Die Chemie stimmt seit 150 Jahren. Höchster Schlossfest 2 013

March 26, 2016 | Author: Kristina Maier | Category: N/A
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Die Chemie stimmt – seit 150 Jahren

Höchster Schlossfest 2 013

Festschrift

Höchster Schlossfest 2013 vom 29. Juni bis 15. Juli Schirmherr Jürgen Vormann Vorsitzender der Geschäftsführung der Infraserv Höchst KG Betreibergesellschaft Industriepark Höchst Festpräsident Peter Feldmann Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main Veranstalter Vereinsring Frankfurt(M)-Höchst e.V Vorstand Thomas Meder Vorsitzender Stellv. Vorsitzende Claus Cromm, Christoph Brum Geschäftsführer Bernd Scheu Stellv. Geschäftsführer Dieter Müller Schriftführer Bernd Bruch Protokollführer Hans-Georg Fröhlich Archivar Udo Blecker Beisitzer Stephan Hofmann Karl-Heinz Ritzel-Deul Stephan Slachmuylders Holger Vonhof

Ehrenvorsitzender Klaus-Dieter Kilp Ehrenmitglieder Edda Urban Alfons Kaiser Hans-Josef Löw Günter Müller Manfred Ruhs Joachim Safran Anton Schreibweis Festausschuss Peter Abel Jan Bachmann Henning Brandt Josef Ertl Angela Fröhlich Anton Fütterer Stephan Hannappel Axel Knauber Dirk Knauber Silvia Krämer Kurt Langer Jan Pelleringhoff Nadine Spieske Peter Taciak Infraserv Höchst Constanze Buckow-Wallén Robert Woggon Stadt Frankfurt am Main Henning Brandt

www.schloss-fest.de 1

Inhalt 3

Grußwort des Festpräsidenten Peter Feldmann Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main 4 Grußwort des Schirmherrn Jürgen Vormann Vorsitzender der Geschäftsführung der Infraserv Höchst 5 Grußwort von Thomas Meder Vorsitzender des Vereinsrings Frankfurt (M)-Höchst 6 Programm des Höchster Schlossfestes 2013 13 Höchster Kultursommer Informationen zu Veranstaltungen vor und nach dem Schlossfest 15 Auf Entdeckungstour in Höchst 16 Von den Farbwerken zum Industriepark Höchst 150 Jahre Chemie in Höchst – Die Geschichte des Industrieparks 35 Ein Standort mit Geschichte und Zukunft Der Industriepark Höchst ist ein wesentlicher Impulsgeber für die Wirtschaftsregion Rhein-Main Seite 2 und 2./3. Umschlagseite Dank an die Sponsoren

Der Vereinsring Frankfurt (M)-Höchst e.V. dankt im Namen der Höchster Bürgerinnen und Bürger und der Besucher des Höchster Schlossfestes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für die kostenlose Überlassung des Schlossgeländes zum Höchster Schlossfest. Den Ämtern der Stadt Frankfurt danken wir für die konstruktive Unterstützung.

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger, „Die Chemie stimmt – seit 150 Jahren“! Wieder einmal hat der Vereinsring Höchst ein treffendes Motto für sein Schlossfest kreiert. Wie sehr die chemische Industrie den Stadtteil Höchst in den vergangenen 150 Jahren geprägt hat, und zwar in allen Facetten, können wir zurzeit in den unterschiedlichsten Publikationen zu diesem Thema nachlesen. Die 1863 errichtete Teerfarbenfabrik Meister, Lucius & Brüning war dabei die Keimzelle einer gewaltigen Entwicklung. Die Industrie belebte die kleine Landstadt Höchst und trieb dann verstärkt das große Frankfurt an. Frankfurt verdankt seine wirtschaftliche Stärke und seinen Wohlstand ganz wesentlich der Industrie, wie sie sich seit 150 Jahren in Höchst entwickelt hat. Diese Industrie ist unumstritten Teil der wirtschaftlichen Identität unserer Stadt. Frankfurt ist stolz auf seine chemische und pharmazeutische Industrie. Den industriellen Kern der Stadt gilt es zu bewahren. Der Magistrat ist daher bestrebt, das Niveau guter Rahmenbedingungen für die Industrie noch weiter zu erhöhen. Wie sehr die Chemie aber auch im zwischenmenschlichen Bereich in Höchst stimmt, konnte ich bei vielen Gelegenheiten hier im Stadtteil persönlich feststellen. Das gute Miteinander, auch und gerade in Bezug auf den Industriepark, dient der Gemeinschaft und lässt solche Feste wie das Höchster Schlossfest in dieser Größenordnung überhaupt erst möglich werden. So ist es dem Höchster Vereinsring dank der Unterstützung zahlreicher Förderer gelungen, ein ansehnliches Programm mit vielen Höhepunkten zu gestalten. Und das, liebe Gäste, bei freiem Eintritt. Gerade in Zeiten des knappen Geldes und der leeren Kassen ist dies besonders bemerkenswert. Hierfür möchte ich mich als Festpräsident bei all denjenigen, die durch ihre Unterstützung und Einsatzbereitschaft das diesjährige Fest ermöglicht haben, sehr herzlich bedanken. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich viel Vergnügen beim Feiern und den Schlossfesttagen 2013 einen guten Verlauf,

Herausgeber: Vereinsring Frankfurt (M)-Höchst Redaktionsleitung: Holger Vonhof, Heftgestaltung,Titel: Peter H. Schäfer Autoren: Dr. Wolfgang Metternich, Holger Vonhof Fotos: Archiv, Maik Reuß, Frank Widmann (Porträt P. Feldmann), Druck: Druckerei Joh.Wagner & Söhne, Frankfurt (M)-Höchst

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Ihr Peter Feldmann Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main 3

„Die Chemie stimmt – seit 150 Jahren“! So klar das Motto der Schlossfestschaffenden in diesem Jahr auf den ersten Blick wirkt, so vielschichtig ist es bei näherer Betrachtung. Es geht auf ein weiteres großes Ereignis zurück, das in diesem Jahr unweit des Höchster Schlosses stattfindet: das Jubiläum des Industrieparks Höchst, dessen Grundstein vor 150 Jahren gelegt wurde. Auch dieses Jubiläum hat ein Motto. Und auch dieser Slogan lässt natürlich Spielraum für Interpretationen. Er lautet „Menschen. Standort. Werte“. Beide Leitgedanken haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun, lassen sich jedoch bei näherer Betrachtung hervorragend miteinander kombinieren: Die Chemie stimmt zwischen den Menschen innerhalb und außerhalb des Industrieparks. Über viele Generationen haben sich enge Netzwerke herausgebildet – auf beruflicher und privater Ebene. Der Industriepark Höchst und die ihn umgebenden Stadtteile leben Seite an Seite und sind miteinander gewachsen. Die Chemie stimmt natürlich auch am Standort selbst. Bahnbrechende Entdeckungen der chemischen, aber auch pharmazeutischen Industrie haben von hier aus ihren Siegeszug um die Welt gestartet. Farben, Kunststoffe, Pflanzenschutzmittel und Medikamente aus Höchst bereichern, verbessern und verschönern seit 150 Jahren das Leben von Menschen in der ganzen Welt. So entstehen seit 150 Jahren Werte. Dazu zählen auf der einen Seite materielle Werte wie Wohlstand, Arbeitsplätze und auch wirtschaftliche Prosperität. Für das Miteinander und Füreinander wichtiger sind jedoch die ideellen Werte wie Verantwortung, Offenheit, Verlässlichkeit, Loyalität, Hilfsbereitschaft und nicht zuletzt: Freundschaft.

„Die Chemie stimmt – seit 150 Jahren“! „Solange der Schornstein raucht, geht es uns gut!“, hieß es viele Jahre. Sinnbildlich gilt das heute noch, auch wenn „in echt“ der Schornstein nicht rauchen soll. Viele Veränderungen haben in den vergangenen 150 Jahren stattgefunden, und das ist gut so. Die Region ist mit der Industrie gewachsen, und der Chemiestandort Frankfurt-Höchst ist der Verantwortung für die Umwelt und das Umfeld gefolgt. Seit mehr als einem Drittel der 150 Jahre ist die Pflege der lokalen Kultur und des Vereinslebens im Blickpunkt der Industrie, was ein Wachstum der Lebensqualität am Standort positiv begleitet. Ohne das Engagement der Unternehmen wären Veranstaltungsreihen wie das Schlossfest nicht möglich, und ohne das Vielseitige an Kultur und Vereinsleben wäre das Wohnen in Höchst weniger attraktiv. Gemeinsam haben Bürger und Industrie die Entwicklung der Region bewirkt, weil die Chemie stimmt. In diesem Sinne einen herzlichen Glückwunsch zum 150-Jährigen. Dem „Geburtstagskind“, den Vereinen und vor allen Dingen den Besuchern wünschen wir ein gelungenes Fest. Herzlich Thomas Meder Vereinsring Höchst

Die Vereinigung von Schlossfest und Industriepark-Jubiläum in diesem Jahr ist für mich ureigenster Ausdruck dieser Freundschaft, die wir auch in Zukunft pflegen und festigen wollen. Ich heiße alle Gäste des diesjährigen Schlossfestes herzlich willkommen und wünsche ihnen und den Veranstaltern schöne, erfolgreiche und gelungene Festwochen. Jürgen Vormann Vorsitzender der Geschäftsführung Infraserv GmbH & Co. Höchst KG 4

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Programm Höchster Schlossfest 2013 vom 29. Juni bis 15. Juli Samstag, 29. Juni 18 bis 1 Uhr

Eröffnungsparty zum Höchster Schlossfest im Bolongarogarten unter freiem Himmel

Sektempfang von Auszubildenden des Industrieparks Höchst · Großes Jubiläumszelt Spezielle Jubiläums-Drinks und Snacks Ein Teil des Erlöses wird für einen guten Zweck gespendet 17.30 Uhr Blasorchester Höchst / Musikverein Unterliederbach

19 Uhr

Mathew Albert Band www.themathewalbertband.de Bluesrock Little Stars Karnevalverein Mainperle Okriftel

21.30 Uhr Time Bandits www.timebandits-online.de Rock’n’Roll, Eintritt frei 18 Uhr

Schlossfest-Konzert Ev. Stadtkirche Höchst Philippe Schwarz Posaune Dietrich von Knebel Orgel Werke von Loeillet, Händel, Liszt u.a. Eintritt frei, Spende erbeten

20.30 Uhr Sommernacht am Schloss Gayle Tufts: Some like it heiß Schlossterrasse, Höchster Schlossplatz 16 www.neues-theater.de / www.rheinmain-ticket.de 6

Sommernacht am Schloss wird unterstützt von der Taunus Sparkasse

Sonntag, 30. Juni 11 Uhr Familien-Kreativ-Tag im Bolongarogarten Mit dem Bücherwurm Sossenheim (Lesen und Spielen), dem Senckenbergmuseum (Basteln und Malen), der Freiwilligen Feuerwehr Höchst (Infostand), einem Märchenerzähler-Zelt, einer Kunstecke (Basteln mit Perlen), Kinderschminken, Bastelkiste Höchst 11.30 Uhr Workshops vor der Bühne mit Flamenco, Musik mit der Musikschule Clavina, Gymnastik mit der Turngemeinde Höchst „Rope Skipping“ 16.30 Uhr Abschluss mit dem Märchentheater Aschaffenburg gesponsert von Pro Höchst 11 bis „Höchst theatralisch“ Kostümführung 12.30 Uhr Silke Wustmann und Mario Gesiarz sind Gudula und Schorsch Treffpunkt: Brunnen Höchster Schlossplatz Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich Unterstützt vom Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt 15 Uhr 17 Uhr

„Es ist angerichtet“ – Einführung in die Tafelkultur des 18. Jahrhunderts Öffentliche Führung mit Laura Grossbach Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus Bolongarostraße 152 Eintritt 3 Euro, erm. 1,50 Euro Orgelkonzert in der Justinuskirche Péter Marosvári (Oulu) Vvk 8 Euro, Ak 10 Euro

Montag, 1. Juli 14 bis Kinder malen auf Höchster Porzellan 18 Uhr im „Neuen Porzellanhof“, Palleskestraße 32 Höchster Porzellan-Manufaktur [email protected]öchster-porzellan.de 7

18.30 Uhr Führung durch den Peter-Behrens-Bau mit Silke Wustmann M.A. Teilnahme 20 Euro, Anmeldung und Info unter www.frankfurter-stadtevents.de/monate/413/20010108 Dienstag, 2. Juli 14 bis Kinder malen auf Höchster Porzellan 18 Uhr im „Neuen Porzellanhof“, Palleskestraße 32 Höchster Porzellan-Manufaktur [email protected]öchster-porzellan.de Mittwoch, 3. Juli 14 bis Kinder malen auf Höchster Porzellan 18 Uhr im „Neuen Porzellanhof“, Palleskestraße 32 Höchster Porzellan-Manufaktur inf[email protected]öchster-porzellan.de 17 Uhr Frau Bolongaro bittet zum Empfang Öffentliche Führung (ca.1 Std.) durch den Bolongaropalast mit Silke Wustmann M.A. Treffpunkt Bolongarostraße 109 Veranstaltet vom Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus 19.30 Uhr Untergang oder Strukturanpassung – Der Wandel von Höchst am Ende des 20. Jahrhunderts Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Wolfgang Metternich in Kooperation mit dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Frankfurt am Main-Höchst im Neuen Theater Höchst Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 F-Höchst Samstag, 6. Juli, Altstadtfest der Vereine 14 bis 24 Uhr 14 bis 22 Uhr

Höchster Kunstmarkt Open-Air-Kunstmarkt am Mainufer/Batterie

14 bis Jubiläumskinderfest des Industrieparks Höchst 19 Uhr Experimente „Chemie für Kinder“, Mal- und Bastelzelt, Ballonmodellage, Kinderschminken und Märchenerzähler. Im Burggraben 8



Ritterlager und Mittelalter-Verkaufsstände Im Burggraben

15 Uhr 17 Uhr

Orgel-Kurzkonzerte zum Altstadtfest in der Justinuskirche Eintritt frei, Spende für den Orgelsommer Martin Hertel Orgel Lutz Berger Orgel Wolfgang Schmidt Altpommer

15 Uhr Chorgesang Justinusplatz 17 Uhr Konzert Die Herren Chillig Akustik-Pop von Höchster Liedermachern, Schlossplatz 18 Uhr Konzert Third Man Lost – www.thirdmanlost.de Schlossplatz 18.30 Uhr Konzert Frankfurter Zweierlei Justinusplatz 21 Uhr Konzert Backtrip (vorm.„Backshop Poster“) www.backtrip.de Schlossplatz 21 Uhr Konzert Taunus Bigband Justinusplatz Sonntag, 7. Juli, Altstadtfest der Vereine 14 bis 22 Uhr 11 Uhr Hochamt zur Feier der Kirchweih St. Justinus Justinusplatz 12.30 Uhr Blaskonzert Justinusplatz 14 bis 22 Uhr

Höchster Kunstmarkt Open-Air-Kunstmarkt am Mainufer/Batterie

14 bis Jubiläumskinderfest des Industrieparks Höchst 19 Uhr Experimente „Chemie für Kinder“, Mal- und Bastelzelt, Ballonmodellage, Kinderschminken und Märchenerzähler. Im Burggraben

15 Uhr

„Mode, Mouche und Puderdose“ – Modischer Wandel auf Höchster Porzellanen des 18. Jahrhunderts Öffentliche Führung mit Laura Grossbach Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus Bolongarostraße 152 Eintritt 3 Euro, erm. 1,50 Euro 9

15.30 Uhr

16 Uhr

Konzert Rainer Weisbecker Mundart-Blues Justinusplatz

Konzert Jukebox Heroes www.jukeboxheroes.de Schlossplatz

18.30 Uhr Konzert Blues Alley www.bluesalley.de Justinusplatz Mittwoch, 10. Juli 19.30 Uhr Der Maler Jakob Becker – Der Schwiegervater der Hoechst AG Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Wolfgang Metternich in Kooperation mit dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Frankfurt am Main-Höchst Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus Bolongarostraße 152, Eintritt frei Freitag, 12. Juli Die Frankfurter Sparkasse präsentiert im Brüningpark 20 Uhr

Brothers in Arms A tribute to Dire Straits www.brothersinarms.de



Zwei Tributebands der Spitzenklasse – gute Laune garantiert! Die Vorbilder kennt jeder, ihre Hits werden authentisch auf der Open-Air-Bühne im Brüningpark zu hören sein. Eintritt frei facebook.com/FrankfurterSparkasse

Jazzparade in der Altstadt

Orgel-Kurzkonzert zum Altstadtfest in der Justinuskirche, Justinusplatz Eintritt frei, Spende für den russischen Gast 17 Uhr Michail Klimaschewskij St. Petersburg – Bachtrompete Rolf Henry Kunz Frankfurt-Main – Orgel 18 Uhr

22 Uhr

Samstag, 13. Juli Die Volksbank Höchst am Main und das Höchster Kreisblatt präsentieren im Brüningpark 19 Uhr Ann Doka www.anndoka.com Country, Folk und Pop Ann Dokas preisgekrönter Hit LEA entstand auf dem Höchster Schlossfest und erschien im vergangenen Jahr auf ihrem Album „Never Ending Road“ 20.30 Uhr Helter Skelter www.helter-skelter-live.de

Stainless Quo A tribute to Status Quo www.stainlessquo.de

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Classic-Rock der 60er, 70er und 80er mit Songs der Beatles, Rolling Stones, Cream, The Doors, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath, Pink Floyd, Queen, Eric Clapton, Bruce Springsteen, Eagles u.v.m. Eintritt frei 11

Sonntag, 14. Juli

Höchster Kultursommer 2013

11 Uhr Weiß-Blauer Frühschoppen mit Maßbier im Brüningpark 17 Uhr Trachtenprämierung Der Schlosskeller präsentiert im Brüningpark

Informationen zu Veranstaltungen vor und nach dem Schlossfest

11 bis 14 Uhr

Flashback www.flashbackband.de Classic Rock aus dem Taunus

16 bis 18 Uhr

Jamt www.jamt.info Pop-Rock aus Frankfurt Bekannt aus „Wetten, dass...?! und „The Dome“

19 bis HMP www.hmp-band.de Oldies und Rock‘n‘Roll 22 Uhr Hofheimer Musikprojekt

Montag, 15. Juli 22.30 Uhr Großes Abschluss-Feuerwerk am Mainufer

9. Mai bis 15. September 17 Uhr 19. Höchster Orgelsommer 2013 Justinuskirche, Höchster Altstadt, Justinusplatz Das Programm liegt in der Justinuskirche aus. Ein besonderes Konzert am 23. Juni, 17 Uhr Europäischer Jazz „Gábor Bolla Quintett“ gesponsert von der Infraserv Höchst

Karten und Programm unter www.justinuskirche.de gas union Partner des Höchster Orgelsommers seit 1995

13. bis 29. Juni 20.30 Uhr Sommernacht am Schloss 2013 Open-Air-Veranstaltungen auf der Schlossterrasse Rolf Miller, Bodo Wartke, Wilfried Schmickler, Mundstuhl, Jochen Malmsheimer, Ingo Appelt, Nickelodeon, Kikeriki Theater, Maybebob, Gayle Tufts Das Programm liegt aus im Neuen Theater, Emmerich-Josef-Straße 46a und in Gaststätten, Geschäften und Kreditinstituten. Karten und Programm unter www.neues-theater.de gesponsert von der Taunus Sparkasse

ca. 23 Uhr Orgelkurzkonzert nach dem Feuerwerk Justinuskirche Höchst, Justinusplatz Eintritt frei (Spende für den Orgelsommer) Programmänderungen vorbehalten.

Freitag, 12. Juli bis Montag, 15. Juli

Kerb am Mainufer

Die Schausteller des modernen Vergnügungsparks freuen sich auf Ihren Besuch! Freitag, 12. Juli bis Montag, 15. Juli

Französischer Gourmet-Markt

der Gruppe Bleu-Blanc-Rouge auf dem Schlossplatz 12

20. Juni 19.30 Uhr „herr hampelmann erklärt...“ Mundart-Rezitations-Theater Rezi*Babbel Mario Gesiarz und Rainer Weisbecker Pfarrgarten, Justinusplatz 2 (Pfarrhaus) Eintritt frei gesponsert von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse

21. und 22. Juni 19.30 Uhr Theater in der Schleifergasse „TidS“ „Aperitif mit dem Teufel“ Pfarrgarten, Justinusplatz 2 (Pfarrhaus) Karten und Programm unter www.tids-hoechst.de 13

21. Juni bis 23. August 20 Uhr Kultur unterm Dach Kulturveranstaltungen in der Alten Schlosserei, Albanusstraße 14 Farfarello – Der Teufelsgeiger kommt! 21. Juni Echoes of Swing – Swing, Blues, New Orleans Jazz 23. August Eintritt frei. Spenden sind erwünscht Informationen unter www.pro-hoechst.de 23. Juni 8 bis 11 Uhr 31. Gemeinschaftsfischen der Fischerzunft zu Höchst am Main von 1347 Sindlinger Mainwiesen, Sindlingen 17. bis 21. und 24. bis 27. Juli ab 20 Uhr SHORTS AT MOONLIGHT Kurzfilmfestival präsentiert jeden Abend ein wechselndes Kurzfilmprogramm Open Air, Schlossterrasse, Höchster Schloss Karten und Programm unter www.kurzfilmfestival.de 1. August bis 1. September Barock am Main 2013 Freilufttheater im barocken Garten des Bolongaropalastes Don Juan 1. bis 25. August, 17 Uhr (Sonntag), 20 Uhr Der Geizige 27. August bis 1. September, 17 Uhr (Sonntag), 20 Uhr Karneval der Tiere unterstützt von der Volksbank Höchst eG 25. August, 11 Uhr, 29. August, 10 Uhr, 1. September, 11 Uhr Karten und Programm unter www.barock-am-main.com Januar bis Dezember Konzerte im Alten Schloss Jazz, Blues, Pop ... auf der Schlossterrasse und im historischen Gewölbekeller Informationen unter www.schlosskellerhoechst.de

Auf Entdeckungstour in Höchst Dass es in Höchst unglaublich viel zu entdecken gibt, weiß Holger Vonhof, Redakteur des Höchster Kreisblatts und Autor von „Höchst – Die schönsten Streifzüge durch Frankfurt“, einem Stadtteilführer aus dem Frankfurter Societätsverlag. Der Stadtteil ist etwas Besonderes. Auch, weil hier die älteste Kirche Frankfurts steht, die Justinuskirche. Auch, weil hier der größte bürgerliche Palastbau des Barock zu besichtigen ist, der Bolongaropalast. Auch, weil die Höchster ein eigenes Völkchen sind. Aber nicht nur. Höchst hat Flair, Höchst hat Charme, und wenn es auch immer wieder Probleme und hässliche Ecken gibt: Höchst lohnt jede Mühe. In Holger Vonhofs Stadtteilführer werden die Sehenswürdigkeiten ebenso vorgestellt wie die zahlreichen künstlerischen und kulturellen Besonderheiten, die Grünanlagen, Feste und Freizeitangebote oder herausragende Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Vonhof erzählt die Höchster Geschichte im Schnelldurchgang, stellt berühmte Höchster vor, aber auch solche, die durchaus etwas mehr Beachtung verdient hätten – kennen Sie etwa den Höchster Tiefseeforscher, Zoologen und „Valdivia“Expeditionsteilnehmer Carl Friedrich Chun? Holger Vonhof, 1967 in Höchst geboren und bekennender „Heechster“, studierte in Frankfurt Geschichte, Politik und Historische Ethnologie. Bereits während seines Studiums übernahm er die Redaktion mehrerer Anzeigenblätter im Frankfurter Westen, ehe er zum Höchster Kreisblatt wechselte. 1999 reichte er, pünktlich zum 150-jährigen Bestehen des Kreisblatts, seine Magisterarbeit zur Geschichte dieser Zeitung ein. Er ist seit Jahren im Festausschuss des Vereinsrings Höchst engagiert und zudem Vorstandsmitglied im Vereinsring, bei Pro Höchst und in der Gesellschaft zur Förderung des Neuen Theaters Höchst.

Holger Vonhof: „Höchst – Die schönsten Streifzüge durch Frankfurt“, Societätsverlag, Frankfurt, 172 S., 12,80 Euro. Auch erhältlich in der Geschäftsstelle des Höchster Kreisblatts, Albanusstraße 27

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Von den Farbwerken zum Industriepark Höchst 150 Jahre Chemie in Höchst – Die Geschichte des Industrieparks Anfänge der Industriellen Revolution Im Jahr 1863 wurde in Höchst am Main die „Theerfarbenfabrik Meister, Lucius & Co.“ in einer Zeit gegründet, als die industrielle Revolution in Deutschland ihren ersten Höhepunkt erreicht hatte. Der fortschreitende Abbau der Zollschranken zwischen den im „Deutschen Bund“ zusammengeschlossenen Kleinstaaten und die Schaffung einer verbesserten Infrastruktur im Verkehrswesen durch den Ausbau von Die Firmengründer: Fernstraßen und den Aufbau Carl Friedrich Wilhelm Meister eines leistungsfähigen Eisenbahnnetzes förderten den Industrialisierungsprozess in erheblichem Maße. Es waren die Erfindungen der Dampfmaschine und des mechanischen Webstuhles, die als Marksteine der industriellen Revolution seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts in Europa gelten können. Mit beiden Industriezweigen war die ab der Jahrhundertmitte sich entwickelnde chemische Industrie eng verknüpft. Die Abfallprodukte der Steinkohle aus den Gaskokereien, der Steinkohleteer und das daraus gewonnene Anilinöl lieferten den Rohstoff für die seit 1856 mögliche Herstellung von synthetischen „Theerfarben”. Die Textilindustrie eröffnete diesen neuen preiswert herzustellenden Farbstoffen einen riesigen Absatzmarkt. Es war die wissenschaftliche Herausforderung an einen jungen Chemiker, mit den neuen synthetischen Farbstoffen zu arbeiten. Es war aber auch das Gespür des Nachkommen eines alten Erfurter Kaufmannsgeschlechtes, das Dr. Eugen Lucius zwischen 1860 und 1862 veranlasste, die Gründung einer Fabrik für die neuen „Theerfarben“ ins Auge zu fassen. Nach kleinen Anfängen in einer eigens für erste Erfahrungen mit den neuen Farbstoffen am Oeder Weg in Frankfurt am Main erworbenen Fabrik kam es zu Beginn des Jahres 1863, genau am 31. Januar 1863, zur 16

Gründung von „Meister, Lucius & Co.” in Höchst am Main. Die Gründung von Eugen Lucius war 1863 ein reines Familienunternehmen. Sein Teilhaber war der aus Hamburg stammende Kaufmann Carl Friedrich Wilhelm Meister, der Schwager von Lucius’ Ehefrau. Als dritter Teilhaber fungierte Ludwig August Müller, der Onkel der Ehefrauen von Meister und Lucius. Die drei waren durch die Heirat mit zwei Töchtern des Frankfurter Malers Jakob Becker eher zufällig miteinander in Kontakt gekommen.

Eugen Nikolaus Lucius

Adolf Brüning

Die Vorstellungen von Lucius führten jedoch schnell zur Gründung eines gemeinsamen Unternehmens. Mit den drei genannten trat von Anfang an auch ein Studienfreund von Eugen Lucius, der Chemiker Adolf Brüning, als technischer Direktor in die junge Firma ein. Er sollte neben Meister und Lucius in den ersten beiden Jahrzehnten der Farbwerke in Höchst die überragende Gestalt werden, weshalb er, der nach dem Ausscheiden von Ludwig August Müller Ende 1865 dessen Firmenanteile übernahm, zu Recht als einer der drei „Gründer“ der Fabrik bezeichnet wird. Warum in Höchst? Die Wahl der kleinen, im noch ganz agrarisch orientierten Herzogtum Nassau gelegenen Amtsstadt Höchst am Main als Standort für die neue Fabrik mag auf den ersten Blick erstaunen. Hatte doch keiner der Gründer direkte Verbindungen zu diesem unbedeutenden Ort. Lediglich die Familie von Lucius unterhielt schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts geschäftliche Beziehungen zu einzelnen Höchster Manufakturbetrieben und persönliche Kontakte zu dem hier ansässigen Holzhändler Balthasar 17

1877, Höchst und die Fabrik. Gemälde von Brenner

Schweitzer, der ihm als „Strohmann“ beim Ankauf des benötigten Fabrikgeländes behilflich war. Auch war Höchst alles andere als ein früh entwickelter Industriestandort. Zwar wurde das Städtchen im frühen 19. Jahrhundert als ein gewerbereicher Ort bezeichnet, doch will das bei den völlig unterentwickelten wirtschaftlichen Verhältnissen im damaligen Herzogtum Nassau nicht viel heißen.

neuer Farbstoffe mit verbesserten Eigenschaften schrieb man in den ersten beiden Jahren noch rote Zahlen, bis die Gewinne die erheblichen Anfangsinvestitionen überstiegen. Von vornherein waren jedoch bei der Entwicklung der „Farbwerke” in Höchst einige Faktoren wirksam, die sich durch die ganze Firmengeschichte hindurch als Garanten des geschäftlichen Erfolges erweisen sollten: Herausragende Einzelpersönlichkeiten, in denen sich Forscherdrang und Geschäftssinn paarten, räumten von Anfang an der Forschung einen hohen Stellenwert ein, begnügten sich nie mit dem Erreichten und richteten schon im ersten Jahr ihren Blick über die engen Grenzen der Region auf die Absatzmärkte der ganzen Welt. Innovation hatte am Standort Höchst immer erste Priorität. Dieses zukunftsorientierte unternehmerische Handeln war begleitet von einem Bewusstsein für die Probleme der Zeit, insbesondere im sozialen Bereich. Von der Farbenfabrik zum Chemieunternehmen

Der Hauptgrund jedoch dürfte die hervorragende wirtschaftsgeografische Lage von Höchst gewesen sein, die bis zum heutigen Tag die Standortvorteile des Industrieparks Höchst maßgeblich bestimmt. Die Stadt lag an der Straße von Frankfurt nach Mainz, einer der großen mitteleuropäischen Ost-West-Verbindungen dieser Zeit. Der Main war sowohl Verkehrsweg für den An- und Abtransport zahlreicher Produkte als auch der Lieferant für das zum Betrieb der Fabrik so wichtige Wasser. Außerdem verfügte Höchst seit 1839 über einen Anschluss an das damals modernste Verkehrsmittel der Zeit, die Eisenbahn.

Diese erste Periode in der Geschichte der Farbwerke in Höchst am Main währte rund zehn Jahre. Schon wenige Jahre nach der Gründung stellten sich auch gute Gewinne ein, und die kleine Farbenfabrik, in der 1863 fünf Arbeiter, ein Chemiker und ein Kontorist die Arbeit aufgenommen hatten, vergrößerte sich rasch. 1869 begann man daher, die bis dahin unmittelbar unter den Stadtmauern von Höchst gelegene Fabrik etwa einen Kilometer westlich vom bisherigen Gelände entfernt nach modernen Prinzipien völlig neu zu errichten. Die Verlegung der Fabrik war 1874 abgeschlossen. Unmittelbar nach der Werksverlegung verstärkten die Gründer auch den Ausbau der sozialen Leistungen für die Mitarbeiter. Von Anfang an hatte man in der ersten Fabrik größten Wert auf Hygiene und gesunde Ernährung der Belegschaft gelegt.

Der Konkurrenzdruck und die Herausforderung durch die neuen Arbeitsgebiete ließen die neue Firma Meister, Lucius & Co. nicht sogleich zu einem gewinnträchtigen Unternehmen werden. Trotz einiger beachtlicher Erfolge bei der Entwicklung und dem Absatz

Die 1892 errichtete „Bier- und Speisehalle“, ein freundlicher Kontrast zum harten Arbeitsleben

Höchst hatte für Meister und Lucius drei klare Vorteile: Es lag nahe bei ihrem Wohnsitz Frankfurt am Main, in dessen damals noch sehr industriefeindlich geprägter Atmosphäre sich eine chemische Fabrik nicht ohne weiteres etablieren ließ. Dennoch musste die Gründung einer Fabrik in unmittelbarer Nähe des damals schon bedeutenden Handels- und Finanzplatzes als überaus vorteilhaft erscheinen. Zweitens gab es im zurückgebliebenen Höchst preiswerte Grundstücke und durch die Überbesetzung des lokalen Handwerks ein großes Arbeitskräftepotenzial, das gegenüber dem „teuren“ Frankfurt die Ansiedlung der Fabrik wesentlich günstiger werden ließ.

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Gesunde Ernährung der Mitarbeiter. „Menage“ 1866

Eine Werksküche und Badeeinrichtungen gehörten deshalb ebenso wie die ärztliche Versorgung der Mitarbeiter zum Bestand der Fabrik. Nach 1874 kam dann ein großangelegtes Wohnungsbauprogramm von vorbildlicher Konzeption hinzu, in dessen Rahmen allein bis 1914 ca. 1.400 Wohneinheiten errichtet wurden, fast ausschließlich in Ein- und Zweifamilienhäusern mit Gärten. Erfolge in der ganzen Welt Bis in die achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts bot der Standort das Bild einer reinen Farbenfabrik. Auch wurden bald einzelne Vorprodukte, die man in den ersten Jahren noch zugekauft hatte, im Werk selbst hergestellt. Nun jedoch veränderte sich das Unternehmen in seiner Rechtsform und in seiner Struktur sehr schnell. 1880 wurde aus der Offenen Handelsgesellschaft unter dem Namen „Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning“ eine moderne Aktiengesellschaft, deren Aktien ab 1888 auch an der Börse gehandelt wurden. Gleichwohl behielten die Gründer und ihre Familien die Kapitalmehrheit bis zur Gründung der I.G. Farbenindustrie AG im Jahre 1925. Ab 1881 wurden anorganische Säuren im Werk Höchst selbst hergestellt. 1883 endlich wurden als neue Endprodukte auch Arzneimittel ausgeboten. Schon eines Die Farbwerke 1913

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der ersten, das „Antipyrin“ gegen Fieber und grippale Infekte, war ein großer Erfolg und begründete weltweit den hervorragenden Ruf der Arzneimittel aus Höchst. Aus der Farbenfabrik war ein Chemieunternehmen geworden. Es begann eine der glanzvollen Perioden der Geschichte des Standortes Höchst, die erst mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 abrupt zu Ende gehen sollte. Das Angebot an Farbstoffen wurde um immer neue Produkte erweitert. „Apotheke der Welt“ Auf dem Gebiet der Arzneimittel war die Situation ganz ähnlich. Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt als die Apotheke der Welt. In Höchst hatte man in der Forschung schon lange die enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen gepflegt. Die Höhepunkte im Bereich der Pharmazeutika vor dem Ersten Weltkrieg werden durch die Zusammenarbeit mit den Nobelpreisträgern Robert Koch, Emil von Behring und Paul Ehrlich markiert. In diese Zeit fällt der Aufbau einer eigenen sero-bakteriologischen Abteilung. Das erste Hormon wurde weltweit erstmals durch Robert Stolz in Höchst synthetisiert, und mit dem Salvarsan von Paul Ehrlich, dem weltweit ersten Heilmittel gegen die Syphilis, begann die moderne Chemotherapie. Das fünfzigjährige Firmenjubiläum der „Farbwerke, vorm. Meister Lucius & Brüning“ in Höchst am Main im Jahre 1913 ließ das Unternehmen auf eine stolze Entwicklung zurückblicken. Der Umsatz lag bei über 100 Millionen Mark, allein im Stammwerk waren ca. 9.000 Mitarbeiter beschäftigt. Nichts schien diese stürmische Entwicklung bremsen zu können. Aber es legten sich schon erste Schatten über das freundliche Bild, auch wenn die Beteiligten sie damals nicht sogleich als gefahrbringend erkannten. Der Tod des noch nicht fünfzig Jahre alten dynamischen Generaldirektors Gustav von Brüning noch im gleichen Jahr leitete den Beginn des Rückzuges der Gründerfamilien aus der Leitung des Unternehmens ein. Schlimmer noch für die ganz exportorientierte chemische Industrie in Deutschland war der Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der dann im August 1914 mit einer bis dahin nicht gekannten Härte Europa in ein Schlachtfeld verwandelte und der auch der Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland schwerste Schäden zufügte.

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Krieg und Krisen Schon bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges zeichneten sich die kommenden Schwierigkeiten ab. Ein großer Teil der Belegschaft tauschte den Arbeitsplatz mit dem Schützengraben. Der exportorientierte Farbstoffmarkt brach durch die englische Seeblockade völlig zusammen. Nur wenige Spezialprodukte konnten auf bisweilen abenteuerlichen Wegen, z. B. durch Handels-U-Boote, nach Übersee gebracht werden. Stattdessen hielt auf Weisung des Kriegsministeriums die Waffenproduktion auch Einzug in die Fabriken der chemischen Industrie. Der Standort Höchst machte da keine Ausnahme. Sprengstoffe und Kampfgase traten vielfach an die Stelle der Herstellung von Farbstoffen, Arznei- und Düngemitteln. Im Werk Höchst entstanden damals für die Herstellung von Sprengstoffen die großen Anlagen zur Produktion von Salpeter, Salpetersäure und Ammonnitrat, die über Jahrzehnte das Bild der Industrieanlagen im Nordwesten des Standortes prägten. Im Verlauf des Krieges wurde den Vertretern der chemischen Industrie in Deutschland klar, dass die Verhältnisse unabhängig vom Ausgang des Krieges nie mehr so sein würden wie in den goldenen Zeiten vor 1914. Schon bald nach dem Beginn der Feindseligkeiten waren die Patente, Warenzeichen und Fabriken in den Staaten enteignet worden, die gegen das Deutsche Reich im Krieg standen. Zusätzlich mussten in diesen Staaten eigene Farbstoff- und Arzneimittelindustrien aufgebaut werden, um den Lieferausfall aus Deutschland auszugleichen. Es war klar, dass diese neuen Industrien auch nach dem Ende des Krieges weiterbestehen und auf dem Weltmarkt mit der deutschen chemischen Industrie konkurrieren würden. Ein harter Verdrängungswettbewerb war absehbar. Deshalb verbanden sich schon 1916 die großen Gruppierungen der chemischen Industrie, HoechstCassella-Kalle und BASF-Bayer-Agfa mit Griesheim und Weiller ter Meer zu einer Interessengemeinschaft in Form eines Kartells, in der die einzelnen Firmen zwar juristisch selbstständig blieben, wichtige Entscheidungen wie Rohstoffversorgung, Steuerung der Produktpalette und Absatzstrategien jedoch gemeinsam getroffen wurden. Die I.G. Farbenindustrie AG Der Friedensschluss von Versailles 1919 verschärfte die Probleme noch. Zum Verlust der Patente und der ausländischen Produktionsstätten traten nun noch die Ablieferung großer Mengen von Arzneimitteln und Farbstoffen als Reparationsleistung, der Mangel an Rohstoffen, besonders an Kohle, und die Besetzung des Werkes Höchst durch französische Truppen. Die schwierige 22

politische Neuordnung in Deutschland, die Umstellung der Kriegsauf die Friedensproduktion und die sich rasch beschleunigende Inflation warfen ihre Schatten auf die Entwicklung der chemischen Industrie in der Nachkriegszeit. Dennoch waren in dieser Zeit in Höchst auch beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Auf der Basis der Salpetersäure wurde eine breite Düngemittelproduktion aufgebaut, die ersten Pflanzenschutzmittel wurden ausgeboten, und aus seinen Vorläufern Antipyrin und Pyramidon wurde das Novalgin entwickelt. Für das von kanadischen Forschern gefundene Insulin erhielten die Farbwerke in Höchst wegen der langjährigen eigenen Forschungsleistungen auf diesem Gebiet die erste Lizenz in Deutschland. Peter Behrens errichtete das Technische Verwaltungsgebäude mit dem späteren Firmenzeichen Turm und Brücke, einen der bedeutendsten Industriebauten dieser Zeit in Deutschland. Trotz dieser positiven Anzeichen kam man um einen noch engeren Zusammenschluss der deutschen chemischen Industrie nicht herum. 1925 schloss sich die Interessengemeinschaft von 1916 zu dem neuen Unternehmen der I.G. Farben­industrie AG mit Sitz in I.G. Farben. Innerer Vorstand Frankfurt am Main zusammen. Die in allen Gründungsunternehmen spürbaren Umsatzrückgänge führten auch unter dem Druck der Weltwirtschaftskrise ab 1929 zu Produktionszusammenlegungen, harten Rationalisierungen und erheblichem Abbau der Belegschaften in den einzelnen Werken. Der Standort Höchst verlor in den zwei Jahrzehnten seiner Zugehörigkeit zu I.G. Farben große Teile seines Farbstoffsortimentes, erhielt aber auch einige neue Impulse durch den Ausbau der Pharma, Pflanzenschutzmittel, Lösungsmittel und Kunstharze. In den vierziger Jahren begannen vielversprechende Forschungen zur Penicillin-Herstellung und nur der Ausgang des Krieges verhinderte den für 1945 geplanten Bau einer Produktionsanlage für das neue Heilmittel. Diese Pläne konnten erst unter veränderten Verhältnissen 1950 realisiert werden. Auswirkungen der Nazi-Diktatur Die I.G. Farbenindustrie AG betrieb konzentriert den Ausbau neuer Arbeitsgebiete wie Buna, Methanol, synthetisches Benzin, Leichtmetalle und Synthesefasern. Sie wurden vorwiegend in neuen, an günstiger Energieversorgung orientierten Werken in 23

Mitteldeutschland, im Ruhrgebiet und später auch in Oberschlesien angesiedelt. Die alten Stammwerke der Gründungsunternehmen an Main und Rhein gerieten angesichts dieser Entwicklung ein wenig ins Abseits und hatten Mühe, ihre Stellung im Gesamtunternehmen zu halten. Auch das Werk Höchst, obgleich immer noch das führende Werk einer Betriebsgemeinschaft aus mehreren Fabriken im Mittelrheingebiet, musste sich behaupten. Die Rolle der I.G. Farbenindustrie AG in Deutschland wird häufig mit den wirtschaftspolitischen Vorstellungen und mit den Verbrechen der Nationalsozialisten im Dritten Reich verknüpft. Die verstärkte Einflussnahme des nationalsozialistischen Regimes auf das Unternehmen wurde aber erst im letzten Drittel der zwei Jahrzehnte umfassenden Geschichte von I.G. Farben wirksam. Die I.G. Farbenindustrie AG war zu Beginn ein international ausgerichtetes Unternehmen, dessen Interessen den engstirnigen Autarkiebestrebungen der Nationalsozialisten anfangs ganz entgegengesetzt waren. Andererseits waren gerade die neuen Entwicklungen der I.G. wie Buna, der synthetische Kautschuk, und das synthetische Benzin für das Regime hochinteressant. Da diese Produkte von hohem strategischen Wert für die Kriegsplanung Adolf Hitlers waren, kam es zu einer sich verstärkenden Zusammenarbeit zwischen Stellen der I.G. und der Reichsregierung, die nach 1936 im Rahmen des Vierjahresplanes zu einer erheblichen Abhängigkeit des Unternehmens von dem Nazi-Regime und zu der unseligen Beteiligung an dessen Verbrechen führten. Die Leuna-Tankstelle mit synthetischem Benzin (direkt vor dem Behrens-Bau)

Zwangsarbeiter in Höchst Auch der Betriebsalltag in den Werken wurde nach 1933 zunehmend von den neuen Machthabern mitbestimmt. Hier entzog sich die I.G. Farbenindustrie AG so wenig wie andere Industriezweige und nahezu alle Lebensbereiche der Entwicklung in Deutschland. Die Werksleitung und führende Manager sympathisierten offen mit dem Nazi-Regime. Zwischen 1933 und 1938 wurden alle als jüdisch geltenden Mitarbeiter aus dem Unternehmen entlassen, ausgeplündert und vertrieben. Wem nicht rechtzeitig die Flucht ins Ausland gelang, war dem fast sicheren Tod in den Konzen24

1943. Ankunft ukrainischer Zwangsarbeiterinnen im Werk Höchst

trationslagern ausgeliefert. Auch der übrige Teil der Belegschaft war vielfach der Bespitzelung, Denunziation und Zwangsmaßnahmen ausgesetzt. Die wirtschaftliche Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges und die anschließende Kriegswirtschaft prägten auch die I.G. und ihre Werke. In der Kriegszeit wurden die dunkelsten Kapitel der Geschichte dieses Unternehmens geschrieben. Wie in der gesamten Industrie kam es zum Einsatz von Kriegsgefangenen, Fremd- und Zwangsarbeitern in allen Werken. Sie und vor allem KZ-Insassen aus Auschwitz bauten bis Ende des Krieges das gigantomanische Buna-Werk Auschwitz-Monowitz im polnischen Oberschlesien. Nur wenige überlebten diesen mörderischen Einsatz. In Höchst war weniger vom Verlauf des Krieges zu spüren als an anderen Orten. Es gab nicht sehr viele kriegswichtige Produktionen, weshalb Werk und Stadt auch nicht bombardiert wurden, von wenigen Einzelangriffen abgesehen. Außerdem hatten die Amerikaner frühzeitig das Werk Höchst, die Zentrale der I.G. Farbenindustrie in Frankfurt am Main und die zugehörigen Wohngebiete als Nachkriegsbasis für ihre Verwaltung ausersehen. Durch den Mangel an Arbeitskräften aber kam es zum Einsatz von Kriegsgefangenen, Fremd- und Zwangsarbeitern aus zahlreichen Ländern Europas. Mehr als 8.500 von ihnen arbeiteten unter sehr harten Bedingungen bei vielfach unzureichender Ernährung und der starken Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit im Werk Höchst. Bei ihrem Einmarsch Ende März 1945 fanden die amerikanischen Truppen fast unzerstörte Produktionsanlagen vor. Es ist heute gesichert, dass das Werk auch deshalb nicht bombardiert wurde, weil die Amerikaner schon während des Krieges beschlossen hatten, das Werk nach erfolgter Besetzung für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. In der Tat nahmen nach Kriegsende wichtige Teile der amerikanischen Militärverwaltung ihren Sitz in Höchst. Nach der Auflösungsverfügung der I.G. Farbenindustrie AG 25

durch die Alliierten 1945 stand das Werk Höchst von 1945 bis 1953 unter „US Administration” bzw. amerikanischer Kontrolle. Ein neues Unternehmen Am Ende des schwierigen Prozesses der Entflechtung kam es am 7. Dezember 1951 zur Neugründung der „Farbwerke Hoechst AG vormals Meister Lucius & Brüning“, der späteren, bis 1999 bestehenden „Hoechst Aktiengesellschaft“. Die fünf Gründer, unabhängige und unbelastete Persönlichkeiten aus dem deutschen Wirtschaftsleben, wurden von den Vertretern der Vereinigten Staaten von Amerika, Englands und Frankreichs in der Alliierten Hohen Kommission, der Nachfolgerin der alliierten Militärregierung, in Abstimmung mit der Bundesregierung bestellt. Es dauerte aber noch bis 1953, bis die spätere Hoechst AG nach einer Kapitalerhöhung und der Entlassung aus der alliierten Kontrolle als eigenständiges Unternehmen am Weltmarkt in Erscheinung treten konnte. Die I.G. verblieb als I.G. Farbenindus­ trie AG i. L. (in Liquidation) lediglich zur Befriedigung alter Ansprüche von Gläubigern Die fünfziger Jahre: und Geschädigten aus der Stechuhren an Tor Ost Zeit vor 1945 und war mit Arbeitsbeginn 8 Uhr den neuen Unternehmen juristisch nicht verbunden. Stürmisches Wachstum kennzeichnete die fünfziger und sechziger Jahre. Unter dem neuen, zwischen 1947 und 1951 gestalteten Firmenzeichen von Turm und Brücke begann nun eine Periode in der Geschichte von Hoechst, die zunächst gekennzeichnet ist von dem Wiedererscheinen von Hoechst auf dem deutschen Markt, dann von der zielstrebigen Einreihung unter die bedeutendsten Chemieunternehmen der Welt. Noch vor der eigentlichen Neugründung im darauffolgenden Jahr, war 1950 die Einweihung der Penicillin-Anlage am Standort Höchst, die in der Lage war, den gesamten deutschen Markt zu 26

versorgen, der Startschuss für diese Entwicklung. Neue Arbeitsgebiete wurden betreten. Das Acetylen wurde vom Ethylen als Rohstoffbasis abgelöst, es begann die Ära der Petrochemie, der Kunststoffe, Folien und Fasern. Die Entwicklung der Kunststoffe von unvollkommenen Ersatzstoffen zu hochwertigen Werkstoffen mit Eigenschaften, wie sie die Natur nicht bieten kann, eröffnete ungeahnte Perspektiven. Im Faserbereich entwickelte sich „Trevira“ zu einem hochwertigen Markennamen, der von der extravaganten Mode bis zu hochfesten, extrem belastbaren Industriefasern mit vielen Anwendungsgebieten verbunden ist. Die zahlreichen „Hosta“-Produkte kennzeichneten eine breite Palette hochwertiger Werkstoffe und Rohmaterialien für Gebrauchsgüter des täglichen Bedarfs, ohne die unser Leben kaum noch vorstellbar ist. Stetiges Bemühen um Innovation und Erfolg Als sich die „Farbwerke Hoechst AG vormals Meister Lucius & Brüning“ 1974 den neuen Namen „Hoechst Aktiengesellschaft“ gaben, war dies mehr als nur eine praktische Modernisierung eines etwas lang geratenen Firmennamens. In einem langen, von Risikobereitschaft und Erfolg begleiteten Weg war aus der Neugründung von 1951 zuerst ein großes deutsches Unternehmen der chemischen Industrie mit weltweiten Aktivitäten, nun aber ein Weltunternehmen mit Sitz in Deutschland geworden. Der einstige Exporteur hochveredelter Produkte hatte sich zum weltweit arbeitsteiligen Unternehmen mit Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb in vielen Ländern der Erde gewandelt. Ein Industrieunternehmen ist kein abstraktes Gebilde. Es stellt sich durch die Leistungen seiner Mitarbeiter dar. Deshalb ist eine gute Sozialpolitik von jeher unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmenskultur von Hoechst. In den Anfängen der Sozialpolitik, wie sie am Standort im 19. Jahrhundert konzipiert wurde, bestimmte noch das Versorgungsdenken des „Fabrikherren“ die Sozialpolitik des Unternehmens. An der Tradition guter Sozialleistungen für die Mitarbeiter hat sich aber über das Bestehen der Hoechst AG hinaus bis heute nichts geändert, wohl aber die Art dieser Leistungen. Die Hilfe zur Selbsthilfe, die Unterstützung der eigenverantwortlichen Sicherung des Lebensstandards der Mitarbeiter, standen in der Nachkriegszeit im Vordergrund. Die Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand durch Belegschaftsaktien und leistungsorientierte Jahresprämien sowie der Erwerb 27

Der Koker, die 1956 in Betrieb genommene Erdölspaltanlage

privaten Hauseigentums durch Finanzierungshilfen lösten die ältere Form einseitiger Zuwendungen an die Mitarbeiter ab. Gleichzeitig haben neue Tarifvereinbarungen, Fortbildungsmöglichkeiten und Maßnahmen der Personalentwicklung alte Strukturen aufgebrochen und einer größeren Zahl von Mitarbeitern neue berufliche Chancen eröffnet. Auch in ihrer Sozialpolitik wandelten sich die Unternehmen der Hoechst-Gruppe und mit ihnen die Verhältnisse am Standort Höchst, um den Anforderungen der Zukunft begegnen zu können. Zu Beginn der siebziger Jahre wurde das Unternehmen auch in seiner Organisationsstruktur den Erfordernissen des Weltmarktes angepasst. Eine Nachwirkung der längst vergangenen I.G.-Zeit war die noch immer bestehende Aufteilung der Arbeitsgebiete in Sparten. Die nunmehr vorgenommene Neuordnung in Geschäftsbereiche und Ressorts gab diesen eine größere Beweglichkeit und damit die Chance, schneller auf die Anforderungen der Märkte zu reagieren. Die neue Organisationsstruktur musste sich bald bewähren. Als Folge der Ölkrise bedurfte es in der Faserkrise der siebziger Jahre erheblicher Anstrengungen, um diesen Unternehmensbereich wieder auf den Weg des Erfolges zu führen. Auch die erste Hälfte des folgenden Jahrzehnts war von konjunkturellen Rückschlägen und Absatzproblemen gekennzeichnet. Erst Ende der achtziger Jahre stellte sich der Unternehmenserfolg auch wieder in guten Umsatz- und Gewinnziffern dar. Von der Hoechst AG zum Industriepark Höchst Aber gute Bilanzen und hohe Gewinne sind keine Garanten für eine erfolgreiche Zukunft. Die sich rasch verändernden Rahmenbedingungen und immer kürzer werdende Innovationszyklen bei gleichzeitig langen Entwicklungszeiten für neue Produkte 28

e­ rfordern bei schwerfälligen Organisationen, wie dies weltweit tätige Großunternehmen ihrer Natur nach sind, eine permanente Restrukturierung, um schnell und mit den richtigen Produkten den Anforderungen der Märkte und Kunden genügen zu können. Mit dem „Aufbruch ‘94“ begann im April 1994 die umfassendste Neuordnung der Hoechst AG in ihrer 1990, Tor Ost langen Geschichte. Zugleich begann auch die Verwandlung des alten „Stammwerkes“ der Hoechst AG zum modernen Industriepark Höchst. „Aufbruch ‘94“ hieß für das Chemieunternehmen Hoechst vor allem, die riesige Organisation von rund 170.000 Mitarbeitern so zu vereinfachen, dass durch Dezentralisierung, Transparenz und kürzere Entscheidungswege eine erhebliche Steigerung der Flexibilität, der Produktivität und eine verbesserte Überschaubarkeit aller Tätigkeiten im Unternehmen möglich wurde. Marktausrichtung, Kundennähe, Abbau überflüssiger oder zu groß gewordener Verwaltungseinheiten und eine intensivierte Vernetzung und Kommunikation nach innen und außen wurden nicht als einmalige Maßnahmen, sondern als ein Prozess in Gang gesetzt, der eine permanente Erneuerung des Unternehmens und seiner Standorte zum Ziel hatte. Hinzu kam eine entschiedene Internationalisierung des Unternehmens, die ungeachtet der jahrzehntelangen Präsenz von Hoechst auf den Weltmärkten eine völlig andere Qualität bekam. Schon 1987 hatte Hoechst die amerikanische Celanese Corporation übernommen und mit der alten American Hoechst Corporation zur Hoechst Celanese Corporation verschmolzen. Dieser Stärkung der Position im amerikanischen Markt folgte 1995 der Kauf des amerikanischen Pharmaunternehmens Marion Merrell Dow, der die umfangreichste Neuordnung des Beteiligungsportfolios von Hoechst in seiner langen Geschichte einleitete. Jürgen Dormann, seit April 1994 Vorsitzender des Vorstands der Hoechst AG, hatte bei seinem Amtsantritt klare Vorgaben formuliert: Konzentration auf die Kernarbeitsgebiete Pharma, Agrochemie 29

und Industrielle Chemie, Stärkung der Position in den wichtigsten Märkten und Wachstumsregionen in Nordamerika, Europa und Asien sowie Ausstieg aus den Arbeitsgebieten, in denen Hoechst nicht zu den führenden Anbietern weltweit gehört. Es folgten Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgebieten sowie Zukäufe, Joint Ventures und strategische Allianzen in den Kernbereichen. Den Abschluss bildete die Abspaltung des verbliebenen Chemiegeschäftes in der Celanese AG in Form eines Demerger, wodurch die konsequente Ausrichtung auf die Life Sciences abgeschlossen und zugleich die Fusion von Hoechst mit Rhône-Poulenc zur Aventis ermöglicht wurde. Von 1994 bis 1997 hatte sich Hoechst zunächst von einem zentralisierten Konzern in eine Strategische Management Holding verwandelt, in der die Konzerngesellschaften, Beteiligungen und Joint Ventures ein Höchstmaß an Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit genießen, um sich ganz auf den Kunden und das operative Geschäft konzentrieren zu können. Dieser Prozess war 1997 zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Das schloss jedoch weitere Anpassungen an Veränderungen in den Märkten und neue Bedürfnisse der Kunden nicht aus. Unter anderem entstand durch den Zusammenschluss mit RhônePoulenc die neue Aventis – ein Life-Sciences Unternehmen von Weltgeltung.

Luftaufnahme des heutigen Industrieparks Höchst

Infraserv Höchst geht an den Start Elementarer Bestandteil dieses Konzeptes war am Standort Höchst die Bildung einer Standortbetreibergesellschaft, die die hier ansässigen Geschäftsbereiche und neuen Unternehmen mit Strom, Wasser und Dampf versorgte, Entsorgungsleistungen erbrachte und sich um das gesamte Industrieparkmanagement inklusive seiner Flächen, Straßen und Gebäude sowie die Klärschlamm-Verbrennungsanlage: wichtig für die Entsorgung im Industriepark Höchst

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Sicherheit kümmerte. Außerdem mussten Umweltschutz- und Gesundheitsleistungen angeboten werden. Aus dem Stammwerk der Hoechst AG wurde von 1995 bis 1997 der Industriepark Höchst. Zu Jahresbeginn 1998 ging das Unternehmen Infraserv GmbH & Co. Höchst KG als Betreiber des Industrieparks Höchst an den Start. Die bereits am Standort ansässigen Firmen – vielfach aus Produktbereichen, Betrieben und Serviceeinheiten der Hoechst AG hervorgegangen – sind seitdem Kunden dieses neuen Unternehmens. Die drei größten und bedeutendsten operativen Standortgesellschaften sind gleichzeitig Anteilseigner von Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Dies sind die Celanese, die erst 1999 anlässlich der Fusion zwischen der Hoechst AG und Rhône-Poulenc zur Aventis S.A. aus dem alten Konzernverbund ausschied. Clariant, die 1996/97 die Arbeitsgebiete Spezial- und Feinchemikalien von der Hoechst AG übernahm und die Betriebe am Standort weiterführte, sowie die Sanofi, auf die 2004 die Anteile der Aventis S.A. übergingen. Zuvor hatte die 1997 gegründete Hoechst Marion Roussel AG, in der die übrig gebliebenen Pharma-Aktivitäten der Hoechst AG zusammengefasst worden waren, diese Anteile gehalten. Waren es am Anfang fast 40 Firmen, die aus der alten Hoechst AG im Industriepark Höchst in eine neue Zukunft eintraten, so sind es heute schon mehr als 90 Unternehmen mit mehr als 22.000 Beschäftigten. Der Industriepark Höchst kann innerhalb weniger Jahre auf eine stolze Erfolgsgeschichte zurückblicken.

2004 erfolgte die Fusion mit der französischen Pharma-Unternehmensgruppe Sanofi-Synthelabo, seit 2011 firmiert das Unternehmen als Sanofi. Die Zukunft, auch in den Unternehmen am nunmehr auf erfolgreiche 150 Jahre zurückblickenden Standort Höchst, wird bestimmt sein durch die Globalisierung des Wettbewerbs, die wachsende Bedeutung des gesamtasiatischen Raumes und weiterer Schwellenländer, vom Auftreten neuer Wettbewerber in den sich öffnenden Märkten wie China oder Osteuropa, von einer fortschreitenden Konzentration der Anbieter und einer weiteren Verkürzung der Innovationszyklen. Die Entwicklung der Farbwerke in Höchst seit 1863, der Hoechst AG seit 1951 und des Industrieparks Höchst mit seinem vielfältigen Firmenspektrum mit dem Schwerpunkt in der Chemie und der Biotechnologie in den letzten 15 Jahren, aufbauend auf der Entwicklung der vorangegangenen Unternehmen, war gekennzeichnet von erfolgreichem Handeln bedeutender Persönlichkeiten und herausragenden Forschungsleistungen in den Bereichen der Naturwissenschaften, der Medizin und der Technik. Immer stand dabei der Gedanke, dem Menschen zu dienen und seine Lebensgrundlagen zu bewahren und weiterzuentwickeln, im Vordergrund der Bemühungen. In diesem Sinne stellen sich auch die Unternehmen im Industriepark Höchst den Anforderungen der Zeit und sind bestrebt, die Zukunft kommender Generationen mitzugestalten und zu sichern. Wolfgang Metternich

Neue Unternehmen Die Hauptversammlung des früheren Weltkonzerns leitete am 15. Dezember 1999 das Ende der Hoechst AG als eigenständiges Unternehmen bzw. als Strategische Management Holding ein. Die Hoechst Aktiengesellschaft fusionierte mit dem französischen Unternehmen Rhône-Poulenc zur Aventis S.A. Die Aventis war als eine global agierende Unternehmensgruppe konzipiert, die einen wesentlichen Teil ihrer Wurzeln in Deutschland und Frankreich und ihre Zentrale in der französischen Europastadt Straßburg haben sollte. Es handelte sich um ein Unternehmen, das sich bei seiner Gründung den Life Sciences mit den Schwerpunkten Pharma und Crop Sciences verschrieben hatte. Allerdings wurden schon 2001 alle Geschäftsfelder des Unternehmensbereiches Crop Sciences für sieben Milliarden Euro an die Bayer AG verkauft. Aventis war fortan ein reines Pharmaunternehmen mit ca. 78.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 16,8 Milliarden Euro im Jahr 2003. 32

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Ein Standort mit Geschichte und Zukunft Der Industriepark Höchst ist ein wesentlicher Impulsgeber für die Wirtschaftsregion Rhein-Main Der Industriepark Höchst ist heute, 150 Jahre nach seinen Anfängen als Chemiebetrieb, einer der größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa – ein Erfolgsmodell. Von Beginn an wuchsen der Standort und der Frankfurter Westen miteinander und sind in vielerlei Hinsicht bis in die Gegenwart sozial und wirtschaftlich miteinander verbunden. Mehr als 90 Unternehmen sind heute auf dem etwa vier Quadratkilometer großen Gelände ansässig, Jahr für Jahr siedeln sich neue Betriebe und Unternehmen im Industriepark Höchst an, der von Infraserv Höchst betrieben wird. Für die Wirtschaftsregion Frankfurt/ Rhein-Main ist der Industriepark Höchst, in dem 22.000 Menschen arbeiten, ein wichtiger Impulsgeber. Ein Standort mit einer langen Tradition, vor allem aber auch ein Standort mit Zukunft. Denn die lange Erfolgsgeschichte des Standortes wird kontinuierlich um neue Kapitel ergänzt, die von den Unternehmen geschrieben werden, die im Industriepark Höchst ansässig sind und gemeinsam für dessen dynamische Weiterentwicklung sorgen. Allein im Jahr 2012 haben die Standortgesellschaften rund 310 Millionen Euro im Industriepark investiert. Die Summe der seit dem Jahr 2000 getätigten Investitionen beläuft sich nunmehr auf rund 5,5 Milliarden Euro – ein klarer Beleg für die Dynamik und die Zukunftsfähigkeit des Standortes. Derzeit errichtet der Spezialchemikalienhersteller Clariant ein neues Innovationszentrum, die Firmen Bayer CropScience, Kuraray und Grillo haben die Produktionskapazitäten ausgebaut, AkzoNobel investiert in die neue Membran-Elektrolyse-Technologie und nicht zuletzt sorgen die Investitionen des Pharmaunternehmens Sanofi als größtem Unternehmen am Standort wieder für ein beachtliches Gesamtvolumen. 34

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Auch Celanese gehört zu den großen Standortgesellschaften und investiert kontinuierlich in Forschungs- und Produktionsaktivitäten. Zu den mehr als 90 Unternehmen gehören 120 Produktionsanlagen, über 800 Gebäude, ein internes Straßen- und Schienennetz von zusammen rund 130 Kilometern Länge und annähernd 2.000 Kilometer Versorgungsleitungen – der Industriepark kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Standort ist die technisch anspruchsvolle Infrastruktur, die unter anderem hocheffiziente Energieversorgungsanlagen vorsieht. Ein Heizkraftwerk mit modernen Gasturbinenanlagen, das in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird, versorgt den Standort mit Strom und Dampf. Insgesamt ist der Industriepark nahezu energieautark – trotz des beachtlichen Energiebedarfs. Dieser Bedarf entspricht dem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 600.000 Haushalten in Bezug auf Strom sowie von 140.000 Einfamilienhäusern in Bezug auf Wärme. Wobei etwa ein Fünftel des Wärmebedarfs des Industrieparks durch die konsequente Nutzung der Abwärme aus Produktionsund Verbrennungsanlagen genutzt werden kann. Auf diese Weise werden der Verbrauch an fossilen Brennstoffen und die CO2-Emissionen deutlich reduziert. Holger Vonhof

Anschriftenverzeichnis Vereinsring Höchst VEREINSRING FRANKFURT(M)-HÖCHST E.V. Geschäftsanschrift Thomas Meder Hostatostraße 29, 65929 F-Höchst Tel. 069-331418, Fax 069-332866, Mobil 0170-3208574; www.vereinsring-hoechst.de www.schloss-fest.de (alle Infos unter diesen Hyperlinks) Arbeiter-Samariter-Bund Hessen e.V. Ortsverband Höchst 1.VS Thomas Müller-Witte Silostraße 23, 65929 F-Höchst Tel.069-314072-28,Fax 069-31407222 Heinz Wenzel 0176-96747055 [email protected] [email protected] www.asb-frankfurt.de Arbeiterwohlfahrt Höchst/Unterliederbach Barbara Strohmayer Kasinostraße 12 H, 65929 F-Höchst Telefon 069-306924, 069-31063543 Fax 069-30852736 [email protected] Associazione e Centro Culturale – A.C.C.e.V. Giuseppe Fontana Arnoldshainer Straße 15 60489 Frankfurt

C.R.E.U. Höchst e.V. Armin Valasquez Hilligengasse 18, 65929 F-Höchst Mobil 0176-65065000 www.creu-hoechst.de Deutscher Guttempler-Orden e.V. Gemeinschaft „Reinhold Kobelt“ Christa Roth Klosterhofstraße 11, 65931 F-Zeilsheim Telefon 069-361856 [email protected] Deutsch-Irische Kulturinitiative Frankfurt Carsten Saß Deutsches Rotes Kreuz Ortsvereinigung Höchst Geschäftsstelle Adelonstraße 31, 65929 F-Höchst Tel. 069-450013334, Fax 069-450013394 [email protected] Die Strandbadwächter e.V. Hans-Georg von Freyberg Ludwig-Hensler-Straße 64 65929 F-Höchst Telefon 069-307711

Associazione Famiglie Italiane A.F.I. Höchst e.V. Cosimo Viva Radilostraße 30, 60489 Frankfurt Telefon 069-543477, Fax 069-7893200 [email protected] www.afi-ev.de

DLRG Ortsgruppe Höchst Ralf Samulat Allmeygang 8 65929 F-Höchst Tel. 069-301636, Mobil 0151-65250013 [email protected] www.hoechst.dlrg.de

Automobilclub Höchst im ADAC Helmut Pauly Kurmainzerstraße 5, 65929 F-Höchst Telefon 069-302789, Fax 304875

FELIDAE – Tierschutzverein und Katzennothilfe e.V. Gunda O’Neal Billtalstraße 36, 65929 F-Höchst Telefon 069-311760 [email protected] www.katzennothilfe.de

Bootsfreunde Höchst e.V. Alfred Goronzi Mainberg 4 (Hausboot „Venus“) 65929 F-Höchst Tel.069-317307,Mobil 0152-01903576 [email protected] www.hausboot-venus.de Bürgervereinigung Höchster Altstadt Wolfgang Weber Westhöchster Straße 75 65931 F-Zeilsheim  Telefon 069-36409160 [email protected] [email protected] www.alt-hoechst.de Bund für Volksbildung Neues Theater Höchst Antoniterstraße 16-18 HH 65929 F-Höchst Tel.069-339999-0,Fax 069-33999977 [email protected] www.neues-theater.de

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CB-Funk-Club Ffm.-West e.V. Horst Herr Hospitalstraße 15 B, 65929 F-Höchst Telefon 069-319821 [email protected]

Fischer-Zunft zu Höchst am Main von 1347 Höchster Fischereigenossenschaft Günter Schindling Schillerstraße 2, 65830 Kriftel Telefon 06192-42141 [email protected] Fördergemeinschaft Kinderklinik Frankfurt am Main-Höchst e.V. Martina Sanfilippo, Sandra Gille Gotenstraße 6–8, 65929 F-Höchst Telefon 069-31062806 [email protected] [email protected] Förderkreis des Klinikums Frankfurt-Höchst e.V. Margit Weißbach Gartenstraße 91, 60596 Frankfurt Telefon 069-636365, 069-635691 [email protected] [email protected]

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Förderkreis IGS-West e.V. Andreas Rümkorf Palleske Straße 60, 65929 F-Höchst Weinbergstraße 10, 65931 Frankfurt Telefon 069-93735046 [email protected]

Höchster Leuchtfeuer e.V. Wiltrud Pohl Höchster Schlossplatz 11 65929 F-Höchst Telefon 069-302179 [email protected]

Förderverein der Hostatoschule Joachim Rakow Hostatostraße 38, 65929 F-Höchst Telefon Schule 069-212-45553 Fax 069-21245791 [email protected] [email protected] www.hostatoschule.de

Hoechster Schlossgarde 1956 e.V. Bettina Altrichter-Braune Silostraße 50 A, 65929 F-Höchst Telefon 069-311973 [email protected] www.Hoechster-Schlossgarde.de

Förderverein Friedrich-Dessauer-Gymnasium Prof. Dr. Ing. Rolf Katzenbach Pfaffenwiese 14 A, 65931 F-Zeilsheim Telefon 069-362667

Höchster Schwimm-Verein 1893 e.V. Holger Knobloch Postfach 800310, 65903 Frankfurt Info-Telefon 069-3087220 [email protected] www.hoechster-schwimmverein.de

Höchster Tennis- und Förderverein der Robert-Koch-Schule Hockey-Club 1899 e.V. Dr. Fritz Schuckmann Frankfurt-Höchst Grasmückenweg 10, 65929 F-Höchst Manuela Lauber Liederbacher Straße 153, 65929 F-Höchst Telefon 069-316630 (Clubhaus) Tel. 069-310056, Mobil 0171-2877293 [email protected] www.hoechsterthc.de [email protected] www.hoechsthockey.de Freiwillige Feuerwehr Höchst Jazzfreunde Höchst 1852 e.V. Dr. Rudolf Hartleib André Lamprecht Grauer Stein 2, 65929 F-Höchst Palleskestraße 36, 65929 F-Höchst Telefon 069-316053 Telefon 069-30039728 [email protected] Mobil 0173-8272396 www.jazz.hoechst-main.de Fax 069-30039731 [email protected] Karate-Dojo Ffm.-Höchst e.V. www.feuerwehrhoechst.de Oliver Reitze Wiesbadener Weg 6, 65812 Bad Soden Freunde und Förderer Mobil 0177-6344524 der Kasino-Schule [email protected] Frankfurt am Main-Höchst e.V. Herr Buhl Kinder- und Jugend-Galerie Kasinostraße 4, 65929 F-Höchst für Hochbegabte, Telefon 069-212-45554 Anders- und Querdenker e.V. [email protected] Anne Wrenger Leunastraße 34, 65929 F-Höchst Fußballclub Fortuna Höchst Telefon 069-30065210 Wolfgang Müller Mobil 0174-7603701 Hornauer Weg 2, 65843 Sulzbach [email protected] Telefon 06196-73762 www.kinder-und-jugend-galerie.de Mobil 0170-1209120 Fax 06196-759116 Kleingärtner-Verein Höchst e.V. [email protected] Horst Herr Hospitalstraße 15 B, 65929 F-Höchst Gesellschaft zur Tel. 069-319821, Fax 069-319821 Förderung des Neuen Theaters e.V. [email protected] Clemens Noll Antoniterstraße 18, 65929 F-Höchst Kleingärtner-Verein Selbsthilfe e.V. [email protected] Hans-Günter Neidel Königsteiner Straße 32 B, 65929 F-Höchst Höchster Kanu-Club Wiking Telefon 069-312495 Siegfried Ambros Mobil 0170-5308522 Münsterer Straße 18, 65830 Kriftel [email protected] Telefon priv. 06192-972277 dienstl. 06192-2079361 Kolpingfamilie Höchst [email protected] Elke Deul [email protected] Dalbergstraße 5, 65929 F-Höchst www.hkcw.de Telefon 069-319111 [email protected] Höchster Karneval-Verein 08 e.V. www.kolpingfamilie-f-hoechst.de Günter Lehringer Nassauerstraße15 65795 Hattersheim

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Koreanische Selbstverteidigung und Bewegungsformen 1998 Frankfurt e.V. Olaf Spinnehörn Hans-Böckler-Straße 10 65929 F-Unterliederbach Tel. 069-47891916, Fax 069-47891919 [email protected] Kulturförderung Höchst e.V. Stephan Hofmann Emmerich-Josef-Straße 50 65929 F-Höchst Mobil 01525-1903590 [email protected] [email protected] www.hoechstkultur.de Kultur unterm Dach e.V. Dietmar Vogel Alt Sossenheim 11 A, 65936 Frankfurt Tel. 069-9349790, Fax 069-93402323 [email protected] Kunst Höchster Schloßplatz 1 e.V. Jürgen Wiesner Höchster Schloßplatz 1, 65929 F-Höchst Telefon 069-36008310 Lions Club Höchst-Main-Taunus Hansjürgen Neumann Am Honigbirnbaum 11 65812 Bad Soden Tel. 06196-21134, Fax 06196-562562 [email protected] www.lions-hoechst-main-taunus.de Mieterbund Hoechster Wohnen e.V. Mieterbüro Bolongarostraße 166, 65929 F-Höchst Tel. 069-30034890, Fax 069-30034961 [email protected] Musikschule Frankfurt am Main e.V. Corinna De La Ossa Bolongarostraße 109 (Raum 123) 65929 F-Höchst Telefon 069-21245441 [email protected] www.musikschule-frankfurt.de Musikverein Unterliederbach / Blasorchester Höchst Franz Lindenthal Vogesenstraße 39, 60529 F-Schwanheim Tel. 069-355657, Mobil 0163-3995577 [email protected] www.blasorchesterhoechst.de Naturfreunde Höchst e.V. Karin Faller Erlenseer Straße 5, 60388 Frankfurt Tel. 06109-22034, Fax 069-37563646 [email protected] www.naturfreunde-höchst-billtalhöhe.de Peña Flamenca Los Cabales e.V. Carmen Sánchez Ludwigshafener Straße 50 A, 65929 F-Höchst Telefon 069-359845 Mobil (Maneiro) 0176-62620513 Mobil (C. Sánchez) 0177-6842513 [email protected] www.p-flamencaloscabales.de.tl/

Philatelistenverein Höchst 1923 e.V. Werner Laske Peter-Bied-Straße 41, 65929 F-Höchst Telefon 069-314780 quersumme8 e.V. Haike Rausch und Torsten Grosch Peter-Fischer-Allee 23, 65929 F-Höchst Telefon 069-74732739 Mobil 0176-53532158 [email protected] www.quersumme8.org Radfahrverein Germania-Tempo e.V. Stephan Hannappel Klosterhofstraße 57, 65931 F-Zeilsheim Telefon 069-36404935 [email protected] www.rvhoechst.de.vu Ruder-Club Nassovia Höchst 1881 e.V. Eberhard Eichfelder Mainzer Landstraße 791, 65934 F-Nied Telefon 069-30059218 Mobil 0170-5340793 [email protected]e www.ruderclub-nassovia.de Schachclub Höchst 1910 e.V. Prof. Dr. Joachim Bauer Amselweg 16, 65929 F-Höchst Telefon 069-315292 www.schachclub-hoechst.de Schützenverein Höchst a.M. 1360 e.V. Günter Bauermann An der Tillylinde 9, 60529 Frankfurt Telefon 069-357161 [email protected] www.schuetzenverein-hoechst.de Senioren-Initiative Höchst Brink Geenen Gebeschusstraße 44, 65929 F-Höchst Tel. 069-317583, Fax 069-317583 sih­[email protected] www.senioren-initiative-hoechst.de SG Hoechst 01 e.V.­ Helmut Wagner Königsberger Straße 25, 65830 Kriftel [email protected] www.sg01hoechst.de Sozialistische Jugend Deutschlands „Die Falken“ Ortsverband Höchst/Frankfurter Westen Roger Podstatny Karl-Blum-Allee 14, 65929 F-Höchst Telefon 069-3088157 [email protected] www.falken-hessen.de Sozialverband Deutschland e.V. ehemals Reichsbund Ortsverband Höchst Helga Erben Postfach 800701, 65907 Frankfurt [email protected] www.sovd.de Spanischer Elternverein und Lehrkräfte Trinidad Ruiz Guerrero Brüningstraße 38, 65929 F-Höchst

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Sportclub Frankfurt-Höchst e.V. Martin Maurer Liederbacher Straße 7, 65929 F-Höchst Mobil 0179-4951977 [email protected] Stiftergemeinschaft Justinuskirche e.V. Ernst Josef Robiné Adolph-Kolping-Straße 24 65812 Bad Soden Tel. 06196-63786 Mobil 0172-6736620 [email protected] www.justinuskirche.de Tanzkreis Höchst Klaus Rohleder Rheingau Straße 81, 65719 Hofheim Wolfgang Meier Potsdamer Straße 3, 65719 Hofheim Telefon 06192-39837 priv. 06171-5034888 [email protected] [email protected] www.tanzkreishoechst.de Turngemeinde Höchst 1847 e.V. Geschäftsstelle Hospitalstraße 34, 65929 F-Höchst Tel. 069-312514, Fax 069-30038477 [email protected] www.tg-hoechst.de VDK Ortsverband Höchst/Unterliederbach Harald Berkus Pfaffenwiese 87, 65931 F-Zeilsheim Tel. 069-366776, Mobil 0163-1702410 [email protected] ov-frankfurt-hoechst-unterliederbach @vdk.de www.vdk.de/ov-frankfurt-hoechstunterliederbach Verein für Deutsche Schäferhunde Gerhard Winkler Reifenbergerstraße 11 65719 Hofheim Telefon 06195-642117 [email protected] Verein zur Förderung des Hockeysports e.V. Harald Jaeger Wagengasse 5 65929 F-Unterliederbach Telefon 069-314925 [email protected] www.hoechsthockey.de Verein zur Förderung der Leibnizschule Frankfurt-Höchst e.V. Ulrich Dorn Hunsrückstraße 6 65929 F-Unterliederbach Telefon 069-304440 [email protected] www.schulserver.hessen.de/ frankfurt/leibniz

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Verein für Geschichte und Altertumskunde Ffm.-Höchst e.V. Dr. Wolfgang Metternich Bielefelder Straße 77 65931 F-Zeilsheim Telefon 069-33997081 Mobil 0176-62751681 [email protected] WEDEFIT Ethiopia e.V. Claudius Galinski (Kassenwart) Bolongarostraße 119, 65929 F-Höchst Tel. 069-30836600, Fax 069-30836605 Mobil 0176-22226124 [email protected] 1. Frankfurter Schiffsmodellbau-Club (FSMC) e.V. Brigitte Golde Finthener Weg 14, 65936 F-Sossenheim Telefon 069-36008370 [email protected] www.frankfurter-schiffsmodellbau-club.de 1. Motorsportclub Ffm.-Höchst im DMV Werner Kind Postfach 800568, 65929 F-Höchst Telefon 06195-74407 [email protected]

Wir danken unseren Sponsoren, ohne deren Unterstützung das Höchster Schlossfest nicht möglich wäre.

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