würde. Endlich wird den beiden ein Wohnwagen in guter Lage zugewiesen. Überhaupt unterscheidet sich die Situation wenig vom geplanten Urlaub. Und doch herrscht eine seltsame Willkommenskultur … David Lindemann, 1977 in Herford geboren, Regisseur, Theater- und Hörspielautor.

Mo 1. Februar 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 54'38

Die Wendeltreppe Von Regine Ahrem nach dem Hollywood-Klassiker von Robert Siodmak Mit: Chris Pichler, Christine Oesterlein, Karin Gregorek, Tina Engel u.v.a. Komposition: Michael Rodach Produktion: RBB 2015 (Kunstkopf)

Ein geheimnisvoller Mädchenmörder sorgt in der englischen Provinz für Angst und Schrecken. Die Spur seiner Verbrechen rückt unaufhaltsam zu dem einsamen Landhaus vor, in dem Helen als Dienstmädchen arbeitet. Während draußen ein Gewitter tobt, das alle Straßen unpassierbar macht, mehren sich die Anzeichen, dass der Mörder im Haus ist. Robert Siodmak, 1900 in Dresden geboren, gestorben 1973 in Locarno. Filmregisseur. Regine Ahrem, Autorin, Regisseurin und Hörspiel-Redakteurin beim RBB.

Mi 3. Februar 0.05 Uhr Feature _ 54'14

Robert und Robert suchen einen Anzug Von Beate Berger Regie: Walter Filz Produktion: SWR 2015

Robert singt. Robert hat bald seinen ersten Auftritt. Robert braucht einen Anzug. Robert kennt sich mit Anzügen nicht aus. Deshalb fragt Robert Robert. Robert ist der ehemalige Tanzlehrer von Robert. Robert und Robert ziehen los. Durch Kaufhäuser, Fachgeschäfte, Boutiquen. Robert

10

und Robert sind nicht allein. Beate Berger geht mit. Und guckt und hört zu. Und macht sich mit anderen Frauen Gedanken. Was ist das für ein Kleidungsstück, ohne das der Mann nicht kann? Ist der Anzug Pelle oder Panzer? Ist er Bekleidung oder Verkleidung? Macht er den Mann erst zum Mann? Und wenn ja, zu welchem? Beate Berger, geboren 1959 in Kaiserslautern, Journalistin mit dem Schwerpunkt Mode und Kultur.

Mi 3. Februar 21.30 Uhr Hörspiel _ 46'47

Verlorene Illusionen (5/6) Von Honoré de Balzac Übersetzung: Mira Koff ka Bearbeitung: Palma Regie: Fritz Schröder-Jahn Mit: Peter Weis, Jürgen Goslar, Hermann Treusch, Franz Kutschera u.a. Produktion: HR/WDR 1971

Der von Lousteau ausgeheckte Plan scheint aufzugehen: Der Verleger Dauriat sucht Lucien auf, um mit ihm wegen des Romans einig zu werden. Es läuft prächtig für Lucien, der inzwischen ein gefürchteter Kritiker ist. Als ihm von einflussreicher Seite nahegelegt wird, von seiner links gerichteten Zeitung zu einem royalistischen Blatt zu wechseln, auch um das königliche Dekret zur Namensänderung voranzutreiben, ahnt der unbedarfte Lucien nicht, dass er sich inzwischen allerhand Feinde gemacht hat. Balzac ging zahlreiche Verhältnisse mit meist verheirateten Damen ein. Luxuriöser Lebensstil trotz wachsender Schulden.

Sa 6. Februar 18.05 Uhr

Mo 8. Februar 0.05 Uhr

Feature _ 55'01

Freispiel _ 54'30

Weil ich Luft zum Atmen brauche Arabische Filmemacherinnen als Spiegel ihrer Gesellschaften

Radio Las Vegas Late Night Show von und mit Mariola Brillowska und Günter Reznicek

Von Rebecca Hillauer Regie: Maria Ohmer Produktion: SWR 2015

Filmemacherinnen gehören seit je­her zu den Vorreiterinnen für Frauen- und Menschenrechte in der arabischen Welt. Sie sind auch Dokumentaristen des Arabischen Frühlings und seiner Nachwirkungen. In Ägypten, wo inzwischen wieder das Militär regiert, hat die koptische Regisseurin Amal Ramsis ein Internationales Frauenfilmfestival initiiert. Ihre franko-tunesische Kollegin Nadia El Fani lebt offen lesbisch – nicht nur in Paris. Seitdem sie sich in einem ihrer Filme zudem als Atheistin outete, steht sie auf der Todesliste der Islamisten.

Klangkunst _ 44'20

Ate feat. Ed D.: obey God Von Boris Baltschun und Serge Baghdassarians Produktion: WDR 2015

›Eddie Ate Dynamite, Good Bye Eddie.‹ Augenscheinlich ein simpler Merksatz für das Stimmen von Gitarrensaiten. Oder? Die beiden Musiker Serge Baghdassarians und Boris Baltschun melden Zweifel an. Kann es sein, dass sich hinter der Eselsbrücke mehr verbirgt? Im Zuge einer Exegese geraten sie in den Strudel von Spekulationen über das Verhältnis von Sprache und Subjektivität. Ein Prozess unauf hörlicher Bestimmung. Serge Baghdassarians, geboren 1972 in Fürth, und Boris Baltschun, geboren 1974 in Bremen, arbeiten als Musiker in Berlin.

Beim Freien Sender-Kombinat (FSK) in Hamburg lief von 1998 bis 2000 einmal im Monat die Radiosendung ›Radio Las Vegas‹. In dieser ungewöhnlichen Show boten Mariola Brillowska und Günter Reznicek spät abends surreal-comicartiges Radio-Entertainment. Beide haben das alte Archivmaterial gehört und neu montiert. Der Inhalt ist so überraschend wie die Gäste und die Stimmung: Sie schwankt zwischen lyrisch und hysterisch. Mariola Brillowska, geboren 1961 in Polen, Künstlerin, Filmemacherin, Autorin.

Rebecca Hillauer, geboren 1957 bei Augsburg, arbeitete mehrere Jahre in Ägypten, Auf bau einer Frauenorganisation.

Günter Reznicek, Komponist, Musiker, Performancekünstler.

So 7. Februar 18.30 Uhr

Mo 8. Februar 21.30 Uhr

Hörspiel _ 78'11

Kriminalhörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Wir lieben und wissen nichts Von Moritz Rinke Regie: Alice Elstner Mit: Judith Engel, Mandy Rudski, Patrick Güldenberg, Christian Schmidt Produktion: DKultur 2015

Sechster Teil am 10. Februar 21.30 Uhr

Fr 5. Februar 0.05 Uhr

Komposition: Günter Reznicek Produktion: BR 2015

Zwei Paare haben einen berufsbedingten Wohnungstausch verabredet. Hannah wird in der Schweiz Entspannungskurse für Banker geben. Ihr Partner Sebastian, Kulturhistoriker und Sachbuchautor, würde lieber, trotz geräumter Wohnung und gepackter Koffer, zu Hause bleiben. Doch das Tauschpaar aus Zürich steht schon einzugsbereit vor der Tür. Roman ist Mitarbeiter an einem Weltraumprojekt und Magdalena Tiertherapeutin. Während die Männer sich in Hahnenkämpfe verstricken, finden die Frauen Gefallen am Mann der jeweils anderen. Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, Schriftsteller, Dramatiker und Essayist, lebt in Berlin.

Horn durch Brust Von Christian Hussel Regie: Wolfgang Rindfleisch Komposition: Frank Merfort Mit: Steffen Shorty Scheumann, Martin Seifert, Inka Löwendorf, Jörg Schüttauf, Catherine Stoyan, Anne Lebinsky u.a. Produktion: DKultur 2015

Kripo-Azubi Zweier lernt fliegen. Im Leichtflugzeug erreicht ihn die Nachricht, dass der Wirt vom ›Goldenen Hecht‹ ermordet wurde. Mit seinem Fluglehrer landet er vor dem Lokal. Michael Brückner, 46, kam durch einen Genickbruch zu Tode. Post mortem wurde ihm der Stoßzahn einer Breitmaulkuh durch die Brust geschlagen. Seit Längerem werden in Europa präparierte Nashörner gestohlen und für viel Geld verkauft. Europol hat bereits die SOKO ›Rhinozeros‹ gebildet. Christian Hussel, 1957 in Leipzig geboren, studierte u.a. Theaterwissenschaft, schreibt für Theater und Rundfunk. Wiederholung am 22. Februar 0.05 Uhr

Mi 10. Februar 0.05 Uhr

Mi 10. Februar 21.30 Uhr

Fr 12. Februar 0.05 Uhr

Sa 13. Februar 18.05 Uhr

Feature _ 54'19

Hörspiel _ 50'30

Klangkunst _ 44'34

Feature _ 53'

Deutsches Demokratisches Rechnen Die Geschichte einer abgebrochenen Computerrevolution

Verlorene Illusionen (6/6)

Always here for you

Damaskus mon amour Fünf Freunde in Syrien

Von Honoré de Balzac Übersetzung: Mira Koff ka Bearbeitung: Palma Regie: Fritz Schröder-Jahn Mit: Peter Weis, Ella Büchi, Elisabeth Wiedemann, Dagmar Altrichter u.a. Produktion: HR/WDR 1971

Von Claire Tolan Regie: Ingo Kottkamp und Claire Tolan Produktion: DKultur/CTM Festival/ Goethe Institut/ORF u.a. 2015

Von Dietmar Dath und Thomas Gebel Regie: Martin Heindel Produktion: RBB 2015

Was hat die Begeisterung Walter Ulbrichts für die Kybernetik mit der Datensammelei von ›BIG DATA‹ heute zu tun? Moderne Kybernetik wurde in der Sowjetunion zunächst als reaktionäre Irrlehre bekämpft. ›Bürgerlich‹ fand man die Steuerungstheorie, ohne die die heutige Informationstechnik undenkbar ist. Doch in den 60er-Jahren begann auch die DDR mit einem Experiment zur Nutzung elektronischer Datenverarbeitung. Dietmar Dath, geboren 1970, studierte Physik und Literaturwissenschaften. Autor, Journalist, Redakteur bei der FAZ. Thomas Gebel, geboren 1965, studierte Linguistik, Germanistik und Philosophie. Lebt und arbeitet in Bremen.

Noch bevor Lucien beim royalistischen Blatt seine Arbeit aufnimmt, sucht sein alter Freund Daniel d'Arthez ihn auf, um ihn erneut zu warnen: Ein solcher Seitenwechsel könne nicht funktionieren ohne den Verlust der Glaubwürdigkeit. Doch Lucien denkt nur an das königliche Dekret zur Namensänderung. Kaum beginnt er seine neue Tätigkeit, nimmt das Komplott gegen ihn seinen Lauf. Spott und Hohn brechen über ihn herein, er sieht sich einer Erpressung gegenüber. Balzac führte einen regen Briefwechsel mit der polnischen Gräfin Evelina Hanska-Rzewuska, die er kurz vor seinem Tod heiratete.

Geflüsterte Botschaften, klackende Fingernägel, eine sanft zerknüllte Chipspackung – bei manchen Menschen erzeugen diese Geräusche ein angenehmes Kribbeln in Kopf und Wirbelsäule. Das Phänomen heißt ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response). In einer Versuchsanordnung über­wacht Claire Tolan die Hörer dieser geheimnisvollen Sounds mithilfe modernster Spionagetechnik. ›Always here for you‹ war eines der beiden Gewinnerstücke des CTM Radio Lab 2015. Claire Tolan, geboren in den USA, ist Radiomacherin und Computeraktivistin. Einmal wöchentlich präsentiert sie ihre ASMR-Sendung ›You Are Worth It‹ im Berliner Community Radio.

Von Karin Leukefeld Regie: Matthias Kapohl Produktion: WDR 2015

Julia arbeitete in einem Ministerium. Amer führte mit Kollegen ein Dolmetscherbüro. Selim war bei einer Versicherung tätig. Jihad träumte von einer Ausbildung zum Journalisten, Safwan wollte an der Uni Karriere machen. Sie sind Christen, Muslime, Ismaeliten, Palästinenser und Drusen. Keiner der fünf Freunde ist Anhänger der Regierung. Als im März 2011 in Syrien die Unruhen beginnen, diskutieren sie, was man tun könnte. Sie helfen Inlandsvertriebenen, organisieren kulturelle und sportliche Events, um ein Auseinanderbrechen der Gesellschaft zu verhindern. Karin Leukefeld, geboren 1954, studierte Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften. Seit 2000 Korrespondentin im Mittleren Osten.

So 14. Februar 18.30 Uhr Hörspiel _ 75'17

Sommertag Von Jan Fosse Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel Regie: Ulrike Brinkmann Mit: Monica Bleibtreu, Marina Galic, Lieselotte Rau, Katja Tippelt u.a. Vokalkomposition: Hilde Kappes Produktion: DLR Berlin 2001

Ein Stück über das Erinnern und Vergessen: ein einsames Haus am Fjord. Den jungen Ehemann zieht es oft auf das Meer hinaus, auch an diesem stürmisch-regnerischen Tag. Er wird nicht mehr zurückkehren. Seine Frau, inzwischen gealtert, durchlebt jenen Tag erneut – gemeinsam mit ihrer Freundin, die sie damals im Haus am Fjord besucht hatte.

n Shor ty rf und Stef fe›Horn durch Brust‹ l: Inka Löwendo ie sp im Hör Scheumann

©Deutschlandradio/Sandro Most

Jon Fosse, geboren 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund. Dramatiker, Romancier, Lyriker.

11

Freispiel _ 53'13

restier Ledoux-Le Fo rin Caroline 2. und 9. Mär z he ac m he sc Die Geräu Grandet‹, 24 . Februar, in ›Eugénie

Fr 19. Februar 0.05 Uhr Klangkunst _ 37'28

Die Welt von hinten wie von vorne

Signal

Hörspiel von Felicia Zeller Regie: Leonhard Koppelmann Mit: Andreas Grothgar, Tanja Schleiff, Ekkehard Freye, Sascha Nathan u.a. Komposition und Ton: Peter Harsch Produktion: BR 2014

Von James Ginzburg und Paul Purgas Produktion: DKultur/CTM Festival 2015

Jahrzehntelang bot der Kurzwellenrundfunk die einzige Möglichkeit, Signale aus anderen Erdteilen zu empfangen. In ihrer Ausbreitung verhält sich die Kurzwelle fast wie ein lebendiges Wesen: Je nach Tageszeit, Temperatur und Wind ändert sie ihre gezackten Wege zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre. Zwischen der ältesten aktiven Funkstation der Welt in Nauen und dem französischen Sender Issoudun erzeugte das Duo Emptyset ein radiophones Ping-Pong-Spiel.

Sie reden wie wandelnde PowerPoint-Präsentationen und brainstormen gerne mal spontan drauflos. Die Mitarbeiter der großen PR-Agentur wissen: Alles, was sie sagen, könnte der Claim für eine brillante Kampagne sein. Die Produkte eines Prothesenherstellers sollen verkauft, die Karriere eines Präsidentschaftsanwärters zerstört, eine Bürgerinitiative ohne Bürger soll gegründet werden – alles lösbare Aufgaben. Sie sind schließlich die kreativsten Köpfe des Landes mit dem Mut zum Wahnsinn.

Das audiovisuelle Projekt Emptyset wurde 2005 von den beiden Klangkünstlern James Ginzburg und Paul Purgas gegründet. Ihre Klang- und Installationsarbeiten befassen sich mit der Erforschung räumlicher und akustischer Strukturen.

Felicia Zeller, geboren 1970 in Stuttgart, schreibt Theaterstücke und Prosa. ©Deutschlandradio/Anke Beims

15.– 28. Februar 2016

Mo 15. Februar 0.05 Uhr

Mo 15. Februar 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 54'03

Atlantic Zero Von Stephan Kaluza Bearbeitung und Regie: Martin Heindel Mit: Andreas Fröhlich, Rainer Bock, Robert Dölle, Stefan Wilkening, Martin Bross Produktion: WDR 2012

Meisner, einer der reichsten Männer der Welt, ist entführt worden. Der Geiselnehmer fordert zehn Milliarden Dollar. Er weiß von der Existenz eines ›black budgets‹, aus dem die geforderte Summe sofort und cash zu zahlen wäre. Zehn Milliarden in 100-Dollar-Scheinen – das sind Tonnen Papiergeld. Weltweit werden zeitgleich die 30 reichsten Geldmagnaten entführt. Mit einem Schlag sollen dem globalen Finanzmarkt 300 Milliarden Dollar entzogen werden. Persönliche Motive der Kidnapper scheiden offensichtlich aus. Stephan Kaluza, 1964 in Bad Iburg geboren. Fotokünstler, Maler und Autor.

INFOS

ndeutschla unter d ltur.de radioku

12

Mi 17. Februar 0.05 Uhr

Mi 17. Februar 21.30 Uhr

Feature _ ca. 54'30

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 58'30

Wer ist das Volk? Ein Feature über Fremdenfeindlichkeit im Osten

Balzac lesen Balzac spielen

Von Thomas Gaevert Regie: Ulrich Lampen Produktion: SWR 2015

Auch in der DDR gab es Ausländer. Vertragsarbeiter wurden sie genannt. Sie kamen aus Vietnam, Mosambik, Angola und anderen Bruderländern. Doch von sozialistischer Solidarität war nicht viel zu spüren, von den DDR-Bürgern wurden die Migranten sorgsam abgeschottet. Kam es dennoch zu Begegnungen, gab es Vorbehalte, Diskriminierungen und Konfl ikte. Liegen hier die Ursachen für eine besondere Form von Fremdenfeindlichkeit, die sich durch enttäuschte Hoffnungen nach der Wende noch verstärkt hat? Führt von hier ein direkter Weg zur Pegida-Bewegung? Thomas Gaevert, geboren 1964 in Hasselfelde (Sachsen-Anhalt), Schriftsetzer, dann Studium der Kulturwissenschaften. Seit 1998 Journalist.

Von Kristian Wachinger und Clarisse Cossais Regie: Clarisse Cossais Produktion: DKultur 2016

Kristian Wachinger, Verlagslektor, studierter Romanist, hat 2014 ›Verlorene Illusionen‹ in der Neuübersetzung von Melanie Walz betreut. Welche Erfahrungen machte er im Laufe seines Leserlebens mit Balzac und wie ›zeitlos‹ ist der Transfer eines alten Stoffes in unsere heutige Sprache? Clarisse Cossais, Französin, passionierte Leserin und begeisterte Radiokünstlerin, hat sich im Hörspielstudio umgehört und Interviews mit dem Ensemble von ›Eugénie Grandet‹ gemacht. Wie spielt man heute ein ›Stück‹ Literatur?

Sa 20. Februar 18.05 Uhr Feature _ 54'30

Syria FM Begegnungen mit Radiomachern zwischen Berlin und Aleppo Von Julia Tieke Produktion: DKultur 2015

Sie heißen ›Syrische Brisen‹, ›Radio Seele‹, ›Unser Land FM‹ oder ›Radio für alle‹ – über 20 syrische Radiosender sind in den letzten vier Jahren entstanden mit Mitarbeitern in Syrien und Studios im Ausland. Angetrieben vom Wunsch nach friedlicher Veränderung wollen die zumeist jungen Radiomacher/-innen dem Klang des Krieges etwas entgegensetzen. Über das Internet, per Satellit und mit nach Syrien geschmuggelten Antennen überwinden sie im Radioraum Grenzen, verbinden Exil und Heimat. Die Autorin hat über den Zeitraum eines Jahres syrisches Radio gehört und die Macher in Berlin, Istanbul und Gaziantep besucht. Julia Tieke, geboren 1974, Autorin und Regisseurin. Projektleiterin der ›Wurfsendung‹ von Deutschlandradio Kultur.

So 21. Februar 18.30 Uhr

Mo 22. Februar 21.30 Uhr

Mi 24. Februar 21.30 Uhr

Sa 27. Februar 18.05 Uhr

Hörspiel _ 88'32

Kriminalhörspiel _ 47'20

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 58'30

Feature _ 54'11

Ich küsse dich so ganz – aber so von weit weg und fern und kalt. Der Schweizer Maler Andreas Walser in Briefen

Ganz die Deine

Eugénie Grandet (1/3)

Von Claudia Piñeiro Bearbeitung und Regie: Irene Schuck Mit: Astrid Meyerfeldt, Axel Milberg, Laura Maire, Simon Boer, Katharina Burowa u.v.a. Produktion: DKultur 2009

Von Honoré de Balzac Bearbeitung: Helmut Peschina Regie: Marguerite Gateau Mit: Matthias Habich, Lisa Hrdina, Verena von Behr, Erika Skrotzki u.a. Komposition: Christian Zanesi Produktion: DKultur 2015

Jenseits der Trivialisierung des Tötens Über Krieg, Geschichte und Trauma

Von Barbara Liebster Mit: Gerd Wameling, Markus Meyer, Stefan Witschi, Linda Olsansky u.a. Komposition: Christoph Baumann Produktion: DLR Berlin 2004

1928 reist der 20-jährige Andreas Walser aus dem schweizerischen Chur nach Paris. Er befreundet sich mit Cocteau, lernt Picasso kennen, hat in Ernst Ludwig Kirchner einen väterlichen Freund. 1929 verkauft er seine ersten Bilder. »Aber ich weiss, dass der Ölgeruch und die ewige geistige Anstrengung mir schadet«, schreibt der exzessiv arbeitende junge Mann seiner platonischen Liebe Bärby Hunger. Er lebt seine Homosexualität, wird drogensüchtig. »Ich bin einer von jenen, denen das Leben früher oder später zur Unmöglichkeit werden muss.«

Ines ist nicht überrascht, als sie in der Aktentasche ihres Mannes Ernesto ein Zettelchen findet: »Ganz die Deine«. Ab sofort untersteht Ernesto ihrer ständigen Kontrolle. An einem Winterabend verfolgt sie ihn, wird stille Beobachterin eines heftigen Streits zwischen ihm und seiner Geliebten. Die Frau stürzt unglücklich, Ernesto versenkt die Leiche im See. Ines hilft ihm, alle Spuren zu verwischen. Sie verschafft ihrem Mann ein Alibi und glaubt, ihre Ehe sei gerettet. Claudia Piñeiro, 1960 in Buenos Aires geboren, wo sie auch heute noch lebt. Schreibt Theaterstücke und Kinderbücher.

Barbara Liebster, geboren 1958 in Brno/ Brünn, Regisseurin und Dozentin in Zürich.

Im Leben des Winzers Grandet gibt es nur zwei Dinge, die ihm etwas bedeuten: sein Reichtum und seine Tochter Eugénie. Als Alleinerbin ist diese bald Ziel von Heiratsavancen und Schmeicheleien. Auch daraus weiß der Vater noch Gewinn für sich zu ziehen. Eugénie selbst wehrt sich kaum gegen das Korsett aus Geiz und Vorschriften. Am Abend ihres 23. Geburtstags kommt unerwarteter Besuch aus Paris: Charles, Grandets Neffe und Eugénies Cousin. Er wird für einige Zeit bei der Familie wohnen. Honoré de Balzac, 1799 in Tours geboren, schrieb ›Eugénie Grandet‹ als Teil seiner ›Menschlichen Komödie‹.

Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog Regie: Felicitas Ott Produktion: SWR 2015

Was macht extreme Gewalt mit Menschen, die ihr ausgesetzt sind? Janine di Giovanni berichtet seit über 20 Jahren von immer brutaleren Kriegen. Erst im gewöhnlichen Alltagsleben ist sie zusammengebrochen. Ein israelischer Scharfschütze hat an gezielten Tötungen mitgewirkt und sein Schweigen gebrochen. Die Psychoanalytiker Françoise Davoine und Jean-Max Gaudillière verfolgen seit 40 Jahren die Weitergabe von Traumata über Generationen hinweg. Ihr Fazit: Gewalt ist das Fundament unserer Kultur.

Heike Brunkhorst, Autorin und Regisseurin.

Zweiter Teil am 2. März 21.30 Uhr

Roman Herzog, Hörfunkautor für die ARD.

Mo 22. Februar 0.05 Uhr

Mi 24. Februar 0.05 Uhr

Fr 26. Februar 0.05 Uhr

So 28. Februar 18.30 Uhr

Freispiel _ ca. 59'

Feature _ 54'30

Klangkunst _ 27'19

Hörspiel _ 88'25

Horn durch Brust

Kurzstrecke 46 Feature, Hörspiel, Klangkunst

It all depends on the sun

Das Buch von Blanche und Marie

Von Silvia Ploner und Nicolas Perret Produktion: Australien Broadcasting Company 2015

Nach dem gleichnamigen Roman von Per Olov Enquist Übersetzung: Wolfgang Butt Bearbeitung, Regie: Andrea Getto Mit: Wolf-Dietrich Sprenger, Angela Winkler, Corinna Kirchhoff u.a. Komposition: Sabine Worthmann Produktion: DKultur 2006

Kriminalhörspiel von Christian Hussel Regie: Wolfgang Rindfleisch Komposition: Frank Merfort Mit: Steffen Shorty Scheumann, Martin Seifert, Inka Löwendorf, Jörg Schüttauf, Catherine Stoyan, Anne Lebinsky u.a. Produktion: DKultur 2016

Kripo-Azubi Zweier lernt fliegen. Im Leichtflugzeug erreicht ihn die Nachricht, dass der Wirt vom ›Goldenen Hecht‹ ermordet wurde. Mit seinem Fluglehrer landet er vor dem Lokal. Michael Brückner, 46, kam durch einen Genickbruch zu Tode. Post mortem wurde ihm der Stoßzahn einer Breitmaulkuh durch die Brust geschlagen. Seit Längerem werden in Europa präparierte Nashörner gestohlen und für viel Geld verkauft. Europol hat bereits die SOKO ›Rhinozeros‹ gebildet.

Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Kurz, ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen innovative, zeitgemäße, radiophone Autorenproduktionen vor.

Sekundenschlaf Von Leo Hofmann

Tonspuren Von Verena Rebekka Katz

Krach ist Macht Von Markus Thomas Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke

Am Himmel entfachen Polarlichter farbenprächtige Naturschauspiele. Seit der Antike gibt es aber auch Berichte von einem einzigartigen Klang, der das Phänomen begleitet. Wissenschaftlich lässt sich das nicht bestätigen. Polarlichter werden zwar von Infraschallwellen begleitet, die jedoch weit außerhalb des menschlichen Hörbereichs liegen. Silvia Ploner und Nicolas Perret sind gen Norden aufgebrochen, um die Natur dieses Klangphänomens zu erforschen. Mit Interviews, Klangsynthese, Feld- und Infraschallaufnahmen versuchen sie dem Naturschauspiel auf die Spur zu kommen.

Blanche Wittman, Hysteriepatientin des bekannten Neurologen Char­cot, und Marie Curie, Nobelpreisträgerin für Physik und bald auch für Chemie, arbeiten gemeinsam im Labor. Blanche assistiert Marie bei der Isolierung von Radium. Ein Stoff, der so todbringend ist wie sonst nur die Liebe, über die Blanche ein Buch schreibt – mit der einen, ihr noch verbliebenen Hand. Denn Blanches Extremitäten waren verstrahlt und wurden amputiert.

Wiederholung vom 25. Januar 0.05 Uhr Christian Hussel, 1957 in Leipzig geboren, studierte u.a. Theaterwissenschaft, schreibt für Theater und Rundfunk. Wiederholung vom 8. Februar 21.30 Uhr

Silvia Ploner, geboren 1982 in Innichen, Italien, und Nicolas Perret, geboren 1978 in Nizza, Frankreich, arbeiten seit 2011 zusammen.

Per Olov Enquist, geboren 1934 in Hjoggböle, Nordschweden, zählt zu den bedeutendsten schwedischen Autoren.

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Die anständigsten Mädchen können Fehltritte begehen, ihre Ich-weiß-nicht-was hergeben, das kommt bei Adeligen ebenso vor wie bei Bürgersleuten. Aber Gold hergeben … ! Felix Grandet zu seiner Tochter in dem Hörspiel-Mehrteiler ›Eugénie Grandet‹

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29. Februar 2016

Mo 29. Februar 0.05 Uhr Freispiel (Ursendung) _ 54'30

Kurzstrecke 47 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen regelmäßig innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke vor. In der der ›Kurzstrecke 47‹ präsentieren wir unter anderem:

La mue sauvage Von Marie Guérin

Marie Tarnowska – eine Szene Von Johanna Olausson und Olivia Pils Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke Wiederholung am 4. März 0.05 Uhr

Mo 29. Februar 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 54'30

Dixie Chicken Von Frank Ronan Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer Mit: Ulrich Wildgruber, Gerd Andresen, Kornelia Boje, Katharina Matz u.v.a. Produktion: SWR/NDR 1998

Ein Lancia Spider rast auf die Klippen von Black Rock zu und stürzt 200 Meter in die Tiefe, während aus dem Autoradio Little Feats ›Dixie Chicken‹ dröhnt. Der Fahrer ist Rory Dixon, ein egomaner Architekt, vor dessen Sexbesessenheit niemand sicher war. Unfall, Selbstmord oder Mord? Die Ermittlungen der Polizei schleppen sich dahin, was auch im Interesse von Andy McGrath zu sein scheint, einem Regierungsbeamten und Freund Rorys. Frank Ronan, geboren 1963 in Irland. ›Dixie Chicken‹ kam 1994 heraus.

©picture-alliance/dpa

Ulrich Wildgr

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MEHRTEILER

MEHRTEILER ›Die Pforten des  Paradieses‹

›Eugénie  Grandet‹

Ursendung:

Mittwoch

2. März

9. März

16. März

23. März

30. März

0.05 Uhr Feature

Die Feature-Antenne ... ... für die noch zu entdeckende Gegenwart. Mit einer  kurzfristig eingesetzten  Sendung, die auf das Hier  und Jetzt reagiert.

Pfarrer Von Kolbe/Wright Zwei atheistische Autoren  bekommen Zugang zu  einem Predigerseminar.

Bodies Under Attack Von Elodie Pascal Ein junges Mädchen, von Neugier getrieben, begibt sich auf  eine Abenteuerreise durch  Tattoo- und Piercingstudios.

Mimìs Muff Von Jens Schellhass Über Monate begleiten wir den  Regisseur Benedikt von Peter  bei der Entstehung der Oper  ›La Bohème‹ in Bremen.

Infos: deutschlandradiokultur.de

Souteigai – Jenseits der Vorstellung Von Malte Jaspersen Nach der Katastrophe in  Fukushima sprach der Autor  mit Menschen, die Unvorstellbares gesehen haben.  DKultur/BR 2012

DKultur 2014

NDR/RBB 2014

DKultur/RB 2014

Mittwoch

2. März

9. März

16. März

23. März

30. März

21.30 Uhr Hörspiel

Eugénie Grandet 2/3 Von Honoré de Balzac Die Liebe und der Geiz –  eine tödliche Mischung

Eugénie Grandet 3/3 Von Honoré de Balzac Der Stolz einer Frau aus  der Provinz

Elsa Roth. Ein Bericht. Von Adolf Schröder Elsa Roth geht auf den  Friedhof, um das fremde  Grab zu pfl egen.

Wunschsendung Von Elisabeth Burchhardt Zauberstab, Wunderkerzen,  Federboa: Elisabeth B. als  Glücksfee

DKultur 2015

DKultur 2015

DLR Berlin 2003

Ickelsamers Alphabet Von Liquid Penguin Ensemble Vor bald 500 Jahren  erschien die erste ›Teütsche  Grammatica‹ von Valentinus  Ickelsamer. Liquid Penguin Ensemble für SR/DKultur 2014

NDR 2014

Freitag

4. März

11. März

18. März

25. März

0.05 Uhr Klangkunst

Kurzstrecke 47 Kurz und ungewöhnlich:  Autorenproduktionen aus  Feature, Hörspiel und  Klangkunst 

New Geographies in Sound Art Eine Diskussion über die Folgen der globalen Vernetzung  von Klangkünstlern

All Hail Mother Internet Von Deena Abdelwahed Ein Loblied auf die Freiheit  im Internet aus der Sicht  einer tunesischen Musikerin.

GAD Technologies Von Marija Bozinovska Jones/ J. G. Biberkopf Unstetigkeit und Angst als typische  Symptome im Zeitalter des extremen  Technokapitalismus

Autoren/DKultur 2015

DKultur/DAAD/ CTM Festival 2016

DKultur/CTM Festival u.a. 2016

DKultur/CTM Festival 2016

5. März

12. März

19. März

26. März

18.05 Uhr Feature

Kinder von Sodom und Gomorrha Von Jens Jarisch Kinder verbrennen in Ghana  Elektroschrott, um an das  Kupfer zu kommen. Ihr  Traum heißt Europa. RBB/SWR u.a. 2009

Wenn Kinder nur noch weg wollen Von Erika Harzer Tausende Kinder und  Jugendliche durchqueren  Mexiko – allein. Eine  mörderische Route. Ihr Ziel:  die USA. BR/DLF/WDR 2015

Geliehene Wörter Von Maage/Peter Feature über verliehene  und geliehene Bücher.  Über Freund schafts- und  Liebesgeschichten.

Nicht ohne meinen Hund Von Lisbeth Jessen Immer mehr Tiere in  New York werden als  ›emotional support animal‹  (ESA) registriert.

NDR 2011

WDR/DKultur 2016

Sonntag

6. März

13. März

20. März

27. März

18.30 Uhr Hörspiel

Unser halbes Leben Von John Mighton Clara und Patrick sind über  80 Jahre alt, als sie sich im  Pfl egeheim begegnen. Das  ist nicht zu spät für eine alte  Liebe. DKultur 2008

Die Existenz der Haut Von wittmann/zeitblom Der Gefangene Robert  Antelme wird zum KZ  Dachau transportiert. Seine  Frau Marguerite Duras  befi  ndet sich in Paris im  Widerstand. DKultur 2014

Langholzfeld Von Andreas Jungwirth Der Heimatort hat sich  verändert. Türken und  Mazedonier sind die neuen  Nachbarn. Ein Besuch bei  den Eltern. DKultur/ORF 2016

Die Pforten des Paradieses (2/3)Von Jerzy Andrzejewski Jakob, den Anführer des  Kinderkreuzzugs, treibt die  Idee, dass die Unschuld  der Kinder stärker sei als  Waffengewalt. RIAS Berlin 1980

28. März Ostermontag

Montag

7. März

14. März

21. März

0.05 Uhr Freispiel

Das Himbeerreich Von Andreas Veiel Ein Hörspiel auf der Basis  von Interviews mit ehemaligen und amtierenden  Bankern. 

Rettet das Geld Hörspiel von Inga Helfrich Das Hörspiel über den ersten  Banküberfall mit Geiselnahme in der BRD basiert auf  dokumentarischem Material.

Furt Dokola – In einem fort Hörspiel von Šedá/Simmen Die Künstlerin Kateřina Šedá  klettert über Zäune und  spielt Grenzverletzungen  durch.

Kurzstrecke 48 Kurz, ungewöhnlich:  Autorenproduktionen aus  Feature, Hörspiel und  Klangkunst.

RBB/HR 2014

BR 2015

DKultur/WDR 2009

Autoren/DKultur 2016

28. März Ostermontag

Montag

7. März

14. März

21. März

21.30 Uhr Kriminalhörspiel

Menschlos Von Dirk Josczok Kreuzberger Nächte sind  hell: Freudls BMW geht in  Flammen auf – mit einer  Toten im Kofferraum.

Jil und Khaled Von Joy Markert Überfall auf ein Restaurant.  Schutzgelderpressung, Drogenkrieg oder Geschwisterkonfl ikt?

Schnee von gestern Berlin in den 1920ern: Pfandleiher Schöller wurde getötet. Wir sind doch keine Räuberbande Berlin 1929: Gustav  kehrt aus dem Knast zurück.

DKultur 2014

DKultur 2015

FHB 1990 und SFB 1990

25. März 18.30 Uhr Sondertermin Karfreitag Die Pforten des Paradieses (1/3) Von Jerzy Andrzejewski Im Jahr 1212 machen sich  Tausende Kinder und  Jugendliche auf den Weg  nach Jerusalem. RIAS Berlin 1980 erlin 1980

wahed: Deena Abdel her Internet‹ ot M l ›All Hai 18. Mär z © Olivier Rose

Samstag

kein Krimi

15

Sa 5. März 18.05 Uhr

So 6. März 18.30 Uhr

Mo 7. März 0.05 Uhr

Feature

Feature _ 53'28

Hörspiel _ 76'59

Freispiel _ 54'30

Die Feature-Antenne … … für die noch zu entdeckende Gegenwart.

Kinder von Sodom und Gomorrha Warum afrikanische Jugendliche nach Europa flüchten

Unser halbes Leben

Das Himbeerreich

Mit  einer  kurzfristig  eingesetzten  Sendung, die auf das Hier und Jetzt  reagiert.

Von Jens Jarisch Produktion: RBB/SWR/NDR/WDR/NRK 2009

Hörspiel von Andres Veiel Regie: Ulrich Lampen Mit: Martina Gedeck, Christian Redl, Hans-Peter Hallwachs, Wolfgang Condrus u.v.a. Produktion: RBB/HR 2014

Mehr dazu zeitnah unter: deutschlandradiokultur.de

Ein Mädchen, das eigentlich in die  Schule  gehen  sollte,  verkauft  von  morgens  bis  abends  Trinkwasser.  Um sie herum zerschlagen Jungen,  von denen der kleinste sechs Jahre  alt  ist,  gebrauchte  Computermonitore  und  andere  Elektrogeräte  mit  bloßen  Händen.  Dann  zünden  sie  die  Schrotthaufen  an.  Wenn  alle  Kunststoffe  verbrannt  sind,  bleibt  Kupfer übrig. Sodom und Gomorrha  ist  ein  Armutsviertel  in  Accra,  der  Hauptstadt  von  Ghana.  Tausende  Kinder kommen hierher. Ihr Traum  heißt Europa. Für die meisten geht  er  nicht  in  Erfüllung.  Der  Autor  spricht mit ihnen und geht der Herkunft des Elektroschrotts nach.

Nach dem Theaterstück ›Half life‹ von John Mighton Übersetzung: Ute Scharfenberg Bearbeitung und Regie: Judith Lorentz Mit: Rosemarie Fendel, Otto Sander, Christine Oesterlein u.v.a. Produktion: DKultur 2008

Mi 2. März 21.30 Uhr Hörspiel (Ursendung) _ ca. 58'30

Eugénie Grandet (2/3) Von Honoré de Balzac Bearbeitung: Helmut Peschina Regie: Marguerite Gateau Mit: Erika Skrotzki, Laurenz Laufenberg, Markus Meyer, Maren Kroymann u.a. Komposition: Christian Zanesi Produktion: DKultur 2015

Von  der  Begegnung  mit  ihrem  Cousin Charles ist Eugénie wie erweckt: »Ihr kamen innerhalb einer  Viertelstunde  mehr  Gedanken  in  den  Sinn  als  in  all  den  Jahren,  die  sie auf der Welt war.« Dabei scheint  der Pariser Galan wie aus einer anderen  Zeit  gefallen  zu  sein.  Balzac  konfrontiert  die  ländliche  Einfalt  der  Grandets  mit  dem  modernen  Habitus der Großstadt. 

Jens Jarisch, 1969 geboren, aufgewachsen in Berlin, Teheran und Lima. FeatureAutor und Produzent. Redakteur beim RBB.

Clara und Patrick sind über 80 Jahre  alt,  als  sie  sich  im  Pfl egeheim  begegnen. Das ist nicht zu spät für  eine  alte  Liebe.  Haben  sie  sich  in  ihrer Jugend wirklich schon einmal  kennengelernt? Patrick sei ein notorischer Trinker, der lauter Geschichten  fantasiere,  sagt  seine  Tochter  Anna. Und Clara wurde wegen ihrer  Vergesslichkeit  längst  entmündigt.  Deshalb macht sich Sohn David in  bester  Absicht  vormundschaftliche  Sorgen.  Ein  tragikomisches  Stück  über das Altern, das Vergessen und  das Erinnern.

Die Sonderetage einer großen deutschen  Bank  –  das  Himbeerreich.  Hier  haben  ehemalige  Vorstandsmitglieder  ihre  Büros,  denn  ihr  Wissen um Interna ist für die Bank  zu kostbar, als dass man sie gehen  lassen  könnte.  Sie  berichten  vom  Kick beim Investmentbanking, von  großen  internationalen  Deals,  von  den Verstrickungen von Finanzwelt  und  Politik.  Sie  kennen  die  faulen  Geschäftspraktiken  und  die  Gier  ihrer  Branche.  Sie  haben  die  Krise  kommen sehen. Was hätten sie tun  können? Andres Veiel, geboren 1959, Autor, Film- und Theaterregisseur.

John Mighton, geboren 1957 in Hamilton, Kanada, promovierter Mathematiker. Schreibt auch Theaterstücke.

tt in Ghana: Elek troschroSodom und Gomorrha‹ ›Kinder von

Mo 7. März 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 56'30

Der Autor Helmut Peschina, geboren 1943 in Klosterneuburg, hat vielfach Texte für den Hörfunk adaptiert und gewann zweimal den ORF-Hörspielpreis.

Menschlos Von Dirk Josczok Regie: Beatrix Ackers Mit: Claudia Eisinger, Guntbert Warns, Herbert Sand, Janusz Koczai u.v.a. Produktion: DKultur 2014

Dritter Teil am 9. März 21.30 Uhr

Fr 4. März 0.05 Uhr

Berlin-Kreuzberg:  Der  BMW  des  Münchener  Immobilienmaklers  Ignaz  Freudl  geht  in  Flammen  auf.  War  es  ein  Anschlag  autonomer  Chaoten?  Im  Kofferraum  des  Autos  fi ndet  man  eine  tote  Frau.  Kommissar Magnus und sein Team  nehmen  die  Ermittlungen  auf.  Freudl baut in Kreuzberg Luxus-Eigentumswohnungen.  Nach  dem  Auftauchen eines Bekenner-Videos  gehen  die  Kommissare  von  einem  politischen  Hintergrund  aus.  Aber  wer  ist  die  Tote?  In  einer  Musterwohnung  haben  Unbekannte  eine  Parole  gesprayt:  »Currywurst  statt  Weißwurst«.

Klangkunst (Ursendung) _ 54'30

Kurzstrecke 47 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Ungewöhnlich und nicht länger als  20 Minuten: Wir stellen regelmäßig  innovative, zeitgemäße, radiophone  Hörstücke  vor.  In  der  der  ›Kurzstrecke  47‹  präsentieren  wir  unter  anderem:

La mue sauvage Von Marie Guérin

Marie Tarnowska – eine Szene Von Johanna Olausson und Olivia Pils Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke Wiederholung vom 29. Februar 0.05 Uhr

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©mauritius images/Alamy

2.– 13. März 2016

Mi 2. März 0.05 Uhr

Dirk Josczok, geboren 1960 in Düsseldorf, lebt in Berlin. Schreibt Drehbücher und Hörspiele.

Mi 9. März 0.05 Uhr

Fr 11. März 0.05 Uhr

Sa 12. März 18.05 Uhr

So 13. März 18.30 Uhr

Feature _ 53'17

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 54'30

Feature _ 53'02

Hörspiel _ 50'20

Souteigai – Jenseits der Vorstellung Japan und die Dreifachkatastrophe

Sound Art Global

Wenn Kinder nur noch weg wollen Der mittelamerikanische Exodus

Die Existenz der Haut Collage mit Texten von Marguerite Duras und Robert Antelme

Von Malte Jaspersen Produktion: DKultur/BR 2012

Malte Jaspersen lebt seit über 20 Jahren in Kyoto. Wie hat die Katastrophe im März 2011 das Leben seiner Familie und seiner Bekannten beeinflusst? Nach der Dreifachkatastrophe von Erdbeben, Tsunami und Kernschmelze reiste er durchs Land. Er sprach mit Helfern, die Unvorstellbares gesehen haben, mit Eltern aus Fukushima, die versuchen, ihre Kinder vor Radioaktivität zu schützen, mit Anti-AKW-Aktivisten, Priestern und Wiederaufbauspezialisten. Seit der Katastrophe gehört zu seinem Haushalt ein Geigerzähler. Prix Italia 2012

Produktion: DKultur/DAAD/CTM Festival 2016

Klänge sind beweglich. In Windes­ eile finden sie von der Schallquelle zum Ohr. Diese Reichweite hat das Internet in den letzten Jahren vervielfacht und damit auch den Wirkungskreis von Klangkünstlern. Ihre Arbeiten lassen sich meist leichter transportieren als bildende Kunst, sie brauchen keine Übersetzung wie die Literatur. Diese Entwicklung birgt Chancen, wirft aber auch Fragen auf: Welche kulturellen Unterschiede kommen zum Tragen? Wie begegnet man der Faszination des Exotischen? Verflüssigt sich die Kunst im Gewimmel der Praktiken und Projekte? Solche Themen waren Gegenstand einer Expertenrunde, die am 31. Januar im Rahmen des CTM Festivals Berlin stattfand. Wir senden die prägnantesten Beiträge.

Malte Jaspersen, geboren 1955 in Köln, zwei juristische Staatsexamen, lebt seit 1989 in Kyoto.

Von Erika Harzer Regie: Ron Schickler Produktion: BR/DLF/WDR 2015

Sie kommen aus Guatemala, El Salvador und Honduras. Sie sind Kinder oder Jugendliche und durchqueren Mexiko. Eine mörderische Route, bei der sie viel Glück brauchen, um nicht in die Hände von Drogenkartellen, Entführern, Menschenhändlern oder der Migrationspolizei zu fallen. Zu Hunderten sitzen sie dicht gedrängt auf Dächern von Güterzügen und hoffen ihr Ziel zu erreichen: die USA. Doch Präsident Obama erwägt angesichts des Ansturms Minderjähriger eine Gesetzesänderung, um diese Kinder schneller abschieben zu können. Die Geschichte einer humanitären Katastrophe.

Erika Harzer, geboren 1953, Autorin und Regisseurin. Längere Auslandsaufenthalte in Nicaragua und Honduras.

Von wittmann/zeitblom Mit: Sibylle Canonica, Alice Dwyer, Tristan Pütter, Konstantin Bühler Produktion: DKultur 2014

Während Hitlers totaler Krieg in die Endphase geht, werden Tausende Häftlinge vom KZ Buchenwald zum KZ Dachau transportiert. Der politische Gefangene Robert Antelme ist in einem der Waggons. Seine Frau, die Schriftstellerin Marguerite Duras, befindet sich in Paris im Widerstand. In ihren Protokollen zeigt Duras schonungslos, wie der Krieg ihr eigenes und das Leben ihrer Nächsten vergiftet und zerstört. Das Stück collagiert Zitate aus ›Hefte aus Kriegszeiten‹ und ›Der Schmerz‹ von Marguerite Duras sowie ›Das Menschengeschlecht‹ von Robert Antelme. zeitblom, geboren 1962 in Rosenheim, Komponist, Bassist, Performer, Produzent. Christian Wittmann, geboren 1967 in München, Schauspieler und Regisseur.

Mi 9. März 21.30 Uhr

fendor f in: Max von Pu ndet‹ ra G ›Eugénie

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 58'30

Eugénie Grandet (3/3) Von Honoré de Balzac Bearbeitung: Helmut Peschina Regie: Marguerite Gateau Mit: Peter Matic, Max von Pufendorf, Sabine Falkenberg, Lisa Hrdina u.a. Komposition: Christian Zanesi Produktion: DKultur 2015

» 

Vater, ich liebe Sie und achte Sie. Sie haben mir oft genug gesagt, dass ich mündig bin. Ich habe mit meinem Geld getan, was mir beliebte, und seien Sie versichert, das es gut angelegt ist.

»Molière schuf den Geizhals, ich aber schuf den Geiz« – befand Honoré de Balzac über seinen 1834 erschienenen Roman ›Eugénie Grandet‹. Und so wird der Geiz bei ihm zum Symptom einer materiell verblendeten Gesellschaft, in der sich die junge Eugénie wie ein Fremdkörper bewegt. Balzac schreibt über ein Frankreich der Restauration, zerrissen zwischen Rückschritt und Modernisierung, Peripherie und Zen­trum. Eine Welt der Verderbtheit, die alle zu überrennen scheint, die nicht dem Egoismus frönen. © Deutschlandradio/Philip Glaser

Christian Zanesi, 1952 in Lourdes geboren, lebt und arbeitet als Musiker in Paris.

Eugénie Grandet im gleichnamigen Hörspiel-Mehrteiler

17

14.– 27. März 2016

Mo 14. März 0.05 Uhr

Mi 16. März 0.05 Uhr

Fr 18. März 0.05 Uhr

So 20. März 18.30 Uhr

Freispiel _ 53'16

Feature _ 52'27

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 50'

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 70'

Rettet das Geld

Pfarrer

All Hail Mother Internet

Langholzfeld

Hörspiel von Inga Helfrich Produktion: BR 2015

Hörstück nach dem gleichnamigen Dokumentarfilm von Stefan Kolbe und Chris Wright Produktion: DKultur 2014

Von Deena Abdelwahed Produktion: DKultur/CTM Festival/ Goethe Institut 2016

Von Andreas Jungwirth Regie: Harald Krewer Produktion: DKultur/ORF 2016

»Was wäre ich ohne das Internet?« Diese Frage stellte sich die tunesische DJane Deena Abdelwahed. Ihre Antwort ist eine Radioperformance mit Elementen aus Hörspiel und Clubmusik. Sie erzählt vom Aufwachsen in einer konservativen muslimischen Familie und von der befreienden Wirkung der grenzenlosen Soundwelten im Internet. ›All Hail Mother Internet‹ gewann einen der beiden Produk­ tionspreise beim Radio Lab 2016 von Deutschlandradio Kultur und CTM Festival Berlin.

Langholzfeld, eine kleine Siedlung am Rand der österreichischen Stadt Linz, wurde in den 60er-Jahren gebaut, größtenteils von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten in Rumänien und Jugoslawien. 30 Jahre nachdem der Erzähler seinen Heimatort Richtung Wien und Berlin verlassen hat, kehrt er für eine Recherche zurück. Viele Häuser stehen inzwischen leer, ihre Erbauer sind gestorben oder leben im Seniorenheim. Manche Häuser wurden verkauft, an Türken oder Mazedonier. Für sie ist Langholzfeld ihr neues Zuhause. Der Vater des Erzählers weigert sich lange, ist am Ende aber doch bereit, am Projekt des Sohnes mitzuarbeiten.

Zwei Bankräuber. 18 Geiseln. Löse­ geldforderung 2 Millionen DM. Live-­ Übertragung, Blitzlichtgewitter. 5000 Zu­schauer. Beim Sturmangriff der Polizei sterben eine Geisel und ein Geiselnehmer. Keine groteske Kriminalkomödie, sondern grausame Realität am 4. August 1971 in München, beim ersten Banküberfall mit Geiselnahme in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Hörspiel basiert auf Interviews mit Beteiligten. Inga Helfrich, geboren 1966 in Riga, Regisseurin, Autorin.

Was passiert, wenn zwei atheistische Autoren Zugang zu einem Predigerseminar bekommen? Und das in Wittenberg, der Lutherstadt, einst Hochburg der deutschen Reformation, heute gelegen in einer der ungläubigsten Ecken Europas. Ein Jahr lang begleiten die Autoren eine Gruppe Männer und Frauen in ihrer Ausbildung zum Pfarrer. Anfangs geht es noch um das Erlernen religiösen Handwerks. Aber im Laufe der Zeit stellen sich zunehmend die grundlegenden menschlichen Fragen. Chris Wright, geboren 1972 in Radcliffe, England. Dokumentarfilmer, Schnittmeister, Redakteur und Dozent. Lebt in Berlin. Stefan Kolbe, geboren 1972 in Halle/ Saale. Autor, Regisseur, Produzent und Kameramann.

Deena Abdelwahed, geboren 1989 in Qatar, ist DJane und Sängerin. Mit 19 zog sie nach Tunis, um Innenarchitektur zu studieren.

Siehe auch ›Klangkunst‹ am 25. März

Andreas Jungwirth, geboren 1967 in Linz. Theater- und Hörspielautor, Erzähler und Publizist.

» 

Plötzlich presst mein Vater die Augen zu, sein Brustkorb zieht sich zusammen,   er ballt die Hände zu Fäusten. Er hat Schmerzen. Und er ist wütend. Andreas Jungwirth über seinen Vater in dem Hörspiel ›Langholzfeld‹

Mo 14. März 21.30 Uhr

Mi 16. März 21.30 Uhr

Sa 19. März 18.05 Uhr

Mo 21. März 0.05 Uhr

Kriminalhörspiel   (Ursendung) _ ca. 59'

Hörspiel_51’50

Feature _ 52'37

Freispiel _ 53'27

Elsa Roth. Ein Bericht.

Geliehene Wörter Von Büchern, die wandern

Furt Dokola – In einem fort

Jil und Khaled Von Joy Markert Regie: Alexander Schuhmacher Mit: Maren Kroymann, Uwe Müller, Michael Rotschopf u.a. Produktion: DKultur 2015

Buchhändler Haug ist zu einer Tagung in Berlin. Hier lernt er die junge Jil kennen und verliebt sich in sie. Als beide in einem Restaurant zu Abend essen, fallen Schüsse. Jil wird verletzt. Seit Längerem schon fühlt sie sich von ihrem Halbbruder Khaled verfolgt. Ihr gemeinsamer Vater kommt aus Sansibar, Jils Mutter ist Deutsche. Der Buchhändler bittet Privatdetektivin Cher Ebinger um Hilfe. Sie entdeckt die Memoiren einer Prinzessin aus Sansibar, die sie auf die richtige Spur bringen.

Joy Markert, geboren 1942 in Württemberg, lebt in Berlin. ›Jil und Khaled‹ ist der fünfte Fall für Privatdetektivin Ebinger.

18

Von Adolf Schröder Regie: Johanna Elbauer Mit: Rosemarie Fendel, Levin Amatosero, Werner Rehm u.a. Produktion: DLR Berlin 2003

Seit Jahren geht Elsa Roth auf den Friedhof, um das Grab zu pflegen. Und seit Jahren starrt sie auf die Fotografie, auf der ein kleines Mädchen zu sehen ist, das zwischen einer Frau und einem Mann steht. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Nur noch daran, wie diese Frau und dieser Mann auf dem schlammigen Weg immer weiter zurückblieben, während sie selbst von einer Fremden fortgezogen wurde. Das war im Mai 1941, irgendwo zwischen Polen und Deutschland. Manchmal verwandeln sich die Namen auf dem fremden Grabstein in diejenigen ihrer Eltern. Adolf Schröder (1938 – 2008) lebte in Hamburg, verdiente seinen Lebensunterhalt mit Schreiben und Taxifahren.

Von Mareike Maage und Sebastian Peter Regie: Giuseppe Maio Komposition: Sebastian Peter Produktion: NDR 2011

In jedem Bücherschrank finden sich Bücher, die ihr Besitzer sich ausgeliehen hat. Es finden sich aber auch die Lücken. Von Büchern verursacht, die man selbst verliehen hat, obwohl sie einem viel bedeuteten. Im Feature erzählen Menschen ihre Geschichten über verliehene und geliehene Bücher. Die Episoden beinhalten Freundschafts- und Liebesgeschichten und solche, die mit den geliehenen Wörtern beendet waren. Mareike Maage, geboren 1979, studierte und arbeitete an der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2013 Feature-Redakteurin beim RBB. Sebastian Peter, geboren 1982 in Marburg, studierte an der Bauhaus Universität Weimar. Komponist, Sounddesigner und Autor.

Hörspiel von Kateřina Šedá und Rolf Simmen Mit: Markus Hoffmann, Barbara Philipp, Marian Funk, Heidrun Bartholomäus Produktion: DKultur/WDR 2009

Im Juni 2008 kletterte die Künstlerin Kateřina Šedá in ihrem tschechischen Heimatort Brno Líšeň über 80 Zäune und spielte mit den Grundbesitzern eine Grenzverletzung nach der anderen durch. Aus Mitschnitten dieser Aktion und Interviews entwickelten die Autoren ein Radiostück über ›das Übersetzen‹ – sowohl von Grundstück zu Grundstück als auch von einer Sprache in die andere. Das Ziel: Česky snadno a rychle! Tschechisch schnell und mühelos! Kateřina Šedá, geboren 1977 in Brno, Aktionskünstlerin. Rolf Simmen, geboren 1969 in der Schweiz, Übersetzer und Radioautor.

Mo 21. März 21.30 Uhr

Mi 23. März 21.30 Uhr

Fr 25. März 18.30 Uhr

So 27. März 18.30 Uhr

Kriminalhörspiel

Hörspiel _ 58'21

Karfreitag

Ostersonntag

Ost-West im Krimi-Doppelpack

Ickelsamers Alphabet Dictionarium der zierlichen Wörter

Sondersendung: Hörspiel _ 86'18

Hörspiel _ 87'04

Die Pforten des Paradieses (1/3)

Die Pforten des Paradieses (2/3)

Von Jerzy Andrzejewski Übersetzung: Renate Lachmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Dieter Borsche Produktion: RIAS Berlin 1980

Von Jerzy Andrzejewski Übersetzung: Renate Lachmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Dieter Borsche Produktion: RIAS Berlin 1980

Im Jahr 1212 machen sich Tausende Kinder und Jugendliche von Frankreich aus auf den Weg nach Jerusalem. Sie wollen erreichen, was mit Waffengewalt nicht gelingt: das höchste Heiligtum der Christen aus der Hand der andersgläubigen Türken zu befreien. Ein alter Mönch begleitet den Kinderkreuzzug und nimmt den jungen Menschen die Beichte ab. Andrzejewski nutzt das weit zurückliegende Ereignis als Stoff für eine Parabel über Wünsche, Begehren, Reinheit und Schuld.

Ein Kinderkreuzzug zieht nach Jerusalem. Jakob, den Anführer, treibt die Idee, dass der Glaube und die Unschuld der Kinder größere Werke vollbringen können, als Waffengewalt. Ein alter Mönch wird zum Beichtvater der Gruppe um Jakob. Er stößt auf ein Geflecht aus Begehren und Eifersucht. Gerade hat Blanka gebeichtet, dass sie Jakob liebt, genau wie Maud und Alexander. Aber alle drei werden von Jakob zurückgewiesen. Deshalb schließt sich Blanka Alexander an, einem Griechen, dessen Eltern bei einem früheren Kreuzzug getötet wurden und der von Ludwig von Vendôme, Graf von Chartres und Blois, adoptiert wurde.

Schnee von gestern Von Karl Godewind Regie: Joachim Staritz Mit: Heide Kipp, Gerd Grasse, Klaus Piontek u.a. Produktion: Funkhaus Berlin 1990

Berlin in den 20er-Jahren: Pfandleiher Schöller wurde getötet, dicke Wintermäntel sind verschwunden. Weiß Püppi, die Kleinkriminelle, mehr?

Wir sind doch keine Räuberbande Von Peter Feraru Regie: Holger Rink Mit: Günter Lamprecht, Angelica Domröse u.a. Produktion: SFB 1990

Berlin 1929: Gustav hat im Knast gesessen. Nun ist er ohne Arbeit, die Familie muss ernährt werden. Er hofft auf den Verein ehemaliger Strafgefangener.

Von Liquid Penguin Ensemble Mit: Katharina Bihler, Elodie Brochier, Christian Higer Produktion: Liquid Penguin Ensemble für SR/DKultur 2014

Vor bald 500 Jahren erschien die erste ›Teütsche Grammatica‹ von Valentinus Ickelsamer. Darin unterweist er in der subtilen Kunst, »die Buochstaben recht nennen (…) und wie man’s mit den natürlichen Organis und Gerüst im Mund machet«. Einen Schritt weiter ging Ickelsamers Zeitgenosse, der Grammatiker Louis Meigret. Er wollte die französische Orthographie der Aussprache anpassen.

›Ickelsamers Alphabet‹ gewann den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2015 und war Hörspiel des Jahres 2014. Liquid Penguin Ensemble, 1997 von Katharina Bihler und Stefan Scheib gegründet, produziert Musiktheater, Hörspiele, Installationen.

Jerzy Andrzejewski (1909 – 1983), polnischer Schriftsteller und Dissident. Zweiter Teil am 27. März 18.30 Uhr

Dritter Teil am 28. März 18.30 Uhr

Mi 23. März 0.05 Uhr

Fr 25. März 0.05 Uhr

Sa 26. März 18.05 Uhr

Feature _ 54'19

Karfreitag

Feature (Ursendung) _ ca. 54'30

Bodies Under Attack

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 50'

Von Elodie Pascal Regie: Elisabeth Putz Produktion: NDR/RBB 2014

GAD Technologies

Nicht ohne meinen Hund New Yorker und ihre Haustiere

Ein junges Mädchen, von Neugier getrieben, begibt sich auf eine Abenteuerreise durch Tattoo- und Piercingstudios. Seit Urzeiten verändern Menschen ihr Äußeres durch Haare schneiden, Nägel lackieren oder Ohren durchstechen. Die einen gehen zum Schönheitschirurgen, um sich die Brüste oder Lippen vergrößern zu lassen, die anderen mögen Tätowierungen, Piercings, Implantate. Wird das Mädchen am Ende ihrer Reise, nach Gesprächen mit Ärzten, Psychologen und Body-Artists, ihren Körper modifizieren? Elodie Pascal, geboren 1982 in Orléans, studierte Philosophie in Paris und Québec. Heute lebt sie als Autorin in Paris.

Von Marija Bozinovska Jones und J. G. Biberkopf Produktion: DKultur/CTM Festival 2016

›To gad‹ bedeutet ›sich herum­ treiben/umherziehen‹. Gleichzeitig steht die Abkürzung GAD für ›General Anxiety Disorder‹, ›generalisierte Angststörung‹. Unstetigkeit und Angst sind typische Symptome der Verflüssigung im Zeitalter des extremen Technokapitalismus. Das zumindest behaupten die Künstlerin Marija Bozinovska Jones und der Komponist J. G. Biberkopf. ›GAD Technologies‹ gewann einen der beiden Produktionspreise beim Radio Lab 2016 von Deutschlandradio Kultur und CTM Festival Berlin. Marija Bozinovska Jones studierte Kunst in London.

Von Lisbeth Jessen Produktion: WDR/DKultur 2016

Jedes Jahr im Herbst werden in der St.-Johns-Kathedrale in New York Haustiere gesegnet – am Tag des Heiligen Franz von Assisi. Dieses Jahr ist auch Hund Lily mit dabei. Seine Besitzerin Janice lebt allein, Lily ist ihre einzige Gefährtin. Nach den Anschlägen des 11. September diagnostizierten die Ärzte eine Angststörung bei Janice. Dadurch konnte sie Lily als ›emotional support animal‹ (ESA) registrieren lassen. Nun kann Lily überallhin mitkommen, wo Tiere sonst nicht erwünscht sind – vom Restaurant bis ins Museum. Lisbeth Jessen, geboren 1956, studierte Journalismus und Filmdramaturgie. Zahlreiche Features für Danmarks Radio.

Gediminas Žygus, alias J. G. Biberkopf, geboren 1991 in Litauen, Musiker. Siehe auch ›Klangkunst‹ am 18. März

m ›Nicht ohne

einen Hund‹

©mauritius images/lumi

Vorgestellt von Clarisse Cossais

19

men 2014 ,

Mo 28. März 0.05 Uhr

Mo 28. März 18.30 Uhr

Mi 30. März 0.05 Uhr

Mi 30. März 21.30 Uhr

Ostermontag

Ostermontag

Feature _ 52'36

Hörspiel _ ca. 59'30

Freispiel (Ursendung) _ 54'30

Sondersendung: Hörspiel _ 53'30

Wunschsendung

Kurzstrecke 48 Feature, Hörspiel, Klangkunst

Die Pforten des Paradieses (3/3)

Mimìs Muff Die Entstehung einer Oper in vier Akten

Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Kurz,  ungewöhnlich  und  nicht  länger  als  20  Minuten:  Innovative,  zeitgemäße, radiophone Hörstücke  aus  den  Genres  Feature,  Hörspiel  und  Klangkunst  können  an  uns  geschickt  werden.  Wir  stellen  die  interessantesten vor.

Durch die Nacht mit Clara Motors Von Matthias Karow

Walden Von Gomez Lopez

Wo sind die bloß? Von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers

Von Jerzy Andrzejewski Übersetzung: Renate Lachmann Regie: Hans Ulrich Minke Mit: Dieter Borsche Produktion: RIAS Berlin 1980

Jakob  hatte  die  Vision,  dass  nur  Kraft des Glaubens und mit einem  Marsch  der  unschuldigen  Seelen  das  Grab  Jesu  aus  den  Händen  der  Türken  befreit  werden  könne.  Doch selbst die Kinder haben schon  Schuld auf sich geladen. Alexander  beichtet,  dass  er  seinen  Adoptivvater  nicht  vor  dem  Ertrinken  gerettet hat. Was hat Jakob zu beichten,  sind seine Motive glaubwürdig? Für  Andrzejewsk ist der Motor, der den  Einzelnen oder die Masse antreibt,  die  menschliche  Sehnsucht.  Aber  was aus reinen Wünschen geboren  wird,  verendet  in  Schmach.  »Vielleicht gibt es kein reines Begehren?«

Gewinnerstück des ARD PiNball 2015 Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke

20

Jerzy Andrzejewski (1909 – 1983), polnischer Schriftsteller und Dissident. Bekannt geworden für seine realistische Prosa, die sehr früh und weitsichtig die gesellschaftspolitischen Probleme des 20. Jahrhunderts zeigt. Während des Zweiten Weltkriegs war er im Widerstand aktiv, wo er versuchte, polnische Kulturgüter zu retten. Bereits in den 50er-Jahren trat er aus der kommunistischen Partei aus und wurde zu einem führenden Systemkritiker.

Von Jens Schellhass Regie: Rainer Clute Produktion: DKultur/RB 2014

Jens Schellhass begleitet den Opernregisseur  Benedikt  von  Peter  über  neun Monate und dokumentiert die  Entstehung  der  Oper  ›La  Bohème‹  am  Bremer  Theater.  Wir  erleben  den  Regisseur  in  der  sogenannten  ›Stunde null‹, vor der er sich immer  wieder  fürchtet,  die  Zeit,  in  der  er  zum ersten Mal über eine Inszenierung  nachdenkt.  Wie  er  mit  dem  Libretto ringt. Geht es wirklich um  die wahre Liebe? Hürden bauen sich  auf:  Die  Herren  sollen  in  Frauenkleidern Ballettunterricht nehmen.  Das  Theater  erwartet  einen  Erfolg,  das  Publikum  soll  strömen,  auch  des Geldes wegen, und um die Politik nicht zu enttäuschen. Der Druck  wächst, bis zum Premierenabend. Jens Schellhass, geboren 1963, lebt als Autor in Bremen.

©Jörg Landsberg

28.– 30. März 2016

, Theater Bre ›La Bohème‹n Peter : f‹ uf M ìs ›Mim : Benedik t vo Inszenierung

Von Elisabeth Burchhardt Regie: Christiane Ohaus Mit: Elisabeth Burchhardt, Wolf-Dietrich Sprenger, Jan Georg Schütte u.a. Produktion: NDR 2014

Es  war  einmal  ein  kleines  Mädchen,  das  hatte  nur  einen  sehnlichen  Wunsch:  Fee  sein  zu  dürfen.  Aber Feen haben langes, wallendes  Haar  und  das  Mädchen  mit  dem  Kurzhaarschnitt  sah  aus  wie  ein  Bub.  Annähernd  40  Jahre  später  kauft sich die mittlerweile erwachsene  Frau  einen  Zauberstab,  Wunderkerzen,  eine  Federboa  und  will  in  einem  harten  Hamburger  Kiez  den  Menschen  als  Fee  das  Glück  bringen. Elisabeth Burchhardt, 1969 in Wien geboren, lebt heute in Hamburg. Hier wurde sie Autorin und Fee.

IO D A R D N TSCHLA

DEU K U LT U R 16 0 2 L I R P A

INFOS FEATUREANTENNE

unter deutschlandradiokultur.de

die noch zu entdeckende Gegenwart

Ursendung:

Freitag

1. April

8. April

15. April

22. April

29. April

0.05 Uhr Klangkunst

Sleep (an attempt at trying) Von Arturas Bumšteinas Musikalische Einschlafhilfen sind der Ausgangspunkt für eine Hommage an die Schlaflosigkeit.

The Colony Von Bernard Clarke Die wunderbare Welt der Science-Fiction-Soundtracks

Folgen Sie mir pausenlos Von Antje Vowinckel Der ehemalige Flughafen Tempelhof als Partitur für eine spontane Sprachkomposition

Broken Landscapes Von Nicolas Bernier Zehn akustische Porträts von Klangkünstlern unserer Zeit

DKultur 2011

RTE 2014

DKultur 2012

Klänge Von Wassily Kandinski, Jeff Beer, Lydia Daher, Antye Greie, Frederico Sanchez u.v.a. Ein früher Vorreiter der Klangkunst aus der Sicht heutiger Musiker/-innen. BR 2015

Samstag

2. April

9. April

16. April

23. April

30. April

18.05 Uhr Feature

Wüstenblumen Von Heike Tauch Weibliche Genitalverstümmelung findet millionenfach statt. Es gibt Initiativen dagegen.

Das Uwe-Johnson-Puzzle Von Alexa Hennings Mecklenburg will Johnson neu entdecken. Aber Dichter und Land machen es sich gegenseitig nicht einfach.

Guten Tag auf Polnisch Von Lisbeth Jessen Eine New Yorkerin entdeckt ihre jüdischen und schlesischen Wurzeln. Das alte Familiengut steht zum Verkauf.

We’re in deep shit Von Khamis/Schairer Die Autoren reisen in den Libanon und entdecken das komplizierteste Land der Welt.

SWR 2015

NDR 2015

DKultur/WDR 2014

Die Rebellion im Hauptpostamt Von Hannelore Hippe »Wir gewinnen«, rief Freiheitskämpfer Connolly im brennenden Dubliner Hauptpostamt seinen Kameraden zu. Er behielt recht. DLR Berlin 1996

3. April

10. April

17. April

24. April

18.30 Uhr Hörspiel

Rolf Hochhuths ›Der Stellvertreter‹ Von Wendt/Schiller Rolf Hochhuths Frage nach der moralischen Mitschuld der katholischen Kirche an der Ermordung der Juden empörte die Gläubigen. DKultur 2013

Extraordinary. Stille. Ce soir Von Kuner/Marggraf Samuel Becketts Werk in der Erinnerung von Freunden und Schauspielern.

Die Kunst an nichts zu glauben Von Raoul Schrott Poetische Porträts: Menschen in alltäglichen Berufen fragen nach dem Gelingen des Lebens oder der Kunst des Scheiterns. DKultur 2016

Auch wenn wir gescheitert sind/Although We ... Von Tim Etchells In fragmentarisierten Politikerreden wird die Macht der Sprache kenntlich, ihr verführerisches, suggestives Potential. DKultur 2015

DKultur/SWR u.a. 2006

BR 2014

Montag

4. April

11. April

18. April

25. April

0.05 Uhr Freispiel

Making of Game Von Anna Seibt Die Autorin schaut Künstlern und Spiele-Entwicklern über die Schulter.

Blowback – Der Auftrag Hörspiel von Elodie Pascal Eine Geophysikerin hat ein riesiges Süßwasservorkommen entdeckt und ist seitdem verschwunden.

Talking Games Feature von R. Smarzoch Über Computerspiele und mit ihnen verbundene neue soziale Umgangsformen.

Kurzstrecke 49 Ungewöhnlich und kürzer als 20 Minuten: Innovative, radiophone Autorenproduktionen aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst werden vorgestellt und diskutiert.

DKultur 2014

DKultur 2014

NDR/WDR/HTMH 2015

Autoren/DKultur 2016

Montag

4. April

11. April

18. April

25. April

21.30 Uhr Kriminalhörspiel

Der Mord in der Rue Morgue Von Edgar Allan Poe Paris 1841: C. Auguste Dupin rekonstruiert die Morde an zwei Frauen.

Rolltreppen ins Nichts Von Hans Delbruck Mysteriöse Vorgänge auf einer Großbaustelle: ein verschwundener Bauleiter, fehlende Pläne und Hinweise auf einen Mord DKultur 2016

Das Schweigen Von Jan Costin Wagner Zwei Verbrechen an einem Ort, Täter, die sich gegenseitig belauern

Blutstein Von Johan Theorin Aberglauben, familiäre Verstrickungen und ein Mordanschlag.

WDR 2008

DKultur 2012

BR 1965

Mittwoch

6. April

13. April

20. April

27. April

0.05 Uhr Feature

Der Spezialist ist Autist Von Anja Kempe Softwarehersteller suchen fieberhaft nach Autisten mit ihren speziellen Begabungen.

The Wisdom of Jay Thunderbolt Von Kolk/Baker/Williams Auf Thunderbolts Visitenkarte steht »Party nacked«. Sonst nichts. Darunter eine Telefonnummer… Autorenproduktion 2011

Feature-Antenne … für die noch zu entdeckende Gegenwart. Mit einer kurzfristig eingesetzten Sendung, die auf das Hier und Jetzt reagiert.

WDR/SWR 2014

Teslanauten Von Sanyal/Ahlborn Tesla war der High-TechPopstar des 20. Jahrhunderts. Eine Reise auf den Gehirnströmen des Mannes, der das Licht eingeschaltet hat SWR 2014

Mittwoch

6. April

13. April

20. April

27. April

21.30 Uhr Hörspiel

Unter Wasser Von Guilbeault/Joubert Louis ist 16. Als ›Narcisse‹ holt er im Netz die Wünsche der Mitschüler ein. Erfüllung garantiert.

Regen Von Anne Weber Eine Apokalypse, die ganz harmlos daherkommt: Es regnet. Aus Rinnsalen werden Ströme.

Blumen für Otello Von Esther Dischereit Assoziative Szenenfolge auf den Spuren der NSU-Mordserie, dem Andenken der Opfer.

Tepegöz Von Sinan/Kuhla Frei nach einer Episode aus dem türkischen Sagenzyklus ›Dede Korkut‹.

SR/DKultur 2016

HR/DKultur 2016

DKultur 2014

SWR u.a. 2015

Info: deutschlandradiokultur.de

t: Raoul Schrot nichts ›Die Kunst an . April 17 zu glauben‹ ©Brigitte Friedrich

Sonntag

Autorenproduktion 2011

21

So 3. April 18.30 Uhr

Klangkunst _ 54'30

Hörspiel _ 73'37

Sleep (an attempt at trying)

Rolf Hochhuths ›Der Stellvertreter‹ Hörcollage mit Auszügen aus der Hörspielinszenierung des ›christlichen Trauerspiels‹ von Erwin Piscator (HR 1963)

Von Arturas Bumšteinas Produktion: DKultur 2011

Arturas Bumšteinas ist ein Nachtmensch. Wie viele Künstler nutzt auch der litauische Komponist die nocturne Stimmung gern zum Arbeiten und Fabulieren. Hellwach wurde Bumšteinas, als er auf einem Flohmarkt eine Sammlung von akustischen Einschlaf hilfen entdeckte. Sofort erwarb er die Tonbänder und ließ sie immer wieder an seinem Ohr vorüberziehen. Der Schlaf blieb zwar aus, dafür entfalteten die Bänder eine zutiefst hypnotische Wirkung. Angereichert mit dem Klang von Diktiergeräten, Kassettenrekordern, Bandmaschinen und Computern, orchestriert Bumšteinas ein nächtliches Schattenspiel der Klänge. Arturas Bumšteinas, geboren 1982 in Vilnius, lebt als Komponist und Medienkünstler in Warschau.

Von Marianne Wendt und Christian Schiller Regie: Marianne Wendt Produktion: DKultur 2013

Vor mehr als 50 Jahren stellte Rolf Hochhuth Fragen, die das Nachkriegsdeutschland erschütterten: Warum schwieg Papst Pius XII. zu den Judendeportationen? Darf der Stellvertreter Gottes nur seinem politischen Kalkül folgen? Die Theateruraufführung am 20. Februar 1963 führte zum größten Theaterskandal der BRD, und die bloße Ankündigung der Radiofassung provozierte eine Bombendrohung im Rundfunksender. Rolf Hochhuth, geboren am 1. April 1931 in Eschwege, Schriftsteller und Dramatiker. Marianne Wendt und Christian Schiller leben als Radio-, Film- und Theaterautoren in Berlin.

Sa 2. April 18.05 Uhr

Mo 4. April 0.05 Uhr

Feature _ 54'29

Freispiel _ 41'30

Wüstenblumen Oder: Die Beschneidung von Mädchen

Making of Game oder Der Klang von Schritten

Von Heike Tauch Produktion: SWR 2015

Nach Schätzungen der WHO leben heute auf der Welt rund 150 Millionen Frauen mit Genitalverstümmelung – in Deutschland um die 50 000 Millionen. Bis zu drei Millionen Mädchen droht jedes Jahr dasselbe Schicksal. Diese vor allem in Afrika angewandte Praxis ist durch die Migration nach Europa längst auch bei uns ein Thema. Was ist erforderlich, damit diese archaische Tradition zumindest hierzulande endet und nicht in den Nischen sich ausbreitender Parallelgesellschaften fortgeführt wird? Heike Tauch arbeitet seit 1992 als Autorin und Regisseurin fürs Radio.

Hörstück von und mit Anna Seibt Regie: Friederike Wigger Produktion: DKultur 2014

Deutschlandradio Kultur und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin haben sich 2014 zusammengetan, um gemeinsam ein auditives Handygame zu entwickeln. Ein Jahr lang hat Anna Seibt das Team aus Künstlern und Spielentwicklern bei Brainstormings, Sprachaufnahmen und während der Produktion begleitet. Herausgekommen sind ein Hörspiel und eine mobile App, deren 3-D-Soundwelt ein überraschendes und intensives Hörerlebnis bietet. Anna Seibt, geboren 1988, arbeitet in Berlin als Radioautorin und Regieassistentin. Infos zum Hörgame unter: blogs.deutschlandradiokultur.de/ hoergame

INFOS

ndeutschla unter d ltur.de u radiok

22

©akg-images/Denise Bellon

1.– 10. April 2016

Fr 1. April 0.05 Uhr

Mo 4. April 21.30 Uhr

Mi 6. April 0.05 Uhr

Kriminalhörspiel _ 49'

Feature _ 50'19

Der Mord in der Rue Morgue

Der Spezialist ist Autist

Von Edgar Allan Poe Bearbeitung und Regie: Edmund Steinberger Mit: Horst Tappert, Erik Jelde, Christian Marschall u.v.a. Produktion: BR 1965

Von Anja Kempe Regie und Ton: die Autorin Produktion: WDR/SWR 2014

Paris um 1840: Auguste Dupin, der erste Detektiv in der Geschichte der Kriminalliteratur, untersucht die Morde an Madame L'Espanaye und ihrer Tochter. Die Frauen wurden in ihrem Haus mit einem Rasiermesser getötet. Während der Polizeipräfekt von Paris akribisch Zeugen verhört, findet Dupin am Tatort seltsame Spuren. Mit einer deduktiven Methode gelingt es ihm, den Fall zu rekonstruieren. Poes Kurzgeschichte ›Der Mord in der Rue Morgue‹ erschien vor 175 Jahren, im April 1841.

Die besonderen Begabungen von Autisten im IT-Bereich sind begehrt wie die Seltenen Erden in der Hightech-Industrie. Die IT-relevanten Märkte werden sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, es fehlen also Tausende Spezialisten in den Bereichen Softwareentwicklung, Netzwerktechnologie und Datenbank-Management. Google und Microsoft suchen daher fieberhaft nach Autisten und ihren herausragenden Fähigkeiten auf diesen Gebieten. Auch der deutsche Softwarehersteller SAP beschäftigt seit 2014 Autisten. Die Autorin Anja Kempe hat sie besucht.

Edgar Allan Poe, geboren 1809 in Boston, gestorben 1849 in Baltimore. Schriftsteller und Redakteur diverser Zeitungen.

Anja Kempe, geboren 1956 in Bremerhaven, Autorin und Regisseurin von Reportagen und Features für den Hörfunk.

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Frühstück: Meine Schwester starrt auf ihr Handy. Meine Mutter auf ihren Fernseher. Mein Vater auf seine Zeitung. Ich auf meinen Computer. Zitat aus dem Hörspiel ›Unter Wasser‹

l-Ursendung

›Das Uwe-Jo

©Brigitte Friedrich

r‹, Hörspie ›Unter Wasse

e‹ hnson-Puzzl

Mi 6. April 21.30 Uhr

Fr 8. April 0.05 Uhr

Sa 9. April 18.05 Uhr

So 10. April 18.30 Uhr

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Klangkunst _ 49'40

Feature _ 54'30

Hörspiel _ 88'28

Unter Wasser

The Colony

Extraordinary. Stille. Ce soir. Samuel Beckett

Von Jean-François Guilbeault und Andréanne Joubert Übersetzung: Frank Weigand Regie: Anouschka Trocker Produktion: SR/DKultur 2016

Von Bernard Clarke Produktion: RTE 2014

Das Uwe-Johnson-Puzzle Von Mecklenburger Versuchen, eines Dichters habhaft zu werden

Louis ist 16 und träumt davon, ein Held zu sein. Als seine Lehrerin vergisst, sich aus dem internen Netzwerk auszuloggen, ergreift Louis seine Chance: Unter dem Decknamen Narcisse fordert er seine Mitschüler auf, ihm ihre Wünsche zu schicken, Erfüllung garantiert. Sedna verfolgt Louis‘ Treiben im Internet, auch sie hat Wünsche. Sie trainiert, unter Wasser so lang wie möglich die Luft anzuhalten. Jean-François Guilbeault und Andréanne Joubert gründeten 2012 ihre Compagnie ›Des Bouts du Monde‹, deren Stücke Theater und Zirkus vereinen.

Als »Kino für die Ohren« bezeichnete Michel Chion einst die Musique concrète und zog damit eine Parallele zwischen der frühen Filmkunst und der Avantgarde der Tonbandkomponisten. Der irische Klangkünstler Bernard Clark hat nun einen weiteren Brückenschlag zwischen den beiden Aufzeichnungsmedien gemacht. ›The Colony‹ erzählt von einem Kino zur Zeit der amerikanischen Double Features, als der Projektor noch ratterte, stellenweise auch streikte und man über gemeingefährliche Aliens sinnierte. Ein Hörstück zwischen Hommage und Parodie. Bernard Clarke ist Komponist und Moderator der mehrfach preisgekrönten Musiksendung ›Nova‹ im irischen Radio Lyric FM.

Von Alexa Hennings Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: NDR 2015

Ein Tonstudio: 365  Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern lesen Uwe Johnsons ›Jahrestage‹. Manche tun sich schwer mit seiner Sprache. Und mancher Mecklenburger tut sich schwer mit Uwe Johnson selbst – er ging im Unfrieden, manche vergessen ihm das noch immer nicht. Gleichzeitig werben mehrere Kleinstädte damit, Vorbild für ›Jeri­c how‹ zu sein, den Ort, in dem Uwe Johnsons Romanfigur Gesine Cress­pahl lebte. Bis auch sie die mecklenburgische Heimat verließ.

Alexa Hennings, geboren 1961, Journalistikstudium, seit 1992 Autorin. Zuletzt: ›Pommerland – Klein Jasedow oder: Leben vor dem Kollaps‹ (DLF 2016).

Von Jean-Claude Kuner, Andrea Marggraf Mit: Fritz Lichtenhahn, Tonio Arango, Friedhelm Ptok u.a. Komposition: Thomas Bächli Produktion: DKultur/SWR/WDR/ National Radio ABC, Australien 2006

Ein alter Mann hält Rückschau. Er sucht in seiner Wohnung nach Erinnerungsstücken an seinen Schöpfer Samuel Beckett und findet neben anderen Tonbändern, Dokumenten und Geschichten aus den Archiven ›Das letzte Band‹: Das Spiel mit den Bändern führt nach Dublin, London, Paris und Berlin zu Freunden und zu Schauspielern. Auch sie erzählen von Beckett. Andrea Marggraf, Theaterwissenschaftlerin und Hörfunkautorin. Jean-Claude Kuner, vielfach ausgezeichneter Hörfunkautor und Regisseur.

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11.– 24. April 2016

Mo 11. April 0.05 Uhr

Mi 13. April 0.05 Uhr

Fr 15. April 0.05 Uhr

Freispiel _ 50'42

Feature _ 53'50

Klangkunst _ 50'06

Blowback – Der Auftrag

Teslanauten Eine Reise auf den Gehirnströmen des Mannes, der das Licht eingeschaltet hat

Folgen Sie mir pausenlos Ein Speakview mit automatischen Sprechern

Hörspiel von Elodie Pascal Regie: Elisabeth Putz Mit: Manfred Lehmann, Maryam Zaree, Udo Schenk, Stefan Krause u.v.a. Produktion: DKultur 2014

2047: Auf der Erde ist ein Kampf um die letzten Süßwasserreserven entbrannt, Wasser ist der wichtigste Rohstoff der Welt. Der ehemalige Agent Dereo Durand erhält den Auftrag, eine Geophysikerin zu suchen. Ihre Spur verliert sich in einem Unterwasserhotel … ›Blowback – Der Auftrag‹ war Hörspiel des Monats Januar 2015, Hörspiel und Hörgame ›Blowback – Die Suche‹ gewannen bei den ›New York Festivals 2015‹ den ›Silver Radio Award‹ in der Kategorie ›Best Innovation‹.

Mithu Sanyal, geboren 1971 in Düsseldorf, ist Journalistin, Autorin und Kulturwissenschaftlerin. Christian Ahlborn, geboren 1967 in Düsseldorf, ist Hörfunkjournalist, Fotograf und Grafiker.

Antje Vowinckel lebt als Klangkomponistin, Hörspielmacherin und Regisseurin in Berlin.

Mo 11. April 21.30 Uhr

Mi 13. April 21.30 Uhr

Sa 16. April 18.05 Uhr

Kriminalhörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Feature _ 52'06

Regen

Guten Tag auf Polnisch

Von Anne Weber Regie: Christine Nagel Musik: Tobias Rüger Produktion: HR/DKultur 2016

Von Lisbeth Jessen Übersetzung und Sprachregie: Ingo Kottkamp Produktion: DKultur/WDR 2014

In ihrem ersten Hörspiel beschreibt Anne Weber eine Apokalypse, die ganz harmlos daherkommt: Es regnet. Vielleicht ist es Frühjahr oder Herbst, die Jahreszeit wird nicht genannt, ebenso wenig der Ort, eine große Stadt jedenfalls, in der sich noch lange die Rituale des guten Lebens aufrechterhalten lassen. Noch macht der Regen gelegentlich eine Pause. Bis er sich dann doch in den Straßen sammelt, bis aus Rinnsalen Ströme werden. Die Elektrizität fällt aus, die Mieter der unteren Etagen drängen nach oben.

Ann Elizabeth wohnt in Manhattan. Ihre Großmutter war 1936 mit zwei Söhnen aus Deutschland emigriert, und die Söhne haben sich in den USA neu erfunden. Nach dem Tod der Großmutter wird ein Koffer mit alten Familienfotos geöffnet und bringt Familiengeheimnisse zum Vorschein. Ann wird sich ihrer jüdischen Ursprünge bewusst und reist nach Dobrodzien, das früher Guttentag hieß. Das Familiengut steht jetzt zum Verkauf.

›Blowback‹ kann weitergespielt werden. Infos unter: blogs.deutschlandradiokultur.de/hoergame

nberg: Lilith Stange Der Auf trag‹ – ck ba w lo ›B

Rolltreppen ins Nichts Von Hans Delbruck Regie: Judith Lorentz Produktion: DKultur 2016

Kultursenator Quickstedt führt Journalisten über die Großbaustelle. Hier entsteht eine Cultural Event Mall, Deutschlands Antwort auf das Centre Pompidou de Paris. Investoren aus Hongkong und die öffentliche Hand betreiben das Projekt gemeinsam, doch gearbeitet wird schon seit einiger Zeit nicht mehr. Bauleiter Schmidt ist verschwunden und mit ihm wichtige Unterlagen. Lokalreporter Grimm und Volontärin Maja brechen nachts in den künftigen Kulturtempel ein und laufen über gigantische Roll­ treppen ins Nichts. ©Deutschlandradio/René Fietzek

Von Antje Vowinckel Mit: Dave Ball, Clarisse Cossais, Axel Dörner, Fernanda Farah u.a. Produktion: DKultur 2012

Neun Personen gehen über den ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof. Mit Headset-Mikro und einem individuellen Audioguide verfolgen sie nacheinander den selben Weg. Dabei sprechen sie ohne Unterbrechung. Sie ›filmen‹ sprechend ihren Weg ab, zerlegen ihn in einzelne Bilder. Aus diesen Sprechströmen montiert die Radiokünstlerin Antje Vowinckel ein Hörpanorama der ›Tempelhofer Freiheit‹. Verschiedene Perspektiven überlagern sich, es entsteht eine Art akustisches Schielen. Antje Vowinckel zeigt 2012 einen Ort im Umbruch. Nicht mehr Flughafen, noch nicht Parkanlage, wird das Gelände als Konstruktion Vieler hörbar, als Übergang zwischen den Zeiten. Eine Projektionsfläche für Visionen.

Elodie Pascal, 1982 in Orléans geboren, lebt als Hörspielautorin in Paris.

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Von Mithu Sanyal und Christian Ahlborn Regie: Walter Filz Produktion: SWR 2014

Hans Delbruck, geboren 1955 in Feuchtwangen. Übersetzer und Ghostwriter in Berlin.

Wechselstrom, Generatoren und Transformatoren, Oszillatoren, Spulen, drahtlose Energie und Nachrichtenübertragung. 112 Patente hat der Physiker, Ingenieur und Erfinder Nikola Tesla (1856 – 1943) angemeldet. Einige davon waren genial und epochal, andere eher verrückt und fantastisch. Doch was immer Tesla plante, stets umgab ihn eine magisch-mysteriöse Aura. Er war eine Art High-Tech-Popstar des 20.  Jahrhunderts, ein Strom-Schamane und Magnetfeld-Magier, dessen Leben nicht weniger bizarr war als seine Erfindungen.

Anne Weber, geboren 1964 in Offenbach am Main, Autorin und Übersetzerin, lebt in Paris, schreibt in beiden Sprachen und erhielt dafür viele Preise.

Lisbeth Jessen, geboren 1956, Journalistik-Studium, arbeitet seit 1984 für Danmarks Radio.

So 17. April 18.30 Uhr

Mo 18. April 21.30 Uhr

Mi 20. April 21.30 Uhr

Sa 23. April 18.05 Uhr

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 70'

Kriminalhörspiel _ 54'28

Hörspiel _ 53'48

Feature _ 54'28

Die Kunst an nichts zu glauben

Das Schweigen

Blumen für Otello Über die Verbrechen von Jena

Die Rebellion im Hauptpostamt

Von Raoul Schrott Funkeinrichtung und Regie: Michael Farin Mit: Raoul Schrott u.a. Komposition: Suzanne Farrin Produktion: DKultur 2016

Von Jan Costin Wagner Regie: Annette Kurth Mit: Ulrich Noethen, Susanne Lothar, Marlen Diekhoff, Vadim Glowna u.v.a. Produktion: WDR 2008

Nicht selten ist ein Buch der Auslöser, Ausgangspunkt für ein neues, ein weiteres Buch. In diesem Fall: ›De Arte Nihil Credendi – Über die Kunst an nichts zu glauben‹, ein Traktat aus dem 17. Jahrhundert. Gäbe es dieses »Manual der transitorischen Existenz« nicht, es müsste erfunden werden. Passagen daraus bildeten die Inspirationsquelle für neue Gedichte, sie sind zugleich aber auch ihr Spiegel, Illuminationen von fremder Hand. Es entsteht ein Wortgewebe, das den Moment feiert, ganz im Diesseits angesiedelt.

In der finnischen Stadt Turku verschwindet die 13-jährige Sinikka. Polizisten finden ihr Fahrrad und eine Blutspur. Der Fall weist Parallelen zu einem Verbrechen auf, das Jahrzehnte zurückliegt und nicht aufgeklärt werden konnte. Gibt es einen Zusammenhang? Die beiden noch lebenden Täter töteten vor 34 Jahren ein Mädchen. Nun beginnen sie, sich gegenseitig zu belauern. Jan Costin Wagner, geboren 1972, lebt bei Frankfurt/M. und in Finnland. Bekannt wurde er durch die Figur des Kommissars Kimmo Joentaa.

Raoul Schrott, 1964 in Tirol geboren, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, war persönlicher Sekretär des Surrealisten Philippe Soupault.

Von Esther Dischereit Regie: Giuseppe Maio Mit: Christian Grashof, Leslie Malton, Uwe Preuss u.a. Komposition: Lutz Glandien Produktion: DKultur 2014

Der Generalbundesanwalt übernahm zehn Jahre nach dem ersten rassistisch motivierten Mord am 11.11.2011 die Ermittlungen. Am gleichen Tag verschwanden in Bundesund Landeskriminalämtern und den Organen des Verfassungsschutzes Akten zu diesen Verbrechen. Auf den Spuren der NSU-Mordserie sucht Esther Dischereit in einer assoziativen Szenenfolge nach den Hintergründen. Esther Dischereit, geboren 1952 in Heppenheim, lebt in Berlin und Wien. Das gleichnamige Buch erschien 2014.

Von Hannelore Hippe Regie: Beate Ziegs Mit: Donata Höffer, Otto Sander, Viktor Neumann u.a. Produktion: DLR Berlin 1996

»Nur Mut Jungs, wir gewinnen«, rief der irische Freiheitskämpfer James Connolly im brennenden Dubliner Hauptpostamt seinen Kameraden zu. Er behielt recht. Nur hat er die Unabhängigkeit Irlands von Großbritannien nicht mehr erlebt, die als »Spätfolge« des Osteraufstands sechs Jahre später erklärt wurde. Vor etwa 50 Jahren interviewte ein Ire die letzten noch lebenden Teilnehmer dieses Osteraufstandes von 1916. Das bis dahin unveröffentlichte Material stand der Autorin zur Verfügung. Hannelore Hippe, geboren 1951 in Frankfurt am Main, Autorin, Regisseurin und Hörfunkjournalistin.

Mo 18. April 0.05 Uhr

Mi 20. April 0.05 Uhr

Fr 22. April 0.05 Uhr

So 24. April 18.30 Uhr

Freispiel _ 50'21

Feature _ 27'50

Klangkunst _ 67'

Hörspiel _ 50'44

Talking Games Streifzüge durch virtuelles Terrain

The Wisdom of Jay Thunderbolt

Klänge

Auch wenn wir gescheitert sind/ Although We Fell Short

Von Nick van der Kolk, Brendan Baker und Nick Williams Autorenproduktion für Love + Radio podcast from Chicago Public Media 2011

Von Wassily Kandinsky und Jeff Beer, Lydia Daher, Saam Schlamminger, Antye Greie, Federico Sanchez, Wrekmeister Harmonies, Emily Manzo, Glenn Jones, David Grubbs, Chris Cutler, Sophia Domancich Regie: Karl Bruckmaier Produktion: BR 2015

Feature von Raphael Smarzoch Regie: Leonhard Koppelmann, Stefan Wiefel Komposition: Elena Chekanova, Robert Gusiolek Produktion: NDR/WDR/Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover 2015

Jeden Tag geht Angel mehrere Stunden online und streamt Computerspiele. Ihre Community schaut zu und chattet mit ihr, denn die junge Gamerin versteht ihren Kanal auch als Diskussionsforum. Und die elektronischen Spiele sind mehr als nur Zeitvertreib: Sie kommentieren gesellschaftliche Entwicklungen und formulieren moralische Pro­ bleme, üben aber auch Regelstrukturen und Denkmuster ein, die zunehmend unseren Alltag durchdringen. Raphael Smarzoch, 1981 geboren, Autor und Journalist. Schreibt für verschiedene Musikmagazine und für den Rundfunk.

Jay Thunderbolts Visitenkarte ist ein bisschen geheimnisvoll. Es steht nur eine Telefonnummer darauf und darunter: »Thunderbolt – Party Naked«. Wenn man dort anruft, lädt Thunderbolt zu einem privaten Stripclub ein, den er aus seinem Bungalow in einem Arbeiterviertel in Detroit heraus betreibt. Eine lange, verwickelte Geschichte in einem Mix aus Interview und Dancetrack. Brendan Baker ist Radioproduzent und Redakteur. Nick van der Kolk ist Radioproduzent und Sounddesigner. Nick Williams ist Multimedia-Künstler und Popkultur-Experte. Im Anschluss führen wir ein Gespräch über die aktuelle Podcast-Entwicklung in den USA.

1913 publiziert der Maler Wassily Kandinsky unter dem Titel ›Klänge‹ ein schmales Büchlein, das neben Holzschnitten auch eigene Prosagedichte enthielt. Es erwies sich als wegweisend für die russische Avantgarde und die Dada-Bewegung. Heute, ein gutes Jahrhundert später, wurden die Texte Kandinskys einer neuen, pop-sozialisierten Generation von Künstlern übergeben. Eine Wechselwirkung mit der Musik unserer Zeit in ihrer ganzen Bandbreite. Wassily Kandinsky, geboren 1866 in Moskau, gestorben 1944 in Paris, komponierte bahnbrechende Bilder und Gedanken zur Kunst.

Von Tim Etchells Übersetzung: Astrid Sommer Funkeinrichtung und Regie: Erik Altorfer Mit: André Jung Komposition: Martin Schütz Produktion: DKultur 2015

In diesen fragmentierten, historischen und zeitgenössischen Texten geht es um universale Mechanismen der politischen Rhetorik. Es geht um die Macht durch Sprache, die Kraft der politischen Rhetorik. Suggestion als Spiel der Sprache. Verführung, Überzeugung und Apologie. Die Sprache ist die Nahrung und das Fundament für die (Un-)Glaubwürdigkeit der Politik. Das Sprechen ist das Handeln des Politikers. Eine scheinbar hoffnungsfrohe Lektion in politischem Fatalismus. Tim Etchells, geboren 1962, englischer Theaterautor und Multimediakünstler.

» 

ich hatte einen seekompass und einen magnetischen norden. doch im atlas meines lebens sammeln sich schnappschüsse, die man kaum wiederfindet. Raoul Schrott: ›Die Kunst an nichts zu glauben‹ (Auszug aus dem Gedicht : Rückkehr I)

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Freispiel (Ursendung) _ 54'30

Kurzstrecke 49 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Kurz, ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen innovative, zeitgemäße, radiophone Autorenproduktionen aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst vor. In der aktuellen Ausgabe präsentieren wir unter anderem:

Nicht mit uns Von Matthias Abel

Fluglärm über Hanau Von Lasse-Marc Riek

Ulrich Noeth

Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke

en, Judith En

gel: ›Blutste

in‹ ©Deutschlandradio/Jonas Maron

25.– 30. April 2016

Mo 25. April 0.05 Uhr

Wiederholung am 4. Mai 0.05 Uhr

Mo 25. April 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 56'13

Blutstein Nach dem Roman von Johan Theorin Bearbeitung: Andrea Czesienski Regie: Götz Naleppa Mit: Otto Mellies, Judith Engel, Ulrich Noethen u.a. Produktion: DKultur 2012

Wenn sich Elfen und Trolle im Steinbruch bekämpfen, färbt ihr Blut den Stein rot. Vendela kennt die Geschichten, denn sie verbrachte ihre Kindheit auf Öland. Mit ihrem Mann hat sie eine Villa am Steinbruch bezogen. Ein Nachbar ist der alte Gerlof, der andere der frisch geschiedene Per. Als sein Vater, der Filmproduzent Jerry Morner, umgebracht wird, macht sich Per auf, den Mörder zu suchen. Johan Theorin, geboren 1963 in Göteborg. Schrieb ein Krimi-Quartett, das auf der Insel Öland spielt.

Mi 27. April 0.05 Uhr Feature

Die Feature-Antenne … … für die noch zu entdeckende Gegenwart.

Mi 27. April 21.30 Uhr

Fr 29. April 0.05 Uhr

Sa 30. April 18.05 Uhr

Hörspiel _ 56'50

Klangkunst (Ursendung) _ 37'27

Feature _ 54'01

Tepegöz. Frei nach einer Episode aus dem türkischen Sagenzyklus ›Dede Korkut‹

Broken Landscapes

We’re in deep shit Der Libanon, das komplizierteste Land der Welt

Realisation und Komposition: Marc Sinan Texteinrichtung: Holger Kuhla Mit: Lars Rudolph und Jelena Kuljic Produktion: SWR in Kooperation mit den Dresdner Sinfonikern und dem Maxim Gorki Theater Berlin 2015

Die Geschichten des türkischen Erzählzyklus ›Dede Korkut‹ wurden im 15. Jahrhundert gesammelt. Sie entstammen mündlichen Traditionen, die sich aus den Mythen des Nomadenvolkes der Oghusen ableiten. Ein Hirte entdeckt Nymphen beim Tanz. Er vergewaltigt eine von ihnen. Der Schandtat entspringt ein einäugiges Kind – und ein Fluch: Tepegöz, das »Scheitelauge«, soll das Volk der Oghusen vernichten.

Mit einer kurzfristig eingesetzten Sendung, die auf das Hier und Jetzt reagiert. Mehr dazu zeitnah unter: deutschlandradiokultur.de

Marc Sinan, geboren 1976 in München als Sohn einer türkisch-armenischen Mutter.

Von Nicolas Bernier Mit Klängen von: Hervé Birolini, Barbara Ded, Luc Ferrari, Gilles Gobeil, Helena Gough, Francisco Meirino, Jérome Minière, Pauline Oliveros, Alexander Schubert, Zimoun Autorenproduktion 2011

Soundscapes dokumentieren, erforschen und interpretieren unsere Klangumgebungen auf künstlerische Weise. Dieser akustische ›Blick‹ auf die Welt ist einzigartig, bei jedem Klangkünstler fällt er anders aus. Für das Hörstück ›Broken Landscapes‹ bat der Nicolas Bernier Freunde und Vorbilder um ihre privaten Tonaufnahmen. Die geliehenen Klangwelten überlagerte er mit eigenem Material. Jedem Freund widmete er eine ›gebrochene Landschaft‹.

Nicolas Bernier, geboren 1977 in Ottawa, lebt als Klangkünstler und Dozent in Montréal.

Von Sammy Khamis und Florian Schairer Produktion: BR 2014

Sammy Khamis und Florian Schairer reisen in den Libanon. Sie treffen eine junge Sunnitin, die ihren Großvater als Faschisten beschimpft; eine Schiitin, die sich über fromme Männer aufregt, die ihr schamlos auf den Busen glotzen, einen Münchner Studenten mit libanesischen Wurzeln, der die Reporter in sein christliches Dorf zur Party mit UNO-Soldaten mitnimmt. Sie sprechen mit dem Sänger einer Indie-Band, der eine Hymne über schwule Liebe geschrieben hat, und mit einem Professor für arabische Geschichte, der ISIS für eine interessante Option hält. Sammy Khamis, geboren 1986 bei München, freier Journalist vor allem für den Hörfunk. Florian Schairer, geboren 1974 in München, ist Autor und Reporter, u.a. beim Zündfunk, dem Szenemagazin vom BR.

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IO D A R D N TSCHLA

DEU K U LT U R MAI 2016

INFOS unter deutschland­ radiokultur.de

REIHE ›Durch Osteuropa‹

Ursendung:

1. Mai Tag der Arbeit

8. Mai

18.30 Uhr Hörspiel

That night follows day/Dass Wir Kellerkinder Von Wolfgang die Nacht dem Tag folgt Von Tim Etchells Neuss Macke, Adalbert und  Arthur wollen eine Jazz band  DKultur 2008 Sight is the Sense that Dying gründen. Sie sind aus der  Heilanstalt entlassen worden  People Tend to Lose First Von Tim Etchells und stolpern durch Berlin.  DKultur 2016 RIAS Berlin/NDR 1960

Montag

2. Mai

0.05 Uhr Freispiel

15. Mai

22. Mai

29. Mai

My body in 9 parts Von Raymond Federman Ein Körper, seine Glieder,  seine Narben. Über die Kör­ perteile kann man philoso­ phieren. Die Narben haben  ihre eigenen Geschichten. DKultur 2008

Mein Kampf Von George Tabori Im Obdachlosenasyl in der  Wiener Blutgasse nimmt  ein gescheiterter Kunstmaler  Logis. Die jüdischen Mit­ bewohner kümmern sich. RIAS Berlin/BR u.a. 1988

Das Tier der Zeit Von Valère Novarina Ein Mann auf einem Fried­ hof für Menschen und Tiere.  Seine Rede geht an die Tiere.  Er bekommt keine Antwort,  redet sich in Rage. DKultur 2016

9. Mai

16. Mai

23. Mai

30. Mai

The Black Hole Radio Von Luise Voigt In einer Versuchsanordnung  wird das Wachstumsparadig­ ma infrage gestellt.

Mutterseelenallein Von Matthias Kapohl Liebevoll, übergriffi g und  überfordert: Mütter als  Managerinnen des Lebens  ihrer Kinder

Sommercamp Von Luncke/Schäfers Zwei Wochen im Ferienlager  – wir hören, wie Jugendliche  und Kinder Beziehungen  knüpfen.

Moving Homes Von Th. Meadowcroft Zyklone können die Welt ge­ hörig durcheinanderbringen.  Thomas Meadowcroft bietet  musikalischen Trost.

SWR 2015

WDR 2014

DKultur 2016

DKultur 2016

Kurzstrecke 50 Ungewöhn­ lich und kürzer als 20 Minu­ ten: Innovative, radiophone  Autorenproduktionen aus  den Genres Feature, Hörspiel  und Klangkunst werden  vorgestellt und diskutiert.  Autoren/DKultur 2016

16. Mai Pfingstmontag

Montag

2. Mai

9. Mai

21.30 Uhr Kriminalhörspiel

Inspekteur Jury auf der Treppe zum Meer Von Martha Grimes Todesfälle an der Küste  Cornwalls. Inspektor Jury  und Melrose Plant ermitteln  in Bletchly. MDR 2003

Ins Gras beißen die andern Von Jamie Mason Jason hat seinen Wider­ sacher umgebracht und im  Garten vergraben. Nun wird  dort eine Leiche gefunden.  Es ist nicht Jasons Opfer. DKultur 2016

Mittwoch

4. Mai

11. Mai

18. Mai

25. Mai

0.05 Uhr Feature

Kurzstrecke 49 Innovative, zeitgemäße,  radiophone Hörstücke  aus den Genres Feature,  Hörspiel und Klangkunst.

Maikäfer flieg Von Lotta Y. Wieden Pommern, Krieg, Verlassen­ werden – warum ist gerade  dieses Lied so verankert im  Gedächtnis der Deutschen?

Autoren/DKultur 2016

DKultur 2014

Krakau mit Händen und Füßen Von Andra Joeckle Mit originellem Blick und  Sprachwitz lässt die Autorin  die aufwändig restaurierte  Altstadt hinter sich und  erkundet das Krakau der  Gegenwart. DKultur 2009

Diese Stadt stand in einem anderen Land Von Anselm Weidner Der Plattenbau in HA­NEU  war eine Ikone der  DDR­Moderne. Seine  Zukunft ist ungewiss. WDR 2015

kein Krimi

23. Mai

30. Mai

Zolas Schornstein Von Christoph Prochnow Starb Schriftsteller Emile  Zola durch einen Unfall?

Unter dem Messer Von Ivor Wilson Eine verschwundene Frau,  zwei tote Soldaten und ein  geheimer Militäreinsatz.

DKultur 2014

WDR 2001

Mittwoch

4. Mai

11. Mai

18. Mai

25. Mai

21.30 Uhr Hörspiel

Bitten an Karl Von Saskia Nitsche Elise und Karl und Hanno  in der Trabantenstadt. Die  Fabrik schließt, die Väter  verlieren ihre Arbeit.

Über uns die Lichter Von Sarah Trilsch Entscheidende Momente im  Leben von Frank, Angelika,  Anne, Petra und dem alten  Vater

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß Von Hiromi Kawakami Die Liebe zum Essen verbin­ det Tsukiko und ihren alten  Japanischlehrer.

Jobcenter Von Enzo Cormann Der arbeitslose Ingenieur  Smec handelt nicht nach den  Regeln des Jobcenters und  besorgt sich eine Waffe.

SWR 2014

RBB 2014

DKultur 2014

DKultur 2016

Freitag

6. Mai

13. Mai

20. Mai

27. Mai

0.05 Uhr Klangkunst

Sonic Reflections Von Colin Black Eine Geschichte der  Klangkunst im Radio als  Klangkomposition.

Moving Homes Von Th. Meadowcroft Zyklone können die Welt  gehörig durcheinander­ bringen.

Trilogie für Windgeneratoren Von S.-Å. Johansson Windräder als Musik­ instrumente

Das Wetter in Offenbach Von Th. Stiegler/H. Seidl Ein akustisches Porträt der  Stadt Offenbach

DKultur 2015

DKultur 2016

DLR Berlin 2000

HR 2010

hkeit des ›Die Alltäglic 28. Mai n‹ Unsichtbare

5. Mai 18.30 Uhr Sondertermin Himmelfahrt Traurigkeit und Melancholie Von Bonn Park George hat alles gesehen  und erlebt und mag nicht  mehr. Die Zeit ist zu schnell  geworden für die Riesen­ schildkröte.

Samstag

7. Mai

14. Mai

21. Mai

28. Mai

18.05 Uhr Feature

Junges Europa Von Kappes/Schilling/ Winkelmann Vier Journalisten unterwegs  in Bulgarien und Rumänien  abseits der Klichees

Kollektivbild mit Dame Von Katja Artsiomenka Aktivistin, Arbeiterin, Mutter,  Russian Beauty – die Frau  in der Sowjetunion. Auf der  Suche nach neuen Rollen­ bildern. WDR 2014

Das Modell von Érpatak Von Keno Verseck Der Nationalist Mihály  Orosz führte im Dorf das  ›Modell von Érpatak‹ ein  und etablierte es als verbind­ liches Wertemodell. SWR 2014

Die Alltäglichkeit des Unsichtbaren Von Elisabeth Putz Lunik IX gilt als größtes  Roma­Getto in Europa.  Journalisten kommen hierher  um ›Safari‹ zu machen.  DKultur 2015 DKultur/ORF/RBB 2016

SWR 2013

©Anja Schäfer

Sonntag

Reihe:

27

Mo 2. Mai 21.30 Uhr

Sondertermin

Kriminalhörspiel _ 58'

Hörspiel _ 89'45

Inspektor Jury auf der Treppe zum Meer

Wir Kellerkinder Ein Hörbild aus dem Jahr 1960 Von Wolfgang Neuss Regie: Wolfgang Spier Mit: Wolfgang Neuss, Friedrich Luft, Martin Held, Klaus Becker, Ewald Wenck u.a. Komposition: Johannes Rediske Produktion: RIAS Berlin/NDR 1960

Die auf Probe aus der Heilanstalt entlassenen Freunde Macke, Adal­ bert und Arthur erklären sich bereit, zwei Reportern zu helfen, Haken­ kreuz-Schmierereien an Hauswän­ den zu suchen. Als die Freunde die Schmierereien eigenhändig an­ bringen, erscheint die Polizei. Die Männer fliehen in Mackes Keller, der schon häufiger als Zufluchts­ ort diente: Während der NS-Zeit hatte Hitlerjunge Macke dort einen Kommunisten versteckt, nach dem Krieg seinen Vater, einen alten Nazi. Eigentlich wollten die drei Freunde in der Freiheit eine Jazzband grün­ den, doch am Ende landen sie wie­ der in der Anstalt.

Von Martha Grimes Regie: Hans Gerd Krogmann Mit: Felix von Manteuffel, Matthias Ponnier, Angela Winkler u.v.a. Produktion: MDR 2003

Melrose Plant will an der Küste  Cornwalls ausspannen. Er hat das leer stehende Herrenhaus der Bletchleys gemietet. Vor Jahren wur-  den an diesem Ort zwei Kinder der Familie tot am Strand gefunden. Der Fall blieb ungelöst. Jetzt ist Chris Wells verschwunden, die ei­ nen Tea-Room in Bletchley besitzt. Als Plant die Vermisstenanzeige aufgibt, erfährt er, dass im Nachbar­ ort eine weibliche Leiche entdeckt wurde. Es gibt viel zu tun für Ins­ pektor Jury. Martha Grimes, geboren am 2. Mai 1931 in Pittsburgh/USA. International bekannt durch ihre Romane um Inspektor Jury.

Wolfgang Neuss (1923 – 1989), Kabarettist und Schauspieler.

R

Colin Bla adiokünstler

ck: ›Sonic R

ef lections‹

Mo 2. Mai 0.05 Uhr

Mi 4. Mai 0.05 Uhr

Mi 4. Mai 21.30 Uhr

Do 5. Mai 18.30 Uhr

Freispiel _ 41'58

Feature _ 54'30

Hörspiel _ 29'27

Sondertermin

The Black Hole Radio

Kurzstrecke 49 Feature, Hörspiel, Klangkunst

Bitten an Karl

Himmelfahrt

Von Saskia Nitsche Regie: Judith Lorentz Mit: Christoph Gawenda, Benjamin Kramme, Mandy Rudski Produktion: SWR 2014

Hörspiel _ 60'38

Am Morgen nehmen die Väter den Zug zur Fabrik, am Abend kehren sie zurück. Die Ordnung der Tra­ bantenstadt, in der Elise, Karl und Hanno leben, ist bestimmt durch den Rhythmus des Zuges. Bis er eines Morgens nicht mehr fährt. Die Fabrik hat geschlossen. Die Väter verlieren ihre Aufgabe, man beginnt, den Ort abzureißen. Elise und Karl ziehen sich in ihre inneren Welten zurück. Hanno bringt den Mut auf, dem Verfall mit Plänen zu begegnen.

Von Bonn Park Regie und Komposition: wittmann/zeitblom Mit: Trystan Pütter, Thilo Prückner, Jule Böwe, Cobrakiller u.a. Produktion: DKultur 2015

Hörspiel von Luise Voigt mit der Gruppe huRRa!! Komposition: Björn SC Deigner Produktion: SWR 2015

›Gespräche über das Nullwachstum und Lieder aus der Nachbarschaft‹: Die Autorin bringt drei Menschen dazu, über das Nullwachstum nach­ zudenken. Sie scheitern, neh­ men erneut Anlauf und scheitern wieder. Musiker bearbeiten das O-Ton-Material, belassen aber Ver­ sprecher und Pausen, Rhythmus und Sprachmelodie. So entsteht ein Hörstück über das Nachdenken, das Suchen nach Begriffen. ›The Black Hole Radio‹ war Hörspiel des Mo­ nats Juni 2015. Luise Voigt, geboren 1985 in Nordhausen/Thüringen, 2011 Gründung des Regieteams ›huRRa!!‹.

Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Kurz, ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen innovative, zeitgemäße, radiophone Autorenproduktionen aus den Gen­ res Feature, Hörspiel und Klang­ kunst vor. In der aktuellen Ausgabe präsentieren wir unter anderem:

Nicht mit uns Von Matthias Abel

Fluglärm über Hanau Von Lasse-Marc Riek Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke Wiederholung vom 25. April 0.05 Uhr

Saskia Nitsche, geboren 1986 in Bamberg, studierte Szenisches Schreiben in Berlin und literarisches Schreiben in Leipzig.

Traurigkeit und Melancholie oder der aller aller einsamste Georg aller Zeiten

Riesenschildkröte George, der letz­ te seiner Art, hat alles erlebt: Kriege, Revolutionen, Erfolge, Niederlagen, Liebe und Trennungen. Nun sehnt er sich nach der warmen Sandmul­ de, in der er geboren wurde. Dort will er sterben. »... Der Einsame hat viele gute Gründe, warum er nicht mehr mitmachen möchte, und das ist im Grunde die Quintes­ senz. Denn George hat ja eigentlich nie mitgemacht ... Er ist einfach zu langsam oder die Zeit zu schnell.« Bonn Park, 1987 in Berlin geboren, wuchs in Berlin, Korea und Paris auf. Schreibt Theaterstücke.

28

©Colin Black/Privat

1.– 8. Mai 2016

So 1. Mai 18.30 Uhr

INFOS

as die Nac llows day/D ›That night fo it Chorkindern m Erik Altorfer

ht dem Tag

folg t‹

Fr 6. Mai 0.05 Uhr

Sa 7. Mai 18.05 Uhr

So 8. Mai 18.30 Uhr

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 50'

Feature _ 54'09

Hörspiel _ 46'31

Sonic Reflections

Durch Osteuropa Junges Europa – Unterwegs in Bulgarien und Rumänien

That night follows day/ Dass die Nacht dem Tag folgt

Von Colin Black Produktion: DKultur 2015

Wie  schreibt  man  eine  Geschichte  der  radiophonen  Klangkunst?  Um  diese  Frage  zu  beantworten,  ist  der Radiokünstler Colin Black fünf  Jahre  lang  durch  die  Welt  gereist.  Unterwegs  hat  er  (fast)  alle  Pro­ tagonisten  des  Genres  interviewt:  Künstler,  Redakteure,  Theoretiker.  Ihre  Geschichten  und  Gedanken  kontrapunktiert er mit Klängen sei­ ner Reise. Entstanden ist ein Stück  Radiokunst über die Radiokunst. Colin Black, australischer Komponist, erhielt zahlreiche Preise für Radiokunst, darunter den Prix Italia und den Golden Award der New York Festivals.

©picture-alliance/blickwinkel

©Deutschlandradio/Jonas Maron

nd­ eutschla unter d ltur.de u k radio

un ›Traurigkeit

ie‹

d Melanchol

Von Hannah Kappes, Jan Schilling, Matthias Winkelmann Regie: Wolfram Wessels Produktion: SWR 2013

Bettelnde Roma, blutsaugende Vam­ pire und korrupte Politiker – mehr  fällt  vielen  nicht  ein,  wenn  sie  an  Rumänien  und  Bulgarien  denken.  Daran  hat  auch  der  EU­Beitritt  nichts  geändert.  Vier  junge  Jour­ nalisten waren einen Monat lang in  den beiden Ländern unterwegs. Sie  haben  viel  zu  erzählen:  Von  einer  mutigen,  engagierten  Jugend,  von  enttäuschten  Menschen  und  von  anderen, für die sich in Europa neue  Tore geöffnet haben. Hannah Kappes, geboren 1988, arbeitet als Journalistin und Moderatorin. Jan Schilling, geboren 1976, arbeitet als Hörfunk- und Online-Journalist. Matthias Winkelmann, geboren 1984, arbeitet als Journalist.

Nach dem gleichnamigen Theatertext von Tim Etchells Übersetzung: Wilfried Prantner Funkeinrichtung, Regie: Erik Altorfer Chorarbeit, Komposition: Martin Schütz Mit: 19 Kindern Produktion: DKultur 2008

»Ihr  versucht,  uns  etwas  über  die  Welt  zu  erzählen.  Ihr  erklärt  uns,  was  Liebe  ist.  Ihr  erklärt  uns,  was  Krieg bedeutet. Ihr küsst uns, wäh­ rend wir schlafen. Ihr fl üstert, wenn  ihr denkt, wir würden nichts hören.  Ihr erklärt uns, dass die Nacht auf  den Tag folgt.« ›That  night  follows  day‹  ist  ein  Stück von Kindern für Erwachsene.  Es  zeigt,  wie  die  Welt  der  Kinder  von  der  der  Erwachsenen  defi niert  ist und dominiert wird. Hörspiel (Ursendung) _ ca. 50' 

Sight is the Sense that Dying People Tend to Lose First Von Tim Etchells Produktion: DKultur 2016

29

Freispiel _ 53'25

Mutterseelenallein Hörspiel von Matthias Kapohl Mit: Sebastian Urzendowsky, Judith Engel, Matthias Bundschuh, Anna Blomeier u.a. Komposition: Rainer Quade Produktion: WDR 2014

Zu welchem Preis strebt man nach dem Besten für die eigenen Kin­ der? Im Zentrum dieses Hörspiels stehen eine Mutter, die am Gesell­ schaftsspiel ›Kind‹ mit all seinen Codes und Absurditäten verzwei­ felt, ein mittlerweile erwachsener Sohn, der sich mit Mühe von seiner Rolle als Statussymbol befreit und ein Paar, dessen Beziehung am Pro­ jekt Kind zu zerbrechen droht. Wo endet das Spiel für die Beteiligten? Matthias Kapohl, geboren 1972, lebt als Autor, Bearbeiter und Regisseur in Köln.

Mo 9. Mai 21.30 Uhr Kriminalhörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Ins Gras beißen die andern Nach dem Roman von Jamie Mason Bearbeitung und Regie: Irene Schuck Produktion: DKultur 2016

Jason Getty hat einen Mann umge­ bracht und in seinem Garten vergra­ ben. Als das Grundstück kultiviert werden soll, sperrt Jason das heikle Areal ab. Dennoch wird eine Leiche gefunden und Getty sieht sich schon im Gefängnis. Der Tote ist aber nicht sein Opfer. Dann werden Reste eines dritten Menschen entdeckt. Nun beschließt Jason, die Leiche seines Opfers nachts auszubuddeln, be­ vor die Polizei sie findet. Keine gute Idee, denn in dieser Nacht besuchen ihn die Angehörigen des Toten. Ein Thril­ler mit schwarzem Humor und skurrilen Wendungen.

erzählte Grauen: Vater im Krieg. Mutter wer weiß wo. Nur das Kind ist da – und singt. Um sich selbst zu trösten? Laut einer Umfrage des Allensba­ cher-Instituts kennen zwei von drei Deutschen das Maikäfer-Lied. Der letzte Krieg auf deutschem Boden ist 70 Jahre her. So viele Kinderlie­ der geraten in Vergessenheit. Dieses nicht. Warum? Lotta Y. Wieden, geboren 1970, arbeitet für die FAS, Die Zeit und den Hörfunk, zuletzt ›Über die Bedeutung von Freundschaft in der modernen Gesellschaft‹ (DKultur 2015).

Mi 11. Mai 21.30 Uhr Hörspiel _ 53'37

Fr 13. Mai 0.05 Uhr

Sa 14. Mai 18.05 Uhr

Klangkunst (Ursendung) _ ca. 50'

Feature _ 54'30

Moving Homes

Durch Osteuropa Kollektivbild mit Dame Frauen in Osteuropa

Von Thomas Meadowcroft Produktion: DKultur 2016

›Moving Homes‹ ist die musikali­ sche Reflexion über den Verlust von ›Zuhause‹ nach einem tropischen Wirbelsturm. Ein Zyklon verwüstet materielle Gegenstände: das Sofa, das Dach, das ganze Haus. Er kann auch die symbolische Ordnung zer­ stören: Zugehörigkeit, Recht und Gesetz. ›Moving Homes‹ möchte diesen Schmerz lindern, erstens indem es alternative Konzepte von ›Zuhause‹ anbietet und zweitens indem es in ›Zeiten der Krise‹ den Radiohörer begleitet und beruhigt.

Über uns die Lichter Von Sarah Trilsch Regie: Anouschka Trocker Mit: Michael Hanemann, Petra Kelling, Horst Westphal u.a. Produktion: RBB 2014

Sich verändern schafft Verunsiche­ rung: Frank geht in Rente und muss sein Eheleben mit Angelika neu sor­ tieren. Angelika traktiert Frank mit Vorschlägen. Der alte Vater zieht ins Altersheim. Anne beginnt ihr Stu­ dium und bricht auf in eine andere Stadt. Petra ist mit Thomas in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Sarah Trilsch, geboren 1986 in Dresden, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der uniT Graz. Seit 2011 viele Auszeichnungen.

Thomas Meadowcroft, 1972 in Canberra, Australien, geboren, Musiker und Komponist. Er lebt seit 1998 in Berlin.

Von Katja Artsiomenka Regie: Hannah Georgi Mit: Justine Hauer, Jele Brückner u.a. Produktion: WDR 2014

Aktivistin, Arbeiterin, Mutter, Rus­ sian Beauty – die Frau in der Sowjet­ union. Wenn sie 35 wurde, nannte man sie Tante oder Pferd. Diese Zei­ ten sind vorbei. Frauen wie Pussy Riot oder Femen schlagen diesseits und jenseits des Ural neue Töne an. Die Autorin hat nach den neuen Rollenbildern gesucht: im Uni-Se­ minar der ersten Miss Russland, bei einer Moskauer Salonlöwin, im Büro einer Heiratsvermittlerin, bei der Ehefrau eines ermordeten Ka­ meramannes und auf dem Majdan in Kiew.

Wiederholung am 23. Mai 0.05 Uhr Katja Artsiomenka, 1983 in Minsk geboren, hat Journalistik studiert und arbeitet als freie Journalistin beim WDR.

» 

Wir nähern uns jetzt dem Auge des Sturms. Songs aus dem Radio sind so beruhigend,   weil darin die Erinnerungen anderer   Leute stecken. Thomas Meadowcroft in ›Moving Homes‹

Jamie Mason, Chefredakteurin einer Online-Plattform, lebt mit ihrer Familie in North Carolina/USA.

Mi 11. Mai 0.05 Uhr Feature _ 54'30

Maikäfer flieg Das deutsche Lied vom Krieg Von: Lotta Y. Wieden Regie: Cordula Dickmeiß Mit: Friederike Kempter Komponist: Helmut Mittermaier Produktion: DKultur 2014

Seltsames Lied. Nichts passt zu­ sammen: Hier die liebliche Wie­ genlied-Melodie, da das nüchtern

30

es‹, woh ›Moving Hom

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©picture-alliance/dpa

9.– 22. Mai 2016

Mo 9. Mai 0.05 Uhr

So 15. Mai 18.30 Uhr

Mo 16. Mai 18.30 Uhr

Mi 18. Mai 21.30 Uhr

Sa 21. Mai 18.05 Uhr

Hörspiel _ 44'56

Sondertermin

Hörspiel _ 56'02

Feature _ 54'32

My body in 9 parts Mein Körper in 9 Teilen

Hörspiel _ 83'50

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß oder Die Mappe des Lehrers

Durch Osteuropa Das Modell von Érpatak Wie ein rechtsextremer Bürgermeister Ungarn verändert

Von: Raymond Federman Übersetzung und Bearbeitung: Gaby Hartel Regie: Götz Naleppa Mit: Raymond Federman, Martin Engler Komposition: Urban Elsässer, Ludger Singer Produktion: DKultur 2008

Seit den frühen 60er-Jahren zählte Raymond Federman zur amerika­ nischen Avantgarde. Thema seiner Prosa war die in immer neuen Va­ rianten erzählte eigene Geschichte: die Rettung des 12-jährigen fran­ zösischen Juden vor den Nazis. Zu seinem 80.  Geburtstag hatte Federman eine Körperbiografie ge­ schrieben: In 9  Schritten zoomt er auf sein Haar, die Nase, die Zehen oder den Nabel. Heraus kommt eine selbstironische, existenzielle und vielstimmige ›Bodyart‹. Prix Italia 2009. Raymond Federman (1928-2009), in Paris geboren, emigrierte in die USA.

Take it or leave it Eine übertriebene Geschichte aus zweiter Hand im Stehen oder im Sitzen laut zu lesen Von Raymond Federman Übersetzung: Peter Torberg Bearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt Mit: Graham F. Valentine und Hans-Peter Hallwachs Produktion: BR 1999

Der Ich-Erzähler, französischer Ein­ wanderer, fährt 30  Tage lang mit einem alten Buick über Land. Er ist Fallschirmjäger und steht vor seinem ersten Einsatz in Korea. Wegen eines Formfehlers muss er seinen Sold nahe der kanadischen Grenze abho­ len. Doch er ist froh, Ausgang zu ha­ ben, denn er muss seine Kameraden nicht mehr sehen, dumpfe Kraftprot­ ze aus dem Süden, denen er für je 5   Dollar ihre Liebesbriefe schrieb. In der Kaserne wurde nur über Pokern und Frauen gesprochen, das Interes­ se des Ich-Erzählers aber richtete sich auf die Literatur und den Jazz.

Von Hiromi Kawakami Übersetzung: Ursula Gräfe und Kimiko Nakayama-Ziegler Bearbeitung und Regie: Heike Tauch Mit: Fritzi Haberlandt, Wolfgang Condrus, Felix Goeser u.a. Komposition: Yu-Chun Huang Produktion: DKultur 2014

Tsukiko, Einzelgängerin Ende 30, trifft eines Abends in einer Kneipe auf ihren ehemaligen Japanischleh­ rer. Der Alte mit der schwarzen Ledermappe fällt ihr auf, weil er, so wie sie, eine Vorliebe für gutes japanisches Essen hat. Die beiden begegnen sich von nun an öfter, stets zufällig. Sie essen gemeinsam, trinken Unmengen Bier und Sake, doch jeder schenkt sich selbst ein, sie zahlen getrennt.

Von Keno Verseck Regie: Alexander Schuhmacher Produktion: SWR 2014

Érpatak, ein winziges Dorf im Nord­ osten Ungarns, war bis 2005 ziem­ lich bedeutungslos – bis Mihály Zoltán Orosz zum Bürgermeister gewählt wurde. Der bekennende Rechtsextreme, Ordnungsfanatiker, Antisemit und Romahasser führte im Dorf das ›Modell von Érpatak‹ ein und etablierte es als verbind­ liches Wertemodell. Die Regeln lauten: Ordnung, Arbeits- und Ge­ meinschaftssinn, nationale Brauch­ tumspflege. Wer die Regeln nicht einhält, dem droht Kürzung der Sozialhilfe, Ausgrenzung, sogar Vertreibung aus dem Dorf.  

Hiromi Kawakami, geboren 1958 in Tokio, unterrichtete Biologie, bevor 1994 ihr erster Roman erschien. Sie zählt zu den beliebtesten Autoren Japans.

Keno Verseck, geboren 1967 in Rostock, seit 1991 freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Mittel- und Südosteuropa.

Mo 16. Mai 0.05 Uhr

Mi 18. Mai 0.05 Uhr

Fr 20. Mai 0.05 Uhr

So 22. Mai 18.30 Uhr

Freispiel (Ursendung) _ ca. 54'30

Feature _ 48'20

Klangkunst _ 30'45

Hörspiel _ 89'40

Sommercamp Hörspiel von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers

Durch Osteuropa Krakau mit Händen und Füßen Ein capricciöses Reisefeature

Trilogie für Windgeneratoren

Mein Kampf

Von Sven-Åke Johansson Produktion: DLR Berlin 2000

Mit: Kindern und Jugendlichen aus Berlin und Thüringen Produktion: DKultur 2016

Von Andra Joeckle Regie: Robert Matejka Mit: Eva Meckbach Produktion: DKultur 2009

Nach dem gleichnamigen Theaterstück von George Tabori Bearbeitung und Regie: Jörg Jannings Mit: George Tabori, Günter Einbrodt, Leslie Malton, Detlef Jacobsen u.a. Komposition: Klaus Buhlert Produktion: RIAS Berlin/BR/ORF/ SR 1988

Es beginnt mit Langeweile und Müdigkeit. 18 Stunden Busfahrt von Berlin über Thüringen an den Balaton in Ungarn. Dort sind 40  Grad, kein Luftzug weht, der See ist badewannenwarm. Man lernt sich kennen, Freundschaften werden geschlossen, Mädchen in­ spizieren Jungen und umgekehrt. Zwar überzeugen die Briefchen mit den Einhörnern den coolsten Typ des Camps nicht ganz, aber ein An­ fang ist gemacht. Nach einer Woche kommt endlich das ersehnte Gewit­ ter, doch mit ihm auch der kollekti­ ve Hitzestich. Stella Luncke und Josef Maria Schäfers, 1974 und 1968 geboren, schreiben und produzieren Features und Hörspiele, gewannen 2015 den ARD Kurzhörspielwettbewerb PiNball.

Mit originellem Blick und Sprach­ witz lässt Andra Joeckle die oft gepriesenen Bauschönheiten der Altstadt hinter sich und erkundet das Krakau der Gegenwart. Ausge­ stattet mit den sprachlich verqueren Einfällen des polnischen Dichters Witold Gombrowicz, räsoniert sie über den polnischen Handkuss oder über den Frauentyp der auf hohen Absätzen stiefelnden Tip­ siara und Blachara, die man vor allem in Einkaufszentren findet. Ein selbstironischer und reiselustig machender Blick auf eine vielfach besungene Stadt. Das Feature wurde mit dem deutsch-polnischen Journalistenpreis 2010 ausgezeichnet.

›Trilogie für Windgeneratoren‹ ist eine Komposition für Wind und Flügelschlag. Drei riesige Wind­ räder erzeugen hier einen wech­ selnden Klang, der von Mikrofo­ nen aufgenommen und per Funk in einen abgeschlossenen Raum übertragen wird. 3000 Meter von den Windrädern entfernt hört man am Lautsprecher das Geräusch von Flügelschlag und Rotation, wie es in der Natur nicht wahrnehmbar wäre. Je nach Windstärke ergeben sich im Verlauf mehrerer Tage differenzier­ te Klänge – Musik entsteht. Die Ra­ diofassung wurde im Studio nach einer Partitur produziert. Sven-Åke Johansson, geboren 1943 in Schweden, lebt als Schlagzeuger, Schriftsteller und Komponist in Berlin.

Taboris Hitler lebt im Obdachlo­ senasyl in der Wiener Blutgasse im Keller unter einer Schlachterei. Dort trifft er auf den alten Juden Schlomo Herzl und dessen etwas verrückten Freund Lobkowitz, der Koscher-Koch war und sich für den Gott der Juden hält. Der gutmütige Herzl spielt dieses Spiel mit. Herzls Traum: Er wird ein Buch über sein Leben schreiben. Der Titel: ›Mein Kampf‹. Doch vorerst verkauft er ambulant die Bibel und das Kama­ sutra und kümmert sich um Hitler, der Maler werden will. George Tabori (1914–2007), geboren in Budapest, eine Theaterlegende.

Andra Joeckle, 1967 in Freiburg i. Br. geboren, lebt als Autorin und Übersetzerin in Berlin.

31

23.– 30. Mai 2016

Mo 23. Mai 0.05 Uhr Freispiel _ ca. 50'

Moving Homes Klangkunst von Thomas Meadowcroft Produktion: DKultur 2016

›Moving Homes‹ ist die musikali­ sche Reflexion über den Verlust von ›Zuhause‹ nach einem tropischen Wirbelsturm. Ein Zyklon verwüstet materielle Gegenstände: das Sofa, das Dach, das ganze Haus. Er kann auch die symbolische Ordnung zer­ stören: Zugehörigkeit, Recht und Gesetz. ›Moving Homes‹ möchte diesen Schmerz lindern, erstens indem es alternative Konzepte von ›Zuhause‹ anbietet und zweitens indem es in ›Zeiten der Krise‹ den Radiohörer begleitet und beruhigt. Thomas Meadowcroft, 1972 in Canberra, Australien, geboren, Musiker und Komponist. Er lebt seit 1998 in Berlin. Wiederholung vom 13. Mai 0.05 Uhr

Mo 23. Mai 21.30 Uhr Kriminalhörspiel _ 56'30

Zolas Schornstein Von Christoph Prochnow Regie: Rainer Clute Mit: Jürg Löw, Matti Krause, Hanna Plaß u.a. Produktion: DKultur 2014

Paris 1902: Kommissar Jouberts Tochter und sein Assistent Cocu wollen heiraten. Der ›Fall Zola‹ ver­ stärkt die Spannungen zwischen beiden Kriminalisten. Der linke Cocu ist überzeugt, dass man den Schriftsteller wegen seines Engage­ ments in der Affäre Dreyfus ermor­ det hat. Joubert muss dem Druck seiner Chefs standhalten, die den Tod Zolas gern als häuslichen Un­ fall abhaken möchten. Und dann sind da noch die beiden Frauen aus einer ›Ménage à trois‹. Christoph Prochnow, geboren 1942. Filmdramaturg und Autor. Lebt in Berlin.

Mi 25. Mai 0.05 Uhr Feature _ 53'20

Diese Stadt stand in einem anderen Land Geschichten aus HA-NEU Von Anselm Weidner Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: WDR 2015

Halle-Neustadt, die einzige in Groß­ plattenbauweise erbaute Großstadt Deutschlands, war die städtebauliche Ikone der DDR-Nachkriegsmoderne, funktionale Chemiearbeiterstadt vor

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den Toren von Buna und Leuna und gebaute Utopie gleicher Lebensbe­ dingungen für alle. Nach der Wende verlor die Stadt die Hälfte ihrer Bevöl­ kerung, ein Siebtel wurde abgerissen. Heute gespalten in Gettos, in bessere Viertel und Armenviertel, geht sie einer unsicheren Zukunft entgegen. Anselm Weidner, geboren 1943 in Halle/ Saale, arbeitet seit 1988 für den Hörfunk.

Mi 25. Mai 21.30 Uhr Hörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Jobcenter Von Enzo Cormann Übersetzung: Hans Thill Regie: Leonhard Koppelmann Musik: Philippe Gordiani Produktion: DKultur 2016

Smec, arbeitsloser Ingenieur, An­ fang 50, handelt nicht nach den Regeln des Jobcenters. Er beschafft sich eine Waffe. »Was ist ein Mensch wert ein Mensch der diesen Namen verdient mit jedem Monatsende hielt mir mein Gehaltsauszug seine bezifferte Antwort bereit die nicht zu entziffern war brutto und netto Prämien und Abzüge was ist der Preis eines Lebens meines Lebens dumme Fragen unpassend infanti­ le Fragestellung sinnlos denn auf jeden Fall wie auch immer die Frage lautet Sie werden doch nie eine Ant­ wort erhalten.« (Enzo Cormann) Enzo Cormann, geboren 1953 in Südfrankreich, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller, spielt im Theater den arbeitslosen Ingenieur Smec im Dialog mit Lautsprechern.

Fr 27. Mai 0.05 Uhr Klangkunst _ 39'50

Das Wetter in Offenbach Von Thomas Stiegler und Hannes Seidl Produktion: HR 2010

Seit vielen Jahren fährt der in Frank­ furt lebende Komponist Thomas Stiegler mehrmals pro Woche nach Offenbach. Dort arbeitet er als Arzt im Krankenhaus. Früher fuhr er mit der Straßenbahn, heute mit dem Fahrrad. An mehreren Tagen beglei­ tete ihn ein Aufnahmegerät, befes­ tigt am mitgenommenen Rucksack. Fragmente der so gemachten Field Recordings, der akustischen Fahrten­ protokolle, wurden ebenso Bestand­ teile von Stieglers Offenbach-Porträt wie das Schlagen von Leder und der Main in Offenbach. Der fließt und klingt dort anders als in Frankfurt. Thomas Stiegler, geboren 1966 in Meschede, ist Komponist und Mediziner. Hannes Seidl, geboren 1977 in Bremen, ist Komponist. Beide leben in Frankfurt a. M.

Sa 28. Mai 18.05 Uhr

Mo 30. Mai 0.05 Uhr

Feature (Ursendung) _ ca. 54'30

Freispiel (Ursendung) _ 54'30

Durch Osteuropa Die Alltäglichkeit des Unsicht­ baren Junge Roma in Europa

Kurzstrecke 50

Von Elisabeth Putz Produktion: DKultur/ORF/RBB 2016

Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Die Mehrheit der Slowaken bezeich­ net Roma als integrationsunwillig. Die Mehrheit der Roma ruft ins Mi­ krofon, Slowaken seien Rassisten. Zwei Randpositionen einer kom­ plexen Materie. Die Mitte wird da­ bei oft vergessen. Und so kommen viele Journalisten nach Lunik IX, einem der größten Gettos Europas, um eine »Safari« zu machen. Sie bezahlen ein wenig Geld und Roma liefern Geschichten. Dieses Feature ist ein Versuch hinter eine Klischee­ mauer zu blicken.

Kurz, ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst können an uns geschickt werden. Wir wählen die interessantesten aus und stellen sie vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke präsentieren wir unter anderem:

Elisabeth Putz, geboren 1982 in St. Pölten, lebt als Autorin, Regisseurin und Journalistin in Wien.

Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke

Der Esel, Ich und Du – Elvis lebt! – Letzte Ausfahrt Westerwald Von Jürgen Piechutta

Wiederholung am 17. Juni 0.05 Uhr

So 29. Mai 18.30 Uhr

Mo 30. Mai 21.30 Uhr

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 60'

Kriminalhörspiel _ 49'52

Das Tier der Zeit

Unter dem Messer

Von Valère Novarina Übersetzung, Regie: Leopold von Verschuer Produktion: DKultur 2016

Von Ivor Wilson Regie: Dieter Carls Mit: Ulrich Noethen, Thomas Anzenhofer, Anna Magdalena Fitzi u.v.a. Produktion: WDR 2001

Ein Mann spricht zu Tieren, das heißt zu Wesen ohne Antwort. Er spricht zu 300 stummen Augen. Seine Rede ist ein Navigieren durch sein Inneres, durch seine Sprache und in seinen Wörtern. Ein Mensch spricht zu Tieren von Dingen, über die man nicht redet: Was wir zum Beispiel erleben, wenn wir an Gren­ zen geraten, zerrissen in der größ­ ten Dunkelheit und nicht weit vom Licht, wortlos und kurz vor einer Lösung. Das Buch ›Le discours aux ani­ maux‹ erschien 1987 und enthält zwei Teile: ›Das Tier der Zeit‹ und ›Die Unruhe‹. Valère Novarina, 1947 geboren bei Genf, ist Schriftsteller, Dramatiker, Regisseur, Maler und Zeichner. Er lebt in Paris und im Savoie.

Petra Bradley ist nach einer Party spurlos verschwunden. Der Herz­ chirurg Andrew Gray sollte sie nach Hause fahren. Die Polizei findet ihn am nächsten Morgen schlafend in seinem Auto. Bei der Suche nach der jungen Frau werden in einem nahe gelegenen See zwei Leichen gefunden. Es handelt sich um Sol­ daten, die an einer militärischen Operation in Afrika teilgenommen hatten. Petras Vater war der verant­ wortliche Offizier des geheimen Einsatzes.     Ivor Wilson, geboren 1924, arbeitete als Lehrer und Dozent für Kunst und Politik. Seit 1962 schreibt er Kriminalromane.

IO D A R D N TSCHLA

DEU K U LT U R 6 1 0 2 I N U J

INFOS unter deutschlandradiokultur.de

REIHE ›Neues aus  der Provinz‹ 

Ursendung:

Reihe:

Mittwoch

1. Juni

8. Juni

15. Juni

22. Juni

29. Juni

0.05 Uhr Feature

Kreuzberg von oben Von Lorenz Rollhäuser Eine Erbschaft machte ihn  zum Wohnungsbesitzer.  Ist er jetzt aktiver Teil der  Gentrifi zierung?

Berlin Update Von Bodo Morshäuser Vom ummauerten Zentrum  der Subkultur zur Partyzone  mit Uni-Anschluss – was  bleibt von Westberlin? WDR 2015

Rückkehr nach Knokke Von Wobser/Kobold Martin Kippenbergers  Aufzeichnungen aus dem  Seebad Knokke als Spiel mit  der Wiederholung – eine  Versuchsanordnung SWR 2014

Zakya in Vogelsang Von Wibke Starck Auf ihrer Flucht vor dem  Krieg in Syrien ist Zakya  in Schleswig-Holstein gelandet. Wie geht es weiter?

DKultur/NDR/WDR 2014

Deutsche Reinheit, deutscher Durst Von Peter Schanz Das Bayerische Reinheitsgebot wird 500 Jahre alt.  Höchste Zeit, den deutschen  Hopfen & Malz-Fundamentalismus zu hinterfragen. NDR/DKultur 2016

Mittwoch

1. Juni

8. Juni

15. Juni

22. Juni

29. Juni

21.30 Uhr Hörspiel

Der Knochen Von Elisabeth R. Hager 15 Jahre braucht der  Knochen, bis er wieder auf  seinen Platz in der Michaelergruft zurückfi ndet.

König Röschken Von Matthias Karow Die Bestie stirbt nicht aus.  Jäger wissen das. Der Wolf  ist kein normales Tier.

Wilde Tiere in Berlin Von Marianne Weil Der Tierpark: Freiheit in  der geteilten deutschen  Hauptstadt

Im Inneren des Landes Von Dirk Brauns Sie fl iegen aufeinander  zu wie zwei Geschosse.  In Eggesin

Das Dorf ist überall Von Beate Becker Für die Dorfl eute ist die  Natur kein ergötzlicher  Ort zum Spazierengehen,  sondern Arbeitsplatz.

Eigenproduktion 2014

DKultur 2014

DKultur 2009

MDR 2013

DKultur 2016

3. Juni

10. Juni

17. Juni

24. Juni

0.05 Uhr Klangkunst

Climactic Climate Remix Von Wave Farm und Andreas Hagelüken Radiokunst über den  Klimawandel.

KLIMA/ANLAGE Von Werner Cee Der Klangkünstler Werner Cee  macht wissenschaftliche Klimadaten in einer radiophonen  Klanginstallation erfahrbar. DKultur/iem Graz u.a. 2015/2016

Kurzstrecke 50 Ungewöhnlich und kürzer als 20 Minuten: Innovative, radiophone  Autorenproduktionen aus  den Genres Feature, Hörspiel  und Klangkunst werden  vorgestellt und diskutiert. Autoren/DKultur 2016

Palma Ars Acustica Die Gewinnerstücke  des internationalen  Radiokunstwettbewerbs

ORF Kunstradio/DKultur 2015/2016

EURORADIO Ars Acustica Group 2016

Samstag

4. Juni

11. Juni

18. Juni

25. Juni

18.05 Uhr Feature

Histoire de R Von Clarisse Cossais In Frankreich galt das gerollte R erst als elitär, später  als provinziell. Ist es bald  ausgestorben?

Nach Hause Gehen Von Jörn Klare Der Autor geht dahin,  wo er her kommt.  Ist das zuhause?

Eisenbach, Gear Valley Von Merle Hibk Städtertraum im Dorfi dyll? Die Wirklichkeit ist komplizierter …

DKultur 2016

DKultur 2016

DKultur 2016

No Land Called Home – Rückkehr in die Provinz Von J. Nichelmann Eine Jugend in der bayerischen Provinz, wo die  Freiwillige Feuerwehr Macht  über alles hat. DKultur 2016

Sonntag

5. Juni

12. Juni

19. Juni

26. Juni

18.30 Uhr Hörspiel

echo echo Von A K Dolven/G. Hartel Was erzählen die Vögel in  ihrem Museumsdepot der  Künstlerin über Herkunft,  Flugroute und Fundort?

› ... or the Loves of Painting und Music‹ Von Nadja Schöning Eine Komposition, angeregt  durch das bildnerische Werk  und das Verse Book von  William Turner DKultur 2007

› ... the whole thing’s coming out of the dark‹ Von Beckett Eine wort-musikalische  Performance mit Texten  von Samuel Beckett.

Rotoradio Radio-Revue Von Ferdinand Kriwet Kriwets inszeniert sein  Erstlingswerk ›Rotor‹ und  eine Radio-Homestory.

BR/ORF u.a. 2000

DKultur/WDR 2011 – 2013

DKultur 2015/2016

Montag

6. Juni

13. Juni

20. Juni

27. Juni

0.05 Uhr Freispiel

Jenseits der Deadline Von Berner/Schültge Ein Hörspielmacher erhält  einen Auftrag. Leider fehlen  ihm Ideen und Equipment,  aber er hat einen Plan.

Die Siedlung Von Philip Stegers Drehbuchautor Kornfeld ist  verzweifelt. Endlich hat er einen Auftrag für einen Krimi,  aber das Exposé ist schlecht. 

Orpheus in der Oberwelt: Eine Schlepperoper Von andcompany & Co. Orpheus, Schlepper am EU  Grenzfl uss Evros, sieht sich  als modernen Dienstleister.

Kurzstrecke 51 Innovative, zeitgemäße,  radiophone Hörstücke  aus den Genres Feature,  Hörspiel und Klangkunst

DKultur 2005

WDR 2014

WDR 2015

Autoren/DKultur 2016

einheit, ›Deutsche R st‹ 15 . Juni ur D r deutsche

Montag

6. Juni

13. Juni

20. Juni

27. Juni

21.30 Uhr Kriminalhörspiel

Big Ben schlug zwölf Von Rolf von Goth Todesstrafe für James  McKay. Er soll eine  Prostituierte getötet  haben.

Zwölf Uhr Majakowski-Platz Von Sergej Ustinow Ein Riesenreich in Aufl ösung:  Erpressungen, Korruption  und Mord. Journalist Maximow sucht nach einem Täter.

Tödliche Ohnmacht Von C. S. Forester Der unheilvolle Racheplan  der Martha Clair

Schluss der Vorstellung Von Stephan Göritz

SFB 1966

SDR 1992

DKultur 2015

Rundf. DDR 1987 und WDR/RIAS Berlin 1989

©picture-alliance/arkivi

Freitag

NDR 2015

Die letzte Schurkerei Von Pierre Frachet Zwei französische Schauplätze, zwei Fälle, zwei Perspektiven

33

So 5. Juni 18.30 Uhr

Feature _ 51'24

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 70'

Kreuzberg von oben Ein Versuch über Geld und Moral

Kunststücke echo echo wo soll ich fliegen

Von Lorenz Rollhäuser Produktion: DKultur/NDR/WDR 2014

Von Gaby Hartel nach der gleichnamigen Sound-Performance der A K Dolven Mit: Jule Böwe, Patrick Güldenberg, Irm Hermann, Janusz Kocaj, Cristin König u.v.a. Produktion: DKultur 2015/2016

Er lebte bis dahin eher bescheiden. Um Geld ging es ihm nicht. Doch dann erbte er. Obwohl er Erben eigentlich immer ungerecht fand. Er kaufte sich eine große Wohnung. Nun schaut er auf seinen Kiez herab, den sich immer weniger Menschen leisten können. Und er stellt Fragen: Wer bin ich jetzt? Darf ich mein unverdientes Privileg einfach genießen? Oder schulde ich etwas? Er sucht Antworten und findet neue Fragen.

Ende August 2015 erklang im historischen Vogelsaal des Berliner Museums für Naturkunde zwischen Hunderten ausgestopfter Exponate aus 300 Jahren Sammlungsgeschichte ein mehrstimmiges SoundPoem, eine temporäre Performance der norwegischen Künstlerin A K Dolven. ›echo echo‹ erzählt in Fragmenten von Migration, Entwurzelung, Unsicherheit.

Lorenz Rollhäuser, 1953 in Marburg geboren, seit 1991 Autor für Feature und Hörspiele.

Gaby Hartel, Autorin für Kunst und Literatur, Kuratorin der Soundarbeit in Zusammenarbeit mit A K Dolven.

Mi 1. Juni 21.30 Uhr Hörspiel _ 48'14

Mo 6. Juni 0.05 Uhr

Der Knochen

Freispiel _ 47'16 Von Elisabeth R. Hager Komposition: Karlheinz Essl, Martin Mallaun Mit: Elisabeth Hager, Erika Hager, Robert Perger u.a. Produktion: Eigenproduktion 2014

Auf einer Klassenfahrt nach Wien lässt Elisabeth in der Michaelergruft einen Knochen unbemerkt in ihrem Rucksack verschwinden. Viele Jahre bleibt der Knochen unentdeckt. Als Elisabeth sich als Erwachsene wieder mit ihm beschäftigt, beginnt für beide eine zweite große Reise. In eigenwillig schönen Schleifen zieht sich diese autobiografische Begebenheit über fast 15 Jahre, bis der Knochen an seinen angestammten Platz zurückfindet. Elisabeth R. Hager, geboren 1981, aufgewachsen in Tirol, verdichtet seit 2007 Worte zu Geschichten, Gesängen und Romanen.

en im historisch e, Berlin Soundpoem nd ›echo echo‹: Museums für Naturku s Vogelsaal de

Fr 3. Juni 0.05 Uhr

Sa 4. Juni 18.05 Uhr

Klangkunst _ ca. 50'

Feature (Ursendung) _ ca. 54'

Climactic Climate Remix

Neues aus der Provinz Histoire de R Auf der Suche nach einem verschwindenden Laut

Von Wave Farm und Andreas Hagelüken Produktion: ORF Kunstradio/DKultur 2015 – 2016

Klima und Rundfunk haben eine Gemeinsamkeit: Sie spielen sich in der Atmosphäre ab. Diese Schnittmenge thematisierte die amerikanische Künstlerorganisation Wave Farm 2015 in einer fünfteiligen Reihe für das ORF Kunstradio. ›Climactic Climate‹ zeigt unter anderem die Sonifikationsskulptur  ›Weather for the Blind‹ von Quintron, einen Baukasten für hausgemachte Wetterklänge von Mark Vernon und einen Radiodialog über die Geschichte der Sonne von Zach Poff. Die US-amerikanische Künstlerorganisation Wave Farm setzt sich mit der kreativen Nutzung von Medien und Radiowellen auseinander. Sie betreibt ein Artist-in-residency-Programm und eine freie Radiostation.

34

©A K Dolven

1.– 12. Juni 2016

Mi 1. Juni 0.05 Uhr

Von Clarisse Cossais Produktion: DKultur 2016

Die Autorin macht sich auf die Suche nach dem in Frankreich verschwindenden gerollten R. In einigen Gegenden wird es weiterhin gesprochen, aber nur noch von sehr alten Leuten. Dieser Laut charakterisierte im 17. Jahrhundert die Zugehörigkeit zum Hofe, er war elitär. Im Laufe der Jahrhunderte erfolgte eine Verschiebung, er wurde provinziell. Mit dem libanesischen Schriftsteller Amin Maalouf hat er wieder Einzug in die Académie Française gehalten. Clarisse Cossais, geboren 1969 in Marseille, lebt seit 1991 in Berlin. Autorin und Regisseurin. Für Deutschlandradio Kultur moderiert sie die Reihe ›Ost-West im Krimi-Doppelpack‹.

Jenseits der Deadline Hörspiel von Christian Berner und Frank Schültge Autorenproduktion für DKultur 2005

Holger Weber, Hörspielmacher, erhält von einer Redakteurin den Auftrag für ein Werk ganz aktuellen Formats. Doch ihm fehlt die zündende Idee. Die Kollegen aus der Branche lassen sich nicht in die Karten schauen und der Vorschuss ist bald aufgebraucht. Zum Glück gibt es Groschenromane, die wenig kosten und trotzdem einiges an Handlung hergeben. Schwierigkeiten machen da schon eher fehlendes Musikequipment, Software mit begrenzter Laufzeit und Schauspieler, die nicht unbezahlt arbeiten wollen. Christian Berner und Frank Schültge, 1964 und 1968 geboren, auch Rininat Rebresch & Perdie Blumm genannt, sind Hörspielmacher und Musiker.

Sa 11. Juni 18.05 Uhr

Kriminalhörspiel _ 48'

Feature (Ursendung) _ ca.54'

Big Ben schlug zwölf

Neues aus der Provinz Nach Hause Gehen Eine Heimatsuche

Von Rolf von Goth Mit: Fritz Tillmann, Wolfgang Kühne, Hans-Walter Clasen, Manfred Grote, Sigurd Lohde u.a. Produktion: SFB 1966

e de R‹ sais: ›Histoir Clarisse Cos

James McKay soll hingerichtet werden. Im Gefängnis wartet man auf  den  Pfarrer,  doch  McKay  fordert  ein  Gespräch  mit  dem  Staatsanwalt und beteuert: Die Prostituierte  Nancy Ponds habe ihn erpresst, ein  Handgemenge bei der Geldübergabe  räume  er  ein,  den  Vorwurf  der  Tötung weise er von sich. Ein Brief,  den Nancy für den Fall ihres Todes  verfasst  hatte,  belastet  ihn  schwer.  Während McKay sich in diesem Fall  glaubwürdig  verteidigt,  gesteht  er  andere Verbrechen. 

©Deutschlandradio/Anke Beims

Mo 6. Juni 21.30 Uhr

Mi 8. Juni 0.05 Uhr

So 12. Juni 18.30 Uhr

Feature _ 54'25

Bodo Morshäuser, 1953 in Berlin geboren, schreibt Hörspiele und Features, veröffentlicht Romane und Erzählungen.

Geh ›Nach Hause

©Jörn Klare

Berlin Update

Westberlin  war  Zentrum  linken  Protests,  lockeren  Lebens  und  subkulturellen  Flairs.  Die  eingemauerte  Halbstadt  zog  gescheite  Existenzen und junge Künstler an,  die dort zu Stars reiften. Die übrige  Jugend  trieb  Politik  und  Party  auf  die  Spitze.  Zum  Schluss  regierte  eine  nahezu  alternative  Parallelgesellschaft  unter  Rot-Grün.  Der  Fall der Mauer schloss das Spielfeld  und eröffnete in Berlin-Mitte sofort  ein neues. Heute ist Berlin für junge  Zugereiste  eine  Partyzone  mit  Uni-Anschluss.

Als der Autor plant, eine Wohnung  in  Berlin  zu  kaufen,  fällt  ihm  auf,  dass er sich in der Stadt, in der er seit  fast  30  Jahren  lebt,  gar  nicht  wirklich heimisch fühlt. Die Immobilienidee wird abgesagt, die Frage nach  der Heimat aber bleibt. Mit ihr und  einem  Aufnahmegerät  im  Gepäck  macht  er  sich  auf  die  Wanderung  in  das  Städtchen,  in  dem  er  geboren und aufgewachsen ist. Nach gut  600  Kilometern  voller  Begegnungen trifft er auf einen alten Freund,  der Lokalpolitiker geworden ist. Jörn Klare, geboren 1965 in Hohenlimburg; 2008 und 2012 Robert-Geisendörfer-Preis. Zuletzt: ›Die Kinder des Přemysl Pitter‹ (DKultur 2015). Im März 2016 erscheint sein gleichnamiges Buch ›Nach Hause Gehen‹

Rolf von Goth (1906–1981), deutscher Schauspieler (u.a. 1927 in ›Metropolis‹). Inszenierte fast 50 Hörspiele.

Von Bodo Morshäuser Regie: Thom Kubli Produktion: WDR 2015

Von Jörn Klare Regie: Friederike Wigger Produktion: DKultur 2016

en‹

Mi 8. Juni 21.30 Uhr

Fr 10. Juni 0.05 Uhr

Hörspiel _ 55'59

Klangkunst _ 54'30

König Röschken Jagdgeschichten aus dem Enderland

KLIMA | ANLAGE

Von Matthias Karow Regie: Hans-Gerd Krogmann Mit: Friedhelm Ptok, Claudia Eisinger, Verena von Behr u.a. Produktion: DKultur 2014

Genau  hier  soll  König  Röschken  das  Untier  getötet  haben  und  wird  dafür  von  Fräulein  Sachs  auf  dem  Hochsitz bewundert. Aber die Bestie  stirbt  nicht  aus.  Jäger  wissen  das.  Seit  der  Antike  ist  der  Wolf  das  Geschöpf  des  bösen  Dämons,  daran  ändert  auch  die  exakte  Wissenschaft  nichts.  So  erklärt  es  König Röschken dem Fräulein Sachs:  »Der  Wolf  ist  kein  normales  Tier,  sondern der meistgefürchtete Vierbeiner  des  Enderlandes.«  Ein  Hörspiel, bei dem sich die Musik Albert  Lortzings geradezu aufdrängte! Matthias Karow, geboren 1978 in Hannover, studierte Tontechnik und Journalistik. Einige Hörspiele, ein Roman.

Von Werner Cee Produktion: DKultur/iem Graz/CITEC Bielefeld 2015/2016

Alle  reden  übers  Wetter.  Diese  Binsenweisheit scheint im 21. Jahrhundert  eine  neue  Wendung  zu  nehmen:  Alle  reden  übers  Klima.  Die Interpretation von Temperatur,  Niederschlag, Luftdruck und Co. ist  zunehmend heiß umkämpft, denn  sie  berührt  ökonomische,  soziale  und politische Interessen.

Hörspiel _ 56'32

Kunststücke ›… or the Loves of Painting and Music‹ Soundpainting nach William Turner Von Nadja Schöning Mit: Nigel Charnock Produktion: DKultur 2007

»Angeregt ist meine Klang-Komposition  von  den  Lichtdurchfl uteten  Werken  des  Malers  William  Turner  (1775-1851).  Sein  umfängliches  Oeuvre, das sich in seiner späteren  Schaffensperiode  in  ihrem  Übergang vom Gegenständlichen zu ihrer Sublimierung in Licht zu Farbe,  zu Klangfarbe und Farbklang intermedial  vergegenwärtigt,  stand  in  engem Bezug zu Literatur, Malerei  und Musik.« (Nadja Schöning) Nadja Schöning, studierte Medienkünstlerin, Regisseurin und Komponistin.

In  Zusammenarbeit  mit  Sonifi  kationsforschern  der  Universtitäten  Bielefeld  und  Graz  hat  der  Klangkünstler  Werner  Cee  ein  begehbares,  interaktives  Klangobjekt  gestaltet.  Es  kann  Klimawerte  und  Modellrechnungen über Zeiträume  zwischen  1950  und  2100  ertönen  lassen. So werden Muster und Entwicklungen  wesentlich  leichter  erfassbar  als  in  den  herkömmlichen  Schaubildern. Werner Cee, geboren 1953, ist Klangkünstler und Komponist.

35

Mi 15. Juni 0.05 Uhr

Freispiel _ 45'11

Feature (Ursendung) _ ca. 54'30

Die Siedlung

Deutsche Reinheit, deutscher Durst Ein Bierblues

Hörspiel von Philip Stegers Regie: Benjamin Quabeck Mit: Daniel Brühl, Denis Moschitto, Oliver Minck, Jella Haase, Edda Fischer u.a. Komposition: Lee Buddah Produktion: WDR 2014

Drehbuchautor Jonathan Kornfeld ist verzweifelt. Produzentin Barbara Kruse hat ihn beauftragt, einen Krimi zu schreiben, aber das vorgegebene Exposé des Autors Philip Stegers ist einfach nur schlecht. Die Figuren verhalten sich unglaubwürdig, die Handlung ist verworren. Aus Not wendet er sich an den ›mobilen dramaturgischen Berater‹ Schmadtke. Gemeinsam fahren sie zum Dortmunder Hafen, um die real existierenden Figuren des Krimis auszuspionieren. Bald wird klar: Kornfeld wurde hereingelegt. Philip Stegers (alias Lee Buddah), geboren 1973, Musiker, Songwriter, Produzent, Komponist und Hörspielautor.

Von Peter Schanz Regie: N.N. Produktion: NDR/DKultur 2016

Das Bayerische Reinheitsgebot wird 500 Jahre alt. Höchste Zeit, diesen Hopfen & Malz-Fundamentalismus zu hinterfragen: Was kommt wirklich rein ins Bier? Was fehlt ihm? Verhindert der Abgrenzungsfuror eine Weiterentwicklung der Braukünste? Verliert das Deutsche Brauwesen aus Sturheit seine weltweite Anerkennung? Von Flensburg bis zum Bodensee werden alte und neue Sudstätten heimgesucht, werden Brauer, Trinker und andere Spezialisten zu Wort gebeten. Peter Schanz, geboren 1957 in Bamberg, war als Theater-Dramaturg und Regisseur tätig, seit 1999 freier Autor und Dramaturg.

Mo 13. Juni 21.30 Uhr

Mi 15. Juni 21.30 Uhr

Kriminalhörspiel _ 54'04

Hörspiel _ 54'23

Zwölf Uhr Majakowski-Platz

Wilde Tiere in Berlin

Von Sergej Ustinow Bearbeitung: Klaus Schmitz Regie: Uwe Schareck Mit: Wolfgang Condrus, Martin Benrath, Walter Renneisen u.v.a. Produktion: SDR 1992

Von Marianne Weil Regie: Judith Lorentz Mit: Shorty Scheumann, Jörg Gudzuhn u.a. Produktion: DKultur 2009

Moskau vor 25 Jahren, eine Stadt, ein Riesenreich in Auflösung: Schiebereien, Erpressungen, Entführungen und Mord gehören zum Alltag. Journalist Maximow will herausfinden, weshalb sein alter Lehrer sterben musste und warum Sascha, dessen Eltern zu Reichtum gekommen sind, verschwunden ist. Igor Maximow ist der erste Privatdetektiv in der sowjetischen Kriminalliteratur, ein Novum der Gorbatschow-Ära. Sergej Ustinow, 1953 in Moskau geboren, Journalist, Autor von Kriminalgeschichten.

Gräben, Grenzen, Gitter, Sperren, Balken, Mauern, Posten, Wächter, Kontrollen regulierten die Freiheit in der geteilten doppelten deutschen Hauptstadt. Doch es gab einen Ort, an dem die Gitter unsichtbar wurden und exotische Lebewesen in idyllischen Landschaften ein sorgloses Dasein hatten. Das Paradies für wilde Tiere im Tierpark Friedrichsfelde! Marianne Weil begegnet Tieren und Zoo-Direktoren, Chruscht­ schow und Kennedy, durchforstet das Radio-Archiv und findet historische Reportagen, die nie hätten gelöscht werden dürfen. Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren, Autorin und Regisseurin von Features und Hörspielmontagen.

©Karl Meister

13.– 26. Juni 2016

Mo 13. Juni 0.05 Uhr

Merle Hilbk:

G ›Eisenbach,

Fr 17. Juni 0.05 Uhr

Sa 18. Juni 18.05 Uhr

Klangkunst _ 54'30

Feature (Ursendung) _ ca. 54'

Kurzstrecke 50

Neues aus der Provinz Eisenbach, Gear Valley

Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Kurz, ungewöhnlich und nicht länger als 20  Minuten: Innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst können an uns geschickt werden. Wir wählen die interessantesten aus und stellen sie vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke präsentieren wir unter anderem:

Der Esel, Ich und Du – Elvis lebt! – Letzte Ausfahrt Westerwald Von Jürgen Piechutta Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke Wiederholung vom 30. Mai 0.05 Uhr

36

ear Valley‹

Von Merle Hilbk Produktion: DKultur 2016

Die Berliner Autorin zog es in ein Dorf im Hochschwarzwald mit Maschinenfabriken und Vollbeschäftigung – und fand Gefallen an einem Landleben, dass das Gegenteil von der erträumten Kachelofen-Idylle war. Merle Hilbk, 1969 in Düsseldorf geboren, bis 2001 Dossier-Redakteurin bei der ›Zeit‹ in Hamburg, danach Schriftstellerin in Berlin, ist auf Osteuropa und Russland spezialisiert. Mit einem Autorenstipendium kam sie nach Eisenbach/ Hochschwarzwald – und entdeckte den ›alten Westen‹ neu.

So 19. Juni 18.30 Uhr

Mo 20. Juni 21.30 Uhr

Mi 22. Juni 21.30 Uhr

Sa 25. Juni 18.05 Uhr

Hörspiel _ 49'40

Kriminalhörspiel _ 53'38

Hörspiel _ 59'02

Feature (Ursendung) _ ca. 54'30

Kunststücke »… the whole thing’s coming out of the dark« Samuel Beckett – words/sounds & moving images part one

Tödliche Ohnmacht

Im Inneren des Landes

Nach dem Roman von C. S. Forester Regie: Uwe Schareck Mit: Maja Beckmann, Manuel Harder, Astrid Meyerfeldt u.a. Produktion: DKultur 2015

Von Dirk Brauns Bearbeitung und Regie: Stefan Kanis Mit: Marina Frenk, Axel Wandtke, Petra Hartung u.a. Produktion: MDR 2013

Neues aus der Provinz No Land Called Home – Rückkehr in die Provinz

London  in  den  1930er-Jahren:  Als  Marjorie, verheiratet mit dem rücksichtslosen Ted Grainger, nach Hause kommt, fi ndet sie ihre Schwester  Dot  leblos  auf  dem  Küchenboden.  Die  Polizei  geht  von  einem  Suizid  aus.  Bei  der  Obduktion  stellt  sich  heraus,  dass  Dot  im  dritten  Monat  schwanger  und  stark  alkoholisiert  war.  Die  Mutter  der  Schwestern  glaubt  nicht  an  Selbstmord  und  schmiedet einen unheilvollen Plan,  der in einer Katastrophe endet.

Lang genug versuchten sie, sich aus  dem Weg zu gehen - jetzt führt das  Schicksal sie zusammen. Sie fl  iegen  aufeinander zu wie zwei Geschosse.  Ingo Kern, zu DDR-Zeiten Offi zier  im mecklenburg-vorpommerischen  Militärstandort  Eggesin,  heute  leitender  Personalberater  der  Deutschen  Bahn,  und  Stefan  Brenner,  einst  einer  von  Kerns  Rekruten,  jetzt Autohaus-Prüfer. Ein dringender  Auftrag  führt  Stefan  Brenner  ausgerechnet nach Eggesin, zu den  Erinnerungen  an  seinen  besten  Freund,  der  damals,  schikaniert  von  Ingo  Kern,  seinem  Leben  ein  Ende setzte. 

Von Samuel Beckett Konzeption, Musik und Regie: Klaus Buhlert Idee, Textauswahl: Gaby Hartel, Klaus Buhlert Mit: Natasha Parry, Barry McGovern, Raymond Federman Produktion: BR/ORF/Kunsthalle Wien/ DKultur/ZKM/intermedium rec. 2000

Grundlage  dieser  Radioperformance  sind  drei  ausgewählte  Beckett-Texte,  die  in  erster  Linie  sein  ›visuelles  Schreiben‹  dokumentieren  (›eye-pieces‹)  sowie  seine  Bewegungs-  und  Beobachtungsskizzen:  ›The  Image‹  (1959),  ›Molloy‹  (1951)  und  ›Company‹  (1981).  Die  Produktion  wurde  anlässlich  der  Ausstellung ›Samuel Beckett/Bruce  Naumann‹ in der Kunsthalle Wien  2000 aufgeführt.

Cecil Scott Forester, geboren 1899 in Kairo, gestorben 1966 in Kalifornien, englischer Schriftsteller.

Dirk Brauns, geboren 1968 in Ost-Berlin, war Korrespondent in Peking und Warschau. 2012 erschien sein erster Roman ›Im Innern des Landes‹.

Samuel Barclay Beckett (1906 –1989), irischer Schriftsteller. 1969 Nobelpreis für Literatur.

Von Johannes Nichelmann Regie: N.N. Produktion: DKultur 2016

Mit  zwölf  Jahren  verfrachtet  von  Berlin nach Bayern, in einen Landkreis,  in  dem  Vollbeschäftigung  herrscht,  die  Freiwillige  Feuerwehr  die  Macht  über  alles  hat  und  die  Formel  für  die  eigene  Identität  plötzlich  mit  einem  Artikel  versehen und durch ein Komma getrennt  wurde. Die Verwandlung in den Nichelmann,  Johannes.  Ab  jetzt  war  er  der  Quoten-Ossi,  der  Rote,  der  Atheist.  Es  war  der  Beginn  keiner  Freundschaft. 15 Jahre später kehrt  der Autor zurück in die Provinz. Johannes Nichelmann, geboren 1989, seit 2010 Reporter und Feature-Autor, seit 2014 auch Redakteur und Moderator bei DKultur.

Mo 20. Juni 0.05 Uhr

Mi 22. Juni 0.05 Uhr

Fr 24. Juni 0.05 Uhr

So 26. Juni 18.30 Uhr

Freispiel _ 49'40 

Feature _ 54'05

Klangkunst _ ca. 54'

Hörspiel _ 39'09/43'31

Orpheus in der Oberwelt – Eine Schlepperoper

Neues aus der Provinz Rückkehr nach Knokke Eine Erfahrung aus dritter Hand

Palma Ars Acustica

Kunststücke Rotoradio

Hörspiel von andcompany&Co. Prix Europa 2015 Komposition: Reinier van Houdt, Simon Lenski, Susanne Fröhlich, Sascha Sulimma Produktion: WDR 2015

Orpheus, Schlepper am EU-Grenzfl uss Evros, sieht sich als modernen  Dienstleister, dessen Arbeit nicht in  Widerspruch  zu  höheren  Idealen  steht.  Aus  diskursiven  und  dokumentarischen  Texten,  mit  Elementen  aus  Orpheus-Opern,  ist  eine  Reise  durch  die  Geschichte  und  brutale  Gegenwart  der  Migration  entstanden. Hörspiel des Monats April 2015. Prix Europa 2015. Das Künstlerkollektiv andcompany&Co. wurde 2003 von Nicola Nord, Alexander Karschnia und Sascha Sulimma gegründet.

Von Jochen Wobser und Oliver Kobold Regie: Walter Filz Produktion: SWR 2014

1984  macht  der  Künstler  Martin  Kippenberger  eine  Woche  Urlaub  im  belgischen  Seebad  Knokke.  Er  schreibt  auf,  was  er  tut  und  erlebt  (nicht viel) und übergibt seine Aufzeichnungen nach der Rückkehr der  befreundeten  Künstlerin  Annette  Grotkasten  mit  der  Anweisung:  alles  in  allen  Details  nachmachen.  Aus  dem  Spiel  mit  der  Wiederholung ergibt sich eine künstlerische  Versuchsanordnung. Wie verändert  der zweite Blick das selbst Erlebte?  30 Jahre später unternehmen Oliver  Kobold und Jochen Wobser dieselbe  Reise – nun als Erfahrung aus dritter Hand. 

Produktion: EURORADIO Ars Acustica Group 2016

Die  Ars  Acustica  Gruppe  der  European  Broadcasting  Union  (EBU)  ist  ein  Zusammenschluss  europäischer Klangkunst-Redaktionen.  Seit 1989 treffen sich die Mitglieder  einmal  im  Jahr,  um  herausragende Produktionen auszutauschen  und neue Entwicklungen in der Radiokunst zu diskutieren.  Im  Juni  2016  lädt  der  irische  Rundfunk nach Galway. Hier vergeben die Mitglieder zum dritten Mal  den Prix Palma Ars Acustica an die  beste  Klangkunst-Ursendung  des  Vorjahres. Wir präsentieren die prämierten Werke. 

Oliver Kobold, geboren 1970 in Freudenstadt, ist Literaturwissenschaftler.

Von Ferdinand Kriwet Produktion: DKultur/WDR 2011/2012

Kriwets  Erstlingswerk  ›ROTOR‹  von 1961 ist die unauf hörliche Rede  eines  namenlosen  Ich.  Der  Autor  hat sich an eine Auswahl und neue  Zusammenfügung gewagt.

Radio-Revue (Master Cut) Von Ferdinand Kriwet Produktion: DKultur/WDR 2013

Eine  akustische  Archäologie  in  sechs  Abschnitten  unterschiedlichen Charakters. Aus einem Strom  von  Namen  und  Städten  erheben  sich in biografi sch fortschreitender  Reihenfolge Inseln der Erinnerung,  von  der  Kindheit  bis  ins  Alter,  von  Düsseldorf bis Dresden und Prag.  Ferdinand Kriwet, geboren 1942 in Düsseldorf, Schriftsteller, Hörspielautor und MixedMedia-Künstler.

Jochen Wobser, geboren 1974, ist Hörfunk-Journalist beim BR.

INFOS

ndeutschla unter d ltur.de radioku

37

27.– 29. Juni 2016

Mo 27. Juni 0.05 Uhr

Mi 29. Juni 0.05 Uhr

Freispiel (Ursendung) _ 54'30

Feature _ ca. 54'

Kurzstrecke 51 Feature, Hörspiel, Klangkunst

Neues aus der Provinz Zakya in Vogelsang Integrationsversuche einer Syrerin auf dem Land

Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/DKultur 2016

Von Wibke Starck Produktion: NDR 2015

Innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst können fortlaufend an uns geschickt werden. Wir wählen die interessantesten aus und stellen sie in dieser Sendung vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke präsentieren wir:

Soundpatrouille Orion Von Sven Ahnert

Die Peter-Neururer-Jugend Von Friedemann Dupelius

Unfinished Portrait of Roedelius Today

Auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien ist Zakya im schleswig-holsteinischen Nest Vogelsang gelandet. Bis ihr Mann und ihr 12-jähriger Sohn folgen, muss sie mit den vier anderen Kindern alleine klarkommen. Irgendwann darf sie sich eine eigene Wohnung suchen und versucht es in Vogelsang, denn ihre Kinder gehen hier in den Kindergarten und die Schule. Sie versteht schnell, dass mancher nicht an sie vermieten will, weil sie eine von denen ist. Eines Tages ist Zakya fort.  

Von Hanno Leichtmann Außerdem: Neues aus der ›Wurfsendung‹ mit Julia Tieke

Wibke Starck, Jahrgang 1967, studierte Mediendokumentation, seit 2001 Feature-Autorin.

Mo 27. Juni 21.30 Uhr

Mi 29. Juni 21.30 Uhr

Ost-West im Krimi-Doppelpack

Hörspiel (Ursendung) _ ca. 59'

Vorgestellt von Clarisse Cossais

Das Dorf ist überall – ein Landtagebuch

Schluss der Vorstellung Von Stephan Göritz Regie: Bert Bredemeyer Mit: Klaus Manchen, Martin Seifert u.a. Produktion: Rundf. der DDR 1987

Als sich nach einer Hamlet-Vorstellung die ›Toten‹ zum Applaus erheben, bleibt eine Schauspielerin leblos liegen. Inspektor Duteil ermittelt im Theater. Stephan Göritz, geboren 1960, Autor, Journalist, Liedtexter.

Die letzte Schurkerei Von Pierre Frachet Regie: Elmar Boensch Mit: Matthias Ponnier, Eva Garg u.a. Produktion: WDR/RIAS Berlin 1989

©ullstein bild/ArenaPL

Pierre Frachet, geboren 1933 in Plombières/Vogesen, schreibt seit 1965 Krimis.

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›Schluss

der Tod das

Spiel überle

Sie lebt auf dem Land, zog mit der Familie hierher. Nach Berlin bricht sie immer wieder auf, um dort zu arbeiten. Das Leben im Dorf ist nicht spektakulär und öffnet sich nur dem, der Sinn für Details hat. Die Natur ist für die Dorfleute kein ergötzlicher Ort zum Spazierengehen, sondern ein Arbeitsplatz. Nachbarschaft heißt in dem Ort ohne Einkaufsladen, dass sich alle gegenseitig genauestens beobachten. Beate Becker, geboren 1967 in Nürnberg, arbeitet als Autorin und Regisseurin in Berlin und lebt in der Pfalz.

Marc, Christoph und Pascal haben Gemälde im Wert von neun Mio. Franc geraubt. Marc wurde gefasst, seine Komplizen wollen ihn befreien, Freundin Sylvie verfolgt eigene Pläne.

ng‹: Wenn der Vorstellu

Von Beate Becker Regie: Judith Lorentz und die Autorin Produktion: DKultur 2016

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