Anlagestrategie. Wirtschaft

October 19, 2017 | Author: Maja Weber | Category: N/A
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1 Wirtschaft Global Der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigte seine Wachstumsprognose für die Wel...

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Anlagestrategie Januar 2017 – erscheint vierteljährlich

Wirtschaft Global

EU

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigte seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft vom vergangen Herbst. Für dieses Jahr rechnet der IWF mit einem Wachstum der globalen Konjunktur von 3,4 Prozent. Im Jahr 2016 hatte die Weltwirtschaft um 3,1 Prozent zugelegt. Ein großer Teil der verbesserten Wachstumsaussichten liegt aus der Sicht des IWF in der zunehmenden Erholung von größeren Schwellen- und Entwicklungsländern, die im vergangenen Jahr unter Wirtschaftskrisen gelitten haben. Allerdings sind aus Sicht des IWF auch die Wachstumsaussichten in den USA, China, Europa und Japan gestiegen. Gleichzeitig mahnte Maurice Obstfeld, Chefvolkswirt des IWF, aber vor einer Zunahme der Unsicherheitsfaktoren. Insbesondere sei zum heutigen Zeitpunkt unklar, wie die Politik der Trump-Administration aussehen wird. Auf den Wachstumschancen lasten insbesondere die Risiken in Bezug auf die Handels-, Dollar- und Schuldenentwicklung.

Auch in Europa ist mit einem Anstieg des Wachstums zu rechnen. Mit den anziehenden Rohstoffpreisen gibt es Anzeichen dafür, dass die Deflationsängste langsam in den Hintergrund treten. Zudem lässt der Fokus auf die Sparpolitik insgesamt weiter nach, so dass für das laufende Jahr eine etwas grössere haushaltspolitische Flexibilität erwartet werden kann. Zudem haben sich jüngst auch die makroökonomischen Vorlaufindikatoren deutlich verbessert und signalisieren damit eine konjunkturelle Beschleunigung. Nach dem Brexit-Entscheid und der Ablehnung der Verfassungsreform in Italien orten wir die Risiken in Europa auch in diesem Jahr überwiegend auf dem politischen Parkett.

USA Von der neuen US-Regierung werden höhere Staatsausgaben und niedrigere Steuern erwartet, was kurzfristig positive Impulse für die amerikanische Konjunktur geben sollte. Der IWF erhöhte deshalb seine diesjährige Wachstumsprognose für die USA auf 2,3 Prozent. Da sich die Vereinigten Staaten aber in einem fortgeschrittenen Expansionszyklus befinden, besteht jedoch die Gefahr, dass die Wirtschaft durch zusätzliche Fiskalausgaben an ihre Kapazitätsgrenzen stösst. Somit könnten sich die Ausgaben eher in steigender Inflation anstatt in realem Wachstum niederschlagen. Dies wiederum hätte womöglich stärkere Zinserhöhungen, höhere Staatsausgaben und einen kräftigeren US-Dollar zur Folge.

Schweiz Nach dem die Schweizer Wirtschaft im dritten Quartal 2016 stagnierte, deuten die vorlaufenden Konjunkturindikatoren auf eine Wachstumsbeschleunigung hin. Die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) geht im Zuge der allmählichen konjunkturellen Festigung davon aus, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 1,8 Prozent und im 2018 um 1,9 Prozent expandieren sollte.

Asien / Schwellenländer Brasilien und Russland waren aufgrund des Preiszerfalls bei den Rohstoffen in den letzten Jahren in eine schwere Rezession gerutscht. Von der Erholung bei den Energie- sowie Metallpreisen sollten diese sowie auch weitere Schwellenländer deutlich profitieren. Zudem hat sich bei einem Grossteil der Emerging Markets in den vergangen Jahren die Zahlungsbilanzsituation verbessert, sodass sich ihre Anfälligkeit auf Veränderungen in der Geldpolitik im OECD-Raum reduziert hat.

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Unsere Empfehlungen basieren auf öffentlichen Informationen, die wir als zuverlässig erachten, für die wir aber keine Gewähr übernehmen, genauso wie wir für Vollständigkeit und Genauigkeit nicht garantieren können. Wir behalten uns vor, unsere hier geäusserte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Unsere Empfehlungen könnten – je nach Anlagezielen, Zeithorizonten oder im Gesamtkontext der Finanzposition – für bestimmte Investoren nicht anwendbar sein und stellen weder eine Entscheidungshilfe für (steuer-) rechtliche oder andere Beraterfragen dar, noch sollten allein aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide gefällt werden. Finanzprodukte sind keine risikofreien Investitionen. Namentlich bestehen Risiken bezüglich Wert-, Ertrags- und – bei Anlagen in Fremdwährungen – Wechselkursschwankungen. Wir empfehlen, dass Investoren, bevor sie Anlageentscheidungen treffen, den Rat eines Anlageberaters ihrer Bank einholen. Diese Publikation richtet sich nicht an Bürger oder Niedergelassene in den USA, CAN oder GB sowie nicht an andere Personen, die Restriktionen bez. Nationalität, Wohnsitz usw. unterliegen.

Anlagestrategie Anlagestrategie Januar 2017 – erscheint vierteljährlich November 2015 – erscheint vierteljährlich

Liquidität

Gewichtung neu:



Die Divergenz bei der Geldpolitik zwischen den USA, Europa und Japan hat sich weiter zugespitzt. Während die US-Notenbank für das kommende Jahr mit drei Leitzinserhöhungen rechnet, verlängerten die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Japan (BOJ) ihre Kaufprogramme für Anleihen. Obwohl die Zeit von fallenden Zinsen langsam ein Ende zu finden scheint, bleibt die Ausrichtung

Obligationen

Gewichtung neu:

Schweiz Bereits seit Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 beläuft sich der Zins auf Sichteinlagen bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf Minus 0.75 Prozent. In der kurzen Frist rechnen wir nicht mit einer Abkehr von der Niedrigzinspolitik und halten an der Untergewichtung der CHF-Obligationen fest.

Euroland Die Europäische Zentralbank (EZB) hat an ihrer Dezember-Sitzung beschlossen, das Anleihenkaufprogramm um sechs Monate bis Ende Dezember 2017 zu verlängern. Zwar soll das monatliche Kaufvolumen ab April von derzeit EUR 80 Mrd. auf EUR 60 Mrd. reduziert werden. Da aber im Gegensatz zu den USA die Inflationsrisiken gering sind, gehen wir zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass die Währungshüter auch im 2018 ihre expansive Geldpolitik fortsetzen werden. Basierend auf diesem Szenario bekräftigen wir unsere Untergewichtung in EUR-Anleihen.

Europa Ex Euroland Obwohl die schwedische Riksbank das Anleihenprogramm jüngst bis Mitte 2017 verlängert hatte, werten Experten die Aussagen der Währungshüter als Hinweis, dass ein Ende der lockeren Geldpolitik in Sicht kommen könnte. Aufgrund der steigenden

Gewichtung alt:



der globalen Notenbanken nach wie vor sehr expansiv. Vor diesem Hintergrund halten wir an der Untergewichtung der Obligationen fest und gewichten dafür weiterhin die Aktien über. Bei den Alternativen Anlagen bleiben wir ebenfalls übergewichtet. Die Immobilien- sowie die Liquiditätsquote halten wir neutral.



Gewichtung alt:



Inflation und des kräftigen Wirtschaftswachstums rechnen wir denn auch damit, dass die schwedische Zentralbank die monetären Zügel deutlich vor der EZB erhöhen wird. Dies wiederum würde dem SEK Auftrieb verleihen.

Nordamerika Seit der Wahl von Donald Trump sind die langfristigen Zinsen in den USA deutlich angestiegen. Die anziehende Konjunktur und die gestiegenen Inflationserwartungen könnten unserer Ansicht nach zu einem zunehmenden Zinserhöhungstempo der amerikanischen Notenbank (Fed) führen. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Währungshüter im 2017 die Zinsen insgesamt drei Mal um je 25 Basispunkte anheben werden. Aus diesem Grund positionieren wir uns am kurzen Ende der Zinskurve.

Asien / Pazifik Die Bank of Japan (BoJ) hat auch im vergangenen Jahr den Kampf gegen die Deflation mit unveränderter Kraft fortgesetzt. Da die Teuerung nach wie vor weit unter der Zielmarke der Zentralbank liegt, dürfte die expansive Geldpolitik auch weiterhin Bestand haben. Spannender erachten wir angesichts der anziehenden Rohstoffnotierungen Anlagen in neuseeländischen oder australischen Anleihen. Seite 2 von 6

Anlagestrategie Anlagestrategie Januar 2017 – erscheint vierteljährlich November 2015 – erscheint vierteljährlich

Schwellenländer

starke Aufwertung des Greenbacks könnte die meist in der amerikanischen Währung verschuldeten Unternehmen der Emerging Markets in Bedrängnis bringen.

Neben der volatilen Wechselkurse orten wir die grösste Gefahr bei Anlagen in Schwellenländeranleihen in der Entwicklung des US-Dollars. Eine

Aktien

Gewichtung neu:



Schweiz Die defensive Ausrichtung des Schweizer Aktienmarktes erwies sich im abgelaufenen Jahr als Nachteil. Im Vergleich zu den internationalen Aktienmärkten hat Swiss Market Index (SMI) als Leitbarometer schwach abgeschnitten und das Jahr deutlich im Minus beendet. Sollte die neu besetzte amerikanische Regierung unter der Leitung von Donald Trump die angekündigten Wahlversprechen tatsächlich auch umsetzen, dürften Unternehmen aus den zyklischen Sektoren weiterhin profitieren. Des Weiteren könnten Finanzwerte aufgrund der in Aussicht gestellten Zinserhöhungen in den USA von den Anlegern bevorzugt werden. Wir erachten eine neutrale Portfoliogewichtung als angebracht.

Euroland Obwohl die politischen Risiken mit den Wahlen in diversen Kernländern der EU (Frankreich und Deutschland) auch in diesem Jahr nicht abreissen dürften, stimmt uns die konjunkturelle Erholung im Euroraum zuversichtlich. Die weiterhin sehr expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die geringen Hinweise auf einen verbesserten Inflationsausblick sind weitere potentielle Kurstreiber für die Aktienmärkte im Währungsraum. Wir halten an der Übergewichtung fest.

Europa Ex Euroland Die britische Wirtschaft hat sich nach dem BrexitVotum von Mitte Jahr resistenter präsentiert als erwartet. International ausgerichtete Unternehmen profitierten vom schwachen Pfund, weshalb der britische Aktienmarkt im Jahresverlauf deutlich im zweistelligen Prozentbereich zulegen konnte. Angesichts der politischen Unsicherheiten im Zusam-

Gewichtung alt:



menhang mit dem EU-Austritt dürfte das Pfund tendenziell unter Druck bleiben. Da die wirtschaftlichen Auswirkungen aber nur schwer abschätzbar sind, bleiben wir auf der Seitenlinie.

Nordamerika Die amerikanischen Aktienmärkte haben das vergangene Jahr sehr erfreulich abgeschlossen. Insbesondere die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat dazu geführt, dass die wichtigsten Indizes zum Jahresende nochmals deutlich zulegen konnten. Auch der Zinsschritt wurde vom Markt gut aufgenommen und so erreichte der S&P 500 im Dezember sogar ein neues historisches Allzeithoch. Unseres Erachtens werden allerdings die Erwartungen an die Konjunkturprogramme der neuen Regierung zu optimistisch eingeschätzt. Zudem werden mögliche negative Effekte einer protektionistischen Ausrichtung der Politik der grössten Volkswirtschaft der Welt noch mehrheitlich ausgeblendet. Wir behalten die neutrale Gewichtung bei.

Asien / Pazifik Während wir in den USA davon ausgehen, dass die amerikanische Notenbank (Fed) in diesem Jahr insgesamt drei Mal an der Zinsschraube drehen wird, rechnen wir in Japan mit einem unveränderten Zinsniveau. Diese wachsende Zinsdifferenz dürfte zu einer Abschwächung des Yen führen (im Vergleich zum USD), wovon die exportorientierten Unternehmen in Japan profitieren könnten. Aktuell handelt der Yen schwächer, als die Grossunternehmen bei ihren Geschäftsprognosen unterstellt hatten. Eine Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten ist unseres Erachtens noch nicht vollständig im Markt eingepreist und könnte sich als Kurstreiber herauskristallisieren. Wir halten unsere Übergewichtung bei. Seite 3 von 6

Anlagestrategie Anlagestrategie Januar 2017 – erscheint vierteljährlich November 2015 – erscheint vierteljährlich

Schwellenländer

Emerging Marktes Anlagen dämpfen. Auf der anderen Seite bieten die Schwellenländer in Anbetracht der Erholung ihres Wirtschaftswachstums und der robusten Ertragsgenerierung attraktive Anlagechancen. Wir gehen von einer volatilen Entwicklung aus und halten unsere neutrale Gewichtung bei.

Nachdem Aktien aus den Emerging Markets in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Jahres von anziehenden Rohstoffpreisen profitierten, haben Anleger nach der US-Präsidentschaftswahl Investments in den Schwellenländern reduziert. Der stärkere Greenback sowie die Aussichten auf weitere Zinsschritte in den USA dürften die Entwicklung von

Immobilien

Gewichtung neu:



Nachdem die langfristigen Zinsen im Verlauf von 2016 in vielen Ländern auf historische Tiefststände fielen, hat spätestens mit der Wahl von Donald Trump eine Trendwende eingesetzt. Während Anleger in Immobilien während den vergangenen Jahren von der relativen Attraktivität gegenüber Anleihen profitieren konnten, hat der Zinsanstieg im Herbst die Kurse der kotierten Immobilienfonds

Alternative Anlagen

Gewichtung neu:

Nachdem die Rohstoffpreise fast sechs Jahre lang rückläufig waren, hat im Jahr 2016 eine Kehrtwende eingesetzt. Zu Beginn des vergangen Jahres war der Erdölpreis bis gegen USD 25 pro Fass gefallen. Über den Rest des Jahres setzte eine fulminante Erholung ein und führte bis zum Jahresende zu einer Verdoppelung des Preises. Durch die vereinbarten Produktionskürzungen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und weiteren Produzentenstaaten dürfte der Aufwärtstrend beim Öl-

Gewichtung alt:



um über 6 Prozent einbrechen lassen. Mittlerweile haben sich die Kurse teilweise wieder deutlich erholt. Unseres Erachtens bleiben die Kurse trotz der soliden Ausschüttungspolitik der Immobilienfonds anfällig für Korrekturen da die Risiken steigender Zinsen in jüngster Zeit eher wieder zugenommen haben. Wir bleiben neutral gewichtet.



Gewichtung alt:



preis anhalten. Die sich in den letzten Monaten aufgehellten Aussichten für die Weltkonjunktur lassen auf eine Wachstumsbelebung in diesem Jahr schliessen, wovon neben dem Öl auch die Industriemetalle profitieren könnten. Bei den antizyklischen Edelmetallen dürfte sich ein stärkerer US-Dollar belastend auswirken. Anderseits könnte Gold davon profitieren, dass mit der neuen US-Regierung Inflationserwartungen in den Vereinigen Staaten sowie geopolitische Risiken wieder eher in Fokus rücken.

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Anlagestrategie Anlagestrategie Januar 2017 – erscheint vierteljährlich November 2015 – erscheint vierteljährlich

Währungen EUR/CHF

AUD/CHF

Um einer starken Aufwertung des Frankens entgegenzuwirken, hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) im vergangenen Jahr erneut milliardenschwer an den Märkten interveniert. Da die SNB an ihrer Lagebeurteilung im Dezember explizit erwähnte, bei Interventionen die gesamte Währungssituation zu berücksichtigen, könnte die Erstarkung des Dollars den Währungshütern etwas Luft verschaffen. Somit besteht für die SNB die Möglichkeit, einen etwas stärkeren Franken gegenüber dem Euro zu tolerieren.

Die Inflationsrate von 1,3 Prozent näherte sich im Oktober 2016 dem Zielwert der australischen Nationalbank (RBA) von 2 bis 3 Prozent und verringerte somit die Aussichten auf eine weitere Leitzinssenkung. Dies wirkte sich auch positiv auf die Währung aus. Im heimischen Rohstoffsektor, dem historischen Wachstumstreiber für die Wirtschaft, bleibt die Zurückhaltung noch spürbar. Auch, weil der wichtige Handelspartner China gemischte Signale sendet.

JPY/CHF USD/CHF Die Erhöhung des Leitzinses durch die amerikanische Notenbank (Fed) vom Dezember 2016 verlieh dem US-Dollar einen ersten Schub. Drei weitere Zinsschritte werden in diesem Jahr erwartet. Allerdings hängt dies auch von der zukünftigen US-Politik ab. Sollte die Fiskalpolitik expansiver werden, was die Inflation antreiben und den Greenback stützen würde, könnten sich eine restriktivere Einwanderungspolitik und ein Handelskrieg mit China negativ auf die Währung auswirken. Wir gehen davon aus, dass der US-Dollar 2017 gegenüber dem Schweizer Franken an Stärke gewinnen wird.

Aussagen der amerikanischen Notenbankchefin Janet Yellen, wonach dieses Jahr mehrere Zinsschritte möglich seien, liessen den US-Dollar erstarken. Dies veranlasste Anleger im Gegenzug, die derzeit als sichere Häfen geltende Währungen wie den japanischen Yen, wieder zu verlassen. Dies drückte sich denn auch in Kursverlusten des Yens gegenüber dem Greenback aus. Das könnten bereits die ersten Auswirkungen der Anpassung der Renditekurve für 10-jährige Staatsanleihen, mit einem Zielwert von beinahe Null Prozent, durch die Bank of Japan (BoJ) sein.

NOK/CHF GBP/CHF Das britische Pfund bewegt sich seit dem Brexit-Referendum immer noch auf einem sehr tiefen Niveau. Das heisst, rund 20 Prozent tiefer als vor dem Entscheid im Juni 2016. Wie die britische Regierungschefin Theresa May verlauten liess, strebe sie eine klare Scheidung von der Europäischen Union (EU) an. Die Brexit-Verhandlungen mit der EU beginnen im März. Der „harte“ Ausstieg könnte sich im ersten Quartal nochmals negativ auf die Währung auswirken. Dies sind allerdings politische Treiber, die über den Fakt hinwegtrügen, dass Grossbritannien unter der G-10 Gruppe ein sehr hohes Wirtschaftswachstum ausweisen konnte.

Trotz abgeschwächter Konjunkturdaten im 3. Quartal 2016 deuten die Vorlaufindikatoren auf eine Aufhellung hin. Die Investitionstätigkeit im Energiesektor wird laut Schätzungen der Notenbank allerdings auch im Jahr 2017 zum dritten Mal in Folge zurückgehen. Mit dem weltweit grössten Staatsfonds verfügt Norwegen hingegen über hohe Überbrückungsreserven, um den Ölpreiszerfall abzufedern. Die norwegische Krone (NOK) dürfte als ölproduzierendes Land tendenziell von einer Stabilisierung der Ölpreise profitieren. Im Vergleich zum Schweizer Franken weist die Währung zudem eine relativ attraktive Zinsdifferenz auf.

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Unsere Anlagestrategie auf einen Blick (Referenzwährung CHF, seit Januar 2017) Anlageklassen

Positionierung

Liquidität

Neutral

Obligationen

Aktien

Wir favorisieren

Duration: kurzfristig

AUD, NZD, USD

CHF, EUR, JPY

Segmente

Unternehmensanleihen

Staatsanleihen

Regionen

Euroland, Asien / Pazifik (insbesondere Japan)

Untergewichtet

Übergewichtet

Sektoren (global) Stil

Immobilien

Wir meiden

Neutral

Kein Fokus auf spezifischen Stil

Kein Fokus auf spezifischen Stil

CH Immobilien (Fokus Wohnen)

Rohstoffe

Alternative Anlagen

Übergewichtet Hedge Funds

Währungen

Multi Strategy

USD, NOK, SEK

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