Fokus Menschenrechte. Ich will nach Europa! Flucht und Migration aus Afghanistan und Pakistan. Nr. 26 / Oktober 2015

May 25, 2016 | Author: Irma Acker | Category: N/A
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1 Fokus Menschenrechte Nr. 26 / Oktober 2015 Ich will nach Europa! Flucht und Migration aus Afghanistan und Pakistan Dr....

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Fokus Menschenrechte

Nr. 26 / Oktober 2015

„Ich will nach Europa!“

Flucht und Migration aus Afghanistan und Pakistan Dr. Almut Besold

mit Zuarbeit von Rebea Firdous

Seit Jahrzehnten versuchen viele Afghanen ihr Land zu verlassen. Spätestens seit dem Fall von Kundus hat sich die Zahl abermals drastisch erhöht. Mehrere Millionen Afghanen haben in Pakistan Zuflucht gefunden, die ersten drei Millionen in den 1980ern. Aber auch in Pakistan sorgen Aufstandsbekämpfung, religiöse Verfolgung und wirtschaftliche Lage für zuerst für Binnenmigration, dann für Emigration. Viele Afghanen als auch Pakistani wollen nach Europa. Die besser Ausgebildeten gehen jedoch vor allem in die USA, nach Australien und England.

Zusammenfassung Seit Jahren kommen afghanische und pakistanische Migranten und Flüchtlinge nach Deutschland. In den letzten Monaten hat sich ihre Anzahl jedoch stark erhöht, obwohl sich die Ursachen nicht erheblich verändert haben. In Afghanistan ist die Hauptursache die kriegsähnliche Situation. Hier kann von tatsächlichen Flüchtlingen gesprochen werden – von Menschen, die in Deutschland und anderenorts Zuflucht suchen.

Flüchtlinge haben einen völkerrechtlichen Anspruch auf Schutz vor Verfolgung. Die Aufnahme von Migranten hingegen ist eine nationale Entscheidung. In einem Bericht vom Juni 2014 formuliert es Steffen Angenendt von der in Berlin ansässigen Stiftung Wissenschaft und Politik folgendermaßen:

Für Pakistan sieht es anders aus: Hier handelt es sich im Regelfall um Migranten, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind. Gleichwohl gibt es in Pakistan durchaus Faktoren, die einen Wegzug aus Pakistan anregen, der nicht rein wirtschaftlich bedingt ist – vor allem für religiöse Minderheiten. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit | Fokus Menschenrechte

Bei den Zuwanderungen in die EU handelt es sich zunehmend um „gemischte“ Wanderungen von Flüchtlingen und Migranten. Oft lassen sich die Wanderungsursachen nicht klar voneinander unterscheiden; politische, wirtschaftliche und andere Wanderungsgründe überlagern sich. Entsprechend verwischen in der politischen Debatte die Begriffe: Wird über „Fluchtursachen“ gesprochen, sind oft „Migrationsursachen“ gemeint.

Flucht und Migration aus Afghanistan und Pakistan | Nr. 26 - Oktober 2015

Gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention ist ein Flüchtling eine Person, „die aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Afghanische Flüchtlingskinder in Staatsangehörigkeit Pakistan. sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will“. Kann ein Flüchtling die Gründe und oft auch Umstände seiner Flucht ausreichend darlegen, kann ein Recht auf Asyl (Schutz und Aufenthalt) entstehen – vorausgesetzt es liegen asylerhebliche Fluchtgründe aus der Perspektive des Zielstaates vor. Dementsprechend wird rechtlich zwischen einem Flüchtling im allgemeinen Sinne (ein Mensch, der sich auf der Flucht befindet), einem Asylbewerber (flüchtender Mensch, der in einem anderen Land einen Asylantrag gestellt hat) und einem Flüchtling oder Asylberechtigten (der sich im Asyl gewährenden Land eine neue Existenz aufbauen kann = Flüchtling im Sinne des Aufenthaltrechts) unterschieden.

Aufnahmeländer von 1.800.000 1.600.000

1.587.374

1.505.525

1.400.000 1.154.040

Anzahl der Flüchtlinge

1.200.000

982.027

1.000.000 800.000 600.000

|

ØØ Flüchtling: ein Mensch, der sich auf der Flucht befindet ØØ Asylbewerber: flüchtender Mensch, der in einem anderen Land einen Asylantrag gestellt hat ØØ Asylberechtigter: der sich im Asyl gewährenden Land eine neue Existenz aufbauen kann Weltweit ist für Flüchtlinge das Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) zuständig. Die Zahlen, die das UNHCR nennt, sind steigend: Um auf Asien zu kommen: allein 2014 stieg die Zahl der Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge in Asien um 31 Prozent. Dabei hat Afghanistan den weltweiten Spitzenplatz an Syrien abgegeben. Iran und Pakistan gehören dabei zu den vier führenden Aufnahmeländern von Flüchtlingen.

Fluchtursachen in Afghanistan Seit 1978 herrschen in Afghanistan bewaffnete Konflikte. Diese Reihe von kriegerischen Auseinandersetzungen begann im April 1978 mit einem Staatsstreich durch die kommunistische Volkspartei. Im Dezember 1979 griff die Sowjetunion militärisch in den Konflikt ein. Mit dieser Invasion entspann sich ein zehn Jahre währender Konflikt zwischen einer sowjetisch geführten Zentralregierung und Mudschahedin-Widerstandsgruppen. Weite Teile des Landes wurden dabei verwüstet. Die sowjetischen Truppen zogen 1989 ab, und 1992 brach das Regime in Afghanistan zusammen. Es folgte ein Bürgerkrieg. Bis 1996 gelang es der sogenannten Bewegung der Taliban, die Kontrolle über die Mehrheit des Landes zu Flüchtlingen gewinnen. Im Herbst 2001 wurde das Talibanregime durch eine US-geführte Intervention gestürzt. Die Führung der Taliban zog sich nach Pakistan zurück und führt seit 2003 einen Aufstand gegen die neue 659.524 afghanische Regierung an.

400.000

300.423

216.973

200.000 0

Türkei

Pakistan

Libanon

Iran

2

Etiopien

Quelle: http://www.unhcr.org/pages/49c3646c4d6.html

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit | Fokus Menschenrechte

Afghanistan Deutschland

Infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen verließen Millionen von Afghanen das Land. Die Mehrheit von ihnen fan-

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Migrationsursachen in Pakistan In Pakistan ist der Fall anders gelagert als in Afghanistan. Die Anzahl der Asylbewerber übersteigt die Anzahl der Flüchtlinge bei weitem. Zwar herrscht in Pakistan aufgrund der Militäroperation Zarb-e Azb gegen die Taliban in westlichen Gebieten des Landes seit Juni 2014 quasi Krieg, doch führte das zu einer starken Binnenvertriebenenrate und weniger zu Flüchtlingsströmen aus Pakistan heraus.

Should I stay or should I go? Ein junger Mann in einem pakistanischen Flüchtlingslager muss sich entscheiden.

den in den Nachbarländern Iran und Pakistan Zuflucht – nicht nur bedingt durch die geographische Nähe, sondern auch deswegen, weil in beiden Ländern die zwei afghanischen Landessprachen (Dari – dem Persischen in Iran sehr ähnlich und Paschtu, das u.a. im Westen Pakistans gesprochen wird) verstanden werden.

Religiöse Minderheiten werden in Pakistan verfolgt – aufgrund dessen verlassen insbesondere Ahmadis (die von vielen Muslimen als Apostaten angesehen werden und damit v.a. aufgrund von Selbstjustiz vom Tode bedroht sind), Christen und Hindus das Land. Weiterhin ist die Situation von Frauen im Allgemeinen als unzureichend zu bezeichnen. Je nach Gesellschaftsschicht – die weibliche Elite ist hochgebildet, selbstbewusst und finanziell selbständig – werden die Frauen in Abhängigkeit von ihren Ehemännern/Vätern/Brüdern und Großfamilien gehalten. Eine Flucht nach vorn – ins Ausland also, ist die die einzige Möglichkeit, sich selbst zu befreien. Man spräche hierbei von Flüchtlingen.

Auf Deutschland bezogen übersteigt die Anzahl der Asylsuchenden aus Kriegsgründen dabei die Anzahl der sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge bei weitem. Andere Gründe für Asyl sind religiöser Natur – z.B. wird die Volksgruppe der schiitischen Hazara verfolgt, oder auch Frauen fühlen bedroht und verlassen deswegen das Land. Insbesondere seit der Einnahme von der nordafghanischen Stadt Kundus hat sich die Lage in Afghanistan verschärft. Am 28. September 2015 hatten rund 2.000 Taliban-Kämpfer die Provinzhauptstadt Kundus erobert. Seit ihrer Entmachtung 2001 war das der erste Erfolg dieser Größenordnung für die Taliban. Nicht nur im Norden, im gesamten Lande verschlechtert sich die Situation derzeit rapide, und die Menschen kehren Afghanistan scharenweise den Rücken. Diejenigen mit Geld gehen in die Golfländer, wo sie Eigentum haben und unbehelligt leben können. Die gebildeten Afghanen ohne Geld gehen nach Deutschland – was der afghanische Präsident Ashraf Ghani vergeblich zu verhindern versucht, wohlwissend, dass mit der Flucht der Intelligenz und vergleichsweise hochqualifizierten Arbeitskräften die Situation für Afghanistan noch brisanter wird.

Pakistanische Binnenflüchtlinge in einem Lager des UNHCR nach einer Militäroperation stehen für Wasser an.

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit | Fokus Menschenrechte

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Lastwagen in landestypischer Verzierung bringen Lebensmittel in ein Flüchtlingslager in Pakistan.

Eine nicht unerhebliche Anzahl von männlichen pakistanischen Mittelklasseangehörigen hingegen verlässt das Land im Auftrag ihrer Familien. Sie sollen im gelobten Westen Geld verdienen und unter Umständen auch das Fundament für einen Familiennachzug legen.

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angeblich auf der gesamten Reise begleitet, die im Schnitt einen guten Monat dauert. Der Weg wird zum Teil zu Fuß zurückgelegt, zum Teil im Bus, zum Teil in Kombis, in denen bis zu sechzehn Personen untergebracht werden. Woher das Wissen über solche Reisen kommt? Die Reisenden versuchen, per Mobiltelefon Familienangehörige über ihre Route zu informieren. Auch dokumentieren sie ihre Reise selber – im Hinterkopf habend, dass sie dazu in Deutschland befragt werden. Hier kommen dann die sprachlichen Umstände zum Tragen. Ein mir vorliegender stichpunktartiger „Bericht“ von einem 24 Jahre alten afghanischen Paschtunen, der weder lesen noch schreiben kann, ist geographisch nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Auch ist davon die Rede, dass die Gruppe in Bulgarien von einem Löwen angegriffen worden sei, der aber abgewehrt worden konnte mit Hilfe eines Knüppels. Um einen Eindruck von dieser „Reise-Auflistung“ zu vermitteln, die in Pakistan unter jungen Leuten kursieren, im folgenden ein Ausschnitt: 3 months – still there in Germany – June he started – One month journey – Agent 200.000 PKR/2000 USD – Cash – Afghani age 24 went from Pakistan – […] – Bulgaria he saw a lion, which attacked them but it was fought with stick – […] – Germany he is studying in college, learning the language – He is being investigated – Support – He has money – No id card of Afghani – If passport, buried or burned. [sic]

Ein zweiundzwanzigjähriger Pakistaner aus Islamabad formuliert es so: „Ich bin nicht hochgebildet. Mit meiner gegenwärtigen Qualifikation habe ich hier im Lande nicht viele Möglichkeiten. In Europa habe ich einen Freund, der als Asylbewerber in Deutschland Kellner in einem Hotel arbeitet und in nach Herkunftsländern Jan.-Sept. 2015 einer Saison so viel verdient, dass der die Studiengebühren für zwei Semester Afghanistan davon bezahlen kann. Ich möchte das Kosovo 7,4% auch so machen!“ Dieser junge Mann 14,5% gehört der Mittelschicht an. Für sie ist Albanien 20,5% Irak es wirtschaftlich außerordentlich inte7,1% ressant, Pakistan zu verlassen. Das geschieht zum Teil auf legalem, zum Teil Serbien auf illegalem Wege. 6,7% Von Pakistan aus verläuft die Route meistens über das pakistanische Quetta (Provinz Belutschistan), es folgt das Überqueren der pakistanisch-iranischen Grenze, dann Iran, Türkei, Balkan und schließlich Deutschland. Die Preise dafür variieren. Für 2.000,- US-Dollar bereits kann man einen Agenten haben, der eine Gruppe von 45 Männern

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Syrien 32,6% Mazedonien 3,4% Eritrea 3,4% Ungeklärt 2,1%

Pakistan 2,3%

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/154287/umfrage/hauptherkunftslaender-von-asylbewerbern/

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit | Fokus Menschenrechte

Flucht und Migration aus Afghanistan und Pakistan | Nr. 26 - Oktober 2015

Afghanen und Pakistani in Deutschland Deutschland ist sowohl für Afghanen als auch für Pakistaner ein beliebtes Land. Allerdings bevorzugen Pakistaner im Regelfall eher englischsprachige Länder wie England, Kanada, die USA, Australien. Diese Länder verfügen darüber hinaus über klare Einwanderungsgesetze und ziehen somit insbesondere die gebildeten Schichten an. Deutschland – auch wegen der Sprachbarriere, war bislang eher attraktiv für weniger Gebildete.

Ich hatte eine Patientin aus Afghanistan. […] Es war eine ältere Dame, die an einer Infektion litt. Sie erläuterte ihr Problem einer jungen Frau auf Dari, die das Gehörte wiederum auf Paschtu an ein junges Mädchen weitergab, die es mir dann auf Urdu (Amts- und Nationalsprache Pakistans) erzählte. Ich meinerseits erklärte dem jungen Mädchen auf Urdu, wie die Medizin anzuwenden sei. Sie gab es wiederum auf Paschtu an die junge Frau weiter, die wiederum das Gesagte auf Dari der Patientin vermittelte. Es war eine surreale Erfahrung in meiner Karriere als Ärztin!

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wie vor noch dort Zuflucht finden, waren und sind das die Problemfelder. 1. Flüchtlingsunterkünfte in Zelten sind eine Übergangsregelung – auf Jahre funktioniert das nicht. 2. In Hinblick auf Arbeit wird immer der Vorwurf aufkommen, dass die Flüchtlinge den Alteingesessenen die Arbeit wegnehmen. 3. In Deutschland geschieht das bereits, Flüchtlingskinder Schulen besuchen zu lassen. In Pakistan können Afghanen ohne Geburtsurkunde und Eltern ohne pakistanischen Personalausweis jedoch keine die Hochschulreife bestätigenden Prüfungen ablegen.

Diese Sprachbarriere in Pakistan existiert zwar nicht ganz so extrem wie derzeit in Deutschland angesichts der Vielfalt von Sprachen unter den Flüchtlingen, doch mag die folgende Geschichte aus Pakistan einen Eindruck vermitteln, was auf ein Flüchtlinge und Migranten aufnehmendes Land zukommt. Die afghanischen Flüchtlinge in Pakistan sprechen Dari (Persisch) und/oder Paschtu. Die paschtu-sprachigen Flüchtlinge sind sprachlich insofern leicht zu integrieren, da Paschtu auch in Pakistan gesprochen wird. Die dari-sprachigen Flüchtlinge können sich hingegen weder mit der Bevölkerung verständigen noch sich ohne weiteres integrieren. Sie bleiben für sich. Eine Gynäkologin aus Abbottabad (eine Stadt rund 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Islamabad) erzählt:

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4. Das sprachliche Problem wurde bereits erwähnt. Insgesamt gilt es, der Flüchtlings- und Migrationsursachen in den Heimatländern der Flüchtlinge und Migranten entgegenzuwirken. Hierfür setzen sich viele kleine und große international Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und auch politische Stiftungen wie die Naumann-Stiftung ein. In Pakistan engagiert sich die Stiftung in den Bereichen Demokratie, freie Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit. Das sind genau die Bereiche, in denen stark gearbeitet werden muss, um das Abwandern der jungen männlichen Bevölkerung sowie der aus ethnischen, religiösen, nationalen, politischen oder sozialzugehörigkeitsbedingten Gründen erfolgenden Fluchten unattraktiver zu machen. Dr. Almut Besold ist Arabistin und FNF-Projektleiterin Pakistan. Rebea Firdous ist Arabistin und Praktikantin im Projektbüro Pakistan.

Zweifelsohne müssen es jedoch nicht nur Probleme sein, die eine solche Anzahl von Neuankömmlingen mit gänzlich fremden Wurzeln mit sich bringt. Es kann auch viel Potential bergen – allerdings müssen dann Themen wie Unterkunft, Arbeit, Schule und Sprache umwendend nicht nur in Angriff genommen, sondern auch großflächig ohne Verzögerung gelöst werden. Sowohl bei den Pakistanern als auch bei den Afghanen, die in Pakistan Zuflucht fanden und auch nach

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