Fremdheit und Naturschutz eine Problemgeschichte

September 26, 2016 | Author: Lothar Fuhrmann | Category: N/A
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Fremdheit und Naturschutz – eine Problemgeschichte Friedemann Schmoll, Jena Die Frage nach den Berührungspunkten und zwischen Rechtsextremismus und Naturschutz, die historisch besehen eine langen Geschichte hat (u.a. Radkau, Uekötter 2004), soll in diesem Beitrag auf zwei Ebenen erörtert werden: – Die erste Ebene zielt auf die Frage, wie durch die Ferngläser von Naturschützern besehen Fremdheit in der Natur gedeutet wurde und wird – zum Beispiel, wenn es um Neobiota ging und geht – um reiselustige Einwanderer aus dem Reich der Natur, die nicht nur ökologisches Kopfzerbrechen bereiten, sondern darüber hinaus nachhaltig die Beziehungen zwischen Eigen und Fremd verstören (Eser 1999, Schmoll 2003). Diese Irritationen setzen enormes Erregungspotenzial frei, beflügeln Szenarien der Überfremdung, um mitunter in Ausmerzungs- und Vertilgungsphantasien zu münden, die in ihren Bedeutungen weit über die beschriebene Natur selbst hinausweisen. – Und auf einer anderen Ebenen soll darüber nachgedacht werden, wie Naturschützer denn eigentlich über Gesellschaft dachten und denken – hier geht es also um Weltbilder, Weltanschauungen, Werthaltungen, Deutungen des sozialen Lebens und gesellschaftlicher Prozesse in den Köpfen von Naturschützern. Es geht also um die Synchronisierung von Naturbeschreibung und Gesellschaftsdeutung, um den Transfer von Deutungsmustern, die von Phänomenen der Natur auf Gesellschaft übertragen werden, sodass biologistische Bilder von Gesellschaft Plausibilität entfalten können. Am Schluss möchte ich die Gedankengänge etwas öffnen und bilanzieren, welche Schlussfolgerungen denn daraus gezogen werden können, wenn Themen wie Heimat – das Heimische, das Eigene – und Naturschutz von Rechten reklamiert werden. Sind sie dann „verbrannt“, tabuisiert oder anstößig geworden? Oder, umgekehrt: Sollten sie nicht viel offensiver vom Naturschutz thematisiert und besetzt werden, weil hier Leerstellen sonst offen bleiben, die so erst für Rechte verfügbar werden. Also – es geht zum einen um Natur, zum anderen um Gesellschaft. Wobei natürlich zwischen diesen beiden Sphären keine Demarkationslinie verläuft, keine exakte Grenze, im Gegenteil: Menschen beschreiben Natur nie nur als Natur. Wir kennen das aus den Diskussionen um gebietsfremde Arten, wenn deren Wandern als „Verfälschung“ und „Überfremdung der heimischen Fauna“ interpretiert wird. „Russen-Krähen fressen unsere heimischen Singvögel auf“, titelte bereits in den 1990er-Jahren zuverlässig reißerisch die Bildzeitung. Vielleicht nicht ganz so aufmerksamkeitsheischend, aber durchaus ähnlichen Deutungsmustern von Freund und Feind, Eigen und Fremd folgte hier mitunter der Naturschutz: Tier- und Pflanzenarten wurden in Beschreibungen gebietsfremder Arten wahlweise als „Fremdlinge”, „Eindringlinge” oder „Ausländer” typisiert, so als führten sie einen falschen Pass mit sich, was natürlich Quatsch ist, weil es weder für Ochsenfrösche, Nymphensittiche, Wollhandkrabben oder Waschbären zuständige Passbehörden gibt. Von “Kosmopoliten” wird gesprochen und von “Opportunisten”. Fremde, also nicht standortgetreue Tiere und Pflanzen, erscheinen unversehens als Gefährdung und Verfälschung des Eigenen. Sie stellen gängige Natur-Ideale gleich in mehrfacher Hinsicht in Frage: Sie gefährden das Ursprungsideal, haben diese Arten doch nur aufgrund menschlicher Einflüsse ihre originären Standorte verlassen und weisen keine Bindung an einen verpflichtenden Lebensraum auf. Sie sind nicht Teil einer organisch gewachsenen

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Ordnung, sondern erscheinen als künstlich implantiert, wesensfremd, bedrohen also die Vorstellung einer ausschließlich aus sich selbst wirkenden natürlichen Ordnung. Fremde Arten verkörpern somit etwas irgendwie Widernatürliches, Unvertrautes. Einmal mehr scheint das Beispiel der Neobiota vor Augen zu führen: Der Mensch greift spätestens im Zeitalter der Globalisierung so gravierend in natürliche Ordnungen ein, dass ein Tohuwabohu ausgelöst wird, ungewollte, vor allem aber unkontrollierbare Wanderungen. Das ist, denke ich, im Besonderen der „Stachel des Fremden“ (Waldenfels 1990): Exotische Tiere und Pflanzen verstören niemanden, wenn sie am rechten Platz sind – entweder in ihrer Heimat, wo sie hingehören, oder aber in den Käfigen und Blumenrabatten Zoologischer und Botanischer Gärten. Wehe aber, es werden illegitime, unkontrollierte Grenzübertritte vollzogen – dann beängstigt unversehens das Gefühl, dass die Natur auch nicht mehr das ist, was sie einmal war und eigentlich sein sollte. Werden solche Deutungsmuster von der Natur auf Kultur und Gesellschaft übertragen, münden sie nahtlos in rechte Konzepte des Ethnopluralismus. In derselben Sprache, in der hier Natur beschrieben wird, wird mitunter Gesellschaft zumindest mitgedacht. Wenn man sich in manchen Naturschutzschriften die Namen der Halsbandsittiche, Herkulesstauden oder Raubmilben wegdenkt und durch Vertreter der Spezies Mensch (Migranten, Asylanten, Entwurzelte) ersetzt, dann festigt sich der Eindruck, hier würden Konflikte kultureller Identität oder soziale Prozesse beschrieben – hier ginge es um einen unversöhnlichen Kampf der Kulturen. Es handelt sich nicht selten um dasselbe Vokabular, mit denen auch Migrationsbewegungen von Menschen beschrieben werden, wenn von ungebetenen Gästen, von Eindringlingen, Asylantenströmen und Parasiten die Rede ist. Zwischen Kartoffelkäfern und Asylbewerbern scheinen die Grenzen zu verschwimmen – nicht nur im Beschreiben sondern eben auch im Bewerten des Phänomens. Auf dem Rücken der wanderlustigen Tier- und Pflanzenarten werden auch Probleme von Migration, Fremdheit und des Selbstverständnisses moderner Einwanderungsgesellschaften verhandelt. Zumindest im Subtext schwingt immerzu die Frage mit: Wie viel Fremdheit vertragen wir? Was sich – durch Menschen ausgelöst – in der Natur abspielt, scheint sich auch in der Gesellschaft zu vollziehen: Die Erosion vertrauter Ordnungen – unkalkulierbare Störfälle. Es war sicherlich kein Zufall, dass ausgerechnet die rechtsextremen „Republikaner“ im damaligen badenwürttembergischen Landtag 1993 mit als erste rigorose Maßnahmen gegen gebietsfremde Organismen gefordert haben. Das Phänomen ist indes nicht neu, sondern wurde bereits um 1900 heftig in der gerade sich formierenden Naturschutzöffentlichkeit diskutiert. „Fremdbäume im deutschen Wald”, so 1913 der Titel eines Aufsatzes im „Kunstwart”, „Fremdbäume im deutschen Wald“ drohten dessen Reinheit und Ursprünglichkeit zu zersetzen (Weiss 1913). Raoul Francé entwarf 1910 ein schillerndes Entfremdungsszenario und warnte vor der Umwandlung der heimischen Natur in ein „Freilichtmuseum“ für exotische Arten: „Der bayerische Landesfischereiverein (...) will die japanische Schnappschildkröte in die stillen Weiher und Teiche des Landes einsetzen, in den Forsten hat man den japanischen Sikahirsch, den Walpiti- und Altaihirsch eingeführt, die Rehe kreuzt man mit Ausländern, damit sie stärkeres Gehörn aufsetzen. (…); bald werden auch argentinische Fische die Gewässer beleben, auch den unangenehmen Gecko wird man bald des Nachts seinen klagenden Ruf ausstoßen hören und den Ochsenfrosch brüllen, denn beide werden eingebürgert. Schon wühlt die nordamerikanische Bisamratte in den böhmischen Wäldern in der lästigsten Weise. Nordamerika, Ostasien, Australien, alle Zonen sollen sich also ein Stelldichein in der deutschen Natur geben, aus lauter Naturkenntnis soll das unverfälschte Bild der Heimat auch dort verändert werden, wo der fabrikbauenden Industrie, der Alleszermalmerin Zivilisation der Arm gelähmt ist!“ (Francé 1910, S. 10)

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In den Naturschutzdebatten vor einem Jahrhundert, war bereits unmissverständlich von illegitimer Überfremdung die Rede. Die vertrauten Ordnungskategorien von heimisch und fremd, die Leitbilder von Eigenart, Abstammung und Ursprünglichkeit gerieten gehörig ins Wanken. Vor 100 Jahren, als die fremden Arten auf die Agenda der eben sich organisierenden Naturschutzbewegungen kam, wurde das Phänomen nicht als Gefährdung irgendeiner Natur diskutiert, sondern als Attacke auf eine nationale Natur. Die Natur, deren Harmonie und Gleichgewicht hier durch Neuankömmlinge so empfindlich gestört schien, war eine nationale Natur – nicht der Wald, sondern der deutsche Wald, nicht eine universelle Natur, sondern die deutsche Heimat! Wie gesagt: Die Liaison zwischen Naturschutz und rechten Weltanschauungen hat eine lange Geschichte, weshalb es sich auch immer wieder aufs Neue als lehrreich erweist, sich mit dem notorischen Rechtsdrall des Naturschutzes auseinander zu setzen. Vor dem Ersten Weltkrieg griffen Natur- und Heimatschutz drängende Fragen auf. Sie thematisierten die Destruktionspotenziale der Industriemoderne – die Folgen einer Ökonomisierung und Rationalisierung der Natur, die im Zeitalter von Wissenschaft, Technik und Industrie historisch ungeahnte Dimensionen erreicht hatten, und sich – so der Tenor der zeitdiagnostischen Beschreibungen – offenbar rücksichtslos über alles Vorgefundene in Natur und Kultur hinwegzusetzen schien. Das waren allesamt völlig legitime und drängende Fragen: Wie sollte die Welt beschaffen sein, in der wir leben? Welche Landschaften wollen wir? Gibt es Grenzen in der menschlichen Naturbeherrschung und Naturausbeutung, die dank moderner Technik und Wissenschaften ins Grenzenlose gesteigert werden konnten? Mit der Entfaltung moderner Industriezivilisationen hatte sich offenkundig eine elementare Umkehrung in den Kräfteverhältnissen zwischen Natur und Mensch vollzogen. Nicht mehr eine übermächtige, unwägbare und oft genug entfesselte Natur bedrohte menschliche Bemühungen, sich kultivierend ihre Existenz zu sichern. Jetzt erschien diese Natur nicht mehr selbst als bedrohende Größe; jetzt erschien sie selbst bedroht. Tatsächlich korrespondiert dieser Paradigmenwechsel mit dem zeitgenössischen Bewusstsein früher Naturschützer, in einer epochalen Wendezeit zu leben. In ihren Gegenwartsdiagnosen spielte das Motiv des radikalen Bruchs ihrer Zeit mit allen historisch vertrauten Mensch-Natur-Beziehungen eine tragende Rolle. So unterstrich Max Haushofer 1906 in seiner Abhandlung „Der Schutz der Natur“: „Mit den gewaltigen Mächten der Natur mußte diese Menschheit durch ungezählte Reihen von Generationen zähe und gefahrvolle Kämpfe auskämpfen, ehe ihr Dasein gegen die Naturmächte gesichert erschien. Und nun, seit dem Ausgange des neunzehnten Jahrhunderts erst, wird den Kulturvölkern voll bewußt, daß nicht nur der Mensch gegen die Naturmächte, sondern umgekehrt auch die Natur gegenüber menschlichem Tun eines Schutzes bedarf.“ (Haushofer 1906, S. 3) Logik und Dynamik der Zivilisationsentwicklung ließen nun immer vehementer nach den Schattenseiten der Moderne fragen – nach dem Verlust, nach Grenzen menschlicher Naturbemächtigung. „Bei diesen Riesenschritten menschlicher Kultur muß die Befürchtung rege werden, daß auch manches vernichtet wird, was unwiederbringlich ist, ist es einmal verloren. (...) Aus diesem Gefühl der Sehnsucht nach Natur und der Furcht vor der alles nivellierenden Kultur an Orten, die uns in ihrer natürlichen Schönheit teuer sind, aus diesem Gefühl heraus entstand erst bei einzelnen, dann in rascher Ausbreitung zu breitem Strome anschwellend der Gedanke des Naturschutzes, des Heimatschutzes. Zu dem Streben, die Natur zu schützen, gesellt sich der Gedanke der historischen Pietät für das, was unsere Altvorderen erschaffen. Pietät, dieses tief religiöse Gefühl, ist auch ein Hauptzug der Psychologie des Naturschutzes.“ (Schwalbe 1911, S. 482)



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Hier wurden mit der Frage nach der Natur elementare Probleme moderner Gesellschaften aufgeworfen. Es war die Erfahrung ihrer Gefährdung und Begrenztheit, ihrer Verwandlung zunehmend in einen reinen Nutz- und Produktionsraum und damit die Erfahrung einer Entfremdung von Natur- und Landschaft. Gründe, sich dieser gefährdeten Natur in bewahrender Absicht zuzuwenden, gab es also viele und unterschiedliche: ‐ ‐





Das konnten ethische Motive sein: Wenn menschliches Leben auf der Nutzung von Natur basierte, dann war ihm die Natur in einer Art und Weise anvertraut, dass er auch in einer Verantwortung für sie stehen musste. wissenschaftliche, naturkundliche, museale Motive: Erfahrungen des Schwundes, das Trauma der Ausrottung vieler Großtierarten motivierte umgekehrt das Bedürfnis nach Erhaltung und Rettung – die Naturdenkmalpflege widmete sich zunächst vor allem den Letzten ihrer Art... Hinzu kamen ästhetische Bedürfnisse: Natur wurde geschützt, weil sie über die Sphäre der Notwendigkeiten hinauswies und die menschliche Wirklichkeit bereicherte – das Bedürfnis, Natur und Landschaft in der unerschöpflichen Vielfalt ihrer Erscheinungsformen und Hervorbringungen zu erfahren. Da gab es sozialpolitische Interessen: Natur und Landschaft wurden nicht als individuelles Eigentum verstanden, sondern als ein Allgemeingut, und deshalb sollte allen Menschen das Recht auf Teilhabe an der Natur zugesprochen werden.

Weitere Motive, die im Gesamt die Idee des Naturschutzes trugen, könnten hinzugefügt werden. Dass sich der Naturschutz um 1900 so rasch als Bewegung formierte, lag sicher daran, dass er sich nicht nur auf wenige Schutzbegründungen berief. Signifikant war eher eine Gemengelage höchst unterschiedlicher emotionaler, nationalkultureller, politischer, wissenschaftlicher u.a. Begründungen, was dazu führte, dass sich ein Karl Liebknecht auf Seiten der politischen Linken den Anliegen des Naturschutzes genauso gut verschreiben konnte wie ein völkischer Rassist vom Schlage eines Hermann Löns. Im zeitgenössischen Horizont kursierten signifikante Deutungsmuster für die Ursachen der Gefährdung von Natur und Landschaft: sehr diffus der eigennützige Geist des Materialismus, sprich Kapitalismus, Tendenzen der Nivellierung und Standardisierung, die Rationalisierung menschlicher Naturnutzung, die die Zerstörung historisch gewachsener Landschaften beschleunigte, umfassende Prozesse der Ent-Traditionalisierung, die als Entwurzelung und Entfremdung gedeutet wurde, Gleichmacherei – eine umfassende Krise der Kultur (vg. Frohn, Schmoll 2006). Eine Antwort, gleichsam eine Naturschutzbegründung, lautete deshalb: die Erhaltung von „Eigenart“, Schutz alles Eigenartigen in Natur und Landschaft, um dem Schwund von Vielfalt Einhalt zu gebieten. In § 1 der Satzung des Bundes Heimatschutz hieß es unmissverständlich: „Der Zweck des Bundes ist, die deutsche Heimat in ihrer natürlichen und geschichtlich gewordenen Eigenart vor Verunglimpfung zu schützen.“ Eigenart und Vielfalt – gegen die Homogenisierungs- und Uniformierungstendenzen ökonomischer, gesellschaftlicher und kultureller Modernisierung setzten Bewegungen wie der Natur- und Heimatschutz die Vorstellung von Eigenart und das Ideal der biologischen und ästhetischen Vielfalt als Parameter für eine lebenswerte Umwelt. Tatsächlich: Vielfalt war im Wechselspiel natürlicher Einflussgrößen und menschlicher Handlungsmöglichkeiten in einem unendlichen Prozess der Geschichte entstanden. Sie manifestierte sich in Form identifizierbarer und unverwechselbarer Landschaften, spezifischer lokaler Gewohnheiten (Dialekte, Bräuche etc.) und traditionsgeleiteter Strategien der Lebensbewältigung (Bewirtschaftungsformen, Handwerke, Ernährung etc.).

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„Eigenart“, das ist eine schöne Vokabel, mit der sich heutzutage gerne Kunstgalerien in ihrem Namen schmücken: Eigen-Art. „Eigenart“ – damit wird das Besondere, das Charakteristische und Eigenständige herausgehoben. Und wir kennen es ja hinlänglich aus dem Naturschutz: Vielfalt, Schönheit, Eigenart – das konstituierte lange die Trias, die das Schützenswerte von Natur und Landschaft ausweisen sollte. Woher kommt dieses schöne Wörtchen „Eigenart“? Seltsamerweise findet sich in alten Universal-Lexika seit dem 18. Jahrhundert so gut wie kein Eintrag unter diesem Stichwort „Eigenart“. Auch in etymologischen Wörterbüchern, in denen ansonsten alles, aber auch alles, jede noch so kleine Silbe verzettelt und deponiert und auf ihre Herkunft befragt wird, wird, sucht man vergebens – höchsten wird da von „eigen“ verwiesen auf Eigenheiten u.a. Dies ist im höchsten Maße erläuterungsbedürftig, wenn da ein Begriff, der im Naturschutz eine so zentrale Rolle spielt, offenbar keinerlei Spuren in der sonstigen Sprach- und Wissensgeschichte hinterließ! Immerhin werden wir nach langer Suche endlich in der Neubearbeitung des Grimmschen Wörterbuchs aus den 1990er-Jahren fündig und zumindest ein klein wenig aufgeklärt: „rückbildung aus eigenartig adj.; wie dieses um 1900 modewort.“ (Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Neubarbeitung., Bd. 7 1993, S. 388, 399) Hoppla, das liefert Anlass zur Hellhörigkeit: „um 1900 modewort“ – just um 1900 formierte sich auch der Natur- und Heimatschutz! Sonst informiert der Eintrag über das Wortfeld durch die allfälligen Stichwörter: Eigenart als Individualität, als das Besondere, charakteristische Eigenschaft im Sinne des Typischen, Wesensart; auch im Sinne von „sonderbar“, von der Norm abweichend; von eigener Art – unabhängig, souverän, mitunter „merkwürdig“. Um 1900 – einer Zeit, die als nivellierend und standardisierend erfahren wurde – scheint es also einen besonderen Bedarf, eine Sehnsucht nach „Eigenart“ und Vielfalt gegeben zu haben! Warum kommen Wörter in die Welt? Weil sie Bedürfnisse artikulieren, menschliche Erfahrungen und Sehnsüchte benennen! In jedem Fall: Eigenart erschließt sich erst durch den Gegenbegriff zum Eigenen – also zur Fremde, zur fremden Art, zum Unvertrauten, Anderen, zum Nicht-Identischen. Das Eigene und das Fremde – für die Regelung der Beziehungen zwischen Eigen und Fremd hält das Reservoir menschlicher Erfahrungen eine Menge von Möglichkeiten parat:





das Fremde kann als Ergänzung, als Erweiterung des Eigenen wahrgenommen werden – so, wie wir uns die Kartoffel aus den Anden nicht nur zueigen gemacht haben. Mehr noch – sie ist längst Garant und Visitenkarte bodenständiger und ursprünglicher regionaler oder deutscher Küche geworden, wenn Thüringer Kartoffelklöße oder schwäbischer Kartoffelsalat serviert werden! Was einst fremd und suspekt erschien, ist in diesem Fall längst heimisch geworden.



Die Erfahrung der Fremde stimuliert die Auseinandersetzung mit dem Eigenen. „Erst das Fremde lehrt uns, was wir an Heimat besitzen“, so hat Theodor Fontane den Heimweh-Effekt beschrieben. Erst der Verlust Heimat erweckt die Sehnsucht, in sie zurückzukehren und befördert die Aufmerksamkeit für das Eigene.



Da wäre als eine weitere Beziehungsmöglichkeit zwischen Eigen und Fremd die Idee der Assimilation: Vom Fremden wird erwartet, dass es sein Fremdes ablegt und dem Eigenen angepasst und angeglichen wird. Die Identität des Fremden löst sich auf.

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Oder da wäre der Anspruch auf Unterordnung des Fremden unter das Eigene: Das Fremde wird als Fremdes toleriert, soll sich aber unterordnen – z.B. in der Idee der Leitkultur als dominante, gegenüber der andere in den Hintergrund zu treten haben.



Oder da wäre Exotisierung als Umgangsform mit dem Fremden – das Fremde wird überhöht oder herabgewürdigt, entweder im Bild des Barbaren, des Wilden oder aber, wenn das Beängstigende des Fremden abgespalten wird, etwa im Bild des „Edlen Wilden“, der sich seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Exotisierung – das ist auch die Anziehungskraft fremder Floren und Faunen, wie sie nach der Entdeckung der Neuen Welt nach Europa gebracht wurde, um sicher in den Käfigen und Gewächshäusern der Zoologischen und Botanischen Gärten zu Zwecken staunender und neugieriger Bewunderung verwahrt zu werden.

Welche Beziehungsformen zwischen Eigen und Fremd wären noch möglich? ‐

Da wären die Beziehungsmöglichkeiten der Relativierung oder der Respektierung.... Identität und Differenz von Eigen und Fremd bleiben beibehalten, weil sie sich nicht wechselseitig bedrohen oder in Frage stellen, sondern gleichberechtigt nebeneinander existieren können.



Schließlich wäre da noch der Humus der Xenophobie, der Furcht vor dem Fremden: Das Fremde wird als existenzielle Bedrohung und Gefährdung des Eigenen diagnostiziert. Vom Fremden wird Unterwanderung oder Zersetzung befürchtet – es wird deshalb abgewehrt und vernichtet, um das Eigene zu schützen.

Eigen-Art: Die Silben herumgedreht, erhält das hübsche Wörtchen schon einen etwas ungemütlicheren Klang; aus Eigenart wird arteigen. Und genau dies verweist auf die weitere Entwicklungsgeschichte von Natur- und Heimatschutz. Diese Bewegungen präsentieren sich vor dem Ersten Weltkrieg als vielstimmiges Feld und sie thematisierten mit der Frage nach der Natur ein elementares Grundproblem, das den Kern des Selbstverständnisses moderner Gesellschaften betreffen musste. Das waren nicht nur legitime Fragen, sondern zentrale und durch und durch rationale! Völkisch-rassistische Stimmen waren auch vor 1914 zu vernehmen, nicht nur bei einem Hermann Löns, der den Naturschutz weniger „als eine rein naturwissenschaftliche Bewegung” verstanden wissen wollte, sondern als „Kampf für die Gesunderhaltung des gesamten Volkes, ein Kampf für die Kraft der Nation, für das Gedeihen der Rasse.“ (Löns 1928, S. 486) Solche Stimmen gab es. Aber: Es waren Stimmen unter anderen; es gab Korrektive und Auseinandersetzungen und eben keine hegemonialen Deutungen. Mit dem Ersten Weltkrieg haben wir allerdings einen unmissverständlichen Drall nach rechts zu registrieren – nationalistische Verengungen, völkische Aufladungen. Was vormals eine Stimme unter vielen war, gewinnt nun an Dominanz. Die „reine“, unverfälschte und arteigene Natur erachteten Naturschützer wie der Republikfeind Walther Schoenichen primär als Gesundungsmodell für eine als degeneriert diagnostizierte Gesellschaft; die Gegenwelt Natur erschien in der sozialen, kulturellen und ökonomischen Krisenlage der Weimarer Republik als völkischer Jungbrunnen. Natur und Landschaft wurden geschützt als Lebensraum des Volkes – aus völkischen und nationalkulturellen Motiven, wie es schon Heimatschutz-Nestor Ernst Rudorff 1897 in seinem Aufruf „Heimatschutz“ als Erfordernis diktiert hatte, um „deutsches Volkstum ungeschwächt und unverdorben zu erhalten, (...). Denn hier und nirgends anders liegen die Wurzeln unserer Kraft.“ (Rudorff 1897, S. 466) Jetzt wurde das als Entfremdungserfahrung thematisierte Unbehagen, sich nicht mehr vertraut und in

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Übereinstimmung mit einer rasch sich wandelnden Welt erfahren zu können, als Überfremdung interpretiert. Die Grenzen zwischen Naturschutzbegriffen und völkischem Wortsalat verschwammen – im „Völkischen Beobachter“ pries Walther Schoenichen im März 1933 die deutsche Landschaft als „Keimbett unserer völkischen Eigenprägung“ – beim Schutz der Natur, so tönte er, gehe es um die „Gesunderhaltung der deutschen Seele“ (Schoenichen 1933). Die Berufung auf „Eigenart“ und ihren Schutz (der Schutz des Arteigenen!) implizierte jetzt unmissverständlich die Abweisung des Fremden, bald auch die Obsession seiner Vernichtung. Damit war auch einem offenen Antisemitismus Tür und Tor geöffnet. In den Diskussionen um Natur- und Heimatschutz begann „der Jude“ eine ähnliche Rolle einzunehmen wie in zeitgenössischen Diskursen die Neobiota. Er lebte hier, war mittlerweile sogar Staatsangehöriger, aber eben nicht Angehöriger eines biologisch-rassisch definierten „Volkskörpers“. Er entzog sich eindeutiger Zuordnung und irritierte deshalb die naturhafte Ordnung des Heimatlichen. Jetzt wurde ihm die Rolle des Fremdlings, des Schädlings und Parasiten zugewiesen – beziehungs- und bindungslos zum Boden, heimatlos, im wandernden „Nomadenvolk“ wurden Verfälschung des Eigenen und Verunreinigung gewittert. „Judentum und deutsche Natur sind unvereinbare Begriffe. Und erst wenn wir die letzten Reste jüdischen zersetzenden Geistes abgewehrt haben, können wir auch den großen Gedanken des Naturschutzes ganz verstehen“, hieß es 1939 in der Zeitschrift „Naturschutzparke“ (Dr. W. 1939) Hier liegt viel Tragik deutscher Naturschutzgeschichte: Naturschutz mutierte von einer Bewegung des Bewahrens, des Erhaltens, zu einem Stichwortlieferanten einer Vernichtungsideologie. Jetzt war Menschen, die mit dem Anliegen der Erhaltung und Rettung von Vielfalt in Natur und Landschaft angetreten waren, die Eliminierung von Vielfalt in Kultur und Gesellschaft ein obsessives Anliegen geworden – ein tragisches Paradoxon: Vielfalt in der Natur, Mono-Kultur in menschlichen Gemeinschaften und Gesellschaften.... Da war eben nicht nur die integrative und versöhnende Funktion von Heimat, das Versprechen von gemeinschaftlicher sozialer Erfahrung, Vertrautheit und Aufgehobensein, vor allem auch die Einbindung menschlichen Lebens in natürliche Zusammenhänge. Nun zeigte sich in aller Schärfe auch die Mechanik der Ausgrenzung. Das Kriterium der natürlichen oder kulturellen „Eigenart”, das in Form unverwechselbarer, vielfältiger Landschaften oder lokaler Sitten und Gebräuche gegen die Nivellierungs- und Uniformierungstendenzen der Moderne verteidigt werden sollte, lieferte ein alsbald biologistisch aufgeladenes Kriterium, um Artfremdes von Arteigenem zu scheiden. Wer und was gehörte dazu und wer und was eben nicht? Und was als nicht-zugehörig, nicht-identisch identifiziert wurde, musste eliminiert werden. Hier schlummerte das ideologische Potential des Heimatbegriffs, das sich in Deutschland im 20. Jahrhundert denn auch in aller Radikalität und Entgrenzung entfalten sollte. Artikulierte sich in der Besänftigungsformel “Heimat” zunächst die Erfahrung von Entfremdung, wurde hier alsbald “Überfremdung” diagnostiziert – damit fungierte „Heimat“ als Legitimation der Vernichtung. Damit möchte ich zu dem Versuch kommen, meine Überlegungen etwas zu systematisieren und auf mögliche Schlüsse hin zu bilanzieren. Das Problem, mit dem wir es zu tun haben, liegt in einer sehr grundsätzlichen Frage – nämlich in der, wie wir einerseits über Natur denken und sprechen, wie wir natürliche Prozesse beschreiben, deuten und analysieren. Und andererseits, wie wir über Gesellschaft denken, wie wir soziokulturelle Prozesse beschreiben, deuten und interpretieren. Für beides – Natur und Gesellschaft, die Sphäre des Natürlichen und die Sphäre der Kultur – haben wir nur eine Sprache zur Verfügung. Aber bei beiden –

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Natur und Gesellschaft – handelt es sich im grundsätzlich unterschiedliche Ordnungen. Natur existiert auch ohne menschliches Zutun, es handelt sich um eine Wirklichkeit, die auch ohne Menschen auskommt und anderen Regeln folgt – Kultur und Gesellschaft dagegen sind Menschengemachtes, sind nicht von Natur aus so, sondern das Ergebnis menschlichen Handelns. Die Attraktivität von Naturschutzthemen für rechte Weltbilder liegt schlicht darin begründet, dass Beschreibungen des Natürlichen in hohem Maße Plausibilität zu entfalten vermögen, wenn sie zur Interpretation gesellschaftlicher Phänomene herangezogen werden. So funktionieren ganz einfach biologistische Weltbilder – dass Gesellschaft als eine natürliche Ordnung verstanden wird, Natur und Gesellschaft identisch gedacht werden. Und damit kann auch die Sprache des Naturschutzes – die eine Sprache des Bewahrens sein sollte – zu einem Vokabular „Aus dem Wörterbuch des Unmenschen“ werden. Das Problem liegt nicht in Begriffen wie Heimat oder Eigenart. Heimat ist zunächst ein offener Such- und Sehnsuchtsbegriff, in dem sich ein legitimes Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Aufgehobensein und Anerkennung artikuliert. Schon von daher wohnen ihm ein hohes Maß von Menschenfreundlichkeit und die Intention der Humanisierung inne. Das Problem liegt nicht in der Frage nach Heimat, sondern in der Qualität möglicher Antworten. Illegitim ist nicht die Diagnose von Entfremdung, sondern die der Überfremdung – wie dies immer wieder getan wurde bei Wilhelm Heinrich Riehl, Ernst Rudorff, Walher Schoenichen und anderen bis hin zum „Thüringer Heimatschutz“ oder der NPD, die sich als „Heimatpartei“ präsentiert und Heimat als muffigen und bornierten Raum des Eigenen ausweist. Sehr viel interessanter und erhellender als der Beleg der Kontinuität solcher Lesarten erscheint mir die Frage, unter welchen Verhältnissen und Bedingungen sich dieses Umkippen eines rationalen und legitimen Anliegens von Natur- und Heimatschutz zu einer irrationalen und xenophoben Obsession eigentlichen vollziehen kann. Was passiert da genau, wenn das Anliegen des Bewahrens zu einem Programm der Vernichtung mutieren kann, weil nur noch „das Eigene“ als Maßstab zugelassen wird? Nach dem Ersten Weltkrieg war dies die umfassende Krisenlage der Weimarer Republik. Und heute? Unter welchen gesellschaftlichen Verhältnissen und für welche Lebenslagen können heute braune ökologische Weltbilder Plausibilität entfalten und einen gesellschaftlichen Resonanzboden finden? Die Antwort erscheint naheliegend: Dort, wo sich die Krise des Ländlichen Raums vor allem in den neuen Bundesländern verschwistert mit strukturellen Erosionsprozessen wird der Rückzug in ein Heimat-Mausoleum des Eigenen vollzogen. Dort, wo Modernisierung und Strukturwandel Verlust und Verfall des Ländlichen Raums bedeuten und keine bäuerliche Kultur dies aufzufangen vermag, klingen rechte Programme einleuchtend. Hier, wo umfassende Sozialbrachen entstehen, existieren offenkundig auch Sinnstiftungsbrachen, die von rechts strategisch clever mit Themen wie Heimat, Naturschutz und Ökologie aufgefüllt werden. Dies offenbart sich im Übrigen auch, wenn wir nicht nur auf die neuen Bundesländer schauen, sondern den Gesichtskreis über nationale Grenzen hinaus öffnen. Ähnliche Antworten auf Niedergang und Modernisierungsverlust verhelfen auch in Südfrankreich oder dem Elsass der Front National zu Aufwind. Insofern drängt sich die Frage auf, ob Themen wie Heimat und Landschaft rechts überlassen werden sollen, weil sie per se unter Ideologieverdacht stehen. Oder, umgekehrt: Ob sie nicht viel stärker vom Naturschutz besetzt werden müssen. Sicher auch ein Weg heraus aus diesen unseligen Verquickungen zwischen Naturschutz und völkischen Ideologien war nach 1945 eine Rationalisierung, die Verwissenschaftlichung von Naturschutzhandeln. Damit waren auf der anderen Seite aber auch kulturelle Begründungen des Naturschutzes vakant und konnten

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potentiell für rechts verfügbar werden. Meine bilanzierende Überlegung zielt deshalb generell in eine ganz andere Richtung: Der Naturschutz täte besser daran, diese Themen zu besetzen als sie anderen zu überlassen. Zum einen, weil seine gesellschaftliche Akzeptanz immer auch von kulturellen Argumenten abhängig ist und über Schönheit, Emotion, Identifizierung mit Natur und Umwelt läuft. Zum anderen, weil das Bedürfnis nach Beheimatung ein völlig legitimes ist. Um mich ein letztes Mal zu wiederholen: Nicht das Bedürfnis oder die Sehnsucht nach Heimat ist anstößig – anstößig sind höchstens bestimmte Antworten. Literatur: Dr. W.: Jude und Naturschutz, in: Naturschutzparke, Heft 24, Jg. 1939. „Eigenart“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Neubarbeitung. Hg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Bd. 7, Stuttgart u. Leipzig 1993, Sp. 388, 399 Eser, Uta: Der Naturschutz und das Fremde. Ökologische und normative Grundlagen der Umweltethik, Frankfurt a.M. 1999. Francé, Raoul: Denkmäler der Natur, Leipzig 1910. Frohn, Hans-Werner, Friedemann Schmoll (Bearb.): Natur und Staat. Staatlicher Naturschutz in Deutschland 1906-2006 ( = Naturschutz und Biologische Vielfalt, Bd. 35). Haushofer, Max: Der Schutz der Natur (= Veröffentlichungen des Bayerischen Landesausschusses für Naturpflege, Bd. 1), München 1906. Körner, Stefan: Das Heimische und das Fremde. Die Werte Vielfalt, Eigenart und Schönheit in der konservativen und in der liberal-progressiven Naturschutzauffassung, Münster 2000. Körner, Stefan, Annemarie Nagel und Ulrich Eisel: Naturschutzbegründungen, Bonn 2003. Löns, Hermann: Naturschutz und Rassenschutz, in Ders.: Nachgelassene Schriften. Hg. von Wilhelm Deimann. Erster Band, Leipzig 1928, S. 486-491. Radakau, Joachim u. Frank Uekötter (Hg.): Naturschutz und Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 2003. Rudorff, Ernst: Heimatschutz, in: Grenzboten 56 (1897), S. 401-414 u. 455-468. Schmoll, Friedemann: Die Verteidigung organischer Ordnungen. Naturschutz und Antisemitismus zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, in: Radkau, Uekötter 2003, S. 169-182. Schmoll, Friedemann: „Multikulti im Tierreich.“ Über das Fremde in der Natur, Globalisierung und Ökologie, in: Zeitschrift für Volkskunde 99 (2003), S. 51-64. Schmoll, Friedemann: Erinnerung an die Natur. Die Geschichte des Naturschutzes im deutschen Kaiserreich, Frankfurt a.M. 2004. Schoenichen, Walther: Naturschutz im nationalen Deutschland, in: Völkischer Beobachter, 25.3.1933. Schwalbe, Ernst: Schutz der Tierwelt als Naturdenkmal, in: Naturwissenschaftliche Wochenschrift N.F. 10 (1911) S. 481-489. Waldenfels, Bernhard: Der Stachel des Fremden, Frankfurt a.M. 1990. Weiss, Eugen: Fremdbäume im deutschen Wald?, in: Der Kunstwart 26,3 (1913), S. 96-98.



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